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    Mary und das vegane Dresden

    Wie einige von euch bereits wissen bin ich gebürtige Dresdnerin und versuche zumindest zwei bis drei Mal im Jahr nach Hause zu fahren um meine Familie und alte Freunde zu…

    Wie einige von euch bereits wissen bin ich gebürtige Dresdnerin und versuche zumindest zwei bis drei Mal im Jahr nach Hause zu fahren um meine Familie und alte Freunde zu sehen. So auch letzten Dezember zur Weihnachtszeit. Für euch habe ich einige Eindrücke aus dem veganen Dresden festgehalten. Die meisten veganen Lokale befinden sich in der Dresdener Neustadt, dies ist quasi der vegane Hotspot. Vier davon habe ich mir nochmals näher angesehen, denn sie waren mir alle schon bekannt – es war gar nicht so einfach, offene Lokale zu finden. Drei, die ich eigentlich kennen lernen wollte, waren im Weihnachtsurlaub, aber oft sind es ja sowieso die Bewährten, die man gerne vorstellt und empfiehlt, also alles kein Problem!

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    Ich habe mich mit meinem Papa zum Mittagessen verabredet, und da Plan A und B geschlossen waren, habe ich meinen Vater Plan C wählen lassen. Der Dicke Schmidt wurde ausgewählt. Schon alleine wegen dem Namen, sollte man mindestens einmal hier gewesen sein. Mein Papa, der übrigens auch tolle, interessante und individuelle Stadtführungen in Dresden macht, hatte das „Gyros“, dazu aus nostalgischen Gründen eine Himbeerbrause und ich den „Dicken Schmidt“.

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    Der enthustiastische Kommentar meines nicht vegan lebenden Papas: „Lecker, kann man hingehen!“ Das Sojageschnetzelte fand er besser als Seitan, aber es hat ihm wirklich gut geschmeckt und er hat brav aufgegessen. Ich war auch sehr zufrieden und komme gerne wieder. Der Dicke Schmidt eignet sich super um den schnellen Hunger zu stillen, denn die Wartezeit ist sehr gering. Zum länger verweilen empfehle ich aber andere Lokale, da es sich hier eher um einen Imbiss handelt. Außerdem kann man auch hausgemachte vegane Speisen vorbestellen und mitnehmen. Zu Weihnachten gab es zum Beispiel Rouladen, Rotweinbraten und Spinat-Rollbraten.

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    Schon seit Oktober 2014 kann man im Dicken Schmidt rein vegan schlemmen. Wie der Name zustande kam? Das habe ich leider noch nicht herausgefunden. Ich habe zumindest keinen Dicken gesehen und auch keinen Schmidt, aber ich bleibe dran für euch und vielleicht weiß ich bei meiner nächsten Dresdentour mehr.

    Weiter ging es, immer noch den Papa im Schlepptau, zum Tiki im Hecht. Tikki ist in Dresden mehrmals vertreten, so auch im Hechtviertel, einen Steinwurf vom Dicken Schmidt entfernt. Tikki ist nicht rein vegan, aber es gibt alle Kaffeespezialitäten mit Sojamilch zudem zwei vegane Eisbechervarianten und auch immer vegane Snacks.

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    Hier ist es sehr gemütlich, das Ambiente lädt zum verweilen in diese kleine Cafébar mit hawaiianischen Flair ein – eine warme Atmosphäre mit jazziger Musik. Der Kaffee und auch der Eisbecher waren lecker, wenn auch kein Vergleich zum Veganista-Eis, aber da kommt sowieso meiner Meinung nach niemanden ran. Frühstücken kann man hier übrigens auch, aber ich würde vorher nach einem veganen Frühstück fragen, sicher ist sicher.

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    Wir hätten gleich weiter gehen können zum Falschen Hasen, denn dieser ist in der gleichen Straße, aber das Lokal war noch nicht offen. Also habe ich mich von meinem Papa verabschiedet, um mich mit Patrick aka der Artgenosse zu treffen. Das Lokal, wo wir ursprünglich hin wollten, hatte zum Tag passend natürlich geschlossen. Also sind wir einfach ins Sprout Food abgebogen.

    Ich war noch gut gefüllt von den vorigen Lokalen, also habe ich nur einen Tee genossen. Wie schon erwähnt kenne ich auch dieses Lokal und überraschenderweise wurde auch ich wieder erkannt. Man hat sich noch an einen Besuch mit meinem Papa erinnert, der schon acht Monate zurück liegt, auch dass ich in Wien wohne wusste man noch. Ich war sehr positiv überrascht darüber.

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    Im Sprout Food (siehe Titelbild) werden ausschließlich Bio-Lebensmittel verarbeitet und so regional wie möglich eingekauft. „Eat Well, Feel Good“ ist hier das Motto. Der Charakter eines Fast-Food-Restaurant wird mit dem Anspruch an gesunde Ernährung verbunden, sprich hochwertige Speisen in kurzer Zeit. Man kann sich seine Gerichte individuell zusammenstellen oder eines der Tagesgerichte wähle, es ist immer fast alles vegan.

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    Ich hab mich danach entschieden, doch noch den Falscher Hasen zu besuchen, diesmal alleine. Was eine wunderbare Möglichkeit war, Ideen und Eindrücke zu sammeln. Der Falsche Hase ist ein kleines, gemütliches und rein veganes Restaurant, im Sommer kann man im grünen Innenhof entspannen. Eine Tischreservierung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Von Vorspeisen, Suppen und Salaten über Kartoffel- und Nudelgerichte bis Burger und Nussbraten und natürlich auch Süßspeisen, ist hier alles dabei. Außerdem wird auch regelmäßig Kunst ausgestellt, während meines Besuches waren die Kunstwerke von Anne Brandt zu bewundern. Ich finde, das gibt diesem Restaurant noch zusätzlich Charme.

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    Zum Abendessen habe ich mich für die Soljanka nach „Oberlausitzer Art“ entschieden. Meine Mutter hat als ich noch ein Kind war oft Soljanka zubereitet. Die veganisierte Variante kommt dem sehr sehr nahe.

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    Danach hab ich „Plinsen“ bestellt. In Österreich als Palatschinken oder in anderen Teilen Deutschlands als Eierkuchen oder Pfannenkuchen bekannt. Es war wirklich schön, einmal wieder Gerichte aus der Kindheit anzutreffen. An die Sachsen: Habt ihr schon einmal Quarkkeulchen veganisiert? Wenn ja, ich wäre an einem Rezept interessiert. Das habe ich als Kind auch so gerne gegessen. Es war ein schöner Abschluss dieses Tages und ich werde auf jeden Fall wieder kommen, denn der Service ist freundlich, die Speisen sehr lecker und das Lokal gemütlich.

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    Wart ihr schon einmal in Dresden? Welche Lokale könnt ihr für den veganen Genuss empfehlen?

     

    Webseiten, Adressen und Öffnungszeiten

    Der Dicke Schmidt
    Rudolf Leonhard 32
    01097 Dresden
    Tel: +49 1575 2363641

    Montag bis Freitag: 12 bis 22 Uhr
    Sonnabend und Sonntag: 11 bis 22 Uhr
    Facebook: facebook.com/derdickeschmidt

    Tikki im Hecht
    Rudolf Leonhard 26
    01097 Dresden
    Tel: +49 1512 5644818

    Täglich 9 bis 19 Uhr
    Facebook: facebook.com/tikiimhecht

    Sprout Food
    Rothenbuger Straße 12
    01099 Dresden
    Tel: +49 351 21093510

    Montag bis Samstag: 11 bis 21 Uhr
    Free WiFi
    Website: sproutfood.de
    Facebook: facebook.com/sproutfood

    Falscher Hase
    Rudolf Leonhard 3
    01097 Dresden

    Montag bis Donnerstag: 16 bis 22 Uhr
    Freitag und Samstag: 12 bis 23 Uhr
    Sonntag: 12 bis 22 Uhr
    Website: falscher-hase.com
    Facebook: facebook.com/falscher.hase.39

    Der Artgenosse
    Bitte unterstützen! patreon.com/artgenosse
    YouTube: youtube.com/channel/UC1LTWhnte4f7XrkLQvkdRug
    Website: der-artgenosse.de
    Facebook für Comics: facebook.com/artgenosse
    Facebook: facebook.com/der.artgenosse

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    Der Verein „Die Haarspender“ im Interview

    Letztes Jahr hatte ich große Lust, aus meiner Langhaar- eine Kurzhaarfrisur machen zu lassen. Da kam mir der Gedanke, dass ich mit meinen über 30 Zentimeter Haar, das ich loswerden…

    Letztes Jahr hatte ich große Lust, aus meiner Langhaar- eine Kurzhaarfrisur machen zu lassen. Da kam mir der Gedanke, dass ich mit meinen über 30 Zentimeter Haar, das ich loswerden wollte, jemand anderen glücklich machen könnte. Google wusste Rat und hat mich zum Verein „Die Haarspender“ gebracht. Also habe ich kurzerhand für mich einen Termin zu einem gratis Haarschnitt und für The bird’s new nest ein Interview mit dem Vereinsgründer Thomas Möller vereinbart.

