Eco. Life. Style.
Nie wieder neue Beiträge oder ein Give-Away verpassen!

Abonniere unseren Newsletter und du bekommst News aus dem Nest. Wir gehen sorgsam mit deinen Daten um – alles dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung.

    Give-Away! Gewinnt "Das sensationelle Winterhochbeet" vom Löwenzahn Verlag!

    Give-Away! Gewinnt die Duftkerze "Belgian Waffle" von AVA & MAY!

    Der frühe Vogel: Interview im Magazin SOCIETY

    Aller guten Dinge sind drei – im wahrsten Sinne des Wortes! Denn nach der Vorstellung im Wiener Bezirksblatt – zu der Zeit, als das Vogelnest nur als Facebook-Seite existierte – und…

    Aller guten Dinge sind drei – im wahrsten Sinne des Wortes! Denn nach der Vorstellung im Wiener Bezirksblatt – zu der Zeit, als das Vogelnest nur als Facebook-Seite existierte – und meinem Porträt im Wiener Journal, ist The bird’s new nest nun zum dritten Mal in einem Printmedium vertreten.

    society1

    Ich durfte dem Magazin SOCIETY ein Interview geben und wurde unter anderem zur Entstehung von The bird’s new nest sowie zu meinen langfristigen Zielen mit unserem Eco. Life. Style. Magazine. befragt. Mit einem Klick auf das Bild könnt ihr den ganzen Artikel lesen.

    Vielen lieben Dank an SOCIETY für die interessanten Fragen!

    Keine Kommentare zu Der frühe Vogel: Interview im Magazin SOCIETY

    DIY Kosmetik – Natürlich schön (mit DIY-Rezept für Haargel!)

    Nachdem ich euch bereits den kleinen Ratgeber DIY Putzmittel – Natürlich Sauber von Tatiana Warchola vorgestellt habe, darf ich nun das Buch DIY Kosmetik- Natürlich Schön aus derselben Reihe vorstellen, von…

    Nachdem ich euch bereits den kleinen Ratgeber DIY Putzmittel – Natürlich Sauber von Tatiana Warchola vorgestellt habe, darf ich nun das Buch DIY Kosmetik- Natürlich Schön aus derselben Reihe vorstellen, von der bereits weitere Bücher geplant sind.

    Über die Autorin

    Tatiana Warchola ist Mutter einer kleinen Tochter und hat durch ihre Schwangerschaft begonnen, bewusster zu leben und darauf zu achten, was sie ihrem Körper zuführt. Erschrocken darüber wie viele Dinge wir Menschen eigentlich machen „weil man es eben so macht“, ohne weiter darüber nachzudenken hat sie in ihrem Blog Natürlich Mama begonnen, über Alternativen zu schreiben. Ganz nach dem Motto: „Jeder kann die Welt verändern. Durch seinen Lebensstil.“

    Schon lange achte ich darauf, ausschließlich Naturkosmetik und tierversuchsfreie Kosmetik zu kaufen. Nachdem ich aber gerade meinen Weg hin zu einem plastikarmen bis plastikfreien Haushalt beschreite, kommt bei mir immer öfter das Thema DIY auf, da so viel Kosmetik in Plastik verpackt ist. Tatiana zeigt in ihrem Buch wie man Kosmetik mit nur wenigen Handgriffen und auch noch günstiger als herkömmliche Produkte herstellt.

    Über das Buch

    Ich habe bereits meine ersten Erfahrungen mit selbstgemachter Kosmetik gemacht, aber dennoch schwebt über mir noch oft ein Fragezeichen in der Luft. Etwa wenn folgende Fragen auftauchen: Wie mache ich Zahnpasta selbst? Womit schminke ich mich ab? Wie mache ich mir ein Deo? Kann man Make-up selber machen?

    Dass das geht und wie es funktioniert zeigt Tatiana leicht verständlich auf 80 Seiten in ihrem Buch. Wie schon in diesem Artikel geschrieben, kommt auch dieser Ratgeber auf den ersten Blick eher unscheinbar daher. Nachdem beide Bücher aus derselben Reihe sind, in der noch weitere Bücher folgen sollen, ist auch DIY Kosmetik graphisch sehr ansprechend gestaltet. Lieblich verspielt und trotzdem weder überladen, noch unübersichtlich.

    Inhalt und Aufmachung überzeugen also auch hier. Nach einer kurzen Einleitung folgen bereits die fast 70 (!) Rezepte. Obwohl natürlich Pflanzenöle, Kakaobutter und Shaebutter zum Einsatz kommen, sind viele Rezepte nicht für Veganer geeignet, da sehr viel mit Honig und Bienenwachs gearbeitet wird. Letzteres lässt sich aber, genauso wie Lanolin, leicht durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Bei einer eigenen Honigmaske fällt das eher schwer. Dafür gibt es zu den meisten Produkten unterschiedliche Rezepte, so dass jeder etwas für sich finden sollte.

    Wie zu erwarten war ist auch dieses Buch gut strukturiert und übersichtlich. So teilt sich der Ratgeber in folgende Teile:
    • Schöne Lippen
    • Weiße und gesunde Zähne
    • Make-Up
    • Gesichtspflege
    • Körperpflege
    • Haarpflege

    Sympatisch ist, dass Tatiana ihre Rezepte sehr einfach gestaltet. Sie arbeitet nicht mit grammgenauen Angaben sondern hauptsächlich mit Tassen oder Esslöffel. Das birgt natürlich die Gefahr sich zu verzetteln. Bei einer handelsüblichen Küchenausstattung sollte aber nicht viel Schiefgehen. Beginnt man gerade erst, seine Produkte selber zu machen, steht als erstes ein Einkauf auf dem Programm, um all die Dinge zu besorgen, die man nicht zu Hause hat. Danach wiederholt sich aber vieles, sodass man mit wenigen Zutaten viele Produkte kreieren kann.

    Ein Rezept, von dem ich vorher noch nie gehört habe, ist das Basisrezept für Haargel aus Leinsamen, welches ich euch hier vorstellen darf.

    DSC_1436C

    Haargel

    Zutaten
    1/4 – 1/2 Tasse Leinsamen
    2 Tassen Wasser

    Alles zusammen in einen Topf geben und zum Kochen bringen bis es anfängt zu schäumen. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht wurde, abseihen und in ein verschließbares Gefäß umfüllen. Das Haargel ist im Kühlschrank zwei Wochen haltbar, außerhalb nur eine.

