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    Ein Jahr The bird’s new nest!

    Vor etwas mehr als einem Jahr, am 1. Januar 2014, ist The bird’s new nest als Eco. Life. Style. Magazine. gestartet. Am 1. Januar diesen Jahres durften wir uns daher…

    Vor etwas mehr als einem Jahr, am 1. Januar 2014, ist The bird’s new nest als Eco. Life. Style. Magazine. gestartet. Am 1. Januar diesen Jahres durften wir uns daher über unser einjähriges Bestehen freuen – und über unerwartet hohe Leserzahlen! Im letzten Jahr haben 82.519 Personen auf The bird’s new nest gelesen und uns ganze 140.631 Mal besucht. Insgesamt wurde unsere Seite von euch allen 251.167 Mal angeklickt. Wir freuen uns sehr über diese zahlreichen Besuche und möchten uns herzlichst bei euch allen für euer Interesse an The bird’s new nest bedanken!

    60% aller unserer LeserInnen kommen übrigens aus Deutschland, 29% aus Österreich, 6% aus der Schweiz und die restlichen 5% aus allen anderen Ländern. Zu Lesen gibt es bei uns jede Menge: 833 Artikel zu allen Themen rund um Nachhaltigkeit sind zur Zeit online – und es werden täglich mehr! Doch welche Artikel und Kolumnenbeiträge haben unsere LeserInnen im letzten Jahr am stärksten interessiert? Hier findet ihr unsere meistgelesenen Artikel aus allen Kategorien.

    Living. Life.

    Unsere beliebtesten Artikel sind mit Abstand die veganen Rezepte in der Kategorie „Living. Life.„, die von unseren kochbegeisterten AutorInnen mit euch geteilt werden. Am leckersten fandet ihr 2014 das Rezept „Alleskönner Hommos: Wie ihn alle (machen) können und mögen“ von Doris – der meistgelesenste Artikel in diesem Jahr! Wer Hummus noch nicht kennt oder ihn noch nie selber zubereitet hat, dem lege ich dieses Rezept auf jeden Fall ans Herz. Sehr stark interessiert hat auch mein Interview mit Alexandra: „Wie nachhaltig ist es, mit RINGANA zu arbeiten? Interview mit einer selbstständigen RINGANA-Partnerin“ folgt an zweiter Stelle in dieser Kategorie. Ein spannendes Rezept hat den dritten Platz erobert, „Süßes veganes Apfelbrot – An Apple a day… und den verbacken im Brot“ von Kirsten hat viele von euch angelockt und es wurde begeistert nachgebacken und für äußerst lecker befunden.

    Beauty. Style.

    Auch alles rund um „Beauty. Style.“ wird bei The bird’s new nest sehr gerne gelesen – hier hat „In dubio pro deo – Deodorants für den Sommer“ mit DIYs für Henna-Deo, Deo-Spray und Deo-Creme von Yvonne das grösste Interesse hervorgerufen. Auf dem zweiten und dritten Platz finden sich mein Unboxing einer euch sicher schon bekannten Box: „Preview: Fairy-Box Februar 2014“ und „Review: Fairy-Box Januar 2014“

    Body. Soul.

    Körperliche und seelische Gesundheit und Wohlbefinden sind auch Themen, die unsere LeserInnen auf The bird’s new nest interessieren. „Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung“ von Eli war das Highlight des Jahres in der Kategorie „Body. Soul.„. Auch „Blümchen statt Tampons: Menstruationstassen“ von Yvonne wurde begeistert gelesen – jetzt wissen vermutlich einige Menschen mehr, was Menstruationstassen sind. Natürlich darf der Sport nicht zu kurz kommen, „Was Calisthenics sind und wie sie Ästhetik mit Gesundheit und Nachhaltigkeit verbinden“ von Janice hat hoffentlich viele von euch so oft zu dieser Sportart motiviert, wie es gelesen wurde.

    Knowledge.

    Wesentlich, um ein nachhaltiges Leben führen zu können ist Information, und so wird auch der Bereich „Knowledge.“ sehr gerne gelesen. Am Stärksten interessiert hat „FerkelRettung 216 – Jetzt aktiv werden!“ von Caro, gefolgt von „Eisen – Warum Spinat ein schlechter Eisenlieferant und Eisenmangel kein Vegetarierproblem ist“ von Yvonne. Ernährung ist generell ein wesentliches Thema, wenn es um Nachhaltigkeit geht, und so vervollständigt der Artikel „Warum nachhaltig leben nur vegan möglich ist, oder: Der grosse Umweltaspekt neben dem Tierschutz“ von Yvonne die Top 3 in dieser Kategorie.

    Media. Culture.

    In „Media. Culture.“ gibt es zwei erste Plätze, die sich die Artikel „front food: Fast Food-Restaurant des 21. Jahrhunderts in Linz“ von Victoria und „Der fünfte Mödlinger Fashionflohmarkt – und wir waren dabei!“ von mir teilen dürfen. Sehr beliebt sind auch unsere Blogvorstellungen, und eine davon – „Blogvorstellung: Wo geht’s zum Gemüseregal? (mit Rezept!)“ von Verena – hat hier den dritten Platz erreicht.

    Kolumnen.

