Eco. Life. Style.

Autor: Edda

Alle Beiträge zur Blogparade „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche…

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche Beiträge verfasst – von BloggerInnen, deren Blog sich um Nachhaltigkeit und verwandte Themen dreht, aber auch von vielen, die sich selber noch zu Neulingen in diesem Bereich zählen.

Warum eine Blogparade?

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik in Meer und Boden und viele weitere Nachrichten, die verdeutlichen, wie sich der Zustand unserer Erde dramatisch verschlechtert. Die Ursachen hinter den unzähligen Problemen sind vielfältig und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind durch den Menschen verursacht. Immer mehr wird uns dies auch bewusst und in vielen regt sich der Wunsch, nachhaltiger zu leben.

So breit gestreut die Gründe hinter der Problematik sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ernährung, der Kauf von Kleidung, unser Haushalt, die Freizeitgestaltung, Reisen, Mobilität, Unterhaltungs-Technik und alle anderen nur denkbaren Bereiche bieten Spielraum für ein Überdenken seiner Handlungen und Kaufentscheidungen. Wo also beginnen? Und wo bekommt man die notwendigen Informationen um entscheiden zu können, was genau man verändern möchte? Natürlich, online findet man massenhaft Input. Doch gerade wenn man sich neu mit einem Thema beschäftigt kann die enorme Menge an Infos überwältigend sein und dazu führen, dass die anfängliche Motivation in Überforderung endet.

Im Zuge dieser Blogparade können BloggerInnen ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Nachhaltigkeit an Interessierte weitergeben. Hilfestellung bei den ersten Schritten, grundlegende Informationen für bestimmte Bereiche – das Ziel ist EinstergerInnen zu helfen, sich im Dschungel der Informationen nicht zu verirren.

Alle Beiträge zur Blogparade

Hier findet ihr nun alle Beiträge zur Blogparade – ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle BloggerInnen, die sich an der Blogparade beteiligt haben! Wenn ihr Ergänzungen, Fragen oder Feedback zu einzelnen Artikeln habt, hinterlasst bitte einen Kommentar direkt am Blog beim jeweiligen Beitrag. Wenn ihr selber einen Blogbeitrag verfasst habt, der zum Thema Nachhaltigkeit passt, könnt ihr ihn gerne in die Kommentare zu diesem Artikel posten. Viel Spaß beim Lesen – let the adventure begin!

„Nachhaltiger Leben?“ Aber wo damit anfangen? von Unterwegs ist das Ziel

Nachhaltigkeit – wo fange ich an? von BeziehungsweiseLiebe

Plastikfrei – meine ersten 10 Schritte zur Reduzierung im Alltag von Frau Freigeist

Nachhaltiger Leben – Wie fange ich an? von Wendlandrand

Ich bin viel nachhaltiger als du – nachhaltiger leben und leben lassen von TheSoulfoodTraveller

Zehn schnelle Kleinigkeiten für die Umwelt von Herzensweg

Wie ihr ein Stück veganer leben könnt… von Herzensweg

Minimalismus und Nachhaltigkeit – die Capsule Wardrobe von TheSoulfoodTraveller

Blogparade: Nachhaltiges Leben – wo fange ich an? von Warum ned?

Wege zu einem nachhaltigeren Badezimmer von Wendlandrand

Nachhaltig einkaufen im Supermarkt, less waste style von the green walnuts

Energiesparend kochen – leicht gemacht von Sketchnet

Von nachhaltiger Mode. Oder: Ein paar Einsteiger-Tipps für einen nachhaltigeren Kleiderschrank von Wir essen Pflanzen

Nachhaltigkeit auf Balkonien von Turbohausfrau

Nachhaltig durchstarten von moyosgarten

Ohne Unverpackt unverpackt leben! von Mützenschaf

Meine Tipps für eine nachhaltige Tischdekoration zur Hochzeit von Tischlein deck dich

5 Ideen für mehr Nachhaltigkeit beim Autofahren von vecartec

Reithosen – wie fair und nachhaltig ist die Produktion? von TRABERBLOG

Nachhaltig Leben mit Kindern – 10 total einfache Tipps für Beginner von Kuchenerbse

Shoppen gegen das Müllproblem: Wie Nachhaltigkeit absurd wird von Nitas Pleasures

Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann von PiusLucius

Ein Jahr Zero Waste – Der Anfang von Starke Mama

Wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst – so gelingt dir der Start in ein nachhaltiges Hundeleben garantiert! von HundSinn

Ganz einfach. Zero Waste. von Adventure & Mo

Von nachhaltigem Minimalismus von Inhalte, die von Herzen kommen!

Plastikfrei(er) Einkaufen von Adventure & Mo

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Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt –…

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt – ein Ort der Entspannung und Regeneration. Neben der Gemütlichkeit sind für mich hier zwei weitere Punkte wichtig. Einerseits achte ich auf Minimalismus, denn vollgeräumte Schlafzimmer mit Stapeln an Wäsche und Bergen an Krimskrams stressen oft mehr, als man es sich eingestehen möchte. Weniger ist vor allem an Orten der Entspannung mehr. Andererseits ist Ökologie und Schadstoff-Freiheit ein wesentlicher Faktor für guten Schlaf. Möbel aus nachhaltig produziertem und behandeltem Vollholz sind quasi ein Must-Have, wenn man den eigenen Körper gerade in Phasen der Regeneration mit möglichst wenig Schadstoffen belasten will.

