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Schlagwort: Recycling

Tübingen – Studieren in Grün oder: Was die jüngste Stadt Deutschlands so besonders macht

„Diebenga isch ja so schee!“ – ein Satz, den ich während meines Studiums immer wieder von Nicht-Tübingern gehört habe. Lange Zeit habe ich mich gefragt, was an Tübingen eigentlich so…

„Diebenga isch ja so schee!“ – ein Satz, den ich während meines Studiums immer wieder von Nicht-Tübingern gehört habe. Lange Zeit habe ich mich gefragt, was an Tübingen eigentlich so schön sein soll, denn ich verband mit der Stadt immer hartes Studium, Einbahnstraßen und besetzte Hippiehäuser. In den Semesterferien wehten die Steppenhexen durch die Innenstadt, weil alle Studenten zu ihren Eltern gefahren waren. Ich, deren Eltern ab dem zweiten Semester im Ausland lebten, war gefühlt der einzige Mensch. Der Mensch, dessen Schritte einsam durch die kopfsteingepflasterte Altstadt hallten. Tübingen – von meinen Freunden und mir liebevoll Trübingen genannt – dieses grauenvoll langweilige Tor zur Albhölle. Wir fragten uns, warum wir nicht hip sein konnten und bereuten, dass wir uns aufgrund unserer postabiturialen Abnabelungsproblematik nicht vernünftigerweise in Berlin, Hamburg, München oder einer anderen coolen Stadt beworben hatten. Stattdessen wollten wir lieber in erreichbarer Nähe des Elternhauses bleiben und saßen somit in diesem schwäbischen Kehrwochenprovinzkaff fest, in dem man resignierend dankbar klatschte, weil irgendwann ein H&M eröffnete. Wir saßen in dieser Stadt, die durch ausländische Studenten, die in riesigen steinernen Vagina-Skulpturen hängen bleiben, in die internationalen Medien gelangt war.

Neckarfront. Foto: Werner Arnold

Nachdem ich mit dem Studium endlich fertig und somit aus Tübingen weggezogen war, fing ich aus unerklärlichen Gründen plötzlich an, diese Stadt zu vermissen. Ich vermisste es, im Sommer auf der Neckarmauer zu sitzen und ein Eis der besten Eisdiele Tübingens zu essen. Nachts im Stocherkahn – und Stocherkähne gibt es nur in Tübingen – zu liegen, dabei die Sterne zu beobachten, den leisen Wellen des Neckars zu lauschen und einfach mit Freunden durch die Nacht zu quatschen. Mir fehlte, schnell und sicher mit dem Fahrrad zu Kommilitonen zu fahren. Völlig problemlos. Na ja gut, völlig ist übertrieben – immerhin hat Tübingen auch durch seine Hügel einen gewissen Bekanntheitsgrad auf Youtube erlangt (Stichwort: Tübingen, warum bist du so hügelig). Vielleicht lag es auch daran, dass ich durch einen Zufall nun wirklich auf der Alb gelandet war, sprich: das Tor zur „Albhölle“ hatte ich durchschritten. Trotzdem begann ich langsam zu verstehen, was an Tübingen „so schee“ ist und warum man auf der Alb meinte, ich käme aus der „Ökostadt“…

Die Neckarmauer

Tübingen liegt 35 Kilometer südlich von Stuttgart und hat rund 85.000 Einwohner, deren Altersdurchschnitt mit 39 Jahren der niedrigste in ganz Deutschland ist. An der Uni Tübingen gibt es fast 30.000 Studenten aller Fachrichtungen, die sich im Sommer in den Cafés der Stadt tummeln. Zwar befand sich Tübingen im Jahr 2013 auf Rang 6 der teuersten Städte Deutschlands, was die Mietpreise betrifft. Die Stadt hat aber dennoch einiges vorzuweisen, was sie für junge Menschen attraktiv macht. Hierzu gehört beispielsweise die gute Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel, was unter anderem der Arbeit des Oberbürgermeisters Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), der dazu steht, ein „Öko-Spießer“ zu sein, zu verdanken ist. Da dieser aber nur der OB Tübingens und nicht derjenige der angrenzenden Städte ist, hört die gute Infrastruktur leider mit dem Ortsschild auf. Will man aus Tübingen raus, braucht man Zeit und gute Nerven. Ich spreche aus Erfahrung, ich bin immerhin drei Jahre gependelt. Aber das empfindet natürlich jeder anders.

Autos kommen nicht weit

Das Französische Viertel wurde vom Spiegel unlängst als grüne Hölle bezeichnet. Ja genau, das Französische Viertel, wo gutsituierte Erstlings-Mütter zu ihrem handgewalkten Dinkelschrot-Brötchen Soja-Latte trinken, während ihre Kinder gut betreut untergebracht sind. Familienfreundlichkeit schreibt man in Tübingen groß. Immerhin hat die Stadt die höchste Betreuungsquote für Kleinkinder in Baden-Württemberg vorzuweisen. Die an moderne Wohnhäuser angrenzenden kontrastiven Wagenburgen prägen das Bild des Französischen Viertels. Studenten wohnen hier wenige. Die finden sich eher im Stadtteil Waldhäuser-Ost, kurz: WHO. Schön ist es dort allerdings nicht, außer wenn man die trist-grauen Hochhäuser nicht von außen betrachtet, sondern hineingeht und von dort die Aussicht über Tübingen genießt. In Anbetracht der Mietpreise sind diese Wohnblöcke allerdings für viele die einzige Möglichkeit, in Tübingen zu wohnen. Wer zum WHO mit dem Fahrrad fährt, ist natürlich schon ein fortgeschrittener Tübinger. Normale Menschen nehmen hier den Bus. Das Semesterticket ist ebenfalls bezahlbar, auch wenn es jedes Jahr teurer wird (2005: 35,10 Euro, 2015: 78,90 Euro). Dennoch, diese 13 Euro im Monat kann man verschmerzen.

Innenstadt. Foto: Werner Arnold

Als Autofahrer kommt man in Tübingen ohnehin nicht weit. Als Fahrradfahrer hat man es umso leichter. Beim Fahrradklima-Test 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) landet Tübingen in der Gruppe von Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern landesweit auf dem ersten Platz der fahrradfreundlichsten Städte. Bundesweit steht die Stadt auf Rang sechs von 100 Städten ähnlicher Größe. Und so habe sogar ich, als beispiellose Repräsentantin der schwäbischen Liebe zum Automobil, mir in Tübingen ein Fahrrad zugelegt. Und dann nochmal eines. Und nochmal eines. Denn hier kommen Fahrräder leider auch mal abhanden. Meine wurden beide aus einer verschlossenen Tiefgarage gestohlen. Aber in Tübingen ist man da nicht so. Man gibt ja gerne! Das zeigt sich auch darin, dass man in Tübingen jederzeit kistenweise Sachen auf die Straße stellen kann. Versehen mit einem „Zu verschenken“ Zettel findet hier wirklich alles schnell neue Besitzer. Modernes Recycling. Verschenken statt wegwerfen. In keiner anderen Stadt habe ich das in so ausgeprägter Form erlebt.

