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Schlagwort: Gelassenheit

Seele 2.0 – Den Gelassenen gehört die Welt von morgen

Die Schlange starrte auf das Kaninchen. Das Kaninchen starrte auf die Schlange, und dann sagte das Kaninchen: „Buh!“ Die Schlange zuckte kurz zusammen und musste dann lachen. Wie albern dieses…

Die Schlange starrte auf das Kaninchen. Das Kaninchen starrte auf die Schlange, und dann sagte das Kaninchen:

„Buh!“

Die Schlange zuckte kurz zusammen und musste dann lachen. Wie albern dieses Kaninchen doch sei. Beim Auflachen schloss die Schlange kurz die Augen, und als sie die Augen wieder aufmachte, war das Kaninchen weg.

Was ist es, dieser Mut?

Wie konnte das Kaninchen seine Todesangst und Angstlähmung überwinden? Wo entsteht der Mut? Wie kann jeder von uns Zugang zu dieser Ressource erhalten?

Warum brauchen wir Mut, um unsere Ängste zu überwinden? Und können wir absolut angstfrei werden?

Die sechs Gespenster der Angst

Wenn hier von „Angst“ die Rede ist, sind die normalen menschlichen Ängste gemeint, nicht die verschiedensten Angststörungen und extremen Angstzustände. Viele Wissenschaftler haben sich bereits mit dem Begriff und dem Konstrukt „Angst“ auseinander gesetzt. Ein sehr einflussreicher Denker und Buchautor – Napoleon Hill – hat in seinem Buch „Denke nach und werde reich“ die sechs Gespenster der Angst beschrieben, und auch wenn sein Buch sich primär dem Unternehmertum widmet, so sind doch diese sechs Gespenster allgegenwärtig in jeder Stadt dieser Welt. Sie lauten:

  1. Angst vor Armut
  2. Angst vor Kritik
  3. Angst vor Krankheit
  4. Angst vor Liebesverlust
  5. Angst vor dem Alter und
  6. Angst vor dem Sterben

 

Diese sechs Ängste, so Hill, bestimmen unser Leben. Einen Großteil unseres Tages verbringen wir damit, alles zu tun, um nicht zu sterben. Wir verdienen Geld, um ein Dach über dem Kopf zu haben, um einen Kühlschrank und das Essen im Kühlschrank bezahlen zu können. Auch die Angst vor Armut und Krankheit spielen hier mit hinein, besonders wenn wir uns um den beruflichen Erfolg und unsere Gesundheit kümmern.

Je nach Ausprägung definiert die Angst vor Liebesverlust unser Privatleben. Wenn wir einmal in einer Beziehung sind, wollen wir diese erhalten. Mit Liebesentzug strafen manche Eltern ihre Kinder, eine so wirksame wie brutale Erziehungsmethode. Doch Angst vor Liebesverlust steuert unser Verhalten nicht nur im familiären Kreis. Auch im Arbeitskontext wollen wir von unseren Kollegen und Vorgesetzten gemocht und respektiert werden, also werden wir manchmal zu Ja-Sagern und manchmal machen wir Überstunden. Manchmal zu viele Überstunden. Doch wenn wir dafür Respekt und Anerkennung ernten können und auch noch unserer Angst vor Kritik entfliehen, dann machen wir lieber eine Überstunde mehr.

Die Angst vor Kritik ist zwar nicht typisch deutsch, doch in Kombination mit dem typisch süddeutschen Spruch „Nicht geschimpft ist gelobt genug“ prägt diese ein Stück weit das zögerliche Verhalten, welches im angelsächsischen Sprachraum mit „German Angst“ bezeichnet wird. Lieber zurückhaltend abwarten, statt sich aus dem Fenster lehnen und dafür Kritik kassieren.