Das Bett ist das Herzstück eines Schlafzimmers und sich nachhaltig zu betten muss nicht teuer sein. Das beweist das Bett „Swebe“ von ekomia, das mit ökologischer weißer Lasur behandelt und sehr holzsparend gebaut wird. So erfüllt es nicht nur den Anspruch an Nachhaltigkeit, sondern überzeugt mit zeitloser minimalistischer Optik. Wie der Name schon verrät handelt es sich um ein Schwebebett – durch eingerückte Beine wirkt es schwebend und luftig. „Swebe“ ist ab 300 Euro zu haben und somit auch für ein kleines Budget eine leistbare und sinnvolle Investition in die persönliche Wohlfühloase.

Zum Bett passt der weiß lasierten Nachttisch „Swebe“ perfekt, auch er fügt sich leicht und wie schwebend in das Gesamtbild des Schlafzimmers ein. Der Nachttisch kann übrigens auch einfach an die Wand montiert werden, so kann man die Höhe des Möbels selbst bestimmen. Gerade beim Nachttisch ist regelmäßiges Reinigen und Entrümpeln sehr wichtig, denn vor dem Einschlafen schnell Abgelegtes kann sich hier manchmal zu längerfristigen Sammlungen verdichten, die im schlimmsten Fall mitten in der Nacht laut krachend zu Boden fallen. Ja, ich spreche aus Erfahrung – wie bei vielen anderen Menschen startete mein Weg zum Minimalismus in einem sehr großen Chaos.

Damit der luftige Eindruck bestehen bleibt, geht der Trend in letzter Zeit weg von Kleiderschränken hin zu Kleiderstangen – vor allem für Capsule Wardrobes oder ähnliches eine perfekte Option. Hier kommt der DIY-Aspekt von Minimalismus ins Spiel, denn eine schwebende Kleiderstange lässt sich leicht selber machen. Sucht im Wald nach einem geeigneten Ast, der schon abgefallen ist. Er sollte nicht dicker als vier Zentimeter sein um Kleiderbügel noch gut aufhängen zu können. Mit einem Seil und einer Deckenbefestigung lässt sich der ästhetische Hingucker einfach umsetzen. Mit der Aufbauanleitung und dem DIY-Set „Walden“ von ekomia hängt eure Kleiderstange in nur 20 Minuten und ist zusätzlich noch ein ästhetisches Highlight.

Für Bücherwürmer wie mich ist eine schicke Nachttischlampe sehr wichtig. Inspirationen zum Selberbauen von Lese- und Hängelampen aus Beton, Ästen oder einfach nur mit Bechern oder einem Schraubglas gibt es ebenfalls bei ekomia. Die DIY-Sets eignen sich auch wunderbar als Weihnachtsgeschenk, mit einem Preis ab 15 Euro sprengen sie auch kein Budget.

Habt ihr weitere Tipps und Ideen zu Nachhaltigkeit, Minimalismus oder DIY im Schlafzimmer? Hinterlasst sie doch in den Kommentaren!

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Lebender Weihnachtsbaum mit Liefer- und Abholservice

Wer eine nachhaltige Alternative zum konventionellen Christbaum sucht, wird möglicherweise bei einem lebenden Weihnachtsbaum fündig. Einen solchen Baum bekommt man in vielen Gärtnereien und Gartenbaubetrieben. Ein spezielles Service ist die…

Wer eine nachhaltige Alternative zum konventionellen Christbaum sucht, wird möglicherweise bei einem lebenden Weihnachtsbaum fündig. Einen solchen Baum bekommt man in vielen Gärtnereien und Gartenbaubetrieben. Ein spezielles Service ist die Anlieferung und Abholung des Baumes, so muss man sich weder um den Transport nach dem Kauf kümmern, noch den Christbaum nach dem Fest entsorgen. Der Weihnachtsbaum wird angeliefert und danach wieder abgeholt und erneut eingepflanzt. Welche Anbieter ein solches Service zum Mieten bieten, habe ich für euch in diesem Artikel zusammengestellt.

Warum aber überhaupt ein lebender Christbaum? Zu Weihnachten werden alleine in Deutschland über 30 Millionen Nadelbäume für das Weihnachtsfest abgeholzt. Ein lebender Baum nadelt bei richtiger Pflege nicht – Pflegetipps findet man üblicherweise auf der Homepage der Anbieter oder direkt auf Nachfrage (und natürlich online). Lebende Christbäume sind außerdem brandsicherer als ihre wurzellosen Kollegen. Die Christbaumsuche und das Nach-Hause-Schleppen hat ein Ende, denn der Weihnachtsbaum wird geliefert und auch wieder abgeholt, und das alles zum Wunschtermin! Bei vielen Anbietern gibt es zusätzlich die Möglichkeit, jedes Jahr den gleichen Baum zu mieten, und so seinen Familienbaum von Jahr zu Jahr wachsen und gedeihen zu sehen. Oder man behält sich den Baum und pflanzt ihn im eigenen Garten ein.

