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Schlagwort: Bewegung

Hatha Yoga im Prana Yoga-Studio

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich begonnen, regelmäßig einmal pro Woche in eine Yogastunde zu gehen. Obwohl ich es nicht geschafft habe auch zu Hause immer wieder Übungen zu…

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich begonnen, regelmäßig einmal pro Woche in eine Yogastunde zu gehen. Obwohl ich es nicht geschafft habe auch zu Hause immer wieder Übungen zu machen, habe ich gespürt wie gut mir diese eineinhalb Stunden jeden Freitag getan haben. Yoga ist für mich einfach der ideale Ausgleich zum ständigen Sitzen im Büro.

Umso stärke habe ich diese wöchentliche Einheit in der Sommerpause vermisst, wenngleich die brütende Hitze auch nicht wirklich zur Bewegung eingeladen hat. Dafür kam mir die Einladung zum Schnuppern ins Sommeryoga im Prana Yoga-Studio gerade recht.

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Auf der Mariahilferstraße in Wien befindet sich das Prana Yoga-Studio. Hier halten 15 selbstständige Yoga-Lehrerinnen und Yoga-Lehrer ihre Stunden ab. Anfangs war ich angesichts der heißen Temperaturen skeptisch, ob ich mich wirklich im Sommer auf Sport einlassen sollte, da mein Kreislauf darauf auch sehr empfindlich reagiert, aber die vier verschiedenen Trainingsräume sind alle in einem schön renovierten Altbau, wodurch es zu jeder Jahreszeit angenehm temperiert ist.

Warum Semesterkurse?

Bevor ich mich aber auf den Weg nach Wien gemacht habe, hat mich zuerst interessiert: Wie funktioniert das Prana Yoga-Studio eigentlich? In vielen Studios sind die Stunden mit 10er Blocks organisiert. Dies bietet zwar allen Teilnehmern hohe Flexibilität, führt aber auch dazu, dass die Teilnehmer immer wieder variieren und sich die Gruppe nicht kontinuierlich gleich weiter entwickeln kann.

Daher setzt das Prana Yoga-Studio schon seit Jahren auf Semesterkurse. Dabei kann man an Themen dranbleiben und besser auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Gruppen wachsen zusammen und in einem sicheren Rahmen kann man sich jede Woche neu erfahren und versuchen. Trotzdem kann man in vielen Kursen auch während des Semesters noch einsteigen.

Was ist Sommeryoga?

Wie komme ich dann auf Sommeryoga? Von Juli bis Oktober findet im Prana kein Semesterkurs statt, sondern offene Stunden. Hier kann man entweder einzelne Stunden buchen oder sich einen 5er oder 10er Block zulegen. Der Vorteil ist, dass man hier ganz ohne Verpflichtung gustieren kann, ohne sich bereits für ein ganzes Semester zu verpflichten. Man kann unterschiedliche Kursstufen probieren und auch verschiedene Lehrer. Man kauft also keineswegs die Katze im Sack.

Ich habe mich an eine einführende Stunde bei Dieter herangewagt. Nach längerer Pause habe ich mich richtig gefreut, endlich wieder meine Übungen zu machen und war gleichzeitig sehr gespannt darauf wie denn der Unterricht hier ausfallen wird.

Meine Eindrücke

Im Studio angekommen war ich jedenfalls sehr positiv überrascht. Der Raum war viel größer, als er auf den Bildern ausgesehen hat. Direkt beim Eingang steht ein Schreibtisch, wo wir von Dieter begrüßt wurden, daneben ist ein Bereich mit Stühlen zum umziehen abgetrennt. Der restliche Raum ist mit Yogamatten ausgelegt. Diese Atmosphäre und die angenehmen warmen Rot-, Braun- und Gelbtöne haben mir schon beim hereinkommen geholfen, mich zu erden und den stressigen Tag hinter mir zu lassen.

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Die Stunde selbst war ebenso angenehm, wie auch ein klitzekleines bisschen herausfordernd. Nach ein paar Wochen Abstinenz melden sich doch so manche Muskeln zurück und einige Bänder, die wieder etwas mehr gedehnt werden wollen. Das Schöne an Yoga ist aber, dass es nicht nur Gewaltlosigkeit dem Rest der Welt gegenüber predigt, sondern auch dem eigenen Körper gegenüber. Jeder geht also nur so weit, wie er bereit ist und versucht daran zu wachsen. So habe ich noch Dieters Worte in Erinnerung bei der Position des Baumes: „Entscheidet selbst, welcher Baum ihr heute sein möchtet. Ein eher großer oder kleiner, ist er weit ausladend oder hat er eine Krone auf. Wählt, was für euch heute das Beste ist.“

So vergingen die eineinhalb Stunden im Flug. Gefühlt war für mich erst die Hälfte um, da hieß es bereits es sei Zeit für die Schlussentspannung. Mit einem Lächeln im Gesicht und gefühlte zehn Kilo leichter bin ich dem Prana Yoga-Studio an diesem Abend entschwebt und ich kann jedem, der mit dem Gedanken spielt, Yoga auszuprobieren oder der gerade auf der Suche nach einem passenden Studio ist das Prana Yoga-Studio empfehlen.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten….

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten. Die „paar Minuten“ werden mehr und mehr. Nach einer Stunde steht man dann doch noch auf, wirft einen verächtlichen Blick auf die am Vorabend vorbildlich bereitgelegten Sportsachen und sofort stellt sich das schlechte Gewissen ein, gegen das man erstmal mit schlechter Laune und Kaffee ankämpfen muss. Wer kennt das nicht? So, oder so ähnlich.

Doch das muss nicht sein. Der Frühjahrsputz in den letzten Monaten war schließlich nicht dazu da, den immer gleichen Gewohnheiten mehr Raum geben zu können, weiterhin im Hamsterrad zu laufen und nie auszubrechen. Ganz im Gegenteil! Das Ausmisten sollte ein ganzheitliches Umdenken zur Folge haben. Und das bedeutet: Neue Freude an Bewegung muss her! Nur wenn die Bewegung wirklich Freude macht, bleibt ihr auf Dauer am Ball. Sobald Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

Wenn euch zum Beispiel Laufen – egal zu welcher Tageszeit – partout keinen Spaß macht und auch keine Aussicht auf Änderung dieses Zustands besteht, dann lasst es bleiben. Wenn die 90er-Jahre Fitness-DVD (um nicht das verstaubte Wort „Aerobic“ zu strapazieren) schon beim bloßen Gedanken daran mehr Aggressionen als Freude in euch hervorruft: Weg damit!