Chris Guillebeau, ein anderer Autor und Unternehmer, beschreibt in seinem Manifest „Eine kurze Anleitung zur Weltherrschaft“ die Wege, ein unauffälliges Leben zu leben und garantiert keine Kritik zu kassieren:

  • Alles für bare Münze nehmen, was andere Leute einem erzählen
  • Autoritäten nicht hinterfragen
  • Studieren, weil es erwartet wird und nicht, weil man etwas lernen will
  • Nicht in fremde Länder reisen, weil da alles anders ist
  • Überlegen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, aber es niemals tun
  • Überlegen, ein Buch zu schreiben, aber es niemals machen
  • Die höchstmögliche Hypothek in Anspruch nehmen und sie dann 30 Jahre abbezahlen
  • 40 Stunden pro Woche am Schreibtisch sitzen und durchschnittlich zehn davon produktiv arbeiten
  • Niemals herausragen und Aufmerksamkeit auf sich lenken

 

Chris sagt, wer sein Leben nach diesen Prinzipien gestaltet, ist selten allein und entspricht den gängigen Erwartungen. Was bedeutet, solche Menschen brauchen keine Angst vor Kritik zu haben.

Und dann bleibt da noch die Angst vor dem Alter. Zu dieser kommen wir gleich.

Von Angst zum Mut

Eine Angst entsteht, wenn in unserem Leben ein Entwicklungsschritt bevor steht. Ob Jobwechsel, Umzug, Veränderungen in den sozialen und familiären Beziehungen oder auch das Erreichen einer neuen Reifestufe im Leben – größere Veränderungen im Leben bringen uns sowohl Freude, als auch Angst. Was, wenn es nicht klappt? Was, wenn es doch schlechter wird als vorher?

Der Mut entsteht – wie die Angst – im Kopf, in unserem Denken. Wir schätzen unsere Fähigkeiten ein (haben wir genug?) und prüfen unsere bisherigen Erfahrungen (haben wir schon welche?). Dabei bedient sich der Kopf gern auch der Parallelen aus dem Leben anderer Menschen („Wenn der oder die es geschafft hat, kann ich das auch.“), denn lernen tun wir meistens immer noch von Modellen.

Doch der Kopf alleine kann nicht entscheiden, mutig zu sein. Der Wille, der dafür notwendig ist, lebt in unserem Körper, meistens im Bauch, und dieser Wille ist ein wenig mit der Wut verwandt. Mit der Wut, die wir kriegen, wenn wir es nicht schaffen.

Was es dann noch braucht, ist der erste Schritt. Dieser klappt nicht immer. So wie die Amelie in dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ sich einige Male mit dem jungen Mann verabredete, und sich erst nach ein paar geplatzten Dates getraut hat, ihm wirklich zu begegnen.

Der Angst vor dem Alter kann man aus meiner Sicht am besten mit Mut begegnen. Mit dem Mut zu tun, wozu man sich berufen fühlt. Mit dem Ausleben der Antworten auf die zwei Fragen von Chris Guillebeau:

  1. Was willst du wirklich im Leben?
  2. Was kannst du der Welt bieten, was niemand anderes sonst kann?

 

Klar kann man sich mit Faltencremes und finanzieller Absicherung beschäftigen, das ist jedoch aus meiner Sicht nur eine Beschwichtigung. Wer sich von seinem Leben versteckt, bekommt irgendwann die Quittung, und diese kann dann so aussehen, wie die Reue, über die eine australische Krankenschwester in ihrem Bestseller-Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ schreibt. Auf Platz eins steht:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“

Noch Fragen?

Das mutige Kaninchen

Woher nahm das Kaninchen den Mut, der Schlange ein „Buh!“ zuzurufen? Woher nehmen viele tausende Menschen täglich den Mut, etwas zu tun, was ihr Leben und das Leben anderer Menschen verbessert?

Zum einen kann man die Angst mit Angst besiegen. Angst davor, als einzige in der Klasse die Prüfung nicht zu bestehen, half mir irgendwann, die Angst vor der Prüfung zu vergessen. Die Angst davor, die Anerkennung seiner Kollegen zu verlieren, lässt sich vergessen, wenn man die Angst wahrnimmt, den Rest seines Lebens nur von von einem „Endlich Freitag!“ bis zum nächsten zu vegetieren.

