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Kategorie: Love. Family.

Jagdliches Spiel zur Förderung der Gewaltakzeptanz bei Kindern

Abknallen, Erschießen, Töten – eine kulturelle Praxis erfordert die Sozialisierung des Nachwuchses.  „Kindchen, schieß‘ doch mal das Wildschwein nieder!“ Den kleinen Gästen am „Fest der Natur 2016“ in Linz (Organisation: Ressort…

Abknallen, Erschießen, Töten – eine kulturelle Praxis erfordert die Sozialisierung des Nachwuchses.

 „Kindchen, schieß‘ doch mal das Wildschwein nieder!“

Den kleinen Gästen am „Fest der Natur 2016“ in Linz (Organisation: Ressort für Naturschutz (FPÖ) und Genussland Oberösterreich) wurden am Stand des OÖ Landesjagdverbandes Gewehre mit Gummiband-Schieß-Vorrichtung aus Holz angeboten und dazu eingeladen Wildschweine und Hirsche (ebenfalls aus Holz) abzuschießen.

Schießstand für Kinder am „Fest der Natur“. Aussteller: OÖ Landesjagdverband

Ein unverfängliches Spiel? Der Anschein von Harmlosigkeit und Sanftmut verstärkt sich durch ein Malbuch mit dem Titel „Wir malen was lebt in Wald und Flur“ und eine Fototafel, diese zeigt einen älteren Jäger, der gemeinsam mit einer jungen weiblichen Person, im Beisein eines Hundes, ein Bäumchen pflanzt.

„Es ist in Ordnung andere Lebewesen mit Waffen zu verletzen.“

Die Präsentation des Kinder-Schießstandes und die Aufforderung zum Töten-Spielen mit Waffen erzeugt und bestätigt soziale und ethische Normativitäten. Die Einführung von Kindern in die gebräuchliche Gewaltpraxis und die Verwendung von Waffen erfolgt spielerisch und mit dem Anspruch auf Selbstverständlichkeit. Vermittelt wird, dass die Gewaltausübung an Lebewesen und die Benutzung von Schusswaffen als „normal“, „unproblematisch“ und „gesellschaftlich anerkannt“, gilt und zu akzeptieren ist.

Waffenattrappe und Tiere aus Holz zum Töten-Spielen

Stell sich die Frage: Was hat die Einladung zum Waffengebrauch und Töten-Spielen auf einer „familienfreundlichen“ Veranstaltung des Landes Oberösterreich zu suchen?

7 Kommentare zu Jagdliches Spiel zur Förderung der Gewaltakzeptanz bei Kindern

Nachhaltig. Nach-HALT!-ig. N-ACH!-haltig.

Nachhaltig. Das ist zur Zeit das Wort schlechthin. In unserem Freundeskreis spielen Fragen, die sich mit dem Erhalt unserer Erde und ihrer wertvollen Natur zu tun haben, immer öfter eine größere…

Nachhaltig. Das ist zur Zeit das Wort schlechthin. In unserem Freundeskreis spielen Fragen, die sich mit dem Erhalt unserer Erde und ihrer wertvollen Natur zu tun haben, immer öfter eine größere Rolle. Oder zumindest einmal – sie spielen überhaupt eine Rolle. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt im Familienleben?

Als Allererstes einmal sollten die Eltern die Grundlage schlechthin schaffen: Nämlich den Sinn für die Natur, die Fähigkeit des Kindes, sie in sich aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen. Denn nur, wenn Kinder überhaupt die Natur an sich wahrnehmen, können sie später darüber nachdenken, wie wertvoll sie diese finden, um sich persönlich für den deren Erhalt einzusetzen. Und wo fängt das Spiel mit der Wahrnehmung an? In erster Linie natürlich, indem man mit dem Kind hinaus geht, in die Natur, in den Wald, Park, in die Felder, um sie erkunden zu können.

Aber stopp. Gemeint ist nicht folgende Szene: Kind sitzt im Buggy. Mama und Papa sind in Gedanken bei der Arbeit, dem Haushalt, Kollegen und bestenfalls hat nur einer der beiden ständig das Smartphone in der Hand. Man rennt förmlich an der Schönheit der Welt vorbei. Wenn die Eltern nicht selbst Inne inne halten, den Kindern die kleine Raupe auf dem Blatt zeigen, und sich in die Wiesen werfen (wie viele von euch denken gerade: „Aber da sind so Krabbeltieeere!“ ?), kann das Kind gar nicht erst sehen, wer oder was Natur sein soll. Leider höre ich oft „Für solche abenteuerlichen Spaziergänge fehle die Zeit, es sei viel zu aufwendig, hinaus zu fahren.“ Aber gibt es denn keinen Baum in der eigenen Straße, den man anfassen kann? Ist nicht auch eine Wasserpfütze ein Stück Natur? Und was ist mit den „Krabbeltieeeren“? Viele Kinder kennen heutzutage nicht einmal mehr den Unterschied zwischen Käfer und Spinne.

