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Kategorie: Living.

Crowdfunding für greenroot – Der Gründer des Innsbrucker Zero Waste Shops im Interview

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop…

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop eröffnet, der sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Weil der Platz allerdings sehr beschränkt ist, hat sich Geschäftsführer Engin Dogan auf die Suche nach einer Alternative gemacht. In der Nachbarschaft hat er eine passende Immobilie gefunden, die es ihm ermöglichen würde, sein Geschäft und sein Sortiment zu vergrößern.

Aus diesem Grund hat er eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen und lädt alle Zero Waste Einkäuferinnen und Einkäufer ein, das Projekt bis 7. November 2019 zu unterstützen und sich so für weniger Plastikmüll und mehr Regionalität einzusetzen. Wie es dazu kam und warum er sich dafür entschieden hat, erzählt Engin im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Lieber Engin, du hast vergangenes Jahr in Innsbruck den Zero Waste Shop greenroot eröffnet. Wie kam es dazu?

Engin: Als ich neben meiner Tätigkeit als Bankangestellter berufsbegleitend am Management Center Innsbruck studiert habe, wurde eines immer und immer wieder betont: Der Erfolg eines Gründers basiert auf seiner Leidenschaft und dem großen Interesse etwas besser machen zu wollen. Deswegen habe ich beschlossen, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Mit meiner Selbstständigkeit begab ich mich zurück zu meinen Wurzeln, den landwirtschaftlichen Erzeugnissen und natürlichen Produkten. Durch greenroot konnte ich nicht nur meine Ideen erfolgreich verwirklichen, sondern auch mehr Erfahrung sammeln.

Wolfgang: In Innsbruck gab es schon vor euch Läden, in denen man verpackungsfrei einkaufen konnte. Ist das Potenzial groß genug für mehrere Shops?

Engin: Wir haben ein ganz spezielles Sortiment und heben uns auch im Allgemeinen von unseren Mitanbietern ab. Wir führen fast ausschließlich Bio-Lebensmittel, nach Möglichkeit sogar in Demeter-Qualität. Gerade bei Produkten, die etwas weiter weg sind, versuchen wir diese neben Bio- auch in Fair Trade-Qualität zu beziehen.

Wolfgang: Der Fokus bei greenroot liegt auf Lebensmittel, die unter anderem aus der Region kommen. Ist diese Beschränkung gewollt?

Engin: Ja, gerade am Anfang war es uns wichtig einen Fokus auf Lebensmittel zu haben, um zu schauen wie überhaupt die Reaktion der Kundinnen und Kunden auf unverpacktes Einkaufen ist. Die Kooperation mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben führt nicht nur zu einer Stärkung der heimischen Wirtschaft, sondern bedeutet für uns alle einen ökologischen Mehrwert. Der direkte Kontakt zu den Produzentinnen und Produzenten ist für unser Team eine großartige Sache und ermöglicht authentische Produktberatung.

Wolfgang: In eurem ersten Jahr habt ihr stetig Kundinnen und Kunden dazugewonnen. Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Engin: Wir wollen in Zukunft unser Sortiment mit Hygiene und Kosmetik sowie mit Obst und Gemüse erweitern. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist für uns unausweichlich, da sehen wir unsere Stärke, ständig up-to-date zu sein und immer Ausschau nach besseren Möglichkeiten zu halten und einzuführen. Die Zero Waste-Bewegung ist noch eine sehr junge Bewegung. Wir wollen uns ständig weiterentwickeln, um unsere ganze Wertschöpfungskette zu ökologisieren.

Wolfgang: Für die Finanzierung dieser nächsten Schritte habt ihr euch für Crowdfunding entschieden. Was können sich Interessierte dabei erwarten?

Engin: Interessierte ermöglichen uns die Erweiterung und können sich auf ein größeres Sortiment freuen. Außerdem können wir dann noch mehr Services wie zum Beispiel frisch gemahlenen Kaffee anbieten. Insgesamt ermöglicht es uns, generell auf die verschiedensten Kundenwünsche noch besser zu reagieren.

Wolfgang: Eure Kampagne läuft nur mehr wenige Tage. Wie soll es – nach hoffentlich erfolgreicher Beendigung – weitergehen?

Engin: Die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten von den neuen Räumlichkeiten. Unser Ziel ist es, mit der Eröffnung Anfang Dezember allen Kundinnen und Kunden in der Vorweihnachtszeit ein verpackungsfreies Einkaufserlebnis zu bieten. Es ist großartig zu erleben, dass auch beim Fest der Liebe der ökologische Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wolfgang: Danke für das Interview und viel Erfolg!

 

Noch bis 7. November 2019 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von greenroot unterstützen und euch Gutscheine und andere Goodies als Dankeschön sichern. Weitere Informationen zur Geschichte, zum Shop sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Vegan und alternativ – Reiseführer für ein Wochenende in Paris

Vive la vie! Paris an einem Wochenende bietet so viele Möglichkeiten, dass man sich schon vor der Reise überlegen sollte, was man gerne ansehen und besuchen möchte. Ich habe bei diesem…

Vive la vie! Paris an einem Wochenende bietet so viele Möglichkeiten, dass man sich schon vor der Reise überlegen sollte, was man gerne ansehen und besuchen möchte. Ich habe bei diesem Wochenendtrip den Schwerpunkt auf vegan und alternativ gelegt: Eine Mischung aus Sehenswürdigkeiten, veganen Imbissen und Cafés sowie eher Kuriosem.

Zu Beginn aber zuerst ein paar Tipps für eure Reise. Wenn ihr mit dem Zug anreist, könnt ihr am einfachsten direkt über die TGV-Seite buchen. Bei einem knappen Zeitbudget lohnt es sich, die Reise vom Ankunftsort weg zu planen. (Achtung: In Paris gibt es mehrere Bahnhöfe!) Bei Hotels checkt nicht nur die Rezensionen auf der Buchungsseite, sondern auch die Bewertungen auf Google. Manchmal ist die Buchung direkt auf der Homepage des Hotels günstiger. Solltet ihr das Leitungswasser im Hotel trinken wollen, fragt am besten vorher direkt nach, ob das Leitungswasser trinkbar ist, dies ist je nach Unterkunft verschieden. In Kombination damit kann auch angefragt werden, welche Umgebungen man aufgrund von Demonstrationen oder ähnlichem zu eurem Besuchszeitpunkt meiden sollte. So seid ihr vor Überraschungen dieser Art sicher.

Solltet ihr in Paris auch etwas einkaufen wollen, zahlt es sich aus zu recherchieren, welche Produkte es dort günstiger gibt. Das kann unter anderem bei Waren, die aus Frankreich importiert werden, der Fall sein. Beispielsweise französische Naturkosmetik-Marken, Bücher, Comics – die Franzosen haben eine berühmte vielfältige Comicszene – oder Lebensmittel. Hilfreich ist auch, vorher die französischen Kleidergrößen nachzusehen – üblicherweise immer eine Größe mehr als bei uns angegeben, also statt 38 muss dann 40 gewählt werden – und sich ein paar Vokabeln anzueignen, denn die französische Bevölkerung hat es sehr gerne, wenn man zumindest versucht ein Gespräch in der Landessprache zu beginnen. Habt ihr euch auf ein paar Sehenswürdigkeiten, Museen, Theater, Oper oder Veranstaltungen (Konzerte, Führungen, Feste, Flohmärkte…) festgelegt, dann überlegt euch am besten eine grobe Route und seht euch die Öffnungszeiten und Preise an.

