Eco. Life. Style.

Autor: Moni

Trash-Art – Wie aus Müll Einzigartiges wird

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu…

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu ihrer Berufung gemacht. Wo ich mich noch gefragt habe, was man denn aus Besteck oder alten Waschbrettern noch machen könnte, werden hier selbst aus DDR-Schätzen noch Unikate gefertigt. Die Auswahl ist schier grenzenlos, denn die beiden Kreativen scheuen keine Herausforderung.

Der Begriff „Trash-Art“ wurde erstmals in der bildenden Kunst etabliert und von Künstlern benutzt, die aus dem Abfall von billigen Massenprodukten und Müll einzigartige Collagen und Skulpturen bauten. Heute fließen die vielen unterschiedlichen Begriffe ineinander, Trash-Art kann im weitesten Sinne auch als Upcycling bezeichnet werden, wenn der verwendete Müll in der Verarbeitung aufgewertet wird.

Bei einem kurzen Interview hatte ich die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen blicken zu dürfen, für ein persönliches Treffen war schlicht die Entfernung zu groß. Die Leidenschaft für Trash-Art, also die Kunst aus Müll etwas Neues und Nützliches zu machen, entwickelte sich bei beiden schon im Kindesalter. Alles, was andere wegwerfen wollten, wurde gesammelt. Die Affinität zu alten Häusern oder Fabriken, die zum Abriss freigegeben wurden, das Abblättern von Farbe und all die kleinen Details, die so ein altes Gemäuer ausmachen, all das spielt hier zusammen. Der Wegwerfgesellschaft trotzend wird so gut wie alles verwertet, was sie in die Finger bekommen.

Memoboard

Die Produkte

Bei einem Blick auf die Produkte bin ich, da ich ja selbst Upcyclerin bin, bei jedem einzelnen Stück mehr und mehr über die Machart und das einzigartige Design erstaunt. Der DaWanda-Shop der beiden beinhaltet nicht nur unglaubliche Lampen und Schlüsselbretter, sondern auch Dinge aus Emaille, für Küche, Bad und Wohnen, Dinge aus Glas, Schallplatten und Spitze. Selbst vor der Fotografie und alten Bildern wird nicht Halt gemacht. Dabei empfinde ich die Preise als höchst angemessen, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei und fündig wird man auf alle Fälle, wenn man eine Leidenschaft für Antikes und Altes hat. Mein persönlicher Favorit sind die Memoboards.

Mein Fazit

Die beiden Künstler aus Leipzig haben es mit ihrer Müll-Kunst meiner Meinung nach geschafft, den Begriff Upcycling auf eine ganz neue Stufe zu heben. Während andere noch grübeln, wird hier schon gearbeitet. Seit Februar 2013 sind sie auf Facebook und DaWanda mit einer eigenen Seite beziehungsweise einem eigenem Shop vertreten. Eines ist sicher, mich haben sie als dauerhaften Fan und Kunden schon gewonnen! Falls ihr nun neugierig geworden seid, freuen sich die beiden Leipziger sicherlich über einen Besuch auf ihrer Seite.

Habt ihr denn schon einmal versucht, aus Müll etwas Neues zu basteln? Sind euch Taschen aus Tetra-Paks ein Begriff? Für einen Geldbeutel findet ihr hier eine passende Anleitung. Ich habe mich von Thomas und Jany inspirieren lassen und eine solche Tasche als nächstes Projekt in Planung.

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Das war die 1. MAKER WORLD – Messe rund ums Machen, Tüfteln und Gestalten!

Zum ersten Mal fand die MAKER WORLD statt, zum ersten Mal reiste ich ohne Mann und Kind ins Ausland und zum ersten Mal lernte ich Amateurfunker persönlich kennen! Ziemlich viele Premieren…

Zum ersten Mal fand die MAKER WORLD statt, zum ersten Mal reiste ich ohne Mann und Kind ins Ausland und zum ersten Mal lernte ich Amateurfunker persönlich kennen! Ziemlich viele Premieren für zwei Tage, aber beginnen wir diesen Messebericht mit Infos und Eindrücken hinter den Kulissen – doch erstmal einen Tag zuvor: Freitag. Die Anreise mit dem Auto war schon ein kleines Abenteuer, da wir fast zwei Stunden im Baustellen-Stau feststeckten und sich somit mein kompletter Zeitplan verschob. Anstatt mindestens vier Stunden vor Aufbauschluss am Gelände zu sein, halbierte sich diese Zeit. Doch dank meines Vaters und meiner Stiefmutter, die sich zum Glück die Zeit genommen und spontan einen Kurzurlaub eingeplant haben, um mir die Reise zur Messe zu ermöglichen, war der Aufbau meines Standes zum Glück noch in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Wir kamen bei der Halle zwei Stunden bevor sie geschlossen wurde an und mussten im Eiltempo aufbauen – ich war mehr als beeindruckt von der Größe, der Aufmachung und vor allem den anderen Ständen! Die Case Modder hatten ihren riesigen Bereich schon fertig aufgebaut und von meinem Stand aus hatte ich den perfekten Blick darauf. Mir gegenüber hatte sich Nadelstichs Kreativscheune aufgebaut und erntete meinen Neid und meine Anerkennung für die vielen tollen professionellen Näh-, Stick- und Plottermaschinen. Meine direkten Nachbarn waren die Pattern Company, zwei wirklich nette Damen mit denen ich Zeit hatte ein wenig zu tratschen. Zwei „alte Bekannte“, die ich von der Fair Cycle-Messe in München kannte, waren ebenfalls in meiner Nähe: Die WerkBox  und Nestbau Designstudio. Alles in allem war ich in einer Ecke, in die ich genau hinein passte: Zwischen Näherinnen und Maschinentechnikern. Am Freitag hatte ich Glück, den Aufbau meines Standes und des Workshop-Bereichs noch zu schaffen, denn Samstag war dafür keine Zeit mehr.

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Unser Hotelzimmer lag mitten in der malerischen Altstadt von Ravensburg und wer jemals diese wunderhübsche Stadt besucht hat, wird mir sicherlich zustimmen: Diese Stadt nennt sich nicht umsonst die „Stadt der Spiele“! Niedliche bunte Häuser mit nostalgischen, zum Teil bunten Fassaden und unterschiedlichsten Stilen reihten sich in engen, aber süßen Gassen aneinander. Leider hatte ich nicht die Zeit, die Stadt ausgiebig zu besichtigen, aber die wenigen Straßen, die ich sehen konnte, waren ein Traum und wären eine kleine Städtereise wert. Die Messe begann sowohl Samstag als auch Sonntag um neun Uhr und diese Uhrzeit nahmen die Besucher sehr genau. Punktgenau zur Eröffnung strömte ein gewaltiger Schwarm Menschen in die Halle und dieser Strom riss kaum ab. Bis auf kleine Zeitfenster von circa 15 Minuten zur Mittagszeit oder gegen Abend hin, war ein stetiger Besucherstrom zu verzeichnen. Insgesamt besuchten rund 17.000 Leute beide Messen! 