    Einige unserer AutorInnen haben ihre eigene Kolumne, und auch diese erfreuen sich reger Beliebtheit. Der meistgelesene Kolumnenbeitrag in 2014 war „Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten“ von Florin zu Pizza on Tour und Pizza Pinocchio in Wien. Dicht gefolgt von Nadine mit „Nadine sucht das Glück: Weißt du was Glück ist?„, einem sehr berührenden Beitrag. Von den motivierenden Beiträgen Nadjas hat „Seele 2.0 – Positive Ansteckung“ die drittmeisten Leser aller Kolumnenbeiträge angezogen.

    All diese Artikel sind natürlich nur ein kleiner Einblick in die Vielfalt, die unser Team euch mit Leidenschaft für ein nachhaltiges Leben hier auf The bird’s new nest präsentiert, und auch alle anderen Artikel und Kolumnen kann ich euch wärmstens ans Herz legen! Habe ich den Rückblick auf ein Jahr The bird’s new nest mit einem Dank an alle LeserInnen begonnen, so möchte ich ihn mit einem großen Dankeschön an das tolle Team von The bird’s new nest abschließen, die mit Ideen, Motivation, Mithilfe und den zahlreichen Artikel und Kolumnenbeiträge The bird’s new nest möglich machen!

    Ich freue mich auf ein gemeinsames 2015!

    3 Kommentare zu Ein Jahr The bird’s new nest!

    Trash-Art – Wie aus Müll Einzigartiges wird

    Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „TrashArtLeipzig“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu…

    Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „TrashArtLeipzig“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu ihrer Berufung gemacht. Wo ich mich noch gefragt habe, was man denn aus Besteck oder alten Waschbrettern noch machen könnte, werden hier selbst aus DDR-Schätzen noch Unikate gefertigt. Die Auswahl ist schier grenzenlos, denn die beiden Kreativen scheuen keine Herausforderung.

    Der Begriff „Trash-Art“ wurde erstmals in der bildenden Kunst etabliert und von Künstlern benutzt, die aus dem Abfall von billigen Massenprodukten und Müll einzigartige Collagen und Skulpturen bauten. Heute fließen die vielen unterschiedlichen Begriffe ineinander, Trash-Art kann im weitesten Sinne auch als Upcycling bezeichnet werden, wenn der verwendete Müll in der Verarbeitung aufgewertet wird.

    Bei einem kurzen Interview hatte ich die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen blicken zu dürfen, für ein persönliches Treffen war schlicht die Entfernung zu groß. Die Leidenschaft für Trash-Art, also die Kunst aus Müll etwas Neues und Nützliches zu machen, entwickelte sich bei beiden schon im Kindesalter. Alles, was andere wegwerfen wollten, wurde gesammelt. Die Affinität zu alten Häusern oder Fabriken, die zum Abriss freigegeben wurden, das Abblättern von Farbe und all die kleinen Details, die so ein altes Gemäuer ausmachen, all das spielt hier zusammen. Der Wegwerfgesellschaft trotzend wird so gut wie alles verwertet, was sie in die Finger bekommen.

    Memoboard

    Die Produkte

    Bei einem Blick auf die Produkte bin ich, da ich ja selbst Upcyclerin bin, bei jedem einzelnen Stück mehr und mehr über die Machart und das einzigartige Design erstaunt. Der Etsy-Shop der beiden beinhaltet nicht nur unglaubliche Lampen und Schlüsselbretter, sondern auch Dinge aus Emaille, für Küche, Bad und Wohnen, Dinge aus Glas, Schallplatten und Spitze. Selbst vor der Fotografie und alten Bildern wird nicht Halt gemacht. Dabei empfinde ich die Preise als höchst angemessen, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei und fündig wird man auf alle Fälle, wenn man eine Leidenschaft für Antikes und Altes hat.

    Mein Fazit

    Die beiden Künstler aus Leipzig haben es mit ihrer Müll-Kunst meiner Meinung nach geschafft, den Begriff Upcycling auf eine ganz neue Stufe zu heben. Während andere noch grübeln, wird hier schon gearbeitet. Seit Februar 2013 sind sie auf Facebook und Etsy mit einer eigenen Seite beziehungsweise einem eigenem Shop vertreten. Eines ist sicher, mich haben sie als dauerhaften Fan und Kunden schon gewonnen! Falls ihr nun neugierig geworden seid, freuen sich die beiden Leipziger sicherlich über einen Besuch auf ihrer Seite.

    Habt ihr denn schon einmal versucht, aus Müll etwas Neues zu basteln? Sind euch Taschen aus Tetra-Paks ein Begriff? Für einen Geldbeutel findet ihr hier eine passende Anleitung. Ich habe mich von Thomas und Jany inspirieren lassen und eine solche Tasche als nächstes Projekt in Planung.

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    Kürbiscupcakes mit Zitronentopping

    Dass sich Kürbis nicht nur als Suppenbasis eignet, sondern sich auch prima in Süßem macht, beweisen diese Muffins. Noch dazu harmoniert er hervorragend mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt und Nelken….

    Dass sich Kürbis nicht nur als Suppenbasis eignet, sondern sich auch prima in Süßem macht, beweisen diese Muffins. Noch dazu harmoniert er hervorragend mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt und Nelken. Daher auch ideal zum Adventstee.

