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Kategorie: Home. Garden.

Crowdfunding für Aizome Bedding – Der Gründer der hautfreundlichen Indigo-Bettwäsche im Interview

Als mich Michel May vor zwei Jahren kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner ersten Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir…

Als mich Michel May vor zwei Jahren kontaktierte und mich fragte, ob ich ihn im Rahmen seiner ersten Crowdfunding-Kampagne für eine Bettwäsche-Innovation unterstützen würde, war ich überrascht. Ich konnte mir nicht vorstellen, wo es in diesem Bereich Innovationen geben kann. Nach einem kurzen Telefonat war ich dann aber im Bilde: Der gebürtige Münchner lebte und arbeitete in Japan und hat dort die uralte Färbe-Technik mit der Indigo-Pflanze kennengelernt. Diese besitzt entzündungshemmende sowie antibakterielle Eigenschaften und ist besonders hautschonend. Allerdings waren die mit Indigo gefärbten Textilien bisher nicht farbecht und nach jedem Waschgang verloren die Textilien ein bisschen von ihrer Strahlkraft.

Mit Hilfe einer eigens entwickelten Ultraschall-Technologie ist es Michel und seinem Team gelungen, farbechte organische Bettwäsche mit natürlichem Indigo und ohne synthetische Zusätze herzustellen. Via Crowdfunding hat er die erste Serie finanziert und den Markteintritt in den USA geschafft. Nun startet er in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen er gemacht hat, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest. 

Wolfgang: Michel, du bist Gründer von Aizome Bedding. Was macht dein Unternehmen?

Michel: Wir stellen Betttextilen her, die speziell für Leute gemacht sind, die auf ihre Haut achten wollen oder müssen. Dafür nutzen wir ein altes, japanisches Verfahren, das wir mit einer neuen Färbetechnik verbessert haben.

Wolfgang: Du bist aus München, hast aber zehn Jahre lang in Tokio gelebt. Dort entstand auch die Idee zu eurem Produkt. Wie kam es dazu?

Michel: In Japan wird seit je her mit Indigo gefärbt. Das Bewusstsein, dass mit Pflanzen gefärbte Textilien zusätzlichen, dermatologischen Nutzen bringen, ist hier sehr verbreitet. Wer selbst einmal erlebt habt, wie stark chemische Färbungen unsere Gesundheit oder die Umwelt beschädigen, fragt sich, warum nicht mehr nach Alternativen gesucht wird. So war es auch bei mir. Nach vielen Jahren im Health Care-Bereich wollte ich etwas machen, dass uns hilft, gesund zu bleiben und nicht so lange zu warten, bis teure Heilung her muss.

Bild: Nguyen Chung Tu

Wolfgang: Hautverträgliche Bettwäsche, gibt es das nicht schon? Was ist das Besondere an eurem Produkt?

Michel: Ja, gibt es. Aber da spielen wir – mit Verlaub – in einer ganz anderen Liga. Wir nutzen ein komplett neues Färbeverfahren, das mit Hochfrequenzwellen die natürlichen Farbstoffe aus der Indigo-Pflanze extrem fest bindet. Übliche zertifizierte, hautfreundliche Bettwäsche wird zum Beispiel so lange gewaschen, bis keine toxischen Chemikalien mehr in ihr zu finden sind. Wir benutzen keine Farbstoffe, Weichmacher, Bleichmittel oder Schwermetalle. Mit Indigo gefärbte Bettwäsche ist zusätzlich antibakteriell und tötet Pilzkulturen und Bettmilben ab, die sich gerne in Bettwäsche ausbreiten. Außerdem macht es Stoff extrem haltbar. Es gibt mehrere tausend Jahre alte Stoff-Fetzen, die mit Indigo gefärbt wurden.

Wolfgang: Aizome Bedding Produkte sind bereits in den USA erhältlich, nun soll Europa folgen. Warum seid ihr nicht in Asien gestartet?

Michel: Wir verkaufen auch in Asien, aber machen verstärkt Werbung im Westen. Die Diskussion über den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit ist gerade sehr schwungvoll im deutschsprachigen Raum und den USA. Wenn die Menschen #noplastic posten, sind sie leichter dafür zugänglich, dass heute die meisten Textilien und deren Farben aus den gleichen Quellen wie ihre gehassten Plastikflaschen gemacht werden. Die meisten Textilien werden in Asien produziert. Aber die Nachfrage aus dem Westen diktiert, wie hier produziert wird.

Die Crowdfunding-Aktion vor zwei Jahren schien uns ideal, um zu zeigen, dass es eine große Nachfrage gibt. Und die gab es! Viele der damaligen Unterstützer sind auch heute noch treue Kundinnen und Kunden unserer Bettwäsche. Die Zahl unserer Online-Käufer wächst stetig und der Wunsch nach nachhaltigen und chemiefreien Textilien nimmt weiter zu. Übrigens weltweit! So haben wir bereits in 42 Länder unsere Produkte verkauft. Zum einen ist das auf die wachsende Zahl der weltweiten LOHAS-Zielgruppe zurückzuführen. Zum anderen fördert die allgemeine Klima-Diskussion das Bewusstsein hin zu umweltfreundlichen Produkten und Produktionsprozessen.

Wolfgang: Stichwort „Crowdfunding“. Was erwartet uns, wenn wir auf eure aktuelle Projektseite auf Startnext kommen?

Michel: Ein wunderschöner Eindruck der Kunst und Ästhetik von Aizome, dem japanischen Handwerk des Textilfärbens mit Indigo. Ich freue mich über jedes Feedback und natürlich jede Menge Unterstützer. Wir wollen mit dieser Aktion unsere Vorproduktion für Bettwäsche in deutschen Größen finanzieren, um so den Markteintritt in Europa starten zu können – beginnend mit den DACH-Ländern, sprich Deutschland, Österreich und Schweiz. Dazu bieten wir bei Startnext ein Füllhorn an Dankeschön-Angeboten in unterschiedlichen Preiskategorien an: Ob Original Indigo- oder Baumwoll-Samen zum selber pflanzen für zu Hause oder limitierte Aizome Bettwäsche-Sets zu tollen Vorzugspreisen, die ab Juli geliefert werden. Nach nur 24 Stunden haben wir übrigens unser erstes gesetztes Crowdfunding-Ziel bereits übertroffen und täglich kommen neue Bestellungen dazu.

Wolfgang: Wie soll es nach der zweiten Crowdfunding-Kampagne weitergehen?

