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Kategorie: Die Inspektorin

Die Inspektorin: Kollaborativer Konsum – oder warum ausborgen und verleihen hip und einfach ist

Unsere Welt verändert sich stetig. War es früher noch modern und ein Zeichen von Wohlstand, so viel wie möglich zu besitzen (mein Auto, mein Haus, meine DVD-Sammlung… ) geht der…

Unsere Welt verändert sich stetig. War es früher noch modern und ein Zeichen von Wohlstand, so viel wie möglich zu besitzen (mein Auto, mein Haus, meine DVD-Sammlung… ) geht der Trend aktuell zum kollaborativen Konsum. Das heißt, dass Menschen Güter immer weniger als Statussymbol sehen und Dinge nicht mehr unbedingt besitzen müssen, um sich selbst aufzuwerten. Es genügt, Sachen und Gebrauchsgegenstände zu leihen, statt sie zu kaufen oder auch mal etwas zu verleihen. Am besten eignen sich dafür Dinge, die man nicht täglich braucht, wie zum Beispiel eine Bohrmaschine, ein Schokofondueset oder eine DVD. Vereinfacht wurde diese Art des Konsums durch das Internet, in dem es viele Tauschplattformen gibt, ursprünglich aber vor allem Informationen geteilt wurden. In meinem aktuellen Kolumnenbeitrag will ich euch unterschiedliche Möglichkeiten zeigen, euch an der Share Economy zu beteiligen. Dabei spielen sowohl altbekannte Offline-Institutionen als auch das Internet eine Rolle.

Die Bibliothek

Ihr kennt sie bestimmt seit eurer Schulzeit und habt sie seitdem vielleicht nur noch selten betreten. Ein hervorragender Ort, um sich Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs und andere digitale Medien zu leihen. Es gibt in vielen Büchereien mittlerweile auch die Möglichkeit, sich e-books auszuborgen. Die Bibliothek in eurer Nähe könnte also um einiges moderner sein, als ihr sie euch vorstellt. Schaut doch einfach mal vorbei und lasst euch positiv überraschen.

Die Videothek

Auch DVDs und Blu Rays gehören zu den Dingen, die ihr vielleicht nur einmal verwendet und anschließend in eurem Regal verstauben. Warum also nicht für einen gemütlichen Fernsehabend der Videothek in eurer Nähe einen kurzen Besuch abstatten? In gut sortierten Videotheken sind oft schon die neuesten Filme vorrätig.

Pumpipumpe.ch

Pumpipumpe ist ein Verein, der sich für den bewussten Umgang mit Konsumgütern und mehr soziale Interaktion in der Nachbarschaft einsetzt. Es soll das Leihen und Ausleihen von Gütern, die man nur selten braucht, gefördert werden. Die Grundidee ist, der Nachbarschaft Dinge zu leihen, die man selbst nur selten braucht, wie zum Beispiel einen Grill oder eine Bohrmaschine. Dafür hat jemand anderer in der Nachbarschaft vielleicht eine Nähmaschine oder ein Verlängerungskabel zu verleihen. Will man sich an der Idee von Pumpipumpe beteiligen und in der Nachbarschaft etwa das Waffeleisen verleihen, das im eigenen Haushalt höchstens zwei Mal im Jahr zum Einsatz kommt, genügt ein Klick auf Pumpipumpe um sich einen Sticker mit Waffeleisenabbildung zu bestellen und ihn auf den eigenen Briefkasten zu kleben. Vielleicht seit ihr ja die oder der Erste, der sich in eurer Gegend an dieser sehr schönen Idee beteiligt und einen neuen Trend auslöst. Die Sticker kann man sich in Deutschland und der Schweiz versandkostenfrei zusenden lassen, in alle anderen Länder betragen die Versandkosten vier Euro.

Carsharing

Wenn ihr in einer von öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossenen Gegend wohnt, braucht ihr ein Auto wahrscheinlich nur äußerst selten. Falls ihr doch mal eines benötigt, gibt es bestimmt ein Carsharingangebot in eurer Nähe, bei dem ihr Autos schon minutenweise anmieten könnt. Googlet doch einfach nach einem Anbieter in eurer Nähe.

Freunde

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wenn ihr wisst, dass eine Freundin sich gern am Dörren versuchen würde, während euer Dörrautomat im Regal verstaubt, dann borgt ihr einfach das gute Stück. Im Gegenzug könnt ihr euch ja vielleicht mal ihr Glätteisen leihen.

Fairleihen.de

Mit fairleihen.de stelle ich euch eine regionale Verleihplattform vor. Sie deckt nämlich nur den Raum Berlin ab. Die Teilnahmebedingungen klingen wie der Name schon sagt fair. Die Abholung muss immer persönlich beim Verleiher erfolgen. Dafür gibt es sogar einen Vertrag. Es wird auch empfohlen, bei der Übergabe einen kurzen Blick auf den Ausweis zu werfen. Wer selbst drei Produkte zum Verleih anbietet, darf sich sofort selbst eines ausleihen. Bei der Produktsuche werden zuerst die nächstgelegenen Verleiher angezeigt. Fairleihen.de stellt ein System zur Verfügung, das die Terminvereinbarung erleichtert. Ist ein Termin gefunden, erhalten beide Teilnehmer die gegenseitigen Adressen. Nach erfolgter Rückgabe des Gegenstands besteht die Möglichkeit, eine Bewertung abzugeben. Um die mobile Nutzung zu vereinfachen, kann man die Funktionen von fairleihen.de auch als App nutzen, die für alle Smartphones verfügbar ist.

Couchsurfing.org

Schließlich will ich euch noch die Königsdisziplin des Verleihens vorstellen. Das sogenannte Couchsurfing. Auf dieser Website stellen Privatpersonen einen kostenlosen Schlafplatz für Reisende zur Verfügung. Um die Nutzer – sowohl die Reisenden, als auch die Gastgeber – möglichst gut einschätzen zu können ,gibt es ausführliche Profile. Die Identität wird zusätzlich mittels Kreditkarte überprüft. Art und Dauer des Aufenthalts werden im Vorhinein zwischen den Nutzern vereinbart. Es ist Bedingung, dass die Übernachtung gratis angeboten wird. Sollte der Gast sich für bereitgestellte Mahlzeiten oder das Benutzen der Waschmaschine finanziell revanchieren wollen, darf dies der Gastgeber akzeptieren.

Wie beteiligt ihr euch am kollaborativen Konsum? Habt ihr schon einmal Dinge mittels Internet verliehen? Wenn ja, welche und welche Plattformen habt ihr dafür verwendet? Habt ihr das verliehene Gut wieder intakt zurückbekommen? Welche Offline-Möglichkeiten habt ihr schon verwendet, um euch Dinge auszuleihen?

Quelle: Wikipedia

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Die Inspektorin: Mithilfe von Apps schadstofffreie Produkte einkaufen

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze…

Als aufmerksame The bird’s new nest-LeserInnen seid ihr bestimmt an schadstofffreien und möglichst nährstoffreichen Produkten interessiert. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe trägt aufgrund der nur für ChemikerInnen verständlichen Abkürzungen und Zusätze leider nicht immer zur Aufklärung bei. Aber wir wären nicht im 21. Jahrhundert, gäbe es nicht Apps, um uns im Laden vor Ort aus der Misere zu helfen.

Die Tox-Fox App für den Kosmetik-Check
Um sicher zu gehen, dass ihr nur Kosmetika ohne hormonelle Zusätze kauft, kannst du die Tox-Fox App verwenden. Sie schützt euch zum Beispiel vor Produkten, die Parabene enthalten. Diese Substanz stört die Ausschüttung des Hormons Testosteron und kann den Hormonhaushalt von männlichen Föten durcheinander bringen. Bei Erwachsenen können sie allergieauslösend wirken. Es genügt, den Barcode des Produkts deiner Wahl zu scannen, und schon zeigt euch die App an, ob es sich um ein hormonfreies Kosmetikprodukt handelt. Diese App gibt es für iPhone und iPod touch.