    Mein Fazit

    Viele verschiedene Rezepte, die zum Nachmachen einladen. Kompakt findet man fast alles was man braucht. Ich hätte mir noch ein Rezept für eine Handcreme gewünscht, da dies zu meiner absoluten Basisausstattung zählt. Dafür habe ich andere Rezepte gefunden, mit denen ich nicht gerechnet habe wie zum Beispiel Zahnpasta oder Mascara.

     

    Bestellinformationen
    DIY Kosmetik – Natürlich Schön
    Tatiana Wachola
    80 Seiten, broschiert
    Format: 14,5 x 18 cm
    Verlag: Freya; 1. Auflage 2015
    ISBN-13: 978-3-99025-190-4
    Preis: EUR 9,90 (A, D)

    5 Kommentare zu DIY Kosmetik – Natürlich schön (mit DIY-Rezept für Haargel!)

    DIY-Kosmetik für den Sommer: Bodypeeling mit Zitrone und Rosmarin

    Diesen Sommer haben makeupbine und ich uns zusammengetan, um für euch einfache vegane Naturkosmetik-DIYs für den Sommer zu kreieren, die jeder von euch leicht nachmachen kann – ohne komplizierte Zutaten…

    Diesen Sommer haben makeupbine und ich uns zusammengetan, um für euch einfache vegane Naturkosmetik-DIYs für den Sommer zu kreieren, die jeder von euch leicht nachmachen kann – ohne komplizierte Zutaten oder spezielle Geräte. Die nächsten drei Wochen werden wir euch mit unseren Kreationen versorgen, von Apres Sun Bodylotion über Deodorant bis zu einer Gesichtsmaske, die man auch als Smoothie genießen kann.

    Los geht es mit einem Bodypeeling mit Zitrone und Rosmarin, das Rezept ergibt rund 100 Gramm und ist ein gutes Jahr lang haltbar. Der Clou an dem Peeling ist, dass es sich auch ausgezeichnet als Grillsalz oder zum Kochen eignet – achtet hier darauf, dass ihr nur Bio-Zutaten zur Herstellung verwendet. Rosmarin fördert die Durchblutung und vitalisiert die Haut. Zitrone wirkt straffend, Poren verengend, anregend und reinigend. Salz ist mineralisierend und desodorierend. Olivenöl pflegt vor allem trockenen Haut, fördert die Durchblutung und wirkt entzündungshemmend.

    Innere Werte

    100g feines Meersalz
    Abrieb einer Zitrone
    1 EL getrockneter und gemahlener Rosmarin
    Einige EL Olivenöl

    diy-peeling-zutaten

    So wird’s gemacht

    Alle Zutaten einfach miteinander vermengen bis eine sandige Masse entsteht. Am Besten direkt unter der Dusche anwenden und die Haut damit sanft peelen. Das Peeling kann auch als Badesalz oder für Fußbäder verwendet werden.

     

    Bei makeupbine findet ihr dieses Mal ein Rezept für ein Bodyspray mit Minze, Orange und Zitrone, das genauso vielfältig verwendbar ist wie das Bodypeeling. makeupbine bietet auch Workshops an, unter anderem zu veganer DIY-Kosmetik und veganem Kochen und backen, hier findet ihr alle kommenden Termine. Tanja hat schon über den Naturkosmetik-Workshop berichtet, Corinna war bei Vegan Kochen & Backen für Anfänger.

    6 Kommentare zu DIY-Kosmetik für den Sommer: Bodypeeling mit Zitrone und Rosmarin

    EARTHLINGS – Schau es dir an!

    Es sind nur Tiere! Wie viel weißt du tatsächlich darüber? Oder: Fakten die du nie wissen wolltest – Eine Filmkritik Die Anfrage fing eigentlich ganz harmlos an. Ob nicht irgendwer über…

    Es sind nur Tiere! Wie viel weißt du tatsächlich darüber? Oder: Fakten die du nie wissen wolltest – Eine Filmkritik

    Die Anfrage fing eigentlich ganz harmlos an. Ob nicht irgendwer über den Film EARTHLINGS schreiben wolle. Im Idealfall jemand, der Fleisch isst und nicht Vegetarier oder Veganer ist. In diesem Moment hätte man es ja schon ahnen können. Tat ich aber nicht und nun sitze ich hier. Suche Worte für einen Film, den man in die Welt hinaus schreien muss. Man sollte die Zuschauer ein wenig vorbereiten auf das, was sie erwartet. Vielleicht. Denn dein Fleisch kommt nicht vom Heile-Welt-Bauernhof!

    Worum geht es in Earthlings?

    Der ungefähr 95 Minuten dauernde Dokumentarfilm lässt sich in mehrere Kapitel aufteilen:

    Haustiere
    Was passiert mit streunenden, ausgesetzten und abgegebenen Haustieren?

    Nahrung
    Woher kommt das Fleisch, welches wir als Nahrung zu uns nehmen? Wie wird es produziert?

    Kleidung
    Wie werden Leder und Pelz hergestellt?

    Unterhaltung
    Was haben Sea World und der Zirkus von nebenan mit EARTHLINGS zu tun?

    Wissenschaft
    Welche Experimente werden für Kosmetikhersteller, Pharmaunternehmen und die Verkehrsforschung durchgeführt?

    Es dreht sich alles um den tatsächlichen, realen Umgang des Menschen mit Tieren. Nicht um das schöne Bild, das wir ständig in der Werbung sehen. Keine endlosen Weidegründe mit wenigen Kühen, sondern eng zusammengepferchte Kühe, Schweine und Hühner sind die Realität. Leider ist das immer noch eine Beschönigung der Zustände.

    Bevor ich weiter auf den Film eingehen möchte, will ich dir noch kurz drei Fragen mit auf den Weg geben:
    Sind Tiere minderwertig?
    Ab wann ist ein Tier ein Lebewesen?
    Ab wann empfinden Tiere Schmerzen, Leid und Angst?

    Du wirst verstörende Bilder zu sehen bekommen. EARTHLINGS wird als „Dicke Berta“ der Veganer gegen die Fleischesser beschrieben. Als das schwerste Geschütz, das gegen die Gegner aufgefahren werden kann. Das ist zwar durchaus richtig aber andererseits ist es von den tatsächlichen Anschuldigungen her noch relativ wertungsfrei. Dich werden Bilder erwarten wie fast verhungerte Hunde, die lebend in eine Müllpresse geworfen werden. Hunde werden vor deinen Augen eingeschläfert. Tiere werden aus Kostengründen einfach vergast, weil es bei der Masse an Tötungen nicht mehr möglich ist, alle per Spritze einzuschläfern. Ich bin ehrlich: Das sind noch die harmloseren Bilder.

