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Kategorie: Living.

Zugreise von Zürich nach Verona und zurück: Die drei schönsten Destinationen mit den besten Insider-Tipps

Als großer Modefan wollte ich schon immer einmal die norditalienische Modemetropole Milan (Mailand) erkunden, von Zürich aus sind es ja bis dahin nur vier Stunden Fahrt mit dem Zug. Da…

Als großer Modefan wollte ich schon immer einmal die norditalienische Modemetropole Milan (Mailand) erkunden, von Zürich aus sind es ja bis dahin nur vier Stunden Fahrt mit dem Zug. Da dachte ich mir, warum nicht gleich eine viertägige Zugreise nach Italien bis Verona und retour nach Zürich planen und durchführen? Wenn du auch einmal von Zürich aus Lust auf einen preisgünstigen Kurztrip nach Italien hast, dann buchst du am besten über das Internet das Zugticket Zürich-Italien und zurück als preisgünstiges Interrail-Ticket. Wenn du noch keine 25 bist, zahlst du in der Schweiz für vier Tage nur den Jugendtarif von 152 Euro. Um Zeit und Kosten zu sparen, übernachtest du am besten in preiswerten Hotels in Bahnhofsnähe.

1. Tag: Zürich bis Mailand Bahnhof Garibaldi (ca. vier Stunden Zugfahrt)

Wenn du Fashionista oder Modefreak bist so wie ich, dann ist schon der erste Tag deiner Italienreise mit Station in Mailand ein absolutes Highlight. Günstig für 36 Euro pro Nacht kannst du im Drei-Sterne-Hotel Delle Nazioni in Bahnhofsnähe. Neben den schicken Modeboutiquen ist die Top-Sehenswürdigkeit natürlich der weltberühmte Mailänder Dom.

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Bild: Dom von Milan (Stefan Karpiniec / flickr.com)

Im weitläufigen Museumskomplex der Pinacoteca del Castello Sforzesco kannst du in Meisterwerken der italienischen Malerei von Tiepolo bis Tintoretto schwelgen. Als Geheimtipp für Edelküche gilt das Ristorante Berton an der Viale de la Liberazione, wo du sogar glutenfrei speisen kannst. Alleine die üppigen Desserts in der Pasticceria Castelnuovo an der Via dei Tulipani sind eine Sünde wert, und in der Gelateria della Musica an der Via Giovanni Enrico Pestalozzi sind sämtliche Eissorten Musik für deinen Gaumen. Abends geht es auf einen Campari Soda in die 100 Jahre alte legendäre Bar Camparino in Galleria direkt am Domplatz. Hier kannst du deinen Tag in Milan mit Blick auf den Dom stilecht ausklingen lassen.

2. Tag: Milan bis Florenz Firenze Santa Maria Novella Bahnhof (ca. zwei Stunden Zugfahrt)

Vom mondänden Milan aus dauert die Fahrt durch die romantische Landschaft Richtung Toscana und Florenz nur rund zwei Stunden. Im gemütlichen Hotel Palazzuola in einem malerischen Gebäude im historischen Stadtzentrum unweit des Bahnhofs übernachtest du schon für 29 Euro pro Person und Nacht.

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Foto: Hotel Palazzuola

Ein Bummel über die noch aus der Zeit der Medici stammende historische Brücke Ponte Vecchio mit ihren unzähligen Schmuckläden ist anschließend ein Muss.

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Foto: Ponte Vecchio (Razvan Orendovici / flickr.com)

In den mit Kunst vollgepackten Uffizien, eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt, ziehen dich Meisterwerke wie die Geburt der Venus von Botticelli in ihren Bann. Ein kleiner Tempel italienischer Köstlichkeiten ist das verschwiegene Restaurant Il Buffalo Trippone an der Via dell’Anguillara. Wenn du einmal die neue Florenzer Küche kennenlernen willst, bist du im Touch Florence an der Fiesolana genau richtig. Hier kannst du bei coolem Ambiente sogar im Internet surfen. Magst du ausgefallene Eis-Creationen wie Gelato mit Olivenöl? Dann probier mal die eiskalten Spezialitäten in der familiär geführten Gelateria Carabé an der Via Ricasoli. Wenn du unbedingt einmal eine klassische italienische Old Style Bar kennen lernen willst, dann sollte dich dein Weg ins Dolce Vita an der Piazza del Carmine führen. Hier schlürfen auch Einheimische ab 17 Uhr in gepflegtem Ambiente gerne ihre Cocktails.

3. Tag: Florenz bis Veronas Porta Nuova Bahnhof (ca. 1,5 Stunden Zugfahrt)

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Foto: Ponte Pietra (Ru_boff / flickr.com)

Von Florenz nach Verona ist es mit dem Zug nur ein Katzensprung, und schon nach 1,5 Stunden Fahrt bist du am Ziel deiner Träume. Um keine Zeit zu verlieren für dein Sightseeing-Programm checkst du am besten gleich in Bahnhofsnähe im stylisch möblierten Bed and Breakfast La Magnolia ein. Hier bekommst du für 40 Euro pro Nacht ein komfortables Zimmer. Von da aus sind es nur 100 Meter bis zur größten Sehenswürdigkeit von Verona, der Arena für das weltberühmte Opernfestival. Wenn du Opernfan bist, ist ein Besuch dort ein Muss.

Als Archäologie-Fan tauchst du im Museo Lapidario Maffeiano an der Piazza Bra ein in die Welt der Etrusker und Römer. Mit dem rustikalen Al Pompiere am Vicolo Regina d’Ungheria betrittst du eine typisch Veroneser Trattoria mit karierten Tischdecken und vielen Fotos von Künstlern an den Wänden. Locker und entspannte Atmosphäre mit unverfälschter Veroneser Küche bietet dir das Ristorante Greppia am Vicolo Samaritana im Herzen von Verona. Du suchst das Schräge in Verona? Dann avanti zur Via Amanti in die kultige Bar Bukowski Cafe.

4. Tag: Verona bis Zürich (ca. 5,5 Stunden Zugfahrt)

Nach einem italienischen Frühstück, einem letzten Bummel durch die Stadt und einem köstlichen Gelato im Eiscafé ging es nach vier Tagen Italien pur für mich zurück nach Zürich. Die vielen landschaftlichen, kulinarischen und kulturellen Eindrücke in nur vier Tagen Reisezeit mit dem Interrail Ticket per Zug haben mich überwältigt. Jetzt ist mein nächster Italien Trip nach Rom schon in Planung. Wenn du Italien im Schnelldurchlauf mit einer schönen, entspannten Zugfahrt bei sparsamem Reisebudget erleben möchtest, dann kann ich dir eine solche Kurzreise nur empfehlen.

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Abra-kadabra: RHABARBER!

Eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen ist jeden Frühling das Rhabarber-Kompott von meiner Oma, von dem ich Unmengen verschlingen konnte. Ich liebte den erfrischend säuerlichen aber auch süßlichen Geschmack, denn an Zucker…

Eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen ist jeden Frühling das Rhabarber-Kompott von meiner Oma, von dem ich Unmengen verschlingen konnte. Ich liebte den erfrischend säuerlichen aber auch süßlichen Geschmack, denn an Zucker sparte meine Großmutter in keinem ihrer Rezepte. Bei Rhabarber handelt es sich um eine Pflanze, die ursprünglich aus dem Himalaya stammt und im 18. Jahrhundert über Russland in andere Teile Europas kam. Interessant ist vielleicht, dass er in den USA als Obst betrachtet wird, obwohl er eigentlich zu den Gemüsen zählt. Aber das soll uns hier nicht weiter stören, ich bereite Rharbarber eigentlich immer wie Obst zu. Er enthält einige Vitamine wie zum Beispiel A und C, sowie an Mineralstoffen vor allem Kalium, Calcium und Phosphor. Der fruchtig-saure Geschmack stammt von Fruchtsäuren wie Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Letztere findet sich vor allem in den Blättern, weshalb diese nicht gegessen werden sollten. Durch das Kochen wird die in den Stielen enthaltene Oxalsäure vermindert, des Weiteren haben rötlich gefärbte Teile weniger von dieser Säure.

Frischen Rhabarber erkennt ihr daran, dass die Stangen fest sind und glänzen. Wenn sich die Schnittstellen noch feucht anfühlen, kommt das Gemüse frisch vom Feld. Für zwei bis drei Tage könnt ihr ihn auch im Kühlschrank aufbewahren, dazu einfach in ein feuchtes Tuch einwickeln oder, wenn ihr gerade keine Zeit zum Verarbeiten habt, in kleine Stückchen geschnitten einfrieren. Jetzt aber zu meinen beiden schnellen Lieblingsrezepten, abgesehen mal von einem Kuchen, der etwas länger dauert.

 

Rhabarber-Pudding

1 Päckchen Vanillepudding (zum Beispiel von Biovegan)
5 Stück Rharbarberstangen
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
5 Esslöffel Rohrzucker oder nach Belieben Agavendicksaft oder andere Süße
Je nach Geschmack etwas Zimt

Abgewandelt vom klassischen Rhabarber-Kompott meiner Oma, schmeckt mir dieser Pudding sogar noch besser. Das Grundprinzip ist das gleiche, die Rhabarber-Stangen schälen und in Stücke schneiden. In einen Topf ein wenig Wasser geben und die Rhabarberstücke darin aufkochen lassen, sie werden relativ schnell weich. Nach Geschmack Rohrzucker oder andere Süße dazugeben. Ich verwende auch gerne etwas Zimt, dann benötige ich weniger Zucker – aber besser vorsichtig dosieren, sonst schmeckt es eher weihnachtlich. Sobald die Rhabarbermasse abgekühlt ist, könnt ihr das Puddingpulver einrühren (oder vorher in einem Glas glattrühren, damit keine Klümpchen mehr enthalten sind), aufkochen und in Schälchen füllen.

Ich liebe selbstgemachte Marmelade. So kann man sich, selbst wenn die Rhabarberzeit vorbei ist, noch etwas von dem Geschmack auf das Brot zaubern. Ich sammle einfach das ganze Jahr über kleine leere Gläser mit Schraubverschluss und freue mich schon, wenn es wieder ans Marmelade kochen geht. Auch als kleines Geschenk eignet sich eine selbstgemachte Marmelade gut.

 

Rhabarber-Marmelade

500g Gelierzucker (für Rhabarbermarmelade verwende ich 2:1, für süßes Obst 3:1; veganen Gelierzucker bekommt ihr zum Beispiel von Dr. Oetker)
1.000g Rhabarberkompott, beziehungsweise liebe ich Kombinationen wie zum Beispiel:
700g Rhabarberkompott und 300g Mango-Püree
1.000g Rhabarberkompott und Mango-Banane-Püree (je nach Geschmack)
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

Das Rhabarberkompott wie oben beschrieben zubereiten, den Vanillepudding lasst ihr besser weg – stattdessen nach Geschmack Vanillezucker dazugeben. Ich liebe Varianten von Rhabarber gemischt mit Mango und Banane, dann bekommt die Marmelade noch einen süßlich-cremigen Geschmack. Dazu einfach eine Mango schälen, in Stückchen schneiden und mitkochen oder pürieren, bei einer Banane reicht es, diese mit der Gabel zu zerdrücken. Zu 1.000 Gramm der Fruchtmischung eine Packung Gelierzucker geben und aufkochen lassen, wenn es stark blubbert drei Minuten kochen lassen und dabei immer rühren. Anschließend in die vorher noch mit kochendem Wasser ausgespülten Gläser füllen und gut zuschrauben. Stehen lassen bis die Marmelade ausgekühlt ist, dabei immer wieder überprüfen, dass die Deckel noch fest auf den Gläsern sitzen. Statt Gelierzucker könnt ihr auch direkt Pektin verwenden, damit habe ich allerdings noch nicht herumexperimentiert. Guten Appetit!

Was ist euer liebstes Rhabarber-Rezept?

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Grün im großen weißen Norden – Wychwood Farmer’s Market

Ich habe ein Ritual. Jeden Samstagmorgen stehe ich auf und laufe mit einer Freundin etwa 15 Minuten zum Wochenmarkt. Der Whychwood Farmer’s Market in Toronto hat sein Zuhause in einer…

Ich habe ein Ritual. Jeden Samstagmorgen stehe ich auf und laufe mit einer Freundin etwa 15 Minuten zum Wochenmarkt. Der Whychwood Farmer’s Market in Toronto hat sein Zuhause in einer alten Straßenbahnhalle, die heute für unterschiedliche Gemeinschaftsprojekte genutzt wird. Eines davon ist der Markt. Ein weiteres Projekt ist ein Gemeinschaftsgarten, der sich draußen neben der Halle befindet. Der Ertrag aus diesem Projekt wird unter anderem auf dem Wychwood Markt verkauft.

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Wenn wir die Halle betreten sind wir umgeben von brummendem Leben. An den beiden gegenüberliegenden Enden der Halle spielen jede Woche unterschiedliche Musiker. Ob Gitarre, Kontrabass, Hang, Geige oder Trommel – ich habe schon vieles gesehen. Große Kinderaugen blicken fasziniert auf die Instrumente oder tanzen zu der Musik. Doch die Instrumente sind nicht die einzigen Geräusche in dem emsigen Bienenstock. Man hört die Leute lachen und plaudern, hört Tofu in der Pfanne brutzeln oder den Blender einen neuen Smoothie zubereiten. Die Halle ist gefüllt mit Leben.

Für mich ist der Markt eine der besten Möglichkeiten einzukaufen. Die Produkte, die angeboten werden, sind regional und saisonal, ein Großteil biologisch. Zusätzlich ist der Einkauf dort aber auch einfach unglaublich persönlich. Jede Woche treffe ich dort dieselben Menschen und weiß, dass sie das Gemüse mit angebaut haben. Es ist eine ganz andere Begegnung mit meinen Lebensmitteln im Vergleich zur unpersönlichen Massenware im Supermarkt.

