Eco. Life. Style.

Kategorie: Media. Culture.

Bis 21. Oktober 2018: Ausstellung VEGANE CARTOONS im MuseumsQuartier

Noch bis 21. Oktober 2018 zeigt die Galerie der Komischen Künste im MuseumsQuartier / Q21 die Ausstellung VEGANE CARTOONS. Ist Rückwärts-Autofahren wirklich vegan? Stimmt es, dass Gott eine Karotte ist?…

Noch bis 21. Oktober 2018 zeigt die Galerie der Komischen Künste im MuseumsQuartier / Q21 die Ausstellung VEGANE CARTOONS. Ist Rückwärts-Autofahren wirklich vegan? Stimmt es, dass Gott eine Karotte ist? Und wie sieht eigentlich ein Grabstein für Veganer aus? Diese und mehr Fragen rund um das vegane Leben werden in der Ausstellung beantwortet. Euch erwarten Cartoons von Bettina Bexte, Daniel Jokesch, Dorthe Landschulz, Elisabeth Semrad, Johann Mayr, MATRATTEL, Michael Dufek, Michael Holtschulte, Miriam Wurster, Nicolas Mahler, Oliver Ottitsch, Rudi Hurzlmeier, Til Mette, Uwe Krumbiegel und vielen mehr. Und das Beste? Der Eintritt ist frei!

Ich habe vor einigen Jahren eine frühere Auflage dieser Ausstellung besucht und fand viele der Cartoons sehr gelungen und treffend. Auch diese Neuauflage werde ich mir nicht entgehen lassen, nachdem die Galerie der Komischen Künste sehr zentral gelegen und jeden Tag der Woche geöffnet ist, lässt sich die Ausstellung auch relativ spontan besuchen.

Zur Ausstellung gibt es ein Buch, das ihr sowohl online als auch offline im Shop der Galerie der Komischen Künste kaufen könnt.

VEGANE CARTOONS

Galerie der Komischen Künste
MuseumsQuartier / Q21
Museumsplatz 1
1070 Wien

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr

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Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann…

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann aber feststellen, dass die Vorfreude größer war als das tatsächliche Erlebnis. „Einfach Leben – der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann (Knesebeck Verlag, 2017 erschienen, 240 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen, Softcover) ist so ein Buch. Es deckt viele spannende Themen ab, mit denen ich und viele andere täglich zu tun haben. Von Naturkosmetik über Ausmisten bis plastikfreier leben oder Achtsamkeit. Die Gestaltung des Buchs ist sehr ansprechend, minimalistisch gehalten und im Magazinstil mit vielen Fotos gefüllt. Die Autorin ist Kreativdirektorin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Lifestyle und Zeitgeist.

Minimalismus ist seit einigen Jahren ein relativ bekanntes Prinzip: Mehr Platz für die wichtigen Dinge schaffen durch Ausmisten von Überflüssigem und einem bewussten Umgang mit Konsumgütern. Dadurch entsteht mehr Überblick, weniger Reizüberflutung und eine neue Wertschätzung für die Dinge, die man besitzt. Mehr Momente statt Sachen. Weniger Dinge, mehr Qualität.

Bild: Verena

Das Buch beginnt mit dem „How-to“-Minimalismus und empfiehlt vor dem Ausmisten ein Ziel vor Augen zu haben, welches man sich am besten bildlich gestaltet. Wie sollen die Räume in der Wohnung/im Haus aussehen? Wie würde ich mich wohlfühlen? Um in das grundlegende Prinzip, das Downsizing oder auch Ausmisten, einzusteigen, kann man eine kleine Monats-Challenge machen, in der für jeden Tag eine Aufgabe gestellt wird. Oder ich visualisiere über einen Zeitraum, welche Plätze und Orte in der Wohnung wirklich genutzt werden.

Minimalismus bezieht sich aber nicht nur auf die Auswahl von Besitz um einen herum. Es ist auch ein Lebensstil. Wir lernen in Homestories einige minimalistisch lebende Menschen kennen, die einen besonderen Wohnsitz wie ein Hausboot oder einen Bauwagen gewählt haben und einen Ausschnitt aus ihrem Leben zeigen oder in den Bereichen Mode, Kosmetik oder Ernährung minimalistische Ansätze verfolgen und in Interviews darüber berichten. Das Buch ist in die vier Kapitel „Mode“, „Körper“, „Wohnen“ und „Lifestyle“ unterteilt. Gespickt sind die Seiten mit Links, Buchempfehlungen oder weiterführenden Tipps. Durchgängig ist alles reich bebildert und am Ende finden wir eine kompakte Übersicht an weiterführenden Seiten, Blogs und Shopempfehlungen.

Bild: Verena

Das Konzept Minimalismus ist etwas schwierig zu fassen, es geht einerseits um den Abschied von Ballast, aber „Einfach leben“ packt unter dieses Stichwort so viele Themen, die für mich eher zu einem „umweltbewussten, nachhaltigen Leben“ gehören. (Unter dem Begriff „Einfach leben“ findet man u.a. auf Wikipedia dazu noch mehr Begriffe, die mit Minimalismus in Verbindung gebracht werden).