Michel: Gemeinsam mit zwei Kollegen sind wir dabei, am Standort Hannover “Aizome Europe” aufzubauen. Hannover soll die europäische Zentrale werden – und liegt logistisch gesehen einfach optimal. Deniz Odabas, einer der Mitgründer der neuen Zentrale, führt bereits ein erfolgreiches Naturbetten-Geschäft in Hannover und wird zukünftig auch Aizome Bettwäsche mit anbieten. Oliver Beuning, der zweite Mitgründer, ist Marketing-Experte und kennt den Bettwäsche-Markt seit mehr als 20 Jahren. Ab August startet dann unser Online Shop in deutscher Sprache, eigenständig und bewusst abgekoppelt von unserem USA-Online Shop. So können wir gezielt das Konsumentenverhalten in Europa bespielen, uns flexibel anpassen und agieren. Begleitend dazu erfolgt der Vertriebsaufbau von strategisch wichtigen Vertriebskanälen. Eines kann ich dazu schon jetzt verraten: Das Jahr 2020 bleibt spannend und hält noch viele Aizome Überraschungen parat.

Wolfgang: Ich wünsche weiterhin viel Erfolg. Danke für das Interview!

 

Noch bis Mitte April 2020 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne für den Start in Europa unterstützen und euch die ersten Produkte der hautfreundlichen und nachhaltigen Bettwäsche-Serie im Set als Dankeschön sichern.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt –…

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt – ein Ort der Entspannung und Regeneration. Neben der Gemütlichkeit sind für mich hier zwei weitere Punkte wichtig. Einerseits achte ich auf Minimalismus, denn vollgeräumte Schlafzimmer mit Stapeln an Wäsche und Bergen an Krimskrams stressen oft mehr, als man es sich eingestehen möchte. Weniger ist vor allem an Orten der Entspannung mehr. Andererseits ist Ökologie und Schadstoff-Freiheit ein wesentlicher Faktor für guten Schlaf. Möbel aus nachhaltig produziertem und behandeltem Vollholz sind quasi ein Must-Have, wenn man den eigenen Körper gerade in Phasen der Regeneration mit möglichst wenig Schadstoffen belasten will.

Das Bett ist das Herzstück eines Schlafzimmers und sich nachhaltig zu betten muss nicht teuer sein. Das beweist das Bett „Swebe“ von ekomia, das mit ökologischer weißer Lasur behandelt und sehr holzsparend gebaut wird. So erfüllt es nicht nur den Anspruch an Nachhaltigkeit, sondern überzeugt mit zeitloser minimalistischer Optik. Wie der Name schon verrät handelt es sich um ein Schwebebett – durch eingerückte Beine wirkt es schwebend und luftig. „Swebe“ ist ab 300 Euro zu haben und somit auch für ein kleines Budget eine leistbare und sinnvolle Investition in die persönliche Wohlfühloase.

Zum Bett passt der weiß lasierten Nachttisch „Swebe“ perfekt, auch er fügt sich leicht und wie schwebend in das Gesamtbild des Schlafzimmers ein. Der Nachttisch kann übrigens auch einfach an die Wand montiert werden, so kann man die Höhe des Möbels selbst bestimmen. Gerade beim Nachttisch ist regelmäßiges Reinigen und Entrümpeln sehr wichtig, denn vor dem Einschlafen schnell Abgelegtes kann sich hier manchmal zu längerfristigen Sammlungen verdichten, die im schlimmsten Fall mitten in der Nacht laut krachend zu Boden fallen. Ja, ich spreche aus Erfahrung – wie bei vielen anderen Menschen startete mein Weg zum Minimalismus in einem sehr großen Chaos.

Damit der luftige Eindruck bestehen bleibt, geht der Trend in letzter Zeit weg von Kleiderschränken hin zu Kleiderstangen – vor allem für Capsule Wardrobes oder ähnliches eine perfekte Option. Hier kommt der DIY-Aspekt von Minimalismus ins Spiel, denn eine schwebende Kleiderstange lässt sich leicht selber machen. Sucht im Wald nach einem geeigneten Ast, der schon abgefallen ist. Er sollte nicht dicker als vier Zentimeter sein um Kleiderbügel noch gut aufhängen zu können. Mit einem Seil und einer Deckenbefestigung lässt sich der ästhetische Hingucker einfach umsetzen. Mit der Aufbauanleitung und dem DIY-Set „Walden“ von ekomia hängt eure Kleiderstange in nur 20 Minuten und ist zusätzlich noch ein ästhetisches Highlight.

Für Bücherwürmer wie mich ist eine schicke Nachttischlampe sehr wichtig. Inspirationen zum Selberbauen von Lese- und Hängelampen aus Beton, Ästen oder einfach nur mit Bechern oder einem Schraubglas gibt es ebenfalls bei ekomia. Die DIY-Sets eignen sich auch wunderbar als Weihnachtsgeschenk, mit einem Preis ab 15 Euro sprengen sie auch kein Budget.

Habt ihr weitere Tipps und Ideen zu Nachhaltigkeit, Minimalismus oder DIY im Schlafzimmer? Hinterlasst sie doch in den Kommentaren!

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biohelp – Nützlinge auch im Haushalt

Schon vor längerem habe ich euch die Firma biohelp vorgestellt und euch meine Erfahrungen mit der Schädlingsbekämpfung in meinem Balkongarten mitgeteilt. In diesem Artikel erfahrt ihr also wie ihr lästigem Lausbefall mit…

Schon vor längerem habe ich euch die Firma biohelp vorgestellt und euch meine Erfahrungen mit der Schädlingsbekämpfung in meinem Balkongarten mitgeteilt. In diesem Artikel erfahrt ihr also wie ihr lästigem Lausbefall mit Nützlingen zu Leibe rückt, wie ihr Nützlinge im Garten fördern könnt und was es noch an Nährstoffextrakten oder Möglichkeiten zur Belebung und Vitalisierung des Bodens gibt.

Aber nicht nur im Garten, sondern auch in der Wohnung habe ich einige nützliche Helferleins bei biohelp entdeckt. Auf der Hand liegt natürlich, dass auch Zimmerpflanzen Schädlinge bekommen können, welchen mit Nützlingen einhalt geboten werden kann. Richtig aufmerksam geworden bin ich aber durch eine Mottenplage eines Bekannten, der sich ein Set von speziellen, ganz kleinen Schlupfwespen für die Bekämpfung von Kleidermotten zuschicken ließ.

Schlupfwespen gegen Motten?

Auf den ersten Blick etwas paradox, dass man eine Mottenplage beendet, indem man weiter Tierchen in seinem Kasten ausbringt, aber es wirkt. Dieses Set ist zwar nicht gerade billig, aber man hat so keinerlei Chemie in seinem Kleiderkasten und dementsprechend auch nicht auf der Kleidung, die man trägt. Außerdem werden die Schlupfwespen automatisch vier Mal im Abstand von zwei Wochen geliefert, um tatsächlich den gesamten Bestand zu eliminieren. Mit Lebensmittelmotten funktioniert das genauso.

