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7 Jahre The bird’s new nest!

Die Sieben ist für viele Menschen eine magische Zahl – für mich fühlt es sich auf jeden Fall magisch an, wenn ich darüber schreibe, dass The bird’s new nest nun…

Die Sieben ist für viele Menschen eine magische Zahl – für mich fühlt es sich auf jeden Fall magisch an, wenn ich darüber schreibe, dass The bird’s new nest nun schon seit sieben Jahren existiert. Los ging es am 1. Januar 2013 mit einer Facebook-Seite, am 1. Januar 2014 ging The bird’s new nest als Online-Magazin an den Start.

Seitdem hat sich viel getan, hinter den Kulissen des Vogelnests hat sich eine Werbeagentur – Die BR-Agentur – entwickelt, ich und in Folge das Vogelnest wurden komplett vegan, es gab einen umfassenden Relaunch mit neuem Design und unser Adventskalender hält uns jedes Jahr von neuem auf Trab. Abgesehen von diesen Highlights habe ich Unmengen spannender Menschen kennen gelernt, konnte vieles ausprobieren und lernen und mich und The bird’s new nest sieben Jahre lang weiter entwickeln.

Ein kurzer Blick zurück in Zahlen soll an dieser Stelle auch nicht fehlen! Seit dem Start von The bird’s new nest als Online-Magazin haben uns rund 900.000 Menschen besucht und uns so fast zwei Millionen Klicks beschert. Über zwei Drittel unserer LeserInnen kommen aus Deutschland, ein Fünftel aus Österreich und der Rest aus der Schweiz und anderen Ländern. Lesen könnt ihr bei uns rund 900 Artikel von an die 100 AutorInnen zu allen Bereichen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Das verflixte siebte Jahr

Ob es nun das aus Beziehungskrisen bekannte verflixte siebte Jahr war oder auch einfach nur ein Tief, das unweigerlich irgendwann eintritt – zu Beginn diesen Jahres ließ meine Motivation und Inspiration zu wünschen übrig. Dann begann die Arbeit am The bird’s new nest Adventskalender 2019 und das enorme Interesse, die Unmengen an BesucherInnen und TeilnehmerInnen sowie das extrem positive Feedback haben mir so unglaublich viel Energie gegeben, dass ich voller Vorfreude auf 2020 in das neue Vogelnest-Jahr starte.

Ideen, Pläne und Co.

Das bedeutet auch, dass ich viele der Ideen und Pläne für The bird’s new nest wieder verstärkt verfolgen möchte. So werden in Kürze neue Experten zu diversen Nachhaltigkeits-Themen zu uns stoßen und ich möchte mich wieder der vielen Themen annehmen, die auf meiner To-Write-About-Liste schon viel zu lange auf einen Artikel warten. All zu viel möchte ich mir für das neue Jahr aber nicht vornehmen, einerseits um flexibel zu bleiben, andererseits weil ein sehr großes Projekt ansteht, in dem auch The bird’s new nest eine Rolle spielen wird.

Was bringt 2020?

Neben dem eben schon Erwähnten wartet ein riesiges Projekt auf mich, das im Februar diesen Jahres starten soll. Aufgrund der Größe wird es aber frühestens im Oktober soweit sein, es der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Nachdem hier auch The bird’s new nest mit von der Partie sein wird, werdet ihr einerseits mit Sicherheit davon hören, andererseits wird es die eine oder andere Änderung mit sich bringen – Konkretes wird sich aber erst im Laufe des Projekts zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf, es passt nicht nur perfekt zu mir, sondern auch zum Vogelnest und ist ein weiterer Grund für meine Motivation im neuen Jahr.

Nichts verpassen!

Wenn ihr regelmäßig Artikelvorschläge präsentiert bekommen, keines unserer Give-Aways verpassen und über alle Neuigkeiten im Nest informiert sein wollt, ist unser Newsletter das Richtige für euch. Schließt euch den über 11.000 Empfängern unserer Newsletter-Familie an und bekommt einmal die Woche Post von mir – oft auch mit sehr persönlichen Worten.

Unsere neuen Beiträge sowie weitere News und Informationen zum Thema Nachhaltigkeit findet ihr auf unserer Facebook-Seite. Auf Instagram hingegen gibt es nicht nur Infos zu den neuesten Artikeln, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen und mehr Privates von mir. Auf Pinterest und unserem Twitter-Account findet ihr ab sofort wieder – ganz straight forward – unsere neuesten Beiträge.

Vielen lieben Dank an alle LeserInnen, AutorInnen und alle anderen, die The bird’s new nest in der einen oder anderen Form unterstützt haben! Es waren wunderbare sieben Jahre und gerade jetzt, wo das Thema Nachhaltigkeit (zurecht!) immer wichtiger wird, sollen noch viele weitere Jahre folgen.

Aber nun erstmal ab in ein weiteres Jahr!

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Unser erfolgreichstes Jahr: Rückblick auf 2019!

Das letzte Jahr ist wie im Flug vergangen, was fast dazu verleiten kann, im gleichen Tempo ins neue Jahr zu stürmen. Doch empfiehlt sich ein Innehalten und Reflektieren und auf…

Das letzte Jahr ist wie im Flug vergangen, was fast dazu verleiten kann, im gleichen Tempo ins neue Jahr zu stürmen. Doch empfiehlt sich ein Innehalten und Reflektieren und auf einmal kommt die Erkenntnis, dass 2019 unser bis jetzt erfolgreichstes Jahr war. Erfolg, das ist natürlich ein relativer Begriff, deshalb erlaube ich mir, im folgenden ein wenig auszuholen.

