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Kategorie: Living.

Gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten: Die Gründer von Doli Bottles im Interview

Der heißeste Tag des Jahres liegt gerade hinter uns und das Wetter gibt eine Auszeit damit wir uns etwas von der Hitze erholen können, bevor der Sommer uns mit erneuter…

Der heißeste Tag des Jahres liegt gerade hinter uns und das Wetter gibt eine Auszeit damit wir uns etwas von der Hitze erholen können, bevor der Sommer uns mit erneuter Wucht wieder ins Schwitzen und zum Stöhnen bringt. Etwas, dass ich an solchen Tagen immer an meiner Seite habe ist Wasser, denn bei diesen hohen Temperaturen geht ohne regelmäßiges Trinken bei mir gar nichts. Unterwegs habe ich deshalb fast immer Wasser bei mir – in den letzten Jahren hat sich um schicke, nachhaltige Trinkflaschen ja ein regelrechter Hype entwickelt. Bei Doli Bottles handelt es sich um genau solche nachhaltigen Glasflaschen, die schon beim ersten Blick durch ihren unverwechselbaren Style punkten. Ein anderer Pluspunkt ist, dass sie im Vergleich zu anderen Glasflaschen deutlich leichter und auch kompakter sind, was das Mitnehmen merkbar vereinfacht.

Ich durfte Sarina und Anatoli, die Gründer von Doli Bottles interviewen und habe ihnen nicht nur Fragen zu ihren Bottles, sondern auch zu ihrer Beziehung gestellt, denn die beiden arbeiten nicht nur zusammen, sondern sind auch privat ein Paar:

Edda: Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für ein Interview genommen habt! Wollt ihr euch unseren LeserInnen kurz vorstellen?

Sarina: Wir sind Sarina und Anatoli, die Gründer von Doli. Wir arbeiten und leben zusammen in Düsseldorf. Etwas zu bewegen und durch unser Handeln positiv zu verändern, treibt uns an.

Wie seid ihr auf die Idee zu Doli Bottles gekommen?

Anatoli: Nach unserem gemeinsamen BWL-Studium sind wir einige Monate durch Asien gereist und haben dort atemberaubende Landschaften gesehen – aber leider auch immer wieder Landschaften und vor allem Strandabschnitte voller Plastikmüll.

Sarina: Auf einem Bootsausflug mussten wir zusehen, wie Plastikmüll achtlos von der Crew über Bord geworfen wurde und dann auf dem Wasser in dieser eigentlich so wunderschönen Kulisse umher trieb. Diese Eindrücke haben uns nicht mehr losgelassen. Wir wollten etwas verändern und Plastikflaschen aus unserem Leben verbannen. Die Idee: Eine schadstofffreie, hochwertige Trinkflasche aus Glas, die vor allem optisch überzeugen sollte!

Wie lange hat es von der Idee zur finalen Umsetzung gedauert?

Anatoli: Wir haben über sechs Monate mit Zeichnungen, Formen und 3D-Drucks getüftelt bis wir schließlich die Doli Trinkflasche kreiert hatten, die wir uns vorgestellt haben. Auch die Suche nach einem geeigneten Produzenten, der uns bei der Entwicklung unterstützt und damit auch ein gewisses Risiko auf sich nimmt, war eine Herausforderung und hat einige Wochen gedauert. Wir haben dabei immer sehr stark auf unser Bauchgefühl gehört und das war rückblickend auch genau der richtige Weg. Am Anfang unserer Firmengründung haben wir beide noch Vollzeit gearbeitet, sodass wir immer nur nach Feierabend und am Wochenende an unserer Idee arbeiten konnten.

Was unterscheidet die Doli Bottles von anderen wiederbefüllbaren Flaschen zum Mitnehmen?

Anatoli: Unsere Doli Bottles bestehen aus handgefertigtem Borosilikatglas, welches härter und leichter als normales Glas ist und sich perfekt für kalte, aber auch heiße Getränke eignet. Das geschmacksneutrale Glas garantiert vor allem, dass die eingefüllten Getränke immer so schmecken, wie sie schmecken sollen und keinen Nachgeschmack nach Plastik, Alu oder dem Apfelsaft von letzter Woche haben.

Sarina: Wir achten besonders darauf, dass unsere Doli aus qualitativ hochwertigen und langlebigen Materialien ohne Schadstoffe hergestellt wird. So können wir garantieren, dass jede Doli den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht wird. Das Glas der Doli Bottles ist von lebensmittelechtem Silikon umhüllt, welches zum einen das Glas vor leichten Stößen schützt, die Doli sicher in der Hand liegen lässt und vor allem auch super stylisch aussieht. Uns ist besonders wichtig, dass eine Doli Trinkflasche nachhaltig und kein Wegwerfprodukt ist. Deshalb haben wir darauf geachtet, dass alle Einzelteile getauscht und bei Bedarf ersetzt werden können. So garantieren wir, dass unsere Kunden lange Spaß mit ihrer Doli Trinkflasche haben.

Ihr arbeitet nicht nur zusammen, sondern seid auch ein Paar. Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Sarina: Unsere Erfahrungen diesbezüglich sind durchweg positiv. Wir verbringen gerne Zeit miteinander und sind nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit ein super Team geworden. Wir kennen einander sehr gut und wissen um die Stärken und Schwächen des anderen. Gerade in stressigeren Zeiten ist das gegenseitige Vertrauen und die Verlässlichkeit unglaublich wertvoll. Da ein eigenes Business auch extrem viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es besonders schön, dass wir diese Zeit zusammen verbringen können und jeder Verständnis für eine Spätschicht hat.

Was könnt ihr anderen Paaren raten, die gerne gemeinsam ein Business starten wollen?

Anatoli: Wir raten anderen Paaren Unterschiede als Mehrwert wahrzunehmen und nicht als Problem. Jeder bringt andere Ideen ein und denkt anders über Dinge und das ist toll so. Auch wenn es dadurch zu Diskussionen kommt – es hat uns schon so oft geholfen Dinge von verschiedenen Seiten zu beleuchten, um dann zusammen zu einer super Lösung zu kommen. Jeder sollte die Möglichkeit haben sich auf seine Stärken zu fokussieren.

Vielen Dank für das Interview!

 

Die Doli Bottles gibt es in vielen wunderschönen Farben, aber auch in einer Tropica Edition. Zusätzlich findet ihr im Shop alle Ersatzteile und Doli Trinkhalme aus Glas.

Weitere Informationen zu Doli Bottles findet ihr hier: doli-bottles.com
Hier geht es zur Facebook-Seite von Doli Bottles: facebook.com/dolibottles
Und hier zu ihrem Instagram Account: instagram.com/dolibottles

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Crowdfunding für Mösl’s Bio Smoothie – Der Gründer des Fruchtgetränks im Glas im Interview

Ende letzten Jahres habe ich mich zum ersten Mal mit Reinhard Mösl getroffen. Nach einem Rundgang in seiner Smoothie-Produktion in Haag in Niederösterreich hat er mir von seinem neuen Vorhaben…

Ende letzten Jahres habe ich mich zum ersten Mal mit Reinhard Mösl getroffen. Nach einem Rundgang in seiner Smoothie-Produktion in Haag in Niederösterreich hat er mir von seinem neuen Vorhaben erzählt: Bio-Smoothies im Glas. Meine erste Frage: „Gibt’s das nicht schon?“ Selten im Glas und vor allem nur schwer beziehbar, so seine Antwort damals. Damit seine Smoothies direkt zu den richtigen Menschen kommen, hat sich Reinhard Mösl gegen den Verkauf im herkömmlichen Handel und für eine Direktzustellung via Bio-Kisten entschieden. Mit dem Biohof Adamah hat er den ersten wichtigen Partner für sein Vorhaben gewonnen. Mit Hilfe einer Crowdinvesting-Kampagne soll nun die notwendige Aufmerksamkeit geschaffen, aber auch eine letzte Finanzierungslücke geschlossen werden. Wie es dazu kam und wie Reinhards Visionen aussehen, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Reinhard, du produzierst seit über zehn Jahren Smoothies. Wie kam es dazu?

Reinhard: Mein Sohn Julian brachte mich dazu. Er ist von Kind auf ein beharrlicher Obstverweigerer und bei einem Australien-Aufenthalt versuchten wir es mit einem Smoothie. Überraschenderweise liebte er diese Mischung aus Fruchtsaft und Fruchtpüree zum Trinken und der Erfolg von Smoothies begeisterte mich so sehr, dass ich in Österreich damit startete Smoothies zu produzieren. Mittlerweile stellen wir in unserer modernen, manufakturartigen Produktionshalle monatlich rund 400.000 bis 500.000 Flaschen Smoothies als Eigenmarken für in- und ausländische Handelsketten her.

Wolfgang: Mit Mösl’s Bio Smoothie startest du jetzt mit eigener Marke. Erzähl doch bitte kurz davon.

Reinhard: Wir wollten wieder unter eigener Marke auftreten und etwas Besonderes schaffen, mit meiner persönlichen Philosophie. So entstand unser Bio-Smoothie in Glas und mittlerweile sind wir mitten in der Umsetzung. Soeben wurde unser Kühltunnel versandbereit gemacht, in dem die heiß abgefüllten Smoothies mit Wasser besprenkelt und innerhalb einer halben Stunde runtergekühlt werden. Diese neue Anschaffung bringt Mösl’s Bio Smoothie einen großen Schritt weiter ans Ziel.

Wolfgang: Was wird das Besondere an Mösl’s Bio Smoothie sein? Auch in Abgrenzung zu anderen Bio-Smoothies.

Reinhard:  Unser Bio-Fruchtsaft kommt im Glas, noch dazu in einem höchst individuellen, extra entwickelten Flaschendesign. Zudem kommt ein regionaler Charakter durch die Verwendung von österreichischem Apfel- und Traubensaft. Exotische Früchte wie zum Beispiel Mango kommen aus kontrolliert biologischen Betrieben. Außerdem setzen wir auf den Vertrieb über Bio-Kisten sowie über den Bio-Handel und die Bio-Gastronomie. Diese Kombination ist in Österreich einzigartig.

Wolfgang: Nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne vor eineinhalb Jahren sammelst du nun auf Conda nochmal Geld. Warum?

