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Rucola-Paprika-Pesto mit Kerne-Mix

Kennst du diese Tage, an denen du in den Kühlschrank schaust und überlegst, was du mit den Dingen anstellst, die du vor einigen Tagen einfach mal gekauft hast – ohne…

Kennst du diese Tage, an denen du in den Kühlschrank schaust und überlegst, was du mit den Dingen anstellst, die du vor einigen Tagen einfach mal gekauft hast – ohne einen rechten Plan zu haben, was du damit anstellst? Ich hatte einen solchen Tag heute, als ich eine Packung Rucola und die rote Paprika im Kühlschrank fand. Eine Lösung für dieses Problem war allerdings auch sehr schnell gefunden: Leckeres Rucola-Paprika-Pesto. Und das Beste daran – es passt so wunderbar zum aktuellen Wetter, noch Frühling (=Rucola) und doch bald Sommer (=Paprika).

Zutaten

250 g (eine Packung) Rucola
1 rote Paprika
1 Lauch-Zwiebel
1 Handvoll Kerne-Mix (zum Beispiel von Rapunzel)
1 Handvoll Pinien-Kerne
4 bis 5 EL Oliven-Öl
Salz, Pfeffer und etwas Chili zum Würzen

Zubereitung

Rucola, Paprika und die Lauch-Zwiebel waschen. Das Kerngehäuse der Paprika und die Wurzel der Lauch-Zwiebel entfernen. Alles in einen Mixer geben und pürieren. Nun die Kerne (dabei eine kleine Menge zur Deko aufheben) und die Gewürze dazu geben und erneut den Mixer einschalten. Das Öl dazu gießen und vermengen. Jetzt muss das Pesto noch etwas durchziehen.

Pasta, zum Beispiel Spaghetti, passen hervorragend zu Pesto. Wenn die Spaghetti al dente gekocht wurden, das Wasser abgießen und die Pasta mit dem Pesto auf einem Teller anrichten. Die restlichen Kerne zum Garnieren darüber streuen. Für die leichte Rohkost-Küche ersetzt die Pasta einfach mit Gemüsenudeln, zum Beispiel aus Zucchini.

Guten Appetit!

 

Habt ihr Pesto schon einmal selber hergestellt? Welches ist euer liebstes Pesto-Rezept? Verrate es mir doch in den Kommentaren – Vielen Dank!

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Green Power Smoothie: Kiwi-Banane

Seitdem ich das erste Mal auf einem veganen Event in Hannover einen Green Smoothie getrunken habe, bin ich verzaubert. Es war eine echte Geschmacksexplosion – zuerst etwas ungewohnt, doch mit…

Seitdem ich das erste Mal auf einem veganen Event in Hannover einen Green Smoothie getrunken habe, bin ich verzaubert. Es war eine echte Geschmacksexplosion – zuerst etwas ungewohnt, doch mit jedem Schlückchen ein bisschen besser! Wieder zu Hause angekommen, habe ich sofort recherchiert, wie verrückt Rezepte notiert, eingekauft und meinen Mixer auf Hochtouren gebracht. Seit diesem Selbstexperiment weiß ich: Grüne Smoothies sind nicht nur gesund, sie machen auch sehr satt und sind vor allem super lecker!

Vor ein paar Wochen habe ich mal wieder wahllos Obst und Gemüse in den Mixer geschmissen und entstanden ist eine tolle Kreation, die ich nun sehr oft genieße und euch nicht vorenthalten möchte. Aber Vorsicht: Der Smoothie macht süchtig, da spreche ich aus Erfahrung!

Für ein großes Glas braucht ihr:

  • 70 Gramm Feldsalat
  • 1 Kiwi
  • 1 Banane
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 Messerspitze Matcha-Pulver
  • 300 ml Orangensaft (Direktsaft oder frisch gepresst)
  • Eine Prise Salz

 

Zubereitung

Banane und Kiwi schälen, Feldsalat waschen und trocken schütteln. Alle Zutaten in den Mixer geben und circa 30 bis 40 Sekunden (je nach Mixer-Leistung) glatt pürieren.

