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Schlagwort: CHECKED

Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen…

Anfang. Beginn. Das braucht alles, auch meine Kolumne. Lange habe ich herumüberlegt, hier ist er also, der erste Beitrag zu meiner Kolumne „Völlerei“, die sich rund um die allgegenwärtigen Themen meines Alltags – veganes Essen, Konsumverhalten und urbanes Leben – drehen wird und wahrscheinlich noch vieles mehr, die Zeit wird es mir und euch zeigen. Ich freue mich über Kommentare und Tipps zu neuen Lokalen oder Geschäften die ich testen sollte. Ohne Austausch keine Entwicklung, oder so.

Alles auf Anfang

Im Gegensatz zum ersten Beitrag meiner Kolumne steht die „Pizzeria Casa Piccola“ nicht ganz am Anfang, im Gegenteil – seit über 30 Jahren existiert dieses Allround-Lokal direkt am Wiener Gürtel. Allerdings in diesen 30 Jahren mit nur wenig Angebot für Gäste, die auf tierleidfreies Essen wert legen, was sich jetzt durch den durchaus kritisch zu betrachtenden veganen Trend geändert hat, sehr zur Freude meinerseits. Schon einige Male bin ich am Weg zu diversen Gürtellokalen oder auch zu Freunden an dieser extrem zentral gelegenen Pizzeria (direkt am Hernalser Gürtel bei der U6 Station Alser Straße) vorbeigekommen, doch beachtet wurde sie von mir nie eingehend. Man kennt ja eigentlich von jeder ordentlich geführten italenischen Pizzeria die meist vegane Pizza Marinara, allerdings ohne Belag, nur mit Tomatensauce, Knoblauch und Gewürzen – auf Dauer ein wenig arm und fad am Teller. Die einzigen Ketten und Lokale, die noch vor einigen Jahren Pizza mit mehr Belag und Veggie-Pizzakäse anbieten waren entweder extrem schwer zu erreichen wenn man nicht gerade im 22. Bezirk wohnt (Pizza on Tour) oder haben mittlerweile zugesperrt (Pizza Pinocchio). Auf ein Angebot wie in dem von fleischlosen Lokalen verwöhnten Berlin, wo es das „Sifzy Veg“ gibt, eine rein vegane Pizzeria mit über 30 verschiedenen Sorten, die unglaublich gut sind, wird man in Wien noch etwas warten müssen. Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass der Besitzer der Casa-Piccola, Liang Hung Chiang, und sein Team an veganen Pizzavariationen mit pflanzlichem Pizzakäse feilen. Somit begab ich mich auf den Weg.

Die Pizzeria Casa Piccola

Als ich das Lokal betrat war ich erstmal überrascht. Erwartet hätte ich mir wohl ein abgefucktes, aber nettes Mini-Lokal – in der Tat ist es aber eine mittelgroße, modern eingerichtete Pizzeria. Die Speisekarte wurde sofort vom freundlichen und sehr kompetenten asiatischen Personal gereicht und gleich fällt die „grüne Seite“ ins Auge, auf der die veganen Pizzen und auch ein veganes indisches Curry aufgelistet sind. Zur Auswahl stehen die klassischen Sorten wie Margerita, aber auch Pizza Broccoli oder Pizza Ruccola. Auf Fleischersatz wie bei einer Pizza Salami wird aber verzichtet. Alles dafür mit Pizzakäse ohne Muh, Extra-Auflagen gibt es ab 50 Cent Aufpreis. Passt so. Ansonsten spezialisiert sich die Karte auf… Hm, alles. Von Pizza (eh klar), über Pasta, Schnitzel und asiatische Speisen gibt es für Omnivoren so ziemlich alles, was das fleischige Herz begehrt. Sicherlich nicht schlecht, für mich aber natürlich nicht relevant.

Trinken kam schnell und in einem auffällig geschwungenen Glas, auch mal was anderes. Aus dem Radio tönte der übliche Chartspop, war aber erträglich. Pizza kam nach Bestellung innerhalb von nicht mal 15 Minuten – gibt es auch nicht immer und ist positiv zu vermerken, auch wenn ich eigentlich nicht so viel Wert auf Schnelligkeit bei der Zubereitung lege. Bestellt hatte ich mir eine „Florentina“, einfach weil es meinem Namen so ähnelt und ich Lust auf Spinat und Mais und viiiel Knoblauch hatte. Die Pizza war durchschnittlich groß, also nicht übermäßig aber genau richtig, wie ich finde – 33 Zentimeter Durchmesser eben. Geschmeckt hat es dann auch. Der vegane Pizzakäse ist zwar nicht sehr dominant – äußerlich und auch im Geschmack -, das finde ich aber eigentlich ganz gut so. Habe dann leider vergessen auf welcher Basis der Käse gemacht wird oder ob er zum Beispiel von Wilmersburger gekauft wurde – sah aber sehr nach selbstgemacht mit Kartoffelstärke aus -, aber das wird nachgeholt, beim nächsten Mal. Belag war auch in Ordnung, dass man da nichts Frisches, sondern Mais aus der Dose bekommt, ist ja Standard und auch nicht anders zu erwarten. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit der Auswahl, es gibt aber noch sieben andere Sorten, die ich kosten möchte, mal sehen wie die so schmecken. Gezahlt wurde dann 12,70 für Pizza und ein großes Getränk, völlig in Ordnung, wie ich finde.

Fazit: Nettes Nichtraucher-Lokal, netter Service, angemessene Preise, zentral gelegen – hin da!

Bewertung: 8/10
Homepage: casa-piccola.at

Danke für die Aufmerksamkeit!

Bis dann, euer Florin

2 Kommentare zu Völlerei: Die vegane Kolumne rund um Essen und andere Notwendigkeiten

Meine fünf Reisetipps für das schottische Dumfries & Galloway

„Die Gegend Dumfries & Galloway ist noch ein richtiges Geheimnis, sogar für die SchottInnen. Aber jede(r), der/die schon einmal dort war, schwärmt davon.“ Mit diesen Worten hat mich Ines, PR-Verantwortliche…

„Die Gegend Dumfries & Galloway ist noch ein richtiges Geheimnis, sogar für die SchottInnen. Aber jede(r), der/die schon einmal dort war, schwärmt davon.“ Mit diesen Worten hat mich Ines, PR-Verantwortliche von Visit Scotland, erfolgreich nach Schottland gelockt – etwas, was mir übrigens zwei schottische Mitreisende durchaus bestätigen. „Wir sind hier der vergessene Teil Schottlands.“, heißt es auch einmal zur Begrüßung – und das klingt gar nicht erfreut. Es wird also höchste Zeit, das Geheimnis zu lüften: Denn in Dumfries & Galloway kann man jede Menge sehen und erleben. Achtung: Ich war dort und schwärme jetzt, Ines hat es ja vorhergesagt.

