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Meine Motivation hinter The bird’s new nest – Interview mit ProntoPro

Wann immer eine Anfrage für ein Interview ins Nest flattert freue ich mich sehr, denn so bietet sich die Möglichkeit, The bird’s new nest weiteren Personen vorzustellen. Ein Interview besteht…

Wann immer eine Anfrage für ein Interview ins Nest flattert freue ich mich sehr, denn so bietet sich die Möglichkeit, The bird’s new nest weiteren Personen vorzustellen. Ein Interview besteht letzten Endes zwar primär aus den gegebenen Antworten, die Richtung wird aber stark durch die gestellten Fragen vorgegeben. Deshalb habe ich mich sehr über die Fragen gefreut, die mir von ProntoPro zugesendet wurden. Denn diese gehen nicht nur in die Tiefe, sondern haben mich selber zum Nachdenken gebracht. Über meine Motivation hinter The bird’s new nest, meine Verantwortung als Blogger und meinen veganen Lebensstil.

Alle Fragen und Antworten findet ihr hier in meinem Interview mit ProntoPro. Vielen lieben Dank an ProntoPro für die interessanten Fragen!

 

Frühere Interviews durfte ich unter anderem Julia Burget, der Agentur 1min30 sowie den Online-Magazinen diezeitschrift.at und Make Yourself Move geben.

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Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik…

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik in Meer und Boden und viele weitere Nachrichten, die verdeutlichen, wie sich der Zustand unserer Erde dramatisch verschlechtert. Die Ursachen hinter den unzähligen Problemen sind vielfältig und doch haben sie alle eines gemeinsam, sie sind durch den Menschen verursacht. Immer mehr wird uns dies auch bewusst und in vielen regt sich der Wunsch, nachhaltiger zu leben.

So breit gestreut die Gründe hinter der Problematik sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ernährung, der Kauf von Kleidung, unser Haushalt, die Freizeitgestaltung, Reisen, Mobilität, Unterhaltungs-Technik und alle anderen nur denkbaren Bereiche bieten Spielraum für ein Überdenken seiner Handlungen und Kaufentscheidungen. Wo also beginnen? Und wo bekommt man die notwendigen Informationen um entscheiden zu können, was genau man verändern möchte? Natürlich, online findet man massenhaft Input. Doch gerade wenn man sich neu mit einem Thema beschäftigt kann die enorme Menge an Infos überwältigend sein und dazu führen, dass die anfängliche Motivation in Überforderung endet.

Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Was würde sich hier besser anbieten als eine Blogparade, in der wir BloggerInnen unser Wissen und unsere Leidenschaft für Nachhaltigkeit an Interessierte weitergeben? So können wir bei den ersten Schritten behilflich sein, grundlegende Informationen für die einzelnen Bereiche liefern und LeserInnen helfen, sich im Dschungel der Informationen nicht zu verirren. Egal ob ihr schon im Bereich Nachhaltigkeit bloggt oder euch nur außerhalb eures Blogs mit Nachhaltigkeit beschäftigt, ob ihr in vielen Bereichen informiert seid oder euch nur in einem sattelfest fühlt – lasst uns unsere LeserInnen für das Abenteuer Nachhaltigkeit begeistern!

Sämtliche Beiträge der Blogparade werden auf unserer Facebook-Seite gefeatured und von unserer Seite aus verlinkt. Du bist BloggerIn und möchtest an der Blogparade teilnehmen? Dann trete bitte folgender Facebook-Gruppe bei, hier wird alles organisiert: Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

The adventure begins!

 

Habt ihr Themenwünsche,  -ideen oder erste Fragen zur Blogparade? Postet sie einfach in die Kommentare!

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Unser neuer Partner: Calmterra – Wenn nur Natur im Spiel ist

Wir freuen uns sehr, unsere erste Unternehmens-Partnerschaft ankündigen zu können und möchten euch unseren Partner vorstellen: Das Familienunternehmen Calmterra*. Hinter Calmterra steht eine Familie aus Walding im oberösterreichischen Mühlviertel –…

Wir freuen uns sehr, unsere erste Unternehmens-Partnerschaft ankündigen zu können und möchten euch unseren Partner vorstellen: Das Familienunternehmen Calmterra*. Hinter Calmterra steht eine Familie aus Walding im oberösterreichischen Mühlviertel – die Eltern Claudia und Michael, deren Tochter Alexandra und ihr Mann Lukas. Vereint nicht nur durch ihre familiären Bande, sondern auch durch ihre Liebe zur Natur.

Gemeinsam wurde von ihnen der Calmterra Online-Shop* gegründet in dem ausgewählte Kosmetik und Lebensmittel zu finden sind, die liebevoll und sorgfältig von der Familie ausgewählt werden. Das Sortiment von Calmterra umfasst Bio-Superfood, Bio- und Naturkosmetik, spezielle hochpolyphenolische Olivenöle mit Gesundheitszertifikaten, Bio-Massagekerzen, handgemachte Delikatessen und einiges mehr – der Großteil davon vegan.

Im Naturkosmetik-Bereich findet ihr Produkte der Marken BIOSelect*, Qamaré*, stuwa* und HautSinn*, für Food die Marken Milestone*, The Governor*, Divinus*, Berlin Organics*, Botano* sowie die selber produzierten Olivenblätter* und Bio-Zistrose* sowie weitere Produkte für Zuhause*.

Warum eine Partnerschaft?

Uns ist es sehr wichtig, mit The bird’s new nest kleinere nachhaltige Unternehmen zu unterstützen. Aufgrund unseres jahrelangen Kontaktes mit EinzelunternehmerInnen sowie kleineren Firmen wissen wir, wie schwer es für diese ist, gegen das Marketingbudget und die Marktmacht größerer Konkurrenten zu bestehen. Auf The bird’s new nest werdet ihr prinzipiell keine Kooperationen mit Marken sehen, die nicht-nachhaltige Mutterkonzerne im Hintergrund haben, genauso wenig wie mit Unternehmen, die nur Greenwashing betreiben und in der Realität wie ein konventionelles Unternehmen agieren.

Partnerschaften bieten die Möglichkeit, unsere Partner vor den Vorhang zu holen, im Gegenzug bekommen wir beim Kauf über einen der von unserer Seite weg gesetzten Links einen Teil des Kaufpreises – quasi als Vermittlungsprovision. Der Preis des Produktes ändert sich für euch dadurch natürlich nicht. Sämtliche Einnahmen, die wir durch unsere Partnerschaften lukrieren, fließen wieder direkt in The bird’s new nest. Zum Beispiel in ein Upgrade unserer Server-Infrastruktur, mit der wir euch zukünftig eine noch bessere technische Basis bieten wollen.

Was bringt euch diese Kooperation?