Meine Planung für mein Pariswochenende im April 2019 war eine Tour vom Louvre, der berühmten Glaspyramide mit Kunstmuseum, zum Arc de Triomphe, einige Brücken und das Forum Les Halles, ein schöner Platz mit riesigem Einkaufszentrum. Es lohnt sich aber auch, einfach nur durch die Straßen, Gassen und an der Seine entlang zu schlendern. Die bekanntesten Attraktionen, insbesondere die Bauwerke, erreicht man gut zu Fuß. Für weitere Wege gibt es neben den öffentlichen Verkehrsmitteln auch die Möglichkeit, Elektroroller zu mieten.

Neben diesen Plänen habe ich mich für einen Besuch einer Ausstellung zum Thema „La Lune“ (der Mond) im Grand Palais, einem sehenswerten Ausstellungsgebäude, entschieden. Achtung: Bis zum 25. Lebensjahr zahlt man in vielen Museen oft weniger oder keinen Eintritt. Unterwegs auf der „Avenue des Champs-Élysées“ war mein Ziel „Rivoli 59“, ein buntes, verrücktes Künstlerhaus in der Rue Rivoli mit mehreren Stockwerken. Hier kann man die aktuellen Werke und das Schaffen der KünstlerInnen direkt in ihren Ateliers beobachten.

Im Rivoli 59

Aber auch Street Art-Fans kommen auf ihre Kosten. Diese Kunstform aus zumeist Mosaik oder Papier an Wänden thematisiert oftmals kritisch gesellschaftliche Zustände und wird auch in Galerien ausgestellt.

Street Art in Paris

Paris ist aber mittlerweile auch Vorläufer in Sachen Biomarkt, veganen und rohköstlichen Imbissen und Cafés. Biomärkte gibt es an fast jeder Ecke, mir haben zwei besonders gut gefallen. Einmal My Bio Delicious in der Rue Rivoli 91 sowie Biocoop Dada Paradis in der Rue Paradis 36. In beiden gab es eine große Auswahl an Marken, die bei uns noch unbekannt oder nicht verfügbar sind. Und natürlich viele leckere Köstlichkeiten, davon einiges vegan. Bei My Bio Delicious gibt es auch die Möglichkeit, im Sitzen einen Imbiss zu sich zu nehmen. So ziemlich jeder Bioladen von Naturalia bis Biocoop hat Unverpackt-Spender mit Nüssen, Müsli oder Trockenfrüchten im Angebot.

Paris ist eine Veggie-freundliche Stadt

Wer vegan essen möchte, kann an jedem beliebigen Standort „vegan“ bei Google Maps eingeben und bekommt Vorschläge für vegane Restaurants, Imbisse oder Cafés. Ich kann folgende davon wärmstens empfehlen: Cloud Cakes (Rue Mandar 6), ein Himmel aus veganen Köstlichkeiten in Bio-Qualität – seht euch die Auswahl am unteren Bild an! Das Lokal ist relativ klein, man kann sich die Leckereien aber auch in einer Pappbox mitgeben lassen.

Bei Cloud Cakes

Le Potager de Charlotte (Rue de la Tour d’Avergne 12) ist höherpreisig, hat aber wirklich tolle, kreative und leckere Küche und das komplett pflanzlich. Ich habe dort Kichererbsenpfannkuchen mit Cashewcreme gegessen und einen Smoothie aus Waldbeeren getrunken. Ein komplett veganes Sortiment gibt es auch im Supermarkt Un Monde Vegan (Rue Notre Dame de Nazareth 64). Rohköstlich ist das Angebot von Wild & Moon, von dieser Kette gibt es gleich sechs Lokalitäten in der französischen Hauptstadt (zum Beispiel in der Rue des Gravilliers 25). Hier findet ihr außergewöhnliche Kaffeekreationen mit Superfoods und pflanzliche Küche. Lecker und hip!

Wer gerne Second Hand shoppt, der kommt bei den vielen Filialen – sechs Mal in Paris – von Mad Vintage ganz auf seine Kosten, mit tollen Vintage-Schätze und Hipsterkram.

Zum Abschluss bleibt zu sagen: Vergesst nicht, eure Kamera zu laden, nehmt euch gutes Schuhwerk mit und startet bei Bedarf bei einem der Tourismus-Infopoints. À bientôt à Paris!

 

Was hat euch in Paris besonders gut gefallen? Habt ihr weitere Tipps für einen veganen und alternativen Kurzbesuch in der französischen Hauptstadt?

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Veganer Striezel aus Germteig

In der Familie meines Freundes ist ein Striezel zu Ostern Tradition. Und weil meine Schwiemu in spe so lieb ist, vegan zu kochen beziehungsweise ihre Rezepte zu veganen umzuwandeln, gab…

In der Familie meines Freundes ist ein Striezel zu Ostern Tradition. Und weil meine Schwiemu in spe so lieb ist, vegan zu kochen beziehungsweise ihre Rezepte zu veganen umzuwandeln, gab es letztes Ostern einen wunderbaren veganen Striezel aus Germteig. Ich kannte bis jetzt nur die Gekauften aus dem Supermarkt, die mich nie zu Begeisterungsstürmen hingerissen haben. Ganz anders ist das beim hausgemachten Osterstriezel, auf den freue ich mich dieses Jahr schon sehr!

Damit auch ihr in den Genuss des Striezels kommen könnt, hat mir meine Schwiemu in spe das Rezept verraten, damit ich es mit euch teilen kann.

Zutaten

200 g glattes Bio-Mehl
60 g Bio-Staubzucker
1 Packung Bio-Vanillezucker
1⁄2 TL Salz
1 Packung Bio-Trockengerm
125 ml Bio-Mandelmilch oder Bio-Sojamilch
40 g Bio-Margarine
Bio-Zitronenschale
Etwas Rum
Bio-Hagelzucker und/oder Bio-Mandelblättchen

Mehl, Trockengerm, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz mit einem Schuss Rum vermischen. Margarine in einem Topf schmelzen, Mandelmilch dazu geben. Achtung – diese Mischung darf nur lauwarm werden! Die Flüssigkeit zum Mehlmix dazu gießen und kneten, bis sich ein elastischer Teig ergibt. Bei Bedarf noch etwas Mehl hinzufügen, bis der Teig nicht mehr klebrig ist. Den Teig zu einer Kugel formen und mit etwas Mehl bestreuen, dann mit Klarsichtfolie abdecken und rund eine Stunde ins warme Backrohr bei ca. 50 Grad stellen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Nun den Teig in drei Teile teilen, zu langen Stangen formen und einen Zopf flechten. Mit Mandelmilch bestreichen, mit Hagelzucker und/oder Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad ca. 30 Min. backen.

Guten Appetit euch allen!

Ein weiteres Rezept, das ich euch ans Herz legen möchte ist der österreichische Klassiker Gebackene Mäuse. Natürlich in vegan – unbedingt ausprobieren!