Das sind meine Top Fünf aus dem dichten Programm der letzten Tage:

1. Ready steady freeze

Was:  Nomen est omen, anders kann man das Erlebnis „Mach dir dein eigenes Eis“ gar nicht beschreiben – dachte sich zumindest das Team des Eisproduzenten Cream o’Galloway. Die SchottInnen trotzen also Wind und Wetter, stellen sich in die Küche der Farm, auf der jährlich 20.000 Liter (so viel wie bei Ben & Jerrys übrigens täglich gemacht wird) reinstes Bio-Eis ohne Zusatzstoffe produziert und in Schottland sowie England verkauft wird, und mixen sich ihr eigenes Eis. Dass das gar nicht so einfach ist und man selbst bei maximal drei Zutaten falsch liegen kann, haben wir festgestellt. Zwei Tipps: Whiskey/Ingwer funktioniert großartig. Honeycomb/Schokolade und Schokoladenchips hingegen hat uns nicht vom Hocker gerissen.

Wo: Cream o’Galloway, eine Farm, die mich nicht nur wegen des köstlichen Eises begeistert hat, sondern wegen des rundum nachhaltigen Konzepts: Selbstversorgung wird groß geschrieben – auch in Sachen Energieversorgung, es werden einmal monatlich Themenabende für Erwachsene zum Thema Ernährung, Umweltschutz und Co durchgeführt; die Abenteuer-Spielplätze, die Paradies nicht nur für Kinder sind, wurden vom Farm-Personal aus Holz hergestellt, und und und. Schaut einfach mal rein. Ein Besuch lohnt sich – auch als Tagesausflug von Glasgow oder Edinburgh (jeweils ein bis zwei Stunden Fahrt)!

Was es nicht alles zu sehen gibt, in der Eisfabrik. Foto: Doris

Skeptischer Blick: Wird das was mit dem selbstgemachten Eis? Foto: Doris

 

Welche Zutaten sollen bloß rein? Foto: Doris

Das fertige Eis - selbstgemacht. Foto: Doris

Alles meins: Selbstgemachtes Eis. Foto: Doris

 

2. Abhängen – oder das Wetter Wetter sein lassen

Was: Zip-Lining, groß stand es auf dem Programm, denn in Dumfries & Galloway war bisher auf der Laggan Farm die längste Zip-Line Großbritanniens zu finden. Bis vor drei Wochen. Jetzt ist die Längste in Wales – und die in Schottland „nur noch“ eine der längsten Europas. 820 Meter im Schuss runter – das wäre der Plan gewesen. Allein, der Wind kam uns dazwischen. Bei den sturmartigen Böen war ans Abhängen nicht zu denken.

Die enttäuschten Gesichter konnten wir anfangs nicht verbergen. Bis wir festgestellt haben, dass wir bei einer Segway-Tour oder mit revers Jeep-Driving mindestens genauso viel Action und Fun haben können.

Wo: Laggan Farm, nur zehn Minuten von Cream o’Galloway entfernt. Eine Farm, die seit über 100 Jahren von einer Familie betrieben und wo zusätzlich jede Menge Action geboten wird. Mehr dazu auf der Website!

Auf der Zip-Line wäre es nach unten gegangen. Der Wind hat es verboten. Foto: Doris

Jeeptour auf der Laggan Farm. Foto: Doris

Und natürlich mit den Segways auf Tour. Foto: Doris

Stattdessen: Reverse Jeep Driving - ausprobieren. Foto: Doris

3. Gott spielen

Was: An hellen Sonnentagen muss es noch genialer sein, doch selbst beim trüben Regenwetter blieben uns die Münder vor Staunen offen. Ein Konstrukt aus dem Jahr 1836 hat es geschafft, uns Internet-Junkies, ständig mit Iphone & Co ausgerüstet, App-affin und dauer-online, in Aufregung zu versetzen. Eine Camera Obscura, Ur-Mutter der Kamera, ist auf dem obersten Stockwerk zu finden – und auch wenn wir wegen des stürmischen Wetters nicht den 360 Grad-Rundumblick genießen können, wird uns doch einiges gezeigt. Die Stadt Dumfries nach oben gespiegelt nämlich. Und wir spielen, blödeln, rücken hier mal ein bisschen zur Seite, „zoomen“ dort ins Fenster hinein, legen Hürden auf die Straßen und freuen uns an der optischen Täuschung, dass Autos über diese fahren müssen. Wer hätte gedacht, dass offline Gott-spielen solchen Spaß macht!

Wo: Im Museum der kleinen Stadt Dumfries. Ein Museum im Gebäude einer ehemaligen Windmühle aus dem 18. Jahrhundert, dessen Ausstellungsstücke von der lokalen Bevölkerung stammt und dort sozusagen „verwaltet“ wird.

Die "Meisterin" an der Camera Obscura. Foto: Doris

So ein kleines Ding bringt ganz schön ins Staunen. Foto: Doris

Und jetzt bauen wir noch Hürden für die Autos ein. Foto: doris

Dumfries von oben. Foto: Doris

4. Schlafen wie die Irren

Was: Nein, kein Tippfehler und auch keine Anspielung, sondern Tatsache. Das Aston Hotel in Dumfries ist das Gebäude einer ehemaligen „Irrenanstalt“, einem Krankenhaus für psychisch kranke Menschen. Davon merkt man nichts mehr, aber versucht mal, einen Small-Talk mit den Worten zu beginnen: „Ich habe gestern Nacht in der psychiatrischen Anstalt verbracht.“ Allein schon deshalb eine Erwähnung wert!

Wo: Aston Hotel auf den Crichton Gründen.

Nicht sehr spektakulär, aber praktisch: Aston Hotel. Foto: Doris

So sah die Anstalt früher aus. Foto: Doris

5. Lämmchen zählen

Was: Die Schafe sind los – und die Lämmer erst recht. Mit der Kamera bewaffnet wird man auf der Suche nach Schafen und Lämmern ziemlich sicher fündig. Gerade jetzt im Frühjahr.

Wo: Am Wegesrand. Auf Farmen. Einfach überall.

Warnung: Suchtgefahr! Ich bin nicht anfällig auf Tiere oder Tierbilder, aber die Lämmer haben sogar mich eingewickelt wie ihr sehen könnt:

Ein neugeborenes Lamm am Wegesrand. Foto: Doris

Lämmchen überall. Foto: Doris

Nur nicht schüchtern, Lämmer. Foto: Doris

So macht man eine indische Reisebloggerin glücklich - mit Lamm im Schoß. Foto: Doris

Was guckst du, Lamm? Foto: Doris

So, und jetzt sage noch einer, einen Ausflug nach Dumfries & Galloway könne man vergessen…

 

Offenlegung: Ich war auf Einladung von Visit Scotland unterwegs. Danke dafür! Die Meinungen und Ansichten in dieser Geschichte bleiben meine eigenen. 

