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    Lush Haarexperte Daniel Campbell über Silikon im Shampoo

    Schönes, geschmeidiges Haar – für diesen Traum greifen viele Menschen zu Shampoo mit Silikonen. Was aber noch immer viel zu wenige wissen: Silikone lassen sich nur schwer abbauen. Zuerst die…

    Schönes, geschmeidiges Haar – für diesen Traum greifen viele Menschen zu Shampoo mit Silikonen. Was aber noch immer viel zu wenige wissen: Silikone lassen sich nur schwer abbauen.

    Zuerst die gute Nachricht: Es gibt noch keine offizielle Bestätigung, dass uns Silikone aktiv schaden können. Trotzdem gibt es genügend gute Gründe die Finger davon zu lassen, denn Geschmeidigkeit und Glanz sind nicht der einzige Effekt. Bei jeder Anwendung legen sich die Silikone auf das Haar und verschaffen so den schönen Glanz. Eine übermäßige Nutzung bewirkt jedoch den gegenteiligen Effekt und trocknet die Haare aus.

    Mit der Zeit lagern sich immer mehr Silikone ab. Sie verhindern nicht nur den natürlichen Schwung des Haares, sondern sammeln sich auch auf der Kopfhaut an oder dringen in den Körper ein. Zum Glück reagiert Silikon normalerweise nicht mit dem Organismus und wird später wieder ausgeschieden. Bis zu fünf Kilo Kosmetik nimmt der Mensch im Laufe seines Lebens durch die Haut auf – jede unnötige Belastung sollte hier vermieden werden. Mindestens genauso wichtig auch im Hinblick auf die Natur, denn das, was da im Abfluss landet ist in Sachen „natürliche Zersetzung“ der reinste Kraftakt für die Umwelt. Außerdem sind Silikone nicht tierversuchsfrei, deshalb verzichtet Lush auf diesen Inhaltsstoff.

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    Es gibt natürliche Alternativen, deren Inhaltsstoffe auf bewährte Weise Haare pflegen. Honig schließt beispielsweise die Feuchtigkeit in den Haaren ein und bekämpft durch seine antiseptische Eigenschaft auch noch Mikro-Entzündungen in der Kopfhaut. Honig hilft auch bei dünnem Haar, denn er lässt die Schuppenschicht der Haare anschwellen und damit sehen diese voluminöser aus. Wer so wie ich – als Veganer oder einfach weil man den Geruch nicht mag – auf Honig verzichtet, setzt auf Olivenöl. Es bewahrt die Elastizität und verleiht dem Haar einen schönen Glanz. Die Umstellung auf silikonfreie Produkte mag anfangs ungewohnt sein, aber nach einigen Wochen sollten sich die Haare wieder im natürlichen Gleichgewicht befinden.

     

    Über Daniel Campbell

    Beim gebürtigen Briten stimmt die Chemie. Das ist auch zu erwarten, denn der jetzige Lush-Produktentwickler und Haarexperte hat gleich mehrere Abschlüsse im Bereich der Biomedizin vorzuweisen. Er wurde sogar für ein Projekt in der Alzheimerforschung ausgezeichnet, nur um sogleich alles über Bord zu werfen und Musiker zu werden. Bei Lush jobbte er als Mitarbeiter im Shop, um dann bei einem zweiwöchigen internen Praktikum in der Produktentwicklung hinter die Kulissen zu schauen. Das Praktikum hat sich mittlerweile zum Fulltimejob entwickelt. Daniel rockt seit vier Jahren nur noch in der Freizeit, aber seine Produktkreationen die Badezimmer in aller Welt.

    1 Kommentar zu Lush Haarexperte Daniel Campbell über Silikon im Shampoo

    Vulva Vulva! Das geniale Genital als Kunstobjekt gegen das Schubladen-Denken

    Wer bestimmt was Frau*sein bedeutet? Ist meine Vulva politisch? Werde ich auf sie reduziert? Die drei Künstlerinnen Jacqueline Korber, Sonja Reiter-Gaisberger und Johanna Steiner beschäftigen sich mit „der Frau an…

    Wer bestimmt was Frau*sein bedeutet? Ist meine Vulva politisch? Werde ich auf sie reduziert?

    Die drei Künstlerinnen Jacqueline Korber, Sonja Reiter-Gaisberger und Johanna Steiner beschäftigen sich mit „der Frau an sich in all den Facetten ihrer Weiblichkeit“ und präsentierten in der Ausstellung DIE EINE SIE IST im Woferlstall (E.I.K.E. Forum) Bad Mitterndorf in der Steiermark ihre realisierten Werke.

    Dort begegnete ich einer Kommode mit drei Schubladen…

    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016, Gips in Kommode

    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016, Gips in Kommode

    Im kraftvollen, aber unaufdringlichen Werk „schubladisiert is glei amoi!“ setzt Jacqueline Korber den weiblichen Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit – und das mit einer klaren Botschaft an uns!

    Eine Kommode. Drei Schubladen.  Zehn Frauen.

    Die oberste und die unterste Schublade der Kommode ist geschlossen. Die mittlere Schublade hat ihren für sie vorgesehenen Platz verlassen  – sie liegt auf der Ablagefläche des Möbelstücks. In ihr enthalten sind zehn Gipsabdrücke von weiblichen Vulven.

    Der Inhalt der untersten, geschlossenen Schublade wird aufgrund des Freiraums, der durch die fehlende mittlere Schublade entsteht, einsehbar. Der Torso einer weiblichen Person liegt darin. Die oberste Schublade muss geöffnet werden, um zu sehen, was sich in ihr befindet. Es sind drei Gipsabdrücke von Brüsten. „Frauen werden auf ihre Körperlichkeit und ihr Äußeres reduziert, oft auf Brüste und Vulva“, erklärt die Künstlerin.

    Insgesamt waren zehn Frauen bereit für dieses künstlerische Werk einen Abdruck von ihrer Vulva, ihren Brüsten, oder des Oberkörpers machen zu lassen. Nur drei von ihnen, erzählt die Künstlerin, haben ihre eigene Vulva als Gipspositiv in der Ausstellung wiedererkannt. Für Korber ein Beweis dafür, dass „jede Lady öfter den Spiegel zur Hand nehmen und ihre Vulva betrachten sollte.“

    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016

    Sexistisches Schubladen-Denken…

    „Jacqueline, warum hast du nicht die Telefonnummern dazugeschrieben?“, fragte ein männlicher Ausstellungsbesucher witzelnd die Künstlerin. Eine Frage die das offenbart, was Korber unter anderem zu thematisieren versucht – Frau* wird auf ihr Geschlecht reduziert und zum Objekt degradiert. In der Ausstellung „geht es nicht um die Frau in der Opferrolle, oder um mangelnde Gleichberechtigung oder überhaupt um Gleichberechtigung – es geht ums Mensch sein.“ [1]

