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Kategorie: Media. Culture.

Jetzt einreichen! Vegan Award 2017

Vegane Produkte vor den Vorhang! Erstmals wird von der Veganen Gesellschaft Österreich der Vegan Award für Produkte österreichischer Unternehmen verliehen. Der Award wird in den Kategorien „Food & Beverages“, „Wein“ und…

Vegane Produkte vor den Vorhang! Erstmals wird von der Veganen Gesellschaft Österreich der Vegan Award für Produkte österreichischer Unternehmen verliehen. Der Award wird in den Kategorien „Food & Beverages“, „Wein“ und „Nonfood“ vergeben. Im Zuge der Vegan Planet werden alle nominierten Produkte in einem eigenen Neuheiten-Bereich der Messe ausgestellt.

Arbeitet ihr in einem Unternehmen, dessen Produkte den Vegan Award verdient hätten? Noch bis 10. November 2017 können Produktneuheit(en) für den Award eingereicht werden. Eine Expertenjury bewertet die Produkte vorab und ermittelt in jeder Kategorie ein Gewinnerprodukt. Ich freue mich sehr, ein Mitglied der Expertenjury zu sein und bin schon äußerst gespannt auf alle eingereichten Produkte!

Die Gewinnerprodukte aller Kategorien werden am letzten Messetag bekanntgegeben. Die prämierten Produkte werden in den Medien der Veganen Gesellschaft Österreich veröffentlicht und erhalten das entsprechende Award-Logo zu eigenen Werbezwecken zugesandt.

Anmeldung: www.vegan-planet.at/vegan-award
Anmeldeschluss: 10. November 2017
Vegan Planet: 24. bis 26. November 2017 in Wien

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Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon…

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon einiges beachtliches geleistet. Mit „Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ packt die gelernte Konditorin ihre besten Rezepte für vegane Rohkost-Kuchen und -torten in ein geniales Buch, das jedem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Was genau bedeutet aber eigentlich Rohkost? Als roh bezeichnet werden Speisen, bei denen keine Zutat über 42 Grad erhitzt wird – auch nicht das Endprodukt. Meistens werden für Rohkost sehr hochwertige Zutaten benutzt, die naturbelassen und vollwertig sind und so die geballte Power an Nährstoffen für den Körper beinhalten. Das Besondere an diesem Kochbuch ist aber nicht nur die Rohphilosophie, sämtliche Rezepte sind vegan, gluten-, soja-, laktose- und industriezuckerfrei. Rohkost eignet sich für das ganze Jahr, aber gerade im Sommer bieten die rohen Leckereien zusätzliche Erfrischung.

„Sweet & Raw“ startet mit einem kurzen Einführungsteil. Auf was sollte man bei den Zutaten achten? Brauche ich besonderes Zubehör? Hier sei vorab erwähnt, dass auf jeden Fall ein Mixer benötigt wird, der bei der Rohkostzubereitung aber so oder so zum Standard gehört, da viel mit Nüssen und Trockenobst gearbeitet wird. Und schon geht es ans Eingemachte, sprich an die Grundrezepte, die für einige der Torten und Kochen verwendet werden wie zum Beispiel Kokossahne.

Im ersten Kapitel „Klassiker“ sind Varianten von bekannten Köstlichkeiten zu finden, zum Beispiel Sachertorte, Käsekuchen oder Apfelstrudel. Wichtig: Die meisten Mengenangaben werden in Cups gemessen. Einige der Rezepte sind nach Schwierigkeit von einfach bis anspruchsvoll bewertet.

All jenen, die Schokolade lieben und für die Orangen-Schoko-Törtchen sehr verlockend klingen oder denen, die Fruchtiges wie Wassermelonentörtchen vorziehen ist jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Aber auch Rezepte für Kekse oder Energy Balls finden sich im Buch. Von Cupcakes über Tiramisu bis zu einfachen Obstkuchen – hier ist für jede Naschkatze etwas dabei. Meine Favoriten sind der Marmor-Gugelhupf und die Nougattorte.

Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ könnte ohne Übertreibung das neue Standardwerk für die Kuchentafel werden. Die Beschreibungen zur Zubereitung der einzelnen Rezepte ist bewusst kurz gehalten, es kommen nur sehr wenige exotisch klingende Zutaten in den Rezepten vor und die ansprechende Optik macht direkt Lust auf Nachmachen. Auf 144 Seiten warten über 60 rohveganen Köstlichkeiten. Eine klare Empfehlung für alle Freunde der süßen Küche!

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Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar…

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar zu machen. Wenn ihr euch auch für diesen Lebensstil interessiert, dürfte die Neuerscheinung „Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ von Hannah Sartin und Carlo Krauss interessant sein.