Veni, vidi, vegi – ich kam, sah und… aß vegetarisch!

Aber zurück zum Fahrrad, mit dem ich locker in die Innenstadt komme, wo ich mich mit Freunden zum Kaffeetrinken treffen kann. Soja-Cappuccino versteht sich, denn in Tübingen haben Vegetarier und Veganer ein leichtes Leben. Mehrere Bioläden verteilen sich über die Stadt und auch vegane Cafés gibt es, wie beispielsweise das Vegi in der Kornhausstraße. Den besten veganen Hotdog bekommt man übrigens bis spät in die Nacht im Rock and Dog in der Mühlstraße. Daneben befindet sich der Imbiss Kasvis, welcher ausschließlich vegane Leckereien verkauft.

Rock and Dog, Mühlstraße. Foto: Patrick Rädler

Rock and Dog, Mühlstraße. Foto: Patrick Rädler

Das Tübinger Nachtleben bietet vor allem gemütliche Kneipen und Bars. Und unter uns: wer seine gekleiderkreiselten Prada-High-Heels präsentieren möchte, findet sicher im Top 10 in der Südstadt ein paar Claqueure.

Auch in Tübingen ist nicht alles im grünen Bereich: Die Affenversuche

2014 erlangte die Stadt durch einen Bericht bei Stern TV traurige Berühmtheit. Es war die Rede von barbarischen Versuchen an Rhesusaffen, die an drei Tübinger Instituten stattfinden. Untermauert wurde dieser Vorwurf durch Videoaufnahmen, die heimlich gedreht worden waren. Tübingen ist eine der letzten vier deutschen Städte, in denen diese Versuche noch durchgeführt werden. In allen anderen Städten wurden sie abgeschafft und von den Behörden wegen ihrer Grausamkeit verboten. Gerade eine Stadt, in der so viele Querulanten und Freidenker unterwegs sind, spürt die Konsequenzen. Einige Wochen nach der TV-Ausstrahlung zog ein großer Demonstrationszug mit 1.200 Teilnehmern durch die Stadt. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat hiernach das Max-Planck-Institut durchsuchen lassen. Der Verdacht: Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Wie die Sache ausgeht, ist ungewiss.

Tübingen erlebt sein blaues Wunder

Nichtsdestotrotz bleibt Tübingen in vielen Köpfen eine Ökostadt. „Tübingen macht blau“ lautet das Motto einer Klimaschutzkampagne, die 2008 von Boris Palmer ins Leben gerufen wurde. 10 % weniger CO2 bis 2010 war das Ziel und alle Bürgerinnen und Bürger sollten dabei helfen. Das Resultat sind 18 % weniger CO2 pro Kopf im Jahr 2013 gegenüber 2006, 10.000 Ökostrom-Kunden der Stadtwerke Tübingen, immer mehr Menschen, die Carsharing betreiben und vieles mehr. Das neue Ziel sind weitere 25 % bis 2022.

Die bunte Mischung

Ich für meinen Teil finde Tübingen keinesfalls grün. Für mich ist Tübingen bunt. Ob Hippies, Snobs, Punks, Hipster, Akademiker, Nerds oder Dinkelschrotmütter, in keiner anderen Stadt sind mir so unterschiedliche Menschen begegnet, die trotzdem ein Miteinander geschaffen haben, in dem sich jeder wohl fühlt. Und welcher andere Oberbürgermeister führt seinen Wahlkampf schon vor Ort beim Wähler in einer Studenten-WG?

Neckarfront

Ich freue mich jedenfalls auf den Sommer und auf ein Eis, das ich dann auf der Neckarmauer sitzend genießen kann, während zu meinen Füßen die Stocherkähne über das Wasser fahren. Im Winter komme ich dann nochmal, zur chocolART – Deutschlands größtem Schokoladenfestival. Natürlich nur, wenn die Witterung zulässt, dass es die Postkutsche von der Alb nach Tübingen schafft.
Die darf ja auch in die Umweltzonen.

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Trash-Art – Wie aus Müll Einzigartiges wird

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu…

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu ihrer Berufung gemacht. Wo ich mich noch gefragt habe, was man denn aus Besteck oder alten Waschbrettern noch machen könnte, werden hier selbst aus DDR-Schätzen noch Unikate gefertigt. Die Auswahl ist schier grenzenlos, denn die beiden Kreativen scheuen keine Herausforderung.

Der Begriff „Trash-Art“ wurde erstmals in der bildenden Kunst etabliert und von Künstlern benutzt, die aus dem Abfall von billigen Massenprodukten und Müll einzigartige Collagen und Skulpturen bauten. Heute fließen die vielen unterschiedlichen Begriffe ineinander, Trash-Art kann im weitesten Sinne auch als Upcycling bezeichnet werden, wenn der verwendete Müll in der Verarbeitung aufgewertet wird.

Bei einem kurzen Interview hatte ich die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen blicken zu dürfen, für ein persönliches Treffen war schlicht die Entfernung zu groß. Die Leidenschaft für Trash-Art, also die Kunst aus Müll etwas Neues und Nützliches zu machen, entwickelte sich bei beiden schon im Kindesalter. Alles, was andere wegwerfen wollten, wurde gesammelt. Die Affinität zu alten Häusern oder Fabriken, die zum Abriss freigegeben wurden, das Abblättern von Farbe und all die kleinen Details, die so ein altes Gemäuer ausmachen, all das spielt hier zusammen. Der Wegwerfgesellschaft trotzend wird so gut wie alles verwertet, was sie in die Finger bekommen.

Memoboard

Die Produkte

Bei einem Blick auf die Produkte bin ich, da ich ja selbst Upcyclerin bin, bei jedem einzelnen Stück mehr und mehr über die Machart und das einzigartige Design erstaunt. Der DaWanda-Shop der beiden beinhaltet nicht nur unglaubliche Lampen und Schlüsselbretter, sondern auch Dinge aus Emaille, für Küche, Bad und Wohnen, Dinge aus Glas, Schallplatten und Spitze. Selbst vor der Fotografie und alten Bildern wird nicht Halt gemacht. Dabei empfinde ich die Preise als höchst angemessen, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei und fündig wird man auf alle Fälle, wenn man eine Leidenschaft für Antikes und Altes hat. Mein persönlicher Favorit sind die Memoboards.

