Eco. Life. Style.

Kategorie: Inspiration.

Alle Beiträge zur Blogparade „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche…

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche Beiträge verfasst – von BloggerInnen, deren Blog sich um Nachhaltigkeit und verwandte Themen dreht, aber auch von vielen, die sich selber noch zu Neulingen in diesem Bereich zählen.

Warum eine Blogparade?

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik in Meer und Boden und viele weitere Nachrichten, die verdeutlichen, wie sich der Zustand unserer Erde dramatisch verschlechtert. Die Ursachen hinter den unzähligen Problemen sind vielfältig und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind durch den Menschen verursacht. Immer mehr wird uns dies auch bewusst und in vielen regt sich der Wunsch, nachhaltiger zu leben.

So breit gestreut die Gründe hinter der Problematik sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ernährung, der Kauf von Kleidung, unser Haushalt, die Freizeitgestaltung, Reisen, Mobilität, Unterhaltungs-Technik und alle anderen nur denkbaren Bereiche bieten Spielraum für ein Überdenken seiner Handlungen und Kaufentscheidungen. Wo also beginnen? Und wo bekommt man die notwendigen Informationen um entscheiden zu können, was genau man verändern möchte? Natürlich, online findet man massenhaft Input. Doch gerade wenn man sich neu mit einem Thema beschäftigt kann die enorme Menge an Infos überwältigend sein und dazu führen, dass die anfängliche Motivation in Überforderung endet.

Im Zuge dieser Blogparade können BloggerInnen ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Nachhaltigkeit an Interessierte weitergeben. Hilfestellung bei den ersten Schritten, grundlegende Informationen für bestimmte Bereiche – das Ziel ist EinstergerInnen zu helfen, sich im Dschungel der Informationen nicht zu verirren.

Alle Beiträge zur Blogparade

Hier findet ihr nun alle Beiträge zur Blogparade – ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle BloggerInnen, die sich an der Blogparade beteiligt haben! Wenn ihr Ergänzungen, Fragen oder Feedback zu einzelnen Artikeln habt, hinterlasst bitte einen Kommentar direkt am Blog beim jeweiligen Beitrag. Wenn ihr selber einen Blogbeitrag verfasst habt, der zum Thema Nachhaltigkeit passt, könnt ihr ihn gerne in die Kommentare zu diesem Artikel posten. Viel Spaß beim Lesen – let the adventure begin!

„Nachhaltiger Leben?“ Aber wo damit anfangen? von Unterwegs ist das Ziel

Nachhaltigkeit – wo fange ich an? von BeziehungsweiseLiebe

Plastikfrei – meine ersten 10 Schritte zur Reduzierung im Alltag von Frau Freigeist

Nachhaltiger Leben – Wie fange ich an? von Wendlandrand

Ich bin viel nachhaltiger als du – nachhaltiger leben und leben lassen von TheSoulfoodTraveller

Zehn schnelle Kleinigkeiten für die Umwelt von Herzensweg

Wie ihr ein Stück veganer leben könnt… von Herzensweg

Minimalismus und Nachhaltigkeit – die Capsule Wardrobe von TheSoulfoodTraveller

Blogparade: Nachhaltiges Leben – wo fange ich an? von Warum ned?

Wege zu einem nachhaltigeren Badezimmer von Wendlandrand

Nachhaltig einkaufen im Supermarkt, less waste style von the green walnuts

Energiesparend kochen – leicht gemacht von Sketchnet

Von nachhaltiger Mode. Oder: Ein paar Einsteiger-Tipps für einen nachhaltigeren Kleiderschrank von Wir essen Pflanzen

Nachhaltigkeit auf Balkonien von Turbohausfrau

Nachhaltig durchstarten von moyosgarten

Ohne Unverpackt unverpackt leben! von Mützenschaf

Meine Tipps für eine nachhaltige Tischdekoration zur Hochzeit von Tischlein deck dich

5 Ideen für mehr Nachhaltigkeit beim Autofahren von vecartec

Reithosen – wie fair und nachhaltig ist die Produktion? von TRABERBLOG

Nachhaltig Leben mit Kindern – 10 total einfache Tipps für Beginner von Kuchenerbse

Shoppen gegen das Müllproblem: Wie Nachhaltigkeit absurd wird von Nitas Pleasures

Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann von PiusLucius

Ein Jahr Zero Waste – Der Anfang von Starke Mama

Wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst – so gelingt dir der Start in ein nachhaltiges Hundeleben garantiert! von HundSinn

Ganz einfach. Zero Waste. von Adventure & Mo

Von nachhaltigem Minimalismus von Inhalte, die von Herzen kommen!

Plastikfrei(er) Einkaufen von Adventure & Mo

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Ich lebe vegan, bin ich extrem?

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“. Es…

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass das Wort „extrem“ in diesem Kontext etwas negatives bedeutet und nicht etwa „extrem super“. Doch was heißt extrem eigentlich? Per Definition bedeutet extrem „bis an die äußerste Grenze gehend“, gemeint kann aber auch sein „aus dem Rahmen fallend“ oder „ausgefallen“. Dem kann ich nicht widersprechen. Denn Veganismus ist – obwohl in den letzten Jahren zu größerer Bekanntheit gelangt – immer noch ein ausgefallener Lebensstil. Ein Extremist wiederum ist per definitionem ein radikal eingestellter Mensch. Und tatsächlich habe ich das Wort radikal auch schon in Zusammenhang mit Veganismus gehört. Ist man also als vegan lebender Mensch automatisch ein Extremist?

Als ich zur Vegetarierin wurde

Dazu ein wenig zu meiner Geschichte: Im Alter von 17 Jahren (ich bin mittlerweile fast 40 – die Zeit vergeht einfach wahnsinnig schnell) habe ich mich dazu entschlossen, vegetarisch zu leben. Kein Tier – so meine damalige Erkenntnis – möchte sterben, genauso wenig wie wir Menschen. Und nachdem es anscheinend ohne Probleme möglich war, vegetarisch zu leben, habe ich dies zum großen Entsetzen meiner Eltern beschlossen. Vor allem mein Vater war damals überzeugt davon, dass Fleisch für einen gesunden Lebensstil absolut notwendig ist und wollte mich mittels Büchern und Zeitungsausschnitten vom Gegenteil überzeugen. In meiner Schulklasse im Gymnasium kam es zu heftigen Diskussionen, vor allem mit SchülerInnen, deren Eltern in Jobs arbeiteten, die mit der Fleischproduktion zu tun hatten. Fand mich damals mein Umfeld extrem? Vermutlich.

Mittlerweile löst man mit der Entscheidung Vegetarier zu werden kaum mehr einen Skandal aus. Die WHO empfiehlt vom Konsum roten Fleisches abzusehen und auch sonst nicht mehr als ein oder zwei Mal die Woche Fleisch zu essen. Meine Hausärztin empfiehlt ihren PatientInnen generell eine vegetarische Ernährung. Und mein Vater? Der ist heute über 80 und, nachdem er vor einigen Jahren fast an Altersdiabetes gestorben wäre, nun selber Vegetarier.

Seit langer Zeit kaufe ich außerdem nur Produkte aus biologischem Anbau. Diese Kaufentscheidung hat eher geringen Skandalfaktor, oft hört man nur „das wäre mir zu teuer“ oder man wird für leichtgläubig gehalten weil fälschlicherweise behauptet wird, dass „da ja eh überall immer dasselbe drin ist“.  Für einen Extremisten-Status hat bio aber kein Potenzial.

Vom Vegetarier zum Veganer

Meiner Entscheidung vegan zu leben ging ein größerer Schock voraus. So wurde ich auf Facebook informiert, dass ich als Vegetarier die Ei- und Milchproduktion unterstützen würde und diese um nichts besser sei als die Fleischproduktion. Ich konnte das nicht nachvollziehen, habe es angezweifelt und selber recherchiert. Und kam zu dem unerfreulichen Ergebnis, dass diese Behauptungen korrekt sind. Jahrelang war ich dem Irrglauben aufgesessen, dass mein Lebensstil Tieren nicht schadet. Die Enttäuschung über meine Fehlinformation – die durchaus effizient durch geschicktes Marketing verbreitet wird – war immens.

Die Konsequenz erschien mir logisch: Dann ab jetzt eben vegan. Die Umstellung gestaltete sich deutlich schwerer als die auf vegetarisch, da es damals nur einen Bruchteil der Informationen und Produkte gab, die heutzutage verfügbar sind. Doch nach ein paar Anläufen kann ich nach nun mittlerweile fünf Jahren sagen, dass ich heute nicht mehr so ganz nachvollziehen kann, was genau mir so schwer gefallen ist.