Von der Hausstaubmilbe bis zum Abfluss

Neugierig geworden habe ich mich also nach weiteren nützlichen Helferleins umgesehen. Neben klassischen Mottenfallen, Ameisen- und Insektensprays, die hier allerdings alle auf natürlicher Basis sind, ist für mich besonders das Milbenspray interessant. Allen Hausstaubmilbenallergikern sei dieser Spay mit dem Extrakt des indischen Neembaumes ans Herz gelegt, welcher die Eiablage der Milben unterbricht. Für Mensch und Haustier ist er völlig ungiftig und kommt außerdem ohne Treibgas aus.

Weiter geht es mit verschiedenen Düngern. Vom Zimmerpflanzendünger über einen eigenen Gründünger bis hin zu speziellen Orchideen- oder Blütendüngern ist alles dabei. Meine Zimmerpflanzen müssen zwar hart im Nehmen sein, da ich nicht regelmäßig dahinter bin sie zu düngen, aber von Zeit zu Zeit bekommen auch sie ihre Extraportion Nährstoffe.

Erst kürzlich bin ich auf den Bio-Taurus-Abflussreiniger gestoßen. Hier sollen Mikroorganismen für einen sauberen Abfluss sorgen indem sie die organischen Ablagerungen in den Rohren zersetzen. Das klingt auf jeden Fall vielversprechend und ich bin schon sehr gespannt, wie dieses Produkt wirkt. Mit verstopften Abflüssen habe ich zwar nicht zu kämpfen, aber schlechten Gerüchen habe ich bis jetzt weder mit Chemie noch mit Hausmitteln Abhilfe verschaffen können. Vielleicht habe ich ja nun meinen passenden Helfer gefunden.

Der Shop
biohelp – biologischer Pflanzenschutz, Nützlingsproduktions-, Handels- und Beratungs-GmbH
Kapleigasse 16
1110 Wien

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Frohraum – Nachhaltige Vollholzmöbel mit Stil

Als ich Ende letzten Jahres umgezogen bin, hatte ich schon monatelang nach passenden Möbeln gesucht, die meine neue Wohnung zu einem Zuhause machen sollten. Zwei Dinge sind mir dabei klar…

Als ich Ende letzten Jahres umgezogen bin, hatte ich schon monatelang nach passenden Möbeln gesucht, die meine neue Wohnung zu einem Zuhause machen sollten. Zwei Dinge sind mir dabei klar geworden: Ich bin ein Vollholz-Fan. Es gibt so viele wunderschöne Holzarten, die alle ihr eigene Optik und ihren eigenen Stil haben, und selbst wenn das Holz farbig lackiert wird, gibt es keine bessere Basis für eine nachhaltige Wohnungseinrichtung. Und zweitens: Meine neue Wohnung ist zu klein. Zwar doppelt so groß wie meine frühere, aber mein Traum einer loftartigen Wohnung mit großflächigen Fenstern und den passenden Möbeln dazu wird fürs Erste ein Traum bleiben.

Meine Idealvorstellung ist stark geprägt von aktuellen Wohnzeitschriften und den neuesten Trends, große Räume mit weiß gestrichenen Wänden und Holzböden, natürliche Materialien, dezente Farben – so stelle ich mir eine entspannte Wohnatmosphäre vor. Besonders gut gefällt mir die Kombination von Räumen, um eine offenere Wohnlandschaft zu gestalten. Wohnzimmer, Esszimmer und Küche zu kombinieren ist nicht mehr so ausgefallen, Schlaf- und Badezimmer in einem findet man aber noch nicht sehr häufig vor. Alles in allem habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung von meiner Traumwohnung, und die passenden nachhaltigen Vollholzmöbel hätte ich auch schon gefunden – bei Frohraum.

Obwohl, ober vielleicht gerade weil ich dort am seltensten Zeit verbringen würde, ist das Wohnzimmer der wichtigste Raum für mich. Und in diesem liegt der Fokus auf Sofa und Couchtisch. Zur Couch meiner Wahl – heller Baumwollstoff mit integrierter Chaiselounge – würde ich diesen Couchtisch auswählen, und zwar mit keilgezinkten Lamellen in Buche. Diese Couchtischform – in diesem Fall sogar schwebend – ist mein absoluter Traum.

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Ein Couchtisch alleine reicht aber natürlich nicht, direkt neben der Couch ist ein kleines Ablagetischchen praktisch, und auch wenn dieser Hocker eigentlich ein Sitzmöbel ist, wäre er in diesem Fall mit durchgehenden Lamellen in Kernbuche mein erste Wahl. Es mag unüblich sein, verschiedene Holzarten auf eine solche Art und Weise zu kombinieren, aber genauso wie ich in meiner jetzigen Wohnung für jeden Raum passend zum Verwendungszweck einen anderen Holzboden gewählt habe, kombiniere ich auch generell gerne unterschiedliche Holzarten – erlaubt ist, was gefällt!

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Natürlich braucht man auch im Wohnzimmer etwas Stauraum, sehr gut gefallen mir Anrichten, auch Sideboards genannt, und nachdem es nicht wie Couch- und Beistelltisch in der Raummitte, sondern an einer Wand stehen würde, habe ich in diesem Fall ein Modell mit durchgehenden Lamellen in Eiche ausgewählt. Also noch ein wenig dunkler als Buche oder Kernbuche. Eiche habe ich früher als eine altmodische Holzart abgetan, aber im Zuge des neuen Landhausstils ist Eiche wieder sehr modern geworden und auch ich habe mittlerweile Gefallen daran gefunden. Eiche hat meinem Gefühl nach eine relativ edle Anmutung, ohne zu lebhaft zu wirken, das macht vermutlich auch seinen soliden Charme aus.

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Eiche ist auch im Schlafzimmer das Thema. Weil ich in diesem Raum Ruhe und Entspannung als vorrangig ansehe, habe ich hier alle Möbel mit durchgehenden Lamellen in Eiche ausgewählt, um keine Unruhe zu erzeugen. Auch das schwebende Bett mit dem großen Kopfteil ist ein Traum, es massiv und leicht zugleich wirken zu lassen ist eine Kunst.

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Passend dazu gibt es einen schwebenden Nachttisch mit einer Schublade, der perfekt zum puristischen Stil des Bettes passt.