Mein Fazit

Die beiden Künstler aus Leipzig haben es mit ihrer Müll-Kunst meiner Meinung nach geschafft, den Begriff Upcycling auf eine ganz neue Stufe zu heben. Während andere noch grübeln, wird hier schon gearbeitet. Seit Februar 2013 sind sie auf Facebook und DaWanda mit einer eigenen Seite beziehungsweise einem eigenem Shop vertreten. Eines ist sicher, mich haben sie als dauerhaften Fan und Kunden schon gewonnen! Falls ihr nun neugierig geworden seid, freuen sich die beiden Leipziger sicherlich über einen Besuch auf ihrer Seite.

Habt ihr denn schon einmal versucht, aus Müll etwas Neues zu basteln? Sind euch Taschen aus Tetra-Paks ein Begriff? Für einen Geldbeutel findet ihr hier eine passende Anleitung. Ich habe mich von Thomas und Jany inspirieren lassen und eine solche Tasche als nächstes Projekt in Planung.

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front food: Fast Food-Restaurant des 21. Jahrhunderts in Linz

Mitte November eröffnete in Linz, in der Pfarrgasse 20, das Fast Food-Restaurant front food. Auf der Speisekarte finden wir das, was wir in einem Schnellrestaurant erwarten: Burger, Nuggets, Pommes, Muffins…

Mitte November eröffnete in Linz, in der Pfarrgasse 20, das Fast Food-Restaurant front food.

front food © victoria

Auf der Speisekarte finden wir das, was wir in einem Schnellrestaurant erwarten: Burger, Nuggets, Pommes, Muffins und Ähnliches. Die Unterschiede zu allen anderen Fast Food-Restaurants in dieser Stadt – die Speisen sind bio, fair und rein pflanzlich, das Verpackungsmaterial hundertprozentig kompostierbar und alle Angestellten bekommen den gleichen Lohn. Ein Restaurantkonzept ohne Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur, mit viel Innovation und Kreativität für einen zeitgemäßen und nachhaltigen Genuss im 21. Jahrhundert.

front food © victoria

Neben Speisen und Getränken zum Mitnehmen lädt die helle und sehr ansprechende Innenausstattung zum Verweilen ein, mit Steckdose an jedem Sitzplatz, kostenlosem Internetzugang und angenehm großen Tischen entsteht hier Raum zum Arbeiten oder für eine ausgedehnte Pause. Gratulation also an front food-Gründer Bernhard Falkner, der gemeinsam mit seinem Team dieses erstaunliche Projekt realisierte und Linz dadurch kulinarisch bereichert. Am Eröffnungstag nutzten viele die erste Gelegenheit für Burger und ähnliche Köstlichkeiten aus dem front food, ich persönlich wurde von Chiiesy Burger, Pommes Frites, Nuggets und Cola satt und glücklich!

Begeistert dich dieses Konzept für ein Fast Food-Restaurant auch?

Die Website von front food lautet: www.frontfood.at

Auf Facebook folgen könnt ihr front food hier: www.facebook.com/frontfood

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Das war die 1. MAKER WORLD – Messe rund ums Machen, Tüfteln und Gestalten!

Zum ersten Mal fand die MAKER WORLD statt, zum ersten Mal reiste ich ohne Mann und Kind ins Ausland und zum ersten Mal lernte ich Amateurfunker persönlich kennen! Ziemlich viele Premieren…

Zum ersten Mal fand die MAKER WORLD statt, zum ersten Mal reiste ich ohne Mann und Kind ins Ausland und zum ersten Mal lernte ich Amateurfunker persönlich kennen! Ziemlich viele Premieren für zwei Tage, aber beginnen wir diesen Messebericht mit Infos und Eindrücken hinter den Kulissen – doch erstmal einen Tag zuvor: Freitag. Die Anreise mit dem Auto war schon ein kleines Abenteuer, da wir fast zwei Stunden im Baustellen-Stau feststeckten und sich somit mein kompletter Zeitplan verschob. Anstatt mindestens vier Stunden vor Aufbauschluss am Gelände zu sein, halbierte sich diese Zeit. Doch dank meines Vaters und meiner Stiefmutter, die sich zum Glück die Zeit genommen und spontan einen Kurzurlaub eingeplant haben, um mir die Reise zur Messe zu ermöglichen, war der Aufbau meines Standes zum Glück noch in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Wir kamen bei der Halle zwei Stunden bevor sie geschlossen wurde an und mussten im Eiltempo aufbauen – ich war mehr als beeindruckt von der Größe, der Aufmachung und vor allem den anderen Ständen! Die Case Modder hatten ihren riesigen Bereich schon fertig aufgebaut und von meinem Stand aus hatte ich den perfekten Blick darauf. Mir gegenüber hatte sich Nadelstichs Kreativscheune aufgebaut und erntete meinen Neid und meine Anerkennung für die vielen tollen professionellen Näh-, Stick- und Plottermaschinen. Meine direkten Nachbarn waren die Pattern Company, zwei wirklich nette Damen mit denen ich Zeit hatte ein wenig zu tratschen. Zwei „alte Bekannte“, die ich von der Fair Cycle-Messe in München kannte, waren ebenfalls in meiner Nähe: Die WerkBox  und Nestbau Designstudio. Alles in allem war ich in einer Ecke, in die ich genau hinein passte: Zwischen Näherinnen und Maschinentechnikern. Am Freitag hatte ich Glück, den Aufbau meines Standes und des Workshop-Bereichs noch zu schaffen, denn Samstag war dafür keine Zeit mehr.

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Unser Hotelzimmer lag mitten in der malerischen Altstadt von Ravensburg und wer jemals diese wunderhübsche Stadt besucht hat, wird mir sicherlich zustimmen: Diese Stadt nennt sich nicht umsonst die „Stadt der Spiele“! Niedliche bunte Häuser mit nostalgischen, zum Teil bunten Fassaden und unterschiedlichsten Stilen reihten sich in engen, aber süßen Gassen aneinander. Leider hatte ich nicht die Zeit, die Stadt ausgiebig zu besichtigen, aber die wenigen Straßen, die ich sehen konnte, waren ein Traum und wären eine kleine Städtereise wert. Die Messe begann sowohl Samstag als auch Sonntag um neun Uhr und diese Uhrzeit nahmen die Besucher sehr genau. Punktgenau zur Eröffnung strömte ein gewaltiger Schwarm Menschen in die Halle und dieser Strom riss kaum ab. Bis auf kleine Zeitfenster von circa 15 Minuten zur Mittagszeit oder gegen Abend hin, war ein stetiger Besucherstrom zu verzeichnen. Insgesamt besuchten rund 17.000 Leute beide Messen! 