Durch entsprechende Medien-Berichte ist wohl den meisten von uns mittlerweile bekannt, dass wir viel zu viel Müll produzieren. Wer die wichtigsten Fakten zu diesem Thema nachlesen möchte, kann sich zu Beginn des Buches darüber informieren. Das Paar Sartin und Krauss erklärt anfangs auch die eigene Reise zu Zero Waste und warum sie sich dafür entschieden haben, diesen Weg einzuschlagen. Das Buch fokussiert sich relativ stark auf Zero Waste mit der ganzen Familie, vor allem mit Kleinkindern, wer Zero Waste im Familienverbund umsetzen möchte, findet hier entsprechende Ideen und Inspiration.

Der Einstieg erfolgt mit dem Thema Recycling. Hier geht es vor allem um Papier, Kleidung und Glas. Einem kurzen Infoblock folgt eine Auflistung an Ideen und Denkanstößen, wie wir unser Handeln konkret verändern können. Der Zero Waste Einkauf wird sehr praxisnah beschrieben – inklusive DIY für eigene Stoffbeutel. Und wie koche ich eigentlich weitestgehend müllfrei? Auch hier finden sich sowohl Rezepte als auch Inspirationen für eine müllfreiere Küche, zum Beispiel was Hygieneprodukte angeht. Die Rezepte im Kapitel „Zero-Waste-Küche“ sind leider nicht alle vegan, bei einigen sind aber zumindest vegane Alternativen aufgeführt.

Mein persönliches All-Time-Favorite Thema ist und bleibt das Zero Waste Bad. Im Bad lässt sich schnell und unkompliziert Müll einsparen, sei es durch Stückseife oder selbstgemachte Pflegeprodukte. Die nächsten Kapitel behandeln den müllfreien Alltag, weniger Müll im Job sowie im Urlaub. Mit den beiden Themen „Reparieren“ und „Urban Gardening“ schließt das Buch ab.

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ ist eine gelungene Mischung aus Erfahrungsbericht und Praxisanleitungen. Mit seinen 176 Seiten ist das Buch ausführlicher als gedacht, man merkt, dass die beiden Autoren mit Herzblut und Erfahrung bei der Sache sind. Viele Rezepte zum Selbermachen runden das Buch ab und Motivieren so nicht nur das Thema gleich direkt anzugehen sondern liefern auch konkrete Ansätze, die den Einstieg stark vereinfachen.

Vielen Dank an die Münchner Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar!

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Mit allen Sinnen gewaschen – Vegane Naturseifen

Ich bin bei meiner Körperpflege schon vor einer ganzen Weile auf Seife umgestiegen – sowohl beim Duschen als auch fürs Gesicht. Nachteile gibt es dadurch keine, im Gegenteil. Es entsteht…

Ich bin bei meiner Körperpflege schon vor einer ganzen Weile auf Seife umgestiegen – sowohl beim Duschen als auch fürs Gesicht. Nachteile gibt es dadurch keine, im Gegenteil. Es entsteht weniger Müll, da Seifen oft ohne Verpackung erhältlich sind und noch dazu länger halten als ein Duschgel in der Flasche. Die Vielzahl an unterschiedlichen Düften, Formen und Arten von Seifen lässt keine Wünsche mehr offen, für jeden Hauttyp existiert ein passendes Angebot.

Schon als Kind habe ich Seife selber hergestellt, mit Glyzerin zum Einschmelzen, Seifenförmchen und Lebensmittelfarbe. Kürzlich packte mich wieder die Lust darauf Seife selber zu machen – aber ist das nicht total kompliziert? In der Tat, Seife sieden ist ein chemischer Vorgang, bei dem man durchaus etwas Vorsicht walten lassen muss, da er nicht ganz ungefährlich ist. Deshalb wollte ich mich umfassend informieren, und habe zu diesem Zweck das Buch “Mit allen Sinnen gewaschen – Vegane Naturseifen” von Ruth Höfer ausgewählt.

Das Buch startet mit den Grundlagen: Es gibt unterschiedliche Arten von Seife, die oben genannte Glyzerinseife, kaltgerührte Seifen und Heissverfahren. Mit der kaltgerührten Seife lässt sich am besten experimentieren und die vielfältigsten Ergebnisse herstellen, so wird es im ersten Kapitel beschrieben. Als nächstes können wir prüfen, ob wir alles nötige an Equipment zuhause haben. Wir benötigen eine feine Waage, aber auch – sehr wichtig! – Schutzbrille und Handschuhe. An Seifen lassen sich Farbe, Duft und wirksame Inhaltsstoffe variieren. Bei veganen Seifen kommen häufig Öle zum Einsatz, zum einen Basisöle wie Kokosöl oder besondere pflegende Öle wie Mandelöl. Und nicht zu vergessen die wichtigste Zutat: Seifenlauge (Natronhydroxid).

