Eco. Life. Style.

Kategorie: Living.

Vegane Parasol-Schnitzel mit Bratkartoffeln

Die Natur beschenkt uns jetzt im Herbst mit den verschiedensten Speisepilzen, einer meiner Lieblingsschwammerl ist der „Gemeine Riesenschirmling“ – weitläufig auch als Parasol bekannt. Die Hüte lassen sich ganz einfach…

Die Natur beschenkt uns jetzt im Herbst mit den verschiedensten Speisepilzen, einer meiner Lieblingsschwammerl ist der „Gemeine Riesenschirmling“ – weitläufig auch als Parasol bekannt.
Die Hüte lassen sich ganz einfach panieren und wie das klassische Wiener Schnitzel zubereiten.

Die Stiele sind für den Verzehr zu zäh, sie können stattdessen getrocknet werden. Fein zerbröselt lässt sich das so gewonnene Pilzpulver herrlich zum Würzen von Suppen, Schwammerlsaucen und Eintöpfen verwenden.

Das brauchen wir für die Zubereitung der Parasol-Schnitzel:

2 große oder 3 kleine Pilzhüte pro Person
Bio-Mehl (am besten Weizen oder Dinkel)
Bio-Ei-Ersatz-Pulver (alternativ Bio-Sojamehl oder Bio-Kichererbsenmehl)
Soda- oder prickelndes Mineralwasser
Bio-Pflanzenmilch (zum Beispiel aus Hafer, Soja oder Dinkel)
Bio-Semmelbrösel oder Bio-Paniermehl
Bio-(Kräuter-)Salz
Bio-Pfeffer
Neutrales Bio-Bratöl (am besten aus der Sonnenblume)
1 Bio-Zitrone oder Bio-Zitronensaft

3 bis 4 mittelgroße festkochende Bio-Kartoffeln pro Person
Bio-Grillgewürzsalz
Bio-Bratöl (in diesem Fall bevorzuge ich Olivenöl)

Zubereitung

Als ersten Schritt trennen wir die Stiele von den Hüten. Entweder diese durch drehen vom Hutansatz lösen oder mit einem Messer abschneiden. Die Hüte nun etwas ausklopfen. Falls noch Schmutz in den Lamellen hängt fällt dieser durchs Klopfen heraus. Die Schwammerl keinesfalls mit Wasser waschen, da sie dieses sofort aufsaugen und dadurch matschig werden. Kleine Hüte bis ungefähr acht Zentimeter Durchmesser könnt ihr im Ganzen lassen, größere Teile schneide ich gerne in dreieckige Stückchen.

Die Panierstraße bereiten wir in Suppentellern folgendermaßen vor: In den ersten Teller kommt eine cremige Masse aus dem Mehl, dem Ei-Ersatz, der Pflanzenmilch und etwas Sodawasser, verquirlt mit einer Gabel. Diese Masse würzen wir noch leicht mit (Kräuter-)Salz und Pfeffer. Viel Würze bedarf es nicht, da Parasol selber schon einen herrlichen Geschmack besitzt. Die Semmelbrösel geben wir in einen zweiten Suppenteller.

In eine tiefe Pfanne füllen wir das Bratöl etwa ein bis zwei Zentimeter hoch, damit die panierten Pilzstücke zumindest bis zur Hälfte ins Fett eintauchen können. Nun geht es los mit dem Panieren, parallel kann sich das Fett schon erhitzen. Ich empfehle, die Herdplatte nicht auf die höchste Stufe zu stellen, damit sich das Pilzfleisch gut durcherhitzen kann, bevor die Kruste zu kross wird. Wichtig ist, dass sich der Parasol gut durcherhitzt, denn roh ist er nicht genießbar!

Die einzelnen Stückchen ziehen wir nun durch die cremige Mehlmasse. Wenn sie vollkommen von dieser bedeckt sind, wenden wir sie in den Semmelbröseln. Ich verwende übrigens gerne glutenfreies Maispaniermehl. Sollte dir die Panade nach einem Durchgang nicht dick genug sein, kannst du den Vorgang einfach nochmals wiederholen. Die panierten Stücke können sofort ins heiße Öl gelegt werden. Die Schnitzel in der Pfanne mehrmals wenden und auf beiden Seiten kross backen bis eine schöne goldbraune Kruste entsteht. Wer es nicht allzu fettig mag, kann die fertigen Schnitzel kurz auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Aber nicht zu lange liegen lassen, sonst kühlen sie aus.

Es passen verschiedene Beilagen zu Parasol-Schnitzeln, ich habe mich diesmal für Bratkartoffeln mit Grillgewürzsalz entschieden, dazu gab es Aioli und Preiselbeeren. Es passen aber auch Pommes Frites, Reis oder Kartoffelsalat dazu, wie eben auch zum klassischen Wiener Schnitzel. Tipp: Wenige Tropfen frischer Zitronensaft auf die Schnitzel geträufelt runden das Geschmackserlebnis ab.

Ich wünsche gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Keine Kommentare zu Vegane Parasol-Schnitzel mit Bratkartoffeln

Adventsome Adventskalender 2020 – Der beste Adventskalender der Welt

Den besten Adventskalender der Welt zu kreieren ist ein ehrgeiziges Vorhaben, dem sich Lea und Josias vor zwei Jahren verschrieben haben. Was einen solchen Adventskalender ausmacht? Durchdacht bis ins letzte…

Den besten Adventskalender der Welt zu kreieren ist ein ehrgeiziges Vorhaben, dem sich Lea und Josias vor zwei Jahren verschrieben haben. Was einen solchen Adventskalender ausmacht? Durchdacht bis ins letzte Detail soll er alles vereinen, was dem Paar aus Köln wichtig ist: ein wunderschönes Design, tägliche Freude und Spannung durch vielfältigste Geschenke, Nachhaltigkeit und Mitgefühl.

Der Beginn des Herzensprojektes

Aber zuerst einmal zurück zum Anfang, denn wie kommt man eigentlich auf die Idee, sich einem Adventskalender-Projekt zu verschreiben – und das jedes Jahr aufs Neue? Wie so oft entstehen Ideen dieser Art aus einer Notwendigkeit, einem persönlichen Bedürfnis, das mit keinem existierenden Produkt befriedigt werden kann. Unbefriedigend waren in diesem Fall im Jahr 2017 die Adventskalender, die Lea und Josias füreinander als Geschenk kaufen wollten. Ob gefüllt mit Schokolade, Tee oder anderen Produkten, keiner der Kalender war genau das, was man sich gegenseitig schenken wollte. Egal ob in Bezug auf die enthaltenen Produkte, die Verpackung oder den Faktor Nachhaltigkeit, kein Adventskalender konnte wirklich überzeugen.

Die Lösung fand sich – wie so oft – darin, die Dinge selber in die Hand zu nehmen und einen Adventskalender nach den eigenen Vorstellungen selber zu basteln und zu befüllen. Die Umsetzung dieser Idee bereitete beiden großen Spaß und das Resultat war – vor allem durch die mit Sorgfalt und Liebe ausgewählten Geschenken hinter den Türchen – so aufregend und besonders, dass Lea und Josias beschlossen, dieses Erlebnis mit anderen zu teilen. Und so wurde das Herzensprojekt Adventsome geboren.

Der beste Adventskalender der Welt

Der erste Schritt war ein Konzept für den perfekten Adventskalender zu erstellen: Die Produkte sollten hochwertig, nachhaltig und innovativ sein. Gleichzeitig wollten Lea und Josias keine Wegwerfverpackung verwenden, sondern eine Box, die auch nach der Adventszeit benützt werden kann. Zu guter Letzt wollten sie mit dem Adventskalender wohltätige Organisationen unterstützen.

Handelsübliche Adventskalender gehen typischerweise thematisch in eine Richtung. Sie enthalten beispielsweise 24 Beautyprodukte, 24 Süßigkeiten oder 24 Tees. Oft kommt alles von derselben Marke, man weiß also schon ziemlich genau, was einen erwarten wird. Der Überraschungseffekt geht so verloren. Der Adventsome Adventskalender liefert hingegen eine bunte Mischung von Produkten zahlreicher Startups. So ist jeder Tag eine Überraschung.

Wie sieht der Adventsome Adventskalender 2020 nun aus und was steckt hinter den Türchen? 20 hochwertige nachhaltige und vegane Produkte von Startups wie Snacks, Drinks, Gadgets sowie Pflege- und Wellnessprodukte können im Kalender gefunden werden. Dazu kommen vier Spenden für wohltätige Zwecke, die sich ebenfalls hinter den Türchen verstecken. Zusätzlich gibt es 19 exklusive Rabattcodes für die Online-Shops der Startups. All dies steckt in einer liebevoll illustrierten Box, die auch nach Weihnachten weiterverwendet werden kann. Verpackt wird der Kalender von Hand in einer sozialen Werkstatt.

