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Kategorie: Media. Culture.

Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch…

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch Grenzen. Wie schön, dass ich Yvonne von Freude am Kochen persönlich kenne und sie so lieb war, mir ein Rezensionsexemplar ihres neuen Buchs “Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” zusenden zu lassen.

Mein Interesse an diesem Buch war auch deshalb so groß, weil ich mich wieder vermehrt mit Themen wie Zero Waste und DIY beschäftige – dazu gehört für mich auch, die Basics meiner veganen Küche zu hinterfragen. Was kann ich selber machen, wo kann ich Verpackungsmüll vermeiden und so vielleicht auch noch Geld sparen? Besonders gespannt war ich auf alle Rezepte zu Pflanzenmilch, aber auch generell ist Inspiration für meine vegane Küche immer willkommen.

Werfen wir also einen Blick in das Buch! Gleich nach dem Vorwort geht es schon in medias res, das erste Kapitel informiert über die Grundlagen, sprich welche Zutaten und Geräte für die Zubereitung der Rezepte benötigt werden. Die verwendeten Basisprodukte sind primär Nüsse, Kerne und Sojabohnen, zusätzlich gibt es Informationen zu Fermentationsstartern für die Käseproduktion wie Rejuvelac und Kombucha, Gerinnungsmittel und Emulgatoren, Verdickungsmittel sowie Geschmacksgeber.

Für den Großteil der Rezepte reicht ein Stabmixer aus, aber auch Hochleistungsmixer, Sojadrink- und Joghurt-Bereiter, Nussmilch-Beutel, Käseformen und etwaige Alternativen werden angesprochen. Nach den Basisinformationen zur Herstellung von Käse, Drinks und Sahne, Joghurt und Tofu gibt es nun die ersten Rezepte zur Zubereitung von Rejuvelac und Kombucha.

Das erste große Rezeptkapitel dreht sich um Käse und Tofu. Als Basis gibt es die Rezepte für Cashewkäse und Mandelkäse, danach folgen 21 weitere Rezepte mit Klassikern wie Kräuter-Frischkäse-Rolle, Soja-Frischkäse oder Kürbiskern-Cashewkäse.

Sehr verlockend sehen auch der Walnuss-Mandel-Käse, der Tomaten-Rosmarin-Käse, der gebackene Mandelkäse oder auch die Trüffel-Käse-Pralinen aus. Super finde ich, dass es auch Rezepte zur Verwertung von Nebenprodukten gibt – mit Mandeltrester kann man so zum Beispiel einen Pesto-Aufstrich herstellen.

Nicht immer benötigt man aber einen Fermentationsstarter, denn der Pizzakäse oder der Streukäse als Ersatz für Parmesan kommt ohne solchen aus. Beides wird von mir definitiv in Kürze ausprobiert! Bei den Tofu-Rezepten warten Tofu mit Nigiri, Tofu mit Zitronensaft, aber auch Seidentofu und sogar Shan-Kicherersen-Tofu, das ohne Soja zubereitet wird auf das Nachkochen.

„Sahne, Joghurt & Co.“ ist das nächste Kapitel. Crème Fraîche aus Cashew oder Mandel, süße oder saure Sahne, Mascarpone, Quarkersatz, Ricotta, Joghurt, Butter – in den 17 Rezepten ist alles vertreten! Besonders fasziniert hat mich die Olivenöl-Butter, die ich auch bald testen werde.

Weiter geht es mit den veganen Drinks. Klassiker wie Mandel- oder Cashewdrink sind natürlich vertreten, ganz toll finde ich das ebenso simple wie geniale Rezept für den schnellen Nussdrink. Auch ausgefalleneres wie Hanf- oder Buchweizendrink fehlt nicht, weitere Klassiker wie Soja, Hafer und Kokos folgen. Abgerundet werden die zehn Rezepte in diesem Kapitel mit Buttermilch.

Ein tolles Goodie: In den ausklappbaren Umschlagseiten des Buchs finden sich weitere pikante und süße Rezepte wie Cashew-Käsefondue, Hokkaido-Mac-and-Cheese oder Tiramisu.

Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” hat das Potenzial, viele Herzen höher schlagen zu lassen. Seien es die der vegan lebenden Käseliebhaber, der Zero Waste-Interessierten, der DIY-Motivierten oder auch die all jener, die gerne ihre Lebensmittel von Grund auf selber zubereiten. Alle Rezepte sind bebildert, für mich ein Kochbuch-Must Have, das leider noch immer nicht alle Rezeptwerke erfüllen.

Und noch etwas für mich ganz wichtiges bietet das Buch. Es gibt mir das Gefühl, dass die Zubereitung der Rezepte einfach und auch für nicht extrem erfahrene Personen machbar ist. So kann ich guten Gewissens Yvonnes Kochbuch auch all jenen empfehlen, die sich die Herstellung von veganem Käse und Co. bisher nicht zugetraut haben, denn so einfach und verständlich erklärt werden auch Unerfahrene motiviert, ihre vegane DIY-Küchenkarriere zu starten. Gratuliere, Yvonne, zu diesem tollen Buch!

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#diagonaledenktweiter – Wenn eine nachhaltige Initiative die Rolle der Selbstverständlichkeit einnimmt

Es ist der Film, welcher uns in andere Welten gleiten lässt, aber auch die Institution Kino, welche uns erlaubt diesen Moment zu genießen. Es ist ein “Ort, der Publikum hat”…

Es ist der Film, welcher uns in andere Welten gleiten lässt, aber auch die Institution Kino, welche uns erlaubt diesen Moment zu genießen. Es ist ein “Ort, der Publikum hat” aber auch einer, der mit Hilfe der Initiative #diagonaledenktweiter viel fortschrittlicher und vor allem nachhaltiger agieren kann.