    Ein weiterer Ausstellungsbesucher stellte den Vergleich zwischen den ausgestellten Gipspositiven der weiblichen Vulven mit einer Jagdstrecke [2] auf. Auch in einer sexistischen Alltagssprache finden sich Analogien, beispielsweise wenn von „Schnalle“ oder „Luder“ als abwertende Bezeichnung für eine Frau gesprochen wird. Beide Begriffe stammen aus dem Jagdjargon: „Schnalle“ bezeichnet das äußere Geschlechtsteil beim weiblichen Haarraubwild und beim Hund. [3] “Luder” ist jedes tote Tier, mit dem man Raubwild und Raubzeug anlocken möchte. [4]

    „Jagdgebiete des Mannes“

    Eine Verknüpfung die häufiger auftritt: „Tiere und Frauen verbindet, dass sie im ‚unendlichen Jagdgebiet‘ des Mannes auch ganz konkret als Beute und Opfer auftreten. So lassen sich vielfältige Verbindungen zwischen Frauen und (gejagten) Tieren oder zerlegten Tierkörpern nachweisen, die sich vom Bedeutungsfeld der Jagd über das Ritual des Fleischessens und die Pornografie bis hinein in Gewaltdarstellungen und Gewalthandlungen erstrecken.“ [5]

    Die Kommentare der beiden männlichen Besucher (oben) zeigen: Korbers Werk bewegt sich an der unscharfen Grenze zwischen Reproduktion und Auflösung von Reduktion. 

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    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016, Detail

    Aufgreifen und Sichtbar machen

    Korber wiederholt die Reduktion, die sich als gesellschaftliches Phänomen im Denken über die Frau* manifestiert, indem sie die Verringerung der Frau* auf das Geschlechtsteil in Gipspositiven vergegenständlicht. Eine unsichtbare Denkform wird demonstrativ sichtbar gemacht und so ein emanzipativer Akt vollzogen.

    Die Künstlerin entzieht den RezipientInnen die Möglichkeit die Schublade mit den Vulven zu schließen. Die dauerhafte Präsentation verdeutlicht die Allgegenwärtigkeit von normativen Geschlechteridentitäten und Vergeschlechtlichungsprozessen und kann als Aufforderung zur Auseinandersetzung verstanden werden.

    Blockieren und Auflösen

    Als Metapher für Kategorisierung, Zuschreibung und Codierung verstanden, steht die nicht-schließbare Schublade gegen jede endgültige Einordnung innerhalb eines bestehenden, begrenzenden Denksystems.

    „Es gibt so viele Teile und Teilchen in mir und meinem Sein, dass es ausgeschlossen ist nur ‚typisch weibliches‘ leben zu können oder auch zu wollen. Stereotyp weiblich – ich würd mich doch nur selbst betrügen. Ich bin Ich, in und mit all meinen Facetten und Farben“, erklärt Korber.

    Die Künstlerin plädiert für eine Weiblichkeit, die sich nicht nur von Vergleichen mit dem Männlichen emanzipiert, sondern auch darauf verweist, dass es DIE EINE Weiblichkeit nicht gibt.

    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016, Detail

    Jacqueline Korber, „schubladisiert is glei amoi“, 2016, Detail

    Geniales Genital – Let’s talk about…?

    In der Auseinandersetzung ist mir aufgefallen, dass es für das weibliche Genital wenig geläufige Bezeichnungen gibt, die nicht derb, vulgär oder aus anderen Gründen unbrauchbar sind. Warum ist das nur so?

    Das Wort Genital (von lat. Genus, dt. Geburt, Herkunft, Abstammung) wird beispielsweise neben Fortpflanzungsorgan auch mit Geschlechtsteil übersetzt, was bei Korber die Frage aufwirft: „Warum ist in diesem Wort, dass etwas so wunderbares beschreibt, ‚schlecht‘ enthalten? – Gehsuper würd mir besser gefallen!“ Die Künstlerin setzt sich über den gängigen Sprachgebrauch hinweg und spricht von „Gehsuperteilen“ „Lalas“ und „Mumus“.

    „Durch unser geniales Genital erblickt ein kleiner Mensch zum ersten Mal das Licht der Welt“, bemerkt Korber wertschätzend und reißt damit die Schublade der Mutterschaft auf, an der sie zugleich rüttelt, wenn sie nach dem vorherrschenden Frau=Mutter-Vorstellungen fragt und was es für das Frau*sein bedeutet, wenn bei einer Frau* kein Kinderwunsch besteht.

    An die Lalas und Mumus dieser Welt!

    Den eigenen Körper „annehmen und lieben lernen [6] lautet die Aussage der drei in der Ausstellung gezeigten Künstlerinnen, sie wollen „keine Ideale erfüllen müssen und sich keine Klischees überstülpen lassen“, so der Pressetext von Jasmin Maria David.

    „Erkenne dich selbst – entdecke und erfahre dich. Wechsle die Perspektiven. Tausche dich aus. Hör zu. Lerne deine Einzigartigkeit schätzen. Im Innen und im Außen. Und lass nicht Andere sagen, wer oder gar was du bist“, so Korber.

     

    Jaqueline Korber lebt und arbeitet als Fotografin und Künstlerin in Bad Mitterndorf in der Steiermark in Österreich.
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    [1] Vgl. DAVID, Jasmin Maria, Pressetext zur Ausstellung „DIE EINE SIE IST“, 2016
    [2] Bei einer Jagdstrecke werden alle Lebewesen, die während der zuvor stattgefundenen (Gesellschafts-) Jagd verfolgt und getötet wurden, in einer Reihe aufgelegt und traditionell mit Zweigen belegt. Die Zweige werden zuvor mit dem Blut des Tieres versehen und anschließend trägt der Jäger, der das Tier erschossen hat den blutigen Zweig an seinem Hut.
    [3] Lexikon zur Waidmannssprache auf jagd.de
    [4] Lexikon zur Waidmannssprache auf jagd.de
    [5] MÜTHERICH, Birgit, Tierrechte: Sie sind die anderen
    [6] Vgl. DAVID, Jasmin Maria, Pressetext zur Ausstellung „DIE EINE SIE IST“, 2016

    Das Wort Frau wird mit einem *(Stern) markiert, um auf die sozio-kulturellen Konstruktionen von Geschlechteridentitäten zu verweisen.

    3 Kommentare zu Vulva Vulva! Das geniale Genital als Kunstobjekt gegen das Schubladen-Denken

    Besser leben ohne Plastik

    Dass Plastik so seine Tücken hat ist schon länger bekannt, doch momentan geht eine regelrechte Welle an Berichten und Artikel durch die Medien, die das plastikfreie Leben von allen Seiten…

    Dass Plastik so seine Tücken hat ist schon länger bekannt, doch momentan geht eine regelrechte Welle an Berichten und Artikel durch die Medien, die das plastikfreie Leben von allen Seiten beleuchten. Allen, die damit beginnen wollen, mehr und mehr Plastik aus ihrem Alltag verschwinden zu lassen und Tipps gerne in Buchform vor sich haben, sei dieser kompakte Ratgeber ans Herz gelegt.