Die Produkte und die Startups dahinter

Bei der Auswahl der Produkte, die im Adventsome Adventskalender enthalten sind, war Nachhaltigkeit ein zentrales und wichtiges Kriterium. Damit der Kalender jeden Tag eine Überraschung bietet, haben sich Lea und Josias nicht auf eine Kategorie von Produkten festgelegt, sondern bieten einen bunten Mix von 20 innovativen Geschenken. Eins aber haben alle gemeinsam, der Adventskalender enthält ausschließlich vegane Produkte, die auf jegliche tierische Inhaltsstoffe verzichten.

Viele der beteiligten Startups engagieren sich neben ihren nachhaltigen Produkten zusätzlich für eine bessere Welt, indem sie beispielsweise auf eine plastikfreie Verpackung setzen oder einen Teil ihrer Gewinne spenden. Ein jedem Geschenk beigelegtes Briefchen erzählt mehr über das Startup wie Fun Facts, die Gründungsstory oder Wissenswertes zum Produkt. Zusätzlich gibt es exklusive Gutscheincodes mit bis zu 25 Prozent Rabatt für die jeweiligen Online-Shops. Besonders Neugierige finden auf der Homepage von Adventsome einen Spoiler für den Inhalt des Adventskalenders, in dem drei der 24 Geschenke verraten werden.

Der Adventskalender ist vor allem aus zwei Gründen mit Startup-Produkten gefüllt: Erstens machen diese den Adventskalender erst richtig spannend, denn die Wahrscheinlichkeit auf Produkte zu treffen, die man noch nicht kennt ist größer. Außerdem möchten Lea und Josias Startups mit tollen Ideen gerne unterstützen. Von eben erst gegründeten Startups, deren Schätze noch richtige Geheimtipps sind, bis hin zu etwas bekannteren Jungunternehmen, ist alles dabei. Die teilnehmenden Unternehmen bekommen durch Adventsome die Möglichkeit, neue Menschen von sich zu überzeugen und zu begeistern.

20.000 Euro für gute Zwecke

Was wäre Weihnachten ohne Nächstenliebe? Ohne etwas zurückzugeben und Freude zu teilen? Lea und Josias haben sich entschieden, diese Gedanken einen festen Bestandteil des Adventskalenders werden zu lassen. Deshalb sind vier der 24 Geschenke im Kalender Spenden für wohltätige Zwecke.

An den jeweiligen Tagen versteckt sich hinter dem Türchen ein Brief der jeweiligen Organisation, der erklärt, wofür sich diese einsetzt und was konkret mit eurer Spende bewirkt wird. Die wohltätigen Organisationen erhalten durch den Adventsome Adventskalender dieses Jahr finanzielle Unterstützung von insgesamt 20.000 Euro in ihrem Engagement für eine bessere Welt. Seit dem Start im Jahr 2018 wurden so bereits über 10.000 Euro gespendet, in 2020 kommen die eben erwähnten 20.000 Euro hinzu. Welche Organisationen bis jetzt Spenden erhalten haben könnt ihr auf der Adventsome-Homepage nachlesen.

Verpackung und Design

Eine nachhaltige Verpackung war Lea und Josias besonders wichtig. Anstelle einer Wegwerfverpackung finden die 24 Geschenke Platz in einer wertigen, stabilen Box aus Pappe, die von der Künstlerin Farina Kuklinski mit einer Winterlandschaft mit vielen liebevollen Details illustriert wurde. Die Box kann nach der Adventszeit einfach weiterverwendet werden, zum Beispiel zum Aufbewahren von Weihnachtsdeko oder um sie erneut mit Geschenken zu befüllen.

Nachhaltigkeit war dem Paar auch bei Details wichtig, so wurde bei allen Materialien wie zum Beispiel den Umschlägen für die Briefe oder den Zahlenstickern vegane Varianten ohne tierische Klebstoffe gewählt. Auch die Postkarten, die dem Adventskalender beiliegen, werden in der Umweltdruckerei nachhaltig hergestellt. Der gesamte Adventskalender wird sorgfältig und liebevoll in einer sozialen Werkstatt im Kölner Raum von Hand verpackt.

Made with Love in Germany

Nachdem Lea und Josias aus Köln stammen, war es ihnen wichtig, alle Komponenten des Kalenders aus Deutschland zu beschaffen. So wird die Box in der Nähe von Leipzig hergestellt, genauso wie das zum Umwickeln der Geschenke verwendete FSC-zertifizierte Seidenpapier in Deutschland produziert wird. Zusammengestellt wird der Adventskalender wie weiter oben schon erwähnt in Köln – Menschen mit Behinderung bekommen hier die Möglichkeit, sich den eigenen Fähigkeiten entsprechend im eigenen Tempo einzubringen. Und last, but not least stammen auch alle 20 Startups, die am Adventsome Adventskalender 2020 beteiligt sind, aus Deutschland.

 

Ist der Adventsome Adventskalender der beste Adventskalender der Welt? Das werden die 24 Tage der Adventszeit zeigen, die Lea und Josias für euch mit Spannung, Entdeckungen und Vorfreude füllen möchten. Wenn ihr diese mit anderen teilen wollt, könnt ihr den Adventskalender auch als Paar (der Kalender ist unisex und nicht für ein bestimmtes Geschlecht gepackt), mit Familie (es sind keine alkoholischen Produkte enthalten) oder mit Freunden öffnen.

Nachdem ich Adventsome und die Idee dahinter näher kennenlernen durfte, bin ich nicht nur beeindruckt vom Engagement von Lea und Josias, sondern auch sehr neugierig auf alle enthaltenen Marken und Produkte. Gratulation zur Idee und zur wunderbaren Umsetzung und auf viele weitere adventsome Adventszeiten!

 

Nicht verpassen – zur Zeit könnt ihr den Adventsome Adventskalender als Give-Away von The bird’s new nest gewinnen. Wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt, findet ihr in diesem Beitrag.

Keine Kommentare zu Adventsome Adventskalender 2020 – Der beste Adventskalender der Welt

Unboxing: TrendRaider „Tropical Vibes“ August 2020

Der Sommer fliegt nur so dahin und schon liegt die TrendRaider Box für August vor der Türe. Jede Box verspricht tolle, innovative Trends aus den Bereichen Food, Fashion, Wellness und…

Der Sommer fliegt nur so dahin und schon liegt die TrendRaider Box für August vor der Türe. Jede Box verspricht tolle, innovative Trends aus den Bereichen Food, Fashion, Wellness und Design im Wert von über 90 Euro. TrendRaider überrascht alle, die gerne neue nachhaltige Produkte kennen lernen wollen mit nachhaltigen Produkt-Boxen – einmalig oder monatlich nach Hause geliefert. Neben den monatlichen TrendBoxen gibt es eine GeschenkBox, die genau auf den zu Beschenkenden zugeschnitten werden kann sowie ThemenBoxen zu Bereichen wie Beauty, Food, Fitness und vielem mehr. Alle Boxen können komplett vegan zusammengestellt werden – das ist auch die Variante, die jedes Monat zu mir kommt.

Die TrendRaider Box für August 2020 steht unter dem Motte „Tropical Vibes“. Dazu fallen mir – im Gegensatz zur „Summer Nights“ Box im letzte Monat – deutlich mehr Dinge ein, die in der Box enthalten sein könnten. Lebensmittel mit Ananas, Papaya oder Kokos, Kosmetik mit tropischem Duft, Schmuck oder Deko mit Flamingos… Die vielen Ideen steigern die Vorfreude, also legen wir los mit dem auspacken!

Als erstes kommt ein niedliches Glasfläschchen zum Vorschein, das eine Trinksuppe enthält, die man warm oder auch kalt konsumieren kann. Die Trinksuppe To Go „Soup Quicky“ mit Karotte, Kokos & Ingwer von Eden (2,19 Euro) ist bio-zertifiziert und passt perfekt, einerseits klingt sie sehr lecker, andererseits bin ich in den letzten Wochen zum Suppen-Junkie geworden. Die schicke Flasche wird auf jeden Fall auch aufgehoben. Daumen hoch für das erste Produkt!

Der zweite Griff offenbart eine Haarspange von TrendRaider (7,95 Euro), die nicht nur schick aussieht und mir sehr gut gefällt, sondern auch plastikfrei ist, denn sie besteht aus gepressten Zellulose-Resten. Ich hoffe, meine Unmenge an Haaren lässt sich mit diesem sehr coolen Teil bändigen!