Seit bereits 20 Jahren schreibt Graz einmal im Jahr Filmgeschichte. Wie viele Geschichten so hat auch die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, viele unterschiedliche Wurzeln zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Alles begann mit den österreichischen Filmtagen und führte schlussendlich zum “Querschnitt des österreichischen Filmschaffens”. Die Diagonale hat sich dem österreichischen Film verschrieben und entwickelt deshalb laufend neue Strukturen um das österreichische Kino groß heraus zu bringen und vielleicht den einen oder anderem Besucher “gegen den Strich zu bürsten.” Unterschiedliche Ecken und Enden, Anfänge und Historien, sowie andere “Stories” können auf der Diagonale erforscht werden.

Der österreichische Film ist im Ausland als “feel-bad cinema” verschrieen. Jedoch sollten die Facetten dieser Filmwerke nicht unterschätzt werden und eher als dunkelbunte Darstellung der Realität oder Fiktion gesehen werden. Die Co-Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber wollen auf dem Bestehenden aufbauen und so an einem Rädchen nach dem anderen drehen, damit sich Kleinigkeiten zum Besseren wandeln. Rote Fäden sollen das Programm zusammen halten und ein Netzwerk für Jung und Alt schaffen. Das Festival stellt sogar ein Refugeekontingent bereit, um den sozialen Raum Kino jedem zugänglich zu machen.

Um etwas zu bewegen und zu verbessern wurde die #diagonaledenktweiter Initiative ins Leben gerufen. Dieses Interview soll aufzeigen, was die Initiative sein soll und welche Rolle sie auf keinen Fall einnehmen darf.

Sebastian Hoeglinger & Peter Schernhuber im Interview; credits: Lukas Maul

Sebastian Hoeglinger und Peter Schernhuber im Interview. Bild: Lukas Maul

Corinna: Wo soll #kinodenktweiter hinführen? 

Da muss man etwas früher einhaken. Die Diagonale hat vor einigen Jahren schon die Initiative “diagonale goes green” ins Leben gerufen. Da ging es sehr stark darum im nachhaltigen und ökologischen Sinn zu agieren und einfach einmal die Festivalgestaltung zu hinterfragen – auch im Hinblick auf ökologische Aspekte. Dabei ging es vorwiegend darum regionale Lebensmittel ins Programm aufzunehmen, ganz bewusst auch Dinge zu reduzieren, die so nicht notwendig sind und nur Müll produzieren beispielsweise das Merchandising und so weiter.

Damit war die Diagonale damals sehr früh dran, sehr in einer PionierInnen-Rolle und wie immer das bei solchen Nachhaltigkeitsinitiativen ist, muss man sie auch überprüfen und schauen was sie eigentlich bringen oder eben nicht! Inwiefern gibt es Benefits für alle Beteiligten? Läuft man schon längst Gefahr, Greenwashing zu betreiben? Ist es nur noch ein ideologisches Vorhaben – ist ja auch ganz oft der Fall.

Und das war bei uns dann der Grund, warum wir diese Initiative als wichtigen Impuls übernommen haben. Wir haben diese hinterfragt und daraus #diagonaledenktweiter gemacht. Einfach weil es uns wichtig war, auch die soziale Komponente mit hinein zu bringen. Das beginnt dann bei den Produktionsbedingungen für die Merchandiseprodukte geht aber auch über in Fragen der Festivalgestaltung. So auch die gerechte Entlohnung im Rahmen des Möglichen. Zusammengefasst kann man sagen: #diagonaledenktweiter legt verstärkt einen Blick auf die sozialen Aspekte im Rahmen eines Festivals.

Wofür soll diese Initiative stehen?

Was es nicht sein soll ist ganz klar – es soll keine Fahne sein, die wir voran tragen und es kann auch nicht sein oder beziehungsweise finden wir das immer bedauernswert, wenn solche Initiativen Inhaltliches dominieren. Die Diagonale ist ein Filmfestival, in dem Fall das Festival des österreichischen Films und im Zentrum stehen die Filme und bei diesen Filmen gibt es (mit der Ausnahme der historischen Specials) keinerlei inhaltliche Vorgaben, wird es auch in Zukunft nicht geben und würde auch keinen Sinn machen. Das aber wiederum heißt nicht, dass solche Filme nicht im Programm sind, denn der österreichische Film ist ein sehr kritischer und da gibt es immer wieder Filme, die diese Themen aufgreifen. Wenn ich jetzt an die aktuelle Jahresproduktion denke, dann wäre Bauer unser beispielsweise so ein Film.

Das Gartenbaukino hat zu unserer Freude unsere Aktivitäten beobachtet und beschlossen, in Wien in ihrem Kino das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu steigern. Die Frage war, ob sie das Label übernehmen können von #diagonaledenktweiter zu #kinodenktweiter, was uns natürlich sehr freute. Dabei haben wir uns auch zusammengesetzt und geschaut wo es Synergien gibt, wo kann man zusammenarbeiten, wo kann man Erfahrungen austauschen und ich glaube dieser Erfahrungsaustausch ist ein wichtiger Teil des Ganzen.

UNTITLED - der Eröffnungsfilm; credits Filmladen Lotus Film

UNTITLED – der Eröffnungsfilm. Bild: Filmladen Lotus Film

Das Wissen soll über traditionelles Handwerk sowie auch kreatives Potential weitergeben werden. Wie können wir uns das vorstellen?

Es soll weniger über Film auf der Leinwand als eher an der Arbeit am Festival statt finden. Beim Handwerk geht es darum, dass unsere Marketing- und Sponsoringabteilung ganz bewusst mit Betrieben aus der Steiermark und im besonderen in Graz zusammen arbeitet. Dazu muss man sagen, dass die Diagonale seit 20 Jahren in Graz statt findet. Und auch in dem Sinne ist Graz der bestmögliche Standort, weil es dort einfach wahnsinnig viele junge und alte, kreative und traditionellere Handwerksbetriebe gibt, die diese Zusammenarbeit ermöglichen. Ich meine jetzt nicht das Handwerk im klassischen Sinn, sondern das beginnt bei den Produzenten unserer Apfelchips, die dann für den Signature-Drink bei der Bar am Abend relevant sind und hört auf bei den Festivaltaschen, die von einem Unternehmen in Graz gemacht werden und in Slowenien zum Teil genäht werden. Aber alles quasi so, dass es nachvollziehbar ist und dass es sich am Schluss in dieses Gesamtkonzept einfügt.