5 Kommentare zu Meine fünf Reisetipps für das schottische Dumfries & Galloway

Bahnland oder Willkommen in der Welt des Bloggens

Gastbeitrag von Lisa Tramm, Initiatorin des Projekts Bahnland: Sie möchte ab Mai 2013 per Zug ganz Deutschland bereisen und darüber ein Buch schreiben. Ein Interview mit Lisa über das Projekt findet…

Gastbeitrag von Lisa Tramm, Initiatorin des Projekts Bahnland: Sie möchte ab Mai 2013 per Zug ganz Deutschland bereisen und darüber ein Buch schreiben. Ein Interview mit Lisa über das Projekt findet Ihr auch bei Inka auf blickgewinkelt.

Ich gehöre zu den Menschen, die sich im Internet stets verdeckt gehalten haben. Ich habe keine Foren besucht, keine Beiträge verfasst und nur in aller größter Seltenheit etwas bei Facebook gepostet. Ich war anonym. Wenn man meinen Namen googelte, so fand man nichts (ausgenommen einem Eintrag als ich 13 war). Wie schnell sich so etwas ändern kann. Google ich meinen Namen heute, gerade einmal vier Wochen später, findet man so einiges. Durch ein paar Facebook-Posts und Blog Artikel taucht man plötzlich überall auf!

Im Oktober letzten Jahres habe ich noch nicht gedacht, dass ich heute einen Gastartikel verfasse, der dann veröffentlicht wird. Im Oktober letztes Jahr dachte ich noch: „Was für ein Zufall, der Fotowettbewerb der Deutschen Bahn sucht genau so ein Bild, wie ich es mit meinen Schwestern zu Weihnachten machen wollte.“ Und schon war das Bild eingeschickt. Ich ahnte nicht, dass die Google Ergebnisse zu meinem Namen heute von Lisa Tramms Projekt Bahnland handeln würden.

Bei ihrer England-Reise 2012 hätte Lisa nicht gedacht, ein Jahr später das Projekt Bahnland zu gründen. Foto: Lisa Tramm

Bei meiner England-Reise 2012 hätte ich nicht gedacht, ein Jahr später das Projekt Bahnland zu gründen.

Mit dem Gewinn der BahnCard 100 im November letzten Jahres waren die Tage der Anonymität im Netz gezählt. Mir kam die verrückte Idee, ich könne auf Reisen gehen und darüber bloggen. „Bloggen – das machen doch viele – das krieg ich schon hin.“ So nahmen meine Planungen zum Projekt Bahnland Gestalt an.

Reisen mochte ich schon immer gerne und mich hat es auch lange wieder in den Füßen gekitzelt, ein neues Abenteuer zu erleben. In einigen Ecken meines Freundeskreises hörte ich immer wieder von Work and Travel oder Erasmus. Meine Reisedurst blieb aber unbefriedigt. Als mir dann diese schöne schwarze Karte mit der 100 in die Hände gelegt wurde, war mir klar: Das ist es! Deine Chance auf ein Abenteuer. Und das im eigenen Land! Die Idee, weder Australien noch Singapur oder die Dominikanische Republik zu bereisen, sondern eben Deutschland zu entdecken, faszinierte mich. Das Land, in dem ich geboren wurde. Ich kenne bisher nur ein paar Ecken Deutschlands. Ich war noch nie in München, Berchtesgaden, Kassel, Münster, Weimar, Mainz, Erfurt…….. Die Idee, das eigene Land von oben bis untern abzufahren wurde konkreter und ich entschloss mich, nicht nur zu reisen sondern darüber zu bloggen und sogar ein Buch zu schreiben.

New York steht diesmal nicht auf dem Plan. Foto: Lisa Tramm

New York steht diesmal nicht auf dem Plan.

Ende Februar war das Projekt Bahnland geboren. Ich hatte mich entschlossen, meinen Job an den Nagel zu hängen, mein Zimmer unterzuvermieten, in die Züge Deutschlands zu steigen und die Republik abzufahren. Meine Ziele sind simpel. Ich möchte jedes Bundesland bereisen, alle Himmelsrichtungen abfahren, und ein paar Grenzstädte besuchen. Durch meine Arbeit im Umweltbereich kam mir eine weitere Idee. Auf meiner Reise möchte ich nach nachhaltigen, grünen oder ökologischen Sachen, Projekten oder ähnlichem Ausschau halten. Sei es eine Biobäckerei oder Artenschutzprogramme. Bei der Finanzierung entschied ich mich fürs Crowdfunding. Auf startnext.de gibt es die Möglichkeit seine Projekte vorzustellen und durch die Unterstützung vieler, seine Idee zu realisieren. Meine Idee war es, meine Erlebnisse in einem Buch zusammen zu fassen. Einen Reisebericht über Deutschland zu schreiben, um so Menschen anzuregen, auch einmal das eigene Land zu erleben, anstatt sich in den Flieger zu setzen. Zug fahren ist nämlich auch um einiges nachhaltiger.

Lisas Wahlheimat Berlin darf bei natürlich nicht fehlen. Foto: Lisa Tramm

Meine Wahlheimat Berlin darf dabei natürlich nicht fehlen.

Nun mache ich also meine ersten Schritte in der Welt des Bloggens. Ich versuche mich an Gastartikeln und weiß noch gar nicht so recht, wie man überhaupt bloggt. Mir schwirrt immer meine alte Deutschlehrerin im Kopf herum, die meine Aufsätze früher immerhin ausreichend fand. Ich bin gespannt auf diese Welt, in der man bei Facebook postet und Artikel schreibt, auf Radiosendern sein Projekt vorstellt, um möglichst viele Leute zu erreichen, die Gefallen an dem finden, was man macht und eventuell auch Interesse haben, einen zu unterstützen.

Und plötzlich ist man nicht mehr so anonym. Man findet sich bei Google und liest Artikel über sich. Schreibt mit netten fremden Leuten, die mich zu sich einladen und mir die Gegend zeigen wollen. Ich bin in diese Sache sehr spontan hineingestolpert und bin so wahnsinnig gespannt, was als nächstes passiert. Ich glaube das Bahnland zeigt mir nicht nur Deutschland, sondern hält noch viele Überraschungen für mich parat.

 

Wenn ihr Lisas Projekt weiterverfolgen möchtet, könnt ihr das hier machen:

startnext.de/bahnland
facebook.com/bahnland
bahnland.tumblr.com
vimeo.com/60503339

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Sonnentor Kräutertee Osterüberraschung

Was findet man im Osternest? Richtig, eine Osterüberraschung! Und zwar die Kräuterteemischung Osterüberraschung von Sonnentor! Der Bio-Tee passt mit dem schönen Packungsdesign super in jedes Osternest! Die Osterüberraschung schmeckt nach…

Was findet man im Osternest? Richtig, eine Osterüberraschung!

