Eco. Life. Style.

Autor: Verena

Einfach leben – Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann…

Es gibt Bücher, die will man einfach gut finden. Das Cover passt, die Beschreibung ist ansprechend, die Meinungen im Umfeld (natürlich von der Filterblase) sind positiv. Manchmal muss man dann aber feststellen, dass die Vorfreude größer war als das tatsächliche Erlebnis. „Einfach Leben – der Guide für einen minimalistischen Lebensstil“ von Lina Jachmann (Knesebeck Verlag, 2017 erschienen, 240 Seiten mit 200 farbigen Abbildungen, Softcover) ist so ein Buch. Es deckt viele spannende Themen ab, mit denen ich und viele andere täglich zu tun haben. Von Naturkosmetik über Ausmisten bis plastikfreier leben oder Achtsamkeit. Die Gestaltung des Buchs ist sehr ansprechend, minimalistisch gehalten und im Magazinstil mit vielen Fotos gefüllt. Die Autorin ist Kreativdirektorin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Lifestyle und Zeitgeist.

Minimalismus ist seit einigen Jahren ein relativ bekanntes Prinzip: Mehr Platz für die wichtigen Dinge schaffen durch Ausmisten von Überflüssigem und einem bewussten Umgang mit Konsumgütern. Dadurch entsteht mehr Überblick, weniger Reizüberflutung und eine neue Wertschätzung für die Dinge, die man besitzt. Mehr Momente statt Sachen. Weniger Dinge, mehr Qualität.

Bild: Verena

Das Buch beginnt mit dem „How-to“-Minimalismus und empfiehlt vor dem Ausmisten ein Ziel vor Augen zu haben, welches man sich am besten bildlich gestaltet. Wie sollen die Räume in der Wohnung/im Haus aussehen? Wie würde ich mich wohlfühlen? Um in das grundlegende Prinzip, das Downsizing oder auch Ausmisten, einzusteigen, kann man eine kleine Monats-Challenge machen, in der für jeden Tag eine Aufgabe gestellt wird. Oder ich visualisiere über einen Zeitraum, welche Plätze und Orte in der Wohnung wirklich genutzt werden.

Minimalismus bezieht sich aber nicht nur auf die Auswahl von Besitz um einen herum. Es ist auch ein Lebensstil. Wir lernen in Homestories einige minimalistisch lebende Menschen kennen, die einen besonderen Wohnsitz wie ein Hausboot oder einen Bauwagen gewählt haben und einen Ausschnitt aus ihrem Leben zeigen oder in den Bereichen Mode, Kosmetik oder Ernährung minimalistische Ansätze verfolgen und in Interviews darüber berichten. Das Buch ist in die vier Kapitel „Mode“, „Körper“, „Wohnen“ und „Lifestyle“ unterteilt. Gespickt sind die Seiten mit Links, Buchempfehlungen oder weiterführenden Tipps. Durchgängig ist alles reich bebildert und am Ende finden wir eine kompakte Übersicht an weiterführenden Seiten, Blogs und Shopempfehlungen.

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Das Konzept Minimalismus ist etwas schwierig zu fassen, es geht einerseits um den Abschied von Ballast, aber „Einfach leben“ packt unter dieses Stichwort so viele Themen, die für mich eher zu einem „umweltbewussten, nachhaltigen Leben“ gehören. (Unter dem Begriff „Einfach leben“ findet man u.a. auf Wikipedia dazu noch mehr Begriffe, die mit Minimalismus in Verbindung gebracht werden).

Es tauchen in diesem Buch sehr viele Themen und Produkte auf, die in der an Minimalismus interessierten Zielgruppe beliebt sind, dies aber für meinen Geschmack etwas zu undifferenziert. Ich finde es als Leserin natürlich toll, wenn bei einem fokussierten Lebensstil auch Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt und beispielsweise DIY-Rezepte für Pflegeprodukte angeboten werden. Es wirkt auf mich allerdings etwas zu willkürlich und oberflächlich. Wie ein Versuch, so viele Reizthemen in ein Buch zu packen, wie möglich. Da werden Kosmetikprodukte abgebildet, aber nicht erläutert, warum genau diese Produkte empfohlen werden. Mir ist klar, dass Minimalismus und ein bewusstes, achtsames Leben Hand in Hand gehen. Aber mir fehlen bei vielen Punkten Quellen, wie zum Beispiel bei der Empfehlung zum Ölziehen. Gleichzeitig wird zu viel Werbung gemacht – für Unternehmen, für Apps, für Shops. So entwickelt sich Minimalismus zu einer neuen Form der LOHAS. „Einfach leben“ lässt alles super easy, clean und locker erscheinen. Ich hätte mir hier unbedingt mehr kritische Aspekte gewünscht, zum Beispiel beim Thema Verhütung mit NFP.