Natürlich soll die Zusammenarbeit auch euch Vorteile bringen. Einerseits erfahrt ihr so von nachhaltigen Unternehmen und Produkten, die ihr sonst möglicherweise nicht kennen gelernt hättet und könnt diese direkt unterstützen. Andererseits bringen alle zukünftigen Verbesserungen an The bird’s new nest euch direkt eine bessere User Experience, wie man heutzutage so schön sagt. Des weiteren erwarten euch regelmäßige Give-Aways mit ausgewählten veganen und nachhaltigen Produkten aus dem Sortiment von Calmterra. Und last, but not least natürlich auch Promocodes mit Rabatten für euren Einkauf von bis zu minus 20 Prozent auf den gesamten Einkauf.

Willkommen bei The bird’s new nest, Calmterra!

 

* Affiliate-Link: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn ihr auf so einen Verweislink klickt und über diesen Link einkauft, bekommt The bird’s new nest von eurem Einkauf eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht. Sämtliche Einnahmen werden wieder direkt in The bird’s new nest investiert. Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Vegan und alternativ – Reiseführer für ein Wochenende in Paris

Vive la vie! Paris an einem Wochenende bietet so viele Möglichkeiten, dass man sich schon vor der Reise überlegen sollte, was man gerne ansehen und besuchen möchte. Ich habe bei diesem…

Vive la vie! Paris an einem Wochenende bietet so viele Möglichkeiten, dass man sich schon vor der Reise überlegen sollte, was man gerne ansehen und besuchen möchte. Ich habe bei diesem Wochenendtrip den Schwerpunkt auf vegan und alternativ gelegt: Eine Mischung aus Sehenswürdigkeiten, veganen Imbissen und Cafés sowie eher Kuriosem.

Zu Beginn aber zuerst ein paar Tipps für eure Reise. Wenn ihr mit dem Zug anreist, könnt ihr am einfachsten direkt über die TGV-Seite buchen. Bei einem knappen Zeitbudget lohnt es sich, die Reise vom Ankunftsort weg zu planen. (Achtung: In Paris gibt es mehrere Bahnhöfe!) Bei Hotels checkt nicht nur die Rezensionen auf der Buchungsseite, sondern auch die Bewertungen auf Google. Manchmal ist die Buchung direkt auf der Homepage des Hotels günstiger. Solltet ihr das Leitungswasser im Hotel trinken wollen, fragt am besten vorher direkt nach, ob das Leitungswasser trinkbar ist, dies ist je nach Unterkunft verschieden. In Kombination damit kann auch angefragt werden, welche Umgebungen man aufgrund von Demonstrationen oder ähnlichem zu eurem Besuchszeitpunkt meiden sollte. So seid ihr vor Überraschungen dieser Art sicher.

Solltet ihr in Paris auch etwas einkaufen wollen, zahlt es sich aus zu recherchieren, welche Produkte es dort günstiger gibt. Das kann unter anderem bei Waren, die aus Frankreich importiert werden, der Fall sein. Beispielsweise französische Naturkosmetik-Marken, Bücher, Comics – die Franzosen haben eine berühmte vielfältige Comicszene – oder Lebensmittel. Hilfreich ist auch, vorher die französischen Kleidergrößen nachzusehen – üblicherweise immer eine Größe mehr als bei uns angegeben, also statt 38 muss dann 40 gewählt werden – und sich ein paar Vokabeln anzueignen, denn die französische Bevölkerung hat es sehr gerne, wenn man zumindest versucht ein Gespräch in der Landessprache zu beginnen. Habt ihr euch auf ein paar Sehenswürdigkeiten, Museen, Theater, Oper oder Veranstaltungen (Konzerte, Führungen, Feste, Flohmärkte…) festgelegt, dann überlegt euch am besten eine grobe Route und seht euch die Öffnungszeiten und Preise an.

Meine Planung für mein Pariswochenende im April 2019 war eine Tour vom Louvre, der berühmten Glaspyramide mit Kunstmuseum, zum Arc de Triomphe, einige Brücken und das Forum Les Halles, ein schöner Platz mit riesigem Einkaufszentrum. Es lohnt sich aber auch, einfach nur durch die Straßen, Gassen und an der Seine entlang zu schlendern. Die bekanntesten Attraktionen, insbesondere die Bauwerke, erreicht man gut zu Fuß. Für weitere Wege gibt es neben den öffentlichen Verkehrsmitteln auch die Möglichkeit, Elektroroller zu mieten.

Neben diesen Plänen habe ich mich für einen Besuch einer Ausstellung zum Thema „La Lune“ (der Mond) im Grand Palais, einem sehenswerten Ausstellungsgebäude, entschieden. Achtung: Bis zum 25. Lebensjahr zahlt man in vielen Museen oft weniger oder keinen Eintritt. Unterwegs auf der „Avenue des Champs-Élysées“ war mein Ziel „Rivoli 59“, ein buntes, verrücktes Künstlerhaus in der Rue Rivoli mit mehreren Stockwerken. Hier kann man die aktuellen Werke und das Schaffen der KünstlerInnen direkt in ihren Ateliers beobachten.

Im Rivoli 59

Aber auch Street Art-Fans kommen auf ihre Kosten. Diese Kunstform aus zumeist Mosaik oder Papier an Wänden thematisiert oftmals kritisch gesellschaftliche Zustände und wird auch in Galerien ausgestellt.

Street Art in Paris

Paris ist aber mittlerweile auch Vorläufer in Sachen Biomarkt, veganen und rohköstlichen Imbissen und Cafés. Biomärkte gibt es an fast jeder Ecke, mir haben zwei besonders gut gefallen. Einmal My Bio Delicious in der Rue Rivoli 91 sowie Biocoop Dada Paradis in der Rue Paradis 36. In beiden gab es eine große Auswahl an Marken, die bei uns noch unbekannt oder nicht verfügbar sind. Und natürlich viele leckere Köstlichkeiten, davon einiges vegan. Bei My Bio Delicious gibt es auch die Möglichkeit, im Sitzen einen Imbiss zu sich zu nehmen. So ziemlich jeder Bioladen von Naturalia bis Biocoop hat Unverpackt-Spender mit Nüssen, Müsli oder Trockenfrüchten im Angebot.

Paris ist eine Veggie-freundliche Stadt

Wer vegan essen möchte, kann an jedem beliebigen Standort „vegan“ bei Google Maps eingeben und bekommt Vorschläge für vegane Restaurants, Imbisse oder Cafés. Ich kann folgende davon wärmstens empfehlen: Cloud Cakes (Rue Mandar 6), ein Himmel aus veganen Köstlichkeiten in Bio-Qualität – seht euch die Auswahl am unteren Bild an! Das Lokal ist relativ klein, man kann sich die Leckereien aber auch in einer Pappbox mitgeben lassen.

Bei Cloud Cakes

Le Potager de Charlotte (Rue de la Tour d’Avergne 12) ist höherpreisig, hat aber wirklich tolle, kreative und leckere Küche und das komplett pflanzlich. Ich habe dort Kichererbsenpfannkuchen mit Cashewcreme gegessen und einen Smoothie aus Waldbeeren getrunken. Ein komplett veganes Sortiment gibt es auch im Supermarkt Un Monde Vegan (Rue Notre Dame de Nazareth 64). Rohköstlich ist das Angebot von Wild & Moon, von dieser Kette gibt es gleich sechs Lokalitäten in der französischen Hauptstadt (zum Beispiel in der Rue des Gravilliers 25). Hier findet ihr außergewöhnliche Kaffeekreationen mit Superfoods und pflanzliche Küche. Lecker und hip!