Deutschland

GreenTree: Nordmann-Tannen und Fraser-Tannen, Liefergebiet: München (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann ohne Aufpreis behalten werden.

Paderbäumchen: Liefergebiet: Ganz Deutschland (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann auch gekauft werden (günstigerer Preis).

Weihnachtsbaumfreun.de: Nordmanntanne, Liefergebiet: Ganz Deutschland (Lieferung und Abholung inklusive).

Österreich

Gartenbau Wilhelm: Nordmanntannen (Lieferung und Abholung inklusive), Liefergebiet (Tillmitsch in der Steiermark): Zustellung bis 20 km gratis, bis 45 Kilometer Entfernung 15 Euro, ab 45 Kilometer Entfernung auf Anfrage, Baum kann auch abgeholt werden, auch hier kann der Baum behalten oder auch nächstes Jahr wieder zu Weihnachten ins Haus geholt werden.

GreenTree: Nordmann-Tannen und Fraser-Tannen, Liefergebiet: Wien und Umgebung sowie Graz und Umgebung (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann ohne Aufpreis behalten werden.

Schweiz

schutzfilisur: Nordmanntannen, Dufttannen, Fichten, Serbische Fichten, Blautannen, Liefergebiet: Gesamte Schweiz (Transportkosten für Auslieferung und Abholung separat, Baum kann auch selber abgeholt und zurückgegeben werden), auf Wunsch kann der selbe Baum auch im Folgejahr wieder gemietet werden.

Traumbaum: Nordmanntannen, Dufttannen, Rottannen, Blautannen, Liefergebiet: Bern und Umgebung sowie Wallis (Lieferung und Abholung inklusive), auf Wunsch kann der selbe Baum auch im Folgejahr wieder gemietet werden.

Kennt ihr noch weitere Anbieter? Dann postet sie doch in den Kommentaren!

 

Apropos Weihnachten – nur noch wenige Tage und der The bird’s new nest Adventskalender ist wieder da! Ihr könnt euch auf nachhaltige und vegane Gewinne im Wert von über 1.250 Euro freuen.

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Ein neues Kapitel: The bird’s new nest goes Friendly

Dieses Jahr habe ich mir zu meinem 40. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Zumindest fühlt es sich für mich so an, denn es ist weit mehr als ein zufälliges…

Dieses Jahr habe ich mir zu meinem 40. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Zumindest fühlt es sich für mich so an, denn es ist weit mehr als ein zufälliges terminliches Zusammentreffen, sondern der Wunsch, mit 40 nochmals einen neuen Weg einzuschlagen, etwas Neues anzugehen und mir einen weiteren lange gehegten Traum zu erfüllen.

Friendly – Einkaufen bei Freunden

Wie einige von euch wissen, lebe ich in Brunn am Gebirge – nicht in den Bergen, sondern angrenzend an den südlichen Teil Wiens. Freunde von mir, Silvia und Daniel, betreiben im Nachbarort Maria Enzersdorf seit 2015 den bioveganen Nahversorger Friendly, in dem ich von Beginn an Stammkunde war. Wer Friendly kennt weiß, wie angenehm ein Einkauf dort ist – vor allem wenn man ihn mit einer Plauderei mit den Inhabern bei einem Kaffee und Linzeraugen kombiniert.

Bei einem solchen Gespräch kam das Thema auf die zukünftigen Pläne des Friendly-Teams. Diese Pläne klangen sehr spannend und ich erwischte mich bei dem Gedanken, wie gerne ich mich hier einbringen, mitgestalten und mitarbeiten würde. Vielleicht träumt auch ihr von einem kleinen Laden, einem schnuckeligen Café oder einem schicken Bistro? Dann könnt ihr vermutlich nachempfinden, wie man sich fühlt, wenn dieser Traum auf einmal in greifbare Nähe rückt. Aber nachdem ich mit The bird’s new nest und unserer Agentur voll ausgelastet war, habe ich mein Interesse nicht geäußert. Bis irgendwann die Sprache darauf kam, dass Silvia und Daniel mit dem Daily Business voll ausgelastet wären und deshalb überlegen würden, das Team zu vergrößern. Diese Aussage hat nicht nur merkbar mein Herz höher schlagen lassen, sondern auch mein Hirn angeworfen. Möchte ich wirklich in diese Richtung gehen? Und was mache ich mit meinen anderen Projekten?

The bird’s new nest goes Friendly

Um zu sehen ob sich mein Wunsch nicht doch wieder verflüchtigt, habe ich eine Nacht darüber geschlafen. Am nächsten Morgen war er tatsächlich immer noch vorhanden. Aber wie soll sich das alles denn ausgehen? Nun, gute Planung ist die halbe Miete, kombiniert mit sinnvoller Zeiteinteilung und überlegter Prioritätensetzung. Und der Einstellung, dass es irgendwie schon funktionieren wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe Silvia und Daniel mein Interesse bekundet, im Friendly mitzuarbeiten und gemeinsam zukünftige Projekte umzusetzen.