Und zwar die Kräuterteemischung Osterüberraschung von Sonnentor! Der Bio-Tee passt mit dem schönen Packungsdesign super in jedes Osternest! Die Osterüberraschung schmeckt nach nach Zitrone und Minze und eignet sich somit hervorragend als erfrischender Frühlingstee!

Die Kräuterteemischung Osterüberraschung von Sonnentor findet ihr hier.

Gebt diesem Beitrag euer Like, wenn ihr die Osterüberraschung gerne in eurem Osternest findet würdet!

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Oster-Urlaub in Bio-Hotels

Wer Lust hat, das Osternest nicht zu Hause, sondern in einem der vielen schönen Bio-Hotels zu suchen, kann aus vielen Hotels wählen, die ein spezielles Osterprogramm anbieten. Erlebt Osterfreuden beim…

Wer Lust hat, das Osternest nicht zu Hause, sondern in einem der vielen schönen Bio-Hotels zu suchen, kann aus vielen Hotels wählen, die ein spezielles Osterprogramm anbieten.

Erlebt Osterfreuden beim Biolandhaus oder auch Ostern beim Stanglwirt– oder doch lieber ein anderes Bio-Hotel? Hier könnt ihr euch alle Bio-Hotels ansehen.

In welchem Bio-Hotel würdet ihr gerne Ostern verbringen?

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Auf geht’s: Die Donau-Karawane zieht los

Freitag, 15. März um 19 Uhr im deutschen Furtwangen an der Donau. Ein ganz gewöhnlicher Freitag? Nicht ganz. Denn es fällt der Startschuss zu einer ganz ungewöhnlichen Reise. 3.000 Kilometer…

Freitag, 15. März um 19 Uhr im deutschen Furtwangen an der Donau. Ein ganz gewöhnlicher Freitag? Nicht ganz. Denn es fällt der Startschuss zu einer ganz ungewöhnlichen Reise. 3.000 Kilometer durch 14 Länder wollen Helene, Sarah, Johannes, Peter, Mark – und hoffentlich noch viele mehr – hinter sich bringen, entlang der Donau vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer, zu Fuß, per Kajak, mit dem Fahrrad… Nicht allein, sondern mit jedem, der die kleine „Karawane“ begleiten möchten. Dabei geht es nicht nur ums Unterwegssein. Es geht vielmehr darum, nachhaltige Projekte miteinander zu verbinden und miteinander, voneinander zu lernen. Auf dem Weg und bei Workshops in einzelnen Städten.

Klingt nicht neu? Das liegt vermutlich daran, dass ich schon von einem ersten Treffen mit dunaVision berichtet habe. Ich habe die Gruppe in den letzten Monaten einige Male getroffen und versucht, mich so gut wie möglich auf dem Laufenden zu halten. Richtig gelungen ist es mir nicht: Jedes Mal haben sich neue Fragen aufgetan, neue Antworten wurden gegeben, neue Ideen tauchten auch… spannend bleibt das Projekt allemal.

Wandern, Spaß, Nachhaltigkeit, Vernetzung, Lernen, ... dunaVision ist vieles.

Wandern, Spaß, Nachhaltigkeit, Vernetzung, Lernen… dunaVision ist vieles.

Spannend besonders auch für diejenigen, die unterwegs sind – wie die Vorarlbergerin Helene, mit der ich einige Tage vor ihrem Abmarsch noch gemailt habe:

Doris: Helene, wie geht’s dir so kurz vor dem Start?

Helene: Eigentlich habe ich noch gar nicht realisiert, dass es tatsächlich in wenigen Tagen los geht. Ich glaube, die Gedanken kommen erst, wenn ich im Zug nach Deutschland sitze! Gestern hatte ich aber zum Beispiel einen Albtraum, dass mir jemand erzählt, es wüsste doch jeder über die streundenden Hunde in Osteuropa Bescheid, die ständig Wanderer in Rudeln anfallen! Da bin ich aufgewacht und hab mir tatsächlich Sorgen gemacht.

Welche Unsicherheiten gibt es noch?

Ziemlich viele! Wir wissen nicht, wie viele Teilnehmer wir haben werden. (Anm.:  Neben der genannten „Kerntruppe“, die aus Helene, Sarah, Johannes, Peter und dem Schotten Mark besteht, werden in den ersten paar Tagen noch fünf bis sechs weitere Personen losgehen. Darunter die Leiterin des Workshops in Augsburg, Vertreter des Ministeriums in Baden-Württenberg für Bildung und Kultur oder ein Journalist vom Schwarzwälder Boten. Mark ist übrigens mit seinem 20-jährigen Bus mit von der Partie, der mit Solar Panels ausgestattet ist, um Mobiltelefone, Laptops etc. aufzuladen oder Kleider und Zelte zu flicken. Zusätzlich wird ein Trailer angehängt, um das Gepäck verstauen zu können.) Wir haben auch nicht alle Routen schon fix und fertig geplant. Aber die Unsicherheiten gehören definitiv zur Reise dazu, anders geht es gar nicht.

Worauf freust du dich am meisten?

Schwer zu sagen. Wahrscheinlich auf den Sommer, ich hab es nicht gern kalt! Allgemein stelle ich es mir wunderbar vor, täglich beobachten zu können, wie die Jahreszeiten die Vegetation verändern. Wenn man jeden Tag so viele Stunden draußen ist und so vom Wetter beeinflusst wird, muss das ein wunderschönes Erlebnis sein. Dann freue ich mich auch wahnsinnig auf das Forum in Wien, weil ich dort schon viel im Vorfeld mitbekommen habe und sich dort viel abspielt, was mich brennend interessiert: Wie baut man Häuser aus Stroh und Lehm? Wie kann ein Ökodorf funktionieren? Welche Formen des Miteinander gibt es? Und schlussendlich natürlich auf das Donaudelta, von dem ich schon so viel Spannendes gehört hab. Dörfer, die nur per Boot erreichbar sind, kenne ich bisher nur aus Indien.

Aktuelle News und Infos gibt es auf der Website dunavision.eu.

Aktuelle News und Infos gibt es auf der Website dunavision.eu

Was ist die größte Herausforderung für dich?

Meinen Freund dazu zu bringen, dass er auch mitkommt! Ansonsten wird es sicher auch eine große Herausforderung, eine gute Balance zwischen ständigem Organisieren, Bloggen, Verantwortlich sein und meiner persönlichen Freiheit zu finden – ich glaube, das ist sehr wichtig, um das ein halbes Jahr durchziehen zu können.