    Für circa 18 Muffins oder einen Kuchen braucht ihr:

    Für den Teig:
    200 ml neutrales Bio-Öl (zB Bio-Sonnenblumenöl)
    250 g Bio-Rohrzucker
    3 EL Bio-Leinsamen
    250 g Bio-Kürbispüree (selbst hergestellt aus Bio-Hokkaidokürbis, der mit wenig Wasser weich gekocht und dann püriert wird)
    350 g Bio-Dinkelvollkornmehl
    1 Päckchen Bio-Backpulver
    100 g gemahlene Bio-Mandeln
    1 unbehandelte Bio-Zitrone (Schale)
    Bio-Muskat, Bio-Zimt, Bio-Nelken und Salz

    Für das Topping:
    100 g Bio-Margarine oder Bio-Kokosöl
    170 g Bio-Puderzucker
    2 unbehandelte Bio-Zitronen

    Zuerst das Kürbispüree herstellen. Dann Leinsamen in doppelter Menge heißem Wasser für einige Minuten einweichen und pürieren bis eine schleimige Masse ensteht. Öl, Zucker und Leinsamenpüree in einer Schüssel schaumig rühren. Das Kürbispüree hinzufügen und die Masse mit einer Messerspitze Muskat, zwei Teelöffeln Zimt, zwei Messerspitzen Nelken und einer guten Prise Salz würzen. Die Schale der Zitrone abreiben. Alles gut mixen und das mit Backpulver vermischte Mehl zugeben. Zum Schluss die gemahlenen Mandeln kurz unterrühren. Falls die Masse zu zäh ist, kann noch Zitronensaft zugefügt werden. Die Muffins beziehungsweise den Kuchen bei 175 Grad Celsius backen bis beim Einstechen nichts mehr an der Gabel hängen bleibt (Muffins ca. 20 Minuten, Kuchen ca. 50 Minuten).

    Für das Topping das weiche Fett mit dem Puderzucker schaumig rühren. Die Schale beider Zitronen zufügen und ebenfalls drei Teelöffeln Zitronensaft. Die abgekühlten Muffins oder Kuchen damit bestreichen.

    Guten Appetit!

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    Bist du bereit? Ein Monat Volunteering in Uganda

    „Bist du bereit?“ – Seit einer gefühlten Ewigkeit hat mir die so betitelte Datei vom Download-Ordner meines Macs entgegen gestarrt. Ab und an habe ich sie angeklickt, fast schon schüchtern die…

    „Bist du bereit?“ – Seit einer gefühlten Ewigkeit hat mir die so betitelte Datei vom Download-Ordner meines Macs entgegen gestarrt. Ab und an habe ich sie angeklickt, fast schon schüchtern die Zeilen gelesen. Beinahe so, als hätte ich Angst gehabt, dass mir dort die Antwort ins Gesicht springen und höhnisch schreien würde: „Bereit, du? Dass ich nicht lache!“

    Dabei sind sie gar nicht da, um mich zu prüfen. Die Zeilen sollten mich vielmehr auf mein nächstes Abenteuer, mein nächstes Projekt vorbereiten: Ein Monat in Uganda. Ziel sind weder die Nebelberge noch die Safari zu den wilden „Big 5“, nicht der Nil-Ursprung oder die verrufen gefährlichen Motortaxis in der Hauptstadt Kampala. Obwohl ich all das vielleicht auch sehen und erleben werde. Mein Ziel ist ein kleines Dorf im Bezirk Luweero im Zentrum des Landes, wo ich für die Organisation Karmalaya der ehemaligen österreichischen Reisejournalistin Tina Eder tätig sein werde.

    Schwer fällt es mir, darüber zu schreiben, was ich dort tatsächlich ein Monat lang tun werde. Noch schwerer fiel es mir bisher, die neugierigen Fragen meiner Freunde, Familie und Bekannten zu beantworten. Irgendwie kam nur kryptisches Gestotters heraus. Dabei habe ich mich doch nicht leichtfertig darauf eingelassen, habe ja das Voluntourismus-Projekt Karmalaya schon seit Jahren im Visier. In Nepal haben sie schon zahlreiche Freiwilligen-Projekte auf die Beine gestellt – und seit diesem Jahr sind sie auch in Uganda tätig.

    So komplex ihre Projekte auch sind, so einfach sind die Eckdaten meiner Tätigkeit: Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen (Kommen welche? Afrika ist ja derzeit – Ebola und Unwissenheit sei Dank – nicht auf der Reise-Bucket-List von Herrn und Frau Österreicher) baue ich für die nächsten zwei Wochen ein Lehmhaus für Sarah und ihre acht Kinder. Dass Sarah HIV-infiziert ist, das habe ich anfangs wohl aus Selbstschutz überlesen: Meine Tante ist vor Jahren in Österreich dem AIDS-Virus erlegen, und allein der Gedanke an die Krankheit ist für mich seit jeher Tabu und altbekannt Vertrautes zugleich. Immer wieder kriechen die Gefühle in mir hoch, wenn ich mich daran erinnere, wie meine – hochintelligente – Tante zum Schluss nur noch wirres Zeug von sich geben konnte. Ihren körperlichen Verfall hab ich kaum erlebt, die Szenen, wie meine Eltern sie völlig verstört aus der verdreckten Wohnung, in der sie sich verbarrikadiert hat, holen mussten, habe ich nicht live miterlebt. Auch sonst haben mich Mama und Papa in meiner damaligen Teenagerzeit vor der Konfrontation geschützt. Manchmal wünschte ich mir, sie hätten es nicht getan. Vielleicht wäre ich dann besser auf das vorbereitet, was mich jetzt in Uganda erwartet. Sarah ist bettlägerig, es geht ihr schlecht… sie wird wohl nicht die Einzige sein, die mir das Thema ins Gesicht drücken wird.