Lasst es euch schmecken!

Ich benutze übrigens einen Vitamix für meine Smoothies und kann ihn euch nur absolut empfehlen! Aber auch andere Mixer versorgen euch mit cremigen Shakes, die euch jede Menge Energie für den Tag schenken.

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Ein letzter Spätsommergruß: Nudeln mit grüner Soße (vegan)

Bei einem sonnigen Herbst-Spaziergang durch den Garten hinterließ dieser mir noch einen kleinen Spätsommergruß. So fand ich noch drei Zucchini sowie leuchtende rote und gelbe Tomaten. Wieder daheim überlegte ich, was…

Bei einem sonnigen Herbst-Spaziergang durch den Garten hinterließ dieser mir noch einen kleinen Spätsommergruß. So fand ich noch drei Zucchini sowie leuchtende rote und gelbe Tomaten. Wieder daheim überlegte ich, was ich wohl daraus leckeres zaubern würde. So entstand dieses tolle Rezept für Nudeln mit grüner Soße – natürlich vegan.

Nudeln mit grüner Soße

Nudeln mit grüner Soße: die Grundzutaten

Die Zutaten

  • 500 g Nudeln (ich verwende hier Spaghetti)
  • 3 Zucchini
  • 9 Tomaten (hier 6 gelbe und 3 rote Tomaten)
  • 1 handvoll frischer Basilikum-Blätter
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika-Gewürz
  • 2 kleine Chili-Schoten
  • Gemahlener Koriander
  • Oliven-Öl

Zubereitung

Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Nudeln dazu geben. Währenddessen anderthalb bis zwei Zucchini, zwei Drittel der Tomaten, den Basilikum, Salz, Pfeffer, Paprika-Gewürz sowie die zwei kleinen Chili-Schoten pürieren. Die restlichen Tomaten und Zucchini würfeln und mit gehackter Zwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika-Gewürz und gemahlenem Koriander in einem etwas kleineren Topf mit Öl anbraten. Sobald das Gemüse weich ist, das Püree dazugeben und als Soße aufkochen. Abschmecken nicht vergessen.

Zum Schluss auf einem Teller schön anrichten. Guten Appetit!

 

Übrigens benutze ich zum Pürieren am liebsten meinen Mr. Magic. Auf kiraton verrate ich ein bisschen mehr über ihn, als Bonus findet ihr dort auch ein paar super-leckere Smoothie-Rezepte von mir.

Was würdet ihr noch mit drei Zucchini und neun Tomaten anstellen? Verratet es mir in den Kommentaren! Euch hat der Beitrag gefallen? Fandet ihr diesen Artikel hilfreich? Teilt ihn und empfehlt ihn weiter – Danke!

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Zu Fuß über die Alpen

Gastbeitrag von Christof Herrmann, der auf einfachbewusst.de über Minimalismus und Nachhaltigkeit im Alltag und auf Reisen bloggt. Ich bin im letzten Sommer von meiner Haustür im oberfränkischen Forchheim nach München und weiter…

Gastbeitrag von Christof Herrmann, der auf einfachbewusst.de über Minimalismus und Nachhaltigkeit im Alltag und auf Reisen bloggt.

Ich bin im letzten Sommer von meiner Haustür im oberfränkischen Forchheim nach München und weiter über die Alpen bis nach Venedig gelaufen. Für die 963 Kilometer und 29.915 Höhenmeter brauchte ich 52 Tage. Es war eine der aufregendsten Reisen meines Lebens. Die langsame und minimalistische Art der Fortbewegung, die Schönheit und Vielfalt der Alpen und die vielen Begegnungen mit anderen München-Venedig-Wanderern werden mir unvergesslich bleiben. Dass jede Reise auch weniger schöne Momente hat, verschweigt man gern. Heute möchte ich von zehn dieser Momente erzählen.

