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    Vegane Rezeptreihe: Linsenbraten

    Statt dem in unserer Familie traditionellen Schweinsbraten gab es vor einigen Jahren zu Weihnachten das erste Mal einen Linsenbraten. Damit am Heiligen Abend auch wirklich alles funktioniert, wurde das Rezept…

    Statt dem in unserer Familie traditionellen Schweinsbraten gab es vor einigen Jahren zu Weihnachten das erste Mal einen Linsenbraten. Damit am Heiligen Abend auch wirklich alles funktioniert, wurde das Rezept zuerst einmal ausprobiert, als gut empfunden, aber noch nicht als perfekt. Nach ein paar Abwandlungen ist es mittlerweile zu einem Lieblingsgericht von mir geworden.

    Wer dieses Jahr erstmals ein veganes Weihnachtsmenü ausprobieren möchte, dem kann ich diesen Linsenbraten sehr ans Herz legen. Er lässt sich wunderbar mit einer Gewürzsauce und Knödeln oder einfach mit Rotkraut kombinieren.

    Zutaten:
    600 g gekochte Bio-Linsen (ganz weich kochen lassen)
    3 EL gemahlene Bio-Leinsamen
    9 EL Wasser
    3 zerdrückte Bio-Knoblauchzehen
    2 bis 3 Bio-Zwiebel gewürfelt
    2 Bio-Karotten geraspelt und klein geschnitten
    1 großer Bio-Apfel geraspelt und zerkleinert
    50 g getrocknete Bio-Tomaten kleingeschnitten
    200 g Bio-Semmelbrösel
    1 TL Bio-Thymian
    Salz und Bio-Pfeffer nach Belieben

    Eine Stunde vor der Zubereitung die Linsen weich kochen. Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Als Bindemittel werden zuerst die Leinsamen mit dem Wasser vermengt und zum Quellen kurz stehen gelassen. Währenddessen Zwiebeln und Knoblauch leicht anbraten und anschließend die Karotten, den Apfel und die Tomatenstücke hinzufügen und für fünf Minuten dünsten lassen. In einer großen Schüssel die Linsen und alle restlichen Zutaten gut vermischen. Den Teig anschließend mit den Gewürzen abschmecken. Eine Kastenform mit Öl einfetten und mit Backpapier auslegen. Die Mischung fest in die Form drücken und 50 bis 60 Minuten in das vorgeheizte Backrohr geben.

    Den Linsenbraten etwas auskühlen lassen und vorsichtig mit Hilfe des Backpapiers aus der Kastenform heben. Nochmals kurz auf einem Teller auskühlen lassen, bevor er angeschnitten und serviert wird – das ist wichtig, denn sonst werden die Scheiben nicht eben!

    Guten Appetit!

    3 Kommentare zu Vegane Rezeptreihe: Linsenbraten

    Über 30 Möglichkeiten, Eier in Rezepten zu ersetzen

    Warum auch immer man auf den Konsum von Eiern verzichten möchte, eine Frage stellt sich auf jeden Fall: Wie soll ich ohne Eier kochen oder backen? Für all jene unter…

    Warum auch immer man auf den Konsum von Eiern verzichten möchte, eine Frage stellt sich auf jeden Fall: Wie soll ich ohne Eier kochen oder backen? Für all jene unter uns, die vegan leben ist diese Frage leicht zu beantworten, schließlich stehen Eier genauso wie alle anderen Produkte tierischen Ursprungs nicht mehr auf dem Speiseplan. Doch auch vegan lebende Menschen kennen vermutlich nicht alle Möglichkeiten, Eier zu ersetzen.

    Eier haben verschiedene Funktionen in einer Speise. Ob ein Kuchen locker und saftig werden und schön aufgehen soll, ob die Kekse mürbe werden, ob Sauce gebunden oder Teig zusammen gehalten werden soll – Eier sind Multitalente. Doch was Eier können, können viele andere Lebensmittel auch. Das Geheimnis? Man muss wissen, welche Eigenschaften der jeweilige Ersatz haben soll und schon ist kochen und backen ohne Ei keine Hexerei mehr.

    Die folgenden Aufgaben können Eier in Rezepten erfüllen:

    Binden: Durch das Erhitzen während des Kochen oder Backen verlieren Eier ihre flüssige Konsistenz und werden fest. So werden alle Zutaten miteinander verbunden. Auch mittels Emulsion können Zutaten gebunden werden, besonders solche, die normalerweise nur schwer zu verbinden sind wie Öl und Essig. Diese Aufgabe übernimmt Eigelb, es macht Fette wasserlöslich. Falls ein Rezept nur Eiweiß benötigt, wird dieses nicht zum Emulgieren der Zutaten genutzt. Wenn ein Rezept viel auf Wasser basierende Flüssigkeit sowie reichlich Öl oder andere Fette benötigt dient das Ei in diesem Fall als Emulgator.

    Aufgehen: Diese Aufgabe können Treibmittel wie Backpulver, Natron oder Hefe übernehmen. Wenn das Rezept aber säurehaltige Inhaltsstoffe wie Buttermilch, Essig oder Zitronensaft benötigt, übernehmen Eier diese Aufgabe. Eigelb alleine unterstützt das Aufgehen nicht, da es zu viel Fett enthält.

    Feuchtigkeit: In Rezepten ohne oder mit nur sehr wenig Flüssigkeit wirken Eier als Feuchtigkeitsspender. Falls in einem Rezept sehr wenig Flüssigkeit verwendet wird, sorgt das Ei vermutlich dafür, dass das fertige Produkt austrocknet. Eiweiß alleine liefert keine Feuchtigkeit.

    Verdicken: Vor allem in Saucen und Pudding werden Eier für die nötige Dichte und Cremigkeit verwendet.

    Farbe und Geschmack: Eigelb sorgt für die typisch gelbe Färbung von Speisen, in denen größtenteils Ei enthalten ist. Auch in einigen Nudelsorten sowie in Gebäck ist Eigelb ein Geschmacksgeber.

     

    All diese Aufgaben können auch von den folgenden über 30 Lebensmitteln übernommen werden. Wer schon etwas Übung hat kann auch eine Kombination von Produkten verwenden, um unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen.

    Obst und Gemüse

    Diverse Obst- und Gemüsesorten können püriert als Ei-Ersatz dienen, Teig wird so sowohl gebunden, als auch locker und saftig. Neben den im Anschluss erwähnten Bananen, Apfelmus, Kürbismus und Tomatenmark kann prinzipiell jede Obst- und Gemüsesorte als Ei-Ersatz dienen, es eignen sich zum Beispiel auch Zwetschgen/Pflaumen, Birne oder Mango. Wenn das jeweilige Püree einen hohen Flüssigkeitsanteil besitzt, kann bei Bedarf die restliche Flüssigkeit etwas reduziert werden. Sollte der Teig durch das Püree schwerer und fester geworden sein, kann für eine lockerere Konsistenz zusätzlich noch ein halber Teelöffel Backpulver helfen. Je nach verwendeter Menge kann der Eigengeschmack des Obstes oder Gemüses sich im Aroma des Backwerks widerspiegeln, was aber üblicherweise keinen Nachteil darstellt. Am besten lassen sich mit Obst- und Gemüsepüree bis zu drei Eier ersetzen.

    Bananen

    Bananen sind eine der beliebtesten Substitutionen für Eier in Süßspeisen. Ein Ei wird durch die Hälfte einer möglichst reifen Banane ersetzt, wobei die Konsistenz des Teiges beeinflusst werden kann, indem man die Banane entweder püriert oder auch nur – zum Beispiel mit einer Gabel – fein oder etwas grober zerdrückt. Geeignet ist diese Methode für Rezepte bis zu vier Eier, je mehr Bananen enthalten sind, umso stärker wird die bananige Geschmacksnote. Ein Klassiker ist das Bananenbrot, in dem die Banane nicht nur Zweitbesetzung ist, sondern äußerst erfolgreich die Hauptrolle spielt.