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    Nach den zwei Wochen Arbeit und nach einigen Tagen auf Safari (Yeah!) werde ich noch bei anderen Projekten von Karmalaya in Luweero mithelfen: Dort haben Tina und ihr Mann Matthias gemeinsam mit der ugandischen Partner-NGO „Hope“ nämlich einiges vor. Im November haben sie in einem TEDx-Talk ihre Produktlinie KALiARE – empowerment products gelauncht. Derzeit sind schon die erste Reihe von zwei Halsketten in der limitierten Auflage von insgesamt 1.000 Stück auf dem Markt. Benannt nach den ersten Frauen, die dadurch unterstützt werden: Margret und Lydia. Zwei Frauen, die ich wohl in Uganda kennen lernen werde. Ihnen bringt der Verkauf nicht nur für ein Jahr ein Einkommen, er ermöglicht auch, das Projekt weiter voranzubringen, mehr Frauen zu fördern. Die Einnahmen fließen zu 100 Prozent in die integrierte Initiative. Langfristig soll sie sehr vielen Frauen in Entwicklungsländern eine Zukunft geben, so der Plan von Karmalaya. Neben fairen Löhnen, Rücklagen und einem dreijährigen Bildungsprogramm wird durch den Verkauf der Halsketten unter anderem auch ein Child Care Center und der Bau eines Community-Centers  in Uganda finanziert. All das liegt nah beieinander, ist Teil eines Ganzen – und all das ist im nächsten Monat meine Welt.

     „Reise lieber mit der aufgeschlossenen Haltung, dass du im Land bist, um zu lernen, als engstirnig zu denken, dass du „nur“ gekommen bist, um zu helfen.“

    Dieser Satz steht im Verhaltenskodex für Volunteers, den mir Karmalaya ebenfalls geschickt hat und den ich unterschrieben habe. Ich muss ihn mir gar nicht oft vor Augen halten. Mir ist klar, dass ich zwar finanziell – die Mittel meiner Reise fließen in den Hausbau und die anderen Projekte – und auch manuell unterstützen werde, aber märtyrerartiger Gutmensch bin ich keiner. Immer wieder fallen mir Sätze von ehemaligen Fachkräften ein, die von meiner früheren Arbeitsstätte HORIZONT3000 in Länder des Südens geschickt wurden, um „Entwicklungszusammenarbeit“ zu leisten. Sie alle haben uni Sono erzählt, dass die ersten Wochen, ja, Monate nur aus Zuschauen, Beobachten, Abwarten, Ideen-Aufschreiben und wieder Verwerfen bestanden haben. Dass das die wichtigste Zeit war, weil sie dabei so viel gelernt haben – vor allem gelernt haben, ihre vorgefassten Meinungen und die unterschwellig in uns liegenden Bilder vom „allwissenden WestlerIn“ über Bord zu werfen. Genau das wünsche ich mir. Genau danach sehne ich mich gerade jetzt. Dass ich durchlässig und offen bin, ehrlich genug, mich erfolgreich diesem Wirrwarr aus Angst, Traurigkeit, Freude, Hoffnung und Enttäuschung zu stellen und das Lernen daraus mitzunehmen. Dass ich einfach Mensch sein kann, dem andere begegnen und der anderen begegnet – auf Augenhöhe.

    Bin ich bereit? Ich merke deutlich, wie jeder Versuch, meine Antwort in Worte zu fassen, scheitert. Scheitern muss. Denn sie wird wohl jede Minute anders ausfallen. Nicht nur in Uganda, schon jetzt, während ich so mit gepacktem Koffer auf dem Flughafen Wien sitze und auf meinen Flieger warte. Bereit oder nicht, mein Abenteuer hat schon längst begonnen.

    2 Kommentare zu Bist du bereit? Ein Monat Volunteering in Uganda

    Herbstlicher Aufstrich (Möhre-Kürbis-Süßkartoffel)

    Dieser Aufstrich ist schnell zubereitet, zur Not auch ohne Pürierstab. Er passt wunderbar zu Brot und Crackern, aber auch zu Ofengemüse oder -kartoffeln. Zutaten: 2 Möhren 1 Süßkartoffel 1/2 Hokkaidokürbis…

    Dieser Aufstrich ist schnell zubereitet, zur Not auch ohne Pürierstab. Er passt wunderbar zu Brot und Crackern, aber auch zu Ofengemüse oder -kartoffeln.

    Zutaten:

    2 Möhren
    1 Süßkartoffel
    1/2 Hokkaidokürbis
    (Ihr könnt auch von einem mehr, von einem weniger nehmen oder etwas weglassen. Bei dem Rezept kommt es nicht auf die Menge an.)
    8 EL Öl
    1/2 Zitrone
    Ca. 2 cm Ingwer
    3 Frühlingszwiebeln
    2 EL Sesam
    Grüne Currypaste, Salz, Pfeffer
    Optional: Schabziegerklee und eine Knoblauchzehe

    Das Gemüse schälen (bis auf den Kürbis), würfeln und mit wenig Wasser weich dünsten. Dann alles pürieren. Mit der Currypaste, geriebenem Ingwer und Gewürzen abschmecken. Öl und Saft der Zitrone zufügen (eventuell auch etwas mehr Zitrone). Sesam in einer Pfanne rösten und mit den geschnittenen Frühlingszwiebelringe über den Aufstrich geben.

