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    Meine Erfahrungen in Traiskirchen

    Bei meinem Besuch in Traiskirchen zur Ausgabe der Spenden an die Flüchtlinge parkte ich fast direkt vor dem Eingang des Flüchtlingszentrums und ertappte mich dabei zu überlegen, ob ich meinen…

    Bei meinem Besuch in Traiskirchen zur Ausgabe der Spenden an die Flüchtlinge parkte ich fast direkt vor dem Eingang des Flüchtlingszentrums und ertappte mich dabei zu überlegen, ob ich meinen USB-Stick beziehungsweise gleich das ganze Autoradio einpacken sollte. (Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich leider persönlich – nicht in Verbindung mit Flüchtlingen – schon Erfahrung mit mehren Einbrüchen sammeln durfte.) Aber gut, ich wollte mich dem Thema neutral und ohne Vorurteile nähern – also ließ ich beides dort. Gleich am Anfang muss ich aber noch etwas gestehen: Sofort nach dem Aussteigen hätte ich mein 37-Grad-Sommer-Outfit, bestehend aus Hotpants und Trägertop, gerne noch einmal überdacht. Der Weg bis zum vereinbarten Treffpunkt, vorbei an verschiedenen Menschengruppen, die offensichtlich einer anderen Kultur angehören, war erst einmal total ungewohnt.

    Aber trotz aller anfänglicher Bedenken wurde es ein wunderschöner Nachmittag voll geteilter Freude, Emotionen und Geschichten, wovon noch einige folgen sollten. Ich möchte an dieser Stelle auch erwähnen, wie begeistert ich von der Zusammenarbeit der einzelnen Religionsgemeinschaften bin – katholische Pfarre, türkisch-islamischer Kulturverein, Helfer von der evangelischen Kirche… Es ist wunderschön mit anzusehen, wie alle an einem Strang ziehen und zusammen helfen, wenn es hart auf hart kommt, und dass es keinen Unterschied macht, woran du glaubst oder auch nicht. Auch die Gruppe der Freiwilligen besteht aus Österreichern, Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern und Menschen, die als Dolmetscher für alle nicht Deutsch- beziehungsweise Englischsprechenden agieren. Einen Bericht was mit den Spenden für die Flüchtlinge in Traiskirchen passiert und den allgemeinen Ablauf findet ihr hier: Traiskirchen – der Weg der Spenden

    Bleibende Erinnerungen

    Als ich durch die eng gedrängte und auf die Ausgabe wartende Menge gehe, machen mir sofort alle Platz und ein freiwillig helfender Flüchtling hält mir die Türe auf – ich komme mir ein wenig vor wie ein VIP. Mohammed erzählt mir auf Englisch, dass er seit zwei Monaten hier sei und bereits österreichische Freunde gefunden habe. Stolz zeigt er mir Fotos auf seinem Handy von einem Pärchen und ihm beim Essen, beim Autofahren…

    Während des Team-Meetings übersetzt einer der „refugees“ die wichtigsten Eckpunkte für seine Landsleute und ein anderer ist so gerührt von der Hilfsbereitschaft hier, dass er mit zitternder Stimme und in gebrochenem Englisch erklärt, dass er gelernter Koch sei und wie gerne er nicht für uns alle Kochen würde als Dankeschön.

    Mahmot erzählt, dass er mit seiner Frau und ihrem Baby innerhalb von 18 Tagen (!) von Griechenland hierher gegangen (!) ist. Ich mache große Augen und obwohl wir beide gut englisch sprechen, wiederhole ich meine Frage mit Zeichensprache, wobei ich mit zwei Fingern das Gehen symbolisiere. Er beginnt zu lachen: „You can believe me – we just walked.“ Sie sind also tatsächlich nur zu Fuß gegangen. Zwischen 18 und 20 Stunden am Tag waren sie unterwegs. Das übersteigt meine Vorstellungskraft und obwohl ich nicht glaube, dass er mir etwas Falsches erzählt, überprüfe ich diese Aussage später mit Google Maps. Und stelle fest: Es geht sich aus! Google Maps sagt, 311 Stunden Fußmarsch wären es in etwa bis Griechenland – und 342 Stunden sind es, wenn man 18 Tage lang jeweils 19 Stunden marschiert. Ich bin noch immer absolut fassungslos! Wer tut so etwas, wenn er nicht „um sein Leben läuft“? (Die junge Familie wollte übrigens gar nicht nach Österreich, sondern nach Holland, sie sind hier aber von der Polizei gefasst worden.)

    Eine syrische Frau fragt mich nach getaner Sortierarbeit im Pfarrheim mit Hilfe einer Dolmetscherin nach den Bildern an den Wänden, auf denen Fotos von der Jungschar zu sehen sind, was das für eine Gruppe sei und ob ihre Tochter auch dort mitmachen könne, die Kinder sähen so glücklich aus auf den Bildern. Ein „refugee“ tritt beim Sortieren im Pfarrhof an mich heran und fragt, ob er sich Wasser von der Leitung (!) nehmen dürfte, er sei so durstig…

    Dass hier nur Positives erwähnt wird, liegt nicht daran, dass ich die Gespräche ausgefiltert habe, sondern ich habe in den etwa rund zwanzig Stunden dort tatsächlich keine negativen Zwischenfälle erlebt.

    Die Beweggründe kann man natürlich überhaupt nicht miteinander vergleichen, aber die Nachmittage bei der Ausgabe sind für mich wie eine Mischung aus hektischem Flohmarkt und Sprachreise. Bei so einer Reise ist man ja auch fremd in einem anderen Land, verständigt sich zum Teil mit Händen und Füßen ohne etwas oder jemanden zu kennen und ist wirklich froh über jeden Tipp und jedes nett entgegengebrachte Wort. „Am meisten freuen sie sich über ein nettes Lächeln, nette Worte und jemanden, der ihnen einfach nur zuhört.“, bestätigt auch Doris, eine der Projektleiterinnen der Caritas.

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    Die Spendenausgabe

    Wie bereits im verlinkten Artikel erwähnt, hatte jede Flüchtlings-Gruppe nur etwa zehn Minuten (!) Zeit um sich bei der Spendenausgabe die nötigen Dinge zusammenzusuchen, danach galt es, alle aus dem Zelt zu bekommen. Und wenn man sich das Titelbild beziehungsweise das folgende Foto ansieht, kann man erahnen, wie viel Passendes man in zehn Minuten zusammensuchen kann. Ausdrücklich erwünscht: Bilder nochmals genau ansehen und sich vorstellen, man müsste für sich selbst – eventuell auch zusätzlich für seine Kinder – in zehn Minuten, gemeinsam mit etwa 30 anderen Personen alles notwendige zusammensuchen.

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    Auch bei der anschließenden Aufforderung zum Gehen hatte ich – vor allem als Frau – anfangs Bedenken, ob das gut gehen würde. Aber alles klappte problemlos – das einzige, worum wir freiwilligen Helfer immer wieder gebeten wurden, war „Please, one more minute!“. Und auch wenn sich die einzelnen Gruppen nicht im Eiltempo nach draußen bewegten, gab es an den zwei Tagen, an denen ich bis jetzt bei der Ausgabe dabei war, noch nie etwas negatives zu berichten.

    Mit einem Polizisten vor Ort konnte ich auch kurz sprechen, er erzählte (es war drei Uhr nachmittags), dass er seit gestern früh, sechs Uhr im Dienst sei, vier Stunden geschlafen habe und noch bis morgen Vormittag seiner Pflicht nachgehe. In der Nacht gab es einen Streit zwischen den Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern wie auch in vielen Zeitungen zu lesen war.

    Zu gefährlich?