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Insbesondere EinsteigerInnen in das Thema werden hier eine Fülle an möglichen Lebensentwürfen, Produkten und Konzepten finden, die sicherlich Lust auf ein bewusstes, geordnetes Leben machen. Aber ist man nur dann bewusst und fokussiert, wenn man ausmistet und Öko-Produkte kauft? Mir fehlt hier die gesellschaftliche Vision, denn das Buch lässt streckenweise den Eindruck gewinnen, dass Minimalismus vor allem für einen ausgewählten Kreis aus privilegierten BesserverdienerInnen eine Lösung ist, aus ihrem schnelllebigen Alltag auszubrechen. Minimalismus als Wohlfühlgarantie, so wird es den LeserInnen vermittelt.

Bild: Verena

Einige der vorgestellten MinimalistInnen sind eher Gutverdiener, die sich dann mal eben das Haus auf dem Land oder das schick designte Hausboot kaufen können. Versteht mich nicht falsch, bewusster Konsum und nachhaltige Produkte sind wichtig, aber der Sinn von Nachhaltigkeit geht weiter. Minimalismus sollte nicht nur ein Trend sein, sondern das Individuum und die Gesellschaft umfassen. Um wirklich etwas zu ändern reicht es eben nicht nur, wenn ich es mir stylisch und ordentlich bequem mache. Der Guide geht nicht wirklich tiefer und differenziert auf grüne Themen ein, erklärt keine komplexeren Zusammenhänge oder ökologische Themen, lediglich beim Thema Mode wird auch die gesellschaftliche Relevanz von Minimalismus aufgezeigt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe hier ein paar hilfreiche Inspirationen erhalten. Themen wie Capsule Wardrobe, Zero Waste Tools oder nachhaltige Mode kommen nicht zu kurz. Viele Hinweise kann man sich aber auch durch diverse Zeitschriften, Blogs und über Instagram holen. Zum Blättern und eben für Neulinge auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und des Minimalismus ist es ein reiches Sammelsurium an Ideen und Konzepten. Wer sich aber tiefergehend mit diesen auseinandersetzen möchte, könnte unter Umständen etwas enttäuscht werden.

Vielen Dank an den Knesebeck-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Now! Gelassen leben im Hier und Jetzt

Lebensratgeber gibt es viele. Nur wenige befassen sich wirklich intensiv mit Entspannung, Wohlbefinden oder Entschleunigung. Das Buch „NOW! Gelassen leben im Hier und Jetzt!“ ist der erste von drei Bänden, der…

Lebensratgeber gibt es viele. Nur wenige befassen sich wirklich intensiv mit Entspannung, Wohlbefinden oder Entschleunigung. Das Buch „NOW! Gelassen leben im Hier und Jetzt!“ ist der erste von drei Bänden, der diese Themen wunderbar bodenständig aufgreift und mit Yoga-Elementen verbindet. Mit bodenständig meine ich, dass das Werk weitgehend ohne esoterische Anschauungen auskommt. Die Inhalte gehen eher in Richtung Selbstfürsorge und Gesprächstherapie, die Autorinnen selbst sind Yogalehrerin und Achtsamkeitstrainerin. Der Alltagsbegleiter für ein bewusstes und gelassenes Leben soll zeigen, wie man trotz äußerer Hektik zu seiner inneren Mitte findet.

Karin Furtmeier, die Yogalehrerin, begleitet seit Jahren Menschen auf dem Weg zu mehr Präsenz, Lebensfreude und Gelassenheit. Sie hat bereits mehrere erfolgreiche Bücher zum Thema verfasst. Heike Mayer ist Achtsamkeitslehrerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und IFS-Therapeutin und leitet Kurse in Meditation und Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Auch sie ist erfolgreiche Autorin – in ihren Büchern, wie in den Kursen, steht die Vermittlung von Gelassenheit, Entschleunigung und Lebensfreude im Zentrum.

Wie auf dem Buchcover beschrieben, ist das Buch in drei Teile geteilt: Yoga, Achtsamkeit und Vertrauen ins Leben. Man muss es nicht an einem Stück lesen, sondern kann sich auch einzelne Kapitel oder Themen nach Belieben herauspicken. Neben ermutigenden Texten enthält es viele Übungen, die man zuhause selbst praktizieren kann, zum Beispiel für Meditation oder Stressbewältigung. Alle Achtsamkeits- und Yogaübungen wurden von den Autorinnen speziell für dieses Buch so konzipiert, dass sie direkt im Alltag ausgeführt werden können und ohne Vorkenntnisse jederzeit anwendbar sind. Stresssituationen, endloses Grübeln und Anspannung können so aufgelöst werden. Aus der so gewonnenen inneren Ruhe soll neues Vertrauen ins Leben und in die eigene Kraft entstehen. Die 160 Seiten mit zahlreichen Fotos und Illustrationen sind im beliebten Magazin-Stil aufgemacht. „NOW!“ ist voller ansprechender Bilder, Zitate und mutmachenden Sprüchen, die zum Ziel des Buches beitragen sollen: zu helfen, leichter durchs Leben zu gehen.