   

Nummer drei ist wieder etwas Essbares: Bio-Jackfrucht von Junes (3,29 Euro) – feinste getrocknete Jackfruitstücke. Als Snack, fürs Müsli oder für herzhafte Gerichte eignen sich die Stückchen, die in einer Dose nur aus Papier verpackt sind. Bio, Fair Trade, vegan, plastikfrei, hier passt einfach alles! Ich bin schon sehr gespannt, wie mir die Jackfruit in dieser Form schmecken wird.

Als viertes findet sich eine Kokosnuss-Schale von Copoya (5,85 Euro) in der Box. Ich besitze selber zufällig schon zwei solcher Schüsseln, die mir generell sehr gut gefallen. Die Verarbeitung dieser Schüssel ist nicht ganz so perfekt, deshalb werde ich diese Schüssel wohl weitergeben.

   

Produkt Nummer Fünf ist ein Bio-Allzweck-Reiniger mit Grapefruitöl von Poliboy (2,99 Euro). Ich mag Grapefruit und Reiniger kann man immer brauchen, ganz klar. Die Verpackung ist übrigens komplett aus Recyclingmaterial gefertigt, 100 Prozent der Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs und das Produkt selber ist klimaneutral. Gefällt!

Das nächste Produkt kenne ich sehr gut, weil wir es selber bei uns im Laden verkaufen, nämlich die Dinkel Hanf-Schoko Kekse von Sommer (2,79 Euro). Die Bio-Kekse sind sehr schokoladig, extrem gut und werden wohl ziemlich bald aufgegessen sein. Eine der besten Kekse von Sommer wie ich finde – unbedingt probieren, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt!

   

Ein Kuvert, das ein Kunstwerk enthalten soll, finde ich nun in der Box. Enthalten ist ein schickes Poster Set „Tropical“ von ART BOX ONE (44,97 Euro) – leider kam die Box ziemlich demoliert bei mir an, was bedeutet dass auch die Prints nicht mehr wirklich knickfrei sind. Sehr schade darum, aber zum Glück sind die Prints nicht zu 100 Prozent mein Geschmack und das einzige, das beim Versand gelitten hat, also werden sie weitergeschenkt an jemanden, der damit mehr Freude hat. Die Prints kosten übrigens tatsächlich so viel, was mich wundert, denn als jemand, der immer wieder Kunstdrucke bestellt ist die Qualität (Papiersorte, Papierstärke) für mich zu diesem Preis nicht überzeugend.

Und noch ein Bio-Produkt – das freut mich sehr! Das Coco Water Pure Kokoswasser von Dr. Antonio Martin’s (1,79 Euro) ist 100 prozentiges Fair Trade Kokoswasser von der grünen Kokosnuss. Perfekt für die letzten heißen Tage, deshalb gleich ab damit in den Kühlschrank!

Der achte Griff bringt ein Kosmetikprodukt: Body Soufflé von human+kind (16,45 Euro), also eine fluffige Bodylotion. Hier handelt es sich zwar nicht um Naturkosmetik, aber zumindest ist das Soufflé frei von Parabenen. Leider ist der Geruch für meine Nase sehr aufdringlich und unangenehm, dieses Produkt wird also auf jeden Fall weiter verschenkt. Auf der Homepage von human+kind gibt es Unmengen an positiver Reviews zum Body Soufflé, auch zum Duft – hier sieht man wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können!

   

Das nächste Produkt ist wieder Kosmetik, und zwar ein Vitamin C Serum von Schaebens (2 Euro), das mit hochdosiertem Vitamin C und Hyaluronsäure als Glow Booster funktionieren soll. Zellaktivierung, Glättung und Feuchtigkeit wird hier versprochen, und auch hierbei handelt es sich nicht um Naturkosmetik, aber es sind kein Mikroplastik, PEGs, Silikone, Paraffine, Farbstoffe oder allergene Duftstoffe enthalten. Meine Gesichtshaut ist zwar sehr empfindlich, das betrifft aber weniger den Stirnbereich, deshalb werde ich das Serum hier auf jeden Fall ausprobieren, denn etwas Glättung wäre hier mittlerweile kein Schaden.

Als vorletztes findet sich ein Löffel aus Kokosnuss von TrendRaider (3,99 Euro) in der Box (Bild vom Löffel siehe Bild von der Kokosnuss-Schale weiter oben). Optisch sehr schick, aber leider einige recht raue Stellen, also nicht die beste Verarbeitung. Da ich den Löffel vermutlich nicht verwenden werde, weil meine Erfahrung mit Küchenutensilien aus Holz und ähnlichen Stoffen nicht die beste ist, darf er weiterziehen.

Den Abschluss macht nochmals ein Kosmetikprodukt, eine Mandelmilch-Peeling-Seife von Decoris Sensis (5,95 Euro) für Gesicht und Körper. Die Naturkosmetik-Seife riecht sehr gut, frisch nach Minze, Weihrauch und Zitronengras. Verpackt ist sie nur in Papier, hergestellt mit Bio-Inhaltsstoffen, palmölfrei und in Handarbeit. Ein schönes Produkt, das ich schweren Herzens auch weitergebe, da ich Seife generell nur schlecht vertrage, egal wie sanft diese sein soll. Ich bin mir aber sicher, dass sich jemand anderer sehr über diese Seife freuen wird.

   

Wie auch schon letztes Monat gefällt mir der Inhalt der Box sehr gut, auch diesmal habe ich einige Highlights: Die Sommer-Kekse (weil sie einfach wirklich unglaublich gut sind), die Suppe zum Trinken, die Jackfruit-Stücke und die Haarspange. Das Lowlight ist das Body Soufflé, dessen Geruch mir im Nachhinein tatsächlich Kopfschmerzen verursacht hat, und ich bin hier normalerweise nicht sehr empfindlich.

Alle Produkte in der Box haben einen Wert von 100,21 Euro, besonders gut gefällt mir an dieser Box, dass alle Lebensmittel darin bio-zertifiziert sind, außerdem habe ich einige neue, spannende Marken kennen gelernt – Eden, Junes, Poliboy und Decoris Sensis waren mir bis jetzt nicht bekannt. Nicht zu vergessen die schicke Haarspange! Die „Tropical Vibes“ Box spielt somit in der selben Liga wie die „Summer Nights“ Box im letzten Monat. Das Thema des nächsten Monats ist „Feel the Forest“, und nachdem mir die letzten beiden Boxen sehr gut gefallen haben, bin ich jetzt schon voller Vorfreude auf die nächste Box!

Das Motto des nächsten Monats klingt für euch auch spannend? Mit dem Code „thebirdsnewnest10“ bekommt ihr einen Rabatt von 10 Prozent auf alle TrendRaider Boxen, egal ob ihr euch eine ThemenBox oder eine GeschenkBox sichern oder mit den Monatsboxen loslegen wollt.

Vielen Dank an TrendRaider für die Box! Wie gefällt euch die „Tropical Vibes“ Box? Was sind eure Produkt- Highlights?

 

Nicht verpassen: Noch bis Montag, den 31. August 2020 könnt ihr die TrendRaider AugustBox unter dem Thema „Tropical Vibes“ hier auf The bird’s new nest gewinnen!

4 Kommentare zu Unboxing: TrendRaider „Tropical Vibes“ August 2020

Unboxing: TrendRaider „Summer Nights“ Juli 2020

Das letzte Unboxing auf The bird’s new nest ist schon eine ganze Weile her und ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich irgendwann wieder mit einer Box vor meinem…

Das letzte Unboxing auf The bird’s new nest ist schon eine ganze Weile her und ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich irgendwann wieder mit einer Box vor meinem Laptop sitzen würde um einen Artikel über deren Inhalt zu schreiben. Unter anderem deshalb weil der Boxen-Boom merklich zurückgegangen ist, was sich auch an der sinkenden Anzahl der Unboxing-Artikel auf Blogs bemerkbar macht. Und damit schließt sich quasi der Kreis.

Oder auch nicht, denn genauso wie sich bei Lebensmittel und Kosmetik der Fokus immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit verschiebt, sind Boxen, die sich auf dieses Thema fokussiert haben nach wie vor der Renner. Und so wird diese Nische zu einem Garant dafür, Artikel kennen zu lernen, die einem nicht in jedem Supermarkt zum Schleuderpreis hinterher geworfen werden. Denn wir wollen Neues entdecken, aber nicht um sprichwörtlich „jeden Preis“, sondern Produkte, die unseren Anforderungen entsprechen. In meinem Fall ein höchstmögliches Mass an Nachhaltigkeit.