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Aber neben Grünkohl, gelben Möhren und Pastinaken gibt es hier auch fertige Speisen. Drei Backstände verkaufen Brot und Brötchen, weitere bieten Desserts an. Besonders schön ist, dass es dabei eine große vegane und rohköstliche Auswahl gibt. Außerdem werden grüne Smoothies, selbst eingelegtes Gemüse oder selbst gemachtes Apfelkompott, Kichererbsen-Tempeh und andere Leckereien angeboten. Der Markt ist also nicht nur zum Einkaufen von Gemüse, sondern auch zum Essen geeignet. Selbst wenn ich manchmal nicht viel kaufe, ist der Besuch jedes Mal ein schönes Erlebnis, weil die Atmosphäre dort so lebhaft und positiv ist. Jeden Besuch beim Wychwood Market runde ich mit einem glutenfreien und veganen Blueberry-Streusel Mini-Muffin ab. Der schmeckt wirklich magisch gut und ich nehme mir jedes Mal vor, das Geheimnis in meiner eigenen Küche zu lüften.

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Zufrieden laufen wir wieder nach Hause und freuen uns darüber, dass seit dieser Woche der Frühling auch endlich bei uns angekommen ist. Eine kleine Fahrradtour zum See beweist: Auch dieser ist mittlerweile aufgetaut.

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travel2change: Reisen mit Sinn

Ich möchte etwas bewegen! Den Gedanken kennt wohl jeder Reisende, der schon einmal in Asien, Latein- oder Südamerika beziehungsweise Afrika unterwegs war. Manchmal ist man schier sprach- und bewegungslos angesichts unzähliger Menschen,…

Ich möchte etwas bewegen! Den Gedanken kennt wohl jeder Reisende, der schon einmal in Asien, Latein- oder Südamerika beziehungsweise Afrika unterwegs war. Manchmal ist man schier sprach- und bewegungslos angesichts unzähliger Menschen, die in Indien nackt auf der Straße schlafen. Man fühlt sich machtlos, wenn man Leute im Müll wühlen sieht – und weiß, dass sie noch Glück haben, Essbares zu finden. Man hat Mitleid mit Kindern, die sich in Bergdörfern mit fünfzig anderen in eine Schulklasse zwängen und nicht einmal ein Heft zum Schreiben besitzen. „Man“ – ich spreche hier von mir, mit den Gefühlen und Gedanken bin ich aber offenbar nicht alleine: Nicht umsonst gibt es zahlreiche Websites und Anbieter, die sich auf die Vermittlung von Hilfseinsätzen, Freiwilligenarbeit und sonstigen Sozialprogrammen spezialisiert haben. Meist gegen Geld.

travel2change ist anders. Das zeigt schon die Gründungsgeschichte: Der Vorarlberger Thomas Kohler hat die Organisation ins Leben gerufen, nachdem er selbst im Surfurlaub auf Mauritius damit konfrontiert war, dass die lokale Jugend auf Grund mangelnder Ausrüstung und Ressourcen keine Erfahrungen wie er als Reisender machen konnte. Obwohl sie im Paradies leben, konnten sie dies nicht auf die gleiche Weise erleben und genießen wie ökonomisch besser gestellte Reisende. Diese Ungleichheit hat ihn letztlich motiviert, vor Ort einen direkten Austausch zu initiieren; nachdem das Problem aber nicht nur auf Mauritius besteht, hat er die Plattform ins Leben gerufen, um die Situation weltweit zu verbessern.

Ich habe Gründer Thomas Kohler und Sina Hillger, Community Manager von Travel2Change interviewt: 

Doris: Ich kann mich noch an die erste Begegnung mit euch erinnern. Da hattet ihr einen Wettbewerb gestartet, bei dem Leute sinnstiftende Reiseideen vorschlagen sollten. Der Sieger erhielt Unterstützung, das Projekt umzusetzen. Was hat sich seither getan? 

Im Wesentlichen hat sich an der Idee nichts geändert. Allerdings haben wir die Positionierung laufend aufgrund der gemachten Erfahrungen angepasst. Wir wollen Reisende und die lokale Bevölkerung rund um sinnvolle Reiseerlebnisse zusammenbringen. Die lokale Bevölkerung (Non-Profit-Organisationen oder Einzelpersonen) bieten Reisenden die Möglichkeit, bei sinnstiftenden Erlebnissen teilzunehmen. Diese travel2change Erlebnisse sollen für die lokale Bevölkerung Nutzen stiften. Zusätzlich zu den Wettbewerben soll unsere Plattform die laufende Vernetzung von Reisenden und der lokalen Bevölkerung rund um travel2change Erlebnisse fördern.

Wie bei unserem Start, gibt es nach wie vor die Wettbewerbe auf der Plattform www.travel2change.org. Mit den Wettbewerben sammeln wir Ideen und inspirierende Projekte wie Reisende in Zusammenarbeit mit der Lokalbevölkerung gemeinsam etwas Sinnstiftendes erleben und erschaffen können. Momentan ist der Fokus auf der Sports, Hawaii und der Atlantic Rainforest Challenge.

Für Reisende ist euer Projekt kostenlos: Wie wird die Arbeit finanziert? Woher kommt das Geld?

Wir stellen die Plattform kostenlos für jeden bereit. Wir sind kein Reiseveranstalter und in die Organisation, die Koordination einer Reise sowie der sinnstiftenden Zusammenarbeit der Reisenden und Lokalbevölkerung nicht involviert. Dies geschieht eigeninitiativ. Unser Team arbeitet auf freiwilliger Basis. Wenn wir einen Wettbewerb ausschreiben, werden anfallende Kosten vom Sponsor gedeckt und Gewinne bereitgestellt.

Soviel ich weiß, arbeitet ihr mit Sponsoring-Partnern zusammen, nach welchen Kriterien sucht ihr die aus?

Grundsätzlich haben wir keine festen Kriterien, nach denen Sponsoring-Partner ausgewählt werden. Uns ist wichtig, dass der Partner ähnliche Werte vertritt und die Ziele übereinstimmen. Zum Beispiel wird der Wettbewerb für den Atlantischen Regenwald von „Sudden Rush Guarana“ unterstützt, weil das Produkt die Region in Brasilien fördert.

Foto: Hanno Mackowitch

Wie bestimmt ihr, welche Programme und Projekte ihr unterstützt?

Wir unterstützen jede Idee, die keine ethischen oder moralischen Kontroversen mit sich zieht. Auf Grund der großen Unterschiede ist es auch schwer möglich zu sagen, welches Reiseerlebnis besser ist als andere. Solange gewährleistet ist, dass ein gewinnbringender (und damit ist nicht zwangsläufig ökonomischer Gewinn gemeint!) Austausch von Reisenden und der Lokalbevölkerung stattfindet, bekommen die Initiatoren unsere Unterstützung im Sinne von Marketing und Nutzung unseres Netzwerks.

Wenn jemand mit travel2change eine Reise antritt, was ist eure Dienstleistung? Wie unterstützt ihr die Reisenden bei ihren travel2changes?

Wir stellen die Plattform auf der sich Reisende informieren, inspirieren lassen und austauschen können. Weiterhin können sie dort mit lokalen Organisationen in der Zieldestination in Kontakt treten, um an bestehenden Projekten mitzuwirken.

Sina, du bist Community Manager: Wie sieht deine Arbeit aus?