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Und auch ein Sideboard gehört für mich ins Schlafzimmer – für Bettbezüge, denn meine Kleidung ist natürlich im begehbaren Wandschrank untergebracht. In dieser Kombination harmonieren die schwebenden Möbel meiner Meinung nach wunderbar und ich kann mich schon entspannt im Bett liegen sehen.

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Wenn man es trotzdem etwas belebter möchte und Platz hat, kann ein Hocker als Beistelltisch in durchgehenden Lamellen aus Wildeiche nicht schaden. Abzulegen gibt es doch immer etwas.

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Der Essplatz ist für mich auch ein sehr wichtiger Wohnbereich, aber nicht, weil ich dort esse, sondern weil das der Bereich wäre, wo ich mich mit Gästen am ehesten aufhalten würde. Deshalb ist ein grösserer Tisch mit entsprechend vielen Sitzplätzen Pflicht. Damit dieses große Möbel nicht zu dominant wirkt, habe ich in diesem Fall durchgehende Lamellen im hellsten Holz, Ahorn, gewählt.

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Stühle müssen nicht zwangsweise sein, ich bevorzuge – zumindest auf einer Seite des Tisches – eine Bank. Das lockert den Essbereich auf und man kann im Notfall auch etwas enger zusammenrutschen. In diesem Fall bleibt der Holztyp gleich, damit die etwas filigran wirkende Bank sich nicht zu sehr vom Esstisch abhebt.

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Last, but not least, wird die andere Seite des Esstisches mit Hockern bestückt. Im Stil und Holz passend zu Tisch und Bank runden die Hocker den Sitzbereich ab.

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Somit wären die wesentlichsten Räume, Wohnzimmer mit Sitz- und Essbereich sowie das Schlafzimmer mit den wichtigsten Möbeln eingerichtet – und das alles von einem einzigen Anbieter, Made in Germany und aus hochwertigen Laubhölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Mir persönlich sagt der Stil der Vollholzmöbel von Frohraum sehr zu, denn neben nachhaltigen Rohstoffen und einer entsprechenden Produktion soll natürlich auch das Endergebnis ansprechend sein, und das ist es auf jeden Fall. So hat man mit diesen stilvollen Möbeln nicht nur eine wunderschöne Wohnraumausstattung sondern auch Begleiter fürs Leben gefunden, denn solche handgefertigten Möbelstücke halten und behalten ihren Charme über Jahrzehnte.

 

In Kooperation mit Frohraum

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Geschenke verpacken – Kreativ Müll vermeiden

Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten…

Weihnachten ist die Zeit des Zusammenseins, des Schenkens und der Freude. Ich liebe es, mir Gedanken zu machen, womit ich meinen Mitmenschen die größte Freude bereite, aber gerade zu Weihnachten steigt auch das Abfallgewicht um etwa 20 Prozent an. Alleine in Wien fallen laut MA48 etwa 300 Tonnen Altpapier zusätzlich (!) an. Mit unserer Kaufentscheidung tragen wir also wesentlich dazu bei, ob und wie viel Abfall wir selbst dabei erzeugen.

Die wichtigste Grundregel ist sicher, auf transparentes, beschichtetes oder aluminiumhaltiges Geschenkpapier zu verzichten. Noch besser ist, man achtet auf Recyclinggeschenkpapier, aber die Königsdisziplin ist, zusätzlichen Müll gänzlich zu vermeiden. Viele Materialien, die man mit etwas Kreativität zu hübschen Geschenkverpackungen umfunktionieren kann, finden sich bei jedem zu Hause.

Fünf ökologische Verpackungsideen

Geschenke in Stoff verpacken: Anstelle von Papier können Geschenke mit Halstüchern, Geschirrtüchern oder ähnlichem verpackt werden. Aber auch Stoffreste (zum Beispiel vom Flohmarkt), oder ausrangierte Kleidung eignen sich zugeschnitten wunderbar um Geschenke darin einzuwickeln. So bereiten sie vor ihrem endgültigen Ende noch einmal Freude.

Kleine Geschenkkartons aus Klopapierrollen basteln: Brigitte zeigt euch auf ihrem Blog wie es geht.

Alte Zeitungen/Zeitschriften: Wer regelmäßig Zeitung ließt, häuft hier einiges an Altpapier an. Warum nicht vor dem Gang zur Mülltonne noch ein zweites Mal nutzen? Da die Tinte bei Zeitungen meist ein wenig abfärbt, greife ich jedoch lieber zu alten Zeitschriften, auch weil diese immer deutlich bunter und damit fröhlicher gestaltet sind.

Wiener Geschenksack: Der in drei Größen erhältliche Sack hilft nicht nur, den Müllberg zu Weihnachten klein zu halten, sondern erfüllt auch noch einen sozialen Zweck. Er wird nämlich von Menschen mit Behinderungen hergestellt.

Geschenkkartons: Egal ob fertig gekauft, oder selbst verziert, ein schöner Geschenkkarton macht etwas her unter dem Weihnachtsbaum und kann immer wieder verwendet werden, sofern man keine Namen oder Beglückwünschungen direkt darauf schreibt.

Geschenke

Vier Ideen für Schleifen und Dekoration

Auf die üblichen Einweggeschenkbänder sollte man gänzlich verzichten. Wem ein einfacher Spagat oder Bast zu wenig ist, der kann auch auf Geschenkschleifen zurückgreifen. Diese können vom Beschenkten weiter verwendet werden und sparen somit einiges an Müll ein.

Essbare Geschenkanhänger backen: Entweder als Hingucker oder, wer sich in Besitz eines Stempelsets befindet, als Namensanhänger eignen sich Keksanhänger wunderbar.

Anhänger aus Wachs: Selbes Prinzip, anderes Material. Aus alten Kerzenresten kann so wunderbar etwas Neues entstehen.

Natur pur: Egal ob Tannenzweige oder -zapfen, Nüsse, Kastanien, rote Beeren oder Efeu. Hübsch arrangiert bietet uns die Natur alles was man für ein nettes Geschenk braucht.

Geschenkpapier kann auch gut wieder verwendet werden, wenn man sein Geschenk mit Bedacht öffnet. Mit einer Schere vorsichtig das Klebeband durchschneiden und das Papier beim Öffnen nicht durchreißen. Nicht nur die Umwelt freut sich darüber, sondern auch die Spannung steigt dadurch beim Auspacken. Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Habt ihr noch weitere Ideen, Geschenke nachhaltig zu verpacken? Teilt sie doch mit uns in den Kommentaren!

