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Give-Away! Gewinnt 2 Shirts nach Wahl aus Bio-Baumwolle von Alpha Vegan!

Give-Away! Gewinnt 3 Mal das Buch "Vegane Cartoons"!

Insta-Win! Gewinnt 2 Tageskarten für die Veggie Planet in Graz am 26. und 27. Oktober 2018

Es ist (schon wieder) Zeit für ein Give-Away auf Instagram! Gewinnen könnt ihr zwei Tageskarten für die Veggie Planet in Graz am 26. und 27. Oktober 2018. Weitere Informationen zur…

Es ist (schon wieder) Zeit für ein Give-Away auf Instagram! Gewinnen könnt ihr zwei Tageskarten für die Veggie Planet in Graz am 26. und 27. Oktober 2018. Weitere Informationen zur Messe gibt es in diesem Beitrag. Wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt findet ihr hier auf Instagram.

Viel Spaß und Erfolg allen TeilnehmerInnen!

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Die Crowdfunding-Erfolge von morgen – Vier WearFair-Projekte im Interview

Am vergangenen Wochenende informierten sich in der Linzer Tabakfabrik bei der Nachhaltigkeitsmesse WearFair +mehr 2018 rund 14.000 BesucherInnen über fairen und nachhaltigen Lebensstil und Produkte. Vier der dort vorgestellten Projekte sind im Rahmen einer…

Am vergangenen Wochenende informierten sich in der Linzer Tabakfabrik bei der Nachhaltigkeitsmesse WearFair +mehr 2018 rund 14.000 BesucherInnen über fairen und nachhaltigen Lebensstil und Produkte. Vier der dort vorgestellten Projekte sind im Rahmen einer Kooperation mit der Plattform wemakeit aktuell auch mit einer Crowdfunding-Kampagne online: die Bad Seeds Company – BSC, das Projekt almgrün Gemüse CSA, wild floriert sowie Schlüfer – ein Wohlfühlei von Spurenlos. Für The bird’s new nest hat Wolfgang den Organisator der WearFair Wolfgang Almer-Pfoser, die Projektbetreuerin bei wemakeit Sunita Maldonado sowie die ProjektinitiatorInnen zum Interview gebeten und zu ihren Visionen und Erfahrungen befragt.

Wolfgang: Lieber Wolfgang, du bist der Geschäftsführer der WearFair. Erzähl doch kurz, was das ist und was die BesucherInnen am letzten Wochenende erwartet hat.

Wolfgang Almer-Pfoser: Die WearFair +mehr ist Österreichs größte Messe für einen fairen Lebensstil. Bei uns stellen über 180 AusstellerInnen aus, die unsere ExpertInnen von Global2000, Südwind und dem Klimabündnis auf Herz und Nieren geprüft haben. So können sich unsere BesucherInnen wirklich 100 Prozent sicher sein, dass sie mit jedem Euro, den sie bei uns ausgeben, ein kleines bisschen die Welt retten.

Welche Rolle kann Crowdfunding deiner Meinung nach im Bereich nachhaltiger, fairer Produkte spielen und wie unterstützt ihr hier als Messe?

Wolfgang Almer-Pfoser: Crowdfunding kann hier wie in allen Zukunfts-Bereichen eine wichtige Rolle spielen, weil es die oft sehr behäbigen Gatekeeper wie Investoren oder Großhandel überspringt und sich direkt an die Endkunden wendet. Und nur die sollten entscheiden, ob ein Produkt Sinn macht oder nicht. Rund um die WearFair gibt es so viele faszinierende Menschen, die ständig neue, visionäre Ideen produzieren. Daher freut’s mich wirklich sehr, dass wir eine so schöne Kooperation mit wemakeit haben und dass sich vier wirklich tolle Projekte bei uns präsentieren konnten.

Sunita, die von Wolfgang angesprochene Kooperation gibt es dieses Jahr bereits zum zweiten Mal. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für die Projekte?

Sunita Maldonado: Die ausgewählten Projekte erhalten bei der Vorbereitung und der Bekanntmachung ihrer Kampagne Unterstützung von wemakeit und der WearFair. Zudem hatten sie die Möglichkeit ihr Projekt live bei der WearFair zu präsentieren, was eine riesige Chance ist! Sie konnten den Besuchern ihre Produkte und Ideen direkt zeigen und erklären, wofür sie die Crowdfunding-Kampagne machen. Die BesucherInnen auf der anderen Seite hatten die Möglichkeit, die Produkte anzufassen und zu sehen, bevor sie diese über die wemakeit-Kampagne erstehen und konnten natürlich insbesondere auch die Menschen hinter dem Projekt kennen lernen. Sie wissen danach also genau, wer ihr neue Jeans produziert oder ihren nachhaltigen Blumenstrauß gebunden hat.

Liebes Team der Bad Seeds Company, stellt euer Projekt bitte vor und erzählt doch kurz, warum ihr euch für Crowdfunding entschieden habt!

Bad Seeds Company: Wir produzieren Jeans aus hundertprozentigem Hanf und machen dies in kleinen Familienschneidereien in Italien. Hanf ist mit Sicherheit der nachhaltigste Rohstoff und eine Produktion in nahegelegenen Familienbetrieben ein Beispiel an absolutem Fair Trade, dennoch ist dies in der heutigen Modebranche aus wirtschaftlicher Sicht die “schlechteste” Alternative, wo doch bekanntlich in entfernten Ländern zu Billigstpreisen und mit Fair Trade-Siegel produziert werden kann, wie uns selbst bereits von Kreditanstalten geraten wurde. Somit bleibt Crowdfunding wohl die Finanzierungsmöglichkeit schlechthin mit dem Vorteil auch gleich mit dem Kunden einen Kontakt zu schließen. Crowdfunding ist ein Finanzierungssystem im Einklang mit der Tätigkeit des Unternehmens. Verkauf und Finanzierung gehen dabei Hand in Hand und lassen den Unternehmer nicht in einer Bittsteller-Position verweilen.