Beim anderen Aspekt geht es sehr stark um den unprätentiösen Austausch miteinander. Also wirklich den Wissenstransfer als gelebte Chance zu sehen. Festivals in Österreich sind im internationalen Vergleich doch nicht allzu groß, das heißt man ist gut beraten hier sehr viel auf Wissenstransfer zu setzen, auf Teamwork, auf Zusammenarbeit. Auf all diese Dinge, die man jetzt in der New Economy mit spektakulären Worten beschreibt, die aber hier in der Kulturszene eigentlich schon längst üblich sind, aus einer Notwendigkeit heraus. Diese Dinge nicht nur aus einem Zwang heraus zu tun, sondern aktiv das Potential darin zu entdecken, das ist glaube ich damit gemeint.

Ein Punkt zum Beispiel wäre, dass die Diagonale nicht das ganze Team über das ganze Jahr hinweg beschäftigen kann, deshalb gibt es innerhalb der Festivals in Österreich einen Durchlauf, einen Transfer – einen “positiven Braintrain”, wenn man so will – Leute die bei einem Festival arbeiten, dann beim nächsten dabei sind und so weiter. Diese gegenseitige Solidarität ist letztlich auch Grundvoraussetzung um Festivals, wie sie in Österreich aufgestellt sind, stattfinden zu lassen.

Vielen Dank für das Interview!

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Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden….

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden. Wer noch keine großen Erfahrungen bei der Gartenarbeit hat, der kann auf Bücher zurückgreifen, wie zum Beispiel das reich bebilderte „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger„. Ich kann euch schon mal vorwarnen, dass es hier nicht um Selbstversorgung in unterschiedlichen Bereichen geht, es geht vielmehr vor allem um Lebensmittel, die ihr selbst anbauen und ernten könnt.

Schauen wir uns das Buch genauer an. Es ist ansprechend aufgemacht, vom Titelbild bis zu den Innenseiten, die klar und verständlich mit vielen Fotos und Illustrationen zeigen, wie die Tipps zum eigenen Lebensmittelanbau umzusetzen sind. Anhand des phänologischen Kalenders und einem Zwei-Jahres-Plan als Übersicht gibt das Buch eine grobe Richtung vor, wie man langfristig planen kann.

Ihr braucht nicht unbedingt ein Beet, um die Tipps umzusetzen, aber wer eher auf kleinem Raum gärtnert, dem sei das Buch „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ ans Herz gelegt. Aber keine Sorge, das Buch überfordert nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern gibt auch EinsteigerInnen guten Rat. Es ist aufgebaut auf zwei Jahre, jeweils unterteilt in die vier Jahreszeiten. So kann ich je nach Jahreszeit sofort einsteigen und weiß, welche Tätigkeiten wann zu erledigen sind.

Im Frühling stellen sich folgende Fragen: Wann sollte ich Samen aussäen und meine Setzlinge stecken? Wie lege ich mein erstes Beet richtig an? Was brauche ich für Werkzeug? Es folgen einige Vorschläge für passend zusammengestelltes Gemüse im Beet. Beispielhafte Beete liefern Anregungen und Information für die praktische Umsetzung. Damit ich auch weiß, was beim betreffenden Gemüse oder Obst zu beachten ist, gibt es für diese jeweils ein Porträt, zum Beispiel für Salatpflanzen, Frühgemüse oder Kräuter. Ich selbst habe keinen großen Garten, daher finde ich die Seiten über das Anpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon sehr hilfreich.

In der Jahreszeitenabfolge geht es im Buch weiter. Im Sommer achte ich auf ausreichendes Düngen, Gießen und natürlich darf jetzt schon geerntet werden. Im Herbst werden die Pflanzen langsam winterfit und die Ernte haltbar gemacht sowie das Beet oder der Boden gepflegt. Zurückschneiden und Gehölze auspflanzen steht nun auf der Tagesordnung. Im Winter wird nur noch wenig im Garten gemacht, hauptsächlich der Boden vor Frost und Eis geschützt.

Übersicht zum Aufklappen

Nun starten wir schon in das zweite Jahr! Jetzt sind wir Fortgeschrittene und können uns an etwas schwierigere Projekte wagen. Auch hier gibt es wieder Beispiele für Beete und viele Tipps für anstehende Arbeiten oder neue Ideen. Zuguter letzt bekommen wir einige Infos über Pflanzenschutz an die Hand, zum Beispiel was man gegen die häufigsten Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge unternehmen kann. Anhand der Beetpläne weiß ich immer sofort, wie viel Abstand die Pflanzen zueinander brauchen und wann ich diese aussäen kann. Und was ist eigentlich ein Starkzehrer oder ein Schwachzehrer?

Mit dem praxisnahen, bunten und übersichtlichen „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ seid ihr bestens gewappnet für die Selbstversorgung im eigenen Garten. Hier kann eigentlich nichts mehr schief gehen, alles wird einfach erklärt. Schon beim Blättern macht dieses Buch Lust auf die Arbeit im Garten und den Genuss der Ernte. Eine klare Empfehlung!

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OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim…

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim Minimalismus noch nicht auf. Auch die Art des Wohnens wird immer kreativer. Ökodörfer, Tiny Houses und Wohnwägen sind nur ein paar Ideen, wie man sonst noch leben kann, wenn man kein „normales“ Haus oder Wohnung möchte.

Das Unternehmen Wohnwagon aus Wien baut Wohnwägen nach Auftrag, in verschiedenen Größen und individuell nach Wunsch. Aber nicht nur das, seit einigen Jahren beschäftigt sich das Team dahinter auch mit Autarkie und einem nachhaltigen Lebensstil. Dieses Wissen haben sie in ihrem Magazin „OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ versammelt. Die erste und aktuelle Ausgabe stelle ich euch vor.