Seit Juni 2019 bin ich nun – diverse Meetings und Gespräche später – offiziell Mitglied im Friendly-Team. Um das Business umfassend kennen zu lernen arbeite ich auch vor Ort im Laden –  zur Zeit Dienstag, Donnerstag und Freitag ab 13 Uhr. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich besuchen kommt – auf einen Kaffee, ein Gespräch oder auch nur ein Hallo. Was euch erwartet? Ein supernetter Laden mit einem motivierten Team. Nachhaltige Produkte, fast ausschließlich in Bio-Qualität und komplett vegan, bei Obst und Gemüse ist praktisch alles unverpackt. Einen kleinen „Stammtisch“, an dem sich wunderbar bei einem Kaffee, Bier, Smoothie oder anderem plaudern lässt. Oder einen Snack, Mittag- oder Abendessen serviert bekommen – ja, das gibt es auch! Außerdem Bücher, Räucherwerk, Pflanzensamen, alles zum Keimen und vieles mehr. Klingt wunderbar? Ist es auch!

Die Zukunft bringt…

The bird’s new nest bleibt natürlich weiterhin bestehen, durch die Kooperation mit Friendly ergeben sich langfristig auch sehr spannende Möglichkeiten. Dasselbe gibt für Die BR-Agentur, auch hier sind viele Synergien vorhanden, die wir nützen möchten. Außerdem bin ich nicht der einzige Zuwachs im Friendly – ein mehr als doppelt so großes Team steht in den Startlöchern! Was die zukünftigen Projekte betrifft könnt ihr für weitere Information Friendly auf Facebook oder auf Instagram folgen, denn dazu kann ich hier und jetzt leider noch nichts verraten.

Für mich beginnt nun quasi ein neues Kapitel und ich bin unglaublich gespannt, aufgeregt, motiviert und voller Vorfreude auf die Zukunft mit Friendly. Und natürlich freue ich mich auch darauf, euch bald im Geschäft persönlich begrüssen zu dürfen. Bis bald, wir sehen uns!

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Aus der Redaktion. Happy Birthday to me!

Ich bin 40! Das zu schreiben fühlt sich – wenig überraschend – etwas eigenartig an. Gerade erst war ich noch 30, gefühlt würde ich mich irgendwo um Mitte 20 ansiedeln….

Ich bin 40! Das zu schreiben fühlt sich – wenig überraschend – etwas eigenartig an. Gerade erst war ich noch 30, gefühlt würde ich mich irgendwo um Mitte 20 ansiedeln. Und doch habe ich nun schon seit 40 Jahren mein Leben gelebt. Ich lege nicht viel Wert auf meinen Geburtstag, für mich ist es in erster Linie eine Möglichkeit, Zeit gemeinsam mit lieben Menschen zu verbringen. Trotzdem möchte ich mir zum 40er gratulieren, als Anerkennung und Rückblick auf die letzten 40 Jahre.

Fühle ich mich alt? Keineswegs, auch wenn mich mittlerweile niemand mehr jünger als 30 schätzen würde – diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei. Das vorrangige Gefühl ist Dankbarkeit, dafür dass ich zur Zeit sehr zufrieden mit meinem Leben bin. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich an einem Punkt bin, an dem ich nichts mehr ändern möchte. Sondern dass ich weiß, in welche Richtung ich gehen und was ich (ver)ändern will. Genauso wie das Wissen, dass ich Veränderung bewirken kann, auch wenn es manchmal viel Zeit und Geduld braucht.

Neben Dankbarkeit ist da aber auch das Gefühl des Stolzes. Dass ich heute hier sitze habe ich mit viel Arbeit erreicht. Und damit meine ich nicht die Arbeit an The bird’s new nest, meiner Selbstständigkeit oder ähnlichem. Sondern die Arbeit an mir selber. Mit 13 Jahren war ich das erste Mal in therapeutischer Behandlung, und viele Jahre lang waren schwere Depressionen, Panikattacken, eine generalisierte Angststörung und Selbstmordgedanken meine Begleiter. Aber da war auch noch etwas anderes, nämlich der Wille trotzdem immer wieder weiter zu machen, immer wieder aufzustehen, nie aufzugeben.

Warum ich über all dies noch nie auf The bird’s new nest geschrieben habe? Weil ich selber noch zu sehr an diesen Themen zu arbeiten hatte – gut 15 Jahre in therapeutischer Behandlung haben mir nicht nur sehr geholfen, sondern mir vermutlich auch mein Leben gerettet. Trotzdem lerne ich jeden Tag dazu, stehe vor neuen – oder alten – Problemen und das kostet mitunter viel Energie. Energie, die ich benötigt hätte, um schon früher darüber zu schreiben. Doch genauso wie Tag für Tag vergeht und auf einmal ist man in seinem 41. Lebensjahr angekommen, bewältigt man Herausforderung für Herausforderung und der Wunsch zu sich selber zu stehen und anderen Mut auf ihrem Weg zuzusprechen wird grösser als die Angst, von anderen aufgrund der eigenen Unzulänglichkeiten verurteilt zu werden.