Wer gerne Second Hand shoppt, der kommt bei den vielen Filialen – sechs Mal in Paris – von Mad Vintage ganz auf seine Kosten, mit tollen Vintage-Schätze und Hipsterkram.

Zum Abschluss bleibt zu sagen: Vergesst nicht, eure Kamera zu laden, nehmt euch gutes Schuhwerk mit und startet bei Bedarf bei einem der Tourismus-Infopoints. À bientôt à Paris!

 

Was hat euch in Paris besonders gut gefallen? Habt ihr weitere Tipps für einen veganen und alternativen Kurzbesuch in der französischen Hauptstadt?

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Fashion Revolution Day – Stundenlohn unter einem Euro, zu Hause in der Produktionshalle

Spätestens seit dem Unglück am 24. April 2013, als die Textilfabrik Rana Plaza in der Nähe von Dhaka in Bangladesch einstürzte, haben wir alle von den schlechten Arbeitsbedingungen in der…

Spätestens seit dem Unglück am 24. April 2013, als die Textilfabrik Rana Plaza in der Nähe von Dhaka in Bangladesch einstürzte, haben wir alle von den schlechten Arbeitsbedingungen in der Modebranche erfahren. 1.138 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 2.500 wurden verletzt. Einen Tag zuvor wurde die Fabrik wegen schwerer Baumängel polizeilich gesperrt. Dennoch wurden mehr als 3.000 Menschen von den Fabrikbetreibern gezwungen ihre Arbeit aufzunehmen. Um neun Uhr stürzte das Gebäude ein.

Ein paar Monate davor brach ein Feuer in einer Textilfabrik in Pakistan aus. Dabei kamen rund 300 Menschen ums Leben. Anfang diesen Jahres begann der Prozess gegen den Textildiscounter KiK in Deutschland, der in dieser Textilfabrik produzierte. Die Klage könnte allerdings wegen Verjährung abgewiesen werden. 2017 explodierte ein Boiler in einer Textilfabrik in Bangladesch. Dabei starben 13 Menschen, mehr als 50 wurden schwer verletzt.

Who made my clothes?

Der 24. April ist seit 2014 zum Fashion Revolution Day geworden, der Gedenktag an die Opfer dieses Unglücks. Weltweit haben sich in knapp 100 Ländern Menschen zusammengefunden, die Konsumenten und Modewelt wachrütteln und auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen in diesen Textilfabriken aufmerksam machen wollen.

Das Rana Plaza-Gebäude (Bild: Solidarity Center)

Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung wird im asiatischen Raum produziert. Zweitgrößtes Exportland – nach China – ist Bangladesch mit rund 7.000 Textilfabriken, in denen unsere Kleidung produziert wird. Die Arbeitsbedingungen in diesen Ländern sind verheerend, 70 Stunden Wochen keine Seltenheit. Der monatliche Mindestlohn wurde nach dem Unglück von Rana Plaza zwar auf 5.300 Taka (ca. 55 Euro) erhöht, große Unternehmen wollen allerdings nur bedingt mehr zahlen. Schließlich würde dann der Preis eines T-Shirts im Verkauf um ein oder zwei Euro steigen. Ein Euro, der für die Näherinnen viel bedeuten und uns Konsumenten nicht schaden würde. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Einkaufspreise sinken für die Auftraggeber und die Mode bleibt für den Konsumenten weiterhin günstig.

Seit kurzem existiert die sehr interessante Karte „Mapped in Bangladesch“ auf der Bekleidungsfabriken in Bangladesch angezeigt werden, inklusive der Information, für welche Marken sie produzieren, wohin sie exportieren, wie viel Prozent Frauen in der Fabrik arbeiten und vieles weitere.

Made in Europe

Nach dem großen Unglück in 2013 wandern immer mehr Auftraggeber nach Europa zurück. Viele Unternehmen rühmen sich damit, in Europa zu produzieren. „Made in Europe“ hört sich natürlich immer besser an als „Made in Bangladesch“. Und schließlich herrschen in Europa faire und soziale Arbeitsbedingungen. Oder doch nicht? Die Clean Clothes Campaign hat einen umfassenden Bericht über die Sweatshops Europas erstellt.

Die Arbeitsbedingungen in diesen sind vergleichbar mit denen im asiatischen Raum – menschenunwürdig und existenzbedrohend! So ist zum Beispiel der gesetzliche Mindestlohn in Bulgarien, Mazedonien und Rumänien niedriger als in China. In Moldawien und in der Ukraine liegt er sogar unter dem gesetzlichen Mindestlohn von Indonesien. Und selbst der gesetzliche Mindestlohn wird oft nicht bezahlt. Laut befragten Arbeitern in Ungarn beträgt der niedrigste Nettolohn inklusive Überstunden und Zuschlägen 197 Euro im Monat. Knapp 50 Euro weniger als das Gesetz vorgibt.

In den Sweatshops Europas wird für die unterschiedlichsten Firmen produziert. Auftraggeber sind allerdings nicht nur Fast Fashion Labels wie H&M, C&A, Zara und Mango, auch hochpreisige Designermarken wie Gucci, Dolce&Gabbana, Louis Vuitton und Versace lassen in Süd-Osteuropa produzieren. Doch egal für welche Marke schlussendlich genäht wird, die Arbeitsbedingungen sind immer dieselben und die Stimmen der Arbeiter sind eindeutig:

„Ich habe der Vorgesetzten gesagt, ich könne an dieser Maschine nicht atmen. Es seien bereits 30 Grad in der Fabrik, und wenn wir diese Maschine bedienen, würde es noch viel heißer. Da nahm sie das heiße Abluftrohr der Maschine, richtete es auf die Gesichter von mir und meiner Kollegin und sagte: ˏDas ist euer Problem, und wenn ihr damit nicht zurechtkommt, gibt es genug Leute, die darauf warten, euren Platz einzunehmen!´“  

Aus der Ukraine hört man: „Meine Familie muss für Elektrizität und Wasser monatlich 86 Euro bezahlen [das entspricht dem gesetzlichen Mindestlohn und dem Standardlohn].“

Ein weiterer Grund für die Produktion in Europa ist Zeit. Fast Fashion Labels wie zum Beispiel H&M und Zara bringen bis zu 24 Kollektionen im Jahr auf den Markt. Sie wollen immer schneller immer mehr Kleidung in die Läden im Westen bringen. Das funktioniert natürlich mit einer nahen Produktionsstätte am besten. Im Vergleich zu den Transportwegen von Asien mit rund vier Wochen, brauchen die Stücke von Osteuropa nur ein bis drei Tage in die Läden.