    Im Baumarkt, als ich auf der Suche nach einem kleinen Schloss und einer Kette war, erzählte ich dem Mitarbeiter kurz, dass ich die Sachen benötige, um eine Schere an einem Tisch zu fixieren und in weiterer Folge, dass ich die Schere benötige, um Hosen für Flüchtlinge zu kürzen. „Sie fahren nach Traiskirchen? Sie als Frau?“, fragte er, gefolgt von der Frage ob ich das beruflich mache (Nein, ich habe einen „normalen“ Vollzeit-Job.), der Frage, ob ich Moslem bin (Nein.) und dem Hinweis, dass er seine Freundin dort nicht helfen lassen würde, das sei seiner Meinung nach zu gefährlich…

    Ich denke, dass die ablehnende Haltung vieler Österreicher beziehungsweise Gemeinden auf Angst basiert. Sie kennen diese Situation und die Kulturen nicht und natürlich macht eine große Gruppe von Menschen mehr Angst als Einzelpersonen. Auch kommt noch das Sprachproblem dazu – klar ist es anfangs etwas unangenehm, wenn man an einer Gruppe vorbeigeht und keinen Schimmer hat, worüber die Personen gerade reden oder ob man gar selbst gerade Thema des Gesprächs ist. Wie ihr im ersten Absatz lesen konntet, war auch ich anfangs sehr unsicher.

    Trotzdem möchte ich die Skeptiker bitten, Mut zu fassen und offen für dieses Thema zu sein, letztendlich sind es Menschen wie du und ich, mit Ausbildung, einem ehemals schönen Zuhause… Ich möchte meine Hand nicht ins Feuer legen, dass alle von den etwa 3.000 bis 4.000 Flüchtlingen in Traiskirchen zu hundert Prozent zu den „Guten“ zählen – das könnte ich bei 4.000 willkürlich ausgewählten Österreichern aber auch nicht garantieren.

    Wenn ihr offene Fragen habt, die in keinem der zwei Artikel oder den unten angefügten Links beantwortet werden, könnt ihr gerne einen Kommentar schreiben – Matthias, Projektleiter von der Caritas, hat sich zu einem Interview bereit erklärt.

    P.S.: Vier Mal war ich bis jetzt schon in Traiskirchen – mein USB-Stick und das Radio waren an den Tagesenden bis jetzt immer noch in meinem Auto und auch an den folgenden, heißen Tagen bin ich mit kurzer Hose hingefahren.

    44 Kommentare zu Meine Erfahrungen in Traiskirchen

    Traiskirchen – Der Weg der Spenden

    Obwohl ich zu dem Thema „Flüchtlinge/Asylwerber“ schon einiges gehört (Radio), gelesen (Zeitungen, Facebook) oder (von Gemeinde-Seite) mitbekommen hatte, wollte ich mir vor Ort selbst ein Bild machen. Nur weil andere etwas…

    Obwohl ich zu dem Thema „Flüchtlinge/Asylwerber“ schon einiges gehört (Radio), gelesen (Zeitungen, Facebook) oder (von Gemeinde-Seite) mitbekommen hatte, wollte ich mir vor Ort selbst ein Bild machen. Nur weil andere etwas sagen, machen oder unterlassen, heißt das noch lange nicht, dass das automatisch gut oder richtig ist – jeder Mensch, egal ob Politiker, Journalist oder der Nachbar, ist anders, hat andere Vorstellungen, Erwartungen und Erfahrungen. Ich wollte meine Eigenen sammeln bevor ich mitrede, ohne selbst direkt mit dem Thema zu tun gehabt zu haben.

    Also bin ich relativ spontan einem Aufruf der Facebook-Seite Wir helfen. von Caritas Omni.Bus gefolgt, bei dem es hieß, es werde Hilfe zum Sortieren gebraucht. Nachdem ich auf dieser Seite auch lesen konnte, dass einige Menschen mit ihren Spenden wieder fort geschickt wurden, klang das erst einmal so wie „denen geht’s eh gut, die brauchen keine Spenden“. Vor Ort war allerdings schnell klar, dass dem nicht so ist, vielmehr mangelt(e) es an allen Ecken und Enden an Platz! Wintersachen und ähnliches wird zur entsprechenden Jahreszeit ganz sicher auch benötigt, kann aber bis dahin nicht in großer Menge verstaut werden. Dass das Flüchtlingszentrum überfüllt ist, dürfte hier niemandem entgangen sein, aber auch der Lagerplatz für die Spenden ist knapp.

    Als ich dort war, waren die Sachen im katholischen Pfarrhof Traiskirchen gelagert – dieser musste aber aufgrund einer Hochzeit zumindest zu Teil geräumt werden. Und obwohl es ein gutes Gefühl ist zu helfen wird schnell klar, wie viel Energie die Organisation hinter all dem kostet. Ich habe gemeinsam mit anderen Freiwilligen versucht, den Bereich um die Türe freizuräumen und einen ganzen Nachmittag lang Kleidung sortiert. Während der Bereich kurzzeitig etwas aufgeräumter wirkte, kamen immer wieder Spenden dazu – zum Teil waren die Menschen auch extra aus Graz oder Zwettl angereist, um etwas vorbei zu bringen – ich fühlte mich wie eine Ameise in einer nicht enden wollenden Sortierarbeit. Die Spenden werden wirklich benötigt, der Platz im Pfarrhof zum Teil aber auch – die Situation ist keine leichte. Ich möchte jedem raten, selbst mitanzupacken, statt darüber zu reden was man machen könnte – denn an der Umsetzung scheitert es leider oft, auch wenn es in der Theorie recht einfach klingt.

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    Warum werden die Sachen überhaupt sortiert und warum soll man nicht direkt mit dem vollgepackten Auto zum Flüchtlingszentrum fahren?

    Diese Menschen sind wie du und ich – und wie bei jeder Menschenansammlung gibt es die Fröhlichen, die Grantigen, die Zurückgezogenen, die Streitsüchtigen, die Optimistischen… Fährt man mit dem Auto hin, erhalten meist nur die Starken beziehungsweise die Schnellen etwas, alle anderen haben gar keine Chance. Bevor man zehn Bälle an hundert Kinder verteilt, wird lieber noch etwas gewartet und gesammelt, um Streit und Neid zu vermeiden. Auch die Kleidung wurde nach Geschlecht sortiert und gesammelt, ebenso wie nach „langer Hose“, „kurzer Hose“, „T-Shirt“ und so weiter, damit die Flüchtlinge innerhalb kurzer Zeit etwas Passendes finden können. Ich muss gestehen, bei meinem ersten Besuch habe ich ein wenig an der Sinnhaftigkeit dieser Sortierarbeit gezweifelt. Als ich ein zweites Mal – diesmal bei der Ausgabestelle im türkisch-islamischen Kulturverein Traiskirchen – vor Ort war, wurde schnell klar, dass es anders gar nicht funktionieren kann: Die sortierten Sachen wurden auf vier langen Reihen von Heurigentischen aufgelegt, die Flüchtlinge kamen immer in Gruppen herein ins Zelt. Beim Eingang mussten sie einen tags davor erhaltenen Zettel abgeben, wodurch gewährleistet werden soll, dass sich ein und die selbe Person nach dem Verlassen der Spendenausgabe nicht gleich wieder beim Eingang anstellt. Jeder bekommt beim Hereingehen ein Sackerl (Tüte), eine Tasche oder ähnliches und hat anschließend zehn Minuten Zeit, alles einzupacken, was benötigt wird. Nach diesen zehn Minuten müssen alle das Zelt verlassen und die nächste Gruppe wird hereingelassen.

    Was spenden?

    Auf oben genannter Facebook-Seite wird immer wieder kundgetan, was momentan benötigt wird – bitte informiert euch hier vorab, wenn ihr etwas spenden wollt. Die Sachen sollten auch gewaschen sein, leider musste ich am ersten Nachmittag feststellen, das das sehr oft nicht der Fall war. Allgemein kam mir auch einiges Fleckiges, extrem Fusseliges, Kaputtes etc. unter – nicht falsch verstehen, ich bin ein Mensch der selbst gerne auf Flohmärkte geht und kein Problem mit gebrauchten Dingen hat, aber die in den Medien, vor allem auch im Social Media-Bereich, oft erwartete „extreme“ Dankbarkeit…

    Man muss bedenken, dass diese Menschen auch ein schönes Zuhause hatten, mit hübschen Schuhen, moderner Kleidung, und nicht zwingend arm waren. Andererseits gibt es auch wirklich sehr liebevoll gestaltete Willkommenspakete und allgemein auch viele schöne Sachen, zum Teil auch Markenkleidung, die abgegeben werden – da bekommt man schon nur vom Ansehen gute Laune. Entgegen dem negativen Bild, das oftmals vermittelt wird, gibt es also auch eine große Hilfsbereitschaft innerhalb Österreichs. Möchte man selbst mithelfen, kann man zwischen Sach-, Zeit- und Geldspenden wählen.