Bin ich ein Extremist?

Fühle ich mich extrem oder extremistisch? Keineswegs, ich habe einzig und alleine für mich entschlossen, auf Tierprodukte zu verzichten. Diese sind aber mit unserem Alltag und unserer Kultur so stark verwoben, dass es extrem scheinen mag, auf sie zu verzichten. Warum ist die Reaktion bei Veganismus aber so heftig im Gegensatz zu anderen Lebensstilen wie Vegetarismus, Zero Waste, Minimalismus oder solchen, die mit Nachhaltigkeit gar nichts zu tun haben?

Liegt es daran, dass VeganerInnen ihre Überzeugung manchmal sehr kompromisslos an Mann oder Frau bringen? Nun, Pelzgegner sind durchaus auch oft sehr deutlich in ihrer Meinung, aber jemanden, der auf Pelz verzichtet würde man trotzdem nicht als extrem bezeichnen. Wir kennen schließlich fast alle die grausamen Umstände der Pelzproduktion und wissen wie einfach es ist, sich einen warmen Wintermantel zu kaufen, der ganz ohne Pelz auskommt.

Oder liegt es vielleicht daran, dass Veganismus als ungesund empfunden wird? Wenn jemand täglich mehrmals Fleisch isst, wird das meist auch als ungesund eingestuft. Aber extrem? Als extrem wird es üblicherweise erst dann bezeichnet, wenn jemand jenseits der 300 Kilogramm wiegt.

Ist Veganismus zu kompliziert? Die Umstellung ist sicher nicht einfach, aber auch zuckerfrei zu leben kann durchaus eine Herausforderung sein, doch diese Ernährungsform wird wiederum nicht als extrem gesehen. Was ist es denn aber nun, das mich als Veganer extrem macht? Dass man auf etwas verzichtet, wenn es nicht unbedingt sein muss? Oder dass man anderen Lebewesen wenn irgendwie möglich nicht schaden möchte?

Nicht extrem, sondern konsequent

Ich frage einmal nach, als sich die Gelegenheit ergibt: „Was macht denn vegan extrem?“ Als Antwort bekomme ich: „Darüber möchte ich nicht diskutieren und du könntest mich so oder so nicht überzeugen.“ Nun bin ich tatsächlich extrem – extrem enttäuscht, denn mit diesen oder ähnlichen Erwiderungen, die ich bis dato auf meine Frage gehört habe, kann ich nicht viel anfangen. Etwas habe ich aber mittlerweile gelernt. Wenn jemand erfährt, dass ich vegan lebe und mich als extrem oder radikal bezeichnet, antworte ich folgendes: „Ich bin nicht extrem oder radikal, ich bin konsequent und das aus Überzeugung.“

Meine Vermutung ist, dass Dinge als extrem empfunden werden, solange man nichts oder kaum etwas mit ihnen zu tun hat. Die Erkenntnis kommt, wenn auch manchmal langsam. „Du bist ja trotzdem nett, obwohl du Veganer bist.“ höre ich dann. Oder: „Für einen veganen Kuchen schmeckt der aber ziemlich gut.“ Extrem gut möchte ich zustimmen, verkneife es mir aber.

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Vegan Transformation – Holt euch jetzt euer kostenloses Print-Exemplar!

Neulich saß ich bei meinen Eltern am Esstisch. Meine Eltern sind ihr Leben lang Fleisch- und Allesesser, in meiner Jugend lebte ich deshalb gefühlt im siebten Himmel. Es gab sehr…

Neulich saß ich bei meinen Eltern am Esstisch. Meine Eltern sind ihr Leben lang Fleisch- und Allesesser, in meiner Jugend lebte ich deshalb gefühlt im siebten Himmel. Es gab sehr oft Fleisch und wenn es mal keines gab, habe ich rebelliert und mir selbst welches gemacht. Doch heute ist es anders. Ich lebe mittlerweile sehr viele Jahre vegan und meine Eltern wissen das auch. Wir hatten viele Gespräche darüber. Doch das war heute nicht das Thema. Während eines Gesprächs am Tisch fiel mir auf, dass diesmal keine Wurst angerichtet war. Mein Vater erwiderte auf meine Verwunderung: „Wir essen keine Wurst und kein Fleisch mehr.“ Ich fiel fast vom Stuhl.

Dazu müsst ihr wissen, dass meine Eltern immer dagegen waren, sich einseitig zu ernähren. Seit fünf Jahren haben sie mitverfolgt, dass ich mich zu 99,9 Prozent vegan ernähre und ich in dieser Zeit nie krank war. Das war für sie aber auch kein Grund, über ihre Ernährungsweise nachzudenken. Doch dann lasen sie ein Buch von Richard David Precht über Fleisch und dessen Produktion. Sie leben nun zwar nicht komplett vegetarisch oder vegan, doch achten sie mittlerweile sehr bewusst auf die Herkunft des Fleisches und unterstützen somit gewisse Dinge nicht mehr. Es hat alles seine Zeit im Leben und genauso wie meine Eltern auf ihrem eigenen Weg zu dieser Erkenntnis gekommen sind, könnt auch ihr euren Weg finden – und ich kann euch dabei unterstützen!

Um euch den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, verschenke ich 1.500 Print-Exemplare meines neuen Buchs „Vegan Transformation”* – nur die Versandkosten (für Deutschland 5,95 Euro, für Österreich und die Schweiz 9,45 Euro) fallen an. Klickt einfach auf den Link oder lest weiter um mehr darüber zu erfahren!

Vegan Transformation

Möchtet ihr den Weg durch diese Welt für euch und alle anderen Lebewesen glücklicher, gesünder und schöner gehen? Vielleicht habt ihr auch hin und wieder das Gefühl, nur ein Rädchen des Systems zu sein. Und mit eurem Lebensstil Dinge zu unterstützen, die ihr eigentlich nicht gut findet. Vielleicht denkt ihr euch auch, dass ihr euch nicht gut ernährt und dieses vegan zumindest einmal ausprobieren solltet. Vielleicht lebt ihr auch schon vegetarisch und vegan, schafft es aber noch nicht auf das eine oder andere Stück Käse zu verzichten? Oder ihr wollt mit eurem Lebensstil auf keinen Fall Partner, Familie oder Freunde vor den Kopf stoßen? Vielleicht lebt ihr schon komplett vegan, habt aber dennoch das Gefühl, dass der Weg noch nicht ganz gegangen ist?

Mit meinem Buch „Vegan Transformation”* möchte ich euch eine Transformationsanleitung in die Hand geben, nach der ihr möglicherweise schon lange gesucht habt. Ich verspreche euch, dass ihr das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingen und voller neuer Informationen in eure Transformation starten werdet. Ihr werdet offen nach etwas ganz Neuem streben – nach einem Leben in Fülle, in Freiheit. Ein Leben ohne Dogmatismus und in Anerkennung und tiefer Dankbarkeit für diese Fülle. Auch wenn ihr euch heute schon auf dem richtigen Weg fühlt, werdet ihr euch nach der Lektüre und der Umsetzung der Maßnahmen aus diesem Buch noch mindestens zehnfach besser fühlen. Da ich von meinem Buch absolut überzeugt bin, verschenke ich die ersten 1.500 Exemplare. Ihr könnt euch euer kostenloses Buch hier* holen!

Unsere Ernährung im Jahr 2050

Mit meinem Buch möchte ich euch ermutigen zu sehen, dass ihr schon auf dem richtigen Weg seid. Es ist möglich, die Ernährung der Zukunft zu beeinflussen. Stellt euch dieses Szenario für das Jahr 2050 vor: Die Massentierhaltung wurde abgeschafft. Nur noch in der Mongolei oder in Afrika gibt es einige Weiderinder. In der Zukunft benötigen wir kein Fleisch von Tieren mehr. Wir können alles pflanzlich herstellen, teilweise sogar aus Zellulose, die wir mittels Fermentation mit Mikroorganismen in Proteine oder essbare Kohlenhydrate umwandeln um dann daraus weitere Produkte zu produzieren. Hülsenfrüchte wie Soja und Lupinen, aber auch Getreide, Pilze, spezielle Schimmelpilze, Nüsse, Algen und Bestandteile von Gemüse sind immer noch die gängigsten Rohstoffe für pflanzliche Fleischalternativen. Die beste Ernährung lässt sich nach wie vor unter dem begriff „Whole Food, Plant Based” zusammenfassen. Unverarbeitetes Gemüse und Obst, viel grünes Blattgemüse und mikro-nährstoffreiche Hülsenfrüchte bilden die Basis einer guten Ernährung.