Foto: Christian Hermann

Das obere Foto zeigt mich auf einer der ersten Etappen beschwingt durchs fränkische Flachland gehen. Doch der Start wenige Tage zuvor verlief alles andere als beschwingt. Ich hatte mir in der Vorbereitungszeit zu viel abverlangt. Am Morgen des geplanten Abmarschs bekam ich so starke Rückenschmerzen, dass ich mir nicht mal mehr die Schuhe binden konnte. Ein Chiropraktiker vollbrachte das Wunder, meine normale Beweglichkeit wiederherzustellen. Ich startete mit einem Tag Verspätung in mein Abenteuer.

Zimmer belegt.Foto: Christof Hermann

In Kelheim war die Hölle los. Das Städtchen hat mit seinem schmucken Zentrum, dem Altmühlradweg, dem Donauradweg und dem Kloster Weltenburg einiges zu bieten. Drei Stunden lang lief ich von Unterkunft zu Unterkunft und bekam nur Absagen. Im allerletzten Hotel hatte ich dann doch noch Glück. Die Nacht im Schlafsack an der Donau, die ich mir bereits ausgemalt hatte, durfte ich verschieben.

Foto: Christof Hermann

Ich konnte von Glück sagen, dass ich die Nacht nicht im Freien an der Donau verbringen musste. Die unzähligen Mücken und Bremsen machten mir schon am Tag das Leben zur Hölle. Bei der abendlichen Leibesvisitation zählte ich über 50 Stiche.

Foto: Christof Hermann

Im Karwendel begleitete mich meine Freundin für ein paar Tage. Auf dem Foto ist sie beim Abstieg vom Schlauchkarsattel zu sehen. Kurz zuvor waren wir nur knapp einem fatalen Unfall entgangen. Holländer hatte beim Aufstieg zum Sattel über uns einen handballgroßen Stein losgetreten und uns nicht gewarnt. Der Brocken flog keinen halben Meter über uns hinweg in die Tiefe.

Foto: Christof Hermann

Die Kulisse am Junsee ist traumhaft. Doch wenige Minuten nachdem ich das Foto gemacht hatte, war der Pfad auf einigen Metern maximal 20 Zentimeter breit und fiel auf der linken Seite steil in die Tiefe ab. Ich bin nicht ganz schwindelfrei. So schob ich mich Zentimeter für Zentimeter auf meinen Trekkingstöcken gestützt über diese für mich gefährliche Passage. Später erfuhr ich von anderen Wanderern, dass sie mich von weiter oben beobachtet hatten und zunächst befürchteten, ich hätte einen Hexenschuss erlitten.

Foto: Christof Hermann

Dieser Wasserfall sorgte lange für Gesprächsstoff unter den München-Venedig-Wanderern. Er lag etwas abseits vom Weg, so dass ich einer der wenigen war, die sich das Wasser nicht direkt aus dem Bach schöpften. Was jedoch kaum einer wusste und erst in den folgenden Tagen die Runde machte: Im Bachbett, im Foto etwa in der linken unteren Ecke, lag ein totes, halb skelettiertes Schaf.

Foto: Christof Hermann

Das Spannagelhaus zählte zu meinen liebsten Berghütten. Es ist auf 2.531 Meter in den Zillertaler Alpen gelegen und wird von Hüttenwirt Christoph geführt. Lange saß ich mit anderen Wanderern im urigen Gastraum am Kachelofen, ehe ich mich müde ins Matratzenlager begab. Wie gut hätte ich geschlafen, wäre ich nicht neben einem Profi-Schnarcher gelegen, der im Schlaf ganze Wälder absägte und gegen den nicht mal Ohropax half.

