Eco. Life. Style.

Kategorie: Kolumnen.

Vom Samen bis zur Ernte: Kompost liefert den besten Dünger

Pflanzen beziehen die meisten ihrer Nährstoffe aus dem Boden. Wenn sie sterben, verrotten sie und ihre Pflanzenteile zerfallen wieder in die Bausteine aus denen sie gebildet wurden. Diese wandern zurück…

Pflanzen beziehen die meisten ihrer Nährstoffe aus dem Boden. Wenn sie sterben, verrotten sie und ihre Pflanzenteile zerfallen wieder in die Bausteine aus denen sie gebildet wurden. Diese wandern zurück in die Erde und bilden die Nahrungsquelle für die nächste Generation von Pflanzen. Das allein wäre schon ein gut funktionierender Kreislauf, bei dem sich immer mehr fruchtbare Erde bilden würde. Wenn nun aber ein Tier oder der Mensch einen Teil der Pflanze vom Ort entfernt, verschwinden diese Bausteine aus dem Kreislauf. Das funktioniert nur so lange, bis die Pflanzen am Ort nicht mehr genug Nährstoffe haben, um zu überleben. Für Pflanzen ist ein Boden ohne Nährstoffe, auch als ausgelaugter Boden bezeichnet, wie eine Mangelernährung für Menschen. Es geht eine Weile lang gut, dann kommen die ersten Beschwerden und wenn man zu lange wartet, wird der Zustand kritisch und kann bis zum Tod führen.

Damit das nicht passiert, düngen Bauern ihre Böden regelmäßig oder lassen sie unbenutzt, um dem Boden Zeit für zur Erholung zu geben. In der konventionellen Landwirtschaft wurden dafür vor allem chemischen Dünger verwendet. Chemischer Dünger machte es einfach, den Nährstoffverbrauch auszugleichen und über lange Zeiten ein und dieselbe Pflanze am gleichen Standort anzubauen. Oft kam es dabei zur Überdüngung, zu viel Dünger machte die Böden giftig für die Pflanzen oder gelangte ins Grundwasser, wo er zum Problem für alle Lebewesen wurde. In den letzten Jahren schaffte es ein neuer Trend, den chemischen Dünger zu vertreiben. Abfallprodukte aus der Landwirtschaft lassen sich zu natürlichem Dünger verarbeiten und bieten eine Möglichkeit für die Pflanzen, wichtige Nährstoffe wieder zurück in den Boden zu bringen. Beispiele für natürliche Dünger sind Jauche, Guano, Wurmkompost und Kompost. Bevor der chemische Dünger erfunden wurde, wurde Guano als Dünger in großen Mengen gehandelt. Guano bildet sich aus dem Kot von Seevögeln und Pinguinen. Im Jahr 1869, am Ende der Guano Ära, verkaufte Peru 575.000 Tonnen Guano. Es gab eine riesige Industrie für den wertvollen Dünger. Es wurde von Klippen gekratzt und war ein wertvolles Exportgut.

Um Abfälle zu kompostieren, sollte man ein paar Grundlagen kennen. Es reicht nicht, einfach alle pflanzlichen Abfälle auf eine Stelle zu schmeißen und zu warten. Das ist kein Komposthaufen und er wird nicht kompostieren, sondern einfach nur langsam verrotten. Das dauert nicht nur länger als nötig, die entstehende Erde wird keine gute Qualität besitzen. Darum möchte ich dir die wichtigsten Regeln und ein paar Möglichkeiten vorstellen, pflanzliche Abfälle effizient zu kompostieren und als Dünger zu verwenden.

Nicht alles darf in den Kompost

Fleisch, und Fisch sind organisches Material und verrotten auch, aber auf ihnen wachsen sehr gefährliche Bakterien und Pilze. Diese bilden meistens giftige Stoffwechselnebenprodukte die nicht nur schlecht riechen, sondern auch Ratten und andere Tiere anlocken. Selbst wenn sie erfolgreich abgebaut werden, werden sich danach einige sehr ungesunde Mikroorganismen und chemische Verbindungen in deinem Kompost befinden, nichts, was du deinen Pflanzen geben möchtest. Für Milch und Milchprodukte gilt dasselbe. Eischalen sind hingegen gut für deinen Kompost.

Die meisten Pflanzen und Pflanzenteile sind für Kompost gut geeignet. Solltest du eine kranke Pflanze aus deinem Garten entfernen, solltest du diese nicht kompostieren, sondern im Hausmüll entsorgen. Was auch immer die Pflanze krank gemacht hat, es kann sich auch in deinem Kompost breit machen und von dort auf deine anderen Pflanzen übertragen werden. Gehe lieber kein unnötiges Risiko ein. Ob Zitrusfrüchte und Bananenschalen auf den Kompost dürfen, da scheiden sich die Geister. Viele Menschen meinen, die starke Pestizidbelastung auf der Schale wäre problematisch. Das Thema ist meiner Meinung nach kontrovers. Es stimmt sicher, dass diese Früchte chemisch behandelt werden, ob das für uns Menschen nun gefährlich ist oder nicht, kann ich leider nicht mit Sicherheit beurteilen. Deshalb meine Empfehlung: Lieber ein wenig zu vorsichtig, die Schalen kommen in die Biotonne, aber nicht auf den Kompost. Außer natürlich es handelt sich um Bio-Obst.

Bei Papier musst du aufpassen. Wenn es sich nach Plastik anfühlt, wie zum Beispiel bei Hochglanzmagazinen, dann sollte es nicht auf den Kompost. Unbehandeltes Papier kann aber ein guter Ersatz für die braunen Teile eines Komposts sein. Zumindest, wenn man sonst nichts hat. Asche aus Kohle und unbehandeltem Holz solltest du unbedingt auf deinen Kompost geben, Kaffeesatz, Tee, Rasenschnitt, Laub, Blumen- und Pflanzenreste, das alles kommt aus der Erde und kann auch wieder zu Erde werden, deshalb ruhig auf den Kompost damit.

Thermokompostierung

Thermokompostierung ist eine Methode, bei der man seinen Kompost durch richtiges Aufschichten und Trennen der Materialien in grün (frisches, stickstoffhaltiges Material wie Gras, Schalen, Gemüse-, Frucht- und Pflanzenabfälle) und braun (Holz, Papier, Laub, kohlenstoffhaltiges Material) auftrennt und schichtweise stapelt. Dabei sollte man darauf achten, dass man ein ausgewogenes Verhältnis von grünen zu braunen Teilen erhält. Dadurch bilden sich im Kompost sehr hohe Temperaturen, die für optimale Bedingungen für Bakterien sorgen. Über 100 Grad Celsius sollen damit möglich sein, wobei mir empfohlen wurde, den Kompost nicht heißer als 40 Grad Celsius werden zu lassen. Angeblich ist das die beste Temperatur, damit sich vor allem nützliche Bakterien im Kompost vermehren. Thermokompostierung braucht nur Platz, man sollte den Kompost gelegentlich wenden und umsetzen, dann ist es eine sehr schnelle und günstige Variante, um seinen Biomüll wieder in gesunde und hochqualitative Erde zu verwandeln.

Der Tumbler

Es gibt viele Geräte für den Garten, die als Komposter verkauft werden. Das Modell, welches mir mit Abstand am besten gefällt, ist ein sogenannter Kompost-Tumbler. Der Name kommt vom englischen tumble, zu deutsch purzeln, und beschreibt sehr gut was mit dem Kompost im Gerät passiert. Ein Tumbler ist in der Regel eine Tonne, die man öffnen kann um seinen Kompost einzufüllen, und die man dann wie ein Hamsterrad dreht. Im Inneren befinden sich meistens Klingen oder Bleche, die beim Zerkleinern und Mischen des Inhalts helfen. Dabei geht es dem Inhalt wohl ähnlich wie der Wäsche in der Waschmaschine. Wenn man den Tumbler gefüllt hat, dreht man ihn etwa einmal pro Woche für etwa drei Monate. Das macht nicht nur Spaß, sondern man erhält am Ende zur Belohnung gute Erde. Der Vorteil eines Tumblers liegt darin, dass er einfach zu benutzen ist, schneller Erde liefert und Spaß in der Anwendung bereitet. Nachteilig ist der hohe Preis und dass man trotzdem darauf achten muss, ihn mit einer ausgewogenen Menge von grünen und braunen Teilen zu füllen.