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    Sonja: Was ist der Zweck des Vereins?

    Thomas: Wir lassen Perücken aus Haarspenden fertigen und finanzieren die Herstellung mit Geldspenden, um Kindern, die durch Krebs oder Alopecia ihr eigenes Haar verloren haben, eine kostenlose Perücke zu ermöglichen.

    Wer steht hinter dem Verein?

    Gegründet wurde der Verein von mir, Holger Thomas Möller und Bettina Utczás, BA. Dazu kommen alle freiwilligen Helfer, wie auch unsere fast 70 Partnersalons in Deutschland und Österreich.

    Wie finanziert sich der Verein und seit wann gibt es ihn?

    Die Arbeit des Vorstandes ist ehrenamtlich, die Perücken und alle Vereinsaktivitäten werden durch Spenden ermöglicht. Gegründet wurde der Verein Ende Juli letzten Jahres, im August 2016 begann unsere offizielle Arbeit.

    Warum hast du diesen Verein gegründet?

    Als meine Mutter 1994 an Krebs erkrankte und ihre Haare verlor, kam mir der Gedanke, dass täglich sehr viele Menschen ihre Frisur von lang auf kurz verändern und dass man mit all diesen Haaren doch eigentlich sehr vielen Menschen helfen könnte. 2016 habe ich meine Idee umgesetzt.

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    Wie finden Euch Menschen die Haare spenden wollen?

    Meist findet man uns zuerst über unsere Facebook-Seite oder unsere Facebook-Gruppe. Unserer Vereins-Homepage wird ebenfalls immer bekannter, das freut uns sehr. Haarspender haben die Möglichkeit, im Headoffice unseres Vereins in Wien einen gratis Haarschnitt zu bekommen. Unsere Partnerfriseure in Österreich und Deutschland bieten Haarspendern ebenfalls einen Gratishaarschnitt an, und senden die Haarspende direkt an unseren Verein.

    Welche Voraussetzungen müssen die Haarspenden erfüllen?

    Aus optischen und technischen Gründen muss das gespendete Haar eine Mindestlänge von 27 Zentimeter aufweisen. Zusätzlich gehen noch einige Zentimeter bei Fertigung und Schnitt der Perücke verloren. Da wir derzeit nur Perücken für Mädchen herstellen und diese sich längeres Haar wünschen, sind Haarspenden von mehr als 40 Zentimeter Länge optimal.

    Wie viele Perücken konntet ihr schon weitergeben?

    Wir haben 2016 drei Perücken an Kinder in Deutschland und Österreich vergeben, zwei Kinder hatten Alopecia und ein Kind war an Krebs erkrankt.

    Wie funktioniert die Produktion einer Perücke, wie lange dauert sie und wie viele Haarspenden werden für eine Perücke benötigt?

    Bei einer Länge von 35 Zentimeter Haaren benötigt man ca. 280 bis 300 Gramm. Jeder gespendete Zopf hat durchschnittlich 40 bis 160 Gramm. Es ist also sehr unterschiedlich, von zwei sehr dicken bis sieben dünnen Zöpfen sind alle Zusammenstellungen möglich. Wir suchen in unserem Headoffice in Wien aus den Haarspenden passende Zöpfe zusammen und senden diese mit Größenangaben zu unserem Partner nach Asien, wo die Perücken gefertigt werden. Jedes einzelne Haar wird von Hand in ein Gewebe gezogen und verknotet. Dieser Prozess alleine dauert gut 30 Tage pro Perücke. Nach Fertigstellung kommen die Perücken dann wieder zurück nach Wien, wo sie bis dato an Kinder in Österreich und Deutschland vergeben werden.

    Wie viel kostet die Herstellung einer Perücke?

    Die Herstellung kostet rund 400 bis 450 Euro.

    Wie finden euch Kinder, die eine Echthaarperücke benötigen?

    Wir haben Kontakte zu Vereinen in Deutschland und Österreich und in entsprechenden Facebook-Gruppen. Darüber hinaus arbeiten wir mit onkologischen Abteilungen in verschiedenen Krankenhäusern zusammen. Es ist auch möglich, direkt auf unserer Webseite ein Antragsformular für eine Perücke auszufüllen und zu senden.

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    Welche Voraussetzungen müssen Kinder, die eine Perücke benötigen erfüllen?

    Wir vergeben Perücken an Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren. Weil wir in erster Linie Kindern und Familien helfen wollen, die sich eine Echthaarperücke um 2.000 bis 3.000 Euro nicht so einfach leisten können, ermitteln wir im Gespräch mit den Eltern ob eine „Bedürftigkeit“ besteht.

    Wie können euch Partnerfriseure erreichen?

    Auf unserer Homepage befinden sich die Kontaktdaten zu uns. Wir sind auch über Facebook erreichbar.

    Wie können euch Haarspenden erreichen?

    Haarspenden kommen von Privatpersonen oder auch über unsere Partnersalons an unser Vereinspostfach in Wien: Die Haarspender, Postfach 006, A-1239 Wien.

    Wie können euch Geldspenden erreichen?

    Geldspenden erreichen uns direkt über folgendes österreichisches Spendenkonto: Name: „Die Haarspender“, IBAN:  AT13 1400 0110 1000 9083, BIC: OPSKATWW Auf unserer Webseite gibt es zusätzlich die Möglichkeit über Paypal oder mit Kreditkarte zu spenden.

    Vielen Dank für das Interview und deinen Einsatz, Thomas!

     

    Wenn ihr noch mehr über „Die Haarspender“ wissen wollt, schaut doch einfach mal auf der Homepage und der Facebook-Seite vorbei – vorab schon ein großes Dankeschön an alle, die sich für eine Haarspende entscheiden! Auch Friseursalons, die Interesse haben, den Verein als Partner zu unterstützen sind herzlich willkommen, sich bei diesem zu melden.

    3 Kommentare zu Der Verein „Die Haarspender“ im Interview

    Ein gutes Leben für alle! Die Einführung in Suffizienz des BUND

    Suffizienz? Was bedeutet das? Keine Sorge, das ist kein neues Modewort oder ähnliches, sondern bedeutet einfach „ausreichend“ oder „genug sein“. Ihr könnt euch darunter zum Beispiel ein Repair Café oder eine…

    Suffizienz? Was bedeutet das? Keine Sorge, das ist kein neues Modewort oder ähnliches, sondern bedeutet einfach „ausreichend“ oder „genug sein“. Ihr könnt euch darunter zum Beispiel ein Repair Café oder eine Kleidertauschparty vorstellen, hier gehen wir auch vom Suffizienz-Prinzip aus, dass es eigentlich genug Dinge gibt, wir sie aber nur richtig verteilen müssen oder wiederherstellen können. Aber es gibt noch viel mehr, was sich unter Suffizienz zusammenfassen lässt, auch Minimalismus, Gemeinwohl und Postwachstums-Ansätze gehören dazu.

    In der Broschüre „Ein gutes Leben für alle! Eine Einführung in Suffizienz“ herausgegeben von den Landesverbänden BW des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der BUNDjugend, geht es genau darum. Da diese erst vor kurzem und nach langer Arbeit erschien und sie eine genialen Überblick über das Thema bietet, möchte ich sie euch heute vorstellen. Ich bin überzeugt, dass Suffizienz in Zukunft immer wichtiger wird. Nicht nur das bewusstere konsumieren von Dingen sondern auch die Ressourcenschonung stehen hier im Vordergrund. Suffizienz bedeutet nicht in erster Linie Verzicht, sondern zum Beispiel langlebigere Produkte oder auch einfach kleine Veränderungen von Verhaltensweisen wie zum Beispiel durch „Zero Waste“, also dem Leben mit weniger Müll, oder eben die gerechtere Umverteilung von Gütern.

    Sehen wir uns die Broschüre genauer an. Zunächst werden die Begriffe Suffizienz und Nachhaltigkeit näher erklärt. Wozu ist Suffizienz gut? Welche Argumente und Theorien gibt es dazu?
    Dann wird das ganze praktischer und wir erfahren in spannenden Interviews von Initiativen, inspirierenden Personen und Unternehmungen wie foodsharing oder Warentauschtage, wie diese Suffizienz umsetzen oder leben. Die Broschüre deckt die unterschiedlichsten Bereiche ab, von Job bis Mobilität und Gesellschaft.

    Im nächsten Kapitel wird es dann politischer und es wird darüber nachgedacht, wie Gemeinden oder Kommunen an Suffizienz arbeiten und das Prinzip auch flächendeckender umsetzbar machen können. Wie kann ich selbst Einfluss auf die Politik nehmen, um Suffizienz weiter voranzubringen? Zum Schluss werden einige Gedanken zu gesellschaftlichen Chancen ausgebreitet und Material für Diskussionen und Vorträge bereitgestellt.

    Die Broschüre „Ein gutes Leben für alle! Eine Einführung in Suffizienz“ gibt es als PDF zum Download. Auch wenn sich die Broschüre in den Interviews oft auf Personen und Initiativen in Baden-Württemberg bezieht, kann ich sie euch sehr ans Herz legen, denn die Informationen und Inspirationen sind empfehlenswert für alle, die sich für das Thema interessieren und viele Ideen sind entsprechend übertragbar.