Das Konstrukt von Mut und Angst ist so zusammen gestellt, dass jeder Mensch genau so viel Mut hat, wie er Angst hat. Doch während Angst ein uralter Mechanismus ist, der uns seit jeher vor dem Tod bewahrt, muss der Mut durch uns selbst entdeckt und aktiviert werden, und das macht es manchen von uns schwer, den Mut in sich zu spüren.

Und dann ist da noch etwas. Die bisherigen wissenschaftlichen Bemühungen fokussierten sich meist darauf, wie man die Missstände eliminiert. In unserem Fall heute würde man sich also primär darauf fokussieren, wie man die Angst besiegen kann. Die neueren Zweige der Wissenschaft – in der Medizin ist es die Salutogenese, und in der Psychologie die Positive Psychologie – fokussieren sich auf das Erlangen des Bestmöglichen. Statt Krankheiten und Probleme zu untersuchen und dafür Bewältigungsstrategien zu entwickeln, werden Idealzustände beschrieben und Wege, diese Zustände anzusteuern. (Mehr darüber, was Salutogenese ist, findest du in meinem Artikel „Seele 2.0 im Körper 2.0“.) Man spricht von „Stärken stärken statt Schwächen schwächen“. Und wenn wir wissen, dass Angst und Mut zusammen gehören, dann würden wir uns in diesem Fall immer weniger mit der Angst und der Angstbewältigung beschäftigen, sondern mit der Beschreibung der Lebenssituationen, die wir erreichen wollen und mit dem Entdecken der Ressourcen, die wir dafür brauchen. Unter anderem, mit dem Entdecken der mutigen Seiten in uns.

Gehört den Mutigen die Welt?

Mut ist eine der sechs Tugenden, welche in 3.000 Jahren Menschengeschichte in fast allen Religionen und Kulturen zu den wichtigsten gehören, neben Liebe, Gerechtigkeit, Spiritualität, Mäßigung und Weisheit. Man sagt, den Mutigen gehöre die Welt. Weil diese Menschen sich trauen, zu handeln. Wer mutig ist, schließt das Risiko des Scheiterns mit ein und die Möglichkeit, einen Fehler zu machen. In Russland gibt es einen Spruch: „Wer nicht riskiert, der trinkt auch keinen Champagner“, und dieser malt ein klares Bild von Siegern und Verlierern.

Doch ist es so? Reicht es aus, furchtlos voranzuschreiten, damit man zum Sieger wird?

Was, wenn man zu viel Mut hat – also „übermütig“ durch die Gegend läuft, keine Grenzen kennt und Warnsignale nicht beachtet? Bergsteiger wissen, dass angstfreies Verhalten zum Tod führen kann.

Mut und Angst sind zwei Systeme, die sich bestens vervollständigen. Mut ist das Gaspedal, Angst ist die Bremse. Mut gewährleistet die Handlungsfähigkeit, Angst warnt vor Verantwortungslosigkeit.

Wenn die beiden Systeme ausbalanciert sind, fährt jeder von uns in seinem eigenen Stil über die Straße des Lebens. Man spricht in diesem Fall dann vom „Spannungsgefüge verantwortbaren Wagemuts“, und was so wissenschaftlich hochgestochen klingt, ist in Realität etwas, was man viel einfacher mit „cool“, „lässig“ und „gelassen“ beschreibt.

Und den Gelassenen gehört die Welt von morgen.

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Seele 2.0 – Fühl‘ dich besser!

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen…

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten

In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen manche, würde ich ja gern tun, aber ich bin selbst überhaupt nicht gut drauf – wie soll ich dann an die anderen denken?

Daher gibt es heute einen Crashkurs in „Gute Laune“. Die Ideen sind unsortiert und in beliebiger Reihenfolge anwendbar bis die gewünschte Wirkung eintrifft. Du kannst auch mehrere davon kombinieren (zum Beispiel beim Lesen lächeln), und ich verspreche dir, dass die bessere Laune in maximal fünf Minuten eintrifft, wenn du dich diesem Mini-Workout widmest. Lachmuskeln ahoi!