Liebe Michaela und Reingard, stellt euer Projekt almgrün Gemüse bitte kurz vor und erzählt uns, was ihr euch von der WearFair-Kooperation erwartet!

almgrün Gemüse: Wir sind eine neue Gemüse CSA Mikrofarm im Almtal in Oberösterreich und wollen zeigen, dass “wachsen oder weichen” nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wenn es um zukunftsfähige Landwirtschaft geht. Wir kultivieren auf nur einem Hektar Land 70 verschiedene Gemüsearten und über 200 Sorten und werden kommende Saison schon über 60 Haushalte mit frischem, saisonalem Gemüse versorgen. Der Auftritt auf der Messe war für uns eine tolle Möglichkeit, viele aufgeschlossene Menschen für solidarisches Landwirtschaften und Mikrofarming zu begeistern. Für uns als Quereinsteigerinnen ist natürlich jeder zusätzliche Euro willkommen, da wir alles von Null aufbauen müssen. Und wenn uns die Crowd dabei unterstützt, die letzten Geräte, die wir noch für unsere umweltfreundliche Bewirtschaftung brauchen, zu finanzieren, können wir dafür rascher damit beginnen, andere dabei zu unterstützen, ihre eigene Mikrofarm zu gründen. Damit man bald wieder in jedem Dorf Gemüse aus der Region kaufen kann!

Lieber Wolfgang von Spurenlos, stell‘ euer Projekt bitte kurz vor und sag‘ uns, welche Erfahrungen ihr mit Crowdfunding gemacht habt, ihr habt ja bereits eine erfolgreiche Kampagne hinter euch!

Spurenlos: Wir haben es uns zum Ziel gesetzt Einrichtungsstücke zu entwickeln, die nach ihrer Nutzung keine Spuren hinterlassen: Naturmaterialien wie Filz, Hanfseil, Massivholz setzten wir ein und verzichten konsequent auf Leim, Metalle und Kunststoffe. Im Frühling diesen Jahres haben wir bereits eine Crowdfunding-Kampagne für unseren Spurenlos-Hocker Dreiblatt erfolgreich abgeschlossen und diesen zur Serienreife entwickelt. Aktuell möchten wir unseren Schlüfer – ein Wohlfühlei für Kinder und Babys entwickeln und ebenfalls in Serie bringen. Die Kampagne auf wemakeit unterstützt uns dabei dieses Ziel zu erreichen!

Liebe Lisa, bitte stelle euer Projekt wild floriert vor und beschreibe kurz, warum ihr euch zum Crowdfunding-Aufruf von wemakeit und der WearFair gemeldet habt!

wild floriert: Wir sind drei motivierte Frauen mit einer Mission, die längst notwendig ist. Im konventionellen Blumenladen und Gartenbau wird Umweltschutz meist mit Füßen getreten. Wir lieben unseren Beruf, konnten es aber nicht länger verantworten, den Import – meist aus Drittländern – von Schnittblumen und Co. zu unterstützen. Zudem ist der Torfabbau, welcher als Substrat für Topfpflanzen gängig ist, ein völlig unvertretbares Übel. Chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel sind ebenfalls ständige Begleiter. Unsere Motivation war und ist es, Alternativen zu finden. Die wildflorie gibt es nun seit zwei Jahren, ständig optimieren wir unsere Ansätze. Damit wir unsere Ideologie verbreiten und auf uns aufmerksam machen können, brauchen wir ordentliches Werbematerial: Broschüren und Webseite sind das Ziel. Denn der Konsument gehört informiert, den meisten ist nicht bewusst, dass es Möglichkeiten als Alternative gäbe.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg beim Crowdfunding!

 

Ihr könnt die Projekte im Rahmen der Kooperation noch einige Wochen unterstützen, weitere Informationen zu den Projekten findet ihr im WearFair-Channel auf wemakeit.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Save the date! 26. und 27. Oktober 2018: Veggie Planet Graz

Die Veggie Planet Graz, die pflanzliche Messe in der steirischen Landeshauptstadt, ist wieder da! Am 26. und 27. Oktober 2018 verwandelt sich der Messe Congress wieder in ein Paradies für alle…

Die Veggie Planet Graz, die pflanzliche Messe in der steirischen Landeshauptstadt, ist wieder da! Am 26. und 27. Oktober 2018 verwandelt sich der Messe Congress wieder in ein Paradies für alle Fans des veganen Lifestyle oder jenen, die ihn besser kennenlernen wollen. Euch erwarten die neuesten Trends aus den Bereichen Kulinarik, Kosmetik, Kleidung, Lifestyle und mehr, denn ein pflanzenbasierter Lebensstil geht weit über die Ernährung hinaus: Nachhaltige Produkte wie faire Mode, Naturkosmetik oder Accessoires aus upgecycelten Materialien haben daher ebenfalls Raum auf der Veggie Planet. Genauso wie Infostände zu Ernährung, Umwelt und Tieren die darauf warten, von euch besucht zu werden.

An beiden Tagen könnt ihr nicht nur alle Stände, sondern auch das Rahmenprogramm mit Vorträgen, Kochshows, Filmvorführungen und Yoga besuchen. Highlights sind unter anderem der Spitzenkoch Björn Moschinski, den ich schon persönlich getroffen habe und ihn als unglaublich netten Menschen kennengelernt habe, sowie Patrick Reiser, Weltmeister im Natural Bodybuilding und Social Media-Star, der das Publikum mit seinem Vortrag über Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinsentfaltung begeistern wird.

Und wie immer mein Tipp: Bloss nicht mit vollem Bauch hingehen. Viel Spaß allen, die auf die Veggie Planet Graz gehen!

 

Veggie-Planet Graz

Messe Congress
Messeplatz 1
8010 Graz

Öffnungszeiten

Freitag, 26. Oktober 2018 von 10 bis 18 Uhr
Samstag, 27. Oktober 2018 von 10 bis 18 Uhr

Programm und Details: www.veggie-planet.at/graz
und auf Facebook: facebook.com/events/1188950311209501/

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Nachhaltig shoppen geht überall!