Nun geht es ans Eingemachte: Wie gehe ich vor beim Seife sieden? Hier geht es am Anfang darum, erst einmal auszuprobieren. Die Autorin empfiehlt nach den ersten eigenen Experimenten auch einen Anfängerkurs zu besuchen, um die Ergebnisse zu verbessern. Seife wird in bestimmte Formen – am Anfang reichen auch aufgeschnittene Getränkekartons aus – abgefüllt und mit viel Wasser, Berechnung und Geduld hergestellt. Das Sieden an sich beginnt mit der Herstellung von Lauge, dann werden die Öle geschmolzen beziehungsweise die Lauge zu den Ölen hinzugefügt. Erst danach kommen Duftstoffe, Zusatzöle und Butter dazu.

Alles klar, nun wissen wir, wie wir vorgehen müssen. Aber woher nehme ich nun die Ideen für eigene Kreationen? Auch die liefert das Buch – im Rezepteteil!  Von der klassischen Sole- oder Olivenölseife bis zur ausgefalleneren Rasierseife oder Peelingseife wird hier jede/r fündig. Ob Haarseife oder Gesichtsseife ist ganz euch überlassen. Zuguter letzt gibt es Kopiervorlagen für hübsche Verpackungen der Kunstwerke.

Mir gefällt besonders das fröhliche Layout und die gut zusammengefassten Kapitel. Das Buch ist nicht besonders dick, es liefert einen kompakten, aber dennoch umfassenden Einstieg in die Kunst des Seife siedens und man spürt beim Lesen, wie viel Spaß die Autorin an dieser Tätigkeit hat. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es schon: An manchen Stellen wird Palmöl verwendet, was man vom ökologischen Standpunkt her durchaus kritisch sehen kann.

Ansonsten sollte man wissen, dass die meisten Inhaltsstoffe im Fachhandel bestellt werden müssen, wenn man nicht zufällig einen Kosmetikrohstoffhandel vor Ort hat. Das stellt aber kein großes Hindernis dar, da im Anhang einige Adressen genannt werden, bei denen man fündig wird.

Also, ran ans vegane Naturseifen sieden!

Anmerkung 05/2018: Inzwischen gibt es einige andere, zwiespältige Rezensionen zu diesem Buch. Bitte infomiert euch im Voraus darüber, ob dieses Buch das richtige für euch darstellt.

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Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch…

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch Grenzen. Wie schön, dass ich Yvonne von Freude am Kochen persönlich kenne und sie so lieb war, mir ein Rezensionsexemplar ihres neuen Buchs “Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” zusenden zu lassen.

Mein Interesse an diesem Buch war auch deshalb so groß, weil ich mich wieder vermehrt mit Themen wie Zero Waste und DIY beschäftige – dazu gehört für mich auch, die Basics meiner veganen Küche zu hinterfragen. Was kann ich selber machen, wo kann ich Verpackungsmüll vermeiden und so vielleicht auch noch Geld sparen? Besonders gespannt war ich auf alle Rezepte zu Pflanzenmilch, aber auch generell ist Inspiration für meine vegane Küche immer willkommen.

Werfen wir also einen Blick in das Buch! Gleich nach dem Vorwort geht es schon in medias res, das erste Kapitel informiert über die Grundlagen, sprich welche Zutaten und Geräte für die Zubereitung der Rezepte benötigt werden. Die verwendeten Basisprodukte sind primär Nüsse, Kerne und Sojabohnen, zusätzlich gibt es Informationen zu Fermentationsstartern für die Käseproduktion wie Rejuvelac und Kombucha, Gerinnungsmittel und Emulgatoren, Verdickungsmittel sowie Geschmacksgeber.

Für den Großteil der Rezepte reicht ein Stabmixer aus, aber auch Hochleistungsmixer, Sojadrink- und Joghurt-Bereiter, Nussmilch-Beutel, Käseformen und etwaige Alternativen werden angesprochen. Nach den Basisinformationen zur Herstellung von Käse, Drinks und Sahne, Joghurt und Tofu gibt es nun die ersten Rezepte zur Zubereitung von Rejuvelac und Kombucha.

Das erste große Rezeptkapitel dreht sich um Käse und Tofu. Als Basis gibt es die Rezepte für Cashewkäse und Mandelkäse, danach folgen 21 weitere Rezepte mit Klassikern wie Kräuter-Frischkäse-Rolle, Soja-Frischkäse oder Kürbiskern-Cashewkäse.

Sehr verlockend sehen auch der Walnuss-Mandel-Käse, der Tomaten-Rosmarin-Käse, der gebackene Mandelkäse oder auch die Trüffel-Käse-Pralinen aus. Super finde ich, dass es auch Rezepte zur Verwertung von Nebenprodukten gibt – mit Mandeltrester kann man so zum Beispiel einen Pesto-Aufstrich herstellen.