Die wichtigsten Bausteine der Transformation

„Whole Food, Plant Based“ ist der Grundpfeiler eurer Gesundheit. Dafür sollte die Nahrung möglichst unverarbeitet, regional und saisonal sein, sowie von hervorragender Qualität aus biologischem Anbau. Viel wildes Blattgrün wie Kräuter, Brennessel, Löwenzahn, Spinat und mehr bilden die Grundlage, da sie viele Mikronährstoffe enthalten. Was ist mit Soja? Wie ich im Buch beschreibe, verzichtet wenn möglich auf unfermentiertes Soja und esst fermentierte Sojaprodukte maximal zwei Mal in der Woche. Die besten Alternativen sind gekeimte oder nicht gekeimte Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und die Süßlupine. Die besten 55 veganen Lupinenrezepte findet ihr in meinem Bestseller „Vegan Kochen mit Lupine”.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist eure Social Community. Die Zeit unter Menschen die ihr liebt, die euch respektieren und wertschätzen und mit denen ihr gerne Zeit verbringt ist nicht nur schön, sondern trägt auch wesentlich zu eurer Zufriedenheit bei. Verbringt Zeit mit Menschen, die euch in unterschiedlichen Bereichen eures Lebens inspirieren, weiter bringen und fördern. Das eigene Umfeld ist neben der persönlichen Einstellung ein wesentlicher Faktor um ein glückliches Leben zu führen.

Eliminiert Stress in eurem Leben und übt euch in einer Art spirituellem Glauben nach etwas Größerem oder Höheren. Auch Sport und regelmäßige Bewegung sowie Meditation sind wichtige Bausteine auf diesem Weg. Auch wenn es nicht ganz einfach scheinen mag, all dies konsequent umzusetzen, ist das Zusammenspielen all dieser Teile wesentlich. Was ihr braucht, um dies alles umzusetzen? Motivation! Zu wissen, dass ihr auf einem Weg seid, dessen Ziel es ist, all diese Dinge in euer Leben zu integrieren um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Denke immer daran: Du bist die wichtigste Person in deinem Leben!

Noch mehr Motivation und Information gibt es in meinem neuen Buch „Vegan Transformation”* – gehen wir gemeinsam unseren Weg zu einer veganen Transformation!

 

*Affiliate-Link: Mit einem Klick auf diesen Link unterstützt ihr die Arbeit von The bird’s new nest ohne selber dafür etwas zu zahlen. Vielen Dank für eure Unterstützung!

12 Kommentare zu Vegan Transformation – Holt euch jetzt euer kostenloses Print-Exemplar!

Was ist dein Wort für 2019?

Das neue Jahr steht kurz bevor und so möchte ich wie auch in den letzten beiden Jahren den Grundstein für die kommenden zwölf Monate in Form eines Wortes für 2019…

Das neue Jahr steht kurz bevor und so möchte ich wie auch in den letzten beiden Jahren den Grundstein für die kommenden zwölf Monate in Form eines Wortes für 2019 legen. Einige von uns werden für nächstes Jahr vielleicht Vorsätze fassen oder auch konkrete Ziele formulieren. Manchmal sind es auch einfach nur Wünsche, die Realität werden sollen oder bestimmte Dinge, die wir uns erhoffen.

Doch wenn das Jahr dann so richtig in Gang kommt, sind die Vorsätze und Ziele oft schnell vergessen – zu hektisch ist der Alltag, an zu viel anderes ist zu denken. Irgendwann ist das Jahr dann zu Ende und es geht wieder von vorne los. Neue Vorsätze, Ziele und Hoffnungen, die vielleicht sogar dieselben sind, die man das Jahr zuvor gefasst  hat, um sie dann im Laufe der Zeit zu vergessen. Um den Fokus nicht zu verlieren hilft das Wort für 2019!

Euer Wort für 2019

Wählen wir also ein Wort, ein Wort für das Jahr 2019! Ein Wort, das wir für das gesamte restliche Jahr als unseren Fokus nehmen können. Ein Wort, das verkörpert, was uns in diesem Jahr besonders wichtig ist. Achtsamkeit, Zufriedenheit, Selbstliebe, Leidenschaft, Zielstrebigkeit – wählt ein Wort, das sich für euch richtig und stimmig anfühlt. Wann immer ihr euch nun im Laufe des Jahres ziellos oder verloren fühlt, wenn es euch schwer fällt, Prioritäten zu setzen oder Entscheidungen zu treffen, ruft euch euer Wort für dieses Jahr in Erinnerung. Was wären die nächsten Schritte in diese Richtung? Welche Aufgaben führen euch dorthin? Welche Entscheidungen lassen sich mit eurem Wort mehr vereinbaren als andere? Euer Wort wird euch helfen, den Fokus nicht zu verlieren und euch Orientierung bieten, wenn es schwer fällt, den Überblick zu behalten.

Wenn ihr Lust habt, notiert euch euer Wort auf einem Post-It und klebt es – siehe Titelbild – an euren Monitor. Oder zaubert in einem Grafikprogramm ein Bild um es an die Wand zu hängen. Packt eure Malutensilien aus – der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt!

Eure Fragen für 2019

Alle, die sich mit ihrem Wort für 2019 noch näher befassen wollen, können sich diese vier Fragen stellen. Nehmt euch die Zeit, die Fragen in Ruhe zu überlegen und schreibt eure Antworten nieder.

1. Was bedeutet dein Wort für dich? Welche Gefühle, Bilder und Assoziationen ruft es hervor? Lass deinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf, egal was auftaucht, alles ist erlaubt.
2. Warum ist dein Wort wichtig für dich? Wenn dein Wort der Hauptfokus in deinem Leben wäre, was würde sich ändern?
3. Wie kannst du dein Wort in dein Leben einbauen, egal ob täglich, wöchentlich oder monatlich. Wie würde das aussehen?
4. Wie kannst du sicherstellen, dass all das tatsächlich passiert? Welche Unterstützung brauchst du, um all dies Schritt für Schritt umzusetzen?

Was ist euer Wort für 2019?

Mein Wort für 2018 war „Innerer Frieden“. Zugegeben, es waren in diesem Fall zwei Worte, aber es passte einfach wunderbar und war für mich eine Weiterentwicklung, denn auch der Wunsch nach Ganzheit im Jahr davor war letztlich der Wunsch nach innerem Frieden und Gelassenheit. Das Wissen um diesen Fokus ließ mich auch meine anderen Ziele und Vorsätze einfacher umsetzen, denn Pläne wie täglich Yoga zu machen, meinen Besitz genauso wie meine mir selbst auferlegten To-Dos zu reduzieren hatten im Sinne des inneren Friedens einen gemeinsamen Fokus, der mir unglaublich wichtig ist.

2017 hieß es für mich wie schon erwähnt „Ganzheit“, um mich darauf zu besinnen, mich ganz zu fühlen. Vor allem gerade in den Momenten, wo man sich hektisch und zerrissen fühlt, wo man vor lauter Aufgaben gar nicht weiß, wo zuerst beginnen, einen vielleicht auch das Gefühl überkommt, „das alles nicht zu schaffen“, ich mich daran erinnern kann, dass ich nicht zuerst etwas tun oder erreichen muss, um mich ganz zu fühlen. Dass der Augenblick und das Empfinden ganz und vollständig im Jetzt zu sein das wichtigste ist und nicht der ständige Fokus auf Dinge, die im Aussen stattfinden. Jedes Mal, wenn ich mir das Wort in Erinnerung gerufen habe, war ich sofort ruhiger und entspannter und ich konnte mich so schnell wieder darauf besinnen, was mir wirklich wichtig ist.

Wie in den Vorjahren war mein Wort für 2019 relativ schnell gefunden. Ich sehne mich zur Zeit sehr nach „Freiheit“. Aus Gewohntem auszubrechen, neue Wege zu gehen, eingefahrene Routinen zu hinterfragen. Sich frei zu fühlen von Erwartungen, die mir nicht dienen. Frei auch in Gedanken, den eigenen Vorstellungen mehr Raum zu geben, kreativ zu sein, out of the box zu denken. Sich die Freiheit zu nehmen, man selber zu sein.

Was ist euer Wort für 2019? Hat euch euer Wort für 2018 geholfen? Teilt eure Worte, Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Viel Erfolg auf eurem Weg!