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Menschen jeden Alters, sowohl Deutsche, Österreicher, Schweizer, als auch Franzosen und englischsprachige Interessierte durfte ich an meinem Stand begrüßen. Es war zum Teil eine Herausforderung, sich zu verständigen. Zum Glück reichten meine Englisch-Kenntnisse aus, um die vielen Fragen rund um meine Produkte und Upcycling im Allgemeinen zu beantworten. Absolutes Highlight dieses Tages war der Auftritt der Funkenmarie, den ich zwar leider nur am Rande, aber doch mitbekommen habe. Eine Mischung aus fetziger Musik und dazu passenden Tanzbewegungen der Funkerin waren ein „elektrisierendes“ Erlebnis! Worüber ich mich auch sehr gefreut habe, war das rege Interesse an meinem Workshop. Ursprünglich hatte ich feste Zeiten eingeplant, doch das wurde schnell verworfen, da sich zu so unterschiedlichen Zeiten so viele Interessierte bei den Tischen versammelten, dass ich natürlich nicht nein sagen konnte. Es war ein Riesenspaß, denn nicht nur Kinder, sondern Besucher jeden Alters machten mit und das bis zum Schluss. Um 18 Uhr war für mich noch lange nicht Feierabend und so kam ich nach dem Abendessen und einem kurzen Telefonat mit meinem Mann über Skype im Hotel erst weit nach Mitternacht ins Bett.

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Am Sonntag sollte es genau so weitergehen. Schlag neun Uhr strömten die Leute herein und waren eifrig dabei, sich zu informieren und interessierte Gespräche zu führen. Mein Highlight dieses Tages war die Zeit zwischen elf und halb zwölf Uhr, als ich die Ehre hatte die „MAKER Kiste“ zu verschönern. Diese Kiste war ein Gemeinschaftsprojekt aller Aussteller die daran teilnehmen wollten. Eine simple Holzkiste ging von Stand zu Stand und jeder „Maker“ konnte sich darauf mit seiner individuellen Art verewigen. Trotz eifriger Vorbereitung hätte ich die Zeit von 30 Minuten beinahe gesprengt, aber man will es schließlich perfekt machen. Ein weiteres Highlight war ein kleiner Ausflug noch vor neun Uhr mit einem Amateurfunker der mich am Stand besuchen kam. Dank ihm konnte ich einen kleinen Blick auf die HAM RADIO werfen, die mindestens genau so faszinierend aufgebaut war wie die MAKER WORLD und ich bin froh, dass ich diesen Eindruck mit nach Hause nehmen durfte. 

Von den vielen kurzen Gesprächen, die ich mit meinen Ausstellerkollegen führen konnte, erfuhr ich, dass die gute Stimmung und das positive Feedback der Besucher nicht nur meinem Stand galten. Die anderen Workshops waren ebenfalls sehr beliebt und gut besucht, die Menschen interessierten sich sehr fürs „mitmachen“ und „selbst ausprobieren“, was uns alle sehr freute und auch motivierte in dem, was wir tun. Alles in allem habe ich weder gröbere Pannen, noch andere Unfälle mitbekommen und meiner Ansicht nach lief alles nach Plan. Eine Tatsache, die für die Premiere einer Messe wirklich für das Organisationsteam spricht! Am liebsten hätte ich mich zweigeteilt, damit ein Teil von mir sich die Messe als Besucher ansehen hätte können. Da ich alleine war, konnte ich nur einmal eine schnelle Runde machen und muss sagen: Es war traumhaft schön aufgebaut, die Stände waren ansprechend dekoriert und jeder präsentierte seine individuellen Produkte auf seine ganz eigene Weise. So erfüllte jeder Aussteller auf seine persönliche Art das Motto der Messe: Machen, Tüfteln, Gestalten und keine kreative Einschränkung! 

Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr und hoffe, dass ich wieder dabei sein kann, denn so eine Messe ist definitiv eine Reise wert! 

Wenn ihr nächstes Jahr auch dabei sein wollt, findet ihr hier alle Informationen dazu: maker-world.de

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Das war die 1. Fair Cycle Messe in München!

Als am Sonntag um 18 Uhr die Tore der Reithalle für Besucher geschlossen wurden, konnte ich gar nicht begreifen, dass dieser Event schon vorbei sein sollte. Es war eine einzigartige…

Als am Sonntag um 18 Uhr die Tore der Reithalle für Besucher geschlossen wurden, konnte ich gar nicht begreifen, dass dieser Event schon vorbei sein sollte. Es war eine einzigartige Erfahrung, eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht und vor allem hat es richtig Spaß gemacht! Doch beginnen wir mit diesem kleinen Messebericht von Anfang an.

Ich bin als Ausstellerin schon Freitag angereist, um genug Zeit für den Aufbau meines Messestandes zu haben und vielleicht noch ein wenig von der Stadt München besichtigen zu können. Als Österreicherin komme ich schließlich nicht so oft in diese Stadt. Wie sich beim ersten Besuch der Reithalle, die praktischerweise keine 300 Meter von meinem Hotel entfernt lag, herausstellte, konnte ich Freitag gar nichts aufbauen, da meine Standkollegen noch nicht eingetroffen waren. Somit habe ich die Zeit für einen Besuch des Viktualienmarktes, der Fußgängerzone und vielen kleinen Seitengassen genutzt. Am Abend wurde noch sehr festlich im Mongos gespeist, zusammen mit Kati Smerda von Cath… Who?, die ebenfalls als Ausstellerin auf der Fair Cycle Messe war und die mich und meinen Mann eingeladen hatte, sie zu begleiten. So wurde der Freitag doch noch sinnvoll genutzt und am ersten Tag der Messe ging es gut gestärkt mit dem Aufbau los.

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Während die Aussteller, die sich ihren Stand mit niemandem teilten, schon fleißig am Aufbauen waren, bauten wir Existenzgründer unseren Gemeinschaftsstand nach kurzer Absprache zusammen auf. Die Chemie zwischen meinen Nachbarn und mir stimmte sofort und es war von Anfang an eine gute Stimmung. Kurzfristig gab es Unstimmigkeiten was die Größe und Aufteilung des Standes betraf, doch die Organisatorin, Birgit, war stets sehr bemüht, dass sich jeder wohlfühlte und niemand unfair behandelt wurde. So wurde das Problem ohne großen Streit beseitigt. Und während ich meinen Workshop betreute, kam auch mein Mann bei der Betreuung meines Standes gut zurecht und es wurde eine schöne, aufregende und lehrreiche Veranstaltung. Der Workshop, bei dem man mit meiner Hilfe eine eigene Tastenkette anfertigen durfte, wurde hauptsächlich von Kindern zwischen fünf und 15 Jahren genutzt und ich war erstaunt darüber, wie kreativ diese kleinen Köpfe waren. Voller Eifer wurde bemalt, beklebt und ausprobiert was eine normale PC-Taste so alles aushalten mag, und mit dem Ergebnis waren alle sichtlich zufrieden.