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Menschen jeden Alters, sowohl Deutsche, Österreicher, Schweizer, als auch Franzosen und englischsprachige Interessierte durfte ich an meinem Stand begrüßen. Es war zum Teil eine Herausforderung, sich zu verständigen. Zum Glück reichten meine Englisch-Kenntnisse aus, um die vielen Fragen rund um meine Produkte und Upcycling im Allgemeinen zu beantworten. Absolutes Highlight dieses Tages war der Auftritt der Funkenmarie, den ich zwar leider nur am Rande, aber doch mitbekommen habe. Eine Mischung aus fetziger Musik und dazu passenden Tanzbewegungen der Funkerin waren ein „elektrisierendes“ Erlebnis! Worüber ich mich auch sehr gefreut habe, war das rege Interesse an meinem Workshop. Ursprünglich hatte ich feste Zeiten eingeplant, doch das wurde schnell verworfen, da sich zu so unterschiedlichen Zeiten so viele Interessierte bei den Tischen versammelten, dass ich natürlich nicht nein sagen konnte. Es war ein Riesenspaß, denn nicht nur Kinder, sondern Besucher jeden Alters machten mit und das bis zum Schluss. Um 18 Uhr war für mich noch lange nicht Feierabend und so kam ich nach dem Abendessen und einem kurzen Telefonat mit meinem Mann über Skype im Hotel erst weit nach Mitternacht ins Bett.

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Am Sonntag sollte es genau so weitergehen. Schlag neun Uhr strömten die Leute herein und waren eifrig dabei, sich zu informieren und interessierte Gespräche zu führen. Mein Highlight dieses Tages war die Zeit zwischen elf und halb zwölf Uhr, als ich die Ehre hatte die „MAKER Kiste“ zu verschönern. Diese Kiste war ein Gemeinschaftsprojekt aller Aussteller die daran teilnehmen wollten. Eine simple Holzkiste ging von Stand zu Stand und jeder „Maker“ konnte sich darauf mit seiner individuellen Art verewigen. Trotz eifriger Vorbereitung hätte ich die Zeit von 30 Minuten beinahe gesprengt, aber man will es schließlich perfekt machen. Ein weiteres Highlight war ein kleiner Ausflug noch vor neun Uhr mit einem Amateurfunker der mich am Stand besuchen kam. Dank ihm konnte ich einen kleinen Blick auf die HAM RADIO werfen, die mindestens genau so faszinierend aufgebaut war wie die MAKER WORLD und ich bin froh, dass ich diesen Eindruck mit nach Hause nehmen durfte. 

Von den vielen kurzen Gesprächen, die ich mit meinen Ausstellerkollegen führen konnte, erfuhr ich, dass die gute Stimmung und das positive Feedback der Besucher nicht nur meinem Stand galten. Die anderen Workshops waren ebenfalls sehr beliebt und gut besucht, die Menschen interessierten sich sehr fürs „mitmachen“ und „selbst ausprobieren“, was uns alle sehr freute und auch motivierte in dem, was wir tun. Alles in allem habe ich weder gröbere Pannen, noch andere Unfälle mitbekommen und meiner Ansicht nach lief alles nach Plan. Eine Tatsache, die für die Premiere einer Messe wirklich für das Organisationsteam spricht! Am liebsten hätte ich mich zweigeteilt, damit ein Teil von mir sich die Messe als Besucher ansehen hätte können. Da ich alleine war, konnte ich nur einmal eine schnelle Runde machen und muss sagen: Es war traumhaft schön aufgebaut, die Stände waren ansprechend dekoriert und jeder präsentierte seine individuellen Produkte auf seine ganz eigene Weise. So erfüllte jeder Aussteller auf seine persönliche Art das Motto der Messe: Machen, Tüfteln, Gestalten und keine kreative Einschränkung! 

Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr und hoffe, dass ich wieder dabei sein kann, denn so eine Messe ist definitiv eine Reise wert! 

Wenn ihr nächstes Jahr auch dabei sein wollt, findet ihr hier alle Informationen dazu: maker-world.de

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Der meteorologische Frühling hat bereits begonnen. Die Tage werden wieder länger und auch die Sonne traut sich immer öfter heraus, ist allerdings noch nicht stark genug, um uns zu einem…

Der meteorologische Frühling hat bereits begonnen. Die Tage werden wieder länger und auch die Sonne traut sich immer öfter heraus, ist allerdings noch nicht stark genug, um uns zu einem ausgiebigen, Energie spendenden Sonnenbad zu verleiten. Also müssen wir uns die gerade nach dem Winter so notwendige neue Energie wohl oder übel von anderswoher holen. Zum Beispiel vom Ausmisten in unserem eigenen Zuhause. Klingt komisch, ist aber so.

Viele können das Wort „Frühjahrsputz“ nicht mehr hören und sind schon beim bloßen Gedanken daran komplett überfordert. Dabei ist es nur eine Frage der Herangehensweise, wie man aus der vermeintlich undankbaren Tätigkeit des Aufräumens etwas macht, das Freude bereitet und mehr Energie gibt, als es nimmt. Dabei muss weder sofort die ganze Wohnung auf einmal auf Vordermann gebracht werden, noch muss man sich sofort entscheiden, was mit nicht mehr benötigten Gegenständen passieren soll.

Wie kann so etwas konkret aussehen? Zuerst sucht ihr euch einen Raum aus, den ihr bearbeiten wollt. Ob Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Küche oder Abstellkammer ist ganz egal. Die Hauptsache ist, dass ihr die erste Aufräum-Aktion auf einen einzelnen Raum beschränkt. Falls ihr ein Mehrzweckzimmer habt, könnt ihr auch einfach einen Teilbereich dieses Zimmers auswählen.

Dann stellt ihr drei große Kisten bereit:

– In der ersten Kiste werden alle Gegenstände „zwischengeparkt“, für die ihr im Moment des Entrümpelns zwar keine Verwendung mehr habt, bei denen ihr aber noch nicht wisst, ob ihr euch wirklich davon trennen könnt.

– In die zweite Kiste kommen Dinge, von denen ihr euch definitiv trennen wollt, und zwar unabhängig davon, was letzten Endes damit passieren soll. Darum kümmert ihr euch später.

– In der dritten Kiste werden alle Sachen gesammelt, die ihr behalten möchtet und denen ihr in weiterer Folge dann aber auch wirklich einen neuen Standort beziehungsweise Verwendungszweck zuteilt. Wenn ihr euch bei der Kategorisierung nicht ganz sicher seid, packt das eine oder andere Teil vielleicht doch lieber in die erste Kiste.

Idealerweise räumt ihr alles aus den vorhandenen Regalen, Kästen und Fächern heraus und rückt Verschmutzungen mit Staubtuch und Putzmittel zu Leibe, bevor ihr die Gegenstände, die fix bei euch bleiben, wieder einräumt. Denn um etwas herum zu putzen ist immer aufwändiger und bei Weitem nicht so effektiv, also macht es lieber gleich anständig. Außerdem müsst ihr euch so zwangsläufig mit all euren Besitztümern beschäftigen und könnt feststellen, ob sie euch noch Energie geben und damit behalten werden sollten, oder ob sie euch nur die Luft zum Atmen nehmen. Denn genau das tun Dinge, die man nicht mehr schön findet, nicht mehr liebt, nicht mehr braucht und damit eigentlich auch nicht mehr besitzen sollte. Habt ihr alle fraglichen Gegenstände in die jeweiligen Kisten einsortiert, stellt sie beiseite.