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Lieferdienste in Österreich: Nachhaltiges und veganes Essen frei Haus

Immer mehr und immer öfter gibt es spannende, vor allem aber auch vegane und nachhaltige Alternativen zum klassischen „Essen auf Rädern“. Hier findet ihr Lieferdienste, die Österreich mit Essen beliefern: Bio,…

Immer mehr und immer öfter gibt es spannende, vor allem aber auch vegane und nachhaltige Alternativen zum klassischen „Essen auf Rädern“. Hier findet ihr Lieferdienste, die Österreich mit Essen beliefern: Bio, vegan und nachhaltig!

Rita bringt’s

Ein Rundum-Konzept, bei dem sich wohl jede(r) wundert, warum es das bisher noch nicht gab. Und zwar nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Gekocht wird frisch mit Bio-Zutaten, verpackt in kompostierbare Behälter und ausgeliefert mit einer eigenen Fahrrad-Flotte. Diese ist mit Lastenrädern in Wien unterwegs und bringen die Mittagsmenüs in Büros, aber auch zu privaten Haushalten. „Der Unterschied ist sicher unser Gesamtkonzept“, erklärt Mit-Gründerin Rita Huber, „die Kombination aus vegetarischem Lieferservice, biologischen Zutaten, selbst gekocht und umweltfreundliche Lieferung per Rad ist das Spezielle. Außerdem weiß man bei uns, woher das Essen kommt, dass es frisch zubereitet wurde und wer das getan hat!“ Fast alle Speisen sind übrigens vegan beziehungsweise vegan möglich. Plus: Lieferung ist immer kostenlos!

ritabringts.at
Bestellung am Vortag bis 16:00 Uhr, dann wird per Fahrrad zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr ausgeliefert – frisch verpackt, gekühlt transportiert. Entweder zum gleich Genießen, Aufwärmen oder fürs Aufbewahren im Kühlschrank. Das Liefergebiet ist kreisförmig um den ersten Bezirk aufgeteilt, ob eure Adresse beliefert wird könnt ihr direkt oben auf der Homepage checken. Keine Liefergebühr, Bestellsumme mindestens 12 Euro.

Auslieferung

Bild: Rita bringt’s

iss mich!

Na, der Aufforderung kommen wir gerne nach, vor allem weil es sich beim gleichnamigen Lieferdienst um ein Projekt von Filmemacher, Koch und begeistertem Dumpster Diver (= der also in Müllcontainern Privater oder von Geschäften noch Ess- und Verwendbares herausholt) Tobias Judmaier handelt. So möchte der Betreiber von wastecooking darauf hinweisen, dass ein Drittel (!) aller weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen wird. Völlig zu unrecht! So leistet iss mich! seit 2014 einen Pionierbeitrag zur Reduktion von Lebensmittelabfällen, denn sie verkochen Gemüse, das nicht in den Handel kommt, weil es zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder zu krumm ist. Daraus werden so Suppen und Eintöpfe in 100 Prozent Bio-Qualität. Die Gerichte, die im Glas geliefert werden, sind zum Großteil vegan. Ausgeliefert wird auch hier CO2-Fußabdruck minimierend per Fahrrad zweimal pro Woche.

www.issmich.at
Kostenlose Lieferung gibt es ab 36 Euro Bestellwert. Geliefert wird immer Montag und Dienstag in ganz Wien.

Swing Kitchen

Fast jeder in Wien kennt die Betreiber der erfolgreichen veganen Fast Food-Kette, Swing Kitchen. Mit ihrem unkonventionellen und erfolgreichen veganen Wirtshaus Gasthaus Schillinger wurden die Schillingers zu den bekanntesten Vorreitern der veganen Gastronomie in Österreich. Daran knüpfen Irene und Charly Schillinger nun mit ihrem veganen und klimafreundlichen Burger-Konzept. Alle Verpackungen sind 100 Prozent erdölfrei, bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und verhalten sich bei der Entsorgung CO2-neutral. Die Zutaten stammen aus regionalem und gentechnikfreiem Anbau, zum Teil aus biologischer oder FairTrade-Produktion. Die Burger und Wraps können aber nicht nur in den bald sechs Standorten genossen werden, sondern kommen auch per externem Lieferdienst zu hungrigen Menschen in Wien und Graz.

swingkitchen.com
Geliefert wird im Raum Wien mit foodora, in Graz mit Mjam. Bestellt wird hier wie üblich per Website oder App des jeweiligen Anbieters. Die Lieferung erfolgt per Fahrrad, bei Mjam muss hier als Lieferart „Radlexpress“ angegeben werden.

 

Ich weiß, ich weiß, The bird’s new nest hat auch viele LeserInnen aus Deutschland und der Schweiz. Aber die Übersicht für die österreichische Seite ist jetzt einmal ein Anfang – wer Beispiele aus den Nachbarländern (und natürlich weitere aus Österreich) hat, immer her damit! Wir freuen uns auf Input und Feedback.

Guten Appetit!

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Vegan in Schwangerschaft und Stillzeit – geht das? (inkl. Rezept für veganen Babybrei)

Carlotta und ich, Sara, haben uns 2015 nach unseren Schwangerschaften im Rückbildungsgymnastikkurs kennengelernt. Unseren Blog haben wir aus der Not heraus gegründet, selbst nirgends einen Blog wie diesen gefunden zu…

Carlotta und ich, Sara, haben uns 2015 nach unseren Schwangerschaften im Rückbildungsgymnastikkurs kennengelernt. Unseren Blog haben wir aus der Not heraus gegründet, selbst nirgends einen Blog wie diesen gefunden zu haben. Auf casavegan.de sollen alle veganen Familien und die, die es noch werden wollen, alles rund ums Thema vegane Familie finden. Von vegan in der Schwangerschaft und Stillzeit über vegane Kinderernährung (Rezepte und Co.), bis hin zur veganen Hochzeit. Wir versuchen dort den Müttern und Vätern die bereits vegan sind oder es noch werden möchten, viele wichtige und interessante Informationen zu liefern und den einen oder anderen dazu zu ermutigen, vegan zu werden oder die eigenen Kinder vegan zu erziehen. Ihr könnt dort hautnah unsere Gefühle und Gedanken miterleben, denn casavegan.de ist keine rein Informative Seite, sondern berichtet auch vom „wirklichen“ veganen Alltag mit zwei Söhnen, von den Schwierigkeiten und dem, was viel einfacher ist als gedacht.

Vegan und schwanger, geht das?

Kann ich stillen und vegan sein? Setze ich mich und mein Kind einem Risiko aus? Viele dieser Fragen stellt sich sicherlich die ein oder andere Frau die schwanger ist, stillt oder eine Schwangerschaft plant und vegan lebt. Und diese Fragen haben wir uns natürlich auch gestellt! Eine vegane Ernährung ganz ohne tierisches Eiweiß ist für jede Lebensphase geeignet. Ein Kind sollte zuerst nur mit Muttermilch ernährt werden (mindestens sechs Monate laut WHO) und anschließend sollten nach und nach die veganen Nahrungsmittel eingeführt werden. Zitat der ADA (Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung): „Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz.“ Die vegane Ernährung der Kinder sollte natürlich nicht nur vegan, sondern auch gesund und damit abwechslungsreich sein.