Als Community Manager bin ich zum einen Ansprechpartnerin für jeden, der sich auf travel2change anmeldet. Dabei gibt es technische, inhaltliche und auch persönliche Fragen. 95 Prozent des Kontakts geschieht per Mail; es kommt aber auch vor, dass ich Gespräche via Skype führe, zum Beispiel um travel2change näher zu erläutern oder Feedback zu Ideen zu geben.

Das Team. Foto: Travel2Change

Wenn du dir ein sinnvolles Reiseprojekt aussuchen könntest: Was würdest du am liebsten tun, wohin würde es dich verschlagen und warum?

Da ich bereits ein Jahr lang in Indien in der Stadt-Slumentwicklung im Bereich Sanitärversorgung tätig war, reizt mich der asiatische Raum sehr. Als Reisende würde ich aber keine Großstadt als Ziel wählen, weil ich Erholung in der Natur finde. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, in einer Auffangstation für Orang Utans in Borneo oder Sumatra mitzuwirken.

Hatte schon einmal jemand, der eine Challenge gewonnen hatte, ein Problem? Wie wurde es gelöst?

Während unserer ersten Challenge – der Water Challenge in Zusammenarbeit mit Kuoni Reisen – hätte ein Projekt besser funktionieren können. Der Projektleiter der kenianischen Organisation war weniger am Projekt als am Projektbudget interessiert, so dass wir Kürzungen vorgenommen haben, weil die ausgemachten Aktivitäten und Ziele nicht erreicht wurden.

Aufgrund fehlenden Budgets sind wir bei der Koordination der Projekte lediglich unterstützend tätig. Unsere Leistung an Challenge Gewinner besteht eigentlich nur in der Übermittlung des Gewinns; jegliche Organisation und Koordination mit den lokalen Kontaktpersonen geschieht selbstinitiativ und darum sind wir in Probleme und deren Lösung nicht zwangsläufig involviert. Natürlich stehen wir aber in Kontakt mit unseren Gewinnern und freuen uns über Updates und Feedback aus ihrer Arbeit.

Die Frage: Heute in fünf Jahren – wo seid ihr mit travel2change?

Eine Vision ist, dass wir in allen Ländern der Welt durch lokale Organisationen vertreten sind, die travel2change experiences anbieten und so Reisenden ermöglichen, das Land und seine Umstände authentischer zu erleben und im Gegenzug durch deren Motivation, Wissen und Einsatzbereitschaft zu profitieren.

Wer sich für travel2change weiter interessiert oder an einer der Challenges teilnehmen möchte, wirft am besten einen Blick auf die Website: www.travel2change.org

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Vegan-Ice me!

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und bei mir kommt damit auch der Appetit auf ein leckeres Eis! Ich liebe fruchtige aber auch schokoladige Sorten, die möglichst naturbelassen sind, das…

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und bei mir kommt damit auch der Appetit auf ein leckeres Eis! Ich liebe fruchtige aber auch schokoladige Sorten, die möglichst naturbelassen sind, das heißt ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe und dergleichen auskommen. Zum Glück gibt es auch immer öfter vegane Eissorten, also solche ohne Kuhmilch. Bei herkömmlichem Eis ist diese nämlich leider manchmal sogar bei den Fruchtsorten beigemischt.

Mein absoluter Lieblings-Eisladen in Wien war und ist der Eis-Greissler. Leider komme ich nicht mehr so oft in den Genuss des für mich besten Eis – aber immer wenn ich mal wieder in Wien bin, steht ein Besuch als Pflichttermin am Programm. Im Zentrum Wiens in der Rotenturmstraße 14 befindet sich das kleine Geschäft und seit Kurzem gibt es auch eine Filiale in der Mariahilferstrasse 33 mit einem kleinen Gastgarten. Der Eis-Greissler hat viele, wechselnde Sorten, davon etliche vegan beziehungsweise aus Bio-Milch. Bei den veganen Sorten hervorzuheben sind meinem Geschmack nach die dunkle Schokolade sowie bei den Fruchtsorten Mango. Auch in Graz befindet sich eine Filiale des Eis-Greisslers, und es bleibt zu hoffen, dass er weiter expandiert!
eis-greissler.at

Ein rein veganes Eisgeschäft namens Veganista gibt es in Wien in der Neustiftgasse 23. Leider konnte ich an meinem letzten Wochenende in Wien aus zeitlichen Gründen keine Verkostung vornehmen – die Website lässt auf viele Leckereien schließen. Das Veganista Eis ist absolut natürlich, das heißt ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Die meisten Sorten werden aus Sojamilch hergestellt, es gibt aber auch Sorten mit anderen pflanzlichen Milchalternativen beziehungsweise Sorbets. Schon alleine die Auswahl aus täglich 18 verschiedenen Sorten verspricht , dass es sicher nicht immer leicht wird, eine Entscheidung zu treffen.
veganista.at

In meiner neuen Wahlheimat München gibt es in der Pestalozzistrasse 21 einen leckeren Eis-Laden, das Eismeer – mit Eis und mehr! Hier gibt es auch ein paar vegane Eissorten und das dunkle Schokolade-Eis (70 Prozent) kann meiner Meinung nach durchaus mit dem vom Eis-Greissler mithalten. Bei den Fruchsorten gibt es zum Beispiel vegane Himbeer-Minze, die sehr fruchtig frisch schmeckt und im Mango-Eis finden sich auch kleine Furchtstückchen.
daseismeer/

Es gibt aber auch ein paar leckere vegane Eissorten, die man im Supermarkt erwerben kann. Mein absolutes Lieblingseis ist von Gildo Rachelli und zum Beispiel im Alnatura Supermarkt erhältlich. Dieses Eis wird aus Demeter-Zutaten ohne jegliche Zusätze und sojafrei hergestellt und ich finde, dass man die Qualität auch schmeckt. An fruchtigen veganen Sorten gibt es Mandarine, Aprikose, Erdbeere, Himbeere, Mango und Zitrone.
bio-eis.de

Andere vegane Creme-Eissorten im Supermarkt sind auf Sojamilch oder Lupinenbasis, zum Beispiel verschiedenste Sorten von Tofutti und SoYeah.

Und wenn ihr ein eigenes Eis oder Sorbet herstellen wollt und keine Eismaschine besitzt, könnt ihr auch einfach Obst wie Banane, Mango oder Erdbeeren einfrieren und dann im Mixer pürieren. Je nach Geschmack und gewünschter Cremigkeit noch Agavendicksaft oder Mandelmilch dazugeben, ab in das Eisfach damit und nach etwas Zeit ist alles gefroren und das Sorbet fertig.

In diesen Sinne – „I scream, you scream, we all scream for ice cream!“

Was ist euer Lieblingseis? Welche Eissalons könnt ihr für gutes veganes Eis empfehlen?