3 Kommentare zu Was ist dein Wort für 2019?

»Wir alle haben das Bedürfnis, uns als Teil der Natur zu begreifen.« Plötzlich Gänsevater Michael Quetting im Interview

Michael Quetting (44), Laborleiter am Max-Planck-Institut in Radolfzell, führte ein Forschungsprojekt mit Graugänsen durch. Doch was als Tierversuch geplant war, endete für ihn in einer einzigartigen Lebenserfahrung, bei der er…

Michael Quetting (44), Laborleiter am Max-Planck-Institut in Radolfzell, führte ein Forschungsprojekt mit Graugänsen durch. Doch was als Tierversuch geplant war, endete für ihn in einer einzigartigen Lebenserfahrung, bei der er zu sich selbst zurückfand und sich wieder als Teil der ihn umgebenden Natur begriff. In seinem Buch Plötzlich Gänsevater, das als Spiegel-Bestseller gelistet ist, beschreibt er die Erlebnisse mit den Graugänsen, angefangen bei der Geschichte von Nils Holgersson, die er den Gänsen noch im Ei vorliest, bis hin zur Entlassung seiner Schützlinge in die Freiheit.

Ich habe den sympathischen Autor im Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell getroffen und mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, über sein Ankommen bei sich selbst, über Tierversuche und über sein neues Buch.

Cat: Micha, kannst du mir vielleicht erstmal das Projekt ganz kurz skizzieren?

Michael Quetting: Bei uns dreht sich alles um Tierwanderung. Das können auch andere Tiere als Vögel sein, zum Beispiel Aale, die von Schottland nach Nordamerika schwimmen. Wir haben uns damals sehr für Vögel interessiert und vor allem für eine neue Generation von Datenloggern. Durch diese aufkommende Handynutzung wird die Sensorik total günstig, beispielsweise Beschleunigungs-, Lage- oder GPS-Sensoren. Also dachten wir, wenn die so günstig sind, packen wir die auf ein Messgerät, so streichholzschachtelgroß, und schauen, ob wir diese Daten auswerten können, wenn wir das Gerät einem Tier, in unserem Fall einem Vogel, auf den Rücken binden.

Um welche Daten geht es da genau?

Beispielsweise um Windgeschwindigkeit oder -richtung. Wenn jetzt zum Beispiel ein Bergsteiger im Himalaya in einem Basislager sitzt, kann er auf unserer Animal-Tracker-App sehen, die Streifengans Schorschi fliegt gerade an Annapurna vorbei auf 7.000 Meter, dann könnte er die Livedaten von Schorschi abfragen und wüsste dann, wie die Windgeschwindigkeit da oben ist. Im Moment weiß niemand, wie der Wind 2.000 Meter über Radolfzell ist, das kann man bisher nur näherungsweise bestimmen.

Was ist das denn für eine App? Kann die jeder runterladen?

Mit der App Animal Tracker kann jeder besenderte Tiere melden und deren Migrationsroute nachvollziehen. Und ja, jeder kann sie runterladen, sie ist gratis. (Anmerkung Cat: Ich habe die App am Abend nach dem Interview getestet und bin total begeistert. Es ist absolut spannend zu sehen, wie weit manche Vögel fliegen, aber auch die Routen von bestimmten Säugetieren kann man mit der App nachvollziehen.)

Flugroute eines Steinadlers in der App Animal Tracker. Foto: Cat

Auf Facebook habe ich gelesen, dass man dir vorwirft, es sei ethisch nicht korrekt gewesen, was ihr gemacht habt, weil ihr der Gänsemutter ihre Eier weggenommen habt. Wie stehst du dazu?

Das ist definitiv so, es ist ethisch wahrscheinlich nicht korrekt. Es war als Tierversuch geplant, aufgeschrieben, eingereicht und von der Ethikkommission in Freiburg als Tierversuch genehmigt. In erster Linie war es ein Forschungsprojekt zur Gewinnung von wissenschaftlichen Daten und die Tiere waren Forschungsplattformen, fliegende Messplattformen, reduziert gesagt. Da war erstmal nichts mit knuffigen Gänsekindern und so, das kam alles erst später. Die Prioritäten haben sich total verschoben. Zum Schluss war es Gänsefamilie mit Gänsevater mit Nebenbeiwerk wissenschaftliches Experiment.

Es gibt andere Versuchsleiter, die sagen, nach Abschluss des Experiments sind die Tiere zu euthanasieren, weil sie keine Möglichkeit mehr haben, sich in der Natur zurechtzufinden. Bei mir war das von Anfang an eine Bedingung. Ich habe gesagt, ich mache das nur, wenn die Tiere nachher in die Freiheit entlassen werden. Egal, was das für die bedeutet. Die Chance, dass eine geprägte Graugans in der Freiheit zurechtkommt, ist natürlich geringer als wenn sie dort groß wird. Es lauern einfach viele Gefahren da draußen. Die Gans kennt dann keine Angst vor Füchsen und weiß auch nicht, wie sie sich verhalten muss, damit der Fuchs sie nachts nicht frisst. Klar, das ist in ihrem genetischen Programm schon auch verankert, aber durch die Prägung haben sie definitiv einen Nachteil.

Foto: Michael Quetting

Woher hattest du denn diese Eier? Ich meine, was wäre ansonsten mit den Küken passiert?

Die Eier waren von einem Züchter in Norddeutschland.

Wozu züchtet er die?

Die Eier sind eine Delikatesse.

Das heißt, du hast den Gänsen ja eigentlich das Leben gerettet, oder?

Im Prinzip schon, ja.

Warum hast du das bisher noch nie so kommuniziert, wenn der Vorwurf kam? Das würde das Argument ja entkräften, schließlich hast du dem Muttertier dann gar nicht die Eier weggenommen.

Es ist mir einfach egal, es interessiert mich nicht. Den hardcore-militanten PETA-Freaks kannst du eh erzählen, was du willst.

Ja, da gibt’s vermutlich ein paar sehr dogmatische Exemplare. Du hast aber sicher auch schon vielen Gänsen das Leben gerettet, weil du sie jetzt nicht mehr isst, oder?  

(lacht) Ja, wahrscheinlich. Ich habe halt eine sehr intensive, persönliche Beziehung zu ihnen aufgebaut.

Aber nicht, weil du sagst, sie sind besonders intelligent oder irgendwas, warum man sie nicht mehr essen sollte.

Nein, Quatsch, es ist total bigottes Verhalten! Es gibt keinen Grund, warum ich keine Gänse esse, aber Rinder oder Schweine. Ich kann kein rationales Argument anführen, wo ich sagen würde, ich esse keine Gänse, weil… Wobei es natürlich immer noch mehr Sinn macht, eine Wildgans zu essen als ein Schwein aus Massentierhaltung. Dann lieber eine Graugans, die irgendein Jäger schießt.

Da hast du vermutlich Recht. Aber kommen wir zurück zu deinem Projekt. Wie sah so ein normaler Arbeitstag aus während des Projekts?

Eigentlich war es kein richtiger Arbeitstag. Ich musste gegen halb fünf oder fünf aufstehen und ins Bett ging es wieder, wenn es dunkel wurde. Der Tag war schon relativ lang.

Aber obwohl der Tag auf seine Art so stressig war, bist du doch in eine neue Welt eingetaucht, ganz ohne Computer, Menschen und den Stress, den man sonst so hat. Ich glaube, heute nennt man das Detox.

Jaja, auf jeden Fall, das war eine sehr besinnliche Zeit, in der man bei sich selber ankommen und in sich reinschauen konnte. Notgedrungen natürlich.

Hat sich das Ganze auf dein Privatleben ausgewirkt?

Ich hatte zu der Zeit eigentlich kein Privatleben. Meine Kinder kamen dann schon nach den ersten zwei, drei Wochen mal am Wochenende und haben sogar da übernachtet. Die ersten Wochen wollte ich aber wirklich niemanden sehen, damit die Gänse sich auf mich fokussieren.

Das ist sicher auch nicht so leicht, wenn man sein Privatleben für so ein Projekt vollständig aufgibt. Was war denn ansonsten die größte Herausforderung für dich?

Das ist eine gute Frage. Es gab viele Herausforderungen, aber ich glaube, die größte war, sich überhaupt auf das Ganze einzulassen. Wenn du dich nicht darauf einlässt, funktioniert es nicht. Wenn du denkst, ich mach‘ das jetzt einfach mal wie so einen normalen Arbeitstag, ich reiße acht Stunden runter und geh‘ dann wieder heim, das funktioniert halt nicht. Dein Leben ist einfach ganz anders in diesen drei Monaten.