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    Was würdest du auf eine Flucht mitnehmen?

    Diese Frage stellte Doris, die dortige Projektleiterin der Caritas, den freiwillig mithelfenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Handy war unter den Top drei, das erklärt auch, warum man so viele Flüchtlinge mit einem Handy sieht. Die Frage hat mich allgemein inspiriert und ich habe für mich überlegt, was ich denn mitnehmen würde. Nach kurzer Bedenkzeit musste ich feststellen: Nicht viel, damit das Gepäck nicht zu schwer wird.

    Was würdet ihr auf eine Flucht mitnehmen?

    P.S.: Weitere Eindrücke folgen!

     

    Wer mit Sach-, Zeit- und Geldspenden helfen möchte, kann sich hier informieren und Fragen stellen.

    6 Kommentare zu Traiskirchen – Der Weg der Spenden

    After Sun Pflege leicht gemacht!

    Nicht erst nach dem Sommer, sondern schon währenddessen ist es wichtig, der Haut ein wenig Erholung von Sonne, Chlor und Salzwasser zu bieten. Erst recht bei langen Sommerurlauben oder gar…

    Nicht erst nach dem Sommer, sondern schon währenddessen ist es wichtig, der Haut ein wenig Erholung von Sonne, Chlor und Salzwasser zu bieten. Erst recht bei langen Sommerurlauben oder gar Sonnenbrand ist die richtige Pflege essentiell. Hierfür bietet die Naturkosmetik allerlei Helferlein, die pflegende Stoffe wie Shea- oder Kakaobutter, Aloe Vera und zahlreiche Vitamine enthalten. Diese braucht unsere Haut auch, weil eine gebräunte Haut in Maßen zwar gut aussieht, dies für unser größtes Organ allerdings Stress pur bedeutet. Außerdem sieht eine leichte Bräune nur dann schön aus, wenn die Haut gepflegt und gut mit Feuchtigkeit versorgt ist.

    Neben der Pflege unserer Haut werden unsere Haare oftmals vergessen oder vernachlässigt. Aber auch sie sind Sonne und Co meistens mehr als nötig ausgesetzt, sodass sie ebenfalls eine extra Portion Feuchtigkeit vertragen können. Auch hier gilt: Wollt ihr euren Schopf nach der warmen Jahreszeit nicht abschneiden, solltet ihr schon während des Sommers mit eurem Pflegeprogramm beginnen. Ihr fragt euch, wie dieses Pflegeprogramm aussehen kann? Im Folgenden werdet ihr sehen, dass es ganz simpel ist, ihr nur wenige Produkte benötigt und das meiste wahrscheinlich zu Hause habt.

    Aber keine Angst! Ihr müsst euch nicht zig Produkte zulegen, die nach dem Sommer keinen Einsatz mehr finden – es geht viel einfacher. Ich empfehle euch zwei Produkte, die minimalistisch sind und außerdem universell für Haut und Haar angewendet werden können.

    Zwei Multitalente für Haut und Haar

    Fangen wir mit zwei Produkten an, die ihr sowohl für eure Haut als auch für eure Haare vielseitig einsetzen könnt und die ihr bequem in gut sortierten Bioläden oder online erwerben könnt: Die Rede ist von Aloe Vera Gel und Kokosöl. Beides wird nicht nur gerne als Inhaltsstoff für Kosmetika weiterverarbeitet, sondern kann auch wunderbar pur zum Einsatz kommen. Bei mir ist das Duo im Sommer einfach nicht mehr wegzudenken. Aloe Vera Gel schafft sowohl bei Rötungen und leichten Verbrennungen, als auch bei juckenden Insektenstichen Abhilfe. Der kühlende Effekt ist außerdem grandios und im Sommer ein echter Pluspunkt. Im Haar angewendet spendet es nicht nur Feuchtigkeit für Längen und Kopfhaut und macht die Haare wieder geschmeidig, es dient auch als zusätzlicher Schutz vor der Sonne, um einem Austrocknen entgegenzuwirken.

    Es muss nicht immer pures Aloe Vera Gel sein. Welche Produkte mit dem feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoff außerdem großartige Begleiter in der warmen Jahreszeit sind, erfahrt ihr hier.

    Kokosöl ist nicht umsonst gerade in aller Munde, denn es ist – genau wie Aloe Vera – ein echter Allrounder in der Haut- und Haarpflege. Bei extrem trockenen Stellen, die nach zu viel Sonne oder austrocknendem Wasser durchaus vorkommen, kann das reichhaltige Öl der Kokosnuss pur auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen werden. Eure Haut wird den Feuchtigkeitskick aus Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien regelrecht aufsaugen. Bei strohigen Haaren verwendet ihr das Öl am besten als Leave-in Kur über Nacht. So hat es ausreichend Zeit, seine pflegende Wirkung zu entfalten. Geschmeidige und gesunde Haare sind das Ergebnis.

    Hat es euch doch erwischt und ihr habt einen Sonnenbrand, können die beiden Multitalente ebenfalls zum Einsatz kommen. Für mich sind die beiden Produkte im Sommer nicht mehr wegzudenken.

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    Vegane Kosmetikbehandlung in Wien: Diamond Beauty and More

    Meine Haut hatte dringend Entspannung nötig. Warum? Weil ich meinem Gesicht in Sachen Produkttests leider etwas zu viel zugemutet habe. Revanchiert hat es sich mit Unreinheiten, Rötungen und einer perioralen…

    Meine Haut hatte dringend Entspannung nötig. Warum? Weil ich meinem Gesicht in Sachen Produkttests leider etwas zu viel zugemutet habe. Revanchiert hat es sich mit Unreinheiten, Rötungen und einer perioralen Dermatitis, die ich zum Glück mit strikter Abstinenz und einigen Besuchen bei meiner Hautärztin wieder losgeworden bin. Doch die Unreinheiten und Rötungen sind geblieben. Deshalb wollte ich einen Besuch in einem Kosmetikstudio wagen, um mit professioneller Hilfe meine Gesichtshaut wieder ins Lot zu bringen. Also habe ich mich auf Facebook nach einem veganen Kosmetikstudio in oder um Wien umgehört. Empfohlen wurde mir Diamond Beauty and More im neunten Wiener Gemeindebezirk und ehe ich es mich versah, war ich auch auf eine Gesichtsbehandlung zum Testen eingeladen.

    Meine Gesichtshaut ist ziemlich sensibel, und deshalb war ich doch etwas nervös, ob ich die Produkte vertragen würde und wie mein Gesicht auf so eine Portion Pflege reagieren wird. Aber gleichzeitig war ich auch so unzufrieden mit den nicht weniger werden wollenden Unreinheiten und Unregelmäßigkeiten meiner Haut, dass ich einen Versuch wagen wollte – in der Hoffnung, dass ich die Behandlung gut vertrage und die periorale Dermatitis nicht wieder ausbrechen würde.

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    Diamond Beauty and More wird von Kinga betrieben, die sich zu Beginn viel Zeit genommen hat, um abzuklären, welche Behandlung ich brauche und welche Produkte die geeignetsten dafür sind. Kinga betreibt ihr Studio seit fast zwei Jahren und bietet Kosmetikdienstleistungen von Kopf bis Fuß an. Sie ist Kosmetikerin und Fußpflegerin und hält sich regelmäßig mit Weiterbildungen am Laufenden – Kinga ist mittlerweile schon seit mehr als zehn Jahren im Kosmetikbusiness.

    Nun zurück zur Gesichtsbehandlung! Nachdem Kinga mit mir die Art der Behandlung – eine große, zwei Stunden lange Gesichtsbehandlung – abgeklärt hat, durfte ich auf dem Behandlungsstuhl Platz nehmen. Die Schuhe werden ausgezogen und das Oberteil abgelegt, einen etwaigen BH kann man entweder auch ausziehen oder die Träger zur Seite schieben. Wenn man es sich bequem gemacht hat, was relativ leicht geht, da man bei der Behandlung mehr liegt als sitzt, gibt es bei Bedarf auch noch eine Kuscheldecke, sollte man eher zu den erfrorenen Personen zählen. Üblicherweise kühlt man während der zwei Stunden stärker als angenommen aus, so dass die Kuscheldecke sehr angenehm ist, wenn es draußen nicht gerade tropische Temperaturen hat. Ich bin ein großer Fan von Entspannungsmusik bei der Kosmetik, und natürlich hat Kinga auch diese parat.