    Guten Appetit!

    1 Kommentar zu Herbstlicher Aufstrich (Möhre-Kürbis-Süßkartoffel)

    Kürbis-Süßkartoffel-Eintopf

    Seit Oktober steht Kürbis nun ständig auf meinem Speiseplan, weil er sich so vielfältig einsetzen und zu immer neuen Geschmackserlebnissen zusammensetzen lässt. Zudem gibt es unzählige verschiedene Kürbissorten und -formen,…

    Seit Oktober steht Kürbis nun ständig auf meinem Speiseplan, weil er sich so vielfältig einsetzen und zu immer neuen Geschmackserlebnissen zusammensetzen lässt. Zudem gibt es unzählige verschiedene Kürbissorten und -formen, sodass das Kochen immer Abwechslung bietet. Mein absoluter Favorit ist und bleibt der Hokkaidokürbis, den ich schon als Kind in der Küche meiner Mutter zu genießen wusste.

    Besonders in den kalten Monaten hilft das im Kürbis enthaltene Vitamin C, das Immunsystem auf Trab zu halten. Darüber hinaus versorgen Kürbisse uns mit reichlich Antioxidantien und den Vitaminen A und E, die unter anderem die Sehkraft und das Strahlen der Haut unterstützen. Klingt so als sei Kürbis ein echter Allrounder? Ist auch so! Also nutzt die letzten Gelegenheiten und kocht etwas Feines, zum Beispiel diesen wunderbar wärmenden Kürbiseintopf.

    Für vier Portionen braucht man:

    2 TL Chiliflocken
    Ein ca. 2cm großes Stück Ingwer
    1 rote Zwiebel
    1 Jalapeño
    Öl zum Anbraten
    1 kleinen Hokkaidokürbis
    2 faustgroße Süßkartoffeln
    300 g gewürfelte Tomaten mit Soße
    300 g grüne Bohnen
    500 bis 600 ml Gemüsebrühe
    Petersilie
    Salz und Pfeffer
    Kürbiskerne zum Garnieren
    Evtl. Linsen und/oder Zimt

    Als Erstes den Ingwer und die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit den Chiliflocken und der Jalapeño in etwas Öl andünsten. In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen und diese sowie den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden. Wenn die Zwiebeln glasig sind, beides hinzugeben und fünf Minuten anbraten, hinterher mit der Brühe ablöschen. Die Tomaten unterrühren und bei mittlerer Hitze für 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kürbis- und Süßkartoffelstücke fast weich sind. Zu guter Letzt die klein geschnittenen Bohnen und etwas frische Petersilie für 10 bis 15 weitere Minuten mit garen. Abschließend dann das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Kürbiskernen garnieren und genießen.

    Wer es etwas deftiger mag, kann zum Beispiel noch Linsen mitkochen, dann wird der Eintopf sättigender. Ein Hauch von Zimt rundet das Gericht weihnachtlich ab.

    Lasst es euch schmecken!

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    Workshop bei makeupbine: Naturkosmetik selber machen X-MASpecial

    Beschäftigt man sich etwas näher mit den Inhaltstoffen seiner Kosmetik und Pflegeprodukte, kommt man schnell ins Grübeln. Was sind denn das alles für Stoffe, die da aufgeführt werden und braucht…

    Beschäftigt man sich etwas näher mit den Inhaltstoffen seiner Kosmetik und Pflegeprodukte, kommt man schnell ins Grübeln. Was sind denn das alles für Stoffe, die da aufgeführt werden und braucht man sie alle oder schaden sie meinem Körper vielleicht sogar? Um mich vor schädlichen Inhaltsstoffen wie Mikroplastik, Aluminium, Silikonen und hormonellen Wirkstoffen wie Parabene zu schützen, greife ich in den Geschäften nur noch zur Naturkosmetik. Aber auch hier gibt es enorme qualitative Unterschiede und es ist schwer, Plastikverpackungen zu vermeiden.

    Aus diesem Grund habe ich mich gefragt, ob man sich seine Pflegeprodukte nicht leicht selbst herstellen kann. Man kann! Und genau das hat mir Sabine in ihrem Workshop „DIY Naturkosmetik X-MASpecial“ gezeigt. Sabine selbst ist Make up Artist & Beauty Coach, Bodyvital- & vegane Ernährungstrainerin und seit kurzem auch Grüne Kosmetik Pädagogin. Die besten Voraussetzungen also, um uns alle nötigen Informationen mitzugeben.

    Im X-MASpecial Workshop haben wir Kosmetik produziert, die sich besonders gut als Geschenk eignt und haben dafür auch gleich einige Tipps und nette Verpackungsideen bekommen. Bereits im Vorfeld wurde festgelegt, dass wir folgende Produkte herstellen werden: Lippenbalsam, Körperpeeling, Bodybutter, Badebomben, Seifenkekse und Badesalz.

    Der Workshop

    Am Tag des Workshops ging ich bewaffnet mit Kochschürze, Handtuch und etlichen Glasgefäßen zu Bine, gespannt, was mich erwarten würde. Erwartet hat mich eine sehr nette und auf Anhieb sympathische Frau – Sabine, oder von ihrem Blog besser bekannt als „makeupbine“ – und weitere sieben Teilnehmer.