Die Codecheck-App für fast alle Produkte
Diese App wurde bereits in einem Beitrag von Yvonne beschrieben – weil sie so umfangreich einsetzbar ist, sei sie hier nochmals erwähnt. In der App können nicht nur Kosmetika, sondern auch Nahrungsmittel, technische Produkte und Büroartikel auf ihre Schadstofffreiheit geprüft werden. Wenn das von euch gescannte Produkt unerwünschte Stoffe enthält, könnt ihr euch ein Alternativprodukt anzeigen lassen. Nährwert-Ampeln helfen neben der Anzeige bedenklicher Inhaltsstoffe bei der Kaufentscheidung. Verfügbar ist diese App sowohl für Apple- als auch Android-Geräte.

Der Aid E-Nummern-Finder
Der Aid E-Nummern-Finder ist eine App, die auch offline funktioniert. Wie der Name schon verspricht, ist diese App vor allem für die Erklärung von E-Nummern geeignet. Einfach die E-Nummer eingeben und schon folgt eine Information dazu, was hinter der E-Nummer steckt. Zusätzlich folgt noch eine Erläuterung darüber, ob die E-Nummer für Kleinkinder oder empfindliche Personen geeignet ist. Diesen Dienst könnt ihr ebenfalls auf Android- und Apple-Smartphones nutzen.

Ich hoffe, euch mit diesem Kolumnenbeitrag dazu inspiriert zu haben, einmal genauer zu hinterfragen, was in den Produkten eures täglichen Bedarfs steckt. Gibt es eine App, die ihr regelmäßig verwendet, um die Schadstofffreiheit verschiedener Artikel zu überprüfen?

 

Quellen:
Netdoktor
Wikipedia

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Die Inspektorin: Strompreisrechner – Öko und günstig

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit. Die alljährliche Jahresabrechnung für meinen Stromverbrauch fand ihren Weg in meinen Postkasten. Dank zu niedriger Einstufung beträgt die Nachzahlung mehr als…

Vor ein paar Wochen war es wieder so weit. Die alljährliche Jahresabrechnung für meinen Stromverbrauch fand ihren Weg in meinen Postkasten. Dank zu niedriger Einstufung beträgt die Nachzahlung mehr als das Zehnfache der bisher verrechneten monatlichen Gebühr. Weil ich die Wohnung erst vor einem Jahr bezogen habe, und damals aufgrund von Zeitmangel einfach den vom Vermieter empfohlenen Stromanbieter gewählt habe, ist es höchste Zeit, mich nach einem Ökostromanbieter umzusehen. Nachdem ich ja eher bequem veranlagt bin, habe ich mich dazu entschlossen Strompreisrechnerseiten für meine Suche zu verwenden. Die zeigen in der Regel die Zusammensetzung der Stromquellen der einzelnen Anbieter an.

Durchblicker.at

Von dieser Seite habe ich bereits über die Medien erfahren und sie wird auch als erste Seite von Google vorgeschlagen. Die Marketingmaßnahmen funktionieren also, ich bin gespannt, ob mir die Seite auch brauchbare Informationen liefert. Um einen anderen oder sogar günstigeren Anbieter zu finden, muss ich zuerst Daten über meinen Haushalt angeben. Dazu gehört der Stromverbrauch vom letzten Jahr – kein Problem für mich, weil der auf der Jahresabrechnung stand. Die Seite liefert aber auch abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen Vorschlagswerte. Dann muss noch die Postleitzahl bekannt gegeben werden und zu guter Letzt mein aktueller Stromlieferant.

Dann folgen Fragen zum gewünschten Produkt. Sollen nur Ökostromanbieter vorgeschlagen werden? Soll der Tarif Preisgarantie bieten? Darf es eine Vertragsbindung geben? Nachdem auch diese Fragen beantwortet sind, folgen die Ergebnisse zu meinen Dateneingaben. Und siehe da, es ist tatsächlich ein Ökostromanbieter bei den Ergebnissen dabei, der günstiger als mein aktueller Anbieter ist. Der Anbieterwechsel kann sofort auf Durchblicker.at erledigt werden.

E-Control Tarifkalkulator

Diese Seite erfragt zur Tarifberechnung viel oberflächlichere Informationen. Die Eingabe meiner Postleitzahl, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und mein Stromverbrauch pro Jahr genügen. Mein aktueller Stromanbieter erscheint automatisch und wird zum Vergleich herangezogen. Einen Mausklick später sehe ich bereits die Ergebnisse des Tarifkalkulators. Erfreulicherweise besteht der Materialmix des günstigsten Anbieters ausschließlich aus Wasserkraft. Allerdings ist das Einsparungspotential gemäß dieser Seite für mich 30 Prozent niedriger als bei Durchblicker.at. Ich nehme an, dass das an der geringeren Detailtiefe liegt, die von mir abgefragt wird. Ob ich mit einem Tarif ohne Fixpreis einverstanden bin, wird zum Beispiel nicht gefragt und deshalb vermutlich auch nicht angeboten. Das ist aus den Angebotsdetails für mich nicht ablesbar.
Ein Wechsel zum neuen Stromlieferanten ist nur über einen Link zum neuen Stromanbieter möglich.

Stromgas24.at

Diese Seite fragt ebenfalls wenig Details ab. Der Stromverbrauch pro Jahr und die Postleitzahl genügen, auf Wunsch werden nur Ökostromanbieter angezeigt. Mein aktueller Tarif wird nicht zum Vergleich herangezogen. Nach einem Mausklick erscheint ebenfalls eine Liste von Stromanbietern, sortiert nach günstigstem Preis. Ein Klick in die Angebotsdetails liefert einige Zusatzinformationen. Zum Beispiel die Zusammensetzung der Stromquellen und die Vertragsbindung. Ob der Tarif preisgebunden ist, ist wieder nicht für mich ablesbar. Ein Anbieterwechsel ist laut Stromgas24.at zwar auf der Homepage mittels Klick auf den Button „Details und Wechsel“ möglich, leider wird mir dieser Button aber nur bei einem der 42 berechneten Tarife angezeigt.

Greenpeace

Natürlich will auch der Greenpeace-Stromcheck getestet werden. Greenpeace bietet allerdings keine Tarifkalkulation an, sondern ein Ranking der saubersten Ökostromanbieter Österreichs. Solltet ihr also nochmal checken wollen, ob der Ökostromanbieter eurer Wahl auch bei Greenpeace gut weg kommt, seid ihr auf dieser Seite richtig.

 

Ich hoffe, euch Lust auf einen Wechsel zu Ökostrom gemacht zu haben. Vielleicht habt ihr ja schon einen Ökostromanbieter und wollt uns verraten wie ihr ihn gefunden habt? Habt ihr schon einmal eine dieser Seiten getestet und möchtet uns eure Meinung darüber mitteilen? Vielleicht wollt ihr ja auch Erfahrungen mit deutschen Strompreisrechnerseiten teilen – Informationen zum Thema sind immer willkommen!