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Vom Samen bis zur Ernte: Kompost liefert den besten Dünger

Pflanzen beziehen die meisten ihrer Nährstoffe aus dem Boden. Wenn sie sterben, verrotten sie und ihre Pflanzenteile zerfallen wieder in die Bausteine aus denen sie gebildet wurden. Diese wandern zurück…

Pflanzen beziehen die meisten ihrer Nährstoffe aus dem Boden. Wenn sie sterben, verrotten sie und ihre Pflanzenteile zerfallen wieder in die Bausteine aus denen sie gebildet wurden. Diese wandern zurück in die Erde und bilden die Nahrungsquelle für die nächste Generation von Pflanzen. Das allein wäre schon ein gut funktionierender Kreislauf, bei dem sich immer mehr fruchtbare Erde bilden würde. Wenn nun aber ein Tier oder der Mensch einen Teil der Pflanze vom Ort entfernt, verschwinden diese Bausteine aus dem Kreislauf. Das funktioniert nur so lange, bis die Pflanzen am Ort nicht mehr genug Nährstoffe haben, um zu überleben. Für Pflanzen ist ein Boden ohne Nährstoffe, auch als ausgelaugter Boden bezeichnet, wie eine Mangelernährung für Menschen. Es geht eine Weile lang gut, dann kommen die ersten Beschwerden und wenn man zu lange wartet, wird der Zustand kritisch und kann bis zum Tod führen.

Damit das nicht passiert, düngen Bauern ihre Böden regelmäßig oder lassen sie unbenutzt, um dem Boden Zeit für zur Erholung zu geben. In der konventionellen Landwirtschaft wurden dafür vor allem chemischen Dünger verwendet. Chemischer Dünger machte es einfach, den Nährstoffverbrauch auszugleichen und über lange Zeiten ein und dieselbe Pflanze am gleichen Standort anzubauen. Oft kam es dabei zur Überdüngung, zu viel Dünger machte die Böden giftig für die Pflanzen oder gelangte ins Grundwasser, wo er zum Problem für alle Lebewesen wurde. In den letzten Jahren schaffte es ein neuer Trend, den chemischen Dünger zu vertreiben. Abfallprodukte aus der Landwirtschaft lassen sich zu natürlichem Dünger verarbeiten und bieten eine Möglichkeit für die Pflanzen, wichtige Nährstoffe wieder zurück in den Boden zu bringen. Beispiele für natürliche Dünger sind Jauche, Guano, Wurmkompost und Kompost. Bevor der chemische Dünger erfunden wurde, wurde Guano als Dünger in großen Mengen gehandelt. Guano bildet sich aus dem Kot von Seevögeln und Pinguinen. Im Jahr 1869, am Ende der Guano Ära, verkaufte Peru 575.000 Tonnen Guano. Es gab eine riesige Industrie für den wertvollen Dünger. Es wurde von Klippen gekratzt und war ein wertvolles Exportgut.

Um Abfälle zu kompostieren, sollte man ein paar Grundlagen kennen. Es reicht nicht, einfach alle pflanzlichen Abfälle auf eine Stelle zu schmeißen und zu warten. Das ist kein Komposthaufen und er wird nicht kompostieren, sondern einfach nur langsam verrotten. Das dauert nicht nur länger als nötig, die entstehende Erde wird keine gute Qualität besitzen. Darum möchte ich dir die wichtigsten Regeln und ein paar Möglichkeiten vorstellen, pflanzliche Abfälle effizient zu kompostieren und als Dünger zu verwenden.

Nicht alles darf in den Kompost

Fleisch, und Fisch sind organisches Material und verrotten auch, aber auf ihnen wachsen sehr gefährliche Bakterien und Pilze. Diese bilden meistens giftige Stoffwechselnebenprodukte die nicht nur schlecht riechen, sondern auch Ratten und andere Tiere anlocken. Selbst wenn sie erfolgreich abgebaut werden, werden sich danach einige sehr ungesunde Mikroorganismen und chemische Verbindungen in deinem Kompost befinden, nichts, was du deinen Pflanzen geben möchtest. Für Milch und Milchprodukte gilt dasselbe. Eischalen sind hingegen gut für deinen Kompost.

Die meisten Pflanzen und Pflanzenteile sind für Kompost gut geeignet. Solltest du eine kranke Pflanze aus deinem Garten entfernen, solltest du diese nicht kompostieren, sondern im Hausmüll entsorgen. Was auch immer die Pflanze krank gemacht hat, es kann sich auch in deinem Kompost breit machen und von dort auf deine anderen Pflanzen übertragen werden. Gehe lieber kein unnötiges Risiko ein. Ob Zitrusfrüchte und Bananenschalen auf den Kompost dürfen, da scheiden sich die Geister. Viele Menschen meinen, die starke Pestizidbelastung auf der Schale wäre problematisch. Das Thema ist meiner Meinung nach kontrovers. Es stimmt sicher, dass diese Früchte chemisch behandelt werden, ob das für uns Menschen nun gefährlich ist oder nicht, kann ich leider nicht mit Sicherheit beurteilen. Deshalb meine Empfehlung: Lieber ein wenig zu vorsichtig, die Schalen kommen in die Biotonne, aber nicht auf den Kompost. Außer natürlich es handelt sich um Bio-Obst.

Bei Papier musst du aufpassen. Wenn es sich nach Plastik anfühlt, wie zum Beispiel bei Hochglanzmagazinen, dann sollte es nicht auf den Kompost. Unbehandeltes Papier kann aber ein guter Ersatz für die braunen Teile eines Komposts sein. Zumindest, wenn man sonst nichts hat. Asche aus Kohle und unbehandeltem Holz solltest du unbedingt auf deinen Kompost geben, Kaffeesatz, Tee, Rasenschnitt, Laub, Blumen- und Pflanzenreste, das alles kommt aus der Erde und kann auch wieder zu Erde werden, deshalb ruhig auf den Kompost damit.

Thermokompostierung

Thermokompostierung ist eine Methode, bei der man seinen Kompost durch richtiges Aufschichten und Trennen der Materialien in grün (frisches, stickstoffhaltiges Material wie Gras, Schalen, Gemüse-, Frucht- und Pflanzenabfälle) und braun (Holz, Papier, Laub, kohlenstoffhaltiges Material) auftrennt und schichtweise stapelt. Dabei sollte man darauf achten, dass man ein ausgewogenes Verhältnis von grünen zu braunen Teilen erhält. Dadurch bilden sich im Kompost sehr hohe Temperaturen, die für optimale Bedingungen für Bakterien sorgen. Über 100 Grad Celsius sollen damit möglich sein, wobei mir empfohlen wurde, den Kompost nicht heißer als 40 Grad Celsius werden zu lassen. Angeblich ist das die beste Temperatur, damit sich vor allem nützliche Bakterien im Kompost vermehren. Thermokompostierung braucht nur Platz, man sollte den Kompost gelegentlich wenden und umsetzen, dann ist es eine sehr schnelle und günstige Variante, um seinen Biomüll wieder in gesunde und hochqualitative Erde zu verwandeln.

Der Tumbler

Es gibt viele Geräte für den Garten, die als Komposter verkauft werden. Das Modell, welches mir mit Abstand am besten gefällt, ist ein sogenannter Kompost-Tumbler. Der Name kommt vom englischen tumble, zu deutsch purzeln, und beschreibt sehr gut was mit dem Kompost im Gerät passiert. Ein Tumbler ist in der Regel eine Tonne, die man öffnen kann um seinen Kompost einzufüllen, und die man dann wie ein Hamsterrad dreht. Im Inneren befinden sich meistens Klingen oder Bleche, die beim Zerkleinern und Mischen des Inhalts helfen. Dabei geht es dem Inhalt wohl ähnlich wie der Wäsche in der Waschmaschine. Wenn man den Tumbler gefüllt hat, dreht man ihn etwa einmal pro Woche für etwa drei Monate. Das macht nicht nur Spaß, sondern man erhält am Ende zur Belohnung gute Erde. Der Vorteil eines Tumblers liegt darin, dass er einfach zu benutzen ist, schneller Erde liefert und Spaß in der Anwendung bereitet. Nachteilig ist der hohe Preis und dass man trotzdem darauf achten muss, ihn mit einer ausgewogenen Menge von grünen und braunen Teilen zu füllen.