Unsere Söhne, mittlerweile keine Säuglinge mehr.

Macht euch keine Sorgen, es ist viel einfacher als gedacht, wenn ihr nur ein paar Dinge bedenkt. Wie auch bei omnivoren Frauen ist es wichtig, dass ihr in der Schwangerschaft und Stillzeit auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet. Des Weiteren sind folgende Nährstoffe sehr wichtig:

Folsäure: Vom ersten Tag der Schwangerschaft an liegt der Mehrbedarf an Folsäure bei circa 50 Prozent. Das Vitamin ist vor allem in der Frühschwangerschaft wichtig, um das Fehlbildungsrisiko des Embryos zu reduzieren. Veganerinnen sind häufig besser mit diesem Vitamin versorgt als Fleischesserinnen, denn Folsäure kommt hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Weißkohl, Sauerkraut, Grünkohl, Rosenkohl, Fenchel, getrockneten Feigen, Brokkoli, Spinat, Feldsalat, Endivien, Tomaten, Apfelsinen, Erdbeeren, Vollkorn-Produkten oder Hülsenfrüchte vor.
Eisen: Der Eisen-Bedarf in der Schwangerschaft ist stark erhöht. Gute Eisenquellen sind zum Beispiel Wirsing, Hafer, Hirse, Roggen, Amaranth, Quinoa, Kürbiskerne, Sesam und Hülsenfrüchte. Die Eisenaufnahme wird durch Vitamin C (zum Beispiel ein Glas Orangensaft zum Haferbrei) gefördert.
B-Vitamine: Für eine gute Versorgung eignen sich Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Nüsse und Pilze.
Vitamin B12 : Eine ausreichend Vitamin-B12-Versorgung lässt sich leider fast nur über tierische Lebensmittel erreichen. Das bedeutet: Wenn ihr auf tierische Produkte verzichtet, muss die Versorgung in Form von Supplementen gesichert werden. Der Mehrbedarf in der Schwangerschaft liegt immerhin bei 12 Prozent und ein Mangel kann zu Schwangerschaftskomplikationen und Schädigungen beim Kind führen.
Omega-3-Fettsäuren: Die Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für das Wachstum von Gehirn und Augen beim Baby. Um eine gute Versorgung mit diesen essentiellen Fettsäuren bei der veganen Ernährung sicherzustellen, ist ein Teelöffel Leinöl am Tag empfehlenswert.

In der Schwangerschaft kann es passieren, dass ihr eine Frauenärztin oder Hebamme bekommt, die nicht mit eurer Ernährungsweise oder anderen Entscheidungen von euch einverstanden ist. In Carlottas Mutterpass wurde zum Beispiel ihre vegane Ernährungsweise als Risiko eingestuft, ich habe mich während meiner Schwangerschaft von meiner Frauenärztin getrennt, weil diese absolut gegen eine Geburt im Geburtshaus war.

Was wir Anfangs gar nicht wussten ist, dass Schwangere nicht dazu verpflichtet sind, die Vorsorgetermine oder die Ultraschalltermine vom Frauenarzt durchführen zu lassen. Ihr könnt alle Vorsorge Termine auch bei einer Hebamme durchführen lassen und nur für den Ultraschall zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen oder den Ultraschall auch ganz weglassen und euch überraschen lassen. Je nachdem, womit ihr euch am wohlsten fühlt!

In der Stillzeit ist es sehr wichtig ausreichend zu trinken, sonst kann es passieren, dass ihr Probleme mit dem Milcheinschuss bekommt. Bei allen Problemen, kann euch auch hier eine Hebamme gut zur Seite stehen. Interessant ist zu wissen, dass ihr bis zum zehnten Tag nach der Geburt einen Anspruch auf mindestens einen täglichen Besuch durch die Hebamme habt. Bis euer Kind zwölf Wochen alt ist, könnt ihr darüber hinaus 16 Mal die Hebamme um Rat bitten. Bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen könnt ihr noch acht Mal Kontakt zu eurer Hebamme aufnehmen. Wenn euer Kind einige Monate alt ist – die WHO empfiehlt wie oben schon erwähnt mindestens sechs Monate voll zu stillen -, könnt ihr langsam beginnen Brei einzuführen. Wenn ihr keine Lust auf die typische Brei-Beikost habt, ist vielleicht Baby-Led-Weaning etwas für euch. Wenn ihr Lust habt mehr von uns und rund um die Themen Schwangerschaft, Stillen und den Alltag mit unseren zwei veganen Jungs zu erfahren, schau doch mal bei uns vorbei!

Im folgenden findet ihr ein leckeres Brei-Rezept für Babys (ab ca. acht Monaten). Ihr könnt die Menge auch erhöhen und dann etwas von dem Brei einfrieren.

Rezept für veganen Babybrei

Zutaten

100 g Bio-Gemüse, grob geschnitten
50 g Bio-Kartoffeln, grob geschnitten
10 g Bio-Haferflocken
30 ml Vitamin C-reicher Bio-Saft (zum Beispiel angereicherter naturtrüber Bio-Apfeldirektsaft)
10 ml Bio-Leinsamenöl oder Bio-Rapsöl

Zubereitung

Gemüse und Kartoffeln mit dem Saft gar kochen. Haferflocken und Rapsöl hinzugeben. Pürieren, Fertig!

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Nachhaltig shoppen geht überall!

Ich bin ein großer Fan von Second Hand und kaufe mittlerweile nur noch sehr selten neue Kleidung ein. Hin und wieder ist das aber nötig, wenn unerwartet etwas kaputt geht…

Ich bin ein großer Fan von Second Hand und kaufe mittlerweile nur noch sehr selten neue Kleidung ein. Hin und wieder ist das aber nötig, wenn unerwartet etwas kaputt geht oder man schon so lange nach etwas Gebrauchtem gesucht hat und einfach nicht fündig wird. Wenn ich aber neu kaufe, dann soll es so nachhaltig wie möglich sein, Materialien wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau und vegane Ausstattung – sprich kein Leder, Horn oder ähnliches – sind für mich die Grundvoraussetzung.

Die gute Nachricht? Kleidung, die diesen Voraussetzungen entspricht gibt es mittlerweile schon überall. Wie im Fashion ID Online-Shop. Ob ihr also mit dem Service des Shops extrem zufrieden seid oder noch einen Gutschein habt, ihr werdet hier fündig. Als Beispiel habe ich zwei Outfits zusammengestellt, die mir extrem gut gefallen – das eine für den Casual Look in der Freizeit und das andere für einen etwas schickeren Auftritt. Die Suche nach nachhaltiger Kleidung ist wie überall supereasy: Einfach „bio vegan“ in die Suche eingeben und los geht’s!

Für das erste Outfit habe ich ganz frech als Oberteil ein Männershirt ausgewählt, weil ich einerseits Farbe und Schnitt sehr schick finde, andererseits gefällt mir Trend, als Frau Männershirts zu tragen und sie nur vorne in die Jeans zu stecken. Das wird also mit dem Selected Homme T-Shirt mit Webmuster in Rot meliert (1) gemacht, die schon erwähnten Jeans sind die Armedangels Stone Washed Slim Fit Jeans (2). Dazu habe ich Birkenstock Arizona in Olivgrün (3) ausgewählt. Früher als modischer Fauxpas verschrien, habe ich in letzter Zeit gefallen an den Sandalen gefunden – natürlich nur in der veganen Variante, ganz klar. Für mich ein perfekter Casual Look, weiteres Oberteil, engere Jeans und lässige Schuhe!