    „Besser leben ohne Plastik“ beginnt damit, dass die schädlichen Seiten von Plastik auf die Umwelt und unsere Gesundheit beleuchtet werden. Das meiste dürfte hiervon schon bekannt sein, daher geht das Buch hier nicht sehr in die Tiefe, sondern fasst die wichtigsten Fakten zusammen. Welche Schadstoffe sind denn überhaupt in Plastik? Wie kommen diese Schadstoffe (beispielsweise aus den Kunststoffen PVC, Polystyrol etc.) in unseren Körper?

    plastiksparen

    Danach nehmen die Autorinnen einige alternative Verpackungsmaterialien unter die Lupe. Besonders spannend: Auch Biokunststoffe kommen kurz vor. Nach einigen praktischen Tipps, wo sich Plastik gerne versteckt und dem Appell, nun nicht alles plastikhaltige rigoros auszumisten, geht es los mit den handfesten Ideen, wie man Plastik einfach reduzieren kann. Zunächst ganz allgemein: Statt Plastikdosen Vorratsgläser verwenden, lose einkaufen, feste Seife in entsprechender Verpackung vorziehen oder einfach generell Glas statt Plastik wählen.

    Mit der kleinen Handreichung, die beschreibt wo man diverse unverpackte Lebensmittel bekommen kann oder wie man Haushaltsprodukte ersetzen kann, geht das Buch dann über in Rezepte und Anleitungen zum Selbermachen von häufig nur in Plastik erhältlichen Produkten. Vom Trinkkakao über Spielknete bis Waschmittel, für jeden Bereich von Kinderzimmer, Küche, bis Bad und Ernährung sind einige Rezepte zusammengestellt. Das Spülmittel habe ich schon ausprobiert, leider war es nicht ganz so fettlösend wie erhofft.

    plastik fakten

    Zwischendurch folgen immer wieder praktische Tipps wie im jeweiligen Bereich Plastik eingespart werden kann und Links für weiterführende Infos oder Shops. Ich habe immer ein besonderes Auge auf Kosmetikrezepte, hier sind gute Basisrezepte enthalten. Sehr praktisch finde ich auch die Tipps zur Schadstoffreduzierung beim Renovieren beziehungsweise bei Einrichtung, aber auch die plastikfreie Kleidung kommt nicht zu kurz.

    Einen großen Teil des Buchs machen Essens-Rezepte aus. Diese sind bewusst recht einfach gehalten, ich habe hier die Müslikekse ausprobiert, bei denen angegeben war, dass man (neben weiteren Zutaten) „entweder Mandelmus oder Honig“ verwenden sollte. Für mich sind Kekse nur mit Mandelmus geschmacklich ziemlich langweilig, da ein wenig Süße doch sein muss. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass viele Rezepte nicht vegan sind, da Eier verwendet werden. Wer aber ein wenig Erfahrung im Backen hat, kann diese Rezepte einfach veganisieren. Abschließend folgen noch einige FAQs und Bezugsquellen für Produkte, die man nicht so häufig plastikfrei findet sowie Einkaufstipps.

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    Insgesamt ist „Besser leben ohne Plastik“ ein solider Ratgeber, nicht nur für Einsteiger ins Thema. Dieses Buch macht Lust darauf, es immer wieder hervorzuholen, wenn man Inspiration für einen bestimmten Lebensbereich braucht, den man plastikfrei gestalten möchte. Mittlerweile ist dieses Buch – laut Verlag – ein echter Bestseller, ein gutes Zeichen dafür, dass vielleicht gerade ein Umdenken stattfindet!

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    Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Das Ratatouille

    Heute machen wir einen kulinarischen Ausflug nach Frankreich. Das Ratatouille passt ideal zum Sommer, weil die typischen Zutaten gerade jetzt Erntezeit haben und deshalb besonders frisch, günstig und regional verfügbar…

    Heute machen wir einen kulinarischen Ausflug nach Frankreich. Das Ratatouille passt ideal zum Sommer, weil die typischen Zutaten gerade jetzt Erntezeit haben und deshalb besonders frisch, günstig und regional verfügbar sind. Vielleicht habt ihr gerade deshalb ein paar Auberginen, Zucchini und Paprika im Kühlschrank, die darauf warten verkocht zu werden.

    Das Ratatouille

    Das sollte immer dabei sein: Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten (frisch oder aus der Dose), Paprika, Öl, Salz und Pfeffer

    Das kann dabei sein: Knoblauch, Kräuter, Kapern, jedes Gemüse, das ihr auch gerne in eurem Ratatouille hättet

    Mögliche Beilagen: Nudeln, Kartoffeln, Reis, Bulgur, Maisgries…..

    Zubereitung

    Das Gemüse in mittelgroße Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und Gemüse darin braten. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern und gegebenenfalls Knoblauch abschmecken.

    Die Zutaten des Ratatouilles auf dem Titelbild sind Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten aus der Dose, Paprika, Kräuter, Kapern, Öl, Salz und Pfeffer. Guten Appetit!

    Welche Zutat muss unbedingt in euer Ratatouille?

     

    Alle weiteren schnellen, veganen Rezepte zur Vorratsverwertung findet ihr hier.

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    Ars Herbaria – Heilpflanzen im Jahreslauf

    Es gibt Bücher, die schon rein durch ihre ästhetische Aufmachung Preise gewinnen. „Ars Herbaria“ wurde 2015 als eines der schönsten deutschen Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Und in der…

    Es gibt Bücher, die schon rein durch ihre ästhetische Aufmachung Preise gewinnen. „Ars Herbaria“ wurde 2015 als eines der schönsten deutschen Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Und in der Tat, das über 300 Seiten starke Werk beinhaltet wunderschöne Fotografien und ein geschmackvolles, ruhiges Seitenlayout.

    Wer sich mit diesem Buch auseinandersetzen möchte, sollte viel Zeit mitbringen um sich in die Fülle der Informationen, aber auch Wissensgebiete dieses Kompendiums zu stürzen. Ich hatte keine konkreten Erwartungen, als ich anfing zu lesen, merkte aber schnell, dass ich es hier mit anspruchsvollen Texten und Inhalten zu tun habe. Wer also Informationen zu Heilpflanzen sucht, die man kurz nachschlagen kann, ist hier fehl am Platz.

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    „Ars Herbaria“ beginnt mit Definitionen über Heilpflanzen und Gesundheit aus einer ganzheitlichen Sicht. Die Texte bestehen aus fast schon poetisch anmutenden wissenschaftlichen Ausführungen. Man merkt auch schnell, dass die Autorin stark anthroposophisch geprägt ist, wo meinem Gefühl nach trotz der Literaturnachweise und Wissenschaftlichkeit manchmal einen Hauch von Esoterik mitschwingt. Wer sich für Goethe, Rudolf Steiner oder Demeter begeistern kann, liegt mit diesem Werk auf jeden Fall richtig.

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    Aber zurück zum Inhalt: Bevor wir wirklich in die Heilpflanzenwelt der Jahreszeiten eintauchen gibt es noch einige Überlegungen zur Beziehung zwischen Mensch und Pflanze. Hier werden Gemeinsamkeiten zwischen beiden in einer für mich ganz neuen Art und Weise dargestellt. Aber auch Ausführungen zu Leben, Landschaft und Sinne folgen im Anschluss. Fakten gepaart mit philosophischen Gedanken sind charakteristisch für die ersten Kapitel.