Es tauchen in diesem Buch sehr viele Themen und Produkte auf, die in der an Minimalismus interessierten Zielgruppe beliebt sind, dies aber für meinen Geschmack etwas zu undifferenziert. Ich finde es als Leserin natürlich toll, wenn bei einem fokussierten Lebensstil auch Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt und beispielsweise DIY-Rezepte für Pflegeprodukte angeboten werden. Es wirkt auf mich allerdings etwas zu willkürlich und oberflächlich. Wie ein Versuch, so viele Reizthemen in ein Buch zu packen, wie möglich. Da werden Kosmetikprodukte abgebildet, aber nicht erläutert, warum genau diese Produkte empfohlen werden. Mir ist klar, dass Minimalismus und ein bewusstes, achtsames Leben Hand in Hand gehen. Aber mir fehlen bei vielen Punkten Quellen, wie zum Beispiel bei der Empfehlung zum Ölziehen. Gleichzeitig wird zu viel Werbung gemacht – für Unternehmen, für Apps, für Shops. So entwickelt sich Minimalismus zu einer neuen Form der LOHAS. „Einfach leben“ lässt alles super easy, clean und locker erscheinen. Ich hätte mir hier unbedingt mehr kritische Aspekte gewünscht, zum Beispiel beim Thema Verhütung mit NFP.

Bild: Verena

Insbesondere EinsteigerInnen in das Thema werden hier eine Fülle an möglichen Lebensentwürfen, Produkten und Konzepten finden, die sicherlich Lust auf ein bewusstes, geordnetes Leben machen. Aber ist man nur dann bewusst und fokussiert, wenn man ausmistet und Öko-Produkte kauft? Mir fehlt hier die gesellschaftliche Vision, denn das Buch lässt streckenweise den Eindruck gewinnen, dass Minimalismus vor allem für einen ausgewählten Kreis aus privilegierten BesserverdienerInnen eine Lösung ist, aus ihrem schnelllebigen Alltag auszubrechen. Minimalismus als Wohlfühlgarantie, so wird es den LeserInnen vermittelt.

Bild: Verena

Einige der vorgestellten MinimalistInnen sind eher Gutverdiener, die sich dann mal eben das Haus auf dem Land oder das schick designte Hausboot kaufen können. Versteht mich nicht falsch, bewusster Konsum und nachhaltige Produkte sind wichtig, aber der Sinn von Nachhaltigkeit geht weiter. Minimalismus sollte nicht nur ein Trend sein, sondern das Individuum und die Gesellschaft umfassen. Um wirklich etwas zu ändern reicht es eben nicht nur, wenn ich es mir stylisch und ordentlich bequem mache. Der Guide geht nicht wirklich tiefer und differenziert auf grüne Themen ein, erklärt keine komplexeren Zusammenhänge oder ökologische Themen, lediglich beim Thema Mode wird auch die gesellschaftliche Relevanz von Minimalismus aufgezeigt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe hier ein paar hilfreiche Inspirationen erhalten. Themen wie Capsule Wardrobe, Zero Waste Tools oder nachhaltige Mode kommen nicht zu kurz. Viele Hinweise kann man sich aber auch durch diverse Zeitschriften, Blogs und über Instagram holen. Zum Blättern und eben für Neulinge auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und des Minimalismus ist es ein reiches Sammelsurium an Ideen und Konzepten. Wer sich aber tiefergehend mit diesen auseinandersetzen möchte, könnte unter Umständen etwas enttäuscht werden.

Vielen Dank an den Knesebeck-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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25. und 26. August 2018: Veganmania Summer Festival auf der Donauinsel

Die Veganmania im Juni vor dem Wiener Museumsquartier ist viel zu schnell vergangen! Obwohl ich an zwei der drei Tage anwesend war, habe ich es natürlich nicht geschafft, alles zu…

Die Veganmania im Juni vor dem Wiener Museumsquartier ist viel zu schnell vergangen! Obwohl ich an zwei der drei Tage anwesend war, habe ich es natürlich nicht geschafft, alles zu probieren, das ich mir vorgenommen hatte und auch viele der Gespräche hätte ich gerne noch länger weitergeführt. Umso schöner war kurz nach dem Ende des Sommerfests die Nachricht, dass man nicht ein Jahr lang warten muss, um in Wien nochmals in den Genuss einer Veganmania zu kommen.

Denn am 25. und 26. August 2018 findet mit dem Veganmania Summer Festival das weltweit erste vegane Street Food Festival auf der Wiener Donauinsel (Leuchtturmwiese bei der U1 Station Donauinsel) statt. Die Vegane Gesellschaft Österreich lädt nach 21 erfolgreichen Jahren mit den Veganmania-Straßenfesten in Wien erstmals auf die Donauinsel ein. Bei paradiesischem Ambiente liegt der Fokus auf Street Food: Von Fast Food über Weltküche bis zu glutenfreien Leckereien ist alles dabei. Informationen über Ernährung, Gesundheit, Umweltschutz und Tierrechte stellen verschiedenste Vereine vor. DJs sorgen mit ihrer Musik für die richtige Stimmung und Stände mit innovativer und nachhaltiger Mode und Kosmetik laden ein, die Vielfalt der veganen Lebensweise kennen zu lernen.