Reinhard: Das Geld wurde für die technische Umsetzung verwendet und wir werden vor dem Sommer technisch produktionsbereit sein. Allerdings haben wir uns für eine teurere Variante bezüglich der Produktion der Glasflasche entschieden. Mit dieser größeren Maschine können wir große Mengen von Glasflaschen produzieren und die einzelne Flasche wird dadurch billiger. Aufgrund der Anschaffung dieses Werkzeugs – eine Blasschale – haben wir aber höhere Ausgaben als geplant. Die Zinsen aus der letzten Kampagne wurden an die Lion Rocket InvestorInnen im Jänner bereits das erste Mal bezahlt, wobei wir die Zinsen mit unserem bestehenden Geschäft verdienen. Jetzt geht es darum den Markt zu bearbeiten und das Produkt für den Vertrieb vorzubereiten.

Wolfgang: Bereits vor dem Produktionsstart hast du namhafte Partner für dein Projekt gewinnen können, unter anderem den Biohof Adamah. Welche Rolle werden diese spielen?

Reinhard: Sie sind für uns wichtige Botschafter und Vertriebspartner gleichzeitig. Das Bio-Kistl der Familie Zoubek passt zu uns und gemeinsam wollen wir diese Nischen bedienen. Ab Herbst kann Mösl’s Bio Smoothie direkt über den Biohof Adamah bestellt werden und unsere drei Geschmacksrichtungen Birne, Himbeere und Mango werden dann zusammen mit anderen regionalen Bio-Leckereien direkt ins Haus geliefert. Wir freuen uns auf die Kooperation und hoffen, dass noch viele weitere folgen werden.

Wolfgang: Was erwartest du dir von der Crowdinvesting-Kampagne? Wie können sich die Menschen beteiligen?

Reinhard: Neben dem Einsammeln von Geld ist es die mediale Aufmerksamkeit, die wir bis in den Herbst für den tatsächlichen Start mitnehmen wollen. Wir möchten die Marke gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden groß machen und freuen uns über jede Unterstützung und natürlich viele Vorbestellungen. Unsere Crowdinvesting-Kampagne ist noch bis Anfang Juli online und eine Beteiligung auf Conda ist bereits ab 100 Euro möglich. Insofern freuen wir uns über alle, die uns dabei unterstützen und den Link mit ihren Freundinnen und Freunden teilen. Und natürlich ist jedes Feedback zu unseren Produkten jederzeit willkommen.

Wolfgang: Viel Erfolg weiterhin und vielen Dank für das Interview!

 

Noch bis Anfang Juli 2018 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von Mösl’s Bio Smoothie unterstützen und euch Zinsen in der Höhe von mindestens 4,5 Prozent sichern. Denn Reinhard Mösl hat sich zur Finanzierung seiner Bio-Smoothies für das sogenannte Darlehensmodell (Lending-based Crowdfunding) entschieden. Hier werden Mikrokredite zwischen Privatpersonen und Unternehmen vergeben, die verzinst zurückgezahlt werden. Mehr zu den unterschiedlichen Crowdfunding-Arten findet ihr hier. Weitere Informationen zur Geschichte, zur Herstellung und zum Produkt sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

 

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Crowdfunding für Aizome Bedding – Der Gründer der organischen, farbechten Indigo-Bettwäsche im Interview

Als mich Michel May vor ein paar Monaten kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir…

Als mich Michel May vor ein paar Monaten kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, wo es in diesem Bereich Innovationen geben kann. Nach einem kurzen Telefonat war ich dann aber im Bilde: der gebürtige Münchner lebt und arbeitet in Japan und hat dort die uralte Färbe-Technik mit der Indigo-Pflanze kennengelernt. Diese besitzt entzündungshemmende sowie antibakterielle Eigenschaften und ist besonders hautschonend. Allerdings waren die mit Indigo gefärbten Textilien bisher nicht farbecht und nach jedem Waschgang verloren die Textilien ein bisschen von ihrer Strahlkraft. Mit Hilfe einer eigens entwickelten Ultraschall-Technologie ist es Michel und seinem Team gelungen, farbechte, organische Bettwäsche mit natürlichem Indigo und ohne synthetische Zusätze herzustellen. Via Crowdfunding will er nur eine erste Serie finanzieren. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen er gemacht hat, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest. 

Wolfgang: Michel, du bist Gründer von Aizome Bedding. Was macht dein Unternehmen?

Michel: Wir stellen Betttextilen her, die speziell für Leute gemacht sind, die auf ihre Haut achten wollen oder müssen. Dafür nutzen wir ein altes, japanisches Verfahren, das wir mit einer neuen Färbetechnik verbessert haben.

Wolfgang: Du bist ursprünglich aus München, lebst aber in Tokio. Dort entstand auch die Idee zu eurem Produkt. Wie kam es dazu?

Michel: In Japan wird seit je her mit Indigo gefärbt. Das Bewusstsein, dass mit Pflanzen gefärbte Textilien zusätzlichen, dermatologischen Nutzen bringen, ist hier sehr verbreitet. Wer selbst einmal erlebt habt, wie stark chemische Färbungen unsere Gesundheit oder die Umwelt beschädigen, fragt sich, warum nicht mehr nach Alternativen gesucht wird. So war es auch bei mir. Nach vielen Jahren im Health Care-Bereich wollte ich etwas machen, dass uns hilft, gesund zu bleiben und nicht so lange zu warten, bis teure Heilung her muss.

Bild: Nguyen Chung Tu

Wolfgang: Hautverträgliche Bettwäsche, gibt es das nicht schon? Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Michel: Ja, gibt es. Aber da spielen wir – mit Verlaub – in einer ganz anderen Liga. Wir nutzen ein komplett neues Färbeverfahren, das mit Hochfrequenzwellen die natürlichen Farbstoffe aus der Indigo-Pflanze extrem fest bindet. Übliche zertifizierte, hautfreundliche Bettwäsche wird zum Beispiel so lange gewaschen, bis keine toxischen Chemikalien mehr in ihr zu finden sind. Wir benutzen keine Farbstoffe, Weichmacher, Bleichmittel oder Schwermetalle. Mit Indigo gefärbte Bettwäsche ist zusätzlich antibakteriell und tötet Pilzkulturen und Bettmilben ab, die sich gerne in Bettwäsche ausbreiten. Außerdem macht es Stoff extrem haltbar. Es gibt mehrere tausend Jahre alte Stoff-Fetzten, die mit Indigo gefärbt wurden.

Wolfgang: Ihr bereitet euch schon eine Weile auf den Markteintritt vor? Warum startet ihr in Europa, nicht in Asien?

Michel: Wir verkaufen auch in Asien, aber machen verstärkt Werbung im Westen. Die Diskussion über den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit ist gerade sehr schwungvoll im deutschsprachigen Raum und der USA. Wenn die Menschen #noplastic posten, sind sie leichter dafür zugänglich, dass heute die meisten Textilien und deren Farben aus den gleichen Quellen wie ihre gehassten Plastikflaschen gemacht werden. Die meisten Textilien werden in Asien produziert. Aber die Nachfrage aus dem Westen diktiert, wie hier produziert wird. Eine Crowdfunding-Aktion schien uns ideal, um zu zeigen, dass es eine große Nachfrage gibt. Wir haben übrigens bereits in 42 Länder verkauft.

Wolfgang: Stichwort „Crowdfunding“. Was erwartet uns, wenn wir auf eure Projektseite auf Indiegogo kommen?

Michel: Ein wunderschöner Eindruck der Kunst und Ästhetik von Aizome, dem japanischen Handwerk des Textilfärbens mit Indigo. Ich freue mich über Feedback.

Wolfgang: Wie soll es nach dem Crowdfunding weitergehen? Habt ihr schon Vertriebspartner?

Michel: Wir arbeiten bereits mit einigen Gesundheitszentren zusammen im Bereich der klinischen Forschung, aber nicht im Vertrieb. Ein Viertel aller Menschen leiden heute an Hautkrankheiten und unsere herkömmlichen Textilien machen alles eher schlechter. Das muss aber nicht so sein. In der Zukunft können Textilien zur Heilung beitragen. Und da sehen wir uns. Unsere Bettwäsche wollen wir noch einige Zeit online direkt verkaufen, dann sehen wir, wie es weiter geht.

Wolfgang: Dann wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Danke für das Interview!

 

Noch bis Mitte Juni 2018 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von Aizome Bedding (für Informationen in Deutsch auf der Seite nach unten scrollen), die ihr gestecktes Ziel schon weit übertroffen hat, unterstützen und euch die ersten Produkte der hautfreundlichen und nachhaltigen Bettwäsche-Serie im Set als Dankeschön sichern. Für die 25 schnellsten LeserInnen von The bird’s new nest hat das Team ein Spezialangebot geschnürt: 30% Rabatt auf ein Aizome Bedding Bettwäsche-Set plus einen Kopfkissen Bezug kostenlos dazu. Schickt dazu einfach eine Nachricht an contact@aizomebedding.com mit „I WANT! The bird’s new nest“ im Betreff. Weitere Informationen zur Geschichte, zur Herstellung und zum Produkt sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

 

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

 

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Shades Tours – Spaziergang mit Tiefsinn

Wenn ein Tourist oder Reisender nach Wien kommt, dann wird von der musikalischen Tradition und den schönen Bauten geschwärmt. Das Schloss Schönbrunn und seine Gärten werden besucht, aber auch nach…

Wenn ein Tourist oder Reisender nach Wien kommt, dann wird von der musikalischen Tradition und den schönen Bauten geschwärmt. Das Schloss Schönbrunn und seine Gärten werden besucht, aber auch nach einigen moderneren Sehenswürdigkeiten, wie den Kunstausstellungen im Leopold Museum, wird gegoogelt.

Shades Tours und die Obdachlosigkeit

In meinem langjährigen beruflichen Kontakt mit Besuchern der österreichischen Hauptstadt wurde ich noch nie nach einer Tour betreffend Obdachlosigkeit oder anderer „Randgruppen“ in Wien gefragt. Noch nie wollte jemand mehr über die Problematik der Flüchtlinge in Erfahrung bringen, außer es hätte etwas mit eigener Sicherheit zu tun. Wien, die lebenswerteste Stadt der Welt, scheint immer nur ein Ort des schönen Vergangenen zu sein. Natürlich ist das etwas Wunderschönes, aber auch die Schattenseiten gehören zu unserer Stadt und sollten auf Neugierde stoßen.