Nun steht sie also vor mir, die TrendRaider JuliBox unter dem Motto „Summer Nights“ durch unsere Kooperation mit TrendRaider. Jede Box verspricht tolle, innovative Trends aus den Bereichen Food, Fashion, Wellness und Design im Wert von über 90 Euro. TrendRaider überrascht alle, die gerne neue nachhaltige Produkte kennen lernen wollen mit nachhaltigen Produkt-Boxen – einmalig oder monatlich nach Hause geliefert. Neben den monatlichen TrendBoxen gibt es eine GeschenkBox, die genau auf den zu Beschenkenden zugeschnitten werden kann sowie ThemenBoxen zu Bereichen wie Beauty, Food, Fitness und vielem mehr. Alle Boxen können auch komplett vegan zusammengestellt werden – ich habe mich hier natürlich auch für die vegane Variante entschieden.

Jetzt geht es endlich los und die Box wird geöffnet, der Flyer mit Informationen zu allen Produkten wird beiseite gelegt – wir wollen uns doch überraschen lassen! Apropos Überraschung: Das einzige, was mir zum Thema „Summer Nights“ einfällt sind Cocktails, auch wenn ich selber kaum Alkohol trinke.  Deshalb bin ich nun sehr amüsiert, als ich das erste Produkt aus der Box angle, es handelt sich nämlich um einen Energy-Drink von Taiberg (1,80 Euro), zwar ohne Alkohol, aber zumindest ein – alleine schon durch den Look – tropisch wirkendes Getränk. Das Design gefällt mir extrem gut, die auf der Verpackung genannten Inhaltsstoffe Taigawurzel, Grapefruit und Granatapfel klingen auch sehr spannend. Leider ist das Getränk nicht bio-zertifiziert, also wird es nur bei einem Geschmackstest bleiben.

Als nächstes finden wir wieder etwas Essbares in der Box und zwar Quinoa Crackers von bettr mit Kurkuma und Kreuzkümmel (1,99 Euro). Das klingt wunderbar – bio, vegan und glutenfrei passt perfekt. Wenn die Cracker so lecker sind wie sie klingen, wird diese Packung wohl nicht lange leben – Wiederkauf nicht ausgeschlossen!

     

Das dritte Produkt ist dafür etwas ganz anderes, nämlich ein Rezeptset für Reiniger und Waschmittel mit zehn Rezepten inklusive Anleitung und Etiketten von SAUBERKASTEN (7,80 Euro). Eine sehr feine Idee, die ich aber wohl aufgrund von Zeitmangel eher nicht nutzen werde. Auch Nummer Vier ist wieder nichts zum Essen, sondern fünf Trinkhalme aus Zuckerrohr von My Eco World (1,50 Euro), von denen ich sehr beeindruckt bin, denn bisher kannte ich nur Plastik-Alternativen aus Papier, Bambus, Metall oder Glas – die Zuckerrohr-Variante sieht der Plastik-Version aber zum Verwechseln ähnlich, greift sich auch genauso an und ist trotzdem 100 Prozent biologisch abbaubar.

     

Produkt Nummer Fünf ist etwas dringend Benötigtes, nämlich ein 100 % natürliches Insekten-Abwehr-Spray von incognito (9,50 Euro). Der Geruch ist sehr angenehm, was bei einem Insektenspray eher selten ist, die vegane Naturkosmetik soll auch in tropischen Gebieten wirken und Schutz gegen Moskitos, Mücken/Gelsen, Bremsen, Zecken und viele andere Insekten liefern. Das kommt zu einem perfekten Zeitpunkt und wird definitiv Verwendung finden!

Als nächstes hebe ich einen Mehrwegbecher von heybico (10,90 Euro) im Blume des Lebens-Design aus der Box. Sieht ganz nett aus, aber ich bin an sich kein Freund von Bechern dieser Art, und um ihn für etwas anderes, zum Beispiel als Stiftebecher zu nutzen, gefällt mir das Design nicht gut genug. Der Becher wird also weitergeschenkt und nachdem ich einige Fans dieses Designs kenne, bin ich mir sicher, dass er jemandem anderen definitiv Freude bereiten wird.

     

Nummer Sieben ist ein Lippenbalsam von FRUU (5,60 Euro) in der Farbe Strawberry Creme. Sieht spannend aus, aber nachdem meine Gesichtshaut sehr empfindlich ist und der Lipbalm zwar vegan ist, aber keine Naturkosmetik, werde ich ihn möglicherweise nicht vertragen. Die Farbe sieht auf jeden Fall sehr schick aus, alles andere wird dann der Praxistest zeigen. Gleich wieder in die Box gegriffen und es findet sich ein Bio Granola Kakao-Sauerkirsche von Verival (4,89 Euro). Wieder ein perfekter Zufall, denn ich wollte schon länger Granola ausprobieren und hier werden alle Wünsche erfüllt: Bio, vegan, palmölfrei, mit veganer Schokolade, Vollkorn und ballaststoffreich. Alle Daumen hoch!

Ein weiteres Kosmetikprodukt wird gefunden, der Après Lotion Spray von Jean & Len (6,99 Euro), der definitiv zu einer Sommernacht passt. Es handelt sich hier zwar nicht um Naturkosmetik, aber die Inhaltsstoffe sind alle unbedenklich und der Geruch sehr angenehm, also wird es definitiv getestet. Auch ein Schmuckstück befindet sich in der Box, eine goldene Kette mit Libellen-Anhänger von Vooc (15 Euro), die auf den ersten Blick niedlich, auf den zweiten aber eher billig und nach Fast Fashion wirkt. Auch auf der Homepage von Vooc ist kein Wort zu Nachhaltigkeit zu finden – die Kette ist wohl das Low-Light dieser Box und wird von mir auf jeden Fall weitergeschenkt werden.

     

Und noch ein Kosmetikprodukt taucht in den Tiefen der Box auf, ein veganer Nagellack von Kia Charlotta (12,90 Euro) in der Farbe „Something Blue“, ein sehr schöner Blauton, leicht in Richtung Flieder gehend. Nachdem es relativ schwierig ist, Nagellack in Naturkosmetik-Qualität herzustellen, drücke ich hier ein Auge zu und der Nagellack wird auf jeden Fall getestet.

Last, but definitely not least das letzte Produkt der Box, ein Veganes Wachstuch von Bee Food Wraps (10 Euro) in einem schicken Design. Das Wachstuch L ist 30 mal 30 Zentimeter gross, gefertigt aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle mit Pflanzenwachs und Kiefernharz einer österreichischen Pecherei. Verpackt nur in Papier ist dieses Teil wohl das Highlight der Box und die krönende Überraschung zum Schluss.

     

Der Wert der gesamten Box liegt bei 88,87 Euro, meine Highlights sind das vegane Wachstuch, die Cracker, die Trinkhalme aus Zuckerrohr, das Granola und das Insekten-Abwehr-Spray. Absolut verzichtbar ist für mich die Kette mit Anhänger, die meiner Meinung nach aufgrund der fehlenden Nachhaltigkeitsausrichtung auch nicht in die Box passt. Unterm Strich hat mich die „Summer Nights“ Box positiv überrascht, einerseits weil einige Produkte enthalten waren, die ich selber schon testen wollte, andererseits weil ich neue Marken und Produkte kennen gelernt habe, die mir noch gar kein Begriff waren. Die Menge an Highlights spricht für sich!

Mein Tipp für alle, denen nur ein Teil des Inhalts gefällt: Bestellt euch zu zweit oder zu dritt eine Box oder ein Abo und macht jedes Monat ein gemeinsames Unboxing. Das garantiert noch mehr Spaß und sollte ein Produkt alle begeistern, so gibt es vielleicht einen Gutscheincode, mit dem ihr es im Nachhinein für euch alle sichern könnt. Übrigens: Mit dem Code „thebirdsnewnest10“ bekommt ihr einen Rabatt von 10 Prozent auf alle TrendRaider Boxen, egal ob ihr euch eine ThemenBox oder eine GeschenkBox sichern oder mit den Monatsboxen loslegen wollt.

Vielen Dank an TrendRaider für die Box! Wie gefällt euch die „Summer Nights“ Box? Was sind eure Produkt- Highlights?

 

Nicht verpassen: Noch bis Montag, den 17. August 2020 könnt ihr die TrendRaider AugustBox unter dem Thema „Tropical Vibes“ hier auf The bird’s new nest gewinnen!