Pronto Moda – Fast Fashion made in Italy

Was hört sich noch besser an als „Made in Europe“? Richtig, „Made in Italy“! Ihr kennt doch bestimmt diese Shops, in denen groß angekündigt wird „Mode aus Italien zu günstigen Preisen“. Da kann doch was nicht stimmen!

Im Zentrum der „pronto moda“ steht die Stadt Prato kurz vor Florenz. Prato war schon im Spätmittelalter für seinen Textilhandel bekannt. Das „Lumpenzentrum Europas“, wie man die Stadt auch nannte, war ein wichtiges Einwanderungsgebiert für Italiener aus dem Süden. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Prato zu einer Industriestadt mit Schwerpunkt Stoffherstellung. Durch die Finanzkrise 2008 mussten viele italienische Stoffproduzenten schließen. Einwanderer gibt es seit den 90ern trotzdem viele. Diesmal kommen die Menschen allerdings aus China. Chinesische Hilfsarbeiter arbeiten viel und sie arbeiten schnell, heißt es. Laut der italienischen Wirtschaftsjournalistin Silvia Pieraccini, produzieren die chinesischen Betriebe in Prato jeden Tag rund eine Million Kleidungsstücke. Im Industrieviertel der Stadt gibt es fast 5.000 gemeldete Betriebe. Der Großteil davon Textilunternehmen.

Die Arbeitsbedingungen sind mit denen in den Textilfabriken in Bangladesch zu vergleichen. Viele Chinesen arbeiten und leben an einem Ort – in der Produktionshalle. Ein 18-Stunden-Tag und ein Einkommen von einem Euro pro Stunde oder weniger ist keine Seltenheit. Und auch dort kam es im Dezember 2013 zu einem Brand in einer Textilfabrik, wo sieben Menschen starben.

Greenwashing – Wie sich die Großen reinwaschen wollen

Dass der Trend zu Nachhaltigkeit in der Modebranche immer stärker wird, merkt man auch bei den großen Konzernen. H&M kennzeichnet seine „nachhaltigere“ Kollektion mit seinem CONSCIOUS-Siegel, C&A seine „nachhaltigeren“ Stücke mit „WearTheChange“. Bio-Baumwolle und recycelte Materialien hören sich zwar toll an, aber werden die Näherinnen und Näher, die diese Stücke produzieren, dann auch besser bezahlt? 2013 kündigte der schwedische Modekonzern an, dass 850.000 ArbeiterInnen in seinen Zulieferfabriken bis 2018 ein existenzsichernder Lohn bezahlt werde. Die Zeit ist abgelaufen, doch es werden weiterhin nur Armutslöhne gezahlt.

Mit dem Slogan „Turn around, H&M“ erinnerte eine Gruppe von AktivistInnen der Clean Clothes Kampagne in Stockholm die TeilnehmerInnen der Jahreshauptversammlung von H&M am 8. Mai 2018 daran, dass die 2,6 Mrd. USD Gewinn mehr als genug sind, um den Skandal mit den Hungerlöhnen in den Fabriken sofort zu beenden. (Bild: CCC)

Wenn man sich die Informationen auf deren Websites durchliest, fällt der Begriff „nachhaltiger“ sehr oft. Die Unternehmen wollen in Zukunft mehr auf „nachhaltigere“ Materialien und „nachhaltigere“ Produktionsbedingungen setzen. Zwischen „nachhaltiger“ und „nachhaltig“ ist dennoch ein großer Unterschied. Die Materialien sind nachhaltiger als zuvor, was nicht schwierig ist, die Produktionsbedingungen sind auch nachhaltiger als zuvor, was erst recht keine Herausforderung darstellen sollte. Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. An Glaubwürdigkeit fehlt es dennoch. Nicht zuletzt, weil diese Unternehmen eigene Siegel verwenden, die sich nach ihren eigenen Standards richten und ihre eigene Definition von Nachhaltigkeit haben.

It’s Time for a Fashion Revolution

Rana Plaza hat die Modeindustrie geprägt. Viele Konsumenten stellen sich und der Modewelt am Fashion Revolution Day die bekannte Frage „Who made my clothes?“. Dennoch gibt es noch genug Menschen, die sich keine Gedanken darüber machen, wer, wie und wo ihre Kleidung hergestellt wurde und für die Kleidung ein Wegwerfprodukt geworden ist. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie viel Arbeit hinter einem Kleid steckt. Wie auch, wenn ein Kleid oft keine 20 Euro kostet? Was sind schon 20 Euro? Zwei Mal tragen, dann weg damit.

Ich lasse als Modedesignerin von Anfang an meine Kollektionen unter fairen und sozialen Arbeitsbedingungen in einer sozialökonomischen Schneiderei in Wien produzieren. Die Augen werden dann oft sehr groß, wenn neue Kundinnen erfahren, dass meine Stücke in Österreich produziert werden. Ein Ding der Unmöglichkeit? Im Gegenteil! Als ich mein Label gegründet habe, kam mir gar nicht erst der Gedanke irgendwo im Ausland zu produzieren. Seit die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilbranche verstärkt ans Tageslicht gerückt sind, lege ich noch mehr Wert darauf, meinen Kunden und meinen Mitmenschen klar zu machen, dass es so nicht weitergehen kann und dass es sehr wohl möglich ist, unter fairen, nachhaltigen und sozialen Bedingungen Kleidung herzustellen.

Wenn es kleine Modelabels schaffen, warum schaffen es dann die Großen nicht?

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Ich lebe vegan, bin ich extrem?

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“. Es…

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass das Wort „extrem“ in diesem Kontext etwas negatives bedeutet und nicht etwa „extrem super“. Doch was heißt extrem eigentlich? Per Definition bedeutet extrem „bis an die äußerste Grenze gehend“, gemeint kann aber auch sein „aus dem Rahmen fallend“ oder „ausgefallen“. Dem kann ich nicht widersprechen. Denn Veganismus ist – obwohl in den letzten Jahren zu größerer Bekanntheit gelangt – immer noch ein ausgefallener Lebensstil. Ein Extremist wiederum ist per definitionem ein radikal eingestellter Mensch. Und tatsächlich habe ich das Wort radikal auch schon in Zusammenhang mit Veganismus gehört. Ist man also als vegan lebender Mensch automatisch ein Extremist?

Als ich zur Vegetarierin wurde

Dazu ein wenig zu meiner Geschichte: Im Alter von 17 Jahren (ich bin mittlerweile fast 40 – die Zeit vergeht einfach wahnsinnig schnell) habe ich mich dazu entschlossen, vegetarisch zu leben. Kein Tier – so meine damalige Erkenntnis – möchte sterben, genauso wenig wie wir Menschen. Und nachdem es anscheinend ohne Probleme möglich war, vegetarisch zu leben, habe ich dies zum großen Entsetzen meiner Eltern beschlossen. Vor allem mein Vater war damals überzeugt davon, dass Fleisch für einen gesunden Lebensstil absolut notwendig ist und wollte mich mittels Büchern und Zeitungsausschnitten vom Gegenteil überzeugen. In meiner Schulklasse im Gymnasium kam es zu heftigen Diskussionen, vor allem mit SchülerInnen, deren Eltern in Jobs arbeiteten, die mit der Fleischproduktion zu tun hatten. Fand mich damals mein Umfeld extrem? Vermutlich.