Kochen ohne Anschluss

Das Magazin für natürliches & autarkes Leben ist über 100 Seiten stark und in einem ansprechenden, modernen Design auf griffigem Papier gehalten. Auf den ersten Seiten geht es gleich um konkrete Ideen und Projekte, die zeigen wie ein selbstbestimmtes Leben in der Natur aussehen kann. Zum Beispiel mit einer eigenen Werkzeugkiste oder auch etwas komplizierter mit der Produktion von Strom.

Natürlich gibt es auch einige Infoseiten zu den Wohnwagons. Wie funktioniert das zum Beispiel mit der Toilette, wenn man seinen Wagen mitten in der Pampa stehen hat? Oder mit Strom, Wasserkreislauf und Heizung? Je nach Wunsch ist mit einem Wohnwagon tatsächlich absolute Unabhängigkeit möglich. Einige Seiten zum Thema Photovoltaik und Windkraftanlage erläutern technische Zusammenhänge, die bei einem unabhängigen Lebensstil wichtig werden.

Timeline

OSKAR macht sich des Weiteren Gedanken zu den Themen Konsum, Friede, Terra Preta (Hummus), Minimalismus, Handwerk und Vernetzung und empfiehlt entsprechende Produkte für das autarke Leben. Besonders spannend finde ich den Artikel zum Experiment Selbstversorgung. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einblicke in die Geschichte und Produktion der Wohnwagons. Auch wenn ihr auf der Suche nach DIY-Rezepten für Lebensmittel seid oder Kosmetika wie Zahnpasta und Deodorant selber machen wollt, findet ihr genügend Inspirationen. Weitere Themen wie Wurmkiste, Permakultur und Müllvermeidung runden das Heft ab.

OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ ist für mich ein wertvolles, alternatives Magazin, das mit ungewöhnlichen Themen aufwartet und zum Denken anregt. Kaufen könnt ihr OSKAR online bei Wohnwagon und so auch die Erscheinung einer nächsten Ausgabe unterstützen.

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Das war der 5. Wiener Vegan Ball!

Am 18. Februar diesen Jahres wurde zum 5. Wiener Vegan Ball ins ARCOTEL Kaiserwasser geladen. Ich war zuletzt mit 15 Jahren auf dem Abschlussball meiner Tanzschule – kein Scherz. Das ist nun schon…

Am 18. Februar diesen Jahres wurde zum 5. Wiener Vegan Ball ins ARCOTEL Kaiserwasser geladen. Ich war zuletzt mit 15 Jahren auf dem Abschlussball meiner Tanzschule – kein Scherz. Das ist nun schon ein Weilchen her, außerdem bin ich nicht unbedingt eine Shopping-Queen, aber zum Glück hatte ich ein passendes Kleid zum Motto „Feiern im Stil der 20er Jahre in Schwarz und Gold“ zu Hause.

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Und so haben meine liebe Freundin Edda – euch möglicherweise als Chefredakteurin von The bird’s new nest bekannt – und ich uns in Ballkluft geschmissen und uns hübsch gemacht, um zum ersten Mal den Wiener Vegan Ball zu besuchen. Für die entsprechende Kulinarik sorgten die Spitzenköche Siegfried Kröpfl und Johann Schwarz mit ihrem Team, geboten wurden ein exklusives Vier-Gang-Menü im Restaurant, sowie eine ausgefeilte vegane Snack- und Cocktailkarte an der Bar.

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Bei veganem Essen mussten wir natürlich zugreifen, und so haben wir uns erfolgreich durch dreierlei Teigtaschen, Vegi-Burger mit Kürbislaibchen und Mohn-Creme Brûlée gesnackt. Die Bar und das Restaurant waren äusserst gut besucht, wir konnten nur mit Mühe einen Platz ergattern. Vom Menü, das wir zu Gunsten des Speisens an der Bar ausgelassen haben, wurde uns auch nur Gutes erzählt. Eröffnet wurde der Ball übrigens mit einer Tanzvorführung von und mit Dancing Star Andy Pohl, die wirklich toll war und zum Mittanzen animiert hat.

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Energiegeladen ging es danach auf die Tanzfläche, wo ich dann auch die meiste Zeit verbracht habe. Aufgelegt wurde Musik für Standardtänze, aber auch aktuelle Beats aus den Charts, RnB und auch einiges aus den Achtzigern und Neunzigern, es war also für fast jeden etwas dabei. Die Tanzfläche war demnach bis spät in die Nacht gut gefüllt.

Wie schon von einigen Veganmanias bekannt gab es eine Art Fotobooth – man konnte sich auf einem roten Thron im Vintage Look fotografieren lassen. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und die Fotos sind wirklich sehr schön geworden – eine tolle Idee! Alle Bilder in Farbe sowie im Vintage Look könnt ihr euch hier ansehen.

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Am Dancefloor mit Elektro-Musik habe ich mich nicht sonderlich lange aufgehalten, da es nicht ganz mein Musikgeschmack war und ich es auch am Mainfloor lustiger fand.

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Um Mitternacht gab es nochmals eine Tanzeinlage, die aus verschiedenen Tanzstilen bestand und sehr beeindruckend anzusehen war – die Tänzer und Tänzerinnen vom HSV Zwölfaxing  nehmen regelmäßig und erfolgreich an Meisterschaften teil. Anschließend wurde eine Publikumsquadrille getanzt, geführt durch Andy Pohl. Ich habe das ganze aus sicherer Entfernung beobachtet, denn das zum Teil nicht allzu geübte Ballpublikum hat die Quadrille doch ziemlich chaotisch werden lassen.

Ein abschließendes Highlight war das Goodie-Bag, das man beim Verlassen des Balls bekommen hat. In dem Bag waren viele tollen Sachen wie ein (natürlich veganer) Krapfen von Anker, Ravioli von Wilmersburger, eine Smoothie-Bowl von Feinstoff und noch einiges mehr. Den Krapfen habe ich gleich zu Hause verdrückt, um halb vier Uhr früh!