Shades Tours veranstaltet Touren für interessierte Einzelpersonen oder Gruppen. Das Thema Obdachlosigkeit wird dabei von Menschen, die sich gerade in dieser Situation befinden oder es hautnah erlebt haben, während eines Spaziergang in der Stadt erklärt. Die 34-jährige Österreicherin Perrine Schober, die Tourismusmanagement in Deutschland studiert und sich während ihres Erasmus-Semesters in England auf die Thematik „Tourismus als volkswirtschaftliches Instrument der Armutsbekämpfung“ spezialisiert hat, gründete SHADES TOURS im April 2015.

Wien einmal anders erkunden

“Wusstet ihr, dass es in Notschlafstellen Zimmer mit bis zu 60 Betten gibt?”, fragt uns Barbara, unsere Guide an jenem Nachmittag. Ich bin ehrlich, nein, ich hatte noch nie wirklich darüber nachgedacht, wo obdachlose Menschen übernachten und vieles andere ist mir auch neu. Wir finden uns am Heldenplatz ein, wo die SHADES TOUR ihren Anfang nimmt und uns zu unterschiedlichen Orten im ersten Bezirk führen wird. Vom Treffpunkt aus gehen wir in Richtung Burggarten um dann vor der Franziskaner Kirche zu enden, wo es unter anderem von 9 bis 11 Uhr eine Armenausspeisung gibt.

Am Weg dorthin erzählt uns Barbara von ihrem persönlichen Schicksal. Sie war Galeristin bevor ihr Leben eine unglückliche Wendung nahm und ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. In Folge dessen wurde sie obdachlos und erkrankte an Depressionen. Doch jetzt geht es wieder bergauf, versichert sie kurz und so zufrieden, wie ein Mensch mit ihren Erfahrungen und Schicksalsschlägen in solch einem Moment eben sein kann.

Im Sommer gibt es in der Stadt Wien um die 800 Notschlafstellen, im Winter 1.500, erfahren wir. Sieben Tageszentren bietet die Stadt. Die Tageszentren sind offen für alle Betroffenen unabhängig ob Anspruch oder nicht. Einzige Ausnahme hier bildet die Gruft, diese ist nur für Anspruchsberechtigte Personen zugänglich deswegen wurde auch die zweite Gruft gegründet die ebenfalls offen für alle ist, mit dem Fokus auf Nichtanspruchsberechtigte. Anders verhält es sich bei den Notschlafquartieren die sind nur im Winter auch für nichtanspruchsberechtigte Personen offen. Meistens gibt es zwei abgetrennte Bereiche – einen für Frauen und einen für Männer. Somit sind Duschen, Schlafsäle, Räume mit Waschmaschinen und Begegnungsräumlichkeiten nach Geschlecht getrennt und Barbara bestätigt, dass es aus ihrer Sicht eine gute Idee sei. Denn dies vermeide Übergriffe, vor allem auch verbaler Natur.

Obdachlos in Wien

“Hungern muss niemand, man muss sich nur durch die Stadt bewegen”, denn Essen wird an vielen Orten verteilt unter anderem im Canisibus, auch Suppenbus genannt, und bei den Barmherzigen Schwestern. Auch auf medizinische Versorgung wird Wert gelegt. So gibt es nicht nur den Louise-Bus, der sich jede Woche durch die Stadt bewegt und an bestimmten Stationen Halt macht, im Akutfall müssen Spitäler unversicherte Menschen aufnehmen und behandeln. Eine Zahnklinik gibt es im zweiten Wiener Bezirk bei den Barmherzigen Brüdern, im neunerhaus findet sich ein praktischer Arzt sowie eine Tierklinik, die Tiernahrung abgibt. Eine andere Initiative, die erwähnt wurde ist der Kulturpass, mit dem Obdachlose Kulturhäuser besuchen und sich dadurch am Kulturgeschehen beteiligen können.

Interessant fand ich auch die Erläuterungen zu den Ursachen von Obdachlosigkeit: Jobverlust ist mit 50 Prozent der Vorreiter, darauf folgen Verschuldung, Süchte wie Alkohol- und Spielsucht, Krankheiten physischer und psychischer Natur, soziale Probleme und abschliessend die freiwillige Obdachlosigkeit. Viele weitere Informationen wurden vermittelt und auf viele Fragen eine Antwort gegeben.

Die SHADES TOURS sind absolut wert, gebucht und besucht zu werden! Sie sind nicht nur für Touristen, sondern vielleicht besonders auch für Einheimische, wertvoll. Es geht nicht unbedingt darum die Stadt zu erkunden, sondern dieser Stadt und ihren Bauten ein besseres Verständnis für Obdachlosigkeit einzuhauchen. Es war eine spannende und augenöffnende Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.

TEDx in der TUWien über Social Entrepreneurship

In diesem englischsprachigen Video hält Perrine Schober eine inspirierende Rede über soziale Initiativen und ihre persönlichen Erfahrungen. Die Gründerin der SHADES TOURS erzählt, wie ihre Träume in Form eines Businesses Gestalt annahmen und wie sie zu dem Thema der Obdachlosigkeit steht: “Think about it, we don’t focus on their strengths we focus on their weaknesses and that’s a pattern in our society.”

SHADES TOURS bietet Touren in deutscher und auch englischer Sprache, unter diesem Link kann direkt gebucht werden. Eine Tour dauert rund zwei Stunden und kostet 15 Euro pro Person. Private Gruppentouren können für Unternehmen und Schulen organisiert werden. Das neueste Angebot von SHADES TOURS ist das Afterwork Kochen im VinziPort.

Vielen Dank an SHADES TOURS für die Möglichkeit an der Stadtführung kostenlos teilnehmen zu können!

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Österreichische Klassiker in vegan: Gebackene Mäuse

Der Wochenend-Besuch bei den Schwiegereltern in spe ist immer ein Grund zur Freude. Warum? Weil es neben netten Gesprächen und lustigen Anekdoten immer vegane Leckereien gibt. Obwohl ich die einzig…

Der Wochenend-Besuch bei den Schwiegereltern in spe ist immer ein Grund zur Freude. Warum? Weil es neben netten Gesprächen und lustigen Anekdoten immer vegane Leckereien gibt. Obwohl ich die einzig vegan Essende am Tisch bin, macht sich die liebe Schwimu in spe – Nein, ich weiß leider nicht, wo ich diesen Ausdruck her habe, vermutlich auf Instagram aufgeschnappt… – immer die Mühe, etwas neues Tierproduktfreies zu kochen oder zu backen. Und nachdem ich sehr gerne esse, bin ich davon natürlich absolut begeistert!

Letztes Wochenende gab es beim Kaffee dann eine besonders große Überraschung! Zum Kaffee kredenzt wurde nämliche eine meiner liebsten Süßspeisen, der leider schon ziemlich in Vergessenheit geratene österreichische Klassiker „Gebackene Mäuse“. Verglichen werden diese oft mit Krapfen (zu deutsch auch Berliner oder Pfannkuchen), was ich aber nicht bestätigen kann – gebackene Mäuse sind einfach tausendmal leckerer! Und weil sie mir so gut geschmeckt haben, habe ich um das Rezept gebeten, natürlich gemeinsam mit der Erlaubnis, dieses hier auf The bird’s new nest mit euch teilen zu dürfen.

Zutaten

250 g glattes Mehl
1 Packung Trockengerm/-hefe
1 Prise Salz
20 g Margarine (Zimmertemperatur)
250 ml Sojamilch (lauwarm)
4 EL Kristallzucker
1 Packung Vanillezucker
Etwas Rum

2 Packungen Kokosfett (à 250 g) zum Herausbacken

Alle Zutaten außer dem Kokosfett in eine Schüssel geben zu einem Teig verarbeiten. Wer hier ganz professionell vorgehen möchte kann den Trockengerm in der Sojamilch auflösen und diese Mischung dann zur schon geschmolzenen Margarine hinzufügen. In einer separaten Schüssel Mehl, Salz und Zucker vermischen, den Rum und dann die restlichen flüssigen Zutaten beifügen und zu einem homogenen Teig verkneten.

Den Teig zudecken, zum Beispiel mit einem warmfeuchten Geschirrtuch, und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Wem es an warmen Orten mangelt kann die zugedeckte Teigschüssel bei 50 Grad ins Backrohr stellen bis der Teig fast das doppelte Volumen erreicht hat.

Das Kokosfett auf rund 170 Grad erhitzen, hier hilft der Holzstäbchen-Test: Ein Holzstäbchen ins Fett halten, wenn das Fett kleine Bläschen um das Stäbchen bildet hat es die richtige Temperatur erreicht. Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Teigs aufnehmen und im heißen Fett goldbraun backen. Schwiemu-Pro-Tipp: Die Teigstücke immer wieder mit dem heißen Fett übergießen, damit sie innen nicht teigig bleiben. Die gebackenen Mäuse auf Küchenrolle gut abtropfen lassen, am besten auch über die gebackenen Mäuse legen, damit noch weniger Fett auf ihnen hängen bleibt.

Die gebackenen Mäuse können noch warm gegessen werden, nach Geschmack mit Puderzucker oder feinerem Kristallzucker bestreuen.

Guten Appetit!

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Le Shop Vegan – Riesige Auswahl an veganen Taschen und Fair Fashion

Seid ihr auf der Suche nach einem veganen Onlineshop, der den veganen Lifestyle mit Stilsicherheit in Modefragen vereint? Dann ist Le Shop Vegan, ein mit Liebe kuratierter, eco-chic und cruelty-free Onlineshop…

Seid ihr auf der Suche nach einem veganen Onlineshop, der den veganen Lifestyle mit Stilsicherheit in Modefragen vereint? Dann ist Le Shop Vegan, ein mit Liebe kuratierter, eco-chic und cruelty-free Onlineshop für Mode, Design und Essentials, etwas für euch,

Bei Le Shop Vegan habt ihr mit über 3.000 Produkten jede Menge Auswahl für jeden Geschmack. Das Sortiment besteht aus nachhaltiger, schicker Kleidung, Schuhen und Accessoires handverlesener Marken-Hersteller, die alle eines vereint: Die Produkte wurden tierfrei, umweltschonend und unter fairen Produktionsbedingungen hergestellt. Das wird von den Herstellern durch anerkannte Qualitätssiegel wie GOTS und Standards wie Fair Trade noch zusätzlich belegt.