5 Kommentare zu Unboxing: TrendRaider „Summer Nights“ Juli 2020

Mein erstes Jahr „Friendly“: Selbstständig mit Freunden

Vor ein wenig mehr als einem Jahr bin ich ins Team von Friendly eingestiegen, einem kleinen Laden mit veganen Bio-Produkten im niederösterreichischen Maria Enzersdorf an der Grenze zu Wien, nicht…

Vor ein wenig mehr als einem Jahr bin ich ins Team von Friendly eingestiegen, einem kleinen Laden mit veganen Bio-Produkten im niederösterreichischen Maria Enzersdorf an der Grenze zu Wien, nicht unweit meines Wohnsitzes. Ein perfekter Zeitpunkt also, um das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und ein persönliches Fazit zu ziehen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich dadurch so einiges in meinem Leben verändert hat.

Eine gute Entscheidung?

Nach rund einem Jahr lässt sich diese Frage schon beantworten – mein doch relativ spontaner Entschluss, ins Team von Friendly einzusteigen war definitiv eine gute Entscheidung. Wobei diese nicht unbedingt rational war, sondern einfach der deutlich spürbare Wunsch meinerseits, im Laden mitzuwirken, als ich von einer Freundin erzählt bekommen hatte, dass Verstärkung gesucht wird. Mein grösstes Bedenken war mein Zeitbudget was die Vereinbarkeit meiner anderen Unternehmungen betraf, aber hier war letzten Endes eine pragmatische Entscheidung nötig, und zwar Zeit von den Bereichen abzuziehen, die mich am wenigsten erfüllen. Was unterm Strich bedeutet, dass ich noch wählerischer geworden bin, was Kooperationen betreffend The bird’s new nest und Die BR-Agentur angeht. Das klingt jetzt vielleicht einfacher als es ist und an meiner Planung kann ich definitiv noch einiges verbessern. Aber es ist machbar und somit auch das grösste Bedenken meinerseits abgehakt.

Dafür haben sich eine Fülle von Möglichkeiten für mich ergeben, die ich nicht mehr missen möchte. Das ist zuallererst die Zusammenarbeit in einem Team, das aus Freunden besteht, und das sich im Unterschied zu meinen anderen Projekten auch regelmäßig in Natura sieht. Nach fünfeinhalb Jahren Home Office war wieder Zeit für etwas mehr Action und frischen Wind und das Arbeiten in einem Team wie diesem ist Gold Wert. Natürlich gibt es auch Diskussionen und hitzigere Debatten, aber noch viel mehr Gelächter und Gespräche, die nicht zu Ladenschluss enden.

So entspannend Home Office auch sein kann, was mir in den letzten Jahren gefehlt hat war eine gewisse Abwechslung und der direkte persönliche Austausch mit anderen Menschen. Ich schätze das Arbeiten von zu Hause aus aber immer noch sehr, deshalb bin ich zur Zeit jeden zweiten Tag im Home Office, dazwischen im Laden – für mich eine perfekte Mischung, quasi das Beste aus beiden Welten.

Alte Stärken und neues Wissen

The bird’s new nest liegt mir sehr am Herzen, doch auf der beruflichen Spielwiese gibt es viele weitere Bereiche, die mich interessieren. Das Vogelnest deckt das Schreiben und einiges im Online-Segment ab, unsere Agentur meine Steckenpferde Marktforschung und Blogger Relations. Und Friendly gibt mir nun auch noch die Möglichkeit, Gebiete wieder zu beleben, die für die anderen beiden Unternehmungen nicht nötig waren, sei es Category Management, Controlling, strategische Planung oder die Abwicklung grösserer Projekte. Die eigene Kreativität und Ideen, aber auch die Freude am Arbeiten mit Zahlen und Statistik und sämtliche Fähigkeiten und Erfahrung, die man sich in Studium und Berufsleben angeeignet hat, einsetzen zu können ist für mich sehr erfüllend.

Nicht zu vergessen sind auch all die neuen Dinge, die ich im letzten Jahr (kennen)gelernt habe. Der Laden und seine Abläufe, die täglichen Routinen und die nicht alltäglichen Erlebnisse, unsere KundInnen und die vielen spannenden und interessanten Produkte, die es bei uns zu kaufen gibt.

Wo Licht, da auch Schatten

Bevor ich nun aus dem Schwärmen nicht mehr heraus komme – jede Medaille hat natürlich zwei Seiten. Die Arbeit in einem Geschäft mit Laufkundschaft kann durchaus sehr herausfordernd sein, jede Woche mit hunderten Leuten Kontakt zu haben führt bei mir zu einem grösseren Ruhebedürfnis in meiner Freizeit, was auch weniger Treffen mit Freunden oder ähnlichen Events bedeutet.

Langeweile kommt garantiert keine auf, aber dafür kann die Menge an ToDos, die sich privat, auf The bird’s new nest und bei Friendly ansammeln mitunter alleine durch einen Gedanken daran bei mir zu deutlichem Stress führen. Realistischere Erwartungen an mich selber, besseres Zeitmanagement und -planung sind für mich definitiv sehr herausfordernde Baustellen, an denen ich noch einige Zeit lang arbeiten werde.

Auf ins nächste Jahr!

Nachdem ich schon ganz zu Beginn vorweg genommen habe, dass die Entscheidung bei Friendly einzusteigen eine gute war, ist es jetzt wohl keine Überraschung mehr, dass ich mich auf ein weiteres Jahr im Laden freue. Auch wenn Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und wir einige unserer Pläne entsprechend abändern müssen, ist meine Begeisterung und Motivation vielleicht sogar noch grösser als vor einem Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass man nun auch schon deutlich positive Entwicklungen in einigen Bereichen sieht, in denen es durch den Teamzuwachs Veränderungen gegeben hat.

Nach wie vor freue ich mich auch jeden Tag in der Früh an dem ich im Einsatz bin in den Laden zu kommen, die Zeit vergeht üblicherweise wie im Flug und auch nach den Öffnungszeiten offene Punkte zu erledigen macht immer noch Spaß – selbst wenn einer von uns einen freien Tag hat, wird nicht selten trotzdem im Geschäft vorbeigeschaut um zu plaudern und einen Kaffee zu trinken. So wie es auch sein sollte, wenn man mit Freunden arbeitet!

 

Wenn ihr in der Nähe wohnt oder arbeitet und uns noch nicht kennt, schaut doch einfach mal bei uns vorbei! Hier findet ihr alle Infos:

Unsere Homepage: friendly.bio
Friendly auf Facebook: facebook.com/friendly.bio
Friendly auf Instagram: instagram.com/friendly_mariaenzersdorf

1 Kommentar zu Mein erstes Jahr „Friendly“: Selbstständig mit Freunden

Crowdfunding für Aizome Bedding – Der Gründer der hautfreundlichen Indigo-Bettwäsche im Interview

Als mich Michel May vor zwei Jahren kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner ersten Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir…

Als mich Michel May vor zwei Jahren kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner ersten Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, wo es in diesem Bereich Innovationen geben kann. Nach einem kurzen Telefonat war ich dann aber im Bilde: Der gebürtige Münchner lebte und arbeitete in Japan und hat dort die uralte Färbe-Technik mit der Indigo-Pflanze kennengelernt. Diese besitzt entzündungshemmende sowie antibakterielle Eigenschaften und ist besonders hautschonend. Allerdings waren die mit Indigo gefärbten Textilien bisher nicht farbecht und nach jedem Waschgang verloren die Textilien ein bisschen von ihrer Strahlkraft.

Mit Hilfe einer eigens entwickelten Ultraschall-Technologie ist es Michel und seinem Team gelungen, farbechte organische Bettwäsche mit natürlichem Indigo und ohne synthetische Zusätze herzustellen. Via Crowdfunding hat er die erste Serie finanziert und den Markteintritt in den USA geschafft. Nun startet er in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen er gemacht hat, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest. 

Wolfgang: Michel, du bist Gründer von Aizome Bedding. Was macht dein Unternehmen?

Michel: Wir stellen Betttextilen her, die speziell für Leute gemacht sind, die auf ihre Haut achten wollen oder müssen. Dafür nutzen wir ein altes, japanisches Verfahren, das wir mit einer neuen Färbetechnik verbessert haben.

Wolfgang: Du bist aus München, hast aber zehn Jahre lang in Tokio gelebt. Dort entstand auch die Idee zu eurem Produkt. Wie kam es dazu?

Michel: In Japan wird seit je her mit Indigo gefärbt. Das Bewusstsein, dass mit Pflanzen gefärbte Textilien zusätzlichen, dermatologischen Nutzen bringen, ist hier sehr verbreitet. Wer selbst einmal erlebt habt, wie stark chemische Färbungen unsere Gesundheit oder die Umwelt beschädigen, fragt sich, warum nicht mehr nach Alternativen gesucht wird. So war es auch bei mir. Nach vielen Jahren im Health Care-Bereich wollte ich etwas machen, dass uns hilft, gesund zu bleiben und nicht so lange zu warten, bis teure Heilung her muss.