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    Zu Beginn wird die Haut mit Reinigungsmilch und Tonic gesäubert. Es folgt ein auf den Hautzustand abgestimmtes Peeling, danach kommt mein Lieblingspart jeder Gesichtsbehandlung: Die Gesichtsmassage! Diese Massage kann in den meisten Kosmetiksalons auch weggelassen werden, aber ich rate euch: Tut es nicht! Es gibt kaum etwas Entspannenderes als eine Gesichtsmassage! Bei dieser Gesichtsbehandlung dauert die Massage eine halbe Stunde, gleichzeitig werden mit einem Verdampfer, aus dem einem warmer Dampf ins Gesicht strömt, die Poren geöffnet und durch die Massage Produkte in die Haut eingearbeitet. Nach diesen 30 Minuten schwebt man auf einer unvergleichlichen Wolke der Entspannung.

    Weiter geht es dann leider mit dem wohl am wenigsten beliebten Teil, der Tiefenreinigung oder auf gut Deutsch, das Ausdrücken von Unreinheiten. Meine Haut ist wie schon erwähnt sehr empfindlich, und üblicherweise sehe ich nach einer Gesichtsbehandlung durch das Ausdrücken nicht mehr gesellschaftsfähig aus. Abgesehen davon hat mir das Prozedere nicht nur einmal den kalten Schweiß ausbrechen lassen, gerade die Partie auf und um die Nase herum ist bei mir sehr empfindlich. Umso erstaunter war ich, dass das Ausdrücken dieses Mal kaum weh tat. Auszureinigen gab es definitiv genug, aber trotz allem war das die angenehmste Tiefenreinigung, die ich bis jetzt erlebt habe.

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    Nun ging es zur Hochfrequenzbehandlung, die eine bakterizide und sterilisierende sowie stärkende und anregende Wirkung hat. Hierbei wird ein Glasaufsatz über die Haut bewegt, der ein leichtes Britzeln verursacht. Ein etwas ungewohntes Gefühl, aber perfekt nach dem Ausdrücken, da die Hochfrequenzbehandlung eine abschwellende Wirkung hat und gereizte Haus beruhigt. Danach folgt eine Wirkstoffampulle plus Packung abgestimmt auf den Hauttyp und den Zustand der Haut, die mit Ultraschall in die Haut eingearbeitet werden. Ultraschall sorgt für einen erhöhten Zellstoffwechsel, Wirkstoffe können so tiefer in die Haut eingeschleust werden. Die Haut soll so feinporiger und deutlich elastischer werden, die Festigkeit zu nehmen, dafür die Tiefe etwaiger Falten abnehmen. Zusätzlich wird die hauteigenen Collagen- und Elastinproduktion angeregt und die Wirkstoffe werden noch besser von der Haut aufgenommen. Zum Abschluss folgt eine Tagespflege, außerdem werden mir noch die Augenbrauen gezupft. Hier habe ich auch schon sehr böse Überraschungen erlebt, aber was soll’s, heute gehe ich aufs Ganze!

    Als ich mich nach der Behandlung im Spiegel betrachte, sehe ich nicht nur äußerst entspannt aus, sondern bin auch positiv überrascht. Meine Haut sieht viel glatter und ebenmäßiger aus, die Unreinheiten sind kaum mehr sichtbar. Das Ausdrücken hat nicht wie sonst deutliche Spuren hinterlassen, meine Haut sieht frisch und entspannt aus. Auch meine Augenbrauen sind sprichwörtlich wieder in Form, das Risiko hat sich auch in diesem Fall gelohnt. Eine Frage stellt sich mir aber noch: Wird meine Haut nicht vielleicht doch in den nächsten Tagen negativ auf die Behandlung reagieren? Nach einigen Tagen ist klar – meine Haut hat die Behandlung gut vertragen und ich bin sehr zufrieden über mein geklärtes Hautbild.

    Das Bemerkenswerte neben der Qualität der Behandlung, mit der ich – wie ihr sicher schon vermutet habt – sehr zufrieden bin, ist, dass obwohl vegane Qualitäts-Kosmetik verwendet wird, die Preise von Diamond Beauty and More auch deutlich zur Entspannung beitragen. So kostet die von mir getestete große Gesichtsbehandlung mit Grundbehandlung, Massage, Ampulle mit Ultraschall und Augenbrauen zupfen insgesamt nur 90 Euro. Alle Leistungen und Preise findet ihr auf der Facebook-Seite von Diamond Beauty and More – die Website befindet sich noch im Aufbau.

    Wer auf der Suche nach einem Kosmetikstudio ist, dass auf Wunsch auch vegane Behandlungen durchführt, ist mit Diamond Beauty and More bestens beraten. Auch alle, die auf ihr Budget achten müssen, werden hier fündig werden, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut. Ich bin auf jeden Fall eine neue Stammkundin!

     

    Diamond Beauty and More
    Kinderspitalgasse 10
    1090 Wien
    facebook.com/DiamondBeautyandMore
    Tel.: 0676 402 26 48

    2 Kommentare zu Vegane Kosmetikbehandlung in Wien: Diamond Beauty and More

    Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Alternatives Einkaufen (Teil 3)

    Nach dem ersten Teil der Serie „Symbolisches Tierblut auf meiner Haut“, der einen ersten Einblick in den derzeitigen Stand betreffend Tierversuche und Kosmetik gegeben hat, sowie den zweiten Teil, der sich…

    Nach dem ersten Teil der Serie „Symbolisches Tierblut auf meiner Haut“, der einen ersten Einblick in den derzeitigen Stand betreffend Tierversuche und Kosmetik gegeben hat, sowie den zweiten Teil, der sich damit auseinander setzt, wie Unternehmen versuchen zu verschleiern, dass für ihre Produkte Tierversuche durchgeführt wurden, folgt nun der dritte und letzte Teil dieser Artikelserie.

    In der Vergangenheit haben bereits etliche Tierversuche für diverse Stoffe stattgefunden, deshalb ist es kaum möglich, ein Produkt zu entwickeln, für dessen Rohstoffe garantiert noch nie ein Tier leiden musste. Bei den folgenden Siegeln geht es also weniger darum, absolut ewige Tierversuchsfreiheit zu versichern, als mehr einen Stichtag festzulegen, ab dem man dies auch wirklich zu 100 Prozent garantieren kann.

    Ich möchte hier nun Auszeichnungen aufzählen, die sich umfassend mit der Problematik auseinandersetzen und dank denen man „beruhigter“ einkaufen kann, soweit man sich mit deren Kriterien identifizieren kann: The Leaping Bunny, die Positivliste beziehungsweise Marke des Deutschen Tierschutzbundes e.V. / IHTN und die Positivliste von PETA Deutschland e.V. (beziehungsweise PETA USA).

    The Leaping Bunny

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    Eines der strengsten, wenn nicht das strengste aller Siegel. Wie der Name schon verrät, ist auf diesem internationalen Siegel ein springender Hase zu sehen, umgeben von zwei Balken und zwei Sternen. Hinter der Kennzeichnung stecken mehrere internationale Tierschutzorganisationen, die sich zusammengeschlossen haben. Es wird weltweit die gesamte Produktpalette (!) der jeweiligen zertifizierten Unternehmen geprüft – sobald auch nur ein Produkt in einem Land, welches Tierversuche verlangt, vertrieben wird, darf es diese Auszeichnung nicht mehr tragen. Dies bezieht sich – im Gegensatz zum EU-Gesetz – auf alle Inhaltsstoffe (nicht nur jene, die offiziell als Kosmetik definiert werden). Deshalb gibt es diese Auszeichnung auch für Haushaltsprodukte. Beim Leaping Bunny-Siegel dürfen die Firmen den Stichtag der Tierversuchsfreiheit selbst wählen, ab diesem müssen die Produkte zu 100 Prozent tierversuchsfrei sein (gültig für alle Lieferanten, Labore, Inhaltsstoffe und den Vertrieb in sämtlichen Ländern). Auch muss ein Kontrollsystem in die Lieferkette eingebaut werden, welches regelmäßig von einem unabhängigen Kontrollinstitut überprüft wird. Kommt ein Unternehmen gänzlich ohne Tierversuche aus, gehört aber einem Mutterkonzern an, der dies nicht tut, darf das Siegel verwendet werden, das entsprechende Unternehmen wird aber auf der Online-Shopping-Liste  beziehungsweise in der PDF-Shopping-Liste  gesondert (mit einem Quadrat) gekennzeichnet, wie zum Beispiel The Body Shop, welcher zu L’Oréal gehört. Anmerken möchte ich hier auch, dass die Listen leider nicht ganz aktuell sind – ich habe bei meiner Recherche mehr Produkte mit dieser Auszeichnung in Österreich gesehen, als hier angegeben.