Ich bin ein großer Fan von Second Hand und kaufe mittlerweile nur noch sehr selten neue Kleidung ein. Hin und wieder ist das aber nötig, wenn unerwartet etwas kaputt geht…

Ich bin ein großer Fan von Second Hand und kaufe mittlerweile nur noch sehr selten neue Kleidung ein. Hin und wieder ist das aber nötig, wenn unerwartet etwas kaputt geht oder man schon so lange nach etwas Gebrauchtem gesucht hat und einfach nicht fündig wird. Wenn ich aber neu kaufe, dann soll es so nachhaltig wie möglich sein, Materialien wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau und vegane Ausstattung – sprich kein Leder, Horn oder ähnliches – sind für mich die Grundvoraussetzung.

Die gute Nachricht? Kleidung, die diesen Voraussetzungen entspricht gibt es mittlerweile schon überall. Wie im Fashion ID Online-Shop. Ob ihr also mit dem Service des Shops extrem zufrieden seid oder noch einen Gutschein habt, ihr werdet hier fündig. Als Beispiel habe ich zwei Outfits zusammengestellt, die mir extrem gut gefallen – das eine für den Casual Look in der Freizeit und das andere für einen etwas schickeren Auftritt. Die Suche nach nachhaltiger Kleidung ist wie überall supereasy: Einfach „bio vegan“ in die Suche eingeben und los geht’s!

Für das erste Outfit habe ich ganz frech als Oberteil ein Männershirt ausgewählt, weil ich einerseits Farbe und Schnitt sehr schick finde, andererseits gefällt mir Trend, als Frau Männershirts zu tragen und sie nur vorne in die Jeans zu stecken. Das wird also mit dem Selected Homme T-Shirt mit Webmuster in Rot meliert (1) gemacht, die schon erwähnten Jeans sind die Armedangels Stone Washed Slim Fit Jeans (2). Dazu habe ich Birkenstock Arizona in Olivgrün (3) ausgewählt. Früher als modischer Fauxpas verschrien, habe ich in letzter Zeit gefallen an den Sandalen gefunden – natürlich nur in der veganen Variante, ganz klar. Für mich ein perfekter Casual Look, weiteres Oberteil, engere Jeans und lässige Schuhe!

Das zweite Outfit mag wie eine gewagte Kombination erscheinen, gerade deswegen habe ich es aber lieb gewonnen, weil es aufgrund der gedeckteren Farben trotzdem gut miteinander harmoniert. Das Basisteil ist hier das Armedangels Strickkleid aus Bio-Baumwolle in Schwarz (4), darüber kommt – sollte es etwas kühler sein – die Armedangels Sweatsjacke mit Schalkragen in Altrosa (5). Dazu gibt es dann einen kleinen Stilbruch mit den Birkenstock Arizona in Ecru (6), deren Farbe sich aber im Kleid wiederfindet. Ich liebe diese Kombination und würde sie sofort ausführen!

Sämtliche Teile beider Outfits sind vegan beziehungsweise im Falle der Kleidung aus Bio-Baumwolle gefertigt – wie ihr seht ist es also gar nicht schwer, nachhaltige Looks zusammenzustellen, egal wo man shoppt. Probiert es einfach selber aus!

Wie findet ihr die beiden von mir zusammengestellten Outfits? Würdet ihr diese Kombinationen tragen? Ich bin schon gespannt auf euer Feedback zu meiner Auswahl!

 

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Give-Away! Gewinnt 3 x 2 Karten für „Aufstand der Unschuldigen“!

Es ist wieder Zeit für ein Give-Away auf Instagram! Gewinnen könnt ihr drei Mal zwei Karten für die Theatervorstellungen von „Aufstand der Unschuldigen“ von WERK X in Wien am 18….

Es ist wieder Zeit für ein Give-Away auf Instagram! Gewinnen könnt ihr drei Mal zwei Karten für die Theatervorstellungen von „Aufstand der Unschuldigen“ von WERK X in Wien am 18. Oktober sowie 9. und 10. November 2018. Wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt findet ihr in diesem Instagram-Beitrag. Viel Spaß und Erfolg allen TeilnehmerInnen!

Über „Aufstand der Unschuldigen“

Kann man dem eigenen Blick noch trauen oder sind im social media-verseuchten Wust an Bilder- und Textfluten “Only fake news good news”?

Nicht erst „globale Ereignisse“ der letzten Jahre machen deutlich, wie sehr Bilder unseren Alltag bestimmen: ein Präsident, der statt gähnender Leere Menschenmassen sieht, Minister, die
„gestapelte“ dunkle Fremde in der heimischen Kulturlandschaft ausmachen, und Soldaten, die sich in einem Videospiel glauben, während vor ihren Handys tote Körper von den Autos stürzen. Was ist wahr, was gestellt oder gar manipuliert? Der „grenzenlose Hass auf jegliche Narration“ (Matias Faldbakken) hat sich schon längst in den fröhlichen Bilderwelten von Instagram, Tinder und Co. der Erotik der vorgegebenen Antworten aufgelöst – like me, love me, fuck me.

Regisseur Ali M. Abdullah, gleichzeitig künstlerischer Ko-Leiter des WERK X, bildet mit der multimedial inszenierten Agitprop-Posse „AUFSTAND DER UNSCHULDIGEN“ den intensiven Auftakt der aktuellen unter dem Motto „Eure Armut kotzt mich an“ stehenden Spielsaison. In seiner ersten Stückentwicklung geht es Abdullah darum, „Kriegsbilder sowie die Vorbereitung auf den Krieg in den Fokus zu nehmen und dem Wohlstandchauvinismus ein Bein zu stellen.“ Er geht darin der Frage nach, woher die neuen Sehnsüchte nach kollektiven Erzählungen rühren und welche Rolle die Politik der Bilder bei der Entwicklung unserer individuellen Kriege der Paranoia spielt.