    Apfelmus

    Auch Apfelmus eignet sich als Ei-Ersatz für Süßes, die Konsistenz passt optimal zu feuchterem Teig. Zwei bis vier Esslöffel (60 bis 80 Milliliter/Gramm) entsprechen einem Ei. Im Gegensatz zu Bananen ist Apfelmus relativ geschmacksneutral, der Apfelgeschmack geht durch das Backen fast vollständig verloren. Wenn das Apfelmus gesüßt ist, kann bei Bedarf die Zuckermenge entsprechend angepasst werden. Am besten eignet sich Apfelmus für Rezepte mit bis zu zwei Eiern. Mit Apfelmus zubereitet werden zum Beispiel diese Vollwert-Chiaplätzchen.

    Kürbismus

    Kürbismus eignet sich sowohl für Süßigkeiten, als auch für Herzhaftes, wobei Kürbis meistens einen charakteristischen Geschmack hinterlässt. Es empfiehlt sich daher, Kürbis als Ei-Ersatz nur in Backwaren zu verwenden, deren Aroma gut mit Kürbis harmoniert. Anstelle eines Eis können wie auch bei Apfelmus zwei bis vier Esslöffel (60 bis 80 Milliliter/Gramm) weiches, gut püriertes Kürbismus verwendet werden. Wie gut Kürbis mit Schokolade harmoniert, könnt ihr mit diesen Kürbis-Brownies ausprobieren.

    Tomatenmark

    Für pikante Speisen kann auch ein Esslöffel Tomatenmark anstelle von Ei verwendet werden.

    Stärke

    Mehl oder anderes Stärkehaltiges wie Kartoffel, Reis, Semmelbrösel (Paniermehl) oder Haferflocken dienen sowohl zum Binden als auch zum Verdicken. Zusätzlich sind diese Optionen geschmacksneutral und können daher sowohl für Süßigkeiten als auch für Pikantes verwendet werden. Stärke eignet sich optimal für alle Rezepte, die einen hohen Ei-Anteil benötigen. Sollte im Rezept schon viel Flüssigkeit enthalten sein, kann das Wasser auch weglassen werden. Wenn sehr viele Eier ersetzt werden, könnte es wiederum nötig sein, den Anteil der anderen Flüssigkeiten etwas zu erhöhen. Generell gilt: Ein bis zwei Esslöffel Stärke mit zwei bis drei Esslöffel Wasser mischen um ein Ei zu ersetzen.

    Stärkemehl

    Stärkemehl ist unter anderem als Mondamin oder Gustin bekannt. Üblicherweise stammt der Stärkeanteil aus Weizen, es kann aber auch Mais oder Kartoffel enthalten sein.

    Sojamehl

    Sojamehl in der Variante vollfett ist eine weitere Option. Obwohl Stärkemehl generell geschmacksneutral ist, wird Sojamehl manchmal nachgesagt, trotzdem einen charakteristischen Nachgeschmack zu hinterlassen.

    Maisstärke

    Je ein Esslöffel Maisstärke und ein Esslöffel Wasser ersetzen ein Ei.

    Kichererbsenmehl

    Statt einem Ei kann ein Esslöffel Kichererbsenmehl verrührt mit zwei Esslöffel Wasser verwendet werden.

    Johannisbrotkernmehl

    Ein Teelöffel Johannisbrotkernmehl verrührt mit 40 Milliliter Wasser ersetzt ein Ei. Johannisbrotkernmehl bindet übrigens auch ohne dass es erhitzt wird.

    Pfeilwurzelmehl

    Als Ei-Ersatz nimmt man pro Ei drei Esslöffel Pfeilwurzelmehlstärke, verrührt mit einem Esslöffel Wasser.

    Kartoffelpüree

    In pikanten Gerichten können zwei bis drei Teelöffel Kartoffelpüree anstelle eines Eis hinzugefügt werden. Verwendet werden kann sowohl selber zubereitetes Kartoffelpüree – auch aus Süßkartoffeln -, als auch eines aus der Tüte.

    Reis

    Ein Ei kann auch durch zwei bis drei Teelöffel Reis ersetzt werden.

    Semmelbrösel

    Mit zwei bis drei Teelöffel Semmelbrösel kann jeweils ein Ei ersetzt werden.

    Haferflocken

    Zwei bis drei Teelöffel gekochte Haferflocken oder Schnellkoch-Haferflocken ersetzen ein Ei.

    Samen

    Samen eignen sich sowohl zum Binden als auch zum Emulgieren. Die Samen werden fein gemahlen, am besten in einem Mixer oder einer Küchenmaschine, da eine Kaffee- oder Gewürzmühle verkleben könnte.

    Leinsamen

    Ein bis zwei Esslöffel frisch gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser gemischt ersetzt ein Ei. Die Mischung muss ja nach Menge bis 30 Minuten ruhen, bis sie eine dicke, geleeartige Konsistenz hat. Fertig gemahlene Leinsamen sind nicht sehr empfehlenswert, da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Saat schnell oxidieren. Leinsamen haben einen leicht nussigen Geschmack und eignen sich deshalb besonders für herzhafteres Gebäck.

    Chia-Samen

    Wie auch bei Leinsamen ersetzen ein bis zwei Esslöffel frisch gemahlene Chia-Samen mit drei Esslöffeln Wasser gemischt ein Ei. Auch hier die Mischung 30 Minuten ruhen lassen, falls das Ei im Rezept als Triebmittel verwendet wird, kann nach Bedarf noch etwas Backpulver hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu Leinsamen haben Chia-Samen aber keinen Eigengeschmack.

    Flohsamen

    Ein bis zwei Esslöffel Flohsamen werden frisch gemahlen mit 200 Milliliter kaltem Wasser im Mixer vermischt. Die Mischung dann rund zehn Minuten ruhen lassen.

    Sojaprodukte

    In Sojabohnen ist wie auch in Eiern viel Lecithin enthalten, deshalb eignen sich Sojaprodukte sehr gut als Ei-Ersatz. Über Sojamehl als Ei-Ersatz ist weiter oben unter „Stärke“ zu lesen.

    Tofu

    Mit Tofu können Eier in Gerichten ersetzt werden, in denen diese den Großteil des Rezeptes ausmachen. Ein Ei kann durch rund 60 Gramm fein pürierten weichen Tofu, ungewürzt und nicht geräuchert, ersetzt werden. Für Rührei/Eierspeise wird fester Tofu zerbröselt und angebraten, Kala Namak – weitere Informationen dazu gibt es weiter unten unter „Gewürze“ – sorgt für den typischen Ei-Geschmack.

    Seidentofu

    Der weiche Seidentofu eignet sich zum Binden, als Emulgator und für Feuchtigkeit für süße als auch herzhafte Speisen. 50 bis 60 Gramm Seidentofu, cremig gerührt oder püriert, ersetzen ein Ei. Manchmal wird Seidentofu ein leichter Eigengeschmack nachgesagt, was möglicherweise auch von der verwendeten Menge abhängt.

    Soja-Joghurt

    Soja-Joghurt bindet den Teig und macht ihn schön saftig. Ein Ei wird gegen einen Esslöffel Soja-Joghurt ausgetauscht.

    Soja-Sahne/-Schlagobers

    Gebäck kann anstelle von Ei vor dem Backen mit einer Mischung aus einem Esslöffel Soja-Sahne/-Schlagobers und einem Esslöffel Öl bestrichen werden.