(Drucke dir diesen Artikel aus für den Fall, dass du ihn irgendwann brauchst oder schicke ihn an jemanden, der mal wieder gute Laune brauchen könnte.)

Notprogramm, wenn du gerade im Büro oder an anderen Orten bist, wo du nicht weg kannst:

1. Schicke dir selber eine E-Mail mit vielen Smileys. Wenn du die E-Mail bekommst, öffne sie, schaue dir die Smilies an, zähle sie und bedanke dich anschließend mit einer Antwort-Mail, ebenfalls mit Smilies. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass um 90 Grad gedrehtes und nur zeichenhaft dargestelltes Lächeln die gleiche Wirkung auf uns hat wie ein echtes Lächeln.

2. Schaue dir Tierfotos an. Ich weiß, du tust so etwas sonst nie. Aber mache es heute – dir zuliebe. Google „lustige Tierfotos“ und gucke ein paar Minuten in die Tieraugen. Wie schnell wirkt es bei dir?

3. Räume auf. Fange direkt da an wo du gerade bist – vor dem PC? Wie sieht dein Schreibtisch aus? Was steckt in deinen Taschen? Was ist in der Küche los? Etwas aufzuräumen lenkt zum einen gut ab, zum anderen siehst du sofort die Ergebnisse deines Tuns – und fühlst dich besser.

Wenn du weg kannst:

1. Gehe raus. Wetter ist keine Ausrede. Stelle dich dem Wind, den Temperaturen, den Geräuschen. Spüre deine Beine und Arme. Sei einfach ein paar Momente ganz bei dir im Hier und Jetzt.

2. „Russische Kurztherapie„: Suche dir einen ruhigen Platz. Strecke einen Arm ganz weit hoch, so hoch du kannst, und dann schmettere ihn mit voller Wucht nach unten und sage dabei den Schimpf-Spruch deiner Wahl auf. Bei Bedarf wiederholen.

3. Gehe zum Kindespielplatz und betrachte spielende Minimenschen. Schaue, wie unbeschwert und angstfrei diese mit der Welt umgehen. Frage dich, was du von ihnen lernen kannst (oder warum du es im Laufe des Lebens verlernt hast).

Wenn du allein bist:

A: Singe aus vollem Hals zu einem frechen Lied, tue das, bis du richtig warm wirst durch das Einatmen und Singen.

B: Tanze Ballett. Sei anmutig. Strecke deine Beine und Arme. Es geht nicht darum, ob du es kannst, stelle es dir einfach vor und sei ein Meistertänzer oder eine Prima Ballerina.

C: Rufe jemanden an, den du magst und sage ihm, dass du ihn magst. Besprecht etwas aus der alten Zeit (das kann auch etwas von letzter Woche sein). Verabredet euch wieder.

Fühl dich ausgezeichnet!

Jetzt bist du wieder du, aufgetankt und voller Lebensenergie und dein Lächeln kann den Nordpol zum Schmelzen bringen. Vergiss nicht, die Welt um dich herum wissen zu lassen, wie gut es dir geht!

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Seele 2.0 – Positive Ansteckung

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst…

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst nicht in Berührung mit Keimen zu kommen. Doch was, wenn wir andersherum denken? Wenn wir statt der Vermeidung der Ansteckung eine Ansteckung beabsichtigen?

Und das geht so:

Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und halte es für mindestens zehn bis 15 Sekunden. Solltest du vorher schon gute Laune haben, wird sich diese verstärken und stabilisieren. Solltest du vorher unentschieden oder sogar schlecht drauf sein, wird sich dein Gemüt heben. Dafür sorgt die propriozeptive Rückmeldung. Diese ist folgendermaßen zu erklären: Unser Verhalten folgt unseren emotionalen Empfindungen. Wenn wir traurig sind, weinen wir. Wenn wir glücklich sind, lächeln wir. Das tolle an uns Menschen ist: Es geht auch andersherum! Daher, Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und merke, was mit deinen Empfindungen passiert.