Es ist ganz egal, was euch hindert, mit Freude und Motivation einen bestimmten Sport auszuüben. Versucht lediglich, es zu ändern. Manchmal funktioniert das mit ganz einfachen Tricks, manchmal zeigt einem der Kopf aber auch, dass es an der Zeit ist, sich komplett davon zu lösen und etwas Neues auszuprobieren.

Das Wichtigste dabei: Beobachtet euch selbst! Geht ihr immer lustlos mit einem ausgeleierten T-Shirt und der löchrigen Trainingshose zum Sport? Mögt ihr es nicht, einen verschwitzten, nassen „Lappen“ am Körper zu tragen? Was denkt ihr, wenn ihr zu euren Sportsachen greift? Würde es ein neues Trainingsoutfit schaffen, euch wieder zu motivieren? Manchmal reicht es schon, sich mit einem neuen Teil einzudecken, um wieder frisch an die Sache heranzugehen. Denn schließlich hat man auch Zeit und Geld in die Auswahl gesteckt und sieht in der richtigen Kleidung gleich um einiges fitter aus!

Macht der Sport zwar Spaß, tut aber scheinbar nicht gut? Treten regelmäßig Schmerzen auf oder kommt ihr so schnell außer Atem, dass ihr schon vor Beginn keine Lust mehr habt? Dann geht es langsamer an und lasst gegebenenfalls euer Equipment (wie zum Beispiel Laufschuhe) von einem Fachmann unter die Lupe nehmen. Oft ist es „einfach nur“ das falsche Schuhwerk, das durch Fehlbelastung unnötige Schmerzen und zu schnelle Ermüdung hervorruft.

Geht ihr regelmäßig ins Fitnesscenter, weil ihr irgendwann einmal dazu verleitet wurdet und ihr es seitdem nicht über euch gebracht habt, den Vertrag zu kündigen? Überlegt, ob ihr wirklich so eine Anlaufstelle braucht, oder ob sie euch mehr belastet. Manche können ganz wunderbar alleine zu Hause trainieren – ob mit Audio-, Video-, oder schriftlicher Anleitung. Anderen wiederum liegt die Fitnessstudio-Atmosphäre mehr. Findet heraus, was euch mehr anspricht.

Das gleiche gilt auch für die Tageszeit. Wenn ihr morgens einfach nicht aus dem Bett kommt, bleibt doch einfach liegen und absolviert eure Sporteinheit am Abend. Oder umgekehrt, wenn ihr abends immer nach Ausreden sucht, warum ihr nicht trainieren könnt. Sucht euch einen Trainingspartner, wenn ihr externe Motivation braucht oder bleibt alleine, wenn ihr das bevorzugt. Bleibt drinnen, zu Hause oder im Studio, geht hinaus an die frische Luft. Ihr entscheidet. Lasst euch nicht von anderen eine Trainingsgewohnheit aufzwingen, wenn sie euch nicht entspricht! Probiert verschiedenste Sportarten aus – es gibt fast überall Schnupperangebote, wenn man einfach nur mal testen möchte, ob einem eine Disziplin überhaupt liegt.

Macht euch einfach frei von allen inneren und äußeren Zwängen, einer ungeliebten Bewegungsform nachgehen zu müssen. Ihr müsst gar nichts. Nur darauf achten, dass es euch gut geht.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Frühjahrsputz für den Körper Der Frühling ist nun endgültig bei uns angekommen. Grund genug also, mit dem Frühjahrsputz in die nächste Runde zu gehen! In meinen letzten beiden Beiträgen ging…

Frühjahrsputz für den Körper

Der Frühling ist nun endgültig bei uns angekommen. Grund genug also, mit dem Frühjahrsputz in die nächste Runde zu gehen! In meinen letzten beiden Beiträgen ging es schon um das Entrümpeln der Wohnung, sowie um das nur allzu oft vergessene oder verdrängte digitale Ausmisten. Aber wenn ihr glaubt, dass das schon alles war, habt ihr euch getäuscht! Die Frühlingszeit ist auch die perfekte Gelegenheit, den eigenen Körper zu „entrümpeln“.

Dabei möchte ich an dieser Stelle in keinster Weise eine konkrete „Entschlackungs“-Kur, Diät oder Ähnliches anpreisen. Ich möchte lediglich Anregungen bieten, wie ihr euren Alltag mit wenigen Umstellungen gesünder gestalten könnt, ohne ein Gefühl des Verzichts zu erleben. Essenziell ist, was für ein Ziel ihr verfolgen wollt. Geht es euch darum, die Bikini- oder Badehosenfigur für den Sommer zu erreichen? Darum, die Kilos der Weihnachtsfeiertage, die immer noch an den Hüften kleben, loszuwerden? Oder wollt ihr einfach nur ein allgemein besseres Körpergefühl und einen Frischekick für die Haut? Je nachdem, was ihr erreichen wollt, könnt und solltet ihr in der Intensität variieren.

Worauf ihr grundsätzlich achten solltet:

Hochwertige Lebensmittel!
Lest die Inhaltsstoffe auf diversen Verpackungen und nehmt Abstand von E-Nummern, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, verstecktem Zucker und Fett. Denn je weniger etwas industriell verarbeitet wurde, desto lebendiger und wertvoller ist es. Eigentlich logisch, oder?

Frische Lebensmittel!
Natürlich ist es immer noch gesünder, Erbsen aus der Dose zu essen, als gar kein Gemüse – aber wen wundert es, wenn man beim Anblick des mehr grauen als grünen Gemüses so gar keine Lust darauf verspürt und stattdessen lieber zur „hübschen“ Tiefkühlpizza greift? Na eben. Ein guter Gradmesser ist der eigene Appetit. Seht euch in der Obst- und Gemüseabteilung um und entscheidet euch für das, was euch anlacht. Meistens weiß der Körper ganz genau, welche Nährstoffe er gerade braucht und führt euch zielstrebig dorthin. Denn – obwohl ihr das vielleicht gerade nicht hören wollt – wenn der Körper beispielsweise unstillbaren Heißhunger auf Schokolade anzeigt, braucht er genau genommen gar keine Schokolade. Viel wahrscheinlicher fehlt ihm das darin enthaltene Magnesium, das er auch in Nüssen, Samen und vielen Gemüsesorten findet.

Frisch und vor allem selbst kochen!
Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich höre, wie Menschen davon erzählen, dass sie „jeden Tag frisch kochen“ und ich dann feststellen muss, dass „frisch kochen“ im Aufreißen und Mischen von Packungen und Tüten besteht, mit dem eigentlichen Begriff also nichts zu tun hat. Dabei ist es so einfach und muss nicht länger dauern, als Fertiggerichte zuzubereiten. Wenn man selbst oder miteinander frisch kocht, bekommt man ein ganz anderes Verhältnis zum Thema Ernährung. Spaß und stolz macht es obendrein! Inspiration könnt ihr euch beispielsweise hier holen.