    Soja-Sauerrahm/Saure Sahne

    Ein Ei lässt sich auch mit rund 60 Gramm Soja-Sauerrahm/Saure Sahne ersetzen.

    Nüsse

    Nussmus

    Auch mit Nussmus lässt sich Teig binden. Drei Esslöffel Mandel-, Cashew- oder Erdnussmus ersetzen ein Ei. Der Eigengeschmack ist je nach Nussart unterschiedlich, Erdnuss hinterlässt den stärksten Beigeschmack, was sich aber durchaus positiv auf das Gekochte oder Gebackene auswirken kann.

    Kokosmilch

    Kokosmilch ist geeignet, um dem Teig Feuchtigkeit zu geben. 60 Milliliter dienen als Ersatz für ein Ei.

    Gewürze

    Kurkuma

    Wer Gerichten die typische Gelbfärbung von auf Eiern basierenden Speisen verleihen will, kann dies mit Hilfe von Kurkuma bewerkstelligen. Eine Prise des Gewürzes, das auch tatsächlich als Färbemittel verwendet wird, ist ausreichend – für den Geschmack kann aber natürlich auch mehr hinzugefügt werden.

    Kala Namak

    Wer den typischen Geschmack von Eiern mag, kann seine Speisen mit Kala Namak (auch Schwarzsalz genannt) würzen.

    Backpulver und Natron

    Backpulver oder Natron sorgen dafür, dass Teig aufgeht. Sie unterscheiden sich chemisch, funktionieren aber auf die gleiche Weise, wobei in Backpulver Natron enthalten ist. Natron reagiert mit den säurehaltigen Inhaltsstoffen im Rezept und setzt Kohlendioxid frei. Dadurch geht der Teig auf. Backpulver geht gleich zwei Mal doppelt auf, einmal wenn es feucht wird, ein zweites Mal wenn es erhitzt wird.

    Backpulver

    Backpulver ist eine vorgefertigte Mischung aus Natron, Stärke sowie einem Säuerungsmittel. Pures Backpulver eignet sich optimal als Ei-Ersatz für Rezepte, die nur ein Ei benötigen. Ein halber bis ein Teelöffel ist hier ausreichend. Für das Ersetzen von mehr als einem Ei können ein bis zwei Teelöffel Backpulver, zwei bis vier Teelöffel Wasser und ein bis zwei Teelöffel Öl – bei Bedarf noch ein bis zwei Teelöffel Mehl – vermengt werden.

    Natron und Essig

    Eine Alternative zu Backpulver ist Natron und Essig. Ein Ei wird hier mit einem Esslöffel Essig und einem Teelöffel Natron ersetzt. Der Essiggeschmack verflüchtigt sich komplett.

    Anderes

    Ei-Ersatz-Pulver

    Ei-Ersatz-Pulver gibt es in verschiedenen Varianten – um Vollei zu ersetzen oder auch nur für die Substitution von Eigelb oder Eiweiß. Üblicherweise enthält dieser Ei-Ersatz in Pulverform Stärke aus Mais oder Kartoffeln sowie Mehle wie Lupinen-, Tapioka- oder Johannisbrotkernmehl. Das Pulver wird je nach Anleitung mit Wasser angerührt.

    Agar-Agar

    Für Rezepte, in denen nur Eiweiß benötigt wird, kann als Ersatz Agar-Agar verwendet werden. Agar-Agar ist eine Alge, die auch als Geliermittel benutzt wird und sich ähnlich wie Eiweiß aufschlagen lässt. Ein Teelöffel Agar-Agar gemischt mit einem Teelöffel Wasser ergibt den Ersatz für ein Ei. Die Mischung wird aufgeschlagen und muss dann im Kühlschrank ruhen, danach wird sie nochmals aufgeschlagen. Agar-Agar ist geschmacksneutral.

    Bohnen- oder Kichererbsenwasser

    Das Abtropfwasser von Bohnen oder Kichererbsen in der Dose ist ein perfekter Ersatz für Eiweiß. Es lässt sich wie Eiweiß aufschlagen und auch genauso verwenden. Beim Panieren können die Eier durch eine Mischung von Abtropfwasser und normalem Wasser ersetzt werden.

    Kein Ei

    Wenn die Eier im Rezept nicht als Bindemittel benötigt werden, den Teig nur luftiger machen oder ihm mehr Flüssigkeit geben sollen, kann auf die Eier auch verzichtet werden. Wenn der Teig zu trocken ist, kann man mit Wasser oder Pflanzenmilch nachhelfen.

     

    Viel Erfolg beim Kochen und Backen und guten Appetit!

    Vermisst ihr in dieser Auflistung ein Lebensmittel? Welchen Ei-Ersatz/Eiersatz könnt ihr besonders empfehlen? Schreibt eure Tipps in die Kommentare!

    182 Kommentare zu Über 30 Möglichkeiten, Eier in Rezepten zu ersetzen

    Essen retten, Müll reduzieren: Was ist foodsharing und wie funktioniert es?

    foodsharing wurde im Jahr 2012 in Berlin aus der Idee geboren, noch essbare aber nicht mehr verkäufliche Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Denn auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten…

    foodsharing wurde im Jahr 2012 in Berlin aus der Idee geboren, noch essbare aber nicht mehr verkäufliche Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Denn auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten oder die Verpackung beschädigt ist, sind Lebensmittel üblicherweise noch genießbar. Auch Überproduktionen müssen so nicht im Müll landen. Über foodsharing werden diese Lebensmittel ohne Gegenleistung weiterverschenkt.

    Der Gründer Raphael Fellmer, der ursprünglich Lebensmittel aus Mülltonnen von Bio-Supermärkten gedumpstert hatte, kam mit seiner Idee auf Supermärkte zu und fruchtbare Kooperationen nahmen ihren Lauf. Eines der Prinzipien von foodsharing ist, dass sämtliche Arbeit ehrenamtlich abläuft und gleichzeitig niemand für die Mitgliedschaft oder die abgeholten Lebensmittel zahlen muss.

    Auf den jeweiligen Online-Plattformen foodsharing.de, foodsharing.at und foodsharingschweiz.ch können sich foodsharing-Mitglieder organisieren und durch private Nachrichten mit jedem anderen Mitglied in Kontakt treten. Über 200.000 Menschen sind auf den foodsharing-Plattformen registriert.

    Ein mobiler Fair-Teiler voll mit gerettetem Essen.

    Wie kann ich mich beteiligen?

    Der erste Schritt ist, sich auf der foodsharing-Seite seines Landes mit Namen und E-Mail-Adresse zu registrieren. Durch diese Registrierung ist man offizieller Foodsharer und kann sich mit anderen Mitgliedern vernetzen, Lebensmittel auf der Plattform einstellen und so verschenken oder auch angebotene Lebensmittel abholen. Hier gilt immer die Regel: „Gib‘ nur weiter, was du auch noch essen würdest.“

    Vom Foodsharer zum Foodsaver

    Möchte ein Foodsharer sich noch mehr einbringen, kann er Foodsaver werden. Foodsaver holen Essen direkt von Unternehmen wie Supermärkten, Restaurants oder Bäckereien ab, mit denen foodsharing eine Kooperation hat. Um Foodsaver zu werden, ist es nötig, sich Wissen zu den Richtlinien und Regeln des Foodsavings anzueignen. Das Foodsharing-Wiki informiert über alles, was Foodsaver wissen müssen – hier muss auch ein Online-Test mit Zeitlimit absolviert werden, der zehn Fragen umfasst. Wenn man lieber unbegrenzt Zeit haben möchte, versucht man sich am Quiz mit 20 Fragen.

