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Schlagwort: Restaurant

Grün im großen weißen Norden: Anhaltende Kälte und Erfahrung mit Meetup

Als wollte Kanada mir zeigen wie kalt es hier sein kann, gibt der Winter das Land nicht für den Frühling frei, sondern hält es weiterhin mit kalten Temperaturen in seinem…

Als wollte Kanada mir zeigen wie kalt es hier sein kann, gibt der Winter das Land nicht für den Frühling frei, sondern hält es weiterhin mit kalten Temperaturen in seinem eisernen Griff. Noch immer sind Schal, Mütze und Handschuhe oberste Pflicht, wenn ich das Haus verlasse; immer noch muss ich mich mindestens dreimal am Tag eincremen und habe trotzdem trockene Haut; und noch immer warten wir alle sehnlich auf die Knospen an den Ästen und stabile Plusgrade. Mittlerweile haben auch die Kanadier genug von der Kälte und jeder, den ich treffe, erzählt mir, dass der Winter hier noch nie so lange angedauert hat. Bei diesen Temperaturen spielt sich das Leben nach wie vor hauptsächlich drinnen ab. Doch das bedeutet nicht, dass man alleine zu Hause hocken muss. Ich habe in der letzten Zeit verschiedenste Dinge erlebt. Eines davon war ein Meetup Treffen.

Meetup ist eine globale Plattform, die Menschen die Möglichkeit bietet, sich zu vernetzen. Doch dabei geht es nicht um eine rein digitale Vernetzung, wie beispielsweise bei Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien. Meetup möchte echte menschliche Begegnungen fördern und den Zusammenhalt von örtlichen Gemeinden stärken. In insgesamt 196 Ländern gibt es Meetup Gruppen zu allen möglichen Interessenbereichen. Man kann per Suchfunktion nach interessanten Gruppen stöbern oder ganz einfach eine eigene erstellen. Die Leiter einer Gruppe erstellen Termine für Treffen, beispielsweise gemeinsame Restaurantbesuche, Leseabende oder Ausflüge. Per Mausklick kann man sich eintragen und so Teil des nächsten Treffens werden.

Ich hatte vor meinem Aufenthalt in Kanada noch nie von Meetup gehört, obwohl diese Gruppen auch in vielen deutschen Städten existieren. Als ich vor einiger Zeit darauf stieß, machte ich mich gleich auf die Suche nach potenziell interessanten Gruppen. Es erschien mir eine gute Möglichkeit, Leute und neue Seiten der Stadt kennen zu lernen sowie sich über Themen auszutauschen, die mich interessieren. Ich suchte mir ein paar Gruppen zu den Themen vegane Lebensweise, Nachhaltigkeit, Meditation und gesunder Lebensstil und habe mich für einige Treffen eingetragen. Letzte Woche war ich bei meinem ersten Treffen der Gruppe Healthy Lifestyle. Der Treffpunkt war fresh, eine kleine vegetarische Restaurantkette mit vielen veganen Gerichten. Wir waren insgesamt zu siebt und studierten begeistert die leckere und vor allem größtenteils sehr gesunde Speisekarte. Das Essen war gut und ein Gesprächsthema reihte sich an das nächste.

MeetUp

Ich fand es schön, mich mit Fremden zu treffen, die dennoch alle ein gemeinsames Interesse haben. Ich habe sehr verschiedene Menschen kennen gelernt und Gespräche über gesundes Essen, Ernährungsweisen, Reisen, das Gesundheitswesen, biologischen Gartenanbau und über Fahrradfahren und die Relevanz von Helmen, Lebensmittelverschwendung und Unterschiede zwischen Europa und Kanada geführt. Nicht zuletzt hat auch das leckere Essen seinen Teil zu einem runden und bereichernden Abend beigetragen.

Morgen gehe ich zu einem veganen Brunch-Meetup einer anderen Gruppe. Auch darauf freue ich mich schon. Ich denke, dass beides einen Reiz haben kann. Es ist schön, interessante Gespräche mit fremden Menschen zu führen. Genauso schön stelle ich es mir aber vor, sich öfter mit der gleichen Gruppe zu treffen und eventuell sogar kleine Projekte auf die Beine zu stellen oder einfach nur eine entspannte Zeit miteinander zu verbringen. Man wagt sich also trotz der andauernden Kälte nach draußen; auch wenn sich diese Dinge zunächst noch vorwiegend drinnen abspielen. Aber der Frühling kommt bestimmt.

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut. Das Augustin Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der…

Servus, meine lieben Völleristen! Keine Ahnung, ob es diesen Begriff gibt, aber er passt ganz gut.

Das Augustin

Mitten im „wunderschönen“ fünfzehnten Wiener Gemeindebezirk, auch bekannt als Rudolfsheim-Fünfhaus, auf der ja nicht gerade für kulinarische Ergüsse bekannten Märzstraße, befindet sich schon seit einigen Jahren das Augustin. Anfänglich als eher normales Beisl gestartet hat es sich nun über die Jahre zu einem richtigen Schatz für die verschiedensten Menschen mit individuellen Ansprüchen entwickelt. So gibt es hier neben traditionellen Gerichten wie Filetsteak auch einiges an veganen und vegetarischen Gerichten, die sehr herausstechen und in dieser Form oft nicht einmal in speziellen, dafür ausgerichteten Lokalen zu finden sind.

Unter der Woche ist das Augustin bisher vor allem als Abendlokal beliebt und bekannt, da es immer erst um 16 Uhr aufgesperrt. Am Wochenende, sprich Samstag und Sonntag, gibt es sogar schon ab neun Uhr morgens den „Frühstückssalon“ der sich auch nochmal stark vom Abendgeschäft abhebt. Im Frühling und Sommer kann man die leckeren Schmankerln im kleinen aber feinen Gastgarten genießen.

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Aber was steht nun eigentlich alles auf der durchmischten Speisekarte? Viele Speisen sind veganisierbar, andere bleiben so wie sind. Also gibt es für reine Pflanzenesser zum Beispiel Klassiker wie ein vegane Berliner Currywurst mit Pommes (sieht man in Wien ja auch nicht alle Tage) vegane, knusprige Tofu-Sticks und diverse Salate oder Snacks. Aber auch bei den Hauptmahlzeiten müssen wir nicht verhungern. Burger, Erdäpfelgulasch*, Grünkernbratlinge – hier geht es also eher deftig, aber doch gesund zu. Was das ganze natürlich noch besser macht: Man schmeckt gleich bei allen Gerichten heraus, dass hier mit hochwertigen Produkten gearbeitet wird und einiges davon soll auch Bio sein, was immer ein Pluspunkt ist.