Der erste Teil zum Thema Achtsamkeit beantwortet die Frage, was denn Achtsamkeit überhaupt bedeutet, wie man im Alltag achtsam sein kann und bringt konkrete Ideen zur Umsetzung. Im Yoga-Teil begegnen mir viele Übungen, die ich bereits aus der Yoga-Praxis kenne. Es wird beschrieben, welche positiven Eigenschaften diese auf unseren Körper und Geist hat. Yoga als Hilfe zu mehr Gelassenheit und Entspannung, das ist der Zusammenhang zu den beiden anderen Themen. Im letzten Teil „Vertrauen ins Leben“ geht es vorrangig um Entspannung, Stressabbau und mehr Gelassenheit. Auch hier wechseln sich kurze Input-Texte zu verschiedenen Themen mit Übungen ab.

Die „NOW!“-Bücher gefallen mir außerordentlich gut, sie sind keineswegs nur für Fans der positiven Psychologie oder für Yoga-Liebhaber geeignet, sondern sprechen meiner Meinung nach eine große Bandbreite von Menschen an. Einen Pluspunkt gibt es für das liebevolle, aber trotzdem übersichtliche und ruhige Layout.

Schon erschienen sind in dieser Reihe die Bücher „NOW! Jetzt sorg ich gut für mich“ und „NOW! Lebe wild, frei und wunderbar„. Im September diesen Jahres wird das nächste Buch veröffentlicht: „NOW! Am liebsten geht es mir gut!„.

Vielen Dank an den Scorpio Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in…

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in Stuttgart entdeckt. Da fand ich das Buch schon ansprechend, hatte damals aber noch kein so großes Interesse an Rohkost.

Seit einer Weile liegt das Buch nun in meinem Regal, nachge“kocht“ habe ich aber tatsächlich schon einige Rezepte. Besonders schön ist die kreative Aufmachung des Hardcover-Werks. Es ist voll mit leckeren Bildern von Früchten und Gemüse und macht sofort Lust auf das Zubereiten der Rezepte. Wie bei den meisten Rohkost-Kochbüchern braucht ihr eine gewisse Grundausstattung an Geräten, um wirklich alle Rezepte nachzuzaubern. Unter anderem eben vor allem einen Mixer und/oder eine Küchenmaschine. „Raw Soul Food“ deckt eine breite Palette an unterschiedlichen Gerichten ab und möchte so alltagstaugliche vegane Rohkost-Rezepte für geschmackliche Highlights bieten. Fettfreie vielfältige und abwechslungsreiche Gerichte für morgens, mittags oder abends, für unterwegs oder zu Hause, deftig oder süß, einfach oder anspruchsvoll – Salate, Suppen, Hauptgerichte, Rohkost to go, Desserts, Kuchen, Torten und Pralinen bis Smoothies, Shakes und Cocktails finden sich in „Raw Soul Food“. Allerdings ist die Auswahl pro Kategorie nicht überwältigend, somit stellt das Buch kein Grundlagenwerk dar, eher eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Rohkost-Rezepten.

Zu Beginn führen uns die Autoren Julia Lechner und Anton Teichmann in das Thema Rohkost ein – kurz gesagt: Rohkost bedeutet, dass nichts über 42 Grad Celsius erhitzt wird -, sie erklären warum sie sich vegan ernähren und den Unterschied zwischen „Nahrungsmittel“ und „Lebensmittel“. Nach einer weiteren kurzen Einweisung zu benötigten Geräten, aber auch dem Prozess des Einweichens von Samen, Nüssen und Sprossen geht es los mit den Rezepten. Ganz besondere Highlights sind für mich das Rezept für die Schokocreme, der Paradise Cake und das Tirawmisu.

Ausprobiert hatte ich in der Kategorie „Torten, Kuchen und Pralinen“ die Rohgurette, ein aufwändiges Rezept, das relativ gut funktioniert hat. Als nächstes möchte ich unbedingt das Getränk „Mango Lemon Booster“ ausprobieren. Zwischendurch erhalten wir im Buch immer wieder wertvolle Tipps, die das Wissen rund um Rohkost erweitern, zum Beispiel zu Salz, Ölen oder Eiweiß („Rohkost extended“). Die benötigten Zutaten sind meistens aus regionaler Herkunft und die Autoren machen nicht übermäßig Gebrauch von exotischen Superfoods, was ich für besonders erwähnenswert halte.

„Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ schafft mit den im Buch enthaltenen 74 Rezepten den Spagat zwischen relativ einfachen, für Einsteiger in das Thema geeigneten und trotzdem interessanten, neuen Rezepten. Vor allem die Kategorie der süßen Speisen spricht mich besonders an, da mir persönlich die Hauptgerichte doch etwas zu rustikal und wenig sättigend anmuten. Ein großes Plus gibt es für die fotografische Darstellung aller Rezepte – leider noch immer nicht selbstverständlich bei Kochbüchern.

Vielen Dank an den Ulmer Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Das feministische Mach-Mit-Buch – Selbst ist die Frau!

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum…

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum Mitmachen an. Mit einem Augenzwinkern laden Tests, verschiedene Rätsel und Fragen dazu ein, Feminismus unverkrampft kennen zu lernen, oder – im Fortgeschrittenen-Status – zu zelebrieren.

Gemma Correll ist vor allem in Social Media bekannt und aktiv, darunter zum Beispiel auf Instagram.  Sie zeichnet absurd-komische aber doch authentische Cartoons, vor allem Katzen und Hunde kommen darin vor. Eine Besonderheit sind ihre Zeichnungen zum Thema mentale Gesundheit oder satirische überspitzte Sammelsurien aus Gegenständen oder Situationen.

In dieses schmale „Reinschreibbuch“ darf gemalt, geschrieben und dabei gelacht werden. Wir lernen zum Beispiel den Bechdel-Test kennen – den ein Film nur dann besteht, wenn mindestens zwei Frauen darin vorkommen, die über etwas anderes sprechen als einen Mann – finden heraus was Heteronormativität bedeutet und erstellen uns eine feministische Musik-Playlist. Oder malen uns ein paar T-Shirts, Badges und zeichnen unsere persönlichen Superfrauen auf. Ab und an gibt es auch lehrreiches Hintergrundwissen, wie, zum Beispiel ein Glossar an wichtigen Begriffen oder Buchempfehlungen.

In erster Linie steht hier der spielerische Spaß im Vordergrund, ein wenig Einblick in die moderne, junge feministische Szene sollte man schon mitbringen, damit man mit allen Inhalten etwas anfangen kann. Es fehlt zum Beispiel eine klassische Einführung ins Thema Feminismus. Als Heranführung an das Thema würde ich dieses Buch also eher nicht empfehlen. Correll wollte mit dem Mitmach-Buch das Thema einem breiten Publikum aus unterschiedlichsten Leuten ansprechend und lustig näher bringen. Bestimmte Inhalte kann man natürlich auch kräftig diskutieren, beispielsweise die rechte Seite unten auf dem Foto. Dass Männer immer gleich selbstbewusst und bestimmt wirken, wenn sie etwas erklären ist hier auch nicht belegt.

Die Statements und Werte in diesem Buch sind mir teilweise zu einseitig und zu stark in eine trendige Richtung des Feminismus gepolt. Eine umfassendere Auseinandersetzung mit manchen Meinungen oder Standpunkten hätte dem Buch gut getan, damit es trotz seiner spielerischen Art nicht an Glaubwürdigkeit verliert beziehungsweise nicht ins Lächerliche abrutscht. Hier hätte ich mir konkret gewünscht, dass ein paar unterschiedliche Strömungen des Feminismus erklärt oder bekannte Feministinnen vorgestellt werden. Die Illustrationen in Das feministische Mach-Mit-Buch sind, wie man es von Gemma Correll gewohnt ist, witzig, modern und ansprechend.

Vielen Dank an den Kunstmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon…

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon einiges beachtliches geleistet. Mit „Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ packt die gelernte Konditorin ihre besten Rezepte für vegane Rohkost-Kuchen und -torten in ein geniales Buch, das jedem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Was genau bedeutet aber eigentlich Rohkost? Als roh bezeichnet werden Speisen, bei denen keine Zutat über 42 Grad erhitzt wird – auch nicht das Endprodukt. Meistens werden für Rohkost sehr hochwertige Zutaten benutzt, die naturbelassen und vollwertig sind und so die geballte Power an Nährstoffen für den Körper beinhalten. Das Besondere an diesem Kochbuch ist aber nicht nur die Rohphilosophie, sämtliche Rezepte sind vegan, gluten-, soja-, laktose- und industriezuckerfrei. Rohkost eignet sich für das ganze Jahr, aber gerade im Sommer bieten die rohen Leckereien zusätzliche Erfrischung.

„Sweet & Raw“ startet mit einem kurzen Einführungsteil. Auf was sollte man bei den Zutaten achten? Brauche ich besonderes Zubehör? Hier sei vorab erwähnt, dass auf jeden Fall ein Mixer benötigt wird, der bei der Rohkostzubereitung aber so oder so zum Standard gehört, da viel mit Nüssen und Trockenobst gearbeitet wird. Und schon geht es ans Eingemachte, sprich an die Grundrezepte, die für einige der Torten und Kochen verwendet werden wie zum Beispiel Kokossahne.