Wasser, Wasser, Wasser!
Der menschliche Körper besteht zu über 75 Prozent aus Wasser. Gerade deswegen ist es so wichtig, ihn damit ausreichend zu versorgen und nicht darauf zu warten, bis er Durst signalisiert. Aber Vorsicht! Nur Wasser ist Wasser. Auch wenn viele Getränke Wasser beinhalten oder damit zubereitet werden, solltet ihr euch angewöhnen, es so pur wie möglich zu trinken und so wenige Zusatzstoffe wie möglich zu euch zu nehmen. Wenn ihr das – aus welchem Grund auch immer – nicht könnt oder wollt, dann versucht, dem Wasser mit frischen Zutaten Geschmack zu geben. Also beispielsweise mit Zitronenscheiben oder möglichst frisch gepressten Fruchtsäften. Versucht aber, das Verhältnis von Wasser zu Saft nach und nach zu reduzieren. Sogenannte „Functional Drinks“, wie es sie heutzutage zuhauf gibt und die Jugend, Schönheit und Gesundheit versprechen, beinhalten meist sehr viele Aromen, unverhältnismäßig viel Zucker (!) und andere Zusatzstoffe, die kein Körper braucht. Die benötigte Wassermenge variiert von Mensch zu Mensch und ist von vielen Faktoren wie beispielsweise Ernährungsgewohnheiten, Temperatur und Tätigkeit abhängig, mit einer Menge von zwei bis drei Litern kann man aber normalerweise nichts falsch machen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen im Durchschnitt 35 Milliliter Wasser pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht.

Bewegung ist Leben!
Um den Körper so richtig in Schwung zu bringen, darf Bewegung nicht fehlen. Ob Yoga, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern oder etwas anderes – macht, was euch Freude bereitet. Aber macht es. Jede Form von bewusster Bewegung hilft dem Körper, fitter und gesünder zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Woche mindestens 150 Minuten Sport, aber von solchen Vorgaben halte ich wenig. Das Wichtigste ist und bleibt das persönliche Befinden, denn Glück und Zufriedenheit sind mehr wert als jede Zahl. Wer partout keinen Sport machen möchte, kann dennoch zusätzliche Bewegung in den Alltag einbauen: Am Weg zur Arbeit eine Station früher aussteigen und zu Fuß gehen oder gleich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, auf den Lift verzichten und stattdessen die Treppe nehmen. Gartenarbeit kann ebenfalls ein gutes Workout darstellen.

Gewöhnt euch Rituale an!
Morgens direkt nach dem Aufstehen ein großes Glas lauwarmes Wasser zu trinken, bringt euch und euren Verdauungstrakt in Schwung. Überlegt nicht lange, ob ihr gerade Durst habt, oder nicht. Trinkt einfach. Genauso könnt ihr zum Beispiel Werbepausen im Fernsehen für Körperübungen nützen oder am Wochenende ausgedehnte Spaziergänge einplanen. Lasst es euch gut gehen.

Fühlt ihr euch schon frühlingsfit?

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Was Calisthenics sind und wie sie Ästhetik mit Gesundheit und Nachhaltigkeit verbinden

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic…

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic Stunden oder betreibt andere Sportarten. Ein trainierter Körper hilft uns gesund zu bleiben und nachhaltig mit uns selbst umzugehen. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness geschrieben. Interessanterweise verbinden heute die meisten von uns körperliche Fitness mit dem Fitnessstudio. Dort gibt es die verschiedensten Maschinen, freie Gewichte, jede Menge Ausdauergeräte sowie Laufbänder oder Crosstrainer. Schnell hat man sich angemeldet und die Studios haben in der Regel 15 bis sogar 24 Stunden am Tag geöffnet.

Doch gibt es eigentlich eine nachhaltigere Lösung für das tägliche Training, die auch den Geldbeutel schonen könnte? Ein Fitnessstudio betreibt viele Geräte, die alle extra gebaut werden mussten, ergo Ressourcen verbraucht haben und regelmäßig ersetzt werden müssen. Zusätzlich benötigen einige der Ausdauergeräte Strom. Außerdem brennt während der langen Öffnungszeiten ständig das Licht, die Musik läuft und in der Regel auch mehrere Fernseher. Vielleicht gibt es sogar eine Sauna oder Solarbänke. Ein letzter Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, betrifft die Anreise zum Fitnessstudio. Fährt man mit dem Auto dorthin, ist dem Umweltschutz leider keinesfalls gedient. Wie kann ich also nachhaltig für meinen Körper und meine Umwelt sorgen, und dabei auch noch Geld und Zeit sparen? Die Antwort auf diese Frage lautet Calisthenics.

Der Begriff Calisthenics entpringt dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern kalos („schön“) und sthenos („Kraft“) zusammen. Einfach ausgedrückt umfassen Calisthenics Eigengewichtsübungen. Der Vorteil von Eigengewichtsübungen ist – wie der Name bereits sagt – dass man bloß sein eigenes Gewicht benötigt und etwa drei bis vier Quadratmeter Raum. Mehr ist für dieses Training nicht notwendig. Das bedeutet, ich kann zuhause trainieren und muss kein teures Fitnessstudio besuchen. Ich kann für mich alleine trainieren und muss mich nicht erst überreden, mich auf den Weg nach draußen zu machen. Calisthenics können durch wenige simple Übungen, wie etwa Liegestütze und Kniebeugen, sehr effektive Resultate erzeugen. Natürlich kann ich auch joggen gehen, doch wer daran interessiert ist die Muskulatur aufzubauen und zu stärken und nicht gerne läuft, ist mit Eigengewichtsübungen gut beraten.

Aber braucht man nicht Gewichte um Muskeln aufzubauen?

