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Give-Away! Gewinnt "Magic Cleaning" von Marie Kondo!

Give-Away! Gewinnt die The bird's new box | Beauty. für April 2019!

Lieferdienste in Österreich: Nachhaltiges und veganes Essen frei Haus

Immer mehr und immer öfter gibt es spannende, vor allem aber auch vegane und nachhaltige Alternativen zum klassischen „Essen auf Rädern“. Hier findet ihr Lieferdienste, die Österreich mit Essen beliefern: Bio,…

Immer mehr und immer öfter gibt es spannende, vor allem aber auch vegane und nachhaltige Alternativen zum klassischen „Essen auf Rädern“. Hier findet ihr Lieferdienste, die Österreich mit Essen beliefern: Bio, vegan und nachhaltig!

Rita bringt’s

Ein Rundum-Konzept, bei dem sich wohl jede(r) wundert, warum es das bisher noch nicht gab. Und zwar nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Gekocht wird frisch mit Bio-Zutaten, verpackt in kompostierbare Behälter und ausgeliefert mit einer eigenen Fahrrad-Flotte. Diese ist mit Lastenrädern in Wien unterwegs und bringen die Mittagsmenüs in Büros, aber auch zu privaten Haushalten. „Der Unterschied ist sicher unser Gesamtkonzept“, erklärt Mit-Gründerin Rita Huber, „die Kombination aus vegetarischem Lieferservice, biologischen Zutaten, selbst gekocht und umweltfreundliche Lieferung per Rad ist das Spezielle. Außerdem weiß man bei uns, woher das Essen kommt, dass es frisch zubereitet wurde und wer das getan hat!“ Fast alle Speisen sind übrigens vegan beziehungsweise vegan möglich. Plus: Lieferung ist immer kostenlos!

ritabringts.at
Bestellung am Vortag bis 16:00 Uhr, dann wird per Fahrrad zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr ausgeliefert – frisch verpackt, gekühlt transportiert. Entweder zum gleich Genießen, Aufwärmen oder fürs Aufbewahren im Kühlschrank. Das Liefergebiet ist kreisförmig um den ersten Bezirk aufgeteilt, ob eure Adresse beliefert wird könnt ihr direkt oben auf der Homepage checken. Keine Liefergebühr, Bestellsumme mindestens 12 Euro.

Auslieferung

Bild: Rita bringt’s

iss mich!

Na, der Aufforderung kommen wir gerne nach, vor allem weil es sich beim gleichnamigen Lieferdienst um ein Projekt von Filmemacher, Koch und begeistertem Dumpster Diver (= der also in Müllcontainern Privater oder von Geschäften noch Ess- und Verwendbares herausholt) Tobias Judmaier handelt. So möchte der Betreiber von wastecooking darauf hinweisen, dass ein Drittel (!) aller weltweit produzierten Lebensmittel weggeworfen wird. Völlig zu unrecht! So leistet iss mich! seit 2014 einen Pionierbeitrag zur Reduktion von Lebensmittelabfällen, denn sie verkochen Gemüse, das nicht in den Handel kommt, weil es zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder zu krumm ist. Daraus werden so Suppen und Eintöpfe in 100 Prozent Bio-Qualität. Die Gerichte, die im Glas geliefert werden, sind zum Großteil vegan. Ausgeliefert wird auch hier CO2-Fußabdruck minimierend per Fahrrad zweimal pro Woche.

www.issmich.at
Kostenlose Lieferung gibt es ab 36 Euro Bestellwert. Geliefert wird immer Montag und Dienstag in ganz Wien.

Swing Kitchen

Fast jeder in Wien kennt die Betreiber der erfolgreichen veganen Fast Food-Kette, Swing Kitchen. Mit ihrem unkonventionellen und erfolgreichen veganen Wirtshaus Gasthaus Schillinger wurden die Schillingers zu den bekanntesten Vorreitern der veganen Gastronomie in Österreich. Daran knüpfen Irene und Charly Schillinger nun mit ihrem veganen und klimafreundlichen Burger-Konzept. Alle Verpackungen sind 100 Prozent erdölfrei, bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und verhalten sich bei der Entsorgung CO2-neutral. Die Zutaten stammen aus regionalem und gentechnikfreiem Anbau, zum Teil aus biologischer oder FairTrade-Produktion. Die Burger und Wraps können aber nicht nur in den bald sechs Standorten genossen werden, sondern kommen auch per externem Lieferdienst zu hungrigen Menschen in Wien und Graz.

swingkitchen.com
Geliefert wird im Raum Wien mit foodora, in Graz mit Mjam. Bestellt wird hier wie üblich per Website oder App des jeweiligen Anbieters. Die Lieferung erfolgt per Fahrrad, bei Mjam muss hier als Lieferart „Radlexpress“ angegeben werden.

 

Ich weiß, ich weiß, The bird’s new nest hat auch viele LeserInnen aus Deutschland und der Schweiz. Aber die Übersicht für die österreichische Seite ist jetzt einmal ein Anfang – wer Beispiele aus den Nachbarländern (und natürlich weitere aus Österreich) hat, immer her damit! Wir freuen uns auf Input und Feedback.

Guten Appetit!

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Umfrage: Gewinnt 2 vegane Bio-Fresspakete mit Salzigem oder Tee und Schokolade!

LUDUS LEONIS ist ein Rollenspielverlag aus Wien. Bekannt ist der Verlag vor allem für das erzählerische Pen&Paper-Rollenspiel NIP’AJIN, das mit lediglich vier Seiten Regeln auskommt. Für sein nächstes Projekt bittet euch…

LUDUS LEONIS ist ein Rollenspielverlag aus Wien. Bekannt ist der Verlag vor allem für das erzählerische Pen&Paper-Rollenspiel NIP’AJIN, das mit lediglich vier Seiten Regeln auskommt. Für sein nächstes Projekt bittet euch LUDUS LEONIS in Kooperation mit Die BR-Agentur um Unterstützung indem ihr einen Fragebogen (Dauer ca. 5 Minuten) ausfüllt.

Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmern dieser Umfrage zwei riesige Fresspakete – natürlich in bio und vegan – mit Salzigem oder Tee und Schokolade im Wert von jeweils 50 Euro für euren nächsten Spiele-, Lese- oder Partyabend verlost.

Hier kommt ihr zum Fragebogen, viel Spaß und Erfolg allen TeilnehmerInnen!

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Girlsplaining – Was es bedeutet, eine Frau zu sein

Feminismus ist – nicht zuletzt wegen der #metoo-Bewegung – wieder in aller Munde, aber eine Feministin zu sein wird bei weitem nicht immer als etwas Positives gesehen. Auch die Comic-Szene…

Feminismus ist – nicht zuletzt wegen der #metoo-Bewegung – wieder in aller Munde, aber eine Feministin zu sein wird bei weitem nicht immer als etwas Positives gesehen. Auch die Comic-Szene hat sich des Themas „Feminismus“ angenommen: Mit „Girlsplaining“ führt uns die in Berlin lebende Katja Klengel in ihre sehr persönliche, aber auch erschreckend nachempfindbare Lebenswelt und prägenden Erlebnisse ein und zeigt damit, wie wichtig es ist, sich auch im Alltag mit Feminismus auseinanderzusetzen. Der Titel bezieht sich auf das sogenannte „Mansplaining„, bei dem Männer davon ausgehen, dass sie über etwas besser Bescheid wissen als ihre Gesprächspartnerin(nen).

Die Graphic Novel mit reduzierter Farbpalette in Rot-Rosa-Tönen ist ein Rückblick der Autorin auf einige Schlüsselmomente in ihrem Leben. Zunächst berichtet sie, wie diese tatsächlich abgelaufen sind, dann wie sie die Situation aus feministischer Brille gerne gelöst hätte. Da erlebt sie zum Beispiel die Verurteilung von Klassenkameraden für ihren etwas haarigeren Körper, aber berichtet auch über ihr erstes Mal oder die Meinungen der Gesellschaft über männliche und weibliche Geschlechtsteile. Es wird explizit und selbstironisch, ohne Frage. Uns begegnen nur allzu bekannte und nachvollziehbare Situationen, die jedoch teilweise ins Absurde abdriften. Klengel bringt zentrale Themen wie Bodyshaming, Geschlechterklischees und Diskriminierung unterhaltsam und konkret zur Sprache.

Der Einstieg war für mich anfangs etwas holprig zu lesen, bis ich erfuhr, dass die ersten Kapitel des Buches in einem Online-Magazin veröffentlicht worden waren. Mit diesem Wissen macht der Anfang auch mehr Sinn. Die Message der Comic-Novel ist klar: Sexuelle Selbstbestimmung, mehr feministisches Selbstbewusstsein im Umgang mit doofen Sprüchen und unangenehmen Situationen. Einfach die kleinen und großen Stolpersteine des Frau-Seins. Aber was bedeutet das eigentlich, das Frau-Sein? Auch hier unternimmt die Autorin Versuche, das zu umschreiben: Es heißt wohl auch, für seine eigenen Bedürfnisse Sorge zu tragen. Scharf kritisiert Klengel die (oft) unbewussten Vorgaben, nach denen Mädchen und Frauen in der Gesellschaft leben und handeln sollen. Dabei kommt aber der Spaß auch nicht zu kurz, immer wieder gibt es Verweise zur Pop- (oder Geek-)Kultur und – insbesondere im handgeschriebenen Anhang – viele Tipps und weitere Empfehlungen, unter anderem zum Thema starke Frauenfiguren.

Für LeserInnen, die schon etwas mehr im Thema sind, ist „Girlsplaining“ eine unterhaltsame, bestärkende Lektüre. Für alle anderen ein Augenöffner, zum Beispiel wie viel Druck es macht, wenn man als Pärchen immer wieder Anspielungen zu hören bekommt, ob nicht bald Nachwuchs ins Haus steht. Ich frage mich jedoch, ob die Ernsthaftigkeit und der kritische Charakter des Themas durch das Abdriften ins Absurde ausreichend Gewicht bekommt. Manchmal steht die Autorin für mich etwas zu sehr im Mittelpunkt – einerseits mutig, die eigenen recht intimen Erlebnisse darzustellen und eben auch ein gutes Beispiel, seine Frau zu stehen, andererseits sind die Geschichten der Autorin für mich etwas zu intim, hier ist die Frage inwiefern solche einzelnen Erfahrungen immer auf generelle Probleme zurückzuführen sind. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass man auch Verantwortung für sich selbst übernehmen muss und sich nicht in der Opferrolle verliert. So sehen wir aber zumindest, wie man selbstbewusst und schlagfertig reagieren könnte.

Wir sollten alle mehr Heldinnen und Vorbilder füreinander sein!

Vielen Dank an den REPRODUKT für das Rezensionsexemplar! Eine Leseprobe von „Girlsplaining“ findet ihr hier.

 

Nicht verpassen – noch bis 11. Februar 2019 könnt ihr drei Exemplare von „Girlsplaining“ gewinnen. Hier gibt es alle Infos zur Verlosung.