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Wer mehr der Frühstücksmensch ist hat aber auch beim Frühstückssalon genügend Auswahl. So gibt es zwar auch hier klassische Variationen mit Schinken und Lachs, aber auch das „Go Vegan“ und das „Carole“ – Tofuwrap, Salat, Avocado, Gurken, Haferbrei – und das um nicht mal acht Euro! Da darf man sich wohl nicht beschweren. Alle Kaffees und Kakaos gibt es selbstverständlich auch mit Sojamilch, was das ganze Frühstück noch perfekt abrundet. Aber auch wenn man einfach Abends auf einen Drink gehen will, gibt es hier die ganze Palette von Bier über Wein bis hin zu speziellen Longdrinks und auch meine liebsten antialkoholischen Getränke wie Club Mate und Fritz Kola. Das alles wird in wirklich netter Atmosphäre von netten Menschen geführt, da kann man auch die nicht so schöne Lage des Lokals ausblenden.

Vor kurzem hat hier auch noch ein weiteres Schmankerl gestartet: Jeden Sonntag gibt es im Augustin jetzt die „Sunday Sessions“ wo bekannte Künstler wie zum Beispiel diesen Monat Clara Luzia oder Marilies Jagsch ab 20 Uhr Unplugged-Konzerte im kleinen Rahmen geben und man dazu lecker speisen und trinken kann.

Fazit: Ein wirklich heißer Tipp für alle die fernab vom Trubel der Großstadt einen gemütlichen Abend, vormittags oder nachmittags in feiner Atmosphäre mit gutem Essen und schöner Musik verbringen wollen.

Bewertung: 8/10
Märzstraße 67
1150 Wien

Mo – Do: 16:00 – 0:30 Uhr
Fr: 16:00 – 1:30 Uhr
Sa: 9:00 – 1:30 Uhr
So und Feiertags: 9:00 – 0:30 UHR

dasaugustin.at

 

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste das Cafe-Restaurant Oben auf den Dächern der Hauptbibliothek und das Erna B. im vierten Bezirk. Bis dahin, Mahlzeit!

 

*Für alle Nicht-Österreicher: Kartoffelgulasch

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden…

Hallihallo und willkommen zurück bei Völlerei! Diesmal habe ich mir eine Gegend vorgenommen die zwar nicht gerade schön, aber dafür immer mehr am Aufblühen ist, gerade was kleine Lokalitäten und Läden anbelangt: Die Gumpendorferstraße im sechsten Wiener Gemeindebezirk.

Corns n‘ Pops

Los geht es im kleinen aber feinen Corns n‘ Pops, das sich circa auf der Höhe des Haus des Meeres, in der Gumpendorferstraße 37, befindet. Auch wenn der Name und der erste äußere Eindruck eher nach Frühstückslocation oder sogar eher Coffee to go aussieht – das ist hier nicht alles und das überrascht durchaus angenehm. In diesem Mini-Lokal gibt es eine sehr interessante und in dieser Form fast einzigartige Zusammenstellung aus verschiedenen Bereichen und kulinarischen Schwerpunkten: Zum einen ist da die Selbstbedienungstheke an der man aus vielen verschiedenen Cornflakes und Müslimischungen einen persönlichen Mix zusammenstellen kann, oder einfach nur einen leckeren Kaffee (auch mit Sojamilch erhältlich, leider wie so häufig mit Aufpreis) zum Mitnehmen. Ab Mittags wird dann das Lokal vom Frühstücksbeisl zum beliebten Mittagstreffpunkt. Hier holen sich viele Leute, die in der Gegend arbeiten, eines der leckeren Wochengerichte und es kann schon mal zu einer längeren Schlange kommen, die bis zur Tür geht, was bei der winzigen Größe des Lokals nicht verwundert.

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Bild: Corns n‘ Pops

Zugegebenermaßen sind das Frühstück und auch die Müslimischungen für mich als Veganer nicht interessant genug, da es hier keine Möglichkeit gibt, auf Soja-Joghurt oder pflanzliche Milch auszuweichen, daher wurde das Hauptaugenmerk auf das Mittagsangebot gelegt. Hier ändert sich in der Tat wöchentlich das Programm: Angeboten werden Curry, Bagel, Salat, Couscous und Pasta der Woche. Drei bis vier dieser fünf Schwerpunkte sind meist zumindest vegetarisch, manchmal gibt es auch ein Gericht mit Fleisch, wobei zum Glück sehr viel auf pflanzliche Küche gesetzt wird und man somit auch durchaus Wochen erwischen kann, in der zwei der Gerichte völlig vegan sind. In meinem Fall habe ich einen veganen, sehr leckeren, wenn auch schlichten Bagel und ein veganes Curry genossen. Dies ist super gekennzeichnet und somit weiß man aufgrund eines orangen V-Kennzeichen, dass etwas vegan ist, und bei einem grünen V, dass es vegetarisch ist. Es gibt zudem noch immer eine Tagessuppe, die auch sehr oft pflanzlich ist, um drei Euronen. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und von Karottensuppe mit Wildreis bis Linsensuppe ist alles dabei. Alle Gerichte, egal ob Bagel oder Pasta, sind um vier bis fünf Euro zu haben, sie sind also völlig leistbar und die Portionen sind auch größentechnisch in Ordnung. Sitzplätze gibt es in der Mittagszeit leider kaum, deswegen lieber einpacken lassen und daheim oder im Büro schlemmen.

Fazit: Ein nettes, aber kleines Lokal, das sich vor allem für guten Kaffee und die spannenden Mittagsangebote zum Mitnehmen eignet.

Bewertung: 8/10
Gumpendorferstraße 37,
1060 Wien

Mo – Fr: 7:30 – 17:00 Uhr
Sa: 9:00 – 16:00 Uhr
Sonntag/Feiertag: geschlossen

http://www.cornsnpops.com

Joanelli

Nur ein paar Schritte weiter befindet sich der Eissalon Joanelli. Was aufgrund des Namens vielleicht ein bisschen in die Irre führt: Hier handelt es sich in keinster Weise um einen Eissalon, zumindest nicht mehr. Seit vielen Jahren nun schon ist es aber der Hot Spot für 1060-Hipster und sonstiges Volk. Was macht das Lokal für mich interessant: Seitdem es vor kurzem der Mitbegründer des Naschmarkt Deli, Wilfried Pink, übernommen hat, wurde das Lokal völlig auf vegane Speisen umgestellt. Eigentlich ist das auf den ersten Blick vielleicht eine gute Geschäftsüberlegung, aber dann auch wieder nicht so schwer zu bewerkstelligen. Wie das funktioniert wollte ich mir auf eigene Faust anschauen, vor allem, weil mich interessierte, inwiefern das in einem Abendlokal funktioniert,das sehr viele Weine im Programm hat. Nun gut. Zu Essen gibt es nicht viel. Einen okayen, aber unspannenden Schinken-Käse-Toast habe ich mir reingeschmissen. Weiters stehen noch ein paar andere Toasts, Linsensuppe und ein Baguette auf der kleinen Snack-Karte. Aber gut, das Lokal ist auch absolut nicht auf Essen ausgelegt, man darf sich also nicht beschweren und es ist vor allem nett, dass es abgesehen vom nicht weit entfernten Donau eine andere Fortgeh-Location gibt, in der man Veganes zu essen bekommt, wenn man im Rausch einen kleinen Hunger bekommt.