„Das ‚Wie‘ bestimmt nicht nur über die Bildgestaltung, sondern auch über die Gestaltung unserer Wahrnehmung und unseres Denkens“, schreibt Judith Butler in „Raster des Krieges“. Ein Postulat, das in AUFSTAND DER UNSCHULDIGEN einen Abend lang intensiv mit hyperrealen Bild- und Wortwelten verhandelt und bei dem das Publikum auf teils schockierende, teils humorvolle Weise mit dem Narrativ des aggressiven Wohlstandes sowie die Verrohung unserer Gesellschaft konfrontiert
wird.

Weitere Informationen zum Werk wie zu Regisseur und Besetzung findet ihr hier.

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Aus der Redaktion. FOMO – ich doch nicht! Oder doch?

Vor einiger Zeit hat sich ein neues Wort aus dem englischen Sprachraum bei uns etabliert – FOMO, die „fear of missing out“, zu deutsch die Angst, etwas zu verpassen. Die…

Vor einiger Zeit hat sich ein neues Wort aus dem englischen Sprachraum bei uns etabliert – FOMO, die „fear of missing out“, zu deutsch die Angst, etwas zu verpassen. Die tolle Party am Wochenende, der angesagte Kinofilm, die neue Serie, über die alle reden. Dabei sein ist alles, und wer nicht dabei ist, der hat etwas verpasst. Was? Wer weiß, vielleicht das erste Gespräch mit dem nett aussehenden Typen auf der Party, die superwitzige Spielerunde, die spontan nach dem Kino stattfand oder die regelmäßigen Treffen zum Serien sehen, auf denen dann gleich noch zig andere Dinge ausgemacht wurden. Alles verpasst!

FOMO, das hatte ich als Teenager oder in meinen frühen Zwanzigern. Aber jetzt? Sicher nicht, denn ich lebe meinen eigenen Rhythmus. Ein Abend in der Badewanne statt der Party, ein spannendes Buch statt des Kinobesuchs, eine Yogasession die Woche anstelle der Serienrunde. Ich bin zufrieden und habe keine Angst, etwas zu verpassen. Dachte ich. Und dann stieß ich in einer Facebook-Gruppe auf eine Diskussion über eine Einladung zu einem Event eines meiner liebsten nachhaltigen Marken. Gefühlt war die ganze Welt eingeladen, nur ich nicht. Aber warum? Bin ich zu wenig Influencer, zu wenig trendy? Wie gerne wäre ich auf das Event gegangen. Vor meinem geistigen Auge lief ein Film ab, was ich alles verpassen würde: Interessante neue Kontakte im Unternehmen, spannende Gespräche mit Bloggerkollegen, das Schmieden weiterer Pläne… Und dann wurde mir klar, meine FOMO im beruflichen Bereich ist enorm.

Gerne wäre ich bei allen Events dabei, auf denen es sich um Nachhaltigkeit und Veganismus dreht. Egal ob Messen, Blogger-Events, Barcamps, selbst im nachhaltigen Bereich finden am laufenden Band Veranstaltungen statt. Wenn ich eingeladen bin und aus zeitlichen Gründen nicht zusagen kann, steigt mein Stresslevel stark an, denn sofort kommen mir alle möglichen Dinge in den Kopf, die ich verpassen könnte. Und wenn ich zu Events, die wunderbar zu The bird’s new nest passen würden nicht eingeladen bin, frage ich mich manchmal stundenlang, wieso wir für diese Marke nicht attraktiv sind.

Wer nun aber glaubt, es gehe nur um Events und Unternehmenskontakte, dem kann ich sagen: Nein, mein FOMO betrifft auch noch ganz andere Bereiche! Zu Beginn von The bird’s new nest habe ich sehr viele Artikel geschrieben, mittlerweile komme ich eher selten dazu, zumindest im Vergleich damit, wie viel ich gerne schreiben würde. Stattdessen notiere ich mir die Themen, über die ich schreiben will, damit ich sie aufgreifen kann, sobald ich wieder Zeit habe. Und sehe in meinem Kopf alle anderen Medien darüber schreiben. Egal ob es um „Swedish Death Cleaning“ geht oder ähnliche Trends, bestimmte Themen sind irgendwann einfach nicht mehr interessant. Und so habe ich das Gefühl, ich verpasse die Chance, zeitgerecht über relevante Themen zu schreiben. Was einer der Gründe war, mich jetzt an diesen Beitrag zu setzen, auch wenn das Thema FOMO schon ein alter Hut ist, möchte ich mir nicht laufend selber verbieten zu schreiben, weil etwas anderes – Buchhaltung, Haushalt, Mails – wichtiger ist. Denn das hat in erster Instanz überhaupt dazu geführt, dass ich immer weniger dazu gekommen bin, die Themen, die mir am Herzen liegen in Worte zu fassen.

Neben Event- und Themen-FOMO habe ich noch viele andere berufliche FOMOs parat. Eine wichtige Anfrage zu übersehen. Auf einen Kooperationsaufruf nicht schnell genug zu reagieren. Eine Blogger-Kooperation nicht mitzubekommen. Und noch so vieles mehr. Allem voran ist es für mich unangenehm gewesen, zu erkennen, dass ich vor FOMO alles andere als gefeit bin. Und noch unangenehmer, es vor anderen zuzugeben. Obwohl zumindest ersteres ein wichtiger Schritt ist, eine Lösung zu finden. Denn FOMO kostet Kraft und Energie. Und ignoriert die Tatsache, dass man nicht alles machen und überall dabei sein kann. Sowie die tollen und spannenden Projekte, an denen man zur Zeit arbeitet. Aber bis ich behaupten kann „FOMO – ich doch nicht!“ wird es doch noch eine Weile lang dauern.