    Ist das Quiz geschafft, müssen drei Einarbeitungsabholungen in unterschiedlichen Betrieben mit erfahrenen Foodsavern absolviert werden. So kann man direkt von erfahrenen Mitgliedern lernen und alle aufkommenden Fragen sofort besprechen. Wenn alle drei Abholungen gut verlaufen, bekommt man einen Foodsaver-Ausweis, den man bei jeder Abholung vorzeigen muss. Nun kann man sich auf der foodsharing-Plattform für die Aufnahme in ein Team bewerben, wenn dieses noch Unterstützung für den Betrieb sucht, den es betreut. Die kooperierenden Betriebe sind auf der jeweiligen foodsharing-Plattform auf einer Landkarte eingetragen. Auf dieser Landkarte ist auch ersichtlich, für welche Betriebe noch Foodsaver gesucht werden. Wird der Foodsaver vom Betriebsverantwortlichen ins Team aufgenommen, kann er sich offiziell für Abholtermine im jeweiligen Unternehmen anmelden.

    Wer denkt, es geht hier nur um kleine Mengen, irrt.

    Was passiert mit dem abgeholten Essen?

    Die vom Unternehmen bereitgestellten Lebensmittel müssen vollständig abgeholt werden, auch wenn das eine oder andere Stück vielleicht nicht mehr zum Verzehr geeignet ist. Nun ist der jeweilige Foodsaver dafür verantwortlich, nicht mehr Genießbares auszusortieren. Natürlich kann man sich von dem geretteten Essen auch selber etwas behalten, wobei darauf zu achten ist, dass man das Essen auch entsprechend ohne Überschuss verbrauchen kann.

    In Folge gibt es viele kreative Möglichkeiten, das gerettete Essen zu verteilen. Das kann direkt über die foodsharing-Seite passieren oder es kann in einen Fair-Teiler gebracht werden. Manche Foodsaver verschenken Essen an ihre Nachbarn, fair-teilen es über Facebook-Gruppen oder organisieren gemeinsame Koch-Events. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

    Was sind Fair-Teiler?

    Fair-Teiler sind Orte, zu denen Lebensmittel gebracht und auch abgeholt werden können. Sie sind meistens mit Kühlschrank und Regal oder zumindest einem von beiden ausgestattet. Fair-Teiler können auf privatem Grund und Boden, in Vereinsräumen, einer Uni, einem Café oder einem Geschäft stehen – es gibt unzählige Möglichkeiten. Für einen Fair-Teiler ist ein konkreter betriebsverantwortlicher Foodsaver zuständig. Er überprüft, ob der Hygieneplan eingehalten wird und beteiligt sich selber daran.

    Das Besondere an Fair-Teilern: Jeder, auch Menschen, die nicht auf foodsharing registriert sind, kann Essen aus einem Fair-Teiler abholen oder hinbringen. Jeder Fair-Teiler hat eine eigene Seite auf der jeweiligen foodsharing-Plattform mit Informationen zur Organisation und neu eingelangten Lebensmitteln. Via Mailingliste kann man sich auch per Mail über Neuigkeiten im jeweiligen Fair-Teiler informieren lassen.

    Beispielhaft: Ein Fair-Teiler im zehnten Wiener Gemeindebezirk.

    Was macht ein betriebsverantwortlicher Foodsaver?

    Ein betriebsverantwortlicher Foodsaver muss dafür sorgen, dass die Kooperation mit einem Betrieb reibungslos funktioniert und den Kontakt zu Betrieb und den Foodsavern, die vom Betrieb abholen pflegen. Er muss zudem überprüfen, ob für jeden Abholungstermin ein Foodsaver eingetragen ist. Wenn das nicht der Fall ist oder ein Foodsaver eine Abholung kurzfristig absagt, muss der Betriebsverantwortliche einspringen. Um betriebsverantwortlicher Foodsaver zu werden, muss man bereits Foodsaver sein. Zusätzlich muss ein Quiz bestehend aus zehn Fragen über die Aufgaben eines betriebsverantwortlichen Foodsavers absolviert werden. Auch um sich eines Fair-Teilers anzunehmen ist ein Status als betriebsverantwortlicher Foodsaver nötig.

    Neben Foodsavern, Foodsharern und betriebsverantwortlicher Foodsavern gibt es noch Botschafter. Diese koordinieren die Betriebsverantwortlichen und stellen die Ausweise für neue Foodsaver aus. Des weiteren unterstützen sie bei der Akquisition neuer Betriebe, organisieren Treffen und repräsentieren foodsharing in deren Region.

    Wie kooperieren Unternehmen mit foodsharing?

    Ein kooperierender Betrieb kann ein Restaurant, ein Hotel, eine Kantine, eine Bäckerei, ein Bauernhof, eine Supermarktfiliale und noch vieles mehr sein. Nicht jedoch konventionelle Supermarktketten, da hier mit anderen Organisationen wie zum Beispiel Sozialmärkten Kooperationen existieren. Unternehmen können alle Lebensmittel spenden, so lange diese genießbar sind. Interessierte Betriebe finden hier weitere Informationen, unter anderem welche Vorteile ihnen eine Kooperation mit foodsharing bringt.

    Warum sollte ich mich bei foodsharing engagieren?

    Weltweit landet ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Ein großer Teil davon sind Überproduktionen oder Lebensmittel, die der Besitzer nicht mehr verwenden will oder kann. Neben anderen Maßnahmen wie bewussterem Einkaufen kann mit der Verteilung noch genießbarer Lebensmittel ein wertvoller Beitrag gegen diese Verschwendung geleistet werden. Auch Menschen, die finanziell schlechter gestellt sind, können sich so mit Essen versorgen. Sich ehrenamtlich zu engagieren bringt natürlich auch die üblichen Vorteile: Man lernt neue Fähigkeiten und neue Menschen kennen und findet im besten Fall eine Leidenschaft für das ganze Leben.

    Weitere Informationen findet ihr auf den foodsharing-Seiten für das jeweilige Land:

    Deutschland: foodsharing.de
    Österreich: foodsharing.at
    Schweiz: foodsharingschweiz.ch

    48 Kommentare zu Essen retten, Müll reduzieren: Was ist foodsharing und wie funktioniert es?

    Wohin mit alten Shampoos, Duschgels & Co? Die 7 besten Recycling-Tipps!

    Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt…

    Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt gefunden hat oder einfach süchtig nach Beautyartikeln ist. Und nebenbei stauben die alten Flaschen ein. Ich meine, wer kann schon das ganze Zeug komplett aufbrauchen? Und dazu kommen noch Geschenke und Pröbchen. Wohin das alles? Einen zusätzlichen Schrank einbauen oder wegwerfen?

    Wer nachhaltig leben möchte, kann auch mit diesen überflüssigen Produkten noch so einiges anstellen. Ich habe hier die sieben besten Tipps gesammelt und freue mich natürlich auch, wenn von euch noch ein paar Ideen hinzukommen.

    1. Tipp, Duschgel: Shampoos, die man nicht für den Kopf verwenden mag, kann man prima als Duschgel benutzen.

    2. Tipp, Rasiergel: Die meisten Shampoos, Duschgele und auch Conditioner eignen sich bestens als Rasiergel, denn sie sind dickflüssig und auch sanft zur Haut. Ich benutze sie sogar lieber als Rasierschaum, denn damit sind die Beine hinterher oft richtig trocken.