Tumbler.skips

Bild: Red58bill / commons.wikimedia.org

Wurmkompostierung

Wurmkompostierung ist die für mich schönste und natürlichste Form der Kompostierung. Man kauft oder baut sich eine Wurmfarm, füllt sie mit Erde und Regenwürmern und füttert sie mit seinen pflanzlichen Abfällen. Dabei kann ein einfacher Regenwurm täglich sein eigenes Körpergewicht in Obst und Gemüse fressen. Wenn man Regenwürmern eine Freude bereiten möchte, dann füttert man ihnen Kaffeesatz. Den scheinen sie besonders zu lieben. In der Natur ziehen Regenwürmer meistens Blätter in ihre Tunnelsysteme, um darauf Pilze wachsen zu lassen, von denen sie sich anschließend ernähren. Das erinnert an das Verhalten von Blattschneiderameisen und sorgt dafür, dass die Erde aufgelockert und die pflanzlichen Abfälle wieder zu nützlicher Erde umgewandelt werden. Nach drei bis sechs Monaten füttert man die Würmer regelmäßig auf einer Seite der Farm und kann die Erde von der anderen Seite entfernen, ohne seine Würmer zu stören. Die gewonnene Erde zählt mitunter zur besten verfügbaren Erde und kann natürlich auch als Dünger verwendet werden.

Ich hoffe, es hat dich interessiert ein wenig über das Kompostieren zu lernen. In meinem nächsten Beitrag gebe ich Tipps zum erfolgreichen Umsetzen und Umtopfen deiner Pflanzen. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

Links zum Thema:
Kompostierung auf Wikipedia
Wurmkompostierung auf Wikipedia
Guano Eraauf Wikipedia
Anleitung zum Tumbler-Bau auf Englisch

4 Kommentare zu Vom Samen bis zur Ernte: Kompost liefert den besten Dünger

Aus der Redaktion. Wie der Vogel ins Nest kam

Wie ihr vielleicht in meinem letzten Kolumnenbeitrag gelesen habt, gibt es zur Zeit bei mir einige persönliche Turbulenzen, die auch dazu geführt haben, dass ich mit meiner Kolumne eine kurze…

Wie ihr vielleicht in meinem letzten Kolumnenbeitrag gelesen habt, gibt es zur Zeit bei mir einige persönliche Turbulenzen, die auch dazu geführt haben, dass ich mit meiner Kolumne eine kurze Pause einlegen musste. An dieser Stelle vielen Dank an euch alle für die lieben Worte und die Unterstützung! Doch wie sagt man so schön – the show must go on, und deshalb möchte ich heute die eigentlich für den letzten Beitrag gedachte Frage beantworten, wie The bird’s new nest entstanden ist.

Dazu müssen wir einige Jahre zurück, und zwar zu Februar 2010. Damals wollte ich meine Idee verwirklichen, eine Homepage zu gestalten, auf der nachhaltige Produkte vorgestellt werden. Ich hatte dieses Projekt schon fast wieder vergessen, bin aber kürzlich auf Planungsunterlagen gestoßen, die mir auch verraten haben, wie lange das mittlerweile schon her ist. Die Begriffe Sustainability und LOHAS waren in aller Munde und ich wollte meine Leidenschaft für einen nachhaltigen Lebensstil mit anderen teilen, zeigen, dass Naturkosmetik trendy, Bio-Food lecker und umweltbewusst Leben Spaß machen kann. Der angedachte Name war Das neue Schwarz, als Referenz zu „Grün ist das neue Schwarz“ und sollte vom Stil her auch in stylischem Schwarz-Weiß gehalten werden. Gescheitert ist die Idee dann relativ früh an dem Content Management System Joomla. Es war mir nicht möglich, mit Joomla eine Seite aufzubauen, und zusätzlich war ich privat und beruflich schon ziemlich ausgelastet.

Im November 2012 hatte ich dann den alle paar Jahre wiederkehrenden kreativen Energieschub, ein eigenes Projekt umzusetzen, und diesmal war es auch mit Privat- und Berufsleben einfacher zu koordinieren. Der Wunsch nach einer Seite für nachhaltige Produkte war nach wie vor vorhanden, genauso wie die Erinnerung an meine Erfahrungen mit Joomla. Dieses Mal wollte ich aber nicht mehr vergeblich an einer Homepage arbeiten, sondern möglichst schnell eine Plattform haben, um mich und meine Idee ausprobieren zu können. Und was geht schneller als das Erstellen einer Facebook-Seite? Ich hatte zwar etwas mehr Zeit zur Verfügung, aber an umfassenden Konzepten oder Strategien war ich nicht interessiert, sondern daran, mein Konzept umzusetzen und quasi „on the go“ zu optimieren. Die Grundidee war simpel: Jeden Tag werden eines oder mehrere Produkte vorgestellt, die dem Kriterium „ökologisch und nachhaltig“ entsprechen. In regelmäßigen Abständen gibt es eine Verlosung, bei der einige der vorgestellten Produkte gewonnen werden können. Wieso ich auf die Idee gekommen bin, Produkte zu verlosen kann ich leider nicht mehr sagen – vermutlich weil es ein relativ spontaner Einfall war, und ich die Vorstellung, regelmäßig etwas zu verschenken, nett fand.

Und weil ohne Zeitplanung die nötige Action fehlt, hatte ich mir zum Ziel gesetzt, mit der Facebook-Seite am 1. Januar 2013 zu starten. Ich bin so und so kein großer Freund von Silvester, wieso dieses Datum also nicht mit etwas anderem positiv aufladen? Die Zeit zwischen meinem Entschluss, das Projekt umzusetzen und dem Launch habe ich damit verbracht, meine Idee mit anderen zu diskutieren, einen Namen zu finden – auch der Name The bird’s new nest war ein spontaner Einfall -, ein Logo zu kreieren und die ersten Beiträge zu planen und zu schreiben. Am 1. Januar 2013 ist dann wie geplant The bird’s new nest auf Facebook gestartet.

Ab dann habe ich jeden Tag ein nachhaltiges Produkt vorgestellt, was mir nicht schwer gefallen ist, weil ich selber keine anderen Produkte kaufe und ich somit meine Erfahrungen mit den Produkten weitergeben konnte. Außerdem gab es täglich einen weiteren Beitrag für einen grünen Lebensstil, entweder DIY-Tipps oder Rezepte, Informationen zu nachhaltigen Organisationen oder Inspirierendes. Am 13. Januar 2013 hatte die Seite 100 Likes erreicht – für mich der Startschuss, um mit den Verlosungen zu beginnen. Zuerst gab es nur einmal im Monat ein Give-Away zu gewinnen, aber das Verlosen hat mir so viel Spaß gemacht, dass sich relativ schnell das wöchentliche Give-Away etabliert hat. Jeden Tag zwei Beiträge zu schreiben war doch etwas aufwändiger als gedacht, aber die Freude über das viele positive Feedback war so groß, dass ich bis auf wenige Ausnahmen dieses Konzept das ganze Jahr 2013 durchgezogen habe. Zu Beginn war mein Ziel 3.000 Likes in 2013 zu erreichen – nachdem ich mich am 14. März schon über 1.000 „Daumen hoch“ freuen durfte, war dann auch klar, dass ich etwas zu tief gestapelt hatte. Bis zum Ende des Jahres 2013 hatte The bird’s new nest fast 8.000 Likes erreicht – was ich mir nie im Leben hätte vorstellen können, als ich mit der Seite gestartet bin.

