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Autor: Sonja

Essen retten, Müll reduzieren: Was ist foodsharing und wie funktioniert es?

foodsharing wurde im Jahr 2012 in Berlin aus der Idee geboren, noch essbare aber nicht mehr verkäufliche Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Denn auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten…

foodsharing wurde im Jahr 2012 in Berlin aus der Idee geboren, noch essbare aber nicht mehr verkäufliche Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Denn auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten oder die Verpackung beschädigt ist, sind Lebensmittel üblicherweise noch genießbar. Auch Überproduktionen müssen so nicht im Müll landen. Über foodsharing werden diese Lebensmittel ohne Gegenleistung weiterverschenkt.

Der Gründer Raphael Fellmer, der ursprünglich Lebensmittel aus Mülltonnen von Bio-Supermärkten gedumpstert hatte, kam mit seiner Idee auf Supermärkte zu und fruchtbare Kooperationen nahmen ihren Lauf. Eines der Prinzipien von foodsharing ist, dass sämtliche Arbeit ehrenamtlich abläuft und gleichzeitig niemand für die Mitgliedschaft oder die abgeholten Lebensmittel zahlen muss.

Auf den jeweiligen Online-Plattformen foodsharing.de, foodsharing.at und foodsharingschweiz.ch können sich foodsharing-Mitglieder organisieren und durch private Nachrichten mit jedem anderen Mitglied in Kontakt treten. Über 200.000 Menschen sind auf den foodsharing-Plattformen registriert.

Ein mobiler Fair-Teiler voll mit gerettetem Essen.

Wie kann ich mich beteiligen?

Der erste Schritt ist, sich auf der foodsharing-Seite seines Landes mit Namen und E-Mail-Adresse zu registrieren. Durch diese Registrierung ist man offizieller Foodsharer und kann sich mit anderen Mitgliedern vernetzen, Lebensmittel auf der Plattform einstellen und so verschenken oder auch angebotene Lebensmittel abholen. Hier gilt immer die Regel: „Gib‘ nur weiter, was du auch noch essen würdest.“

Vom Foodsharer zum Foodsaver

Möchte ein Foodsharer sich noch mehr einbringen, kann er Foodsaver werden. Foodsaver holen Essen direkt von Unternehmen wie Supermärkten, Restaurants oder Bäckereien ab, mit denen foodsharing eine Kooperation hat. Um Foodsaver zu werden, ist es nötig, sich Wissen zu den Richtlinien und Regeln des Foodsavings anzueignen. Das Foodsharing-Wiki informiert über alles, was Foodsaver wissen müssen – hier muss auch ein Online-Test mit Zeitlimit absolviert werden, der zehn Fragen umfasst. Wenn man lieber unbegrenzt Zeit haben möchte, versucht man sich am Quiz mit 20 Fragen.

Ist das Quiz geschafft, müssen drei Einarbeitungsabholungen in unterschiedlichen Betrieben mit erfahrenen Foodsavern absolviert werden. So kann man direkt von erfahrenen Mitgliedern lernen und alle aufkommenden Fragen sofort besprechen. Wenn alle drei Abholungen gut verlaufen, bekommt man einen Foodsaver-Ausweis, den man bei jeder Abholung vorzeigen muss. Nun kann man sich auf der foodsharing-Plattform für die Aufnahme in ein Team bewerben, wenn dieses noch Unterstützung für den Betrieb sucht, den es betreut. Die kooperierenden Betriebe sind auf der jeweiligen foodsharing-Plattform auf einer Landkarte eingetragen. Auf dieser Landkarte ist auch ersichtlich, für welche Betriebe noch Foodsaver gesucht werden. Wird der Foodsaver vom Betriebsverantwortlichen ins Team aufgenommen, kann er sich offiziell für Abholtermine im jeweiligen Unternehmen anmelden.

Wer denkt, es geht hier nur um kleine Mengen, irrt.

Was passiert mit dem abgeholten Essen?

Die vom Unternehmen bereitgestellten Lebensmittel müssen vollständig abgeholt werden, auch wenn das eine oder andere Stück vielleicht nicht mehr zum Verzehr geeignet ist. Nun ist der jeweilige Foodsaver dafür verantwortlich, nicht mehr Genießbares auszusortieren. Natürlich kann man sich von dem geretteten Essen auch selber etwas behalten, wobei darauf zu achten ist, dass man das Essen auch entsprechend ohne Überschuss verbrauchen kann.

In Folge gibt es viele kreative Möglichkeiten, das gerettete Essen zu verteilen. Das kann direkt über die foodsharing-Seite passieren oder es kann in einen Fair-Teiler gebracht werden. Manche Foodsaver verschenken Essen an ihre Nachbarn, fair-teilen es über Facebook-Gruppen oder organisieren gemeinsame Koch-Events. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Was sind Fair-Teiler?