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23. Februar 2019: Wiener Vegan Ball 2019

Der Wiener Vegan Ball 2019 lässt die 50er Jahre hochleben! Ball-Fans und vegan Lebende/Interessierte erwartet beim 7. Wiener Vegan Ball wieder ein tolles Event. Los geht es mit einem Sektempfang –…

Der Wiener Vegan Ball 2019 lässt die 50er Jahre hochleben! Ball-Fans und vegan Lebende/Interessierte erwartet beim 7. Wiener Vegan Ball wieder ein tolles Event. Los geht es mit einem Sektempfang – natürlich auch mit alkoholfreien Alternativen -, und einer Eröffnungstanzshow. Zwei Dancefloors warten auch euch, klassischer Balltanz mit großzügigem Tanzparkett und musikalischer Begleitung von „Wanna-Dance?“ DJ im Ballraum sowie ein Clubbing Floor mit DJ Peter T. Mit Alex Valiente gibt es auch eine Live-Band für noch mehr Musikgenuss. Eine Mitternachtseinlage mit Publikumsquadrille darf natürlich auch bei keinem Ball fehlen! Zum Abschied gibt es für Gäste Goodiebags mit vielen spannenden veganen Produkten.

Kulinarisch erwartet euch eine vegane Snack- und Cocktailkarte sowie ein exklusives veganes Gala-Dinner mit vier Gängen. Der Dresscode verlangt wie für Bälle üblich Abendgarderobe, zum Beispiel Abendkleid oder Cocktailkleid, Anzug mit Krawatte oder Fliege. Kleidung nach dem Motto „50er“ Jahre ist natürlich optional.

Das Gala-Dinner kann für 41,90 Euro pro Person hier online über das Arcotel Kaiserwasser bestellt werden. Tischreservierungen für das Dinner könnt ihr per Mail an convention.kaiserwasser@arcotelhotels.com senden.

 

Wiener Vegan Ball 2019

Wann?

Samstag, 23. Februar 2019 von 17:30 bis 2:00 Uhr

Wo?

ARCOTEL Kaiserwasser Wien
Wagramer Straße 8
1220 Wien

Für Mitglieder mit V-Card: 25 Euro, Regulär: 29 Euro
Tickets sind auch bei Maran Vegan, Stumpergasse 57, 1060 Wien erhältlich (solange der Vorrat reicht!)

Hier geht es zur Seite des Wiener Vegan Ball 2019, und hier zum Facebook-Event.

 

Ihr wart noch nie auf einem Ball oder seid nicht sicher, was ihr euch unter einem veganen Ball vorstellen könnt? Dann seht euch hier die Rückblicke von Mary auf den Wiener Vegan Ball 2018 und den Wiener Vegan Ball 2017 an!

 

Nicht verpassen – bis 4. Februar 2019 könnt ihr zwei Mal zwei Karten für den Wiener Vegan Ball 2019 gewinnen. Hier findet ihr alle Infos zur Verlosung!

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The bird’s new nest jetzt auch unter wirliebennachhaltig.com!

Nach Ankündigung der The bird’s new box | Food. flattern auch schon die nächsten News herein. „Du hast doch dieses Vogelnest?“ ist eine Frage, mit der ich häufig angesprochen werde….

Nach Ankündigung der The bird’s new box | Food. flattern auch schon die nächsten News herein. „Du hast doch dieses Vogelnest?“ ist eine Frage, mit der ich häufig angesprochen werde. Die Frage fasst ein Problem unseres Namens schön zusammen: The bird’s new nest ist nicht ganz leicht zu merken. So sucht man uns auch in Suchmaschinen unter allen möglichen Abwandlungen wie „birdsnewnest“, „newbirdsnest“, „thebirdsnest“ und so weiter.

Damit man unser Vogelnest zukünftig einfacher findet und auch die mündliche Empfehlung leichter fällt, ist The bird’s new nest ab sofort auch unter wirliebennachhaltig.com zu finden. Wer wirliebennachhaltig.com in die Navigantionszeile seines Browsers eingibt, wird automatisch auf thebirdsnewnest.com weitergeleitet.

Ich hoffe, diese Änderung ist hilfreich! Ich freue mich über euer Feedback dazu in den Kommentaren.

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Jetzt neu: The bird’s new box goes Food

Seit fast vier Jahren gibt es die The bird’s new box als Antwort auf den Trend der Abo-Boxen, mit denen man zu einem bestimmten Themenbereich – sei es Beauty, Food, Fashion…

Seit fast vier Jahren gibt es die The bird’s new box als Antwort auf den Trend der Abo-Boxen, mit denen man zu einem bestimmten Themenbereich – sei es Beauty, Food, Fashion oder anderes –  einmalig oder regelmäßig neue Produkte nach Hause gesendet bekommt. Die The bird’s new box brachte bis jetzt als Beauty-Box ausgewählte vegane Naturkosmetik und nachhaltige Beauty-Accessoires. Doch es handelt sich nicht um eine konventionelle Box, denn die The bird’s new box könnt ihr nirgendwo kaufen oder bestellen, sondern nur hier auf The bird’s new nest gewinnen.

Nun ist es Zeit für etwas Neues! Die The bird’s new box goes Food und bringt ab sofort nicht mehr nur Kosmetik, sondern auch Essbares. Selbstverständlich kommt auch in die Food-Box nur das Beste vom Besten, der Inhalt jeder Box ist nachhaltig, vegan, tierversuchsfrei und bio-zertifiziert. Die Beauty-Variante bleibt natürlich erhalten, hier ist der Inhalt wie gewohnt nachhaltig, vegan, tierversuchsfrei und bei Kosmetik handelt es sich immer um Naturkosmetik. Um keine der Boxen zu verpassen, könnt ihr euch in unseren Newsletter eintragen. Welche Produkte oder Marken würdet ihr gerne in der The bird’s new box sehen, egal ob Beauty oder Food? Hinterlasst uns eure Wünsche einfach in den Kommentaren!