Soviel zur (Vor-)Geschichte – wie kam es aber nun zum Online-Magazin? Ich wollte mich schon länger selbstständig machen ,nur die zündende Idee fehlte noch. Beziehungsweise gab es mehrere Ideen, aber ich wusste nicht, welche ich nun konkret verfolgen wollte. Damit nun nicht tatenlos Zeit verging, habe ich mich im November 2013 dazu entschlossen, The bird’s new nest mit einer eigenen Homepage auszustatten, denn das wäre so oder so ein wichtiger nächster Schritt gewesen. So vorteilhaft eine Facebook-Seite zum schnellen Start war, haben sich in dem einen Jahr doch auch deutliche Nachteile gezeigt: Eine Facebook-Seite bietet nur die auf Facebook beschränkten Funktionen, für den Anfang ausreichend, aber langfristig nicht genug. Wer nur auf Facebook existiert, wird von Unternehmen nicht wahrgenommen. Ich wurde oft gefragt, wie viele Produkte ich von Unternehmen zum Testen geschickt bekomme oder wie viele der Give-Aways gesponsert sind. Abgesehen von zwei Ausnahmen ist aber ist nie ein Unternehmen an mich herangetreten. Sämtliche getesteten Produkte und verlosten Give-Aways wurden von mir selber gekauft. Das war für mich auch in Ordnung, weil ich The bird’s new nest als Hobby neben meinem Job gesehen habe, und sein Hobby lässt man sich doch ab und zu etwas kosten. Aber in punkto Unternehmenswahrnehmung war mir klar, dass ich mit Facebook ziemlich unter dem Radar fliege. Und zu guter letzt wird man, egal wie viel Arbeit man in eine solche Seite steckt, von vielen nicht ernst genommen. Weil mir The bird’s new nest aber sehr am Herzen liegt wollte ich nun auch einen Rahmen dafür, der das besser widerspiegelt. Natürlich habe ich als Launchtermin wieder den 1. Januar gewählt, old habits die hard.

Von einer eigenen Homepage bis zu einem Magazin war es dann nur noch ein Gedankenschritt mehr, denn Nachhaltigkeit hat so viel mehr zu bieten als nur nachhaltige Produkte. Aber alleine ein Magazin zu füllen, in dem täglich Artikel erscheinen sollen, ist für eine Person ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb habe ich mich im November 2013 auf Facebook auf die Suche nach Personen gemacht, die sich dafür interessieren würden, für ein Online-Magazin zum Thema Nachhaltigkeit zu schreiben. Die Resonanz war um einiges größer, als ich mir erhofft hatte. Und mit WordPress gab es nun auch endlich die Möglichkeit, eine professionelle Homepage zu erstellen, ohne an seinen nicht existenten html- oder CSS-Kenntnissen zu verzweifeln. Bis zum Launch habe ich jeden Tag außer Weihnachten vor dem Computer verbracht, um rechtzeitig fertig zu werden. Die Online-Redaktion wurde aufgebaut, die Redakteure willkommen geheißen, die Kategoriestruktur erstellt, Grafiken gebastelt und vieles mehr. Nach den eineinhalb Monaten auf 110 Prozent war ich ziemlich k.o., ich kann einen solchen Zeitplan daher nicht unbedingt weiterempfehlen. Ich war aber auch sehr stolz und froh über das, was letzten Endes am 1. Januar 2014 als The bird’s new nest | Eco. Life. Style. Magazine. gelauncht wurde.

Soviel also zur Entstehung von The bird’s new nest. Wenn ihr weitere Fragen zu mir, dem Team oder The bird’s new nest habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren hinterlassen. Wenn euch weitere Hintergrundinfo interessiert, kann ich euch die anderen Beiträge meiner Kolumne Aus der Redaktion. empfehlen.

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Seele 2.0 – Repariere deine Klingel

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“ „Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe…

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“
„Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe zwei Tage auf dem Sofa.“
„Ist es heute nicht schön? Sonne, Cappuccino…?“ – „Wenn ich nicht so urlaubsreif wäre, könnte ich mich bestimmt daran erfreuen.“

Das sind zufällig mitgehörte Dialoge. In der Bahn, in Straßencafés, in Supermarkt-Schlangen lausche ich gern, wie Menschen sich über ihren Alltag unterhalten. Und stelle fest, dass manche von uns ganz schön müde sind.

Wie wird man urlaubsreif?

Das Spiel des Lebens geht so: Jeder von uns hat zu Beginn des Tages 100% seiner Ressourcen zur Verfügung. Jeder beginnt auf seine Art und Weise, diese Ressourcen einzusetzen und zu verbrauchen. Wer mehr Ressourcen verbraucht, als ihm zur Verfügung standen, borgt sich welche aus dem morgigen Tag, und irgendwann sind die Ressourcen für Wochen im Voraus verbraucht.

Wie du deine Energie schnell verbrauchst:

  • Freundschaften vernachlässigen
  • Sich verzetteln, viele Dinge anfangen
  • Es allen recht machen wollen
  • Nicht wissen, was man wirklich will

Repariere deine Klingel!

Oft bekommen wir kleine Signale aus der Umwelt, die uns sagen, dass wir eventuell an unsere Grenzen geraten. Dass etwas anderes an der Reihe ist, zum Beispiel Freizeit mit Freunden. Wenn deine „Klingel“ – deine empfindliche und aufmerksame Signalempfangsstelle – kaputt ist, dann muss die Umwelt laut klopfen.

Wie kannst du deine Klingel reparieren? Halte ab und zu an. Halte inne. Frage dich: „Wie geht es mir gerade?“.

Höre auf deine Sinne. Wenn es dir gerade nicht gut geht, reagiere. Sofort. Tue etwas Gutes für dich. Tanke Energie. Versetze dich in gute Stimmung – wie das geht, habe ich in diesem Kolumnenbeitrag geschrieben. Wenn du bei der Arbeit bist, mache eine Pause. Gehe kurz vor die Tür und einmal um den Block. Sollte dich jemand komisch angucken, setze dein bezauberndstes Lächeln auf und übe positive Ansteckung.

Beschäftige dich mit der Klingel-Metapher

Wie sieht deine Klingel aus? Wie klingt sie, wenn jemand darauf drückt? Magst du dieses Geräusch? Was kannst du machen, damit deine Klingel nicht so oft defekt ist?

Hast du Erfahrungen mit dem Thema „Energie tanken“? Wie sorgst du dafür, deine Ressourcen nicht zu verbrauchen? Wir freuen uns über deine Ideen und Vorschläge – diese kannst du hier über die Kommentar-Funktion hinterlassen!

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Nadine sucht das Glück: Glück ist Gemeinsamkeit

Alexandre Dumas der Ältere ist den meisten wohl durch seine Werke Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo ein Begriff. Neben diesen und vielen andern Büchern stammen auch…

Alexandre Dumas der Ältere ist den meisten wohl durch seine Werke Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo ein Begriff. Neben diesen und vielen andern Büchern stammen auch sehr weise Worte aus seiner Feder. „Glücklicher als der Glücklichste ist, wer andere Menschen glücklich machen kann.“ Schon vor einiger Zeit bin ich über dieses Zitat gestolpert. Noch immer hallt es wider und regt mich zum Nachdenken an. Stimmt das? Ist das eigene Glück abhängig vom Glück anderer? Oder wird das eine durch das andere verstärkt? Wird Glück immer größer, je mehr Menschen sich daran erfreuen können? Antwort auf diese Fragen habe ich vor wenigen Tagen erhalten.

Anfang des Monats haben sich einige meiner KollegInnen zusammengeschlossen um gemeinsam für Menschen in Not zu kochen. Das Betreuungszentrum Gruft der Caritas in Wien unterstützt und umsorgt Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Obdachlose und sozial schwächer gestellte Menschen finden hier einen Platz zum Schlafen, Duschen und Essen. Sie werden mit Kleidung und anderen notwendigen Utensilien versorgt, die ihnen ihr Leben erleichtern. Drei Mal täglich gibt es eine Essensausgabe, die ab und an von freiwilligen Kochgruppen übernommen wird. Meine KollegInnen und ich haben eine solche Kochgruppe gegründet und die Möglichkeit genutzt, gemeinsam einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.