Klar, ein Picknick auf einer grünen Wiese unter einem Apfelbaum, das kann kaum einer jede Woche seiner Familie bieten. Aber: Lasst die Handys weg beim Spazieren gehen. Ich finde es übrigens auch sehr nachhaltig, wenn man die Zeit, die man mit dem Kind verbringt, auch wirklich mit dem Kind und nicht mit dem Internet, der Arbeit oder den Freunden im Ständig-erreichbar-Modus verbringt. Nur, wenn ich mich mit meinem Kind beschäftige, hat es etwas von mir. Nur so kann ich es prägen und Einfluss auf sein späteres Denken nehmen.

Meine Hausaufgabe an alle lieben Leser: Geht raus hinaus. Ohne Handy. Lasst die Gedankenschublade „Arbeit“ daheim. Riecht an den Blumen, umarmt die Bäume und schmeckt die Blüten der Gänseblümchen. Ja, die kann man essen. Und das habe ich auch nur gelernt, weil meine beste Freundin in einer sehr naturnahen Familie groß geworden ist. Auf dass auch die Stadtkinder bald wieder wissen, wie der Regen riecht!

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Wie rede ich mit Kindern über… eine gesunde Ernährung

Kinder brauchen feste Strukturen. Das gilt nicht nur für den täglichen Tagesablauf, sondern auch für die tägliche Nahrungsaufnahme. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon mit Kindern, und habe die…

Kinder brauchen feste Strukturen. Das gilt nicht nur für den täglichen Tagesablauf, sondern auch für die tägliche Nahrungsaufnahme. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon mit Kindern, und habe die Möglichkeit genutzt mit ihnen über ihre Ansprüche und ihre Bedenken zu sprechen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung fällt den meisten von ihnen nicht besonders leicht, auch dann nicht, wenn sie noch im Elternhaus wohnen. Gemeinsam haben wir Ansätze zusammengetragen, die es Kindern (und Jugendlichen) leichter machen sollen, gesunde Ernährung als einen festen Bestandteil in ihr Leben zu integrieren:

Feste Zeiten: Frühstück, Mittag, Kaffee, Abendessen. So in etwa beschreiben die meisten Kinder einen gelungen Tag im Hinblick auf die Ernährung. Viele von ihnen vergessen schlichtweg zu essen und können somit unsere Erinnerung gut gebrauchen. Auch ein wöchentlicher Essensplan hilft Kindern, sich auf gesunde Gerichte einzustellen. Wichtig ist hierbei, dass Kinder unbedingt mit entscheiden können, was gegessen wird!

Aufklärung: Kinder möchten wissen, woher Lebensmittel kommen, wie sie ungewaschen aussehen, wie sie sich anfühlen und auch was sie kosten. Es ist wichtig, Heranwachsenden zu zeigen und zu erklären, woher die Nahrung kommt und sie ihnen nicht einfach vorzusetzen.

Heranführen: Kochen ist etwas, das jedes Kind gerne macht. Kinder und Jugendliche freuen sich, wenn man ihnen Aufgaben überträgt. Sie merken dann, dass sie wichtig sind und ernst genommen werden. Selbst kleinste Kindern können bereits in der Küche helfen, zum Beispiel Gemüse waschen.

Möglichkeiten bieten: Viele Kinder wollen sich gesund ernähren, häufig wird ihnen dies jedoch nicht ermöglicht. Annahmen wie „mein Kind mag kein Gemüse“ oder „mein Kind ist zu unkonzentriert in der Küche“, zählen hier nicht als Ausrede. Seit vielen Jahren arbeite ich auch mit Kindern zusammen, die scheinbar zu aktiv für derartige Aufgaben sind. Allerdings kommt es dabei mehr darauf an, wie man diese Aufgabe gemeinsam mit seinem Kind angeht. Sich selbst und seinem Kind mehr zutrauen – und das jeden Tag aufs Neue, wenn es sein muss.

Der Versuch, die Kinder zwanghaft an eine gesunde Ernährung zu gewöhnen kann nicht klappen, also sind auch kleine Sünden immer mal wieder in Ordnung. Wichtig ist, dass wir die Grundlage für die Kinder legen, was sie darauf bauen bleibt ihnen selbst überlassen.

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