Fair-Teiler sind Orte, zu denen Lebensmittel gebracht und auch abgeholt werden können. Sie sind meistens mit Kühlschrank und Regal oder zumindest einem von beiden ausgestattet. Fair-Teiler können auf privatem Grund und Boden, in Vereinsräumen, einer Uni, einem Café oder einem Geschäft stehen – es gibt unzählige Möglichkeiten. Für einen Fair-Teiler ist ein konkreter betriebsverantwortlicher Foodsaver zuständig. Er überprüft, ob der Hygieneplan eingehalten wird und beteiligt sich selber daran.

Das Besondere an Fair-Teilern: Jeder, auch Menschen, die nicht auf foodsharing registriert sind, kann Essen aus einem Fair-Teiler abholen oder hinbringen. Jeder Fair-Teiler hat eine eigene Seite auf der jeweiligen foodsharing-Plattform mit Informationen zur Organisation und neu eingelangten Lebensmitteln. Via Mailingliste kann man sich auch per Mail über Neuigkeiten im jeweiligen Fair-Teiler informieren lassen.

Beispielhaft: Ein Fair-Teiler im zehnten Wiener Gemeindebezirk.

Was macht ein betriebsverantwortlicher Foodsaver?

Ein betriebsverantwortlicher Foodsaver muss dafür sorgen, dass die Kooperation mit einem Betrieb reibungslos funktioniert und den Kontakt zu Betrieb und den Foodsavern die vom Betrieb abholen pflegen. Er muss überprüfen ob für jeden Abholungstermin ein Foodsaver eingetragen ist. Wenn das nicht der Fall ist oder ein Foodsaver eine Abholung kurzfristig absagt, muss der Betriebsverantwortliche einspringen. Um betriebsverantwortlicher Foodsaver zu werden, muss man bereits Foodsaver sein. Zusätzlich muss ein Quiz bestehend aus zehn Fragen über die Aufgaben eines betriebsverantwortlichen Foodsavers absolviert werden. Auch um sich eines Fair-Teilers anzunehmen ist ein Status als betriebsverantwortlicher Foodsaver nötig.

Neben Foodsavern, Foodsharern und betriebsverantwortlicher Foodsavern gibt es noch Botschafter. Diese koordinieren die Betriebsverantwortlichen und stellen die Ausweise für neue Foodsaver aus. Des weiteren unterstützen sie bei der Akquisition neuer Betriebe, organisieren Treffen und repräsentieren foodsharing in ihrer Region.

Wie kooperieren Unternehmen mit foodsharing?

Ein kooperierender Betrieb kann ein Restaurant, ein Hotel, eine Kantine, eine Bäckerei, ein Bauernhof, eine Supermarktfiliale und noch vieles mehr sein. Nicht jedoch konventionelle Supermarktketten, da hier mit anderen Organisationen wie zum Beispiel Sozialmärkten Kooperationen existieren. Unternehmen können alle Lebensmittel spenden, so lange diese genießbar sind. Interessierte Betriebe finden hier weitere Informationen, unter anderem welche Vorteile ihnen eine Kooperation mit foodsharing bringt.

Warum sollte ich mich bei foodsharing engagieren?

Weltweit landet ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Ein großer Teil davon sind Überproduktionen oder Lebensmittel, die der Besitzer nicht mehr verwenden will oder kann. Neben anderen Maßnahmen wie bewussteres Einkaufen kann mit der Verteilung noch genießbarer Lebensmittel ein wertvoller Beitrag gegen diese Verschwendung geleistet werden. Auch Menschen, die finanziell schlechter gestellt sind, können sich so mit Essen versorgen. Sich ehrenamtlich zu engagieren bringt natürlich auch die üblichen Vorteile: Man lernt neue Fähigkeiten und neue Menschen kennen und findet im besten Fall eine Leidenschaft für das ganze Leben.

Weitere Informationen findet ihr auf den foodsharing-Seiten für das jeweilige Land:

Deutschland: foodsharing.de

Österreich: foodsharing.at

Schweiz: foodsharingschweiz.ch

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Der Verein „Die Haarspender“ im Interview

Letztes Jahr hatte ich große Lust, aus meiner Langhaar- eine Kurzhaarfrisur machen zu lassen. Da kam mir der Gedanke, dass ich mit meinen über 30 Zentimeter Haar, das ich loswerden…

Letztes Jahr hatte ich große Lust, aus meiner Langhaar- eine Kurzhaarfrisur machen zu lassen. Da kam mir der Gedanke, dass ich mit meinen über 30 Zentimeter Haar, das ich loswerden wollte, jemand anderen glücklich machen könnte. Google wusste Rat und hat mich zum Verein „Die Haarspender“ gebracht. Also habe ich kurzerhand für mich einen Termin zu einem gratis Haarschnitt und für The bird’s new nest ein Interview mit dem Vereinsgründer Thomas Möller vereinbart.

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Sonja: Was ist der Zweck des Vereins?

Thomas: Wir lassen Perücken aus Haarspenden fertigen und finanzieren die Herstellung mit Geldspenden, um Kindern, die durch Krebs oder Alopecia ihr eigenes Haar verloren haben, eine kostenlose Perücke zu ermöglichen.