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Die Inspektorin: Vom Fußball- zum Vitaminkick – immer wieder Ökokiste

In Brasilien kämpfen gerade viele Nationen um den Sieg der Fußball-WM. Während wir gebannt auf der Couch oder beim Public Viewing sitzen und die Zitterpartien verfolgen, können wir den Sommer…

In Brasilien kämpfen gerade viele Nationen um den Sieg der Fußball-WM. Während wir gebannt auf der Couch oder beim Public Viewing sitzen und die Zitterpartien verfolgen, können wir den Sommer – die beste Zeit für frisches Obst und Gemüse – nutzen, um uns mit frischem Biogemüse die Vitaminkicks direkt vor die Haustür liefern zu lassen. Für Ökokisten gibt es ja so einige Pros und Contras. Einerseits bekommt man frisches Bioobst und -gemüse direkt vor die Haustür geliefert, andererseits schafft man es vielleicht nicht immer, auch alles zu verwerten oder bekommt eine Gemüsesorte geliefert, die man normalerweise nicht essen würde. Diese und einige andere Argumente will ich in diesem Kolumnenbeitrag abwägen.

Frisches Obst und Gemüse direkt vor die Haustür

Vielleicht schafft man es jetzt gerade nicht so oft in den Supermarkt, weil das Wetter zu angenehmeren Aktivitäten im Freien verführt. Deshalb ist es natürlich äußerst praktisch – und so gut wie plastikfrei – sich eine Biokiste direkt vor die Haustür liefern zu lassen. Ein paar Vorräte wie Reis, Nudeln oder Cous Cous finden sich meistens im Vorratsschrank. Mit dem gelieferten Gemüse und Gewürzen lässt sich eine leichte und leckere Hauptspeise zaubern. Falls ihr auch Obst bestellt habt, sorgt das für einen Vitaminkick für unterwegs oder beim Fußball schauen.

Die Inhalte von Biokisten sind meistens saisonal. Saisonales passt üblicherweise auch sehr gut zum Wetter. Gerade jetzt hat man eher Lust auf leichtes Essen oder auf eine kühle Erfrischung in Form von Salaten oder geeisten Suppen wie Gazpacho oder einer Melonenkaltschale. Alles Speisen, die sich je nach Zusammensetzung aus der Lieferung einer Biokiste zubereiten lassen.

Lust auf unbekannte Sorten?

Dann lass dich doch von einem seltenen Gemüse in deiner Biokiste überraschen! Ich wurde zum Beispiel schon mit runden Zucchini, die grün-gelb gestreift waren, beliefert. Dass es Zucchini waren habe ich erst durch einen Blick auf den Lieferschein erfahren, gefühlsmäßig habe ich nämlich auf Kürbis getippt. Beim Obst kann es auch immer wieder Neues geben. Letzten Sommer durfte ich weiße Marillen kennenlernen, die härter und somit resistenter gegen Druckstellen waren, im Geschmack aber mindestens genauso aromatisch wie die verbreitete orangene Sorte.

Viele Biokisten-Anbieter nehmen Rücksicht auf deine Vorlieben, falls du eine Obst- oder Gemüsesorte gar nicht magst, und liefern dir stattdessen eine andere Sorte mit. In meine Kiste dürfen zum Beispiel keine Kohlrabi. Geschmäcker sind eben einfach verschieden.

Lust auf neue Rezepte?

Vielen Biokisten sind Rezepte für die gelieferten Inhalte beigelegt. Oft findest du auch Rezeptideen auf der Homepage von Biokistenanbietern. So bekommst du Inspiration für die Zubereitung seltener Sorten oder dafür, Altbekanntes einmal ganz anders zu verkochen. So habe ich zum Beispiel schon Kürbisnockerl und Fenchelkartoffelpuffer kennengelernt.

 

Falls du fürchtest, nicht alles verwerten zu können, könntest du die Herausforderung einfach trotzdem annehmen und versuchen, Tag für Tag die Zutaten deiner Biokiste zu verarbeiten. Oder du experimentierst mit der Regelmäßigkeit der Lieferung. Meistens kannst du entscheiden, ob die die Kiste wöchentlich, alle zwei Wochen, alle drei Wochen oder nur alle vier Wochen erhalten möchtest. Oder du entscheidest dich für eine Einmallieferung und bei Gefallen bestellst du die Kisten einfach abhängig davon, ob dir die Zusammenstellung der Kiste zusagt oder nicht.

Falls du Lust auf eine gesunde Biokiste bekommen hast, google doch einfach nach einem Anbieter in deiner Nähe. Oder es kommt einer der Folgenden für dich in Frage:

Raum Wien, Niederösterreich, Burgenland: biomitters Ökokiste

Raum Tirol: bio box tirol

Raum Oberösterreich: diebiokiste.at

Hast du schon einmal eine Biokiste bestellt? Von welchem Anbieter beziehst du dein Biogemüse und -obst? Was schätzt du besonders an deiner Ökokiste?

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Die Inspektorin: Unterwegs müllfrei Wasser trinken

Das Wetter lässt es zwar auf den ersten Blick noch nicht vermuten, aber die Sommer- und Hitzezeit steht schon vor unserer Tür. Bald werden wir schwitzen, uns sonnen und uns…

Das Wetter lässt es zwar auf den ersten Blick noch nicht vermuten, aber die Sommer- und Hitzezeit steht schon vor unserer Tür. Bald werden wir schwitzen, uns sonnen und uns schon früh morgens über warme Frischluft freuen. Das wird dann auch die Zeit sein, zu der wir unterwegs sehr oft sehr durstig sein werden. Natürlich könnten wir uns bei Bedarf einfach beim nächsten Kiosk Wasser kaufen und jedes Mal eine Plastikflasche Müll verursachen. Wenn wir aber in der glücklichen Lage sind, in einer Gegend zu wohnen in der Leitungswasser Trinkwasserqualität hat, könnten wir als Alternative zu wiederverwendbaren Flaschen greifen. Deshalb will ich euch in meinem aktuellen Kolumnenbeitrag ein paar plastikfreie Alternativen wiederberwendbarer Flaschen vorstellen.

Glasflaschen
Da ich nur einen Anbieter von Glasflaschen kenne, will ich euch Emil, die Flasche zum anziehen vorstellen. Im Kern ist sie aus Glas, das von einer Hülle aus recyclingfähigem Polypropylen geschützt wird. Das Material erinnert ein bisschen an sehr hochwertiges Styropor. Meine Recherche hat ergeben, dass Polypropylen neben dem Lebensmittelbereich sogar in der Pharmazie angewendet wird und daher gesundheitlich unbedenklich ist. Diese Schicht ist wiederum mit Stoff in einem Design deiner Wahl umhüllt. In der Glasflasche behält das Wasser seinen Geschmack und bleibt dank der Hüllen in der die Flasche steckt länger kühl. Schädliche Stoffe, die zum Beispiel von Plastikflaschen abgegeben werden, entstehen in der Glasflasche nicht. Zur Reinigung kann sie in den Geschirrspüler gegeben werden. Wenn du keine Angst davor hast, dass die Flasche zu Boden fällt und zerbricht, kannst du sie auch ohne Polypropylen- und Stoffhülle transportieren. In diesem Fall könntest du dir einfach eine günstige Emil Ersatzflasche zulegen

Aluminiumflaschen
Weil diese von verschiedenen Herstellern angeboten werden, will ich euch keine spezielle Marke empfehlen. Ich habe drei Jahre lang ein No-Name-Produkt verwendet und war immer sehr zufrieden damit. Ein Vorteil ist die Leichtigkeit des Materials, ein Nachteil die Reinigung. Dafür sollte man nämlich spezielle Reinigungstabletten verwenden, die Extrakosten verursachen. Spülmaschinengeeignet sind Aluminiumflaschen leider nicht. Darüber hinaus bin ich im Internet oft auf die Behauptung gestoßen, dass Aluminiumflaschen Alzheimer verursachen würden. Meine Recherche hat zwar ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aluminiumaufnahme aus Lebensmitteln und einer Alzheimererkrankung nicht wissenschaftlich belegt ist, weil ich mein Glück aber nicht herausfordern wollte bin ich auf Glasflaschen umgestiegen.