Viel wichtiger war für mich eigentlich die Getränkekarte. Leider gibt es zwar keine Weinkarte, die bemühte Servicedame konnte mir dann aber einige Weine aufzählen. Ob alle vegan seien? Ja, zumindest glaubt sie das. Sicher war man sich nicht so ganz und später hab ich dann noch erfahren, dass nur ein Weingut der im Joanelli angebotenen Weine als vegan zertifiziert ist. Nun, das finde ich ehrlich gesagt etwas ärgerlich und schreit danach, dass sich hier noch nicht ganz so stark mit dem Thema Veganismus auseinandergesetzt wurde, wie ich es mir erhofft habe. Am Wochenende soll es jetzt allerdings auch immer veganes Frühstück geben, in Bälde werde ich das mal unter die Lupe nehmen, vielleicht wird hier dann mehr darauf geachtet. Wäre wünschenswert, wenn man schon einen auf vegan macht.

Fazit: An sich ein nettes Beisl, das gerade am Samstagabend aber sehr voll werden kann und noch gewisse Schwächen bei der Umsetzung der veganen Karte hat, die hoffentlich bald behoben werden.

Bewertung: 5/10
Gumpendorferstraße 47
1060 Wien

Täglich 18:00 – 2:00 Uhr
Sa/So: Veganes Frühstück
Tel. 0664/786 78 76

Nächstes Mal bei Völlerei: Ich teste die frisch eröffnete Pizzeria Fiore nähe Westbahnhof und das lässige Augustin in meiner Hood. Bis dann, macht es gut!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Willkommen zurück! Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um Pizza oder sonstiges Fast Food. Ganz im Gegenteil: Diesmal geht es zum einen chic zu, zum anderen hip und am Rad…

Willkommen zurück! Heute geht es ausnahmsweise einmal nicht um Pizza oder sonstiges Fast Food. Ganz im Gegenteil: Diesmal geht es zum einen chic zu, zum anderen hip und am Rad der Zeit… Aber dazu später!

Der fünfzehnte Wiener Gemeindebezirk, oder auch „Rudolfsheim-Fünfhaus“, ist nicht unbedingt dafür bekannt, Hot Spot für Veganer und sonstiges neumodisches Volk zu sein. Zumindest denkt man das. Doch siehe da, wenn genauer hingeschaut wird bemerkt man, dass sich durchaus einiges tut, vor allem im Bereich zwischen Gumpendorfer Straße und Schönbrunn, also eher im südlichen Bereich des Bezirks. Der ist zwar nicht weniger abgefuckt als zum Beispiel die Gegend um die Stadthalle oder Johnstraße, aber geprägt durch etwas geringere Mietpreise und viele motivierte Menschen, die sich hier kreativ betätigen – sowohl kulinarisch, als auch in vielen kleinen Projekten und Geschäften. Da ich noch dazu in dieser Gegend wohne, profitiere ich sehr von diesem auflebenden Grätzl und präsentiere euch heute zwei meiner (neuen) Lieblingsplätze.

Mein erster Stop war die „Hollerei“ in der Hollergasse, nahe der U4-Station Meidlinger Hauptstraße. Der Name des Lokals sagt vermutlich fast jedem in Wien lebenden Vegetarier und Veganer etwas, aber nicht viele aus meinem Umfeld waren bisher dort. Das liegt zum einen sicherlich an der Preisklasse bei den normalen Speisen, die dann bei genauerer Betrachtung gar nicht mal so teuer sind. Das Restaurant Hollerei existiert in dieser Form schon seit einigen Jahren, hat auch eine Zweigstelle im Essl Museum in Klosterneuburg und ein Bistro im tierfreien Supermarkt „Maran Vegan“ in der Stumpergasse, sowie einen Zustell- und Cateringservice, der sich vor allem für Firmen und Bürojunkies lohnt, an private Haushalte wird nämlich nicht geliefert.

Das Hauptlokal fällt schon von außen auf, da es wunderbar von Bäumen und Sträuchern eingewickelt in einer ruhigen Gasse neben einer alten Tankstelle gelegen ist. Gleich beim Eintreten in den Gastgarten wünscht man sich, dass wieder Sommer ist und man hier gemütlich mitten im Gartenlauben-Feeling dinieren kann. Aber auch der Innenraum ist ansprechend und durchaus geschmackvoll eingerichtet. Zum einen besticht das Lokal durch einen sehr schicken, ordentlichen Stil, kombiniert mit einer modernen, sehr gemütlichen Note. So sollte also für jeden etwas dabei sein. Genauso sieht es dann auch bei der kleinen, aber feinen Karte aus: Vorspeisen wie eine vegane indische Linsensuppe (die ich gleich mal bestellt hab, weil bekannt und gut) reihen sich an diverse Salate und saisonale Leckereien. Sowohl werden hier orientalisch und klassisch miteinander vermengt, als auch vegetarische und vegane Speisen, eben für alle passend. Auch die Weinkarte liest sich vorzüglich, hier wird das Hauptaugenmerk ganz klar auf regionale oder zumindest österreichische Weine gelegt.

Bei den Hauptspeisen fällt die Wahl für mich klar auf das Rote Thai Curry, das momentan die einzige vegane Hauptspeise auf der normalen Karte ist, allerdings könne viele Speisen problemlos veganisiert werden – einfach nachfragen. Das Curry ist zwar vielleicht nicht das allerschärfste wie man es vom echten Thai gewohnt ist, hat es aber durchaus in sich. Großartige Geschmackskomponenten die hier miteinander kombiniert werden. Auch gut satt wird man von den beiden Speisen, wobei man hier klar sagen muss: Die Hollerei ist keine Imbissbude zum Völlern und Sattwerden, denn die Portionen sind nicht riesig, dafür aber umso geschmackvoller und etwas zum Genießen.

Abgerundet wird der Abend dann mit einem leckeren Birnen-Nuss-Törtchen und einem kräftigen Espresso. Dann kommt wie immer der unangenehme Teil: Das Bezahlen. Ja, es ist sicherlich kein Ort, um zwischendurch günstig zu essen, aber ich denke, für das was geboten wird kommt man bei rund 30 bis 40 Euro pro Person zu dem Schluss, dass es das absolut wert war. Zudem bietet die Hollerei saisonale Sparmenüs an: Drei Gänge um 25 Euro exklusive Getränke. Lohnt sich durchaus! Dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit unter der Woche zum Mittagessen vorbei zu schauen. Auch hier finden sich immer wieder leckere vegane und vegetarische Gerichte auf der Karte, der Mittagsteller kommt auf nur 7,80 Euro oder 9,60 Euro mit Suppe oder Salat. Man sieht also auch hier: Es wird für (fast) jeden etwas geboten.