Nicht immer benötigt man aber einen Fermentationsstarter, denn der Pizzakäse oder der Streukäse als Ersatz für Parmesan kommt ohne solchen aus. Beides wird von mir definitiv in Kürze ausprobiert! Bei den Tofu-Rezepten warten Tofu mit Nigiri, Tofu mit Zitronensaft, aber auch Seidentofu und sogar Shan-Kicherersen-Tofu, das ohne Soja zubereitet wird auf das Nachkochen.

„Sahne, Joghurt & Co.“ ist das nächste Kapitel. Crème Fraîche aus Cashew oder Mandel, süße oder saure Sahne, Mascarpone, Quarkersatz, Ricotta, Joghurt, Butter – in den 17 Rezepten ist alles vertreten! Besonders fasziniert hat mich die Olivenöl-Butter, die ich auch bald testen werde.

Weiter geht es mit den veganen Drinks. Klassiker wie Mandel- oder Cashewdrink sind natürlich vertreten, ganz toll finde ich das ebenso simple wie geniale Rezept für den schnellen Nussdrink. Auch ausgefalleneres wie Hanf- oder Buchweizendrink fehlt nicht, weitere Klassiker wie Soja, Hafer und Kokos folgen. Abgerundet werden die zehn Rezepte in diesem Kapitel mit Buttermilch.

Ein tolles Goodie: In den ausklappbaren Umschlagseiten des Buchs finden sich weitere pikante und süße Rezepte wie Cashew-Käsefondue, Hokkaido-Mac-and-Cheese oder Tiramisu.

Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” hat das Potenzial, viele Herzen höher schlagen zu lassen. Seien es die der vegan lebenden Käseliebhaber, der Zero Waste-Interessierten, der DIY-Motivierten oder auch die all jener, die gerne ihre Lebensmittel von Grund auf selber zubereiten. Alle Rezepte sind bebildert, für mich ein Kochbuch-Must Have, das leider noch immer nicht alle Rezeptwerke erfüllen.

Und noch etwas für mich ganz wichtiges bietet das Buch. Es gibt mir das Gefühl, dass die Zubereitung der Rezepte einfach und auch für nicht extrem erfahrene Personen machbar ist. So kann ich guten Gewissens Yvonnes Kochbuch auch all jenen empfehlen, die sich die Herstellung von veganem Käse und Co. bisher nicht zugetraut haben, denn so einfach und verständlich erklärt werden auch Unerfahrene motiviert, ihre vegane DIY-Küchenkarriere zu starten. Gratuliere, Yvonne, zu diesem tollen Buch!

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#diagonaledenktweiter – Wenn eine nachhaltige Initiative die Rolle der Selbstverständlichkeit einnimmt

Es ist der Film, welcher uns in andere Welten gleiten lässt, aber auch die Institution Kino, welche uns erlaubt diesen Moment zu genießen. Es ist ein “Ort, der Publikum hat”…

Es ist der Film, welcher uns in andere Welten gleiten lässt, aber auch die Institution Kino, welche uns erlaubt diesen Moment zu genießen. Es ist ein “Ort, der Publikum hat” aber auch einer, der mit Hilfe der Initiative #diagonaledenktweiter viel fortschrittlicher und vor allem nachhaltiger agieren kann.

Seit bereits 20 Jahren schreibt Graz einmal im Jahr Filmgeschichte. Wie viele Geschichten so hat auch die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, viele unterschiedliche Wurzeln zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Alles begann mit den österreichischen Filmtagen und führte schlussendlich zum “Querschnitt des österreichischen Filmschaffens”. Die Diagonale hat sich dem österreichischen Film verschrieben und entwickelt deshalb laufend neue Strukturen um das österreichische Kino groß heraus zu bringen und vielleicht den einen oder anderem Besucher “gegen den Strich zu bürsten.” Unterschiedliche Ecken und Enden, Anfänge und Historien, sowie andere “Stories” können auf der Diagonale erforscht werden.

Der österreichische Film ist im Ausland als “feel-bad cinema” verschrieen. Jedoch sollten die Facetten dieser Filmwerke nicht unterschätzt werden und eher als dunkelbunte Darstellung der Realität oder Fiktion gesehen werden. Die Co-Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber wollen auf dem Bestehenden aufbauen und so an einem Rädchen nach dem anderen drehen, damit sich Kleinigkeiten zum Besseren wandeln. Rote Fäden sollen das Programm zusammen halten und ein Netzwerk für Jung und Alt schaffen. Das Festival stellt sogar ein Refugeekontingent bereit, um den sozialen Raum Kino jedem zugänglich zu machen.

Um etwas zu bewegen und zu verbessern wurde die #diagonaledenktweiter Initiative ins Leben gerufen. Dieses Interview soll aufzeigen, was die Initiative sein soll und welche Rolle sie auf keinen Fall einnehmen darf.