Traffic, Besucher, Klicks

2019 war für The bird’s new nest eines der stärksten Jahre seit unserem Start vor sieben Jahren. In Zahlen sind das fast 360.000 Klicks von rund 200.000 BesucherInnen in den letzten zwölf Monaten. Zum Vergleich: Im ersten Jahr unseres Bestehens als Online-Magazin haben über 80.000 Personen auf The bird’s new nest gelesen und uns um die 250.000 Mal angeklickt. 2019 waren es also zweieinhalb Mal mehr LeserInnen und über 100.000 Klicks mehr.

Das freut mich insofern sehr, da im ersten Jahr noch Vollzeit an The bird’s new nest gearbeitet wurde, nun aber mit unserer Agentur Die BR-Agentur und unserem Engagement bei Friendly weniger Zeit über bleibt, um sich dem Vogelnest zu widmen.

Highlight 2019: Der The bird’s new nest Adventskalender

Unser Adventskalender ist nach vier Jahren mittlerweile ein fixer Bestandteil von The bird’s new nest. Der The bird’s new nest Adventskalender 2019 war insofern ein Highlight, da es der meistbesuchte Kalender bis dato war – kein Wunder bei der fantastischen Auswahl an veganen und nachhaltigen Gewinnen, die hinter allen Türchen versteckt waren. Für mich ein eindeutiges Zeichen, dass sich die monatelange Arbeit am Kalender lohnt. So viel Energie und Zeit auch in den Kalender fließen mag, macht es unglaublich viel Spaß, an ihm zu arbeiten. Ich freue mich tatsächlich schon sehr auf die fünfte Auflage im nächsten Jahr.

Meistgelesen in 2019

Unser beliebtester Artikel, der in diesem Jahr veröffentlicht wurde, war Essen retten, Müll reduzieren: Was ist foodsharing und wie funktioniert es?, gefolgt von Der wahre Fashion Victim: Wie unsere Kleidung die Umwelt zerstört. Auf dem dritten Platz findet sich der vieldiskutierte Beitrag Ich lebe vegan, bin ich extrem?. Zu Lesen gibt es bei uns natürlich um einiges mehr: An die 900 Artikel zu allen Themen rund um Nachhaltigkeit sind zur Zeit online – und es werden laufend mehr!

Social Media im Vogelnest

Auf unserer Facebook-Seite haben wir im letzten Jahr 13.000 Likes erreicht, auf Instagram 3.500 Follower. Vertreten sind wir auch auf Twitter und Pinterest, die im letzten Jahr etwas stiefmütterlich behandelt wurden – das wird sich im neuen Jahr wieder ändern!

Zum Abschluss möchte ich ein riesiges Dankeschön an die rund 200.000 LeserInnen schicken, die uns in diesem Jahr besucht, geliked, kommentiert oder The bird’s new nest auf anderen Wegen unterstützt haben. Ein genauso großer Dank geht an alle AutorInnen und GastautorInnen, die mit Leidenschaft für ein nachhaltiges Leben Artikel verfasst haben, sowie an alle, die hinter den Kulissen mitgeholfen haben, sei es fotografisch, technisch oder auf andere Weise. Vielen, vielen lieben Dank!

Auf ein weiteres gemeinsames Jahr im Vogelnest!

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Debüt zum Nachdenken: „Die unverhoffte Genesung der Schildkröte“

Wahrheit oder Intrige? Diese beiden Stichworte lassen auf eine spannende Geschichte hoffen. Schon das Thema Wahrheit an sich ist in Zeiten von Fake News und Skandalen wie dem Fall Claas…

Wahrheit oder Intrige? Diese beiden Stichworte lassen auf eine spannende Geschichte hoffen. Schon das Thema Wahrheit an sich ist in Zeiten von Fake News und Skandalen wie dem Fall Claas Relotius ein vielschichtiges Konstrukt. Der aus Stuttgart stammende Autor Marc Bensch hat sich in seinem Debüt-Roman „Die unverhoffte Genesung der Schildkröte“ somit ein komplexes Thema vorgenommen. Lasst uns in die Geschichte eintauchen und merkt euch gut, wer wer ist, in diesem oftmals verwirrenden Spiel rund um Identität, Wahrheit und Selbstbestimmung.

Die durchgehend männlichen Protagonisten haben neben ihren Namen auch verkürzte Bezeichnungen: der Schnüffler, der Lächler, der Schmierfink, der Intrigant. Wir machen Bekanntschaft mit einem gesichtsgelähmten Herr von Kornweg, der von den Ärzten aufgegeben wurde, er muss sich nun mit einem Dauerlächeln abfinden. Dann der Intrigant mit falschem Namen, der sich in eine Firma einschleicht, um sich zu rächen; der sein ganz eigenes Spiel mit den MitarbeiterInnen spielt. Außerdem ist da noch der sehr von sich selbst überzeugte Journalist Paul Gram, der sich die prekärsten Stories eigentlich nur ausdenkt und mit der Wahrheit spielt, und nicht ahnt wie nah er an diese herankommt. Zuletzt haben wir noch einen vom Leben enttäuschten Privatdetektiv, der stets eine mehr oder weniger stark schwelende Rebellion gegen seinen Vater, einem reichen Firmenboss, führt.

Und dann ist da noch der Erzähler der Geschichte, der sich schon von Beginn an unvermittelt an uns als Lesende wendet. Der Erzähler gibt vorerst nur hier und da einen Kommentar ab, doch je tiefer wir in die Geschichte eintauchen, desto persönlicher wird dieser und zieht uns immer mehr in die Geschehnisse hinein. Wir denken mehr über die Charaktere nach, welchen Eindruck sie auf uns machen und erfahren immer mehr, wie alle miteinander verknüpft sind.