    Ich kannte manche Bilder bereits aus anderen Kampagnen, doch bei EARTHLINGS musste ich mehrfach schlucken. Erst hofft man, es seien Einzelfälle. Doch das sind sie nicht. Der Film berichtet von immer wiederkehrenden Vorfällen – oft aus Kostengründen

    Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Aufnahmen des Bullen, der mit aufgeschlitzter Kehle in seinem eigenen Blut auf dem Boden um seine letzten Augenblicke kämpft. Oder das Tier, welchem man in die Augen mit den langen Wimpern schauen kann, nachdem ihm bei lebendigem Leibe der Pelz vom Körper gerissen wurde. Die Affen, denen in Versuchslaboren bewusst Hirnverletzungen zugefügt werden, um deren Auswirkungen erforschen zu können.

    Wirklich, keine schönen Aufnahmen. Doch gerade wenn du FleischesserIn, PelzträgerIn oder begeisterte/r ZirkusbesucherIn bist erwarte ich eines von dir: Schau es dir an!

    Ich bin, wie gesagt, selbst Konsument von Fleisch, trage im beruflichen Alltag Lederschuhe und fand Delfin-Shows toll. Genau aus diesem Grund finde ich es wichtig, dass man weiß, unter welchen Umständen all dies entsteht. denn wenn du es nutzt, solltest du auch wissen, woher es kommt.

    Earthlings und die KZ-Vergleiche

    In der WAZ werden mehrfach die Vergleiche mit einem Konzentrationslager kritisiert. Holocaust, Rinderzucht, andere Verbrechen. Alles irgendwie das selbe. Denn zu Beginn des Films werden Aufnahmen einer großen Rinderfarm kurz nach Bildern eines Konzentrationslagers gezeigt. Anschließend bekommt der Zuschauer weitere Verbrechen zu sehen, diesmal wieder an Menschen. Wo und aus welchen Gründen diese geschehen sind bleibt offen. Konzentrationslager, nicht genauer benannte Menschenrechtsverletzung und Massentierhaltung in einer Szene. Das wirkt nicht nur wie ein billiger Versuch Aufmerksamkeit zu erhaschen, sondern ist auch gefährliche Gleichmacherei.

    Denn die politische Verfolgung von Millionen Juden hat rein gar nichts damit zu tun, dass Menschen viele Tiere als günstige Nahrungsquelle ausnutzen. Der Holocaust, Rinderzucht, irgendwelche anderen Verbrechen. Bei Earthlings ist das alles irgendwie das selbe. Das ist schade.“

    Ich kann verstehen, wenn man im ersten Moment unverständlich den Kopf schüttelt. Verbrechen an Menschen können nicht den gleichen Stellenwert haben wie Verbrechen an Tieren. Doch trotzdem muss ich in ein paar Punkten widersprechen. Greift man zurück auf den Anfang der Dokumentation, findet man dort die Definitionen von Sexismus, Rassismus und Spezieismus. In der NS-Zeit Deutschlands wurden Juden getötet, weil sie Juden waren. In der heutigen Zeit werden Tiere getötet, weil sie Tiere sind. Das eine ist Rassismus, das andere Spezieismus.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, habe ich die Definition von Konzentrationslagern herausgesucht: Als Konzentrationslager wurden bisher verschiedene Haftorte in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Zeiten bezeichnet. Die lateinische Wortherkunft bedeutet sammeln, zusammenziehen oder zusammenlegen. Passt leider besser, als uns lieb sein dürfte. Ich halte es nicht unbedingt für einen „billigen Versuch Aufmerksamkeit zu erhaschen“, sondern für eine Darstellung von den unvorstellbaren Zahlen an Lebewesen die damals wie heute vernichtet wurden. Ich kann mir zum Beispiel nicht die Menge von fünf Millionen Menschen vorstellen. Wie soll ich mir dann die Menge von 66 Millionen Tieren vorstellen, die jeden Tag von Menschen getötet werden. Jeden Tag? Für mich ist das unvorstellbar viel. Das kann nur mit einer Tötungsmaschinerie ablaufen. Und so schließt sich der Kreis zu den KZs.

    Mein persönliches Fazit: Ansehen!

    Ich finde den Film gut. Sehr gut sogar. Was mir gefällt ist die Tatsache, dass es wirklich eine Dokumentation ist und keine direkte Anklage. Bei Interviews, Dokus und Vorträgen zum Thema Ernährung driftet es leider manchmal schnell in eine Anklage ab. Zuschauer bekommen das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen. Bei Earthlings kam mir das nicht so vor. Das mag auch an dem Satz zum Schluss liegen: Make the connection.

    Earthlings für Kinder und Jugendliche? Zu Beginn des Films wird gesagt, dass man den Film auch seinen Kindern zeigen kann. Damit hätte ich, bei meiner Tochter mit neun Jahren, noch Bauchschmerzen. Ich denke den Film sollte man frühestens mit zwölf, besser aber erst mit 16 Jahren sehen. Sicherlich kann und sollte man das Thema „Woher kommt mein Essen?“ bei passender Gelegenheit ansprechen, doch solche Bilder müssen für unter 16jährige nicht unbedingt sein. Wo der Film aber gut hin passen würde, wäre im schulischen Bereich der Oberstufe. Man kann damit mehrere gesellschaftliche sowie politische Themen ansprechen.

    Was hat der Film für Auswirkungen auf mein Konsumverhalten? Da ich schon seit einiger Zeit bewusster auf meinen Konsum achte, ändert sich bei mir langsam etwas. Manche Bilder bleiben im Gedächtnis und kehren auch wieder wenn man zum Beispiel vor der Wurst- oder Käsetheke steht. Dann schaue ich mich eher nach vegetarischen Alternativen um. Mein Fleischkonsum ist nicht komplett eingestellt. Allerdings entwickle ich eine Neugier auf vegetarische bzw. vegane Produkte, mit der ich vorher nicht gerechnet hätte. Auch der Gedanke mich vegetarisch zu ernähren wird immer konkreter.

    Privat trage ich kein Leder oder Pelz. Beruflich bin ich aber leider zu Lederschuhen verpflichtet. Daher werde ich mich beim nächsten Kauf von Schuhen auch nach Kunstleder umschauen. Noch besser wäre es natürlich, wenn die jetzigen noch möglichst lange halten. Im Großen und Ganzen hat EARTHLINGS bei mir also eine bewusstere Wahrnehmung meines Konsumverhaltens hervorgerufen.