Dass das ganze Projekt den Bach hinuntergeht ist ziemlich unwahrscheinlich, weil ja nicht ein Team das Ganze organisiert, sondern jeweils RegioTeams für die Foren vor Ort zuständig sind. Wenn also der Workshop in Wien eine Katastrophe wird, wird der in Budapest hoffentlich besser! Was jedoch passieren müsste, damit ich persönlich aufhöre, ist schwer zu planen. Dass ich irgendwann mal eine Pause einlegen möchte und dann später wieder dazustoße, kann ich mir allerdings schon vorstellen – das Ganze soll ja flexibel und dynamisch bleiben.

Wo kann man sich über euch auf dem Laufenden halten und über Treffen oder eure Teilstrecken informieren?

Auf jeden Fall über unsere Website, dort werden immer rechtzeitig die richtigen Treffpunkte etc. online stehen. Wir überlegen aber auch, eine Notfallnummer mitzunehmen, über die man jederzeit jemand aus dem Team erreichen kann.

Danke, Helene, und viel Spaß beim Wandern und Wandeln!

 

Und vielleicht sehen wir uns ja im Donaudelta, denn ich habe die Idee, auch ein Stück weit mitzugehen noch immer im Kopf…

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An Louise führt in Dresden kein Weg vorbei…

Richard (Wagner), Erich (Kästner), August (der Starke)… ich lasse sie alle links liegen. Für Louise. Denn während die meisten TouristInnen in Dresden zumindest untertags vor allem die barocke Altstadt mit…

Richard (Wagner), Erich (Kästner), August (der Starke)… ich lasse sie alle links liegen. Für Louise. Denn während die meisten TouristInnen in Dresden zumindest untertags vor allem die barocke Altstadt mit Semper Oper, Zwinger und Frauenkirche lieben und nur abends der Kneipen wegen in die Neustadt ziehen, habe ich mein Herz längst an eine Straße auf jener Elbeseite verschenkt. Und ich bin ihr 24 Stunden treu: Denn auf der und rund um die Louisenstraße im sogenannten “Szeneviertel” (blöder Name, wirklich!) Neustadt ist alles zu finden, was ich mag. Getestet und für gut befunden sind folgende Plätze:

Schon auf dem Weg vom Albertplatz zur Louisenstraße liegt die Bäckerei Der Graf, in der es angeblich die besten Kuchen gibt – handgemacht, versteht sich. Die paar Fußminuten zu Louise machen sich mit einer typisch Dresdner Eierschecke (um 1,05 Euro) in der Hand übrigens auch gleich noch einmal so gut.

Der Graf: Königliches Vergnügen für Feinschmecker. Foto: Doris

Sapori D’Italia

Gute Pizzen lassen sich im Sapori D’Italia genießen – das befindet sich an der Ecke Louisen-/Rotheburger Straße. Was aussieht wie ein Feinkostladen kocht Pizza und Pasta, dass es den DresdnerInnen ein Vergnügen ist. Dementsprechend gern gehen sie hin – und so ab 19/20 Uhr sind alle drei Tische sowie der Barbereich am Rand besetzt. Da kann es auch vorkommen, dass man sich den Tisch mit Fremden teilen darf. Tipp: Um 18.00/18.30 hingehen, da hat man meist Glück (so wie wir) und ergattert einen Platz.

Sapori D´Italia: Schaut von außen unscheinbar aus, die Pizze sind aber alles andere als unscheinbar. Foto: Doris

Dürüm Haus

An diesem Eck ist auch der beste Türke der Stadt: Mehrfach ausgezeichnet tischen die Jungs und Mädels vom Dürüm Haus mächtige Portionen auf. Bitte einen Blick nach oben in den ersten Stock werfen: Dort hat mich ein, leider abgesperrter, türkischer Salon fasziniert.

Mahlzeit im Dürüm-Haus. Foto: Doris

Teegadrom

Besonders im Winter eine kuschelige Zufluchtsstätte, aus der man sich auch nicht vom griesgrämigen Ausdruck des Besitzers vertreiben lassen sollte. Alle, die durchhalten, können sich mit einem der selbst zusammengestellten großartigen Tees (zum Beispiel Rote Clara, benannt nach der – nicht mehr vorhandenen – Katze, die einst im Laden ihre Heimat hatte) belohnen.

Teetrinken, Schokolade essen und plaudern - im Teegodrom möglich. Foto: Doris

Nordbad

Das “kleinste Bad” Dresdens ist vielleicht fürs Schwimmen weniger geeignet: Das Wasser geht dir die ersten Meter nur bis zur Brust und dann maximal bis zum Hals. Aber die Sauna ist angeblich einer der “In-Treffpunkte” der Dresdner. Besonderes Schmankerl: Man kann dabei aufs Dach gehen und einen Blick auf Louise werfen. Es ist – so heißt es – auch eine gute Station, um seine NachbarInnen (überraschend) zu treffen oder seine Flirtpraxis zu üben, denn das wird im Nordbad nur all zu gerne getan.

Im Hof vom Nordbad. Foto: Doris

Raskolnikoff

Wer schon nicht im Nordbad schwimmen möchte, der sollte zumindest den Durchgang zur Böhmischen Straße benutzen, um einen Abstecher ins Raskolnikoff zu machen. Das „originellste“ Restaurant- und Galerie-Haus Dresdens ist nicht nur wegen der Optik anziehend, das Konzept (Bio-Küche, wenn leistbar, die BesitzerInnen verwenden keine Autos…) ist auch so sehr ansprechend! Im Raskolnikoff kann man übrigens auch schlafen: Es stehen kleine Zimmer – „keine Schlaf, sondern Lebezimmer“, so heißt es auf der Website – bereit, die sehr gut gebucht sind! Dort gibt es übrigens in einem Separee das einzige Raucherfrühstück Dresdens. Warum ich das weiß? Ich bin mit einem Raucher durch die Neustadt geschlendert…

Pop Up Store Lou 61

Leider schon Geschichte ist der Pop Up Store Lou 61, denn der war nur bis neunten März, also einen Monat lang, Gast in der Louisenstraße. Aber dass es hier, nur hier, diesen Shop geben konnte, zeigt schon den Charakter der Straße. Und was danach in der Louisenstraße 61 entstanden ist, das könnt ihr mir ja berichten.

Leider schon vorbei, der Pop Up Store Lou 61. Foto: Doris

Lebensmittel Bui

Gekommen, um zu bleiben ist hingegen der Vietnamese Bui, dessen Lebensmittel-Kleinstladen alles zu bieten hat, was der Neustädter haben möchte und braucht. Er ist zwar kein Spät-Laden (diese Dresdner Spezialität, in der man des Nächtens auch noch Alkohol einkaufen kann), aber dennoch erwähnenswert!