Der Autor zeichnet die Entwicklungen der Protagonisten durch das punktuelle Einflechten ihrer Vorgeschichte ziemlich genau nach. Wir können somit Beweggründe besser verstehen, können uns auch ein wenig mit ihnen identifizieren, obwohl sie sonst eher negativ dargestellt sind – zumindest in meinen Augen. Jeder der Charaktere verfolgt sein eigenes, meist egoistisches Interesse, jeder bringt eher unsympathische Wesenszüge mit, aber doch erscheinen die Personen menschlich, nachvollziehbarer in ihren Handlungen, indem wir ihre persönliche Wahrheit kennen.

Dann wird es schwieriger, der Handlung zu folgen, es mischen sich gefälschte Namen, Intrigen, gegenseitiges Aushorchen und wechselseitige Interessen wild durcheinander. Das Verwechselspiel nimmt seinen Lauf. Bis sich plötzlich der Erzähler wieder meldet, nachdem ein geheimes Treffen – durch mehrere der vier Personen arrangiert – völlig aus dem Ruder läuft. Er bittet uns um Hilfe, eben weil sich einige der Charaktere nun völlig ungeplant verhalten und er die Kontrolle über sie verloren hat. Lest selbst, wie es für die Protagonisten weitergeht, nachdem sie völlig den Boden unter den Füßen verloren haben und welche Auswirkungen es hat, wenn man sich fragen muss, ob man der aktive Gestalter seines Lebens ist oder nur begrenzt Möglichkeiten hat, dieses zu verändern…

Meiner Meinung nach wurde das Buch erst so richtig spannend, als die vier Protagonisten zunächst verloren schienen. Als die ganzen Intrigen ans Licht kommen und sich die Geschichte zu einer Art Krimi entwickelt. Mir fiel es längere Zeit schwer, die Personen auseinander zu halten, weil sie für mich alle sehr ähnlich wirkten. Stellenweise waren mir die Geschehnisse auch dadurch zu verwirrend – was auch einen Teil der Dynamik des Buches ausmacht. Das Ende ist nicht ganz so einfach zu verstehen, es bleiben definitiv Fragen offen.

Bild: Verena

Letztendlich zeigt dieses Erstlingswerk aber, dass wir unsere Wahrheit in großen Teilen selbst erschaffen. Das kann zum einen erschreckend sein, zum anderen sieht jeder von uns die Welt anders. Dies kann man, anders als die Protagonisten, auch kreativ und zum gemeinsamen Nutzen einsetzen. Es zeigt aber auch, wie unmöglich es ist, eine ultimative Wahrheit zu finden. „Die unverhoffte Genesung der Schildkröte“ ist ein ungewöhnlicher und besonderer Debütroman, der zum Nachdenken anregt und definitiv in Erinnerung bleibt.

Vielen Dank an Marc und den Carpathia Verlag für das Rezensionsexemplar!

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KUNST HALLT NACH: Schau dir diese Vulva an!

Faltig und kraftvoll befreit sich das weibliche Genital von patriarchalen Bewertungsstrategien. Ein Festival für die Vulva. Berühmteste Vulva der Kunstgeschichte Die wohl berühmteste Vulva der Kunstgeschichte hinterließ Maler Gustave Courbet…

Faltig und kraftvoll befreit sich das weibliche Genital von patriarchalen Bewertungsstrategien. Ein Festival für die Vulva.

Berühmteste Vulva der Kunstgeschichte

Die wohl berühmteste Vulva der Kunstgeschichte hinterließ Maler Gustave Courbet im Werk „Der Ursprung der Welt“. Er, der männliche Künstler, eröffnet den geschockten Betrachter*innen von damals (s)einen Blick auf die intime Zone eines weiblichen Körpers. Zu sehen ist der Unterleib einer am Rücken liegenden, nackten Frau. Der seitlich abgelegte Schenkel eröffnet den Blick auf die dunkel behaarte Vulva. Die äußeren Vulvalippen (1) sind leicht gerötet, der kleine Spalt lässt das Innenliegende und eine zarte Erregung erahnen. Skandalös im Jahr 1866.

Gut 150 Jahre später – weniger skandalös, aber durchaus provokativ – widmet die Galerie „Die Schöne“ der Vulva ein eigenes Festival: Das Vulva Festival „Look at this Vulva! Ein unverschämter Blick“.

Im Fokus der Gruppenausstellung steht nicht der männliche, häufig sexualisierende Blick, sondern die Auseinandersetzung mit dieser omnipräsenten und dennoch tabuisierten Körperzone der Frau*. Grafisch abgebildet, bildhauerisch geformt, wortreich besprochen, interessiert betrachtet oder ganz konkret in künstlerische Aktionen mit einbezogen.

Olja Grubic, Flower Bouquet, Foto: Jacqueline Korber

Vulvische Eröffnung

Sie steckte sich eine kleine Kunststoffvase in die Vagina und arrangierte darin einen Blumenstrauß. Mit der Performance Flower Bouquet eröffnete die Künstlerin Olja Grubic das Vulva Festival.

Mit nacktem, nach oben gestreckten Unterleib und geöffneten Beinen lag die Künstlerin am Rücken, ihre Füße stützte sie an einem Fensterbrett ab. Nachdem sie in ihre Vagina ein kleines Gefäß einführte, steckte sie nach und nach Grashalme und eine rote Orchidee hinein. Sie arrangierte einen Blumenstrauß und band einen kleine Masche um die Stängel, womit der Vorgang abgeschlossen war. Danach hob sie den Blumenstrauß aus der kleinen Kunststoffvase und entfernte auch diese selbst aus der Körperöffnung zwischen ihren Schenkeln. Grubic verbeugte sich und übergab den Blumenstrauß an die Veranstalterin Nina Fountedakis.