Mein Fazit: Für mich war der 5. Wiener Vegan Ball ein voller Erfolg! Wir haben gut gegessen und hatten sehr viel Spaß, was will man mehr? Ich für meinen Teil bin nächstes Jahr gerne wieder dabei, man kann ja ruhig einmal im Jahr ein Kleid anziehen.

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Was brauchst du wirklich? „My Stuff“ und „Ich kauf nix!“ bei #kinodenktweiter

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender…

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender zu agieren und unter anderem Upcycling-Projekte durchzuführen, auf Wasserkraft umzusteigen und mehr Nachhaltigkeit beim Veranstaltungsmanagement an den Tag zu legen – Mehrwegbecher inklusive. Wir können gespannt in die Zukunft blicken, was das Gartenbaukino im Zuge dieser Initiative noch alles zu bieten haben wird.

In gemeinsamer Sache mit dem OekoBusiness Wien wurde für “Was brauchst du wirklich?” ein Filmscreening von My Stuff, einem Film von Petri Luukkainen veranstaltet. Auch die Autorin von “Ich kauf nix!”, Nunu Kaller, war anwesend und stellte dem Auditorium ihr Buch vor. Beide Protagonisten hatten zu viele Dinge, die sie eigentlich nicht brauchten und suchten nach einer befreienden Lösung, ihren Besitz zu reduzieren.

Der Film „My Stuff“

Petri, ein 26 Jahre junger Mann aus Helsinki fing eine Rebellion gegen seinen Besitz an, weil sein Wohnraum unaufgeräumt und überfüllt war. Er beschloss ein einjähriges Projekt zu starten, indem er alle seine Besitztümer wegsperrte und jeden Tag nur ein einziges Teil hervorholen durfte. Am ersten Tag finden wir ihn unbekleidet und ohne Besitz in der leeren Wohnung vor. Die Regel für sein Projekt:

  1. Alles in einem Lager zu verstauen.
  2. Ein Teil am Tag darf zurück geholt werden. Wenn er es nicht am selben Tag holt, darf er am nächsten Tag zwei Sachen mitnehmen.
  3. Der Zeitraum des Experiments beträgt ein Jahr.
  4. Er darf keine neuen Sachen kaufen.

Sein Ergebnis: Dinge sind nur Requisiten in unserem Leben, sie machen das Leben jedoch nicht aus und sind auch keine Masseinheit für Glück. Petri hat erkannt, dass er mit 100 Dingen auskommt, er jedoch rund 200 Teile braucht um ein komfortables Leben führen zu können.

Hier könnt ihr euch den Film mit englischen Untertiteln ansehen.

Das Buch „Ich kauf nix!“

Auch Nunu Kaller fehlte etwas – die Zufriedenheit. Sie hatte einige Schicksalsschläge erlitten und sich in die Kaufsucht geflüchtet. Nun erkannte sie, dass sie keinen Platz mehr für neue Kleidung hatte, aber dennoch nichts Anzuziehen. Deshalb beschloss sie, eine Shopping-Diät zu machen. Ihre Regeln bestanden aus:

  1. Ein Jahr lang keine Kleidung und Schuhe zu kaufen.
  2. Selbermachen ist erlaubt.
  3. Sich besser zu informieren und über die Kleidungsindustrie zu recherchieren.

Fleißaufgaben:

  1. Eine Inventurliste aller Kleidung zu erstellen.
  2. Sich ein Monat lang jeden Tag von einem Kleidungsstück zu trennen.
  3. Einen Nähkurs zu besuchen.
  4. Einen Pullover zu stricken und
  5. eine Tauschparty zu organisieren.

Nach Abschluss ihres Projekts veröffentlichte sie “Ich kauf nix!”, geschrieben in Tagebuchform. Auch Nunu fühlte sich mit weniger Kleidung und mehr Lieblingsteilen leichter. Ihr war bewusst geworden, wie viel Zeit für anderes sie gewonnen hatte. In ihrem Buch erzählt die Autorin auch von ihren Recherchen. Ihre Sichtweise zur Modeindustrie änderte sich durch ihre Erkenntnisse drastisch. Des weiteren berichtet sie von Problemen und kleinen Fehlschlägen (oder wie sie es nennt das Biegen von Regeln) und wie sich ihre Laune von Tag zu Tag aufhellt, aber mit den Erkenntnissen auch verdunkelt. Am Ende des Buches bekommt der Leser noch Quellen zu weiterführenden Informationen.

Beide Experimente zeigen auf, wie unwichtig Besitz sein kann, jedoch auch wie wichtig es ist, selektiv zu sein bei dem was man kauft und anhäuft. Es ist keine Schande, Gekauftes oder Geschenktes wegzugeben oder auszumisten, denn das befreit, wie beide Protagonisten überzeugend darstellen.

Der Film wie auch das Buch machen sich fantastisch als Inspiration für gute Vorsätze. Kopieren würde ich persönlich beide Experimente nicht, jedoch möchte ich das eine oder andere in meinen Alltag einfließen lassen. Von Nunu habe ich mich zur Organisation einer Tauschparty inspirieren lassen, Auszumisten steht auch schon ganz oben auf meiner To-Do-Liste, ebenso das Lesen von bisher ungelesenen Büchern.

Habt ihr ein eigenes Experiment, das ihr mit uns teilen wollt? Wir freuen uns immer über neue Sichtweisen und Ideen! Vielleicht kann der eine oder andere auch etwas aus eurem Projekt mitnehmen!

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Mary und das vegane Dresden

Wie einige von euch bereits wissen bin ich gebürtige Dresdnerin und versuche zumindest zwei bis drei Mal im Jahr nach Hause zu fahren um meine Familie und alte Freunde zu…

Wie einige von euch bereits wissen bin ich gebürtige Dresdnerin und versuche zumindest zwei bis drei Mal im Jahr nach Hause zu fahren um meine Familie und alte Freunde zu sehen. So auch letzten Dezember zur Weihnachtszeit. Für euch habe ich einige Eindrücke aus dem veganen Dresden festgehalten. Die meisten veganen Lokale befinden sich in der Dresdener Neustadt, dies ist quasi der vegane Hotspot. Vier davon habe ich mir nochmals näher angesehen, denn sie waren mir alle schon bekannt – es war gar nicht so einfach, offene Lokale zu finden. Drei, die ich eigentlich kennen lernen wollte, waren im Weihnachtsurlaub, aber oft sind es ja sowieso die Bewährten, die man gerne vorstellt und empfiehlt, also alles kein Problem!