Kennt ihr FOMO im beruflichen Bereich? Wie geht ihr damit um? Ich freue mich auf eure Tipps in den Kommentaren!

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Bis 21. Oktober 2018: Ausstellung VEGANE CARTOONS im MuseumsQuartier

Noch bis 21. Oktober 2018 zeigt die Galerie der Komischen Künste im MuseumsQuartier / Q21 die Ausstellung VEGANE CARTOONS. Ist Rückwärts-Autofahren wirklich vegan? Stimmt es, dass Gott eine Karotte ist?…

Noch bis 21. Oktober 2018 zeigt die Galerie der Komischen Künste im MuseumsQuartier / Q21 die Ausstellung VEGANE CARTOONS. Ist Rückwärts-Autofahren wirklich vegan? Stimmt es, dass Gott eine Karotte ist? Und wie sieht eigentlich ein Grabstein für Veganer aus? Diese und mehr Fragen rund um das vegane Leben werden in der Ausstellung beantwortet. Euch erwarten Cartoons von Bettina Bexte, Daniel Jokesch, Dorthe Landschulz, Elisabeth Semrad, Johann Mayr, MATRATTEL, Michael Dufek, Michael Holtschulte, Miriam Wurster, Nicolas Mahler, Oliver Ottitsch, Rudi Hurzlmeier, Til Mette, Uwe Krumbiegel und vielen mehr. Und das Beste? Der Eintritt ist frei!

Ich habe vor einigen Jahren eine frühere Auflage dieser Ausstellung besucht und fand viele der Cartoons sehr gelungen und treffend. Auch diese Neuauflage werde ich mir nicht entgehen lassen, nachdem die Galerie der Komischen Künste sehr zentral gelegen und jeden Tag der Woche geöffnet ist, lässt sich die Ausstellung auch relativ spontan besuchen.

Zur Ausstellung gibt es ein Buch, das ihr sowohl online als auch offline im Shop der Galerie der Komischen Künste kaufen könnt.

VEGANE CARTOONS

Galerie der Komischen Künste
MuseumsQuartier / Q21
Museumsplatz 1
1070 Wien

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr

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Gibt es auch Nachhaltigkeit beim Thema Selbstwert?

Ja! Und genau darum plädiere ich für einen Selbstwert auf 10! Damit wir nicht Opfer des Glaubens „Mir wurde leider nicht so viel Selbstwert in die Wiege gelegt!“ bleiben ,…

Ja! Und genau darum plädiere ich für einen Selbstwert auf 10! Damit wir nicht Opfer des Glaubens „Mir wurde leider nicht so viel Selbstwert in die Wiege gelegt!“ bleiben , sondern wir aktiv diese Sache mit dem Selbstwert „in Ordnung“ bringen. Denn wie der Begriff schon besagt, der Selbst-Wert ist der Wert, den wir uns selbst geben. Da stellt sich dann natürlich schon die erste Frage: Warum um Himmels Willen, geben wir uns dann selbst oft so einen niedrigen Selbst-Wert?

Meine Lieblingsantwort ist: Weil uns die Wirtschaft manipuliert. Denn umso unfähiger wir uns fühlen, desto öfter fallen wir in einen Kaufrausch, um dies zu verstecken. Umso „hässlicher“ wir uns selbst erleben, desto mehr Produkte bis hin zu optimierenden Operationen, kaufen wir zu. Und umso weniger wir „charakterlich wert“ sind, desto leichter glauben wir, was uns die Konsumgesellschaft an Minderwertigkeitsgefühlen suggeriert. Und dann kaufen wir wieder. Immer in der Hoffnung, dass…

Darum sehe ich beim Thema Selbstwert folgendes als die zwei wichtigsten Grundsätze:
1. Investiere so lange in die Höhe deines Selbstwerts, bis du dich nachhaltig bei 10 ansiedelst. Und zwar unabhängig davon, was in deinem Leben für Dinge passieren. Sprich ob du die Arbeit verlierst, die Beziehung in Brüche geht, du zehn Kilo zunimmst oder ob sich dem Alter entsprechend Falten im Gesicht niederlegen. Sodass du so sicher zu dir selbst und zu deinem Wert stehst, sodass du unabhängig von den Herausforderungen im Außen innerlich auf 10 bleibst. Gemäß dem Motto: Ich bin. Also bin ich wertvoll!
2. Steige aus jeglicher medialer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Gehirnwäsche aus! Egal wer dir suggerieren will, du seist nicht gut genug, du seist nicht schön, nicht erfolgreich, nicht liebenswert genug, mache dir bewusst, das Ziel dahinter heißt: Konsumenten erzeugen!

„Ich bin. Also bin ich wertvoll!“ Sieben Tipps, warum du nichts leisten musst, um wertvoll zu sein!

Wenn du in der Schule gute Noten hast, dann…
Wenn du brav im Haushalt mithilfst, dann…

…bist du wertvoll! So lernen wir als Kinder schon, wir sind nur wertvoll, wenn wir dies und das geleistet haben. Und weil wir so brave Kinder waren, sind wir auch so brave Erwachsene. Zwar nicht im außen in der Gesellschaft. Nein, da wehren wir uns und rufen „Ich funktioniere sicher nicht!“ oder „Mit mir doch nicht!“. Aber wenn wir dann zuhause sind, alleine, dann packen wir genau dieses Muster wieder aus:

Wenn ich fünf Kilos abgenommen habe, dann…
Wenn ich ein Haus, einen BMW und einen Swimmingpool habe, dann…

…bin ich wertvoll! Weil jetzt mit diesen Kilos, die ich (noch) habe, bin ich einfach zu dick. Und dick ist nicht wertvoll! Und mit den Status-Symbolen, die ich mir bis jetzt erarbeitet habe, kann ich höchstens mit meinem Hausmeister mithalten, obwohl der schon einen BMW fährt. Also vertagen wir unser Leben auf später:

Wenn ich in der Pension bin, dann…
Wenn ich endlich alles erledigt habe, dann…

…bin ich wertvoll, weil dann habe ich alles geschafft, das ich mir für mein Leben vorgenommen habe. Nur blöde, wenn ich doch nicht alles gemacht habe, was ich mir vorgenommen hatte. Was dann? Bin ich dann immer noch nicht wertvoll genug? Nein, denn dann muss ich wenigstens den Garten in seinen Bestzustand bringen. Die Wohnung perfekt sauber in Schuss halten…

Seht ihr, wohin dieser Mechanismus des „Immer noch nicht genug!“ führt? Ins Land der Wertlosigkeit! Und im Land der Wertlosigkeit könnt ihr schuften, abnehmen, verdienen so viel ihr wollt, denn eines bleibt immer gleich: Es ist nie genug! Also, wo geht es zum Ausgang?