Im ersten Kapitel „Klassiker“ sind Varianten von bekannten Köstlichkeiten zu finden, zum Beispiel Sachertorte, Käsekuchen oder Apfelstrudel. Wichtig: Die meisten Mengenangaben werden in Cups gemessen. Einige der Rezepte sind nach Schwierigkeit von einfach bis anspruchsvoll bewertet.

All jenen, die Schokolade lieben und für die Orangen-Schoko-Törtchen sehr verlockend klingen oder denen, die Fruchtiges wie Wassermelonentörtchen vorziehen ist jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Aber auch Rezepte für Kekse oder Energy Balls finden sich im Buch. Von Cupcakes über Tiramisu bis zu einfachen Obstkuchen – hier ist für jede Naschkatze etwas dabei. Meine Favoriten sind der Marmor-Gugelhupf und die Nougattorte.

Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ könnte ohne Übertreibung das neue Standardwerk für die Kuchentafel werden. Die Beschreibungen zur Zubereitung der einzelnen Rezepte ist bewusst kurz gehalten, es kommen nur sehr wenige exotisch klingende Zutaten in den Rezepten vor und die ansprechende Optik macht direkt Lust auf Nachmachen. Auf 144 Seiten warten über 60 rohveganen Köstlichkeiten. Eine klare Empfehlung für alle Freunde der süßen Küche!

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Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar…

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar zu machen. Wenn ihr euch auch für diesen Lebensstil interessiert, dürfte die Neuerscheinung „Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ von Hannah Sartin und Carlo Krauss interessant sein.

Durch entsprechende Medien-Berichte ist wohl den meisten von uns mittlerweile bekannt, dass wir viel zu viel Müll produzieren. Wer die wichtigsten Fakten zu diesem Thema nachlesen möchte, kann sich zu Beginn des Buches darüber informieren. Das Paar Sartin und Krauss erklärt anfangs auch die eigene Reise zu Zero Waste und warum sie sich dafür entschieden haben, diesen Weg einzuschlagen. Das Buch fokussiert sich relativ stark auf Zero Waste mit der ganzen Familie, vor allem mit Kleinkindern, wer Zero Waste im Familienverbund umsetzen möchte, findet hier entsprechende Ideen und Inspiration.

Der Einstieg erfolgt mit dem Thema Recycling. Hier geht es vor allem um Papier, Kleidung und Glas. Einem kurzen Infoblock folgt eine Auflistung an Ideen und Denkanstößen, wie wir unser Handeln konkret verändern können. Der Zero Waste Einkauf wird sehr praxisnah beschrieben – inklusive DIY für eigene Stoffbeutel. Und wie koche ich eigentlich weitestgehend müllfrei? Auch hier finden sich sowohl Rezepte als auch Inspirationen für eine müllfreiere Küche, zum Beispiel was Hygieneprodukte angeht. Die Rezepte im Kapitel „Zero-Waste-Küche“ sind leider nicht alle vegan, bei einigen sind aber zumindest vegane Alternativen aufgeführt.

Mein persönliches All-Time-Favorite Thema ist und bleibt das Zero Waste Bad. Im Bad lässt sich schnell und unkompliziert Müll einsparen, sei es durch Stückseife oder selbstgemachte Pflegeprodukte. Die nächsten Kapitel behandeln den müllfreien Alltag, weniger Müll im Job sowie im Urlaub. Mit den beiden Themen „Reparieren“ und „Urban Gardening“ schließt das Buch ab.

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ ist eine gelungene Mischung aus Erfahrungsbericht und Praxisanleitungen. Mit seinen 176 Seiten ist das Buch ausführlicher als gedacht, man merkt, dass die beiden Autoren mit Herzblut und Erfahrung bei der Sache sind. Viele Rezepte zum Selbermachen runden das Buch ab und Motivieren so nicht nur das Thema gleich direkt anzugehen sondern liefern auch konkrete Ansätze, die den Einstieg stark vereinfachen.

Vielen Dank an die Münchner Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar!

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Mit allen Sinnen gewaschen – Vegane Naturseifen

Ich bin bei meiner Körperpflege schon vor einer ganzen Weile auf Seife umgestiegen – sowohl beim Duschen als auch fürs Gesicht. Nachteile gibt es dadurch keine, im Gegenteil. Es entsteht…

Ich bin bei meiner Körperpflege schon vor einer ganzen Weile auf Seife umgestiegen – sowohl beim Duschen als auch fürs Gesicht. Nachteile gibt es dadurch keine, im Gegenteil. Es entsteht weniger Müll, da Seifen oft ohne Verpackung erhältlich sind und noch dazu länger halten als ein Duschgel in der Flasche. Die Vielzahl an unterschiedlichen Düften, Formen und Arten von Seifen lässt keine Wünsche mehr offen, für jeden Hauttyp existiert ein passendes Angebot.