Allgemein betrachtet war die Organisation recht gut geplant, doch wie es beim Debüt einer Messe passieren kann, gab es den einen oder anderen Patzer. So waren sich die Organisatoren der Modenschau nicht ganz einig über die Reihenfolge in der die Models laufen sollten, was kurz für Verwirrung sorgte, doch für das Publikum (hoffentlich) nicht zu merken war. Spaß gemacht hat es uns Models trotzdem sehr! Die Vorträge, zum Beispiel von den Töchtern des Aufbruchs die auf der Bühne gehalten wurden, waren leider nicht bis zum Eingang der Messe zu hören, so dass man wirklich vor der Bühne sitzen musste, um nichts zu verpassen. (Alle Vorträge und Themen findet ihr hier: fair-cycle.de/fuer-besucherinnen-2/programm-work-progress/) Das fand ich sehr schade, da mein Stand weiter entfernt war und ich somit als Ausstellerin nichts davon mitbekommen habe. Applaudiert wurde aber jedes Mal kräftig, also gehe ich davon aus, dass sie gut ankamen.
Die Live-Musik war hingegen bis zum Eingang gut zu hören, so dass alle Besucher etwas davon hatten.

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Das vielfältige Programm der Messe kam beim Publikum gut an und führte zu anregenden Gesprächen zwischen Künstlern und Kunden. Ich hatte die Chance mit vielen unterschiedlichen Menschen zu sprechen und mich auszutauschen, natürlich auch im Hinblick darauf, etwas zu verkaufen. Aber der emotionale Wert eines guten Gesprächs über Nachhaltigkeit, Konsumverhalten und ökologisches Bewusstsein ist im Grunde viel mehr wert als jedes verkaufte Produkt. Was die Aussteller anging, waren wir ein wirklich gemischter Haufen. Von Möbeln aus Fassdauben, Hundeausstattung, Schmuck aus Fahrradschläuchen, Taschen aus Kaffeesäcken bis zu Schmuck und Möbeln aus Papier und einem ganzen Stand der sich nur mit der Alternative „Plastikfrei Leben“ beschäftigt, war alles dabei. Das Messepublikum war ebenfalls bunt gemischt, es kamen Menschen jeden Alters. Mütter mit Babys im Kinderwagen liefen neben Omis genauso selbstverständlich her, wie ein asiatisch stämmiger Mann neben einer afrikanischen Touristin. Es war wirklich schön zu sehen, das eine Messe, die sich um Upcycling, Design und Recycling dreht, so unterschiedliche Menschen und Kulturen jeden Alters anspricht und zusammen bringt.

Zusätzlich zum Hauptprogramm gab es zwischendurch mehrmals eine Tombola und mehrere Preise wurden verliehen – Publikumspreis, schönster Messestand, innovativstes Produkt und weitere Preise dieser Art. Alles in allem also eine rundum gelungene Veranstaltung die für Kunde und Künstler anregend und spannend war, trotz mancher kleiner Pannen.

Ich nehme von der Messe nicht nur viel positive Energie mit, sondern auch den hoffentlich lange bestehenden Kontakt zu lieben Menschen, die Eindrücke von München und seinen Bewohnern und das gute Gefühl, dass meine Produkte sehr gut angekommen sind und anderen Menschen gefallen!

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MAKER WORLD 2014 – Die Messe rund ums Machen, Tüfteln und Gestalten

Erstmalig findet die MAKER WORLD dieses Jahr von Samstag, dem 28., bis Sonntag, dem 29. Juni 2014, auf dem Messegelände in Friedrichshafen (Bodensee, Deutschland) statt. Parallel dazu läuft die HAM…

Erstmalig findet die MAKER WORLD dieses Jahr von Samstag, dem 28., bis Sonntag, dem 29. Juni 2014, auf dem Messegelände in Friedrichshafen (Bodensee, Deutschland) statt. Parallel dazu läuft die HAM RADIO, die 39. Internationale Amateurfunk-Ausstellung. Eine Kombination aus Amateurfunkern und der MAKER-Bewegung, die sich von den USA nun nach Deutschland durchgeschlagen hat, ergibt einen sehr interessanten und kreativen Mix. Das Rahmenprogramm ist unglaublich vielseitig. Auf dem Plan stehen mehrere unterschiedliche Workshops wie zum Beispiel „„Wir löten Schmuck aus Elektronik-Bauteilen“, „Siebdruck“ oder den von mir abgehaltenen „Tastenketten-Workshop: Kettenanhänger aus Standard-Tastaturtasten“. Außerdem gibt es einen Bereich für „Live Case Modding“ (wenn das Gehäuse eines Computers optisch verändert oder verschönert wird) und dazu auch eine Meisterschaft. Zwölf Teilnehmer sind hierfür bereits angemeldet, wer sich ebenfalls interessiert, dem wird hier geholfen: modding.masters.we-mod-it.com

„Fußball-Roboter, Schmuck aus Elektro-Schrott, Portraits in 3D oder eine Ultraschall-Brille, die Blinden bei der Orientierung hilft – die Maker World bietet neben den unterschiedlichsten Produkten aus technischen und kreativen Bereichen jede Menge Möglichkeiten, bei Workshops und Wettbewerben selbst zu tüfteln, zu basteln sowie sich und seine Einfälle zu präsentieren.“, erklärt Projektleiterin Petra Rathgeber. Das Großprojekt wird von einem verhältnismäßig kleinen Team geleitet und organisiert. Über 50 Aussteller aus vier Ländern sind bereits für die Messe angemeldet und ich selbst werde sowohl einen Workshop leiten als auch meine Upcycling-Produkte zum Verkauf ausstellen.

dampfradio_thechocolatistBild: Steampunk Artwork, thechocolatist.com

Das Konzept der Veranstaltung richtet sich an ein breit gefächertes Publikum. So lässt man sich nicht auf ein Thema ein und schließt andere aus, sondern versucht das breite Spektrum an Kreativität und wie man diese umsetzen kann, abzudecken. Unter den Ausstellern finden sich also nicht nur Menschen die upcyceln oder sogenannte „Case Modder“, sondern auch (Hoch-)Schulen, Museen, ein Reparatur-Café, sowie Bereiche für 3D-Druck, 3D-Scan und Robotik und noch vieles mehr. Offizielle Partner der Maker World sind der Franzis Verlag, DaWanda, die Maker-Bewegung „make Germany“ sowie das Magazin 3Druck.com.

Da die Eintrittskarte zur MAKER WORLD auch für die HAM RADIO gültig ist, hat man zwei geniale Veranstaltungen zu einem Preis. Eine Tageskarte kostet neun Euro, für beide Tage 16 Euro. Für Familien gibt es die Familienkarte, gültig für zwei Erwachsene und zwei Kinder für beide Tage um 35 Euro. Natürlich gibt es auch vergünstigte Karten, zum Beispiel für Schüler, Studenten und Kinder von sechs bis 14 Jahren. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.