Schon im Vorfeld war die Aufregung groß. Was wird gekocht? Wer kauft ein? Gibt es jemanden, der Erfahrung mit Großküchen hat? Sind wir alle hervorragende Meisterköche oder doch nur eine Ansammlung laienhafter Kartoffelschäler und Zwiebelschneider? Gemeinsam haben wir einen Schlachtplan aufgestellt und die Rollen verteilt. Dass unser Vorgesetzter zum Gehilfen und Zwiebelschäler erklärt wurde, war genau so in Ordnung wie die Tatsache, dass junge KollegInnen das Sagen über die Küchenabläufe hatten und altgediente KollegInnen auf Zuruf von A nach B flitzten. Für 200 Personen zu kochen ist für jemanden – oder eine ganze Gruppe – ohne Kocherfahrung eine ziemliche Herausforderung. Bewaffnet mit Schürzen und Kochmützen haben wir uns dieser Herausforderung gestellt. Erfolgreich, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Obwohl wir eine zusammengewürfelte Truppe aus verschiedenen Abteilungen und unterschiedlichen Altersklassen waren, stellte sich innerhalb kürzester Zeit ein großartiger Teamrhythmus ein. Jeder übernahm gewissenhaft seine Aufgaben und packte an, wo Hilfe benötigt wurde. Zwischen Unmengen an Kraut und Zwiebeln wurde gelacht und gescherzt und ganz nebenbei ein Menü für unsere Gäste auf die Beine gestellt. Dass wir zeitgerecht fertig geworden waren, war das erste große Erfolgserlebnis und Grund zur Freude. Die auf das Kochen folgende Essensausgabe sorgte aber doch für Nervosität. Was, wenn es nicht schmeckt? Wenn nicht ausreichend Essen vorhanden ist? Wie furchtbar wäre es, wenn jemand hungrig zu Bett gehen müsste! Alle Sorgen waren unbegründet. Wir hatten reichlich gekocht und wenn man den Mengen an verdrückten Portionen glauben mag, dann hat es auch geschmeckt. Nachdem der letzte Teller über den Tresen gewandert war, setzten wir uns zu den verköstigten Menschen und unterhielten uns noch eine Weile mit einigen von ihnen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Feierabendgetränk, bei dem der Nachmittag und Abend noch einmal eingehend besprochen wurden. Wir waren uns einig: Das war eine tolle Erfahrung und hat allen Spaß gemacht!

Im Nachhinein betrachtet waren zwei Aspekte ausschlaggebend für das vorherrschende Glücksgefühl, das auch noch anhielt als wir uns alle auf den Heimweg machten. Einerseits, dass wir aus dem gemeinsamen Wunsch, etwas Sinnvolles und Gutes zu tun, ein Team gebildet hatten, das wunderbar funktioniert und in dem jeder seinen Platz gefunden hatte. Gemeinsam etwas zu schaffen, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen und am Ende erschöpft, aber zufrieden dastehen zu können fühlt sich großartig an und verbindet. Plötzlich sieht man seinen Vorgesetzten oder seine Kollegin mit anderen Augen, entdeckt vielleicht Charakterzüge, die vorher im Verborgenen lagen. Ein Perspektivenwechsel, der eine wahre Bereicherung darstellt.

Der zweite, noch viel wichtigere Aspekt, waren die vielen fröhlichen Gesichter, in die wir im Laufe des Abends blicken durften. Ja, den meisten dieser Menschen geht es schlecht. Viele von ihnen leben unter schrecklichsten Bedingungen, viele werden von ihren Mitmenschen nicht einmal wahrgenommen. Und trotzdem wurde gelacht und geplaudert. Wir sahen Menschen, die eng in Freundschaft verbunden ihre Scherze miteinander trieben und andere, die sich nach dem dritten Nachschlag über ein Stück Schokokuchen freuten, als gäbe es im Moment nichts, das sie glücklicher machen könnte. Einen kleinen Teil dieser Freude konnten wir mit unserem Abendessen bereiten. Dieser kleine Anteil an der momentanen Zufriedenheit aller Gäste der Gruft war es, der den Nachmittag für uns zu einem Erfolg und Grund zur Freude machte.

Das Glück des einen hängt nicht vom Glück des anderen ab. Wenn aber das Glück des einen den anderen glücklich macht, dann wird es mächtig und groß und für jeden fühlbar. Alexandre Dumas der Ältere hatte Recht. Ich hätte nicht glücklicher sein können und bin dankbar für diese Erfahrung, die ich mit meinen KollegInnen und den vielen unterschiedlichen Menschen in der Gruft teilen durfte.

Wenn ihr auch einmal den Kochlöffel für den guten Zweck schwingen wollt, könnt ihr euch hier informieren. Die Gruft ist übrigens nicht die einzige Einrichtung, in der Hilfe willkommen ist. Unterstützung wird an so vielen Orten benötigt. Scheut euch nicht nachzufragen, es wird sich lohnen.

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Der Brombeer-Balkon: Beere und Pilz?

Letztens gab es ein gutes Essen im Hause. Wir lieben jegliches Pilzgewächs, vorausgesetzt natürlich, der Genuss zielt nicht darauf ab, Menschen ums Leben zu bringen. Im Biomarkt unseres Vertrauens gab…

Letztens gab es ein gutes Essen im Hause. Wir lieben jegliches Pilzgewächs, vorausgesetzt natürlich, der Genuss zielt nicht darauf ab, Menschen ums Leben zu bringen. Im Biomarkt unseres Vertrauens gab es besonders schmackhaft aussehende braune Champignons. Verarbeitet wurden die Schwammerl zu einem Risotto. Eigentlich haben wir über Pilze noch nie viel nachgedacht. Gemüse, Kräuter und Beeren reichten uns in unserem Stadtgarten, vor allem nachdem wir wegen der Beeren am Balkon ja schon zur Genüge belächelt wurden. „Himbeeren und eine Stachelbeere im Topf? Das wird doch nichts.“ Und wie das was wird! Einzigartig, lecker und wunderschön ist es!

Doch letzte Woche geschah es. Nachdem es bereits außergewöhnlich warm ist, haben wir unsere Winterschlaf haltenden Pflanzen ein wenig abgedeckt, das Bett – ähm, Beet – gelüftet. Und siehe da, was finden wir unter Tannennadeln? Schwammerl, die so frech waren sich in unserem Töpfchen ihr Zuhause einzurichten!

Puh, also für mich war das kurz ein Schock. Von Natur aus bin ich ein eher skeptischer Mensch. Selbstgepflückte Pilze kann ich nicht essen, ich hänge einfach an meinem Leben. Außerdem haben wir beide keine Ahnung von Pilzen. Versteht sich also von selbst, dass diese Schwämme keinen Platz auf unseren Tellern finden. Und während ich noch darüber nachdenke, ob sie wenigstens weiter bei uns wachsen dürfen oder, ob ich sie ausreißen muss, überlegt D. bereits etwas ganz anderes: „Hmmm…, wenn Pilze von alleine in unserem Kisterl wachsen, müsste es doch möglich sein…, hmmm…, Könnte man nicht…, vielleicht…, Champignons? Hmmm…, vielleicht in einem kleinen Glashäuschen?“

Bin ich froh, dass mein Mann von einem Einfall zum nächsten springt, denn was das betrifft, bin ich einfach ein Schwammerl*.

 

*Schwammerl ist Österreichisch für Pilz. Und ein Schwammerl sein bedeutet unter anderem ungeschickt zu sein.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Frühjahrsputz für den Körper Der Frühling ist nun endgültig bei uns angekommen. Grund genug also, mit dem Frühjahrsputz in die nächste Runde zu gehen! In meinen letzten beiden Beiträgen ging…

Frühjahrsputz für den Körper

Der Frühling ist nun endgültig bei uns angekommen. Grund genug also, mit dem Frühjahrsputz in die nächste Runde zu gehen! In meinen letzten beiden Beiträgen ging es schon um das Entrümpeln der Wohnung, sowie um das nur allzu oft vergessene oder verdrängte digitale Ausmisten. Aber wenn ihr glaubt, dass das schon alles war, habt ihr euch getäuscht! Die Frühlingszeit ist auch die perfekte Gelegenheit, den eigenen Körper zu „entrümpeln“.

Dabei möchte ich an dieser Stelle in keinster Weise eine konkrete „Entschlackungs“-Kur, Diät oder Ähnliches anpreisen. Ich möchte lediglich Anregungen bieten, wie ihr euren Alltag mit wenigen Umstellungen gesünder gestalten könnt, ohne ein Gefühl des Verzichts zu erleben. Essenziell ist, was für ein Ziel ihr verfolgen wollt. Geht es euch darum, die Bikini- oder Badehosenfigur für den Sommer zu erreichen? Darum, die Kilos der Weihnachtsfeiertage, die immer noch an den Hüften kleben, loszuwerden? Oder wollt ihr einfach nur ein allgemein besseres Körpergefühl und einen Frischekick für die Haut? Je nachdem, was ihr erreichen wollt, könnt und solltet ihr in der Intensität variieren.