    Nun bist du gefragt! Was denkst du über den Film? Lass es mich wissen und schreibe doch ein Kommentar!

    16 Kommentare zu EARTHLINGS – Schau es dir an!

    DIY Putzmittel – Natürlich sauber

    Durch puren Zufall, aber eigentlich genau zur richtigen Zeit, bin ich auf die zwei kleinen, aber sehr feinen Ratgeber DIY Kosmetik und DIY Putzmittel von Tatiana Warchola gestoßen. Nachdem ich gerade…

    Durch puren Zufall, aber eigentlich genau zur richtigen Zeit, bin ich auf die zwei kleinen, aber sehr feinen Ratgeber DIY Kosmetik und DIY Putzmittel von Tatiana Warchola gestoßen. Nachdem ich gerade meinen Weg hin zu einem plastikarmen bis plastikfreien Haushalt suche, kommen mir diese beiden Bücher gerade recht. Bisher habe ich zumindest auf Naturkosmetik oder möglichst biologisch abbaubare Reinigungsmittel geachtet, aber da geht noch mehr! Tatiana zeigt in ihren Büchern wie man Kosmetik und Putzmittel mit nur wenigen Handgriffen herstellt, die auch noch günstiger als herkömmliche Produkte sind. Als erstes möchte ich euch den Ratgeber DIY Putzmittel vorstellen.

    Über die Autorin

    Tatiana Warchola ist Mutter einer kleinen Tochter und hat durch ihre Schwangerschaft begonnen bewusster zu leben und darauf zu achten, was sie ihrem Körper zuführt. Erschrocken darüber wie viele Dinge wir Menschen eigentlich machen „weil man es eben so macht“, ohne weiter darüber nachzudenken hat sie in ihrem Blog Natürlich Mama begonnen über Alternativen zu schreiben. Ganz nach dem Motto: „Jeder kann die Welt verändern. Durch seinen Lebensstil.“

    Über das Buch

    Seit mehreren Wochen laufe ich bereits mit Natron, Essig und Zitronensäure bewaffnet durch meinen Haushalt und rücke so nicht nur Kalkrückständen sondern auch Rohrverstopfungen und angebrannten Pfannen zu Leibe. Aber wie macht man eigentlich Waschpulver selber? Gibt es ein einfaches Rezept für Scheuermilch? Und: Kann man sogar Geschirrspültabs selbst herstellen?

    Man kann! Das beweist Tatiana eindrucksvoll auf 64 Seiten in ihrem Buch. Auf den ersten Blick kommt der Ratgeber eher unscheinbar daher. Zwar ist er zuckersüß gestaltet, aber meine Vorstellung war, dass ich erst richtig viel lesen muss bevor ich mich selbst ans Rühren machen kann. Dementsprechend irritiert war ich von der kleinen Größe.

    Umso überzeugender ist jedoch der Inhalt des Büchleins. Nach einer kurzen Einleitung warum man überhaupt natürliche Reinigungsmittel benutzen soll, folgen bereits eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Zutaten und einige wichtige Hinweise, die es zu beachten gilt. Dann geht es auch schon Schlag auf Schlag mit insgesamt 50 (!) Rezepten. Die gute Strukturierung und überlegte Anordnung helfen dabei immer den Überblick zu bewahren.

    So teilt sich der Ratgeber in folgende Teile:
    • Wäsche
    • Küche
    • Badezimmer
    • Allesreiniger
    • Fenster & Wände
    • Lufterfrischer
    • Boden & Teppich

    Für jeden Bereich und auch für jeden Geschmack ist somit garantiert etwas Passendes dabei. Es gibt natürlich unterschiedliche Duftrichtungen aber auch Variationen von Pulver- und Flüssigreinigungsmittel, zum Beispiel bei der Wäsche oder für den Geschirrspüler, je nachdem, womit man am liebsten arbeitet.

    Hauptzutaten für die meisten Rezepte sind Kernseife, Natron, Essig, Zitronensäure, ätherische Öle und Wasser. Damit sind die Rezepte alle vegan und diese Dinge lassen sich im Allgemeinen sehr leicht besorgen. Wer noch unerfahren ist und „erst einmal probieren“ möchte, findet zum Beispiel Natron und Zitronensäure in jedem Supermarkt in der Backabteilung. Arbeitet man aber laufend mit diesen Zutaten gibt es einige hilfreiche Adressen in Tatianas Buch oder mein Tipp: Großpackungen bei Metro kaufen.

    Zuletzt darf ich euch mein absolutes Lieblingsrezept aus dem Buch vorstellen:

    DSC_1437C

    Scheuermilch

    Zutaten
    1 Tasse Natron
    1/4 Tasse flüssige Kernseife
    4 Tropfen ätherisches Lavendelöl (ich nehme ganz gerne auch Zitrone oder Orange, da ich den Geruch einfach lieber mag)
    Wasser

    Die ersten drei Zutaten einfach miteinander vermischen und anschließend Wasser hinzugeben, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist. Damit hat man einen wunderbaren Alleskönner bei hartnäckigeren Flecken egal ob in der Küche, im Badezimmer oder woanders im Haushalt.

    Mein Fazit

    Für mich ist dieses Buch ein absolutes Must-Have, da hier einfach alles kompakt und mit wenigen Zutaten in einem Nachschlagewerk vereint ist: Mit Erfolgsgarantie!

     

    Bestellinformationen
    DIY Putzmittel
    Tatiana Wachola
    64 Seiten, broschiert
    Format: 14,5 x 18 cm
    Verlag: Freya; 1. Auflage 2015
    ISBN-13: 978-3-99025-191-1
    Preis: EUR 9,90 (A, D)

    Keine Kommentare zu DIY Putzmittel – Natürlich sauber

    Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Märchen & Mythen (Teil 2)

    Nach dem ersten Teil dieser Artikelserie – Umzingelt von Tierversuchen? – folgt nun der zweite Teil über all die Tricks und Maschen, derer sich Unternehmen bedienen, um zu vermeiden, dass die…

    Nach dem ersten Teil dieser Artikelserie – Umzingelt von Tierversuchen? – folgt nun der zweite Teil über all die Tricks und Maschen, derer sich Unternehmen bedienen, um zu vermeiden, dass die Herstellung ihrer Produkte mit Tierversuchen in Zusammenhang gebracht wird.