Jedes Treppenhaus sah/ sieht anders aus. Foto: Doris

Treppenhäuser aus der Gründerzeit

Auch wenn es die Dresdner Altstadt anders vermuten ließe, gibt es richtig alte Gebäude aus der Gründerzeit nur in der Neustadt. Dort wurden einige bemalte Treppenhäuser der Zeit zwischen 1850 und 1890 wieder saniert. Ein Grund, einen Blick hinein zu werfen (wenn man kann, anläuten – vielleicht klappt’s!): Zum Beispiel in die Louisenstraße 67. Und natürlich muss man bei einem Rundgang durch die Gegend auch in die Kunsthofpassage gehen, eine der bekanntesten Kultureinrichtungen Dresdens. Zwischen Alaunstraße und Görlitzer Straße wurden die Höfe kreativ ausgemalt und zu einer Passage verbunden, in der man Stunden mit dem Schmökern durch die zahlreichen Läden, Galerien und Lokale verbringen kann.

Kunsthofpassage - jeder Hof hat ein anderes Thema. Foto: Doris

Sukuma

Knapp vor Schluss steht in der Louisenstraße auch das Büro und der Vereinsraum von Sukuma, einem Verein, der sich nachhaltigem Konsum verschrieben hat, aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal. Der verdient nämlich mehr als nur ein paar Zeilen.

Nein, die Klingel ist nicht defekt. Sukuma Vereinshaus. Foto: Doris

Café Oosteinde

Irgendwann geht ja alles zu Ende – so auch die Louisenstraße. Doch das Gute geht weiter, denn am Ende der Louisenstraße (und eigentlich auch schon auf der Prießnitzstraße, aber sehen wir das mal nicht so eng) ist das Café Oosteinde, wo der „Homo Neustadtienses“ (O-Ton eines eben solchen) seine Sommerabende und Wochenendmorgen verbringt.

Die Prießnitz, der klarste Bach - gleich in der Neustadt. Foto: Doris

Und wenn man da die Stiegen hinunter geht, dann kommt man auch zum angeblich “klarsten Bach” Dresdens, der Prießnitz, in der man sogar schwimmen kann. Das habe ich jetzt der Temperaturen wegen nicht ausprobiert. Würde es wohl auch nicht in der Stadt tun, sondern es den DresdnerInnen gleich machen und dafür lieber etwas weiter den 25 Kilometer Bach entlang in die Dresdner Heide gehen.

Ach, Louise, schön war’s bei dir! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, meine Liebe…

 

Updates aus der Neustadt erfährt man übrigens am besten auf dem Blog Neustadt Geflüster.

Offenlegung: Der Aufenthalt in Dresden wurde durch die Dresden Marketing GmbH ermöglicht. Danke dafür! Meinungen und Ansichten bleiben wie immer meine eigenen.

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mymuesli2go

mymuesli, das Müsli zum Selbermischen mit über 80 Bio-Zutaten, kennt ihr sicher schon! Aber es gibt auch mymuesli2go, für alle, die auch unterwegs nicht auf ihr mymuesli verzichten wollen. Zur Zeit gibt…

mymuesli, das Müsli zum Selbermischen mit über 80 Bio-Zutaten, kennt ihr sicher schon!

Aber es gibt auch mymuesli2go, für alle, die auch unterwegs nicht auf ihr mymuesli verzichten wollen. Zur Zeit gibt es die folgenden zwei veganen Sorten als mymuesli2go: 40%-Protein-Müsli und Bircher Müsli.

Hier geht es zu mymuesli2go von mymuesli.

Wer von euch isst auch gerne zumindest ab und zu Müsli?

1 Kommentar zu mymuesli2go

Der Traum vom Ökodorf, das durch Europa rollt

„Wenn ich meine Träume nicht lebe, bin ich mir dann selbst treu?“ Dalida sitzt mir gegenüber in einem kleinen Wiener Café. Die Decke hat sie sich gegen die Kühle, die…

„Wenn ich meine Träume nicht lebe, bin ich mir dann selbst treu?“ Dalida sitzt mir gegenüber in einem kleinen Wiener Café. Die Decke hat sie sich gegen die Kühle, die von außen hereindringt, auf den Schoß gelegt, vor ihr dampft der wärmende Tee. Seit einigen Wochen sind wir zwei schon in Kontakt, endlich hat es auch mit dem persönlichen Treffen geklappt: Ich wollte sie kennen lernen, diese Frau, die sich dafür entschieden hat, ihre Träume zu leben.

Oder besser gesagt ihren Traum. Den vom Reisen. Aber nicht irgendwie, nicht irgendwann, nicht mit irgendwem: „Ich plane in der Gemeinschaft einer Gruppe durch Europa zu reisen, wie die Zigeuner und Nomaden von Ort zu Ort zu ziehen und dabei Städte, Dörfer, Menschen und die Natur aus einer anderen Perspektive als der gewöhnliche Tourist kennen zu lernen.“ Schritt für Schritt hat sich dieser Traum in ihr Leben geschlichen. Immer wieder hat die 46-jährige Mutter dreier Kinder ihrer allein stehenden Freundin geraten, auf Reisen zu gehen, diese Freiheit auszunutzen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Dalida beschlossen hat, selbst ihrem eigenen Rat zu folgen – denn es gibt schließlich nie den „idealen Zeitpunkt“, um die Träume zu leben: Sie stellt ihre Ideen online, auf einen Blog, verrät anfangs nur den engsten FreundInnen davon. Auch ihr Lebensgefährte weiß über lange Zeit nichts von ihren Plänen – er ist kein großer Träumer und darum war es ihrer Meinung nach besser, ihn erst einzuweihen, als die Pläne konkretere Formen annahmen. Mittlerweile ist er genauso eingeweiht wie der 9-jährige Felix, der die gebürtige Kroatin auf der Reise begleiten wird. Ein Jahr hat sie sich genommen, ein Jahr, das nach Schulende im Juli 2013 beginnen soll – und sich vielleicht auch mit einer anderen Reise kreuzt. Vielleicht, denn die genaue Route steht noch nicht fest: „Es soll sich der Traum jedes einzelnen Mitreisenden erfüllen.“ Ein Grund, warum es wichtig ist, sich möglichst von Anfang an am Planen und Umsetzen zu beteiligen und seine Wünsche einzubringen.

Mehr dazu erfahre ich in unserem Gespräch:

Welche Träume können wir leben? Foto: Dalida Horvath

Doris: Dalida, wie können wir uns deine Reiseidee vorstellen? 

Dalida: Ich plane in der Gemeinschaft einer Gruppe durch Europa zu reisen, wie die Zigeuner und Nomaden von Ort zu Ort zu ziehen und dabei Städte, Dörfer, Menschen und die Natur aus einer anderen Perspektive als der gewöhnliche Tourist kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stehen ökologische Werte, Liebe zu Menschen, Tieren und Pflanzen, Leichtigkeit und Einfachheit, Freude und Lebenslust! Wir wollen so etwas wie „Fußabdrücke der Nachhaltigkeit und der Liebe“ hinterlassen.