Manch einer mag glauben, dass Eigengewichtstraining relativ beschränkt ist in seiner Möglichkeit, Übungen zu steigern und progressiv Muskeln aufzubauen. Wenn jemand mit 150 Kilogramm auf den Schultern eine Kniebeuge macht, erscheint das natürlich erst einmal beeindruckender. Tatsächlich ist es aber so, dass Calisthenics wesentlich funktionaler sind als das typische Gewichte- und Bodybuilder-Training. Während die Maschinen im Fitnessstudio teilweise nur einen einzigen Muskel im Körper beanspruchen, trainiert eine Eigengewichtübung stets viele unterschiedliche Muskeln. Zudem ist das Eigengewichtstraining natürlich und damit gesünder. Rein evolutionär gesehen sind wir dazu konzipiert, unser eigenes Körpergewicht fortzubewegen und vielleicht auch auf Bäume hieven zu können. Die Übungen beanspruchen damit also ein natürliches Zusammenspiel verschiedenster Muskelgruppen, die auch die Gelenke schonend stärken. Ein externes Gewicht von 150 Kilogramm zu heben, stand hingegen nicht auf unserem evolutionären Bauplan. Oft haben Gewichtheber daher Probleme mit den Gelenken. Wer denkt, dass Calisthenics wenig Spielraum für progressiven Fortschritt lassen, dem sei dieses inspirierende Video ans Herz gelegt. Frank Medrano lebt vegan und trainiert seit drei Jahren mit Calisthenics. Die Ästhetik, die sich in diesem Training ausdrückt, ist eine beeindruckende Beherrschung des eigenen Körpers, beispielsweise mittels Handstand-Liegestützen.

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Bild: thefrankmedrano.com

Calisthenics möchte diese Extreme erreichen, aber man kann auch andere Formen von Eigengewichtstraining machen und Muskulatur aufbauen. Ein wenig weibliche Motivation und ein Eigengewichtstraining, das jeder zu Hause oder bei gutem Wetter draußen machen kann, gibt es von Zuzana Light. In dem Beitrag erklärt sie mithilfe von Bildern auch die Körperform der Übungen. Unter dem Video gibt es außerdem nützliche Anweisungen zur Form. Wer mit ganz simplen nur fünf- bis fünfzehnminütigen Trainings am Tag anfangen möchte, kann dies mit einer Trainingsreihe von Karl Ess tun. Karl Ess lebt auch vegan, trainiert aber in der Regel mit Gewichten.

Wen hingegen die Stärke von Calisthenics Athleten inspiriert hat, fängt am besten mit den Calisthenics Grundübungen an. Diese sind Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze, Klimmzüge und Sit Ups. Das klingt nach einer sehr beschränkten Auswahl, aber man kann von diesen Übungen hunderte Variationen verwenden. Ein möglicher Trainingsplan für Anfänger könnte so aussehen, dass man dreimal pro Woche alle diese Übungen macht. Es könnten vier Sets mit jeweils zehn Wiederholungen pro Übung sein. Wichtig bei jeder einzelnen Übung ist, dass man sie entsprechend seines Stärkegrades anpasst. Wenn ihr beispielsweise keine Liegestütze machen könnt, fangt mit Knie-Liegestützen oder sogar Wand-Liegestützen an. Diese übt man solange, bis man ohne Mühe 50 Wiederholungen schaffen kann, woraufhin man zum nächstschwierigeren Grad übergehen kann. So wird aus der Wand-Liegestütze irgendwann eine Handstand-Liegestütze.

Zu der nachhaltigen Sorge für den eigenen Körper gehört es auch, die Übungen mit der richtigen Körperhaltung auszuführen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich zuvor gut mit den Übungen vertraut macht und weiß, wie die korrekte Körperhaltung aussieht. Zum Glück bietet das Internet zahlreiche Anleitungen und Beschreibungen zu allen Übungen. Im Falle der Kniebeuge beispielsweise ist dieser Artikel sehr hilfreich. Zusätzlich ist es ratsam sich von seinem Partner oder seiner Partnerin oder Freunden beobachten und korrigieren zu lassen. Alternativ kann man sich beim Trainieren einfach mal mit der Kamera aufzunehmen, damit man ganz sicher stellen kann, dass die Form stimmt.

handstand Bild: Janice

Ich persönlich trainiere seit fast drei Jahren mit Eigengewichtsübungen und könnte mir ein Leben ohne mein Training gar nicht mehr vorstellen. Am Anfang beziehungsweise nach einer langen Pause ist es immer ein wenig schwer sich zu überwinden, aber in der Regel hat es etwas Süchtigmachendes an sich. Das Training gibt mir Ausgleich in meinem Alltag; ich fühle mich danach wach, konzentriert und glücklich. Den Einstieg in das Eigengewichtstraining habe ich durch Zuzana Light gefunden, die damals noch alle ihre Trainingsroutinen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Sie trainiert nach dem Konzept des HIIT (High Intensity Intervall Training), was kurze aber sehr anstrengende Trainingsroutinen umfasst, die den Metabolismus anregen, dadurch Fett verbrennen und Stärke aufbauen. Ich habe nun sehr lange mit HIIT trainiert und habe damit große Fortschritte gemacht. Früher konnte ich nur mit Mühe Liegestützen auf den Knien machen. Heute trainiere ich einarmige Liegestütze. Außerdem habe ich eine schöne körperliche Definition erlangt. Kürzlich bin ich auf Calisthenics gestoßen und möchte nun mein Training darauf ausrichten. Es reizt mich, irgendwann Handstand-Liegestütze oder einarmige Klimmzüge machen zu können.

Vielleicht möchten die meisten von euch Fitness gar nicht auf dem Level von Frank Medrano beherrschen oder gar so einen Körper haben. Ich möchte aber zeigen, dass das durchaus möglich ist. Auch wer nur ein wenig Bauchspeck loswerden möchte, oder darauf abzielt, ein wenig mehr Ausdauer und Energie durch Sport zu erlangen, kann dies kostenlos und nachhaltig im eigenen Zuhause oder im Freien erreichen. Es ist ohne Geräte möglich. Calisthenics und andere Formen von Eigengewichtsübungen sind eine bewusste Entscheidung für den Antikonsum. Die Fitnessindustrie möchte uns glauben machen, dass wir nur durch Shakes, Geräte und andere Apparate schlank und fit sein können. Doch im Grunde brauchen wir dafür nur unseren eigenen Körper und eventuell eine Matte auf dem Boden. Darüber hinaus fühlt es sich natürlich gut an, wenn man merkt, dass man stärker wird. Ich habe mehr Energie, bin seltener krank und habe das Gefühl, ich trage Sorge für meinen Körper, in dem ich schließlich zuhause bin.

Quellen:
„Convict Conditioning“ von Paul Wade
“You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises” von Mark Lauren

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Heilfasten, Teil 1: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon?