Viel Spaß mit der The bird’s new box!

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The bird’s new nest ist fünf!

Juhu, The bird’s new nest ist fünf! Am 1. Januar 2019 hat nicht nur das neue Jahr begonnen, zugleich wurde The bird’s new nest fünf Jahre alt! (Wie immer ist…

Juhu, The bird’s new nest ist fünf! Am 1. Januar 2019 hat nicht nur das neue Jahr begonnen, zugleich wurde The bird’s new nest fünf Jahre alt! (Wie immer ist das Jahr 2013, als The bird’s new nest nur als Facebook-Seite existiert hat, nicht mitgezählt.) Aus einem kleinen Küken ist mittlerweile ein ausgewachsenes Vögelchen geworden, das weiterhin fleißig an seinem neuen, nachhaltigen Nest baut. Darüber freue ich mich nicht nur extrem, sondern es macht mich auch sehr stolz, dass dieser Meilenstein nun erreicht ist.

Ich möchte mich herzlichst bei den fast 750.000 LeserInnen (eine Dreiviertel Million Menschen!), die uns seit unserem Bestehen besucht und über 1,5 Million Mal auf unsere rund 1.000 Artikel zu allen Themen rund um Nachhaltigkeit geklickt haben bedanken. Genauso bei den rund 100 AutorInnen, die für The bird’s new nest Artikel verfasst haben und natürlich auch bei unserem Team, das im Hintergrund bei Themen wie Fotografie und Technik unterstützt. Für euer Interesse am Thema Nachhaltigkeit, für die Begeisterung und Leidenschaft mit denen die unzähligen unterschiedlichen Themen aufbereitet wurden, die Teilnahme an gemeinsamen Aktionen, die vielen Likes und Kommentare und allem anderen, das The bird’s new nest zu dem gemacht hat, was es heute ist. Von Herzen vielen lieben Dank!

Wohin geht es 2019?

Für 2019 steht jede Menge Neues auf dem Plan, von neuen AutorInnen über Freebies und technischen Optimierungen werden die ersten Neuerungen schon in den nächsten Wochen veröffentlicht. Das grösste Projekt, das uns dieses Jahr erwartet, läuft unter dem Arbeitstitel „The bird’s new nest goes Print“. Leider kann ich euch noch nicht allzu viel darüber verraten, außer dass es sich tatsächlich um Print handelt, wie der Arbeitstitel schon sagt, aber es geht weder um ein Buch noch um ein Magazin. Da es sich hier um vielleicht das bisher grösste Vorhaben im Vogelnest handelt, wird es genauere Informationen dazu frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahres geben. Drückt uns die Daumen, dass alles wie geplant verläuft und wir unser Projekt in diesem Jahr veröffentlichen können!

Folgt uns!

Unsere neuen Beiträge, weitere News und Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sowie das eine oder andere zum Lachen findet ihr auf unserer Facebook-Seite. Auf Instagram hingegen gibt es nicht nur Infos zu den neuesten Artikeln, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen und mehr Privates von mir. Auf Pinterest und unserem Twitter-Account findet ihr – ganz straightforward – nur unsere neuesten Beiträge.

Wenn ihr keines unserer Give-Aways verpassen und über unsere Artikel-Highlights informiert werden wollt, ist unser Newsletter das Richtige für euch.

Ich freue mich auf ein gemeinsames 2019!

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Rückblick aus dem Vogelnest: Das war unser 2018!

Und wieder ist ein Jahr vergangen, das insgesamt fünfte oder auch sechste, wenn ich das erste Jahr von The bird’s new nest mitzähle, in dem es das Vogelnest vorerst nur…

Und wieder ist ein Jahr vergangen, das insgesamt fünfte oder auch sechste, wenn ich das erste Jahr von The bird’s new nest mitzähle, in dem es das Vogelnest vorerst nur als Facebook-Seite gab. Ein großes Dankeschön geht an die rund 200.000 LeserInnen, die uns in diesem Jahr gelesen haben. Und natürlich auch an alle AutorInnen und GastautorInnen, die für The bird’s new nest Artikel verfasst haben sowie an alle, die hinter den Kulissen mitgeholfen haben, sei es fotografisch, technisch oder auf andere Weise. Von Herzen vielen lieben Dank!

Highlights 2018: Relaunch und Adventskalender

Ein Highlight und zugleich auch das grösste Projekt im letzten Jahr war der Relaunch, der gleich drei Mal vollkommen Neues mit sich brachte. Einerseits eine von Grund auf neu aufgebaute Seite, um technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Andererseits alle notwendigen Anpassungen an die DSGVO, die wohl so manche von uns ausgiebig beschäftigt hat. Und last, but not least ein komplett neues Design, mit dem neuen Logo als cherry on top.

Nachdem uns der Relaunch von Jahresbeginn bis zum Sommer auf Trab gehalten hat, ging es mehr oder weniger nahtlos über in das zweite Highlight diesen Jahres, dem The bird’s new nest Adventskalender. Dieser brachte – natürlich auch in neuem Design – das dritte Jahr in Folge 24 Türchen voll mit nachhaltigen und veganen Geschenken für unsere LeserInnen. Ich hoffe, alle die mitgemacht haben, hatten Spaß dabei und haben vielleicht auch die eine oder andere Inspiration für nachhaltige Geschenke gefunden.

Meistgelesen in 2018

Der beliebteste Artikel, der 2018 veröffentlicht wurde, war Vegane Advents- und Weihnachtsmärkte 2018. In diesem habe ich alle veganen Wintermärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst – die 19 aufgelisteten Märkte zeigen eindrucksvoll, wie groß das Angebot im veganen Bereich mittlerweile ist. Auf dem zweiten Platz folgen Superschokoladige vegane Schokocookies, warum diese so beliebt waren muss wohl nicht erklärt werden. Nom!