Fazit: Ein großartiges Lokal für alle, die es etwas schicker mögen, und alle, die mal etwas anderes ausprobieren wollen. Zudem das perfekte Lokal um einen Omnivoren zum Fleischverzicht zu bringen ohne große Propaganda und Bekehrung.

Bewertung: 8/10
Homepage: hollerei.at
1150 Wien, Hollergasse 9
Tel: 01/892 33 56

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Als Vegetarierin durch Brasilien: Teil 1 einer Versuchsreihe

„Wir müssen unbedingt zu Mercado Municipal“, meint meine Freundin Daniela in Sao Paulo und nimmt mich gleich an der Hand, „da gibt es ein riesiges Sandwich, das sehr bekannt ist.“…

„Wir müssen unbedingt zu Mercado Municipal“, meint meine Freundin Daniela in Sao Paulo und nimmt mich gleich an der Hand, „da gibt es ein riesiges Sandwich, das sehr bekannt ist.“ „Klar, warum nicht?“, denke ich und will noch fragen: „Das ist vegetarisch!?“ Ich hätte die Frage besser stellen sollen, denn natürlich blitzte dick und fett „Mortadella Sandwich“ von der Leuchttafel des Standes. Eine Geschichte, wie sie typisch ist für Brasilien. Nein, für ganz Südamerika – ich habe es ja nach neun Monaten in Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Argentinien und Uruguay vor zwei Jahren beinah vermutet . Manchmal ist es gar nicht so schön, recht zu haben…

Pizza auf dem Markt: Vorne mit Ruccola, hinten mit Palmita. Bild: Doris N.
Statt Fleisch-Sandwich gibt es Pizza auf dem Markt: Vorne mit Rucola, hinten mit Palmita.

Tatsächlich kann ich nach fast einer Woche in Brasilien sagen: Vegetarier haben es nicht einfach. (Veganer noch viel schwerer, aber das ist eine andere Geschichte.)

„Ich habe aber einige vegetarische Freunde – und die überleben“, versprach mir meine Freundin Cristiane, bei der ich in Rio de Janeiro untergekommen bin. Bei ihrer Familienfeier hoch über der Copacabana mit Blick aufs Meer und Zuckerhut konnte ich auch tatsächlich überleben. Wenn bloß mit Salat und Co, denn das Familienrezept eines Fisch-Kuchens war nicht ganz im Sinn einer Vegetarierin. Auch wenn es verdammt gut ausgesehen hat, wie ich gestehen muss. Doch mit Bohnen, Reis, Grünzeug und Käse kommt man hier schon weiter.

Familienbuffet: Einiges davon ist sogar für VegetarierInnen essbar. Bild: Doris N.
Familienbuffet: Einiges davon ist sogar für VegetarierInnen essbar.

Meine Rettung: Wie gut, dass in Brasilien überall in den Städten Kilo-Restaurants Furore gemacht haben. Da lädt man sich einfach alles, was man vom Buffet mag, auf den Teller und zahlt das, was man isst. Abgewogen. Je nach Kilo. Klar, es gibt auch hier vorwiegend Fleisch… aber auch Palmita, Manjioka (Maniok in jeder Form), Polenta oder Reisbällchen. Und natürlich die schön leichten, ähm, in Fett herausgebratenen oder frittierten Pasteles. Wer Glück hat, erwischt eines mit Käse – oder lässt sich von Freunden beraten. Beschriftet ist alles bloß in Portugiesisch. Wer Spanisch spricht wie ich (naja, okay, ansatzweise) hat einen klitzekleinen Vorteil.

Hoch über der Copacabana beim Familienessen mit Aussicht. Bild: Doris N.
Hoch über der Copacabana beim Familienessen mit Aussicht.

Fazit einer Woche: Vegetarier haben es nicht einfach – aber ich werde überleben. Vor allem, wenn ich mich weiterhin von Açaí mit Granola ernähre. Das Beste (und Teuerste, 13 Reals, fast vier Euro!) gibt es übrigens in Baby Lanches an der Copacabana. Ich heiße Doris und ich bin süchtig!

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Ein neuer Tag, eine neue Kolumne, eine neue Pizza. Im zweiten und vorerst letzten Teil meines veganen Pizzatests in Wien habe ich Pizza on Tour ausprobiert. Pizza on Tour Das weit…

Ein neuer Tag, eine neue Kolumne, eine neue Pizza. Im zweiten und vorerst letzten Teil meines veganen Pizzatests in Wien habe ich Pizza on Tour ausprobiert.

Pizza on Tour

Das weit entfernt von der Innenstadt in Wien 22 beheimatete Unternehmen „Pizza on Tour“ besteht schon seit über 30 Jahren und wächst beständig. Zu diesem Lieferdienst und der Lokalkette gehört nicht nur der Pizzakeller am Kaisermühlendamm, sondern auch das Cara Mia, Rossini’s – die älteste Pizzaria Wiens – und das Campanile, alle in Wien-Donaustadt und -Floridsdorf gelegen.

Was diese verschiedenen Filialen eint: Gute Pizza und ein Lieferdienst, bei dem man seit einigen Jahren auch vegane Pizzaoptionen bestellen kann. Schon vieles hatte ich darüber gehört. Aber wie das eben so ist, von den verschiedensten Meinungen – von sehr gut bis hin zu mittelmäßig und gar ungenießbar – war alles dabei, also war es an der Zeit, einmal endlich selbst zu testen.

An einem Samstagabend auf einer Geburtstagsparty von lieben Freunden war es dann soweit: Endlich mal Pizza on Tour! Da das Unternehmen nur in die Bezirke 2, 19, 20, 21 und 22 liefert (weitere Bezirke nur auf Anfrage/bei Großbestellungen) hat sich die Bestellung angeboten, denn wir befanden uns in 1220 Wien.

Zur Auswahl stehen bei den vegetarischen und veganen Optionen natürlich Klassiker wie Rucola, Toscana oder einfach Margherita welche preislich bei um die sieben Euro liegen. Extra Zutaten wie Mais oder Spinat kosten einen kleinen Aufpreis von 1,20 Euro mit zwei bis drei Zutaten kommt man also auf gute zehn Euro.

Nach rund einer halben Stunde kamen die runden Dinger und die Spannung stieg. Erstes großes Plus: Die Größe und der Belag waren mehr als ausreichend und bei knapp zehn Euro pro Pizza auch völlig in Ordnung, auf jeden Fall nicht zu wenig. Zudem kann man sich auf einen durchaus intensiven und eher dicklichen veganen Käse einstellen, der sicherlich nicht den Geschmack aller Pizzaliebhaber trifft. Mir persönlich hat gerade das aber sehr zugesagt, weil ich bei meinem letzten Pizzatest in der Casa Piccola für mein Empfinden zu wenig Käse auf der Pizza hatte.