Bild: Nguyen Chung Tu

Wolfgang: Hautverträgliche Bettwäsche, gibt es das nicht schon? Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Michel: Ja, gibt es. Aber da spielen wir – mit Verlaub – in einer ganz anderen Liga. Wir nutzen ein komplett neues Färbeverfahren, das mit Hochfrequenzwellen die natürlichen Farbstoffe aus der Indigo-Pflanze extrem fest bindet. Übliche zertifizierte, hautfreundliche Bettwäsche wird zum Beispiel so lange gewaschen, bis keine toxischen Chemikalien mehr in ihr zu finden sind. Wir benutzen keine Farbstoffe, Weichmacher, Bleichmittel oder Schwermetalle. Mit Indigo gefärbte Bettwäsche ist zusätzlich antibakteriell und tötet Pilzkulturen und Bettmilben ab, die sich gerne in Bettwäsche ausbreiten. Außerdem macht es Stoff extrem haltbar. Es gibt mehrere tausend Jahre alte Stoff-Fetzen, die mit Indigo gefärbt wurden.

Wolfgang: Aizome Bedding Produkte sind bereits in den USA erhältlich, nun soll Europa folgen. Warum seid ihr nicht in Asien gestartet?

Michel: Wir verkaufen auch in Asien, aber machen verstärkt Werbung im Westen. Die Diskussion über den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit ist gerade sehr schwungvoll im deutschsprachigen Raum und den USA. Wenn die Menschen #noplastic posten, sind sie leichter dafür zugänglich, dass heute die meisten Textilien und deren Farben aus den gleichen Quellen wie ihre gehassten Plastikflaschen gemacht werden. Die meisten Textilien werden in Asien produziert. Aber die Nachfrage aus dem Westen diktiert, wie hier produziert wird.

Die Crowdfunding-Aktion vor zwei Jahren schien uns ideal, um zu zeigen, dass es eine große Nachfrage gibt. Und die gab es! Viele der damaligen Unterstützer sind auch heute noch treue Kundinnen und Kunden unserer Bettwäsche. Die Zahl unserer Online-Käufer wächst stetig und der Wunsch nach nachhaltigen und chemiefreien Textilien nimmt weiter zu. Übrigens weltweit! So haben wir bereits in 42 Länder unsere Produkte verkauft. Zum einen ist das auf die wachsende Zahl der weltweiten LOHAS-Zielgruppe zurückzuführen. Zum anderen fördert die allgemeine Klima-Diskussion das Bewusstsein hin zu umweltfreundlichen Produkten und Produktionsprozessen.

Wolfgang: Stichwort „Crowdfunding“. Was erwartet uns, wenn wir auf eure aktuelle Projektseite auf Startnext kommen?

Michel: Ein wunderschöner Eindruck der Kunst und Ästhetik von Aizome, dem japanischen Handwerk des Textilfärbens mit Indigo. Ich freue mich über jedes Feedback und natürlich jede Menge Unterstützer. Wir wollen mit dieser Aktion unsere Vorproduktion für Bettwäsche in deutschen Größen finanzieren, um so den Markteintritt in Europa starten zu können – beginnend mit den DACH-Ländern, sprich Deutschland, Österreich und Schweiz. Dazu bieten wir bei Startnext ein Füllhorn an Dankeschön-Angeboten in unterschiedlichen Preiskategorien an: Ob Original Indigo- oder Baumwoll-Samen zum selber pflanzen für zu Hause oder limitierte Aizome Bettwäsche-Sets zu tollen Vorzugspreisen, die ab Juli geliefert werden. Nach nur 24 Stunden haben wir übrigens unser erstes gesetztes Crowdfunding-Ziel bereits übertroffen und täglich kommen neue Bestellungen dazu.

Wolfgang: Wie soll es nach der zweiten Crowdfunding-Kampagne weitergehen?

Michel: Gemeinsam mit zwei Kollegen sind wir dabei, am Standort Hannover “Aizome Europe” aufzubauen. Hannover soll die europäische Zentrale werden – und liegt logistisch gesehen einfach optimal. Deniz Odabas, einer der Mitgründer der neuen Zentrale, führt bereits ein erfolgreiches Naturbetten-Geschäft in Hannover und wird zukünftig auch Aizome Bettwäsche mit anbieten. Oliver Beuning, der zweite Mitgründer, ist Marketing-Experte und kennt den Bettwäsche-Markt seit mehr als 20 Jahren. Ab August startet dann unser Online Shop in deutscher Sprache, eigenständig und bewusst abgekoppelt von unserem USA-Online Shop. So können wir gezielt das Konsumentenverhalten in Europa bespielen, uns flexibel anpassen und agieren. Begleitend dazu erfolgt der Vertriebsaufbau von strategisch wichtigen Vertriebskanälen. Eines kann ich dazu schon jetzt verraten: Das Jahr 2020 bleibt spannend und hält noch viele Aizome Überraschungen parat.

Wolfgang: Ich wünsche weiterhin viel Erfolg. Danke für das Interview!

 

Noch bis Mitte April 2020 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne für den Start in Europa unterstützen und euch die ersten Produkte der hautfreundlichen und nachhaltigen Bettwäsche-Serie im Set als Dankeschön sichern.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

3 Kommentare zu Crowdfunding für Aizome Bedding – Der Gründer der hautfreundlichen Indigo-Bettwäsche im Interview

Abenteuerlustig in Amsterdam – Reiseführer für einen Kurztrip

Wenn man anderen Leuten erzählt, dass man nach Amsterdam fährt, haben viele schon ein klares Bild davon, was man dort machen will. Rotlichtviertel und Coffeeshops besuchen zum Beispiel. Aber Amsterdam…

Wenn man anderen Leuten erzählt, dass man nach Amsterdam fährt, haben viele schon ein klares Bild davon, was man dort machen will. Rotlichtviertel und Coffeeshops besuchen zum Beispiel. Aber Amsterdam bietet so viel mehr! Mittlerweile ist wohl bekannt, dass man die Stadt am besten per Fahrrad erkundet. Es gibt einige Hotels, die auch Fahrräder verleihen – das ist besonders praktisch, weil man sie dort dann auch mehrere Tage direkt vom Hotel ab nutzen kann.

Amsterdam ist weltoffen, multikulti und hip. Bei meiner ersten Amsterdam-Reise habe ich vor allem Second Hand-Läden und Vintage-Märkte besucht. Auf der letzten Reise habe ich mich vorher mehr informiert und jeweils eine Liste für veganes Essen und eine für Sehenswertes erstellt. Beim Buchen einer Unterkunft bin ich auf ein nachhaltiges Hotel gestoßen, das Wert auf eine nachhaltige Zimmerausstattung und Bio-Verköstigung legt, die Preise waren trotzdem nicht höher als für ein reguläres Hotel. Im Bad auf dem Zimmer gab es statt Einwegfläschchen große eingebaute Spender mit Duschgel und Bodylotion und ein einfaches System, das kennzeichnet, welche Handtücher genau ausgewechselt werden sollen und welche nicht. Angegliedert war auch gleich noch eine Konditorei und ein Bio-Restaurant, in dem auch das Frühstücksbuffet gedeckt war.

Nachhaltigkeit in Amsterdam leben ist gar nicht so schwer, insbesondere vegane Restaurants gibt es viele. Ich war zum Beispiel in einer der „Vegan Junk Food Bars“, hier gibt’s unter anderem bunt eingefärbte Burgerbrötchen und eine teure, aber spannende Auswahl an Fast Food – in vegan und lecker.

Amsterdam hat wenige „klassische“ Sehenswürdigkeiten im Sinne von alten Bauwerken oder ähnlichem. Dafür aber viele renommierte Museen, bei denen die Auswahl schwer fällt. Da ich im Januar dort war, konnte man auch viel Zeit drinnen verbringen, daher standen mehrere Museen auf der Liste. Sehr praktisch: Es war nirgends sehr viel los und man musste nie anstehen.

Das Schifffahrtsmuseum

Zum einen ging es in das Moderne Kunstmuseum „Stedelijk“ und in das große Schifffahrtsmuseum. Plant für beide um die drei Stunden Besuchszeit ein, wenn ihr euch alles anschauen möchtet. Vor dem letzteren gibt es sogar ein Schiff, das man in Originalgröße betreten kann.

Im modernen Kunstmuseum Stedelijk

Wenn dann doch kurz die Sonne rausschaut, lohnt sich ein Besuch des Botanischen Gartens „De Hortus“ sehr. Der kleine, aber idyllische Garten mit seinem Backsteinhaus und Glaskuppel schafft eine gemütliche und relaxte Atmosphäre.