Wer steht hinter dem Verein?

Gegründet wurde der Verein von mir, Holger Thomas Möller und Bettina Utczás, BA. Dazu kommen alle freiwilligen Helfer, wie auch unsere fast 70 Partnersalons in Deutschland und Österreich.

Wie finanziert sich der Verein und seit wann gibt es ihn?

Die Arbeit des Vorstandes ist ehrenamtlich, die Perücken und alle Vereinsaktivitäten werden durch Spenden ermöglicht. Gegründet wurde der Verein Ende Juli letzten Jahres, im August 2016 begann unsere offizielle Arbeit.

Warum hast du diesen Verein gegründet?

Als meine Mutter 1994 an Krebs erkrankte und ihre Haare verlor, kam mir der Gedanke, dass täglich sehr viele Menschen ihre Frisur von lang auf kurz verändern und dass man mit all diesen Haaren doch eigentlich sehr vielen Menschen helfen könnte. 2016 habe ich meine Idee umgesetzt.

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Wie finden Euch Menschen die Haare spenden wollen?

Meist findet man uns zuerst über unsere Facebook-Seite oder unsere Facebook-Gruppe. Unserer Vereins-Homepage wird ebenfalls immer bekannter, das freut uns sehr. Haarspender haben die Möglichkeit, im Headoffice unseres Vereins in Wien einen gratis Haarschnitt zu bekommen. Unsere Partnerfriseure in Österreich und Deutschland bieten Haarspendern ebenfalls einen Gratishaarschnitt an, und senden die Haarspende direkt an unseren Verein.

Welche Voraussetzungen müssen die Haarspenden erfüllen?

Aus optischen und technischen Gründen muss das gespendete Haar eine Mindestlänge von 27 Zentimeter aufweisen. Zusätzlich gehen noch einige Zentimeter bei Fertigung und Schnitt der Perücke verloren. Da wir derzeit nur Perücken für Mädchen herstellen und diese sich längeres Haar wünschen, sind Haarspenden von mehr als 40 Zentimeter Länge optimal.

Wie viele Perücken konntet ihr schon weitergeben?

Wir haben 2016 drei Perücken an Kinder in Deutschland und Österreich vergeben, zwei Kinder hatten Alopecia und ein Kind war an Krebs erkrankt.

Wie funktioniert die Produktion einer Perücke, wie lange dauert sie und wie viele Haarspenden werden für eine Perücke benötigt?

Bei einer Länge von 35 Zentimeter Haaren benötigt man ca. 280 bis 300 Gramm. Jeder gespendete Zopf hat durchschnittlich 40 bis 160 Gramm. Es ist also sehr unterschiedlich, von zwei sehr dicken bis sieben dünnen Zöpfen sind alle Zusammenstellungen möglich. Wir suchen in unserem Headoffice in Wien aus den Haarspenden passende Zöpfe zusammen und senden diese mit Größenangaben zu unserem Partner nach Asien, wo die Perücken gefertigt werden. Jedes einzelne Haar wird von Hand in ein Gewebe gezogen und verknotet. Dieser Prozess alleine dauert gut 30 Tage pro Perücke. Nach Fertigstellung kommen die Perücken dann wieder zurück nach Wien, wo sie bis dato an Kinder in Österreich und Deutschland vergeben werden.

Wie viel kostet die Herstellung einer Perücke?

Die Herstellung kostet rund 400 bis 450 Euro.

Wie finden euch Kinder, die eine Echthaarperücke benötigen?

Wir haben Kontakte zu Vereinen in Deutschland und Österreich und in entsprechenden Facebook-Gruppen. Darüber hinaus arbeiten wir mit onkologischen Abteilungen in verschiedenen Krankenhäusern zusammen. Es ist auch möglich, direkt auf unserer Webseite ein Antragsformular für eine Perücke auszufüllen und zu senden.

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Welche Voraussetzungen müssen Kinder, die eine Perücke benötigen erfüllen?

Wir vergeben Perücken an Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren. Weil wir in erster Linie Kindern und Familien helfen wollen, die sich eine Echthaarperücke um 2.000 bis 3.000 Euro nicht so einfach leisten können, ermitteln wir im Gespräch mit den Eltern ob eine „Bedürftigkeit“ besteht.

Wie können euch Partnerfriseure erreichen?

Auf unserer Homepage befinden sich die Kontaktdaten zu uns. Wir sind auch über Facebook erreichbar.

Wie können euch Haarspenden erreichen?

Haarspenden kommen von Privatpersonen oder auch über unsere Partnersalons an unser Vereinspostfach in Wien: Die Haarspender, Postfach 006, A-1239 Wien.

Wie können euch Geldspenden erreichen?

Geldspenden erreichen uns direkt über folgendes österreichisches Spendenkonto: Name: „Die Haarspender“, IBAN:  AT13 1400 0110 1000 9083, BIC: OPSKATWW Auf unserer Webseite gibt es zusätzlich die Möglichkeit über Paypal oder mit Kreditkarte zu spenden.