    IHTN / Deutscher Tierschutzbund e.V.

    IHTN_Hase
    Auf diesem Zeichen ist ein Hase mit schützender Hand zu sehen. Verwendete Inhaltsstoffe dürfen ab dem 1. Januar 1979 nicht mehr an Tieren getestet worden sein. Wurde nach diesem Datum ein Tierversuch durchgeführt, darf das Unternehmen in keinem Zusammenhang mit der entsprechenden Firma stehen. Allgemein ist keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Firmen erlaubt, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Auch dürfen ausgezeichnete Firmen ihre Produkte nicht in Länder exportieren, wenn damit Tierversuche verbunden sind. Sobald die Gewinnung eines Stoffes mit Tierquälerei, Ausrottung oder der Tötung von Tieren zu tun hat, darf dieser ebenso nicht mehr verwendet werden. Um dieses Siegel zu erhalten, muss eine rechtsverbindliche Erklärung abgegeben werden, dass die Standards eingehalten werden. Bei Falschangaben droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro. Anmerken möchte ich, dass dieses Logo nicht alle Firmen, die auf der Positivliste stehen, auf ihren Produkten tragen – eine Firmenliste findet ihr hier.

    PETA-Positivliste

    PETA Hase
    Um auf dieser Liste aufscheinen zu dürfen beziehungsweise den PETA-Hasen tragen zu dürfen, müssen die Firmen schriftlich versichern, dass sie weltweit keine Tierversuche bei Endprodukten oder für Rohstoffe durchführen oder durchführen lassen. Auch dürfen sie ihre Produkte nicht in Ländern vermarkten, in denen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind. Anders formuliert heißt es auf der Website auch, dass Firmen klar Stellung gegen Tierversuche beziehen müssen. Verdutzt hat mich persönlich dann allerdings, dass auf einigen Produkten der selben Marke der PETA-Hase abgebildet ist, auf anderen nicht… ?

    Andere Auszeichnungen

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    Auch das BDIH-Siegel hat zwar in seinen Richtlinien kurz mit drei Sätzen das Verbot von Tierversuchen beziehungsweise Rohstoffen, die nach 31. Dezember 1997 getestet wurden, angeführt, wird aber zum Teil auch von Kosmetikfirmen mitentwickelt. Ebenso beziehen sich die Richtlinien leider auch nur auf kosmetische Rohstoffe, sind also in diesem Punkt nicht weiter entwickelt als das EU-Gesetz. Ende 2013 gab es eine Presseaussendung, in der es hieß, die Tierversuchsfreiheit gelte weltweit und die „Konformität mit dem BDIH-Siegel sei bei einem Export nach China gefährdet“ – bis jetzt wurden aber weder die Richtlinien auf der Homepage aktualisiert, noch gab es meines Wissens nach eine weitere Aussendung dieses Thema betreffend.

    keine empfehlung veganblume natrue eco cert
    Andere Logos, wie zum Beispiel die Veganblume oder das NATRUE-Label, möchte ich nicht empfehlen, da diesen Auszeichnungen keine ausgefeilten Regelungen für Tierversuche zugrunde liegen und diese ihren Schwerpunkt in anderen Bereichen haben. Das NATRUE-Label verweist beim Thema Tierversuche beispielsweise auf das EU-Recht (Problematik „Chemikalien“), welches lediglich global ausgeweitet wird – auch wird dieses Siegel meist einzeln für jedes Produkt einer Firma vergeben, hat also nichts mit der allgemeinen Firmenpolitik zu tun. Auch die Natur- bzw. Biokosmetik-Auszeichnung ECOCERT verweist beim Thema Tierversuche in einem einzigen kurzen Satz lediglich auf das EU-Gesetz mit all seinen Schlupflöchern.

    Wie umständlich wird Shopping ab jetzt, wenn ich die Tierschutz-Logos berücksichtigen möchte? Kann ich noch in „normalen“ Geschäften einkaufen gehen?

    Ja, entsprechende Produkte sind beispielsweise bei dm, Müller, in anderen Drogeriemärkten, Parfümerien oder Reformhäusern und Bio-Supermärkten zu finden. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase hat man auch schnell herausgefunden, welche Produkte man wo kaufen kann. Je nachdem, welchen Siegeln man persönlich den Vorzug geben möchte, wird es leichter oder etwas aufwendiger, entsprechende Artikel zu finden.

    Weil es im Wirr-Warr der Logos meine liebste Auszeichnung ist, möchte ich euch noch einige damit ausgezeichnete Firmen, deren Produktsortimente und vermarktende Geschäfte auflisten:

    Firmen mit Leaping-Bunny-Logo

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    Urtekram: Verschiedene Shampoo-Varianten, Balsam, Bodylotion, Duschgel, Handseife, Deo, Handcreme, Tagescreme, Body-Scrub, Lippenbalsam, Body-Butter, Fußcreme, Produkte fürs Baby, Conditioner, Zahnpasta – immer größer werdendes Sortiment gesehen bei: dm, Reformhaus, in Österreich: BIPA
    Santaverde: Gesichtsreinigung, Gesichtstoner, diverse Gesichtscremen, Augencreme, Gesichtsmasken, Anti-Aging-Produkte, Duschgel, Körpergel, Bodylotion, Handcreme, reines Aloe-Vera-Gel beziehungsweise -Saft – gesehen bei Marionnaud
    Bulldog (Skincare For Men): Waschgel, Feuchtigkeitscremen, After Shave Balsam, Deo, Duschgel, Rasiergel und Rasiercreme – gesehen bei dm, in Österreich: BIPA
    Intelligent Nutrients: Shampoo, Contitioner, Haarpflegeöl, Haarspray und -Gel, Gesichtspflegeprodukte, Körperpflege-Produkte, Lippenpflege und -gloss – gesehen im Reformhaus
    Montagne Jeunesse: Gesichts- und Haarmasken, Körperpflegeprodukte – gesehen bei Müller, in Österreich: BIPA

    Auch Reinigungsprodukte mit diesem Siegel sind vorhanden:
    Ecover: Sämtliche Reinigungsartikel wie Scheuermilch, Bad-Reiniger, Kalk-Entferner, Allzweck-Reiniger, Bodenseife, Glas-Reiniger, WC-Reiniger, Weichspüler, Fleck-Entferner, Aktivsauerstoff-Bleiche, Woll- und Feinwaschmittel, Flüssigwaschmittel, Spülmittel und Spülmaschinen-Tabs – umfassendes Sortiment gesehen bei dm, Müller

    Persönliche Erfahrungen

    Geschultes Personal in einem von vier Fällen (zwei Reformhäuser, zwei Parfümerien). Beim Nachfragen erklärte mir eine Mitarbeiterin zum Beispiel stolz, dass all ihre Produkte tierversuchsfrei seien und ich keine Bedenken haben müsse – das habe sie erst auf einem Seminar gelernt. Auf mein Beharren hin fragte sie aber noch ihre Kollegin und voilá – plötzlich blieben von dem riesigen Sortiment nur noch drei Marken über, alle aber leider auch ohne Siegel… In nur einer Parfümerie erhielt ich wirklich gute und umfassende Auskunft über entsprechende Firmen. Nach der Recherche für diese Artikelserie kann ich nur sagen, dass große Firmen (bei kleinen Unternehmen mag es ja vielleicht anders sein, weil zu viel Aufwand und Kosten), die kein entsprechendes Siegel führen, leider meist auch einen Grund dafür haben.

    Fazit: Augen auf!