Mittlerweile löst man mit der Entscheidung Vegetarier zu werden kaum mehr einen Skandal aus. Die WHO empfiehlt vom Konsum roten Fleisches abzusehen und auch sonst nicht mehr als ein oder zwei Mal die Woche Fleisch zu essen. Meine Hausärztin empfiehlt ihren PatientInnen generell eine vegetarische Ernährung. Und mein Vater? Der ist heute über 80 und, nachdem er vor einigen Jahren fast an Altersdiabetes gestorben wäre, nun selber Vegetarier.

Seit langer Zeit kaufe ich außerdem nur Produkte aus biologischem Anbau. Diese Kaufentscheidung hat eher geringen Skandalfaktor, oft hört man nur „das wäre mir zu teuer“ oder man wird für leichtgläubig gehalten weil fälschlicherweise behauptet wird, dass „da ja eh überall immer dasselbe drin ist“.  Für einen Extremisten-Status hat bio aber kein Potenzial.

Vom Vegetarier zum Veganer

Meiner Entscheidung vegan zu leben ging ein größerer Schock voraus. So wurde ich auf Facebook informiert, dass ich als Vegetarier die Ei- und Milchproduktion unterstützen würde und diese um nichts besser sei als die Fleischproduktion. Ich konnte das nicht nachvollziehen, habe es angezweifelt und selber recherchiert. Und kam zu dem unerfreulichen Ergebnis, dass diese Behauptungen korrekt sind. Jahrelang war ich dem Irrglauben aufgesessen, dass mein Lebensstil Tieren nicht schadet. Die Enttäuschung über meine Fehlinformation – die durchaus effizient durch geschicktes Marketing verbreitet wird – war immens.

Die Konsequenz erschien mir logisch: Dann ab jetzt eben vegan. Die Umstellung gestaltete sich deutlich schwerer als die auf vegetarisch, da es damals nur einen Bruchteil der Informationen und Produkte gab, die heutzutage verfügbar sind. Doch nach ein paar Anläufen kann ich nach nun mittlerweile fünf Jahren sagen, dass ich heute nicht mehr so ganz nachvollziehen kann, was genau mir so schwer gefallen ist.

Bin ich ein Extremist?

Fühle ich mich extrem oder extremistisch? Keineswegs, ich habe einzig und alleine für mich entschlossen, auf Tierprodukte zu verzichten. Diese sind aber mit unserem Alltag und unserer Kultur so stark verwoben, dass es extrem scheinen mag, auf sie zu verzichten. Warum ist die Reaktion bei Veganismus aber so heftig im Gegensatz zu anderen Lebensstilen wie Vegetarismus, Zero Waste, Minimalismus oder solchen, die mit Nachhaltigkeit gar nichts zu tun haben?

Liegt es daran, dass VeganerInnen ihre Überzeugung manchmal sehr kompromisslos an Mann oder Frau bringen? Nun, Pelzgegner sind durchaus auch oft sehr deutlich in ihrer Meinung, aber jemanden, der auf Pelz verzichtet würde man trotzdem nicht als extrem bezeichnen. Wir kennen schließlich fast alle die grausamen Umstände der Pelzproduktion und wissen wie einfach es ist, sich einen warmen Wintermantel zu kaufen, der ganz ohne Pelz auskommt.

Oder liegt es vielleicht daran, dass Veganismus als ungesund empfunden wird? Wenn jemand täglich mehrmals Fleisch isst, wird das meist auch als ungesund eingestuft. Aber extrem? Als extrem wird es üblicherweise erst dann bezeichnet, wenn jemand jenseits der 300 Kilogramm wiegt.

Ist Veganismus zu kompliziert? Die Umstellung ist sicher nicht einfach, aber auch zuckerfrei zu leben kann durchaus eine Herausforderung sein, doch diese Ernährungsform wird wiederum nicht als extrem gesehen. Was ist es denn aber nun, das mich als Veganer extrem macht? Dass man auf etwas verzichtet, wenn es nicht unbedingt sein muss? Oder dass man anderen Lebewesen wenn irgendwie möglich nicht schaden möchte?

Nicht extrem, sondern konsequent

Ich frage einmal nach, als sich die Gelegenheit ergibt: „Was macht denn vegan extrem?“ Als Antwort bekomme ich: „Darüber möchte ich nicht diskutieren und du könntest mich so oder so nicht überzeugen.“ Nun bin ich tatsächlich extrem – extrem enttäuscht, denn mit diesen oder ähnlichen Erwiderungen, die ich bis dato auf meine Frage gehört habe, kann ich nicht viel anfangen. Etwas habe ich aber mittlerweile gelernt. Wenn jemand erfährt, dass ich vegan lebe und mich als extrem oder radikal bezeichnet, antworte ich folgendes: „Ich bin nicht extrem oder radikal, ich bin konsequent und das aus Überzeugung.“

Meine Vermutung ist, dass Dinge als extrem empfunden werden, solange man nichts oder kaum etwas mit ihnen zu tun hat. Die Erkenntnis kommt, wenn auch manchmal langsam. „Du bist ja trotzdem nett, obwohl du Veganer bist.“ höre ich dann. Oder: „Für einen veganen Kuchen schmeckt der aber ziemlich gut.“ Extrem gut möchte ich zustimmen, verkneife es mir aber.

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Der wahre Fashion Victim: Wie unsere Kleidung die Umwelt zerstört

Das Thema Umweltverschmutzung und Klimawandel ist in aller Munde. Auch Dank der jungen Greta Thunberg, die wöchentlich für eine bessere Zukunft streikt und weltweit andere Jugendliche motiviert, sich ihr anzuschließen. Obwohl…

Das Thema Umweltverschmutzung und Klimawandel ist in aller Munde. Auch Dank der jungen Greta Thunberg, die wöchentlich für eine bessere Zukunft streikt und weltweit andere Jugendliche motiviert, sich ihr anzuschließen. Obwohl wir die erste Generation sind, die den Klimawandel am eigenen Leib spürt und möglicherweise die letzte sein wird, die alles noch stoppen kann, tragen viele von uns noch Scheuklappen und empfinden den Klimawandel als sehr weit entfernt oder als gar nicht vorhanden. Doch er ist pure Realität.

Ich habe mich mit diesem Thema in den letzten Wochen viel beschäftigt. Nicht zuletzt, weil ich selber in einer Branche arbeite, die als eine der größten Umweltverschmutzer auf unserem Planeten gilt. Ich habe mir Dokumentationen angesehen und Artikel gelesen, was meistens mit Tränen in den Augen endete und ich für mich zur Erkenntnis kam: Wir MÜSSEN etwas ändern!

Wieso zerstört unsere Kleidung die Umwelt?