Das Gemüse ist (wie meistens) natürlich nicht das frischeste aus dem Biogarten, aber durchaus in Ordnung. Da kann man es schlimmer erwischen. Für den Preis und das durchaus schnelle Lieferservice war ich zufrieden gestellt, gerade wenn man eine Sammelbestellung – zum Beispiel auf einer Party – macht, ist es sinnvoll, liefern zu lassen. Vorausgesetzt natürlich man befindet sich in einem der oben erwähnten Bezirke, was in meinem Fall nicht oft vorkommt.

Zu den diversen Filialen mit Sitzmöglichkeiten kann ich leider nichts sagen, da mir diese alle ein wenig zu weit weg liegen. Aber mein Fokus richtet sich hier auch auf den Lieferdienst, an dem wenig zu bemängeln ist.

Fazit: Eine willkommene Alternative für all diejenigen, die etwas weiter weg von der Wiener Innenstadt wohnen und Bock auf leckere und preiswerte vegane Pizza haben. Für alle anderen: Sucht euch Freunde, die in den Liefergebieten wohnen!

Pizza on Tour
1220 Wien, Bellegardegasse 2
Telefon: +43-1-2693157
Fax: +43-1-26931571

Bewertung: 8/10

 

Zu allen meinen bisher getesteten Lokalen muss man aber grundsätzlich sagen: Hier geht es keinesfalls um Ethik und vegane Lebenseinstellungen, sondern mehr um reine Geschäftsmodelle. Mich persönlich stört das zwar nicht, aber es bleibt zu hoffen, dass der Trend zu veganem Essen nicht abnimmt und die Pizzerias wieder auf ausschließlich konventionelles Essen umsteigen.

Nächstes Mal bei Völlerei: Endlich keine Pizza! Es wird hochpreisiger und fancy, ein Besuch im vegetarischen Restaurant „Hollerei“ steht an, mit einem Drei-Gänge-Menü. Lasst euch überraschen!

Bis dann, euer Florin

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Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen…

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen meines Alltags – veganes Essen, Konsumverhalten und urbanes Leben – drehen wird und wahrscheinlich noch vieles mehr, die Zeit wird es mir und euch zeigen. Ich freue mich über Kommentare und Tipps zu neuen Lokalen oder Geschäften die ich testen sollte. Ohne Austausch keine Entwicklung, oder so.

Alles auf Anfang

Im Gegensatz zum ersten Beitrag meiner Kolumne steht die „Pizzeria Casa Piccola“ nicht ganz am Anfang, im Gegenteil – seit über 30 Jahren existiert dieses Allround-Lokal direkt am Wiener Gürtel. Allerdings in diesen 30 Jahren mit nur wenig Angebot für Gäste, die auf tierleidfreies Essen wert legen, was sich jetzt durch den durchaus kritisch zu betrachtenden veganen Trend geändert hat, sehr zur Freude meinerseits. Schon einige Male bin ich am Weg zu diversen Gürtellokalen oder auch zu Freunden an dieser extrem zentral gelegenen Pizzeria (direkt am Hernalser Gürtel bei der U6 Station Alser Straße) vorbeigekommen, doch beachtet wurde sie von mir nie eingehend. Man kennt ja eigentlich von jeder ordentlich geführten italenischen Pizzeria die meist vegane Pizza Marinara, allerdings ohne Belag, nur mit Tomatensauce, Knoblauch und Gewürzen – auf Dauer ein wenig arm und fad am Teller. Die einzigen Ketten und Lokale, die noch vor einigen Jahren Pizza mit mehr Belag und Veggie-Pizzakäse anbieten waren entweder extrem schwer zu erreichen wenn man nicht gerade im 22. Bezirk wohnt (Pizza on Tour) oder haben mittlerweile zugesperrt (Pizza Pinocchio). Auf ein Angebot wie in dem von fleischlosen Lokalen verwöhnten Berlin, wo es das „Sifzy Veg“ gibt, eine rein vegane Pizzeria mit über 30 verschiedenen Sorten, die unglaublich gut sind, wird man in Wien noch etwas warten müssen. Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass der Besitzer der Casa-Piccola, Liang Hung Chiang, und sein Team an veganen Pizzavariationen mit pflanzlichem Pizzakäse feilen. Somit begab ich mich auf den Weg.

Die Pizzeria Casa Piccola

Als ich das Lokal betrat war ich erstmal überrascht. Erwartet hätte ich mir wohl ein abgefucktes, aber nettes Mini-Lokal – in der Tat ist es aber eine mittelgroße, modern eingerichtete Pizzeria. Die Speisekarte wurde sofort vom freundlichen und sehr kompetenten asiatischen Personal gereicht und gleich fällt die „grüne Seite“ ins Auge, auf der die veganen Pizzen und auch ein veganes indisches Curry aufgelistet sind. Zur Auswahl stehen die klassischen Sorten wie Margerita, aber auch Pizza Broccoli oder Pizza Ruccola. Auf Fleischersatz wie bei einer Pizza Salami wird aber verzichtet. Alles dafür mit Pizzakäse ohne Muh, Extra-Auflagen gibt es ab 50 Cent Aufpreis. Passt so. Ansonsten spezialisiert sich die Karte auf… Hm, alles. Von Pizza (eh klar), über Pasta, Schnitzel und asiatische Speisen gibt es für Omnivoren so ziemlich alles, was das fleischige Herz begehrt. Sicherlich nicht schlecht, für mich aber natürlich nicht relevant.

Trinken kam schnell und in einem auffällig geschwungenen Glas, auch mal was anderes. Aus dem Radio tönte der übliche Chartspop, war aber erträglich. Pizza kam nach Bestellung innerhalb von nicht mal 15 Minuten – gibt es auch nicht immer und ist positiv zu vermerken, auch wenn ich eigentlich nicht so viel Wert auf Schnelligkeit bei der Zubereitung lege. Bestellt hatte ich mir eine „Florentina“, einfach weil es meinem Namen so ähnelt und ich Lust auf Spinat und Mais und viiiel Knoblauch hatte. Die Pizza war durchschnittlich groß, also nicht übermäßig aber genau richtig, wie ich finde – 33 Zentimeter Durchmesser eben. Geschmeckt hat es dann auch. Der vegane Pizzakäse ist zwar nicht sehr dominant – äußerlich und auch im Geschmack -, das finde ich aber eigentlich ganz gut so. Habe dann leider vergessen auf welcher Basis der Käse gemacht wird oder ob er zum Beispiel von Wilmersburger gekauft wurde – sah aber sehr nach selbstgemacht mit Kartoffelstärke aus -, aber das wird nachgeholt, beim nächsten Mal. Belag war auch in Ordnung, dass man da nichts Frisches, sondern Mais aus der Dose bekommt, ist ja Standard und auch nicht anders zu erwarten. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit der Auswahl, es gibt aber noch sieben andere Sorten, die ich kosten möchte, mal sehen wie die so schmecken. Gezahlt wurde dann 12,70 für Pizza und ein großes Getränk, völlig in Ordnung, wie ich finde.