Und so erlaube ich es mir nicht nur, nein, ich verdiene es sogar mir selber zuzujubeln! Du hast es bis hierher geschafft! Du hast dich selber kennen gelernt, dich lieben gelernt, gelernt deine Gefühle wahrzunehmen und sie anzuerkennen. Du bist deinen Träumen gefolgt, hast dich deinen Ängsten gestellt und deine Ziele beharrlich verfolgt. Und ja, du machst noch immer Fehler. Kämpfst mit Panikattacken. Bist erschöpft von Gefühlsschwankungen. Könntest so vieles besser machen. Aber wenn man selber sein größter Kritiker ist, dann sollte man zumindest auch sein bester Freund sein.

Deshalb rufe ich mir in Gedanken zu: Happy Birthday to me! Auf die nächsten 40 Jahre! Auf die Zukunft, auf mich!

Alles Gute zum 40. Geburtstag, Edda!

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Meine Motivation hinter The bird’s new nest – Interview mit ProntoPro

Wann immer eine Anfrage für ein Interview ins Nest flattert freue ich mich sehr, denn so bietet sich die Möglichkeit, The bird’s new nest weiteren Personen vorzustellen. Ein Interview besteht…

Wann immer eine Anfrage für ein Interview ins Nest flattert freue ich mich sehr, denn so bietet sich die Möglichkeit, The bird’s new nest weiteren Personen vorzustellen. Ein Interview besteht letzten Endes zwar primär aus den gegebenen Antworten, die Richtung wird aber stark durch die gestellten Fragen vorgegeben. Deshalb habe ich mich sehr über die Fragen gefreut, die mir von ProntoPro zugesendet wurden. Denn diese gehen nicht nur in die Tiefe, sondern haben mich selber zum Nachdenken gebracht. Über meine Motivation hinter The bird’s new nest, meine Verantwortung als Blogger und meinen veganen Lebensstil.

Alle Fragen und Antworten findet ihr hier in meinem Interview mit ProntoPro. Vielen lieben Dank an ProntoPro für die interessanten Fragen!

 

Frühere Interviews durfte ich unter anderem Julia Burget, der Agentur 1min30 sowie den Online-Magazinen diezeitschrift.at und Make Yourself Move geben.

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Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik…

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik in Meer und Boden und viele weitere Nachrichten, die verdeutlichen, wie sich der Zustand unserer Erde dramatisch verschlechtert. Die Ursachen hinter den unzähligen Problemen sind vielfältig und doch haben sie alle eines gemeinsam, sie sind durch den Menschen verursacht. Immer mehr wird uns dies auch bewusst und in vielen regt sich der Wunsch, nachhaltiger zu leben.

So breit gestreut die Gründe hinter der Problematik sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ernährung, der Kauf von Kleidung, unser Haushalt, die Freizeitgestaltung, Reisen, Mobilität, Unterhaltungs-Technik und alle anderen nur denkbaren Bereiche bieten Spielraum für ein Überdenken seiner Handlungen und Kaufentscheidungen. Wo also beginnen? Und wo bekommt man die notwendigen Informationen um entscheiden zu können, was genau man verändern möchte? Natürlich, online findet man massenhaft Input. Doch gerade wenn man sich neu mit einem Thema beschäftigt kann die enorme Menge an Infos überwältigend sein und dazu führen, dass die anfängliche Motivation in Überforderung endet.

Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Was würde sich hier besser anbieten als eine Blogparade, in der wir BloggerInnen unser Wissen und unsere Leidenschaft für Nachhaltigkeit an Interessierte weitergeben? So können wir bei den ersten Schritten behilflich sein, grundlegende Informationen für die einzelnen Bereiche liefern und LeserInnen helfen, sich im Dschungel der Informationen nicht zu verirren. Egal ob ihr schon im Bereich Nachhaltigkeit bloggt oder euch nur außerhalb eures Blogs mit Nachhaltigkeit beschäftigt, ob ihr in vielen Bereichen informiert seid oder euch nur in einem sattelfest fühlt – lasst uns unsere LeserInnen für das Abenteuer Nachhaltigkeit begeistern!

Sämtliche Beiträge der Blogparade werden auf unserer Facebook-Seite gefeatured und von unserer Seite aus verlinkt. Du bist BloggerIn und möchtest an der Blogparade teilnehmen? Dann trete bitte folgender Facebook-Gruppe bei, hier wird alles organisiert: Blogparade! „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

The adventure begins!

 

Habt ihr Themenwünsche,  -ideen oder erste Fragen zur Blogparade? Postet sie einfach in die Kommentare!

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Give-Away! Gewinnt eine Box mit veganer Bio-Kosmetik von BIOselect nach Wahl!