Weihnachtsthemen waren dieses Jahr besonders begehrt, und so findet sich auf dem dritten Platz Lebender Weihnachtsbaum mit Liefer- und Abholservice mit Anbietern dieses Service für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Gefolgt von Die schönsten nachhaltigen und veganen Adventskalender 2018, die mit insgesamt 19 Adventskalendern eine mit Liebe vorselektierte Auswahl liefern. Ein (noch) kontroverses Thema wurde am fünftmeisten gelesen: Der Gastartikel von Sara, Vegan in Schwangerschaft und Stillzeit – geht das? (inkl. Rezept für veganen Babybrei), sorgte für jede Menge Diskussionsstoff.

Vielen Dank nochmals an euch alle für ein spannendes gemeinsames 2018 – ich freue mich schon sehr auf ein weiteres Jahr im Vogelnest!

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Was ist dein Wort für 2019?

Das neue Jahr steht kurz bevor und so möchte ich wie auch in den letzten beiden Jahren den Grundstein für die kommenden zwölf Monate in Form eines Wortes für 2019…

Das neue Jahr steht kurz bevor und so möchte ich wie auch in den letzten beiden Jahren den Grundstein für die kommenden zwölf Monate in Form eines Wortes für 2019 legen. Einige von uns werden für nächstes Jahr vielleicht Vorsätze fassen oder auch konkrete Ziele formulieren. Manchmal sind es auch einfach nur Wünsche, die Realität werden sollen oder bestimmte Dinge, die wir uns erhoffen.

Doch wenn das Jahr dann so richtig in Gang kommt, sind die Vorsätze und Ziele oft schnell vergessen – zu hektisch ist der Alltag, an zu viel anderes ist zu denken. Irgendwann ist das Jahr dann zu Ende und es geht wieder von vorne los. Neue Vorsätze, Ziele und Hoffnungen, die vielleicht sogar dieselben sind, die man das Jahr zuvor gefasst  hat, um sie dann im Laufe der Zeit zu vergessen. Um den Fokus nicht zu verlieren hilft das Wort für 2019!

Euer Wort für 2019

Wählen wir also ein Wort, ein Wort für das Jahr 2019! Ein Wort, das wir für das gesamte restliche Jahr als unseren Fokus nehmen können. Ein Wort, das verkörpert, was uns in diesem Jahr besonders wichtig ist. Achtsamkeit, Zufriedenheit, Selbstliebe, Leidenschaft, Zielstrebigkeit – wählt ein Wort, das sich für euch richtig und stimmig anfühlt. Wann immer ihr euch nun im Laufe des Jahres ziellos oder verloren fühlt, wenn es euch schwer fällt, Prioritäten zu setzen oder Entscheidungen zu treffen, ruft euch euer Wort für dieses Jahr in Erinnerung. Was wären die nächsten Schritte in diese Richtung? Welche Aufgaben führen euch dorthin? Welche Entscheidungen lassen sich mit eurem Wort mehr vereinbaren als andere? Euer Wort wird euch helfen, den Fokus nicht zu verlieren und euch Orientierung bieten, wenn es schwer fällt, den Überblick zu behalten.

Wenn ihr Lust habt, notiert euch euer Wort auf einem Post-It und klebt es – siehe Titelbild – an euren Monitor. Oder zaubert in einem Grafikprogramm ein Bild um es an die Wand zu hängen. Packt eure Malutensilien aus – der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt!

Eure Fragen für 2019

Alle, die sich mit ihrem Wort für 2019 noch näher befassen wollen, können sich diese vier Fragen stellen. Nehmt euch die Zeit, die Fragen in Ruhe zu überlegen und schreibt eure Antworten nieder.

1. Was bedeutet dein Wort für dich? Welche Gefühle, Bilder und Assoziationen ruft es hervor? Lass deinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf, egal was auftaucht, alles ist erlaubt.
2. Warum ist dein Wort wichtig für dich? Wenn dein Wort der Hauptfokus in deinem Leben wäre, was würde sich ändern?
3. Wie kannst du dein Wort in dein Leben einbauen, egal ob täglich, wöchentlich oder monatlich. Wie würde das aussehen?
4. Wie kannst du sicherstellen, dass all das tatsächlich passiert? Welche Unterstützung brauchst du, um all dies Schritt für Schritt umzusetzen?

Was ist euer Wort für 2019?

Mein Wort für 2018 war „Innerer Frieden“. Zugegeben, es waren in diesem Fall zwei Worte, aber es passte einfach wunderbar und war für mich eine Weiterentwicklung, denn auch der Wunsch nach Ganzheit im Jahr davor war letztlich der Wunsch nach innerem Frieden und Gelassenheit. Das Wissen um diesen Fokus ließ mich auch meine anderen Ziele und Vorsätze einfacher umsetzen, denn Pläne wie täglich Yoga zu machen, meinen Besitz genauso wie meine mir selbst auferlegten To-Dos zu reduzieren hatten im Sinne des inneren Friedens einen gemeinsamen Fokus, der mir unglaublich wichtig ist.

2017 hieß es für mich wie schon erwähnt „Ganzheit“, um mich darauf zu besinnen, mich ganz zu fühlen. Vor allem gerade in den Momenten, wo man sich hektisch und zerrissen fühlt, wo man vor lauter Aufgaben gar nicht weiß, wo zuerst beginnen, einen vielleicht auch das Gefühl überkommt, „das alles nicht zu schaffen“, ich mich daran erinnern kann, dass ich nicht zuerst etwas tun oder erreichen muss, um mich ganz zu fühlen. Dass der Augenblick und das Empfinden ganz und vollständig im Jetzt zu sein das wichtigste ist und nicht der ständige Fokus auf Dinge, die im Aussen stattfinden. Jedes Mal, wenn ich mir das Wort in Erinnerung gerufen habe, war ich sofort ruhiger und entspannter und ich konnte mich so schnell wieder darauf besinnen, was mir wirklich wichtig ist.