    Zu Beginn stand eine Kennenlernrunde auf dem Programm und wir tauschten uns allgemein über Kosmetik aus. Worauf sollte man beim Kauf von Kosmetik achten, welche Marken sind weniger gut und welche sind empfehlenswert, welche Inhaltsstoffe sollte man vermeiden und was ist wichtig für den Körper? Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir Bines Ansatz „Verwende für deine Haut nur, was du auch essen würdest“. Damit ist zum einen gemeint, dass nur natürliche Rohstoffe wie Kakaobutter, Kräuter, Salz und ätherische Öle verwendet werden, aber auch, dass der beste Vitaminlieferant für unseren Körper kein im Labor hergestelltes Wundermittel ist. Eine Maske aus einer reifen Frucht hergestellt liefert der Haut alle Vitamine, die sie braucht.

    Nach dieser spannenden Theorieeinheit geht es nun darum, dies in die Praxis umzusetzen. Wir werden von Bine dafür in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe geht zuerst in die Küche, die andere benötigt vorerst noch keinen Herd. Bine agiert als Springerin zwischen den beiden Gruppen, um uns helfend zur Seite zu stehen.

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    Trockenübung

    Zuerst sind bei mir also Badesalz, Seifenkekse und das Körperpeeling an der Reihe. Badesalz und Körperpeeling haben mich durch deren Einfachheit sofort überzeugt und die Rezepte sind nun definitiv in meinem Standardrepertoire aufgenommen. Bei den Seifenkeksen war ich allerdings etwas enttäuscht, denn wir haben keine Seife selbst gemacht, sondern gekaufte Seife zum verschenken „aufgepimpt“. Eine sehr süße Idee, die bei den Beschenkten auch super ankommt, aber es ist für mich eben keine DIY-Naturkosmetik und damit nicht ganz richtig platziert.

    Kochprogramm

    Danach ging es weiter in die Küche. Hier konnten wir Körperbutter, Badebomben und Lippenpflege herstellen. Darauf habe ich natürlich besonders gewartet, denn die Industrie verkauft uns das ja als teures, aufwändiges Verfahren. Umso überraschender war es, wie einfach es ist, diese Dinge selber zu machen.

    Die Grundzutaten bei unseren Rezepten waren Kakaobutter, Shaebutter und Pflanzenöl. Je nach Produkt wurden noch Zutaten wie Natron, Stärke, Zitronensäure und ätherische Öle verwendet. Die große Kunst steckt im Mischungsverhältnis. Als Anfängerin, wie ich es bin, sollte man sich also unbedingt an erprobte Mixturen halten. Mit Bines Rezepten war es ganz einfach: Die schmelzenden Zutaten in ein Gefäß, erhitzen, rühren, eventuell zusätzliche Zutaten hinzufügen und dann in Förmchen füllen und ab in den Kühlschrank. Kostenpunkt: Wenige Euro, Zeitaufwand: Etwa 15 Minuten für ein Produkt.

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    Weiters ist mir Bines Organisation positiv in Erinnerung geblieben. Ich bin immer ein bisschen skeptisch, wenn jemand Kurse quasi in seinem Wohnzimmer abhält, aber bei Bine hat alles von der ersten bis zur letzten Minute gepasst. Einerseits habe ich mich wie bei einem netten Mädelsnachmittag gefühlt, andererseits erkennt man bei Bine den ganzen Nachmittag über eine gute Struktur. Man merkt einfach, ihr liegt das Thema am Herzen, sie hat sich Gedanken gemacht und vorbereitet und vor allem ist sie mit Leidenschaft bei der Sache. Das sieht man auch an ihrem siebenseitigen Skript welches jeder Teilnehmer zugesendet bekommt, mit allen Rezepten des Nachmittags und einem Basistheorieteil zum Nachschlagen.

    Hard facts

    DIY Naturkosmetik X-MASpecial
    Samstag, 22. November 2014, ab 12 Uhr (ca. vier bis fünf Stunden)
    Kursgebühr: 70 Euro (+ 15 Euro Materialkosten, inkl. fertige Produkte, Skriptum, Getränke, Snacks)

    Mein Fazit

    Ich nehme unglaublich viel mit von diesem Nachmittag und bin nun bestärkt in meinem Vorhaben, mir meine Kosmetik in Zukunft öfter selbst zu kreieren. Beschäftigt man sich jedoch schon länger mit dem Thema und ist man selbst schon fest am Kosmetik rühren und möchte seinen Horizont erweitern, so ist man zwar bei Bine sicher an der richtigen Adresse, aber vermutlich nicht bei diesem Workshop. Für alle Neulinge in dem Bereich kann ich den Workshop aber nur empfehlen. In ihrem klassischen Workshop „DIY Naturkosmetik für Face & Body“ geht es bei Shampoo, Zahnpasta und Co mitunter auch etwas anspruchsvoller zur Sache, bei gleichzeitig maximal vier bis sechs Teilnehmern.

    Alle zukünftigen Workshoptermine findet ihr hier bei makeupbine.

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    Geschenke verpacken – Kreativ Müll vermeiden

    Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten…

    Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten steigt auch das Abfallgewicht um etwa 20 Prozent an. Alleine in Wien fallen laut MA48 etwa 300 Tonnen Altpapier zusätzlich (!) an. Mit unserer Kaufentscheidung tragen wir also wesentlich dazu bei, ob und wie viel Abfall wir selbst dabei erzeugen.