Vielen Dank für das Interview und deinen Einsatz, Thomas!

 

Wenn ihr noch mehr über „Die Haarspender“ wissen wollt, schaut doch einfach mal auf der Homepage und der Facebook-Seite vorbei – vorab schon ein großes Dankeschön an alle, die sich für eine Haarspende entscheiden! Auch Friseursalons, die Interesse haben, den Verein als Partner zu unterstützen sind herzlich willkommen, sich bei diesem zu melden.

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Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Das Ratatouille

Heute machen wir einen kulinarischen Ausflug nach Frankreich. Das Ratatouille passt ideal zum Sommer, weil die typischen Zutaten gerade jetzt Erntezeit haben und deshalb besonders frisch, günstig und regional verfügbar…

Heute machen wir einen kulinarischen Ausflug nach Frankreich. Das Ratatouille passt ideal zum Sommer, weil die typischen Zutaten gerade jetzt Erntezeit haben und deshalb besonders frisch, günstig und regional verfügbar sind. Vielleicht habt ihr gerade deshalb ein paar Auberginen, Zucchini und Paprika im Kühlschrank, die darauf warten verkocht zu werden.

Das Ratatouille

Das sollte immer dabei sein: Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten (frisch oder aus der Dose), Paprika, Öl, Salz und Pfeffer

Das kann dabei sein: Knoblauch, Kräuter, Kapern, jedes Gemüse, das ihr auch gerne in eurem Ratatouille hättet

Mögliche Beilagen: Nudeln, Kartoffeln, Reis, Bulgur, Maisgries…..

Zubereitung

Das Gemüse in mittelgroße Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und Gemüse darin braten. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern und gegebenenfalls Knoblauch abschmecken.

Die Zutaten des Ratatouilles auf dem Titelbild sind Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten aus der Dose, Paprika, Kräuter, Kapern, Öl, Salz und Pfeffer. Guten Appetit!

Welche Zutat muss unbedingt in euer Ratatouille?

 

Alle weiteren schnellen, veganen Rezepte zur Vorratsverwertung findet ihr hier.

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Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Kalte Gurkensuppe

Heute stelle ich euch eine kalte Gurkensuppe als schnelles, veganes Rezept zur Vorratsverwertung vor. Es passt genauso wie Gazpacho sehr gut zur Sommerhitze und ist wieder eine quick and dirty Version, weil…

Heute stelle ich euch eine kalte Gurkensuppe als schnelles, veganes Rezept zur Vorratsverwertung vor. Es passt genauso wie Gazpacho sehr gut zur Sommerhitze und ist wieder eine quick and dirty Version, weil ich sowohl die Gurkenschalen als auch das Gehäuse mit den Kernen verwendet habe. Das wird in vielen Versionen ausgespart. Außerdem habe ich das Rezept veganisiert und Sojajoghurt in Kombination mit Weißbrot und Zitrone anstelle von Joghurt aus Kuhmilch verwendet.

Kalte Gurkensuppe

Das sollte immer dabei sein: Eineinhalb Salatgurken, eine Handvoll Minze, 200ml kalte Gemüsebrühe, 400g Sojajoghurt, ein bis zwei Scheiben Weißbrot, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Das kann dabei sein: Radieschen, Knoblauch, Olivenöl

Zubereitung

Gebt Gurken, Minze, Gemüsebrühe, Sojajoghurt und Weißbrot in einen Mixer oder eine Küchenmaschine. Falls ihr mit einem Pürierstab arbeitet, schneidet die Zutaten vorher klein. So lange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken, fertig ist die kalte Gurkensuppe.

Die Zutaten der Gurkensuppe auf dem Titelbild sind eineinhalb Salatgurken, eine Handvoll Minze, sieben Radieschen, 200ml kalte Gemüsebrühe, 400g Sojajoghurt, zwei Scheiben Weißbrot, Salz, Pfeffer, Zitronensaft.

Guten Appetit!

 

Alle weiteren schnellen, veganen Rezepte zur Vorratsverwertung findet ihr hier.

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Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Gazpacho

Das heutige Rezept der Serie über schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung ist ein bisschen unflexibler als die beiden ersten – Nudelsalat und Gemüsepfanne -, dafür geht es in dieser quick…

Das heutige Rezept der Serie über schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung ist ein bisschen unflexibler als die beiden ersten – Nudelsalat und Gemüsepfanne -, dafür geht es in dieser quick and dirty Version sehr schnell und ist ideal für die aktuelle Hitze. Das Gazpacho wirkt angenehm kühlend, ihr müsst nicht mal den heißen Herd anwerfen.