Gerne möchte ich an dieser Stelle meine zwei Insider-Tipps nach einigen Jahren Veganmania-Erfahrung wiederholen: Auf keinen Fall mit vollem Bauch kommen! Es gibt so unglaublich viele unterschiedlichen Sachen zu (ver)kosten, dass es unmöglich ist, alles zu probieren, selbst wenn man alle Tage auf der Veganmania verbringt. Ihr könnt ohne Probleme einen ganzen Tag von Frühstück bis zum finalen Absacker auf dem Festival verbringen und werdet nicht eine Sekunde Hunger verspüren – im Gegenteil. Das führt mich auch schon zum zweiten Tipp: Ein Tag ist zu wenig! Wenn man das kulinarische Angebot genießen, sich auf den verschiedenen Ständen umsehen und dann auch noch mit anderen Besuchern plaudern möchte ist ein Tag alleine nicht ausreichend. Plant wenn möglich beide Tage ein und scheut euch auch nicht, mit den supernetten Leuten an den Ständen der diversen Vereine und Organisationen zu plaudern.

Vorbeischauen lohnt sich – der Eintritt ist wie immer frei!

 

Veganmania Donauinsel

Leuchtturmwiese bei U1 Station Donauinsel

Samstag, den 25. August 2018 von 12 bis 21 Uhr
Sonntag, den 26. August 2018 von 10 bis 19 Uhr

 

Hier geht es zum Facebook-Event, alle Informationen zum Event findet ihr auf der Veganmania-Homepage.

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Now! Gelassen leben im Hier und Jetzt

Lebensratgeber gibt es viele. Nur wenige befassen sich wirklich intensiv mit Entspannung, Wohlbefinden oder Entschleunigung. Das Buch „NOW! Gelassen leben im Hier und Jetzt!“ ist der erste von drei Bänden, der…

Lebensratgeber gibt es viele. Nur wenige befassen sich wirklich intensiv mit Entspannung, Wohlbefinden oder Entschleunigung. Das Buch „NOW! Gelassen leben im Hier und Jetzt!“ ist der erste von drei Bänden, der diese Themen wunderbar bodenständig aufgreift und mit Yoga-Elementen verbindet. Mit bodenständig meine ich, dass das Werk weitgehend ohne esoterische Anschauungen auskommt. Die Inhalte gehen eher in Richtung Selbstfürsorge und Gesprächstherapie, die Autorinnen selbst sind Yogalehrerin und Achtsamkeitstrainerin. Der Alltagsbegleiter für ein bewusstes und gelassenes Leben soll zeigen, wie man trotz äußerer Hektik zu seiner inneren Mitte findet.

Karin Furtmeier, die Yogalehrerin, begleitet seit Jahren Menschen auf dem Weg zu mehr Präsenz, Lebensfreude und Gelassenheit. Sie hat bereits mehrere erfolgreiche Bücher zum Thema verfasst. Heike Mayer ist Achtsamkeitslehrerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und IFS-Therapeutin und leitet Kurse in Meditation und Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Auch sie ist erfolgreiche Autorin – in ihren Büchern, wie in den Kursen, steht die Vermittlung von Gelassenheit, Entschleunigung und Lebensfreude im Zentrum.

Wie auf dem Buchcover beschrieben, ist das Buch in drei Teile geteilt: Yoga, Achtsamkeit und Vertrauen ins Leben. Man muss es nicht an einem Stück lesen, sondern kann sich auch einzelne Kapitel oder Themen nach Belieben herauspicken. Neben ermutigenden Texten enthält es viele Übungen, die man zuhause selbst praktizieren kann, zum Beispiel für Meditation oder Stressbewältigung. Alle Achtsamkeits- und Yogaübungen wurden von den Autorinnen speziell für dieses Buch so konzipiert, dass sie direkt im Alltag ausgeführt werden können und ohne Vorkenntnisse jederzeit anwendbar sind. Stresssituationen, endloses Grübeln und Anspannung können so aufgelöst werden. Aus der so gewonnenen inneren Ruhe soll neues Vertrauen ins Leben und in die eigene Kraft entstehen. Die 160 Seiten mit zahlreichen Fotos und Illustrationen sind im beliebten Magazin-Stil aufgemacht. „NOW!“ ist voller ansprechender Bilder, Zitate und mutmachenden Sprüchen, die zum Ziel des Buches beitragen sollen: zu helfen, leichter durchs Leben zu gehen.

Der erste Teil zum Thema Achtsamkeit beantwortet die Frage, was denn Achtsamkeit überhaupt bedeutet, wie man im Alltag achtsam sein kann und bringt konkrete Ideen zur Umsetzung. Im Yoga-Teil begegnen mir viele Übungen, die ich bereits aus der Yoga-Praxis kenne. Es wird beschrieben, welche positiven Eigenschaften diese auf unseren Körper und Geist hat. Yoga als Hilfe zu mehr Gelassenheit und Entspannung, das ist der Zusammenhang zu den beiden anderen Themen. Im letzten Teil „Vertrauen ins Leben“ geht es vorrangig um Entspannung, Stressabbau und mehr Gelassenheit. Auch hier wechseln sich kurze Input-Texte zu verschiedenen Themen mit Übungen ab.