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Mach was draus! Upcycling-Mäppchen aus Pinselverpackungen

Um hübsch und gepflegt auszusehen, kaufen wir Tuben und Tiegel, voll mit Cremes und den verschiedensten Mitteln. Ob Naturkosmetik mit guten Inhaltsstoffen oder konventionelle Produkte, eines haben sie beide gemeinsam: Den Abfall. Denn ist…

Um hübsch und gepflegt auszusehen, kaufen wir Tuben und Tiegel, voll mit Cremes und den verschiedensten Mitteln. Ob Naturkosmetik mit guten Inhaltsstoffen oder konventionelle Produkte, eines haben sie beide gemeinsam: Den Abfall. Denn ist die Lieblingscreme erst einmal aufgebraucht, landet deren Verpackung im Müll und eine neue muss her. Manche Hersteller achten auf biologisch abbaubare Produkte oder auf wertige Glasflakons, doch gerade bei günstigeren Marken ist Plastik allgegenwärtig.

Sicher kann man nicht jegliche Verpackungen aus dem Leben verbannen, also warum nicht einfach etwas aufwerten? In meiner Serie „Mach was draus!“ stelle ich euch Möglichkeiten vor, wie man schnell und einfach Produkt-Abfall rund um Kosmetik in hübsche Alltagshelfer verwandelt. Upcycling sei Dank!

Upcycling-Mäppchen aus Pinselverpackungen

Man kauft einen schönen Pinsel und schon hat man gleich etwas Plastik drumherum mitgekauft. Macht nichts, denn daraus kann man wunderschöne Drei-Stifte Mäppchen basteln. Oft braucht man ja auch nur einen Kugelschreiber und Bleistift, die gut geschützt sein sollen.

Am besten schneidet man vorher die Lasche zum Aufhängen ab. Die Ränder lassen sich einfach mit einer alten Nagelfeile abrunden, damit man sich beim Wild-in-der-Tasche-Suchen nicht verletzt. Und man muss natürlich die Pappe mit den Informationen zum Pinsel herausnehmen!

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Schon hat man etwas, das  an ein Mäppchen erinnert. Eventuell könnte man es jetzt schon mit Stiften befüllen, wenn man es transparent mag. Noch schöner wirkt es aber, wenn noch ein bisschen Farbe ins Spiel kommt. Dazu kann man eigentlich alles verwenden, Selbstgemaltes, hübsche Postkarten oder sogar Stoffe. Für The bird’s new nest habe ich ein Vogelmotiv aus einer Zeitschrift gewählt. Man markiert mit Bleistift einen Abstand, der dem Abstand von der Kante zur Einprägung der Verpackung entspricht.

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Nachdem man diesen Streifen ausgeschnitten hat, kann man ihn zusätzlich auf ein weißes Papier kleben, falls die Rückseite nicht sichtbar sein soll.

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Ein erneutes Ausschneiden und schon ist unser kleines Mäppchen fast fertig. Legt man den Streifen nur hinein, so kann er sich leicht im Verschluss verheddern, deshalb befestigt man ihn am besten noch mit durchsichtigem Klebeband.

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Ich habe den Streifen nicht ganz so lang wie die Hülse gewählt, da ich es mag, wenn noch ein Stück der Stifte hindurch lugt. In dieser Größe passen drei bis vier Stifte ohne Probleme hinein, das Endergebnis sieht dann so aus:

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Das sieht doch viel zu schön aus, um einfach im Müll zu landen! Und es funktioniert mit allen möglichen Motiven:

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Viel Spaß beim Upcycling!

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Aktion „Offener Veganer Garten“

Das Biologisch-Vegane Netzwerk für Landwirtschaft und Gartenbau hat zu Beginn des Sommers die Aktion „Offener Veganer Garten“ ins Leben gerufen. Veganer wurden dazu eingeladen, ihre Gärten (und gemeint sind zum…

Das Biologisch-Vegane Netzwerk für Landwirtschaft und Gartenbau hat zu Beginn des Sommers die Aktion „Offener Veganer Garten“ ins Leben gerufen. Veganer wurden dazu eingeladen, ihre Gärten (und gemeint sind zum Beispiel auch Mini-Gärten auf Balkonen) interessierten Personen zu zeigen und über ihre Erfolge und Geschichten beim Kräuteranbau, Gemüseernten und mehr zu berichten. In welchem Rahmen blieb den Teilnehmern überlassen. Möglich war alles: Eine Gesprächsrunde bei Tee und Kaffee, ein gemeinsames Kochen oder einfach eine Führung durch den Garten. Voraussetzung war allerdings, dass alles vegan sein musste. Auf biovegan.org findet sich eine Karte, auf der die Teilnehmer hinterlegt sind, inklusive Gartenfoto und allerlei Infos. Das Biologisch-Vegane Netzwerk (BVN) stellt sich so vor: „Der biologisch-vegane Land- und Gartenbau wurde bereits Mitte der 90er Jahre in England durch das Vegan Organic Network (VON) begründet. Ziel war und ist die Verbindung der Ideale des Veganismus mit denen des Ökologischen Landbaus zur Förderung und Entwicklung einer landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion ohne Tierausbeutung.“
Mehr darüber findet ihr auf biovegan.org.

Vor einigen Tagen wurden die Gewinner bekannt gegeben. Den zweiten Platz hat Sabine aus Wien gewonnen. Hier seht ihr Sabines „Window Garden“:

Foto: makeupbine

Ich hatte mir im Sommer ihren Fenstergarten angesehen. Sabine hat weder Garten noch Balkon, doch hat sie es geschafft, ihr Wohnzimmerfenster sowohl innen als auch außen zu einem Mini-Garten zu verwandeln. Am Fensterbrett teilen sich Tomaten, Pfefferoni, Erdbeeren, Salate und Unmengen an Kräutern in voller Sonne – die Wohnung befindet sich im Dachgeschoß – den Platz. Weiter geht es im Innenraum, in welchem verschiedenste Pflanzen aller Art vertikal neben dem Fenster hängen (von Sabine „Vertical Gardening“ genannt). Die Teilnehmer wurden mit selbstgemachter Minzlimonade und veganen Mehlspeisen verköstigt und haben allerlei Tipps zur Pflanzenpflege erhalten. Das Highlight war die Herstellung von Kosmetikprodukten aus frischen Kräutern. Sabine, von Beruf Vegan Make-Up-Artist und Ernährungsberaterin, hat ein erfrischendes Minzspray und eine Aloe-Kokos-Bodylotion gezaubert, die perfekt für die heißen Sommertage waren. Die Rezepte findet ihr hier.

Sabine bietet auch unabhängig von dieser Aktion Naturkosmetik-Workshops an. Seht euch mal ihre spannende Homepage an: makeupbine.com. Es lohnt sich!