Ja, das glaube ich dir, aber es gab ja sicher auch viele schöne Momente. Was war dein schönstes Erlebnis während des Projekts? 

Es gab viele schöne Erlebnisse. Aber ich glaube, die schönsten Erlebnisse waren schon, die Gänse aus dem Brutautomat rauszuholen, sie das erste Mal anzufassen, diesen Kontakt herzustellen und natürlich das erste Mal mit ihnen zu fliegen, das war schon sehr beeindruckend.

Foto: Michael Quetting

 Sicher auch, dass sie dann wieder mit dir gelandet sind.

Genau, es sind halt sehr soziale Tiere. Die wissen genau, dass sie dich da nicht verlieren dürfen.

Aber nach und nach waren sie ja dann irgendwann alle weg. Machst du dir manchmal Gedanken, was aus ihnen geworden sein könnte oder weißt du es sogar?

Nein, wissen tu ich das nicht. Von zwei weiß ich es, weil sie jetzt in einem Tierpark leben und einen hat man mal gesehen mit seiner eigenen Familie.

Woran erkennt man deine Gänse denn?

Die sind beringt, es gibt nicht so viele Graugänse, die beringt sind. Die Frau, die die Gans gesehen hat, hat sie fotografiert und auf dem Foto konnte man die Nummer auf dem Ring lesen.

Dann können wir ja in Zukunft Ausschau nach ihnen halten. Inwiefern hat die Zeit mit den Gänsen so rückblickend dein Leben oder dich selbst verändert?

Zum einen war das der Abschluss einer relativ schwierigen Zeit damals mit meiner Scheidung, da war das schon cool, mal drei Monate zu haben, in denen man sich nur um sich selber und um die Tiere kümmern muss. Aber auch, dass man in der Natur sein und bei sich selber ankommen kann. Da hat sich in gewisser Weise der Kreis geschlossen. Andererseits ist es natürlich auch so, wenn du mal so nah mit und in der Natur lebst für ein paar Wochen, dann wird dir auch bewusst, dass du einfach ein Teil von diesem großen Ganzen bist, dann öffnet sich dein Blick für andere Sachen, die du sonst gar nicht mehr wahrnimmst.

Was zum Beispiel?

Keine Ahnung, beispielsweise Insekten. Oder dass die Sonne aufgeht und dich wärmt, dass um dich herum alles lebt, dass es ganz viele soziale Systeme gibt, die da miteinander interagieren, dass Tiere Beziehungen untereinander haben, wie dieses Fasanenpaar, das ich in meinem Buch erwähnt habe, dass es aber auch so klassische Beziehungen sind, wie dass er immer rausläuft und guckt, ob die Luft rein ist und sie dann hinterherläuft. Solche Sachen halt.

Was würdest du denn Menschen, die diese Erfahrung nicht gemacht haben, mit auf den Weg geben?

Mit auf den Weg geben würde ich denen, dass es ganz wichtig ist, dass man sich Zeiten für sich selber schafft, um sich selber anzuschauen, um in Kontakt mit sich selber zu kommen. Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr im Kontakt mit sich selber. Diese Bedürfnisbefriedigung liegt ja immer im Außen. Der Mensch versucht, seine Defizite dadurch zu befriedigen, dass er immer im Außen ist. Aber die eigentliche Zufriedenheit kriegt man nicht im Außen. Die kriegst du nur, wenn du nach innen schaust.

Foto: Michael Quetting

Peter Wohlleben hat ja auch diesen Bestseller geschrieben, Das geheime Leben der Bäume. Was glaubst du, warum sind diese Bücher, die sich mit Natur beschäftigen, gerade so erfolgreich?

Bedingt durch diese schnelllebige Internet-Informationsflutwelt, die dich rein kognitiv schon total überlädt, ist dieses Bedürfnis danach, sich als Teil der Natur oder eines universellen Systems zu begreifen, immer größer geworden. Das ist ja archaisch tief in jedem von uns verwurzelt. So wie andere Grundbedürfnisse des menschlichen Seins, wie der Trieb sich fortzupflanzen oder auch einfach sich geliebt zu fühlen.

Apropos Fortpflanzung, welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der Erziehung von Menschen- und Gänsekindern?

Oh, da gibt’s einige. Auf beide musst du dich einlassen, du darfst nichts anderes nebenher machen. Die zeigen dir schon, wo die Musik spielt. Die tollen Sachen, die du erleben kannst, mit Menschen- oder Tierkindern, die entstehen erst, wenn du dich drauf einlässt. Man kann Gänsekindern natürlich auch nur bedingt Grenzen setzen und bestimmte Sachen, die einen nerven, wie diese Kackerei oder so, das kannst du ihnen nicht abgewöhnen, das machen die halt. Die Möglichkeiten sind begrenzt.

Nils Holgersson lebt ja auch eine Zeitlang mit Gänsen zusammen. Den Spitznamen bekommst du also sicher sehr oft. Nervt der dich schon?

Das kommt daher, dass ich den Gänsen, als sie noch im Ei waren, immer aus Nils Holgersson vorgelesen habe. Das hab‘ ich halt blöderweise mal gesagt und seitdem sagt das irgendwie jeder. Also es nervt mich eigentlich nicht, ich finde die Geschichte ja ganz nett.

Hast du schon ein neues Buch geplant?

Ja schon, aber ich habe noch keinen Verlag gefunden. Ich habe das zweite Buch deswegen geschrieben, weil ich einer gewissen Bevölkerungsschicht mal die Augen öffnen wollte. Das wäre auch definitiv mein letztes Buch in die Richtung gewesen.

Was hast du denn geschrieben oder ist das geheim?

Nee, gar nicht. Bedingt durch die Ehe mit einer Pferdenärrin, deren Lebensinhalt ausschließlich aus der Liebe und dem Umgang mit Pferden und anderen Tieren bestand und eben durch diese Gänsegeschichte habe ich viel mehr Einblick in Tier-Mensch-Beziehungen bekommen. Wie kann sowas aussehen und was passiert da? Dann wird dir erstmal bewusst, wie krank solche Tier-Mensch-Beziehungen oft sind, obwohl die meisten Leute denken, sie tun alles für ihr Tier. Guck dir mal die vielen Reiterinnen an, die ihr Pferd vierundzwanzig Stunden am Tag in eine enge Box stellen, in der es sich kaum umdrehen kann, holen es höchstens einmal am Tag für eine halbe Stunde raus, sitzen drauf und pesen durchs Gelände. Und dann wundern sie sich, dass ihr Pferd krank wird. Weil es den ganzen Tag in einer engen Box steht und aufgeschütteltes Heu fressen muss, von dem es eine Staublunge bekommt. Ach, da gibt es zigtausend Beispiele.

Find ich ein super Thema und bin gespannt darauf. 

Vielen Dank, Micha, für das schöne und interessante Interview und dafür, dass mich ein Buch endlich mal wieder in seinen Bann gezogen hat!

Plötzlich Gänsevater macht Wissenschaft emotional und zeigt uns, wie grenzen- und bedingungslos Liebe sein kann. Das Buch lässt uns träumen und abtauchen, es lässt uns staunen, lachen, aber auch weinen. Und das Wichtigste: es lässt uns für einen Moment den Atem anhalten.

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Life in plastic, it’s fantastic – Kann die Generation Plastik noch die Notbremse ziehen?

Im Mai diesen Jahres las man in den Nachrichten, dass die EU-Kommission Einmalprodukte aus Plastik verbieten wolle. Dazu zählt sie Strohhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalter – „Kampf dem Plastikmüll“! Doch es…

Im Mai diesen Jahres las man in den Nachrichten, dass die EU-Kommission Einmalprodukte aus Plastik verbieten wolle. Dazu zählt sie Strohhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalter – „Kampf dem Plastikmüll“! Doch es geht um viel mehr als nur Strohhalme und Rührstäbchen, auch wenn hier jedes Jahr Unmengen an Plastik alleine von Coffee-To-Go-Freunden verbraucht wird. Mittlerweile sollte bei jedem angekommen sein, dass die marine Verschmutzung durch Plastik, respektive Mikroplastik, verheerende Folgen hat. „In jedem Quadratkilometer der Meere schwimmen hunderttausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteile mit Plankton.“ (Quelle: wwf.de)

Aber woher kommt der ganze Müll im Meer? Der größte Anteil der Müllzufuhr in die Ozeane erfolgt über Zuflüsse vom Land. Etwa ein Viertel direkt über Schifffahrt, Fischerei oder Arbeiten in und am Wasser. (Quelle: nabu.de) An Letzterem können wir Otto-Normal-Müllproduzenten natürlich nicht viel ändern, zumindest nicht direkt. Wenn wir den Konsum von Seefisch reduzieren, jedoch durchaus. „Ich werfe keinen Müll in Flüsse“, werdet ihr jetzt vielleicht denken. Das ist richtig, denn in Deutschland wird verhältnismäßig- sprich im Verhältnis zu vielen anderen Ländern –  wenig Müll direkt in die Flüsse geworfen. Der meiste „Flussmüll“ gelangt über Auswaschungen auf Mülldeponien, kommunale Abwässer und die Landwirtschaft in die Flüsse (Quelle: nabu.de). Wenn ihr nicht gerade Landwirte seid, betreffen euch nur die ersten beiden Punkte.