Die „NOW!“-Bücher gefallen mir außerordentlich gut, sie sind keineswegs nur für Fans der positiven Psychologie oder für Yoga-Liebhaber geeignet, sondern sprechen meiner Meinung nach eine große Bandbreite von Menschen an. Einen Pluspunkt gibt es für das liebevolle, aber trotzdem übersichtliche und ruhige Layout.

Schon erschienen sind in dieser Reihe die Bücher „NOW! Jetzt sorg ich gut für mich“ und „NOW! Lebe wild, frei und wunderbar„. Im September diesen Jahres wird das nächste Buch veröffentlicht: „NOW! Am liebsten geht es mir gut!„.

Vielen Dank an den Scorpio Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Kommt hin! 8. bis 10. Juni 2018: Veganmania Wien 2018

Es ist wieder soweit! Das meistbesuchte und längste vegane Sommerfest Europas findet endlich wieder statt. Von 8. bis 10. Juni steht vor dem Wiener Museumsquartier alles im Zeichen von Party, Musik und…

Es ist wieder soweit! Das meistbesuchte und längste vegane Sommerfest Europas findet endlich wieder statt. Von 8. bis 10. Juni steht vor dem Wiener Museumsquartier alles im Zeichen von Party, Musik und umweltfreundlichem, gesundem und tierleidfreiem Genießen. Wie jedes Jahr dürft ihr euch über ein breites kulinarisches Angebot freuen – vom deftigen Döner über Burger und NotDogs bis hin zur gesunden Rohkost und vollwertigen veganen Küche ist alles dabei. Auch für den süßen Hunger ist bestens gesorgt, Köstlichkeiten von veganen Bäckereien und Eis warten auf euch. So vielfältig wie das kulinarische Angebot ist auch das Programm. Während Eltern das DJ-Line-Up mit einem erfrischenden Getränk genießen, können sich die Kinder in der Hüpfburg so richtig austoben. Außerdem informieren zahlreiche Vereine und Organisationen über Tierrechte, Gesundheit und die vielen Facetten der veganen Lebensweise.

Meine zwei Insider-Tipps nach einigen Jahren Veganmania-Erfahrung: Auf keinen Fall mit vollem Bauch kommen! Es gibt so unglaublich viele unterschiedlichen Sachen zu (ver)kosten, dass es unmöglich ist, alles zu probieren, selbst wenn man alle drei Tage auf der Veganmania verbringt. Ihr könnt ohne Probleme einen ganzen Tag von Frühstück bis zum finalen Absacker auf dem Festival verbringen und werdet nicht eine Sekunde Hunger verspüren – im Gegenteil. Das führt mich auch schon zum zweiten Tipp: Ein Tag ist zu wenig! Wenn man das kulinarische Angebot genießen, sich auf den verschiedenen Ständen umsehen und dann auch noch mit anderen Besuchern plaudern möchte ist ein Tag alleine nicht ausreichend. Plant mindestens zwei Tage ein und scheut euch auch nicht, mit den supernetten Leuten an den Ständen der diversen Vereine und Organisationen zu plaudern. Bei gutem Wetter kann man sich auch direkt auf der Wiese vor dem Museumsquartier gemütlich in der Sonne entspannen.

Wenn ihr noch genauer wissen wollt, was euch erwartet, könnt ihr hier meinen Bericht von der Veganmania 2015 nachlesen.

Vorbeischauen lohnt sich – der Eintritt ist wie immer frei!

 

Veganmania Wien 2018

Museumsplatz Ecke Mariahilfer Straße, 1070 Wien
direkt vor dem MuseumsQuartier (MQ) Wien

Freitag, den 8. Juni 2018 von 14 bis 22 Uhr
Samstag, den 9. Juni 2018 von 10 bis 22 Uhr
Sonntag, der 10. Juni 2018 von 10 bis 18 Uhr

Hier geht es zum Facebook-Event, alle Informationen zum Event findet ihr auf der Veganmania-Homepage.

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Diversity Ball am 5. Mai 2018 – Your Time is Now

Diversität steht für Vielfalt und Unterschiedlichkeit zugleich. Der englische Begriff „Diversity“ kommt aus der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und wird heutzutage mit den Forderungen nach Gleichstellung, Antidiskriminierung, Chancengerechtigkeit, Partizipation und Inklusion assoziiert….

Diversität steht für Vielfalt und Unterschiedlichkeit zugleich. Der englische Begriff „Diversity“ kommt aus der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und wird heutzutage mit den Forderungen nach Gleichstellung, Antidiskriminierung, Chancengerechtigkeit, Partizipation und Inklusion assoziiert. Diversity beschreibt daher ein Konzept zur Förderung von Chancengerechtigkeit und Vielfalt, unter anderem kultureller, sozialer, alters- oder geschlechtsbezogener Vielfalt (Ilona Buchem, 2013).

Your time is Now.