    Die Marketing-Masche

    Die meisten Konzerne versuchen natürlich, das Durchführen von Tierversuchen für ihre Produkte zu verschleiern; wer möchte denn schon symbolisches Blut an seiner Haut kleben haben? Die Aussage „Dieses Unternehmen testet nicht an Tieren“ klingt zwar gut, sagt jedoch nichts aus über an Dritte übergebene Forschungsaufträge, um ein Beispiel zu nennen. Auch die Aussage „Dieses Unternehmen engagiert sich gegen Tierversuche“ heißt nicht, dass nicht irgendeine aktuelle Verbindung zu diesen besteht. Vor allem macht es stutzig, wenn als erstgelistetes Argument dazu der Punkt „Firma XY testet keine Fertigprodukte an Tieren und gibt auch keine entsprechende Tests an Dritte weiter“ angeführt wird – denn das ist Vorgabe des Gesetzes und hat mit Engagement wohl kaum zu tun.

    Kreativ wird es auch, wenn es darum geht, zu begründen, warum das entsprechende Unternehmen auf keiner Positivliste (mehr dazu im dritten Teil der Artikelserie), vermerkt ist. Ein Zitat hierzu: „Die deutsche Rechtssprechung geht davon aus, dass nicht allen Verbrauchern bekannt ist, dass theoretisch jeder in der Kosmetik eingesetzte Rohstoff irgendwann einmal an irgendeinem Ort der Welt im Tierversuch getestet sein könnte. Produktaussagen wie “Ohne Tierversuche” gelten daher als Irreführung. Aus diesem Grund findet sich der Name XY auch nicht auf den positiven Listen der Tierschutzorganisationen.“ (Quelle: Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog) Interessant. Schaffen es doch andere Unternehmen auch, auf solchen Liste aufzutauchen. „Wir versichern, dass kein Kosmetik- oder Körperpflegeprodukt bzw. deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurde“, klingt auch nicht so übel, lässt der Betonung wegen allerdings darauf schließen, dass andere Produktkategorien sehr wohl getestet werden. Hier kann ich nur empfehlen, die Statements gründlich durchzulesen und kritisch zu hinterfragen. Denn der erste Eindruck ist leider oft täuschend.

    Tierversuche_Statement_REACH

    Des Weiteren trifft es sich für die Unternehmen nur zu gut, sich auf die Gesetzeslage und die darin enthaltene Notwendigkeit von Tests beziehen zu können. Schließlich sind doch alle nur um das menschliche Wohlergehen besorgt, für das nun eben mal Tiere herhalten müssen. Frei nach dem Motto: „Es ist leider gesetzlich so, dass Chemikalien getestet werden müssen – uns sind die Hände gebunden“. Einige Konzerne sind immerhin so ehrlich und geben ihren Standpunkt zu Tierversuchen auch offen und unverschleiert zu. Einige Statements zum Thema Tierversuche könnt ihr auf dieser Seite nachlesen: Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

    Sinnhaftigkeit von Tierversuchen in der Kosmetik

    Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und Tierversuche leider seit etlichen Jahren Standard, weil etabliert und bekannt. Sie sind aber nicht nur eine Qual für die Versuchstiere, oftmals sind sie für Menschen auch irrelevant, weil sich das Ergebnis nicht übertragen lässt. Ein anderer Körperbau, eine feinere Nase, eine andere Lebensweise – es gibt etliche Stoffe, die beim Tierversuch vielversprechend sind, bei der klinischen Prüfung am Menschen allerdings versagen. Ebenso spricht die lange Dauer der Versuchszeiträume von ein bis zwei Jahren gegen diese Anwendungen. Obgleich Tierversuche momentan oftmals noch kostengünstiger sind, ist es hoffentlich lediglich eine Frage der Zeit bis Alternativen in Serie gehen und auch diesbezüglich punkten können.

    Das Traurige an der Sache ist auch, dass es Möglichkeiten gäbe, gänzlich auf Tierversuche zu verzichten. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit In-vitro-Verfahren („Reagenzglas-Verfahren“) zu nutzen oder die Vorgänge mit Biochips nachzuvollziehen, um nur zwei Alternativen aufzulisten. Die Vorteile der sogenannten In-vitro-Verfahren sind unter anderem die Reproduzierbarkeit, die höhere Empfindlichkeit und die Möglichkeit, Tests mit Human-Material durchzuführen. Hierbei ließen sich die Ergebnisse auch wirklich mit dem menschlichen Körper vergleichen. Auch die Anzahl der zeitgleich durchführbaren Tests wäre kaum beschränkt, die Ergebnisse lassen in etwa ein bis fünf Tage auf sich warten.

    In den letzten Jahren hat sich zum Glück schon sehr viel getan, es fehlt aber leider immer wieder an Forschungsgeldern. Während die tierexperimentelle Forschung in Deutschland Gelder in Milliardenhöhe zur Verfügung hat, werden tierversuchsfreie Methoden nur mit ein paar Millionen gefördert. (Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

    Beispiele und Zahlen

    Betroffene Lebewesen sind allen voran Mäuse und Ratten, gefolgt von Kaninchen, Meerschweinchen, Hunden und Katzen, zum Teil auch bestimmte Affen-Arten – in Österreich sind zum Beispiel nur Tests an Menschenaffen verboten. Um festzustellen, ob es zu Hautirritation bei bestimmten Substanzen kommt, wird Albino-Kaninchen das Mittel auf die geschorene Rückenhaut gerieben. Auch die Auswirkungen von Stoffen unter UV-Licht werden auf der bestrahlten Haut von Mäusen, Meerschweinchen oder Kaninchen untersucht. Und obwohl es sowohl für Augen- als auch Hautreizungen Alternativmethoden ohne den Einsatz von Tieren gäbe, wurden 2013 in der EU (!) Tierversuche dafür durchgeführt.

    Solange man das Leiden von Nagern und anderen Tieren aber auf nur einen Teilbereich der Anwendungsgebiete reduziert (in diesem Fall Kosmetik), möchte ich allerdings keine Behauptungen aufstellen, welcher Versuch wofür verwendet wird. Inwieweit Schleimhaut- und Augenreizungen sowie Hautverätzungen nun offiziell in den Bereich Kosmetik, Seren oder eine andere Kategorie fallen, möchte ich hier nicht beurteilen. Fakt ist, dass Tierversuche von der Grundlagenforschung über Medizin bis hin zum chemischen Gesichtspunkt reichen und europaweit (!) pro Jahr Versuche an 11,5 Millionen Tieren durchgeführt werden, während es weltweit 115 Millionen Tiere jährlich betrifft (Quelle: Cruelty Free International).