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens…

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens sind wissenschaftlich kaum oder nur ungenügend belegt. Der in Zusammenhang zum Heilfasten immer wieder genannte Begriff „Entschlacken“ ist wissenschaftlich nicht begründbar. […] Heilfasten kann aber ein Impuls für eine Änderung des Lebensstils sein.“ Im Gegenzug dazu schreibt die Autorin der Seite heilfasten.de, Tonia, aus ihrer eigenen Erfahrung: „Der Körper befreit sich während einer Heilfasten-Kur von allem, was ihm schadet. Giftstoffe und Schlacken werden beim Heilfasten ausgeschieden. Man könnte also auch sagen, dass das Heilfasten den eigenen inneren Arzt auf den Plan ruft und Stauungen und Blockaden auf allen Ebenen löst. Viele chronische Gesundheitsprobleme lassen sich durch regelmäßiges Heilfasten bessern oder sogar völlig heilen.“

Was also steckt hinter dem Ganzen? Ist Fasten ein Mittel, um Gewicht zu reduzieren oder den Körper zu entgiften? Oder beides? Oder ist es nur unnötige Quälerei, schlimmer noch, Geldmacherei der Heilfastenkuranstalten? In diesem Artikel möchte ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung erzählen, was Heilfasten ist, wie es funktioniert und warum ich es selbst regelmäßig mache(n muss). In einem weiteren Artikel werde ich zur besseren Übersicht die bekanntesten Fastenmethoden vorstellen und ihre Vor- und Nachteile analysieren.

Um mit meiner persönlichen Erfahrung zu beginnen, möchte ich euch zunächst erzählen, wie es dazu kam, dass ich mit dem Fasten begonnen habe. Ich führe es selbst in regelmäßigen Abständen durch, weil ich eine Autoimmunkrankheit habe. Diese äußert sich so, dass meine Immunzellen sich an Hand- und Fußgelenken gegen meine Haut wehren und ich fürchterlich juckende, sich durch das Kratzen vermehrende, rote Ausschläge bekomme. Ohne Behandlung kann sich das bis zu Hautkrebs ausweiten. Die Schulmedizin hatte auch nach zweieinhalbjähriger Behandlung versagt und ich suchte nach einer anderen Methode. Durch eine alternative Therapie über vier Monate habe ich mit natürlichen Mitteln meinen Körper komplett entgiftet. Anschließend habe ich fünf Tage gefastet und das hat den gewünschten Erfolg gebracht. Meine Haut hat sich erholt, die Ausschläge gehen zurück oder verheilen langsam. Darum führe ich es seitdem in regelmäßigen Abständen (mit ärztlicher Begleitung) durch.

Bevor man sich ins Heilfasten stürzt, geht es zuallererst zum Hausarzt – vorausgesetzt man möchte es zu Hause machen. Geht man auf eine Fastenkur in eine Heilanstalt ist es natürlich etwas anderes, aber wir gehen jetzt davon aus, dass wir zu Hause fasten möchten. Gesundheitlich muss man topfit sein, denn der Körper steht die Anstrengung einer Fastenkur sonst nicht durch. Leidet man unter bestimmten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Herz-Gefäß-Erkrankungen oder ähnlichem, ist der Gang zum Arzt Pflicht! Es kann sonst sehr gefährlich sein und das wäre absolut nicht zielführend.

Ein kurzer Überblick über den Ablauf beim Fasten

Während dieser Zeit sind besonderer Stress oder große Anstrengungen (Umzug, wichtige Projekte im Job) zu vermeiden, da das Fasten für den Körper eine enorme Anstrengung bedeutet. Zusätzlich muss man dafür sorgen, regelmäßig – am besten jeden zweiten Tag – Stuhlgang zu haben, da man sonst eine Darminfektion riskiert. Es gibt verschiedene natürliche Mittel die abführend wirken (zum Beispiel Buttermilch, Molke, Sauerkrautsaft, Zitronen-Drink, Apfelessig). Sollten diese nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kann man auch zu stärkeren Mitteln greifen (zum Beispiel Rizinusöl, Faulbaumtee, Glaubersalz, Bittersalz). In jedem Fall ist es ratsam, es auf dem natürlichen Weg zu versuchen.

Allgemein teilt sich das Heilfasten in vier Phasen auf. Während der Vorbereitung in der ersten Phase stellt man den Körper durch leichte Kost und Verzicht auf Genussmittel langsam auf die verminderte Nahrungsaufnahme ein. An den Fastentagen in der zweiten Phase reinigt sich der Körper von Innen. Begonnen mit der Haut zieht sich der Reinigungsprozess immer weiter bis zum Darm. Um diesen Weg zu bestreiten, braucht es mindestens fünf Fastentage. Im Anschluss daran folgt das sogenannte Fastenbrechen, die dritte Phase. An diesem Tag bricht man das Fasten ab und startet mit bestimmten Lebensmitteln, je nach Methode, langsam wieder mit dem Essen. Danach beginnen die Aufbautage, also die vierte Phase, bei denen man sich mit kleinen Portionen wieder langsam an eine normale Nahrungsaufnahme gewöhnt. In der Regel sagt man, die Aufbautage sollten mindestens ein Drittel der Fastenzeit andauern, zum Beispiel folgen auf 21 Fastentage sieben Aufbautage. Sport ist ein wichtiger Bestandteil des Fastens, da der Körper in dieser Zeit natürlich an seine Reserven geht, baut er auch Muskelmasse ab. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt es sich, nur sanfte Übungen zu machen um den Organismus nicht unnötig zu belasten. Sportarten wie zum Beispiel Yoga, aber auch Autogenes Training oder Meditation sind erlaubt und erwünscht. Natürlich kann es trotz der vielen Vorbereitung und sorgsamer Planung zu Komplikationen kommen, das nennt man Fastenkrise. Symptome wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Hautausschläge können auftreten. Darum ist es ratsam vor dem Fasten ein Blutbild machen zu lassen, um Nährstoffmängel aufzudecken oder eine Übersäuerung festzustellen. Der Verzicht auf Koffein und Nikotin schon vor dem Fasten kann ebenfalls solchen Symptomen entgegenwirken.

Natürlich gibt es auch negative Seiten des Fastens. Es können Nebenwirkungen auftreten, die man nicht unterschätzen sollte. (Siehe auch: apinchofhealth.com/very-low-calorie-diets/research-into-the-dangers-of-very-low-calorie-diets.php oder gesundheit.de/ernaehrung/diaeten/fasten/fasten-wirksamkeit-nebenwirkungen-bewertung) Kreislaufstörungen, Azidose, Hypotonie, Gicht oder Herzrhythmusstörungen sind Symptome, die durch verschiedene Prozesse im Körper auftreten könnten und verhindert oder vermieden werden können, wenn man schon vor dem Fasten zum Arzt geht. Darum ist dies gerade für Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen sehr wichtig.