    Es fanden in den letzten Jahren genügend Tierversuche statt – es sind bereits ausreichend Stoffe erforscht, um sämtliche Artikel herstellen zu können. Ich denke, niemand kann beim heutigen Angebot sagen, dass diese Mittel „nicht funktionieren“ und weiter erforscht und verbessert werden müssen. Es würde theoretisch reichen, auf die bereits vor Jahren getesteten Inhaltsstoffe zurückzugreifen. Wenn es aber doch gänzlich neue Artikel sein sollen, sollten die Unternehmen nicht nur fortschrittlich und kreativ sein, was angebliche produktbezogene Revolutionen angeht, sondern auch die Forschung betreffend, um gänzlich auf Tierleid verzichten zu können. Auch würde ich mir wünschen, dass Unternehmen Ethik vor Profitgier stellen und gänzlich auf dubiose Märkte verzichten.

    Welche tierversuchsfreien Marken und Produkte sind eure Favoriten? Und wo kauft ihr diese ein?

    4 Kommentare zu Symbolisches Tierblut auf meiner Haut: Alternatives Einkaufen (Teil 3)

    Vegane Pflege Testpaket – alles Lavendel!

    Vor einigen Monaten habe ich von der Gründerin von Vegane Pflege ein Testpaket zugesandt bekommen. Vorher durfte ich meine Vorlieben bei Düften und meinen Haar- sowie Hauttyp angeben. Bekommen habe…

    Vor einigen Monaten habe ich von der Gründerin von Vegane Pflege ein Testpaket zugesandt bekommen. Vorher durfte ich meine Vorlieben bei Düften und meinen Haar- sowie Hauttyp angeben. Bekommen habe ich dann einen Lavendel Konjac Sponge (Naturschwamm), ein festes Shampoo namens „Increase“ von Wolkenseifen und einen MuLondon Reinigungsschaum Lavendel – MuLondon ist eine Marke aus UK. Ja genau, Lavendel finde ich super! Alle drei Artikel sind vegan und ohne Tierversuche hergestellt. Der MuLondon-Schaum ist PETA-zertifiziert und trägt zudem das Vegan-Siegel.

    Zu den Inhaltsstoffen

    Das handgefertigte feste Wolkenseifen-Shampoo „Increase“ (50g) hat soweit gute Inhaltsstoffe. Nur die beiden E-Nummern 104 und 124 (Farbstoffe) hätten nicht sein müssen. Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass sie möglicherweise ein Gefahrenpotential beinhalten, aber hierbei wird vor allem auf ihre Wirkung in Lebensmitteln eingegangen. Das Shampoo enthält Koffein und ist somit am besten für feines Haar geeignet, also leider nicht ganz mein Ding, da ich Locken und recht voluminöse Haare habe. Zertifizierte Naturkosmetik ist es, soweit ich weiß, nicht. Bitte belehrt mich eines besseren, aber ich habe dazu kein Siegel oder eine Zertifizierung gefunden.

    Der MuLondon Gesichts-Waschschaum enthält viele Öle – unter anderem Lavendel- und Jojobaöl – und sehr gute Inhaltsstoffe wie beispielsweise Rosmarinextrakt. Ein paar der Inhaltsstoffe sind zertifiziert biologisch. Der Waschschaum soll die Haut beruhigen und wirkt entspannend durch den angenehmen Duft.

    sponge

    Der Vegane Pflege Konjac-Schwamm Lavendel ist sehr natürlich, kompostierbar und besteht auch nur aus drei Zutaten: Dem Schwamm, Wasser und Lavendel. Er enthält keine Konservierungs- oder Duftstoffe.

    Anwendung

    Das Shampoo fand ich vom Duft her leider nur okay. Es schäumt leicht und reinigt die Haare unkompliziert. Da es nicht für meinen Haartyp geeignet ist, kann ich leider nicht mehr dazu sagen. Pluspunkt: Es ist komplett plastikfrei verpackt!

    Der Konjac Sponge ist in der Anwendung relativ unpraktisch. Durch die flache, runde Form rutscht er schon mal in der Hand herum. Ansonsten fühlt er sich sehr gut auf der Haut an. Der Schwamm soll diese leicht peelen und reinigen und ist durch seine antiseptische Wirkung vor allem für gestresste und trockene Haut geeignet. Vom Lavendel merkt man allerdings nicht viel. Auch hier kein Plastik in der Verpackung!

    mulondon

    Der MuLondon-Schaum riecht sehr gut nach Lavendel, ist sehr ergiebig und lässt sich gut portionieren. Er brennt leicht auf irritierter Haut, das geht aber schnell wieder vorbei. Er eignet sich laut Website vor allem zur Harmonisierung der Haut, ohne ihr Fette zu entziehen.

    Fazit

    Das Shampoo finde ich an sich okay, aber hier würde ich gerne noch eine andere Sorte testen. Sehr gut, dass kein SLS verwendet wird, sondern ein schonendes Ersatzprodukt.

    increase

    increase2

    Den Waschschaum finde ich klasse, Schaumprodukte sind sehr sparsam und dadurch umweltschonend. Den Spender kann man auch gut wiederverwenden. Der Konjac Schwamm ist mir leider wegen des Handlings zu unpraktisch, aber sonst steht er dem Klassiker in nichts nach. Wie lange er sich hält kann ich allerdings noch nicht sagen. Sehr gut finde ich ebenfalls die durchdachten (Karton-)Verpackungen der Produkte von Wolkenseifen und Vegane Pflege. Der Onlineshop vertreibt ausschließlich vegane Produkte, schaut mal rein!

    9 Kommentare zu Vegane Pflege Testpaket – alles Lavendel!

    DIY-Kosmetik für den Sommer: Beruhigendes Lavendel-Tonic

    Heute gibt es den dritten und letzten Teil unserer Reihe „DIY-Kosmetik für den Sommer“.  Bevor ich euch das Rezept für das beruhigende Lavendel-Tonic verrate, gibt es zum Abschluss der Serie…

    Heute gibt es den dritten und letzten Teil unserer Reihe „DIY-Kosmetik für den Sommer“.  Bevor ich euch das Rezept für das beruhigende Lavendel-Tonic verrate, gibt es zum Abschluss der Serie noch ein paar Informationen über grüne Kosmetik. Bei den Rezepturen der grünen Kosmetik stehen die Urkraft der Pflanzen sowie essbare und frische Rohstoffe aus der Natur und Küche im Vordergrund. Sie unterscheiden sich zwar manchmal in der gewohnten Handhabung, Konsistenz, Haltbarkeit oder im Geruch, stehen dafür aber für Reinheit und frische Wirkung und ermöglichen es Haut und Haar durch sanfte Unterstützung sich wieder selbst zu versorgen. Die Zubereitung aus simplen Zutaten ist einfach und rasch und ermöglicht somit auch von außen gesunde und frische Nahrung zuzuführen.

    Das Rezept ergibt rund 100ml Lavendel-Tonic und ist gekühlt ca. ein bis zwei Wochen haltbar. Es kann als Gesichtstonic, Deo, Bodyspray und auch als Haarpflege verwendet werden. Lavendel wirkt antibakteriell, beruhigend und entspannend sowie lindernd bei Verbrennungen. Kokos und Aloe kühlen und beruhigen die Haut und wirken feuchtigkeitsspendend und regenerierend. Apfelessig erfrischt, wirkt aktivierend, entgiftend, verfeinert das Hautbild und kühlt und regeneriert bei zu viel Sonne. Essig wirkt außerdem leicht konservierend und neutralisiert Gerüche durch seine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Körpergeruch verursachenden Bakterien. Auf den Haaren angewendet sorgt Essig für Glanz und leichte Kämmbarkeit.

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    Innere Werte

    125ml Wasser
    1 EL ungespritzte Lavendelblüten (getrocknet oder frisch)
    1 Aloeblatt (von Aloe officinalis bzw. barbadensis oder 1 EL gekaufter Aloesaft)
    1 EL Kokosöl
    10ml Apfelessig

    So wird’s gemacht

    Lavendelblüten mit Wasser aufkochen und rund 15 Minuten köcheln lassen, im Anschluss Kokosöl zugeben. Das Aloe Blatt längs durchschneiden und das Gel mit einem Messer herausschaben. Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist, Essig und Aloe zugeben. Mit einem Pürierstab nun alles fein pürieren, durch ein feines Sieb filtern und in ein Sprühfläschchen abfüllen.