Der Diversity Ball mit dem diesjährigen Thema „Your time is Now“ steht für genau das – Diversity. Er zeigt, dass es nicht darauf ankommt in ein vorgegebenes Schema zu passen, sondern eben „man-frau-selbst-zu-sein“ und dabei in Zufriedenheit zu schwelgen. Diese berauschende Ballnacht stellt die Unterschiede in den Hintergrund und fokussiert sich auf das Lebensgefühl der Gleichheit, der Freude und der Individualität. Es geht nicht darum, sich in ein Ballkleid zu zwängen um an diesem speziellen Event teilnehmen zu können, statt dessen sucht man sich einen Look aus einer beliebigen Epoche, wirft sich in Schale und tanzt den Abend hindurch.

Einzigartige Vielfältigkeit.

Der Diversity Ball wird von equalizent organisiert, deren Unternehmenssprachen die österreichische Gebärdensprache sowie gesprochenes Deutsch sind. Monika Haider, die Ballmutter, veranstaltet den Ball, der manchmal auch als kleiner Bruder des Life Balls bezeichnet wird, bereits zum elften Mal. Humana durfte beim Presseevent mit einem sehr ungewöhnlichen Fitting (siehe Fotos) unterstützt von unzähligen Prominenten nicht fehlen. Anzutreffen waren die Schauspieler Stefano Bernardin, Dolores Schmidinger, Michael Schottenberg, der neue SOKO Donau-Star Brigitte Kren, Kabarettist Reinhard Nowak, Alkbottle-Sänger Roman Gregory und Russkaja-Frontman Georgij Makazaria. Mit dem Reinerlös des Diversity Ball werden Projekte wie Weiterbildungskurse für gehörlose Flüchtlinge sowie Projekte zur Integration von Kindern mit Behinderung ins Regelschulwesen unterstützt.

Event facts.

11. DIVERSITY BALL
Samstag, 5. Mai 2018 ab 20:00
im Kursalon Wien, Johannesgasse 33, 1010 Wien
Tickets kosten zwischen 45 und 54 Euro

Wir bedanken uns für die Einladung zum Presseevent im Kursalon Wien!

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Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in…

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in Stuttgart entdeckt. Da fand ich das Buch schon ansprechend, hatte damals aber noch kein so großes Interesse an Rohkost.

Seit einer Weile liegt das Buch nun in meinem Regal, nachge“kocht“ habe ich aber tatsächlich schon einige Rezepte. Besonders schön ist die kreative Aufmachung des Hardcover-Werks. Es ist voll mit leckeren Bildern von Früchten und Gemüse und macht sofort Lust auf das Zubereiten der Rezepte. Wie bei den meisten Rohkost-Kochbüchern braucht ihr eine gewisse Grundausstattung an Geräten, um wirklich alle Rezepte nachzuzaubern. Unter anderem eben vor allem einen Mixer und/oder eine Küchenmaschine. „Raw Soul Food“ deckt eine breite Palette an unterschiedlichen Gerichten ab und möchte so alltagstaugliche vegane Rohkost-Rezepte für geschmackliche Highlights bieten. Fettfreie vielfältige und abwechslungsreiche Gerichte für morgens, mittags oder abends, für unterwegs oder zu Hause, deftig oder süß, einfach oder anspruchsvoll – Salate, Suppen, Hauptgerichte, Rohkost to go, Desserts, Kuchen, Torten und Pralinen bis Smoothies, Shakes und Cocktails finden sich in „Raw Soul Food“. Allerdings ist die Auswahl pro Kategorie nicht überwältigend, somit stellt das Buch kein Grundlagenwerk dar, eher eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Rohkost-Rezepten.

Zu Beginn führen uns die Autoren Julia Lechner und Anton Teichmann in das Thema Rohkost ein – kurz gesagt: Rohkost bedeutet, dass nichts über 42 Grad Celsius erhitzt wird -, sie erklären warum sie sich vegan ernähren und den Unterschied zwischen „Nahrungsmittel“ und „Lebensmittel“. Nach einer weiteren kurzen Einweisung zu benötigten Geräten, aber auch dem Prozess des Einweichens von Samen, Nüssen und Sprossen geht es los mit den Rezepten. Ganz besondere Highlights sind für mich das Rezept für die Schokocreme, der Paradise Cake und das Tirawmisu.

Ausprobiert hatte ich in der Kategorie „Torten, Kuchen und Pralinen“ die Rohgurette, ein aufwändiges Rezept, das relativ gut funktioniert hat. Als nächstes möchte ich unbedingt das Getränk „Mango Lemon Booster“ ausprobieren. Zwischendurch erhalten wir im Buch immer wieder wertvolle Tipps, die das Wissen rund um Rohkost erweitern, zum Beispiel zu Salz, Ölen oder Eiweiß („Rohkost extended“). Die benötigten Zutaten sind meistens aus regionaler Herkunft und die Autoren machen nicht übermäßig Gebrauch von exotischen Superfoods, was ich für besonders erwähnenswert halte.

„Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ schafft mit den im Buch enthaltenen 74 Rezepten den Spagat zwischen relativ einfachen, für Einsteiger in das Thema geeigneten und trotzdem interessanten, neuen Rezepten. Vor allem die Kategorie der süßen Speisen spricht mich besonders an, da mir persönlich die Hauptgerichte doch etwas zu rustikal und wenig sättigend anmuten. Ein großes Plus gibt es für die fotografische Darstellung aller Rezepte – leider noch immer nicht selbstverständlich bei Kochbüchern.