Edelstahlflaschen
Diese Art von Flaschen habe ich leider noch nicht selbst getestet. Die Beschreibungen klingen aber vielversprechend. Sie sind giftstofffrei und Geschmackstoffe werden weder gespeichert noch abgegeben. Prinzipiell sind sie spülmaschinenfest, es sei denn, die Außenlackierung erlaubt es nicht. Dann kann Seifenwasser und eine Flaschenbürste zur Reinigung verwendet werden. Eine Mischung aus verdünntem Essig und Natriumcarbonat hilft bei hartnäckigen Verunreinigungen.

Wie versorgst du dich im Sommer unterwegs mit Wasser? Hast du schon mal eine der vorgestellten Flaschen ausprobiert? Welche Hersteller kannst du empfehlen? Oder hast du weitere Tipps für uns um müllfrei Wasser zu trinken?

 

Links:
Emil die Flasche: emil-die-flasche.de/emil-shop/Flaschen/
Polypropylen: de.wikipedia.org/wiki/Polypropylen
Ökotest Aluminiumflaschen: oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=97417&bernr=07&seite=04
Reinigungshinweise für Edelstahlflaschen: international.kleankanteen.com/germany/service/careanduse.php

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Die Inspektorin: Nachhaltig Lebensmittel einkaufen

Nachhaltigkeit beim Lebensmittelkauf kann sehr viele Aspekte umfassen. Der Fokus kann dabei auf dem Vermeiden von Plastikverpackungen liegen, auf dem Bevorzugen von Bioprodukten, oder auf einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck. Dass…

Nachhaltigkeit beim Lebensmittelkauf kann sehr viele Aspekte umfassen. Der Fokus kann dabei auf dem Vermeiden von Plastikverpackungen liegen, auf dem Bevorzugen von Bioprodukten, oder auf einem möglichst kleinen CO2-Fußabdruck. Dass zumindest diese drei Faktoren bei der Wahl der Lebensmittel berücksichtigt werden sollten, ist wohl den meisten am Umweltschutz interessierten Menschen bewusst. Daher will ich in der heutigen Kolumne allgemeine Tipps für einen nachhaltigen Lebensmitteleinkauf geben, die jedem Konsumenten helfen, die Umwelt weniger zu belasten.

Checke deine Vorräte

Bevor du dich auf den Weg in die Einkaufsstätte deines Vertrauens machst, solltest du unbedingt einen Blick auf deine Vorräte werfen. Vielleicht steht ja schon seit gut einem Jahr eine Packung Lasagneblätter in deiner Küche herum, deren Ablaufdatum fast erreicht ist und nur darauf wartet endlich geöffnet und verarbeitet zu werden. Das Tiefkühlgemüse vom letzten Weihnachtseinkauf wird sich ebenfalls darüber freuen, als Lasagne zu einer italienischen Köstlichkeit zubereitet zu werden. Um das Quartett zu komplettieren, schreibst du Tomaten und Käse auf deine Einkaufsliste, was uns zu einer weiteren Maßnahme bringt, um nicht mehr als notwendig einzukaufen.

Schreibe eine Einkaufsliste…

…und halte dich an sie. Nachdem du nachgesehen hast, welche Schätze in deinem Essensfundus schlummern, weißt du, welche Lebensmittel nicht auf deine Einkaufsliste sollen und welche ergänzt werden müssen. Überlege außerdem, welche Speisen und Snacks du nach diesem, aber vor dem nächsten Einkauf verzehren willst und schreibe die nötigen Zutaten, falls noch nicht geschehen, auf deine Liste. So weit in die Zukunft zu planen scheint bei etwas derart genüsslichem wie Nahrung vielleicht etwas zu rational, es wird dir aber definitiv dabei helfen, nur so viel einzukaufen wie du wirklich brauchst.

Wähle einen möglichst ökologischen Weg

Wenn es möglich ist, erledige deinen Einkauf ohne Auto. Vor allem im städtischen Bereich ist die nächste Einkaufsmöglichkeit schon an der nächsten Ecke. Wenn diese zu deinen finanziellen Verhältnissen passt, erledige deine Einkäufe gleich dort. Sollten einige Nahrungsmittel nicht im Sortiment sein, die unbedingt in deinen Speiseplan gehören, reicht ja vielleicht ein Ausflug pro Monat zu dem Ort, der deine Bedürfnisse deckt.

Gehe mit ausreichend Transportmaterial in den Supermarkt

In einigen Ländern gibt es bereits ein Plastiksackerlverbot, in vielen wird ein solches überlegt. Gehe mit gutem Beispiel voran und nimm zu jedem Einkauf ein Behältnis für deine erworbenen Nahrungsmittel mit. Das können Stoffsäcke, ein Trolley für einen größeren Einkauf oder ein (schicker) Korb sein.

Kaufe nur satt ein

Du kennst bestimmt das Gefühl, mit knurrendem Magen im Supermarkt zu stehen. Plötzlich scheint dir jedes Produkt noch verlockender, schmackhafter – schlicht und einfach verführerischer zu sein. Nur zu kaufen was auf der Einkaufsliste steht wird ein Ding der Unmöglichkeit. Gehe dieser Herausforderung aus dem Weg, indem du deine Essenseinkäufe nur satt erledigst.

Nimm nicht mehr, als du verwerten kannst

Ein Kilogramm Karotten stehen auf deiner Einkaufsliste und zufällig bekommst zu drei Kilogramm zum Preis von zwei. Überlege gründlich, ob du wirklich alles verwerten kannst, oder ob der Löwenanteil dieser Großpackung im Müll landen würde. Wenn zweiteres zutrifft halte dich an deine Einkaufsliste und kaufe nur ein Kilo. Essen ist viel zu schade, um im Müll zu landen und verursacht unnötige Müllberge. Allein in Wien landen durchschnittlich 40 Kilogramm Lebensmittel pro Person im Hausmüll.

Entscheide dich für ökologische Produkte

Wer ökologisch kaufen will, steht oft vor der Qual der Wahl. Am besten sollte es bio, saisonal, plastikfrei verpackt, regional und leistbar sein. Alle diese Eigenschaften können selten in einem Produkt vereint werden. Daher hab ich mich auch schon oft gefragt, ob ich die in Plastik verpackten Bio-Zucchini aus Spanien oder die offenen Zucchini aus einem Glashaus eines regionalen Gärtners kaufen soll. Wenn die Produktionsbedingungen im Land unmenschlich sind, der Transportweg in unsere Breiten sehr lange ist und Plastik mehrere 100 Jahre zum Verrotten braucht, habe ich mich meistens für das regionale Nicht-Bio-Produkt entschieden. Es würde mich sehr interessieren, nach welchen Kriterien ihr entscheidet. Falls die Saisonalität bei eurer Kaufentscheidung eine Rolle spielt, ist der Saisonkalender der Umweltberatung hilfreich.

Trinke Leitungswasser (wenn es die Wasserqualität erlaubt)

Das ökologischste Getränk unserer Zeit ist wohl Leitungswasser. Es wird nicht mit einem LKW geliefert, ist plastikfrei, verursacht keinen Müll und erspart dir den mühsamen Heimtransport schwerer Getränkekisten.

Kaufe Mehrweg statt Einweg

Es gibt sie leider sehr selten, aber doch. Mehrwegflaschen und -Gläser. Wenn du die Wahl hast, entscheide dich für Mehrweg. So bleibt der Müllberg ein bisschen kleiner.