Wer es abgefahren mag, der kann den Aussichtsturm A’DAM Lookout besuchen. Nicht nur der Lift zur atemberaubenden Aussicht ist ein Erlebnis, wenn ihr mutig genug seid, könnt ihr auch über den Abgrund schaukeln… Verrückt ist es auch im WONDR, einer Fabrikhalle mit zig unterschiedlich gestalteten bunten Räumen. Man weiß vorher nie was als nächstes kommt und zieht hier neugierig und mit reichlich Freiraum für die eigene Fantasie durch die aufgebauten Welten – vom Pastelldschungel mit Schaukel bis zu extravaganten Räumen voller Pinselstriche. Perfekt für alle, die gerne Fotos vor ungewöhnlichen Kulissen machen.

Im WONDR

Im Winter kann man bis Januar den Tag auf der Schlittschuhbahn vor dem Rijksmuseum ausklingen lassen. Um den Tag zu versüßen sollte man sich aber unbedingt noch eine handgemachte Karamellwaffel holen, diese wird frisch im Waffeleisen zubereitet und schmeckt göttlich. Zum Ausgleich gibt’s auch leckere vegane Rohkost-Kuchen und Goldene Milch bei Happy Coco.

Stadtbummel lohnen sich ebenfalls, schon alleine die viel bekannten Grachten, beschaulichen Häuser am Wasser und Fähren prägen das Stadtbild charakteristisch. Ich hatte hier vor allem Comicläden (Lambiek, Henk) und Second Hand Stores (Episode) auf dem Schirm. Je nach Reiseführer werden unterschiedliche Viertel/Straßenbezirke als besonders empfehlenswert genannt, je nachdem was ihr sucht ist für jeden etwas dabei.

Los geht’s auf Tour durch Amsterdam – auf dem Fahrrad natürlich!

 

Habt ihr auch Tipps für einen Besuch in der niederländischen Hauptstadt? Hinterlasst sie doch in den Kommentaren!

2 Kommentare zu Abenteuerlustig in Amsterdam – Reiseführer für einen Kurztrip

Crowdfunding für BioBalkan – Der Geschäftsführer Hans-Jörg Hummer im Interview

Mit BioBalkan betreibt Hans-Jörg Hummer einen Online-Shop, mit dem er und sein Team die Lücke zwischen kleinen Bio-Bauern am Balkan zu anspruchsvollen Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich schließen möchten. Bestellt…

Mit BioBalkan betreibt Hans-Jörg Hummer einen Online-Shop, mit dem er und sein Team die Lücke zwischen kleinen Bio-Bauern am Balkan zu anspruchsvollen Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich schließen möchten. Bestellt werden können feinste, handgemachte Bio-Aufstriche aus Gemüse, Nüssen und Beeren aus den Ländern des Balkans – viele davon vegan -, die alle nach den EU-Bio-Verordnungen 834/2007 (für Erzeuger) und 889/2008 (für Verarbeiter) zertifiziert sind.

Mit BioBalkan will Hans-Jörg aber nicht nur leckere Lebensmittel nach Österreich bringen, sondern auch die Menschen dieser Region in unserer Nachbarschaft beim Aufbau von Wissen, Infrastruktur und Finanzmitteln unterstützen. Im aktuellen Crowdfunding-Projekt „BioBalkan – Gutes von den Nachbarinnen“ geht es vor allem um jene Frauen in Serbien, die Paprika für den „legendären Ajvar verbraten“, wie es auf der Projektseite heißt. Mit Hilfe der Crowd sollen sie ein Jahr Arbeit finden.

Wie es zu BioBalkan und zu diesem speziellen Projekt kam, erzählt Hans-Jörg im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Hans-Jörg, du bist einer der Gründer von BioBalkan. Was macht ihr genau?

Hans-Jörg: Wir bringen die besten Spezialitäten des Balkans an anspruchsvolle Genießer in Österreich und Deutschland. Gleichzeitig aber unterstützen wir unsere Partner in der Region – ausgesuchte Manufakturen und Kleinbauern – beim Aufbau von Wissen, Infrastruktur und Finanzmitteln. Ja, mitunter stehen wir auch mit ihnen auf dem Feld und helfen bei der Arbeit. Darüber hinaus versuchen wir, den Balkan von seiner besten Seite zu zeigen. Wir haben bisher drei Kooperationen mit Social Businesses oder Familienunternehmen gestartet. Zukünftig wollen wir mit weiteren Partnern solche langfristigen Kooperationen aufbauen.

Wolfgang: Welchen Bezug hast du zum Balkan beziehungsweise wie kamst du auf die Idee?

Hans-Jörg: Ich war lange Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit in den Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens tätig und habe dort unzählige Projekte betreut. Gemeinsam mit Christopher Opancar, der ebenfalls in der Region tätig war, und Marijana Miljkovic, die als Journalistin von dort berichtet hat, haben wir schließlich BioBalkan ins Leben gerufen.

Wolfgang: Wie stellt ihr sicher, dass eure Produkte aus biologischer Herstellung kommen?

Hans-Jörg: Wir werden sowohl in Serbien und Nordmazedonien als auch in Österreich streng kontrolliert. Mit unseren Partnern in Serbien haben wir die aufwändige Umstellung von konventioneller Produktion auf bio gemeinsam gestemmt. Fünf Kleinbauernfamilien bauen für uns Paprika und anderes Gemüse und Obst an, das haben wir ebenfalls gemeinsam geschafft.

Wolfgang: Stichwort „Arbeitsbedingungen vor Ort“ – dazu gibt es jetzt eine Crowdfunding-Kampagne. Erzähl‘ bitte kurz davon!

Hans-Jörg: Die Produktion findet nur in den Sommer- und Herbstmonaten statt. Zu dieser Zeit arbeiten etwa 30 bis 50 Frauen und kochen Ajvar und andere Spezialitäten ein. Im Winter und Frühjahr müssen sie jedoch ungewollt eine Pause machen. Denn Slobodanka Pavlovic, der Gründerin der Radanska Ruza (Rose vom Radan), fehlt es an Kapital, um Gemüse und Obst anzuschaffen und zu bevorraten, um das ganze Jahr über produzieren zu können. Beim Crowdfunding geht es uns darum, ganzjährige Arbeitsplätze zu schaffen. Grob gesagt kann man mit 2.000 Euro das für einen ganzjährigen Arbeitsplatz nötige Umlaufkapital finanzieren. Wir haben uns bei der Kampagne zum Ziel gesetzt, 20.000 Euro aufzustellen. Wenn es mehr werden, sind wir alle zusammen umso glücklicher.

Wolfgang: Was kann man sich als UnterstützerIn erwarten?

Hans-Jörg: Ganz klar, die Spezialitäten von den Frauen der Ruza, sprich feinen Ajvar, Pindur, Malidano, Mackalo in unserem „Balkan-Sixpack“. Ajvar zum Beispiel ist eine Paste aus Paprika. Mackalo, den man „Matskalo“ ausspricht, ist eine Tomatensauce, in die kleine, scharfe Pfefferoni eingelegt werden – eine ziemlich ungewöhnliche Kombination. Als weiteres Dankeschön bieten wir aber auch einen Kochkurs in Wien an, in dem eine unserer Köchinnen zeigt, wie man echten Ajvar selber macht. Für großzügige Unterstützer bieten wir eine Reise in unsere Manufaktur in Südserbien an. Wir zeigen da nicht nur den Betrieb und die Höfe, sondern auch die römische Stadt Justiniana Prima, eine sehr beeindruckende Ausgrabungsstätte – und die wunderbare Landschaft!

Wolfgang: Die Kampagne läuft gut und wird sicherlich erfolgreich sein. Wie soll es danach weitergehen?

Hans-Jörg: Ein erfolgreiches Crowdfunding wird es uns allen erleichtern, die kommende und nächste Saison zu planen. Wir werden das Geld, abzüglich aller Abgaben, zu genau dem Zweck der Ruza überweisen, zu dem die Kampagne gestartet wurde: Gemüse ankaufen, unsere Bio-Bauern dabei unterstützen, dass sie eine möglichst erfolgreiche Ernte einfahren und die Produktion für den Herbst und Winter vorzubereiten.

Wolfgang: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für eure wichtige Initiative!