Schritt zwei: Gehe auf die Straße, irgendwohin, wo es viele Menschen gibt. Lächle die dir entgegenkommenden Passanten an, halte dabei eine Zeit lang den Augenkontakt. Mit der Zahl der Augenkontakte wirst du in deiner Wirkung sicherer, und bereits nach wenigen Minuten beginnt das Wunder der positiven Ansteckung: Die anderen Passanten beginnen, dich ebenfalls anzulächeln. (Übrigens, falls du einen Assistenten für diese Übung gewinnen kannst: Manche Menschen brauchen länger, bis sie sich angesteckt fühlen und lächeln erst, wenn ihr bereits aneinander vorbei gegangen seid. Lass deinen Assistenten fünfzig Meter hinter dir laufen und notieren, wie viele Menschen anfangen zu lächeln, wenn du selbst diese gar nicht mehr siehst.)

Schritt drei: Mache einen Tag in der Woche zum Gute-Laune-Tag. Sei eine Sonne für alle um dich herum. Besonders am Anfang wird es manchen seltsam vorkommen, und es mag sein, dass die Reaktion eher verhalten ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewöhnen sich deine Kollegen daran, dass man deine Laune ab und zu mit nichts kaputt machen kann, werden sie neugierig. Und wenn sie erst einmal neugierig sind, hast du sie bereits vollbracht: Die positive Ansteckung!

Chamäleon-Effekt

So erklären die Wissenschaftler dieses Phänomen: Dein Gegenüber ahmt deine Gestik und Mimik nach – das tun wir alle unbewusst – und tut es dir gleich. Schaffst du es, dass dein Gegenüber ungefähr zehn bis 15 Sekunden lächelt, realisiert das Gehirn deines Gegenübers dieses Verhalten und macht Rückschlüsse auf das Befinden. Du kannst sicher sein, dass er oder sie sich besser fühlt.

Was hast du davon?

Schaffst du es, deine Umgebung an einem Tag in der Woche positiv anzustecken, brauchst du einfach nur bei deinen Gute-Laune-Tagen bleiben, und schon in Kürze werden es andere sein, die dich mit guter Laune anstecken. Du und deine Umgebung habt dann eine Woche voller Lächeln, guter Gespräche, produktiver Zeit und entspannter Gesichtszüge.

Entspannte Gesichtszüge wiederum – wir erinnern uns an die propriozeptive Rückmeldung – führen zu einer entspannten Seele. Und ist die Seele erst einmal entspannt, bleiben deine Ressourcen weiterhin verfügbar und einsatzbereit für die Überraschungen, die in unserem Leben immer vorkommen.

Bist du bereit, deine Welt positiv anzustecken? Dann los!

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Birgit Dierker entstanden.

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Seele 2.0 – Fordern und verlangen

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore…

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore Familienstrukturen normal sind. Es gibt einen guten TED Talk dazu, in dem die Autorin sagt, von einem Partner wird heute erwartet, was früher ein ganzes Dorf geleistet hat.

Er/Sie soll sowohl erotisch als auch freundschaftlich sein, alles können, philosophisch die gleichen Werte vertreten und natürlich auch noch gut aussehen und klug sein. Und weil kaum einer so ein Supermensch ist, tauschen wir und suchen den nächsten Partner. Einen, der besser passt. Mein Vater ist jetzt zum vierten Mal verheiratet. Und obwohl er seine Muster erkannt hat und genau weiß, dass er auf der Suche nach etwas ist, was es nicht gibt, kann er nicht damit aufhören.

Wir verlangen und fordern.
Und wenn das Ergebnis nicht zu unseren Forderungen passt, gehen wir weiter. Was passiert dabei mit unseren Seelen? Die Seele lernt, sie muss die Bedürfnisse „draußen“ stillen. Irgendjemand kommt und gibt mir etwas, was ich brauche. Irgendwann. Manche finden tatsächlich diese „externen“ Befriedigungen. Und genau an dieser Stelle kommt das Wort Nachhaltigkeit ins Spiel.