Schon als Kind habe ich Seife selber hergestellt, mit Glyzerin zum Einschmelzen, Seifenförmchen und Lebensmittelfarbe. Kürzlich packte mich wieder die Lust darauf Seife selber zu machen – aber ist das nicht total kompliziert? In der Tat, Seife sieden ist ein chemischer Vorgang, bei dem man durchaus etwas Vorsicht walten lassen muss, da er nicht ganz ungefährlich ist. Deshalb wollte ich mich umfassend informieren, und habe zu diesem Zweck das Buch “Mit allen Sinnen gewaschen – Vegane Naturseifen” von Ruth Höfer ausgewählt.

Das Buch startet mit den Grundlagen: Es gibt unterschiedliche Arten von Seife, die oben genannte Glyzerinseife, kaltgerührte Seifen und Heissverfahren. Mit der kaltgerührten Seife lässt sich am besten experimentieren und die vielfältigsten Ergebnisse herstellen, so wird es im ersten Kapitel beschrieben. Als nächstes können wir prüfen, ob wir alles nötige an Equipment zuhause haben. Wir benötigen eine feine Waage, aber auch – sehr wichtig! – Schutzbrille und Handschuhe. An Seifen lassen sich Farbe, Duft und wirksame Inhaltsstoffe variieren. Bei veganen Seifen kommen häufig Öle zum Einsatz, zum einen Basisöle wie Kokosöl oder besondere pflegende Öle wie Mandelöl. Und nicht zu vergessen die wichtigste Zutat: Seifenlauge (Natronhydroxid).

Nun geht es ans Eingemachte: Wie gehe ich vor beim Seife sieden? Hier geht es am Anfang darum, erst einmal auszuprobieren. Die Autorin empfiehlt nach den ersten eigenen Experimenten auch einen Anfängerkurs zu besuchen, um die Ergebnisse zu verbessern. Seife wird in bestimmte Formen – am Anfang reichen auch aufgeschnittene Getränkekartons aus – abgefüllt und mit viel Wasser, Berechnung und Geduld hergestellt. Das Sieden an sich beginnt mit der Herstellung von Lauge, dann werden die Öle geschmolzen beziehungsweise die Lauge zu den Ölen hinzugefügt. Erst danach kommen Duftstoffe, Zusatzöle und Butter dazu.

Alles klar, nun wissen wir, wie wir vorgehen müssen. Aber woher nehme ich nun die Ideen für eigene Kreationen? Auch die liefert das Buch – im Rezepteteil!  Von der klassischen Sole- oder Olivenölseife bis zur ausgefalleneren Rasierseife oder Peelingseife wird hier jede/r fündig. Ob Haarseife oder Gesichtsseife ist ganz euch überlassen. Zuguter letzt gibt es Kopiervorlagen für hübsche Verpackungen der Kunstwerke.

Mir gefällt besonders das fröhliche Layout und die gut zusammengefassten Kapitel. Das Buch ist nicht besonders dick, es liefert einen kompakten, aber dennoch umfassenden Einstieg in die Kunst des Seife siedens und man spürt beim Lesen, wie viel Spaß die Autorin an dieser Tätigkeit hat. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es schon: An manchen Stellen wird Palmöl verwendet, was man vom ökologischen Standpunkt her durchaus kritisch sehen kann.

Ansonsten sollte man wissen, dass die meisten Inhaltsstoffe im Fachhandel bestellt werden müssen, wenn man nicht zufällig einen Kosmetikrohstoffhandel vor Ort hat. Das stellt aber kein großes Hindernis dar, da im Anhang einige Adressen genannt werden, bei denen man fündig wird.

Also, ran ans vegane Naturseifen sieden!

Anmerkung 05/2018: Inzwischen gibt es einige andere, zwiespältige Rezensionen zu diesem Buch. Bitte infomiert euch im Voraus darüber, ob dieses Buch das richtige für euch darstellt.

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Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden….

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden. Wer noch keine großen Erfahrungen bei der Gartenarbeit hat, der kann auf Bücher zurückgreifen, wie zum Beispiel das reich bebilderte „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger„. Ich kann euch schon mal vorwarnen, dass es hier nicht um Selbstversorgung in unterschiedlichen Bereichen geht, es geht vielmehr vor allem um Lebensmittel, die ihr selbst anbauen und ernten könnt.