Die meisten Workshops finden zu bestimmten Uhrzeiten statt, nähere Infos dazu findet ihr ihr hier. Vorab kann man sich die Aussteller im Ausstellerverzeichnis ebenfalls ansehen.

Alles in allem eine spannende Sache, auf die ich mich sowohl aus Ausstellerin als auch Besucherin sehr freue. Wünscht mir Glück, dass ich die Zeit finde, mich ein wenig außerhalb meines Standes umzusehen, rentieren würde es sich allemal!

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

MAKER WORLD
Samstag, 28. bis Sonntag, 29. Juni 2014, Messegelände Friedrichshafen (Bodensee, Deutschland)
Öffnungszeiten: Samstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag von 9.00 bis 15.00 Uhr

Homepage: maker-world.de
E-Mail: maker-world@messe-fn.de
Facebook: http://www.facebook.com/makerworld

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Was ist eigentlich… Downcycling?

Mit diesem Artikel über Downcycling ist die Serie zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling komplett. Hier findet ihr die Artikel zu Recycling und Upcycling. Recycling kennt jeder, bei Upcycling wird…

Mit diesem Artikel über Downcycling ist die Serie zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling komplett. Hier findet ihr die Artikel zu Recycling und Upcycling.

Recycling kennt jeder, bei Upcycling wird man von Informationen nur so überschwemmt, aber was genau soll Downcycling sein? Ist es überhaupt notwendig für jede Kleinigkeit einen eigenen Begriff zu definieren? Ich sage: Das ist Ansichtssache. Sicherlich macht es eine Definition einfacher, wenn jeder Vorgang eine eigene Bezeichnung hat. Leider führt es aber auch bei vielen zu reichlich Verwirrung. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, lies einfach weiter.

Was also ist Downcycling jetzt genau?

Sucht man im World Wide Web nach dem Begriff, findet man aus dem deutschsprachigen Raum nur sehr wenige Ergebnisse die sich rein mit Downcycling beschäftigen. Meist wird es nur der Vollständigkeit halber in Artikeln über Upcycling oder Recycling erwähnt, es macht fast den Eindruck, dass Downcycling unnötig wäre. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn ohne Downcycling würde es keine Verwertung von Plastik ergo Kunststoff geben. Beim Downcycling werden Rohstoffe wiederverwertet, jedoch sinkt die Qualität des Rohstoffes. Bei Papier werden die Fasern verkürzt so dass das recycelte Papier nicht mehr an die Qualität von neuem Papier herankommt. Bei Kunststoff ist es ähnlich, so dass es eigentlich als Downcycling bezeichnet werden müsste. Und auch wenn die Qualität leidet, ist es nicht weniger wichtig als Upcycling.

Facts

Warum ist Downcycling also genauso wichtig? Bei Kunststoff schon alleine aus dem Grund, dass dieser 400 bis 1.000 Jahre braucht, um zu verrotten. Bei der Menge an Kunststoff, die täglich produziert und auch weggeworfen wird, kommt es auf jede Flasche an, die wiederverwertet wird. Bereits jetzt schwimmt so eine große Menge Kunststoff im Meer, dass sich daraus eine eigene Insel gebildet hat, die geschätzt so groß ist, wie die 16-fache Fläche Österreichs. So viel zum Kunststoff, doch wie sieht es mit anderen Rohstoffen aus? Um die 250 Kilogramm Papier verbraucht ein Österreicher durchschnittlich pro Jahr und Kopf, Tendenz steigend. Das klingt im Vergleich zu den USA mit 335 Kilogramm pro Kopf zwar wenig, doch sind es trotzdem 24 Prozent des durchschnittlichen Mülls, den wir pro Jahr produzieren. Es findet bereits ein Umdenken statt, recyceltes (eigentlich downcyceltes) Toilettenpapier ist nur eines von vielen Beispielen, doch leider schreckt der manchmal höhere Preis von nachhaltigen Produkten viele noch ab.

Do it!

Um selbst tätig zu werden, reichen schon ein paar einfache Regeln aus. Beispiel Papier: Doppelseitig ausdrucken oder bereits bedrucktes Papier auf der Rückseite nochmals verwenden. Beispiel Plastikflaschen: Am besten gar nicht kaufen, aber manche Dinge gibt es leider nicht im Glas. Also kann man den Bedarf reduzieren und dann zumindest richtig recyceln. Am Besten in den gelben Sack und fest zusammendrücken, um Platz zu sparen. Downcycling lässt sich leider nicht so wie Upcycling in den eigenen vier Wänden betreiben, aber die Industrie ist schon sehr gut bei der Sache.

Fazit

Auch wenn es unnötig erscheint, für jede kleinste Tätigkeit eine eigene Bezeichnung zu finden, so ist Downcycling doch eine wichtige Form des Recyclings und sorgt dafür, dass Rohstoffe trotz Qualitätsverlust, weiter verwendet werden können. Um auch beim Einkauf auf Nummer sicher zu gehen hilft es, auf diverse Gütesiegel zu achten. Für nachhaltige Waldwirtschaft steht das FSC Gütesiegel und der Blaue Engel garantiert die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards.

Kanntet ihr Downcycling schon vor diesem Artikel und wenn ja, wusstet ihr was es bedeutet? Wenn nein, findet ihr es wichtig, dass es diesen Begriff gibt oder eher unnötig? Achtet ihr aktiv auf Müllvermeidung? Ich freue mich über eure Kommentare, lasst uns ein bisschen diskutieren!

 

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Recycling
http://en.wikipedia.org/wiki/Downcycling
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Def … definition
http://www.econcept.org/index.php?optio … &Itemid=29
http://www.umweltberatung.at/papierverb … -weiter-an

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Heilfasten, Teil 2/2: Verschiedene Methoden auf einen Blick

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen…

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen Überblick geben, wie viele unterschiedliche Arten zu Fasten es gibt und dass Fasten nichts mit einer „Null-Diät“ zu tun hat. Trotz allem muss nochmals erwähnt werden: Fasten ist für den Körper eine enorme Belastung. Bevor man im Selbstversuch fastet, ist der Besuch beim Arzt und ein gründlicher Gesundheitscheck Pflicht!