Das zweite Outfit mag wie eine gewagte Kombination erscheinen, gerade deswegen habe ich es aber lieb gewonnen, weil es aufgrund der gedeckteren Farben trotzdem gut miteinander harmoniert. Das Basisteil ist hier das Armedangels Strickkleid aus Bio-Baumwolle in Schwarz (4), darüber kommt – sollte es etwas kühler sein – die Armedangels Sweatsjacke mit Schalkragen in Altrosa (5). Dazu gibt es dann einen kleinen Stilbruch mit den Birkenstock Arizona in Ecru (6), deren Farbe sich aber im Kleid wiederfindet. Ich liebe diese Kombination und würde sie sofort ausführen!

Sämtliche Teile beider Outfits sind vegan beziehungsweise im Falle der Kleidung aus Bio-Baumwolle gefertigt – wie ihr seht ist es also gar nicht schwer, nachhaltige Looks zusammenzustellen, egal wo man shoppt. Probiert es einfach selber aus!

Wie findet ihr die beiden von mir zusammengestellten Outfits? Würdet ihr diese Kombinationen tragen? Ich bin schon gespannt auf euer Feedback zu meiner Auswahl!

 

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Gibt es auch Nachhaltigkeit beim Thema Selbstwert?

Ja! Und genau darum plädiere ich für einen Selbstwert auf 10! Damit wir nicht Opfer des Glaubens „Mir wurde leider nicht so viel Selbstwert in die Wiege gelegt!“ bleiben ,…

Ja! Und genau darum plädiere ich für einen Selbstwert auf 10! Damit wir nicht Opfer des Glaubens „Mir wurde leider nicht so viel Selbstwert in die Wiege gelegt!“ bleiben , sondern wir aktiv diese Sache mit dem Selbstwert „in Ordnung“ bringen. Denn wie der Begriff schon besagt, der Selbst-Wert ist der Wert, den wir uns selbst geben. Da stellt sich dann natürlich schon die erste Frage: Warum um Himmels Willen, geben wir uns dann selbst oft so einen niedrigen Selbst-Wert?

Meine Lieblingsantwort ist: Weil uns die Wirtschaft manipuliert. Denn umso unfähiger wir uns fühlen, desto öfter fallen wir in einen Kaufrausch, um dies zu verstecken. Umso „hässlicher“ wir uns selbst erleben, desto mehr Produkte bis hin zu optimierenden Operationen, kaufen wir zu. Und umso weniger wir „charakterlich wert“ sind, desto leichter glauben wir, was uns die Konsumgesellschaft an Minderwertigkeitsgefühlen suggeriert. Und dann kaufen wir wieder. Immer in der Hoffnung, dass…

Darum sehe ich beim Thema Selbstwert folgendes als die zwei wichtigsten Grundsätze:
1. Investiere so lange in die Höhe deines Selbstwerts, bis du dich nachhaltig bei 10 ansiedelst. Und zwar unabhängig davon, was in deinem Leben für Dinge passieren. Sprich ob du die Arbeit verlierst, die Beziehung in Brüche geht, du zehn Kilo zunimmst oder ob sich dem Alter entsprechend Falten im Gesicht niederlegen. Sodass du so sicher zu dir selbst und zu deinem Wert stehst, sodass du unabhängig von den Herausforderungen im Außen innerlich auf 10 bleibst. Gemäß dem Motto: Ich bin. Also bin ich wertvoll!
2. Steige aus jeglicher medialer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Gehirnwäsche aus! Egal wer dir suggerieren will, du seist nicht gut genug, du seist nicht schön, nicht erfolgreich, nicht liebenswert genug, mache dir bewusst, das Ziel dahinter heißt: Konsumenten erzeugen!

„Ich bin. Also bin ich wertvoll!“ Sieben Tipps, warum du nichts leisten musst, um wertvoll zu sein!

Wenn du in der Schule gute Noten hast, dann…
Wenn du brav im Haushalt mithilfst, dann…

…bist du wertvoll! So lernen wir als Kinder schon, wir sind nur wertvoll, wenn wir dies und das geleistet haben. Und weil wir so brave Kinder waren, sind wir auch so brave Erwachsene. Zwar nicht im außen in der Gesellschaft. Nein, da wehren wir uns und rufen „Ich funktioniere sicher nicht!“ oder „Mit mir doch nicht!“. Aber wenn wir dann zuhause sind, alleine, dann packen wir genau dieses Muster wieder aus:

Wenn ich fünf Kilos abgenommen habe, dann…
Wenn ich ein Haus, einen BMW und einen Swimmingpool habe, dann…

…bin ich wertvoll! Weil jetzt mit diesen Kilos, die ich (noch) habe, bin ich einfach zu dick. Und dick ist nicht wertvoll! Und mit den Status-Symbolen, die ich mir bis jetzt erarbeitet habe, kann ich höchstens mit meinem Hausmeister mithalten, obwohl der schon einen BMW fährt. Also vertagen wir unser Leben auf später:

Wenn ich in der Pension bin, dann…
Wenn ich endlich alles erledigt habe, dann…

…bin ich wertvoll, weil dann habe ich alles geschafft, das ich mir für mein Leben vorgenommen habe. Nur blöde, wenn ich doch nicht alles gemacht habe, was ich mir vorgenommen hatte. Was dann? Bin ich dann immer noch nicht wertvoll genug? Nein, denn dann muss ich wenigstens den Garten in seinen Bestzustand bringen. Die Wohnung perfekt sauber in Schuss halten…

Seht ihr, wohin dieser Mechanismus des „Immer noch nicht genug!“ führt? Ins Land der Wertlosigkeit! Und im Land der Wertlosigkeit könnt ihr schuften, abnehmen, verdienen so viel ihr wollt, denn eines bleibt immer gleich: Es ist nie genug! Also, wo geht es zum Ausgang?