Im Shop stechen besonders die stylischen Taschen von MATT & NAT aus Kanada hervor, denn die verschiedenen Kollektionen setzen auf feminine Eleganz und eine klare Linie. Ich liebäugle schon lange mit den schicken Taschen, vor allem weil ich tatsächlich Bedarf an einer Business-Tasche habe, in der sich nicht nur Unterlagen, sondern auch mein Laptop gut und trotzdem stylisch transportieren lassen. Mein Lieblingsstück ist hier die MATT & NAT Kintla in zeitlosem Schwarz. Ich finde sie extrem schick, da sie außerdem robust und langlebig sein soll wäre sie die ideale Business-Tasche. Das Innenfutter von Matt & Nat Taschen besteht übrigens zu 100 Prozent aus recycelten PET-Flaschen. Ich glaube, ich bin verliebt!

Neben MATT & NAT gibt es natürlich noch weitere Marken, die ihren Weg in den Shop gefunden haben. So gesellen sich unter anderem Kaliberfashion, Denise Roobol und Ina Koelln dazu. Die Designer-Tasche von Ina Koelln zum Beispiel besticht nicht nur durch ihre edle Optik, sondern ebenfalls durch ihr Material, denn sie besteht aus Pinatex, einem Naturmaterial aus Ananas-Fasern und nachhaltig produziertem Lederersatz. Ein wunderschönes Accessoire für jede Feier. Und ja, ich gebe es zu: Ich besitze keine Clutch. Noch nicht!

Neben der großen Taschenauswahl gibt es auch Schuhe bei Le Shop Vegan. Auch die Chelsea Boots stammen von MATT & NAT und sind für mich die perfekte Wahl. Durch den verspielten Elastikbund sehen die etwas sportlicher aus als klassische Boots und der niedrige Absatz wirkt edel ist aber nicht zu hoch – ich trage aus Prinzip schon seit langem keine Schuhe mit Absatz mehr. Das Hauptmaterial besteht zu 100 Prozent aus veganem Kunstleder. Selbstverständlich für Schuhe, die man in der kälteren Jahreszeit trägt sollen die Stiefeletten äußerst strapazierfähig und witterungsbeständig sein. Kein Schaden, wenn man so wie ich nicht in einer Großstadt wohnt und der Schnee hier durchaus etwas länger liegenbleiben kann. Ich kombiniere übrigens sehr gerne schwarze Accessoires wie Taschen mit braunen Schuhen – oder umgekehrt – um dem Look die Strenge zu nehmen und ihn etwas aufzulockern.

Als letztes Stück kann ich euch den figurbetonten Pulli vom Newcomer-Label Ignore ans Herz legen. Dieser wird aus recyceltem Denim hergestellt und hat eine schöne, grobe Strick-Struktur. Ich liebe Teile, die sowohl lässig als auch schick aussehen und die man so sowohl für den Business-Look als auch für die Freizeit kombinieren kann. Ein nachhaltig und fair produziertes Slow-Fashion Must-Have für jeden umweltbewussten Kleiderschrank. Sämtliche dieser Kleidungsstücke passen aufgrund ihres zeitlosen Designs übrigens wunderbar in jede Capsule Wardrobe oder können – falls ihr eine solche noch nicht zusammengestellt habt.

Bei Le Shop Vegan findet ihr außerdem noch Portemonnaies/Geldbörsen, Tops, Jacken und stylische Accessoires. Der Shop aus Deutschland will mit schnellen Lieferzeiten überzeugen, bietet sowohl kostenlosen Versand als auch Rückversand und legt jedem Paket vegane Goodies bei. Hier geht es zu Le Shop Vegan – viel Spaß beim Stöbern!

Le Shop Vegan

Homepage: le-shop-vegan.de
Facebook: facebook.com/LeShopVegan
Instagram: instagram.com/leshopvegan/
Pinterest: pinterest.de/leshopvgn

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Das Schenna Resort – Ruhe und Entspannung in Südtirol

Das Schenna Resort, bestehend aus dem Hotel Rosengarten, dem Hotel Schwefelbad und dem Hotel Mitterplatt, war so freundlich mich einzuladen, das Hotel Rosengarten zu besuchen um mir einen umfassenden Eindruck zu dessen…

Das Schenna Resort, bestehend aus dem Hotel Rosengarten, dem Hotel Schwefelbad und dem Hotel Mitterplatt, war so freundlich mich einzuladen, das Hotel Rosengarten zu besuchen um mir einen umfassenden Eindruck zu dessen Service und Angeboten machen zu können. Da ich schon seit langem nach Südtirol reisen wollte, beschloss ich die Einladung anzunehmen und mir die Südtiroler Schmankerl nicht entgehen zu lassen.

Die Lage

Das Schenna Resort liegt im malerischen Südtirol in der Nähe von Bozen. Auf einer Seite sehen wir Berge, die sich scheinbar an Höhe übertrumpfen wollen, auf der anderen Seite gibt es Hügel voll mit schmackhaft riechenden Apfelplantagen und kleinen, niedlichen Wanderwegen, die zum Erkunden einladen. Schenna geht auf das italienische Wort “scaene” zurück, was so viel bedeutet wie bühnenhafter Aufbau. Ich vermute, die Bezeichnung bezieht sich auf die Landschaftsplateaus der Gegend. Der Ort hat um die 3.000 Einwohner und liegt zwischen Meran, das drei Kilometer entfernt ist, und Bozen in 25 Kilometern Entfernung.

Die Fahrt von Wien aus dauert rund sechseinhalb Stunden. Mit dem Auto ist das Ressort relativ einfach zu erreichen, aber Achtung: Mautgebühren von ungefähr 15 Euro fallen wegen des Befahrens der Brennerautobahn an. Spannend wurde es dann kurz vor der Ankunft, als mich mein GPS netterweise auf einen sehr engen Weg lotste, der mich abschnittsweise die Luft anhalten ließ und meinte, mir die wunderschönen Apfelplantagen bereits vorab aus der Nähe zeigen zu müssen. Nichtsdestotrotz war das wohl der kürzeste Weg. Keine Sorge, es gibt wenn ihr weiter der Hauptstraße folgt auch eine Abfahrt direkt zum Hotel. So könnt ihr das kleine Abenteuer vermeiden!

Apfelplantagen - Schenna Resort (c) Corinna Stabrawa

Das Hotel als Familienbetrieb

Vater Luis und Mutter Rosa gründeten 1968 eine Frühstückspension und setzten so den Grundstein für das Schenna Resort. Die Geschwister Heidi Pföstl-Wörndle, Stefan Pföstl, sowie Priska Pföstl sind allesamt im Hotelbetrieb tätig. Stefan Pföstl ist für den Service, die Küche und die Weinproduktion verantwortlich, Priska Pföstl betreut den SPA sowie das Body and Mind Programm. Heidi Pföstl-Wörndle ist im Büro und im Marketing tätig. Sie ergänzen sich in ihren Positionen, haben diese jedoch auch sehr gut abgesteckt. Mit den wöchentlichen Sitzungen bringt jeder das ein, was in seinem Kernbereich ansteht und erfährt von den anderen wo es Schwachpunkte und wo es Grund zur Freude gab.

Das Zimmer

Nach der Ankunft und dem Check-in wurde ich direkt von einer freundlichen Praktikantin aufs Zimmer gebracht. Das Zimmer war sehr groß, aber trotzdem sehr gemütlich. Bedeckte Farben wie grün und violett verschmolzen mit der sonst in Holz gehaltenen Einrichtung. Auch das Steinwaschbecken im offenen Bad mit Dusche bot einen angenehmen Kontrast zu den ansonsten weicheren Tönen. Das Highlight der Einrichtung war der Kleiderkasten. Er war nicht, wie in so vielen Hotels, in Richtung Schlafzimmer ausgerichtet, sondern nahm einerseits die Rolle der Zimmertrennung ein und andererseits konnte ich direkt nach dem Duschen auf meine Kleidung zugreifen. Das Bett war in meinen Augen auch so ein Südtiroler Schmankerl. Die Polster waren zur Abwechslung einmal nicht zu hoch gehalten und die Matratze sehr bequem und wie gemacht für ein paar Tage völlige Entspannung.

Der einzige Schwachpunkt war die Lage meines Hotelzimmers, das sich in Richtung Eingang des Hotels befand. Schöner wäre es gewesen, in einem Zimmer mit Sonnenuntergangsaussicht zu schlafen, denn der Ausblick der Einfahrt begeistert wenig im Vergleich zur wunderbaren Natur. Dies beim Buchen immer unbedingt erwähnen, denn die richtige Aussicht lässt Instagram-Herzen höher schlagen und steigert das Urlaubsfeeling.

Hotelzimmer im Schenna Resort (c) Corinna Stabrawa

Die Nachhaltigkeit

Im Schenna Resort wird viel Wert auf lokale Produkte gelegt, besonders bei Lebensmitteln. Kurze Transportwege spielen ebenfalls eine große Rolle. Auch die Beauty-Produkte im SPA kommen aus Südtirol und Deutschland – Team Dr. Joseph und Pharmos Natur – und sind biologisch zertifiziert. Aus Nachhaltigkeitsgründen wird auch Großteils auf Shampoos und andere Goodies in den Zimmern verzichtet. Bereitgestellt werden eine kleine Seife, ein nachfüllbares Body- und Haarshampoo sowie Wattepads und Wattestäbchen.

Der neueste Zuwachs besteht aus einer E-Tankstelle, welche in der Garage montiert wurde und E-Bikes, die gegen Gebühr verliehen werden. Sonnenkollektoren sind am Dach zu finden und durch ein lokales Blockheizkraftwerk wird der Energieverbrauch vor Ort geregelt und dadurch gering gehalten.