    Nach einem kleinen Part über die Rhythmen der Erde, die als lebendiger Organismus betrachtet wird, geht es zu den einzelnen Jahreszeiten und deren charakteristischen Heilpflanzen. Hier haben wir im Frühling zum Beispiel den Mandelbaum, Schnittlauch oder die Distel. Im Sommer folgen Gewächse wie Kamille oder Immortelle. Zur praktischen Anwendung finden sich zahlreiche Rezepte, Tipps und Anregungen für Tees, Wickel und weitere praxisbezogene Ideen.

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    Zu jeder Jahreszeit finden sich Informationen über einige für die jeweilige Zeit typischen Gegebenheiten, zum Beispiel im Herbst über pflanzliche Farbstoffe oder im Sommer über ätherische Öle (Duftstoffe). Nach Herbst und Winter bekommen wir noch ein Kapitel an die Hand, in dem wir einiges über Ernte und Aufbewahrung von Kräutern und Heilpflanzen lernen.

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    Ich muss zugeben, dass mir das Buch etwas zu sehr gefüllt ist mit philosophischen Gedanken. Ich bin etwas überfordert von der Fülle an Informationen und finde es als Lehrbuch schwierig zu handhaben. Man weiß nicht, wo man anfangen soll zu lesen,  weil es wenig Struktur im Buch gibt. Vor allem zu den spezifischen Heilpflanzen an sich hätte ich gerne eine kompaktere Übersicht gehabt, welche das Nachschlagen erleichtert.

    Ansonsten ist es aber ein sehr tiefgehendes, ganzheitliches Werk, das wertvolle Inputs über unsere Wahrnehmung von uns selbst und der Natur um uns gibt und den Umgang mit Heilpflanzen als Können darstellt, das gelernt sein will und viel Denkarbeit unabdingbar macht. Alle, die sich von einem solchen Herangehen angesprochen fühlen und Wert auf eine ansprechende Aufbereitung legen sind mit „Ars Herbaria“ gut beraten.

    Vielen Dank an den Natura-Verlag (Verlag am Goetheanum) für das Rezensions-Exemplar!

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    Neu von Master Lin: Shower Balm, Facial Tonic und Hand Balm

    Ich habe in den letzten Monaten meine Kosmetikverwendung stark eingeschränkt und vor allem im Gesicht eine starke Verbesserung meines Hautbildes bemerkt. Vermutet – oder besser gesagt befürchtet – hatte ich…

    Ich habe in den letzten Monaten meine Kosmetikverwendung stark eingeschränkt und vor allem im Gesicht eine starke Verbesserung meines Hautbildes bemerkt. Vermutet – oder besser gesagt befürchtet – hatte ich schon länger, dass zu viele Kosmetikprodukte meiner Haut mehr schaden als nützen, aber lange habe ich mich um den Praxistest gedrückt. Trotzdem war ich äußerst überrascht, wie stark der Unterschied zu früher zu sehen ist – mittlerweile habe ich mich auf einige Must-Haves an hochwertigen Kosmetikprodukten beschränkt. Dazu gehören die drei neuen Produkte von Master Lin, der Gotu Kola & Water Lily Shower Balm, das Wu-Zhu-Yu & Bergamot Facial Tonic und der Gold & Dang Gui Hand Balm.

    Die Marke Master Lin ist eine Luxus-Naturkosmetiklinie auf Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die die Haut mit Inhaltsstoffen wie Feingold oder fernöstlichen Heilkräutern aus handverlesener Pflückung wieder in Balance bringen soll. Das Sortiment von Master Lin bietet Gesichts-, Haar- und Körperpflege sowie Nahrungsergänzungsmittel und wird laufend um neue Produkte erweitert. Bei der Entwicklung arbeiten Kosmetik- und TCM-Experten zusammen, um den Verwendern die bestmögliche Anwendung und Wirkung bieten zu können.

    Was ich besonders toll finde: Jedes Kosmetikprodukt von Master Lin ist für jeden Hauttyp geeignet, denn der Körper soll aus den Produkten das aufnehmen, was er gerade benötigt. Um größtmögliche Sicherheit betreffend der hohen Qualität der Produkte und Inhaltsstoffe zu bieten, wurde das Produktsortiment von Master Lin, das seit 2006 in Österreich, Deutschland und der Schweiz verfügbar ist, mit dem NATRUE-Gütesiegel als Naturkosmetik-Zertifizierung ausgestattet. Im Zuge der Zertifizierung wurde die gesamte Produktion nach Österreich verlegt, um eine entsprechende Kontrolle über den gesamten Produktionsprozess gewährleisten zu können. Master Lin findet ihr in Apotheken, Drogeriemärkten und im gut sortierten Fachhandel.

    Gotu Kola & Water Lily Shower Balm

    Worauf ich nicht verzichten möchte ist ein Shower Balm, der meine Haut sanft reinigt ohne einen Film zu hinterlassen. Sehr wichtig ist mir auch ein ansprechender Duft, und hier punktet der vegane Gotu Kola & Water Lily Shower Balm mit einem angenehm frischen-zitronigen Geruch. Extrakt aus Gotu Kola, auch bekannt als Wassernabelkraut, soll der Haut intensiv Feuchtigkeit spenden und zugleich eine beruhigende Wirkung haben. Water Lily – Seerosenwurzel – verleiht zusätzlich ein samtiges Hautbild. Stimulierendes Ginsengwurzel-Extrakt soll den Zellstoffwechsel anregen, regenerierend wirken und die Haut klären und vitalisieren. Pflegendes Granatapfelkern-Öl wirkt ausgleichend, soll die Neubildung von Zellen unterstützen und so die Hautelastizität erhöhen und das Gewebe regenerieren.

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    Abgesehen von den hochwertigen Inhaltsstoffen interessiert mich auch sehr, was alles nicht in Produkten enthalten ist. Als Naturkosmetik ist das gesamte Master Lin Sortiment frei von Mineralölen, Paraffinölen und synthetischen Duftstoffen. Und auch von weiteren Stoffen, die ich bei Kosmetik komplett vermeide: Parabene und SLS (Sodium Lauryl Sulfate/Natriumlaurylsulfat). Beide sind in vielen konventionellen Produkten enthalten – Parabene werden zur Konservierung verwendet, SLS um Schaum zu erzeugen. Obwohl SLS die Haut reizen und austrocknen kann, findet man diesen Inhaltsstoff in konventioneller Gesichtsreinigung, Shampoos, Duschgels und sogar Zahncreme. Weil ich sämtliche Kosmetik aufbrauchen wollte, hatte ich auch noch einige Produkte mit SLS in Verwendung. Seit ich auf diese verzichte, ist meine Haut vor allem im Gesicht weniger gereizt und fühlt sich auch weniger ausgetrocknet an als früher. Aus meiner Sicht sind die vielen nicht erlaubten Inhaltsstoffe eine der wesentlichsten Argumente für zertifizierte Naturkosmetik!