Gazpacho

Das sollte immer dabei sein: Vier große oder sechs kleine Tomaten, ein bis zwei gelbe und/oder rote Paprika, eine geschälte Salatgurke, Öl, Essig, Salz, Pfeffer

Das kann dabei sein: Eine Zwiebel (rot oder gelb), Knoblauch, Basilikum oder Koriander, eine Scheibe Weißbrot (oder Toast/Baguette), Chilischoten

Zubereitung

Halbiert die Tomaten und entfernt den grünen Strunk. Putzt die Paprika und schält die Gurke. Gebt diese Zutaten gegebenenfalls mit einer Scheibe Weißbrot (kann auch schon trockenes Brot sein), einer Zwiebel, Knoblauch, Kräutern und Chilischote in einen Mixer oder eine Küchenmaschine. Solltet ihr nur einen Pürierstab zur Hand haben, empfiehlt es sich, die Zutaten vorher klein zu schneiden. So lange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken, fertig ist das Gazpacho.

Die Zutaten des Gazpacho auf dem Titelbild sind sechs kleine Tomaten, eine gelbe Paprika, eine geschälte Salatgurke, zwei Scheiben trockenes Baguette, Basilikum, Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Guten Appetit!

Was ist euer liebstes Essen bei heißem Wetter?

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Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Die Gemüsepfanne

Weil jede Menge Gemüse in meinem Kühlschrank liegt, geht Teil zwei der Serie über schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung mit der flexiblen Gemüsepfanne weiter. Den ersten Teil, Nudelsalat, findet ihr…

Weil jede Menge Gemüse in meinem Kühlschrank liegt, geht Teil zwei der Serie über schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung mit der flexiblen Gemüsepfanne weiter. Den ersten Teil, Nudelsalat, findet ihr hier.

Das flexible Gemüsepfannenrezept

Das sollte immer dabei sein: Gemüse, Speiseöl, Gewürze

Das kann dabei sein: Obst, Nüsse, Kräuter, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, gelbe oder rote Linsen, Keimlinge, Tofu, Seitan…

Auch gerne mit Sauce: Sojasauce, Pflanzensahne…

Mögliche Beilagen: Reis, Pasta, Kartoffeln, Couscous, Bulgur…

Zubereitung

Gewünschtes Gemüse putzen und schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und Gemüse hinzufügen. Im Öl anbraten und würzen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Sauce hinzuzufügen falls eure Gemüsepfanne eine braucht. Sonst reichen auch Öl und ein paar Löffel Wasser. Das Gemüse unter regelmäßigem Umrühren köcheln. Fertig ist die Gemüsepfanne.

Die Zutaten der Gemüsepfanne auf dem Titelbild sind Karotten, Kohlrabi, Räuchertofu, Kartoffeln, Sojasauce und Salz.

Guten Appetit!

Was ist eure kreativste Gemüsepfannenkreation?

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Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Der Nudelsalat

Um Lebensmittel möglichst effizient und ohne Zeitdruck verarbeiten zu können, sollten schon beim Einkauf einige Regeln beachtet werden. Dazu gehört unter anderem das Checken der Vorräte vor dem Gang in…

Um Lebensmittel möglichst effizient und ohne Zeitdruck verarbeiten zu können, sollten schon beim Einkauf einige Regeln beachtet werden. Dazu gehört unter anderem das Checken der Vorräte vor dem Gang in den Supermarkt, eine darauf basierende Einkaufsliste, das Widerstehen von Lockangeboten und vor allem nie hungrig einkaufen zu gehen. Weil wir alle nur Menschen sind, kann es trotzdem passieren, dass schrumpelig werdendes Gemüse im Kühlschrank liegt, der Räuchertofu fast abgelaufen ist, oder schon fünf Packungen Nudeln im Vorratsschrank schlummern, weil ihr einfach zugreifen musstet, als die Bio-Vollkorn-Nudeln um 25 Prozent preisgesenkt waren.

In einer mehrteiligen Serie möchte ich euch einfache vegane Rezepte vorstellen, in denen Vorräte schnell und köstlich verwertet werden. Nudelsalat ist aktuell eines meiner Lieblingsgerichte. Vor allem deshalb, weil das Luxusproblem vieler nicht kombinierbar erscheinender Zutaten gelöst werden kann.

Das flexible Nudelsalatrezept

Das sollte immer dabei sein: Nudeln, Öl, Balsamico oder sonstiges Dressing

Das kann dabei sein: Jegliches Gemüse (gegebenfalls gekocht), Avocados, Obst (zum Beispiel Äpfel), Nüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Küchenkräuter, Wildkräuter…

Zubereitung

Nudeln kochen und abkühlen lassen (mit kaltem Wasser übergießen oder gekochte Reste vom letzten Pastagericht verwerten), Gemüse und gewünschte weitere Zutaten hinzufügen, mit Öl und Balsamico oder gewünschtem Dressing würzen und abschmecken.

Die Zutaten des Nudelsalats auf dem Titelbild sind Vollkornfarfalle, Cocktailtomaten, Räuchertofu, in Scheiben geschnittene und in Öl gebratene Champignons, Petersilie, Salatkörner, Rotkleeblüten, Balsamico, Olivenöl, Salz.

Guten Appetit!