Diese Woche gibt es nicht nur ein Give-Away unseres neuen Partners Calmterra zu gewinnen – genaueres über die Partnerschaft könnt ihr unter dem Link nachlesen -, wir möchten euch im…

Diese Woche gibt es nicht nur ein Give-Away unseres neuen Partners Calmterra zu gewinnen – genaueres über die Partnerschaft könnt ihr unter dem Link nachlesen -, wir möchten euch im Zuge dessen auch auf ein geniales Angebot und einen Gutscheincode aufmerksam machen.

Ob ihr nun die Produkte von BIOselect schon kennt, auf Bio- und Naturkosmetik umsteigen wollt oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchtet, Calmterra hat zur Zeit eine Auswahl an Limited Edition Boxen zusammengestellt, die euch die Produkte der Marke BIOselect näher bringen – und das zu einem mehr als günstigen Preis! Als Beispiel seht ihr am Titelbild die Produkte in der Box für normale Haut, diese ist um 45,80 Euro zu haben. Enthalten sind sechs Produkte in Originalgröße mit einem Warenwert von 138,40 Euro! Ich lasse mich nur noch selten von Angeboten beeindrucken, aber dieses finde ich wirklich gut. Natürlich gibt es auch einen kleinen Haken, denn diese Boxen sind nicht nur zeitlich, sondern auch auf eine Box pro Person limitert – sprich ihr könnt alle der Boxen bestellen, aber jede nur einmal. Warum das der Fall ist, ist aber bei einem solchen Angebot hoffentlich leicht nachzuvollziehen.

Als Give-Away könnt ihr eine der Limited Edition Boxen von Calmterra* nach Wahl gewinnen. Entscheiden könnt ihr euch für die Box für normale Haut*, die Box für trockene Haut*, die Körperpflegebox*, die Box für strapaziertes Haar* oder die Männerbox* – alle Boxen enthalten vegane Bio-Kosmetik der Marke BIOselect*.

Viel Spaß und viel Glück allen TeilnehmerInnen!

 

Um das Give-Away zu gewinnen füllt einfach das folgende Formular aus – wenn ihr mit einem weiteren Los im Lostopf dabei sein wollt, könnt ihr zusätzlich einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen, welche der Boxen ihr gerne gewinnen würdet.

Viel Spaß und Erfolg allen TeilnehmerInnen!

* Pflichtfeld

Datenschutzhinweis

Das Teilnahmeformular wird per SSL verschlüsselt an unseren Server gesendet. Mit dem Absenden dieses Formulars erklärst du dich einverstanden, dass wir deine Angaben für die Bestätigung deiner E-Mail-Adresse, für die Verlosung des Gewinnes bzw. zur Kontaktaufnahme im Falls eines Gewinnes verwenden. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt sofern dies nicht auf Grund geltender Datenschutzvorschriften notwendig ist oder wir dazu gesetzlich verpflichtet sind. Du kannst diese erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen. Im Falle des Widerrufs werden deine personenbezogenen Daten umgehend gelöscht oder deinen Wünschen entsprechend angepasst. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung und Widerrufhinweise.

Die Gewinner werden innerhalb von zwei Wochen per E-Mail von The bird’s new nest benachrichtigt.

Die Verlosung läuft bis Montag, den 20. Mai 2019, hier findet ihr die Teilnahmebedingungen.

 

Affiliate-Link: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn ihr auf so einen Verweislink klickt und über diesen Link einkauft, bekommt The bird’s new nest von eurem Einkauf eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht. Sämtliche Einnahmen werden wieder direkt in The bird’s new nest investiert. Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Unser neuer Partner: Calmterra – Wenn nur Natur im Spiel ist

Wir freuen uns sehr, unsere erste Unternehmens-Partnerschaft ankündigen zu können und möchten euch unseren Partner vorstellen: Das Familienunternehmen Calmterra*. Hinter Calmterra steht eine Familie aus Walding im oberösterreichischen Mühlviertel –…

Wir freuen uns sehr, unsere erste Unternehmens-Partnerschaft ankündigen zu können und möchten euch unseren Partner vorstellen: Das Familienunternehmen Calmterra*. Hinter Calmterra steht eine Familie aus Walding im oberösterreichischen Mühlviertel – die Eltern Claudia und Michael, deren Tochter Alexandra und ihr Mann Lukas. Vereint nicht nur durch ihre familiären Bande, sondern auch durch ihre Liebe zur Natur.

Gemeinsam wurde von ihnen der Calmterra Online-Shop* gegründet in dem ausgewählte Kosmetik und Lebensmittel zu finden sind, die liebevoll und sorgfältig von der Familie ausgewählt werden. Das Sortiment von Calmterra umfasst Bio-Superfood, Bio- und Naturkosmetik, spezielle hochpolyphenolische Olivenöle mit Gesundheitszertifikaten, Bio-Massagekerzen, handgemachte Delikatessen und einiges mehr – der Großteil davon vegan.

Im Naturkosmetik-Bereich findet ihr Produkte der Marken BIOSelect*, Qamaré*, stuwa* und HautSinn*, für Food die Marken Milestone*, The Governor*, Divinus*, Berlin Organics*, Botano* sowie die selber produzierten Olivenblätter* und Bio-Zistrose* sowie weitere Produkte für Zuhause*.

