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Cookasa: Geteilte Küche ist doppelte Party!

Die einfachsten Ideen sind oft die besten! Cookasa ist wieder ein Beweis, dass dieser Spruch nicht von ungefähr kommt. Es war im November 2011, als André Wollin und sein Freund Kersten über…

Die einfachsten Ideen sind oft die besten! Cookasa ist wieder ein Beweis, dass dieser Spruch nicht von ungefähr kommt. Es war im November 2011, als André Wollin und sein Freund Kersten über einem Bier saßen und ins Philosophieren kamen. Über unsere Gesellschaft, darüber, dass vom Buch bis zum Auto bereits alles Mögliche geteilt und Besitz überbewertet wird. Dass es um das Erleben geht und um die Geschichten, die man gemeinsam erfährt. Warum teilen wir nicht auch die Küche? Die Idee war dann bloß eine logische Schlussfolgerung. Cookasa war geboren: „Das gemeinsame Kochen und Essen mit Unbekannten in einer fremden Küche.“

Fremde versammeln sich an einem Termin in einer Stadt, werden über ein Computerprogramm in Teams zusammengewürfelt und kochen gemeinsam in einer fremden Küche ein dreigängiges Menü. Was Anfang 2013 in Hamburg startete und über eine Facebook-Gruppe organisiert wurde, breitete sich aus: Mittlerweile gibt es alle fünf bis sechs Wochen Cookasa-Abende in über 20 deutschen Großstädten, seit 2014 auch in Wien.

Die Initiatoren von Cookasa. Foto: Cookasa

„Wir hatten damals bereits eine Küche voll (Anmerkung: Jeweils acht Leute pro Küche). Das war ein guter Start – eine Runde Spaß“, erzählt André über Wien, „wir wissen, wenn wir in einer Stadt starten, können nicht von Anfang an 50 Leute wie in Stuttgart dabei sein. Zwei Küchen wären super!“ Ein besonderer Abend ist ohnehin garantiert: „Die Events sind für mich immer toll“, ist André auch nach über 70 Kochabenden noch immer von der Idee begeistert, „vor allem, wenn viele Menschen aus verschiedenen Ländern beteiligt sind: Ich kann mich an einen Abend erinnern, an dem Leute aus Russland, Indonesien, Ungarn, Frankreich und natürlich Deutschland dabei waren. Das war eine gute Mischung. Der Indonesier war besonders witzig und hat erzählt, dass er diese Hektik der Leute in Deutschland nicht versteht. Da laufen sie zur U-Bahn, obwohl die nächste doch in fünf Minuten kommt. „Relax“, hat er immer gesagt, „die Leute müssen auf Bali reisen, da geht es nur ums Surfen und Chillen.“ Das sind die Geschichten, die amüsieren.

Mitmachen kann übrigens jeder – zwischen 20 und 50 Jahren ist jede Altersgruppe mit dabei. „Es sind kreative, kommunikative Leute, die keine Scheu haben“, beschreibt André die Teilnehmer, „das Tolle ist, dass Cookasa Menschen anzieht, die bereits auf einer Wellenlänge sind und zusammen passen.“ Das Gemeinsame und das gegenseitige Helfen steht im Vordergrund. Nicht nur an den Abenden selbst, auch bei der Organisation der Events erklärt der Initiator: „Auch die Küchen werden zu Verfügung gestellt und beim Aufbau von Cookasa melden sich Freiwillige, die die Idee gut finden, in ihre Städte bringen und mithelfen wollen. Wo wir einmal landen werden? Keine Ahnung!“

Über Cookasa

Cookasa gibt es mittlerweile in über 30 Städten in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Die Events finden im Abstand von fünf bis sechs Wochen statt.

Durchschnittlich kostet ein Menü zwischen sieben und 15 Euro. Beteiligt sind zwischen fünf und 50 Menschen im Alter von 20 bis 50 Jahren, die per Zufallsprinzip auf verschiedene Küchen aufteilt werden. Die Küchen werden von Teilnehmern zu Verfügung gestellt; der Inhaber der Küche isst gratis mit.

Termine und mehr findet ihr auf cookasa.com!

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Rückblick: Veggieworld 2014 in Wiesbaden

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für…

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für Veganer und Rohköstler, bei der es um nachhaltiges Genießen geht, hatte ich schon gelesen, aber aufgrund der Entfernung (von München sind es noch ungefähr 400 Kilometer) nicht wirklich daran gedacht hinzufahren. Doch gemeinsam mit Freundinnen als Wochenendausflug war das eine perfekte Idee!