Wie man sieht, heißt Fasten nicht einfach nichts zu essen. Es steckt viel Vorbereitung und geistige Einstellung dahinter und nicht für jeden ist es die richtige Methode, um mit seinem Körper „ins Reine zu kommen“. In jedem Fall muss man mit sich selbst immer umsichtig umgehen, denn: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Ávila)

Habt ihr schon einmal gefastet? Aus welchem Grund und habt ihr eure Ziele damit erreicht? Welche Methode kennt ihr und würdet ihr sie empfehlen? Ich freue mich über eure Kommentare!

Quellen:
http://heilfastenkur.de/
http://www.heilfasten.de/cms/front_content.php?idcat=171

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Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based…

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health“ geht es darum, wie man sich als Ausdauersportler vegan ernähren und damit Spitzenleistungen erzielen kann. Dabei verliert er sich nicht in Oberflächlichkeiten, sondern setzt sich näher mit dem Thema Ernährung und aktiver Lebensstil auseinander und bezieht dabei auch die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Umwelt mit ein.

Im ersten Teil beschreibt Brendan Brazier, wie man durch Ernährung eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit erreichen kann – als Spitzensportler und im täglichen Leben. Er erklärt, wie nährstoffreiche Lebensmittel ausgewählt werden und welche Nahrungsmittelkombinationen uns helfen, gesund und mit viel Energie durch den Tag zu kommen. Die Grundlage einer optimalen Ernährung sind frische, unverarbeitete, möglichst roh oder nur gering erhitzte, basische Lebensmittel aus biologischem Anbau. Brendan Brazier zeigt mit vielen Beispielen welche Ressourcen verbraucht werden, um unsere Lebensmittel herzustellen. Der Vergleich zwischen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln macht deutlich, dass der vegane Lebensstil nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer ist. Er bringt dem Leser viele Informationen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz näher.

Besonders gut gefallen hat mir auch seine Auflistung der pflanzlichen Lebensmittel, die sich besonders gut auf unsere Gesundheit auswirken. Brendan Brazier beschreibt detailliert, wieso diese „Superfoods“ so besonders wertvoll sind. Dieses Wissen versuche ich jetzt in meine tägliche Ernährung einzubauen, ganz locker frei nach dem Motto: „Schmeckt gut – umso besser, dass es auch gut tut.“ Sonstige von ihm als ungesund definierte Nahrungsmittel esse ich weiterhin, nur eben bewusster und weniger davon – aber mit Genuss!

In seinem Buch finden sich 200 Rezepte mit besonders gesunden Lebensmitteln – ein paar davon habe ich schon nachgekocht. Da ich die englische Fassung des Buches habe, musste ich dabei schon hin und wieder etwas im Online-Wörterbuch nachschlagen. Die deutschsprachige Version des Buches heißt „Vegan in Topform – Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag„. Das einzige, was ich an dem Buch nicht so gut finde, ist, dass Brendan Brazier manchmal auf Nahrungsergänzungsmittel von „Vega foods“, seiner eigenen Firma, verweist – wenn ich etwas zubereite, verwende ich gerne ausschließlich frische Produkte.

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Scott Jurek: Eat & Run

Im Januar dieses Jahres habe ich Scott Jureks Buch gelesen, oder besser gesagt verschlungen. Schon der Titel hat mich angesprochen – ich laufe auch gerne, zwar keine Ultras, aber immerhin…

Im Januar dieses Jahres habe ich Scott Jureks Buch gelesen, oder besser gesagt verschlungen. Schon der Titel hat mich angesprochen – ich laufe auch gerne, zwar keine Ultras, aber immerhin normale Marathondistanzen sowie Bergläufe und ich ernähre mich auch vegan (zu Hause ausschließlich, sonst flexi-vegan). In „Eat & Run“ schreibt Scott Jurek über seine Kindheit und Jugend, darüber wie er zum Laufsport gekommen ist, wie sich seine Leidenschaft weiterentwickelt hat, wie er immer wieder und immer weiter gelaufen ist und wie er dabei auf vegane Ernährung gekommen ist.

Mit fesselnden Worten gelingt es Scott Jurek den Leser in seinen Bann zu ziehen und an seinen Abenteuern bei den längsten und härtesten Rennen teilhaben zu lassen. Man kann förmlich die Anstrengungen und Hitze mitfühlen, sowie die Schönheit der geschilderten Natur mit genießen und sich mit ihm freuen, wenn er einen Lauf gewinnt. Scott Jurek schreibt über seine schwerkranke Mutter, sein hartes Leben zwischen Laufsport, Studium und Geldverdienen, aber auch über seine Freunde und jene Menschen, die ihn motiviert und inspiriert haben. Die Ernährung kommt im Buch immer wieder nebenbei vor, zum Beispiel was er an neuen Nahrungsmitteln gerade ausprobiert, beeinflusst von seinen Reisen und Erfahrungen. Am Ende jeden Kapitels stellt Scott Jurek eines seiner veganen Lieblingsrezepte vor. Ein paar davon, wie den Chia-Pudding, habe ich schon ausprobiert – einfach zu machen und schmeckt sehr lecker. Ein persönlich geschriebenes, sehr lesenswertes Buch ist Scott Jurek gelungen. Nicht nur für Läufer empfehlenswert!

Hier geht es zu Scotts Website: scottjurek.com

 

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern…

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern kann. Doch was wäre das Thema Ernährung ohne das Thema Bewegung?

Auch in diesem Bereich haben wir nur allzu oft mit unseren beiden lieb gewonnenen Bekannten „Bequemlichkeit“ und „Schweinehund“ zu kämpfen. Der eine mehr (so wie ich zum Beispiel), der andere weniger. Es gibt eine schier unendliche Auswahl an Ausreden, die wir alle schon gehört und vermutlich auch bereits selbst verwendet haben.

Hier ein paar meiner Lieblinge in beliebiger Reihenfolge:
„Es ist zu dunkel!“
„Mir ist zu kalt.“
„Es regnet!“
„Ich bin zu müde!“
„Ich habe Kopfschmerzen.“
„Ich habe Bauchschmerzen.“
„Ich habe doch keine Zeit!“
„Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!“

Habe ich euch ertappt? Jetzt mal ehrlich! Welche dieser Gründe sind eure „Favoriten“? Ich persönlich schätze ja die Abwechslung. Aber im Ernst. Warum ziehen wir es meist vor, faul auf dem Sofa zu liegen und den Weg des geringsten Widerstands zu wählen, anstatt dem Körper ein Mindestmaß an Aktivität zu gönnen, die er von Natur aus dringend braucht und die ihm so gut tut? Wenn man den Körper regelmäßig in Bewegung setzt, geschieht das Gleiche automatisch mit dem Geist. Dazu braucht es nicht viel Aufwand. Man muss sich nicht sofort in einen Fitnessclub einschreiben. Genauso wenig muss man sich mit teurer Sportausrüstung eindecken oder für den nächsten Marathon trainieren. Obgleich natürlich nichts dagegen spricht, wenn man das möchte. Man kann sich körperlicher Aktivität auch ganz entspannt annähern, wie ihr im Folgenden sehen werdet.