Sebastian Hoeglinger & Peter Schernhuber im Interview; credits: Lukas Maul

Sebastian Hoeglinger und Peter Schernhuber im Interview. Bild: Lukas Maul

Corinna: Wo soll #kinodenktweiter hinführen? 

Da muss man etwas früher einhaken. Die Diagonale hat vor einigen Jahren schon die Initiative “diagonale goes green” ins Leben gerufen. Da ging es sehr stark darum im nachhaltigen und ökologischen Sinn zu agieren und einfach einmal die Festivalgestaltung zu hinterfragen – auch im Hinblick auf ökologische Aspekte. Dabei ging es vorwiegend darum regionale Lebensmittel ins Programm aufzunehmen, ganz bewusst auch Dinge zu reduzieren, die so nicht notwendig sind und nur Müll produzieren beispielsweise das Merchandising und so weiter.

Damit war die Diagonale damals sehr früh dran, sehr in einer PionierInnen-Rolle und wie immer das bei solchen Nachhaltigkeitsinitiativen ist, muss man sie auch überprüfen und schauen was sie eigentlich bringen oder eben nicht! Inwiefern gibt es Benefits für alle Beteiligten? Läuft man schon längst Gefahr, Greenwashing zu betreiben? Ist es nur noch ein ideologisches Vorhaben – ist ja auch ganz oft der Fall.

Und das war bei uns dann der Grund, warum wir diese Initiative als wichtigen Impuls übernommen haben. Wir haben diese hinterfragt und daraus #diagonaledenktweiter gemacht. Einfach weil es uns wichtig war, auch die soziale Komponente mit hinein zu bringen. Das beginnt dann bei den Produktionsbedingungen für die Merchandiseprodukte geht aber auch über in Fragen der Festivalgestaltung. So auch die gerechte Entlohnung im Rahmen des Möglichen. Zusammengefasst kann man sagen: #diagonaledenktweiter legt verstärkt einen Blick auf die sozialen Aspekte im Rahmen eines Festivals.

Wofür soll diese Initiative stehen?

Was es nicht sein soll ist ganz klar – es soll keine Fahne sein, die wir voran tragen und es kann auch nicht sein oder beziehungsweise finden wir das immer bedauernswert, wenn solche Initiativen Inhaltliches dominieren. Die Diagonale ist ein Filmfestival, in dem Fall das Festival des österreichischen Films und im Zentrum stehen die Filme und bei diesen Filmen gibt es (mit der Ausnahme der historischen Specials) keinerlei inhaltliche Vorgaben, wird es auch in Zukunft nicht geben und würde auch keinen Sinn machen. Das aber wiederum heißt nicht, dass solche Filme nicht im Programm sind, denn der österreichische Film ist ein sehr kritischer und da gibt es immer wieder Filme, die diese Themen aufgreifen. Wenn ich jetzt an die aktuelle Jahresproduktion denke, dann wäre Bauer unser beispielsweise so ein Film.

Das Gartenbaukino hat zu unserer Freude unsere Aktivitäten beobachtet und beschlossen, in Wien in ihrem Kino das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu steigern. Die Frage war, ob sie das Label übernehmen können von #diagonaledenktweiter zu #kinodenktweiter, was uns natürlich sehr freute. Dabei haben wir uns auch zusammengesetzt und geschaut wo es Synergien gibt, wo kann man zusammenarbeiten, wo kann man Erfahrungen austauschen und ich glaube dieser Erfahrungsaustausch ist ein wichtiger Teil des Ganzen.

UNTITLED - der Eröffnungsfilm; credits Filmladen Lotus Film

UNTITLED – der Eröffnungsfilm. Bild: Filmladen Lotus Film

Das Wissen soll über traditionelles Handwerk sowie auch kreatives Potential weitergeben werden. Wie können wir uns das vorstellen?

Es soll weniger über Film auf der Leinwand als eher an der Arbeit am Festival statt finden. Beim Handwerk geht es darum, dass unsere Marketing- und Sponsoringabteilung ganz bewusst mit Betrieben aus der Steiermark und im besonderen in Graz zusammen arbeitet. Dazu muss man sagen, dass die Diagonale seit 20 Jahren in Graz statt findet. Und auch in dem Sinne ist Graz der bestmögliche Standort, weil es dort einfach wahnsinnig viele junge und alte, kreative und traditionellere Handwerksbetriebe gibt, die diese Zusammenarbeit ermöglichen. Ich meine jetzt nicht das Handwerk im klassischen Sinn, sondern das beginnt bei den Produzenten unserer Apfelchips, die dann für den Signature-Drink bei der Bar am Abend relevant sind und hört auf bei den Festivaltaschen, die von einem Unternehmen in Graz gemacht werden und in Slowenien zum Teil genäht werden. Aber alles quasi so, dass es nachvollziehbar ist und dass es sich am Schluss in dieses Gesamtkonzept einfügt.