Worauf ihr grundsätzlich achten solltet:

Hochwertige Lebensmittel!
Lest die Inhaltsstoffe auf diversen Verpackungen und nehmt Abstand von E-Nummern, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, verstecktem Zucker und Fett. Denn je weniger etwas industriell verarbeitet wurde, desto lebendiger und wertvoller ist es. Eigentlich logisch, oder?

Frische Lebensmittel!
Natürlich ist es immer noch gesünder, Erbsen aus der Dose zu essen, als gar kein Gemüse – aber wen wundert es, wenn man beim Anblick des mehr grauen als grünen Gemüses so gar keine Lust darauf verspürt und stattdessen lieber zur „hübschen“ Tiefkühlpizza greift? Na eben. Ein guter Gradmesser ist der eigene Appetit. Seht euch in der Obst- und Gemüseabteilung um und entscheidet euch für das, was euch anlacht. Meistens weiß der Körper ganz genau, welche Nährstoffe er gerade braucht und führt euch zielstrebig dorthin. Denn – obwohl ihr das vielleicht gerade nicht hören wollt – wenn der Körper beispielsweise unstillbaren Heißhunger auf Schokolade anzeigt, braucht er genau genommen gar keine Schokolade. Viel wahrscheinlicher fehlt ihm das darin enthaltene Magnesium, das er auch in Nüssen, Samen und vielen Gemüsesorten findet.

Frisch und vor allem selbst kochen!
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich höre, wie Menschen davon erzählen, dass sie „jeden Tag frisch kochen“ und ich dann feststellen muss, dass „frisch kochen“ im Aufreißen und Mischen von Packungen und Tüten besteht, mit dem eigentlichen Begriff also nichts zu tun hat. Dabei ist es so einfach und muss nicht länger dauern, als Fertiggerichte zuzubereiten. Wenn man selbst oder miteinander frisch kocht, bekommt man ein ganz anderes Verhältnis zum Thema Ernährung. Spaß und stolz macht es obendrein! Inspiration könnt ihr euch beispielsweise hier holen.

Wasser, Wasser, Wasser!
Der menschliche Körper besteht zu über 75 Prozent aus Wasser. Gerade deswegen ist es so wichtig, ihn damit ausreichend zu versorgen und nicht darauf zu warten, bis er Durst signalisiert. Aber Vorsicht! Nur Wasser ist Wasser. Auch wenn viele Getränke Wasser beinhalten oder damit zubereitet werden, solltet ihr euch angewöhnen, es so pur wie möglich zu trinken und so wenige Zusatzstoffe wie möglich zu euch zu nehmen. Wenn ihr das – aus welchem Grund auch immer – nicht könnt oder wollt, dann versucht, dem Wasser mit frischen Zutaten Geschmack zu geben. Also beispielsweise mit Zitronenscheiben oder möglichst frisch gepressten Fruchtsäften. Versucht aber, das Verhältnis von Wasser zu Saft nach und nach zu reduzieren. Sogenannte „Functional Drinks“, wie es sie heutzutage zuhauf gibt und die Jugend, Schönheit und Gesundheit versprechen, beinhalten meist sehr viele Aromen, unverhältnismäßig viel Zucker (!) und andere Zusatzstoffe, die kein Körper braucht. Die benötigte Wassermenge variiert von Mensch zu Mensch und ist von vielen Faktoren wie beispielsweise Ernährungsgewohnheiten, Temperatur und Tätigkeit abhängig, mit einer Menge von zwei bis drei Litern kann man aber normalerweise nichts falsch machen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen im Durchschnitt 35 Milliliter Wasser pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht.

Bewegung ist Leben!
Um den Körper so richtig in Schwung zu bringen, darf Bewegung nicht fehlen. Ob Yoga, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern oder etwas anderes – macht, was euch Freude bereitet. Aber macht es. Jede Form von bewusster Bewegung hilft dem Körper, fitter und gesünder zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Woche mindestens 150 Minuten Sport, aber von solchen Vorgaben halte ich wenig. Das Wichtigste ist und bleibt das persönliche Befinden, denn Glück und Zufriedenheit sind mehr wert als jede Zahl. Wer partout keinen Sport machen möchte, kann dennoch zusätzliche Bewegung in den Alltag einbauen: Am Weg zur Arbeit eine Station früher aussteigen und zu Fuß gehen oder gleich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, auf den Lift verzichten und stattdessen die Treppe nehmen. Gartenarbeit kann ebenfalls ein gutes Workout darstellen.

Gewöhnt euch Rituale an!
Morgens direkt nach dem Aufstehen ein großes Glas lauwarmes Wasser zu trinken, bringt euch und euren Verdauungstrakt in Schwung. Überlegt nicht lange, ob ihr gerade Durst habt, oder nicht. Trinkt einfach. Genauso könnt ihr zum Beispiel Werbepausen im Fernsehen für Körperübungen nützen oder am Wochenende ausgedehnte Spaziergänge einplanen. Lasst es euch gut gehen.

Fühlt ihr euch schon frühlingsfit?

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Mein (fast) plastikfreies Leben – Ein ökologisches Örtchen

Warum richtiges Verhalten manchmal ganz schön anstrengend sein kann Wer versucht Plastikmüll zu vermeiden, wird schnell auf Grenzen stoßen. Einige Dinge gibt es einfach nicht ohne Plastikverpackung. Tofu wäre da…

Warum richtiges Verhalten manchmal ganz schön anstrengend sein kann

Wer versucht Plastikmüll zu vermeiden, wird schnell auf Grenzen stoßen. Einige Dinge gibt es einfach nicht ohne Plastikverpackung. Tofu wäre da ein Beispiel. Da sich mein Verbrauch an Tofu jedoch in Grenzen hält, sah ich dies erst einmal nicht als dringlichstes Problem. Stattdessen stand ich schnell vor der Frage, wie ich in Zukunft für Toilettenpapier-Nachschub sorgen sollte. Ich gebe zu, das Thema ist delikat und eignet sich nicht immer für einen locker-flockigen Einstieg in die Plastikmüll-Problematik – vor allem nicht, wenn man gerade gemütlich beim Essen sitzt. Allerdings merkt man gerade beim Thema Toilettenpapier schnell, wie schwierig manchmal die Suche nach ökologischen Alternativen sein kann.

Anfangs war ich mir sicher: Irgendwo muss es doch auch Toilettenpapier ohne die obligatorische Kunststoff-Verpackung geben. Ich rannte zum Bioladen, zum Reformhaus und sogar zum Großmarkt. Das Ergebnis: Nirgends konnte ich etwas finden. Selbst das Toilettenpapier aus recyceltem Material war in Plastik verpackt. Also begann ich nach Alternativen zu suchen. Auf dem überaus nützlichen Blog Kein Heim für Plastik der plastikfrei lebenden Familie Krautwascherl fand ich ein paar Tipps. Auf Experiment Selbstversorgung las ich sogar einmal über wiederverwendbares Toilettenpapier aus Stoff – eine interessante Idee, aber sicher nicht für jeden.

Für mich und meine Mitbewohner und Gäste musste es etwas „Konventionelleres“ sein: So besorgte ich mir nach ein paar Recherchen eine Taschentücher-Box von dm aus Pappe. Die Recycling-Linie von dm kommt sogar bei ihren Taschentücher-Boxen komplett ohne Kunststoff aus – selbst die Öffnungslasche ist plastikfrei. Ich musste also nicht mehr befürchten, keinen Ersatz mehr für Toilettenpapier zu finden. Die Nachteile bekam ich allerdings erst nach und nach zu spüren: Freunde fragten beim Besuch meines stillen Örtchens stets nach dem Klopapier, ich gab sehr viel mehr Geld aus und ich war mir letztendlich noch nicht einmal sicher, ob mein Mehrverbrauch an recycelter Pappe das ganze überhaupt ökologisch rechtfertigen würde.