Was ist eure kreativste Nudelsalat-Kombination?

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Die Inspektorin: Kollaborativer Konsum – oder warum ausborgen und verleihen hip und einfach ist

Unsere Welt verändert sich stetig. War es früher noch modern und ein Zeichen von Wohlstand, so viel wie möglich zu besitzen (mein Auto, mein Haus, meine DVD-Sammlung… ) geht der…

Unsere Welt verändert sich stetig. War es früher noch modern und ein Zeichen von Wohlstand, so viel wie möglich zu besitzen (mein Auto, mein Haus, meine DVD-Sammlung… ) geht der Trend aktuell zum kollaborativen Konsum. Das heißt, dass Menschen Güter immer weniger als Statussymbol sehen und Dinge nicht mehr unbedingt besitzen müssen, um sich selbst aufzuwerten. Es genügt, Sachen und Gebrauchsgegenstände zu leihen, statt sie zu kaufen oder auch mal etwas zu verleihen. Am besten eignen sich dafür Dinge, die man nicht täglich braucht, wie zum Beispiel eine Bohrmaschine, ein Schokofondueset oder eine DVD. Vereinfacht wurde diese Art des Konsums durch das Internet, in dem es viele Tauschplattformen gibt, ursprünglich aber vor allem Informationen geteilt wurden. In meinem aktuellen Kolumnenbeitrag will ich euch unterschiedliche Möglichkeiten zeigen, euch an der Share Economy zu beteiligen. Dabei spielen sowohl altbekannte Offline-Institutionen als auch das Internet eine Rolle.

Die Bibliothek

Ihr kennt sie bestimmt seit eurer Schulzeit und habt sie seitdem vielleicht nur noch selten betreten. Ein hervorragender Ort, um sich Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs und andere digitale Medien zu leihen. Es gibt in vielen Büchereien mittlerweile auch die Möglichkeit, sich e-books auszuborgen. Die Bibliothek in eurer Nähe könnte also um einiges moderner sein, als ihr sie euch vorstellt. Schaut doch einfach mal vorbei und lasst euch positiv überraschen.

Die Videothek

Auch DVDs und Blu Rays gehören zu den Dingen, die ihr vielleicht nur einmal verwendet und anschließend in eurem Regal verstauben. Warum also nicht für einen gemütlichen Fernsehabend der Videothek in eurer Nähe einen kurzen Besuch abstatten? In gut sortierten Videotheken sind oft schon die neuesten Filme vorrätig.

Pumpipumpe.ch

Pumpipumpe ist ein Verein, der sich für den bewussten Umgang mit Konsumgütern und mehr soziale Interaktion in der Nachbarschaft einsetzt. Es soll das Leihen und Ausleihen von Gütern, die man nur selten braucht, gefördert werden. Die Grundidee ist, der Nachbarschaft Dinge zu leihen, die man selbst nur selten braucht, wie zum Beispiel einen Grill oder eine Bohrmaschine. Dafür hat jemand anderer in der Nachbarschaft vielleicht eine Nähmaschine oder ein Verlängerungskabel zu verleihen. Will man sich an der Idee von Pumpipumpe beteiligen und in der Nachbarschaft etwa das Waffeleisen verleihen, das im eigenen Haushalt höchstens zwei Mal im Jahr zum Einsatz kommt, genügt ein Klick auf Pumpipumpe um sich einen Sticker mit Waffeleisenabbildung zu bestellen und ihn auf den eigenen Briefkasten zu kleben. Vielleicht seit ihr ja die oder der Erste, der sich in eurer Gegend an dieser sehr schönen Idee beteiligt und einen neuen Trend auslöst. Die Sticker kann man sich in Deutschland und der Schweiz versandkostenfrei zusenden lassen, in alle anderen Länder betragen die Versandkosten vier Euro.

Carsharing

Wenn ihr in einer von öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossenen Gegend wohnt, braucht ihr ein Auto wahrscheinlich nur äußerst selten. Falls ihr doch mal eines benötigt, gibt es bestimmt ein Carsharingangebot in eurer Nähe, bei dem ihr Autos schon minutenweise anmieten könnt. Googlet doch einfach nach einem Anbieter in eurer Nähe.

Freunde

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wenn ihr wisst, dass eine Freundin sich gern am Dörren versuchen würde, während euer Dörrautomat im Regal verstaubt, dann borgt ihr einfach das gute Stück. Im Gegenzug könnt ihr euch ja vielleicht mal ihr Glätteisen leihen.