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Ich habe mich mit meinem Papa zum Mittagessen verabredet, und da Plan A und B geschlossen waren, habe ich meinen Vater Plan C wählen lassen. Der Dicke Schmidt wurde ausgewählt. Schon alleine wegen dem Namen, sollte man mindestens einmal hier gewesen sein. Mein Papa, der übrigens auch tolle, interessante und individuelle Stadtführungen in Dresden macht, hatte das „Gyros“, dazu aus nostalgischen Gründen eine Himbeerbrause und ich den „Dicken Schmidt“.

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Der enthustiastische Kommentar meines nicht vegan lebenden Papas: „Lecker, kann man hingehen!“ Das Sojageschnetzelte fand er besser als Seitan, aber es hat ihm wirklich gut geschmeckt und er hat brav aufgegessen. Ich war auch sehr zufrieden und komme gerne wieder. Der Dicke Schmidt eignet sich super um den schnellen Hunger zu stillen, denn die Wartezeit ist sehr gering. Zum länger verweilen empfehle ich aber andere Lokale, da es sich hier eher um einen Imbiss handelt. Außerdem kann man auch hausgemachte vegane Speisen vorbestellen und mitnehmen. Zu Weihnachten gab es zum Beispiel Rouladen, Rotweinbraten und Spinat-Rollbraten.

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Schon seit Oktober 2014 kann man im Dicken Schmidt rein vegan schlemmen. Wie der Name zustande kam? Das habe ich leider noch nicht herausgefunden. Ich habe zumindest keinen Dicken gesehen und auch keinen Schmidt, aber ich bleibe dran für euch und vielleicht weiß ich bei meiner nächsten Dresdentour mehr.

Weiter ging es, immer noch den Papa im Schlepptau, zum Tiki im Hecht. Tikki ist in Dresden mehrmals vertreten, so auch im Hechtviertel, einen Steinwurf vom Dicken Schmidt entfernt. Tikki ist nicht rein vegan, aber es gibt alle Kaffeespezialitäten mit Sojamilch zudem zwei vegane Eisbechervarianten und auch immer vegane Snacks.

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Hier ist es sehr gemütlich, das Ambiente lädt zum verweilen in diese kleine Cafébar mit hawaiianischen Flair ein – eine warme Atmosphäre mit jazziger Musik. Der Kaffee und auch der Eisbecher waren lecker, wenn auch kein Vergleich zum Veganista-Eis, aber da kommt sowieso meiner Meinung nach niemanden ran. Frühstücken kann man hier übrigens auch, aber ich würde vorher nach einem veganen Frühstück fragen, sicher ist sicher.

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Wir hätten gleich weiter gehen können zum Falschen Hasen, denn dieser ist in der gleichen Straße, aber das Lokal war noch nicht offen. Also habe ich mich von meinem Papa verabschiedet, um mich mit Patrick aka der Artgenosse zu treffen. Das Lokal, wo wir ursprünglich hin wollten, hatte zum Tag passend natürlich geschlossen. Also sind wir einfach ins Sprout Food abgebogen.

Ich war noch gut gefüllt von den vorigen Lokalen, also habe ich nur einen Tee genossen. Wie schon erwähnt kenne ich auch dieses Lokal und überraschenderweise wurde auch ich wieder erkannt. Man hat sich noch an einen Besuch mit meinem Papa erinnert, der schon acht Monate zurück liegt, auch dass ich in Wien wohne wusste man noch. Ich war sehr positiv überrascht darüber.

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Im Sprout Food (siehe Titelbild) werden ausschließlich Bio-Lebensmittel verarbeitet und so regional wie möglich eingekauft. „Eat Well, Feel Good“ ist hier das Motto. Der Charakter eines Fast-Food-Restaurant wird mit dem Anspruch an gesunde Ernährung verbunden, sprich hochwertige Speisen in kurzer Zeit. Man kann sich seine Gerichte individuell zusammenstellen oder eines der Tagesgerichte wähle, es ist immer fast alles vegan.

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Ich hab mich danach entschieden, doch noch den Falscher Hasen zu besuchen, diesmal alleine. Was eine wunderbare Möglichkeit war, Ideen und Eindrücke zu sammeln. Der Falsche Hase ist ein kleines, gemütliches und rein veganes Restaurant, im Sommer kann man im grünen Innenhof entspannen. Eine Tischreservierung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Von Vorspeisen, Suppen und Salaten über Kartoffel- und Nudelgerichte bis Burger und Nussbraten und natürlich auch Süßspeisen, ist hier alles dabei. Außerdem wird auch regelmäßig Kunst ausgestellt, während meines Besuches waren die Kunstwerke von Anne Brandt zu bewundern. Ich finde, das gibt diesem Restaurant noch zusätzlich Charme.

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Zum Abendessen habe ich mich für die Soljanka nach „Oberlausitzer Art“ entschieden. Meine Mutter hat als ich noch ein Kind war oft Soljanka zubereitet. Die veganisierte Variante kommt dem sehr sehr nahe.

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Danach hab ich „Plinsen“ bestellt. In Österreich als Palatschinken oder in anderen Teilen Deutschlands als Eierkuchen oder Pfannenkuchen bekannt. Es war wirklich schön, einmal wieder Gerichte aus der Kindheit anzutreffen. An die Sachsen: Habt ihr schon einmal Quarkkeulchen veganisiert? Wenn ja, ich wäre an einem Rezept interessiert. Das habe ich als Kind auch so gerne gegessen. Es war ein schöner Abschluss dieses Tages und ich werde auf jeden Fall wieder kommen, denn der Service ist freundlich, die Speisen sehr lecker und das Lokal gemütlich.