    2 Kommentare zu Ein gutes Leben für alle! Die Einführung in Suffizienz des BUND

    Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün

    Der Blog Wastelandrebel von Shia Su ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Für die von euch, die den Blog noch nicht kennen: Es geht um Müllvermeidung, um den kreativen…

    Der Blog Wastelandrebel von Shia Su ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Für die von euch, die den Blog noch nicht kennen: Es geht um Müllvermeidung, um den kreativen Versuch „Zero Waste“ zu leben. Shia hat nun auch ihr erstes Buch herausgebracht, das ich euch heute vorstelle. Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün ist ohne Plastikfolie produziert und auf Recyclingpapier gedruckt. Dies war eine bewusste Entscheidung von Shia und dem Freya-Verlag. Das Layout ist in einem frischen, modernen Design gehalten, dies und das kompakte Format des Buchs machen große Lust, darin zu blättern.

    vorratshaltung

    Der Index zeigt uns anhand von ansprechenden Bildern, was uns erwartet: Haushalt, Hygiene, Einkauf –  alle alltäglichen Lebensbereiche sind vertreten. In einer kleinen Einleitung wird erklärt, was die „kollektive Müllblindheit“ anrichtet und warum wir schleunigst etwas dagegen tun sollten. Zugleich wird gezeigt, dass eine geringe Müllproduktion gar nicht so neu ist, denkt nur mal an eure Großeltern und deren Umgang mit Abfall.

    Als nächstes gibt uns Shia einen Einstieg in den Zero Waste Lebensstil und dessen Vorteile. Zunächst ist es sinnvoll zu prüfen, wo und wie viel Müll überhaupt anfällt. Dann geht es um die „Fünf R“, also Refuse, Reduce, Reuse, Recycle und Rot (kompostieren). Schon anhand dieser fünf Prüfsteine können wir einiges an Müll vermeiden. Um das Herzstück des Buchs geht es im Kapitel „Einkauf und unterwegs“, denn ganz klar: Der meiste „Single-Use“ Kunststoff stammt von Lebensmittelverpackungen. Hier lässt sich schon als AnfängerIn viel Müll vermeiden. Es gibt Tipps für das entsprechendes Equipment, Läden, in denen ihr oftmals unverpackte Lebensmittel findet wie zum Beispiel Bauernläden oder Märkte und Hintergrundinfos.

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    Wie kann ich denn zuhause beim Kochen noch Abfall einsparen? Auch Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiges Thema und diesem widmet Shia ein eigenes Kapitel. Mein liebstes Thema ist Zero Waste im Haushalt. Das gelingt durch Ersetzen von Putzmitteln durch einfache Hausmittel und Herstellen von Reinigern von Hand.  Aber auch im Bad gibt es etliche Möglichkeiten, Müll zu reduzieren. Zum Beispiel durch feste Seifenstücke oder hochwertige kaltgepresste Öle.

     

    Weitere Themen im Buch sind Monatshygiene, Kleidung oder auch der Toilettengang, zu denen es inspirierende Ideen gibt. Am Ende des Buchs finden sich noch einige praktische Tipps um Müll zu verwerten wie zum Beispiel Kompostieren. Wir finden hier dann auch noch eine Übersicht „Konventionell vs. Zero Waste Alternative“, die noch einige konkrete Tipps zum Wechseln gibt. Letzten Endes hat es Shia genauso wie Bea Johnson geschafft, am Ende eines ganzen Jahres ihren gesamten Müll in nur einem Einmachglas zu sammeln, denn mehr Abfall hatte sie nicht produziert.

    Wer nach Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün Lust auf weitere Anstöße und Ideen hat, findet diese auf Shias Blog Wastelandrebel vorbei. Große Empfehlung für dieses Buch!

    3 Kommentare zu Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün

    Drei Jahre The bird’s new nest!

    Am 1. Januar 2017 hat nicht nur das neue Jahr begonnen – zugleich wurde The bird’s new nest drei Jahre alt! Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, und dabei ist…

    Am 1. Januar 2017 hat nicht nur das neue Jahr begonnen – zugleich wurde The bird’s new nest drei Jahre alt! Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, und dabei ist das Jahr 2013, als The bird’s new nest nur als Facebook-Seite existiert hat, nicht einmal mitgezählt.  Hinter uns liegen somit drei gemeinsame Jahre, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte.

    Unser Eco. Life. Style. Magazine. haben seit Bestehen über 425.000 LeserInnen besucht und fast eine Million Mal wurde auf unsere über 1.000 Artikel zu allen Themen rund um Nachhaltigkeit geklickt oder an einem unserer bis dato fast 200 Gewinnspielen teilgenommen.

    Unsere beliebtesten Artikel

    Mit rund 35.000 Klicks ist Elis Artikel „Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung“ ein Beitrag, der auch drei Jahre nach Erscheinen noch täglich LeserInnen zu uns führt. Die Bereiche Ernährung und Rezepte gehören generell zu den meistgelesensten auf The bird’s new nest. Fast 20.000 Mal wurde mein Artikel „Wie nachhaltig ist es, mit RINGANA zu arbeiten? Interview mit einer selbstständigen RINGANA-Partnerin“ gelesen, auch dieser lockt noch regelmäßig Interessierte zu uns. Tagesaktuelle Themen erfreuen sich gleichfalls großer Beliebtheit, so wie Danielas Artikel „Meine Erfahrungen in Traiskirchen„, der nach wie vor häufig gelesen wird. Auf dem vierten und fünften Platz unserer beliebtesten Artikel folgen nun auch schon Rezepte, zuerst Doris‘ „Alleskönner Hommos: Wie ihn alle (machen) können und mögen“ gefolgt von meinem Kuchenrezept „Supereasy veganes Kokos-Bananenbrot„.

    Der beliebteste Artikel, der 2016 veröffentlicht wurde ist mein Kuchenrezept „Supereasy veganes Haselnuss-Bananenbrot“ – nicht zu verwechseln mit dem Kokos-Bananenbrot. Auf dem zweiten Platz ist überraschender Weise ein lokaler Artikel gelandet: „Friendly in Maria Enzersdorf: Einkaufen bei Freunden“ berichtet vom bio-veganen Geschäft in meinem Nachbarort. Mit „Warum ihr nicht ehrenamtlich in Waisenhäusern oder Kinderheimen arbeiten solltet“ hat Reiniers Artikel zu diesem wichtigen Thema viele LeserInnen informiert. Am viertmeisten gelesen wurde Cats Artikel „Maskerade des Glücklichseins – Wie der Alltag uns zu geschminkten Clowns macht„, gefolgt von unserem Beitrag „#1MonatVegan: Rezepte für einen veganen Monat“ zu unserer Blogparade #1MonatVegan.

    Meine Highlights aus drei Jahren

    In gewisser Weise waren die drei Jahre The bird’s new nest ein gesamtes Highlight für mich, aber ich habe mich bemüht, mich an Ereignisse und Momente zu erinnern, die mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind. In diesem Sinn hat das erste Highlight schon vor dem Start von The bird’s new nest stattgefunden, als ich das erste Mal nach AutorInnen für die damals noch nicht existierende Magazinversion gesucht habe. Ich hatte darauf gehofft, dass sich zumindest zehn Personen melden, tatsächlich erhielt ich über 50 Meldungen von Interessierten, die gerne für The bird’s new nest schreiben wollten. Mittlerweile haben fast 100 AutorInnen Artikel für The bird’s new nest verfasst!

    Ein weiteres Highlight war auf jeden Fall unser Adventskalender, den wir dieses Jahr zum ersten Mal veranstaltet haben. Nicht nur die Projektgröße war im Vergleich zu unseren anderen Aktionen deutlich umfangreicher, war ich doch seit Ende August mit dem Thema beschäftigt. Auch die fast 80.000 Klicks im Dezember waren deutlich mehr als erwartet. Ich freue mich sehr darüber, dass ein Adventskalender, bei dem ausschließlich vegane und nachhaltige Gewinne verlost wurden, auf so großes Interesse gestoßen ist! Im Prinzip ist für mich jede Give-Away Verlosung ein Highlight, weil es eine spannende Möglichkeit ist, unsere LeserInnen zu beschenken. Bei den rund 250 Preisen, die in den letzten drei Jahren verlost wurden, war das jede Menge Spass!