    Gleichzeitig achte ich darauf, nicht unnötig viel Produkt zu verbrauchen, was bei diesem reichhaltigen Duschbalsam zwar einfach ist, trotzdem muss ich mich manchmal daran erinnern, nicht zu viel zu verwenden, da der Shower Balm aufgrund des fehlenden SLS nur leicht schäumt. Als Belohnung fühlt sich die Haut nach dem Duschen dafür gepflegt und weich an.

    Wu-Zhu-Yu & Bergamot Facial Tonic

    Ein Produkt, das ich für mich wiederentdeckt habe, ist Facial Tonic. Wie ich es verwende wird euch vielleicht überraschen – ich nehme es als Ersatz für Tagespflege. In der Früh gibt es für mich zum Gesichtwaschen nämlich nur mehr Wasser, dafür achte ich darauf, abends Make-up bei Bedarf gründlich zu entfernen. Dadurch fühlt sich meine Haut nicht nur viel besser an, auch der Pflegebedarf ist zurückgegangen und das Wu-Zhu-Yu & Bergamot Facial Tonic ist hier für mich absolut ausreichend.

    Der Extrakt aus der Wu-Zhu-Yu Pflanze soll das natürliche Strahlen der Haut unterstützen und sie rosiger und frischer machen. Duftende Bergamotte hilft, die Talgproduktion zu regulieren – sehr wichtig für meine Mischhaut. Das Tragant-Extrakt, Huang Qi, wirkt laut TCM ausleitend auf die Haut. Das enthaltene Algenextrakt soll gegen Hautalterung wirken und vor Umwelteinflüssen schützen. Das Facial Tonic stellt den natürlichen pH-Wert der Haut nach der Reinigung wieder her, wichtig für alle, die ein umfassenderes Reinigungsritual haben.

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    Die Verpackung hat einen Sprühaufsatz, das Tonic kann so direkt ins Gesicht gesprüht werden, natürlich ist es aber auch möglich, das Produkt auf ein Wattepad aufzusprühen und so auf das Gesicht aufzutragen. Empfohlen wird, das Tonic bei geschlossenen Augen auf das Gesicht zu sprühen und den Überschuss abschließend mit einem Wattebausch abzunehmen. Ich habe für mich eine andere Technik entwickelt: Ich sprühe mir zwei Pumpstösse in die Handfläche, und trage dann das Tonic so auf, wie ich auch eine Gesichtscreme aufbringen würde. So kann ich das Produkt einerseits möglichst effizient verwenden, andererseits sicherstellen, dass auch wirklich das gesamte Gesicht etwas vom Tonic abbekommen hat.

    Verwenden lässt sich das vegane Facial Tonic übrigens auch als erfrischendes Gesichtsspray für heiße Sommertage für Zuhause oder auch unterwegs in der Handtasche, das Produkt eignet sich mit seinem frischen, würzigen Duft ideal dafür.

    Gold & Dang Gui Hand Balm

    Das Produkt, auf das ich von all meinen Kosmetika am wenigsten verzichten kann und will ist Handcreme. Auch in diesem Fall sind mir die Inhaltsstoffe sehr wichtig, da ich mit den Händen leider viel zu oft mein Gesicht berühre, sei es auch nur um meinen Kopf am Kinn zum Nachdenken abzustützen.

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    Der Gold & Dang Gui Hand Balm soll intensiv pflegen und für schöne Hände sorgen. Das im Bambus enthaltene Silizium stärkt die Nägel und hat laut TCM einen leicht kühlenden Effekt, der speziell im Sommer feuchte Hitze ausleitet. Unterstützt wird dieser Frische-Effekt auch durch den belebenden Duft – generell finde ich die Duftkompositionen aller Master Lin Produkte, die ich bis jetzt getestet habe sehr gelungen. Der Hand Balm enthält übrigens Perlen aus nachhaltiger Zucht und gilt daher nicht als vegan.

    Eine kleine Menge – maximal Erbsengröße – an Hand Balm reicht, damit sich die Hände eingecremt und gepflegt anfühlen, ohne zu kleben. Auch längere Zeit nach dem Auftragen ist der fühlbare Pflegeeffekt noch vorhanden, ich verwende die Creme daher nur nach dem Hände waschen, weil sich meine Hände danach immer ziemlich trocken anfühlen.

    Aufgrund meiner positiven Erfahrungen mit einer Reduzierung der Pflegeprodukte auf wenige qualitativ hochwertige Naturkosmetik-Produkte, kann ich nur jeden ermutigen, das eigene Badezimmer einer Detox-Kur zu unterziehen und alle Produkte, die bedenkliche Stoffe enthalten auszusortieren. Vor allem, wenn ihr an trockener oder fettiger Haut – sprich an einer Imbalance – oder unter Hautirritationen jeglicher Art leidet. Es zahlt sich aus!

     

    In Kooperation mit Master Lin

    4 Kommentare zu Neu von Master Lin: Shower Balm, Facial Tonic und Hand Balm

    ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest

    Diesen Sommer hatte ich mir eigentlich vorgenommen, meine Neugier auf die rohvegane Küche zu stillen und so viel als möglich rohvegan zu kochen. Doch wenn dann beruflich und privat einige unerwartete Dinge…

    Diesen Sommer hatte ich mir eigentlich vorgenommen, meine Neugier auf die rohvegane Küche zu stillen und so viel als möglich rohvegan zu kochen. Doch wenn dann beruflich und privat einige unerwartete Dinge passieren, lassen sich gute Vorsätze oder einfach nur Änderungen im eigenen Verhalten nicht mehr so leicht umsetzen oder werden kurzzeitig sogar komplett vergessen. Doch dann kam die nötige Erinnerung und mit ihr eine wunderbare Motivation, das Thema rohvegan wieder aufzugreifen – in Form des neuen Kochbuchs von Michaela Russmann „ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest„.

    Warum rohvegan?

    Einige von euch fragen sich nun möglicherweise, warum mich rohvegane Ernährung interessiert, und bevor ich näher auf das Buch eingehe, möchte ich diese Frage beantworten. Eine Speise ist dann rohvegan, wenn bei der Verarbeitung eine Temperaturgrenze von 42 Grad Celsius nicht überschritten wurde. Ab dieser Temperatur werden in Lebensmitteln Prozesse ausgelöst, die dazu führen, dass wesentliche Inhaltsstoffe verloren gehen. Unter 42 Grad Celsius bleiben die natürlichen Bestandteile wie Vitamine und Enzyme erhalten. Zusätzlich soll der Organismus weniger belastet werden und die bekannte Müdigkeit nach dem Essen wegfallen – etwas, das ich persönlich als sehr störend empfinde. Rohkost ist außerdem reich an Ballaststoffen und wirkt sich deshalb positiv auf die Verdauung aus.

    Natürlich gilt, was auch die vegane Ernährung charakterisiert: Rohvegan ist eine optimale Vorbeugung gegen klassische Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder einige Krebs-Erkrankungen. Effizient ist diese Form der Ernährung nicht nur, weil die in Lebensmittel enthaltenen Inhaltsstoffe so erhalten bleiben, sondern auch weil nur ein Bruchteil der Energie benötigt wird, die ansonsten von Industrie und Haushalten benötigt wird, um Speisen herzustellen. Darüber hinaus wird auf diese Weise weniger Abfall produziert. Zu guter Letzt kann mit einer rohveganen Ernährung die lokale und biologische Landwirtschaft optimal unterstützt werden, wenn man beim Einkauf den entsprechenden Produkten einen Vorzug gibt.