Heilfasten nach Buchinger
Die Buchinger-Methode ist die bekannteste und auch am häufigsten angewendete Fastenkur. Sie ist in der Durchführung einfach, man muss keine zusätzlichen Präparate kaufen und bei ärztlicher Begleitung kann sie bis zu 40 Tage angewendet werden. Allerdings wird sie mit der Zeit sehr eintönig und schwer durchzuhalten, das ist zumindest meine Erfahrung. Grundsätzlich folgt diese Methode dem klassischen Fastenablauf. Während der Fastenzeit wird nur Flüssigkeit aufgenommen. Über den Tag verteilt müssen es mindestens drei Liter sein, wobei man morgens Kräutertee oder Wasser, Mittags Gemüsesäfte oder Gemüsebrühe, nachmittags wieder Kräutertee und abends Obstsäfte oder Gemüsebrühe zu sich nehmen darf. Die Auswahl ist somit recht groß, nur auf die Inhaltsstoffe sollte geachtet werden, sollte man die Obst- oder Gemüsesäfte nicht selbst pressen. Von Fertiggerichten (Fertigsuppen) wird aber generell abgeraten, da sie zu viele chemische Zusätze enthalten und somit dem Fastengedanken der Körperreinigung entgegenstehen. Im Gegensatz zu Nulldiäten oder anderen Fastenmethoden nimmt man bei bei der Methode nach Buchingen Kalorien durch die Flüssigkeiten auf und belastet den Körper somit weniger.

Vorteile: Studien beweisen, dass durch die Buchinger-Methode einige Krankheiten gelindert beziehungsweise geheilt werden konnten. Trotz Fastenkur darf man klare Gemüsesuppe essen, das macht das Durchhalten leichter. Die Fastenkur kann so lange durchgeführt werden, wie man möchte (höchstens 40 Tage), Lebensmittel für die Aufbautage sind leicht zu bekommen.

Nachteile: Diese Fastenmethode wird mit der Zeit eintönig.

Die F.-X.-Mayr-Kur
Benannt nach seinem Erfinder, Franz Xaver Mayr, einem Kurarzt der unter anderem in der Steiermark und Wien praktiziert hat und der der festen Überzeugung ist, dass ein gesunder Körper nur mit einem gesunden Darm funktionieren kann. Begonnen hat alles mit der bekannten Milch-Semmel-Diät: „Die Milch-Semmel-Diät ist eine Fastenkur, die Verdauungsprobleme beheben, den Darm entlasten und seine Selbstreinigungskräfte anregen soll. Dazu werden harte Brötchen oder trockene Semmelscheiben mit etwas Milch extrem lange und intensiv gekaut.“ Mittlerweile wurde das Konzept auf der Basis neuester schulmedizinischer Erkenntnisse überarbeitet und erweitert und bietet mit der F.-X.-Mayr-Kur eine ganzheitliche Ernährungsumstellung die über das Fasten hinausgeht. Die Kur kann in Heilkliniken durchgeführt werden, es finden sich aber auch Literatur und Anleitungen im Internet für eine Kur zu Hause. Hierbei beginnt man mit einem ausführlichen Programm zur inneren Säuberung, Entgiftung und Heilung des Körpers durch einen persönlichen Kurfahrplan, der genau angibt was und wann man essen darf. Das Grundgerüst des Fastenplans ist zwar der gleiche wie beispielsweise bei der Buchinger-Methode (Aufbautage, Fastenbrechen), jedoch zielt die F.-X.-Mayr-Kur darauf ab, eine langfristige Ernährungsumstellung herbeizuführen. Zusätzlich sind Bauchmassagen um die Verdauung anzuregen vorgesehen.

Vorteile: Kein reines Heilfasten, sondern eine ganzheitliche Ernährungsumstellung. Relativ einfach durchzuführen.

Nachteile: Man muss sich streng an die vorgegebenen Pläne halten.

Hildegard von Bingen-Fasten
Die Bedeutung Hildegards von Bingen (*1098, † 1179) lässt sich schlecht in einzelne Kategorien zwängen, da sich das Weltbild seit der Zeit der Aufklärung stark verändert hat. In ihrer Zeit waren bedeutende Personen sogenannte Universalgelehrte. Hildegard von Bingen gilt allgemein als Person, die durch eigene Denkansätze neue Impulse setzte und damit einen umfassenden Blickwinkel auf verschiedenste medizinische oder auch politische Themen setzte. Sie beschäftigte sich nicht nur mit Medizin und Biologie, sondern auch mit Religion, Politik und Musik. Bei der Hildegard von Bingen-Fastenmethode bedient man sich an einem Minimum des klassischen Fastenablaufes und ersetzt das durch eigens hergestellte Fastenprodukte. Bei einer Kur die drei bis sieben Tage dauern kann, ist es vorgeschrieben keine feste Nahrung zu sich zu nehmen und viel zu trinken. Dabei bietet die Marke Hildegard von Bingen eigene Produkte für das Heilfasten an. Somit ist es nur möglich, diese Methode durchzuführen, wenn man sich zuvor die benötigten Produkte zulegt.

Vorteile: Gute Anleitungen und Literatur, die Dauer von sieben Tagen ist gut einzuhalten und die Methode ist abwechslungsreich.

Nachteile: Kauf der entsprechenden Produkte kann zu grösseren Ausgaben führen.

Suppenfasten und Molkefasten
Diese beiden Fastenmethoden sind als die einfachsten zu bezeichnen und bei der Vielzahl von Methoden auch die bekanntesten. Beim Suppenfasten gibt es mehrere verschiedene Anleitungen, von einfachem Fasten mit Hühnersuppe oder Gemüsesuppe zu aufwändigerem Fasten mit Hafercremesuppe oder Basensuppe. Oft wird die Methode auch für Gewichtsverlust beworben. Durch die Einnahme von Gemüsesuppen und ähnlichem wirkt man einem Vitamin- und Eisenmangel entgegen und belastet den Körper nicht so stark wie bei anderen Methoden.

Vorteile: Trotz Fasten kann man eingeschränkt essen, die Suppen sättigen.

Nachteile: Hat wenig mit Heilfasten zu tun, Suppen in der Herstellung aufwendig.

Beim Molkefasten oder Molkekur nimmt man hauptsächlich Molke als Hauptflüssigkeit zu sich. Zusätzlich ist die Einnahme von Wasser, Obstsäften und Sauerkrautsaft erlaubt. Molke wirkt durch die Milchsäurebakterien leicht abführend, sodass man den Körper meist ohne zusätzliche Hilfsmittel entleeren kann. Wie beim Suppenfasten wird diese Methode weniger als Heilfastenmethode angesehen, sondern mehr als Mittel um relativ schnell ein paar Kilos zu verlieren und den Körper zu „erleichtern“.

Vorteile: Die Milchsäure und der Milchzucker in der Molke wirken abführend und das erleichtert den Darm.

Nachteile: Recht einseitig was den Geschmack angeht, wenn man ausschließlich Molke trinkt.

Bei einiger Recherche finden sich noch weitere unterschiedliche Fastenmethoden aber im Grunde genommen laufen sie alle nach demselben Schema ab. So kann jeder für sich selbst die passende Methode finden, bei der er sich wohlfühlt und seine Ziele erreicht. Wichtig ist, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, dass Heilfasten nichts mit Gewichtsabnahme zu tun hat und man es nur in Absprache mit einem Arzt durchführen sollte.

Habt ihr noch Fragen zum Heilfasten? Oder seid ihr vielleicht neugierig auf mehr geworden? Lasst uns in den Kommentaren darüber austauschen!