Olja Grubic, Flower Bouquet, Foto: Jacqueline Korber

Grubics Performance erinnert daran, dass der weibliche Unterleib ein Ort ist, an dem Neues entsteht, die Vagina eine Verbindung zwischen Außen und Innen schafft. In ihren Zeichnungen still life zeigt die Künstlerin grafisch minimalistisch dargestellte Vulven in schwarz weiß, die fleischlich und lebendig wirken. Nicht nur klassisch phallische Obst und Gemüsesorten, wie Bananen oder Gurken stecken in den Vaginas, auch Wassermelonenstücke oder mehrere Karotten gleichzeitig.

Olja Grubic, Still Life, Foto: Jacqueline Korber

Zwischen Klitoris und Penis

Stefanie Grübls Kleinplastiken zeigen „realistisch geformte Genitalmodelle aus Gips-Modelliermasse“. In den bunten Objekten, lässt die Künstlerin Grauzonen kategorischer Geschlechterdefinition plastisch in Erscheinung treten. Ihre plastischen Darstellungen von „vielfältige Vulven, erigierte und nicht-erigierte Penisse sowie intergeschlechtlichen Genitalien“ dienen auch als Anschaungsmaterialien in der sexualpädagogischen Arbeit.

Vielfältige Vulven und Penisse

Stefanie Grübl, Vielma, Foto: Jacqueline Korber

„Vielfalt sicht- und begreifbar machen“ lautet das Motto von vielma. In der Galerie der Schöne zeigte Grübl auch einen Vulva, die sich aufgrund der Geburt eines Kindes verändert hat. Auf dem Zettelchen beschreibt sie in klassischer wissenschaftlicher Manier, was das Modell zeigt: Vulvamodell mit Dammnaht (Darstellung einer Geburtsverletzung) / VULVA with PERINEAL SUTURE.

Vulvamodell

Stefanie Grübl, Vielma, Vulva mit Dammnaht, Foto: Jacqueline Korber

Vulva Vulva an der Wand

Wie vielfältig Frau-Sein aussehen kann, zeigt Jacqueline Korber im Werk Ich bin nicht so schön wie du, ich bin so schön wie ich. Die Installation aus schwarz/weiß Fotografien zeigt nackte Frauenkörper unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Formen. „Das Vergleichen und Bewerten führt hier nicht zur Abwertung des eigenen oder anderen, sondern zur liebevollen Wertschätzung von beidem.“(2) An unsichtbaren Fäden hingen je zwei aneinander geklebte Fotografien von der Decke der Galerie und drehten sich in den Luftzügen, die von Bewegungen der Betrachter*innen erzeugt wurden.

Jacqueline Korber, ich bin nicht so schön wie du, ich bin so schön wie ich, Foto: Jacqueline Korber

Zwischen den weißen Pobackenabdrücken funkelt ein goldener Vulvaabdruck. „Mit ihren Fingern strich sie die goldene Farbe auf ihre Vulvalippen und setzte sich aufs Leinen“, erzählt Jacqueline Korber über die Entstehung des Werks Footprints of Joy „die Farbe Gold steht für Wertvolles und besonders Ehrwürdiges“.

Jacqueline Korber, Footprints of Joy, Foto: Jacqueline Korber

Soviel Vulva und kein Porno

Den Besucher*innen bot das Vulva Festival ein vielseitiges Programm zur wertschätzenden Auseinandersetzung mit dem weiblichen Genital. Kunst von zeitgenössischen Künstler*innen eröffneten neue Denk-, Sichtweisen und Wahrnehmungsweisen. Empowerment auf vielen Ebenen. Viva la Vulva!

Alle Infos zum Vulva-Festival 2019

Konzept und Organisation: Nina Fountedakis
25. – 29.6.2019 in der Galerie Die Schöne, Wien

(1) Es wird bewusst das Wort Vulvalippen anstatt „Schamlippen“ gebraucht. Zum Thema Viva la Vulva – Endlich Schluss mit Scham! sprach FRO-Redakteurin Astrid Dober  in der Radiosendung FROzine auf Radio FRO.

(2) Victoria Windtner, Texte zu den Werken im Portfolio Jacqueline Korber, 2019

(3) Weitere Kolumne zum Thema: Vulva Vulva! Das geniale Genital als Kunstobjekt gegen das Schubladen-Denken

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Alle Beiträge zur Blogparade „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche…

Zu Beginn dieses Sommers hat The bird’s new nest zu einer Blogparade mit dem Thema „Ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“ aufgerufen. Über die letzten Monate wurden zahlreiche Beiträge verfasst – von BloggerInnen, deren Blog sich um Nachhaltigkeit und verwandte Themen dreht, aber auch von vielen, die sich selber noch zu Neulingen in diesem Bereich zählen.

Warum eine Blogparade?

Täglich erreichen uns Hiobsbotschaften über unsere Umwelt, sei es der Klimawandel, das Artensterben – alleine der Bestand der Wildtiere ist seit 1970 um rund 60 Prozent (!) zurückgegangen -, Mikroplastik in Meer und Boden und viele weitere Nachrichten, die verdeutlichen, wie sich der Zustand unserer Erde dramatisch verschlechtert. Die Ursachen hinter den unzähligen Problemen sind vielfältig und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind durch den Menschen verursacht. Immer mehr wird uns dies auch bewusst und in vielen regt sich der Wunsch, nachhaltiger zu leben.

So breit gestreut die Gründe hinter der Problematik sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ernährung, der Kauf von Kleidung, unser Haushalt, die Freizeitgestaltung, Reisen, Mobilität, Unterhaltungs-Technik und alle anderen nur denkbaren Bereiche bieten Spielraum für ein Überdenken seiner Handlungen und Kaufentscheidungen. Wo also beginnen? Und wo bekommt man die notwendigen Informationen um entscheiden zu können, was genau man verändern möchte? Natürlich, online findet man massenhaft Input. Doch gerade wenn man sich neu mit einem Thema beschäftigt kann die enorme Menge an Infos überwältigend sein und dazu führen, dass die anfängliche Motivation in Überforderung endet.