    3. Tipp, Haarkur: Oft benutzt man ja manche Conditioner nicht mehr, weil sie nicht so reichhaltig sind und nicht so schnell wirken wie andere Produkte. Dabei hilft es meist mehr, wenn man sie länger einwirken lässt und sich die Inhaltsstoffe in Ruhe entfalten können. Wer keine Lust hat, eine halbe Stunde oder länger mit nassem Kopf herumzulaufen, kann zum Beispiel vor dem Schlafen ein paar Kleckse im trockenen Haar verteilen, etwas anfeuchten und dann mit Zopf oder auf einem Handtuch schlafen gehen. Am nächsten Morgen wie gewohnt waschen und sich überraschen lassen!

    4. Tipp, Badezusatz: Sowohl Shampoo als auch Duschgel kann man bestens als Badezusatz verwenden. Das riecht oft auch überraschend gut!

    5. Tipp, Putzmittel: Manchmal hat man ganz aggressive Shampoos, die man nicht mehr benutzen kann, weil die Kopfhaut irritiert reagiert oder Duschgele, die die Haut extrem austrocknen. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Oft werden Tenside verwendet, die in Reinigungsmitteln vorkommen. Warum also nicht zum Beispiel die Badewanne damit schrubben, den Boden oder meinetwegen das Katzenklo? Habe ich alles schon ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

    6. Tipp, Seife: Die aggressivere Waschkraft der Shampoos und Duschgele funktioniert natürlich auch bestens zum Händewaschen – und riecht meist besser als viele Seifen.

    7. Tipp, Gegenstände reinigen: Auch eine gute Idee ist, Pinsel und Bürsten mit Shampoo zu reinigen! Gerade Make-up Tools sollten regelmäßig gesäubert werden, wenn sie oft in Verwendung sind.

    Für alle Tipps gilt: Wer sich an der Verpackung stört, kann die Produkte auch in andere Gefäße umfüllen, dann sieht es auch optisch gleich besser aus!

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Reduzieren eurer Shampoo- und Duschgelvorräte!

    51 Kommentare zu Wohin mit alten Shampoos, Duschgels & Co? Die 7 besten Recycling-Tipps!

    Blogparade! #veganxmas – Wunderbare vegane Weihnachtsmenüs

    Weihnachten naht und somit auch die Frage, welche Speisen dieses Jahr den festlich gedeckten Tisch füllen sollen. Wo manche Menschen jedes Jahr ihr traditionelles Weihnachtsessen mit den gleichen Gerichten servieren,…

    Weihnachten naht und somit auch die Frage, welche Speisen dieses Jahr den festlich gedeckten Tisch füllen sollen. Wo manche Menschen jedes Jahr ihr traditionelles Weihnachtsessen mit den gleichen Gerichten servieren, suchen andere jedes Weihnachten aufs Neue nach einem spannenden Menü, mit dem sie ihre Lieben überraschen können. Doch egal zu welcher Kategorie ihr gehört, möchte ich dazu aufrufen, euer Festessen dieses Jahr vegan zu gestalten. Diese Blogparade soll allen Interessierten dabei helfen, ein wunderbares veganes Weihnachtsmenü servieren zu können.

    Warum vegane Weihnachten?

    Sei es aus ethischen Gründen, der Umwelt zu liebe oder weil ihr die Herausforderung liebt, etwas Neues auszuprobieren, es gibt viele Gründe, sich der veganen Küche zu widmen. Und selten nimmt man sich für ein Essen so viel Zeit und Mühe wie für das weihnachtliche Festessen. So eignet sich ein mehrgängiges Menü auch wunderbar, um verschiedenste Speisen auszuprobieren und zu kombinieren. Salat, Suppe oder Häppchen zur Vorspeise; ein Braten, Auflauf oder Paniertes zur Hauptspeise; als Beilage Knödel, Kartoffeln, Gemüse oder Reis in unzähligen Variationen und zum süßen Abschluss ein Mousse, Tiramisu oder Küchlein – unendliche Möglichkeiten, ein wunderbares Weihnachtsessen zu zaubern.

    #veganxmas Blogparade

    Aber wer die Wahl hat, hat bekannterweise auch die Qual und hier wollen wir mit der #veganxmas Blogparade helfen. Egal ob Foodblog, Veganblog oder ein anderer Themenschwerpunkt, diese Blogparade soll eure Rezepte für wunderbare vegane Weihnachtsmenüs zu einer Inspirationsquelle für alle Interessierten vereinen.

    Und das Beste? Ihr müsste dafür nicht einmal den Kochlöffel schwingen, denn natürlich könnt ihr auch aus schon bestehenden Rezepten auf eurem Blog ein Weihnachtsmenü zusammenstellen. Ein eigener Blogbeitrag in dem in der Überschrift #veganxmas vorkommt ist ausreichend. Aber natürlich sind auch all jene, die gerne komplett neue Rezepte kreieren wollen, dazu herzlich eingeladen. Genauso wie alle, die schon bestehende nicht vegane Rezepte veganisieren wollen – auch das ist eine Option. Dazu noch eine kleine Hilfestellung: Milch kann genauso wie Joghurt und andere Milchprodukte durch pflanzenbasierte Alternativen ersetzt werden, Eier müssen entsprechend ihrer Funktion im Rezept ausgetauscht werden – hier findet ihr über 30 Möglichkeiten, Eier in Rezepten zu ersetzen.

     

    Die Blogparade läuft bis inklusive 16. Dezember 2021, einen Tag darauf werden alle eingereichten Beiträge in einem eigenen Beitrag hier auf The bird’s new nest gesammelt und auf all unseren Social Media-Kanälen geteilt. Wenn euer Beitrag an der Blogparade teilnehmen soll, schickt bitte den Link zu eurem Blogbeitrag bis 16. Dezember 2021 an nest@thebirdsnewnest.com. Merry #veganxmas!

     

    Habt ihr Anregungen oder Fragen? Postet sie doch als Kommentar zu diesem Artikel!

    2 Kommentare zu Blogparade! #veganxmas – Wunderbare vegane Weihnachtsmenüs

    Buchweizen – starke Flocken, grundlos unterschätzt! Meine 3 Lieblings-Rezepte!

    Wer auf der Suche nach einer sehr gesunden Alternative zu den morgendlichen Haferflocken ist, darf sich auf die Bandbreite von Buchweizen freuen. Man kennt das glutenfreie Pseudo-Getreide, welches seinen Namen…

    Wer auf der Suche nach einer sehr gesunden Alternative zu den morgendlichen Haferflocken ist, darf sich auf die Bandbreite von Buchweizen freuen. Man kennt das glutenfreie Pseudo-Getreide, welches seinen Namen den dreikantigen Körnern verdankt, die an Bucheckern erinnern, ursprünglich aus der russischen oder polnischen Küche. Es wird Zeit, ihm auch in unseren Küchenschränken mehr Platz einzuräumen!

    Buchweizen hat einen leicht bitteren, kräftigen Geschmack, der sich aber in den verschiedenen Zubereitungsarten dennoch gut einfügt. Auch seine inneren Werte überzeugen – mit rund zehn Prozent hochwertigem Eiweiß sollten gerade Sportler dem grauen Korn einen Freundschaftsantrag stellen. Vitamin E, B1, B2 und Kalium, Eisen, Kalzium und Magnesium bringen zusammen mit der enthaltenen Kieselsäure für Haut und Haare zusätzlichen Schwung in die Müslischale. Mit rund 350 Kalorien auf 100 Gramm ist Buchweizen vergleichbar mit anderen natürlichen Frühstücks-Zerealien und kann daher mengenmäßig mit anderen Kohlehydrat-Quellen in Rezepten ausgetauscht werden. Buchweizen gibt es als ganzes Korn zu kaufen, aber auch als Flocken, Grütze oder Mehl – es empfiehlt sich die lichtgeschützte Aufbewahrung im Vorratsschrank.