    Klingt doch alles zu schön, um wahr zu sein, oder? Zugegeben, einen Haken hat die Sache, zumindest für mich. Und das ist meine Vorstellungskraft. Ich bin zwar in der veganen Küche schon relativ geübt, doch sobald es um rohvegane Speisen geht, habe ich nur Unmengen an Salatvariationen im Kopf. Und genau hier schließt sich der Kreis zum neuen ROHGENUSS-Kochbuch. Denn mit den über 100 enthaltenen Rezepten ist auch die Frage der Abwechslung geklärt.

    Jeder Tag ein Fest(mahl)

    Wie auch schon das vorige Kochbuch „ROHGENUSS – Die vier Jahreszeiten“ ist auch dieses eine Augenweide – vom Einband über das Design bis zu den Fotos macht schon das Schmökern eine große Freude. Dieses Mal sind die einzelnen Kapitel nach Anlass beziehungsweise Verwendungszweck angelegt, was ich persönlich praktischer finde, weil es mir das Finden eines passenden Rezeptes stark erleichtert. Zusätzlich sind in diesem Buch alle nussfreien Rezepte extra gekennzeichnet, um diese auf einen Blick identifizieren zu können, unter die Rezepte gemischt sind außerdem Tipps und Tricks rund um die rohe Küche.

    Das Kochbuch startet wenig überraschend mit „FRÜHSTÜCK und BRUNCH“, unbedingt probieren muss ich aus diesem Kapitel den steirischen Apfelcrumble, wobei dieser danach klingt, als wäre er nicht nur zum Frühstück sehr lecker. Weiter geht es mit „LOWBUDGET und STUDENTENKÜCHE“, ein Thema, dem wie ich finde ein eigenes Buch gebühren würde. Denn oft genug hört man das Vorurteil, dass es sehr teuer wäre, vegan zu kochen. Dem kann ich absolut nicht zustimmen und ein entsprechendes Buch für den rohveganen Part wäre ein gutes Argument dagegen. Die Stangenselleriecremesuppe mit Dille wird auf jeden Fall in Bälde ausprobiert!

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    Perfekt für den Sommer ist das Kapitel „PICKNICK und DRAUSSEN“, das so viele lecker klingende Rezepte bietet, dass ich mich kaum entscheiden kann, was ich zuerst ausprobieren soll. Tabouleh vom Karfiol (Blumenkohl) oder doch die scharfe Avocadosuppe? „BUNT GEMISCHT und ALLERLEI“ liefert unterschiedliche Ideen für Drinks, Aufstriche oder Süßes und ist das umfassendste Kapitel im Buch. Von den pikanten Rezepten eignen sich meiner Meinung nach viele fürs Mittagessen – die Thai Karottensupper mit Mango als Vorspeise, die gefüllten Cremechampignons mit Kräutersalat als Hauptspeise und der Bananen-Erdnuss-Shake als Nachtisch klingt für mich nach einer traumhaften Kombination.

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    Auch „HOCHZEIT und ROMANTIK“ kommt in diesem Buch nicht zu kurz – viele der Rezepte sind optisch für entsprechende Festlichkeiten geeignet und generell in der Farbe Weiß gehalten. Genauso verhält es sich mit „KINDER und PARTY“, nur dass hier die Speisen bunt gestaltet sind und zum Zugreifen einladen. Auch für „ADVENT und WINTER“ ist vorgesorgt, unter anderem mit vielen Rezepten für Süßes, die einerseits das Kekse backen ersetzen können, sich andererseits auch als Mitbringsel für Advents- oder Weihnachtsfeiern eignen. Wer kann zu Schokotrüffel, Pistazien-Zitronenkonfekt oder Lebkuchenwürfel mit Sesam denn schon Nein sagen?

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    Das Buch schliesst mit dem Kapitel „ARBEIT und UNTERWEGS“, auch hier sehe ich das Potenzial für ein eigenständiges Buch mit Speisen, die sich schnell zubereiten lassen und sich einfach in die Arbeit beziehungsweise außer Haus mitnehmen lassen. Die minzige Gurkencremesuppe zum Beispiel lässt sich gut in einem verschließbaren Glas transportieren, wobei auch viele andere Rezepte im Buch sich gut zum auswärtigen Essen eignen – einfach ausprobieren!

    „ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest“ ist sowohl für Rohkost-Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet, die sich neue Inspiration holen wollen. Und natürlich für alle, die „einmal etwas anderes“ probieren möchten. Durch die hochwertige Aufmachung ist das Buch auch ein perfektes Geschenk für Vegan- oder Rohkost-Interessierte. Mein Fazit: Kaufempfehlung!

     

    Michaela Russmann

    ROHGENUSS
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    Im Interview: Melanie Fraunschiel, vegane olympische Boxerin

    Wenn ich Melanie Fraunschiel mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich nicht „Veganerin“ sagen oder „Boxerin“, auch nicht „Staatsmeisterin“, obwohl alles das auf sie zutrifft. Meine Beschreibung für Melanie wäre…

    Wenn ich Melanie Fraunschiel mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich nicht „Veganerin“ sagen oder „Boxerin“, auch nicht „Staatsmeisterin“, obwohl alles das auf sie zutrifft. Meine Beschreibung für Melanie wäre „Vorbild“. Und das in vielerlei Hinsicht. Sich als Frau in der Boxszene einen Namen zu machen mag für viele schon etwas Unübliches sein. Dies als Veganerin erreicht zu haben und so ein weiteres Argument gegen das Klischee zu liefern, dass Sport und Veganismus einander ausschließen, macht sie für mich zu einer Inspiration in einer Welt, die leider noch viel zu sehr von Vorurteilen und Stereotypen geprägt ist.

    Mit dem Boxen hat Melanie 2010 begonnen, mittlerweile ist sie dreifache österreichische Staatsmeisterin, boxt für das Nationalteam und hat bis dato 55 Kämpfe absolviert. Wir durften Melanie zum Interview bitten und haben ihr alle eure Fragen gestellt. Vielen Dank an euch für den interessanten und spannenden Input!

    Edda: Melanie, wie lange lebst du schon vegan?

    Melanie: Vegan ernähre ich mich seit Mitte 2014. Veganen Geburtstag habe ich leider keinen, da der Übergang fließend war.

    Was hat dich zum Boxsport geführt?

    Nach zehn Jahren Kyokushinkai-Karate wechselte ich während meiner Bundesheerlaufbahn nach dem Studium an der Technischen Universität Wien über zum Boxsport. Dort habe ich meinen Boxtrainer Gerald Pelikan kennen gelernt und war bereit für eine neue Herausforderung. Allerdings ist das Umlernen auf eine andere Kampfsportart ein schwieriger Prozess, aber genau diese Herausforderung war für mich eine starke Motivation.