Wenn man die Worte „Umweltverschmutzung“ und „Klimawandel“ hört, sehen die meisten von uns rauchende Erdölfabriken, abgeholzte Regenwälder und verschmutzte Meere vor ihrem inneren Auge – das bewegt viele Menschen dazu, nach- und umdenken. Meist beginnt man beim Lebensmittelkauf. Lieber regional, saisonal und auf Bio-Lebensmittel zurückgreifen als auf mit Antibiotika vollgestopftes Fleisch für zwei Euro das Kilogramm. Das ist in fast allen Köpfen angekommen. Wenn es allerdings um das Konsumverhalten bei Bekleidung geht, denken die wenigsten daran, dass sie auch hier die Umwelt beeinflussen. Aber was hat Mode mit Umweltverschmutzung und Klimawandel zu tun, fragt ihr euch jetzt? Sehr viel. Viel zu viel sogar! Die Textilindustrie ist, wie schon erwähnt, einer der größten Umweltverschmutzer der Erde.

Das Problem Polyester

Einer der schädlichsten Faktoren in der Mode ist Polyester. In mehr als 60 Prozent unserer Kleidung steckt das auf Erdöl basierende Material. Das Problem bei dieser Faser ist nicht nur, dass sie nicht biologisch abbaubar ist, bei jedem Waschgang löst sich außerdem Mikroplastik in Form von Partikeln oder Fasern und gelangt ins Abwasser und danach in Flüsse und Meere. Da diese Fasern so klein sind, können Kläranlagen diese auch nicht herausfiltern und so enden Unmengen an Mikroplastik in unserer Umwelt. Laut Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN landen jährlich ungefähr 1,5 Millionen Tonnen Mikroplastik im Meer. Zwei Drittel davon aus unserer Kleidung.

Baumwolle? Bitte nur aus biologischem Anbau!

Auch Baumwolle ist ein beliebtes Material für Bekleidung. Doch auch das ist – im konventionellen Bereich – mit Vorsicht zu genießen. Bei der konventionellen Baumwollproduktion werden reichlich Pestizide und Düngemittel auf den Feldern eingesetzt, die wiederum in die Böden gelangen, was für Tiere und Umwelt gefährlich ist und auch den Menschen bei der Baumwollernte gesundheitlichen Schaden zufügt. Dazu kommt der enorme Wasserverbrauch, der unter anderem zum Austrocknen des Aralsees führte. Für ein Kilo Baumwolle werden durchschnittlich 11.000 Liter Wasser bis zur Ernte verbraucht.

Bei Bio-Baumwolle sieht das schon ganz anders aus. Beim Anbau dieser dürfen keine giftigen Chemikalien und keine schädlichen Düngemittel verwendet werden. Auch der Wasserverbrauch ist deutlich geringer, da die Pflanzen auf einer dickeren Humusschicht angebaut werden, die mehr Wasser speichern kann.

Gefährliche Chemikalien im Produktionsprozess

Der nächste Schritt ist die Färbung der Stoffe. Auch dabei kommen Chemiecocktails giftiger Substanzen zum Einsatz, die oft ungefiltert direkt in die Gewässer der Produktionsländer gelangen und dabei deren Trinkwasser verunreinigen. Mittlerweile sind über zwei Drittel der chinesischen Gewässer als verschmutzt klassifiziert. Grund dafür sind die zu schwachen Umweltauflagen. Auf dem Titelbild dieses Artikels ist ein Fluss im Herzen der chinesischen Textilindustrie zu sehen, Qiantang in Xiaoahen. Die starke Verschmutzung des Wassers ist die Folge der Kleidungsproduktion unter anderem zahlreicher internationaler Fashion-Labels. Am unteren Bild seht ihr den Fluss Tullahan, der zwischen den Städten Caloocan und Valenzuela fließt. Dieser ist von lilafarbenen Schaum bedeckt, der aus unbekannten Quellen in den Fluss gelangt.

Bild: Gigie Cruz-Sy / Greenpeace

Die Verschmutzung der Gewässer ist das eine Problem, das andere ist, dass diese Chemikalien auch über das fertige Produkt dem menschlichen Organismus schaden können. Wenn wir wüssten, welche Chemikalien in einem Shirt enthalten sind, damit es sich weich anfühlt oder leicht zu bügeln ist, dann würden wir es nur noch mit Handschuhen anfassen. In der Textilindustrie sind viele Chemikalien zulässig, die in anderen Industrien längst verboten sind. Davor warnt auch die Europäische Kommission regelmäßig. Tributylzinn zum Beispiel zählt zu den giftigsten Chemikalien und wird hauptsächlich gegen Pilzbefall in Holzschutzmitteln eingesetzt. Früher wurde es bei Schiffsanstrichen verwendet, seit 2003 ist dies in der EU verboten. Bei Socken und Sportbekleidung wird es dennoch teilweise eingesetzt da es unangenehme Gerüche verhindern soll.

Ein anderes Beispiel ist Pentachlorphenol. Diese krebserregende Substanz fand man ebenfalls in Holzschutzmitteln. Seit 2002 ist auch sie dort verboten. Trotzdem fand man 2013 die doppelte als gesetzlich zugelassen Menge Pentachlorphenol in Herrenpantoffeln von Primark.

Kleidung als Wegwerfprodukt

Nach der Faserproduktion und der Färbung des Stoffes gelangt das fertige Material in die Textilfabriken, großteils im asiatischen Raum. Dort wird daraus das fertige Produkt genäht – den Arbeitsbedingungen in diesen Fabriken werde ich mich in einem anderen Artikel widmen. Schließlich endet das fertige Kleidungsstück in europäischen Läden und somit bei uns Endkonsumenten. Obwohl, „endet“ stimmt so eigentlich nicht. Denn die Kleidung, die die meisten von uns kaufen und manchmal sogar nur ein paar Mal tragen, weil sie dann zum Beispiel nicht mehr im Trend liegt, landet im besten Fall im Altkleidercontainer. In Österreich – und Österreich ist vergleichsweise ein kleines Land – werden 80.000 Tonnen Altkleider im Jahr gesammelt. In Wien alleine sind es 10.000 Tonnen. Davon können nur 50 Prozent als Kleidung wieder verwendet werden. Der Rest landet in der Müllverbrennungsanlage. Kleidungsstücke, die erst gar keinen Käufer finden, werden sogar oft vom Hersteller vernichtet.

Es gibt viele Alternativen!

Herkömmliche Kleidung aus Kunstfasern oder konventioneller Baumwolle, die noch dazu oft unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen produziert wird, richtet großen Schaden an. Den meisten von uns ist aber nicht bewusst, dass wir einen großen Einfluss auf all das haben und sehr wohl für eine positive Veränderung verantwortlich sein können. Mit unserem Umdenken können wir alle viel erreichen! Aber wie genau umdenken und was sind Alternativen für unsere bestehenden Gewohnheiten?