Vielen Dank an den Ulmer Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Das war der Wiener Vegan Ball 2018!

Am 24. Februar fand auch dieses Jahr der Wiener Vegan Ball im ARCOTEL Kaiserwasser statt. Zum zweiten Mal war ich wieder dabei, lest gerne nochmal meinen Bericht vom vergangenen Jahr….

Am 24. Februar fand auch dieses Jahr der Wiener Vegan Ball im ARCOTEL Kaiserwasser statt. Zum zweiten Mal war ich wieder dabei, lest gerne nochmal meinen Bericht vom vergangenen Jahr. Das diesjährige Motto „Vegan in die Zukunft“ war schon ziemlich kniffelig umzusetzen. Aber nicht für mich als kleinen – nein, ok, großen – Star Trek-Fan. Ich stehe dazu, zu Hause hängt eine „The Next Generation“ Uniform mit Kommunikator und Rangabzeichen. Beides habe ich einfach an mein anderes schwarzes Kleid – zwei reichen ja auch – angebracht und mein Schiff habe ich einfach in der Umlaufbahn geparkt. Ich war aber nicht die einzige, zwei Nerds sind besser als einer und das ohne vorherige Absprache.

Star Trek Girls

Star Trek Girls

Dieses Jahr begann der Ball für mich so wie es mir gefällt: Mit Essen. Küchenchef Johann Schwarz und sein Team haben wirklich ein tolles viergängiges Menü kreiert. Als Amuse Geules wurde ein Vegan-Shot mit hausgemachtem Focaccia serviert, dies erinnerte an Gazpacho und war schon einmal ein guter Start. Zur Vorspeise gab es ein Carpaccio von der Chioggia-Rübe mit asiatischem Karfiol und Birnen-Chutney. Schrecklich die Information dazu, den Inhalt des Glases in der Mitte nicht zu trinken (ich esse sonst immer die Deko mit). In diesem war, so vermute ich, Trockeneis, das zu einem Raucheffekt geführt hat.

Carpaccio von der Chioggia-Rübe

Carpaccio von der Chioggia-Rübe

Weiter ging es mit einer Suppe von weißem und grünem Sellerie mit Affila-Kresse, auch diese war geschmacklich einwandfrei.

Suppe von weißem und grünem Sellerie

Suppe von weißem und grünem Sellerie

Wenn ich an den Hauptgang denke bekomme ich direkt wieder Appetit, es gab gebackene Quinoa-Bällchen auf Gemüsemosaik in Fenchelschaum mit Romanesco und Blaukartoffelpüree.

Quinoa-Bällchen auf Gemüsemosaik

Quinoa-Bällchen auf Gemüsemosaik

Das Dessert war der krönende Abschluss mit einer Mille Feuille von Schokolade und Nüssen mit Beerenröster. Davon hätte ich auch locker eine zweite Portion genießen können.

Mille Feuille von Schokolade

Mille Feuille von Schokolade

Eröffnet wurde der Ball auch dieses Jahr mit einer Tanzvorführung. Anders als im letzten Jahr fand diese im großen Saal statt, was platztechnisch definitiv eine gute Entscheidung war. Auf „Floor 2“ legte DJ Shinji Ito – zu sehen am Titelbild – auf, was es umso schwerer machte sich zu entscheiden, wo das Tanzbein geschwungen werden sollte. Um Mitternacht gab es traditionell wieder eine Tanzeinlage von den Tänzern und Tänzerinnen vom HSV Zwölfaxing, diese nehmen regelmäßig und erfolgreich an Meisterschaften teil. Auch die Publikumsquadrille durfte natürlich nicht fehlen und diesmal habe ich sogar mitgetanzt. Fürs erste Mal auch ganz gut denke ich, zumindest gab es keine Unfälle.

Tanzeinlage

Tanzeinlage

Das abschließende Highlight war natürlich wieder das Goodie-Bag, welches man beim Verlassen des Balls bekommen hat. Enthalten waren wieder tolle Sachen, unter anderem gab es einen Bio-Birkensaft von Absolutely Wild, Feine Kipferl von Anker, Fruity Bears von My E.Bio, einen Schoko-Chai-Tee von Lebensbaum und ein Päckchen Kokosdrink von Joya. Auch dieses Jahr mussten die Kipferl gleich um vier Uhr morgens dran glauben.

Das Goodiebag!

Mein Fazit: Auch dieses Jahr war der Wiener Vegan Ball ein voller Erfolg für mich! Das Menü war großartig, die DJs haben für super Stimmung gesorgt, es wurde viel getanzt und die tolle vegane Community macht diesen Ball zu etwas ganz Besonderem. Für mich auch nächstes Jahr wieder der Grund, einmal im Jahr ein Kleid anzuziehen.

Mit Freunden vergeht die Zeit wie im Flug

Mit Freunden vergeht die Zeit wie im Flug

Fotos wurden wieder von der Veganen Gesellschaft Österreich geschossen, ebenso von zwei externen Fotografen. Diese könnt ihr euch hier, hier und hier ansehen.