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Bild: Red58bill / commons.wikimedia.org

Wurmkompostierung

Wurmkompostierung ist die für mich schönste und natürlichste Form der Kompostierung. Man kauft oder baut sich eine Wurmfarm, füllt sie mit Erde und Regenwürmern und füttert sie mit seinen pflanzlichen Abfällen. Dabei kann ein einfacher Regenwurm täglich sein eigenes Körpergewicht in Obst und Gemüse fressen. Wenn man Regenwürmern eine Freude bereiten möchte, dann füttert man ihnen Kaffeesatz. Den scheinen sie besonders zu lieben. In der Natur ziehen Regenwürmer meistens Blätter in ihre Tunnelsysteme, um darauf Pilze wachsen zu lassen, von denen sie sich anschließend ernähren. Das erinnert an das Verhalten von Blattschneiderameisen und sorgt dafür, dass die Erde aufgelockert und die pflanzlichen Abfälle wieder zu nützlicher Erde umgewandelt werden. Nach drei bis sechs Monaten füttert man die Würmer regelmäßig auf einer Seite der Farm und kann die Erde von der anderen Seite entfernen, ohne seine Würmer zu stören. Die gewonnene Erde zählt mitunter zur besten verfügbaren Erde und kann natürlich auch als Dünger verwendet werden.

Ich hoffe, es hat dich interessiert ein wenig über das Kompostieren zu lernen. In meinem nächsten Beitrag gebe ich Tipps zum erfolgreichen Umsetzen und Umtopfen deiner Pflanzen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

Links zum Thema:
Kompostierung auf Wikipedia
Wurmkompostierung auf Wikipedia
Guano Eraauf Wikipedia
Anleitung zum Tumbler-Bau auf Englisch

2 Kommentare zu Vom Samen bis zur Ernte: Kompost liefert den besten Dünger

Vegan unterwegs

„Du reist so oft um die halbe Welt, wie schaffst du es, ausser Haus auch wirklich vegan zu essen?“ Gut, ob mein Essen inklusive Aromen immer komplett tierfrei ist, kann…

„Du reist so oft um die halbe Welt, wie schaffst du es, ausser Haus auch wirklich vegan zu essen?“ Gut, ob mein Essen inklusive Aromen immer komplett tierfrei ist, kann ich schlecht garantieren. Aber wer kann das schon? Schwer ist es wirklich nicht, denn Reis, Obst, Gemüse, Gewürze und Nüsse gibt es doch praktisch überall! Wir verbringen unsere Ferien meist in Südostasien, vor allem in Thailand. Es kann durchaus vorkommen, dass wir pro Jahr dreimal dort sind. Zugegeben, die Vielfliegerei ist weder nachhaltig noch sinnvoll, diesen Luxus gönne ich mir aber ganz bewusst – unvegane Ausnahmen hingegen nicht. Ich zeige euch hier meine drei Favoriten, die bei veganen Reisen ohne viel Aufwand eine grosse Hilfe sind.

Im Flugzeug

Online oder im Reisebüro gebucht, kann bei diversen Fluggesellschaften eine spezielle Mahlzeit ohne Mehrkosten gewählt werden. Das ist üblicherweise immer dann möglich, wenn mehr als nur ein kleiner Snack angeboten wird. Bei vielen Fluggesellschaften geht das in einem Zug mit der Online-Sitzplatzreservierung. Und noch ein Vorteil der Vorbestellung: Man bekommt sein Essen vor allen anderen schön heiss serviert. Oft werden vorsichtshalber einige vegane Menüs mehr in den Flieger gepackt. Wer also vergessen hat, sich etwas zu bestellen, kann das oft beim Einchecken oder direkt im Flugzeug noch nachholen. Das vegane Flugzeugessen trägt bei allen Airlines die Abkürzung VGML, die Bezeichnung lautet teilweise vegan, teilweise streng vegetarisch.

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Vorbereitungen und Anfragen

Weltweit haben Hotels E-Mail-Adressen, an die man Fragen stellen kann. Am besten frühzeitig vor der Buchung beim Hotel anfragen und kurz erklären, was man essen möchte und vor allem was nicht. Es ist nicht nur für den Gast, sondern auch für das Hotel sehr unangenehm, nicht informiert zu sein und in letzter Minute improvisieren zu müssen. Diverse Facebookgruppen und Onlineforen, zum Beispiel Vegan Reisen, bieten ausserdem eine gute Austauschplattform mit Hotel- und Restauranttipps und vielen Erfahrungsberichten. Eine weitere Alternative sind Apps oder Internetseiten wie zum Beispiel Happycow. Diese leben aber nur davon, dass viele mitmachen und neue Entdeckungen oder Änderungen melden. Sich anmelden und aktiv beteiligen lohnt sich also für alle! Ich habe nämlich schon mehrfach Restaurants gesucht, die es nicht mehr gibt.

Und noch mein Favorit, der Vegan Passport

Der Vegan Passport gehört nebst dem Reisepass definitiv mit ins vegane Gepäck. Das Büchlein der Vegan Society erklärt in 73 Sprachen, was vegan bedeutet und was man essen möchte oder eben nicht. Die Sprachen decken übrigens über 95% der Weltbevölkerung ab, so bekommt man weltweit sehr einfach sein gewünschtes Essen. Bestellen kann man den Vegan Passport in diversen Onlineshops, das Büchlein im A6-Format kostet um die sieben Euro. Je nach bereister Region und Art des Lokals, sollte man aber etwas aufpassen. Viele Inhaber von Strassenständen und kleineren Lokalen können nicht oder nur schlecht lesen und schreiben. In gewissen Kulturen können und wollen die Leute keine Schwäche zeigen, falls sie nicht helfen können oder die Frage nicht verstehen. Wer zum Beispiel in Thailand oder Japan nach dem Weg fragt, bekommt immer eine Antwort. Die Frage ist nur, wohin die Beschreibung führt. Das gleiche gilt leider auch beim Essen. Wenn etwas nicht verstanden wird, wird einfach was gebrutzelt, denn alles ist besser als nachfragen. Aber gerade in Thailand habe ich auch folgende zwei Beispiele von Speisekarten per Zufall entdeckt:

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In Asien bedeutet „vegetarisch“ übrigens vielerorts „vegan“. Da aus dem Ei ein Tier heranwachsen soll, gelten Eier als getötetes Tier. Milchprodukte sind fast nur in den Touristengebieten und grossen Städten wirklich verbreitet, viele Asiaten haben eine Laktoseintoleranz. Eine grosse Ausnahme stellt Indien dar, dort wird je nach Region sehr viel mit Butter und Joghurt gekocht. Vegane Alternativen sind aber oft möglich, da viele Hindus und Buddhisten aus religiösen Gründen vegan leben.