    Und was hat dich zur veganen Lebensweise gebracht?

    Mit der Ernährung auseinandergesetzt habe ich mich, seit ich in den Boxsport gewechselt bin um abzunehmen um in der olympischen Klasse bis 60 Kilogramm antreten zu können. Leider haben sich die mir empfohlenen unterschiedlichen Ernährungsformen wie Low Carb und Metabolic Balance sehr negativ auf meine Haut, Regenerationsfähigkeit und Gesundheit ausgewirkt. Dank des Tipps eines Freundes, das Buch „THRIVE“ von Brendan Brazier zu lesen, habe ich auf die vegane Ernährungsform umgeschwenkt und bin diese Probleme losgeworden.

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    Sport und vegan, geht das? Was muss man dabei beachten? Welche veganen Energiequellen kannst du empfehlen?

    Die vielen Trainingseinheiten und die Leistungsfähigkeit halte ich nicht trotz der pflanzenbasierten Ernährung, sondern gerade deswegen aufrecht. Durch Training im hoch-laktaziden Bereich entstehen Säuren welche mit Hilfe von basenbildenden Vitalstoffen zu Neutralsalzen neutralisiert werden. Dadurch, dass ich keine säurebildenden Lebensmittel esse, sondern nur basische entstehen keine Säuren durch die Verdauung und mein Körper kann sich auf die Neutralisierung von Säuren, die durch das Training entstanden sind, kümmern. Ich bringe damit eine bessere Leistung mit geringerem Aufwand und regeneriere schneller.

    Ich achte darauf, dass meine Nahrungsmittel so natürlich, regional und biologisch wie möglich sind. Je natürlicher die Lebensmittel, desto effizienter kann der Körper die Vitalstoffe nutzen. Empfehlen kann ich jegliches Obst und Gemüse und vor allem Datteln als Energiequelle. Zwecks Proteinversorgung braucht man sich auch keine Sorgen zu machen, da jede Pflanze Aminosäuren enthält. Ich integriere zusätzlich Hanfsamen in meine Ernährung, da diese alle essentiellen Aminosäuren abdecken.

    Wie ist die Reaktion anderer BoxerInnen, wenn sie erfahren, dass du vegan lebst? Gibt es noch weitere vegane BoxerInnen? Und wie ist das Interesse an Veganismus generell in der Boxszene?

    Viele sind verwundert und fragen mich, wie ich mit pflanzlicher Ernährung meinen Proteinbedarf decke oder ob ich Mängel habe, da leider noch immer der Gedanke vertreten ist, dass Sportlernahrung vorwiegend aus tierischen Produkten zu bestehen hat. Allerdings habe ich eben keinen Mangel mehr, da ich keine Produkte mehr esse, die Mineralstoffe und Spurenelemente daran hindern, aufgenommen zu werden. Mike Tyson und David Haye machen es vor! Weltbekannte Profiboxer, einer nicht mehr aktiv, der andere aktiv, ernähren sich vegan. Unter den Box-Kollegen ist Interesse vorhanden, aber auch begleitet von Skepsis. Ich lebe vor, wie gut diese Art der Ernährung funktioniert und gebe Auskunft, wenn ich darauf angesprochen werde.

    Mit welchen Klischees wirst du im Alltag konfrontiert?

    Klischees im Bereich des Boxsports oder der veganen Ernährung? Oder als vegane Boxerin, die sich vorwiegend rohköstlich ernährt? Die Resonanz ist meistens sehr positiv, wenn auch erstaunt. Mir wird meistens die Frage gestellt, wie ich meinen Proteinbedarf decke. Scheinbar ist der Gedanke eines Proteinmangels in vielen Köpfen stark verankert, wobei in unseren Breitengraden so eine Krankheit nicht einmal auftaucht. Im Gegenteil. Es werden zu viele und für den Körper sehr schlecht verwertbaren Proteine gegessen. Ansonsten bediene ich glaube ich keine Klischees.

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    Wie hat sich deine Box-Leistung verändert, seit du vegan lebst? Hast du konkrete Unterschiede festgestellt?

    Den größten Unterschied erkenne ich im Bereich der Leistungsfähigkeit auf Turnieren und im Training zwischen „Low Carb“ mit Tierprodukten und „High Carb“ pflanzenbasiert. Der Energielevel könnte unterschiedlicher nicht sein. Ich muss mich auch nicht mehr so quälen um auf die geforderten 60 Kilogramm zu kommen. Das hat früher viel Energie gezehrt. Die vier Runden beim Boxen halte ich auch leichter durch, da sich die Fließeigenschaft des Blutes verbessert hat. Ich kann dadurch mehr und intensiver trainieren, und nicht zu vergessen länger! Ich trainiere mehr und mir geht es immer besser, obwohl ich älter werde.

    Verwendest du vegane Boxhandschuhe?

    Leider wird teilweise noch Rindsleder verarbeitet. Einige Modelle sind aber auch schon aus Kunstleder. Ich verwende beides, da es momentan noch nicht anders umsetzbar ist.

    Wie sieht ein typischer Tag in der Wettkampfvorbereitung aus?

    Mein Tag beginnt um 6 Uhr früh. Bevor ich außer Haus gehe bereite ich einen Green Smoothie zu und packe den Rucksack für den Tag. Ich laufe ins CrossFIT Pantheon, trainiere dort eine Stunde oder mache einen Intervall-Lauf und laufe dann weiter ins Büro. Im Büro angekommen trinke ich meinen Green Smoothie mit Superfoods und viel Obst. Dort wartet ein achtstündiger Arbeitstag im IT-Bereich auf mich. Mittags esse ich einen großen Salat mit zum Beispiel einer Kartoffel. Nachmittags esse ich wieder Obst bevor ich abends in den Boxclub fahre. Nach dem Training mixe ich mir zuhause einen Regenerationsdrink. Spätestens zwei Wochen vor einem Turnier oder einem Boxkampf achte ich ganz genau auf die Mengen, die ich esse, und trainiere nur noch mit langem Trainingsgewand. Je näher der Wettkampf rückt, desto spezieller werden die Trainingseinheiten. Weg von allgemeinen Workouts hin zu wettkampfnahen Trainingseinheiten wie Sparring.

    Kannst du vom Boxen leben oder hast du einen anderen Hauptjob?

    Ich betreibe olympisches Boxen und habe einen Vollzeitjob an der MedUni Wien im IT-Bereich. Beim olympischen Boxen verdient man zwar kein Geld, aber man muss dafür auch nichts ausgeben.

    Welche Hobbys hast du neben dem Boxen?

    Meine Leidenschaft gilt den Sportarten mit einem Brett unter den Füßen! Ich liebe Wakeboarden und Snowboarden! Ist dafür gerade keine Saison gehe ich Mountainbiken.

    Welche Produkte nutzt du als Veganerin zur Körperpflege?

    Ich bin begeistert von den Shampoos und Duschgels von O’Right. Ansonsten verwende ich immer wieder Naturseifen und als Zahnpasta Kokosöl mit Xylit oder die Zahncreme von Santé.