Wie in den Vorjahren war mein Wort für 2019 relativ schnell gefunden. Ich sehne mich zur Zeit sehr nach „Freiheit“. Aus Gewohntem auszubrechen, neue Wege zu gehen, eingefahrene Routinen zu hinterfragen. Sich frei zu fühlen von Erwartungen, die mir nicht dienen. Frei auch in Gedanken, den eigenen Vorstellungen mehr Raum zu geben, kreativ zu sein, out of the box zu denken. Sich die Freiheit zu nehmen, man selber zu sein.

Was ist euer Wort für 2019? Hat euch euer Wort für 2018 geholfen? Teilt eure Worte, Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Viel Erfolg auf eurem Weg!

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»Wir alle haben das Bedürfnis, uns als Teil der Natur zu begreifen.« Plötzlich Gänsevater Michael Quetting im Interview

Michael Quetting (44), Laborleiter am Max-Planck-Institut in Radolfzell, führte ein Forschungsprojekt mit Graugänsen durch. Doch was als Tierversuch geplant war, endete für ihn in einer einzigartigen Lebenserfahrung, bei der er…

Michael Quetting (44), Laborleiter am Max-Planck-Institut in Radolfzell, führte ein Forschungsprojekt mit Graugänsen durch. Doch was als Tierversuch geplant war, endete für ihn in einer einzigartigen Lebenserfahrung, bei der er zu sich selbst zurückfand und sich wieder als Teil der ihn umgebenden Natur begriff. In seinem Buch Plötzlich Gänsevater, das als Spiegel-Bestseller gelistet ist, beschreibt er die Erlebnisse mit den Graugänsen, angefangen bei der Geschichte von Nils Holgersson, die er den Gänsen noch im Ei vorliest, bis hin zur Entlassung seiner Schützlinge in die Freiheit.

Ich habe den sympathischen Autor im Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell getroffen und mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, über sein Ankommen bei sich selbst, über Tierversuche und über sein neues Buch.

Cat: Micha, kannst du mir vielleicht erstmal das Projekt ganz kurz skizzieren?

Michael Quetting: Bei uns dreht sich alles um Tierwanderung. Das können auch andere Tiere als Vögel sein, zum Beispiel Aale, die von Schottland nach Nordamerika schwimmen. Wir haben uns damals sehr für Vögel interessiert und vor allem für eine neue Generation von Datenloggern. Durch diese aufkommende Handynutzung wird die Sensorik total günstig, beispielsweise Beschleunigungs-, Lage- oder GPS-Sensoren. Also dachten wir, wenn die so günstig sind, packen wir die auf ein Messgerät, so streichholzschachtelgroß, und schauen, ob wir diese Daten auswerten können, wenn wir das Gerät einem Tier, in unserem Fall einem Vogel, auf den Rücken binden.

Um welche Daten geht es da genau?

Beispielsweise um Windgeschwindigkeit oder -richtung. Wenn jetzt zum Beispiel ein Bergsteiger im Himalaya in einem Basislager sitzt, kann er auf unserer Animal-Tracker-App sehen, die Streifengans Schorschi fliegt gerade an Annapurna vorbei auf 7.000 Meter, dann könnte er die Livedaten von Schorschi abfragen und wüsste dann, wie die Windgeschwindigkeit da oben ist. Im Moment weiß niemand, wie der Wind 2.000 Meter über Radolfzell ist, das kann man bisher nur näherungsweise bestimmen.

Was ist das denn für eine App? Kann die jeder runterladen?

Mit der App Animal Tracker kann jeder besenderte Tiere melden und deren Migrationsroute nachvollziehen. Und ja, jeder kann sie runterladen, sie ist gratis. (Anmerkung Cat: Ich habe die App am Abend nach dem Interview getestet und bin total begeistert. Es ist absolut spannend zu sehen, wie weit manche Vögel fliegen, aber auch die Routen von bestimmten Säugetieren kann man mit der App nachvollziehen.)

Flugroute eines Steinadlers in der App Animal Tracker. Foto: Cat

Auf Facebook habe ich gelesen, dass man dir vorwirft, es sei ethisch nicht korrekt gewesen, was ihr gemacht habt, weil ihr der Gänsemutter ihre Eier weggenommen habt. Wie stehst du dazu?

Das ist definitiv so, es ist ethisch wahrscheinlich nicht korrekt. Es war als Tierversuch geplant, aufgeschrieben, eingereicht und von der Ethikkommission in Freiburg als Tierversuch genehmigt. In erster Linie war es ein Forschungsprojekt zur Gewinnung von wissenschaftlichen Daten und die Tiere waren Forschungsplattformen, fliegende Messplattformen, reduziert gesagt. Da war erstmal nichts mit knuffigen Gänsekindern und so, das kam alles erst später. Die Prioritäten haben sich total verschoben. Zum Schluss war es Gänsefamilie mit Gänsevater mit Nebenbeiwerk wissenschaftliches Experiment.