Wo geht eure nächste vegane Reise hin?

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Eli kocht vegan: Mochi

Diesmal ein japanisches Dessert: Mochi (Klebreisbällchen) Im November letzten Jahres war ich mit meinem Freund CJ auf Urlaub in Japan. Wir waren von Land und Leuten sehr beeindruckt. Auch aus…

Diesmal ein japanisches Dessert: Mochi (Klebreisbällchen)

Im November letzten Jahres war ich mit meinem Freund CJ auf Urlaub in Japan. Wir waren von Land und Leuten sehr beeindruckt. Auch aus kulinarischer Perspektive war die Reise ein Wahnsinn – gutes und feines Essen -, sodass ich mir vorgenommen hatte, ein paar der Rezepte auch zu Hause zu kochen. In Japan wird viel Reis gegessen, in allen möglichen Arten und Formen, ob zum Hauptgericht oder als Nachtisch, zum Beispiel in der Form von Mochi, die man so gut wie überall bekommt, und die es mir besonders angetan haben. Von der Konsistenz her sind Mochis so herrlich klebrig-weich, fast schon gummiartig und teilweise mit rotem Bohnenmus gefüllt, teilweise aus grünem Teig (mit Grünteepulver – Matcha – gefärbt und sie erhalten dadurch einen feinen Geschmack).

Mochis sind ein perfektes Dessert, da sie angenehm leicht und bekömmlich sind. Auch für Zwischendurch als Snack eignen sie sich perfekt, da die kleinen Bällchen auch sättigend sind, vor allem weil es selten bei nur einem bleibt. Des Öfteren findet man Mochis in Japan auch auf einem Holzstäbchen aufgespießt und dann nochmals kurz auf einer heißen Platte gegrillt und mit einer Mischung aus Sojasauce und Zucker übergossen – schmeckt gut, und ist vielleicht eine nette Idee für den nächsten Grillabend im Sommer.

Letzten Sonntag waren ein ehemaliger Arbeitskollege mit seiner japanischen Frau Hana bei uns zum Essen eingeladen. Zum Nachtisch hat mir Hana gezeigt, wie man Mochi zubereitet. Ich war überrascht, wie einfach zumindest dieses eine Rezept ist. Es gibt verschiedenste Arten von Mochi, solche, bei denen der Klebreis frisch zubereitet und gestampft wird, sind um einiges aufwendiger. Aber selbst die einfachen und superschnellen Mochi schmecken sehr lecker. Dazu hatte Hana noch ein süßes Bohnenmus mitgebracht. In Asien ist es verbreitet, für manche hier vielleicht gewöhnungsbedürftig, dass Bohnen süß als Nachtisch gegessen werden. Ausprobieren, sehr lecker!

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Doch das Verspeisen von Mochi ist nicht ungefährlich, so hat mir Hana erzählt, dass es in Japan vor allem zu Neujahr dabei öfters zu Todesfällen kommt. Die Leute versuchen möglichst viele der Bällchen, die Glück bringen sollen, zu verzehren und da kann es schon mal vorkommen, dass sich jemand daran verschluckt und erstickt. Der japanische Lösungsansatz hier ist möglichst schnell mit dem Staubsaugerrohr das Mochi herauszuholen. Ob das funktioniert, kann ich nicht sagen. Also besser nicht zu gierig die ganzen Mochis hinunterschlingen, sondern zwischendurch beim Aufstellen eines Mochi-Rekords auch mal kauen und genießen!

Rezept (glutenfrei, eifrei, laktosefrei, nussfrei):

Zutaten für Mochi:
200g Seidentofu (zum Beispiel von Taifun-Tofu erhältlich)
200g Klebreismehl (erhältlich in Asia-Läden)
Falls die Mochi ohne süße Sauce gegessen werden sollen, etwas Staubzucker (zu deutsch Puderzucker) zum Teig dazugeben. Nach Belieben: Matcha-Pulver (Grüntee-Pulver für grüne Mochi, ist leider relativ teuer), Kokosraspeln, Sesam – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Zutaten für das süße Bohnenmus, alternativ kann man auch andere Fruchtsoßen dazu reichen:
500g getrocknete Azuki-Bohnen (erhältlich in Asia-Läden)
300-500g Zucker
1 TL Natron

Anleitung für Mochi:

Nach Belieben kann man mehr oder weniger der Masse zubereiten. Ich empfehle mehr, sollte es Reste geben, diese einfach im Kühlschrank aufheben und bei Bedarf in warmen Wasser aufwärmen. Los geht’s: 200 Gramm Klebreismehl mit 200 Gramm Seidentofu vermengen und gut durchkneten. Der Teig soll laut japanischer Anleitung die Konsistenz eines Ohrläppchens haben – also einfach an die Ohren fassen und fühlen wie weich, knetbar das ist. Falls grüne Mochi gewünscht sind, zur Teigmasse so viel Matcha (Grünteepulver) dazugeben, bis alles schön grünlich ist. Für rosa Mochi können pürierte Erdbeeren hinzugefügt werden.

Aus der Masse werden kleine, leicht flache Bällchen in der Handfläche geformt – auf einer Seite können diese mit dem Finger noch leicht eingedrückt werden. In einem Topf etwas gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Anschließend die kleinen Teiglinge ins Wasser geben. Diese können anfangs nicht schwimmen, sondern sinken bis zum Boden des Topfes. Sobald sie durch sind, tauchen sie an der Wasseroberfläche auf. Noch ein bis zwei Minuten durchziehen lassen, dann vorsichtig aus dem Wasser holen, kurz abtropfen lassen, fertig! Nach Belieben entweder in einer Schale mit warmen Bohnenmus servieren, in Sesam wälzen, oder in Kokosraspeln (für einen Igel können Augen aus dunklen Sesamkörnern gesetzt werden) – einfach kreativ sein. Die Mochis kann man gut in einer Frischhaltefolie einwickeln, so halten sie ein paar Tage. Vor dem Verzehr wieder kurz in heißem Wasser aufwärmen. Damit sie weniger kleben und man sie mit den Fingern einfach essen kann, die fertigen Mochis in etwas Stärke (zum Beispiel Kartoffelstärke oder Maisstärke) wälzen.

Anleitung für Bohnenmus:

Über Nacht in einem Topf ca. 500 Gramm getrocknete Azuki-Bohnen mit Wasser quellen lassen. Abspülen und anschließend mit Wasser kochen, bis die Bohnen weich sind. Kleiner Tipp: Einen Teelöffel Natron und etwas Zucker in das Kochwasser geben, dann werden die Bohnen schneller weich! Anschließend den restlichen Zucker hinzufügen, je nach gewünschter Süße 300 bis 500 Gramm, und die Bohnen leicht mit der Gabel zerdrücken. Falls eine cremigere Konsistenz gewünscht ist, die Bohnen mit dem Pürierstab zerkleinern. Falls nicht alles auf einmal gegessen wird, die Bohnen einfach in eine luftdichte Box in den Kühlschrank stellen, sie halten sich bis zu einer Woche – oder im Tiefkühlfach einfrieren und beim nächsten Mochi-Essen Zeit sparen.

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Der Brombeer-Balkon: Beere und Pilz?