Beim anderen Aspekt geht es sehr stark um den unprätentiösen Austausch miteinander. Also wirklich den Wissenstransfer als gelebte Chance zu sehen. Festivals in Österreich sind im internationalen Vergleich doch nicht allzu groß, das heißt man ist gut beraten hier sehr viel auf Wissenstransfer zu setzen, auf Teamwork, auf Zusammenarbeit. Auf all diese Dinge, die man jetzt in der New Economy mit spektakulären Worten beschreibt, die aber hier in der Kulturszene eigentlich schon längst üblich sind, aus einer Notwendigkeit heraus. Diese Dinge nicht nur aus einem Zwang heraus zu tun, sondern aktiv das Potential darin zu entdecken, das ist glaube ich damit gemeint.

Ein Punkt zum Beispiel wäre, dass die Diagonale nicht das ganze Team über das ganze Jahr hinweg beschäftigen kann, deshalb gibt es innerhalb der Festivals in Österreich einen Durchlauf, einen Transfer – einen “positiven Braintrain”, wenn man so will – Leute die bei einem Festival arbeiten, dann beim nächsten dabei sind und so weiter. Diese gegenseitige Solidarität ist letztlich auch Grundvoraussetzung um Festivals, wie sie in Österreich aufgestellt sind, stattfinden zu lassen.

Vielen Dank für das Interview!

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Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden….

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden. Wer noch keine großen Erfahrungen bei der Gartenarbeit hat, der kann auf Bücher zurückgreifen, wie zum Beispiel das reich bebilderte „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger„. Ich kann euch schon mal vorwarnen, dass es hier nicht um Selbstversorgung in unterschiedlichen Bereichen geht, es geht vielmehr vor allem um Lebensmittel, die ihr selbst anbauen und ernten könnt.

Schauen wir uns das Buch genauer an. Es ist ansprechend aufgemacht, vom Titelbild bis zu den Innenseiten, die klar und verständlich mit vielen Fotos und Illustrationen zeigen, wie die Tipps zum eigenen Lebensmittelanbau umzusetzen sind. Anhand des phänologischen Kalenders und einem Zwei-Jahres-Plan als Übersicht gibt das Buch eine grobe Richtung vor, wie man langfristig planen kann.

Ihr braucht nicht unbedingt ein Beet, um die Tipps umzusetzen, aber wer eher auf kleinem Raum gärtnert, dem sei das Buch „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ ans Herz gelegt. Aber keine Sorge, das Buch überfordert nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern gibt auch EinsteigerInnen guten Rat. Es ist aufgebaut auf zwei Jahre, jeweils unterteilt in die vier Jahreszeiten. So kann ich je nach Jahreszeit sofort einsteigen und weiß, welche Tätigkeiten wann zu erledigen sind.

Im Frühling stellen sich folgende Fragen: Wann sollte ich Samen aussäen und meine Setzlinge stecken? Wie lege ich mein erstes Beet richtig an? Was brauche ich für Werkzeug? Es folgen einige Vorschläge für passend zusammengestelltes Gemüse im Beet. Beispielhafte Beete liefern Anregungen und Information für die praktische Umsetzung. Damit ich auch weiß, was beim betreffenden Gemüse oder Obst zu beachten ist, gibt es für diese jeweils ein Porträt, zum Beispiel für Salatpflanzen, Frühgemüse oder Kräuter. Ich selbst habe keinen großen Garten, daher finde ich die Seiten über das Anpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon sehr hilfreich.

In der Jahreszeitenabfolge geht es im Buch weiter. Im Sommer achte ich auf ausreichendes Düngen, Gießen und natürlich darf jetzt schon geerntet werden. Im Herbst werden die Pflanzen langsam winterfit und die Ernte haltbar gemacht sowie das Beet oder der Boden gepflegt. Zurückschneiden und Gehölze auspflanzen steht nun auf der Tagesordnung. Im Winter wird nur noch wenig im Garten gemacht, hauptsächlich der Boden vor Frost und Eis geschützt.

Übersicht zum Aufklappen

Nun starten wir schon in das zweite Jahr! Jetzt sind wir Fortgeschrittene und können uns an etwas schwierigere Projekte wagen. Auch hier gibt es wieder Beispiele für Beete und viele Tipps für anstehende Arbeiten oder neue Ideen. Zuguter letzt bekommen wir einige Infos über Pflanzenschutz an die Hand, zum Beispiel was man gegen die häufigsten Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge unternehmen kann. Anhand der Beetpläne weiß ich immer sofort, wie viel Abstand die Pflanzen zueinander brauchen und wann ich diese aussäen kann. Und was ist eigentlich ein Starkzehrer oder ein Schwachzehrer?