Bild: pixabay.com / jill111

Du musst nichts leisten, um wertvoll zu sein. Darum sage ich:
1. Du „bist“. Und alleine das „Sein“ ist ein sehr wertvoller Zustand!
2. Jeder Grashalm, deine Katze, jeder Baum, dein Nachbar, deine Kollegin ist wertvoll, alleine deshalb, weil sie „ist“. Deine Kollegin ist vielleicht wertvoll für dich, weil sie so nett ist. Und dein Nachbar ist vielleicht wertvoll für dich, weil er so schwierig ist. So oder so, du bekommen eine Lernchance, in deiner Persönlichkeit zu wachsen und dazu zu lernen. Also ist jeder und jedes wertvoll.
3. Der Selbstwert setzt sich aus mindestens zwei Säulen zusammen: Das „Leisten“ und das „Sein“. Beim „Leisten“ kennen wir uns alle aus: Möglichst viel! Möglichst schnell! Möglichst oft! Und das am besten in jedem Bereich! Inzwischen sogar auch schon beim Aussehen! Wir haben eines gelernt in unserer Kindheit und in unserem Erwachsenenleben: Leistung ist immer gut! Beim „Sein“ sieht es schon anders aus. Da gibt es die Faulenzer, die Nichts-Tuer, die Schmarotzer… Wir kennen alle diese Begriffe, die verwendet werden, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um ein wertloses „Subjekt“ unserer Gesellschaft handelt! Das Problem dabei: Wenn wir Menschen nie „Seins“-Zeiten haben, werden wir krank: Depression, Burn-Out, Sinnlosigkeitsgefühle…
4. Unsere Leistungsgesellschaft sitzt in einer Sackgasse! Weil wir unsere zweite Säule für Selbstwert verloren haben. Wenn es einmal im Beruf, im „Leisten“, nicht so gut läuft, dann kann uns die zweite Säule nicht mehr auffangen: Spazieren gehen, Freunde treffen, Urlaub machen, malen, Sport betreiben sind für viele wertlose Zeitvertreibe. Wäre die Säule des „Sein“ gesellschaftlich gesehen wertvoll, dann könnten wir uns dort auftanken, ausruhen, auffangen lassen, wenn das Leisten zu viel wird.
5. Wir Menschen laden im „Sein“ unsere Batterien für das „Leisten“ wieder auf. Wenn das Aufladen unserer Batterien als wertlos verbrachte Zeit gilt, dann haben wir ein Problem. Weil wir dann unsere „Maschine“ fahren und fahren, ohne sie jemals aufzutanken. Und was passiert? Sie bleibt stehen. Manchmal für immer!
6. Gehe in die Selbst-Verantwortung: Gebe dem „Sein“ wieder einen Wert! Wenn unsere Leistungsgesellschaft in einer Einbahnstraße steckt, steige aus diesem Zug aus. Und sorge für dich! Schreite in eine Welt, in der das „Sein“ wieder Wert hat!
7. Denn du bist bereits wertvoll, so wie du bist! Und wenn die Gedanken „Naja, aber fünf Kilos schon…“ oder „Ein BMW wäre doch…“ kommen, erinnere dich:

Du bist, also bist du wertvoll! 

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Crowdfunding für nupro – Wer gewinnt den dmSTART! Contest?

Aktuell rittern im Rahmen des dmSTART! Contests 20 Projekte aus den Bereichen Bio-Food, Kosmetik, Hygiene, Reinigung und Baby um die Gunst der Crowd. Die drei Projekte, die nach Ablauf der Finanzierungsphase ihr…

Aktuell rittern im Rahmen des dmSTART! Contests 20 Projekte aus den Bereichen Bio-Food, Kosmetik, Hygiene, Reinigung und Baby um die Gunst der Crowd. Die drei Projekte, die nach Ablauf der Finanzierungsphase ihr Fundingziel auf Startnext erreicht haben und die meisten UnterstützerInnen begeistern konnten, bekommen die Möglichkeit, einen Lieferantenvertrag mit dm abzuschließen und mit ihrem Produkt einen Listungsplatz in bis zu 2.000 dm-Märkten und/oder im dm-Onlineshop zu erhalten.

Auch Christian Fenner und sein Team nutzen diese Chance, um für ihren Proteinshake nupro Geld zu sammeln und Aufmerksamkeit zu erzeugen. In der Projektbeschreibung heißt es dazu: „nupro hilft Dir deine Speicher nach dem Sport wieder aufzufüllen und ist für Dich da, wenn mal keine Zeit für eine ausgewogene Mahlzeit ist. Mit drei leckeren Sorten aus pflanzlichen Proteinen und hochwertigen Ballaststoffen ist im Handumdrehen ein leckerer, gesunder Shake zubereitet. nupro ist jedoch mehr als nur gut für Dich. Die Verpackung kommt komplett ohne Plastik aus und für jede Box werden drei Bäume in Madagaskar gepflanzt. Sei Teil unserer Bewegung für eine gesündere und grünere Welt!“

Mit dem nachhaltigen Schoko-Riegel nucao haben Christian und seine KollegInnen bereits eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne hinter sich und auch dieses Mal ist die Fundingschwelle bereits erreicht. Wie es dazu kam und welche Visionen Christian und sein Team verfolgen, erzählt er im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Gemeinsam mit deinen Partnern hast du den Proteinshake nupro entwickelt. Erzähl doch kurz, was das Besondere daran ist.

Christian: nupro ist kurz gesagt der erste 100 Prozent nachhaltige Proteinshake. Nachhaltigkeit ist aber zugegebenermaßen ein etwas überstrapaziertes Wort. Wir meinen es trotzdem ernst damit. nupro ist aus pflanzlichen, ressourcenschonenden Proteinquellen in Bioqualität, verpackt in einer kompostierbaren Folie und für jede im Handel verkaufte Box pflanzen wir drei Mangroven in Madagaskar. Der Proteinshake ist für Menschen, die fit und bewusst unterwegs sind und ab und zu ihre Ernährung sinnvoll ergänzen möchten. Mit unseren leckeren und besonderen Sorten Pumpkin Chai und Kakao Zimt soll es auch noch möglichst viel Spaß machen.

Wie kommt man auf die Idee einen pflanzlichen Proteinshake zu produzieren?

Durch unser erstes Produkt nucao setzen wir uns natürlich viel mit gesunder Ernährung auseinander und reden mit vielen Menschen darüber – ob auf Messen mit unseren Kunden oder unter Gründern in der Food-Startup-Szene. Wir haben für uns selbst einfach gemerkt, dass wir nach dem Sport manchmal gerne eine Stärkung hätten, die wir mit gutem Gewissen zu uns nehmen. Und die nicht nur auf Proteine ausgelegt ist, sondern auf eine ganzheitliche Versorgung – also auch mit Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen. Hinzu kommt, dass es kein Proteinshake auf dem Markt gibt, der unseren Ansprüchen bei the nu company gerecht wird. Oft sind synthetische Zutaten im Spiel und immer sind sie in Plastik oder Alu verpackt. Das wollten wir ändern.

Ihr habt für die Serienproduktion eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gelauncht. Welche Ziele verfolgt ihr dabei?

Wir haben zwei Ziele mit dieser Kampagne. Mit dem ersten Ziel wollen wir finanziell den Markteintritt erreichen, mit allem was dazu gehört. Dazu ist die erste Schwelle von 20.000 Euro ausreichend, um die erste Zutaten-Bestellung mit akzeptablen Preisen zu tätigen und die Verpackungsmaterialien zu beschaffen. Bei unserem eigentlichen Ziel von 50.000 Euro können wir dann einen satten Launch hinlegen, inklusive Marketingbudget für Messen, Online-Werbekampagnen und einen vorsichtigen Start im deutschen Einzelhandel. Das zweite Ziel ergibt sich aus dem dmSTART! Contest. Denn mit unserer Kampagne battlen wir uns gleichzeitig mit 19 anderen Start-ups, um in Deutschlands dm-Regale zu gelangen. Die drei Start-ups mit den meisten Unterstützern erhalten diese Chance. Das ist natürlich ein riesiger Ansporn.

Vor zwei Jahren habt ihr schon mal euren Snack-Riegel nucao via Crowdfunding finanziert. Inwiefern hilft euch diese Kampagne jetzt bei nupro?