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Vom Samen bis zur Ernte: Werkzeug

Im Garten gibt es ständig etwas zu tun und da erleichtert einem das richtige Werkzeug die Arbeit ungemein. Dieser Kolumnenbeitrag soll eine Übersicht über den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen geben. Doch…

Im Garten gibt es ständig etwas zu tun und da erleichtert einem das richtige Werkzeug die Arbeit ungemein. Dieser Kolumnenbeitrag soll eine Übersicht über den Umgang mit verschiedensten Werkzeugen geben. Doch bevor wir uns diesem Thema widmen, eine Liste der Arbeiten für den September:

Gemüse

Feldsalat aussäen, Spinat aussäen, Rhabarber pflanzen, Winterendivien ernten, Zwiebeln ernten

Obst

Kernobst-Haupternte, die Fruchtreife genau beobachten und den Erntetermin möglichst gut abpassen, manche Sorten neigen dazu, früh vom Baum zu fallen und das führt zu hohen Ertragsverlusten

Anderes

Kakteen ins Warme bringen, unbedingt vor Frost schützen und weniger gießen

Kleider machen Leute

Das wichtigste ist meiner Meinung nach die richtige Kleidung. Für grobe Arbeit im Garten solltest du festes Schuhwerk, Jeans und robuste Arbeitshandschuhe haben. Schutz und Vorsicht sind bei der Arbeit im Garten sehr wichtig! Gerade wenn man mit Werkzeugen zwischen Gemüse, Sträuchern und Dornen arbeitet, muss man unbedingt auf Selbstschutz achten. Nur die Harten kommen in den Garten und man sollte keine Mimose bei der Arbeit sein. Aber mit einer guten Vorbereitung und Aufmerksamkeit bei der Arbeit lassen sich viele unnötige Verletzungen vermeiden. Achte darauf, keine besonders wertvolle Kleidung bei diesen Arbeiten zu tragen, im Garten wird man immer dreckig. Wirklich immer, das gehört dazu.

Gutes Werkzeug, halbe Arbeit

Meiner Meinung nach muss man beim Werkzeug auf einen Mindeststandard achten. Gutes Werkzeug muss nicht teuer sein, aber gerade hier darf man nicht unter einer bestimmten Qualität einkaufen. Abfallende oder -brechende Teile können sonst zu erheblichen Verletzungen führen und oft kann man die Arbeit nicht fortsetzen, wenn ein bestimmtes Werkzeug kaputt geht. Am besten holt man sich jemanden, der selbst regelmäßig mit Werkzeugen arbeitet und dessen Arbeiten einem gefallen. Das sind meistens jene Personen, die am meisten Ahnung vom Werkzeugkauf haben und gerade hier ist dieses Fachwissen unheimlich wertvoll für deinen zukünftigen Erfolg. Vorsicht vor Dampfplauderern, die gibt es zur Genüge, deshalb gebe ich den Tipp, dich vorher von der Qualität ihrer Arbeit zu überzeugen. Im Zweifelsfall können auch die Beratung im Geschäft, oder Kundenbewertungen hilfreich sein, aber auch diese haben ihre Tücken. Ich bin leider auch nur ein Laie und empfehle, das Werkzeug logisch zu betrachten: Das wichtigste ist die Sicherheit. Schlechtes Werkzeug und fehlender Schutz können lebensbedrohliche Verletzungen und schwere Verstümmelungen zur Folge haben. Selbstschutz hat oberste Priorität. Arbeite bitte nie alleine mit gefährlichen Geräten. Es kann sonst lange dauern, bis du Hilfe bekommst und dann ist es vielleicht zu spät.

Kriterien für die Auswahl

Hat das Werkzeug die richtige Größe, Gewicht und Form für dich? Es macht keinen Sinn, ein viel zu großes oder viel zu kleines Gerät für dich einzukaufen, oder eines das du nicht halten kannst. Wenn die Möglichkeit besteht, verwende es in einer Trockenübung. Mit manchen Werkzeugen arbeitet man schon mal länger als eine Stunde, dafür darf das Werkzeug nicht zu schwer sein, sonst kommt man nicht weit. Achte dann auf die Verarbeitung. Bei Gartenwerkzeugen ist häufig die Verbindung zwischen dem Metall- und dem Holzteil anfällig für einen Schaden. Die verschiedenen Teile sollten fest verbunden sein, beim Bewegen nicht wackeln und eine vertrauenserweckende Dicke besitzen. Mit Schaufeln stößt man schon mal auf Ziegelsteine, dabei sollte der Stiel nicht brechen und das Metall sich nicht verbiegen. Achte auf Risse und andere äußere Zeichen von Beschädigungen wie Rost, verbogene und wackelige Teile.

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Bild: giowara / pixabay.com

Welche Werkzeuge brauche ich für den Garten?

Meine Empfehlungen sind: Robuste Handschuhe und Gartenhandschuhe, Gießkanne, Gartenschlauch, Gartenschaufel, Heugabel, Doppelhacke, Blumenkelle, Rechen, Amboss-Schere und Draht. Man braucht nicht all diese Werkzeuge, aber das wäre meine erste Wahl. Handschuhe zum Schutz beim Arbeiten, Gießkanne und Schlauch zum Bewässern der Pflanzen, Gartenschaufel und Heugabel zum großen Graben und Bewegen von Erde, Sand, Steinen und Wurzeln, Doppelhacke und Blumenkelle zum Arbeiten im Beet, der Rechen um Laub und Unrat in großen Mengen zu sammeln und zu entfernen und die Amboss-Schere zum Schneiden von Pflanzen, Draht und Schnur, um damit zum Beispiel Pflanzen hochzubinden.

Bis zum nächsten Mal – das waren ein paar Grundlagen zur Werkzeugnutzung im Garten, aber ich werde mich sicherlich einmal tiefer mit den einzelnen Werkzeugen auseinandersetzen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

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Vom Samen bis zur Ernte: Saatgut und Zucht

Jeder Hobbybauer hat wahrscheinlich insgeheim den Traum, sein eigenes Saatgut zu züchten. Unabhängigkeit von Produzenten, haufenweise Samen von zahlreichen Sorten und Arten, und das Wissen etwas komplett Neues und Einzigartiges…

Jeder Hobbybauer hat wahrscheinlich insgeheim den Traum, sein eigenes Saatgut zu züchten. Unabhängigkeit von Produzenten, haufenweise Samen von zahlreichen Sorten und Arten, und das Wissen etwas komplett Neues und Einzigartiges gezüchtet zu haben, sind nur einige der Gründe für das Herstellen und Sammeln seines eigenen Saatgutes.