Bild: pixabay.com / jill111

Du musst nichts leisten, um wertvoll zu sein. Darum sage ich:
1. Du „bist“. Und alleine das „Sein“ ist ein sehr wertvoller Zustand!
2. Jeder Grashalm, deine Katze, jeder Baum, dein Nachbar, deine Kollegin ist wertvoll, alleine deshalb, weil sie „ist“. Deine Kollegin ist vielleicht wertvoll für dich, weil sie so nett ist. Und dein Nachbar ist vielleicht wertvoll für dich, weil er so schwierig ist. So oder so, du bekommen eine Lernchance, in deiner Persönlichkeit zu wachsen und dazu zu lernen. Also ist jeder und jedes wertvoll.
3. Der Selbstwert setzt sich aus mindestens zwei Säulen zusammen: Das „Leisten“ und das „Sein“. Beim „Leisten“ kennen wir uns alle aus: Möglichst viel! Möglichst schnell! Möglichst oft! Und das am besten in jedem Bereich! Inzwischen sogar auch schon beim Aussehen! Wir haben eines gelernt in unserer Kindheit und in unserem Erwachsenenleben: Leistung ist immer gut! Beim „Sein“ sieht es schon anders aus. Da gibt es die Faulenzer, die Nichts-Tuer, die Schmarotzer… Wir kennen alle diese Begriffe, die verwendet werden, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um ein wertloses „Subjekt“ unserer Gesellschaft handelt! Das Problem dabei: Wenn wir Menschen nie „Seins“-Zeiten haben, werden wir krank: Depression, Burn-Out, Sinnlosigkeitsgefühle…
4. Unsere Leistungsgesellschaft sitzt in einer Sackgasse! Weil wir unsere zweite Säule für Selbstwert verloren haben. Wenn es einmal im Beruf, im „Leisten“, nicht so gut läuft, dann kann uns die zweite Säule nicht mehr auffangen: Spazieren gehen, Freunde treffen, Urlaub machen, malen, Sport betreiben sind für viele wertlose Zeitvertreibe. Wäre die Säule des „Sein“ gesellschaftlich gesehen wertvoll, dann könnten wir uns dort auftanken, ausruhen, auffangen lassen, wenn das Leisten zu viel wird.
5. Wir Menschen laden im „Sein“ unsere Batterien für das „Leisten“ wieder auf. Wenn das Aufladen unserer Batterien als wertlos verbrachte Zeit gilt, dann haben wir ein Problem. Weil wir dann unsere „Maschine“ fahren und fahren, ohne sie jemals aufzutanken. Und was passiert? Sie bleibt stehen. Manchmal für immer!
6. Gehe in die Selbst-Verantwortung: Gebe dem „Sein“ wieder einen Wert! Wenn unsere Leistungsgesellschaft in einer Einbahnstraße steckt, steige aus diesem Zug aus. Und sorge für dich! Schreite in eine Welt, in der das „Sein“ wieder Wert hat!
7. Denn du bist bereits wertvoll, so wie du bist! Und wenn die Gedanken „Naja, aber fünf Kilos schon…“ oder „Ein BMW wäre doch…“ kommen, erinnere dich:

Du bist, also bist du wertvoll! 

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Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann…

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann aber feststellen, dass die Vorfreude größer war als das tatsächliche Erlebnis. „Einfach Leben – der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann (Knesebeck Verlag, 2017 erschienen, 240 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen, Softcover) ist so ein Buch. Es deckt viele spannende Themen ab, mit denen ich und viele andere täglich zu tun haben. Von Naturkosmetik über Ausmisten bis plastikfreier leben oder Achtsamkeit. Die Gestaltung des Buchs ist sehr ansprechend, minimalistisch gehalten und im Magazinstil mit vielen Fotos gefüllt. Die Autorin ist Kreativdirektorin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Lifestyle und Zeitgeist.

Minimalismus ist seit einigen Jahren ein relativ bekanntes Prinzip: Mehr Platz für die wichtigen Dinge schaffen durch Ausmisten von Überflüssigem und einem bewussten Umgang mit Konsumgütern. Dadurch entsteht mehr Überblick, weniger Reizüberflutung und eine neue Wertschätzung für die Dinge, die man besitzt. Mehr Momente statt Sachen. Weniger Dinge, mehr Qualität.

Bild: Verena

Das Buch beginnt mit dem „How-to“-Minimalismus und empfiehlt vor dem Ausmisten ein Ziel vor Augen zu haben, welches man sich am besten bildlich gestaltet. Wie sollen die Räume in der Wohnung/im Haus aussehen? Wie würde ich mich wohlfühlen? Um in das grundlegende Prinzip, das Downsizing oder auch Ausmisten, einzusteigen, kann man eine kleine Monats-Challenge machen, in der für jeden Tag eine Aufgabe gestellt wird. Oder ich visualisiere über einen Zeitraum, welche Plätze und Orte in der Wohnung wirklich genutzt werden.