    Das größte und wichtigste Highlight, das mir The bird’s new nest beschwert hat, waren die vielen Menschen, mit denen ich in den letzten drei Jahren in Kontakt gekommen bin. Zuallererst natürlich unser wunderbares Team – einige unserer AutorInnen begleiten uns schon seit dem Start. Ein riesengroßes Dankeschön an alle unsere AutorInnen an dieser Stelle, nicht nur für die Artikel, sondern auch für den großen Einsatz, die vielen Ideen, Gespräche und nicht zuletzt Treffen. Ohne euch wäre The bird’s new nest weder möglich noch zu dem geworden, was wir bis zum heutigen Tag erreicht haben! Auch die vielen BloggerInnen, die ich im Zuge der Arbeit an The bird’s new nest kennengelernt habe, sind ein wichtiger Bestandteil geworden, nicht nur für The bird’s new nest, sondern auch für „Die BR-Agentur“, die aus der Arbeit an The bird’s new nest heraus entstanden ist und mir ermöglicht, weiterhin so viel Zeit und Energie in The bird’s new nest zu investieren. Last, but not least gehören unsere LeserInnen zum Highlight, und ich freue mich immer über persönlichen Austausch, sei es über Kommentare bei Artikeln oder auch auf unseren Social Media-Kanälen. Vielen lieben Dank für eure Unterstützunge und euer Interesse an The bird’s new nest!

    Wohin geht es 2017?

    Auch wenn sich The bird’s new nest mit allen Bereichen rund um Nachhaltigkeit beschäftigt, finde ich es doch wichtig, Schwerpunkte zu setzen, auch wenn das bei der Fülle an potenziellen Themen gar nicht so leicht fällt. Mehr Platz möchte ich tagesaktuellen Themen und Ereignissen einräumen, wobei die Auseinandersetzung mit diesen deutlich über eine bloße Berichterstattung hinausgehen soll. Wichtig ist mir auch, verstärkt NGOs und Initiativen zu unterstützen, die in Medien viel zu wenig Raum bekommen – auch soll es für solche Organisationen möglich werden, sich mit einem Artikel direkt unseren LeserInnen vorzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt wird alles rund um DIY werden, sei es Rezepte, Anleitungen um Dinge selber reparieren zu können oder Upcycling-DIYs – weg vom Konsum in Richtung Selbermachen. Zuguter Letzt möchte ich auch den Bereich der persönlichen Weiterentwicklung wieder aufleben lassen, denn ein nachhaltiges Leben fällt umso leichter, je mehr man mit seinem eigenen Leben zufrieden ist und so Energie für entsprechende Veränderungen hat.

    Nachdem wir letzes Jahr nicht nach neuen AutorInnen gesucht haben, möchte ich dieses Jahr nicht nur nach neuen Teammitgliedern, sondern erstmals auch nach GastautorInnen suchen, um all diese Bereiche mit Leben füllen zu können. Habt ihr Ideen und Wünsche für uns? Dann postet sie doch in den Kommentaren!

    Folgt uns!

    Wenn ihr dieses Jahr nichts verpassen wollt, folgt uns auf unseren Social Media-Kanälen. Unsere neuen Beiträge findet ihr auf unserer Facebook-Seite, auf unserer Google+-Seite und auf Pinterest. Auf unserem Twitter-Account plaudere ich außerdem immer wieder aus dem Nähkästchen, auf Instagram hingegen gibt es einen Blick hinter die Kulissen und auch mehr Privates von mir. Wenn ihr keines unserer Give-Aways verpassen und über unsere Artikel-Highlights informiert werden wollt, ist unser Newsletter das Richtige für euch. Eintragen könnt ihr euch dafür rechts in der Seitenleiste.

    Auf ein gemeinsames 2017!

    29 Kommentare zu Drei Jahre The bird’s new nest!

    Zero Waste Home – Mit fünf Regeln zum Müll-Minimalisten

    “Ein prickelndes Thema, welches mich in seinen Bann ziehen und dazu verleiten wird, weniger Müll zu produzieren.” Das habe ich mir von der ersten Veranstaltung mit dem Motto #kinodenktweiter im Gartenbaukino…

    “Ein prickelndes Thema, welches mich in seinen Bann ziehen und dazu verleiten wird, weniger Müll zu produzieren.” Das habe ich mir von der ersten Veranstaltung mit dem Motto #kinodenktweiter im Gartenbaukino erhofft und kam voll auf meine Kosten. Der Abend wurde vom Verein Kollektiv AV gemeinschaftlich mit dem Gartenbaukino und Helene Pattermann von Zero Waste Austria organisiert.

    Veranstaltung - Zero Waste Bright Future

    Die Veranstaltung: Zero Waste – Bright Future

    Bea Johnson – Mutter, Guru und glücklich

    Bea Johnson, ein(e) Guru zum Thema “weniger Müll im Alltag”, hat mit ihrem Buch “Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll!” einen Trend aufgegriffen, welcher bis dahin nur in der Industrie vorzufinden war. Sie schaffte es mit ihrer vierköpfigen Familie im gesamten Jahr 2015 nur ein einziges Glas Müll zu produzieren und in Folge mit ihrem Lebensstil einen unverhofften Bekanntheitsgrad zu erlangen.

    Minimalismus ist bereits seit einigen Jahren im Kommen und Müllreduktion verspricht uns ein vereinfachtes Leben. Weniger Papier muss aussortiert oder recycled werden, wenn man im Vorhinein weniger verwendet. Weniger Müll muss hinausgetragen werden, wenn eine kleine Mülltonne im normalen Alltag völlig ausreichend ist. Und natürlich wird auch gesünder gegessen, wenn die Nahrung unverpackt direkt beim Bauern oder auf Märkten erstanden wird. Wofür also das Sackerl noch verwenden, wenn wir Totebags aus Stoff haben können?

    Bea Johnson ist eine Person, die keine Kompromisse eingeht. Sie hat sich dem Ziel der Müllfreiheit verschrieben und lebt es voller Passion aus. Begonnen hat ihr Wandel bereits in 2006, als sie mit ihrer Familie aus einem Haus in eine Wohnung in der Nähe von San Francisco gezogen ist und plötzlich erkannte, dass sie 80 Prozent ihres im Zuge der Übersiedelung weggesperrten Hab und Guts nicht mehr brauchte und es auch nicht vermisste.

    Fünf Regeln Richtung Ziel

    Die fünf Regeln aus “Zero Waste Home”: “Lehnen Sie ab, was Sie nicht brauchen (REFUSE); reduzieren Sie, was Sie brauchen (REDUCE); nutzen Sie, was Sie brauchen, immer wieder (REUSE); geben Sie zum Recycling, was Sie nicht ablehnen, reduzieren oder weiterverwenden können (RECYCLE); und lassen Sie den Rest verrotten (durch Kompostierung) (ROT).” Mit vielen Beispielen aus ihrem Alltag und lustigen Anekdoten von Fehlschlägen bringt Bea Johnson uns das Thema näher und erweckte in mir den Drang, mich auch an diesen Regeln zu versuchen. Das Buch bietet einen Leitfaden zur einfachen Schritt für Schritt Umsetzung. Basierend auf den fünf Grundregeln werden Tätigkeiten sowie Rezepte für Kosmetik, Reinigung und “restloses” Kochen näher gebracht.

    “When you live with less all of a sudden you have more time to do things you enjoy.” (Bea Johnson, 2016)

    Bea und ihre Familie haben erkannt, dass es in ihrem Leben nicht mehr um das “Haben” geht, sondern das “Sein” im Mittelpunkt steht.

    Bea Johnson im Gartenbaukino.

    Bea Johnson im Gartenbaukino

    Bea hautnah

    Ich durfte Bea Johnson interviewen, eine Frau, die ihren Überzeugungen folgt, ohne sich beirren zu lassen. Hier lest ihr das Interview leicht gekürzt und frei übersetzt.

    Corinna: Was war einer der schwierigsten Momente nach der Entscheidung zum Zero Waste Lebensstil?

    Bea: Als ich meinen Verlobungsring verkauft habe. Mein Ehemann fragte mich, warum ich das tun wolle? Und ich erklärte, dass es mich einfach nicht mehr repräsentierte. In den 70er Jahren wurde Männern von einer Diamantenfirma in den USA erklärt, sie müssten mindestens ein Monatsgehalt für einen Verlobungsring ausgeben. Also habe ich meinen einfach verkauft, weil er nicht mehr meiner Person entsprach. Einmal während der Rezession ging ich auf den Markt und handelte den Preis meiner Tomaten herunter. Als ich diese aus den Händen des Bauern nehmen wollte, blickte er auf meine und meinte: “Netter Ring!” Ich war so peinlich berührt, dass ich einen Diamantenring am Finger hatte während er sehr hart arbeitete und ich den Preis herunter gehandelt hatte. Als ich den Ring verkaufte entledigte ich mich einer schweren Last. Ich musste mir keine Sorgen mehr um ihn machen, denn Sachen sind Sorgen – du musst darauf Acht geben.

    Du lebst nicht vegan. Was sagen Veganer zu deinem Fleischkonsum?

    Ich werde oft verbal attackiert. Die größten Kritiken, die wir erhalten kommen aus der veganen Community. Es macht mich traurig, da wir auch Hass-E-Mails bekommen. Manche Personen wissen, wo ich wohne und senden mir auch permanent Briefe. Ich habe sogar das Gefühl, ich kann nicht alles auf Instagram posten, denn wenn ich ein Tierprodukt veröffentliche gibt es einen Schwall Hassmeldungen – mittlerweile fühle ich mich, als ob ich mir selbst eine Zensur auferlegt hätte.