Kaufe wenige Convenience-Produkte

Es ist zwar sehr zeitsparend und angenehm, nach einem langen Arbeitstag aus einem großen Sortiment von Fertiggerichten zu wählen, allerdings haben diese sowohl ökologische als auch gesundheitliche Nachteile. Zum einen fällt meist mehr Verpackungsmüll an als bei einem selbst gekochten Gericht, zum anderen sind in Fertiggerichten oft Geschmacksverstärker und viel Salz enthalten. Darüber hinaus sind Fertigprodukte teurer als selbst zu kochen. Will man frisch, gesund, verpackungsarm, bio und günstig essen, lohnt es sich auf jeden Fall, selbst ab und zu den Kochlöffel zu schwingen.

Die Konklusion

Der perfekte Ökoeinkauf scheint schwer umsetzbar zu sein. Dennoch kann jeder mit kleinen Veränderungen und Zugeständnissen viel dazu beitragen, die Umwelt ein bisschen zu entlasten. Nach welchen Kriterien entscheidest du, welche Nahrungsmittel in deiner Küche landen? Wie gehst du mit den vielen Aspekten um, die bei einem umweltschonenden Einkauf berücksichtigt werden können? Welche Tricks wendest du an, um nicht zu viel einzukaufen?

 

Weiterführende Links:
thebirdsnewnest.com/tbnn/wie-nachhaltig-ist-der-konsum-von-exotischen-fruechten/
voelker.bsz-scheinfeld.de/hw11/convenience.pdf
stern.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/5-fertigprodukte-die-wahrheit-ueber-industrie-essen-615756.html
wien.gv.at/umweltschutz/abfall/lebensmittel/fakten.html

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Die Inspektorin: Das kann man noch verwenden!

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden nicht mehr Einwandfreies einfach wegzuwerfen oder Dinge zu kaufen, die nach einmaliger Verwendung dazu bestimmt sind im Müll zu…

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden nicht mehr Einwandfreies einfach wegzuwerfen oder Dinge zu kaufen, die nach einmaliger Verwendung dazu bestimmt sind im Müll zu landen. Zum Glück gibt es schon einige Gegenbewegungen wie zum Beispiel die Upcycler, die Ausrangiertes einem komplett neuen Zweck zuführen, oder Reparaturnetzwerke, die kaputte Geräte günstig wieder in Gang bringen und auf diesem Weg den Lebenszyklus einer Waschmaschine verlängern. Meiner Meinung nach ist der Wegwerftrend sehr respektlos gegenüber unseren Ressourcen und den Menschen die unsere Rohstoffe veredeln. Wir nehmen vorhandene Ressourcen als selbstverständlich hin, was mit Sachen geschieht, wenn wir sie wegwerfen, ist vor allem jenen, die alles mit dem Restmüll entsorgen, herzlich egal. Daher versuche ich in meinem Alltag kaputte Dinge die ich noch verwenden will reparieren zu lassen. Dinge, die in einem Durchschnittshaushalt im Müll landen würden, einem sinnvollen Zweck zuzuführen und Sachen die sowieso im Müll landen würden erst gar nicht zu kaufen. Mit den folgenden Beispielen hoffe ich dich zur Weiterverwendung, Reparatur oder Nichtkauf von Dingen zu inspirieren.

Die Mülltüte oder auch das „Mistsackerl“

Mein Inspektorinnenherz blutet, wenn ich sehe, dass sich jemand Müllsäcke kauft, vor allem dann, wenn sie aus Plastik sind. Warum bloß kauft jemand diese einmal verwendbaren Säcke, wenn sie doch Jahrzehnte zum Verrotten brauchen? Müllbeutel sind meiner Meinung nach eine der sinnlosesten Anschaffungen überhaupt. Dabei gibt es vielleicht auch bei dir zu Hause Müllsackerl, die auf den ersten Blick gar keine sind. Ich verwende gerne Sackerl, in denen Toilettenpapier verkauft wird als Mistsack weiter. Sie halten mehr aus als man ihnen zutrauen würde. Auch übervoll mit Müll bleiben sie stets dicht und schaffen immer den Weg bis zur Mülltonne. Ein weiteres gut getarntes Mistsackerl sind Säcke in denen Blumenerde verpackt ist. Einfach den leeren Blumenerdesack am oberen Ende gerade abschneiden und schon hast du eine sehr robuste Mülltüte. Falls du ein Haustier besitzt, das Heu, Katzenstreu oder ähnliches benötigt, könnte das auch eine ergiebige Mistsackquelle sein. Die verlässlichsten Mistsacklieferanten könnten deine Freunde werden. Falls sie dein Vortrag über die Problematik von Plastikmüll nicht dazu bekehren konnte, künftig mit Jutesack einkaufen zu gehen, kannst du diesen Umstand zu deinem Vorteil nutzen. Bitte sie einfach, dir ihre überschüssigen Plastik- und Papiersäcke zu geben und schon hast du einen Mistsackvorrat, der gut und gerne ein Jahr reichen wird. Am meisten freut sich die Umwelt natürlich, wenn wir erst gar keine Plastiksäcke produzieren. Ein Mülleimer der gut mit Zeitungspapier ausgelegt wird, ist wohl eine der besten Alternativen, um Müll umweltschonend zu sammeln.

Schraubgläser

Viele Nahrungsmittel sind in Schraubgläser verpackt. Lange Zeit habe ich die leeren Gläser ohne nachzudenken zur Altglassammlung gegeben, bis mir auffiel, dass sie eine hervorragende Alternative zu Tupperwarebehältern sein könnten. Seitdem hebe ich die Schraubgläser auf und verwende sie als Behälter beim Einfrieren von Nahrungsmitteln, für selbstgemachte Aufstriche, Joghurt, getrocknete Hülsenfrüchte, Nudeln…

Schuhe

Der Winter ist vorbei und die Schuhsohlen unserer Lieblingsstiefel abgelaufen? Falls du die Schuhe auch noch im nächsten Winter verwenden willst, könntest du bei einem Schuster in deiner Nähe nachfragen ob sich eine Reparatur noch lohnen und wieviel sie kosten würde. Auf diese Art habe ich meine Lieblingsstiefeletten schon durch drei Winter gerettet, einen vierten machen sie mindestens noch mit.

Reparaturnetzwerke

Das Reparaturnetzwerk der Wiener Umweltberatung ist ein Verzeichnis von Reparaturbetrieben. Vom Fahrradmechaniker bis zur Handyrettung ist hier so gut wie alles zu finden. Genutzt habe ich diesen Service vor zwei Jahren, als meine Nähmaschine keine durchgängige Naht mehr zustande brachte. Plötzlich riss der Faden alle zehn Zentimeter ab. Schnell war ein Nähmaschinenmechaniker gefunden, der die Maschine sogar gratis reparierte. Seitdem läuft sie wieder einwandfrei. Google doch einfach beim nächsten Mal nach einem Reparaturbetrieb bevor du ein Gerät entsorgen willst.

Einfrieren

Nachdem pro Haushalt durchschnittlich ein hoher Prozentsatz gekaufter Lebensmittel im Hausmüll landet, ist das Thema Essensverwertung zwar einen eigenen Artikel wert, dennoch will ich kurz eine sehr einfache Möglichkeit aufzeigen, die die Lebensdauer von Nahrungsmittel verlängert, nämlich das gute alte Einfrieren. Vielleicht dachtest du beim Wocheneinkauf ja noch, dass du jeden Tag daheim essen wirst und hast deshalb viel Frischgemüse gekauft. Wegen des schönen Frühlingswetters hast du spontan die meisten Wochentage außer Haus verplant. Also wird auch außer Haus gegessen. Friere das Gemüse ein, das schlecht werden könnte, weil du es diese Woche doch nicht isst. Schneide vorher am besten alles so, wie du es beim Kochen weiterverarbeiten willst. Wenn du die Nahrungsmittel verkochen willst, nimm sie einfach am Vorabend oder am Morgen aus dem Gefrierfach und lasse die Zutaten im Kühlschrank auftauen. Auf diese Weise wirst du beim Kochen sogar Zeit sparen.