Fazit: Nettes Nichtraucher-Lokal, netter Service, angemessene Preise, zentral gelegen – hin da!

Bewertung: 8/10
Homepage: casa-piccola.at

Danke für die Aufmerksamkeit!

Bis dann, euer Florin

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Korsika J -98: Der Countdown läuft

J -6, noch sechs Tage also: Ganz Korsika fiebert der Tour de France entgegen, die am 29. Juni zum ersten Mal in der 100-jährigen Geschichte auf Napoleons Geburtsinsel stattfindet. Ganz…

J -6, noch sechs Tage also: Ganz Korsika fiebert der Tour de France entgegen, die am 29. Juni zum ersten Mal in der 100-jährigen Geschichte auf Napoleons Geburtsinsel stattfindet. Ganz Korsika? Fast. Nur für das kleine Künstlerdorf Pigna in den Bergen der südlichen Region Balagne läuft ein anderer Countdown: J -98 nämlich, denn Ende September verlässt Olympe Ricco ihr Restaurant „U Palazzu Pigna“ Richtung Los Angeles. Wären wir im Comic „Asterix auf Korsika“, das schon vor Jahrzehnten die stolzen Korsen und ihre Insel so treffend gezeichnet hat, könnte diese Geschichte nicht anders starten.

„Sie ist eine Entdeckung!“ „Die ist genial!“ „Was für eine Persönlichkeit!“ Unsere Lobeshymnen werden immer lauter, während Olympe, zweifache Mutter und seit 3 Jahren Mieterin des Lokals „U Palazzu Pigna“ zuerst unseren Tisch liebevoll deckt, um dann mit Händen und Füßen gestikulierend das Menü zu erklären.

Tischlein deck´dich - nein, Olympe deckt dich. Foto: Doris

Tischlein deck´dich – nein, Olympe deckt dich. Foto: Doris

Ungeschminkt, mit Leggings und Baby Doll-Kleidchen gekleidet, würde man nie vermuten, dass die Mittdreißigerin (ja, so alt wie ich, Hilfe!) nicht nur in einem 5-Sterne-Hotel aufgewachsen ist, sondern ihre Kindheit in der Hafenstadt Calvi mit Laetitia Casta und anderen Kindern aus reichem Haus verbracht hat. Jetzt ist sie selbst ein Star, auch wenn sie sich alles Andere als ein eben solcher benimmt.

Olympe gestikuliert mit Händen und Füßen. Typisch korsisch eben. Foto: Doris

Olympe gestikuliert mit Händen und Füßen. Typisch korsisch eben. Foto: Doris

Es ist ein Gesamtkonzept, das die leidenschaftliche Köchin, Genießerin und Kommunikatorin im Künstlerort Pigna geschaffen hat. Ein Paradies für alle, die das Echte und Außergewöhnliche lieben. Vor drei Jahren hat sie mit ihrem Mann, einem Ökonomen, das Restaurant neben dem kleinen, feinen Hotel U Palazzu Pigna gemietet, den etwas düster wirkenden steinernen Innenraum mit einem Sammelsurium von Flohmärkten und Antiquitäten liebevoll dekoriert und ein Menü kreiert, das aus den besten Zutaten lokaler Produktion stammt: Der Bruder fängt den Fisch frisch aus dem Meer, das Gemüse wird im Garten nebenan geerntet, der Bio-Wein kommt vom Gut ihres Cousins und den korsischen Nationalkäse Brocciu aus Schaf- und Ziegenmilch macht die Nachbarin. Qualität, die wir uns dann buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen können!

Köstliches zur Einstimmung, Foto: Doris

Köstliches zur Einstimmung, Foto: Doris

Und weil das Auge mit isst, werden die Köstlichkeiten – zubereitet vom spanischen Koch – auch im Gastgarten serviert. Spätestens beim dessen Anblick hat dann Olympe wohl selbst die Härtesten und Coolsten für sich erobert:

Der Garten - einfach dort bleiben wollen! Foto: Doris

Der Garten – einfach dort bleiben wollen! Foto: Doris

Seit einiger Zeit gibt es im „U Palazzu Pigna“ allerdings einen etwas bitteren Nachgeschmack – den des Abschiednehmens nämlich. Ende September, in 98 Tagen, geht Olympe mit ihrer Familie nach Los Angeles und eröffnet nahe Santa Monica das erste korsische Restaurant, das „Napoleon & Josephine“. Es trifft sich gut, dass ihr Mann in den Staaten einen Universitätsplatz bekommen hat, denn im jetzigen Restaurant könnten Olympe und ihr Team nicht bleiben. Der Besitzer hat jemanden gefunden, der mehr für die Lokalität zahlt.

Das Menü ist so bunt, echt und ausgefallen wie Olympe selbst. Foto: Doris

Das Menü ist so bunt, echt und ausgefallen wie Olympe selbst. Foto: Doris

Los Angeles darf sich auf einen echten kulinarischen Schatz freuen: Olympe, die ihrem viel versprechenden Namen alle Ehre macht, behält nämlich das Grundkonzept von „U Palazzo Pigna“ auch in der Stadt der Engel bei. Freunde suchen schon jetzt passende  Flohmarkt-Fundstücke, die Napoleon und seiner ersten Gattin entsprechen, die Lieferanten für die korsischen Qualitätszutaten sind mit an Bord, der spanische Koch soll ebenfalls mit und sich selbst bleibt Olympe ohnehin treu. Denn auch wenn gut meinende Berater gesagt haben, sie müsse ihre Gerichte amerikanisieren und die Portionen vergrößern – „ich riskiere es, so zu machen, wie ich möchte“, erklärt die stolze Korsin und lässt ihre Leidenschaft für den Genuss einmal mehr durchklingen. Besonders groß ist das Risiko wohl nicht: Nicht nur, weil wohl aufgrund ihrer Herkunft der finanzielle Druck gering sein dürfte. Vor allem aber, weil sich Echtheit und Glaube an das, was man tut, immer bezahlt macht.