1. Konsumiert bewusster und nachhaltiger! Niemand braucht 30 Billigjeans – weniger ist oft mehr! Erkundet eure Innenstädte nach lokalen Herstellern oder Anbietern. Fair produzierte Kleidung hat meist eine bessere Qualität, ist vielleicht eine Spur teurer, dafür hat man länger etwas davon.

2. Achtet beim Neukauf auf Bio- und Fair-Zertifizierungen! Wie zum Beispiel GOTS (Global Organic Textile Standard)

3. Fragt nach! Fragt bei den Herstellern nach! Vor allem kleine Modelabels sind sehr transparent und erklären ihren Kunden gerne, wo, wie und wer die Stück genäht hat und woher die Materialien kommen.

4. Veranstaltet Tauschpartys oder findet Second Hand Shops in eurer Nähe! Wenn jeder von uns ein wenig in die richtige Richtung geht, ändert sich auf einmal sehr viel und gemeinsam machen wir die Welt wieder ein bisschen besser und erhalten sie für unsere nächsten Generationen.

Denn wie hat Mahatma Gandhi so schön gesagt: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

3 Kommentare zu Der wahre Fashion Victim: Wie unsere Kleidung die Umwelt zerstört

Vegan Kochen für Obdachlose: Doris von Vienna Veggie Homeless Cooking im Interview

Vienna Veggie Homeless Cooking ist eine Initiative, die gemeinsames Kochen für obdachlose Menschen in Wien organisiert. Gekocht wird ausschließlich vegan und vollwertig. An vorangekündigten Tagen treffen sich Freiwillige, um gemeinsam für obdachlose…

Vienna Veggie Homeless Cooking ist eine Initiative, die gemeinsames Kochen für obdachlose Menschen in Wien organisiert. Gekocht wird ausschließlich vegan und vollwertig. An vorangekündigten Tagen treffen sich Freiwillige, um gemeinsam für obdachlose Menschen ein ausgewogenes und nahrhaftes veganes Mittagessen zu kochen. Drei bis fünf Personen werden gebraucht, um 100 bis 120 Portionen zuzubereiten. Die Freiwilligen investieren pro Einsatz rund sechs Stunden (8:30 bis 14 Uhr) – vom Kochen bis zur Reinigung des Geschirrs und der Küche. Für Menschen, die unter extremer Armut leiden, kann eine warme Mahlzeit am Tag einen großen Unterschied machen, gerade wenn man auf der Straße lebt.

Wir haben MMag.a Dr.in Doris Schneeberger, die die Initiative gegründet hat, zum Interview gebeten.

Edda: Stelle dich doch bitte kurz vor und verrate uns, wie du auf die Idee für Vienna Veggie Homeless Cooking gekommen bist!

Doris: Ich bin in Oberösterreich aufgewachsen, habe in Salzburg studiert und in Philosophie im Bereich Tierethik promoviert. Danach habe ich für eine gewisse Zeit aus beruflichen Gründen in Berlin gelebt und mich dort nach gemeinnützigen Projekten umgesehen, bei denen ich mich in meiner Freizeit sinnvoll einbringen kann. Ich bin dann auf das Homeless Veggie Dinner gestoßen, wo Freiwillige für obdachlose Menschen aus gespendeten und geretteten Lebensmitteln ein mehrgängiges vegan-vegetarisches Abendessen kochen. Ich hab‘ dort mitgemacht und jetzt, wo ich nach Wien gezogen bin, hab‘ ich mich umgesehen, ob es so ein Projekt auch in Wien gibt. Da das nicht der Fall war, hat es sich nun toll ergeben, dass wir öfter für das Tageszentrum der Caritas am Hauptbahnhof kochen dürfen und die Wiener Tafel uns Gemüse und Obst zur Verfügung stellt.

Was sind die Ziele von Vienna Veggie Homeless Cooking und was macht dieses Projekt besonders?

Ein vordergründiges Ziel ist natürlich, dass wir für bedürftige Menschen ein leckeres, ausgewogenes und gesundes Mittagessen kochen. Weitere, darüber hinausgehende Ziele betreffen vor allem die Intersektionalität des Projekts, und da sind wir dann auch schon bei den Besonderheiten angekommen. Wir kochen für obdachlose Menschen, vegan, und das mit geretteten sowie gespendeten Lebensmitteln. Das Projekt fördert somit den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, stellt einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung dar, und dadurch, dass ausschließlich vegan gekocht wird, kommen nochmal einige weitere Themenfelder und Vorteile hinzu.

Welche sind das? Warum kocht ihr ausschließlich vegan?

Es gibt viele gute Gründe dafür, vegan zu leben. Für mich persönlich ist der tierethische Aspekt der wichtigste Beweggrund. Die industrielle Herstellung von Tierprodukten ist mit massivem Tierleid und der Tötung von Tieren verbunden. Da wir westlichen Menschen uns einfach günstig, ausgewogen, gesund, und lecker vegan ernähren können, ist für mich klar: Wenn ich niemanden einsperren, quälen, und töten muss, dann mache ich das auch nicht beziehungsweise zahle auch niemanden dafür, dass er oder sie das für mich macht.

Für viele ist auch Umwelt- und Klimaschutz ein entscheidender Grund, warum sie sich für eine vegane Ernährung entscheiden. Die Tiernutzungsindustrie produziert mehr umweltschädliche Abgase als die gesamte Transportindustrie – also alle Flugzeuge, Autos, LKWs et cetera – zusammen. Dadurch befeuert sie den Klimawandel. Sie ist der größte Regenwaldzerstörer, Frischwasserverbraucher, und entscheidend für die Verpestung unser Umwelt und Gewässer durch enorme Mengen von Gülle und Mist verantwortlich. Zum Thema Umweltschutz und Veganismus ist die Dokumentation Cowspiracy sehr zu empfehlen.

Die Produktion von tierischen Lebensmitteln ist ressourcenintensiv und verschwenderisch und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Welthunger. 821 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger. Für die Produktion eines Hamburgers mit ca. 250 Gramm braucht es 25 (!) Kilogramm Tierfutter, 25 Quadratmeter Land und etwa 220 Liter Wasser. Wenn man das Getreide, das als Tierfutter verwendet wird, direkt verzehren würde, statt damit Tiere zu mästen, würden disproportional viel mehr Menschen satt werden.

Ein weiterer Aspekt, der viele Menschen zu einer pflanzlichen Ernährung motiviert, ist der Gesundheitsaspekt. Die größte Ernährungsorganisation der Welt hat aufgrund von wissenschaftlichen Metastudien festgestellt, dass eine ausgewogene vegane Ernährung in allen Lebensphasen gesund ist und sogar gewissen Krankheiten vorbeugen beziehungsweise diese bekämpfen kann, wenn sie bereits aufgetreten sind. Darüber hinaus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) diverse Fleischerzeugnisse als krebserregend eingestuft, teilweise sogar auf der selben Ebene wie Zigaretten. Kuhmilch und Kuhmilcherzeugnisse wie Käse werden mit der Entstehung von diversen Arten von Krebs in Verbindung gebracht, vor allem mit Brustkrebs und Prostatakrebs. Somit gibt es sehr viele gute Gründe, die für eine vegane Ernährung sprechen.