Gebrauchtes von anderen annehmen

Lass dir doch einfach was schenken! Ein Freund mistet gerade Bücher aus und es ist was für dich dabei? Sag dankend ja zu diesem Geschenk, es wäre doch schade, wenn es auf dem Müll landen würde. Es könnte gut sein, dass es nach dir noch jemand anderes lesen will und du schenkst das Buch dann nochmal weiter. Vielleicht macht eine Freundin,die genau deine Kleidergröße hat, gerade Frühjahrsputz im Kleiderschrank und bietet dir die Klamotten an, die ihr nicht mehr gefallen? Sag auch hier dankend ja wenn etwas dabei ist, das dir gefällt. Irgendwann wirst auch du wieder ausmisten, spätestens dann kannst du ihr etwas von dir anbieten. Es macht aber auch großen Spaß gebrauchte Kleidung zu shoppen. Die gibt es mittlerweile nicht mehr nur in verstaubten Second-Hand-Läden. Gebrauchte Kleidung zu kaufen und verkaufen ist mittlerweile hip geworden, was man an den Namen dieser Shopping-Events erkennt. Vielleicht gibt es ja auch schon in deiner Nähe einen Fashionflohmarkt oder Happy-Shit-Shopping. Das Shoppen wird dir viel mehr Spaß machen als in Läden mit neuen Sachen, wenn du dabei daran denkst, dass du die bei der Produktion verwendeten Ressourcen wertschätzt, weil du sie weiterverwendest. Rufe dir auch die 2.700 Liter Wasser, die allein bei der Produktion eines neuen T-Shirts verbraucht werden, ins Gedächtnis. Immerhin wird so ein neues Shirt weniger verkauft, womit theoretisch viele Liter an Wasser gespart werden. Google doch einfach mal nach einem Second Hand Shopping-Event in deiner Nähe. Du wirst überrascht sein auf welche modischen Schätze du stoßen wirst.

Solaruhr

Fast jeder hat sie, eine Armbanduhr. Viele laufen mit Batterie, einige mit Automatik und einige mit Sonnenlicht. Als ich vor drei Jahren eine neue Uhr anschaffen musste, weil die alte endgültig ausgedient hatte, wollte ich unbedingt eine, die keine Batterien braucht um, nicht unnötig Müll zu verursachen. Dabei habe ich zuerst nach Automatikuhren gesucht, die aber eher teuer und zu groß für mein schmales Handgelenk waren. Nach längerer Recherche bin ich auf Solaruhren gestoßen. Eine Solaruhr lädt sich über das Ziffernblatt mit Energie auf. Das passiert während man sie trägt und Licht zum Ziffernblatt kommt, es kann aber auch nicht schaden sie im Sommer ab und zu in die Sonne zu legen, damit sich die Energiereserven wieder komplett aufladen.

Was machst du in deinem Alltag um Müll zu reduzieren? Achtest du beim Kauf neuer Geräte darauf, dass sie auch ohne Batterien funktionieren? Verwendest du Dinge anderwärtig die in den meisten Haushalten im Müll landen würden? Ich bin gespannt auf deine Tipps.

 

Hier ein paar Links um dich zu noch mehr Müllvermeidung inspirieren zu lassen:
Eva-Melinas Kolumne: Mein (fast) plastikfreies Leben
Reparaturnetzwerk der Wiener Umweltberatung: reparaturnetzwerk.at
2.700 Liter Wasser für ein T-Shirt: orf.at/stories/2167277/2167405
Der fünfte Mödlinger Fashionflohmarkt: thebirdsnewnest.com/tbnn/der-fuenfte-moedlinger-fashionflohmarkt-und-wir-waren-dabei

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Die Inspektorin: Das No-Poo-Experiment der Inspektorin

Heute erzähle ich euch von einem Experiment, von dem nur sehr wenige wissen, dass ich es gewagt habe. Es handelt sich um das „No-Poo-Experiment“. Vielleicht habt ihr schon von diesem…

Heute erzähle ich euch von einem Experiment, von dem nur sehr wenige wissen, dass ich es gewagt habe. Es handelt sich um das „No-Poo-Experiment“. Vielleicht habt ihr schon von diesem Trend aus den USA gehört. Die Bezeichnung „Poo“ leitet sich von Shampoo ab. Wie der Titel des Experiments vermuten lässt, soll die Reinigung von Haaren und Kopfhaut ohne ebendieses erfolgen. Ich kam zu diesem Trend durch meine langanhaltenden Kopfhautprobleme. Meine Kopfhaut war meistens, genauso wie meine Haare, viel zu trocken, nach drei Tagen fettig und neigte zu Schuppen. Selbst ein Besuch bei einer Hautärztin konnte nicht helfen. Sie verschrieb mir ein Shampoo und meinte, dass ich eben so veranlagt sei, da könne man nichts machen. Mit der Aussicht nur noch Shampoos aus Apotheken verwenden zu können wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also habe ich mich im Internet über allgemeine Informationen, Hausmittel und geeignete Pflege für irritierte Kopfhaut umgesehen und bin schnell auf interessante Informationen gestoßen.

Shampoos, egal ob medizinische aus der Apotheke oder herkömmliche aus der Drogerie, können demnach die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen und sogar schuppenverstärkend wirken, weil sie die Kopfhaut austrocknen. Mein Naturfriseur erklärte mir sogar, dass in vielen Shampoos mehr Tenside als in Geschirrspülmittel enthalten seien. Nachdem mein Haupt bestimmt nicht so schmutzig wie eine frisch benutzte Pfanne ist, schien es mir sinnvoll, nach Alternativen Ausschau zu halten. Dabei bin ich zuerst auf Lavaerde gestoßen. Völlig seifenfrei reinigt sie Haar und Kopfhaut. Natürlich war ich zuerst skeptisch – wer massiert sich schon gern mit Wasser angerührte Erde in Haar und Kopfhaut, selbst wenn sie noch so hochwertig ist? Außerdem hatte ich Angst so die Abflussrohre zu verstopfen. Aber schon nach drei Anwendungen war ich überzeugt. Meine Haare fetteten erst nach fünf Tagen nach, mein Schuppenproblem wurde besser und die Abflussrohre funktionierten weiterhin hervorragend. Meine leichte Naturwelle kam ebenfalls wieder, was ich auch darauf zurückführte, dass die Lavaerde Silikone aus den Haaren wäscht.

Irgendwann bin ich dann auch über auf Tipp gestoßen, Haar und Kopfhaut mit einer – Sorry, liebe Veganer – Wildschweinborstenbürste zu reinigen. Ungefähr 100 Bürstenstriche täglich, die auch die Kopfhaut massieren, tragen zur alternativen Reinigung bei. Dadurch wird die Kopfhaut entschlackt, von Schuppen befreit und überschüssige Nährstoffe werden vom Haaransatz bis in die Haarspitzen gebürstet, was einen weiteren natürlichen Pflegeeffekt hat. Diese Kopfhautmassage ist äußerst angenehm und effektiv.