Einmal posieren bitte: Olympe vor der Dessert-Pause. Foto: Doris

Einmal posieren bitte: Olympe vor der Dessert-Pause. Foto: Doris

Wie im Flug vergeht die Zeit mit Geplauder, gutem Essen und Trinken: Dreieinhalb Stunden später müssen wir notgedrungen Olympe und ihr Restaurant verlassen. Wir haben – leider – noch anderes Programm vor uns. „Beim letzten Mal sind wir erst um 3.00 morgens hinaus gekommen“, meint unser Guide Stéphane mit einem Seufzer – zum ersten Mal in den drei Tagen unseres Zusammenseins hatte er ein Leuchten in den Augen. Wer keine weiteren Pläne hat, kann es ihm gleich tun und dann in Pigna in der Casa Musical übernachten, einem entzückenden – und ziemlich preiswerten – Hotel im Dorf, in dem ab und an auch Konzerte stattfinden. Wie gesagt: Ihr habt noch 98 Tage…

Restaurant – Bistrot – Terrasse panoramique U Palazzu Pigna, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Hotel, das unabhängig davon gleich nebenan existiert. Internet-Adresse gibt es keine, dafür eine Telefonnummer (0495 35 16 47) und Olympes Email: olympericco@gmail.com

Preise: Vorspeisen ab 10 Euro; Kuchen-Pause ab 7 Euro. Klingt jetzt viel, ist aber für Korsika, die Qualität und Quantität durchaus angemessen.

Die beste Reisezeit für Korsika sind Mai bis Juni und September; August sollte man aufgrund der Hauptferienzeit tunlichst vermeiden. Für Olympe würde ich aber jederzeit einen Besuch „riskieren“.Offenlegung: Danke an Atout France, Tourismusverband Corsika, NIKI Luftfahrt, Air Corsica & Accor-Hotels für die Einladung zur Pressereise. Die Meinungen und Ansichten in der Geschichte bleiben wie immer meine Eigenen.

5 Kommentare zu Korsika J -98: Der Countdown läuft

Oh, such a perfect (Scottish) day out…

„Sustainability on the plate“, so leuchtet es mir im Eingangsbereich des „Formatine’s. Shop & Eatery“ entgegen. Nach allem, was ich über das Restaurant – Oder wie soll ich es sonst beschreiben?…

„Sustainability on the plate“, so leuchtet es mir im Eingangsbereich des „Formatine’s. Shop & Eatery“ entgegen. Nach allem, was ich über das Restaurant – Oder wie soll ich es sonst beschreiben? – gehört habe, scheint das gut zu passen. Regional Produziertes, Ökologisches und qualitativ Hochwertiges kommt hier auf die Teller; im angrenzenden Shop werden diese und ähnliche Produkte verkauft und im umliegenden Wald mit dem See können sich Kinder und Erwachsene austoben. Kurz: Der ideale Ort für „a perfect Scottish day out“ für die ganze Familie. Einfach, simpel, funktioniert!

Und wie es funktioniert! „Diesen Dienstag feiern wir unser einjähriges Bestehen.“, erzählt mir John Cooper, der Geschäftsgründer und Ideengeber, während wir über die Wege des Walds schlendern. Ein Jahr, in dem sie vor lauter Erfolg kaum dazu kommen, ihre Pläne umzusetzen: An den Wochenenden kommen zwischen 600 und 700 Menschen aufs Gelände, täglich stehen die Leute Schlange am Buffet – reine Mundpropaganda – , das Unternehmen wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und statt der anfänglich Handvoll Mitarbeiter gibt es jetzt 32, die sich um den Restaurant- und Shopbetrieb kümmern. Von den rund 809.000 Quadratmeter Land ganz zu schweigen: Da kümmert sich John selbst noch größtenteils im Alleingang um die Wege, Holzschaukeln und Zäune. Bloß ab und an mietet er Forstpersonal dazu.

„Wenn du etwas riskierst, dann gleich voll und ganz.“, antwortet der gebürtige Engländer aus Devon auf meine Frage, ob er anfangs Angst vor dem Scheitern hatte. Keine 20 Monate ist es her, dass die Bagger hier auf dem Grundstück, das niemand Geringerem als Lord und Lady Aberdeen gehört, zum ersten Mal tätig wurden. Sechs Monate später waren Schutt und Dreck vom Platz, den die Schotten gerne als Mülldeponie genutzt hatten, weggeräumt und das jetzige Formatine’s Gebäude errichtet. Ein Null-Emissions und autarkes Haus ist es, erbaut aus Materialien aus der Region. Die Energie kommt zu 100 Prozent von den Windmühlen der Region; aus dem Abfall, der im Restaurant produziert wird, werden täglich 15 Liter heißes Wasser gewonnen, organischer Mist wird eigens abgebaut. „Wir kommen mit einem kleinen Eimer Abfall pro Woche aus.“, erklärt mir John stolz, der seit 25 Jahren in Schottland wohnt und mit seiner Räucherfabrik ein zweites erfolgreiches Standbein hat. Selbst die Steine an der Außenwand stammen von den alten Mauern, die hier auf dem Grundstück standen und dementsprechend recycelt wurden.

Formatines ein null-Emissionshaus. Foto: Doris

Formatine’s, ein null-Emissionshaus bei schottischem Regenwetter.

Bei Formatine’s hat sich jemand etwas gedacht, keine Frage! Der Meinung war wohl schon Lord Aberdeen, als er zum ersten Mal von Johns Plänen gehört hat. Statt Land dafür an Cooper, der für ihn schon zuvor als Caterer tätig war, abzugeben, wurde der Großgrundbesitzer zum Businesspartner. Sicher nicht zum Schaden von Formatine’s, werden doch dort auch Produkte aus den landwirtschaftlichen Betrieben des Lords verwendet.

Das Kulinarische wird zubereitet von einem Küchenchef, der mehrfach ausgezeichnet wurde und „günstiger als auf dem Flughafen“: Wenn John vom Essen und den Zutaten spricht, ist unüberhörbar, dass er selbst gerne in der Küche steht und ein Catering betrieben hat. Aber er ist nicht der Einzige, der schwärmt: Das frittierte Risotto mit roten Zwiebeln und Lauch samt Walnuss-Mohn-Salat (Kosten: 8,50 Pfund), das ich zu Mittag genieße, war jedenfalls ein Hit. Genauso wie der Kaffee, der in Glasgow eigens für das Restaurant geröstet wird.

Risotto fritter - ein Gesamtkunstwerk. Foto: Doris

Risotto fritter – ein Gesamtkunstwerk.

Meiner Meinung sind offensichtlich auch die Gäste, bisher vor allem Schotten, die nicht nur aus der Umgebung kommen, sondern schon einmal drei bis vier Stunden Autofahrt auf sich nehmen, nur um im Formatine’s zu essen, durch die Wälder zu spazieren und vielleicht den einen oder anderen Otter, ungewöhnlichen Schmetterling oder ein Eichhörnchen zu entdecken. Oder um vom Formatine’s, das nur zwanzig Minuten von Aberdeen entfernt ist, einen Ausflug in die Region zu starten. Letzteres steht jedenfalls bei mir auf dem Programm und John empfiehlt mir gleich mal seine Lieblingsorte, wie Pennan, ein Fischerdörfchen, in dem er selbst als passionierter Surfer gerne seiner Leidenschaft nachkommt. Oder Rattray, wo um einen Loch wilde Pferde angesiedelt sind (mir haben sie sich leider nicht gezeigt). Oder die Orte Newburgh oder Cruden Bay, aus denen einige der bei ihm kaufbaren Produkte stammen.