Minimalismus bezieht sich aber nicht nur auf die Auswahl von Besitz um einen herum. Es ist auch ein Lebensstil. Wir lernen in Homestories einige minimalistisch lebende Menschen kennen, die einen besonderen Wohnsitz wie ein Hausboot oder einen Bauwagen gewählt haben und einen Ausschnitt aus ihrem Leben zeigen oder in den Bereichen Mode, Kosmetik oder Ernährung minimalistische Ansätze verfolgen und in Interviews darüber berichten. Das Buch ist in die vier Kapitel „Mode“, „Körper“, „Wohnen“ und „Lifestyle“ unterteilt. Gespickt sind die Seiten mit Links, Buchempfehlungen oder weiterführenden Tipps. Durchgängig ist alles reich bebildert und am Ende finden wir eine kompakte Übersicht an weiterführenden Seiten, Blogs und Shopempfehlungen.

Bild: Verena

Das Konzept Minimalismus ist etwas schwierig zu fassen, es geht einerseits um den Abschied von Ballast, aber „Einfach leben“ packt unter dieses Stichwort so viele Themen, die für mich eher zu einem „umweltbewussten, nachhaltigen Leben“ gehören. (Unter dem Begriff „Einfach leben“ findet man u.a. auf Wikipedia dazu noch mehr Begriffe, die mit Minimalismus in Verbindung gebracht werden).

Es tauchen in diesem Buch sehr viele Themen und Produkte auf, die in der an Minimalismus interessierten Zielgruppe beliebt sind, dies aber für meinen Geschmack etwas zu undifferenziert. Ich finde es als Leserin natürlich toll, wenn bei einem fokussierten Lebensstil auch Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt und beispielsweise DIY-Rezepte für Pflegeprodukte angeboten werden. Es wirkt auf mich allerdings etwas zu willkürlich und oberflächlich. Wie ein Versuch, so viele Reizthemen in ein Buch zu packen, wie möglich. Da werden Kosmetikprodukte abgebildet, aber nicht erläutert, warum genau diese Produkte empfohlen werden. Mir ist klar, dass Minimalismus und ein bewusstes, achtsames Leben Hand in Hand gehen. Aber mir fehlen bei vielen Punkten Quellen, wie zum Beispiel bei der Empfehlung zum Ölziehen. Gleichzeitig wird zu viel Werbung gemacht – für Unternehmen, für Apps, für Shops. So entwickelt sich Minimalismus zu einer neuen Form der LOHAS. „Einfach leben“ lässt alles super easy, clean und locker erscheinen. Ich hätte mir hier unbedingt mehr kritische Aspekte gewünscht, zum Beispiel beim Thema Verhütung mit NFP.

Bild: Verena

Insbesondere EinsteigerInnen in das Thema werden hier eine Fülle an möglichen Lebensentwürfen, Produkten und Konzepten finden, die sicherlich Lust auf ein bewusstes, geordnetes Leben machen. Aber ist man nur dann bewusst und fokussiert, wenn man ausmistet und Öko-Produkte kauft? Mir fehlt hier die gesellschaftliche Vision, denn das Buch lässt streckenweise den Eindruck gewinnen, dass Minimalismus vor allem für einen ausgewählten Kreis aus privilegierten BesserverdienerInnen eine Lösung ist, aus ihrem schnelllebigen Alltag auszubrechen. Minimalismus als Wohlfühlgarantie, so wird es den LeserInnen vermittelt.

Bild: Verena

Einige der vorgestellten MinimalistInnen sind eher Gutverdiener, die sich dann mal eben das Haus auf dem Land oder das schick designte Hausboot kaufen können. Versteht mich nicht falsch, bewusster Konsum und nachhaltige Produkte sind wichtig, aber der Sinn von Nachhaltigkeit geht weiter. Minimalismus sollte nicht nur ein Trend sein, sondern das Individuum und die Gesellschaft umfassen. Um wirklich etwas zu ändern reicht es eben nicht nur, wenn ich es mir stylisch und ordentlich bequem mache. Der Guide geht nicht wirklich tiefer und differenziert auf grüne Themen ein, erklärt keine komplexeren Zusammenhänge oder ökologische Themen, lediglich beim Thema Mode wird auch die gesellschaftliche Relevanz von Minimalismus aufgezeigt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe hier ein paar hilfreiche Inspirationen erhalten. Themen wie Capsule Wardrobe, Zero Waste Tools oder nachhaltige Mode kommen nicht zu kurz. Viele Hinweise kann man sich aber auch durch diverse Zeitschriften, Blogs und über Instagram holen. Zum Blättern und eben für Neulinge auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und des Minimalismus ist es ein reiches Sammelsurium an Ideen und Konzepten. Wer sich aber tiefergehend mit diesen auseinandersetzen möchte, könnte unter Umständen etwas enttäuscht werden.

Vielen Dank an den Knesebeck-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Crowdfunding für nupro – Wer gewinnt den dmSTART! Contest?

Aktuell rittern im Rahmen des dmSTART! Contests 20 Projekte aus den Bereichen Bio-Food, Kosmetik, Hygiene, Reinigung und Baby um die Gunst der Crowd. Die drei Projekte, die nach Ablauf der Finanzierungsphase ihr…

Aktuell rittern im Rahmen des dmSTART! Contests 20 Projekte aus den Bereichen Bio-Food, Kosmetik, Hygiene, Reinigung und Baby um die Gunst der Crowd. Die drei Projekte, die nach Ablauf der Finanzierungsphase ihr Fundingziel auf Startnext erreicht haben und die meisten UnterstützerInnen begeistern konnten, bekommen die Möglichkeit, einen Lieferantenvertrag mit dm abzuschließen und mit ihrem Produkt einen Listungsplatz in bis zu 2.000 dm-Märkten und/oder im dm-Onlineshop zu erhalten.