Mit dem praxisnahen, bunten und übersichtlichen „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ seid ihr bestens gewappnet für die Selbstversorgung im eigenen Garten. Hier kann eigentlich nichts mehr schief gehen, alles wird einfach erklärt. Schon beim Blättern macht dieses Buch Lust auf die Arbeit im Garten und den Genuss der Ernte. Eine klare Empfehlung!

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OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim…

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim Minimalismus noch nicht auf. Auch die Art des Wohnens wird immer kreativer. Ökodörfer, Tiny Houses und Wohnwägen sind nur ein paar Ideen, wie man sonst noch leben kann, wenn man kein „normales“ Haus oder Wohnung möchte.

Das Unternehmen Wohnwagon aus Wien baut Wohnwägen nach Auftrag, in verschiedenen Größen und individuell nach Wunsch. Aber nicht nur das, seit einigen Jahren beschäftigt sich das Team dahinter auch mit Autarkie und einem nachhaltigen Lebensstil. Dieses Wissen haben sie in ihrem Magazin „OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ versammelt. Die erste und aktuelle Ausgabe stelle ich euch vor.

Kochen ohne Anschluss

Das Magazin für natürliches & autarkes Leben ist über 100 Seiten stark und in einem ansprechenden, modernen Design auf griffigem Papier gehalten. Auf den ersten Seiten geht es gleich um konkrete Ideen und Projekte, die zeigen wie ein selbstbestimmtes Leben in der Natur aussehen kann. Zum Beispiel mit einer eigenen Werkzeugkiste oder auch etwas komplizierter mit der Produktion von Strom.

Natürlich gibt es auch einige Infoseiten zu den Wohnwagons. Wie funktioniert das zum Beispiel mit der Toilette, wenn man seinen Wagen mitten in der Pampa stehen hat? Oder mit Strom, Wasserkreislauf und Heizung? Je nach Wunsch ist mit einem Wohnwagon tatsächlich absolute Unabhängigkeit möglich. Einige Seiten zum Thema Photovoltaik und Windkraftanlage erläutern technische Zusammenhänge, die bei einem unabhängigen Lebensstil wichtig werden.

Timeline

OSKAR macht sich des Weiteren Gedanken zu den Themen Konsum, Friede, Terra Preta (Hummus), Minimalismus, Handwerk und Vernetzung und empfiehlt entsprechende Produkte für das autarke Leben. Besonders spannend finde ich den Artikel zum Experiment Selbstversorgung. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einblicke in die Geschichte und Produktion der Wohnwagons. Auch wenn ihr auf der Suche nach DIY-Rezepten für Lebensmittel seid oder Kosmetika wie Zahnpasta und Deodorant selber machen wollt, findet ihr genügend Inspirationen. Weitere Themen wie Wurmkiste, Permakultur und Müllvermeidung runden das Heft ab.

OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ ist für mich ein wertvolles, alternatives Magazin, das mit ungewöhnlichen Themen aufwartet und zum Denken anregt. Kaufen könnt ihr OSKAR online bei Wohnwagon und so auch die Erscheinung einer nächsten Ausgabe unterstützen.

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Das war der 5. Wiener Vegan Ball!

Am 18. Februar diesen Jahres wurde zum 5. Wiener Vegan Ball ins ARCOTEL Kaiserwasser geladen. Ich war zuletzt mit 15 Jahren auf dem Abschlussball meiner Tanzschule – kein Scherz. Das ist nun schon…

Am 18. Februar diesen Jahres wurde zum 5. Wiener Vegan Ball ins ARCOTEL Kaiserwasser geladen. Ich war zuletzt mit 15 Jahren auf dem Abschlussball meiner Tanzschule – kein Scherz. Das ist nun schon ein Weilchen her, außerdem bin ich nicht unbedingt eine Shopping-Queen, aber zum Glück hatte ich ein passendes Kleid zum Motto „Feiern im Stil der 20er Jahre in Schwarz und Gold“ zu Hause.

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Und so haben meine liebe Freundin Edda – euch möglicherweise als Chefredakteurin von The bird’s new nest bekannt – und ich uns in Ballkluft geschmissen und uns hübsch gemacht, um zum ersten Mal den Wiener Vegan Ball zu besuchen. Für die entsprechende Kulinarik sorgten die Spitzenköche Siegfried Kröpfl und Johann Schwarz mit ihrem Team, geboten wurden ein exklusives Vier-Gang-Menü im Restaurant, sowie eine ausgefeilte vegane Snack- und Cocktailkarte an der Bar.