    Wie ihr feststellen könnt, ob eure Lieblings-Produkte im Zusammenhang mit Tierversuchen stehen oder nicht, erfahrt ihr im dritten und letzten Artikel.

    Keine Kommentare zu Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Märchen & Mythen (Teil 2)

    Vegane Falafelbällchen mit Soja-Minz-Joghurtdip

    Falafel sind aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken und die gesündere Alternative zum deftigen Kebab. Aus geröstetem Kichererbsenmehl lassen sie sich superschnell und ohne Ei herstellen. In Kombination mit erfrischendem…

    Falafel sind aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken und die gesündere Alternative zum deftigen Kebab. Aus geröstetem Kichererbsenmehl lassen sie sich superschnell und ohne Ei herstellen. In Kombination mit erfrischendem Soja-Minz-Joghurt sind sie ein einfaches, aber raffiniertes Gericht. Man kann sie auch kalt essen, so machen sie sich gut bei Sommerpicknicks oder als veganer Snack im Freibad.

    Ihr braucht dafür folgende Zutaten:

    Falafel

    105g geröstetes Bio-Kichererbsenmehl
    100 ml Wasser
    ½ Bio-Zwiebel grob gewürfelt
    1 Bio-Knoblauchzehe
    ½ Bund Bio-Petersilie
    1 EL Bio-Kreuzkümmelsamen
    1 TL Bio-Kurkuma
    Etwas Bio-Chili nach Geschmack
    1 EL Bio-Olivenöl
    Etwas Bio-Zitronensaft
    Salz
    Bio-Pfeffer

    Soja-Minzjoghurt

    1 Becher Bio-Sojajoghurt
    ½ Bund Bio-Minze
    1 TL Bio-Tahin
    Salz
    Bio-Zitronensaft

    Und so wird’s gemacht:

    Zuerst gibt man Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Öl in einen Mixer und püriert sie zu einer Paste. Mit etwas Zitronensaft abschmecken. Diese Würzmischung kommt nun zu dem Kichererbsenmehl. Mit Kreuzkümmelsamen, Kurkuma, Salz und Chili würzen und langsam Wasser dazugeben bis eine feste Masse entsteht. Aus dem entstandenen Teig mit den Händen kleine Bällchen formen.

    Falaffel_03

    Diese brät man in der Pfanne in etwas Öl rund sechs Minuten an, bis sie schön goldbraun und innen fest sind.

    FalaffeL02

    Jetzt kann man das Soja-Minzjoghurt zubereiten: Dafür mischt man das Joghurt mit klein gehackter Minze, Tahin, Salz und Zitronensaft. Fertig ist die gesunde Köstlichkeit.

    Guten Appetit!

     

    Weitere sommerliche Gerichte gesucht, die sich auch zum Mitnehmen oder kalt essen eignen? Probiert unsere Rezepte für Salat, der satt macht: Warmer Zucchinisalat, Nudelsalat oder Marokkanischer Kichererbsensalat.

    Lust auf weitere vegane orientalische Rezepte? Das liebevoll gestaltete Kochbuch „Vegan Oriental“ reist mit euch durch die Küche Irans, Armeniens und der Türkei.

    2 Kommentare zu Vegane Falafelbällchen mit Soja-Minz-Joghurtdip

    Pionierinnen der neuen Eiszeit: Veganista-Eis zum Selbermachen

    Schon länger rufen es die Spatzen von den Dächern und nun ist es endlich so weit: Die Schwestern Cecilia Havmöller und Susanna Paller haben Anfang Mai ihr erstes Buch herausgebracht. Eigentlich…

    Schon länger rufen es die Spatzen von den Dächern und nun ist es endlich so weit: Die Schwestern Cecilia Havmöller und Susanna Paller haben Anfang Mai ihr erstes Buch herausgebracht. Eigentlich führen die beiden seit 2013 sehr erfolgreich ihr Eisgeschäft Veganista in der Neustiftgasse in Wien und haben im Dezember 2014 sogar einen zweiten Shop in der Margaretenstraße eröffnet. Man möchte meinen, dass man damit beruflich bereits voll ausgelastet ist. Aber nein, über die Wintermonate ist das 160 Seiten Werk „Veganista – Pionierinnen der neuen Eiszeit“ entstanden.

    Nachdem ich nicht in Wien wohne und daher nur sehr selten in den Genuss eines Veganista-Eises komme, war ich natürlich begeistert, als ich davon erfahren habe. So kann ich endlich wann immer ich möchte mein eigenes veganes und 100% natürliches Eis zu Hause herstellen. Ob mir das auch tatsächlich gelingt?

    Los geht’s mit dem Eisgenuß

    Als ich das Buch endlich in meinen Händen gehalten habe, war ich noch skeptisch. Mit so wenigen und einfachen Zutaten soll man wirklich so tolles Eis zaubern können? Um das auszuprobieren musste aber zuerst eine Sorte ausgesucht werden. Nach kurzer Überlegung – denn das Buch ist wirklich über und über voll mit herrlichen Rezepte für Sorten wie Brownie, Vanille, Haselnuss, Banane, Basilikum, Mango oder Zitrone-Melisse – fiel die Entscheidung auf Cookie.

    Buch_02_low

    Das Rezept für Cookie-Eis klingt sehr einfach, die exotischsten Zutaten sind 0,5 Gramm Johannisbrotkernmehr und 0,5 Gramm Guarkernmehl. Zum Glück findet man diese zwei Produkte mittlerweile aber in jedem Reformhaus oder Biomarkt. Bleibt also nur noch das Problem, ein halbes Gramm abzuwiegen. Nachdem dieser Punkt aber der gemeinsame Nenner aller Rezepte ist und ich ohnehin eine Feinwaage zur Kosmetikherstellung brauchen könnte, habe ich auch hier nicht lange überlegt und so bin ich nun Besitzerin eine löffelförmigen Feinwaage für zirka 20 Euro.

    Eismaschine – Ja oder Nein?

    Die nächste Herausforderung: Brauche ich eine Eismaschine oder reicht ein Tiefkühler aus um gutes Eis selber herzustellen? Diesem Problem hat Susanna, die „Köchin“ der beiden Schwestern, ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem alle Vor- und Nachteile erläutert werden. Ich kann euch daher beruhigen, man benötigt nicht zwingend eine Eismaschine, aber das Ergebnis wird mit einer solchen garantiert besser. Der große Vorteil einer Eismaschine ist, dass diese das Eis während des Gefrierprozesses kontinuierlich rührt und so viel Luft in die Masse eingearbeitet wird. Dadurch wird es besonders fluffig und es bilden sich keine groben Eiskristalle.