    Die wichtigste Grundregel ist sicher, auf transparentes, beschichtetes oder aluminiumhaltiges Geschenkpapier zu verzichten. Noch besser ist, man achtet auf Recyclinggeschenkpapier, aber die Königsdisziplin ist, zusätzlichen Müll gänzlich zu vermeiden. Viele Materialien, die man mit etwas Kreativität zu hübschen Geschenkverpackungen umfunktionieren kann, finden sich bei jedem zu Hause.

    Fünf ökologische Verpackungsideen

    Geschenke in Stoff verpacken: Anstelle von Papier können Geschenke mit Halstüchern, Geschirrtüchern oder ähnlichem verpackt werden. Aber auch Stoffreste (zum Beispiel vom Flohmarkt), oder ausrangierte Kleidung eignen sich zugeschnitten wunderbar um Geschenke darin einzuwickeln. So bereiten sie vor ihrem endgültigen Ende noch einmal Freude.

    Kleine Geschenkkartons aus Klopapierrollen basteln: Brigitte zeigt euch auf ihrem Blog wie es geht.

    Alte Zeitungen/Zeitschriften: Wer regelmäßig Zeitung ließt, häuft hier einiges an Altpapier an. Warum nicht vor dem Gang zur Mülltonne noch ein zweites Mal nutzen? Da die Tinte bei Zeitungen meist ein wenig abfärbt, greife ich jedoch lieber zu alten Zeitschriften, auch weil diese immer deutlich bunter und damit fröhlicher gestaltet sind.

    Wiener Geschenksack: Der in drei Größen erhältliche Sack hilft nicht nur, den Müllberg zu Weihnachten klein zu halten, sondern erfüllt auch noch einen sozialen Zweck. Er wird nämlich von Menschen mit Behinderungen hergestellt.

    Geschenkkartons: Egal ob fertig gekauft, oder selbst verziert, ein schöner Geschenkkarton macht etwas her unter dem Weihnachtsbaum und kann immer wieder verwendet werden, sofern man keine Namen oder Beglückwünschungen direkt darauf schreibt.

    Geschenke

    Vier Ideen für Schleifen und Dekoration

    Auf die üblichen Einweggeschenkbänder sollte man gänzlich verzichten. Wem ein einfacher Spagat oder Bast zu wenig ist, der kann auch auf Geschenkschleifen zurückgreifen. Diese können vom Beschenkten weiter verwendet werden und sparen somit einiges an Müll ein.

    Essbare Geschenkanhänger backen: Entweder als Hingucker oder, wer sich in Besitz eines Stempelsets befindet, als Namensanhänger eignen sich Keksanhänger wunderbar.

    Anhänger aus Wachs: Selbes Prinzip, anderes Material. Aus alten Kerzenresten kann so wunderbar etwas Neues entstehen.

    Natur pur: Egal ob Tannenzweige oder -zapfen, Nüsse, Kastanien, rote Beeren oder Efeu. Hübsch arrangiert bietet uns die Natur alles was man für ein nettes Geschenk braucht.

    Geschenkpapier kann auch gut wieder verwendet werden, wenn man sein Geschenk mit Bedacht öffnet. Mit einer Schere vorsichtig das Klebeband durchschneiden und das Papier beim Öffnen nicht durchreißen. Nicht nur die Umwelt freut sich darüber, sondern auch die Spannung steigt dadurch beim Auspacken. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

    Habt ihr noch weitere Ideen, Geschenke nachhaltig zu verpacken? Teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

    4 Kommentare zu Geschenke verpacken – Kreativ Müll vermeiden

    Verstöße gegen EU-Verordnung auf Adventmärkten!

    Punschgeruch und bunte Lichter, weihnachtliche Romantik und magische Atmosphäre – Adventsmärkte laden uns ein, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Doch Vorsicht! In dieser netten und friedlichen Umgebung verkaufen StandbetreiberInnen nicht…

    Punschgeruch und bunte Lichter, weihnachtliche Romantik und magische Atmosphäre – Adventsmärkte laden uns ein, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Doch Vorsicht! In dieser netten und friedlichen Umgebung verkaufen StandbetreiberInnen nicht rechtskonform gekennzeichnete Waren mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Bestandteilen.

    Kennzeichnungspflicht von Bestandteilen „tierischen Ursprungs“

    Am 7. November 2011 trat eine EU-Verordnung in Kraft, die in Artikel 12 (1) besagt, dass „Nichttextile Teile tierischen Ursprungs in Textilerzeugnissen […] bei der Etikettierung oder Kennzeichnung von Erzeugnissen, die solche Teile enthalten, anzugeben.“ sind, „wenn sie auf dem Markt bereit gestellt werden.“ Eine Übergangsfrist bis 8. Mai 2012 erlaubte die weitere Bereitstellung von Waren (ohne Kennzeichnung von tierlichen Bestandteilen), welche bis 9. November 2014 endgültig verkauft werden sollten.