„Leider benutzen die Menschen die Toiletten als Müllentsorgung.“

Yvonne Friesch, Mitinhaberin von Sanitär Friesch in Tübingen, erzählt mir, was Menschen über die Toilette entsorgen: Tampons, Slipeinlagen, Binden, Kondome, Windeln, Kleidung, Spielzeug. „Leider benutzen die Menschen die Toiletten als Müllentsorgung“, so Friesch. „In Schulen sind es oft Kleider, Buchseiten oder Sportschuhe.“ Auf öffentlichen Toiletten würden sogar Spritzen über den Abfluss entsorgt. Selbst Bauschutt komme vor. Friesch rät auch von Duftsteinen in der WC-Schüssel ab, da die Plastikhalterungen sich nicht selten lösen und dann entweder die Rohre verstopfen oder in die Kanalisation gelangen. Derartiges Verhalten kann aber auch teuer werden kann, da sich in vielen Fällen zurückverfolgen lässt, in welche Toilette dieser Unrat geworfen wurde. „Da kann ganz schön was zusammen kommen“, warnt Yvonne Friesch.

Wie kann man also seinen Müll soweit es geht reduzieren und möglichst ressourcenschonend leben? Im Supermarkt muss man sich gegenwärtig schwer wundern: Bananen und Gurken im Plastikmantel, Käse mit Folien zwischen den einzelnen Scheiben. Offenbar muss heute alles doppelt und dreifach verpackt werden. Auch geschälte und klein geschnittene Kartoffeln oder Kürbisse, eingeschweißt in Kunststofftüten schmiegen sich beinahe adaptiv an den phlegmatischen Konsumenten von heute.

Foto: S. Selbert

Auf verpackte Früchte kann man mit Sicherheit verzichten. Gerade bei größerem Obst oder Gemüse kann man das Etikett direkt aufkleben, statt umständlich eine Tüte um das Lebensmittel zu wickeln. In vielen Biomärkten gibt es mittlerweile Obst- und Gemüsenetze zu kaufen, die durchsichtig und vielfach verwendbar sind. Tatsächlich habe ich mit diesen Beuteln gute Erfahrungen gemacht, sie werden in jedem Supermarkt akzeptiert. Alternativen zum Obst und Gemüse aus dem Supermarkt bietet natürlich auch der Regionalmarkt, den es in jeder größeren Stadt gibt. Regionale Lebensmittel sind aufgrund der kurzen Transportwege aus ökologischer Sicht ohnehin begrüßenswert. In vielen Städten gibt es heutzutage sogenannte Unverpacktläden, in denen man entsprechend mit Behältern einkaufen geht, in die dann beispielsweise offene Nudeln eingefüllt werden können.

Unverpacktladen Speicher, Tübingen. Foto: Ulrich Müller

Kleine Füße, großer Abdruck

Wer ein Baby zuhause hat stellt sehr schnell fest, dass vor allem durch Windeln und Feuchttücher doch viel mehr Müll anfällt als zuvor. Was aber die meisten Menschen übersehen, ist, dass nicht nur der Gebrauch von Windeln, Binden und Tampons zu viel Müll führt – laut BUND macht der Windelmüll in manchen Gemeinden bis zu zehn Prozent aus und im Schnitt verbrauchen Frauen weltweit ca. 45 Milliarden (!) Binden und Tampons pro Jahr –, sondern auch die Herstellung nicht gerade ressourcenschonend ist. Menstruationstassen und Stoffwindeln stellen hier eine Alternative dar. Oft wird damit argumentiert, dass Stoffwindeln zur Reinigung viel Wasser und Strom benötigen. Man muss jedoch in die Kalkulation mit einbeziehen, dass auch Wegwerfwindeln viel Wasser verbrauchen, eben in der Herstellung. Wo die Stoffwindel jahrelang und sogar noch beim nächsten Kind benutzt werden kann, landet die Wegwerfwindel nach einmaliger Benutzung in der Tonne. Zumindest wenn wir die Stoffwindel bei 60 Grad waschen und sie nicht jedes Mal danach in den Trockner werfen, haben wir einen um 40 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu Wegwerfwindeln (Quelle: windelwissen.de). Und Müll (aber auch Geld!) haben wir allemal eingespart, vor allem da Stoffwindeln sich gut weiterverkaufen lassen. Und viel schöner sind sie dabei auch noch.

Stoffwindel von milovia. Bild: Cat

Man muss sich als frischgebackene Eltern auch fragen, ob Obstmus in Quetschbeuteln oder Plastikbechern wirklich notwendig ist oder ob man nicht einfach selbst einen Obstbrei herstellen und abpacken kann. Eigentlich geht das doch ganz schnell. So klein unsere Babys sind: Ihr ökologischer Fußabdruck ist, vor allem im ersten Jahr, ganz schön groß. Aber nicht immer spielt das Umfeld mit, wenn man Müll einsparen möchte. Erst neulich ging ich mit einem Baumwollbeutel in die Bäckerei, weil ich es unnötig finde, dass wir alle ein bis zwei Tage Brot in Papier- oder gar Plastiktütchen nach Hause tragen. Die Bäckereifachverkäuferin lehnte jedoch ab, sie dürfe den „aus hygienischen Gründen“ nicht anfassen. Warum sie Geld trotzdem anfassen darf, die Antwort blieb sie mir schuldig. Mittlerweile haben wir aber eine Bäckerei in der Nähe gefunden, die kein Problem mit unserem Stoffbeutel hat.

Wenn man bewusst darauf achtet, was man alles in den Müll wirft, erkennt man schnell, worauf man problemlos verzichten könnte. Für viele Produkte gibt es beispielsweise Nachfüllpackungen. Auf eine Menge Plastik kann man auch verzichten, wenn man zum Einkaufen eigene Taschen und Beutel mitnimmt. Was in Plastik ist, kommt nicht in die Tüte. Bei anderen Dingen ist das leider noch nicht möglich. Trotzdem kann man sich fragen, ob man Joghurt in kleinen Plastikbechern kaufen muss oder nicht doch lieber solche in Mehrweggläsern nimmt. Muss man Getränke in PET-Flaschen kaufen, die ohnehin im Verruf stehen gesundheitsschädlich zu sein, oder sind Glasflaschen eine Alternative? Der Fairness halber muss man sagen, dass die größte Menge an Müll, der über die Abwässer ins Meer gelangt, nicht aus Ländern wie Deutschland stammt, in denen recycelt wird. Jedoch wurde unser Müll viele Jahre nach China exportiert und wer weiß schon, was dort mit ihm passiert ist? Nicht zuletzt werden schließlich auch durch die Herstellung von Kunststoffverpackungen jede Menge Rohstoffe und Energie verbraucht (Quelle: wwf.de). Aber auch wenn wir unseren Müll trennen und recyceln, sollten wir diesen Unmengen an Plastikmüll entgegenwirken, was im Coffee-To-Go-Zeitalter nicht allzu leicht erscheint.

Als ich neulich in einem Supermarkt einkaufen war, beschwerte ich mich an der Kasse darüber, dass dermaßen viel Obst in Plastik eingeschweißt war. (Oder waren die Verpackungen aus kompostierbarer Stärke? Für den Ottonormalkonsumenten leider kaum zu unterschieden.) Der Kassierer antwortete mir, dass er dies ebenfalls nicht gut heiße, sich jedoch überhaupt nichts ändern würde, so lange Menschen dieses Obst kaufen. Recht hat er! Tatsächlich liegt es an jedem einzelnen von uns. Nur, wenn wir über unser Konsumverhalten nachdenken und etwas daran ändern, denken die großen Konzerne um.

Es ist fünf vor zwölf, vielleicht sogar nach zwölf und leider hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass man auf die Politik nicht wirklich zählen kann, was die Reduzierung von Plastikmüll anbelangt.