    Für die kalte Jahreszeit findet ihr meine drei aktuellen Lieblings-Rezepte für Buchweizen in Kombination mit Chiasamen, als Porridge und als Protein-Pfannkuchen.

    Overnight Kokos-Buchweizen Mix

    parfait

    Zutaten

    60 g Bio-Buchweizenflocken
    15 g Bio-Chiasamen
    20 g Bio-Kokosraspeln
    1 TL Bio-Erdnussmus
    Bio-Süßungsmittel nach Wahl
    Bio-Pflanzenmilch (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
    ½ Bio-Granatapfel

    Buchweizenflocken über Nacht mit Pflanzenmilch, Kokosraspeln, einem Teelöffel Erdnussmus, Chiasamen und Süßungsmittel nach Wunsch in den Kühlschrank stellen und quellen lassen. Am nächsten Morgen fünf Minuten anwärmen und Buchweizen nachgaren, danach weitere fünf Minuten quellen lassen. Den MIx mit Granatapfelkernen garnieren.

    Buchweizen-Kürbis-Porridge mit lauwarmem Kompott und Kakao-Nibs

    kuerbisporridge

    Zutaten

    50 g Bio-Buchweizenflocken
    20 g Bio-Haferflocken
    ca. 120 ml Wasser
    Bio-Pflanzendrink (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
    4 EL Bio-Kürbispüree
    Bio-Süßungsmittel nach Wahl
    1 Bio-Apfel
    1 Bio-Birne
    Rohe Bio-Kakao-Nibs

    Buchweizen (wer mag auch gemischt mit Haferflocken) mit Wasser zehn Minuten köcheln lassen, bis das Wasser fast verkocht ist. Den warmen Brei mit einem Schuss Pflanzenmilch cremig rühren und mit Kürbispürree mischen. Mit Zimt, einer Süßungsquelle (Kokosblütenzucker, Xylit und ähnlichem) nach Wunsch süßen und weitere fünf Minuten quellen lassen. In einem zweiten Topf Apfel- und Birnenstücke mit ein wenig Wasser für zehn Minuten kochen, bis das Obst weich wird und nach Wunsch süßen. Das warme Kompott auf den Buchweizen-Porridge geben und für den extra Crunch beim Essen noch mit rohen Kakao-Nibs und Nüssen garnieren.

    Tipp: Wer am Morgen nicht extra den Herd anwerfen möchte, kann auch am Vorabend die Zutaten für den Porridge über Nacht mit Pflanzenmilch zum Quellen in den Kühlschrank geben und den Porridge am nächsten Morgen nur kurz erhitzen.

    Kürbispüree und Kompott lassen sich auch super auf Vorrat produzieren und in Einmachgläsern lagern. Für hausgemachtes Kürbispüree einen Hokkaido in Wasser kochen, abgießen, mit sehr wenig Wasser pürieren und mit Zimt, Süßungsmittel nach Wahl sowie Zitronenschale, einem Hauch Ingwer und Nelken abschmecken, noch heiß in Einmachgläser füllen.

    Das Porridge schmeckt auch super mit warmen Bananen und Kokosmilch.

    Blaubeer-Buchweizen-Protein-Pfannkuchen

    pancakes

    Zutaten

    120 g Bio-Buchweizenmehl oder Bio-Buchweizenflocken im Mixer zu Mehl weiterverarbeitet
    1 reife Bio-Banane
    45 g veganes Bio-Proteinpulver
    20 g Bio-Nüsse, z.B. Cashews
    250 ml Bio-Pflanzendrink (Sojadrink, Haferdrink, Mandeldrink…)
    1 TL Bio-Backpulver
    Eine Hand voll Bio-Blaubeeren

    Buchweizenflocken im Mixer zu Mehl verarbeiten. Bananen, Backpulver, Proteinpulver sowie nach Wunsch Nüsse und einige Blaubeeren zusammen mit dem Pflanzendrink im Mixer zu einem cremigen Teig verarbeiten. Den Teig einige Minuten quellen lassen, in der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne Kokosöl erhitzen. Den Teig portionsweise zu Pfannkuchen verbacken, dabei jeweils ein paar Blaubeeren in den Pfannkuchen einbacken. Pfannkuchen servieren und mit den restlichen Beeren garnieren.

    Viel Spaß beim Ausprobieren! Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, wir ihr Buchweizen kombiniert!

    6 Kommentare zu Buchweizen – starke Flocken, grundlos unterschätzt! Meine 3 Lieblings-Rezepte!

    Veganer Nuss-Nougat-Kuchen

    Dieses Rezept widme ich allen Schoko- und NussfanatikerInnen unter euch. Dieser Kuchen hat es in sich und erreicht fast Brownie-Qualität, das Nougat verleiht ihm aber die ganz besondere Note. Perfekt…

    Dieses Rezept widme ich allen Schoko- und NussfanatikerInnen unter euch. Dieser Kuchen hat es in sich und erreicht fast Brownie-Qualität, das Nougat verleiht ihm aber die ganz besondere Note. Perfekt als Geburtstagskuchen, für eine schöne Kaffeejause oder als Abschluss zu einem festlichen Menü.

    Zutaten für einen großen Kuchen (Springform):

    200 ml Bio-Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
    5 EL Bio-Leinsamen
    250 g Bio-Rohrzucker
    150 g Bio-Nougatmasse
    100 g Bio-Schokolade
    1 TL Bio-Vanille
    2 Prisen Salz
    350 g Bio-Mehl
    200 g gemahlene Bio-Haselnüsse
    1 Päckchen Backpulver

    Für die Glasur:
    150 g Bio-Kuvertüre
    100 g Bio-Nougatmasse

    Die Leinsamen mit dem dreifachen Volumen heißen Wassers übergießen und kurz stehen lassen. In der Zwischenzeit Öl und Zucker abmessen. Die Leinsamen werden mit dem Wasser püriert bis eine schleimige Masse entsteht. Diese wird zu dem Öl und dem Zucker gegeben und schaumig gerührt. Dann wird das Nougat mit der Schokolade geschmolzen, entweder im Wasserbad oder auf niedriger Stufe in der Mikrowelle, und unter die Masse gerührt.

    Salz und Vanille hinzufügen, das Mehl mit den Nüssen und dem Backpulver mischen und kurz unterrühren. So viel Wasser hinzufügen, dass ein klebriger Teig entsteht. In eine gefettete Form geben und bei 175 Grad Celsius backen, bis die Einstechprobe positiv ist (ungefähr 45 Minuten). Den abgekühlten Kuchen mit der Glasur – Kuvertüre und Nougat werden im Wasserbad geschmolzen – überziehen und nach Belieben verzieren. Natürlich kann die Masse auch für Muffins verwendet werden.

    Wer einen anderen Ei-Ersatz als Leinsamen probieren möchte, findet hier über 30 Möglichkeiten, Eier in Rezepten zu ersetzen.

    Guten Appetit!

    Weitere Rezepte für Kuchenliebhaber und Krümelmonster: Vegane Kürbis-Brownies, Vegane Schoko-Walnuss-Muffins, superschokoladige vegane Schokocookies und supereasy veganes Kokos-Bananenbrot

    5 Kommentare zu Veganer Nuss-Nougat-Kuchen

    Vegane Kürbis-Brownies

    Zuerst eine kurze Vorstellung: Wir sind Kathi und Rudi von Kathie’s Cloud. Wir freuen uns sehr, heute das erste Rezept auf The bird’s new nest veröffentlichen zu dürfen. Passend zur…

    Zuerst eine kurze Vorstellung: Wir sind Kathi und Rudi von Kathie’s Cloud. Wir freuen uns sehr, heute das erste Rezept auf The bird’s new nest veröffentlichen zu dürfen. Passend zur Jahreszeit und unserer Vorliebe für Kürbis gibt es unsere veganen Kürbis-Brownies.