Bewegung im Alltag

Ein erster kleiner, aber umso wichtigerer Schritt ist es, den persönlichen Alltag aktiver zu gestalten. Wenn ihr kurz darüber nachdenkt, wie euer ganz normaler Tagesablauf aussieht, findet ihr bestimmt einige Ansatzpunkte, wie ihr künftig bewusster und aktiver durchs Leben schreiten könnt. Ein paar Beispiele gefällig?

Nehmt öfter mal die Treppe! Durch den Verzicht auf Aufzüge oder Rolltreppen spart ihr nicht nur Energie, sondern bietet eurem Körper obendrauf ein effektives Workout. Treppensteigen trainiert die Atmung, das Herz-Kreislauf-System, sowie Po-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Aber lauft jetzt nicht gleich davon, das war erst der Anfang! Steigt am Weg zur Arbeit oder nach Hause eine oder zwei Haltestellen früher aus und legt den Rest des Weges zu Fuß zurück. Auch ein Tretroller stellt eine gute Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln dar, gerade bei etwas längeren Strecken.

Verzichtet vor allem bei kurzen Wegen auf das Auto! Steigt auf das Fahrrad um oder geht zu Fuß. Ist der nächstgelegene Bäcker denn wirklich so weit entfernt, dass man die Entfernung nicht ohne motorisierten Untersatz bewältigen kann? In den meisten Fällen lautet die Antwort vermutlich „Nein“. Wenn ihr auf euer Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid, habt ihr trotzdem keine Ausreden mehr! Spannt immer wieder einzelne Muskelpartien für ein paar ruhige Atemzüge oder die nächste Rotphase an der Ampel an, wie beispielsweise im Sitzen die Bauchmuskeln, den Beckenboden oder die Oberschenkel und im Stehen den Po. Das bekommt um euch herum niemand mit und ihr tut eurem Körper etwas Gutes, ohne extra Zeit investieren zu müssen.

Bewegung in der Natur

Die Wenigsten von uns haben das Glück, Tag für Tag Bewegung in der Natur machen zu können, ohne dafür Anfahrtswege auf sich nehmen zu müssen. Dennoch ist es sehr wichtig für Körper und Geist, sich von Zeit zu Zeit bewusst eine Auszeit zu nehmen, in die freie Natur zu gehen und sich wieder zu erden. Auf welche Art und Weise das passiert, bleibt euch selbst überlassen. Ob Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Radfahren, Schifahren, Klettern, eine Fotosafari, eine Bootstour oder Fischen – das Wichtigste ist, dass ihr Spaß daran habt und den Kopf durchlüften könnt. Und das funktioniert am besten, wenn ihr dem Gehirn nicht tagein, tagaus die gleichen visuellen Eindrücke vorsetzt.

Braucht ihr Messungen, um euch zu motivieren und motiviert zu bleiben? Dann legt euch einen Schrittzähler oder eine Smartphone-App (wie zum Beispiel PedometerAccupedo oder Runtastic) mit dieser Funktion zu, legt Tages-, Wochen-, oder Monatsziele fest und steigert sie regelmäßig. Es gibt heutzutage viele günstig oder sogar gratis verfügbare Helferlein, die euch unterstützen, Fitnessübungen in kleinen, realistischen Einheiten zu absolvieren, um euch nicht zu überfordern und euch damit gleich von Anfang an den Spaß zu nehmen.

Probiert es aus und geht ab sofort aktiver durchs Leben. Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

In meinem nächsten Kolumnenbeitrag werde ich näher auf das Thema „Auszeit“ und die Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag eingehen. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe.

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Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte,…

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte, einen Artikel über dieses Thema zu verfassen. Nach kurzem Überlegen kam ich jedoch dahinter, dass sich Fitness und Nachhaltigkeit wunderbar vereinen lassen.

Eine nachhaltige Wahl von Fitnessgeräten.

Am meisten auf der Hand liegend ist die Verbindung zwischen Fitness und Nachhaltigkeit sowohl beim Kauf von Fitnessgeräten als auch bei der Art der Ausübung. Wähle ich beispielsweise für meine morgendliche Yogaroutine eine Matte aus schadstoffhaltigem, billigem Plastik und Weichmachern, wirkt sich das ungünstiger auf die Umwelt und meine Gesundheit aus, als wenn ich eine Matte aus 100 Prozent Bio-Baumwolle oder schadstofffreiem Nitrilkautschuk mit langer Lebensdauer wähle. Dieselben Kriterien lassen sich auch auf den Kauf von Hanteln über Fitnesskleidung bis hin zu großen Trainingsgeräten anwenden.

Aber auch die Art und Weise, wie ich Sport ausübe, spielt eine Rolle. Jogge ich draußen in der Natur, verwende ich wesentlich weniger Ressourcen, als wenn ich im hell beleuchteten Fitnessstudio auf dem Laufband laufe, zu dem ich womöglich noch mit dem Auto gefahren bin. Nachhaltigkeit kann also wie in allen anderen Lebensbereichen auch bei der Fitness ein hilfreicher Wegweiser sein.

Ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Unter Nachhaltigkeit versteht man eine ressourcenschonende, zukunftsfähige und bewusste Lebensweise. Während wir dieses Konzept meistens gesamtgesellschaftlich betrachten, lässt es sich auch auf den einzelnen Menschen übertragen. Unser Körper ist als Organismus für uns unser Lebensraum. Er bietet uns alle Ressourcen, um erfolgreich mit der Umwelt interagieren zu können. An diesen Lebensraum sind wir allerdings ein Leben lang gebunden. Wir können nicht in einen anderen Körper wechseln. Mit diesem Lebensraum nachhaltig umzugehen, bedeutet also, dafür Sorge zu tragen, dass unser Körper jetzt und auch in fernerer Zukunft gesund und in seiner Funktionalität erhalten bleibt.