Jetzt ist es unsere Aufgabe, bewusster einzukaufen, zu verzichten und umzudenken. Wenn wir es nicht für uns selbst tun, dann für unsere Kinder.

 

Quellen:
https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell/
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/16805.html
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/kinder/stoffwindeln.html
https://reset.org/act/nachhaltige-monatshygiene-kein-muell-der-regel
https://www.windelwissen.de/stoffwindeln-wegwerfwindeln-umwelt/

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Warum ich Veganer nicht leiden kann. Ein Gespräch.

Ich habe kürzlich ein sehr interessantes Gespräch auf Facebook mitverfolgt, in dem es darum ging, dass Veganer radikal seien. „Warum sind Veganer denn radikal?“, habe ich mich neugierig in das…

Ich habe kürzlich ein sehr interessantes Gespräch auf Facebook mitverfolgt, in dem es darum ging, dass Veganer radikal seien. „Warum sind Veganer denn radikal?“, habe ich mich neugierig in das Gespräch eingeklingt. „Weil sie Bilder von Tierquälerei zeigen.“, war die Antwort. Etwas verwirrt war ich unsicher, wie ich diese Antwort interpretieren sollte. Radikal ist kein schönes Wort. Konkret bedeutet es, mit Rücksichtslosigkeit und Härte vorzugehen. Es ist also soweit nachzuvollziehen, dass man jemanden, den man radikal nennt, nicht unbedingt leiden kann. Aber was genau hat das nochmals mit Bildern von Tierquälerei zu tun? Ich frage nach.

Die Antwort: „Veganer posten auf Facebook Bilder aus Schlachthöfen oder ähnliches, mit dem Kommentar, dass Fleischesser daran Schuld wären.“ „Aber das ist doch auch so…“, schießt es mir in den Kopf. Gäbe es keinen Fleischkonsum, dann gäbe es keine Schlachthäuser. „Aber die Bilder aus Schlachthöfen zeigen doch die Realität.“, sage ich. „Ja, aber ich will diese Bilder nicht sehen.“, bekomme ich als Antwort. „Aus meiner Sicht handelt es sich hier um das pure Teilen von Informationen. Ich verstehe, dass diese Bilder sehr unangenehm anzusehen sind. Aber ich halte es für wichtig, dass Informationen über Missstände jeglicher Art verbreitet werden.“, lege ich meinen Standpunkt dar. „War ja klar, dass du das sagst.“, wird mir zurückgeworfen.

„Natürlich.“, denke ich mir. Und danke im stillen dem Internet, denn ohne die Informationen, die ich über Facebook bekommen habe, wäre ich vermutlich noch immer Vegetarier, weil ich einfach nicht wusste, wie problematisch Milch- und Eiproduktion sind. Und dann erinnere ich mich daran zurück, wie unangenehm es mir war, die Informationen darüber zu sehen und zu lesen und dass auch ich wütend wurde. Ich dachte doch schon, dass ich etwas Gutes tue mit einem vegetarischen Leben. Und dann diese Information! Stimmt das überhaupt? Wird das nicht nur aufgebauscht? Oder sind das vielleicht sogar Lügen? Ich war traurig, frustriert und verfluchte innerlich die Menschen, die mir das Bild meines aus meiner Sicht rücksichtsvollen und ökologischen Lebensstils zerstört hatten.

Ich wollte herausfinden, was hinter diesen Behauptungen steckt und begann zu recherchieren. Und erfuhr Dinge wie Qualzuchten, Kükenschreddern, Antibiotikamissbrauch und noch so vieles mehr. Und war entsetzt. Wieso informierte niemand über diese Themen? Dann erinnerte ich mich aber, doch ab und zu darüber gelesen zu haben. Der eine Zeitungsbericht, die eine Doku im Kino, die eine Fernsehsendung. Doch ich hatte das alles verdrängt, denn ich war der Meinung, dass das mit mir nicht wirklich etwas zu tun hatte. Denn ich wollte das alles doch nicht, wie sollte es also mit mir zusammenhängen?

Lange Rede, kurzer Sinn, nun bin ich selber Veganer. Und stehe auf der anderen Seite. Auf der Seite, die versteht, warum solche Informationen geteilt werden. Und die es wichtig findet, so viele Menschen wie möglich darüber zu informieren. Und es dafür hinzunehmen, als Spinner, radikal und noch zig anderes bezeichnet zu werden. Aber ich verstehe auch die Seite meines Gegenübers. Die, auf der ich früher stand. Und hoffe, dass irgendwann auch die Neugier dieser Menschen überwiegt und sie erkennen, dass sie mit diesen Bildern zu tun haben. Und dass das auch bedeutet, dass das eigene Handeln relevant ist. Dass die eigenen Entscheidungen einen Unterschied machen. Dass es möglich ist, etwas zu ändern. Und vielleicht verstehen sie mich dann eines Tages auch.

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Finde dein Wort für 2018!

Das neue Jahr ist angebrochen. Einige von euch haben vielleicht für dieses Jahr Vorsätze gefasst oder sogar konkrete Ziele formuliert. Manchmal sind es auch einfach nur Wünsche, die Realität werden…

Das neue Jahr ist angebrochen. Einige von euch haben vielleicht für dieses Jahr Vorsätze gefasst oder sogar konkrete Ziele formuliert. Manchmal sind es auch einfach nur Wünsche, die Realität werden sollen oder bestimmte Dinge, die wir uns erhoffen. Doch kommt das Jahr so richtig in Gang, sind die Vorsätze und Ziele oft schnell vergessen – zu hektisch ist der Alltag, an zu viel anderes ist zu denken. Irgendwann ist das Jahr dann zu Ende und es geht wieder von vorne los. Neue Vorsätze, Ziele und Hoffnungen, die vielleicht sogar dieselben sind, die man das Jahr zuvor gefasst  hat, um sie dann im Laufe der Zeit zu vergessen. Was aber tun, um den Fokus nicht auch dieses Jahr wieder zu verlieren? Dabei hilft euch euer Wort für 2018!

Euer Wort für 2018

Wählt ein Wort, euer Wort für das Jahr 2018! Ein Wort, das ihr für das gesamte restliche Jahr als euren Fokus nehmen könnt. Ein Wort, das verkörpert, was euch in diesem Jahr besonders wichtig ist. Achtsamkeit, Zufriedenheit, Selbstliebe, Leidenschaft, Zielstrebigkeit – wählt ein Wort, das sich für euch richtig und stimmig anfühlt. Wann immer ihr euch nun im Laufe des Jahres ziellos oder verloren fühlt, wenn es euch schwer fällt, Prioritäten zu setzen oder Entscheidungen zu treffen, ruft euch euer Wort für dieses Jahr in Erinnerung. Was wären die nächsten Schritte in diese Richtung? Welche Aufgaben führen euch dorthin? Welche Entscheidungen lassen sich mit eurem Wort mehr vereinbaren als andere? Euer Wort wird euch helfen, den Fokus nicht zu verlieren und euch Orientierung bieten, wenn es schwer fällt, den Überblick zu behalten.

Wenn ihr Lust habt, notiert euch euer Wort auf einem Post-It und klebt es an euren Monitor. Oder zaubert in einem Grafikprogramm ein Bild um es an die Wand zu hängen. Packt eure Malutensilien aus – der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt!

Eure Fragen für 2018

Alle, die sich mit ihrem Wort für 2018 noch näher befassen wollen, können sich diese vier Fragen stellen. Nehmt euch die Zeit, die Fragen in Ruhe zu überlegen und schreibt eure Antworten nieder.

1. Was bedeutet dein Wort für dich? Welche Gefühle, Bilder und Assoziationen ruft es hervor? Lass deinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf, egal was auftaucht, alles ist erlaubt.
2. Warum ist dein Wort wichtig für dich? Wenn dein Wort der Hauptfokus in deinem Leben wäre, was würde sich ändern?
3. Wie kannst du dein Wort in dein Leben einbauen, egal ob täglich, wöchentlich oder monatlich. Wie würde das aussehen?
4. Wie kannst du sicherstellen, dass all das tatsächlich passiert? Welche Unterstützung brauchst du, um all dies Schritt für Schritt umzusetzen?

Was ist euer Wort für 2018?