Im Zuge dieser Blogparade können BloggerInnen ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Nachhaltigkeit an Interessierte weitergeben. Hilfestellung bei den ersten Schritten, grundlegende Informationen für bestimmte Bereiche – das Ziel ist EinstergerInnen zu helfen, sich im Dschungel der Informationen nicht zu verirren.

Alle Beiträge zur Blogparade

Hier findet ihr nun alle Beiträge zur Blogparade – ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle BloggerInnen, die sich an der Blogparade beteiligt haben! Wenn ihr Ergänzungen, Fragen oder Feedback zu einzelnen Artikeln habt, hinterlasst bitte einen Kommentar direkt am Blog beim jeweiligen Beitrag. Wenn ihr selber einen Blogbeitrag verfasst habt, der zum Thema Nachhaltigkeit passt, könnt ihr ihn gerne in die Kommentare zu diesem Artikel posten. Viel Spaß beim Lesen – let the adventure begin!

„Nachhaltiger Leben?“ Aber wo damit anfangen? von Unterwegs ist das Ziel

Nachhaltigkeit – wo fange ich an? von BeziehungsweiseLiebe

Plastikfrei – meine ersten 10 Schritte zur Reduzierung im Alltag von Frau Freigeist

Nachhaltiger Leben – Wie fange ich an? von Wendlandrand

Ich bin viel nachhaltiger als du – nachhaltiger leben und leben lassen von TheSoulfoodTraveller

Zehn schnelle Kleinigkeiten für die Umwelt von Herzensweg

Wie ihr ein Stück veganer leben könnt… von Herzensweg

Minimalismus und Nachhaltigkeit – die Capsule Wardrobe von TheSoulfoodTraveller

Blogparade: Nachhaltiges Leben – wo fange ich an? von Warum ned?

Wege zu einem nachhaltigeren Badezimmer von Wendlandrand

Nachhaltig einkaufen im Supermarkt, less waste style von the green walnuts

Energiesparend kochen – leicht gemacht von Sketchnet

Von nachhaltiger Mode. Oder: Ein paar Einsteiger-Tipps für einen nachhaltigeren Kleiderschrank von Wir essen Pflanzen

Nachhaltigkeit auf Balkonien von Turbohausfrau

Nachhaltig durchstarten von moyosgarten

Ohne Unverpackt unverpackt leben! von Mützenschaf

Meine Tipps für eine nachhaltige Tischdekoration zur Hochzeit von Tischlein deck dich

5 Ideen für mehr Nachhaltigkeit beim Autofahren von vecartec

Reithosen – wie fair und nachhaltig ist die Produktion? von TRABERBLOG

Nachhaltig Leben mit Kindern – 10 total einfache Tipps für Beginner von Kuchenerbse

Shoppen gegen das Müllproblem: Wie Nachhaltigkeit absurd wird von Nitas Pleasures

Wie jeder die Welt ein bisschen besser machen kann von PiusLucius

Ein Jahr Zero Waste – Der Anfang von Starke Mama

Wenn du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst – so gelingt dir der Start in ein nachhaltiges Hundeleben garantiert! von HundSinn

Ganz einfach. Zero Waste. von Adventure & Mo

Von nachhaltigem Minimalismus von Inhalte, die von Herzen kommen!

Plastikfrei(er) Einkaufen von Adventure & Mo

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Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt –…

Guter und erholsamer Schlaf ist für mich die allerwichtigste Basis für körperliche und seelische Gesundheit. Das Schlafzimmer sollte daher auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt – ein Ort der Entspannung und Regeneration. Neben der Gemütlichkeit sind für mich hier zwei weitere Punkte wichtig. Einerseits achte ich auf Minimalismus, denn vollgeräumte Schlafzimmer mit Stapeln an Wäsche und Bergen an Krimskrams stressen oft mehr, als man es sich eingestehen möchte. Weniger ist vor allem an Orten der Entspannung mehr. Andererseits ist Ökologie und Schadstoff-Freiheit ein wesentlicher Faktor für guten Schlaf. Möbel aus nachhaltig produziertem und behandeltem Vollholz sind quasi ein Must-Have, wenn man den eigenen Körper gerade in Phasen der Regeneration mit möglichst wenig Schadstoffen belasten will.

Das Bett ist das Herzstück eines Schlafzimmers und sich nachhaltig zu betten muss nicht teuer sein. Das beweist das Bett „Swebe“ von ekomia, das mit ökologischer weißer Lasur behandelt und sehr holzsparend gebaut wird. So erfüllt es nicht nur den Anspruch an Nachhaltigkeit, sondern überzeugt mit zeitloser minimalistischer Optik. Wie der Name schon verrät handelt es sich um ein Schwebebett – durch eingerückte Beine wirkt es schwebend und luftig. „Swebe“ ist ab 300 Euro zu haben und somit auch für ein kleines Budget eine leistbare und sinnvolle Investition in die persönliche Wohlfühloase.

Zum Bett passt der weiß lasierten Nachttisch „Swebe“ perfekt, auch er fügt sich leicht und wie schwebend in das Gesamtbild des Schlafzimmers ein. Der Nachttisch kann übrigens auch einfach an die Wand montiert werden, so kann man die Höhe des Möbels selbst bestimmen. Gerade beim Nachttisch ist regelmäßiges Reinigen und Entrümpeln sehr wichtig, denn vor dem Einschlafen schnell Abgelegtes kann sich hier manchmal zu längerfristigen Sammlungen verdichten, die im schlimmsten Fall mitten in der Nacht laut krachend zu Boden fallen. Ja, ich spreche aus Erfahrung – wie bei vielen anderen Menschen startete mein Weg zum Minimalismus in einem sehr großen Chaos.