Es gibt andere Versuchsleiter, die sagen, nach Abschluss des Experiments sind die Tiere zu euthanasieren, weil sie keine Möglichkeit mehr haben, sich in der Natur zurechtzufinden. Bei mir war das von Anfang an eine Bedingung. Ich habe gesagt, ich mache das nur, wenn die Tiere nachher in die Freiheit entlassen werden. Egal, was das für die bedeutet. Die Chance, dass eine geprägte Graugans in der Freiheit zurechtkommt, ist natürlich geringer als wenn sie dort groß wird. Es lauern einfach viele Gefahren da draußen. Die Gans kennt dann keine Angst vor Füchsen und weiß auch nicht, wie sie sich verhalten muss, damit der Fuchs sie nachts nicht frisst. Klar, das ist in ihrem genetischen Programm schon auch verankert, aber durch die Prägung haben sie definitiv einen Nachteil.

Foto: Michael Quetting

Woher hattest du denn diese Eier? Ich meine, was wäre ansonsten mit den Küken passiert?

Die Eier waren von einem Züchter in Norddeutschland.

Wozu züchtet er die?

Die Eier sind eine Delikatesse.

Das heißt, du hast den Gänsen ja eigentlich das Leben gerettet, oder?

Im Prinzip schon, ja.

Warum hast du das bisher noch nie so kommuniziert, wenn der Vorwurf kam? Das würde das Argument ja entkräften, schließlich hast du dem Muttertier dann gar nicht die Eier weggenommen.

Es ist mir einfach egal, es interessiert mich nicht. Den hardcore-militanten PETA-Freaks kannst du eh erzählen, was du willst.

Ja, da gibt’s vermutlich ein paar sehr dogmatische Exemplare. Du hast aber sicher auch schon vielen Gänsen das Leben gerettet, weil du sie jetzt nicht mehr isst, oder?  

(lacht) Ja, wahrscheinlich. Ich habe halt eine sehr intensive, persönliche Beziehung zu ihnen aufgebaut.

Aber nicht, weil du sagst, sie sind besonders intelligent oder irgendwas, warum man sie nicht mehr essen sollte.

Nein, Quatsch, es ist total bigottes Verhalten! Es gibt keinen Grund, warum ich keine Gänse esse, aber Rinder oder Schweine. Ich kann kein rationales Argument anführen, wo ich sagen würde, ich esse keine Gänse, weil… Wobei es natürlich immer noch mehr Sinn macht, eine Wildgans zu essen als ein Schwein aus Massentierhaltung. Dann lieber eine Graugans, die irgendein Jäger schießt.

Da hast du vermutlich Recht. Aber kommen wir zurück zu deinem Projekt. Wie sah so ein normaler Arbeitstag aus während des Projekts?

Eigentlich war es kein richtiger Arbeitstag. Ich musste gegen halb fünf oder fünf aufstehen und ins Bett ging es wieder, wenn es dunkel wurde. Der Tag war schon relativ lang.

Aber obwohl der Tag auf seine Art so stressig war, bist du doch in eine neue Welt eingetaucht, ganz ohne Computer, Menschen und den Stress, den man sonst so hat. Ich glaube, heute nennt man das Detox.

Jaja, auf jeden Fall, das war eine sehr besinnliche Zeit, in der man bei sich selber ankommen und in sich reinschauen konnte. Notgedrungen natürlich.

Hat sich das Ganze auf dein Privatleben ausgewirkt?

Ich hatte zu der Zeit eigentlich kein Privatleben. Meine Kinder kamen dann schon nach den ersten zwei, drei Wochen mal am Wochenende und haben sogar da übernachtet. Die ersten Wochen wollte ich aber wirklich niemanden sehen, damit die Gänse sich auf mich fokussieren.

Das ist sicher auch nicht so leicht, wenn man sein Privatleben für so ein Projekt vollständig aufgibt. Was war denn ansonsten die größte Herausforderung für dich?

Das ist eine gute Frage. Es gab viele Herausforderungen, aber ich glaube, die größte war, sich überhaupt auf das Ganze einzulassen. Wenn du dich nicht darauf einlässt, funktioniert es nicht. Wenn du denkst, ich mach‘ das jetzt einfach mal wie so einen normalen Arbeitstag, ich reiße acht Stunden runter und geh‘ dann wieder heim, das funktioniert halt nicht. Dein Leben ist einfach ganz anders in diesen drei Monaten.

Ja, das glaube ich dir, aber es gab ja sicher auch viele schöne Momente. Was war dein schönstes Erlebnis während des Projekts? 

Es gab viele schöne Erlebnisse. Aber ich glaube, die schönsten Erlebnisse waren schon, die Gänse aus dem Brutautomat rauszuholen, sie das erste Mal anzufassen, diesen Kontakt herzustellen und natürlich das erste Mal mit ihnen zu fliegen, das war schon sehr beeindruckend.

Foto: Michael Quetting

 Sicher auch, dass sie dann wieder mit dir gelandet sind.

Genau, es sind halt sehr soziale Tiere. Die wissen genau, dass sie dich da nicht verlieren dürfen.

Aber nach und nach waren sie ja dann irgendwann alle weg. Machst du dir manchmal Gedanken, was aus ihnen geworden sein könnte oder weißt du es sogar?

Nein, wissen tu ich das nicht. Von zwei weiß ich es, weil sie jetzt in einem Tierpark leben und einen hat man mal gesehen mit seiner eigenen Familie.

Woran erkennt man deine Gänse denn?

Die sind beringt, es gibt nicht so viele Graugänse, die beringt sind. Die Frau, die die Gans gesehen hat, hat sie fotografiert und auf dem Foto konnte man die Nummer auf dem Ring lesen.

Dann können wir ja in Zukunft Ausschau nach ihnen halten. Inwiefern hat die Zeit mit den Gänsen so rückblickend dein Leben oder dich selbst verändert?