    Als ich einen Milchautomaten in der Schweiz entdeckte, der verpackungslos Milch ausgibt, habe ich ein Bild davon veröffentlicht. Die vegane Community ist sofort auf mich los gegangen: “Wie kannst du nur diese Industrie unterstützen!”. Und ich erklärte, dass ich das Bild wegen des Milchautomaten publiziert hätte, wegen der Idee. Wenn Mandelmilch herausgekommen wäre, hätte ich auch ein Foto gemacht.

    Es steht jedem frei, seine Balance zu finden. Manche Veganer haben sich auch dem Zero Waste verschrieben und kommen oft mit dem Problem zu mir, dass vegane Alternativen häufig in Plastik verpackt sind. Es ist eben ihre Entscheidung. Ich habe dieses Problem nicht, aber wie gesagt, jede/r muss eine Lösung für sich finden und entscheiden womit sie/er leben kann.

    Es ist einfach nur traurig, denn ich respektiere ihren Lebensstil, sie meinen jedoch nicht. Ich denke, es schreckt viele Leute ab. Ich habe versucht, vegan zu leben. Habe recherchiert, viele Bücher gelesen, Dokumentationen geschaut und mich auch über die Fleischindustrie informiert. Wir haben es als Familie versucht, aber es hat nicht funktioniert! Ich höre zwar nicht auf Fleisch zu essen, jedoch kaufe ich nur mehr lokales Bio-Fleisch und das nur einmal die Woche – mein Konsum hat sich total gewandelt im Vergleich zu früher.

    Du kaufst nur Second Hand Kleidung. Was denkst du über lokal produzierte Kleidung von Jungdesignern?

    Ich würde sie nicht kaufen. Ich kaufe wirklich nur Second Hand Kleidung, weil ich der Meinung bin, dass zu viel Kleidung auf dieser Welt existiert. Second Hand ist nicht immer einfach – ich bin auch nicht über Nacht zu meinen 15 perfekten Teilen gekommen. Das Problem heutzutage ist, dass wir nicht eine Saison haben, sondern 52! H&M bringt jede Woche neue Produkte heraus, das ist einfach zu viel!

    Gibt es einen Trend, den du als nächstes ausprobieren willst?

    Leben auf kleinstem Raum – wenn meine Kinder außer Haus sind wollen wir unseren Lebensraum erneut verkleinern. Obwohl unser aktuelles Haus um ein Drittel kleiner ist als das vorherige, habe ich das Gefühl, als sei es immer noch viel zu groß. Die plastikfreie Bewegung, leben auf kleinstem Raum, Minimalismus, Veganismus – wir können aus allen Trends Teile heraus nehmen und so gemeinsam wachsen.

    Vielen Dank für das Interview, Bea!

    2 Kommentare zu Zero Waste Home – Mit fünf Regeln zum Müll-Minimalisten

    Xmas DIY: Weihnachtliche Seifenkekse

    DIY liegt nach wie vor im Trend und zu Weihnachten bietet sich außerdem an, seine Liebsten mit etwas Selbstgemachtem unter dem Weihnachtsbaum zu überraschen. Deshalb habe ich für euch heute…

    DIY liegt nach wie vor im Trend und zu Weihnachten bietet sich außerdem an, seine Liebsten mit etwas Selbstgemachtem unter dem Weihnachtsbaum zu überraschen. Deshalb habe ich für euch heute wieder ein DIY für vegane Naturkosmetik von makeupbine, mit dem ihr euch oder auch anderen die Weihnachszeit verschönern könnt.

    Seifenkekse sind eine Abwandlung der Seifenbälle, auch „Savonettes“ genannt, die vor allem im 19. Jahrhundert sehr beliebt waren und bestimmt auch damals schon gerne verschenkt wurden. Für die Herstellung der kleinen Seifenstücke wird ein Teig aus Seifenspänen geknetet, der passend zur Weihnachtszeit zu Keksen geformt wird. Seifenkekse sind einfach und schnell zubereitet und die Herstellung macht auch Kindern Spaß. Pro 100 Gramm Seife erhält man je nach Größe und Form fünf bis zehn Kekse, die rund sechs Monate haltbar sind.

    Zutaten

    100g neutrale Bio-Seife

    01

    50g Speisestärke (Mais oder Kartoffel)
    10ml Pflanzenöl (zum Beispiel Kokos- oder Sonnenblumenöl)
    Bis zu 10ml warmes Wasser
    1/2 TL fein gemahlene, getrocknete Blüten (zum Beispiel von Rose, Ringelblume, Kamille)
    10 Tropfen reines ätherisches Öl, das für Kosmetik-Anwendungen geeignet ist

    So wird’s gemacht

    Das Seifenstück mit einer feinen Küchenreibe zu dünnen Spänen reiben. Je feiner, umso glatter wird später der Teig.

    3

    Die Seifenspäne in eine Rührschüssel geben, Stärke hinzufügen und gut durchmischen. Öl und Wasser dazu gießen und mit den Fingern kräftig durchkneten. Wer möchte, kann einen halben Teelöffel gemahlene und getrocknete Blüten dazu mischen sowie ca. 10 Tropfen ätherisches Öl zugeben. Dabei – vor allem wenn Kinder mitarbeiten – darauf achten, dass das ätherische Öl nicht direkt auf die Haut oder in die Augen gelangt.

    7

    Die Masse so lange kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Je gründlicher geknetet wird und je wärmer die Hände sind, umso glatter wird der Teig. Wenn der Teig sehr klebrig ist, einfach noch etwas Stärke, wenn er zu fest ist, noch etwas Wasser zugeben. Dann den Seifenteig auswalken und mit Keksformen oder Keksstempeln ausstechen. Damit die Kekse nicht kleben bleiben, die Unterlage und den Teig mit etwas Stärke bestauben.

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    Die Kekse zum Trocknen auf Backpapier auflegen, die Trockenzeit beträgt je nach Menge der verwendeten Flüssigkeit rund einen Tag. Nun die Seifenkekse hübsch verpacken und unbedingt als Seife beschriften, damit keiner irrtümlich hineinbeißt. Merry Xmas!

    Lust auf weitere weihnachtliche DIYs? Wie wäre es mit Bade-Cupcakes, Gingerbread Bodyscrub oder “Gute Besserung” Kräuter-Badesalz?

     

    Dieses Tutorial wurde von Sabine Burggraf, Grüne Kosmetik Pädagogin & Make up Artist, zur Verfügung gestellt. In Workshops und auf ihrem Blog zeigt sie Erwachsenen und Kindern wie man vegane Naturkosmetik schnell und einfach selber herstellen kann. Dabei lässt sie sich von Beauty-Rezepten aus Großmutters Zeit inspirieren und legt bei der Umsetzung Wert auf die Verwendung unkomplizierter Zutaten und die Kraft der Pflanzen. 

    1 Kommentar zu Xmas DIY: Weihnachtliche Seifenkekse

    Life Changing Food oder: Wie ich mich glücklich esse

    Immer auf der Suche nach neuen Rezepten und mehr Abwechslung in meiner Küche bin ich auf das Buch “Life Changing Food” gestoßen, zu deutsch “lebensveränderndes Essen”. Das klingt nach einer…

    Immer auf der Suche nach neuen Rezepten und mehr Abwechslung in meiner Küche bin ich auf das Buch “Life Changing Food” gestoßen, zu deutsch “lebensveränderndes Essen”. Das klingt nach einer Herausforderung, die ich gerne annehmen möchte. Da das Buch mich auch visuell in Beschlag nimmt und das wunderschön gestylte Essen mich zu sich ruft, wie eine Sirene einen verzauberten Geliebten, beschließe ich, mich näher damit auseinanderzusetzen.

    Die Autorin Eva Fischer

    Eva Fischer, Bloggerin auf foodtastic und Food Fotografin/Stylistin, ist ausgebildeter Ernährungsvorsorge-Coach. Die Diagnose Zöliakie hat ihre kulinarische Welt auf den Kopf gestellt. Dadurch begann Eva sich noch intensiver mit Ernährung und dem damit verbundenen Glücksgefühl zu beschäftigen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen finden wir gebündelt in diesem Buch und regelmäßig auf ihrem Blog.

    Life Changing Food, ein Buch von Eva Fischer.

    Iss gut und fühl dich wohl!

    Das beschriebene Prinzip des “Life Changing Food” ist ein ganzheitliches Ernährungsprinzip, welches auf dem Wohlbefinden des Menschen basiert. Das Ziel ist, vielseitiger, ausgewogener und abwechslungsreicher zu essen und sich in Folge der erhöhten Einnahme von Antioxidantien vitalisierter zu fühlen. Wikipedia bietet uns eine detaillierte Definition:

    “Antioxidantien haben eine große physiologische Bedeutung durch ihre Wirkung als Radikalfänger. Sie inaktivieren im Organismus reaktive Sauerstoffspezies (ROS), deren übermäßiges Vorkommen zu oxidativem Stress führt. Oxidativer Stress wird in Zusammenhang gebracht mit dem Alterungsprozess und der Entstehung einer Reihe von Krankheiten.” (Wikipedia, 2016) Als Beispiel dafür werden Krebserkrankungen oder Alzheimer-Krankheiten genannt.