Die erste Kiste lasst ihr am besten im Vorzimmer oder bei einem Eingang stehen, wo ihr sie gut und oft sehen könnt. Wegräumen gilt nicht, denn ihr wisst ja, wie es heißt: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Schaut sie nach einem bestimmten Zeitraum – einer Woche oder zwei – wieder gezielt durch. Bei manchen Dingen werdet ihr vielleicht draufkommen, dass ihr doch noch eine Verbindung dazu habt. Nehmt sie wieder heraus. Bei anderen werdet ihr feststellen, dass ihr auch gut ohne sie leben könnt. Die packt ihr in die zweite Kiste um.

Diese zweite Kiste könnt ihr euch direkt hernehmen und überlegen, was mit ihrem Inhalt passieren soll. Beispiele dafür, was ihr mit ungeliebten Gegenständen machen könnt, die ihr zwar loswerden wollt, die aber zu schade sind, um sie zu entsorgen, hat Sonja in ihrem Artikel „Gebrauchtes in Österreich weitergeben“ zusammengefasst. Für die dritte Kiste braucht man etwas Überwindung. Denn alles, was ihr nicht an einen ganz konkreten (sinnvollen!) Standort bringt, gehört höchstwahrscheinlich in eine der anderen beiden Kisten. Denkt noch einmal darüber nach.

Zu Beginn wird es euch vielleicht noch kompliziert vorkommen, Gegenstände zu kategorisieren und zu entscheiden, euch von etwas zu trennen. Sobald ihr aber den ersten Schritt gewagt habt, wird es einfacher und die frische Energie wird mit jedem ausgemisteten Gegenstand mehr. Denn wenn Gerümpel uns die Luft zum Atmen nimmt, kann auch keine Energie mehr fließen. Und ohne Energie funktioniert nichts und niemand.

Als weiterführende Lektüre kann ich euch eines meiner Lieblingsbücher ans Herz legen: „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Nicht nur im „echten“, greifbaren Leben sollte regelmäßig ausgemistet werden, sondern auch digital. Aber um dieses Thema geht es das nächste Mal. Jetzt habt ihr sowieso genug mit dem analogen Ausmisten zu tun!

Habt ihr noch weitere nützliche Tipps für das Entrümpeln? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

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Mein (fast) plastikfreies Leben – Keine Plastiktüte, bitte!

Keine Plastiktüte, bitte! oder: Wie ich lernte, freundlich Nein zu sagen und dabei eine Diskussion in Gang zu setzen. Jahrelang war ich es zwar gewohnt, meinen Jutebeutel für den Einkauf…

Keine Plastiktüte, bitte! oder: Wie ich lernte, freundlich Nein zu sagen und dabei eine Diskussion in Gang zu setzen.

Jahrelang war ich es zwar gewohnt, meinen Jutebeutel für den Einkauf im Supermarkt zu benutzen, alle anderen Plastiktüten waren für mich aber in Ordnung. Ich nutzte sie als Mülltüten, machte mir wenig Gedanken und verdrängte das Problem in meinem Schrank voller Plastiktüten – auch wenn ich stets mehr Mülltüten als Müll hatte.

Mit dem „Plastikfasten“ setzte ein Umdenken bei mir ein. Zum ersten Mal ging ich in ein Buchgeschäft, ohne es mit einer Plastiktüte zu verlassen. (Ja, ich erkläre mich für schuldig. Ich bin besessen von Buchläden und sollte aus eigenem Schutz von ihnen fern gehalten werden.) Die Verkäuferin war so schnell, dass sie mir meine neueste literarische Errungenschaft in eine Tüte gepackt hatte, bevor ich etwas dagegen sagen konnte. Etwas zögerlich holte ich meinen Jutebeutel hervor und bat sie, das Buch heraus zu nehmen. Ich erklärte ihr, dass ich gerade „plastikfasten“ würde und die Tüte daher nicht annehmen könnte – ihre Reaktion: Unverständnis. „Aber dann wird das Buch doch nass“, entgegnete sie mir fast ein wenig vorwurfsvoll. Ich zeigte ihr wortlos meinen tropfenden Regenschirm, sie zuckte etwas beleidigt mit den Schultern und ich verließ den Laden mit hochroter Birne.

Diese Situation sollte sich in der Zukunft noch einige Male wiederholen. Meist sind die Verkäufer so routiniert und schnell, dass man sie bitten muss, die Ware wieder aus der Tüte zu nehmen. Das mache ich mittlerweile zum Glück, ohne dass es mir peinlich ist. Am Anfang versuchte ich noch, Leute von meiner Idee zu überzeugen und erzählte ihnen sofort und ungefragt, dass ich versuchen würde, ohne Plastik auszukommen. Damit traf ich zwar oft auf tolle Reaktionen, genauso häufig aber auch auf Unverständnis – gerade bei Personen, die sich eben noch nicht so sehr mit dem Thema Plastikmüll auseinandergesetzt haben. Vielleicht klingt „Plastikfasten“ für den einen oder anderen etwas zu extrem, vielleicht schwingt für sie auch der erhobene Zeigefinger mit – ich weiß es nicht. Was mir jedoch bewusst wurde: Man lässt die Verkäufer mit einem Fragezeichen im Gesicht, im schlimmsten Falle sogar mit dem Gefühl, unfreundlich behandelt worden zu sein, im Laden stehen. Genau das wollte ich verhindern.

Wie bei den Plastikbestandteilen in Einmachglasdeckeln, einem Thema meines letzten Kolumnenbeitrags, komme ich daher auch diesmal zu einem eher pragmatischen Schluss. Ich sage einfach: „Nein, danke. Ich habe schon so schrecklich viele Plastiktüten zu Hause.“ Aus irgendeinem Grund scheint diese Aussage ein wahrer Eisbrecher zu sein. Fast immer entgegnen mir die Verkäufer, dass es ihnen genauso geht. Oft schließt sich daran sogar eine wirklich konstruktive Diskussion an.

Das ist auch mein Tipp an alle, die es mir gleich tun wollen. Wenn man selber ohne Plastik auskommen will, setzt man sich selbstverständlich sehr damit auseinander und denkt viel daran. In dem ganzen Eifer will man seine Überzeugung natürlich an andere weitergeben – man muss nur sehr aufpassen, dass man nicht zu übereifrig daher kommt, sonst wird die Diskussion oft bereits im Keim erstickt. Ein vorsichtiges Herantasten über ein recht unverfängliches Thema wie „Wir haben viel zu viele Plastiktüten zu Hause.“ funktioniert oft besser als den Leuten ins Gesicht zu sagen „Ich lebe ohne Plastik“.