Damit der luftige Eindruck bestehen bleibt, geht der Trend in letzter Zeit weg von Kleiderschränken hin zu Kleiderstangen – vor allem für Capsule Wardrobes oder ähnliches eine perfekte Option. Hier kommt der DIY-Aspekt von Minimalismus ins Spiel, denn eine schwebende Kleiderstange lässt sich leicht selber machen. Sucht im Wald nach einem geeigneten Ast, der schon abgefallen ist. Er sollte nicht dicker als vier Zentimeter sein um Kleiderbügel noch gut aufhängen zu können. Mit einem Seil und einer Deckenbefestigung lässt sich der ästhetische Hingucker einfach umsetzen. Mit der Aufbauanleitung und dem DIY-Set „Walden“ von ekomia hängt eure Kleiderstange in nur 20 Minuten und ist zusätzlich noch ein ästhetisches Highlight.

Für Bücherwürmer wie mich ist eine schicke Nachttischlampe sehr wichtig. Inspirationen zum Selberbauen von Lese- und Hängelampen aus Beton, Ästen oder einfach nur mit Bechern oder einem Schraubglas gibt es ebenfalls bei ekomia. Die DIY-Sets eignen sich auch wunderbar als Weihnachtsgeschenk, mit einem Preis ab 15 Euro sprengen sie auch kein Budget.

Habt ihr weitere Tipps und Ideen zu Nachhaltigkeit, Minimalismus oder DIY im Schlafzimmer? Hinterlasst sie doch in den Kommentaren!

1 Kommentar zu Nachhaltigkeit, Minimalismus und DIY im Schlafzimmer

24 Türchen Vorfreude: The bird’s new nest Adventskalender 2019

Wir freuen uns sehr, euch den The bird’s new nest Adventskalender 2019 ankündigen zu können! Ab 1. Dezember 2019 hält unser Adventskalender an dieser Stelle 24 Türchen mit täglichem Gewinnspiel…

Wir freuen uns sehr, euch den The bird’s new nest Adventskalender 2019 ankündigen zu können! Ab 1. Dezember 2019 hält unser Adventskalender an dieser Stelle 24 Türchen mit täglichem Gewinnspiel für euch bereit. Hinter jedem Türchen verstecken sich nachhaltige und vegane Gewinne im Wert von jeweils über 50 Euro – insgesamt gibt es Preise im Gesamtwert von über 1.250 Euro zu gewinnen!

In unserem Adventskalender findet ihr Inspiration für Weihnachtsgeschenke, die nicht nur den Beschenkten, sondern auch Tier und Umwelt freuen. So wollen wir auch dieses Jahr mit dem The bird’s new nest Adventskalender eure Vorfreude auf Weihnachten steigern und die Adventszeit zu einem Highlight für euch machen.

Dieses Jahr gibt es übrigens etwas Neues: Hinter vielen Türchen warten auf euch nicht nur tolle Gewinne, sondern auch Aktions- und Promocodes für die jeweiligen Online-Shops. So könnt ihr euch eure Lieblings bei Gefallen gleich für Weihnachtenn sichern – für eure Lieben oder auch einfach für euch selber!

Wir wünschen euch viel Spaß mit unserem Adventskalender und eine schöne und entspannte Vorweihnachtszeit!

Damit ihr kein Türchen des Adventskalenders verpasst, könnt ihr euch hier eintragen und bekommt von 1. bis 24. Dezember 2019 jeden Tag eine Mail mit dem aktuellen Türchen zugesendet:

* Pflichtfeld
Datenschutzhinweis

Das Formular wird per SSL verschlüsselt an unseren Server gesendet. Mit dem Absenden dieses Formulars erklärst du dich einverstanden, dass wir deine Angaben für die Bestätigung deiner E-Mail-Adresse und für den Versand des Adventskalender-Newsletters verwenden. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt sofern dies nicht auf Grund geltender Datenschutzvorschriften notwendig ist oder wir dazu gesetzlich verpflichtet sind. Du kannst diese erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen. Im Falle des Widerrufs werden deine personenbezogenen Daten umgehend gelöscht oder deinen Wünschen entsprechend angepasst. Hier findest du unsere Datenschutzerklärung und Widerrufhinweise.
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Crowdfunding für greenroot – Der Gründer des Innsbrucker Zero Waste Shops im Interview

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop…

Verpackungslose Läden gibt es in Österreich bereits einige, viele davon findet man auf der Webseite von Zero Waste Austria. In Innsbruck hat im Sommer 2018 mit greenroot ebenfalls ein Unverpackt-Shop eröffnet, der sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Weil der Platz allerdings sehr beschränkt ist, hat sich Geschäftsführer Engin Dogan auf die Suche nach einer Alternative gemacht. In der Nachbarschaft hat er eine passende Immobilie gefunden, die es ihm ermöglichen würde, sein Geschäft und sein Sortiment zu vergrößern.

Aus diesem Grund hat er eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen und lädt alle Zero Waste Einkäuferinnen und Einkäufer ein, das Projekt bis 7. November 2019 zu unterstützen und sich so für weniger Plastikmüll und mehr Regionalität einzusetzen. Wie es dazu kam und warum er sich dafür entschieden hat, erzählt Engin im Crowdfunding-Interview mit The bird’s new nest.

Wolfgang: Lieber Engin, du hast vergangenes Jahr in Innsbruck den Zero Waste Shop greenroot eröffnet. Wie kam es dazu?

Engin: Als ich neben meiner Tätigkeit als Bankangestellter berufsbegleitend am Management Center Innsbruck studiert habe, wurde eines immer und immer wieder betont: Der Erfolg eines Gründers basiert auf seiner Leidenschaft und dem großen Interesse etwas besser machen zu wollen. Deswegen habe ich beschlossen, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Mit meiner Selbstständigkeit begab ich mich zurück zu meinen Wurzeln, den landwirtschaftlichen Erzeugnissen und natürlichen Produkten. Durch greenroot konnte ich nicht nur meine Ideen erfolgreich verwirklichen, sondern auch mehr Erfahrung sammeln.