Also entschied ich mich nach sechseinhalb Wochen „Hardcore-Plastikfasten“: Hier mache ich keine Einschränkungen mehr. Ich kaufe wieder ganz normales Recycling-Toilettenpapier und habe mehr Zeit und Geld, um meine Energie in andere, sinnvollere Maßnahmen zu stecken. Für die Plastikverpackung habe ich immerhin eine ganz verträgliche Wiederverwertungsmethode gefunden: Ich schneide sie oben auf und verwende sie weiter als Plastiktüte.

Was ich dadurch gelernt habe: Man muss sich nicht immer in jeder noch so kleinen Sache perfekt verhalten. Manchmal haben Komfort und Nutzwert einfach Vorrang. Wichtiger finde ich es, bei den Dingen, bei denen wir so gut wie keine Einschränkungen machen müssen, zu beginnen – keine Extra-Tüten aus dem Supermarkt mitzunehmen, Obst und Gemüse weitestgehend lose zu kaufen und doppelt und dreifach verpackte Dinge zu boykottieren. Damit hat man viel getan und muss sich das Leben dennoch nicht unnötig schwer machen. Denn meiner Meinung nach kann man Dinge nur nachhaltig umsetzen, wenn man sie auch wirklich gut in den Alltag integrieren kann. Sonst verwirft man sie irgendwann wieder – und damit wäre niemandem geholfen.

Was denkt ihr? Habt ihr euch schon einmal Gedanken über ein ökologisches stilles Örtchen gemacht? Findet ihr es in Ordnung, auch einmal der Bequemlichkeit den Vorzug zu geben? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallihallo, da bin ich wieder. In der letzten Ausgabe von Völlerei habe ich euch zwar wie fast immer in letzter Zeit versprochen, zwei Lokale zu testen, aber leider wurde daraus…

Hallihallo, da bin ich wieder. In der letzten Ausgabe von Völlerei habe ich euch zwar wie fast immer in letzter Zeit versprochen, zwei Lokale zu testen, aber leider wurde daraus doch nichts. Die liebe Zeit und das blöde Leben sind mir dazwischen gekommen. Aber das wird nachgeholt, versprochen!

Deswegen berichte ich euch heute nur über eine Lokalität und zwar das Café Restaurant Oben, das zwischen 15. und siebten Wiener Bezirk auf dem Dach der Wiener Hauptbücherei liegt. Für Bücherwürmer ist es also perfekt: Nach einer ausgiebigen Lese-Session im Bücherhimmel kann man sich danach mit leckerem Essen stärken, oder auch davor, wie es halt besser passt. Das Oben existiert zwar schon seit gefühlten Ewigkeiten, bisher hatte ich es aber bis auf einen schnellen Kaffee aufgrund der Aussicht noch nie so wirklich beachtet. Seit einiger Zeit gibt es nun aber auch ein veganes Angebot, das nicht nur lecker, sondern auch absolut preiswert ist. Schließlich zahlt man im Oben auch ein bisschen Aufschlag für die nette Aussicht.

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Wenn man (mit Aufzug oder Treppe) das Lokal erreicht hat, kommt es dann ganz darauf an, worauf man Lust hat: Untertags gibt es ab neun Uhr immer ein sehr leckeres Frühstücksangebot, ab Mittag dann auch Essen à la Carte, wo ebenfalls ein paar fleischlose Spezialitäten gezaubert werden. Da ich sowohl das Frühstück, als auch das normale Programm bereits mehrmals getestet habe, kann ich von beidem berichten und muss sagen: Beides ist der Hammer und zahlt sich aus.

Neben den traditionellen Fleischgerichten gibt es im Oben auch ein veganes Frühstück, das in dieser Form meiner Meinung nach das beste ist das man in Wien im Moment bekommen kann. Es mag zwar oft von der Zubereitung etwas länger dauern, aber das Warten zahlt sich absolut aus: Tofu Scramble, eine vegane Eierspeise aus Tofu mit Paprika und Jungzwiebel, dazu gibt es Toasts, ein kleines Glas Fruchtsaft, einen leckeren Aufstrich und eine gute selbstgemachte Marmelade. Als süße Krönung zum Schluss wird dann noch ein Glas Soja-Joghurt mit Müsli und einem riesigen Schoko-Cookie serviert. Das alles um 9,80 Euro was vielleicht anfangs teuer erscheint, weil der etwaige Kaffee mit Sojamilch darin noch nicht enthalten ist (im Gegensatz zu manchen anderen Frühstücken), aber man wird davon auch ordentlich satt und man schmeckt die außerordentliche Bio-Qualität der Produkte.

Aber auch das Tagesmenü braucht sich nicht verstecken: Angefangen mit einem hausgemachten Seitan-Salat (mit roten Rüben, Wachtelbohnen und natürlich leckerem, in Kernöl geschwenktem Seitan), über eine kräftige Schwammerlsuppe bis hin zu Rauchkuchel-Knödeln (Knödel mit Räuchertofu und Röstzwiebeln, große Empfehlung!) ist für alle etwas dabei, auch in die eher fernöstliche Richtung wird ein tolles Mandel-Curry angeboten. Alle fleischlosen Gerichte sind als vegan oder vegetarisch gekennzeichnet und auch die laktose- oder glutenfrei lebenden Menschen werden berücksichtigt, was ich sehr toll finde. Genauso wie den immer sehr bemühten und freundlichen Service, der das Ganze noch mehr aufwertet. Das i-Tüpfelchen ist aber natürlich die schöne Aussicht über die Dächer Wiens, gerade an einem sonnigen Tag oder am frühen Abend ist diese Stimmung, die hier in Kombination mit gutem Essen und auch hervorragendem Wein gezaubert wird, unbezahlbar.

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Das Oben zeichnet sich übrigens als sogenanntes „Friendly Food Restaurant“ aus. Das heißt, hier wird (wie man aufgrund der Speisekarte merkt) verstärkt auf Menschen gesetzt, die sich bewusst mit Essen, Klima und Tierhaltung auseinandersetzen und eben nicht andauernd Fleisch brauchen.Tolles Konzept und ich denke auf jeden Fall, dass dies die Zukunft sein wird. Das Oben eignet sich also perfekt, um griesgrämigen Fleischtigern mal ein bisschen Abwechslung zu bringen und sie vielleicht sogar bis zum Fleischverzicht zu bringen, ohne Zwang und Belehrung. Ansonsten: Ein nettes Date eignet sich auch perfekt im Oben, gerade im Sommer, wenn die Terrasse auch noch geöffnet hat, ist es hier schön romantisch!

Fazit: Tolles Lokal mit großartigem veganen Angebot, das auch sehr von der Lage und dem Ausblick lebt, aber nicht nur dadurch heraussticht und sich deswegen sicherlich lange Zeit halten wird.
Tipp: Unbedingt auch mal Montags hingehen, da gibt es Mittags immer ein veganes Menü, dass noch weit preiswerter ist als die à la carte Gerichte!

Bewertung: 8/10
Urban Loritzplatz 2A
1070 Wien

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Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste das Dellago am hippen Yppenplatz im 16. Bezirk, das seit Neuestem einen Haufen Italienischer Klassiker in vegan führt sowie den ersten Würstelstand in Österreich der auch eine vegane Hot Dog-Alternative anbietet – den Leo bei der Nussdorferstrasse. Bis dahin, haut rein – aber nur kulinarisch, weil Gewalt ist blöd.