     

    Dieses Mal findet ihr bei makeupbine ein Ruck Zuck Salbei Deo, das man auch als Mund- und Fußspray verwenden kann. makeupbine bietet auch Workshops an, unter anderem zu veganer DIY-Kosmetik und veganem Kochen und backen. Tanja hat schon über den Naturkosmetik-Workshop berichtet, Corinna war bei Vegan Kochen & Backen für Anfänger.

     

    Weitere DIY-Kosmetik für den Sommer:
    Bodypeeling mit Zitrone und Rosmarin
    Bodyspray mit Minze, Orange und Zitrone
    Apres Sun Bodylotion mit Kokos
    Skin & Hair Smoothie

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    Amanprana Mundöl Menta – Ölziehen als Zahnpflege

    Hin und wieder bekomme ich Mails mit dem Angebot, Produkte für einen Test anzufordern. Meistens ist das betreffende Produkt weder für mich noch für The bird’s new nest interessant oder…

    Hin und wieder bekomme ich Mails mit dem Angebot, Produkte für einen Test anzufordern. Meistens ist das betreffende Produkt weder für mich noch für The bird’s new nest interessant oder passend. Doch ab und zu weckt etwas definitiv mein Interesse. So wie die Mail von Amanprana, ob ich eines ihrer beiden Mundöle testen wollen würde. Zur Auswahl standen Menta mit Minze und Foeniculum mit Fenchel. Nachdem ich schon Erfahrung mit Ölziehen hatte, aber bis jetzt immer nur Bio-Speiseöl verwendet habe, war ich sehr interessiert daran, ein Öl zu testen, das speziell nur für diesen Zweck konzipiert wurde.

    Amanprana Mundöl Menta

    Entschieden habe ich mich für das Amanprana Mundöl Menta, nicht nur weil ich den Geschmack von Minze dem von Fenchel vorziehe, sondern auch weil weiße Zähne als eines der Effekte des Öls versprochen wurden. Weiße Zähne ohne Bleichmittel oder abrasive Inhaltsstoffe? Das klingt doch sehr verlockend!

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    Das Mundöl Menta steckt in einer Glasflasche mit 200ml Inhalt, Verpackung und Öl wirken sehr hochwertig. Das Produkt ist vegan und sowohl bio- als auch NATRUE-zertifiziert, das Öl hat (Bio-)Lebensmittelqualität, das heißt man kann es im Prinzip auch essen. Das essentielle Öl aus Nelken, Zimt und Oregano sowie das Kokosöl sorgen für eine ausreichende antiseptische Wirkung, um eine bakterielle Überwucherung auszuschließen, Minze sorgt für einen guten Geschmack und einen frischen Atem. Wer es genau genau wissen möchte, hier die prozentuellen Angaben der enthaltenen Inhaltsstoffe: 49,2% Olivenöl, 40% Hanföl, 9,2% Kokosöl, 0,6% Zimt, 0,4% Nelke, 0,8% Minze und 0,2% Oregano.

    Was ist Ölziehen?

    Ölziehen ist eine ayurvedische Heilmethode, bei der Öl im Mundraum durch die Zähne gezogen und gedrückt wird. Dabei soll das Öl Giftstoffe und Mikroorganismen aus dem Körper entfernen. Bereits vor 2.000 Jahren wurde das Ölziehen in den ayurvedischen medizinischen Texten „Charaka-Samhita“ und „Sushrutas Arthashastra“ beschrieben. Die Anhänger des Ayurveda reinigten ihren Mund durch Gurgeln mit pflanzlichem Öl, nicht nur für die Mundhygiene, sondern auch, um den Körper wieder gesund zu machen.

    Mundöl zur Mundhygiene und Zahnpflege

    Beim Zähneputzen werden nur 60 Prozent der Zahnfläche und zehn Prozent der gesamten Mundhöhle erreicht. In unserem Mund leben zehn Milliarden Mikroorganismen – Bakterien, Viren, Pilze und Protozoa. Diese können das Zahnfleisch entzünden und Plaque sowie Karies verursachen. Durch schlechte Mundhygiene können diese Mikroorganismen über Zahnabszesse, Löcher und Zahnfleischentzündungen in die Blutbahn gelangen, wo sie in Folge Organe und Zellen schädigen können. Mit einem Mundöl wird der Mundraum großflächiger erreicht und die speziellen Öle können ihre Wirkung entfalten.

    Fürs Ölziehen wird häufig Sesam- oder Sonnenblumenöl verwendet, weil diese Speiseöle verhältnismäßig günstig sind. Sie oxidieren jedoch sehr schnell durch den Sauerstoff, der beim Ölziehen im Mund vorhanden ist. Amanprana verwendet in ihren Mundölen drei extra native Öle: Kokosöl, das antiseptisch wirkt, eine stärkere Saugwirkung sowie eine kleine Molekularstruktur hat (und so die Hautschranke durchdringt); Olivenöl, das reich an Chlorophyll ist und etwaigen Mundgeruch schnell beseitigt und schließlich Hanföl, das eine therapeutische Wirkung und einen guten Geschmack hat.

    Die Anwendung

    Das Mundöl zu verwenden ist – wie Ölziehen generell – sehr einfach. Amanprana empfiehlt nach jedem Zähneputzen einen Kaffeelöffel (5 ml) Öl in den Mund zu nehmen und zwei bis fünf Minuten lang durch den Mund zu ziehen und damit zu gurgeln. Danach wird das Öl komplett ausgespuckt und der Mundraum mit Wasser ausgespült. Was anfangs etwas ungewohnt sein mag, wird relativ schnell zur Gewohnheit, wobei ich das Ölziehen immer nur abends angewendet habe. Das Mundöl schmeckt wesentlich angenehmer als das Sonnenblumenöl, das ich früher verwendet habe.

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    Die Wirkung von Ölziehen ist wie bei vielen alternativen Heilmethoden nicht wissenschaftlich bewiesen, verglichen wird diese mit anderen Mundwaschflüssigkeiten. Den finalen Beweis kann ich zwar auch nicht liefern, aber ich war in den letzten Monaten weder krank – nicht einmal ein Schnupfen – noch hatte ich irgendwelche Mundprobleme wie Karies, Aphten oder ähnliches. Deshalb empfehle ich hier wie bei vielen anderen Dingen auch, es einfach selber auszuprobieren. Ein spezielles Mundöl wie das von Amanprana eignet sich hier besonders gut, weil der Geschmack von normalem Speiseöl den Einstieg ins Ölziehen doch etwas erschweren kann. Für mich ist Ölziehen zu einer angenehmen Routine geworden – ich mag den abschließenden Geschmack von Mundöl nach der Zahnpflege mittlerweile mehr als den von Zahncreme.

    2 Kommentare zu Amanprana Mundöl Menta – Ölziehen als Zahnpflege

    Pflege für Haut und Seele

    Sabine Forster ist ganzheitliche Naturkosmetikerin in Lichtenberg und Linz sowie Mitbegründerin der Firma ambient living cosmetics. Sabine erzählt in diesem Interview von ihrer Arbeit, die gleichzeitig ihre Passion ist. Eva: Was…

    Sabine Forster ist ganzheitliche Naturkosmetikerin in Lichtenberg und Linz sowie Mitbegründerin der Firma ambient living cosmetics. Sabine erzählt in diesem Interview von ihrer Arbeit, die gleichzeitig ihre Passion ist.

    Eva: Was ist eigentlich „ganzheitliche Naturkosmetik“?

    Sabine: Ganzheitlich bedeutet: Bei meinen Behandlungen ist nicht nur der Zustand der Haut wichtig, sondern ich versuche, den Menschen als Ganzes, mit all seinen Befindlichkeiten wahrzunehmen. Haut und Psyche sind aus einem Keim entstanden. Sie reagieren aufeinander und gehören zusammen. Es besteht eine Symbiose zwischen Haut, Immun- und Nervensystem. Darum ist es mir wichtig, dass sich der Mensch wohlfühlt, entspannen oder sich sogar tief fallen lassen kann. Ich versuche eine Verbindung zwischen äußerer und innerer Schönheit mit der Kraft der Natur zu schaffen und verwende in meinen Behandlungen nur Produkte höchster Qualität. Naturkosmetik hilft, das Gleichgewicht der Haut und die natürlichen Rhythmen zu unterstützen und zu bewahren. Ich arbeite aus Überzeugung nur mit 100 Prozent reiner Naturkosmetik – die man im Falle von ambient sogar essen kann.