    Nachdem meine Küche einfach nicht genügend Platz für eine Eismaschine bietet, bleibt mir also vorläufig nur die Möglichkeit, das Eis von Hand herzustellen. Nachdem alle fehlenden Utensilien und Zutaten eingekauft waren, ging es ran an das Rezept. Auch beim zweiten Mal durchlesen war es ganz simpel. Kokos- und Sojamilch abwiegen und vermischen. In einem anderen Gefäß Zucker, Salz, Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl abwiegen und gut vermischen. Nun werden die festen Stoffe langsam mit einem Mixer in die flüssige Mischung eingemixt.

    Hätte ich jetzt eine Eismaschine, müsste ich die Mischung für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank geben und dann in die Eismaschine. So aber habe ich die Mischung gleich in das Gefrierfach gegeben und immer wieder gut umgerührt, um die Masse so cremig wie möglich zu halten. Anfangs ist diese noch ziemlich flüssig, je fester sie wird, desto öfter rühre ich sie um. Anfangs alle halben Stunden und dann etwa alle 15 Minuten. Nach rund zwei bis drei Stunden ist das Eis dann genußbereit. Kurz bevor das Eis komplett fertig ist, werden die Cookies zerbröselt und in die Eismasse gemischt. Das steht im Rezept leider nicht so genau definiert und daher habe ich die Cookies bei meinem ersten Versuch viel zu früh dazu gemischt, mit dem Ergebnis, dass das Eis letzten Endes leider mehr wie ein Brownie-Eis ausgesehen hat. Geschmeckt hat es aber genauso wie ich Cookie von Veganista kenne. Lecker! Und jetzt weiß ich auch was der besondere Beigeschmack ist, den ich bisher nicht zuordnen konnte. Es ist Kokosmilch. Seither ist diese Sorte zu meinen Favoriten aufgestiegen.

    eiskreation_low

    Mein Fazit

    Auf dieses Buch habe ich definitiv gewartet, ohne es vorher gewusst zu haben. Die Rezepte sind speziell zum Nachmachen für zu Hause und für kleine Eismaschinen kreiert worden und somit bin ich sicher, dass auch die anderen Sorten so gut gelingen wie mir mein Cookie-Eis. Außerdem werden in dem Buch nicht nur Rezepte für Eissorten beschrieben, sondern auch für Toppings wie Himbeersauce, süßes Popcorn oder Schoko-Fudge und es wird verraten, wie Inbetweeners (Eis-Sandwiches) gemacht werden. Wer möchte, kann sogar seine Brownies und Cookies für die dazugehörigen Eissorten selber machen und verarbeiten.

    Buch_03_low

    Neben den vielen Rezepten und Tipps gibt es nach einem sehr lieben Vorwort von Christoph Maria Herbst für alle Fans aber auch ein bisschen Hintergrundinformationen zu den beiden Schwestern und wie sie zu ihrem Eisgeschäft gekommen sind. Man erfährt zum Beispiel, dass Cecilia überhaupt nicht gerne Eis macht, dafür umso lieber isst und sich um Geschäftliches kümmert. So hat sie ihre kleine Schwester überredet mit ihr gemeinsam ein Geschäft zu eröffnen, da Susanna liebend gerne Eis produziert, aber nichts mit dem geschäftlichen Part zu tun haben möchte. Ein gelungenes Team.

    Bestellinformationen

    Veganista – Pionierinnen der neuen Eiszeit
    Cecilia Havmöller, Susanna Paller
    160 Seiten, broschiert
    Format: 17 x 22 cm
    Verlag: Freya; 1. Auflage 2015
    ISBN-13: 978-3-99025-188-1
    Preis: EUR 16,90 (A, D)

    5 Kommentare zu Pionierinnen der neuen Eiszeit: Veganista-Eis zum Selbermachen

    Das waren die ERDgespräche 2015 in der Wiener Hofburg

    Am 28. Mai 2015 fanden zum achten Mal die von NEONGREEN NETWORK in Wien veranstalteten ERDgespräche statt. Zahlreiche ZuhörerInnen, vor allem auch junge, machten sich dafür auf den Weg in die…

    Am 28. Mai 2015 fanden zum achten Mal die von NEONGREEN NETWORK in Wien veranstalteten ERDgespräche statt. Zahlreiche ZuhörerInnen, vor allem auch junge, machten sich dafür auf den Weg in die Wiener Hofburg, bis die Redoutensäle am Josefsplatz ordentlich gefüllt waren. Die Moderation übernahm die ehemalige PULS4-Moderatorin Manuela Raidl. Neben den Gesprächen selbst fanden als Rahmenprogramm ein „Pecha Kucha Abend“, das „World Game Lab“ sowie ein Kinoabend mit der Dokumentation „Nuclear Lies“ statt. Das Filmprojekt war 2013 auf den ERDgesprächen vorgestellt worden.

    Wie auch schon in den Vorjahren, ist es Angie Rattay und Adam Pawloff, den beiden OrganisatorInnen der Veranstaltung, auch heuer gelungen interessante und renommierte RednerInnen für die ERDgespräche zu gewinnen. Harald Frey, Verkehrsplaner an der TU Wien, Gudrun Pflüger, Wolfsforscherin und ehemalige Spitzensportlerin, Dr. Robert Bullard, „Father of Environmental Justice“ sowie Fernsehköchin und Umweltaktivistin Sarah Wiener waren diesmal am Podium und teilten ihre Forschungsergebnisse, Geschichten und Meinungen zu aktuellen ökosozialen Themen.

    EG15_AEdler_DSC2769

    Stadtplaner Harald Frey ging in seinem Vortrag – dem ersten an diesem Abend – auf die derzeitige Verkehrsplanung ein und stellte fest, dass diese vor allem auf die Bedürfnisse des Autos bzw. dessen FahrerIn ausgerichtet ist. Andere VerkehrsteilnehmerInnen, seien es FahradfahrerInnen oder FußgängerInnen, werden an die Ränder gedrängt, wodurch ein Raum entsteht, an dem Kinder zum Spielen in Käfige gesperrt werden und die Besitznahme öffentlichen Raums durch die AnrainerInnen unglaublich erschwert oder teilweise sogar unmöglich gemacht wird. Allerdings verortet Harald Frey in den vergangenen Jahren auch positive Entwicklungen in diesem Bereich, etwa wenn in Seoul eine Stadtautobahn abgerissen wird, um (wieder) Platz für einen alten Fluss zu machen, und auch hierzulande bemerkt er ein steigendes Bewusstsein für die Thematik. Der Umbau der Mariahilfer Straße, bei dem ja auch der Bevölkerung öffentlicher Raum „zurückgegeben“ wurde ist hierbei nur das augenfälligste Beispiel.