Doch bevor wir uns diesem Thema widmen, eine Liste der Arbeiten für den August:

Gemüse

Eierfrüchte, Gurken, Melonen, Radicchio, Pak Choi, Gemüsezwiebeln und Kulturträuschling ernten, Kürbis behandeln, Spinat und japanischen Rettich aussäen

Obst

Erdbeeren düngen und auswählen für das nächste Jahr, Himbeere schneiden, Spindeltriebe binden, Sommerschnitt bei Kernobst, Obstlager vorbereiten

Grundlagen zum Saatgut

Gutes Saatgut ist ein wertvoller Schatz für seinen Besitzer. Aber was zeichnet gutes Saatgut aus? Ganz wichtig sind natürlich die Eigenschaften der fertigen Pflanze. Gerade für Hobbygärtner ist der Geschmack entscheidend. Außerdem müssen die Pflanzen und Früchte etwas aushalten. Nichts ist trauriger, als seine Ernte an Regen, Krankheiten, oder Ungeziefer zu verlieren. Beispielweise hört man bei Erdbeeren immer wieder von großen Verlusten durch schlechtes Wetter. Es tut dem Bauern im Herzen weh, seine Früchte an der Pflanze verschimmeln zu sehen. Andere Kriterien können Fruchtgröße, Ertrag pro Pflanze, Aussehen, oder Wuchs der Pflanze sein. Wichtig ist auch die Keimfähigkeit der Samen. Wenn nur ein Bruchteil der Samen aufgeht, verbraucht man ein Vielfaches mehr an Saatgut. Es gibt noch einige andere Eigenschaften die bei der Auswahl des Saatguts wichtig sein können, diese unterscheiden sich häufig von Art zu Art und von Bauer zu Bauer.

Woher bekommt man Saatgut?

Saatgut kannst du aus mehreren Quellen beziehen. Man bekommt es in fast jedem Supermarkt in kleinen Päckchen, bei Online-Händlern, bei manchen Bauernhöfen, wie dem Gärtnerhof Ochsenherz, aus seinem Bekanntenkreis, aus dem Gemüse direkt, aus Tauschbörsen, oder von Gruppen, Vereinen und Gemeinschaften die Saatgut vermehren, tauschen und handeln. Wenn du frisch anfangen möchtest, oder vorher noch nie selbst Pflanzen aus Samen gezogen hast, dann bietet es sich an, einfach Samen aus Früchten oder Gemüse zu sammeln, die du selbst konsumierst. Es lassen sich leicht und schnell ein paar Tomatensamen aus einer Tomate ernten, um damit seine ersten Experimente zu starten. Du entfernst einfach die Flüssigkeit samt Samen aus einer Tomate, füllst das Ganze in ein feines Sieb und spülst es mit Wasser sauber bis nur noch die Samen im Sieb übrig bleiben. Damit lassen sich meistens schon ganz ansehnliche Pflanzen ziehen und es genügt, um Erfahrungen und Erfolgserlebnisse zu sammeln. Außerdem ist es weit weniger schmerzhaft, solche Pflanzen an einen Anfängerfehler zu verlieren.

Eine andere Quelle sind Freunde, Verwandte und Bekannte. Gärtnerei ist ein sehr beliebtes Hobby und es überrascht immer wieder wie viele diesem Hobby nachgehen. Oft haben diese Leute mehr Samen als sie brauchen und geben diese bereitwillig ab. Es wäre doch schade, etwas zu kaufen, von dem ein anderer mehr hat als er selbst gebrauchen kann. Außerdem bekommt man von diesen Quellen oft Tipps, Tricks, Rat und manchmal auch andere nützliche Dinge. Und meistens bilden sich ganz automatisch unterhaltsame und nützliche Tauschgemeinschaften.

Saatgut und Zucht

Supermärkte bieten meist eine sehr limitiert Auswahl an Saatgut an. Das Ergebnis ist meistens nichts besonderes und könnte genauso gut Gemüse aus dem Supermarkt sein.

Bei Online-Händlern und Bauernhöfen hat man schon weit mehr Auswahl und vor allem Sorten, die man vorher noch nie gesehen hat. Ich persönlich bin ein großer Fan von Lubera, einem Online-Händlern, der selbst Pflanzen züchtet, aber auch allerlei andere Dinge für den Garten verkauft und dem Gärtnerhof Ochsenherz, der unter anderem Saatgut online verkauft.

Der Gärtnerhof Ochsenherz produziert eigentlich Obst und Gemüse mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Sortenvielfalt, Bildung und Regionalität. Dabei haben sie ein innovatives Vertriebsmodel. Wenn dich eines dieser Themen interessiert, dann solltest du auf jeden Fall einen Blick auf diese Seite werfen.

Auch der gemeinnützige Verein ARCHE NOAH bietet Saatgut an und veranstaltet darüber hinaus immer wieder Seminare und Workshops.

Saatgut selbst sammeln

Wenn du schon selbst erfolgreich aus Samen Pflanzen gezogen und von diesen Pflanzen Gemüse oder Früchte geerntet hast, dann wirst du sicher darüber nachgedacht haben, Samen für deinen Eigenbedarf zu sammeln. Es ist keine Kunst, Samen zu bekommen, der Aufwand wirkt anfangs groß, aber man braucht ja auch nur einen Samen pro Pflanze und davon bekommt man eigentlich sehr schnell sehr viele. Es scheint also recht logisch, einfach selbst zu sammeln. Die Sache ist aber leider nicht so einfach, Saatgutzüchter machen diesen Job meistens schon seit Generationen und einfach nur Samen zu sammeln ist zu wenig. Häufig handelt es sich bei Pflanzen und Früchten um das Ergebnis aus Kreuzungen. Das heißt Vater- und Mutterpflanze sind eigentlich unterschiedliche Sorten und dadurch entstehen Kinder, die selbst nur sehr schlechte Nachkommen zeugen können. Man nennt sie auch F1-Hybriden. Nur wenn man sein Saatgut züchtet, also das gleiche Saatgut auf einer großen Fläche ausbringt und nur die besten Pflanzen von dort für die Herstellung von Saatgut verwendet, hat man die Chance nachhaltig gutes Saatgut herzustellen. Eine Anleitung zum Ernten von Samen für verschiedene Pflanzen findest du hier.