Das Angebot

Das Hotel legt einen starken Fokus auf die körperliche wie auch geistige Entspannung. Es bietet deshalb fünf Mal die Woche Yoga an, die Einheiten finden entweder in einem der Seminarräume oder auf der Panoramaterrasse statt. Desweiteren kann Aqua Fitness betrieben werden, Pilates und Stretching werden ebenfalls angeboten. Angeboten werden außerdem Wanderungen jeglicher Art sowie privates Persönlichkeits- sowie Transformationscoaching. Der Wellnessbereich – siehe Titelbild – besteht aus einem ganzjährig beheizten Sole-Außenpool sowie einem Indoorpool, finnischer Sauna, Biosauna, Rosen- und Weinbergsauna, türkischem Dampfbad, Infrarotkabine und täglichen Sauna-Aufgüssen.

Der Wellnessbereich hat meine Erwartungen definitiv übertroffen. Viel Ruhe, entspannende Musik und genug Raum, um unter sich zu sein, kreieren die perfekte Atmosphäre zum Aufatmen und Genießen. Warmer Tee sowie kalte Getränke, Nüsse und getrocknete Apfelringe stehen zur freien Entnahme bereit und runden das Angebot ab. Beim Aqua Fitness habe ich zwar den Altersdurchschnitt erheblich gedrückt, aber es war ein lustiges Unterfangen und auch für mich ein Vergnügen.

Das vegane Angebot

Beim Abendessen wird man auf einem Tisch mit eigenem Namensschild platziert, der dann für den ganzen Aufenthalt zu einem gehört. Das tägliche 5-Gänge Menü wird einzeln serviert, es gibt mehrere Optionen, aus denen man wählen kann. Wer ein veganes Menü möchte, meldet sich am besten vor der Anreise oder kommuniziert das gleich nach Ankunft. Der Koch stellt hier gerne individuell etwas zusammen.

vegane Ernährung (c) Corinna Stabrawa

Ich hatte das Vergnügen eines veganen Galadinners, welches folgendes Menü zum Besten gab:

Mediterranes Olivenöl aus der Toskana mit Ciabatta
Gruß aus der Küche
Zweierlei Bruschetta mit Rucola
Tomatencremesuppe
Risina-Bohnen mit Radicchio
Gersten-Kräuter Risotto
Sorbet Variation mit frischen Früchten

Im großen und ganzen war das Menü sehr lecker, bis auf die Risina-Bohnen mit Radicchio, welche ein wenig trocken erschienen. Alle anderen Speisen waren sehr schmackhaft – obwohl ich nicht vegan lebe, kann ich die vegane Küche des Hotels absolut weiterempfehlen.

Beim Frühstücksbuffet gab es reichlich Auswahl, darunter auch frische Smoothies und unterschiedliche Sorten von veganer Milch und veganem Joghurt. Ein veganes Frühstück lässt hier keine Wünsche offen.

Der SPA

Während meines Aufenthaltes durfte ich auch ein SPA-Treatment genießen und zwar das Südtiroler Badl mit anschließender Fußmassage. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir wärmeres Badewasser und eine stärker ausgeprägte Fußmassage gewünscht hätte. Dazu möchte ich jedoch hinzufügen, dass ich normal sehr heiß bade und relativ schmerzvolle Fußreflexzonenmassagen gewohnt bin. Um zu Entspannen und Abzuschalten ist diese Behandlung sicherlich zu empfehlen. Geboten werden eine große Auswahl an traditionellen Südtiroler Wellnesserlebnissen – unter anderem Silberquarzit-Massagen, hier ist sicherlich für jeden etwas Interessantes dabei.

Südtiroler Badln (c) Corinna Stabrawa

Priska Pföstl im Interview

Am Tag meiner Abreise hatte ich noch die Gelegenheit, mit Priska Pföstl, der Verantwortlichen für die Lebensglückseminare, Persönlichkeits- sowie Transformationscoachings und den SPA-Bereich, zu sprechen.

Corinna: Was ist so besonders am Schenna Resort und vielleicht nicht sofort ersichtlich?

Priska Pföstl: Wir sind an der Hotelrezeption von einem Kristall ausgegangen. Und diese kristalline Form findet man hier auch immer wieder, wir haben auch Kristalle in den Unterboden eingegossen. Überall in den Ecken des Hauses befinden sich richtig große Bergkristalle, welche die Energien immer wieder regenerieren, klären und wieder stärken. Wir haben auch in jedem Zimmer, in jedem Raum des Hotels geweihte Marienmedallions in den Unterboden eingegossen. Die kann man nicht sehen, vielen Menschen, die feinfühlig sind – und es werden immer mehr Menschen – sagen, man kann es im Haus fühlen.

Wo siehst du eure Aufgaben im Hotel?

Ein großes Anliegen ist für uns, den Menschen nicht nur körperlich abzuholen, ihn nicht nur als Kunde Nummer X oder Y zu sehen, sondern ihn wirklich auch in seiner Seele zu erreichen. Ihm eine Wertschätzung zu geben. Entspannung und Erholung findet in uns statt. Wir Menschen fahren in Urlaub, damit wir uns innerlich erholen können. Viele Menschen fahren in den Urlaub und sind trotzdem gestresst und können nicht abschalten.

Ich finde gezielte Meditationen und Yoga Sessions sind wirklich eine gute Möglichkeit, in ganz kurzer Zeit bei sich selbst anzukommen. Ich glaube, wenn der Rahmen gegeben ist, kann man die eigene innere Ruhe sehr schnell erreichen. So organisiere ich zum Beispiel Bewusstseins- und Transformationstage, das sind drei Tage, wo ich die Menschen begleite bei sich anzukommen, sich bewusst zu werden, was für ein Leben sie führen und wohin sie wollen, sich wirklich neu auszurichten und auch in dieses Fühlen kommen zu können. Ich mache auch Seminare für Frauen, mein Bruder bietet im Gegenzug etwas für Herren an, das ist ein Wochenendprogramm. Ich gehe ein wenig mehr in die Tiefe mit den Frauen und mein Bruder nimmt die Männer in seine Weinkellerei mit.

Wie bist du dazu gekommen?

Ich komme aus dem Gastgewerbe und für uns war immer klar, der Gast ist König. Ich war verheiratet mit einem Gastwirt, habe zwei kleine Kinder gehabt und dann ist die Beziehung auseinander gegangen und ich bin auf die Suche nach mir selbst gegangen. Schon seit 15 Jahren beschäftige ich mich ausschließlich mit diesem Thema, ich habe viele Ausbildungen gemacht – Reiki, Transformationstherapie, Mediale Ausbildung, Channeling-Ausbildung, Schwitzhüttenausbildung und begleite seit sieben Jahren Menschen auf ihrem eigenen Bewusstseinsweg. Wir sind ja meistens betriebsblind und sehen nur einen kleinen Radius von unserem Leben. Durch meine Arbeit kann ich Menschen helfen, den ganzen Radius zu sehen und zu erkennen, warum gewisse Themen präsent sind im Leben.

Wenn Menschen auf einem Tiefpunkt angelangt sind, dann suchen sie nach Licht, dann kommen genau die richtigen Menschen, die richtigen Bücher ins Leben. Du wirst bekommen was du brauchst. Damals war es für mich ziemlich dunkel, ich habe Zwillinge, die waren damals zwei Jahre alt. Ich habe alles verlassen, was mir ans Herz gewachsen ist, der Hotelbetrieb, meine Schwiegereltern, den gesamten geschützten Rahmen, den ich da hatte. Ich war damals zwölf Jahre verheiratet und habe mich ins kalte Wasser geschmissen, mit zwei kleinen Kindern, wo man oft mit einem schon genug hat. Und dann habe ich wirklich nach Licht suchen dürfen. So bin ich auch auf meinen Bewusstseinsweg gekommen. Der Weg durchs Dunkel führt einfach ins Licht.

Heute freue ich mich, Menschen dabei begleiten zu dürfen, denn ich glaube, die Arbeit kann man nur insofern gut machen, wenn man es selber auch durchlaufen hat. Ansonsten kannst du zwar über etwas sprechen, aber du kannst Menschen nicht abholen, wenn du nicht selber diese Gefühle durchlebt hast.

Worin siehst du die Zukunft eines Hotels?

Ich glaube, die Hotels der Zukunft werden auch die Krankenhäuser der Zukunft sein. Vielleicht greife ich da zu weit vor, weil heilen kann man energetisch auch, Heilung muss nicht nur in Krankenhäusern geschehen, Heilung kann auch in der Seele geschehen, es kann im Urlaub geschehen. Ich schätze die Schulmedizin sehr und benutze sie auch, wenn ich sie brauche. Aber trotzdem ist es gleich wichtig, parallel zu schauen, was kann ich für meine Gesundheit tun? Denn ansonsten bleibt man immer in einer Opferhaltung. Ich muss zum Arzt gehen. Hoffentlich bekommt dieser mich gesund. Anstatt zu sagen, ich nutze die Schuldmedizin, aber trotzdem schaue ich, was kann ich tun, wo kann ich noch weiter wachsen – in mein eigenes Heil hineinwachsen.

Das Fazit

Obwohl das Hotel einige Details noch perfektionieren könnte, ist es bereits auf bestem Wege, eine meiner Lieblingsunterkünfte zu werden. Die Atmosphäre ist sehr familiär, Probleme werden mit einem Lächeln gelöst und die Ernährung ist ausgewogen und mit traditioneller Südtiroler Kost besprenkelt.

Geeignet ist das Hotel Rosengarten für Personen, die Ruhe und Erholung suchen. Im Wellnessbereich sind Kinder erst ab 16 Jahren zugelassen, deshalb spricht es eher DINKs (double income, no kids) im Alter von 25 bis 45 Jahren an, welche sich vielleicht auch auf Selbstfindung befinden oder nach etwas Glück Ausschau halten. Bei Letzterem kann Priska Pföstl behilflich sein, und obwohl ich leider keines ihrer Seminare besuchen konnte, würde ich dies gerne nachholen.