Schauen wir uns das Buch genauer an. Es ist ansprechend aufgemacht, vom Titelbild bis zu den Innenseiten, die klar und verständlich mit vielen Fotos und Illustrationen zeigen, wie die Tipps zum eigenen Lebensmittelanbau umzusetzen sind. Anhand des phänologischen Kalenders und einem Zwei-Jahres-Plan als Übersicht gibt das Buch eine grobe Richtung vor, wie man langfristig planen kann.

Ihr braucht nicht unbedingt ein Beet, um die Tipps umzusetzen, aber wer eher auf kleinem Raum gärtnert, dem sei das Buch „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ ans Herz gelegt. Aber keine Sorge, das Buch überfordert nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern gibt auch EinsteigerInnen guten Rat. Es ist aufgebaut auf zwei Jahre, jeweils unterteilt in die vier Jahreszeiten. So kann ich je nach Jahreszeit sofort einsteigen und weiß, welche Tätigkeiten wann zu erledigen sind.

Im Frühling stellen sich folgende Fragen: Wann sollte ich Samen aussäen und meine Setzlinge stecken? Wie lege ich mein erstes Beet richtig an? Was brauche ich für Werkzeug? Es folgen einige Vorschläge für passend zusammengestelltes Gemüse im Beet. Beispielhafte Beete liefern Anregungen und Information für die praktische Umsetzung. Damit ich auch weiß, was beim betreffenden Gemüse oder Obst zu beachten ist, gibt es für diese jeweils ein Porträt, zum Beispiel für Salatpflanzen, Frühgemüse oder Kräuter. Ich selbst habe keinen großen Garten, daher finde ich die Seiten über das Anpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon sehr hilfreich.

In der Jahreszeitenabfolge geht es im Buch weiter. Im Sommer achte ich auf ausreichendes Düngen, Gießen und natürlich darf jetzt schon geerntet werden. Im Herbst werden die Pflanzen langsam winterfit und die Ernte haltbar gemacht sowie das Beet oder der Boden gepflegt. Zurückschneiden und Gehölze auspflanzen steht nun auf der Tagesordnung. Im Winter wird nur noch wenig im Garten gemacht, hauptsächlich der Boden vor Frost und Eis geschützt.

Übersicht zum Aufklappen

Nun starten wir schon in das zweite Jahr! Jetzt sind wir Fortgeschrittene und können uns an etwas schwierigere Projekte wagen. Auch hier gibt es wieder Beispiele für Beete und viele Tipps für anstehende Arbeiten oder neue Ideen. Zuguter letzt bekommen wir einige Infos über Pflanzenschutz an die Hand, zum Beispiel was man gegen die häufigsten Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge unternehmen kann. Anhand der Beetpläne weiß ich immer sofort, wie viel Abstand die Pflanzen zueinander brauchen und wann ich diese aussäen kann. Und was ist eigentlich ein Starkzehrer oder ein Schwachzehrer?

Mit dem praxisnahen, bunten und übersichtlichen „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ seid ihr bestens gewappnet für die Selbstversorgung im eigenen Garten. Hier kann eigentlich nichts mehr schief gehen, alles wird einfach erklärt. Schon beim Blättern macht dieses Buch Lust auf die Arbeit im Garten und den Genuss der Ernte. Eine klare Empfehlung!

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OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim…

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim Minimalismus noch nicht auf. Auch die Art des Wohnens wird immer kreativer. Ökodörfer, Tiny Houses und Wohnwägen sind nur ein paar Ideen, wie man sonst noch leben kann, wenn man kein „normales“ Haus oder Wohnung möchte.

Das Unternehmen Wohnwagon aus Wien baut Wohnwägen nach Auftrag, in verschiedenen Größen und individuell nach Wunsch. Aber nicht nur das, seit einigen Jahren beschäftigt sich das Team dahinter auch mit Autarkie und einem nachhaltigen Lebensstil. Dieses Wissen haben sie in ihrem Magazin „OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ versammelt. Die erste und aktuelle Ausgabe stelle ich euch vor.

Kochen ohne Anschluss

Das Magazin für natürliches & autarkes Leben ist über 100 Seiten stark und in einem ansprechenden, modernen Design auf griffigem Papier gehalten. Auf den ersten Seiten geht es gleich um konkrete Ideen und Projekte, die zeigen wie ein selbstbestimmtes Leben in der Natur aussehen kann. Zum Beispiel mit einer eigenen Werkzeugkiste oder auch etwas komplizierter mit der Produktion von Strom.

Natürlich gibt es auch einige Infoseiten zu den Wohnwagons. Wie funktioniert das zum Beispiel mit der Toilette, wenn man seinen Wagen mitten in der Pampa stehen hat? Oder mit Strom, Wasserkreislauf und Heizung? Je nach Wunsch ist mit einem Wohnwagon tatsächlich absolute Unabhängigkeit möglich. Einige Seiten zum Thema Photovoltaik und Windkraftanlage erläutern technische Zusammenhänge, die bei einem unabhängigen Lebensstil wichtig werden.