    Auch eine hohe Nährstoffdichte ist dem Gefühl des Wohlfühlens förderlich, erklärt Eva. Als Nährstoffe werden Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine bezeichnet (Lebensmittellexikon, 2016),  besonders viele davon finden sich in sogenannten Superfoods.

    Das 21 Tage Programm und die Rezepte im Buch

    Voller Hoffnung auf ein Programm, welches mir das Denken abnehmen und mich vor dem Altern und dem Unglücklich-sein schützen würde, fing ich an, das Buch auf Herz und Nieren zu prüfen. Der erste Blick ins Buch brachte mich einigen Begriffen und Fakten näher. Die detailliertere Untersuchung des 21 Tage Programms brachte für mich jedoch den Eindruck eines hohen Zeitaufwands und vielen Essensresten. Erwartet wurde von mir, dass ich drei Mal am Tag den Kochlöffel schwinge (oder vorkoche) und das mit Rezepten, die sehr unterschiedliche Zutaten aufweisen.

    Als ich die Autorin persönlich auf mein Dilemma ansprach, meinte sie, ich solle mir keine Sorgen machen und könne Rezepte nach eigenem Ermessen austauschen und andere Kompromisse eingehen. Jedoch würde das wiederum bedeuten, dass ich mir über die Rezepte doch Gedanken machen und nicht blind nachkochen konnte. Als ich dann noch das Problem der Essensreste ansprach, wusste sie folgenden Rat: Einfrieren und wieder verwerten. Gute Idee, nur undenkbar, wenn der 21 Tagesplan eingehalten werden soll, denn jeden Tag sollen drei unterschiedliche Mahlzeiten gekocht werden.

    Mein erster Eindruck grenzte also an Überforderung, denn der Plan erschien mir – in meinem Leben – als undurchführbar. Ich wurde dann auf die “To go”-Kennzeichnung für Berufstätige hingewiesen, Rezepte mit dieser Kennzeichnung lassen sich ideal vorbereiten und am nächsten Tag mitnehmen. Als ich mich mit dem Begriff der Nährstoffdichte und den damit verbundenen Superfoods (viele auch aus heimischer Herkunft) auseinander setzte, kam die Frage auf, ob viele der Gerichte nicht zu kalorienreich für meinen gewohnten Alltag waren. Auch hier gibt es aber die “Mach’s leichter”-Kennzeichnung mit Tipps um Zutaten wegzulassen oder zu ersetzen um Kalorien einsparen zu können. Gute Idee!

    Rote-Bete-Tatar, Rezept im Buch

    Vom Essen und Wohlbefinden

    Da mich der Gedanke des “Glücklichessens” nicht losließ, beschloss ich, mich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Was sagen Experten dazu und woher kommt denn eigentlich dieses Gefühl des Glücklichseins beim Essen?

    Laut Neurogastroenterologen gibt es Stoffe in der Nahrung, die eine direkte Wirkung auf das Gehirn haben. Der Magen-Darm-Trakt des Menschen ist mit einem komplexen Nervengeflecht durchzogen und sendet Signale direkt in die Gefühlszentren des Hirns. Das Immunsystem und auch Darmbakterien haben einen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden und reagieren direkt auf die zu sich genommene Nahrung. (Zeit, 2010) Der Magen-Darm-Trakt, auch oft als Bauchgehirn oder Mikrobiom bezeichnet, kommuniziert über die Botenstoffe Serotonin und Dopamin mit dem “Kopfgehirn”. Die Verbindung zu unserem Emotionszentrum wäre eine weitere mögliche Erklärung für “Gefühle“ bei oder nach der Nahrungsaufnahme. (gesund.co.at)

    Ein gegenteiliges Urteil kommt von Dr. Thomas Ellrott, Ernährungsmediziner und Leiter der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle der Universität Göttingen. Er führt aus, dass der Serotoninspiegel im Essen, keinen nennenswerten Einfluss auf unsere Stimmung darauf haben kann, da dieser dafür zu niedrig sei. Er erklärt, das Glücksgefühl wäre ein “Lern-Effekt” und der damit verbundenen Ausschüttung von Dopamin während eines Erfolgserlebnisses zuzuschreiben. “Wichtig für den Glückskick ist die Präferenz, die individuelle Vorliebe, der eigene Wunsch, den man sich erfolgreich erfüllt.” (Das Erste, 2010)

    Fazit

    Das Kochbuch “Life Changing Food” von Eva Fischer bietet viele neue Einzelgerichte, die positive Auswirkungen durch eine ausgewogene und eigens zubereitete Ernährung haben können. Ich würde das 21 Tage Programm außer Acht lassen und den Spaß am Kochen in den Vordergrund stellen, um das eigene Können langsam zu steigern. Das Buch ist nicht komplett vegan, bietet aber viele vegane Rezepte oder solche, die einfach zu veganen Gerichten umfunktioniert werden können.

    Als ersten Schritt empfehle ich foodtastic aufzusuchen und dort einige von Evas Rezepten auszuprobieren. Wenn euch die Rezepte und der Stil zusagen, ist Evas Kochbuch für euch auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit, um die Welt des Glücklichessens weiter zu erforschen. Ans Herz legen möchte ich “Life Changing Food” auch allen, die hochwertige und stilvoll designte Kochbücher lieben, hier kommt ihr auf jeden Fall auf eure Kosten!

    Vielen herzlichen Dank an den Brandstätter Verlag für das Rezensionsexemplar!

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    Auf der Vegan Planet 2016 in Wien!

    Wie mittlerweile jedes Jahr fand auch diesjährig am letzten November-Wochenende bereits das dritte Mal die Vegan Planet, wie gewohnt von der VGÖ organisiert, in Wien statt. Nachdem Edda letztes Jahr…

    Wie mittlerweile jedes Jahr fand auch diesjährig am letzten November-Wochenende bereits das dritte Mal die Vegan Planet, wie gewohnt von der VGÖ organisiert, in Wien statt. Nachdem Edda letztes Jahr vom Event berichtet hat, hatte ich dieses Jahr die Ehre, die vegane Messe im Namen von The bird’s new nest zu besuchen. Von 25. bis 27. November 2016 konnten, wie auch schon in den Vorjahren, die Messen Yoga Planet und Vegan Planet im Wiener MAK (Museum für angewandte Kunst) besucht und erkundet werden. Auf 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gab es eine bunte Vielfalt an veganem Essen, veganer Kosmetik und veganer Mode zu entdecken.

    „Wow“ ist das erste Wort, das mir beim Rückblick auf die Veranstaltung einfällt. Am ersten Tag, Freitag, war ich nur kurz dabei, um der Diskussionsrunde „Vegan im Recht“ mit Irene Schillinger (Gastronomievertreterin), Dr. Elisabeth Gottwald (Rechtsanwältin und Ernährungstrainerin), Angelika Rutard (Expertin für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und spezielle Ernährungsformen), Nikolaus Bösch (Präsidiumsmitglied der Atheistischen Religionsgemeinschaft) und Petr Kudelka (Jurist, Projektkoordinator bei der Veganen Gesellschaft Österreich), moderiert von Ruth Rybarski), zuzuhören – einem wie ich finde sehr wichtigem und nach wie vor aktuellem Thema. Habt ihr euch aufgrund eurer veganen Lebensweise schon einmal diskriminiert gefühlt? Die VGÖ interessiert sich für eure Erfahrungen aus dem Berufsleben, bei Krankenhausaufenthalten, aus dem Grundwehrdienst, Zivildienst oder aus der Schule. Sendet eure Erlebnisse, Erfahrungsberichte und Beobachtungen an petr.kudelka@vegan.at.

    Am Sonntag war ich hingegen den ganzen Tag anwesend und habe festgestellt, dass es wirklich drei Tage braucht, um alles zu entdecken und wirklich aufzunehmen, weil es wie jedes Jahr viel zu sehen, zu naschen, zu hören und zu erleben gab. Begonnen habe ich den Tag mit dem Vortrag „Lebensmittel gegen Krebs“ von Dr. Rosa Aspalter, welcher wirklich sehr interessant und informativ war. Anschließend habe ich mir einen kleinen Überblick über die Messe geschaffen, mir eine zehnminütige Shiatsu Massage bei Hara Shiatsu gegönnt und bin dann gleich zum nächsten Vortrag gehüpft „Vegane Ernährung: Kritische Nährstoffe unter der Lupe“ von Katharina Petter. Auch dieser war wirklich sehr interessant, ich konnte einiges zum Thema Vitamine und Spurenelemente auffrischen und ein paar für mich neue Informationen waren auch dabei. Danach habe ich mich ein wenig im Yoga versucht und habe mich einfach ins Familienyoga geschlichen. Das war sehr witzig, wer weiß, vielleicht werde ich ja noch eine Yogini.