Wie seht ihr das, ist es euch auch schon einmal so gegangen, zum Beispiel auch bei den Themen Vegetarismus und Veganismus? Würdet ihr genauso handeln oder bevorzugt ihr eine offensivere Herangehensweise?

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Mein (fast) plastikfreies Leben – Wo steckt überall Plastik drin? Einstieg in die Verwirrung.

Bei meinem allerersten plastiklosen Einkauf stürzte ich mich voller Eifer, Optimismus und bepackt mit Jutetüten in die Geschäfte. So schwer kann das doch wohl nicht sein, dachte ich mir. Als…

Bei meinem allerersten plastiklosen Einkauf stürzte ich mich voller Eifer, Optimismus und bepackt mit Jutetüten in die Geschäfte. So schwer kann das doch wohl nicht sein, dachte ich mir. Als ich zu Hause meine Ausbeute näher begutachtete, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen: Ich bin reingelegt worden!

Aber jetzt noch einmal ganz von vorne. Mein erstes Ziel als plastikmeidende Konsumentin waren natürlich diverse Bioläden und Supermärkte. Entschlossen griff ich zu Pappschachteln, Papierbeuteln und Gläsern. Soweit so gut. Zu Hause angekommen wollte ich mich sofort über eine Packung Sojageschnetzeltes hermachen. Also riss ich die Pappschachtel auf und fand – drei Mal dürft ihr raten – in Plastik eingeschweißtes Soja. Mein Frust war riesig. Statt Verpackung zu sparen (früher griff ich immer zu Soja-Geschnetzeltem aus der Plastikverpackung), hatte ich doppelt so viel Müll produziert. Gleiches passierte mir bei drei weiteren Packungen. Immerhin hatte ich eines gelernt: Wenn man sicher gehen will, dass ein Produkt in einer Pappschachtel nicht doch noch eine zusätzliche Plastikschicht enthält, muss man es ordentlich schütteln. Der eine oder andere mag euch dabei vielleicht komisch anschauen, aber daran gewöhnt man sich – oder ihr fangt einfach mit der Packung in der Hand zu tanzen an. Das ist eine lohnenswerte, von mir erprobte Alternative.

Auch bei vermeintlichen Papierverpackungen muss man aufpassen. Einige sind innen noch mit einer Plastikfolie beschichtet. Das kommt zum Beispiel bei einigen Produkten wie Zucker, Tee oder Buchweizen vor. Dies kann man im Vorfeld leider ganz schwer feststellen. Wenn man die Verpackung ein wenig knautscht, hört man es unter Umständen. Auch ein Sichtfenster aus Plastik kann ein Hinweis darauf sein. Man muss allerdings aufpassen, dass man nichts kaputt macht, sonst muss man dafür zahlen. Oft hilft daher nur die Devise „Lerne aus deinen Fehleinkäufen!“ und der Vorsatz, die überflüssige Verpackung wenigstens zur Entsorgung im entsprechenden Laden zu lassen. In den meisten Supermärkten kann man Papier und Plastik in Recycling-Containern verstauen. Dann müssen sich die Betreiber mit dem Müllproblem auseinandersetzen. Wenn das viele Kunden machen, müssen die Supermärkte im Zweifelsfall sogar höhere Müllgebühren zahlen – und beim Geld hört für die meisten Unternehmen bekanntlich der Spaß auf.

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Der zweite große Schock kam für mich, als mir ein Bekannter davon erzählte, dass selbst meine geliebten Glasverpackungen nicht gänzlich ohne Plastik auskommen. Die meisten Deckel enthalten nämlich PVC. Das könnt ihr an der Gummierung auf der Innenseite des Deckels erkennen. Der einzige mir bekannte Hersteller, der darauf verzichtet, ist Zwergenwiese. Deren Aufstriche, Saucen und Senf-Sorten kann man also zum Glück reuelos genießen.

Aber was mache ich mit den restlichen Gläsern? Diese Frage quälte mich noch einige Tage. Das Problem ist, dass man gewisse Dinge einfach nicht 100 Prozent plastikfrei bekommt. Seien es Speiseöl-Flaschen, die eine Gießvorrichtung aus Plastik haben, Essigessenz-Reiniger mit Plastikkappe oder mein geliebtes Kokosfett im Glas mit PVC im Deckel – manchmal findet man leider einfach keine vollkommen perfekte Alternative. Aus diesem Grund beschloss ich, mich zwar weiterhin nach Produkten umzusehen, deren Verpackungen gänzlich ohne Plastik auskommen und so viel wie möglich selbst herzustellen, aber ich drücke in den oben genannten Fällen gezwungenermaßen auch einmal ein Auge zu. Schade, dass es für die Verpackungsbestandteile keine Kennzeichnungspflicht gibt. Immerhin kann man Gläser und Flaschen wunderbar wiederverwenden – zum Beispiel als Soßen- und Speisenbehälter, als Windlicht oder um seine eigenen Limonaden, Smoothies oder Kräuteröle zu machen.

Wie seht ihr das? Haltet ihr meinen Kompromiss für faul? Und wie erkennt ihr, ob eine Verpackung tatsächlich plastikfrei ist? Vielleicht habt ihr ja noch den einen oder anderen Tipp für mich parat.

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Was ist eigentlich… Recycling?

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens…

Anschließend an meinen Artikel zum Thema Recycling, Upcycling und Downcycling möchte ich nach dem Thema Upcycling nun in der Serie über jede der einzelnen Formen des nachhaltigen Produzierens und Wiederproduzierens auf Recycling eingehen.

Recycling kennt jeder, zumindest hat jeder dieses Wort schon einmal gehört. Was schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man an Recycling denkt? Große Müllpressen, Sammelstellen oder die Leergutannahme im heimischen Supermarkt? Vielleicht sogar der eigene Mülleimer? Ja, Recycling beginnt schon im eigenen Haushalt, das ist vielen leider nicht bewusst. Warum das so ist, und wie die Kette weitergeht, klären wir jetzt.

Was also ist Recycling genau?

Vor der Industrialisierung bestand Recycling schlicht aus der Wiederverwertung von Gülle und Ernteresten als Düngemittel oder dem Umwandeln von Lumpen zu Papier. Doch seit die Menge an Müll immer mehr anstieg und die Menschen nach den Weltkriegen zu größerem Wohlstand gelangten, wurde es notwendig, Deponien und Müllsammelplätze zu errichten, da Wiederverwertung damals nicht durchgeführt wurde. Erst 1970/80 wurde das Bewusstsein für Mülltrennung und Recycling wieder entdeckt und nach und nach wurden Systeme entwickelt, um auch in großen Städten eine gewisse Stabilität beim Recycling zu erreichen.