Den Durchbruch zu einer komplett lavaerde- und shampoofreien Phase brachte ein Besuch beim Naturfriseur. Der meinte, dass Haare ja eigentlich auch nur mit Wasser ausreichend gereinigt seien, Shampoo braucht man nicht zwangsläufig. Er empfahl ein bis zwei Mal pro Woche eine gute Pflege für mindestens eine Stunde einwirken zu lassen, mit kühlem Wasser auszuspülen und anschließend mit einer ebenfalls kühlen Wasser-Essig-Mischung nachzuspülen, um die Pflege besser im Haar einzuschließen. Dafür reicht ein kleiner Löffel Essig auf einen halben Liter Wasser. Wenn das sogar ein Friseur empfiehlt, wollte ich unbedingt ein shampoofreies Leben testen, und siehe da, auch das hat funktioniert. Ich war restlos begeistert, weil Haar und Kopfhaut sich immer mehr erholt haben. Geld, um mich durch verschiedenste Shampoos zu testen, habe ich auch gespart und die Umwelt durfte sich über weniger Abfall und Tenside in den Gewässern freuen.

Der einzige Nachteil an der komplett shampoofreien Zeit war für mich, dass mindestens gute eineinhalb Stunden für die Haarpflege aufgewendet werden mussten, daher ging ich dazu über, meine Haare wieder mit einem seifenfreien Shampoo von Alverde zu waschen. Die Wildschweinborstenbürste ist aber geblieben und hält Haar und Kopfhaut weiterhin fit.

Was haltet ihr vom No-Poo-Trend? Habt ihr No-Poo schon einmal probiert? Habt ihr auch ein paar Geheimtipps auf Lager, was Haare betrifft, die ihr mit uns teilen wollt?

Eure Inspektorin

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Die Inspektorin: Ode ans Brotbacken

In diesem Kolumnenbeitrag will ich euch die Vorzüge von selbst gebackenem Brot näher bringen. Obwohl ich mir Brot backen bevor ich es selbst probierte als sehr langwierigen Prozess vorgestellt hatte,…

In diesem Kolumnenbeitrag will ich euch die Vorzüge von selbst gebackenem Brot näher bringen. Obwohl ich mir Brot backen bevor ich es selbst probierte als sehr langwierigen Prozess vorgestellt hatte, habe ich mich aus verschiedenen Gründen doch getraut, den Versuch zu wagen. Zum einen war ich sehr neugierig was dabei herauskommt, wenn ich etwas, das ein Großteil der Bevölkerung im Supermarkt kauft, selber herstelle. Darüber hinaus habe ich mich an das absolut köstliche Brot erinnert, das meine Mutter einmal in meiner Kindheit selbst gebacken hat. Es war ein Traum in das noch warme, flaumige Brot zu beißen, es schmeckte einfach viel köstlicher als das gekaufte. Ein weiterer Grund, mich für die Selbstherstellung zu entscheiden war, dass man oft nicht auf den ersten Blick sagen kann, ob man ein Vollkorngebäck oder eines aus Weißmehl vor sich hat. Die dunkle Farbe alleine kann täuschen. Der Kornspitz, den ich lange Zeit für ein Vollkorngebäck gehalten habe, hat seine Farbe sehr oft vom beigefügten Malz. Die restlichen Zutaten ähneln denen in einer weißen Semmel beziehungsweise eines weißen Brötchens.

Da ich versuche mich gesund zu ernähren, wollte ich mich nicht länger auf die täuschende Optik verlassen. Als ich vor gut fünf Jahren mit dem Brot backen begonnen habe, war es auch noch nicht Standard, dass auf Anfrage ein Zettelchen mit den Zutaten des gekauften Brots ausgehändigt wurde. Daher wusste man – bis auf die offensichtlichen Zutaten wie Sonnenblumenkerne oder Leinsamen – nicht einmal, welche Mehlsorte oder welche Geschmackszusätze verwendet worden waren. Zudem habe ich damals wie auch heute noch sehr oft überlegt, vegan zu leben, und wollte ganz sicher sein, keine tierischen Zutaten in meinem Brot zu haben.

Auf Empfehlung einer brotbackenden, vegan lebenden Freundin hin habe ich also einen ersten Brotbackversuch mit einer fertigen Brotbackmischung gestartet. Sie meinte, dass ja noch kein Meister vom Himmel gefallen wäre, und dass Brot mit einer Fertigmischung immer gelingt. Eine Erfolgsgarantie ist bei einem Erstversuch natürlich immer verlockend. So läuft man nicht Gefahr von einem Misserfolg in die Flucht geschlagen zu werden, und immerhin standen alle Zutaten auf der Verpackung. Meine erste Überraschung war der günstige Preis der Mischung. Um einen Euro bekam ich einen Kilogramm des erfolgsverheissenden Mehlgemenges. Die einzige Zutat die ich selbst beifügen musste war Wasser. Also machte ich mich gleich daran, die Hälfte der Mischung mit der entsprechenden Wassermenge mit Handmixer und Knetaufsatz zu einem Teig zu verarbeiten, um diesen wie auf der Packung angegeben ruhen zu lassen, zu kneten, und dann nochmals ruhen zu lassen. Gut Ding braucht eben Weile.

Nach der zweiten Ruhephase kam der Teig endlich ins Rohr, um – heimeligen Brotduft verströmend – das Versprechen zu einem köstlichen Brot zu werden, einzulösen. Ich war fast restlos begeistert und erstaunt wie einfach Mehl zu Brot wird. Der einzige Nachteil schienen mir die langen Ruhezeiten des Teiges zu sein. An die zwei Stunden haben die Knet- und Ruhephasen des Teiges gut und gerne beansprucht. Dass es auch Brotrezepte mit Backpulver gibt, wo einfach alle Zutaten vermischt und dank des Backpulvers, das den Teig auf Anhieb aufgehen lässt, sofort ins Rohr kommen, wusste ich damals noch nicht. Andererseits war gerade Winter, also verwendete ich gern zwei Stunden eines verschneiten Samstagnachmittags für meine wärmenden Brotbackexperimente. Außerdem musste ich mich ja nicht durchgehend zwei Stunden mit dem Brot beschäftigen, sondern hatte den Teig zwischen den Ruhezeiten in jeweils fünf Minuten wieder durchgeknetet. Das Ergebnis sprach für sich, denn das Brot schmeckte herrlich.

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Bild: Katrin Morenz / flickr.com

Ich war mir sicher, das Brotbacken und ich sollten eine dauerhafte Beziehung eingehen. Die Samstagnachmittage mit Brotbacken zu verbringen durfte aber keine Dauerlösung werden. Also entschied ich mich zur Anschaffung einer Brotbackmaschine. Die Vorteile waren mehr als überzeugend. Die Arbeitsschritte beschränken sich nämlich darauf, alle Zutaten in die Brotbackmaschine zu geben und auf den Startknopf zu drücken, um das Brot fix und fertig aus der Maschine zu entnehmen. Das Kneten, Ruhenlassen und Backen des Teiges steuert die Maschine automatisch. Falls man an einem Sonntag frisches Brot zum Frühstück will, kann das Ende des Backvorgangs vorprogrammiert werden. Ich entschied mich für ein günstiges Modell und bestellte gleich zwei Bücher mit Brotrezepten dazu, weil ich mich von den fertigen Brotbackmischungen weg, hin zu selbsthergestellten Mischungen entwickeln wollte. Die Bücher öffneten Türen in neue Brotbackdimensionen. Als Zutaten waren nicht einfach nur Mehl, Hefe und Salz angegeben, sondern Vollkornschrot (den ich gerne selbst im Bioladen mit der Kornmühle schrote), Karottenraspel, Buchweizen, gequollene Leinsamen mit Hirse oder gar Kürbismus. Seitdem bin ich dem Brotbacken verfallen.