    Wann und wie bist du erstmals mit Naturkosmetik in Kontakt gekommen?

    1996 habe ich die Französin Marie Lebourgeois kennengelernt. Sie ist Produzentin einer einzigartigen, gesunden Kosmetik und ihre Ausstrahlung, ihr Wissen und ihre Leidenschaft zu den Pflanzen haben mich sehr inspiriert. Ich habe einiges von ihr persönlich lernen dürfen. 1996 war ich Mitbegründerin der essbaren ambient Naturkosmetiklinie.

    Welche Ausbildungen gibt es im Bereich der Naturkosmetik?

    Die eigene Leidenschaft steht an erster Stelle. Auf meiner Suche habe ich eine Ausbildung in München gefunden und 1998 mein Diplom zur ganzheitlichen Naturkosmetikerin in der Thalamus-Heilpraktikerschule abgeschlossen. In Österreich braucht man einen Gewerbeschein für die Eröffnung eines Kosmetikstudios, also habe ich 2003 die Kosmetik-Meisterprüfung gemacht und dann mein Naturkosmetik-Studio Sabine Forster gegründet. Weitere ganzheitliche Weiterbildungen folgten: Cosmetic-Shiatsu- und Akupressurbehandlungen, Dr. Hauschka-Naturkosmetikerin, Energiearbeit, Farblicht-Punktur, Noreia-Blüten-Essenzen, Bachblüten, Aromapflege, diplomierte systemische Kinesiologie.

    Welche Produkte verwendest du?

    Ich verwende aus Überzeugung nur ganz reine Naturprodukte von ambient living cosmetics und Dr. Hauschka. Ich lasse nur Stoffe auf die Haut, die dem Körper auch von Innen gut tun.

    Was ist an ambient Kosmetik so besonders?

    Dass es 100-prozentig lebendige Naturkosmetik ist, das heißt die ganze Pflanze wird verwendet und darüber hinaus nur Pflanzen, die auch zum Essen gesund wären. Also 100-prozentig purer Wirkstoff! Für ambient sind folgende Punkte selbstverständlich:
    • Keine Spur von Chemie! Keine Kompromisse: Frei von minderwertigen Rohstoffen und Erdölprodukten wie zum Beispiel Paraffine oder Tenside, frei von aggressiven Zusätzen, das heißt keine chemische Konservierung, synthetischen Duftstoffe, chemische Emulgatoren, Stabilisatoren oder Farbstoffe.
    • Keine Tierversuche sondern ausschließlich Humantests.
    • Keine giftigen Abfälle: Die Abfallprodukte, die bei der Verarbeitung entstehen, werden zu Kompost umgewandelt.
    • 100 Prozent Transparenz: Lesbar bis ins Detail, volle Deklaration aller Zutaten in der internationalen Fachsprache INCI und in deutscher Sprache, keine Verwendung von verborgenen Zutaten.
    • Fast ausschließlich Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung.
    • Sehr gute Haltbarkeit, obwohl keine Konservierungsstoffe enthalten sind: Die Haltbarkeit wird durch 100 Prozent natürliche Fermentation (Harze, geringe Anteile ätherischer Öle, natürliche Fruchtsäuren) und hygienische Verpackung gewährleistet.
    • Die optimale Verträglichkeit der Produkte, die durch die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe eine große Affinität/Verwandtschaft zu Haut und Organismus erzielen und die biologischen Hautfunktionen unterstützen. Das natürliche, gesunde Gleichgewicht der Haut wird bewahrt, eine Wohltat für Gesundheit, Schönheit und Umwelt.

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    Sabine Forster über Sabine Forster?

    Was mir wichtig ist: Die Weitergabe von Wissen, damit die Menschen wieder ein Gespür für sich selbst und dafür, was ihnen gut tut, bekommen und sie in Eigenverantwortung für ihren Körper ihr Wohlbefinden erlangen. Besonders in sensiblen Lebenslagen ist gesunde Pflege von großer Bedeutung: In der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Krankheiten, Diäten und natürlich bei allen Hautkrankheiten. In meiner fast 15-jährigen Praxis ist mir aufgefallen, dass manche Menschen sehr streng zu sich sind und sich in ihrer Haut unwohl fühlen. Sie suchen Cremes gegen Falten, Unreinheiten und so weiter – „Die Haut solle sich doch endlich gut anfühlen!“ – und probieren vieles aus. Mir ist es wichtig aufzuzeigen, dass die Haut nicht nur eine Hülle ist und nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie ist ein wichtiges und gleichzeitig unser größtes Organ und ist abhängig von unseren Zyklen, Befindlichkeiten und unserem Immunsystem. So wie jede unsere Körperfunktionen verdient speziell die Haut unsere Aufmerksamkeit und unseren Respekt. Sie ist ein wichtiges Schutz-, Ausscheidungs-, Aufnahme-, Speicher- und Sinnesorgan und Teil des Nerven- und Immunsystems. Mir ist es wichtig, dass die Menschen gut für sich selbst sorgen können. Dazu gehört auch die tägliche Zuwendung durch die Pflege mit gesunder Kosmetik.

     

    Kontakt

    Sabine Forster
    Dipl. ganzheitliche Naturkosmetikerin für körperliches und seelisches Wohlbefinden
    Dipl. Systemische Kinesiologin
    Ganzheitliche Behandlungen mit reiner 100 Prozent Naturkosmetik

    Naturkosmetik-Studios:
    Studio Linz: 4020 Linz, Unionstraße Nr. 3
    Studio Lichtenberg: 4040 Lichtenberg, Lierzbergerweg 55

    Online-Shop und Infos: naturkosmetik-studio.at
    s.forster@naturkosmetik-studio.at
    Bitte um telefonische Terminvereinbarung: 0676 / 590 5534

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    DIY-Kosmetik für den Sommer: Apres Sun Bodylotion mit Kokos

    Passend zum heißen und sonnigen Wetter ist das zweite DIY in unserer Serie rund um einfache vegane Naturkosmetik-DIYs für den Sommer eine Apres Sun Bodylotion mit Kokos. Das Rezept ergibt rund 100ml…

    Passend zum heißen und sonnigen Wetter ist das zweite DIY in unserer Serie rund um einfache vegane Naturkosmetik-DIYs für den Sommer eine Apres Sun Bodylotion mit Kokos. Das Rezept ergibt rund 100ml und ist gekühlt ca. eine Woche lang haltbar. Die Inhaltsstoffe Kokos und Aloe kühlen und beruhigen die Haut und wirken feuchtigkeitsspendend und regenerierend. Minze kühlt und vitalisiert die Haut. Kokosöl hat außerdem einen Lichtschutzfaktor von 2 und der Geruch wirkt abschreckend auf Zecken – also ideal nach einem Sonnenbad, wenn man sich abends noch gemütlich im Freien aufhalten möchte.

    Innere Werte

    100ml Kokosmilch
    1 Aloeblatt (von Aloe officinalis bzw. barbadensis oder 1 EL gekaufter Aloesaft)
    1 EL Kokosöl
    1 EL Minze
    1 Kaffeelöffel Guarkernmehl (oder ein ähnliches Bindemittel)

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    So wird’s gemacht

    Das Aloeblatt längs durchschneiden und das Gel mit einem Messer herausschaben. Zusammen mit den restlichen Zutaten mit einem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb filtern und in ein Fläschchen abfüllen. Nach dem Sonnenbad direkt auf die Haut auftragen. Auch als Haarspitzen-Balsam geeignet. Vor Gebrauch schütteln!

     

    Dieses Mal findet ihr bei makeupbine einen Skin & Hair Smoothie, der nicht nur superweiche Haut macht, sondern auch unglaublich gut schmeckt – ich habe ihn ausführlich getestet! makeupbine bietet auch Workshops an, unter anderem zu veganer DIY-Kosmetik und veganem Kochen und backen, hier findet ihr alle kommenden Termine. Tanja hat schon über den Naturkosmetik-Workshop berichtet, Corinna war bei Vegan Kochen & Backen für Anfänger.

     

    Weitere DIY-Kosmetik für den Sommer:
    Bodypeeling mit Zitrone und Rosmarin
    Bodyspray mit Minze, Orange und Zitrone

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