Adresse

Schenna Resort
Alte Straße 14
39017 Schenna bei Meran
Italien

Instagram: instagram.com/schennaresort
Facebook: facebook.com/SchennaResort

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Über 30 Möglichkeiten, Eier in Rezepten zu ersetzen

Der Eierskandal in Deutschland sorgt nicht nur für leere Regale in den Supermärkten, sondern auch für Ratlosigkeit bei den Konsumenten. Wie soll ich ohne Eier kochen oder backen? Für all…

Der Eierskandal in Deutschland sorgt nicht nur für leere Regale in den Supermärkten, sondern auch für Ratlosigkeit bei den Konsumenten. Wie soll ich ohne Eier kochen oder backen? Für all jene unter uns, die vegan leben ist diese Frage leicht zu beantworten, schließlich stehen Eier genauso wie alle anderen Produkte tierischen Ursprungs nicht mehr auf dem Speiseplan. Doch auch vegan lebende Menschen kennen vermutlich nicht alle Möglichkeiten, Eier zu ersetzen.

Eier haben verschiedene Funktionen in einer Speise. Ob ein Kuchen locker und saftig werden und schön aufgehen soll, ob die Kekse mürbe werden, ob Sauce gebunden oder Teig zusammen gehalten werden soll – Eier sind Multitalente. Doch was Eier können, können viele andere Lebensmittel auch. Das Geheimnis? Man muss wissen, welche Eigenschaften der jeweilige Ersatz haben soll und schon ist kochen und backen ohne Ei keine Hexerei mehr.

Die folgenden Aufgaben können Eier in Rezepten erfüllen:

Binden: Durch das Erhitzen während des Kochen oder Backen verlieren Eier ihre flüssige Konsistenz und werden fest. So werden alle Zutaten miteinander verbunden. Auch mittels Emulsion können Zutaten gebunden werden, besondern solche, die normalerweise nur schwer zu verbinden sind wie Öl und Essig. Diese Aufgabe übernimmt Eigelb, es macht Fette wasserlöslich. Falls ein Rezept nur Eiweiß benötigt, wird dieses nicht zum Emulgieren der Zutaten genutzt. Wenn ein Rezept viel auf Wasser basierende Flüssigkeit sowie reichlich Öl oder andere Fette benötigt dient das Ei in diesem Fall als Emulgator.

Aufgehen: Diese Aufgabe können Treibmittel wie Backpulver, Natron oder Hefe übernehmen. Wenn das Rezept aber säurehaltige Inhaltsstoffe wie Buttermilch, Essig oder Zitronensaft benötigt, übernehmen Eier diese Aufgabe. Eigelb alleine unterstützt das Aufgehen nicht, da es zu viel Fett enthält.

Feuchtigkeit: In Rezepten ohne oder mit nur sehr wenig Flüssigkeit wirken Eier als Feuchtigkeitsspender. Falls in einem Rezept sehr wenig Flüssigkeit verwendet wird, sorgt das Ei vermutlich dafür, dass das fertige Produkt austrocknet. Eiweiß alleine liefert keine Feuchtigkeit.

Verdicken: Vor allem in Saucen und Pudding werden Eier für die nötige Dichte und Cremigkeit verwendet.

Farbe und Geschmack: Eigelb sorgt für die typisch gelbe Färbung von Speisen, in denen größtenteils Ei enthalten ist. Auch in einigen Nudelsorten sowie in Gebäck ist Eigelb ein Geschmacksgeber.

 

All diese Aufgaben können auch von den folgenden über 30 Lebensmitteln übernommen werden. Wer schon etwas Übung hat kann auch eine Kombination von Produkten verwenden, um unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen.

Obst und Gemüse

Diverse Obst- und Gemüsesorten können püriert als Ei-Ersatz dienen, Teig wird so sowohl gebunden als auch locker und saftig. Neben den im Anschluss erwähnten Bananen, Apfelmus, Kürbismus und Tomatenmark kann prinzipiell jede Obst- und Gemüsesorte als Ei-Ersatz dienen, es eignen sich zum Beispiel auch Zwetschgen/Pflaumen, Birne oder Mango. Wenn das jeweilige Püree einen hohen Flüssigkeitsanteil besitzt, kann bei Bedarf die restliche Flüssigkeit etwas reduziert werden. Sollte der Teig durch das Püree schwerer und fester geworden sein, kann für eine lockerere Konsistenz zusätzlich noch ein halber Teelöffel Backpulver helfen. Je nach verwendeter Menge kann der Eigengeschmack des Obstes oder Gemüses sich im Aroma des Backwerks widerspiegeln, was aber üblicherweise keinen Nachteil darstellt. Am besten lassen sich mit Obst- und Gemüsepüree bis zu drei Eier ersetzen.

Bananen

Bananen sind eine der beliebtesten Substitutionen für Eier in Süßspeisen. Ein Ei wird durch die Hälfte einer möglichst reifen Banane ersetzt, wobei die Konsistenz des Teiges beeinflusst werden kann, indem man die Banane entweder püriert oder auch nur – zum Beispiel mit einer Gabel – fein oder etwas grober zerdrückt. Geeignet ist diese Methode für Rezepte bis zu vier Eier, je mehr Bananen enthalten sind, umso stärker wird die bananige Geschmacksnote. Ein Klassiker ist das Bananenbrot, in dem die Banane nicht nur Zweitbesetzung ist, sondern äußerst erfolgreich die Hauptrolle spielt.

Apfelmus

Auch Apfelmus eignet sich als Ei-Ersatz für Süßes, die Konsistenz passt optimal zu feuchterem Teig. Zwei bis vier Esslöffel (60 bis 80 Milliliter/Gramm) entsprechen einem Ei. Im Gegensatz zu Bananen ist Apfelmus relativ geschmacksneutral, der Apfelgeschmack geht durch das Backen fast vollständig verloren. Wenn das Apfelmus gesüßt ist, kann bei Bedarf die Zuckermenge entsprechend angepasst werden. Am besten eignet sich Apfelmus für Rezepte mit bis zu zwei Eiern. Mit Apfelmus zubereitet werden zum Beispiel diese Vollwert-Chiaplätzchen.

Kürbismus

Kürbismus eignet sich sowohl für Süßigkeiten, als auch für Herzhaftes, wobei Kürbis meistens einen charakteristischen Geschmack hinterlässt. Es empfiehlt sich daher, Kürbis als Ei-Ersatz nur in Backwaren zu verwenden, deren Aroma gut mit Kürbis harmoniert. Anstelle eines Eis können wie auch bei Apfelmus zwei bis vier Esslöffel (60 bis 80 Milliliter/Gramm) weiches, gut püriertes Kürbismus verwendet werden. Wie gut Kürbis mit Schokolade harmoniert, könnt ihr mit diesen Kürbis-Brownies ausprobieren.

Tomatenmark

Für pikante Speisen kann auch ein Esslöffel Tomatenmark anstelle von Ei verwendet werden.

Stärke

Mehl oder anderes Stärkehaltiges wie Kartoffel, Reis, Semmelbrösel (Paniermehl) oder Haferflocken dienen sowohl zum Binden als auch zum Verdicken. Zusätzlich sind diese Optionen geschmacksneutral und können daher sowohl für Süßigkeiten als auch für Pikantes verwendet werden. Stärke eignet sich optimal für alle Rezepte, die einen hohen Ei-Anteil benötigen. Sollte im Rezept schon viel Flüssigkeit enthalten sein, kann das Wasser auch weglassen werden. Wenn sehr viele Eier ersetzt werden, könnte es wiederum nötig sein, den Anteil der anderen Flüssigkeiten etwas zu erhöhen. Generell gilt: Ein bis zwei Esslöffel Stärke mit zwei bis drei Esslöffel Wasser mischen um ein Ei zu ersetzen.

Stärkemehl

Stärkemehl ist unter anderem als Mondamin oder Gustin bekannt. Üblicherweise stammt der Stärkeanteil aus Weizen, es kann aber auch Mais oder Kartoffel enthalten sein.

Sojamehl

Sojamehl, in der Variante vollfett, ist eine weitere Option. Obwohl Stärkemehl generell geschmacksneutral ist, wird Sojamehl manchmal nachgesagt, trotzdem einen charakteristischen Nachgeschmack zu hinterlassen.

Maisstärke

Je ein Esslöffel Maisstärke und ein Esslöffel Wasser ersetzen ein Ei.

Kichererbsenmehl

Statt einem Ei kann ein Esslöffel Kichererbsenmehl verrührt mit zwei Esslöffel Wasser verwendet werden.

Johannisbrotkernmehl

Ein Teelöffel Johannisbrotkernmehl verrührt mit 40 Milliliter Wasser ersetzt ein Ei. Johannisbrotkernmehl bindet übrigens auch ohne dass es erhitzt wird.

Pfeilwurzelmehl

Als Ei-Ersatz nimmt man pro Ei drei Esslöffel Pfeilwurzelmehlstärke, verrührt mit einem Esslöffel Wasser.

Kartoffelpüree

In pikanten Gerichten können zwei bis drei Teelöffel Kartoffelpüree anstelle eines Eis hinzugefügt werden. Verwendet werden kann sowohl selber zubereitetes Kartoffelpüree – auch aus Süßkartoffeln -, als auch eines aus der Tüte.

Reis

Ein Ei kann auch durch zwei bis drei Teelöffel Reis ersetzt werden.

Semmelbrösel

Mit zwei bis drei Teelöffel Semmelbrösel kann jeweils ein Ei ersetzt werden.

Haferflocken

Zwei bis drei Teelöffel gekochte Haferflocken oder Schnellkoch-Haferflocken ersetzen ein Ei.

Samen

Samen eignen sich sowohl zum Binden als auch zum Emulgieren. Die Samen werden fein gemahlen, am besten in einem Mixer oder einer Küchenmaschine, da eine Kaffee- oder Gewürzmühle verkleben könnte.

Leinsamen

Ein bis zwei Esslöffel frisch gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser gemischt ersetzt ein Ei. Die Mischung muss ja nach Menge bis 30 Minuten ruhen, bis sie eine dicke, geleeartige Konsistenz hat. Fertig gemahlene Leinsamen sind nicht sehr empfehlenswert, da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Saat schnell oxidieren. Leinsamen haben einen leicht nussigen Geschmack und eignen sich deshalb besonders für herzhafteres Gebäck.