Warum eine Partnerschaft?

Uns ist es sehr wichtig, mit The bird’s new nest kleinere nachhaltige Unternehmen zu unterstützen. Aufgrund unseres jahrelangen Kontaktes mit EinzelunternehmerInnen sowie kleineren Firmen wissen wir, wie schwer es für diese ist, gegen das Marketingbudget und die Marktmacht größerer Konkurrenten zu bestehen. Auf The bird’s new nest werdet ihr prinzipiell keine Kooperationen mit Marken sehen, die nicht-nachhaltige Mutterkonzerne im Hintergrund haben, genauso wenig wie mit Unternehmen, die nur Greenwashing betreiben und in der Realität wie ein konventionelles Unternehmen agieren.

Partnerschaften bieten die Möglichkeit, unsere Partner vor den Vorhang zu holen, im Gegenzug bekommen wir beim Kauf über einen der von unserer Seite weg gesetzten Links einen Teil des Kaufpreises – quasi als Vermittlungsprovision. Der Preis des Produktes ändert sich für euch dadurch natürlich nicht. Sämtliche Einnahmen, die wir durch unsere Partnerschaften lukrieren, fließen wieder direkt in The bird’s new nest. Zum Beispiel in ein Upgrade unserer Server-Infrastruktur, mit der wir euch zukünftig eine noch bessere technische Basis bieten wollen.

Was bringt euch diese Kooperation?

Natürlich soll die Zusammenarbeit auch euch Vorteile bringen. Einerseits erfahrt ihr so von nachhaltigen Unternehmen und Produkten, die ihr sonst möglicherweise nicht kennen gelernt hättet und könnt diese direkt unterstützen. Andererseits bringen alle zukünftigen Verbesserungen an The bird’s new nest euch direkt eine bessere User Experience, wie man heutzutage so schön sagt. Des weiteren erwarten euch regelmäßige Give-Aways mit ausgewählten veganen und nachhaltigen Produkten aus dem Sortiment von Calmterra. Und last, but not least natürlich auch Promocodes mit Rabatten für euren Einkauf von bis zu minus 20 Prozent auf den gesamten Einkauf.

Willkommen bei The bird’s new nest, Calmterra!

 

* Affiliate-Link: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn ihr auf so einen Verweislink klickt und über diesen Link einkauft, bekommt The bird’s new nest von eurem Einkauf eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht. Sämtliche Einnahmen werden wieder direkt in The bird’s new nest investiert. Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Ich lebe vegan, bin ich extrem?

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“. Es…

Als vegan lebende Person oder auch wenn generell über Veganismus gesprochen wird, hört man oft Aussagen wie „Vegan ist mir zu extrem.“ oder auch einfach nur „Veganer sind Extremisten.“.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass das Wort „extrem“ in diesem Kontext etwas negatives bedeutet und nicht etwa „extrem super“. Doch was heißt extrem eigentlich? Per Definition bedeutet extrem „bis an die äußerste Grenze gehend“, gemeint kann aber auch sein „aus dem Rahmen fallend“ oder „ausgefallen“. Dem kann ich nicht widersprechen. Denn Veganismus ist – obwohl in den letzten Jahren zu größerer Bekanntheit gelangt – immer noch ein ausgefallener Lebensstil. Ein Extremist wiederum ist per definitionem ein radikal eingestellter Mensch. Und tatsächlich habe ich das Wort radikal auch schon in Zusammenhang mit Veganismus gehört. Ist man also als vegan lebender Mensch automatisch ein Extremist?

Als ich zur Vegetarierin wurde

Dazu ein wenig zu meiner Geschichte: Im Alter von 17 Jahren (ich bin mittlerweile fast 40 – die Zeit vergeht einfach wahnsinnig schnell) habe ich mich dazu entschlossen, vegetarisch zu leben. Kein Tier – so meine damalige Erkenntnis – möchte sterben, genauso wenig wie wir Menschen. Und nachdem es anscheinend ohne Probleme möglich war, vegetarisch zu leben, habe ich dies zum großen Entsetzen meiner Eltern beschlossen. Vor allem mein Vater war damals überzeugt davon, dass Fleisch für einen gesunden Lebensstil absolut notwendig ist und wollte mich mittels Büchern und Zeitungsausschnitten vom Gegenteil überzeugen. In meiner Schulklasse im Gymnasium kam es zu heftigen Diskussionen, vor allem mit SchülerInnen, deren Eltern in Jobs arbeiteten, die mit der Fleischproduktion zu tun hatten. Fand mich damals mein Umfeld extrem? Vermutlich.

Mittlerweile löst man mit der Entscheidung Vegetarier zu werden kaum mehr einen Skandal aus. Die WHO empfiehlt vom Konsum roten Fleisches abzusehen und auch sonst nicht mehr als ein oder zwei Mal die Woche Fleisch zu essen. Meine Hausärztin empfiehlt ihren PatientInnen generell eine vegetarische Ernährung. Und mein Vater? Der ist heute über 80 und, nachdem er vor einigen Jahren fast an Altersdiabetes gestorben wäre, nun selber Vegetarier.