Wolfgang: In Innsbruck gab es schon vor euch Läden, in denen man verpackungsfrei einkaufen konnte. Ist das Potenzial groß genug für mehrere Shops?

Engin: Wir haben ein ganz spezielles Sortiment und heben uns auch im Allgemeinen von unseren Mitanbietern ab. Wir führen fast ausschließlich Bio-Lebensmittel, nach Möglichkeit sogar in Demeter-Qualität. Gerade bei Produkten, die etwas weiter weg sind, versuchen wir diese neben Bio- auch in Fair Trade-Qualität zu beziehen.

Wolfgang: Der Fokus bei greenroot liegt auf Lebensmittel, die unter anderem aus der Region kommen. Ist diese Beschränkung gewollt?

Engin: Ja, gerade am Anfang war es uns wichtig einen Fokus auf Lebensmittel zu haben, um zu schauen wie überhaupt die Reaktion der Kundinnen und Kunden auf unverpacktes Einkaufen ist. Die Kooperation mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben führt nicht nur zu einer Stärkung der heimischen Wirtschaft, sondern bedeutet für uns alle einen ökologischen Mehrwert. Der direkte Kontakt zu den Produzentinnen und Produzenten ist für unser Team eine großartige Sache und ermöglicht authentische Produktberatung.

Wolfgang: In eurem ersten Jahr habt ihr stetig Kundinnen und Kunden dazugewonnen. Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Engin: Wir wollen in Zukunft unser Sortiment mit Hygiene und Kosmetik sowie mit Obst und Gemüse erweitern. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist für uns unausweichlich, da sehen wir unsere Stärke, ständig up-to-date zu sein und immer Ausschau nach besseren Möglichkeiten zu halten und einzuführen. Die Zero Waste-Bewegung ist noch eine sehr junge Bewegung. Wir wollen uns ständig weiterentwickeln, um unsere ganze Wertschöpfungskette zu ökologisieren.

Wolfgang: Für die Finanzierung dieser nächsten Schritte habt ihr euch für Crowdfunding entschieden. Was können sich Interessierte dabei erwarten?

Engin: Interessierte ermöglichen uns die Erweiterung und können sich auf ein größeres Sortiment freuen. Außerdem können wir dann noch mehr Services wie zum Beispiel frisch gemahlenen Kaffee anbieten. Insgesamt ermöglicht es uns, generell auf die verschiedensten Kundenwünsche noch besser zu reagieren.

Wolfgang: Eure Kampagne läuft nur mehr wenige Tage. Wie soll es – nach hoffentlich erfolgreicher Beendigung – weitergehen?

Engin: Die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten von den neuen Räumlichkeiten. Unser Ziel ist es, mit der Eröffnung Anfang Dezember allen Kundinnen und Kunden in der Vorweihnachtszeit ein verpackungsfreies Einkaufserlebnis zu bieten. Es ist großartig zu erleben, dass auch beim Fest der Liebe der ökologische Aspekt immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wolfgang: Danke für das Interview und viel Erfolg!

 

Noch bis 7. November 2019 könnt ihr die Crowdfunding-Kampagne von greenroot unterstützen und euch Gutscheine und andere Goodies als Dankeschön sichern. Weitere Informationen zur Geschichte, zum Shop sowie Updates zum Crowdfunding findet ihr auf der Kampagnen-Seite.

Arbeitet ihr an einem nachhaltigen Crowdfunding-Projekt oder kennt ein solches, über das auf The bird’s new nest berichtet werden sollte? Dann sendet mir eure Inputs und Vorschläge zum Thema an office@crowdfunding-service.com!

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Lebender Weihnachtsbaum mit Liefer- und Abholservice

Wer eine nachhaltige Alternative zum konventionellen Christbaum sucht, wird möglicherweise bei einem lebenden Weihnachtsbaum fündig. Einen solchen Baum bekommt man in vielen Gärtnereien und Gartenbaubetrieben. Ein spezielles Service ist die…

Wer eine nachhaltige Alternative zum konventionellen Christbaum sucht, wird möglicherweise bei einem lebenden Weihnachtsbaum fündig. Einen solchen Baum bekommt man in vielen Gärtnereien und Gartenbaubetrieben. Ein spezielles Service ist die Anlieferung und Abholung des Baumes, so muss man sich weder um den Transport nach dem Kauf kümmern, noch den Christbaum nach dem Fest entsorgen. Der Weihnachtsbaum wird angeliefert und danach wieder abgeholt und erneut eingepflanzt. Welche Anbieter ein solches Service zum Mieten bieten, habe ich für euch in diesem Artikel zusammengestellt.

Warum aber überhaupt ein lebender Christbaum? Zu Weihnachten werden alleine in Deutschland über 30 Millionen Nadelbäume für das Weihnachtsfest abgeholzt. Ein lebender Baum nadelt bei richtiger Pflege nicht – Pflegetipps findet man üblicherweise auf der Homepage der Anbieter oder direkt auf Nachfrage (und natürlich online). Lebende Christbäume sind außerdem brandsicherer als ihre wurzellosen Kollegen. Die Christbaumsuche und das Nach-Hause-Schleppen hat ein Ende, denn der Weihnachtsbaum wird geliefert und auch wieder abgeholt, und das alles zum Wunschtermin! Bei vielen Anbietern gibt es zusätzlich die Möglichkeit, jedes Jahr den gleichen Baum zu mieten, und so seinen Familienbaum von Jahr zu Jahr wachsen und gedeihen zu sehen. Oder man behält sich den Baum und pflanzt ihn im eigenen Garten ein.

Deutschland

GreenTree: Nordmann-Tannen und Fraser-Tannen, Liefergebiet: München (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann ohne Aufpreis behalten werden.