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    Seit 9. November 2014 dürfen daher nicht-gekennzeichnete Waren, die „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ beinhalten nicht mehr verkauft oder auf den Markt gebracht werden. Verstöße gegen diese EU-Verordnung sind wettbewerbs- und ordnungsstrafrechtlich relevant. Als Grund neben der Vereinheitlichung und Vereinfachung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU wird angegeben „[…] damit die Verbraucher gut informiert ihre Wahl treffen können.“

    Verantwortlich für die Kennzeichnung: HerstellerInnen – ImporteurInnen – HändlerInnen

    Grundsätzlich sind die HerstellerInnen für die Kennzeichnung verantwortlich, wenn diese nicht in der EU ansässig sind, überträgt sich die Verantwortung an die ImporteurInnen, doch zu guter Letzt müssen die HändlerInnen sicherstellen, dass das von ihnen vertriebene Textilerzeugnis rechtskonform gekennzeichnet ist. Bei der Kennzeichnung müssen Informationen zur Faserzusammensetzung dauerhaft, leicht lesbar, sichtbar und zugänglich sein, außerdem muss das Etikett fest angebracht werden – Artikel 12 (2) „Die Etikettierung oder Kennzeichnung darf nicht irreführend sein und muss so erfolgen, dass sie vom Verbraucher ohne Schwierigkeiten verstanden werden kann.“.

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    Lokalaugenschein auf Adventmärkten in Linz: Nicht rechtskonforme Kennzeichnungen!

    Obwohl Mützen oder Handschuhe die Schafwolle und/oder Angorawolle beinhalten größtenteils gekennzeichnet sind, sind 99 Prozent der Textilien, die Tierpelz beinhalten nicht gekennzeichnet. Nur eine einzige Haube habe ich entdeckt, die mit Angorawolle, als auch Echtfell gekennzeichnet war. 99 Prozent der betroffenen Ware ist somit nicht oder irreführend gekennzeichnet und entspricht nicht der Rechtsnorm. Irreführung liegt meines Erachtens ganz bestimmt vor, wenn das Hauptmaterial von Hauben, Handschuhen etc. gekennzeichnet ist (Beispiel: 100 Prozent Acryl, 50 Prozent Wolle/Angora, 50 Prozent Viskose), aber Applikationen, also angebrachte Bestandteile, wie umwelt- und gesundheitsschädlicher Tierpelz, nicht auf Etiketten aufscheinen. Herkunftsländer der betroffenen Produkte, falls angegeben waren China, Polen und P.R.C (People’s Republic of China).

    Die Letztverantwortung hat der/die KäuferIn!

    Was tun?
    Bitte aufmerksam sein, Etiketten lesen, nicht gekennzeichnete Materialien erfragen und testen. Festgestellte Verstöße melden. Die Letztverantwortung liegt bei den KundInnen selbst, um die Herkunft von Materialien zu hinterfragen und zu überprüfen. Bei Unsicherheiten bezüglich Material am besten selber testen oder erfahrene Menschen darum bitten, weil erfahrungsgemäß VerkäuferInnen oftmals, aus Unwissenheit oder absichtlich, falsche Auskunft über die Herkunft von Materialien geben.

    In Kathis Artikel „Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen!” könnt ihr nachlesen, wie sich feststellen lässt, ob es sich bei einem Produkt um Kunst- oder Tierpelz handelt. Im Artikel findet ihr auch viele wichtige Fakten, die das Ablehnen von Tierpelzprodukten mit Argumenten gegen Umweltverschmutzung, Gesundheitsschädigung und Tierquälerei begründen.

    Fazit

    Wer keine in gesundheitsschädlichen Umweltgiften getränkten Häute und Haare von Tieren kaufen und am eigenen Körper tragen möchte, sollte dies auch nicht tun – Pelz ist PEINlich!

    Hast du schon einmal unbewusst Pelz von Tieren gekauft?

     

    Quelle:
    EU-Textilkennzeichnungsverordnung (Verordnung Nr. 1007/2011)

    1 Kommentar zu Verstöße gegen EU-Verordnung auf Adventmärkten!

    Heuer gibt’s ein nachhaltiges Christkindl: Schütze den Regenwald!

    Seit 1991 gibt es den Verein „Regenwald der Österreicher„. Der Wiener Musiker Michael Schnitzler, Enkel von Arthur Schnitzler, hat sich zum Ziel gesetzt, den bedrohten Regenwald in Costa Rica zu schützen….

    Seit 1991 gibt es den Verein „Regenwald der Österreicher„. Der Wiener Musiker Michael Schnitzler, Enkel von Arthur Schnitzler, hat sich zum Ziel gesetzt, den bedrohten Regenwald in Costa Rica zu schützen. Der Verein kauft Grundstücke auf und gliedert sie in den Nationalpark „Piedras Blancas“ ein. Weitere Projekte sind der Schutz von Wildkatzen, die Wiederbewaldung und auch Aufzucht und Auswilderung seltener Vögel. Außerdem gibt es in diesem außergewöhnlichen Regenwald auch noch eine Forschungsstation, die von Biologen aus vielen Ländern genutzt wird. Für Abenteuerlustige besteht auch die Möglichkeit, das Schutzgebiet zu besuchen und den Regenwald mit Wanderungen oder Reittouren zu erkunden.

    Als Geschenk kannst du
    Regenwaldbäume (ab 18 Euro)
    oder
    ein Stück Regenwald freikaufen (ab 25m²/15 Euro)
    oder
    eine Artenschutzurkunde (ab 10 Euro), die Aras, Totenkopfaffen, Ozelots und Tapiren im Esquinas-Regenwald zu überleben hilft, steuerabsetzbar spenden.

    Weitere Informationen unter:
    www.regenwald.at
    Regenwald der Österreicher
    Hadrawagasse 16
    1220 Wien
    Österreich

    E-Mail: info@regenwald.at
    Telefon: +43/(0)1/470 19 35
    Fax: +43/(0)1/470 19 35

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