Noch bis 31. März 2020 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von BioBalkan unterstützen und euch Produkte von BioBalkan, den Kochkurs, die Reise und andere Goodies als Dankeschön sichern. Weitere Informationen zur Geschichte, zum Shop sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auch auf der Kampagnen-Seite.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

Keine Kommentare zu Crowdfunding für BioBalkan – Der Geschäftsführer Hans-Jörg Hummer im Interview

Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt –…

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt – ein Ort der Entspannung und Regeneration. Neben der Gemütlichkeit sind für mich hier zwei weitere Punkte wichtig. Einerseits achte ich auf Minimalismus, denn vollgeräumte Schlafzimmer mit Stapeln an Wäsche und Bergen an Krimskrams stressen oft mehr, als man es sich eingestehen möchte. Weniger ist vor allem an Orten der Entspannung mehr. Andererseits ist Ökologie und Schadstoff-Freiheit ein wesentlicher Faktor für guten Schlaf. Möbel aus nachhaltig produziertem und behandeltem Vollholz sind quasi ein Must-Have, wenn man den eigenen Körper gerade in Phasen der Regeneration mit möglichst wenig Schadstoffen belasten will.

Das Bett ist das Herzstück eines Schlafzimmers und sich nachhaltig zu betten muss nicht teuer sein. Das beweist das Bett „Swebe“ von ekomia, das mit ökologischer weißer Lasur behandelt und sehr holzsparend gebaut wird. So erfüllt es nicht nur den Anspruch an Nachhaltigkeit, sondern überzeugt mit zeitloser minimalistischer Optik. Wie der Name schon verrät handelt es sich um ein Schwebebett – durch eingerückte Beine wirkt es schwebend und luftig. „Swebe“ ist ab 300 Euro zu haben und somit auch für ein kleines Budget eine leistbare und sinnvolle Investition in die persönliche Wohlfühloase.

Zum Bett passt der weiß lasierten Nachttisch „Swebe“ perfekt, auch er fügt sich leicht und wie schwebend in das Gesamtbild des Schlafzimmers ein. Der Nachttisch kann übrigens auch einfach an die Wand montiert werden, so kann man die Höhe des Möbels selbst bestimmen. Gerade beim Nachttisch ist regelmäßiges Reinigen und Entrümpeln sehr wichtig, denn vor dem Einschlafen schnell Abgelegtes kann sich hier manchmal zu längerfristigen Sammlungen verdichten, die im schlimmsten Fall mitten in der Nacht laut krachend zu Boden fallen. Ja, ich spreche aus Erfahrung – wie bei vielen anderen Menschen startete mein Weg zum Minimalismus in einem sehr großen Chaos.

Damit der luftige Eindruck bestehen bleibt, geht der Trend in letzter Zeit weg von Kleiderschränken hin zu Kleiderstangen – vor allem für Capsule Wardrobes oder ähnliches eine perfekte Option. Hier kommt der DIY-Aspekt von Minimalismus ins Spiel, denn eine schwebende Kleiderstange lässt sich leicht selber machen. Sucht im Wald nach einem geeigneten Ast, der schon abgefallen ist. Er sollte nicht dicker als vier Zentimeter sein um Kleiderbügel noch gut aufhängen zu können. Mit einem Seil und einer Deckenbefestigung lässt sich der ästhetische Hingucker einfach umsetzen. Mit der Aufbauanleitung und dem DIY-Set „Walden“ von ekomia hängt eure Kleiderstange in nur 20 Minuten und ist zusätzlich noch ein ästhetisches Highlight.

Für Bücherwürmer wie mich ist eine schicke Nachttischlampe sehr wichtig. Inspirationen zum Selberbauen von Lese- und Hängelampen aus Beton, Ästen oder einfach nur mit Bechern oder einem Schraubglas gibt es ebenfalls bei ekomia. Die DIY-Sets eignen sich auch wunderbar als Weihnachtsgeschenk, mit einem Preis ab 15 Euro sprengen sie auch kein Budget.

Habt ihr weitere Tipps und Ideen zu Nachhaltigkeit, Minimalismus oder DIY im Schlafzimmer? Hinterlasst sie doch in den Kommentaren!

Keine Kommentare zu Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

Crowdfunding für greenroot – Der Gründer des Innsbrucker Zero Waste Shops im Interview

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop…

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop eröffnet, der sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Weil der Platz allerdings sehr beschränkt ist, hat sich Geschäftsführer Engin Dogan auf die Suche nach einer Alternative gemacht. In der Nachbarschaft hat er eine passende Immobilie gefunden, die es ihm ermöglichen würde, sein Geschäft und sein Sortiment zu vergrößern.

Aus diesem Grund hat er eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen und lädt alle Zero Waste Einkäuferinnen und Einkäufer ein, das Projekt bis 7. November 2019 zu unterstützen und sich so für weniger Plastikmüll und mehr Regionalität einzusetzen. Wie es dazu kam und warum er sich dafür entschieden hat, erzählt Engin im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Lieber Engin, du hast vergangenes Jahr in Innsbruck den Zero Waste Shop greenroot eröffnet. Wie kam es dazu?

Engin: Als ich neben meiner Tätigkeit als Bankangestellter berufsbegleitend am Management Center Innsbruck studiert habe, wurde eines immer und immer wieder betont: Der Erfolg eines Gründers basiert auf seiner Leidenschaft und dem großen Interesse etwas besser machen zu wollen. Deswegen habe ich beschlossen, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Mit meiner Selbstständigkeit begab ich mich zurück zu meinen Wurzeln, den landwirtschaftlichen Erzeugnissen und natürlichen Produkten. Durch greenroot konnte ich nicht nur meine Ideen erfolgreich verwirklichen, sondern auch mehr Erfahrung sammeln.

Wolfgang: In Innsbruck gab es schon vor euch Läden, in denen man verpackungsfrei einkaufen konnte. Ist das Potenzial groß genug für mehrere Shops?

Engin: Wir haben ein ganz spezielles Sortiment und heben uns auch im Allgemeinen von unseren Mitanbietern ab. Wir führen fast ausschließlich Bio-Lebensmittel, nach Möglichkeit sogar in Demeter-Qualität. Gerade bei Produkten, die etwas weiter weg sind, versuchen wir diese neben Bio- auch in Fair Trade-Qualität zu beziehen.

Wolfgang: Der Fokus bei greenroot liegt auf Lebensmittel, die unter anderem aus der Region kommen. Ist diese Beschränkung gewollt?

Engin: Ja, gerade am Anfang war es uns wichtig einen Fokus auf Lebensmittel zu haben, um zu schauen wie überhaupt die Reaktion der Kundinnen und Kunden auf unverpacktes Einkaufen ist. Die Kooperation mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben führt nicht nur zu einer Stärkung der heimischen Wirtschaft, sondern bedeutet für uns alle einen ökologischen Mehrwert. Der direkte Kontakt zu den Produzentinnen und Produzenten ist für unser Team eine großartige Sache und ermöglicht authentische Produktberatung.

Wolfgang: In eurem ersten Jahr habt ihr stetig Kundinnen und Kunden dazugewonnen. Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Engin: Wir wollen in Zukunft unser Sortiment mit Hygiene und Kosmetik sowie mit Obst und Gemüse erweitern. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist für uns unausweichlich, da sehen wir unsere Stärke, ständig up-to-date zu sein und immer Ausschau nach besseren Möglichkeiten zu halten und einzuführen. Die Zero Waste-Bewegung ist noch eine sehr junge Bewegung. Wir wollen uns ständig weiterentwickeln, um unsere ganze Wertschöpfungskette zu ökologisieren.

Wolfgang: Für die Finanzierung dieser nächsten Schritte habt ihr euch für Crowdfunding entschieden. Was können sich Interessierte dabei erwarten?

Engin: Interessierte ermöglichen uns die Erweiterung und können sich auf ein größeres Sortiment freuen. Außerdem können wir dann noch mehr Services wie zum Beispiel frisch gemahlenen Kaffee anbieten. Insgesamt ermöglicht es uns, generell auf die verschiedensten Kundenwünsche noch besser zu reagieren.

Wolfgang: Eure Kampagne läuft nur mehr wenige Tage. Wie soll es – nach hoffentlich erfolgreicher Beendigung – weitergehen?

Engin: Die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten von den neuen Räumlichkeiten. Unser Ziel ist es, mit der Eröffnung Anfang Dezember allen Kundinnen und Kunden in der Vorweihnachtszeit ein verpackungsfreies Einkaufserlebnis zu bieten. Es ist großartig zu erleben, dass auch beim Fest der Liebe der ökologische Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wolfgang: Danke für das Interview und viel Erfolg!

 

Noch bis 7. November 2019 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von greenroot unterstützen und euch Gutscheine und andere Goodies als Dankeschön sichern. Weitere Informationen zur Geschichte, zum Shop sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

1 Kommentar zu Crowdfunding für greenroot – Der Gründer des Innsbrucker Zero Waste Shops im Interview

Was möchtest du finden?