In der Konzeptionierung und der Strategieerarbeitung hat uns die erste Kampagne natürlich geholfen. Man weiß besser, wie man seine Community aktiviert und begeistert. Trotzdem muss ich sagen, dass das meiste genauso schwierig wie bei der ersten Kampagne ist – man muss bei Null anfangen was Kreativität und Innovation angeht.

Ihr unterstützt mit eurem Projekt auch die Aufforstungsinitiative edenprojects.org. Wie wichtig ist euch ein gesamtheitlicher Ansatz in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Der ganzheitliche Ansatz ist das Herz unseres Unternehmens. Direkter Handel bei kritischen Rohstoffen wie Kakao, Bioqualität, Ökostrom in der Produktion, eine plastikfreie Verpackung – das alles sind Bausteine für nachhaltiges Wirtschaften. Wir wollten jedoch mehr als den Fußabdruck möglichst gering zu halten. Wir wollten die Bilanz zum Positiven wenden. Deshalb haben wir einem Hebel gesucht, der das möglich macht – und haben uns dafür entschieden Bäume zu pflanzen. Als soziales Start-up verpflichten wir uns, dass die soziale und grüne Bilanz immer positiv ist – die Wirtschaftlichkeit ist natürlich überlebenswichtig, muss sich aber danach einreihen.

Bild: edenprojects.org

Wenn ihr eure Kampagne erfolgreich abgeschlossen habt, wie geht es dann weiter? Was sind die nächsten Schritte?

Wir werden hoffentlich viele, viele Pakete packen und mit dm über die Einlistung sprechen. Das wäre der Traum. Danach geht es darum, die Marke nupro ordentlich zu positionieren und nucao nicht aus den Augen zu verlieren. Die größte Herausforderung besteht darin eine Marke aufzubauen, denen Menschen vertrauen. Wenn das gelingt können wir zeigen, dass Kapitalismus auch anders funktioniert und die Welt besser machen kann.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

 

Noch bis 14. September 2018 könnt ihr nupro auf Startnext unterstützen, weitere Informationen zu den Projekten von Christian findet ihr auf der Webseite von nucao.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Crowdfunding für UMS EGG – Das innovative ComebEGG des Greißlers

Vor ein paar Wochen habe ich durch Zufall das Projekt UMS EGG auf Startnext entdeckt, damals noch in der Startphase – also der Feedbackphase vor dem Crowdfunding-Launch. Ich fand die…

Vor ein paar Wochen habe ich durch Zufall das Projekt UMS EGG auf Startnext entdeckt, damals noch in der Startphase – also der Feedbackphase vor dem Crowdfunding-Launch. Ich fand die Idee super, als gemeinwohl-orientierte Dorfgenossenschaft ein Geschäft zu eröffnen und bin gleich Fan des Projekts geworden. Prompt bedankte sich Barbara Gruber aus dem Projektteam via Direktnachricht bei mir und bat mich, UMS EGG weiterzuempfehlen. Weil ich solch ein Engagement im Rahmen von Crowdfunding-Projekten immer wieder bemerkenswert finde und mich „das innovative ComebEGG des Greißlers“ selbst interessiert, habe ich angeboten sie zu interviewen. Wie es zur Projektidee kam, welche Visionen die LosensteinerInnen verfolgen und warum sie sich für Crowdfunding entschieden haben, erzählt Barbara im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Liebe Barbara, ihr wollt in Losenstein als gemeinwohlorientierte Dorfgenossenschaft einen Laden eröffnen. Wie kam es dazu?

Barbara: In Losenstein gab es bis vor einigen Jahren noch einen kleinen Nahversorger, der von vielen Leuten in und um Losenstein gut genutzt und für sein regionales und Bio-Sortiment sehr geschätzt wurde. Nach der Eröffnung eines Supermarktes am Ortsrand musste das Geschäft leider zusperren. Eine Gruppe engagierter LosensteinerInnen hat daraufhin die Initiative für einen neuen Laden gestartet, mit neuem Konzept und frischen Ideen.

Euer Projekt nennt ihr „UMS EGG – Die Zukunft des Nahversorgers“. Was ist eure Vision?

Mit dem Pionierprojekt „UMS EGG“ wollen wir uns aktiv gegen das Greißlersterben und für lebendige Ortskerne einsetzen. Unser Geschäft soll nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit für Menschen in und um Losenstein sein, als Pilotprojekt kann es auch Inspiration und Motivation für andere Gruppen und Gemeinden sein. Wir sind davon überzeugt, dass Kunden und Lieferanten vom Genossenschaftsprinzip gleichermaßen profitieren können und diese Form der Zusammenarbeit Zukunft hat.

Besondere Highlights bei unserem Konzept ist die 24-Stunden-Einkaufsmöglichkeit für Mitglieder mit speziellem Zutrittssystem und Selbstbedienungskasse, ein Großteil der Produkte soll aus der Region kommen und auch möglichst verpackungsarm verkauft werden. Mittels modernem Logistikkonzept wollen wir außerdem den Verderb von Lebensmitteln auf ein Minimum reduzieren.

Als eine der Finanzierungsvarianten habt ihr euch für Crowdfunding entschieden. Warum?

Die Crowdfunding-Plattform bietet uns einerseits die Möglichkeit, Menschen mit ähnlichen Interessen und Visionen auf unser Projekt aufmerksam zu machen, andererseits haben wir so auch die Möglichkeit, Warengutscheine und Abos mit einer lukrativen Verzinsung an zukünftige Kunden zu verkaufen. Damit können wir die Erstausstattung des Geschäfts mit Waren finanzieren.

Wie habt ihr euch auf die Kampagne vorbereitet? Welche Aktionen habt ihr geplant?

Unsere Initiative zum Aufbau des Konzepts läuft bereits seit mehr als einem Jahr, in dem sich das Projektteam unter anderem mit einer Umfrage im Ort, Besichtigungen und Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Initiativen und mit der Gründung der Genossenschaft beschäftigt hat. Auf die Crowdfunding-Kampagne im Speziellen haben wir uns mit dem Dreh diverser Videos, der Zusammenstellung der Dankeschöns und Infoveranstaltungen, Flugblättern et cetera vorbereitet.

Richtet ihr euch nur an regionale UnterstützerInnen oder können auch andere teilnehmen?

Als zukünftige KundInnen und NutzerInnen des Geschäfts in Losenstein richten wir uns natürlich in erster Linie an regionale UnterstüterInnen. Gleichzeitig merken wir aber, dass sich viele Menschen in unterschiedlichen Regionen für unser Projekt interessieren und wir hier in gewisser Weise auch Pionierarbeit leisten. Natürlich freuen wir uns daher über jede Unterstützung, in welcher Form auch immer.

Ich habe gesehen, ihr habt sehr viele unterschiedliche Dankeschöns. Welche Goodies erwarten die UnterstützerInnen?

Unsere Goodies reichen von Einkaufstaschen über T-Shirts und Schmankerlpakete – die wir gerne auch versenden -, aber auch Erlebnis- und Einkaufsgutscheine sind erhältlich. Es ist praktisch für jeden etwas dabei, für zukünftige KundInnen genauso wie für Unterstützer unserer Idee.