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Wart ihr schon einmal in Dresden? Welche Lokale könnt ihr für den veganen Genuss empfehlen?

 

Webseiten, Adressen und Öffnungszeiten

Der Dicke Schmidt
Rudolf Leonhard 32
01097 Dresden
Tel: +49 1575 2363641

Montag bis Freitag: 12 bis 22 Uhr
Sonnabend und Sonntag: 11 bis 22 Uhr
Facebook: facebook.com/derdickeschmidt

Tikki im Hecht
Rudolf Leonhard 26
01097 Dresden
Tel: +49 1512 5644818

Täglich 9 bis 19 Uhr
Facebook: facebook.com/tikiimhecht

Sprout Food
Rothenbuger Straße 12
01099 Dresden
Tel: +49 351 21093510

Montag bis Samstag: 11 bis 21 Uhr
Free WiFi
Website: sproutfood.de
Facebook: facebook.com/sproutfood

Falscher Hase
Rudolf Leonhard 3
01097 Dresden

Montag bis Donnerstag: 16 bis 22 Uhr
Freitag und Samstag: 12 bis 23 Uhr
Sonntag: 12 bis 22 Uhr
Website: falscher-hase.com
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Der Artgenosse
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Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch

Der Trend, Naturkosmetik selber zu machen, ist immer noch ungebrochen. Immer mehr Menschen wollen genau wissen, was in der Kosmetik, die sie tagtäglich benutzen, enthalten ist. Wer tiefer in dieses…

Der Trend, Naturkosmetik selber zu machen, ist immer noch ungebrochen. Immer mehr Menschen wollen genau wissen, was in der Kosmetik, die sie tagtäglich benutzen, enthalten ist. Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, dem sei Heike Käsers Naturkosmetik-Standardwerk „Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch“ ans Herz gelegt.

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In diesem dicken Wälzer, der 2012 erschien, erfahrt ihr wirklich alles über das Thema. Heike Käser schreibt im Vorwort, dass Naturkosmetik herstellen ein Handwerk ist. Um wirklich professionelle Ergebnisse zu erzielen, braucht man einfach ein gewisses Grundlagenwissen, welches wir in diesem Buch zur Genüge finden. Jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, hat bei der Herstellung von eigener Naturkosmetik auch ein gewisses Konzept – die einen mögen manche Inhaltsstoffe lieber als andere oder legen auf bestimmte Faktoren wie Veganismus wert. Heike Käser erläutert uns anfangs ihre Philosophie, mit der sie seit Jahren arbeitet.

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Im Grundlagenteil erfahren wir vom größten Organ des Menschen – der Haut. Wie ist diese aufgebaut? Wie gelangen überhaupt Nährstoffe an die Stellen, an denen sie etwas bewirken sollen? Was macht eine gesunde Haut aus? Auch chemische Zusammensetzungen, zum Beispiel Fettsäuren, kommen nicht zu kurz. Denn auch Naturkosmetik wirkt nur durch Chemie, alles Natürliche ist nichts desto trotz genauso Chemie, was oft vergessen wird, wenn über „böse Chemie“ in konventioneller Kosmetik gesprochen wird. Einige wichtige Prinzipien wie Konservierung von Naturkosmetik oder auch die Verbindung der Inhaltsstoffe (Emulsion) werden ausführlich vorgestellt.  Ach ja, und was bedeutet eigentlich der PH-Wert?

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Im Praxisteil geht das Werk genauer auf verschiedene Hauttypen ein, stellt Zubehör vor sowie die Herstellung von einigen grundsätzlichen Zutaten, wie zum Beispiel Hydrogele, aber auch Produkte wie Puder oder Lippenstifte. Wie macht man eigentlich ein Mazerat (Pflanzenauszug) oder eine Basis für eine Creme? All das wird hier ebenfalls beantwortet. Im letzten ausführlichen Teil gibt es eine Fülle an Rezepten für eigene Kreationen, man kann das Gelernte also sofort anwenden. Vom Gesichtswasser über Zahnpasta bis zu dekorativer Kosmetik, alles ist dabei. Zuletzt informiert uns der Anhang in praktischen Tabellen über Rohstoffe und deren Wirkung, ein Glossar mit Begriffserklärungen rundet das Buch ab.

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Insgesamt ist „Naturkosmetik selber machen – Das Handbuch“ eher textlastig, mit über 450 Seiten ist es kein Buch, das man nebenbei liest, sondern eher um etwas nachzuschlagen oder sich die Grundlagen im Eigenstudium anzueignen. Anmerkung: Nicht alle Rezepte sind vollkommen vegan. Aber die Inhaltsstoffe sind meist austauschbar oder es gibt alternative Rezepte. Das umfassende und detaillierte Werk sei allen ans Herz gelegt, die wirklich tief in die Materie eintauchen und sich ein solides Wissen rund um Naturkosmetik aufbauen wollen.

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Ein gutes Leben für alle! Die Einführung in Suffizienz des BUND

Suffizienz? Was bedeutet das? Keine Sorge, das ist kein neues Modewort oder ähnliches, sondern bedeutet einfach „ausreichend“ oder „genug sein“. Ihr könnt euch darunter zum Beispiel ein Repair Café oder eine…

Suffizienz? Was bedeutet das? Keine Sorge, das ist kein neues Modewort oder ähnliches, sondern bedeutet einfach „ausreichend“ oder „genug sein“. Ihr könnt euch darunter zum Beispiel ein Repair Café oder eine Kleidertauschparty vorstellen, hier gehen wir auch vom Suffizienz-Prinzip aus, dass es eigentlich genug Dinge gibt, wir sie aber nur richtig verteilen müssen oder wiederherstellen können. Aber es gibt noch viel mehr, was sich unter Suffizienz zusammenfassen lässt, auch Minimalismus, Gemeinwohl und Postwachstums-Ansätze gehören dazu.