Das ist eine Aufgabe, die relativ viel Zeit und Geduld benötigt, außerdem eine beachtliche Menge an Platz. Um als Züchter erfolgreich zu sein, braucht man häufig mehrere Jahrzehnte. Es kann also auch eine Aufgabe fürs Leben sein. Wenn man allerdings keine überzogenen Erwartungen und ein wenig Platz zum Experimentieren hat, dann kann man sich natürlich auch mal selbst als Saatgutzüchter versuchen. Es empfiehlt sich aber nicht zu übertreiben. Einen kleinen Teil seiner Fläche dafür zu verwenden ist kein Problem, aber man sollte nicht seine ganze Fläche und Zeit in diesen Versuch investieren. Es wäre einfach zu traurig, wenn er fehlschlägt. Überlege dir also vorher gut, ob du auch dann zufrieden bist, wenn der Versuch scheitert. Zucht passiert nicht in einem Jahr, sondern über Jahre und sogar Generationen hinweg und das auf teils riesigen Geländen.

Saatgut lagern

Egal ob du dein Saatgut kaufst, tauscht, oder selbst sammelst, du musst es richtig lagern. Saatgut soll trocken, kühl und in der Dunkelheit gelagert werden. Nur dann hält es sich besonders lange und kann auch noch Jahre später verwendet werden. Achte darauf, es gut zu beschriften. Es wäre ärgerlich, wenn du später nicht mehr weißt, von welcher Pflanze dein Saatgut kommt, oder wie die Sorte genau heißt. Dokumentation ist alles. Auch Bilder und Notizen könnten dir Jahre später helfen.

Bis zum nächsten Mal – das war nur ein kleiner Ausflug in das Thema Saatgut und Zucht, aber ich werde es sicher ein anderes Mal vertiefen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

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Vom Samen bis zur Ernte: Ernährung der Pflanzen

Auch wenn man es kaum glauben kann, die Masse, und damit die festen und flüssigen Bausteine aus denen die meisten Pflanzen bestehen, kommen nicht aus der Erde oder dem Wasser,…

Auch wenn man es kaum glauben kann, die Masse, und damit die festen und flüssigen Bausteine aus denen die meisten Pflanzen bestehen, kommen nicht aus der Erde oder dem Wasser, sondern aus der Luft, die sie umgibt. Aber die wenigen Elemente, die Pflanzen nicht aus der Luft gewinnen können, müssen über die Wurzeln aufgenommen werden. Diese Stoffe sind für die Pflanze umso bedeutender. Sie werden als Nährstoffe bezeichnet und wenn sie in der Erde fehlen, bekommen Pflanzen Mangelerscheinungen und sterben. Das passiert vor allem, wenn man an der gleichen Stelle immer die gleichen Pflanzen anbaut. Das nennt man dann eine Monokultur.

Nährstoffmangel

Diese Probleme lassen sich am besten mit Mangel- oder Fehlernährungen bei Menschen vergleichen, wie sie oft bei einseitiger Ernährung, Diäten oder Unterernährung vorkommen. Wenn dem Körper bestimmte Stoffe fehlen, dann wird er krank. Im Notfall kann er einige davon über Umwege aus anderen Stoffen herstellen, oder für eine Weile ohne sie auskommen, aber Nährstoffmangel sollte man dringend vermeiden, wenn man gesund bleiben möchte. Dasselbe gilt für Pflanzen. Als Gärtner kannst du deinen Pflanzen zum Glück helfen, alle Materialien zu bekommen, die sie für ihre Gesundheit brauchen.

Du hast wahrscheinlich schon mal eine Pflanze umgetopft. Oft, weil sie aus ihrem Topf heraus gewachsen ist, oder an ihrem Standort nicht gesund ausgesehen hat. Aber auch um ihr frische Erde zu verschaffen, kannst du deine Pflanze umtopfen. Manchmal genügt es aber auch, frische Erde über den Wurzeln der Pflanze anzuhäufen. Man kann einen Topf oder ein Hochbeet auffüllen, oder frische Erde um seine Pflanzen verteilen. Auch mit Dünger kann man verbrauchte Nährstoffe wieder auffüllen. Du kannst Humus, tierische Abfälle, Kompost oder chemische Dünger verwenden, um deine Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Meiner Meinung nach solltest du nur mit natürlichen Mitteln düngen. Falls du einen Garten hast, kannst du deinen Hausmüll verwenden, um selbst Kompost herzustellen. Damit sparst du nicht nur Geld für Dünger, du tust auch etwas Gutes für die Umwelt und verkleinerst deinen ökologischen Fußabdruck.

Falls du tierische Abfälle verwenden möchtest, solltest du das nur mit den Abfällen von gesunden Tieren tun, die keine Medikamente bekommen. Viele Medikamente haben sehr gefährliche Abbauprodukte, die über Nieren und Darm ausgeschieden werden. Falls du dich jemals gefragt hast, wie Drogen- oder Dopingtests funktionieren, sie reagieren mit diesen Abbauprodukte und zeigen so, was der Mensch zu sich genommen hat. Auf chemische Düngemittel solltest du genauso verzichten. Sie brauchen viel Energie in der Herstellung und werden oft falsch dosiert. Das kann bis zur Verseuchung des Grundwassers führen, oder auch deine Pflanzen mit einer Überdosis töten.

Fruchtfolge

Eine andere Möglichkeit, einen Mangel an Nährstoffen zu verhindern, ist, eine Fruchtfolge einzuhalten. Man baut in einer bestimmten Reihenfolge immer andere Pflanzen an und gibt der Erde alle paar Jahre eine Pause, um sich zu regenerieren. Dabei wählt man die Pflanzen nach ihrem Nährstoffbedarf aus. Wie andere Lebewesen auch, haben Pflanzen verschiedene Ansprüche, was ihre Ernährung anbelangt. Manche brauchen zum Beispiel mehr Stickstoff als andere. Wenn man diese Ansprüche kennt, kann man auf der selben Erde immer andere Pflanzen anbauen und muss wenig oder gar nicht düngen. Diese Eigenschaften kann man sich auch zu Nutze machen, um Rückschlüsse über den Boden zu ziehen. Zum Beispiel können Pflanzen durch ihre Anwesenheit zeigen, welche Nährstoffe vorhanden sind, wie sauer der Boden ist, wie kalt die Winter werden, oder wie viel Regen pro Jahr fällt. Dadurch kann man viel über ein Gebiet erfahren, ohne Bodenprobe und Tests durchführen zu müssen.

Fazit

Es gibt viele Gründe, um sein eigenes Gemüse anzubauen. Meiner Meinung nach ist einer der wichtigsten die Qualität, die man nur mit selbst angebautem Gemüse erreichen kann. Gemüse ist eben nicht Gemüse und wenn du deinen Pflanzen optimale Bedingungen lieferst, dann werden sie dir die beste Nahrung liefern. Du bist was du isst und wenn sich deine Pflanzen gesund ernähren, dann tust du es auch.

Bis zum nächsten Mal – ich hoffe, der Ausflug in die Ernährungswissenschaften der Pflanzen hat dir gefallen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

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