    Die Wolfsforscherin und ehemalige Profi-Schilangläuferin Gudrun Pflüger ließ die Stadt in ihrem Vortrag „Let’s think WILD“ ganz weit hinter sich und nahm die ZuhörerInnen stattdessen mit in die Wildnis. Dabei gab sie nicht nur Einblicke in ihre zehnjährige Forschungsarbeit rund um und mit den Wölfen im Regenwald im Westen Kanadas, sondern sprach auch über die Rückkehr der Wölfe, die hierzulande in Kürze zu erwarten ist. Um diese langfristig möglich zu machen, appellierte sie vor allem an die Toleranz der lokalen Bevölkerung gegenüber den Tieren, denn diese sei der wichtigste Einflussfaktor für die Ausbreitung der wilden Wölfe.

    ©AngieRattay DSC01681

    Wie oft Armut, schlechte Gesundheit und Umweltverschmutzung direkt miteinander verwoben sind, vor allem auch in den USA, verdeutlichte anschließend Dr. Robert Bullard, „Father of Environmental Justice“ und Dekan an der Texas Southern. Unter dem Titel „Talking Clean and Acting Dirty“ zeigte er anhand zahlreicher Statistiken, dass in den USA vor allem der ZIP-Code darüber entscheidet, wie sauber die Umwelt ist, in der man sich bewegt. Die ärmsten Staaten der USA im Südosten des Landes, in denen auch der Großteil der schwarzen Bevölkerung zu finden ist, sind auch jene mit dem höchsten Verschmutzungsgrad. Die Gefahr, Opfer eines Chemieunfalls zu werden oder an Asthma oder Krebs zu erkranken, liegt hier deutlich höher als in den reicheren Bundesstaaten. Gleichzeitig ist in den südlichen Bundesstaaten der Energieverbrauch am höchsten, erneuerbare Energien sind noch kaum zu finden und Krisenpläne für den Fall von Klimakatastrophen sind quasi nicht vorhanden, und das obwohl die Küstengebiete zukünftig besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sein könnten.

    Robert Bullards Fazit war dann auch eindeutig: Nachhaltigkeit darf sich nicht auf Umweltthemen beschränken, sondern muss in einem ersten Schritt vor allem auch soziale Ungleichheiten bekämpfen. Erst wenn diese beseitigt sind, sei Nachhaltigkeit in einem ökologischen Sinn überhaupt möglich. In den USA ist er allerdings nicht sehr optimistisch, was diese Entwicklung angeht, sondern verortet vielmehr die genau gegenteilige Entwicklung, in der Ungleichheiten (Wealth Gap, Health Gap, Income Gap) immer mehr zunehmen. Dementsprechend fordert er nicht nur ein Environmental Justice Gesetz, sondern auch mehr Aktivismus von Seiten der Bevölkerung, die ihre Rechte aktiv einfordern muss, um sie durchzusetzen.

    Mehr Aktivismus und „Graswurzelbewegungen“ forderte schließlich auch Sarah Wiener in ihrem Vortrag über den Boden, die moderne Agrarwirtschaft und die moderne Lebensmittelindustrie. Die Menschen müssten aktiv auf eine nachhaltige Nahrungsproduktion pochen und auch selbst dazu beizutragen, sei es durch Urban Gardening, Restlkochen oder verantwortungsvollen Fleischkonsum.

    Die nächsten ERDgespräche finden am 12. Mai 2016 statt – ein Termin, den man sich schon heute vormerken sollte.

    Keine Kommentare zu Das waren die ERDgespräche 2015 in der Wiener Hofburg

    Veganer Erdbeerkuchen

    Heute habe ich ein Rezept für einen veganen Erdbeerkuchen für euch. Wer kennt sie nicht, die Biskuit-Tortenböden zum kaufen, die man nur mehr mit frischen Obst belegt, Tortenguss darüber gießt…

    Heute habe ich ein Rezept für einen veganen Erdbeerkuchen für euch. Wer kennt sie nicht, die Biskuit-Tortenböden zum kaufen, die man nur mehr mit frischen Obst belegt, Tortenguss darüber gießt und schon ist die Obsttorte fertig. Früher habe ich diese total gerne mit Erdbeeren belegt, in den letzten Jahren habe ich auf den Kauf dieser Tortenböden verzichtet. Diesen Frühling ist mir die Idee gekommen, dass es doch einfach möglich sein müsste, selbst einen veganen Biskuit-Tortenboden herzustellen um einen schnellen Erdbeerkuchen zuzubereiten.

    Den ersten Versuch habe ich letztes Wochenende mit meiner Mutter gestartet, sie hatte nämlich frische Erdbeeren die so herrlich dufteten, dass ich einige gleich so verspeist habe, jedoch auch das Kuchen-Experiment durchführen wollte. Ein voller Erfolg: Einfache Zutaten, schnelle Zubereitung und ein sehr leckeres Ergebnis. Überzeugt euch selbst!

    DSC_0660

    Zutaten

    130g Bio-Zucker
    200-220ml Wasser
    6 EL Bio-Öl
    4 TL Bio-Backpulver
    1 Packung Bio-Vanillezucker
    230g Bio-Mehl
    Bio-Erdbeeren
    Bio-Tortenguss vegan

    Zubereitung

    Einfach die Zutaten mit einem Mixer verrühren – nicht zu lange, damit der Teig noch aufgeht. Im Backrohr bei 170 Grad etwa 25 Minuten backen – bei Bedarf eine Stäbchenprobe machen. Da der Teig etwas klebt, ist es besser, ihr kleidet die Tortenform mit einem Backpapier aus. Anschließend auskühlen lassen. Ich bestreiche den Tortenboden vor dem Auslegen noch dünn mit Marmelade, damit der Tortenguss den Boden nicht matschig macht. Mit Obst, in diesem Fall Erdbeeren, belegen und mit dem Tortenguss (Zubereitung nach Anleitung) übergießen.

    Guten Appetit!

    8 Kommentare zu Veganer Erdbeerkuchen

    Was möchtest du finden?