Mein Wort für 2017 war „Ganzheit“ – für mich hat es bedeutet, mich darauf zu besinnen, mich ganz zu fühlen. Sprich vor allem gerade in den Momenten, wo man sich hektisch und zerrissen fühlt, wo man vor lauter Aufgaben gar nicht weiss, wo zuerst beginnen, einen vielleicht auch das Gefühl überkommt, „das alles nicht zu schaffen“, ich mich daran erinnern kann, dass ich nicht zuerst etwas tun oder erreichen muss, um mich ganz zu fühlen. Dass der Augenblick und das Empfinden ganz und vollständig im Jetzt zu sein das wichtigste ist und nicht der ständige Fokus auf Dinge, die im Aussen stattfinden. Jedes Mal, wenn ich mir das Wort in Erinnerung gerufen habe, war ich sofort ruhiger und entspannter und ich konnte mich so schnell wieder darauf besinnen, was mir wirklich wichtig ist.

Auch mein Wort für 2018 war relativ schnell gefunden, nach kurzem Überlegen war es auf einmal da: „Innerer Frieden“. Zugegeben, es sind in diesem Fall zwei Worte, aber es passt einfach wunderbar und ist für mich eine Weiterentwicklung, denn auch der Wunsch nach Ganzheit im letzten Jahr war letztlich der Wunsch nach innerem Frieden und Gelassenheit. Das Wissen um diesen Fokus lässt mich auch meine anderen Ziele und Vorsätze einfacher umsetzen, denn Pläne wie täglich Yoga zu machen, meinen Besitz genauso wie meine mir selbst auferlegten To-Dos zu reduzieren haben im Sinne des inneren Friedens einen gemeinsamen Fokus, der mir unglaublich wichtig ist.

Was ist euer Wort für 2018? Hat euch euer Wort für 2017 geholfen? Teilt eure Worte, Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Viel Erfolg auf eurem Weg!

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Was ist dein Wort für 2017?

Eben noch war 2017 das neue Jahr und nun ist schon mehr als die Hälfte vergangen. Einige von euch haben vielleicht für dieses Jahr gute Vorsätze gefasst, konkrete Ziele formuliert…

Eben noch war 2017 das neue Jahr und nun ist schon mehr als die Hälfte vergangen. Einige von euch haben vielleicht für dieses Jahr gute Vorsätze gefasst, konkrete Ziele formuliert oder sich einfach nur bestimmte Dinge erhofft. Die Mitte das Jahres wäre nun die optimale Zeit für eine Bestandsaufnahme. Konntet ihr eure guten Vorsätze umsetzen? Seid ihr auf einem guten Weg zu euren Zielen? Hat sich das Jahr euren Wünschen nach entwickelt?

Was sagt ihr? Ihr habt keine Bestandsaufnahme gemacht? Ihr habt nicht einmal so richtig realisiert, dass das Jahr schon zur Hälfte vergangen ist? Und ihr könnt euch auch nicht mehr so ganz an eure Vorsätze, Ziele oder Hoffnungen für dieses Jahr erinnern? Dann geht es euch ähnlich wie mir – ich wollte täglich meditieren und täglich Yoga machen und hatte noch einige andere Pläne, die mir beim besten Willen aber einfach nicht mehr einfallen wollen. Wie jedes Jahr hat mich nach einigen Monaten der Alltag eingeholt und auch wenn mir meine Pläne mit Sicherheit sehr wichtig waren, war letzten Endes etwas anderes dann doch noch dringender zu erledigen. Irgendwann ist das Jahr dann zu Ende und es geht wieder von vorne los – neue Vorsätze, Ziele und Hoffnungen, die vielleicht sogar dieselben waren, die man letztes Jahr gefasst und geplant hat, um sie dann im Laufe der Zeit zu vergessen. Was aber tun, um den Fokus nicht auch dieses Jahr wieder zu verlieren?

Euer Wort für 2017

Wählt ein Wort, euer Wort für das Jahr 2017! Ein Wort, das ihr für das gesamte restliche Jahr als euren Fokus nehmen könnt. Ein Wort, das verkörpert, was euch in diesem Jahr besonders wichtig ist. Achtsamkeit, Zufriedenheit, Selbstliebe, Leidenschaft, Zielstrebigkeit – wählt ein Wort, das sich für euch richtig und stimmig anfühlt. Wann immer ihr euch nun im Laufe des Jahres ziellos oder verloren fühlt, wenn euch schwer fällt, Prioritäten zu setzen oder Entscheidungen zu treffen, ruft euch euer Wort für dieses Jahr in Erinnerung. Was wären die nächsten Schritte in diese Richtung? Welche Aufgaben führen euch dorthin? Welche Entscheidungen lassen sich mit eurem Wort mehr vereinbaren als andere? Euer Wort wird euch helfen, den Fokus nicht zu verlieren und euch Orientierung bieten, wenn es schwer fällt, den Überblick zu behalten.

Wenn ihr Lust habt, notiert euch euer Wort auf einem Post-It und klebt es an euren Monitor. Oder zaubert in einem Grafikprogramm ein Bild um es an die Wand zu hängen. Packt eure Malutensilien aus – der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt!

Eure Fragen für 2017

Alle, die sich mit ihrem Wort für 2017 noch näher befassen wollen, können sich diese vier Fragen stellen. Nehmt euch die Zeit, die Fragen in Ruhe zu überlegen und schreibt eure Antworten nieder.

1. Was bedeutet dein Wort für dich? Welche Gefühle, Bilder und Assoziationen ruft es hervor? Lass deinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf, egal was auftaucht, alles ist erlaubt.
2. Warum ist dein Wort wichtig für dich? Wenn dein Wort der Hauptfokus in deinem Leben wäre, was würde sich ändern?
3. Wie kannst du dein Wort in dein Leben einbauen, egal ob täglich, wöchentlich oder monatlich. Wie würde das aussehen?
4. Wie kannst du sicherstellen, dass all das tatsächlich passiert? Welche Unterstützung brauchst du, um all dies Schritt für Schritt umzusetzen?

Euer Wort für 2017 könnt ihr gerne in den Kommentaren verraten. Viel Erfolg auf eurem Weg!

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#1MonatVegan: Alle Beiträge zur Blogparade mit Challenge

Die #1MonatVegan Blogparade mit Challenge ist fast vorbei, ich hoffe, dass das vegane Monat möglichst viele von euch dazu inspiriert hat, euch weiter mit dem Thema Veganismus zu beschäftigen. Hier findet…

Die #1MonatVegan Blogparade mit Challenge ist fast vorbei, ich hoffe, dass das vegane Monat möglichst viele von euch dazu inspiriert hat, euch weiter mit dem Thema Veganismus zu beschäftigen. Hier findet ihr alle Artikel der Blogparade zu #1MonatVegan, um den einen oder anderen Artikel an Freunde weiterzuleiten, euch immer wieder Inspiration zu holen oder auch ein veganes Monat zu starten, solltet ihr die Challenge verpasst haben.

Vielen Dank an alle Teilnehmer der Challenge und alle BloggerInnen, die die Blogparade mit ihren inspirierenden Artikeln gefüllt haben!

Alle Beiträge zur #1MonatVegan Challenge mit Blogparade:

1. Rezepte für einen veganen Monat
2. Warum vegan? (M)eine Motivation
3. Low Budget Food-Baukasten
4. Das sind die gesundheitlichen Vorteile veganer Ernährung!
5. Veganismus – ein Selbstversuch mit der #1MonatVegan Blogparade
6. Keine Angst vorm Veganismus!
7. #1MonatVegan Blogparade mit Challenge: Erklärung
8. Vegan werden auf Probe – Tipps für den Einstieg
9. Vegan durch den Supermarkt-Dschungel
10. Vegane Kochbücher für Einsteiger
11. Pflanzliches Protein – Wo Du als Veganer Dein Protein herbekommst…
12. Vegan Frühstücken – Pikante und süße Frühstücksrezepte
13. Was, wenn nicht Milch…?
14. Wo bekommt ihr euer Eisen her?
16. Veganismus und Fructoseunverträglichkeit
17. Ei got an alternative
19. Vegan Reisen: Backpacken & Low-Budget-Reisen in Asien
20. Kosmetik und Körperpflege
22. Meine liebsten veganen und rohveganen Back- und Kochbücher
23. Warum Yoga und Veganismus zusammen gehören
24. Gemüse als Heilnahrung
25. Warum ich vegan geworden bin
26. Einfach vegan backen – Tipps, Tricks und Ersatzmöglichkeiten
27. Manuela Gauck: „Vegane Ernährung heilte den Diabetes meines Mannes!“
28. Advent und Weihnachten ohne Tierleid

1 Kommentar zu #1MonatVegan: Alle Beiträge zur Blogparade mit Challenge

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