    Weil der Butternusskürbis schon sehr süß und saftig ist, kann bei Öl und Zucker etwas gespart werden. Die Zartbitterschokolade, welche die Brownies so richtig schmackhaft macht, ist normalerweise vegan. Wenn ihr euch nicht sicher seid, überprüft das einfach anhand der Inhaltsstoffe.

    Kürbis Brownies vegan

    Zutaten für rund 16 bis 20 Stück:

    150 g glattes Bio-Mehl
    200 ml Bio-Pflanzenmilch (z.B. Soja-, Hafer- oder Mandelmilch)
    200 g dunkle Bio-Schokolade (mindestens 70 % Kakaoanteil)
    80 g Bio-Rohrzucker
    20 g Bio-Kokosblüten- oder Bio-Rohrzucker
    1/2 kleinen Bio-Butternusskürbis (ca. 150 g Fruchtfleisch)
    200 g Bio-Walnüsse
    40 ml Bio-Sonnenblumenöl
    3 EL Bio-Kakaopulver
    1 TL Bio-Backpulver
    1 Bio-Vanilleschote
    1 TL Salz

    Zubereitung

    Zuerst geht es an den Kürbis. Dieser wird halbiert und mit einem Löffel von den Kernen befreit. Die beiden Kürbishälften kommen anschließend für 30 bis 45 Minuten bei 200°C in den Backofen, bis sie weich sind. Sollte der Kürbis zu schnell braun werden, einfach mit einem Stück Alufolie bedecken. Während der Kürbis gebacken wird, 150 g der Schokolade im Wasserbad schmelzen und leicht auskühlen lassen.

    Die Vanilleschote wird anschließend halbiert und das Mark mit dem Messer ausgekratzt. Die Vanille mit Zucker, Kakao, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel zusammen geben und das Mehl darüber sieben. Alles miteinander vermischen.

    Wenn der Kürbis weich und leicht abgekühlt ist, kann das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel aus der Schale gekratzt und in die Schüssel zu dem Mehl gegeben werden. Anschließend noch die Schokolade, das Öl und die Pflanzenmilch in die Schüssel gegeben und alles zu einem Teig vermengen. Der Teig sollte halbwegs glatt werden.

    150 g der Walnüsse und die Schokolade grob mit dem Messer hacken und vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig gleichmäßig in eine geölte, ofenfeste Backform gießen und die restlichen Walnüsse darüberstreuen. Die Brownie-Masse bei 180°C rund 30 bis 40 Minuten backen.

    Da Brownies nicht komplett fertig gebacken werden, sondern in der Mitte noch weich sein sollen, wendet man hier auch keine Nadelprobe an um zu sehen, ob der Teig durch ist. Die Brownies müssen noch für zehn bis 15 Minuten abkühlen bevor sie in kleine, quadratische Stücke geschnitten werden können – sonst bröselt alles. Am Besten schmecken die Brownies wenn sie noch ein bisschen warm sind.

    Kürbis Brownies vegan PO

    Wir haben diese Brownies einmal zu einer Feier mitgenommen – sie sind sehr gut angekommen und waren auch zwei Tage später noch sehr lecker.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!

    8 Kommentare zu Vegane Kürbis-Brownies

    Empathie – Die Basis des Zusammenlebens von Mensch und Tier

    Die meisten Kinder sind von Geburt an neugierig. Sie erkunden ihre Umgebung und sind an allen anderen Dingen und Lebewesen interessiert. Das ist Teil eines angeborenen Bedürfnisses: Die Welt kennen…

    Die meisten Kinder sind von Geburt an neugierig. Sie erkunden ihre Umgebung und sind an allen anderen Dingen und Lebewesen interessiert. Das ist Teil eines angeborenen Bedürfnisses: Die Welt kennen zu lernen und die Wesen, mit denen sie diese Welt teilen. Es sind entscheidende Momente in der Entwicklung des Kindes, denn – abhängig von ihrer jeweiligen Erziehung und den Erfahrungen, die sie machen – entwickeln sich Empathie und emotionale Intelligenz. In unserer Gesellschaft unterliegen sowohl das soziale Umfeld als auch das Erziehungssystem dem Speziesismus, der den Mensch als ranghöchstes Lebewesen betrachtet. Alle anderen Lebewesen werden ihm als minderwertig untergeordnet, sie haben folglich nicht die gleichen Rechte. Während ihrer Kindheit wird den meisten Kindern auf indirekte und subtile Weise vermittelt, dass die einzige Rolle der Tiere auf unserer Welt darin besteht, vom Mensch in jedweder Form benutzt zu werden. Anzeichen von Zärtlichkeit oder Mitleid mit einem Tier – vor allem mit den so genannten Nutztieren – werden im Entwicklungsprozess vieler Kinder als Zeichen von Schwäche und Unreife abgetan.

    So erzählt ein Bauer in dem Dokumentarfilm „Das friedliche Reich“: „Ich wuchs in einer Bauernfamilie auf und mir wurde als Kind beigebracht, dass die Tiere für unseren Gebrauch da sind und dass dies Teil eines natürlichen Kreislaufes von Geburt und Tod ist. Ich habe das geglaubt, aber ich dachte mir auch, dass das irgendwie keinen Sinn ergibt. Denn wir hatten auch Hunde und Katzen und ich hatte eine enge Beziehung zu meinen Hunden. Wir waren wie beste Freunde, wir haben alles zusammen gemacht, doch mit den Nutztieren war das nicht so. Ich wusste nicht warum und fragte meine Mutter. Sie sagte mir, dass es normal sei sich schlecht zu fühlen wenn man Tiere tötet, um sie zu essen. Aber man dürfe sich das nicht anmerken lassen, sondern für sich behalten. Und das letzte was ich wolle, sei doch wohl als schwach zu gelten.“

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    Dieser Prozess von schon fast brutaler Dissoziation und Desensibilisierung, der den Kindern beigebracht wird, scheint auf den Bauernhöfen und im Viehgeschäft notwendig. Im kleinerem Maßstab geschieht es ebenso in der Erziehung der Großstadtkinder, die darüber hinaus weniger persönliche Erlebnisse mit Nutztieren haben. Alles läuft auf sehr subtile Weise ab. Beispielsweise lesen wir den Kindern Geschichten vor, die lächelnde und glückliche Nutztiere zeigen. Diese Nutztiere geben geradezu mit Dankbarkeit ihren Körper für das Produkt her, das aus ihnen gemacht wird. All die Grausamkeit, die Nutztiere tagtäglich erleiden, wird ausgelassen, das Wort „Tod“ niemals erwähnt. Es werden vage Begriffe benutzt, um sich auf bestimmte Körperteile zu beziehen, beispielsweise verwendet man „Lende“ statt „Kalbfleisch“, „Schinken“ anstelle von „Schweinekeule“. Darüber hinaus wird das tierische Endprodukt unkenntlich gemacht und das bis zu dem Punkt, der es unmöglich macht, eine Verbindung zwischen den Lebensmitteln aus dem Supermarkt und den Tieren, von denen sie stammen, herzustellen.