Vielen Dank an die Vegane Gesellschaft Österreich für die Ballkarte!

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Fuck Beauty! – Nunu Kaller gegen den Schönheitswahn

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die meisten von uns haben den Disney-Klassiker Schneewittchen mehr als nur einmal gesehen. Die böse Stiefmutter will schöner…

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die meisten von uns haben den Disney-Klassiker Schneewittchen mehr als nur einmal gesehen. Die böse Stiefmutter will schöner sein als Schneewittchen und ist sogar bereit dafür zu töten. Auch wenn es bei dem Thema Schönheit normalerweise nicht um Leben und Tod geht, kann dieses als ziemlich brisant eingestuft werden. Wir werden oft – bewusst oder unbewusst – davon beeinflusst und täglich fast überall damit konfrontiert.

Instagram ist ein Paradebeispiel für die aktuelle „Schönheitskultur“, aber auch in den traditionelleren Medien – sei es in Frauenzeitschriften oder auf Plakaten – sehen wir wunderschöne Frauen, die uns dazu verleiten sollen ein Produkt oder Service zu kaufen um uns selbst zu optimieren und im Grunde schöner zu machen. Das eigene Selbstwertgefühl sowie die „innere“ Schönheit scheinen dabei völlig außer Acht gelassen zu werden. Das will Nunu Kaller mit ihrem neuen Buch “Fuck Beauty!” ändern.

Wie wird Schönheit definiert?

Nach einem Schlüsselerlebnis im Urlaub, bei dem Nunu erkennt, dass sie mehr auf ihr eigenes Aussehen achtet als das Reiseerlebnis zu genießen, macht sich die Autorin auf die Suche nach Antworten. Sie ist überrascht wie sehr ihre eigene Unsicherheit ihr die Freude an dem Urlaub nimmt und sie vom Wesentlichen ablenkt: der Tatsache, dass sie gerade vielleicht einen der für sie schönsten Flecken der Erde bereist

Bei ihrer Recherche findet die Autorin keine zufrieden stellende Definition, welche das Thema Schönheit in einem Satz erklären könnte. Stattdessen findet sie unter dem Begriff Informationen zu den Themen Diäten, Sport, Kleidung, wie die unbeliebten Körperteile kaschiert werden können, sowie Make-up Tutorials, die erklären wie das Gesicht „verhübscht“ werden kann. Es finden sich auch Links zu Themen wie Lachen und Glück in ihrem Suchverlauf sowie Tipps und Tricks für mehr Selbstbewusstsein.

Nunu Kaller spricht in ihrem Buch auch von evolutionsbiologischen Erkenntnissen, die noch am ehesten zu einer objektiven Betrachtung von Schönheit führen können. So werden Themen aufgegriffen wie Kindchenschema, das richtige Verhältnis zwischen Hüfte und Taille – die bekannte Sanduhrfigur -, und die Symmetrie des Gesichtes und Körpers, welche auf Gesundheit und Wohlbefinden schließen lässt.

Bist du auch ein Opfer des Schönheitswahns?

Für “Fuck Beauty!” recherchiert Nunu Kaller auf Instagram. Sie ist schockiert wie viele bearbeitete Fotos sie vorfindet. Viele „Fashionistas“ verschleiern ihre wahre Figur mit Hilfe von schnellen App-Eingriffen. Daraufhin wagt sich die Autorin an ein Experiment und „verschönert“ ihr eigenes Selfie. Sie verschmälert ihr Gesicht, vergrößert ihre Augen – nimmt quasi eine digitale Operation vor – mit dem Resultat, dass viele ihrer engeren Freunde, die Veränderung nicht erkennen und sie mit Komplimenten überschütten.

Nach diesem Erlebnis hashtagged sich die Autorin weiter durch Instagram und entdeckt die Gegenbewegung zu dem oben beschriebenen Schönheitswahn, “Body Positivity”. Rundere Frauen zeigen dabei ihre realen Körper und ihre Zufriedenheit damit. Sie scheinen nichts zu verschleiern und auch Fettpölsterchen offen und lachend zu präsentieren. Da drängt sich des öfteren jedoch die Frage auf, ob manch ein Körper noch als gesund gelten kann.

Fuck Beauty!

Mit Hilfe von einigen Selbstversuchen – wie oben beschrieben – nähert sich Nunu Kaller dem Thema an und beschreibt die Ergebnisse in diesem sehr persönlichen Buch. “Fuck Beauty! – Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können” ruft zu mehr Selbstvertrauen auf. Es soll aufzeigen, wie sich eine Frau in ihrer eigenen Haut wohler fühlen und was sie tun kann um ihr Äußeres lieben zu lernen. Mit vielen gut recherchierten Fakten und ihrem ganz eigenen Humor versucht Nunu Kaller ihre eigenen Vorurteile ihrem Körper gegenüber zu beseitigen. Schlagwörter wie Intuitive Eating, Spiegeldiäten und Fake Selfies werden in “Fuck Beauty!” diskutiert.