Es ist nicht nachhaltig, auf andere zu hoffen.
Denn mal bekommt man etwas, mal nicht, und die Seele, die sich ausgerichtet hat auf die Suche da draußen, hungert immer wieder. Ernährt sich von Müll („Seelenmüll“ wie hohle Statusmeldungen aus Facebook oder sinnlose Soaps im Fernsehen) und wird krank. Es trägt nicht zur Stabilität der Psyche bei, sich von äußeren Faktoren abhängig zu machen.

Lerne dich selbst kennen
Wie kannst du dir aus so einer Situation helfen? Lerne dich selbst kennen und lerne, dich selbst zu stärken. Und damit kannst du direkt hier und heute anfangen. Gehe zum Spiegel, schaue dich an und sage laut und deutlich: „Ich bin toll!“ Diese und andere Anregungen findest du übrigens in meinem Pixi-Buch für Erwachsene „Kill the Beaker“. Und der nächste Schritt?

Weniger fordern und verlangen.
Schaue, wo in deinem Alltag du Forderungen an deine Umwelt stellst und wie es deiner Seele damit geht. Fütterst du sie gut genug? Gibst du dir selbst genug Bestätigung oder suchst du Bestätigung von anderen? Gehst du schonend mit deinen seelischen Ressourcen um oder verbrauchst du diese tagtäglich in Streit und Ärger? Fange einfach mit deiner nächsten persönlichen Begegnung an und schaue, wie du da weniger fordern und verlangen kannst.

Und wenn dir Ideen, Fragen oder Erkenntnisse kommen, die du teilen möchtest, schreibe mir!

Nächstes Mal: Positive Ansteckung

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Seele 2.0 – Nachhaltigkeit der Psyche

Wir trennen unseren Müll, wählen sorgfältig die Lebensmittel aus, die es in unseren Magen schaffen und die Klamotten, die unserer Haut schmeicheln – doch was ist mit unseren Seelen? Hier und…

Wir trennen unseren Müll, wählen sorgfältig die Lebensmittel aus, die es in unseren Magen schaffen und die Klamotten, die unserer Haut schmeicheln – doch was ist mit unseren Seelen? Hier und jetzt, im hektischen und rasend schnell fliegenden 21. Jahrhundert – wie sorgen wir für uns? Wann fangen wir auch bewusst an, über die Nachhaltigkeit unserer Psyche nachzudenken? Ich finde, wir sollten spätestens heute damit anfangen.

Zuerst möchte ich die Begriffe klären. Wenn ich von der Nachhaltigkeit der Seele spreche, meine ich unsere Psyche als die Gesamtheit der Gefühlsregungen und der geistigen Vorgänge. Nachhaltig geht jemand mit seiner Seele um, wenn er seine psychischen Ressourcen – wie zum Beispiel Achtsamkeit, Gelassenheit, Selbstvertrauen – bewusst einteilt und daran denkt, dass auch sein inneres Leben eine natürliche Regenerationsfähigkeit hat, die gepflegt werden will. Pflegt man seine Psyche nicht, kommt es zu Krankheiten, die bekanntesten davon sind Depression und Burnout. Was kümmert mich die Depression, meinst du? Psychische Krankheiten sind in Deutschland der mit Abstand häufigste Grund für Berufsunfähigkeit. Und eines verrate ich euch an dieser Stelle gern: Depressionen entstehen nicht über Nacht und nicht erst wenn wir über 50 sind. Depressionen schleichen sich tröpfchenweise in unser Leben ein, wenn wir nicht auf unsere Seele aufpassen. So, wie wir auf unser Essen aufpassen. Oder auf die Wahl der Läden beim Klamottenkauf.

Eine erste Übung gefällig? Lächle dich jeden Tag im Spiegel an. Egal, wie du aussiehst. Lächle dich bewusst an und schaue, wie der Mensch im Spiegel zurücklächelt. Jeden Tag.

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