Chia-Samen

Wie auch bei Leinsamen ersetzen ein bis zwei Esslöffel frisch gemahlene Chia-Samen mit drei Esslöffeln Wasser gemischt ein Ei. Auch hier die Mischung 30 Minuten ruhen lassen, falls das Ei im Rezept als Triebmittel verwendet wird, kann nach Bedarf noch etwas Backpulver hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu Leinsamen haben Chia-Samen aber keinen Eigengeschmack.

Flohsamen

Ein bis zwei Esslöffel Flohsamen werden frisch gemahlen mit 200 Milliliter kaltem Wasser im Mixer vermischt. Die Mischung dann rund zehn Minuten ruhen lassen.

Sojaprodukte

In Sojabohnen ist wie auch in Eiern viel Lecithin enthalten, deshalb eignen sich Sojaprodukte sehr gut als Ei-Ersatz. Über Sojamehl als Ei-Ersatz ist weiter oben unter „Stärke“ zu lesen.

Tofu

Mit Tofu können Eier in Gerichten ersetzt werden, in denen diese den Großteil des Rezeptes ausmachen. Ein Ei kann durch rund 60 Gramm fein pürierten weichen Tofu, ungewürzt und nicht geräuchert, ersetzt werden. Für Rührei/Eierspeise wird fester Tofu zerbröselt und angebraten, Kala Namak – weitere Informationen dazu gibt es weiter unten unter „Gewürze“ – sorgt für den typischen Ei-Geschmack.

Seidentofu

Der weiche Seidentofu eignet sich zum Binden, als Emulgator und für Feuchtigkeit für süße als auch herzhafte Speisen. 50 bis 60 Gramm Seidentofu, cremig gerührt oder püriert, ersetzen ein Ei. Manchmal wird Seidentofu ein leichter Eigengeschmack nachgesagt, was möglicherweise auch von der verwendeten Menge abhängt.

Soja-Joghurt

Soja-Joghurt bindet den Teig und macht ihn schön saftig. Ein Ei wird gegen einen Esslöffel Soja-Joghurt ausgetauscht.

Soja-Sahne/-Schlagobers

Gebäck kann anstelle von Ei vor dem Backen mit einer Mischung aus einem Esslöffel Soja-Sahne/-Schlagobers und einem Esslöffel Öl bestrichen werden.

Soja-Sauerrahm/Saure Sahne

Ein Ei lässt sich auch mit rund 60 Gramm Soja-Sauerrahm/Saure Sahne ersetzen.

Nüsse

Nussmus

Auch mit Nussmus lässt sich Teig binden. Drei Esslöffel Mandel-, Cashew- oder Erdnussmus ersetzen ein Ei. Der Eigengeschmack ist je nach Nussart unterschiedlich, Erdnuss hinterlässt den stärksten Beigeschmack, was sich aber durchaus positiv auf das Gekochte oder Gebackene auswirken kann.

Kokosmilch

Kokosmilch ist geeignet, um dem Teig Feuchtigkeit zu geben. 60 Milliliter dienen als Ersatz für ein Ei.

Gewürze

Kurkuma

Wer Gerichten die typische Gelbfärbung von auf Eiern basierenden Speisen verleihen will, kann dies mit Hilfe von Kurkuma bewerkstelligen. Eine Prise des Gewürzes, das auch tatsächlich als Färbemittel verwendet wird, ist ausreichend – für den Geschmack kann aber natürlich auch mehr hinzugefügt werden.

Kala Namak

Wer den typischen Geschmack von Eiern mag, kann seine Speisen mit Kala Namak (auch Schwarzsalz genannt) würzen.

Backpulver und Natron

Backpulver oder Natron sorgen dafür, dass Teig aufgeht. Sie unterscheiden sich chemisch, funktionieren aber auf die gleiche Weise, wobei in Backpulver Natron enthalten ist. Natron reagiert mit den säurehaltigen Inhaltsstoffen im Rezept und setzt Kohlendioxid frei. Dadurch geht der Teig auf. Backpulver geht gleich zwei Mal doppelt auf, einmal wenn es feucht wird, ein zweites Mal wenn es erhitzt wird.

Backpulver

Backpulver ist eine vorgefertigte Mischung aus Natron, Stärke sowie einem Säuerungsmittel. Pures Backpulver eignet sich optimal als Ei-Ersatz für Rezepte, die nur ein Ei benötigen. Ein halber bis ein Teelöffel ist hier ausreichend. Für das Ersetzen von mehr als einem Ei können ein bis zwei Teelöffel Backpulver, zwei bis vier Teelöffel Wasser und ein bis zwei Teelöffel Öl – bei Bedarf noch ein bis zwei Teelöffel Mehl – vermengt werden.

Natron und Essig

Eine Alternative zu Backpulver ist Natron und Essig. Ein Ei wird hier mit einem Esslöffel Essig und einem Teelöffel Natron ersetzt. Der Essiggeschmack verflüchtigt sich komplett.

Anderes

Ei-Ersatz-Pulver

Ei-Ersatz-Pulver gibt es in verschiedenen Varianten – um Vollei zu ersetzen oder auch nur für die Substitution von Eigelb oder Eiweiß. Üblicherweise enthält dieser Ei-Ersatz in Pulverform Stärke aus Mais oder Kartoffeln sowie Mehle wie Lupinen-, Tapioka- oder Johannisbrotkernmehl. Das Pulver wird je nach Anleitung mit Wasser angerührt.

Agar-Agar

Für Rezepte, in denen nur Eiweiß benötigt wird, kann als Ersatz Agar-Agar verwendet werden. Agar-Agar ist eine Alge, die auch als Geliermittel benutzt wird und sich ähnlich wie Eiweiß aufschlagen lässt. Ein Teelöffel Agar-Agar gemischt mit einem Teelöffel Wasser ergibt den Ersatz für ein Ei. Die Mischung wird aufgeschlagen und muss dann im Kühlschrank ruhen, danach wird sie nochmals aufgeschlagen. Agar-Agar ist geschmacksneutral.

Bohnen- oder Kichererbsenwasser

Das Abtropfwasser von Bohnen oder Kichererbsen in der Dose ist ein perfekter Ersatz für Eiweiß. Es lässt sich wie Eiweiß aufschlagen und auch genauso verwenden. Beim Panieren können die Eier durch eine Mischung von Abtropfwasser und normalem Wasser ersetzt werden.

Kein Ei

Wenn die Eier im Rezept nicht als Bindemittel benötigt werden, den Teig nur luftiger machen oder ihm mehr Flüssigkeit geben sollen, kann auf die Eier auch verzichtet werden. Wenn der Teig zu trocken ist, kann man mit Wasser oder Pflanzenmilch nachhelfen.

 

Viel Erfolg beim Kochen und Backen und guten Appetit!

Vermisst ihr in dieser Auflistung ein Lebensmittel? Welchen Ei-Ersatz könnt ihr besonders empfehlen? Schreibt eure Tipps in die Kommentare!

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#1MonatVegan: Rezepte für einen veganen Monat

„Du lebst vegan? Was kannst du denn dann noch essen?“ Mag einem als vegan lebender Mensch diese Frage kurios erscheinen, so war auch ich zu Beginn meiner veganen Laufbahn etwas…

„Du lebst vegan? Was kannst du denn dann noch essen?“ Mag einem als vegan lebender Mensch diese Frage kurios erscheinen, so war auch ich zu Beginn meiner veganen Laufbahn etwas hilflos, was die rein pflanzliche Kulinarik mir denn so bieten könnte. Klar, Pasta mit Tomatensoße ist schnell und einfach gemacht, wird auf Dauer aber doch etwas eintönig. Damit euch das bei der #1MonatVegan Challenge nicht passiert, findet ihr hier ausreichend Rezepte für einen ganzen Monat.

Zuerst gibt es Basics wie Mandelmilch oder Rosinenbrötchen, die ihr als ständige Begleiter durch den Monat in eurer Küche brauchen könnt. Dann geht es auch schon los mit dem Frühstück – wer es leicht mag findet Smoothie-Rezepte, ansonsten könnt ihr unter der Woche zum Beispiel mit Bio-Ahorn-Granola in den Tag starten oder am Wochenende Blaubeer-Buchweizen-Protein-Pfannkuchen schlemmen.

Dann starten wir auch schon in den veganen Monat! Für jeden Wochentag wird ein Rezept vorgeschlagen, in der Annahme, dass nur einmal am Tag gekocht wird. Ausnahmen sind sehr leichte Rezepte wie Suppen oder Salate, hier gibt es als Ergänzung ein Dessert-Rezept. Übriggebliebenes könnt ihr am nächsten Tag zu Mittag essen, wenn ihr nicht so wie ich mittags einen – reichlichen und großen – Salat esst. Unter der Annahme, dass ihr am Wochenende mehr Zeit habt zu kochen gibt es für Samstag Rezepte für mittags und abends, am Sonntag dafür nur ein Rezept für ein Abendessen, weil Sonntag Mittag sehr oft auswärts gegessen oder gebruncht wird. Dafür habt ihr die Wahl für zwei Sonntagskuchen, die sich aber natürlich auch an jedem anderen Tag der Woche backen lassen.

Natürlich könnt ihr die Abfolge der Rezepte abändern, wie es euch beliebt. Schreckt auch nicht davor zurück, Zutaten auszutauschen, wenn ihr zum Beispiel ein bestimmtes Obstoder Gemüse gar nicht mögt. Oder ihr nutzt die Rezepte, um dem einen oder anderen bisher Ungeliebten eine neue Chance zu geben. Und wenn ihr etwas sehr lecker findet, kann es durchaus auch öfter gekocht werden – wieso auch nicht.

Jeder von euch ist außerdem herzlich dazu eingeladen, in den Kommentaren Links zu veganen Rezepten oder – bitte nru komplett veganen – Foodblogs zu hinterlassen. So gibt es einerseits weitere Alternativen zu den hier vorgestellten Rezepten, andererseits jede Menge Anregungen und Ideen für viele weitere vegane Monate.

Ich wünsche euch allen viel Erfolg bei der #1MonatVegan Challenge!