Facts about Austria

In der Gesamtrecyclingquote ist Österreich schon seit Jahren auf einem der Spitzenplätze im europäischen Ranking. Unter anderem ist dafür die ARA (Altstoff Recycling Austria) verantwortlich, die wohl bekannteste Recyclingfirma. Mehr als 85% der gesammelten Verpackungen werden verwertet und zu neuen Verpackungen verarbeitet. Der Rest wird als Brennstoff für zum Beispiel Fernwärme verbraucht. Auch bei der Verwertung von biologischen Abfällen belegt Österreich mit einer Quote von 33% im Bereich der kommunalen Abfälle einen europäischen Spitzenwert. Natürlich geht der Nachhaltigkeitsgedanke an vielen Firmen nicht vorbei und so werben Marken wie beispielsweise Vöslauer mit Umweltschutz durch Abfallvermeidung.

Artikel 1.2 recyclingstation

Bild: Moni

Do it!

Große Firmen tun es, doch wie bei vielen Bereichen im Leben heißt es: „Kleinvieh macht auch Mist!“ Also liegt es an uns, dem „kleinen Mann“, mit richtiger Mülltrennung und im besten Fall Müllvermeidung etwas Gutes für die Umwelt und für das eigene Bewusstsein zu tun. Das beginnt beim Einkauf und geht im täglichen Leben weiter: Plastikmüll so gut es geht vermeiden und den Müll richtig trennen. Je genauer jeder Einzelne seine Abfälle trennt, umso besser funktioniert das Abfallsystem! Plastik zu vermeiden ist insofern wichtig, da es als Kunststoff mehrere hundert bis tausend Jahre benötigt, um zu verrotten.

Ein paar Tipps für die Praxis:
– Beim Einkauf darauf achten, wie das Produkt verpackt ist. Kann man die Verpackung wieder verwenden? Ist es recycelt oder nachhaltig produziert?
– Einkaufstaschen wiederverwenden. In manchen Geschäften kann man recycelte Stoffbeutel kaufen und wenn diese kaputt gehen, kostenlos austauschen!
– In der Küche eine kleine Recyclingstation einrichten (wenn es der Platz zulässt) und einfach mal sammeln um zu sehen, wie viel Müll man innerhalb von beispielsweise einer Woche oder einem Monat produziert und dann analysieren was man vermeiden oder einschränken könnte.
Last, but not least:
– In einem Laden einkaufen, in dem man das Verpackungsmaterial selbst mitbringen darf beziehungsweise zur Verfügung gestellt bekommt wie zum Beispiel in Lunzers Maß-Greißlerei.

Fazit

Im Vergleich zum Upcycling, bei dem man sich kreativ ausleben kann, ist Recycling vielleicht langweiliger, aber trotzdem wichtig und nicht schwer umzusetzen. Ein bisschen bewusster einkaufen und vielleicht zweimal hinschauen bei Verpackungsmaterialien schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Ein kleiner Schritt für jeden einzelnen ist ein großer Schritt für ein nachhaltigeres Leben. Und mal ganz ehrlich, nerven euch die Mengen an Kunststoffverpackungen, Dosen und sonstigen vermeidbaren Verpackungsmaterialien nicht auch, genauso wie die ständige Diskussion: „Wer trägt jetzt endlich den Müll runter?“

Wer bringt bei euch den Müll aus dem Haus und was tut ihr um weniger davon zu produzieren? Ich freue mich auf Kommentare!

4 Kommentare zu Was ist eigentlich… Recycling?

Mein (fast) plastikfreies Leben – Wieso, weshalb, warum

Leben ohne Plastik – wie soll das denn gehen? Diese Frage wurde mir in den vergangenen Jahren ziemlich oft gestellt. Denn seit Anfang 2013 versuche ich ohne Plastikverpackungen auszukommen. Das klappt nicht…

Leben ohne Plastik – wie soll das denn gehen? Diese Frage wurde mir in den vergangenen Jahren ziemlich oft gestellt. Denn seit Anfang 2013 versuche ich ohne Plastikverpackungen auszukommen. Das klappt nicht immer, aber immer öfter – und genau davon soll meine Kolumne handeln.

Ihr fragt euch, wie man auf so etwas kommt? Fangen wir einmal ganz von vorne an: Von Bananen in Plastikfolie und einzeln verpackten Chipstüten bis hin zu kostenlosen Plastiktüten, der Verpackungswahnsinn ist mir immer schon sauer aufgestoßen. Mein zugegeben etwas fauler Kompromiss: Die schlimmsten Auswüchse zu vermeiden und brav mit Jutebeutel einkaufen zu gehen, sonst aber nicht weiter über mein Handeln nachzudenken. Plastikverpackungen komplett zu vermeiden wäre mir nie in den Sinn gekommen – bis ich Werner Bootes Film Plastic Planet und eine Dokumentation über die österreichische Familie Krautwaschl und ihr Leben ohne Plastik sah.

Argumente gegen Plastik gibt und gab es immer schon viele – erinnert ihr euch an die „Jute statt Plastik“-Bewegung in den Siebzigern? -, aber selten wurden sie mir so deutlich vor Augen geführt wie in Plastic Planet. Die für mich wichtigsten Auswirkungen auf Umwelt und Mensch habe ich hier zusammengefasst:

Plastik verursacht Müll – egal wie man es drehen und wenden will. Selbst wenn man seinen Plastikmüll brav trennt, wird er nie komplett recycelt. In Deutschland und Österreich liegt die Recyclingquote zwar vergleichsweise hoch, doch selbst hierzulande werden laut Angaben der Europäischen Umweltagentur nur 62 beziehungsweise 63 Prozent recycelt – im Rest der EU ist es noch deutlich weniger. Trotz aller Recyclingbemühungen gelangt auch in unseren Gefilden immer noch genug Müll in die Umwelt – und genau damit beginnt das größte Problem: Plastik braucht einfach elendig lange um sich vollständig zu zersetzen. Als besonders schockierendes Beispiel führt einem das zum Beispiel der „Great Pacific Garbage Patch“ vor Augen, ein gigantischer Müllteppich im Nordpazifik. Die einzelnen Plastik-Bestandteile dieses Teppichs werden zum größten Teil von Land über die Flüsse hier hin gespült – viele legale und illegale Mülldeponien liegen in unmittelbarer Nähe zu Flüssen. Die Größe des „Great Pacific Garbage Patch“ wird auf einen Umfang von 700.000 bis 15.000.000 Quadratkilometer geschätzt. Man muss fast fragen: Wen wundert es, wenn zum Beispiel selbst eine kleine Plastikflasche bereits sage und schreibe 400 Jahre benötigt, um abgebaut zu werden? Plastiktüten, Netze und andere Kunststoffartikel kommen auf eine ähnlich lange Zeit und stellen eine große Gefahr für Meerestiere dar, die sich in ihnen verfangen und dort qualvoll verenden können.