Letztens gab es ein gutes Essen im Hause. Wir lieben jegliches Pilzgewächs, vorausgesetzt natürlich, der Genuss zielt nicht darauf ab, Menschen ums Leben zu bringen. Im Biomarkt unseres Vertrauens gab…

Letztens gab es ein gutes Essen im Hause. Wir lieben jegliches Pilzgewächs, vorausgesetzt natürlich, der Genuss zielt nicht darauf ab, Menschen ums Leben zu bringen. Im Biomarkt unseres Vertrauens gab es besonders schmackhaft aussehende braune Champignons. Verarbeitet wurden die Schwammerl zu einem Risotto. Eigentlich haben wir über Pilze noch nie viel nachgedacht. Gemüse, Kräuter und Beeren reichten uns in unserem Stadtgarten, vor allem nachdem wir wegen der Beeren am Balkon ja schon zur Genüge belächelt wurden. „Himbeeren und eine Stachelbeere im Topf? Das wird doch nichts.“ Und wie das was wird! Einzigartig, lecker und wunderschön ist es!

Doch letzte Woche geschah es. Nachdem es bereits außergewöhnlich warm ist, haben wir unsere Winterschlaf haltenden Pflanzen ein wenig abgedeckt, das Bett – ähm, Beet – gelüftet. Und siehe da, was finden wir unter Tannennadeln? Schwammerl, die so frech waren sich in unserem Töpfchen ihr Zuhause einzurichten!

Puh, also für mich war das kurz ein Schock. Von Natur aus bin ich ein eher skeptischer Mensch. Selbstgepflückte Pilze kann ich nicht essen, ich hänge einfach an meinem Leben. Außerdem haben wir beide keine Ahnung von Pilzen. Versteht sich also von selbst, dass diese Schwämme keinen Platz auf unseren Tellern finden. Und während ich noch darüber nachdenke, ob sie wenigstens weiter bei uns wachsen dürfen oder, ob ich sie ausreißen muss, überlegt D. bereits etwas ganz anderes: „Hmmm…, wenn Pilze von alleine in unserem Kisterl wachsen, müsste es doch möglich sein…, hmmm…, Könnte man nicht…, vielleicht…, Champignons? Hmmm…, vielleicht in einem kleinen Glashäuschen?“

Bin ich froh, dass mein Mann von einem Einfall zum nächsten springt, denn was das betrifft, bin ich einfach ein Schwammerl*.

 

*Schwammerl ist Österreichisch für Pilz. Und ein Schwammerl sein bedeutet unter anderem ungeschickt zu sein.

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Matcha: Japanisches Teepulver im Trend

Was ist Matcha? Ich trinke wahnsinnig gerne und viel Tee, am liebsten Grüntee. Immer wieder mal bin ich in Teeläden auf das japanische Teepulver Matcha aufmerksam geworden und selbst der…

Was ist Matcha?

Ich trinke wahnsinnig gerne und viel Tee, am liebsten Grüntee. Immer wieder mal bin ich in Teeläden auf das japanische Teepulver Matcha aufmerksam geworden und selbst der doch recht hohe Preis hat mich nur kurze Zeit vom Kauf abhalten können. Bei Matcha handelt es sich um zu feinstem Pulver gemahlenen Grüntee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Er hat eine starke grüne Farbe, die sich auch perfekt zum natürlichen Färben von Lebensmitteln – mehr Ideen weiter unten – eignet, und einen feinen, leicht herben Geschmack hat. Der für Matcha vorgesehene Grüntee stammt von Teesträuchern, die vor der Ernte mit Netzen beschattet werden, wodurch ein extrem delikates, dunkelgrünes Blatt entsteht. Nach der Ernte werden die Teeblätter gedämpft, getrocknet und nach Entfernung aller groben Blattgefäße in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen. Es gibt verschiedene Qualitäten, je nachdem ob das komplette Teeblatt gemahlen wird, und abhängig vom Grad der Beschattung. Wenn ihr Matcha zum Kochen und Färben verwenden wollt, könnt ihr auch günstigeres Grünteepulver kaufen. Ich habe zu Hause meistens zweierlei Matcha-Pulver, ein feineres zum Trinken und ein günstigeres zum Backen.

Wie gesund ist Matcha?

Matcha ist die gesündeste Variante von Grüntee. Während der Ziehzeit eines aufgegossenen Grüntees lösen sich nur in etwa zehn Prozent seiner Inhaltsstoffe. Bei Matcha werden die Blattteile in Pulverform mit konsumiert, und somit mehr Vitamine (wie zum Beispiel Vitamin A, B1, B2, E und K), Antioxidantien und L-Theanin aufgenommen. Der Kombination aus L-Theanin und Koffein verdankt der Tee den beruhigenden und zugleich erfrischenden Effekt. Außerdem wird das im Grüntee enthaltene Koffein, anders als jenes des Kaffee, nur langsam vom Körper aufgenommen. Weiterführende Informationen können unter gruenertee.de/matcha nachgelesen werden.

Was kann man mit Matcha zubereiten?

Tee
In Japan wird das Matcha-Pulver in eine spezielle Schale gegeben, mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser übergossen, und mit einem Bambusbesen schaumig geschlagen. Schmeckt lecker!

Shakes
Fertige Matcha-Shakes gibt es nicht nur in Japan, sondern diese werden auch manchmal in Österreich und Deutschland angeboten. Selber machen geht auch schnell: Einfach etwas vom Matcha-Pulver in Pflanzenmilch (Sojamilch, Mandelmilch, Hafer- oder Reismilch) einrühren, nach Geschmack etwas Süße (Agavendicksaft oder Zucker) dazugeben, und ordentlich verquirlen und aufschäumen. Ich trinke sehr gerne Matcha-Shakes, egal ob warm oder kalt. Dabei liebe ich den feinen, leicht herben Geschmack und spüre förmlich den Energie-Kick. Perfekt sind sie auch vor oder nach dem Sport.

Süßwaren
In Japan gibt es so ziemlich alles, was man sich nur vorstellen kann, angereichert mit Grüntee-Pulver. Das sieht nicht nur von der Farbe her interessant aus, sondern schmeckt auch angenehm fein. So werden zum Beispiel Kekse, verschiedenste Kuchen, Eis und sogar Schokoladen mit Matcha angeboten. Da sieht man, dass der Phantasie bei der Verwendung von Matcha-Pulver keine Grenzen gesetzt sind. Ich backe zum Beispiel gerne Kekse mit Matcha. Dazu einfach vor dem Backen etwas von dem Pulver unter den Teig mixen. Bei den fertigen Keksen muss man allerdings aufpassen, denn wenn man diese zu lange im Hellen liegen lässt, verblassen sie – also am Besten in einer lichtgeschützten Dose aufheben, falls es Reste geben sollte. Ein Rezept für Mochi (japanische Reisbällchen), die ich auch gerne mit Matcha färbe, werde ich euch demnächst vorstellen.

Wenn ich euch jetzt auf den Geschmack gebracht habe, findet ihr das Matcha-Pulver in Teeläden, oder auch im Internet. Ein Tipp: Die offene Packung Matcha verschließt ihr am besten gut und lagert sie im Kühlschrank, so wird das Aroma bewahrt.

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