Paderbäumchen: Liefergebiet: Ganz Deutschland (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann auch gekauft werden (günstigerer Preis).

Weihnachtsbaumfreun.de: Nordmanntanne, Liefergebiet: Ganz Deutschland (Lieferung und Abholung inklusive).

Österreich

Gartenbau Wilhelm: Nordmanntannen (Lieferung und Abholung inklusive), Liefergebiet (Tillmitsch in der Steiermark): Zustellung bis 20 km gratis, bis 45 Kilometer Entfernung 15 Euro, ab 45 Kilometer Entfernung auf Anfrage, Baum kann auch abgeholt werden, auch hier kann der Baum behalten oder auch nächstes Jahr wieder zu Weihnachten ins Haus geholt werden.

GreenTree: Nordmann-Tannen und Fraser-Tannen, Liefergebiet: Wien und Umgebung sowie Graz und Umgebung (Lieferung und Abholung inklusive), Baum kann ohne Aufpreis behalten werden.

Schweiz

schutzfilisur: Nordmanntannen, Dufttannen, Fichten, Serbische Fichten, Blautannen, Liefergebiet: Gesamte Schweiz (Transportkosten für Auslieferung und Abholung separat, Baum kann auch selber abgeholt und zurückgegeben werden), auf Wunsch kann der selbe Baum auch im Folgejahr wieder gemietet werden.

Traumbaum: Nordmanntannen, Dufttannen, Rottannen, Blautannen, Liefergebiet: Bern und Umgebung sowie Wallis (Lieferung und Abholung inklusive), auf Wunsch kann der selbe Baum auch im Folgejahr wieder gemietet werden.

Kennt ihr noch weitere Anbieter? Dann postet sie doch in den Kommentaren!

 

11 Kommentare zu Lebender Weihnachtsbaum mit Liefer- und Abholservice

No more Bullshit! Das Handbuch gegen sexistische Stammtischweisheiten.

Es passiert so nebenbei im Alltag, da fallen Sätze wie „Ihr seid nur Frauen im Büro? Na da ist dann wohl Zickenkrieg angesagt.“. Oder Bekannte machen sexistische Witze, auf die…

Es passiert so nebenbei im Alltag, da fallen Sätze wie „Ihr seid nur Frauen im Büro? Na da ist dann wohl Zickenkrieg angesagt.“. Oder Bekannte machen sexistische Witze, auf die man abwehrend reagiert und darauf nur ein „Verstehst du keinen Spaß?“ entgegen geschleudert bekommt. Das kommt euch möglicherweise bekannt vor. Genauso wie Behauptungen, die als Fakten oder Wahrheiten präsentiert werden, wie dass Frauen zu emotional für Führungspositionen wären und deshalb für solche nicht geeignet sind.

In all diesen Situationen ist cleveres Argumentieren und eine schlagfertige Reaktion nötig. Hierfür greift euch „No more Bullshit!“ unter die Arme. Das Handbuch gegen sexistische Stammtischweisheiten wie solche, die ihr weiter oben gelesen habt, hat ein engagiertes Frauenkollektiv namens Sorority verfasst, und enthält viele unterschiedliche weibliche Stimmen aus den Bereichen Wissenschaft, Musik, Kunst, Wirtschaft und einigen mehr.

Im Buch könnt ihr für viele typische Sprüche ein entsprechendes Kapitel finden, euch Fakten und Meinungen dazu durchlesen und gute Argumentationentipps aneignen. Ihr habt euch schon immer gefragt, ob eine Frauenquote eine sinnvolle Lösung ist? Oder warum Feminismus nicht Humanismus heißen kann? Diese und viele weitere Fragen thematisiert „No more Bullshit!“ sehr kurzweilig in knappen Kapiteln, teils humorvoll, teils mit prägnanten Tipps zum jeweiligen Thema.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, zunächst gibt es euch eine Übersicht zu Gesprächsdynamiken und Kommunikation bei aufeinander prallenden Meinungen. Kontern will geübt sein, daher gibt euch das Werk einige Basics an die Hand, wie beispielsweise Gesprächstaktiken funktionieren oder auch welche Macht Sprache haben kann. Im zweiten Teil geht es direkt zur Sache mit Sprüchen zum Pay Gap, vermuteten Eigenschaften bei Frauen (Stereotypen) oder auch zur Diskriminierung von Männern. Die Mischung aus Studien, Statistiken und Merkkästen gemeinsam mit einem übersichtlichen, einheitlichen Layout macht das Lesen flüssig und on point, Geistesblitze und erhellende Momente bleiben hier nicht aus.

Mir fehlen lediglich die Quellenangaben der jeweiligen Studien als Anhang im Buch, AutorInnen dieser werden genannt, jedoch gibt es beispielsweise keine Fußzeilen. Zudem sind mir manche Aussagen zu allgemein oder zu vage formuliert, sprich in meinen Augen nicht ausreichend im Buch belegt. Hier gilt aber auch wieder: Wissen wird manchmal auch einfach nur dadurch produziert, Meinungen von vielen Personen einzuholen (oder Statistiken zu erheben), was nicht per se unwissenschaftlich ist, sondern tatsächlich eine Wahrheit darstellt… dazu aber mehr im Buch!

Insgesamt fasst „No more Bullshit!“ sehr bekannte Aussagen und wichtige Themen kurzweilig und interessant zusammen, daher eine große Empfehlung von mir! Auch wenn man manche Fakten oder Tatsachen schon einmal gehört hat, ist das Buch ist für AnfängerInnen und Fortgeschrittene im Feminismus aber auch im (Argumentations-)Kampf gegen Sexismus gleichermaßen geeignet. Los geht’s!

Vielen Dank an den Verlag Kremayr & Scheriau für das Rezensionsexemplar!

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