Es ist hinlänglich bekannt, dass körperliche Fitness sich nicht nur signifikant positiv auf unsere körperliche, sondern auch geistige Gesundheit auswirkt. Wer regelmäßig Sport treibt, stärkt sein Herz und Immunsystem und beugt Osteoporose vor. Außerdem führt körperliche Fitness zu einem geringeren Risiko fettleibig zu werden sowie an Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck und sogar Krebs zu erkranken. Zudem werden durch Sport Glückshormone freigesetzt und das Risiko einer Depression vermindert. Fitness, sofern man den Sport richtig betreibt, ist also ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Darüber hinaus kann ein trainierter Körper aber auch auf gesellschaftlichem Niveau zu einer Schonung von Ressourcen beitragen. Durch die verminderte Anfälligkeit für physische und psychische Krankheiten sind erheblich weniger Medikamente notwendig. Außerdem spart Fitness auf eine ganz simple Weise Strom und andere Ressourcen. Wer die Treppe nimmt statt den Aufzug, oder das Fahrrad anstelle des Autos, macht die Welt mit ein wenig Fitness ein Stück grüner. Hierdurch könnte auch eine erhöhte Nachfrage nach Parks oder Radwegen entstehen. Diese könnten, wenn gebaut, auch andere zu mehr Bewegung motivieren. Ein grüner Dominoeffekt ist entstanden.

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Bild: Sterosize / pixabay.com

Fitness schult ein nachhaltiges Mindset.

Fitness kann aber auch einen sehr subtilen Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Umwelt ausüben. Während wir im Allgemeinen davon ausgehen, dass unsere Einstellung unser Handeln bestimmt, zeigen langjährige Erkenntnisse aus der Psychologie, dass das Gegenteil der Fall ist. Wenn wir viel Sport betreiben (das Verhalten), wird sich mit der Zeit unsere Einstellung dahingehend ändern, dass wir Fitness als wichtiger erachten als früher. Jemand, der regelmäßig trainiert, ist geneigt, sich auch mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen. Dabei wird er oder sie zunächst einmal vielleicht nur aus rein eigennützigen Motiven auf beispielsweise chemische Zusätze in Essen und Kleidung verzichten. Langfristig wird aber auch dieses Handeln seine oder ihre Einstellung verändern können. So entwickelt jemand, der zunächst ausschließlich aus Eigennutz begann, biologisch einzukaufen, nun auch eine allgemein nachhaltige Einstellung: Eine Einstellung, die nicht nur nachhaltig für den eigenen Körper sorgen möchte, sondern für den gesamten Planeten.

Vielleicht fühlt ihr euch bereits motiviert euch zu bewegen. Kleine Veränderungen können manchmal viel bewirken.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle…

Mein erster Artikel zum Thema „Besser werden“ bildet genau den richtigen Aufhänger für meine Kolumne „Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.“, die ihr ab sofort alle zwei Wochen auf The bird’s new nest lesen könnt.

Wie der Titel schon erkennen lässt, geht es mir keineswegs darum, perfekt zu sein. Perfekt sein wollen vielleicht andere, aber mein Anspruch war das nie. Trotzdem möchte ich – für mich selbst – BESSER werden und im nächsten Jahr in den verschiedensten Bereichen meines Lebens so einiges ändern. Es würde mich daher freuen, wenn ihr mich auf meiner „Reise“ begleitet, auf der mir garantiert viele Steine und Steinchen in Form von Faulheit, alten Gewohnheiten oder anderen Ausreden im Weg liegen werden. Hier werde ich auf jeden Fall nicht nur die positiven Erkenntnisse, sondern auch mögliche negative Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen. Denn vielleicht findet sich darin die eine oder andere Inspiration oder Motivation für euch. Und wenn nicht, dann kann ich euch doch hoffentlich zumindest ein Lächeln entlocken.

Meine ganz persönlichen kleinen und großen Themen und die damit verbundenen Fragen für das kommende Jahr gestalten sich – ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit – aktuell wie folgt:
Bewusste Ernährung: Warum essen, was einem nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach und schnell verfügbar ist? Warum ungesunde Lebensmittel zu sich nehmen und damit die Gesundheit ruinieren?
Bewegung im Alltag und in der Natur: Warum faul auf dem Sofa liegen und den Weg des geringsten Widerstands wählen anstatt dem Körper die Aktivität zu gönnen, die er so dringend braucht und die ihm so gut tut?
Zeit für Auszeit: Warum durch das Leben hetzen, wenn ein gesunder Geist einen gesunden Körper braucht und beides nur mit ausreichend Entspannungsphasen zwischendurch erreicht und in weiterer Folge erhalten werden kann?
Mülltrennung: Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Umwelt. Warum nicht einfach angehen, statt nur darüber nachzudenken?
Einkaufsverhalten: Warum alles selbst doppelt und dreifach besitzen, wenn Teilen doch viel mehr Sinn und Freude mit sich bringt? Warum Dinge kaufen, die man eigentlich überhaupt nicht braucht und die einem nach kurzer Zeit schon mehr Energie rauben, als sie spenden, weil sie einfach nur Platz wegnehmen?
Kauf von Dosen und (Plastik-)Verpackungen reduzieren: Warum blind zum erstbesten Produkt greifen, wenn es so viele Alternativen gibt, die nicht nur besser sind, sondern auch noch umweltschonender verpackt?
Regionales und vor allem saisonales Obst und Gemüse kaufen: Warum müssen es unbedingt Südfrüchte sein, wenn wir hier – quasi vor der eigenen Haustür – jede Menge tolle Obst- und Gemüsesorten finden, die uns in der jeweiligen Jahreszeit mit allem versorgen, was wir brauchen?
Den nächstgelegenen Bio-Markt erkunden: Warum sind die am leichtesten erreichbaren Einkaufsstätten selten die beste Wahl? Warum nicht einfach etwas Neues ausprobieren und nachhaltigere, gesündere Alternativen für sich entdecken?

Einige Punkte dieser Liste werden sehr einfach umzusetzen sein, andere hingegen in mehreren Schritten und über einen längeren Zeitraum. Ich weiß auch noch nicht, ob ich jemals jeden einzelnen dieser Punkte abhaken kann, aber ich will und werde es versuchen. In kleinen, aber umso nachhaltigeren Schritten.

Was ich bereits seit Herbst verstärkt forciere, ist das Thema Mülltrennung. Viel zu lange bin ich an den Altglas-Sammeltonnen vorbei gegangen, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Und habe leere Glasflaschen meistens zusammen mit dem Restmüll entsorgt, weil es ja „nur“ eine einzelne Flasche ist und ich um eine sinnvolle Menge für den Altglas-Container zu sammeln, viel zu lang brauchen würde, ich mir also die meiste Zeit nur den Abstellraum zumüllen würde. Irgendwann hat es zum Glück doch noch „Klick“ gemacht. Seitdem greife ich morgens auch nach einer einzigen Leerflasche, die ich am Weg zur Arbeit im sechzig Meter von der Haustür entfernten Container ablade.

Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

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