 

Quellen:
http://www.richtig-heilfasten.de/buchinger-fasten.html
http://www.heilfasten.de/
http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Diaeten/Milch-Semmel-Diaet/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen
http://www.gofeminin.de/abnehmen/fasten-heilfasten-abnehmen-entgiften-d6154x29433.html
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/coach/tid-23177/1-tag-dienstag_aid_56894.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Molke-Fasten
http://www.richtig-heilfasten.de/molkefasten-was-ist-das.html

Keine Kommentare zu Heilfasten, Teil 2/2: Verschiedene Methoden auf einen Blick

Heilfasten, Teil 1: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon?

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens…

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens sind wissenschaftlich kaum oder nur ungenügend belegt. Der in Zusammenhang zum Heilfasten immer wieder genannte Begriff „Entschlacken“ ist wissenschaftlich nicht begründbar. […] Heilfasten kann aber ein Impuls für eine Änderung des Lebensstils sein.“ Im Gegenzug dazu schreibt die Autorin der Seite heilfasten.de, Tonia, aus ihrer eigenen Erfahrung: „Der Körper befreit sich während einer Heilfasten-Kur von allem, was ihm schadet. Giftstoffe und Schlacken werden beim Heilfasten ausgeschieden. Man könnte also auch sagen, dass das Heilfasten den eigenen inneren Arzt auf den Plan ruft und Stauungen und Blockaden auf allen Ebenen löst. Viele chronische Gesundheitsprobleme lassen sich durch regelmäßiges Heilfasten bessern oder sogar völlig heilen.“

Was also steckt hinter dem Ganzen? Ist Fasten ein Mittel, um Gewicht zu reduzieren oder den Körper zu entgiften? Oder beides? Oder ist es nur unnötige Quälerei, schlimmer noch, Geldmacherei der Heilfastenkuranstalten? In diesem Artikel möchte ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung erzählen, was Heilfasten ist, wie es funktioniert und warum ich es selbst regelmäßig mache(n muss). In einem weiteren Artikel werde ich zur besseren Übersicht die bekanntesten Fastenmethoden vorstellen und ihre Vor- und Nachteile analysieren.

Um mit meiner persönlichen Erfahrung zu beginnen, möchte ich euch zunächst erzählen, wie es dazu kam, dass ich mit dem Fasten begonnen habe. Ich führe es selbst in regelmäßigen Abständen durch, weil ich eine Autoimmunkrankheit habe. Diese äußert sich so, dass meine Immunzellen sich an Hand- und Fußgelenken gegen meine Haut wehren und ich fürchterlich juckende, sich durch das Kratzen vermehrende, rote Ausschläge bekomme. Ohne Behandlung kann sich das bis zu Hautkrebs ausweiten. Die Schulmedizin hatte auch nach zweieinhalbjähriger Behandlung versagt und ich suchte nach einer anderen Methode. Durch eine alternative Therapie über vier Monate habe ich mit natürlichen Mitteln meinen Körper komplett entgiftet. Anschließend habe ich fünf Tage gefastet und das hat den gewünschten Erfolg gebracht. Meine Haut hat sich erholt, die Ausschläge gehen zurück oder verheilen langsam. Darum führe ich es seitdem in regelmäßigen Abständen (mit ärztlicher Begleitung) durch.

Bevor man sich ins Heilfasten stürzt, geht es zuallererst zum Hausarzt – vorausgesetzt man möchte es zu Hause machen. Geht man auf eine Fastenkur in eine Heilanstalt ist es natürlich etwas anderes, aber wir gehen jetzt davon aus, dass wir zu Hause fasten möchten. Gesundheitlich muss man topfit sein, denn der Körper steht die Anstrengung einer Fastenkur sonst nicht durch. Leidet man unter bestimmten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Herz-Gefäß-Erkrankungen oder ähnlichem, ist der Gang zum Arzt Pflicht! Es kann sonst sehr gefährlich sein und das wäre absolut nicht zielführend.

Ein kurzer Überblick über den Ablauf beim Fasten

Während dieser Zeit sind besonderer Stress oder große Anstrengungen (Umzug, wichtige Projekte im Job) zu vermeiden, da das Fasten für den Körper eine enorme Anstrengung bedeutet. Zusätzlich muss man dafür sorgen, regelmäßig – am besten jeden zweiten Tag – Stuhlgang zu haben, da man sonst eine Darminfektion riskiert. Es gibt verschiedene natürliche Mittel die abführend wirken (zum Beispiel Buttermilch, Molke, Sauerkrautsaft, Zitronen-Drink, Apfelessig). Sollten diese nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kann man auch zu stärkeren Mitteln greifen (zum Beispiel Rizinusöl, Faulbaumtee, Glaubersalz, Bittersalz). In jedem Fall ist es ratsam, es auf dem natürlichen Weg zu versuchen.

Allgemein teilt sich das Heilfasten in vier Phasen auf. Während der Vorbereitung in der ersten Phase stellt man den Körper durch leichte Kost und Verzicht auf Genussmittel langsam auf die verminderte Nahrungsaufnahme ein. An den Fastentagen in der zweiten Phase reinigt sich der Körper von Innen. Begonnen mit der Haut zieht sich der Reinigungsprozess immer weiter bis zum Darm. Um diesen Weg zu bestreiten, braucht es mindestens fünf Fastentage. Im Anschluss daran folgt das sogenannte Fastenbrechen, die dritte Phase. An diesem Tag bricht man das Fasten ab und startet mit bestimmten Lebensmitteln, je nach Methode, langsam wieder mit dem Essen. Danach beginnen die Aufbautage, also die vierte Phase, bei denen man sich mit kleinen Portionen wieder langsam an eine normale Nahrungsaufnahme gewöhnt. In der Regel sagt man, die Aufbautage sollten mindestens ein Drittel der Fastenzeit andauern, zum Beispiel folgen auf 21 Fastentage sieben Aufbautage. Sport ist ein wichtiger Bestandteil des Fastens, da der Körper in dieser Zeit natürlich an seine Reserven geht, baut er auch Muskelmasse ab. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt es sich, nur sanfte Übungen zu machen um den Organismus nicht unnötig zu belasten. Sportarten wie zum Beispiel Yoga, aber auch Autogenes Training oder Meditation sind erlaubt und erwünscht. Natürlich kann es trotz der vielen Vorbereitung und sorgsamer Planung zu Komplikationen kommen, das nennt man Fastenkrise. Symptome wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Hautausschläge können auftreten. Darum ist es ratsam vor dem Fasten ein Blutbild machen zu lassen, um Nährstoffmängel aufzudecken oder eine Übersäuerung festzustellen. Der Verzicht auf Koffein und Nikotin schon vor dem Fasten kann ebenfalls solchen Symptomen entgegenwirken.