Basics

Erfrischungsgetränke
Müsliriegel

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Cracker
Mandelmilch
Matcha-Shake
Brot
Rosinenbrötchen
Süßes Apfelbrot
Rhabarber-Marmelade

Frühstück

Kiwi-Banane-Smoothie
Bananen-Kokosmilch-Smoothie
Roter Power-Smoothie mit Granatapfel

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Bio-Ahorn-Granola
Buchweizen-Porridge
Overnight Kokos-Buchweizen Parfait
Buchweizen-Kürbis-Porridge mit lauwarmem Kompott und Kakao-Nibs
Blaubeer-Buchweizen-Protein-Pfannkuchen

Partyfood

Räuchertofuschnecken
Nuss-Schokolade-Herzen
Mango-Kokos-Muffins
Kürbis-Brownies
Kürbiscupcakes mit Zitronentopping
Jede Menge Kekse
Grüne Vollwert-Chiaplätzchen
Schoko-Walnuss-Muffins

1. Woche

Samstag

Mittag: Ratatouille

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Abend: FenchelrisottoRhabarber-Pudding

Sonntag

Sonntagskuchen: Zwetschgenkuchen oder Nuss-Nougat-Kuchen

Abend: MaronisuppeJemput-Jemput

2. Woche

Montag

Abend: Französische ZwiebelsuppeBlaubeer-Buchweizen-Protein-Pfannkuchen

Dienstag

Abend: Hirse-Salat

Mittwoch

Abend: Krautstrudel

Donnerstag

Abend: Warmer Zucchinisalat

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Freitag

Abend: Kürbis-Broccoli-Curry mit Tofu

Samstag

Mittag: Sobanudeln mit grünen Bohnen und Zucchini-Mandel-Krusteln

Abend: Tibetische MomosSchoko-Bananen-Gofio-Kugeln

Sonntag

Sonntagskuchen: Blätterteig-Rhabarberkuchen oder Kokos-Bananenbrot

Abend: Marokkanischer KichererbsensalatMousse au Chocolat

3. Woche

Montag

Abend: Pasta mit Rucola-Paprika-Pesto

Dienstag

Abend: Gnocchi-Pfanne mit Champignons

Mittwoch

Abend: Sojaschnitzel Stroganoff

Donnerstag

Abend: Kürbisrisotto

Freitag

Abend: Spargel-Dinkel-Salat

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Samstag

Mittag: Kunterbunter sommerlicher Nudelsalat mit gegrillten Tomaten

Abend: Spinat-Kartoffel-MomosMochi

Sonntag

Sonntagskuchen: Kürbis-Cashew-Kuchen oder Erdbeerkuchen

Abend: Grüne Papaya SuppeSüße Momos

4. Woche

Montag

Abend: Karotten-Ingwer-SuppeGrießbrei

Dienstag

Abend: Gebratene Udon-Nudeln mit Tofu

Mittwoch

Abend: Moussaka

Donnerstag

Abend: Kürbis-Süßkartoffel-Eintopf

Freitag

Abend: Orientalische Gemüsepfanne

Samstag

Mittag: Nudelsalat

Abend: Kalte GurkensuppeMarillenknödel

Sonntag

Sonntagskuchen: Haselnuss-Bananenbrot oder Panettone

Abend: Rohveganes Menü

5. Woche

Montag

Abend: Erbsen-Kokos-SuppeFalafelbällchen mit Soja-Minz-Joghurtdip

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Dienstag

Abend: Fisolen-/Grüne Bohnen-EintopfWeihnachts-Zimt-Apfel

Mittwoch

Abend: GazpachoWassermelonen-Cashew-Salat mit Chiasamen

Donnerstag

Abend: Nudeln mit grüner Soße

Freitag

Abend: Spinat- und Brunnenkresse-Salat mit Himbeer-VinaigretteBananen-Schoko-Melt

Samstag

Mittag: Kalte Platte mit Tofu-FetaFruchtiger Chiapudding

Abend: Brot mit Hummus und Herbstlichem Aufstrich (Möhre-Kürbis-Süßkartoffel)

Sonntag:

Sonntagskuchen: Bananenbrot mit Nüssen nach Wunsch oder Rhabarberkuchen

Abend: Risotto mit Zutat nach Wunsch

6. Woche

Montag

Abend: Strudel mit Füllung nach Wunsch

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Cosa Kosmetik – Online-Shop für tierversuchsfreie Kosmetik

Zurzeit eröffnen immer mehr Online-Shops, die nachhaltige Alternativen zum gewöhnlichen Angebot anbieten. Genauso auch in der Kosmetikbranche, wo die Anzahl der Shops, die ein rein tierversuchsfreies Sortiment anbieten, stetig wächst….

Zurzeit eröffnen immer mehr Online-Shops, die nachhaltige Alternativen zum gewöhnlichen Angebot anbieten. Genauso auch in der Kosmetikbranche, wo die Anzahl der Shops, die ein rein tierversuchsfreies Sortiment anbieten, stetig wächst. So wie Cosa Kosmetik.

Zunächst einige Fakten zum Shop: Ihr findet ein bunt gefächertes Sortiment an tierversuchsfreien Kosmetikprodukten, vieles davon auch zertifizierte Naturkosmetik und/oder vegan. Cosa Kosmetik wird von zwei langjährigen Freundinnen geführt, der Shop wirkt aufgeräumt und verbreitet eine familiäre Atmosphäre, da alle geduzt werden. Der Standort liegt in Österreich, der Versand nach Deutschland hält sich aber mit fast sechs Euro wirklich im Rahmen.

Die Tierversuchsfreiheit wird unter anderem durch Peta bestätigt, zudem muss laut der beiden Gründerinnen jedes Unternehmen, dessen Produkte im Shop geführt werden, ein Dokument unterschreiben, mit dem bestimmte Kriterien eingehalten werden müssen. Im Shop habt ihr die Möglichkeit nach Kriterien wie vegan, fair oder bio zu filtern. Mir ist aufgefallen, dass der Filter noch nicht ganz funktioniert, da in der Seitenleiste immer die gleichen Marken zu sehen sind, zudem fehlt mir eine komplette Markenübersicht, da ich auch gerne nach spannenden neuen Produkten suche, die ich noch nicht kenne.

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Was noch praktisch ist: Im Suchfeld wird bei Eingabe eines Produktnamens das Produktbild mit angezeigt. Außerdem toll: Man kann als Gast bestellen und ist nicht verpflichtet, einen Account anzulegen. Super ist auch die Wunschlistenfunktion, bei der man Produkte abspeichern kann. Zudem ist die Produktbeschreibung sehr übersichtlich aufgebaut – ich sehe auf einen Blick, welche Eigenschaften ein Produkt hat oder welche Inhaltsstoffe nicht enthalten sind.

Das Sortiment reicht von Pinseln bis Make-Up Zubehör über dekorative Kosmetik hin zu Hygieneprodukten und Pflegeprodukten für den ganzen Körper sowie Haarpflege. Dazu kommen Produkte für Nagelpflege und Sonnenschutz. Der Shop führt eine Auswahl aus bekannten Marken wie benecos, I+M, GO&HOME und weniger bekannten Marken wie Nablus oder jung+schön.

Ganz toll finde ich die festen Seifen, die wiederverwendbaren Abschminkpads und die vielen veganen Sachen. Meine persönlichen Highlights: Die Marken Lamazuna, avril und BWC. Als Clou kann man auf Instagram das Angebot der Woche wählen, hierbei wird aus einigen Produkten abgestimmt, welches dann eine Woche im Shop im Angebot ist. Eine weitere Besonderheit sind die liebevollen Geschenkverpackungen, die als Bestelloption mit angeboten werden.

Nun zu den Produkten, die ich testen durfte. Cosa Kosmetik hat mir eine Cosa’s Probebox zur Verfügung gestellt. Enthalten sind vier Produkte der österreichischen Marke GO&HOME in einem Reiseset. Alle vier Produkte sind vegan, GMO-free und tragen das NATRUE-Siegel.

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Im Set findet sich das Arnica Gel, ein wohlriechendes Gel, perfekt nach dem Sport oder bei Verspannungen. Außerdem das angenehm duftende Hair&Body Wash, ein 2in1 Produkt mit einem nicht ganz optimalen Inhaltstoff (laut Codecheck enthält es ein reizendes Tensid). Als nächstes in diesem Set: Der Shave&Conditioner. Ich habe diesen noch nicht getestet, ist aber sicher ein praktisches Produkt mit doppelter Funktion. Einzig die Hand&Bodylotion fällt bei mir in dieser Reihe leider durch, da sie etwas künstlich nach Melone oder auch nach Kaugummi riecht.

In der Box enthalten war außerdem eine Zahnbürste von Hydrophil, meine erste Bambuszahnbürste (bisher hatte ich eine Wechselkopfbürste). Mir ist der Kopf etwas zu schmal und die Borsten, die bei mir relativ schnell sehr krumm werden, etwas zu weich. Dazu gab es eine Zahnpasta von benecos, diese enthält unter anderem Stevia und Aloe Vera. Leider schmeckt diese für mich viel zu süß und hinterlässt nur wenig frisches Gefühl im Mund. Dennoch bestimmt für einige interessant, da fluoridfrei. Das Produkt trägt außerdem das BDIH-Siegel.

Als letztes habe ich den Hurraw Lipbalm unscented getestet. Ganz ohne Duft ist er nicht, da man das Aroma der Kakaobutter wahrnehmen kann. Hurraw-Produkte haben immer gute Inhaltsstoffe und sind dazu raw, vegan, bio und GMO-free. Toll!

Alles in allem waren in dieser Box gute Basics von Marken, die man für gewöhnlich schon kennt. Für mich ist die Zahnbürste, die Zahnpasta und die Hand&Bodylotion leider nichts, alle anderen Produkte sind aber solide und praktische Basics. Die Box, deren Inhalt sich auch sehr gut auf Reisen eignet, war liebevoll verpackt und mit einem kleinen Gruß versehen.

Fazit: Ich mag den Shop sehr und finde vor allem das angebotene Sortiment und die Tierversuchsfreiheit sehr ansprechend. Die Box hat mir nicht ganz so gut gefallen, allerdings finde ich genügend Produkte im Shop, die ich mir bestellen würde. Sehr toll finde ich (neben den oben genannten Dingen), dass auch wiederverwendbare Produkte angeboten werden. Meine Empfehlung: Schaut bei Cosa Kosmetik vorbei!

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