Fix an Bord sind wir vier, inklusive meinem Sohn. Bei unserem letzten Treffen waren wir sechs Frauen und zwei Buben, wobei noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind. Dann gibt es auch noch einige andere, die sich für das Projekt interessieren, aber bis jetzt noch nicht zu unseren Treffen kommen konnten. Wir wissen noch nicht genau, wie wir reisen werden. Das ist nicht so einfach…

Du sprichst von einem fahrenden Ökodorf, ein Bild, das ich sehr mag: Was zeichnet dieses Bild für dich aus?

Der Begriff „fahrendes Ökodorf“ ist spontan bei einem Gespräch mit einer interessierten Freundin entstanden. Als jede Menge Ideen in mir zu sprießen begannen, wollte ich alles mögliche in diese Reise hineinpacken: Unterwegs sein, ökologisch reisen, in Gemeinschaft reisen, selber Strom erzeugen und Gemüse anbauen… Viele Bilder entstanden, aber ich weiß noch nicht genau, wie es sich und was sich umsetzen lässt. Außerdem kommt es drauf an, was wir als Gruppe wollen.

Viele Bilder entstehen - und vergehen. Foto: Dalida Horvath

Hast du schon einmal eine längere Reise gemacht oder wie kam es zu der Idee?

Ich habe in meinem Leben schon einige Reisen unternommen, aber keine länger als ein Monat. Doch meistens fand ich die Reisen zu kurz. Letztes Jahr war ich einige Male unterwegs und musste mich jedes Mal überwinden, nach Hause zu fahren. Es war auch schwierig, mich wieder in den Alltag einzufinden. Der Drang zu reisen, unterwegs zu sein, ließ sich nicht mehr unterdrücken. Also habe ich auf mein Herz gehört und beschlossen, Reisegefährten zu suchen.

Was sind deine Erwartungen an das Nomadenleben?

Also Erwartungen habe ich keine, weil ich prinzipiell Erwartungen als hinderlich betrachte. Erwartungen verhindern, dass man offen für Neues ist. Man weiß doch nie, was am besten ist.

Wie lebst du jetzt: Auch in einem Ökodorf – oder hast du schon mal in einem gelebt?

Nein, in einem Ökodorf habe ich noch nie gelebt, obwohl ich schon seit 20 Jahren von einem Leben in Gemeinschaft träume. Ein klein wenig habe ich mir eine kleine Ökowelt geschaffen, da, wo ich lebe: Direkt an der Donau, in einer Kleingartensiedlung, mit einem eigenen Minigarten, in dem ich mein Gemüse anbaue und dem Gefühl der Natur richtig nahe zu sein.

Ein Ziel ist es, der Natur nahe zu sein - wie hier in Kroatien. Foto: Dalida Horvath

Gibt es ein Ziel hinter diesem Projekt? Wenn ja, wie lautet es?

Mein Ziel ist es, auf möglichst ökologische Art und Weise zu reisen, wobei wir als Gruppe bestimmen werden, was für uns ganz persönlich ökologisch machbar ist. In erster Linie wollen wir uns wohlfühlen und darauf schauen, dass unsere Bedürfnisse befriedigt werden. Unser Ziel ist es auch, das Leben in einfacher Form zu genießen, uns nicht von materiellen Gütern einengen zu lassen.

Du möchtest ohne Geld unterwegs sein – wie kann ich mir das vorstellen? Und wie stellst du dir das vor?

Meine ursprüngliche Idee ist, ohne Geld zu reisen und darauf zu vertrauen, dass auch uns gegeben wird, wenn wir bereit sind zu geben. Ich dachte daran, den Menschen unser Können zur Verfügung zu stellen, unsere Talente und selbstgeschaffenen Produkte anzubieten und im Gegenzug von Menschen das zu erhalten, was wir brauchen. Inwieweit oder in welcher Form das machbar ist, wollen wir erst besprechen. Ich kann dir nicht sagen, ob es tatsächlich ganz ohne Geld geht, da ich keinerlei Erfahrungen habe. Der Gedanke des Gebens und Teilens, ohne direkt etwas zu erwarten, gefällt mir allerdings sehr gut.

Was sind die nächsten Schritte – und vor allem die nächsten Herausforderungen?

Bei unserem nächsten Treffen wollen wir uns für eine passende Art des Transportmittels entscheiden. Da wir mit Kindern reisen wollen und diese zu Fuß oder mit dem Rad überfordert wären, wollen wir eine für alle geeignete Art des Reisens finden. Auch Pferde und Esel haben wir überlegt, doch da fehlt es uns an genügender Erfahrung mit diesen Tieren. Es gibt noch sehr viel zu tun, bevor wir losstarten können! Wobei beim nächsten Treffen ein Bekannter einer Bekannten dabei sein wird – und der hat einen ökologischen Bus als Transporter vorgeschlagen. Das wäre natürlich großartig, dann könnte ich auch meinem Sohn einen sicheren Rahmen bieten!

Gibt es ein Motto für die Reise?

Mir gefällt das Motto: Love in Action! Oder auch das Motto: Einfach Leben – einfach sein.

Danke, Dalida, für das Treffen und das Teilen deiner Träume! 

 

Hat sich Dalidas Traum erfüllt? Konnte sie ihre Reise in Gemeinschaft durch Europa umsetzen? Das erfährst du auf Dalidas Blog.

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Koh Klang: In fünf Minuten von der Reisernte zum Muscheljagen

Das habe ich jetzt davon. Da habe ich die letzten Tage in Bhutan die ganze Zeit herum genörgelt, dass wir die Reisfelder im Winter nicht grün, sondern vielmehr braun-in-braun erleben…

Das habe ich jetzt davon. Da habe ich die letzten Tage in Bhutan die ganze Zeit herum genörgelt, dass wir die Reisfelder im Winter nicht grün, sondern vielmehr braun-in-braun erleben und dann das. Kaum in Thailand angekommen wird mir schon eine Sichel in die Hand gedrückt: „Wir sind mitten in der Erntezeit der Reisfelder, du hast Glück gehabt!“ Beim Ausspruch meines Begleiters Pathiharn, laut Visitenkarte „Chief of Village„, bin ich allerdings mir ob meines Glücks nicht so sicher.

Aber da stehe ich nun, Handschuhe angezogen, Sichel in der einen, Kübel (= Eimer) in der anderen Hand – und was jetzt? Besonders gut scheine ich mich als Reiserntehelferin nicht angestellt zu haben. Schon ein paar Minuten – und zig Erklärungs- und Demonstrationsversuche der Damen um mich herum – später, gebe ich w.o. Um ehrlich zu sein, die Ladys haben mir einfach die Sichel aus der Hand gezogen. Ich verstehe den Hinweis: Aus dieser Karriere wird nichts!