Das Anfang diesen Jahres veröffentlichte Buch ist 256 Seiten stark, ein Highlight stellen für mich die Selbstversuche dar, welche die Autorin oft mit großer Überwindung an sich vornimmt. So verdeckt sie für einige Zeit all ihre Spiegel und verlässt das Haus ohne ihr Äußeres vorher zu begutachten – die sogenannte „Spiegeldiät“. Diese Selbstversuche zeigen, dass es oft sehr viel Kraft und Mut erfordert einen Schritt in die gewünschte Richtung zu gehen und die eigene Komfortzone zu durchbrechen, dies aber jeden Schweißtropfen wert ist.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil die Persönlichkeit der Autorin stark widergespiegelt wird und dadurch die Möglichkeit entsteht sich in ihre Lage zu versetzen und bei ihren Selbstversuchen mitzufiebern. Als Kritikpunkt würde ich sehen, dass eben durch diese Nähe zur Schriftstellerin eine Art Identifikation mit ihrem Körper stattfindet. Da ihre Idole aus der Body Positivity Bewegung auch mit Bild aufgezeigt werden, kann sich die eine angesprochen fühlen, wenn sie ähnliche körperliche Formen aufweist, eine andere wiederum, mit einem ganz anderen Körperbau, kann dadurch jedoch das Interesse verlieren. Nichtsdestotrotz ist es spannend zu lesen, wie eine Frau mit ihrem Körper umgehen lernt und ihre Probleme offen und ehrlich beim Namen nennt.

Das Buch würde ich jeder Frau empfehlen, die sich in ihrem Körper unwohl fühlt, weil sie keinen Modelmassen entspricht, sondern eher eine rundliche Figur hat. Ich würde die Lektüre auch Frauen aller Altersklassen empfehlen, die nach spannenden Experimenten suchen um aus der eigenen Komfortzone zu gelangen und sich mit dem Thema Schönheit näher befassen wollen.

 

In diesem Video gibt die Autorin eine kurze Einführung in ihr Werk, wobei sie von gephotoshoppten Bildern, dem Hashtag #bodypositivity sowie von Körpermakeln, die Frauen mit Hilfe von Werbung eingeredet werden, spricht.

Ihr wollt die Autorin persönlich kennen lernen? Nunu Kaller hält eine Lesung in Wien in der Buchhandlung Seeseiten am 16. April 2018.

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Das feministische Mach-Mit-Buch – Selbst ist die Frau!

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum…

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum Mitmachen an. Mit einem Augenzwinkern laden Tests, verschiedene Rätsel und Fragen dazu ein, Feminismus unverkrampft kennen zu lernen, oder – im Fortgeschrittenen-Status – zu zelebrieren.

Gemma Correll ist vor allem in Social Media bekannt und aktiv, darunter zum Beispiel auf Instagram.  Sie zeichnet absurd-komische aber doch authentische Cartoons, vor allem Katzen und Hunde kommen darin vor. Eine Besonderheit sind ihre Zeichnungen zum Thema mentale Gesundheit oder satirische überspitzte Sammelsurien aus Gegenständen oder Situationen.

In dieses schmale „Reinschreibbuch“ darf gemalt, geschrieben und dabei gelacht werden. Wir lernen zum Beispiel den Bechdel-Test kennen – den ein Film nur dann besteht, wenn mindestens zwei Frauen darin vorkommen, die über etwas anderes sprechen als einen Mann – finden heraus was Heteronormativität bedeutet und erstellen uns eine feministische Musik-Playlist. Oder malen uns ein paar T-Shirts, Badges und zeichnen unsere persönlichen Superfrauen auf. Ab und an gibt es auch lehrreiches Hintergrundwissen, wie, zum Beispiel ein Glossar an wichtigen Begriffen oder Buchempfehlungen.

In erster Linie steht hier der spielerische Spaß im Vordergrund, ein wenig Einblick in die moderne, junge feministische Szene sollte man schon mitbringen, damit man mit allen Inhalten etwas anfangen kann. Es fehlt zum Beispiel eine klassische Einführung ins Thema Feminismus. Als Heranführung an das Thema würde ich dieses Buch also eher nicht empfehlen. Correll wollte mit dem Mitmach-Buch das Thema einem breiten Publikum aus unterschiedlichsten Leuten ansprechend und lustig näher bringen. Bestimmte Inhalte kann man natürlich auch kräftig diskutieren, beispielsweise die rechte Seite unten auf dem Foto. Dass Männer immer gleich selbstbewusst und bestimmt wirken, wenn sie etwas erklären ist hier auch nicht belegt.

Die Statements und Werte in diesem Buch sind mir teilweise zu einseitig und zu stark in eine trendige Richtung des Feminismus gepolt. Eine umfassendere Auseinandersetzung mit manchen Meinungen oder Standpunkten hätte dem Buch gut getan, damit es trotz seiner spielerischen Art nicht an Glaubwürdigkeit verliert beziehungsweise nicht ins Lächerliche abrutscht. Hier hätte ich mir konkret gewünscht, dass ein paar unterschiedliche Strömungen des Feminismus erklärt oder bekannte Feministinnen vorgestellt werden. Die Illustrationen in Das feministische Mach-Mit-Buch sind, wie man es von Gemma Correll gewohnt ist, witzig, modern und ansprechend.

Vielen Dank an den Kunstmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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