Natürlich gibt es auch negative Seiten des Fastens. Es können Nebenwirkungen auftreten, die man nicht unterschätzen sollte. (Siehe auch: apinchofhealth.com/very-low-calorie-diets/research-into-the-dangers-of-very-low-calorie-diets.php oder gesundheit.de/ernaehrung/diaeten/fasten/fasten-wirksamkeit-nebenwirkungen-bewertung) Kreislaufstörungen, Azidose, Hypotonie, Gicht oder Herzrhythmusstörungen sind Symptome, die durch verschiedene Prozesse im Körper auftreten könnten und verhindert oder vermieden werden können, wenn man schon vor dem Fasten zum Arzt geht. Darum ist dies gerade für Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen sehr wichtig.

Wie man sieht, heißt Fasten nicht einfach nichts zu essen. Es steckt viel Vorbereitung und geistige Einstellung dahinter und nicht für jeden ist es die richtige Methode, um mit seinem Körper „ins Reine zu kommen“. In jedem Fall muss man mit sich selbst immer umsichtig umgehen, denn: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Ávila)

Habt ihr schon einmal gefastet? Aus welchem Grund und habt ihr eure Ziele damit erreicht? Welche Methode kennt ihr und würdet ihr sie empfehlen? Ich freue mich über eure Kommentare!

Quellen:
http://heilfastenkur.de/
http://www.heilfasten.de/cms/front_content.php?idcat=171

Keine Kommentare zu Heilfasten, Teil 1: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon?

Was ist eigentlich… Recycling?

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens…

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens auf Recycling eingehen.

Recycling kennt jeder, zumindest hat jeder dieses Wort schon einmal gehört. Was schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man an Recycling denkt? Große Müllpressen, Sammelstellen oder die Leergutannahme im heimischen Supermarkt? Vielleicht sogar der eigene Mülleimer? Ja, Recycling beginnt schon im eigenen Haushalt, das ist vielen leider nicht bewusst. Warum das so ist, und wie die Kette weitergeht, klären wir jetzt.

Was also ist Recycling genau?

Vor der Industrialisierung bestand Recycling schlicht aus der Wiederverwertung von Gülle und Ernteresten als Düngemittel oder dem Umwandeln von Lumpen zu Papier. Doch seit die Menge an Müll immer mehr anstieg und die Menschen nach den Weltkriegen zu größerem Wohlstand gelangten, wurde es notwendig, Deponien und Müllsammelplätze zu errichten, da Wiederverwertung damals nicht durchgeführt wurde. Erst 1970/80 wurde das Bewusstsein für Mülltrennung und Recycling wieder entdeckt und nach und nach wurden Systeme entwickelt, um auch in großen Städten eine gewisse Stabilität beim Recycling zu erreichen.

Facts about Austria

In der Gesamtrecyclingquote ist Österreich schon seit Jahren auf einem der Spitzenplätze im europäischen Ranking. Unter anderem ist dafür die ARA (Altstoff Recycling Austria) verantwortlich, die wohl bekannteste Recyclingfirma. Mehr als 85% der gesammelten Verpackungen werden verwertet und zu neuen Verpackungen verarbeitet. Der Rest wird als Brennstoff für zum Beispiel Fernwärme verbraucht. Auch bei der Verwertung von biologischen Abfällen belegt Österreich mit einer Quote von 33% im Bereich der kommunalen Abfälle einen europäischen Spitzenwert. Natürlich geht der Nachhaltigkeitsgedanke an vielen Firmen nicht vorbei und so werben Marken wie beispielsweise Vöslauer mit Umweltschutz durch Abfallvermeidung.

Artikel 1.2 recyclingstation

Bild: Moni

Do it!

Große Firmen tun es, doch wie bei vielen Bereichen im Leben heißt es: „Kleinvieh macht auch Mist!“ Also liegt es an uns, dem „kleinen Mann“, mit richtiger Mülltrennung und im besten Fall Müllvermeidung etwas Gutes für die Umwelt und für das eigene Bewusstsein zu tun. Das beginnt beim Einkauf und geht im täglichen Leben weiter: Plastikmüll so gut es geht vermeiden und den Müll richtig trennen. Je genauer jeder Einzelne seine Abfälle trennt, umso besser funktioniert das Abfallsystem! Plastik zu vermeiden ist insofern wichtig, da es als Kunststoff mehrere hundert bis tausend Jahre benötigt, um zu verrotten.

Ein paar Tipps für die Praxis:
– Beim Einkauf darauf achten, wie das Produkt verpackt ist. Kann man die Verpackung wieder verwenden? Ist es recycelt oder nachhaltig produziert?
– Einkaufstaschen wiederverwenden. In manchen Geschäften kann man recycelte Stoffbeutel kaufen und wenn diese kaputt gehen, kostenlos austauschen!
– In der Küche eine kleine Recyclingstation einrichten (wenn es der Platz zulässt) und einfach mal sammeln um zu sehen, wie viel Müll man innerhalb von beispielsweise einer Woche oder einem Monat produziert und dann analysieren was man vermeiden oder einschränken könnte.
Last, but not least:
– In einem Laden einkaufen, in dem man das Verpackungsmaterial selbst mitbringen darf beziehungsweise zur Verfügung gestellt bekommt wie zum Beispiel in Lunzers Maß-Greißlerei.

Fazit

Im Vergleich zum Upcycling, bei dem man sich kreativ ausleben kann, ist Recycling vielleicht langweiliger, aber trotzdem wichtig und nicht schwer umzusetzen. Ein bisschen bewusster einkaufen und vielleicht zweimal hinschauen bei Verpackungsmaterialien schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Ein kleiner Schritt für jeden einzelnen ist ein großer Schritt für ein nachhaltigeres Leben. Und mal ganz ehrlich, nerven euch die Mengen an Kunststoffverpackungen, Dosen und sonstigen vermeidbaren Verpackungsmaterialien nicht auch, genauso wie die ständige Diskussion: „Wer trägt jetzt endlich den Müll runter?“

Wer bringt bei euch den Müll aus dem Haus und was tut ihr um weniger davon zu produzieren? Ich freue mich auf Kommentare!

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Was ist eigentlich… Upcycling?

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich in einer kleinen Serie auf jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederverwertens eingehen. Die meisten Menschen,…

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich in einer kleinen Serie auf jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederverwertens eingehen.

Die meisten Menschen, denen ich begegne, haben zwar schon von Recycling gehört, aber beim Thema Upcycling treffen mich tausend Fragezeichen. Gibt man das Wort bei Google ein, wird man nicht nur mit Links zu Homepages, sondern auch mit Bildern wahrlich überschwemmt! Totale Unwissenheit trifft Reizüberflutung. Dabei ist Upcycling gar nicht so neu, aber es ist erst seit kurzem unter dieser englischen Bezeichnung bekannter geworden.

Was also ist Upcycling jetzt genau?