Timeline

OSKAR macht sich des Weiteren Gedanken zu den Themen Konsum, Friede, Terra Preta (Hummus), Minimalismus, Handwerk und Vernetzung und empfiehlt entsprechende Produkte für das autarke Leben. Besonders spannend finde ich den Artikel zum Experiment Selbstversorgung. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einblicke in die Geschichte und Produktion der Wohnwagons. Auch wenn ihr auf der Suche nach DIY-Rezepten für Lebensmittel seid oder Kosmetika wie Zahnpasta und Deodorant selber machen wollt, findet ihr genügend Inspirationen. Weitere Themen wie Wurmkiste, Permakultur und Müllvermeidung runden das Heft ab.

OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ ist für mich ein wertvolles, alternatives Magazin, das mit ungewöhnlichen Themen aufwartet und zum Denken anregt. Kaufen könnt ihr OSKAR online bei Wohnwagon und so auch die Erscheinung einer nächsten Ausgabe unterstützen.

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Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch

Der Trend, Naturkosmetik selber zu machen, ist immer noch ungebrochen. Immer mehr Menschen wollen genau wissen, was in der Kosmetik, die sie tagtäglich benutzen, enthalten ist. Wer tiefer in dieses…

Der Trend, Naturkosmetik selber zu machen, ist immer noch ungebrochen. Immer mehr Menschen wollen genau wissen, was in der Kosmetik, die sie tagtäglich benutzen, enthalten ist. Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, dem sei Heike Käsers Naturkosmetik-Standardwerk „Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch“ ans Herz gelegt.

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In diesem dicken Wälzer, der 2012 erschien, erfahrt ihr wirklich alles über das Thema. Heike Käser schreibt im Vorwort, dass Naturkosmetik herstellen ein Handwerk ist. Um wirklich professionelle Ergebnisse zu erzielen, braucht man einfach ein gewisses Grundlagenwissen, welches wir in diesem Buch zur Genüge finden. Jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, hat bei der Herstellung von eigener Naturkosmetik auch ein gewisses Konzept – die einen mögen manche Inhaltsstoffe lieber als andere oder legen auf bestimmte Faktoren wie Veganismus wert. Heike Käser erläutert uns anfangs ihre Philosophie, mit der sie seit Jahren arbeitet.

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Im Grundlagenteil erfahren wir vom größten Organ des Menschen – der Haut. Wie ist diese aufgebaut? Wie gelangen überhaupt Nährstoffe an die Stellen, an denen sie etwas bewirken sollen? Was macht eine gesunde Haut aus? Auch chemische Zusammensetzungen, zum Beispiel Fettsäuren, kommen nicht zu kurz. Denn auch Naturkosmetik wirkt nur durch Chemie, alles Natürliche ist nichts desto trotz genauso Chemie, was oft vergessen wird, wenn über „böse Chemie“ in konventioneller Kosmetik gesprochen wird. Einige wichtige Prinzipien wie Konservierung von Naturkosmetik oder auch die Verbindung der Inhaltsstoffe (Emulsion) werden ausführlich vorgestellt.  Ach ja, und was bedeutet eigentlich der PH-Wert?

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Im Praxisteil geht das Werk genauer auf verschiedene Hauttypen ein, stellt Zubehör vor sowie die Herstellung von einigen grundsätzlichen Zutaten, wie zum Beispiel Hydrogele, aber auch Produkte wie Puder oder Lippenstifte. Wie macht man eigentlich ein Mazerat (Pflanzenauszug) oder eine Basis für eine Creme? All das wird hier ebenfalls beantwortet. Im letzten ausführlichen Teil gibt es eine Fülle an Rezepten für eigene Kreationen, man kann das Gelernte also sofort anwenden. Vom Gesichtswasser über Zahnpasta bis zu dekorativer Kosmetik, alles ist dabei. Zuletzt informiert uns der Anhang in praktischen Tabellen über Rohstoffe und deren Wirkung, ein Glossar mit Begriffserklärungen rundet das Buch ab.

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Insgesamt ist „Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch“ eher textlastig, mit über 450 Seiten ist es kein Buch, das man nebenbei liest, sondern eher um etwas nachzuschlagen oder sich die Grundlagen im Eigenstudium anzueignen. Anmerkung: Nicht alle Rezepte sind vollkommen vegan. Aber die Inhaltsstoffe sind meist austauschbar oder es gibt alternative Rezepte. Das umfassende und detaillierte Werk sei allen ans Herz gelegt, die wirklich tief in die Materie eintauchen und sich ein solides Wissen rund um Naturkosmetik aufbauen wollen.

1 Kommentar zu Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch

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