    Dann ging es erst richtig los, denn ich habe mich um den kulinarischen Teil gekümmert. Zuerst besuchte ich Isi Simon und Hubert Stoss, die ich seit dem Ostermarkt kenne und als Freunde betrachte. Hier habe ich eine super leckere Fladenpizza mit Räucherletscho gegessen, beim Gedanken daran bekomme ich schon wieder Hunger.

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    Außerdem habe ich mich wieder mit Senf und veganem Honig von VegANstoss eingedeckt. Lange halten werden diese bei mir allerdings nicht. Was für ein Glück, dass ich kommendes Wochenende den veganen Adventmarkt zur Allee besuche. Die Produkte von VegANstoss sind übrigens auch eine tolle Geschenkidee, ich habe zu diesem Zweck schon eine Kiste vorbestellt.

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    Aber wieder zurück zur Vegan Planet. Wenig verwunderlich war es, dass ich doch einige Zeit beim Dattelbär verbracht habe. Ich stehe offen zu meiner Dattelsucht und der Dattelbär hat hervorragenden Stoff. Es gab auch einen Gutschein, den ich natürlich eingelöst habe. Denn das Horrorszenario war eingetreten: I’m out of dates!

    Die Weine von Weinbau Fürnkranz habe ich dieses Mal nur von weitem bewundert, denn meine mir selbst auferlegte alkohol- und industriezuckerfreie Challenge läuft noch bis 31. Dezember, aber ich kenne die Weine sehr gut und kann sie absolut empfehlen. Bei der vegan bakery Nom Nom und den anderen tollen Ständen, die Desserts angeboten haben, bin ich deshalb auch mit Scheuklappen vorbei gelaufen.

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    An solchen Köstlichkeiten musste ich leider vorübergehen.

    Bei Anki Slani und ihrer Zuckerbäckerwerkstatt habe ich wenig hoffnungsvoll nach einer zuckerfreien Alternative gefragt. Und siehe da, ich konnte das letzte Stück einer Avocado-Cheesecake-Rohkosttorte ergattern. Mein Urteil: Fabelhaft! Auch Anki findet man beim veganen Adventmarkt in Wien.

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    Es gab auch wieder leckere Burger und mehr von Veggiezz, dem ehemaligen I love Veggie Burger. In Kürze findet die Neueröffnung mit neuem Konzept statt. Ich bin schon gespannt!

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    Länger verweilt und geplaudert habe ich auch beim Stand von Sabine Tatzber, bei dem wir super beraten und toll betreut wurden. Hier gab es verschiedene Salben, Badezusätze und Deos zu entdecken. Geliebäugelt habe ich mit dem Rückenfitbalsam, den ich dann doch nicht gekauft habe, mir aber zusammen mit dem Brust-Kräuterbalsam definitiv bestellen werde. Denn kleine Verspannungen habe ich vom Sport oder von der Bildschirmarbeit immer wieder und die nächste Erkältung kommt bestimmt.

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    Beraten lassen habe ich mich auch bei Little Rabbit. Einige Produkte der österreichischen Manufaktur wie Lidschatten und Foundation verwende ich bereits gelegentlich und ich bin sehr zufrieden. Die Mädels konnten mir super weiterhelfen und ich weiß schon, was ich bei meiner nächsten Bestellung in den Warenkorb packen werde.

    Bei Veganista wurde ich trotz meiner Abstinenz genötigt, bei einer lieben Freundin von einem Inbetwiener Eis-Sandwich abzubeißen. Da ich bisher noch nicht die Gelegenheit hatte, ein solches zu kosten, habe ich mich dazu hinreißen lassen. Was soll ich sagen, außer genial?

    Ich werde 2017 auf jeden Fall wieder dabei sein und freue mich schon auf das nächste Jahr der dreifachen Veganmania in und um Wien. Gratulation an die VGÖ für diese gelungene Veranstaltung und weiter so – für mehr tolle vegane Events!

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    Sergio Bambaren – Interview mit einem Schriftsteller und Träumer

    Begegnungen zwischen Mensch* und Tier sind in seinen Büchern allgegenwärtig. In der Rezension zu seinem neuesten Buch „Das Fenster zur Sonne“ wird Sergio Bambaren als „stiller und kritischer als je…

    Begegnungen zwischen Mensch* und Tier sind in seinen Büchern allgegenwärtig. In der Rezension zu seinem neuesten Buch „Das Fenster zur Sonne“ wird Sergio Bambaren als „stiller und kritischer als je zuvor“ beschrieben. Ich habe nachgefragt, was der Schriftsteller über reale Konsequenzen der dominierenden Mensch-Tier-Beziehungen denkt, wie sein Schreiballtag aussieht, und ob er tatsächlich denkt, dass Träumer*innen die Welt verändern können.

    Die englische Version des Artikels findet ihr im Anschluss, das Interview wurde ursprünglich auf Englisch geführt.

    Victoria: Hat das Schreiben von Büchern Ihr Leben verändert?

    Sergio Bambaren: Es hat mein Leben komplett verändert, zum Positiven. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass es so viele Menschen auf der Welt gibt, die ihr eigenes Leben so sehr in Frage stellen wie ich es mit meinem eigenen tue. Das gibt mir Hoffnung, dass wir die Welt zu einer besseren machen können, für uns alle.

    Welches Buch hatte den größten Einfluss auf Ihr Leben?

    Ich denke, alle von ihnen. Es sind alles wahre Geschichten mit ein bisschen Fiktion. Aufgaben, die das Leben mir gegeben hat und die ich mit meinen Lesern teile. Ihre E-Mails sind das größte Geschenk, das man mir machen kann!

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    Wie sieht Ihre tägliche Routine aus, wenn Sie schreiben? Welchen Effekt haben Deadlines auf den kreativen Schreibprozess?

    Das liebe ich am meisten. Ich habe keine tägliche Routine. Jeder Tag ist ein neues Abenteuer, das es zu entdecken gilt. In einer gewissen Art und Weise habe ich mein Leben wiederentdeckt. Ich entscheide, was ich mit meiner Zeit tue. Manchmal, weit weg vom Lärm der Massen, mitten in der Natur in meinen „Haus des Lichts“, weiß ich nicht einmal welcher Tag es ist oder welche Uhrzeit wir haben. Ich lasse mich treiben in den Gezeiten des Meeres und dem Wechsel der Jahreszeiten.

    Normalerweise schreibe ich in der Nacht, in der Stille der Einsamkeit, mit einem Himmel voller Sterne und dem Meer direkt vor mir. Inspiration ist wie Melancholie. Du weißt nie, wann sie kommt. Deadlines waren nie ein Problem. Wenn ich schreibe, was mein Herz mir sagt, gibt es keine Deadlines.

    Warum schreiben Sie über Tiere in Ihren Büchern? Sind sie eine Art von Metapher oder denken Sie wirklich über Ihre realen Umstände in der Gesellschaft nach?

    Alle Tiere und Kreaturen über die ich schreibe sind real. Ich schwimme mit Walen und Delfinen, ein kleiner wilder Fuchs namens Chiqui kommt und geht in meinem Haus, die Schildkröten, die Krabben, sie alle existieren. Die Natur gibt immer mehr zurück als sie nimmt, darum kommen die meisten Dinge, die ich gelernt habe, von der Natur. Ich kann diese nicht mit der menschlichen Gesellschaft vergleichen. Tiere kennen keine Gier, Neid, Vergeltung, Hass. Sie lassen sich einfach vom Leben selbst treiben.

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    Denken Sie, die Dominanzbeziehung zwischen Mensch und Tier sollte sich ändern? Wenn ja, wie sollte diese Änderung aussehen?

    Ich bin Vegetarier, also kann ich mit Konsequenz sprechen. Das Leben ist wertvoll für mich, sei es das einer Ameise oder das eines Elefanten. Wir sollten die Natur respektieren und von ihr lernen. Auf die gleiche Art sollten wir uns gegenseitig respektieren für das, was wir sind. Grausamkeit gegenüber Tieren, selbst Bäumen, ist etwas, das ich nicht verstehen kann, also versuche ich für die zu kämpfen, die nicht für sich selber kämpfen können.

    Denken Sie, die industrielle Massentierhaltung ist ein Problem?

    Sie ist die größte Grausamkeit von allen. So wie sich die Welt langsam in ein großes Shoppingcenter verwandelt, füttern wir die Tiere nur um sie dann zu essen. Es ist komisch, wie wir in unserer westlichen Gesellschaft einen Pandabären oder einen Delfin niedlich finden. Aber eine Kuh? Sie ist nur Fleisch. Diese Art zu denken werde ich nie verstehen. Für mich ist jedes Leben heilig.

    Am Anfang Ihres neuen Buches schreiben Sie: „Manche Vögel sind nicht dafür gemacht im Käfig zu leben.“ Was bedeutet das? Welche Vögel sind denn dafür gemacht im Käfig zu leben? Ist das nur eine Metapher für Ihr eigenes Leben oder denken Sie da wirklich an reale Vögel in realen Käfigen?