Seit langer Zeit kaufe ich außerdem nur Produkte aus biologischem Anbau. Diese Kaufentscheidung hat eher geringen Skandalfaktor, oft hört man nur „das wäre mir zu teuer“ oder man wird für leichtgläubig gehalten weil fälschlicherweise behauptet wird, dass „da ja eh überall immer dasselbe drin ist“.  Für einen Extremisten-Status hat bio aber kein Potenzial.

Vom Vegetarier zum Veganer

Meiner Entscheidung vegan zu leben ging ein größerer Schock voraus. So wurde ich auf Facebook informiert, dass ich als Vegetarier die Ei- und Milchproduktion unterstützen würde und diese um nichts besser sei als die Fleischproduktion. Ich konnte das nicht nachvollziehen, habe es angezweifelt und selber recherchiert. Und kam zu dem unerfreulichen Ergebnis, dass diese Behauptungen korrekt sind. Jahrelang war ich dem Irrglauben aufgesessen, dass mein Lebensstil Tieren nicht schadet. Die Enttäuschung über meine Fehlinformation – die durchaus effizient durch geschicktes Marketing verbreitet wird – war immens.

Die Konsequenz erschien mir logisch: Dann ab jetzt eben vegan. Die Umstellung gestaltete sich deutlich schwerer als die auf vegetarisch, da es damals nur einen Bruchteil der Informationen und Produkte gab, die heutzutage verfügbar sind. Doch nach ein paar Anläufen kann ich nach nun mittlerweile fünf Jahren sagen, dass ich heute nicht mehr so ganz nachvollziehen kann, was genau mir so schwer gefallen ist.

Bin ich ein Extremist?

Fühle ich mich extrem oder extremistisch? Keineswegs, ich habe einzig und alleine für mich entschlossen, auf Tierprodukte zu verzichten. Diese sind aber mit unserem Alltag und unserer Kultur so stark verwoben, dass es extrem scheinen mag, auf sie zu verzichten. Warum ist die Reaktion bei Veganismus aber so heftig im Gegensatz zu anderen Lebensstilen wie Vegetarismus, Zero Waste, Minimalismus oder solchen, die mit Nachhaltigkeit gar nichts zu tun haben?

Liegt es daran, dass VeganerInnen ihre Überzeugung manchmal sehr kompromisslos an Mann oder Frau bringen? Nun, Pelzgegner sind durchaus auch oft sehr deutlich in ihrer Meinung, aber jemanden, der auf Pelz verzichtet würde man trotzdem nicht als extrem bezeichnen. Wir kennen schließlich fast alle die grausamen Umstände der Pelzproduktion und wissen wie einfach es ist, sich einen warmen Wintermantel zu kaufen, der ganz ohne Pelz auskommt.

Oder liegt es vielleicht daran, dass Veganismus als ungesund empfunden wird? Wenn jemand täglich mehrmals Fleisch isst, wird das meist auch als ungesund eingestuft. Aber extrem? Als extrem wird es üblicherweise erst dann bezeichnet, wenn jemand jenseits der 300 Kilogramm wiegt.

Ist Veganismus zu kompliziert? Die Umstellung ist sicher nicht einfach, aber auch zuckerfrei zu leben kann durchaus eine Herausforderung sein, doch diese Ernährungsform wird wiederum nicht als extrem gesehen. Was ist es denn aber nun, das mich als Veganer extrem macht? Dass man auf etwas verzichtet, wenn es nicht unbedingt sein muss? Oder dass man anderen Lebewesen wenn irgendwie möglich nicht schaden möchte?

Nicht extrem, sondern konsequent

Ich frage einmal nach, als sich die Gelegenheit ergibt: „Was macht denn vegan extrem?“ Als Antwort bekomme ich: „Darüber möchte ich nicht diskutieren und du könntest mich so oder so nicht überzeugen.“ Nun bin ich tatsächlich extrem – extrem enttäuscht, denn mit diesen oder ähnlichen Erwiderungen, die ich bis dato auf meine Frage gehört habe, kann ich nicht viel anfangen. Etwas habe ich aber mittlerweile gelernt. Wenn jemand erfährt, dass ich vegan lebe und mich als extrem oder radikal bezeichnet, antworte ich folgendes: „Ich bin nicht extrem oder radikal, ich bin konsequent und das aus Überzeugung.“

Meine Vermutung ist, dass Dinge als extrem empfunden werden, solange man nichts oder kaum etwas mit ihnen zu tun hat. Die Erkenntnis kommt, wenn auch manchmal langsam. „Du bist ja trotzdem nett, obwohl du Veganer bist.“ höre ich dann. Oder: „Für einen veganen Kuchen schmeckt der aber ziemlich gut.“ Extrem gut möchte ich zustimmen, verkneife es mir aber.

11 Kommentare zu Ich lebe vegan, bin ich extrem?

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