Auch Christian Fenner und sein Team nutzen diese Chance, um für ihren Proteinshake nupro Geld zu sammeln und Aufmerksamkeit zu erzeugen. In der Projektbeschreibung heißt es dazu: „nupro hilft Dir deine Speicher nach dem Sport wieder aufzufüllen und ist für Dich da, wenn mal keine Zeit für eine ausgewogene Mahlzeit ist. Mit drei leckeren Sorten aus pflanzlichen Proteinen und hochwertigen Ballaststoffen ist im Handumdrehen ein leckerer, gesunder Shake zubereitet. nupro ist jedoch mehr als nur gut für Dich. Die Verpackung kommt komplett ohne Plastik aus und für jede Box werden drei Bäume in Madagaskar gepflanzt. Sei Teil unserer Bewegung für eine gesündere und grünere Welt!“

Mit dem nachhaltigen Schoko-Riegel nucao haben Christian und seine KollegInnen bereits eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne hinter sich und auch dieses Mal ist die Fundingschwelle bereits erreicht. Wie es dazu kam und welche Visionen Christian und sein Team verfolgen, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Gemeinsam mit deinen Partnern hast du den Proteinshake nupro entwickelt. Erzähl doch kurz, was das Besondere daran ist.

Christian: nupro ist kurz gesagt der erste 100 Prozent nachhaltige Proteinshake. Nachhaltigkeit ist aber zugegebenermaßen ein etwas überstrapaziertes Wort. Wir meinen es trotzdem ernst damit. nupro ist aus pflanzlichen, ressourcenschonenden Proteinquellen in Bioqualität, verpackt in einer kompostierbaren Folie und für jede im Handel verkaufte Box pflanzen wir drei Mangroven in Madagaskar. Der Proteinshake ist für Menschen, die fit und bewusst unterwegs sind und ab und zu ihre Ernährung sinnvoll ergänzen möchten. Mit unseren leckeren und besonderen Sorten Pumpkin Chai und Kakao Zimt soll es auch noch möglichst viel Spaß machen.

Wie kommt man auf die Idee einen pflanzlichen Proteinshake zu produzieren?

Durch unser erstes Produkt nucao setzen wir uns natürlich viel mit gesunder Ernährung auseinander und reden mit vielen Menschen darüber – ob auf Messen mit unseren Kunden oder unter Gründern in der Food-Startup-Szene. Wir haben für uns selbst einfach gemerkt, dass wir nach dem Sport manchmal gerne eine Stärkung hätten, die wir mit gutem Gewissen zu uns nehmen. Und die nicht nur auf Proteine ausgelegt ist, sondern auf eine ganzheitliche Versorgung – also auch mit Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen. Hinzu kommt, dass es kein Proteinshake auf dem Markt gibt, der unseren Ansprüchen bei the nu company gerecht wird. Oft sind synthetische Zutaten im Spiel und immer sind sie in Plastik oder Alu verpackt. Das wollten wir ändern.

Ihr habt für die Serienproduktion eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gelauncht. Welche Ziele verfolgt ihr dabei?

Wir haben zwei Ziele mit dieser Kampagne. Mit dem ersten Ziel wollen wir finanziell den Markteintritt erreichen, mit allem was dazu gehört. Dazu ist die erste Schwelle von 20.000 Euro ausreichend, um die erste Zutaten-Bestellung mit akzeptablen Preisen zu tätigen und die Verpackungsmaterialien zu beschaffen. Bei unserem eigentlichen Ziel von 50.000 Euro können wir dann einen satten Launch hinlegen, inklusive Marketingbudget für Messen, Online-Werbekampagnen und einen vorsichtigen Start im deutschen Einzelhandel. Das zweite Ziel ergibt sich aus dem dmSTART! Contest. Denn mit unserer Kampagne battlen wir uns gleichzeitig mit 19 anderen Start-ups, um in Deutschlands dm-Regale zu gelangen. Die drei Start-ups mit den meisten Unterstützern erhalten diese Chance. Das ist natürlich ein riesiger Ansporn.

Vor zwei Jahren habt ihr schon mal euren Snack-Riegel nucao via Crowdfunding finanziert. Inwiefern hilft euch diese Kampagne jetzt bei nupro?

In der Konzeptionierung und der Strategieerarbeitung hat uns die erste Kampagne natürlich geholfen. Man weiß besser, wie man seine Community aktiviert und begeistert. Trotzdem muss ich sagen, dass das meiste genauso schwierig wie bei der ersten Kampagne ist – man muss bei Null anfangen was Kreativität und Innovation angeht.

Ihr unterstützt mit eurem Projekt auch die Aufforstungsinitiative edenprojects.org. Wie wichtig ist euch ein gesamtheitlicher Ansatz in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Der ganzheitliche Ansatz ist das Herz unseres Unternehmens. Direkter Handel bei kritischen Rohstoffen wie Kakao, Bioqualität, Ökostrom in der Produktion, eine plastikfreie Verpackung – das alles sind Bausteine für nachhaltiges Wirtschaften. Wir wollten jedoch mehr als den Fußabdruck möglichst gering zu halten. Wir wollten die Bilanz zum Positiven wenden. Deshalb haben wir einem Hebel gesucht, der das möglich macht – und haben uns dafür entschieden Bäume zu pflanzen. Als soziales Start-up verpflichten wir uns, dass die soziale und grüne Bilanz immer positiv ist – die Wirtschaftlichkeit ist natürlich überlebenswichtig, muss sich aber danach einreihen.

Bild: edenprojects.org

Wenn ihr eure Kampagne erfolgreich abgeschlossen habt, wie geht es dann weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Wir werden hoffentlich viele, viele Pakete packen und mit dm über die Einlistung sprechen. Das wäre der Traum. Danach geht es darum, die Marke nupro ordentlich zu positionieren und nucao nicht aus den Augen zu verlieren. Die größte Herausforderung besteht darin eine Marke aufzubauen, denen Menschen vertrauen. Wenn das gelingt können wir zeigen, dass Kapitalismus auch anders funktioniert und die Welt besser machen kann.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

 

Noch bis 14. September 2018 könnt ihr nupro auf Startnext unterstützen, weitere Informationen zu den Projekten von Christian findet ihr auf der Webseite von nucao.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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