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Bild: Thue / wikipedia.org

Besonders problematisch ist dabei, dass sich das Plastik in allerkleinste Nanopartikel auflöst – das so genannte Mikroplastik. Vor diesen winzigen Plastikteilen, die im Übrigen auch in Kosmetika und Zahnpasta zu finden sind, gibt es kein Entrinnen, noch nicht einmal Kläranlagen bekommen die Mini-Teilchen aus dem Wasser gefischt. Letztendlich landen sie in den Mägen von Vögeln oder Meerestieren, die daran auf schmerzhafte Weise verenden können – und finden dann durch den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten indirekt auch wieder den Weg in die Mägen der Menschen.

Noch ein wichtiger Punkt dürfte uns zu denken geben: Die vielen Zusatzstoffe im Plastik wirken toxisch auf Umwelt und Mensch. Sie lassen sich praktisch im Blut jedes Einzelnen von uns nachweisen und wirken ähnlich wie Hormone, weshalb sie das natürliche Hormonsystem empfindlich stören können. Unfruchtbarkeit, Übergewicht und sogar Krebs werden damit in Verbindung gebracht. Sind das fürs Erste genug Argumente?

Nachdem ich mich zum ersten Mal so bewusst mit diesen Fakten auseinandergesetzt hatte, war ich erschüttert. Viele Dinge hatten mir insgeheim gedämmert, aber selten hatte ich mein eigenes Verhalten so stark damit in Verbindung gebracht. Umso mehr beeindruckte es mich, mit welchem Tatendrang die besagte Familie Krautwaschl Plastik aus ihrem Alltag verdrängte. Auf einmal wusste ich: Es geht auch ohne Plastik. Am nächsten Tag ging ich in den Supermarkt, sah all die „liebevoll“ verpackten Dinge und ich wusste: Mir reicht’s!

So startete mein Projekt: Sechseinhalb Wochen wollte ich in der Fastenzeit auf Plastikverpackungen verzichten. Dafür gibt es „in Fachkreisen“ sogar schon einen Begriff: Plastikfasten. Die Resonanz meines Umfeldes war enorm. Auf all die neugierigen Fragen aus allen Ecken der Welt wollte ich unbedingt ausführlich antworten – und so entstand mein englischsprachiger Blog ingloriousplastics. Hier berichte ich über meine Erfahrungen, teile Tipps, Tricks sowie Koch- und Backrezepte.

Wie ihr seht: Das Plastikfasten hat mein Leben nachhaltig verändert. Das Thema hat mich auch nach dem „Fastenbrechen“ weiter beschäftigt und nach einer kurzzeitigen Rückkehr in alte Muster war ich mir sicher, ich möchte auch weiterhin so plastiklos wie möglich leben. Um meine Erfahrungen und Tipps noch stärker zu teilen und um euch einen ganz persönlichen Einblick in meinen chaotischen Alltag zu geben, möchte ich euch in meiner Kolumne „Mein (fast) plastikfreies Leben“ mit auf die Reise nehmen. Vielleicht wollt ihr in diesem Jahr auch einmal Plastikfasten? Könntet ihr euch das vorstellen?

Ich freue mich schon auf eure Kommentare!

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Wohin mit alten Shampoos? Die 7 besten Recycling-Tipps

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt…

Kennt ihr das auch? Man hat das ganze Badezimmer voll mit unzähligen Shampoo-, Duschgel- und Conditioner-Flaschen und geht trotzdem immer wieder shoppen, weil man entweder noch nicht das richtige Produkt gefunden hat oder einfach süchtig nach Beautyartikeln ist. Beides ist natürlich nicht verwerflich – dennoch ist es aber irgendwie schade, dass die ganzen Flaschen einstauben! Ich meine, wer kann schon das ganze Zeug komplett aufbrauchen? Und dazu kommen noch Geschenke und Pröbchen. Wohin das alles? Einen zusätzlichen Schrank einbauen oder wegwerfen?

Wer nachhaltig leben möchte, kann auch mit diesen überflüssigen Produkten noch so einiges anstellen. Ich habe hier die sieben besten Tipps gesammelt und freue mich natürlich auch, wenn von euch noch ein paar Ideen hinzukommen.

1. Tipp – Duschgel: Shampoos, die man nicht für den Kopf verwenden mag, kann man prima als Duschgel benutzen.

2. Tipp – Rasiergel: Die meisten Bio-Shampoos, -Duschgele und auch –Conditioner eignen sich bestens als Rasiergel, denn sie sind dickflüssig und auch sanft zur Haut. Ich benutze sie sogar lieber als Rasierschaum, denn damit sind die Beine oft hinterher richtig trocken.

3. Tipp – Haarkur: Oft benutzt man ja Bio–Conditioner nicht mehr, weil sie nicht so reichhaltig sind und nicht so schnell wirken wie herkömmliche Produkte. Dabei hilft es meist mehr, wenn man sie länger einwirken lässt und sich die Inhaltsstoffe in Ruhe entfalten können. Wer keine Lust hat, eine halbe Stunde oder länger mit nassem Kopf herumzulaufen, kann zum Beispiel vor dem Schlafen ein paar Kleckse im trockenen Haar verteilen, etwas anfeuchten und dann mit Zopf oder auf einem Handtuch schlafen gehen. Am nächsten Morgen wie gewohnt waschen und sich überraschen lassen!

4. Tipp – Badezusatz: Sowohl Shampoo als auch Duschgel kann man bestens als Badezusatz verwenden. Das riecht meistens auch besser als die regulären Produkte.

5. Tipp – Putzmittel: Manchmal hat man ganz aggressive Shampoos, die man nicht mehr benutzen kann, weil die Kopfhaut irritiert reagiert. Wer sich ein wenig auskennt, weiß: Oft werden Tenside verwendet, die in Reinigungsmitteln vorkommen. Warum also nicht mal zum Beispiel die Badewanne damit schrubben, den Boden oder meinetwegen das Katzenklo? Habe ich alles schon ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

6. Tipp – Seife: Die aggressivere Waschkraft der Shampoos funktioniert natürlich auch bestens zum Händewaschen – und riecht meist besser als viele Seifen.

7. Tipp – Gegenstände reinigen: Auch eine gute Idee ist es, zum Beispiel Pinsel und Bürsten mit Shampoo zu reinigen! Gerade bei Naturborsten ist es wichtig, sie fachgerecht zu säubern und da es sich hier ja auch um Haare handelt, kann man seine Wildschweinborstenbürste gleich noch länger verwenden und hat doppelt die Umwelt und ihre Ressourcen geschont.

Für alle Tipps gilt: Wer sich an der Verpackung stört, kann sie auch in andere Gefäße umfüllen, dann sieht es auch optisch gleich besser aus!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reduzieren eurer Shampoovorräte!

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