Das ist übrigens – neben der Errichtung einer Zip-Line, zusätzlichen Wanderwegen oder Schaukochen – ein weiterer von Johns vielen Pläne, für die irgendwann vermutlich auch Zeit ist: Gemeinsam mit einigen anderen Tourismusanbietern möchte er Aberdeenshire und die Produkte in der Region bekannter machen. Deshalb soll in Kürze im Formatine’s mehr zur Küstenregion und der engen Nachbarschaft zu erfahren sein – schließlich kann sich ja der Chef nicht an jeden Tisch setzen und so wie mir seine Tipps zu einer Fortsetzung des „perfect Scottish day out“ geben.

 

Formatine’s Öffnungszeiten: Täglich von 9.30 bis 17.30, Website, Facebook

Die (Küsten-)Runde von Aberdeen via Tarves – Pennan – Fraserburgh – Peterhead – Newburgh dauert ca. drei bis vier Stunden, je nachdem, wie viele Foto- und Entdeckerstops eingelegt werden.

Offenlegung: Danke an VisitScotland, die mir ein Auto zu Verfügung gestellt haben, um Schottland zu erkunden.

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Wo es sich in Paris vegan schlemmen lässt!

Linda bloggt auf „V“eltenbummler – Vegan verreisen über eben dieses Thema. Sie möchte dabei zeigen, dass vegan zu leben keinesfalls mit Verzicht gleichzusetzen ist, auch wenn es gerade unterwegs nicht immer…

Linda bloggt auf „V“eltenbummler – Vegan verreisen über eben dieses Thema. Sie möchte dabei zeigen, dass vegan zu leben keinesfalls mit Verzicht gleichzusetzen ist, auch wenn es gerade unterwegs nicht immer einfach ist, etwas Essbares zu finden. Damit das für Paris nicht mehr gilt, hat sie sich durch die französische Hauptstadt gebloggt und geschlemmt. Bitteschön, ein Gastbeitrag: 

Linda hat sich durch Paris geschlemmt. Foto: Linda Sabin

Wenn man sich vegetarisch oder vegan ernähren möchte (und sei es nur ab und zu) bietet es sich in Paris an, spezielle Restaurants aufzusuchen. Denn spezielle Kundenwünsche oder gar leichte Veränderungen eines Gerichts, das auf der Karte steht, kommen gar nicht gut an. Die Franzosen empfinden dies wahrscheinlich als Kritik an der guten französischen Küche. Leider gibt es in normalen Straßencafes nicht mal Sojamilch für den Kaffee. Aber es gibt überraschenderweise sehr viele vegetarische und vegane Locations in Paris. Einige davon habe ich persönlich bereits besucht und kann sie nur empfehlen. Vegan heißt auf französisch übrigens végétalien(ne) oder einfach végan.

Sol Semilla (früher: Voy Alimento)

Komplett veganes Restaurant, die Speisekarte hängt als Tafel an der Wand. Da man uns nicht auf englisch bedienen konnte, und ich nicht alle Begriffe übersetzen konnte, haben wir einfach nur das Tagesgericht (le plat du jour) bestellt – wir wussten ja schließlich, dass es vegan ist und ansonsten ließen wir uns überraschen. Geschmeckt hat es sehr lecker, es war vollwertig und hinterher gab es noch vegane “Milch”shakes.

Voy Alimento, das Tagesgericht. Foto: Linda Sabin

Milchshakes - so sehen sie für VeganerInnen aus. Foto: Linda Sabin

Soya

Ein sehr gutes vegetarisches Restaurant mit rein französischer Speisekarte. Die Bedienung ist superfreundlich und spricht zum Glück fließend englisch. Das Essen war der Hammer. Es gab Couscous mit Gemüse, Cashews und Rosinen, dazu wirklich lecker gewürzten, panierten Tofu und als Nachtisch Verrine au tofu soyeux, eine Creme im Glas aus Seidentofu und grünem Tee.

Restaurant Soya in Paris. Foto: Linda Sabin

Köstliches Hauptgericht im Soya. Foto: Linda Sabin

Dessert im Soya. Foto: Linda Sabin

Le Grenier de Notre-Dame

Das kleine idyllische Restaurant in der Nähe der Cathedrale de Notre-Dame bietet vegetarische und vegane Vollwert-Küche an. Außerdem zu empfehlen ist die hausgemachte Limonade. Ich durfte die herzhafte Linsensuppe probieren und den gemischten Teller mit Tofu und Seitan.

Le Grenier de Notre Dame. Foto: Linda Sabin

Schlemmen auf veganisch im Le Grenier de Notre Dame. Foto: Linda Sabin

Linsensuppe im Le Grenier de Notre Dame. Foto: Linda Sabin

Vegan Folie’s

Kleiner 100 Prozent veganer Cupcake-Laden, angeboten werden süße und salzige Cupcakes, außerdem Brownies und Cheesecake. Die Zutaten sind außerdem zu 100 Prozent bio. Süß finde ich die witzigen Namen der Cupcakes wie Choc Norris, John Lemon usw.

Der Laden Vegan Folie´s. Foto: Linda Sabin

Salzige Cupcake-Weltreise.Foto: Linda Sabin

Gentle Gourmet Café

Im Gentle Gourmet Café war ich selbst noch nicht, da es während meines letzten Paris-Aufenthalts noch nicht eröffnet hatte. Dafür habe ich damals eine Woche lang im Gentle Gourmet Bed & Breakfast gewohnt und kam dadurch sehr oft in den Genuss von Deborah Brown-Pivains Kochkünsten. Das B&B hat mittlerweile zu Gunsten des Restaurants geschlossen. Daher empfehle ich, in der Nähe des Restaurants eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und dann im Gentle Gourmet Café zu frühstücken. Frühstück ist an allen sieben Tagen die Woche möglich.

Kartoffelpfannkuchen. Foto: Linda Sabin

Weitere vegane und vegetarische Restaurant-Tipps kann man hier bei Happy Cow finden.

Ebenfalls lohnenswert für eine Reise ist der Paris Vegan Day, der seit 2009 stattfindet. Dieser wird von den Gentle Gourmet-Verantwortlichen organisiert und durchgeführt. Dadurch soll das Thema Veganismus in Frankreich bekannter gemacht werden. Es gibt Stände von LUSH, PETA usw. und meistens ein Showkochen oder es werden Kochkurse angeboten. Die gleichen Organisatoren haben nun bereits zwei Mal zur veganen Silvesterparty auf einem Schiff auf der Seine eingeladen, in 2011 und 2012. Das angebotene Essen ist zu 100 Prozent vegan und größtenteils auch bio. Für etwas mehr als 100 Euro ist man mit dabei.

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