Zum einen war das der Abschluss einer relativ schwierigen Zeit damals mit meiner Scheidung, da war das schon cool, mal drei Monate zu haben, in denen man sich nur um sich selber und um die Tiere kümmern muss. Aber auch, dass man in der Natur sein und bei sich selber ankommen kann. Da hat sich in gewisser Weise der Kreis geschlossen. Andererseits ist es natürlich auch so, wenn du mal so nah mit und in der Natur lebst für ein paar Wochen, dann wird dir auch bewusst, dass du einfach ein Teil von diesem großen Ganzen bist, dann öffnet sich dein Blick für andere Sachen, die du sonst gar nicht mehr wahrnimmst.

Was zum Beispiel?

Keine Ahnung, beispielsweise Insekten. Oder dass die Sonne aufgeht und dich wärmt, dass um dich herum alles lebt, dass es ganz viele soziale Systeme gibt, die da miteinander interagieren, dass Tiere Beziehungen untereinander haben, wie dieses Fasanenpaar, das ich in meinem Buch erwähnt habe, dass es aber auch so klassische Beziehungen sind, wie dass er immer rausläuft und guckt, ob die Luft rein ist und sie dann hinterherläuft. Solche Sachen halt.

Was würdest du denn Menschen, die diese Erfahrung nicht gemacht haben, mit auf den Weg geben?

Mit auf den Weg geben würde ich denen, dass es ganz wichtig ist, dass man sich Zeiten für sich selber schafft, um sich selber anzuschauen, um in Kontakt mit sich selber zu kommen. Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr im Kontakt mit sich selber. Diese Bedürfnisbefriedigung liegt ja immer im Außen. Der Mensch versucht, seine Defizite dadurch zu befriedigen, dass er immer im Außen ist. Aber die eigentliche Zufriedenheit kriegt man nicht im Außen. Die kriegst du nur, wenn du nach innen schaust.

Foto: Michael Quetting

Peter Wohlleben hat ja auch diesen Bestseller geschrieben, Das geheime Leben der Bäume. Was glaubst du, warum sind diese Bücher, die sich mit Natur beschäftigen, gerade so erfolgreich?

Bedingt durch diese schnelllebige Internet-Informationsflutwelt, die dich rein kognitiv schon total überlädt, ist dieses Bedürfnis danach, sich als Teil der Natur oder eines universellen Systems zu begreifen, immer größer geworden. Das ist ja archaisch tief in jedem von uns verwurzelt. So wie andere Grundbedürfnisse des menschlichen Seins, wie der Trieb sich fortzupflanzen oder auch einfach sich geliebt zu fühlen.

Apropos Fortpflanzung, welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der Erziehung von Menschen- und Gänsekindern?

Oh, da gibt’s einige. Auf beide musst du dich einlassen, du darfst nichts anderes nebenher machen. Die zeigen dir schon, wo die Musik spielt. Die tollen Sachen, die du erleben kannst, mit Menschen- oder Tierkindern, die entstehen erst, wenn du dich drauf einlässt. Man kann Gänsekindern natürlich auch nur bedingt Grenzen setzen und bestimmte Sachen, die einen nerven, wie diese Kackerei oder so, das kannst du ihnen nicht abgewöhnen, das machen die halt. Die Möglichkeiten sind begrenzt.

Nils Holgersson lebt ja auch eine Zeitlang mit Gänsen zusammen. Den Spitznamen bekommst du also sicher sehr oft. Nervt der dich schon?

Das kommt daher, dass ich den Gänsen, als sie noch im Ei waren, immer aus Nils Holgersson vorgelesen habe. Das hab‘ ich halt blöderweise mal gesagt und seitdem sagt das irgendwie jeder. Also es nervt mich eigentlich nicht, ich finde die Geschichte ja ganz nett.

Hast du schon ein neues Buch geplant?

Ja schon, aber ich habe noch keinen Verlag gefunden. Ich habe das zweite Buch deswegen geschrieben, weil ich einer gewissen Bevölkerungsschicht mal die Augen öffnen wollte. Das wäre auch definitiv mein letztes Buch in die Richtung gewesen.

Was hast du denn geschrieben oder ist das geheim?

Nee, gar nicht. Bedingt durch die Ehe mit einer Pferdenärrin, deren Lebensinhalt ausschließlich aus der Liebe und dem Umgang mit Pferden und anderen Tieren bestand und eben durch diese Gänsegeschichte habe ich viel mehr Einblick in Tier-Mensch-Beziehungen bekommen. Wie kann sowas aussehen und was passiert da? Dann wird dir erstmal bewusst, wie krank solche Tier-Mensch-Beziehungen oft sind, obwohl die meisten Leute denken, sie tun alles für ihr Tier. Guck dir mal die vielen Reiterinnen an, die ihr Pferd vierundzwanzig Stunden am Tag in eine enge Box stellen, in der es sich kaum umdrehen kann, holen es höchstens einmal am Tag für eine halbe Stunde raus, sitzen drauf und pesen durchs Gelände. Und dann wundern sie sich, dass ihr Pferd krank wird. Weil es den ganzen Tag in einer engen Box steht und aufgeschütteltes Heu fressen muss, von dem es eine Staublunge bekommt. Ach, da gibt es zigtausend Beispiele.

Find ich ein super Thema und bin gespannt darauf. 

Vielen Dank, Micha, für das schöne und interessante Interview und dafür, dass mich ein Buch endlich mal wieder in seinen Bann gezogen hat!

Plötzlich Gänsevater macht Wissenschaft emotional und zeigt uns, wie grenzen- und bedingungslos Liebe sein kann. Das Buch lässt uns träumen und abtauchen, es lässt uns staunen, lachen, aber auch weinen. Und das Wichtigste: es lässt uns für einen Moment den Atem anhalten.

4 Kommentare zu »Wir alle haben das Bedürfnis, uns als Teil der Natur zu begreifen.« Plötzlich Gänsevater Michael Quetting im Interview

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