    Am Ende gehen viele Kinder dann davon aus, dass die Milch von einem unendlichen Brunnen stammt und Schnittkäse oder Nuggets von einer Fabrik kommen, die wie Kekse oder Brot produziert werden, oder dass es Fischstäbchenfische gibt. Die Kinder werden älter und bleiben unwissend oder auch ignorant gegenüber der schmerzlichen Wahrheit, die die Nutztiere sowohl auf Bauernhöfen als auch in grösserer Massentierhaltung erleiden und vor der Bauern, Produzenten und deren Kinder die Augen verschließen (müssen). Denn für die meisten Menschen ist die Vorstellung untragbar, für den grausamen Tod eines anderen Lebewesens verantwortlich zu sein, wenn auch oft nur indirekt durch den Fleischkonsum. Hackbraten, Steak, Filet – sie sind alle hübsch dekoriert angerichtet und verschleiern so die Tatsache, dass vor uns ein totes Tier auf unserem Teller liegt, das wegen uns Schmerzen und Qualen erleiden musste.

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    Tierrettungshöfe, Tierschutzhöfe und Gnadenhöfe stellen eine Alternative zu all dem dar. Sie zeigen uns eine bessere Welt. Tier und Mensch leben in Koexistenz, ohne einander in irgendeiner Weise zu schaden oder die Freiheit und Lebensqualität des anderen Lebewesens einzuschränken. Kinder lernen dort die Bedürfnisse und Eigenarten der sogenannten Nutztiere kennen. Sie lernen, mit ihnen zu fühlen, genauso wie sie es mit ihren Hunden und Katzen Zuhause tun. Und sie sehen, dass es einen anderen, unkonventionellen Weg gibt, der auf Respekt und gegenseitiger Wertschätzung basiert.

    PädagogInnen und KinderpsychologInnen bestätigen die hohe Bedeutung des Erlernens von Empathie. Ein gesundes Einfühlungsvermögen ist die Basis für ausgewogene soziale Beziehungen und ein stabiles Selbstwertgefühl. Etwa im ersten Lebensjahr werden Kinder sich ihrer selbst bewusst und fangen an, andere Menschen von sich selbst zu unterscheiden. Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr sind sie fähig zu verstehen, dass andere Lebewesen ihre eigenen Gefühle haben. Rund um das sechste Lebensjahr begreifen sie, dass andere Menschen ihre eigene Lebensgeschichte haben und dass diese ihre emotionalen Reaktionen beeinflusst. Mit etwa zehn Jahren können sie sich in die Lage anderer hinein versetzen und die Gefühle anderer Lebewesen verstehen. Diese gesamte Entwicklung wird durch einen grundlegenden Lernprozess bei Kindern stimuliert: Nachahmung. Bei der Kindererziehung sind daher nicht nur Erklärungen über richtig und falsch erforderlich, sondern vor allem müssen diese Erklärungen mit den Handlungen und Taten der Erwachsenen übereinstimmen.

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    Die vegane Lebensweise ist für Tiere und Menschen der höchste Ausdruck für Gerechtigkeit, Respekt und Empathie und bringt Vorteile für Mensch, Tier und Umwelt. Unter den Studien, die Dr. Ernst W. Heinrich zusammengestellt hat, zeigt sich beispielsweise, dass die durchschnittliche Intelligenz veganer Kinder höher ist, als die von nicht vegan lebenden Kindern. Gründe dafür sind eine gesündere, weniger toxische Ernährung, was wesentlich für eine hohe intellektuelle Leistungsfähigkeit ist, sowie die Bildung einer intensiven Empathiefähigkeit. Die Basis dazu ist eine antispeziesistische Erziehung, die Tier und Mensch den gleichen Wert zuspricht, und den Kindern zeigt, wie man respektvoll mit anderen Lebewesen umgeht und zusammenlebt. Gerade die Entwicklung von Empathie im frühen Kindesalter ist eine Grundlage dafür, dass sie später einmal jedem Lebewesen mit Respekt und Aufrichtigkeit gegenüber treten.

    Letztendlich ist das der Wegweiser in eine bessere Zukunft für uns alle.

    3 Kommentare zu Empathie – Die Basis des Zusammenlebens von Mensch und Tier

    Österreichische Klassiker in vegan: Gebackene Mäuse

    Der Wochenend-Besuch bei den Schwiegereltern in spe ist immer ein Grund zur Freude. Warum? Weil es neben netten Gesprächen und lustigen Anekdoten immer vegane Leckereien gibt. Obwohl ich die einzig…

    Der Wochenend-Besuch bei den Schwiegereltern in spe ist immer ein Grund zur Freude. Warum? Weil es neben netten Gesprächen und lustigen Anekdoten immer vegane Leckereien gibt. Obwohl ich die einzig vegan Essende am Tisch bin, macht sich die liebe Schwimu in spe – Nein, ich weiß leider nicht, wo ich diesen Ausdruck her habe, vermutlich auf Instagram aufgeschnappt… – immer die Mühe, etwas neues Tierproduktfreies zu kochen oder zu backen. Und nachdem ich sehr gerne esse, bin ich davon natürlich absolut begeistert!

    Letztes Wochenende gab es beim Kaffee dann eine besonders große Überraschung! Zum Kaffee kredenzt wurde nämliche eine meiner liebsten Süßspeisen, der leider schon ziemlich in Vergessenheit geratene österreichische Klassiker „Gebackene Mäuse“. Verglichen werden diese oft mit Krapfen (zu deutsch auch Berliner oder Pfannkuchen), was ich aber nicht bestätigen kann – gebackene Mäuse sind einfach tausendmal leckerer! Und weil sie mir so gut geschmeckt haben, habe ich um das Rezept gebeten, natürlich gemeinsam mit der Erlaubnis, dieses hier auf The bird’s new nest mit euch teilen zu dürfen.

    Zutaten

    250 g glattes Bio-Mehl
    1 Packung Bio-Trockengerm/-Trockenhefe
    1 Prise Salz
    20 g Bio-Margarine (Zimmertemperatur)
    250 ml Bio-Sojamilch oder eine andere Bio-Pflanzenmilch (lauwarm)
    4 EL Bio-Kristallzucker
    1 Packung Bio-Vanillezucker
    Etwas Rum

    2 Packungen Bio-Kokosfett (à 250 g) zum Herausbacken

    Alle Zutaten außer dem Kokosfett in eine Schüssel geben zu einem Teig verarbeiten. Wer hier ganz professionell vorgehen möchte kann den Trockengerm in der Sojamilch auflösen und diese Mischung dann zur schon geschmolzenen Margarine hinzufügen. In einer separaten Schüssel Mehl, Salz und Zucker vermischen, den Rum und dann die restlichen flüssigen Zutaten beifügen und zu einem homogenen Teig verkneten.

    Den Teig zudecken, zum Beispiel mit einem warmfeuchten Geschirrtuch, und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Wem es an warmen Orten mangelt kann die zugedeckte Teigschüssel bei 30 bis 40 Grad ins Backrohr stellen bis der Teig fast das doppelte Volumen erreicht hat.

    Das Kokosfett auf rund 170 Grad erhitzen, hier hilft der Holzstäbchen-Test: Ein Holzstäbchen ins Fett halten, wenn das Fett kleine Bläschen um das Stäbchen bildet hat es die richtige Temperatur erreicht. Mit einem Esslöffel kleine Portionen des Teigs aufnehmen und im heißen Fett goldbraun backen. Schwiemu-Pro-Tipp: Die Teigstücke immer wieder mit dem heißen Fett übergießen, damit sie innen nicht teigig bleiben. Die gebackenen Mäuse auf Küchenrolle gut abtropfen lassen, am besten auch über die gebackenen Mäuse legen, damit noch weniger Fett auf ihnen hängen bleibt.

    Die gebackenen Mäuse können noch warm gegessen werden, nach Geschmack mit Puderzucker oder feinerem Kristallzucker bestreuen.

    Guten Appetit!

    5 Kommentare zu Österreichische Klassiker in vegan: Gebackene Mäuse

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