Ikone der Patae-Herstellung. Foto: Doris

Wir befinden uns auf einer Tour durch das Dorf auf der Insel Koh Klang, und die Reisfelder, die in einer Kooperative von 80 BäuerInnen betrieben werden, sind meine dritte und letzte Station. Zuvor hat mich Pathiharn, dessen Familie nicht nur das Islanda Eco Village Resort, sondern auch andere Hotels in der Region Krabi gehören, schon zu einem Hersteller der langschwänzigen Fischerboote „Hua Tong“ und einer Produktionsstätte der Batik-ähnlichen, Hand-gedruckten und -bemalten Patae-Stoffe gebracht. Beide Betreiber sind Ikonen auf ihrem Gebiet: Ihre Produkte werden nicht nur auf Koh Klang verkauft, sondern überall in Thailand. Und auch der Reis ist kein „gewöhnlicher Reis“, nein, er ist ein „Sang Yord“-Reis, eine für den Süden des Landes berühmte, besonders wohl schmeckende Köstlichkeit, die hier auf Koh Klang seine Perfektion erreicht hat. Dem Boden der mit Mangroven übersäten Insel sei dank!

Die Insel ist für Long-Tail-Boote bekannt. Foto: Doris

Das sind aber nicht die einzigen Besonderheiten der Insel. Nur fünf Minuten per Boot ist Koh Klang entfernt von Krabi, der Hauptstadt der Region, in die TouristInnen wegen der Strände von Railay oder Ao Nang strömen. Fünf Minuten, die in eine völlig andere Welt führen. Fern von Massen an AusländerInnen, englisch beschrifteten Touristenfallen, Shops- und Restaurantmeilen oder immer behilflichen Taxi- oder Hotelbetreibern ist die Fischerinsel Koh Klang fast schon schockierend friedlich, ruhig und beschaulich. Wären da nicht die laut tönenden Gebete aus der Moschee, die freitags die hauptsächlich muslimische Bevölkerung anzieht. Und wären da nicht die Motorräder und TukTuks, die durch die schmalen Straßen der Auto freien Insel brausen. „Auf 5.000 BewohnerInnen kommen 4.000 Motorräder.“ hat mir ein Einheimischer mit einem Augenzwinkern verraten – und wenn ich mir’s recht überlege, hat er damit vermutlich sogar untertrieben…

Motorräder und TukTuks begrüßen schon bei der Ankunft auf der Insel. Foto: Doris

Dass es die BewohnerInnen Koh Klangs, das eigentlich aus drei Dörfern besteht, trotz der Nähe zur Stadt geschafft haben, ihre traditionelle Lebensweise aufrecht zu erhalten, grenzt an ein Wunder. „Geholfen“ hat sicher, dass die Insel weit und breit keinen der Traumbadestrände parat hat, wegen der wohl 99,9% aller BesucherInnen nach Thailand reisen. Mangrovenwälder sind da nicht so anziehend. Dass das ein Glück sein kann, haben im Laufe der Zeit nicht nur zahlreiche NGOs und Umweltschutzorganisationen erkannt, die hauptsächlich mit finanziellen Mitteln unter die Arme gegriffen haben, um das Vogel- und Naturparadies zu erhalten. Auch das einzige Ressort der Insel, das Islanda Eco Village Resort arbeitet seit den fünf Jahren seines Bestehens mit der Dorfgemeinde zusammen: Den Gästen werden Village-Touren wie ich sie gerade mache angeboten, Fahrräder zum eigenständigen Erkunden zu Verfügung gestellt oder der lokale Reis und natürlich Muscheln sowie Fische, die die EinwohnerInnen gefangen haben, aufgetischt. „Wir können nur wachsen, wenn das Dorf wächst.“, haben Pathiharn und sein Team erkannt. Eine wirtschaftliche Überlegung, die positive Folgen hat – nicht nur für das Ressort selbst.

Islanda Eco Village zeigt auch bei seinen Cottages das Typische der Insel. Foto: Doris

Vor einem Jahr ist TEATA (Thai Ecotourism and Adventure Travel Association), das seit 1997 bestehende Netzwerk aus privaten thailändischen Öko-Tourismus-Anbietern und der Thailändischen Tourismusbehörde, auf das Potenzial aufmerksam geworden. Gekommen, angesehen und für gut befunden – so könnte man das Untersuchungsergebnis zusammenfassen. Mittlerweile gilt die einzigartige Zusammenarbeit zwischen Hotel und Dorf als Pilotprojekt, das unter dem Namen Koh Klang Go Green von TEATA unterstützt wird. Nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern tatkräftig – mit der Entwicklung neuer attraktiver Angebote samt gemeinsamer, fairer Preisentwicklung für das Hotel, dementsprechend neuen Arbeitsplätzen für die BewohnerInnen, mit Englisch-Schulungen für die Community, Beratungen in Sachen Umgang mit TouristInnen und vielem mehr.

Ein ruhiges, friedliches Zusammenleben übrigens auch mit den Tieren: Ob Ziegen oder Katzen, ... sie sind überall. Foto: Doris

Eine Win-Win-Situation für Hotel, Community und für uns Gäste, vorausgesetzt natürlich, wir nehmen das Angebot in Anspruch und verzichten auf ein paar Sonnenstunden am Pool. Ich habe jedenfalls ein ganzes Stück Thailands, vor allem seiner – meist Spaß machenden, schüchternen, bemühten – Menschen mitgenommen und eine Seite kennen gelernt, für die ich sehr dankbar bin: Beim Reisernten, Patea-Malen, Kayaken samt gemeinsamen Kaffeetrinken im „Dorfbeisl“, Radfahren…

What lies in front of our eyes wasn’t only an endless beach along the island with a spectacular view of nearby islands ahead, but also the motion of coconut tres branches moving when the lazy breeze blows past. A clear blue sky with different shapes of fluffy clouds above, and the grains of sand beneath our feet, we can also see the unique way of the Souther people’s lives, which gradually fad away from this region. (Islanda Eco Village Resort, Our Inspiration)

…und ja, auch bei einer der neuesten Möglichkeiten, das lokale Leben und die Traditionen dieser Insel im Süden Thailands kennen zu lernen: Muscheln jagen und diese danach – im Hotel zubereitet – verspeisen! Wie ich mich als Vegetarierin dieser Herausforderung gestellt habe (der des Jagens, nicht des Essens), und ob ich mich als Muscheljägerin besser mache als als Reiserntehelferin, davon erzähle ich aber dann vielleicht besser ein anderes Mal…

Ob ich wohl so einen großen Fisch gefangen hab? Foto: Doris

 

Offenlegung: Ich bin auf Einladung von Thailand Tourismus, Royal Silk Holiday und Islanda Eco Village Resort auf die Insel Koh Klang gekommen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Meinungen und Ansichten in der Geschichte sind wie immer meine eigenen.

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