Fairleihen.de

Mit fairleihen.de stelle ich euch eine regionale Verleihplattform vor. Sie deckt nämlich nur den Raum Berlin ab. Die Teilnahmebedingungen klingen wie der Name schon sagt fair. Die Abholung muss immer persönlich beim Verleiher erfolgen. Dafür gibt es sogar einen Vertrag. Es wird auch empfohlen, bei der Übergabe einen kurzen Blick auf den Ausweis zu werfen. Wer selbst drei Produkte zum Verleih anbietet, darf sich sofort selbst eines ausleihen. Bei der Produktsuche werden zuerst die nächstgelegenen Verleiher angezeigt. Fairleihen.de stellt ein System zur Verfügung, das die Terminvereinbarung erleichtert. Ist ein Termin gefunden, erhalten beide Teilnehmer die gegenseitigen Adressen. Nach erfolgter Rückgabe des Gegenstands besteht die Möglichkeit, eine Bewertung abzugeben. Um die mobile Nutzung zu vereinfachen, kann man die Funktionen von fairleihen.de auch als App nutzen, die für alle Smartphones verfügbar ist.

Couchsurfing.org

Schließlich will ich euch noch die Königsdisziplin des Verleihens vorstellen. Das sogenannte Couchsurfing. Auf dieser Website stellen Privatpersonen einen kostenlosen Schlafplatz für Reisende zur Verfügung. Um die Nutzer – sowohl die Reisenden, als auch die Gastgeber – möglichst gut einschätzen zu können ,gibt es ausführliche Profile. Die Identität wird zusätzlich mittels Kreditkarte überprüft. Art und Dauer des Aufenthalts werden im Vorhinein zwischen den Nutzern vereinbart. Es ist Bedingung, dass die Übernachtung gratis angeboten wird. Sollte der Gast sich für bereitgestellte Mahlzeiten oder das Benutzen der Waschmaschine finanziell revanchieren wollen, darf dies der Gastgeber akzeptieren.

Wie beteiligt ihr euch am kollaborativen Konsum? Habt ihr schon einmal Dinge mittels Internet verliehen? Wenn ja, welche und welche Plattformen habt ihr dafür verwendet? Habt ihr das verliehene Gut wieder intakt zurückbekommen? Welche Offline-Möglichkeiten habt ihr schon verwendet, um euch Dinge auszuleihen?

Quelle: Wikipedia

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Die Inspektorin: Mithilfe von Apps schadstofffreie Produkte einkaufen

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze…

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze leider nicht immer zur Aufklärung bei. Aber wir wären nicht im 21. Jahrhundert, gäbe es nicht Apps, um uns im Laden vor Ort aus der Misere zu helfen.

Die Tox-Fox App für den Kosmetik-Check
Um sicher zu gehen, dass ihr nur Kosmetika ohne hormonelle Zusätze kauft, kannst du die Tox-Fox App verwenden. Sie schützt euch zum Beispiel vor Produkten, die Parabene enthalten. Diese Substanz stört die Ausschüttung des Hormons Testosteron und kann den Hormonhaushalt von männlichen Föten durcheinander bringen. Bei Erwachsenen können sie allergieauslösend wirken. Es genügt, den Barcode des Produkts deiner Wahl zu scannen, und schon zeigt euch die App an, ob es sich um ein hormonfreies Kosmetikprodukt handelt. Diese App gibt es für iPhone und iPod touch.

Die Codecheck-App für fast alle Produkte
Diese App wurde bereits in einem Beitrag von Yvonne beschrieben – weil sie so umfangreich einsetzbar ist, sei sie hier nochmals erwähnt. In der App können nicht nur Kosmetika, sondern auch Nahrungsmittel, technische Produkte und Büroartikel auf ihre Schadstofffreiheit geprüft werden. Wenn das von euch gescannte Produkt unerwünschte Stoffe enthält, könnt ihr euch ein Alternativprodukt anzeigen lassen. Nährwert-Ampeln helfen neben der Anzeige bedenklicher Inhaltsstoffe bei der Kaufentscheidung. Verfügbar ist diese App sowohl für Apple- als auch Android-Geräte.

Der Aid E-Nummern-Finder
Der Aid E-Nummern-Finder ist eine App, die auch offline funktioniert. Wie der Name schon verspricht, ist diese App vor allem für die Erklärung von E-Nummern geeignet. Einfach die E-Nummer eingeben und schon folgt eine Information dazu, was hinter der E-Nummer steckt. Zusätzlich folgt noch eine Erläuterung darüber, ob die E-Nummer für Kleinkinder oder empfindliche Personen geeignet ist. Diesen Dienst könnt ihr ebenfalls auf Android- und Apple-Smartphones nutzen.

Ich hoffe, euch mit diesem Kolumnenbeitrag dazu inspiriert zu haben, einmal genauer zu hinterfragen, was in den Produkten eures täglichen Bedarfs steckt. Gibt es eine App, die ihr regelmäßig verwendet, um die Schadstofffreiheit verschiedener Artikel zu überprüfen?