Die Vorteile sind für mich, dass man auf diese Weise sehr günstig Bio-Brot herstellen kann; dass man ganz genau weiß, was im Brot enthalten ist; das Vermeiden von Müll, weil ich seitdem nur äußerst selten fertige, in Plastik verpackte Brote gekauft habe; der Duft von frischem Brot in der Wohnung; die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Vollkornbrot und die längere Haltbarkeit. Während gekauftes Brot bei mir manchmal schon nach zwei Tagen schlecht war, hält das selbstgebackene eine Woche durch. Ein oft genannter Nachteil mag sein, dass man die Knethaken der Brotbackmaschine erst aus dem Brot ziehen kann, wenn es schon fertig gebacken ist und so unschöne Löcher hinterlässt. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell, und sollte das wirklich extrem störend sein, kann man zu einem Brotbackautomaten greifen, der die Knethaken automatisch vor dem Backvorgang aus dem Teig zieht, oder einfach bei Rezepten bleiben, die es erlauben, das Brot gleich ohne Ruhephasen ins Rohr zu schieben.

Falls ihr jetzt Lust auf Brotbacken bekommen habt und es zuerst mit einer Mischung versuchen wollt, empfehle ich euch einfach in den Supermarkt oder Bio-Supermarkt eures Vertrauens zu pilgern und euch die sympathischste Mischung mit nach Hause zu nehmen. Der Brotbackversuch gelingt garantiert. Sollte wider Erwarten doch etwas schief gehen, habt ihr bestimmt schon mal Geld für Sinnloseres ausgegeben. Mit der nächsten Mischung klappt’s dann bestimmt.

Für alle, die schon einen Automaten zu Hause haben, verrate ich hier mein absolutes Lieblingsrezept für ein Vollkorngewürzbrot aus dem Brotbackautomaten. Die Zutaten sind für 750 Gramm Brot.

90g Dinkelschrot in 90ml heißem Wasser mindestens zehn Stunden einweichen. Danach wandern noch folgende Zutaten in den Brotbackautomaten:
– 220ml Wasser
– 50ml Weinessig (ersatzweise Balsamico)
– 300g Dinkelvollkornmehl
– 10g Salz
– Bei Bedarf 10g Ahornsirup, dann bekommt das Brot einen sehr speziellen Geschmack
– 1 1/2 TL Trockenhefe
– 1 EL Brotgewürz (z.B. Kardamon, Fenchel oder Kümmel)

Einfach auf die Starttaste drücken, den Brotduft genießen und das fertige Brot aus dem Automaten entnehmen.

Was sind eure liebsten Brotrezepte? Habt ihr schon einmal überlegt selbst Brot zu backen, und habt euch bisher noch nicht getraut? Bekommt ihr an kalten Wintertagen auch besonders große Lust die Küche in eine warme Backstube zu verwandeln?

Eure Inspektorin

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Die Inspektorin: Bürokaffee – vom Schloderwasser zur geschmacklichen Offenbarung

Fast jeder Arbeitstag beginnt für die Inspektorin mit ihm: Dem Bürokaffee. Die Bürokaffeemaschine an einem gut zugänglichen Ort, gefüllt mit Bohnenkaffee mittlerer Qualität. Die Kaffeemaschine hat den müden Kollegen schon…

Fast jeder Arbeitstag beginnt für die Inspektorin mit ihm: Dem Bürokaffee. Die Bürokaffeemaschine an einem gut zugänglichen Ort, gefüllt mit Bohnenkaffee mittlerer Qualität. Die Kaffeemaschine hat den müden Kollegen schon tausende Tassen spendiert. Dementsprechend entkalkungs- und pflegebedürftig ist dieser Wachheit spendende Extraktions- und Filterautomat. Mit fortschreitender Benutzung desselben lässt der Geschmack des braunen Warmgetränks zu wünschen übrig.

Manch einer hat höhere Ansprüche an Genuss und gönnt sich und den engsten Kollegen eine Portionskaffeemaschine. In den letzten Jahren ist die Auswahl an ebensolchen rasant gestiegen. Vorreiter ist ohne Zweifel Nespresso, dank des Charmes von George Clooney, dem Gefühl von Exklusivität, der großen Auswahl an verschiedenen Kaffeesorten und limitierten Sondereditionen haben die Nespressomaschinen Büros und Privathaushalte überschwemmt. Der gemahlene Kaffee ist in kleinen Aluminiumkapseln portioniert, so wird das Aroma des braunen Wachmachers geschützt und so mancher Konsument erkennt seinen Lieblingskaffee an der Farbe der kleinen bunten Kapseln. Eine Bio-Edition ist der Inspektorin nicht bekannt. Da die Nespressokapseln alleine schon aufgrund der Aluminiumkapseln alles andere als nachhaltig sind, fällt diese Art der Kaffeezubereitung bei der Inspektorin ohnehin durch. Nespresso nimmt zwar gebrauchte Kapseln zurück um diese einem Recyclingsystem zuzuführen, eine Rücklaufquote von 100 Prozent scheint aber utopisch. Basteleien mit den gebrauchten Kapseln sind zwar nette Möglichkeiten den Sinn der Aluminiumkapseln zu erweitern und die lange Lebensdauer des Rohstoffs zu rechtfertigen, erscheinen aber doch als Tropfen auf den heißen Stein.

Eine weitere Möglichkeit Kaffee portioniert zu genießen bietet Tassimo. Plastikkapseln beherbergen eine große Auswahl an Kaffeesorten, heißer Schokolade und Tee. Bio-Kaffeesorten sind der Inspektorin auch hier keine bekannt. So mancher Kollege zieht diesen Portionskaffeeautomaten der Nespressomaschine vor, weil hinter Nespresso Nestlé, der Konzern mit „Dreck am Stecken“ steht. Da der Kaffee für das Tassimo-System in kleinen Plastikkapseln beherbergt wird, fällt auch diese Art der Kaffeezubereitung bei der Inspektorin durch. Über das Problem der langen Lebens-, aber mehr als kurzen Nutzungsdauer von Plastik wurden bereits Filme gedreht – zum Beispiel Plastic Planet. Also ist auch diese Möglichkeit Portionskaffee zu genießen für die nachhaltig konsumierende Inspektorin nur eine theoretische.

Zu guter Letzt prüft die Inspektorin das Senseo-System. Der Kaffee befindet sich in einem Pad aus Filterpapier. Kaffee und Pad sind also vollständig kompostierbar. Da die Pads von vielen Kaffeeherstellern angeboten werden, ist die Auswahl groß. Eine österreichische Supermarktkette bietet sogar eine Bio-Sorte an. Dies scheint für die Inspektorin der beste Kompromiss zu sein, wenn man auf eine Portionskaffeemaschine besteht. Die Umverpackung der Pads verursacht aber trotzdem mehr Müll als Bohnenkaffee, der für die gute alte Büroespressomaschine oder Filterkaffeemaschinen verwendet wird.

Das Fazit der nachhaltig konsumierenden Inspektorin ist, die Chefs zu einer neuen Espressomaschine für alle Kollegen zu überreden, oder – viel aussichtsreicher – sich beim Kaffeegenuss auf die Wurzeln zu besinnen und wie in den guten alten Tagen auf eine Filterkaffeemaschine umzusteigen und den so gebrauten Kaffee den Kollegen hip als „Drip Coffee“ zu verkaufen. Auch aus dem guten alten Filterkaffee lässt sich eine Wissenschaft machen, indem man über die ideale Temperatur (laut Science Buster und Universitätsprofessor Werner Gruber 92 Grad) mit der der Kaffee zubereitet werden soll diskutiert und sich auf die Suche nach einer Filterkaffeemaschine begibt, die diese Idealtemperatur garantiert. Bohnenkaffee gibt es sowohl aus biologischem Anbau als auch offen zu kaufen. Der Gang in das Kaffeegeschäft des Vertrauens mit persönlicher und oft wiederverwendbarer Kaffeeblechdose lässt das Abfallvermeidungsherz der Inspektorin höher schlagen. Eine neue Sicht auf den Kaffeegenuss mit Nachhaltigkeit ist garantiert.

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