Um es mit einem guten Zitat auszudrücken: „Es geht also nicht um die einfache Verbesserung des Recyclings, dass [sic!] in der Praxis oft ein Downcycling ist, sondern um ein UpCycling, UpSizing, also um echte Mehrwertschöpfung.“ (Johannes F. Hartkemyer: „Upcycling“, Seite 11)

Es hat also Ähnlichkeit zu Recycling, denn Abfall oder bereits verwendete Stoffe werden weiter verwendet, doch es ist noch besser, denn die Stoffe werden aufgewertet und das Endprodukt ist von höherer Qualität. Das klingt jetzt alles sehr schwammig und langweilig, aber macht einfach einmal den Selbstversuch und gebt das Wort „Upcycling“ in die Google-Suchleiste ein. Ihr werdet erstaunt sein, wie viele Bilder und Anregungen ihr findet! Mit ein bisschen Kreativität kann man so einiges erschaffen und hilft ganz nebenbei, Müll zu vermeiden, beziehungsweise die Umwelt zu schonen, indem man weniger Müll produziert.

Facts

Laut einer Statistik des Chelsea College of Art & Design in London werden mehr als eine Million Tonnen Textilien jedes Jahr weggeworfen, 25 Prozent davon werden recycelt oder upcycelt. Davon gehen alleine 70 Prozent in Second-Hand-Kleidung über und genauso viele Prozent der Weltbevölkerung nutzen diese. Die Kehrseite der Medaille: Es werden jährlich alleine in Großbritannien 2,15 Millionen Tonnen Kleidung und Schuhe pro Jahr konsumiert. Natürlich ist das nur eine Statistik unter vielen zum Thema Upcycling und Kleidung, aber es beweist doch, dass sich etwas tut in der Welt und wenn es nur kleine Schritte sind, dann sind es wenigstens diese.

Do it!

Was spricht dagegen, Gurken- oder Marmeladegläser als Aufbewahrung für Schrauben oder Knöpfe zu verwenden? Oder man näht sich aus der ausgedienten Hose eine Aufbewahrungstasche für die Wand, um Schlüssel, Postkarten oder ähnliches aufzubewahren. Um etwas aufwändiger zu denken – man kann sich auch seine Wohnzimmercouch komplett selbst aus Europaletten bauen. Die Kosten sind verschwindend gering im Vergleich zum Neukauf, man schont Ressourcen und betätigt sich kreativ.

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Bild: Magdalena & Lisa / weupcycle.com

Falls du jetzt hoch motiviert bist, etwas zu erschaffen, aber dir irgendwie die Ideen fehlen, keine Sorge. Das Internet ist voll von Ideen, lass dich einfach inspirieren! Probiere es doch mal hier: andersdenken.at/upcycling-kreativitaetstraining Hier finden sich mehr als 80 Upcycling-Ideen in Form von Bildern und Texten, die sicherlich jedem einen kleinen Denkanstoß verpassen. Oder du bleibst hier auf The bird’s new nest und suchst nach „DIY“, wo du laufend neue DIY-Projekte, auch zum Thema Upcycling findest.

Fazit

Upcycling kann ein wenig mehr als Recycling, ist für jeden zugänglich und in seiner kleinsten Form auch für jeden anwendbar. Man kann also mit vielen kleinen Schritten sein Zuhause schöner machen und dabei das gute Gefühl haben, selbst an der Idee und Gestaltung beteiligt gewesen zu sein und die Umwelt so ein bisschen entlastet zu haben. Gute Sache, oder?

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Recycling, Upcycling und Downcycling

An den Adventwochenenden stand ich mit meiner Upcycling-Ware auf einem Kunsthandwerksmarkt und geschätzt alle zehn Minuten kam die Frage: „Was ist denn das überhaupt?“ Oder der belustigt ausgerufene Satz: „Ach,…

An den Adventwochenenden stand ich mit meiner Upcycling-Ware auf einem Kunsthandwerksmarkt und geschätzt alle zehn Minuten kam die Frage: „Was ist denn das überhaupt?“ Oder der belustigt ausgerufene Satz: „Ach, das ist doch so neu-deutsch für Recycling, nicht?“ Am allerbesten hat mir aber gefallen: „Ach, das ist aber eine lustige Idee!“ Mindestens genauso viele Menschen blieben stehen und stellten Fragen, waren interessiert und erfreuten sich an der Kunst. Sie nahmen sich die Zeit um ein Gespräch aufzubauen und sich über Recycling, Upcycling und Downcycling auszutauschen. Viele Menschen sind noch nicht darüber informiert, worum es bei diesen nachhaltigen Systemen geht. Deshalb finde ich es wichtig, einmal zu erklären, was man unter diesen drei Begriffen versteht.

Wie definiert sich eigentlich Recycling, Upcycling und Downcycling?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zuerst herausfinden, wie das klassische Recycling definiert wird. Grundsätzlich beschreibt dieses Wort das Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu weiterverwendbaren Stoffen oder Materialien werden. Das schließt auch organische Stoffe ein. Rein gesetzlich spricht man erst von Recycling wenn das verwendete Ausgangsmaterial zuvor wirklich Abfall war, zum Beispiel Papiertaschentücher, die zu 100 Prozent aus recyceltem Papier hergestellt werden.

Jetzt zu dem Verfahren, das noch am wenigsten bekannt ist: Downcycling. Davon spricht man, wenn das Material bei der Wiederverwertung nicht mehr die ursprüngliche Qualität erreichen kann. Trotzdem ist es genauso wichtig wie Recycling oder Upcycling, denn die Stoffe werden trotz allem weiterverwendet, wenn auch mit Qualitätseinbußen. Ein Beispiel wären hier Kunststoffflaschen. Bei vertretbarem Aufwand sind sie weiter verwendbar, jedoch nicht unbegrenzt und wie schon erwähnt mit Qualitätsverlust.

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Bild: Shirley / pixabay.com

Last but not least, Upcycling. Hierbei werden Abfallprodukte oder durch ihre bisherige Verwendung nutzlos gewordene Stoffe oder Materialien durch bestimmte Verfahren aufgewertet und zu qualitativ hochwertigeren Stoffen oder Endprodukten gemacht. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, Upcycling kann mit so gut wie jedem Material betrieben werden. Zur Zeit sehr beliebt und ein passendes Beispiel: Möbelstücke aus Europaletten.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Im Grunde genommen ist es aber egal, was man tut, Hauptsache man tut irgendetwas! Ob es nun Upcycling, Downcycling oder Recycling heißt, jedes Wiederverwertungssystem ist wichtig und sollte ausgeschöpft werden. Dabei kann man auch sehr kreativ sein, die Umwelt schützen und Neues erschaffen, entweder für den Eigengebrauch oder, wie es schon sehr viele tun, zum Weiterverkauf.

Natürlich reichen drei so kurze Absätze nicht, um die komplette Thematik hinter den drei Verfahren komplett zu beschreiben, darum wird es in weiterer Folge von mir noch detailliertere Artikel zu den einzelnen Themen geben. Schließlich ist es nicht nur wichtig, Gutes zu tun, sondern auch wichtig zu wissen, wie man es tut!

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