    Ich habe viele Jahre meines Lebens von acht Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags gearbeitet. Ich habe mich gefühlt als wäre ich ein Gefangener des Systems, in dem ich gelebt habe. Ich habe mich schrecklich gefühlt. Warum sollte ich den Regeln der Gesellschaft folgen in der ich gelebt habe, wenn mein Herz mir sehnsuchtsvoll sagt, dass Zeit mein wertvollstes Geschenk ist? Also beschloss ich zu arbeiten um mir selbst mehr Zeit zum Leben zu geben. Ich musste einige materialistische Opfer bringen, aber ich habe nie zurück geblickt. Obwohl ich jedermanns Art zu leben respektiere, kann ich nur von mir selbst und dem was ich mit meinem Leben getan habe, sprechen.

    Was ist die Kernaussage ihrer Bücher? Können Träumer die Wirklichkeit verändern?

    Das Leben hat mich zu einem Schriftsteller gemacht. Ich schreibe einfache Bücher mit unterschiedlichen Lektionen oder Botschaften in jedem einzelnen. Können Träumer die Welt verändern? Träumer sind diejenigen, die die Welt verändern! Ich zitiere Albert Einstein: „Die einzige Sache, die meine Träume und Vorstellungskraft behindert, ist meine Bildung.“ Selbst Steve Jobs (Gründer von Apple) sagte das, und dieser war nie auf einer Schule. Wir müssen unseren Kindern beibringen, an ihre Träume zu glauben.

    Zum besseren Verständnis des Ziels/der Aussage Ihres Buches – vielleicht, wie man das Leben noch sehen kann oder wie man es leben könnte – denken Sie, es ist einfacher eine Geschichte voller Metaphern und zum Beispiel sprechenden Tieren zu erfinden? Also kein trockenes Beratungsbuch, das erklärt wie man ein Leben in Harmonie führen kann. Sondern eher ein Märchen, mit der Hoffnung des Autors, dass der Leser sich an die Metaphern erinnert und sie in sein eigenes Leben überleitet?

    Das ist der Punkt an dem wir an einen schmalen Grat kommen. Träumer werden normalerweise „Menschen, die nicht in der realen Welt leben“ genannt. Aber was ist die reale Welt? Was die Mehrheit denkt oder tut? Ich spreche mit Tieren und begnüge mich damit, dass ich weiss, dass es so ist. Wenn du dich einmal von all den Dogmen, die man dir beigebracht hat zu glauben, losgelöst hast, verliert das Wort „unmöglich“ seine Bedeutung. Alles ist möglich, selbst das Sprechen mit Tieren… zumindest soweit ich weiß. Wenn ich es tun kann, dann kann es jeder tun, wenn man bereit ist seine „Komfortzone“ zu verlassen und zu seinen Träumen zu fliegen… und sobald du gesehen hast, dass es möglich ist, fühlt es sich ganz natürlich an, aber nochmals, es ist ein sehr schmaler Grat es zu verstehen.

    Danke für alles! …Ein Träumer…

     

    Neben seiner Karriere als Schriftsteller ist Sergio Bambaren Gründer und Präsident der Organisation DELPHIS, einer NGO zum Schutz der Meere, die sich um das Ökosystem der Meeresküsten und aller dort beheimateten Tiere kümmert und diese schützen möchte.

    Webseite von Sergio Bambaren

    Vielen Dank an Sergio Bambaren für das Interview, seine Bücher und die Botschaft, die an eine Vielzahl an Menschen verbreitet wird!
    Vielen Dank an Ecaterina Leonte für die grossartigen Bilder!

    Vielen Dank an die Buchhandlung Fürstelberger Linz und die Gesellschaft für Kulturpolitik (gfk) für den Abend mit Sergio Bambaren in Linz und Moritz Stoepel für seine hervorragende Darstellung bei der Lesung an diesem Abend.

    Vielen Dank an Moni für die Übersetzung!

    *Die Begriffe Mensch und Tier sind im Artikel kursiv gesetzt, um auf deren sozio-kulturelle Konstruktion zu verweisen.

    (1) http://www.sbambaren.com/career.html#development

     

    Here is the English version of the article for all who want to read the original version of the interview:

    Encounter between humans and animals are omnipresent in his books. In the recension to his book „The house of light“, he is described as „more quiet and critical than ever“. So I asked Sergio Bambaren, what he thinks about the consequences of the dominant human-animal-relationship, how his daily life as an author looks like and if he actually thinks, that dreamers could change the world.

    Has the writing of books changed your life?

    It has changed my life completely, for the best. I never imagined there were so many people around the world questioning their own lives as I was doing with my own. And that gives me hope that we can make a better world, for all.

    Which book had the biggest effects on your life?


    I guess all of them. They are all true stories, with a bit of fiction. Lessons that life has given me, and that I share with my readers. Their e-mails are the biggest present I can get!

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    What is your daily routine, if you’re writing?
 Which effects have deadlines on the creative writing process?

    That’s what I love the most. I don’t have a daily routine. Every day is a new adventure to discover. In some way, I recovered my life. I decide what I do with my time. Sometimes, far from the madding crowds in the middle of Nature in my little “House of Light” I don’t remember what day is, or what is the time. I just flow with the tides of the ocean and the change of seasons.

    I normally write at night, in the quietness of my solitude, with a sky full of stars and the ocean in front of me. Inspiration is like melancholy. You never know when it’s gonna come. Deadlines have never been a problem. If I write what my heart speaks to me, there is no deadline at all.

    Why do you write about animals in your books? Are the animals in your books metaphors, or do you think about their real circumstances in our society?


    All animals and creatures I write about are real. I swim with whales and dolphins, a little wild fox called Chiqui comes and goes around my home, the turtles, the crabs, they are all real. Nature always gives back more than what it takes, so most of the things I’ve learnt in life come from Nature. I cannot compare them with human society. Animals don’t feel greed, envy, vengeance, hate. They just flow with life itself.

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    Do you think the dominant relationship between human and animals needs a change? If so, how should that change be?

    I am vegetarian, so I can speak with consequence. Life is precious to me, be that of an ant, or an elephant. We should respect Nature and learn from it. The same way we should respect each other for who we are. Cruelty to animals, even trees, is something I cannot understand, so I try to fight for those who cannot fight for themselves.

    Do you think the mass industry is a problem?


    It’s the biggest cruelty of all. Just as the world finally turns into a big shopping-center, we feed animals just to eat them. It’s funny how in our Western society, we adore a panda bear or a dolphin. But a cow? That’s just meat. I will never understand this way of thinking. For me, all life is sacred.

    At the beginning of your new book you write: „Some birds are not made for living in a cage¨ What does that mean? Which birds are made for living in a cage? Is it only metaphor for your own life, or do you also think about real birds, in real cages?

    I worked many years of my life from eight in the morning to five o’clock in the afternoon. I felt I was a prisoner of the system I lived in. I felt miserable. Why should I follow the rules of the society in which I lived, when my heart was yearning to tell me that time is my most precious gift? So I decided to work to give myself more time to live. I had to make some material sacrifices, but I never looked back. Though I respect everyone’s way of looking at life, I can only talk about me and what I did with my life.

    What is the main massage of all your books?
 Can dreamers change the reality?

    Life made me a writer. I write simple books with a different lesson or message on each of them. Can dreamers change the world? Dreamers are those who change the world! Quoting Albert Einstein: “The only thing that has hinder my dreams and my imagination is my education.” If not, Steve Jobs (Founder of Apple) said the same, and never went to school. We have to teach our children to believe in their dreams.

    For the understanding of your aim/message of the book – maybe, how life could also be seen and should be lived – do you think it is easier to create a story which is full of metaphoric things and for example speaking animals? So no dry counselling book which tells how to live a life in harmony. But rather a „fairy tale“ and the hope of the author/you that the reader recognizes the metaphoric advices and transfer some of them in his/her own live?

    This is where there is a very fine line to be crossed. Dreamers are normally called “people who don’t live in the real world.” But what is the real world? What the majority think or do? I do speak with animals, and suffice to me that I know it’s true. Once you free yourself of all the dogmas we have been taught to believe in, suddenly the word “impossible” is meaningless. Everything is possible, even talking with animals…at least that I know. If I can do it, anyone can do it, if they are willing to leave the “safe” zone and fly towards their dreams…and once you see it can be done, it just seems so natural, but again, a very fine-line to understand.

    Thanks for all! ….a dreamer…

     

    Beside his career as an author, Sergio Bambaren is founder and president of  the organization DELPHIS, a marine conservation NGO, „that protects and takes care of the coastal marine ecosystems and all the animals that live in them (ocean and beach)“, so Sergio.

    Website of Sergio Bambaren
    Facebook-Site of Sergio Bambaren

    Thanks to Sergio Bambaren for the interview, the books, and the message you bring to a broad public!
    Thanks to Ecaterina Leonte for the great pictures!

    Thanks to Bookshop Fürstelberger Linz and Gesellschaft für Kulturpolitik (gfk) for the evening with Sergio Bambaren in Linz and Moritz Stoepel for his awesome artistic play reading at this evening.

    *The terms human and animal are italic because of their social and cultural construction.

    (1) http://www.sbambaren.com/career.html#development

    4 Kommentare zu Sergio Bambaren – Interview mit einem Schriftsteller und Träumer

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