In der Broschüre „Ein gutes Leben für alle! Eine Einführung in Suffizienz“ herausgegeben von den Landesverbänden BW des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der BUNDjugend, geht es genau darum. Da diese erst vor kurzem und nach langer Arbeit erschien und sie eine genialen Überblick über das Thema bietet, möchte ich sie euch heute vorstellen. Ich bin überzeugt, dass Suffizienz in Zukunft immer wichtiger wird. Nicht nur das bewusstere konsumieren von Dingen sondern auch die Ressourcenschonung stehen hier im Vordergrund. Suffizienz bedeutet nicht in erster Linie Verzicht, sondern zum Beispiel langlebigere Produkte oder auch einfach kleine Veränderungen von Verhaltensweisen wie zum Beispiel durch „Zero Waste“, also dem Leben mit weniger Müll, oder eben die gerechtere Umverteilung von Gütern.

Sehen wir uns die Broschüre genauer an. Zunächst werden die Begriffe Suffizienz und Nachhaltigkeit näher erklärt. Wozu ist Suffizienz gut? Welche Argumente und Theorien gibt es dazu?
Dann wird das ganze praktischer und wir erfahren in spannenden Interviews von Initiativen, inspirierenden Personen und Unternehmungen wie foodsharing oder Warentauschtage, wie diese Suffizienz umsetzen oder leben. Die Broschüre deckt die unterschiedlichsten Bereiche ab, von Job bis Mobilität und Gesellschaft.

Im nächsten Kapitel wird es dann politischer und es wird darüber nachgedacht, wie Gemeinden oder Kommunen an Suffizienz arbeiten und das Prinzip auch flächendeckender umsetzbar machen können. Wie kann ich selbst Einfluss auf die Politik nehmen, um Suffizienz weiter voranzubringen? Zum Schluss werden einige Gedanken zu gesellschaftlichen Chancen ausgebreitet und Material für Diskussionen und Vorträge bereitgestellt.

Die Broschüre „Ein gutes Leben für alle! Eine Einführung in Suffizienz“ gibt es als PDF zum Download. Auch wenn sich die Broschüre in den Interviews oft auf Personen und Initiativen in Baden-Württemberg bezieht, kann ich sie euch sehr ans Herz legen, denn die Informationen und Inspirationen sind empfehlenswert für alle, die sich für das Thema interessieren und viele Ideen sind entsprechend übertragbar.

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Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün

Der Blog Wastelandrebel von Shia Su ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Für die von euch, die den Blog noch nicht kennen: Es geht um Müllvermeidung, um den kreativen…

Der Blog Wastelandrebel von Shia Su ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Für die von euch, die den Blog noch nicht kennen: Es geht um Müllvermeidung, um den kreativen Versuch „Zero Waste“ zu leben. Shia hat nun auch ihr erstes Buch herausgebracht, das ich euch heute vorstelle. Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün ist ohne Plastikfolie produziert und auf Recyclingpapier gedruckt. Dies war eine bewusste Entscheidung von Shia und dem Freya-Verlag. Das Layout ist in einem frischen, modernen Design gehalten, dies und das kompakte Format des Buchs machen große Lust, darin zu blättern.

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Der Index zeigt uns anhand von ansprechenden Bildern, was uns erwartet: Haushalt, Hygiene, Einkauf –  alle alltäglichen Lebensbereiche sind vertreten. In einer kleinen Einleitung wird erklärt, was die „kollektive Müllblindheit“ anrichtet und warum wir schleunigst etwas dagegen tun sollten. Zugleich wird gezeigt, dass eine geringe Müllproduktion gar nicht so neu ist, denkt nur mal an eure Großeltern und deren Umgang mit Abfall.

Als nächstes gibt uns Shia einen Einstieg in den Zero Waste Lebensstil und dessen Vorteile. Zunächst ist es sinnvoll zu prüfen, wo und wie viel Müll überhaupt anfällt. Dann geht es um die „Fünf R“, also Refuse, Reduce, Reuse, Recycle und Rot (kompostieren). Schon anhand dieser fünf Prüfsteine können wir einiges an Müll vermeiden. Um das Herzstück des Buchs geht es im Kapitel „Einkauf und unterwegs“, denn ganz klar: Der meiste „Single-Use“ Kunststoff stammt von Lebensmittelverpackungen. Hier lässt sich schon als AnfängerIn viel Müll vermeiden. Es gibt Tipps für das entsprechendes Equipment, Läden, in denen ihr oftmals unverpackte Lebensmittel findet wie zum Beispiel Bauernläden oder Märkte und Hintergrundinfos.

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Wie kann ich denn zuhause beim Kochen noch Abfall einsparen? Auch Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiges Thema und diesem widmet Shia ein eigenes Kapitel. Mein liebstes Thema ist Zero Waste im Haushalt. Das gelingt durch Ersetzen von Putzmitteln durch einfache Hausmittel und Herstellen von Reinigern von Hand.  Aber auch im Bad gibt es etliche Möglichkeiten, Müll zu reduzieren. Zum Beispiel durch feste Seifenstücke oder hochwertige kaltgepresste Öle.

 

Weitere Themen im Buch sind Monatshygiene, Kleidung oder auch der Toilettengang, zu denen es inspirierende Ideen gibt. Am Ende des Buchs finden sich noch einige praktische Tipps um Müll zu verwerten wie zum Beispiel Kompostieren. Wir finden hier dann auch noch eine Übersicht „Konventionell vs. Zero Waste Alternative“, die noch einige konkrete Tipps zum Wechseln gibt. Letzten Endes hat es Shia genauso wie Bea Johnson geschafft, am Ende eines ganzen Jahres ihren gesamten Müll in nur einem Einmachglas zu sammeln, denn mehr Abfall hatte sie nicht produziert.

Wer nach Zero Waste – Weniger Müll ist das neue Grün Lust auf weitere Anstöße und Ideen hat, findet diese auf Shias Blog Wastelandrebel vorbei. Große Empfehlung für dieses Buch!

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