Das Hintergrundbild auf eurer Facebook-Seite enthält den Spruch „Never look down on anybody unless you’re helping them up”. Was bedeutet er für euch?

Er repräsentiert sehr gut, dass es in dieser Zeit des politischen Sozialabbaus so wichtig ist, dass wir als Zivilgesellschaft für Menschlichkeit aufstehen, gerade wenn wir uns von den Entscheidungen der gewählten Vertreter*innen nicht vertreten fühlen. Extreme Armut geht uns alle etwas an. Und es kann uns alle auch schnell treffen. Jobverlust, Krankheit, Schicksalsschläge, niemand ist davor gefeit. Gerade jetzt, wo die Regierung schon fast plutokratisch als Interessensvertretung der Wirtschaft und basierend auf Xenophobie, Angst, Hass, und Neid Entscheidungen trifft, die die Gesellschaft noch mehr spalten, die Armut verstärken, und den sozialen Frieden gefährden, wollen wir zeigen, dass wir uns ein menschliches, solidarisches Österreich wünschen und uns dafür auch einsetzen.

Wie kann man Vienna Veggie Homeless Cooking unterstützen?

Wir suchen Freiwillige ab 18 Jahren, die sich bei Kocheinsätzen engagieren oder uns helfen, Lebensmittel von der Spendenstelle zum Einsatzort zu transportieren. Wir nehmen gerne Lebensmittel oder finanzielle Spenden entgegen. Besonders unterstützen uns auch Berichte in diversen Medien und auf Online-Plattformen, damit wir noch mehr Menschen erreichen können. Wir freuen uns auch über ein Like für unsere Facebook-Page und einen Besuch auf unserer Website. Vienna Veggie Homeless Cooking lebt von der Gemeinschaft an Menschen, die die Einsätze mit vereinten Kräften ermöglichen.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

 

Die nächsten Koch-Termine werden auf der Facebook-Seite und der Homepage von Vienna Veggie Homeless Cooking bekannt gegeben. Bei (An-)Fragen könnt ihr euch direkt an Doris wenden.

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Veganer Striezel aus Germteig

In der Familie meines Freundes ist ein Striezel zu Ostern Tradition. Und weil meine Schwiemu in spe so lieb ist, vegan zu kochen beziehungsweise ihre Rezepte zu veganen umzuwandeln, gab…

In der Familie meines Freundes ist ein Striezel zu Ostern Tradition. Und weil meine Schwiemu in spe so lieb ist, vegan zu kochen beziehungsweise ihre Rezepte zu veganen umzuwandeln, gab es letztes Ostern einen wunderbaren veganen Striezel aus Germteig. Ich kannte bis jetzt nur die Gekauften aus dem Supermarkt, die mich nie zu Begeisterungsstürmen hingerissen haben. Ganz anders ist das beim hausgemachten Osterstriezel, auf den freue ich mich dieses Jahr schon sehr!

Damit auch ihr in den Genuss des Striezels kommen könnt, hat mir meine Schwiemu in spe das Rezept verraten, damit ich es mit euch teilen kann.

Zutaten

200 g glattes Bio-Mehl
60 g Bio-Staubzucker
1 Packung Bio-Vanillezucker
1⁄2 TL Salz
1 Packung Bio-Trockengerm
125 ml Bio-Mandelmilch oder Bio-Sojamilch
40 g Bio-Margarine
Bio-Zitronenschale
Etwas Rum
Bio-Hagelzucker und/oder Bio-Mandelblättchen

Mehl, Trockengerm, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz mit einem Schuss Rum vermischen. Margarine in einem Topf schmelzen, Mandelmilch dazu geben. Achtung – diese Mischung darf nur lauwarm werden! Die Flüssigkeit zum Mehlmix dazu gießen und kneten, bis sich ein elastischer Teig ergibt. Bei Bedarf noch etwas Mehl hinzufügen, bis der Teig nicht mehr klebrig ist. Den Teig zu einer Kugel formen und mit etwas Mehl bestreuen, dann mit Klarsichtfolie abdecken und rund eine Stunde ins warme Backrohr bei ca. 50 Grad stellen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Nun den Teig in drei Teile teilen, zu langen Stangen formen und einen Zopf flechten. Mit Mandelmilch bestreichen, mit Hagelzucker und/oder Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad ca. 30 Min. backen.

Guten Appetit euch allen!

Ein weiteres Rezept, das ich euch ans Herz legen möchte ist der österreichische Klassiker Gebackene Mäuse. Natürlich in vegan – unbedingt ausprobieren!

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Holen wir uns ein Grundeinkommen von 1.000 Euro im Monat!

In Zeiten immer höherer Arbeitslosenquoten und der Auslagerung von Tätigkeiten an Roboter und künstliche Intelligenz wird das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens verstärkt diskutiert. Aber worum handelt es sich bei einem…

In Zeiten immer höherer Arbeitslosenquoten und der Auslagerung von Tätigkeiten an Roboter und künstliche Intelligenz wird das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens verstärkt diskutiert. Aber worum handelt es sich bei einem Bedingungslosen Grundeinkommen überhaupt?

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein politisches Konzept, im Zuge dessen jeder monatlich eine finanzielle Zuwendung vom Staat erhält, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen oder Anforderungen erfüllen zu müssen. So soll Menschen unabhängig von ihrer Leistung am Arbeitsmarkt ein würdevolles Leben ermöglicht werden. Alleinerziehende, Menschen, die Angehörige pflegen oder Personen, die aufgrund gesundheitlicher Probleme keinen regulären Beruf ausüben können kann die Möglichkeit gegeben werden, über dem Existenzminimum zu leben. Dieses liegt in Deutschland übrigens bei 750 Euro pro Monat.

Die Initiative Mein Grundeinkommen sammelt per Crowdfunding Geld für Bedingungslose Grundeinkommen. Immer wenn 12.000 Euro zusammen sind, werden sie an eine Person verlost. Mittlerweile haben so 300 Personen ein Grundeinkommen von ein Jahr lang 1.000 Euro im Monat gewonnen. Am 28. März 2019 werden wieder mindestens acht Grundeinkommen verlost – und zwar im Doppelpack! Das heißt, man nimmt nicht nur alleine an der Verlosung teil, sondern kann sich auch im Team in den Lostopf begeben. Wenn ein Team gewinnt, erhalten beide jeweils die betreffenden 12.000 Euro im Jahr.

Was ich mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen dieser Art machen würde? Als Selbstständige wäre der finanzielle Druck nicht mehr ganz so groß, und ich könnte mir mehr Zeit nehmen, um mich verstärkt um meine Familie zu kümmern.

Mit diesem Link könnt ihr gemeinsam mit mir an der nächsten Verlosung am 28. März 2019 teilnehmen und so eure Chancen auf einen Gewinn erhöhen. Ich drücke uns die Daumen!

Was würdet ihr mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen machen?

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