    Vielen Dank für das Interview, Melanie!

     

    Wenn ihr Melanie folgen wollt, klickt euch hier hinein:

    Melanie Fraunschiel:
    Homepage: veganwolf.at
    Facebook: facebook.com/melaniefraunschiel
    Instagram: instagram.com/vegan.wolf
    Twitter: twitter.com/_VeganWolf_

    2 Kommentare zu Im Interview: Melanie Fraunschiel, vegane olympische Boxerin

    Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Kalte Gurkensuppe

    Heute stelle ich euch eine kalte Gurkensuppe als schnelles, veganes Rezept zur Vorratsverwertung vor. Es passt genauso wie Gazpacho sehr gut zur Sommerhitze und ist wieder eine quick and dirty Version, weil…

    Heute stelle ich euch eine kalte Gurkensuppe als schnelles, veganes Rezept zur Vorratsverwertung vor. Es passt genauso wie Gazpacho sehr gut zur Sommerhitze und ist wieder eine quick and dirty Version, weil ich sowohl die Gurkenschalen als auch das Gehäuse mit den Kernen verwendet habe. Das wird in vielen Versionen ausgespart. Außerdem habe ich das Rezept veganisiert und Sojajoghurt in Kombination mit Weißbrot und Zitrone anstelle von Joghurt aus Kuhmilch verwendet.

    Kalte Gurkensuppe

    Das sollte immer dabei sein: Eineinhalb Salatgurken, eine Handvoll Minze, 200ml kalte Gemüsebrühe, 400g Sojajoghurt, ein bis zwei Scheiben Weißbrot, Salz, Pfeffer, Zitronensaft

    Das kann dabei sein: Radieschen, Knoblauch, Olivenöl

    Zubereitung

    Gebt Gurken, Minze, Gemüsebrühe, Sojajoghurt und Weißbrot in einen Mixer oder eine Küchenmaschine. Falls ihr mit einem Pürierstab arbeitet, schneidet die Zutaten vorher klein. So lange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Essig und Öl abschmecken, fertig ist die kalte Gurkensuppe.

    Die Zutaten der Gurkensuppe auf dem Titelbild sind eineinhalb Salatgurken, eine Handvoll Minze, sieben Radieschen, 200ml kalte Gemüsebrühe, 400g Sojajoghurt, zwei Scheiben Weißbrot, Salz, Pfeffer, Zitronensaft.

    Guten Appetit!

     

    Alle weiteren schnellen, veganen Rezepte zur Vorratsverwertung findet ihr hier.

    1 Kommentar zu Schnelle, vegane Rezepte zur Vorratsverwertung: Kalte Gurkensuppe

    Vegane Tapas – lecker spanisch kochen

    Ich lebe nicht vegan, jedoch mag ich Abwechslung und probiere oft vegane Gerichte aus. Dieses Mal durfte ich das Buch “Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ von Gonzalo Baro rezensieren…

    Ich lebe nicht vegan, jedoch mag ich Abwechslung und probiere oft vegane Gerichte aus. Dieses Mal durfte ich das Buch “Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ von Gonzalo Baro rezensieren und habe ein paar der Rezepte nachgekocht. Die spanische Küche mit ihren deftigen Vorspeisen, abwechslungsreichen Variationen von Gemüse, Fleisch und vor allem Fisch ist eine leckere Herausforderung für jemanden, der sie vegan genießen möchte. Tapas eignen sich besonders gut für Feiern mit Freunden und Familie oder auch Kollegen. Die Portionen sind klein gehalten und es gibt immer viel Auswahl, so dass jeder der Gäste etwas für sich findet.

    In diesem Kochbuch werden ungefähr 30 Rezepte beginnend von Zucchini-Röllchen bis hin zur Olivenpaste vorgestellt. Aufgefallen ist mit beim Kochen, dass sehr viele Rezepte mit Oliven oder Auberginen zubereitet werden. Wem diese beiden Zutaten nicht schmecken, empfehle ich, nach einem anderen Kochbuch Ausschau zu halten.

    Einige Male bin ich beim Einkaufen an die Grenzen der Warenangebote der einschlägigen Märkte gestoßen. So zum Beispiel, als ich eine Kochbanane kaufen wollte, um das Rezept “Kochbanane mit Tomaten-Minze-Pesto” zu testen. Ich habe noch nie zuvor eine Kochbanane probiert und freute mich, endlich ein passendes Rezept gefunden zu haben – leider musste ich nach dem dritten Supermarkt aufgeben. Die meisten Rezepte jedoch erscheinen leicht verständlich und mit Zutaten, die relativ einfach auffindbar sind. Das Buch kommt mit sehr schönen Bildern und zeigt auf, wie das Endprodukt in einer perfekten Welt auszusehen hat – sehr ansprechend.

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    Folgende Gerichte habe ich nachgekocht: Das geröstetes Gemüse – hier war das Rezept sehr einfach und logisch gestaltet. Das Tomaten-Minze-Pesto kam eigentlich mit frittierter Kochbanane. Da ich keine finden konnte, habe ich normale Bananen verwendet. Das ist in diesem Fall leider total schief gelaufen. Das Pesto hat mir aber gut geschmeckt – am nächsten Tag als Brotaufstrich.

    Das spanisches Kartoffelomelette habe ich mit Süßkartoffeln anstatt normalen Kartoffeln nachgekocht. Das Umdrehen ist eine Herausforderung und bedarf langer Übung. ich habe die Technik leider noch nicht gemeistert. Das Gericht war visuell nicht ansprechend (deswegen auch kein Bild vom Endprodukt), jedoch nichts desto trotz sehr lecker!

    Auberginen mit Ahornsirup statt Zuckermelasse waren mein selbstgekochtes Lieblingsgericht aus diesem Kochbuch. Benötigt werden lediglich eine Aubergine, Weizenvollkornmehl, Wasser und Öl zum Frittieren. Die Zuckermelasse habe ich in diesem Fall durch Ahornsirup ersetzt. Das Gericht fand ich fantastisch, da ich die Aubergine eher als ein langweiliges Gemüse mit wenig Geschmack kenne. Durch den Ahornsirup hat sie eine wohltuende Süße gewonnen – und könnte eigentlich schon beinahe als Nachspeise eingeordnet werden.

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    “Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ inspiriert zu einigen guten Ideen und hat ein paar leckere Rezepte parat. Viele davon stammen aus der typisch spanischen Küche und sind meiner Meinung nach von Haus aus vegan. Einige Rezepte, wie das geröstete Gemüse, sind für einen erfahrenen Koch eher zu vernachlässigen, für einen Anfänger jedoch bestimmt hilfreich.

    Wenn ihr auch der Suche nach Inspiration seid und ein schön ausgearbeitetes, visuelles Werk in Händen halten wollt, seid ihr bei diesem Kochbuch richtig. Meinem Gefühl nach wurde das Buch eher Personen konzipiert, die noch wenig Erfahrung mit der spanischen Küche gemacht haben – diesen wird es auf jeden Fall einen guten Dienst leisten und viel Freude machen.

    3 Kommentare zu Vegane Tapas – lecker spanisch kochen

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