 

Quellen:
Netdoktor
Wikipedia

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Die Inspektorin: Strompreisrechner – Öko und günstig

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit. Die alljährliche Jahresabrechnung für meinen Stromverbrauch fand ihren Weg in meinen Postkasten. Dank zu niedriger Einstufung beträgt die Nachzahlung mehr als…

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit. Die alljährliche Jahresabrechnung für meinen Stromverbrauch fand ihren Weg in meinen Postkasten. Dank zu niedriger Einstufung beträgt die Nachzahlung mehr als das Zehnfache der bisher verrechneten monatlichen Gebühr. Weil ich die Wohnung erst vor einem Jahr bezogen habe, und damals aufgrund von Zeitmangel einfach den vom Vermieter empfohlenen Stromanbieter gewählt habe, ist es höchste Zeit, mich nach einem Ökostromanbieter umzusehen. Nachdem ich ja eher bequem veranlagt bin, habe ich mich dazu entschlossen Strompreisrechnerseiten für meine Suche zu verwenden. Die zeigen in der Regel die Zusammensetzung der Stromquellen der einzelnen Anbieter an.

Durchblicker.at

Von dieser Seite habe ich bereits über die Medien erfahren und sie wird auch als erste Seite von Google vorgeschlagen. Die Marketingmaßnahmen funktionieren also, ich bin gespannt, ob mir die Seite auch brauchbare Informationen liefert. Um einen anderen oder sogar günstigeren Anbieter zu finden, muss ich zuerst Daten über meinen Haushalt angeben. Dazu gehört der Stromverbrauch vom letzten Jahr – kein Problem für mich, weil der auf der Jahresabrechnung stand. Die Seite liefert aber auch abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen Vorschlagswerte. Dann muss noch die Postleitzahl bekannt gegeben werden und zu guter Letzt mein aktueller Stromlieferant.

Dann folgen Fragen zum gewünschten Produkt. Sollen nur Ökostromanbieter vorgeschlagen werden? Soll der Tarif Preisgarantie bieten? Darf es eine Vertragsbindung geben? Nachdem auch diese Fragen beantwortet sind, folgen die Ergebnisse zu meinen Dateneingaben. Und siehe da, es ist tatsächlich ein Ökostromanbieter bei den Ergebnissen dabei, der günstiger als mein aktueller Anbieter ist. Der Anbieterwechsel kann sofort auf Durchblicker.at erledigt werden.

E-Control Tarifkalkulator

Diese Seite erfragt zur Tarifberechnung viel oberflächlichere Informationen. Die Eingabe meiner Postleitzahl, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und mein Stromverbrauch pro Jahr genügen. Mein aktueller Stromanbieter erscheint automatisch und wird zum Vergleich herangezogen. Einen Mausklick später sehe ich bereits die Ergebnisse des Tarifkalkulators. Erfreulicherweise besteht der Materialmix des günstigsten Anbieters ausschließlich aus Wasserkraft. Allerdings ist das Einsparungspotential gemäß dieser Seite für mich 30 Prozent niedriger als bei Durchblicker.at. Ich nehme an, dass das an der geringeren Detailtiefe liegt, die von mir abgefragt wird. Ob ich mit einem Tarif ohne Fixpreis einverstanden bin, wird zum Beispiel nicht gefragt und deshalb vermutlich auch nicht angeboten. Das ist aus den Angebotsdetails für mich nicht ablesbar.
Ein Wechsel zum neuen Stromlieferanten ist nur über einen Link zum neuen Stromanbieter möglich.

Stromgas24.at

Diese Seite fragt ebenfalls wenig Details ab. Der Stromverbrauch pro Jahr und die Postleitzahl genügen, auf Wunsch werden nur Ökostromanbieter angezeigt. Mein aktueller Tarif wird nicht zum Vergleich herangezogen. Nach einem Mausklick erscheint ebenfalls eine Liste von Stromanbietern, sortiert nach günstigstem Preis. Ein Klick in die Angebotsdetails liefert einige Zusatzinformationen. Zum Beispiel die Zusammensetzung der Stromquellen und die Vertragsbindung. Ob der Tarif preisgebunden ist, ist wieder nicht für mich ablesbar. Ein Anbieterwechsel ist laut Stromgas24.at zwar auf der Homepage mittels Klick auf den Button „Details und Wechsel“ möglich, leider wird mir dieser Button aber nur bei einem der 42 berechneten Tarife angezeigt.

Greenpeace

Natürlich will auch der Greenpeace-Stromcheck getestet werden. Greenpeace bietet allerdings keine Tarifkalkulation an, sondern ein Ranking der saubersten Ökostromanbieter Österreichs. Solltet ihr also nochmal checken wollen, ob der Ökostromanbieter eurer Wahl auch bei Greenpeace gut weg kommt, seid ihr auf dieser Seite richtig.

 

Ich hoffe, euch Lust auf einen Wechsel zu Ökostrom gemacht zu haben. Vielleicht habt ihr ja schon einen Ökostromanbieter und wollt uns verraten wie ihr ihn gefunden habt? Habt ihr schon einmal eine dieser Seiten getestet und möchtet uns eure Meinung darüber mitteilen? Vielleicht wollt ihr ja auch Erfahrungen mit deutschen Strompreisrechnerseiten teilen – Informationen zum Thema sind immer willkommen!

1 Kommentar zu Die Inspektorin: Strompreisrechner – Öko und günstig

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