Auf die Messe habe ich mich vorbereitet, indem ich mir ein paar Produkte, die ich einmal probieren wollte, auf einer Liste zusammengeschrieben habe. Wenn man Lebensmittel im Internet bestellt, ohne sie vorher getestet zu haben, kann es ja durchaus sein, dass sie bald ganz hinten im Vorratsschrank landen. Daher wollte ich die Gelegenheit zur ausgiebigen Verkostung pflanzlicher Lebensmittel nutzen. Ehrlich gesagt war ich auch gespannt herauszufinden, wie die anderen Messebesucher so sind, nämlich quer durch alle Altersklassen, vor allem jüngeres studentisches Publikum und auffallend wenige im klassischen „Öko-Look“. Da sieht man schon, vegetarisch, vegan oder Rohkost liegt im Trend und ist längst über ein Randgruppendasein hinweg. Auch Bobos und Hipster legen Wert auf nachhaltige Ernährung!

Jetzt aber mal zur Messe an sich: Ich war überwältigt vom riesigen Angebot. Es gab über 80 Aussteller in drei großen Hallen. Das Spektrum reichte von veganen und Rohkost-Lebensmitteln (der größte Anteil) und Nahrungsergänzungsmitteln über Natur-Kosmetik bis hin zu Küchengeräten (wie zum Beispiel Entsafter für die Herstellung von Smoothies, die man auch gleich verkosten konnte) sowie ökologischer Kleidung. Für die interessierten Veggie-Novizen gab es Informationsstände, wie zum Beispiel einen Stand des Vebu (Vegetarierbund Deutschland), an denen man sich die Vorteile der fleischlosen Ernährung erläutern lassen konnte. Beispiel gefällig? Vielleicht zieht das ja bei Männern: Wer vegan lebt spart so viel C02, dass er Porsche statt Passat fahren darf, ohne sich dabei als Umweltsünder fühlen zu müssen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass man viele der Lebensmittel gleich probieren konnte. Leider hatte ich vorher im Hotel schon gefrühstückt, aber frei nach dem Motto „ein bisserl was geht immer“ – gerade wenn es so lecker ist – habe ich dann doch ganz schön oft zugegriffen. Nach der Anordnung der Stände wurden dann herzhafte Snacks, vielfältige Tofu- und Fleischersatzprodukte und Aufstriche verkostet, zwischendurch süße Rohkost-Knabbereien, Schokoladen und Pralinen genascht – eine unglaubliche Vielfalt. Mittagessen konnte ich leider nicht mehr, obwohl es auch vegane Döner gegeben hätte.

Beim Stand von Taifun, einem Hersteller von veganen Lebensmitteln aus Soja, gab es verschiedenste Tofu-Arten in Pfannen angeröstet und mit exotischen Gewürzen zubereitet. Die kulinarischen Ideen, zum Beispiel Tofu mit gerösteten Sesamkörnern aufzupeppen oder Seidentofu als Mango-Lassi zuzubereiten, hätten jedem Inder Konkurrenz machen können. Apropos Inder – Govinda, ein Hersteller von Naturkost, hatte Produkte im Angebot, die mich schon seit Längerem interessieren, wie Erdmandeln (nussähnliche Knollen) und diverse Rohkost-Snacks. Hier gab es auch Hanf-Proteinpulver, das ich für meinen Freund mitgenommen habe, da es die Muskelregeneration nach dem Sport auf pflanzliche Weise fördert. Angeblich ist bei dem Pulver (leider) keine berauschende Wirkung zu erwarten – Erfahrungsbericht folgt. Auf meiner Liste für die Messe befand sich auch Kokosöl, angeblich das gesündeste aller Öle aufgrund der darin enthaltenen Laurinsäure. Es hat unter ca. 25°C feste Form und wird erst beim Erhitzen ein flüssiges Öl. Hier wusste ich bei der Verkostung sofort, dass ich den feinen Kokos-Geschmack mag, und kaufte gleich die Großpackung. Ich freue mich schon auf diverse asiatische Speisen und Smoothies, die ich damit verfeinern werde. Und falls ich mich an Rohkost-Pralinen heranwagen sollte, kommt das Kokosöl sicherlich auch zum Einsatz. Sogar äußerlich als Creme angewandt soll es bei trockener Haut gut wirken.

Das einzige, was bei der Messe so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat, war Spirulina, eine Art Algenpulver in Lutschtablettenform. Der nette Vertreter beim Stand meinte, dass ich die Tablette schön langsam im Mund zergehen lassen sollte. Doch egal wie gesund das Zeugs auch sein mag, beim Geschmack alleine wurde mir schon übel und so habe ich schnell das Weite gesucht und die Tablette unauffällig entsorgt.

Ich kann die Veggieworld jedem, der sich für Ernährung interessiert und gerne neue Sachen ausprobiert, empfehlen. Hier ist der Link zur Messe – bei den meisten Ausstellern kann man auch online Produkte kaufen.

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