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Vom Samen bis zur Ernte: Bienen

Bereits Albert Einstein sagte angeblich: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Dieses Mal werde ich mich also mit dem wichtigsten Nützling im Garten…

Bereits Albert Einstein sagte angeblich: „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Dieses Mal werde ich mich also mit dem wichtigsten Nützling im Garten beschäftigen, der Biene. Aber davor habe ich eine Liste mit Pflanzen vorbereitet, die du ab April aussäen kannst:

Gemüse:
Säen: Erbsen, Gurken, Fenchel, Kohlrabi, Eis(berg)salat, Mangold, Melonen, Karotten, Radieschen, Rote Rüben/Beete
Pflanzen: Blumenkohl, Aubergine/Melanzani, Kartoffeln, Kopfkohl, Rosenkohl/Kohlsprossen, Kopfsalat, Tomaten, Pilze

Obst:
Bodenbearbeitung, Wildverbiss behandeln, Schorfbekämpfung beginnen, Erdbeeren säen

 

Die Honigbiene

Zurück zur beliebtesten Gartenhilfe, der Honigbiene. Bienen leben in einer bemerkenswerten Symbiose mit fast allen Pflanzen. Sie fliegen von Blüte zu Blüte um Nektar für ihren Honig zu sammeln, Pollen zu fressen und bestäuben beiläufig eine Blüte nach der anderen. Das funktioniert so gut, dass Pflanzen die von Bienen bestäubt wurden meistens mehr und größere Früchte tragen. Kein Wunder also, dass die Blüten um die Aufmerksamkeit der Biene konkurrieren. Deshalb haben die Bienen auch immer ein großes Angebot an verschiedenen Blüten zur Auswahl. Während sie an einer Blüte sammeln, regen sie diese durch Vibration an, damit sie besonders viel Pollen und Nektar abgeben. Aber das Leben einer Arbeiterin beginnt meistens nicht mit dem Sammeln von Nektar, sondern mit der Aufzucht der Brut. Junge, weibliche Bienen sind mit der Reinigung des Baus, der Brutpflege und dem Füttern der Königin beauftragt, dies findet im Herzen des Stocks statt und in unmittelbarer Nähe zur Königin. Diese kann ein vielfaches ihres eigenen Körpergewichts an Eiern pro Tag legen.

Der Bienenstock

Der Stock befindet sich im ständigen Wandel. Wenn die Eier und Larven mehr Platz brauchen, transportieren die Arbeiterinnen den Honig aus den zu Brutkammern nahen Waben zu weiter entfernten Waben um frischen Platz für die neuen Arbeiterinnen zu schaffen. Außerdem müssen ständig neue Waben gebaut werden um zusätzlichen Raum für neue Brut und Honig zu schaffen. Eine Menge Arbeit, denn um ein Volk mit bis zu 60.000 Bienen aufrecht zu erhalten müssen viele junge Bienen schlüpfen. Ein Stock produziert leicht 40 Kilogramm Honig pro Jahr, die besten schaffen bis zu 100 Kilogramm.

Wenn die jungen Arbeiterinnen älter werden, sind sie für den Schutz des Stocks zuständig. Erst gegen Ende ihres Lebens werden sie immer wieder aus dem Stock fliegen um Nektar zu sammeln. Ein genialer Karriereplan. Auf diese Art schaffen es die Bienenvölker den maximalen Nutzen aus dem Leben jeder einzelnen Biene zu ziehen.

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Bild: jprohaszka / pixabay.com

Von Nektar und Sammlerinnen

Nektar wird bis zu zwei Kilometer vom Stock entfernt gesammelt. Um so weit zu kommen, müssen Bienen im Stock Honig aufnehmen, den sie auf dem Weg zu den frischen, vollen Blüten verbrauchen. Dabei legen Bienen weite Strecken zurück, sie können bis zu 1.000 Blüten pro Tag bestäuben und kennen den Weg zum Stock auswendig. Einen platzierten Stock darf man deshalb nicht einfach umstellen, sonst finden die Sammlerinnen nicht mehr zurück.

Bienen signalisieren ihren Artgenossinnen mit Flugmanövern und Pheromonen gute Plätze, oder warnen sie vor Gefahren. Den rohen Nektar übergeben die Bienen von Rüssel zu Rüssel, dabei verändert er sich jedes Mal ein wenig, bis er am Ende zu Honig wird.

Der Angst ins Auge sehen

All jenen, die sich vor Bienen fürchten, sei gesagt, dass Bienen sehr friedliche Lebewesen sind. Viele Imker verwenden gar keinen Schutz beim Umgang mit ihren Völkern – selbst wenn sie die Stöcke öffnen, bleiben die gold-schwarzen Insekten friedlich. Die Angst vor Stichen kommt häufig von Verwechslungen mit Wespen, die wesentlich aggressiver sind und dank ihrer Vorliebe für Süßspeisen und Säfte immer wieder sehr nah an den Menschen herankommen. Bienen konzentrieren sich aber vor allem auf Nektar und gelegentlich Wasser, sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Solange man rasche Bewegungen und Anblasen der Bienen vermeidet, kann man ihnen sogar sorglos bei der Arbeit zusehen. Man sollte also vermeiden vor ihnen zu flüchten oder sie mit der Hand zu verjagen! Gelegentlich verfangen sie sich in den Haaren, dann sollte man sie aber einfach so lange ignorieren bis sie sich von selbst entfernen. Versucht man sie mit der Hand zu verjagen, wird man mit Sicherheit gestochen. Häufiger kommt es auch zu Stichen, weil man auf eine tote Biene tritt. Aber auch hier gilt, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich und nicht alles, was summt und sticht, ist auch eine Biene.

Wespen und Bienen sind in der Regel gleich groß, aber Bienen, oder Honigbienen, sind eher dicklich, während Wespen eher schlank aussehen. Außerdem haben Wespen eine wesentlich auffallendere Färbung, das Gelb wirkt schon fast leuchtend. Wespen wirken haarlos, während Honigbienen ein eher braunes, schwarzes oder auch graues Fell besitzen. Bienen ernähren sich von Nektar und Pollen, während Wespen geschickte Räuber sind. Deshalb können Wespen schneller und geschickter fliegen.

Fazit

Die Biene ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Tiere für den Menschen. Sie übernimmt den größten Teil der Bestäubung bei Pflanzen und ohne sie könnten wir unseren Nahrungsbedarf nicht decken. Bitte denke daran, wenn du das nächste Mal einer Biene in deiner Wohnung begegnest. Keine Panik, ein Glas, ein bisschen flaches Material und ein wenig Geduld und du kannst sie leicht ins Freie schaffen. Let it bee!

Bis zum nächsten Mal. Ich hoffe, du bist jetzt mindestens ein so großer Fan der Biene wie ich! In meinem nächsten Beitrag beschäftige ich mich mit Kompost und Dünger. In den Kommentaren kannst du wie immer gerne Fragen, Anmerkungen und Kritik hinterlassen, ich werde sie gerne beantworten. Gutes Gelingen und lass dich nicht pflanzen!

 

Links zum Thema:
Honigbienen auf Wikipedia
Bienenstock auf Wikipedia
Buchtipp: Phänomen Honigbiene von Jürgen Tautz

1 Kommentar zu Vom Samen bis zur Ernte: Bienen

Die Inspektorin: Das kann man noch verwenden!

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden nicht mehr Einwandfreies einfach wegzuwerfen oder Dinge zu kaufen, die nach einmaliger Verwendung dazu bestimmt sind im Müll zu…

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden nicht mehr Einwandfreies einfach wegzuwerfen oder Dinge zu kaufen, die nach einmaliger Verwendung dazu bestimmt sind im Müll zu landen. Zum Glück gibt es schon einige Gegenbewegungen wie zum Beispiel die Upcycler, die Ausrangiertes einem komplett neuen Zweck zuführen, oder Reparaturnetzwerke, die kaputte Geräte günstig wieder in Gang bringen und auf diesem Weg den Lebenszyklus einer Waschmaschine verlängern. Meiner Meinung nach ist der Wegwerftrend sehr respektlos gegenüber unseren Ressourcen und den Menschen die unsere Rohstoffe veredeln. Wir nehmen vorhandene Ressourcen als selbstverständlich hin, was mit Sachen geschieht, wenn wir sie wegwerfen, ist vor allem jenen, die alles mit dem Restmüll entsorgen, herzlich egal. Daher versuche ich in meinem Alltag kaputte Dinge die ich noch verwenden will reparieren zu lassen. Dinge, die in einem Durchschnittshaushalt im Müll landen würden, einem sinnvollen Zweck zuzuführen und Sachen die sowieso im Müll landen würden erst gar nicht zu kaufen. Mit den folgenden Beispielen hoffe ich dich zur Weiterverwendung, Reparatur oder Nichtkauf von Dingen zu inspirieren.