Foto: Christof Hermann

Dass ich nicht nur bei strahlendem Sonnenschein unterwegs war, zeigt der folgende Auszug aus meinem Tagesbericht, den ich auf dem von Wolken umhüllten Rifugio Coldai schrieb:

“Je höher ich stieg, desto kälter wurde es. Als einziger Schwachpunkt meiner Kleidung erwiesen sich meine Handschuhe. Sie waren viel zu dünn und saugten sich mit dem kalten Regenwasser voll. Als auch noch eisiger Wind über den Kamm pfeifte, konnte ich vor Schmerzen kaum mehr die Wanderstöcke halten. Es fühlte sich an, als würden meine Finger mit einer Schere abgeschnitten. Ich musste meine Hände dringend wieder warm bekommen, denn bis zur Rifugio Coldai war es noch eine Stunde. Dann tauchte zwischen den Wolken ein Gebäude auf. Es bestand zum einen aus einem ehemaligen Stall, an dem auf italienisch „Für alle“ stand, und zum anderen aus einem kleinen, erleuchteten Raum mit der Aufschrift „privado“. Im Stall war es zumindest windstill. Ich aß etwas und versuchte vergeblich, meine Hände warm zu bekommen. So wagte ich mich zum Privatgemach, klopfe an und trat ein. Zwei Männer standen hinter einem kleinen Tresen und versorgten eine Wandergruppe mit heißen Getränken. Ein offener Kamin spendete Wärme. Keiner der Anwesenden sprach deutsch oder englisch. Ich traute mich nicht etwas zu bestellen, denn ich befand mich nicht in einer herkömmlichen Bar. Nachdem ich den Kindern Schokolade geschenkt hatte, schien ich die Herzen der Italiener erobert zu haben. Man reichte mir ein großes Glas Kaffee mit Grappa. Als ich dieses geleert habe, drückte man mir bereits das zweite in die sich erholenden Hände. Glas Nummer drei lehnte ich mit den Worten „un altro cafe e grappa e io cantare“ dankend ab, was die Italiener hörbar amüsierte. Als die Wandergruppe zahlte und ging, zückte auch ich meinen Geldbeutel. Doch ich war eingeladen. Erstaunlich wie schnell man sich mit zwei heißen Getränken am Kamin aufwärmt. Die restliche Strecke zur Coldai-Hütte verging schmerzfrei wie im Fluge.”

Foto: Christof Hermann

Begegnungen mit anderen Wanderern sind das Salz in der Suppe einer jeden Alpenüberquerung. Wer wie ich alleine startet, aber kommunikativ ist und sich ans Lauftempo anderer anpasst, kann die meiste Zeit in Gesellschaft wandern. Oft war ich tagelang in Gruppen von bis zu acht Personen unterwegs. Durch die gemeinsame Leidenschaft kommt man schnell ins Gespräch. Herkunft, gesellschaftliche Position und Generation spielen keine Rolle. Die Atmosphäre in den Alpen und auf den Berghütten ist sowieso sehr gemeinschaftlich. Trotzdem wurde mir der Trubel manchmal zu viel. Ich sehnte mich nach Ruhe, nach Zeit mit mir selbst, nach der Stille der Bergwelt. Dann trennte ich mich von der Gruppe und ging meine eigenen Wege. Wenn ich dann Stunden oder Tage später plötzlich wieder vor bekannten Gesichtern stand, freute ich mich umso mehr.

Foto: Christof Hermann

Auch wenn auf solch einer Fernwanderung der Weg das Ziel ist, erreichte ich nach 52 Tagen Venedig. Trotz Problemen mit verfallenden Palästen und Touristenmassen ist La Serenissima (”die Durchlauchtigste”) immer noch eine der schönsten Städte der Welt. Eines sollte man hier aber nicht tun: Auch nur einen Zeh in den Kanal halten. Ein Mitwanderer rutschte vor meinen Augen aus und landete bis zur Hüfte im Kanalwasser. Die Kleidung trocknete an dem heißen Tag rasch. Aber riechen tat der arme Teufel, ich kann es nicht anders ausdrücken, (nach) Scheiße.

Fotos und Berichte zur Alpenüberquerung gibt es auch als eBook zum kostenlosen Download.

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