Nach dem erfolgreichen Ende der Kampagne, wie soll es dann weitergehen mit dem Projekt?

Unser Ziel ist es, im Herbst/Winter 2018 das Geschäft möglichst schuldenfrei zu eröffnen. Bis dahin stehen noch Umbauarbeiten, Förderansuchen, Verträge mit Lieferanten/Produzenten und vieles mehr am Programm.

Vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche euch eine lebendige Dorfgemeinschaft und natürlich viel Erfolg!

 

Noch bis 23. September 2018 könnt ihr UMS EGG auf Startnext unterstützen, weitere Informationen findet ihr auf der Homepage von UMS EGG.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten: Die Gründer von Doli Bottles im Interview

Der heißeste Tag des Jahres liegt gerade hinter uns und das Wetter gibt eine Auszeit damit wir uns etwas von der Hitze erholen können, bevor der Sommer uns mit erneuter…

Der heißeste Tag des Jahres liegt gerade hinter uns und das Wetter gibt eine Auszeit damit wir uns etwas von der Hitze erholen können, bevor der Sommer uns mit erneuter Wucht wieder ins Schwitzen und zum Stöhnen bringt. Etwas, dass ich an solchen Tagen immer an meiner Seite habe ist Wasser, denn bei diesen hohen Temperaturen geht ohne regelmäßiges Trinken bei mir gar nichts. Unterwegs habe ich deshalb fast immer Wasser bei mir – in den letzten Jahren hat sich um schicke, nachhaltige Trinkflaschen ja ein regelrechter Hype entwickelt. Bei Doli Bottles handelt es sich um genau solche nachhaltigen Glasflaschen, die schon beim ersten Blick durch ihren unverwechselbaren Style punkten. Ein anderer Pluspunkt ist, dass sie im Vergleich zu anderen Glasflaschen deutlich leichter und auch kompakter sind, was das Mitnehmen merkbar vereinfacht.

Ich durfte Sarina und Anatoli, die Gründer von Doli Bottles interviewen und habe ihnen nicht nur Fragen zu ihren Bottles, sondern auch zu ihrer Beziehung gestellt, denn die beiden arbeiten nicht nur zusammen, sondern sind auch privat ein Paar:

Edda: Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für ein Interview genommen habt! Wollt ihr euch unseren LeserInnen kurz vorstellen?

Sarina: Wir sind Sarina und Anatoli, die Gründer von Doli. Wir arbeiten und leben zusammen in Düsseldorf. Etwas zu bewegen und durch unser Handeln positiv zu verändern, treibt uns an.

Wie seid ihr auf die Idee zu Doli Bottles gekommen?

Anatoli: Nach unserem gemeinsamen BWL-Studium sind wir einige Monate durch Asien gereist und haben dort atemberaubende Landschaften gesehen – aber leider auch immer wieder Landschaften und vor allem Strandabschnitte voller Plastikmüll.

Sarina: Auf einem Bootsausflug mussten wir zusehen, wie Plastikmüll achtlos von der Crew über Bord geworfen wurde und dann auf dem Wasser in dieser eigentlich so wunderschönen Kulisse umher trieb. Diese Eindrücke haben uns nicht mehr losgelassen. Wir wollten etwas verändern und Plastikflaschen aus unserem Leben verbannen. Die Idee: Eine schadstofffreie, hochwertige Trinkflasche aus Glas, die vor allem optisch überzeugen sollte!

Wie lange hat es von der Idee zur finalen Umsetzung gedauert?

Anatoli: Wir haben über sechs Monate mit Zeichnungen, Formen und 3D-Drucks getüftelt bis wir schließlich die Doli Trinkflasche kreiert hatten, die wir uns vorgestellt haben. Auch die Suche nach einem geeigneten Produzenten, der uns bei der Entwicklung unterstützt und damit auch ein gewisses Risiko auf sich nimmt, war eine Herausforderung und hat einige Wochen gedauert. Wir haben dabei immer sehr stark auf unser Bauchgefühl gehört und das war rückblickend auch genau der richtige Weg. Am Anfang unserer Firmengründung haben wir beide noch Vollzeit gearbeitet, sodass wir immer nur nach Feierabend und am Wochenende an unserer Idee arbeiten konnten.

Was unterscheidet die Doli Bottles von anderen wiederbefüllbaren Flaschen zum Mitnehmen?

Anatoli: Unsere Doli Bottles bestehen aus handgefertigtem Borosilikatglas, welches härter und leichter als normales Glas ist und sich perfekt für kalte, aber auch heiße Getränke eignet. Das geschmacksneutrale Glas garantiert vor allem, dass die eingefüllten Getränke immer so schmecken, wie sie schmecken sollen und keinen Nachgeschmack nach Plastik, Alu oder dem Apfelsaft von letzter Woche haben.

Sarina: Wir achten besonders darauf, dass unsere Doli aus qualitativ hochwertigen und langlebigen Materialien ohne Schadstoffe hergestellt wird. So können wir garantieren, dass jede Doli den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht wird. Das Glas der Doli Bottles ist von lebensmittelechtem Silikon umhüllt, welches zum einen das Glas vor leichten Stößen schützt, die Doli sicher in der Hand liegen lässt und vor allem auch super stylisch aussieht. Uns ist besonders wichtig, dass eine Doli Trinkflasche nachhaltig und kein Wegwerfprodukt ist. Deshalb haben wir darauf geachtet, dass alle Einzelteile getauscht und bei Bedarf ersetzt werden können. So garantieren wir, dass unsere Kunden lange Spaß mit ihrer Doli Trinkflasche haben.

Ihr arbeitet nicht nur zusammen, sondern seid auch ein Paar. Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Sarina: Unsere Erfahrungen diesbezüglich sind durchweg positiv. Wir verbringen gerne Zeit miteinander und sind nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit ein super Team geworden. Wir kennen einander sehr gut und wissen um die Stärken und Schwächen des anderen. Gerade in stressigeren Zeiten ist das gegenseitige Vertrauen und die Verlässlichkeit unglaublich wertvoll. Da ein eigenes Business auch extrem viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es besonders schön, dass wir diese Zeit zusammen verbringen können und jeder Verständnis für eine Spätschicht hat.

Was könnt ihr anderen Paaren raten, die gerne gemeinsam ein Business starten wollen?

Anatoli: Wir raten anderen Paaren Unterschiede als Mehrwert wahrzunehmen und nicht als Problem. Jeder bringt andere Ideen ein und denkt anders über Dinge und das ist toll so. Auch wenn es dadurch zu Diskussionen kommt – es hat uns schon so oft geholfen Dinge von verschiedenen Seiten zu beleuchten, um dann zusammen zu einer super Lösung zu kommen. Jeder sollte die Möglichkeit haben sich auf seine Stärken zu fokussieren.

Vielen Dank für das Interview!

 

Die Doli Bottles gibt es in vielen wunderschönen Farben, aber auch in einer Tropica Edition. Zusätzlich findet ihr im Shop alle Ersatzteile und Doli Trinkhalme aus Glas.

Weitere Informationen zu Doli Bottles findet ihr hier: doli-bottles.com
Hier geht es zur Facebook-Seite von Doli Bottles: facebook.com/dolibottles
Und hier zu ihrem Instagram Account: instagram.com/dolibottles

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