Die Mülltüte oder auch das „Mistsackerl“

Mein Inspektorinnenherz blutet, wenn ich sehe, dass sich jemand Müllsäcke kauft, vor allem dann, wenn sie aus Plastik sind. Warum bloß kauft jemand diese einmal verwendbaren Säcke, wenn sie doch Jahrzehnte zum Verrotten brauchen? Müllbeutel sind meiner Meinung nach eine der sinnlosesten Anschaffungen überhaupt. Dabei gibt es vielleicht auch bei dir zu Hause Müllsackerl, die auf den ersten Blick gar keine sind. Ich verwende gerne Sackerl, in denen Toilettenpapier verkauft wird als Mistsack weiter. Sie halten mehr aus als man ihnen zutrauen würde. Auch übervoll mit Müll bleiben sie stets dicht und schaffen immer den Weg bis zur Mülltonne. Ein weiteres gut getarntes Mistsackerl sind Säcke in denen Blumenerde verpackt ist. Einfach den leeren Blumenerdesack am oberen Ende gerade abschneiden und schon hast du eine sehr robuste Mülltüte. Falls du ein Haustier besitzt, das Heu, Katzenstreu oder ähnliches benötigt, könnte das auch eine ergiebige Mistsackquelle sein. Die verlässlichsten Mistsacklieferanten könnten deine Freunde werden. Falls sie dein Vortrag über die Problematik von Plastikmüll nicht dazu bekehren konnte, künftig mit Jutesack einkaufen zu gehen, kannst du diesen Umstand zu deinem Vorteil nutzen. Bitte sie einfach, dir ihre überschüssigen Plastik- und Papiersäcke zu geben und schon hast du einen Mistsackvorrat, der gut und gerne ein Jahr reichen wird. Am meisten freut sich die Umwelt natürlich, wenn wir erst gar keine Plastiksäcke produzieren. Ein Mülleimer der gut mit Zeitungspapier ausgelegt wird, ist wohl eine der besten Alternativen, um Müll umweltschonend zu sammeln.

Schraubgläser

Viele Nahrungsmittel sind in Schraubgläser verpackt. Lange Zeit habe ich die leeren Gläser ohne nachzudenken zur Altglassammlung gegeben, bis mir auffiel, dass sie eine hervorragende Alternative zu Tupperwarebehältern sein könnten. Seitdem hebe ich die Schraubgläser auf und verwende sie als Behälter beim Einfrieren von Nahrungsmitteln, für selbstgemachte Aufstriche, Joghurt, getrocknete Hülsenfrüchte, Nudeln…

Schuhe

Der Winter ist vorbei und die Schuhsohlen unserer Lieblingsstiefel abgelaufen? Falls du die Schuhe auch noch im nächsten Winter verwenden willst, könntest du bei einem Schuster in deiner Nähe nachfragen ob sich eine Reparatur noch lohnen und wieviel sie kosten würde. Auf diese Art habe ich meine Lieblingsstiefeletten schon durch drei Winter gerettet, einen vierten machen sie mindestens noch mit.

Reparaturnetzwerke

Das Reparaturnetzwerk der Wiener Umweltberatung ist ein Verzeichnis von Reparaturbetrieben. Vom Fahrradmechaniker bis zur Handyrettung ist hier so gut wie alles zu finden. Genutzt habe ich diesen Service vor zwei Jahren, als meine Nähmaschine keine durchgängige Naht mehr zustande brachte. Plötzlich riss der Faden alle zehn Zentimeter ab. Schnell war ein Nähmaschinenmechaniker gefunden, der die Maschine sogar gratis reparierte. Seitdem läuft sie wieder einwandfrei. Google doch einfach beim nächsten Mal nach einem Reparaturbetrieb bevor du ein Gerät entsorgen willst.

Einfrieren

Nachdem pro Haushalt durchschnittlich ein hoher Prozentsatz gekaufter Lebensmittel im Hausmüll landet, ist das Thema Essensverwertung zwar einen eigenen Artikel wert, dennoch will ich kurz eine sehr einfache Möglichkeit aufzeigen, die die Lebensdauer von Nahrungsmittel verlängert, nämlich das gute alte Einfrieren. Vielleicht dachtest du beim Wocheneinkauf ja noch, dass du jeden Tag daheim essen wirst und hast deshalb viel Frischgemüse gekauft. Wegen des schönen Frühlingswetters hast du spontan die meisten Wochentage außer Haus verplant. Also wird auch außer Haus gegessen. Friere das Gemüse ein, das schlecht werden könnte, weil du es diese Woche doch nicht isst. Schneide vorher am besten alles so, wie du es beim Kochen weiterverarbeiten willst. Wenn du die Nahrungsmittel verkochen willst, nimm sie einfach am Vorabend oder am Morgen aus dem Gefrierfach und lasse die Zutaten im Kühlschrank auftauen. Auf diese Weise wirst du beim Kochen sogar Zeit sparen.

Gebrauchtes von anderen annehmen

Lass dir doch einfach was schenken! Ein Freund mistet gerade Bücher aus und es ist was für dich dabei? Sag dankend ja zu diesem Geschenk, es wäre doch schade, wenn es auf dem Müll landen würde. Es könnte gut sein, dass es nach dir noch jemand anderes lesen will und du schenkst das Buch dann nochmal weiter. Vielleicht macht eine Freundin,die genau deine Kleidergröße hat, gerade Frühjahrsputz im Kleiderschrank und bietet dir die Klamotten an, die ihr nicht mehr gefallen? Sag auch hier dankend ja wenn etwas dabei ist, das dir gefällt. Irgendwann wirst auch du wieder ausmisten, spätestens dann kannst du ihr etwas von dir anbieten. Es macht aber auch großen Spaß gebrauchte Kleidung zu shoppen. Die gibt es mittlerweile nicht mehr nur in verstaubten Second-Hand-Läden. Gebrauchte Kleidung zu kaufen und verkaufen ist mittlerweile hip geworden, was man an den Namen dieser Shopping-Events erkennt. Vielleicht gibt es ja auch schon in deiner Nähe einen Fashionflohmarkt oder Happy-Shit-Shopping. Das Shoppen wird dir viel mehr Spaß machen als in Läden mit neuen Sachen, wenn du dabei daran denkst, dass du die bei der Produktion verwendeten Ressourcen wertschätzt, weil du sie weiterverwendest. Rufe dir auch die 2.700 Liter Wasser, die allein bei der Produktion eines neuen T-Shirts verbraucht werden, ins Gedächtnis. Immerhin wird so ein neues Shirt weniger verkauft, womit theoretisch viele Liter an Wasser gespart werden. Google doch einfach mal nach einem Second Hand Shopping-Event in deiner Nähe. Du wirst überrascht sein auf welche modischen Schätze du stoßen wirst.

Solaruhr

Fast jeder hat sie, eine Armbanduhr. Viele laufen mit Batterie, einige mit Automatik und einige mit Sonnenlicht. Als ich vor drei Jahren eine neue Uhr anschaffen musste, weil die alte endgültig ausgedient hatte, wollte ich unbedingt eine, die keine Batterien braucht um, nicht unnötig Müll zu verursachen. Dabei habe ich zuerst nach Automatikuhren gesucht, die aber eher teuer und zu groß für mein schmales Handgelenk waren. Nach längerer Recherche bin ich auf Solaruhren gestoßen. Eine Solaruhr lädt sich über das Ziffernblatt mit Energie auf. Das passiert während man sie trägt und Licht zum Ziffernblatt kommt, es kann aber auch nicht schaden sie im Sommer ab und zu in die Sonne zu legen, damit sich die Energiereserven wieder komplett aufladen.

Was machst du in deinem Alltag um Müll zu reduzieren? Achtest du beim Kauf neuer Geräte darauf, dass sie auch ohne Batterien funktionieren? Verwendest du Dinge anderwärtig die in den meisten Haushalten im Müll landen würden? Ich bin gespannt auf deine Tipps.

 

Hier ein paar Links um dich zu noch mehr Müllvermeidung inspirieren zu lassen:
Eva-Melinas Kolumne: Mein (fast) plastikfreies Leben
Reparaturnetzwerk der Wiener Umweltberatung: reparaturnetzwerk.at
2.700 Liter Wasser für ein T-Shirt: orf.at/stories/2167277/2167405

1 Kommentar zu Die Inspektorin: Das kann man noch verwenden!

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