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Bei veganem Essen mussten wir natürlich zugreifen, und so haben wir uns erfolgreich durch dreierlei Teigtaschen, Vegi-Burger mit Kürbislaibchen und Mohn-Creme Brûlée gesnackt. Die Bar und das Restaurant waren äusserst gut besucht, wir konnten nur mit Mühe einen Platz ergattern. Vom Menü, das wir zu Gunsten des Speisens an der Bar ausgelassen haben, wurde uns auch nur Gutes erzählt. Eröffnet wurde der Ball übrigens mit einer Tanzvorführung von und mit Dancing Star Andy Pohl, die wirklich toll war und zum Mittanzen animiert hat.

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Energiegeladen ging es danach auf die Tanzfläche, wo ich dann auch die meiste Zeit verbracht habe. Aufgelegt wurde Musik für Standardtänze, aber auch aktuelle Beats aus den Charts, RnB und auch einiges aus den Achtzigern und Neunzigern, es war also für fast jeden etwas dabei. Die Tanzfläche war demnach bis spät in die Nacht gut gefüllt.

Wie schon von einigen Veganmanias bekannt gab es eine Art Fotobooth – man konnte sich auf einem roten Thron im Vintage Look fotografieren lassen. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und die Fotos sind wirklich sehr schön geworden – eine tolle Idee! Alle Bilder in Farbe sowie im Vintage Look könnt ihr euch hier ansehen.

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Am Dancefloor mit Elektro-Musik habe ich mich nicht sonderlich lange aufgehalten, da es nicht ganz mein Musikgeschmack war und ich es auch am Mainfloor lustiger fand.

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Um Mitternacht gab es nochmals eine Tanzeinlage, die aus verschiedenen Tanzstilen bestand und sehr beeindruckend anzusehen war – die Tänzer und Tänzerinnen vom HSV Zwölfaxing  nehmen regelmäßig und erfolgreich an Meisterschaften teil. Anschließend wurde eine Publikumsquadrille getanzt, geführt durch Andy Pohl. Ich habe das ganze aus sicherer Entfernung beobachtet, denn das zum Teil nicht allzu geübte Ballpublikum hat die Quadrille doch ziemlich chaotisch werden lassen.

Ein abschließendes Highlight war das Goodie-Bag, das man beim Verlassen des Balls bekommen hat. In dem Bag waren viele tollen Sachen wie ein (natürlich veganer) Krapfen von Anker, Ravioli von Wilmersburger, eine Smoothie-Bowl von Feinstoff und noch einiges mehr. Den Krapfen habe ich gleich zu Hause verdrückt, um halb vier Uhr früh!

Mein Fazit: Für mich war der 5. Wiener Vegan Ball ein voller Erfolg! Wir haben gut gegessen und hatten sehr viel Spaß, was will man mehr? Ich für meinen Teil bin nächstes Jahr gerne wieder dabei, man kann ja ruhig einmal im Jahr ein Kleid anziehen.

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Was brauchst du wirklich? „My Stuff“ und „Ich kauf nix!“ bei #kinodenktweiter

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender…

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender zu agieren und unter anderem Upcycling-Projekte durchzuführen, auf Wasserkraft umzusteigen und mehr Nachhaltigkeit beim Veranstaltungsmanagement an den Tag zu legen – Mehrwegbecher inklusive. Wir können gespannt in die Zukunft blicken, was das Gartenbaukino im Zuge dieser Initiative noch alles zu bieten haben wird.

In gemeinsamer Sache mit dem OekoBusiness Wien wurde für “Was brauchst du wirklich?” ein Filmscreening von My Stuff, einem Film von Petri Luukkainen veranstaltet. Auch die Autorin von “Ich kauf nix!”, Nunu Kaller, war anwesend und stellte dem Auditorium ihr Buch vor. Beide Protagonisten hatten zu viele Dinge, die sie eigentlich nicht brauchten und suchten nach einer befreienden Lösung, ihren Besitz zu reduzieren.

Der Film „My Stuff“

Petri, ein 26 Jahre junger Mann aus Helsinki fing eine Rebellion gegen seinen Besitz an, weil sein Wohnraum unaufgeräumt und überfüllt war. Er beschloss ein einjähriges Projekt zu starten, indem er alle seine Besitztümer wegsperrte und jeden Tag nur ein einziges Teil hervorholen durfte. Am ersten Tag finden wir ihn unbekleidet und ohne Besitz in der leeren Wohnung vor. Die Regel für sein Projekt:

  1. Alles in einem Lager zu verstauen.
  2. Ein Teil am Tag darf zurück geholt werden. Wenn er es nicht am selben Tag holt, darf er am nächsten Tag zwei Sachen mitnehmen.
  3. Der Zeitraum des Experiments beträgt ein Jahr.
  4. Er darf keine neuen Sachen kaufen.

Sein Ergebnis: Dinge sind nur Requisiten in unserem Leben, sie machen das Leben jedoch nicht aus und sind auch keine Masseinheit für Glück. Petri hat erkannt, dass er mit 100 Dingen auskommt, er jedoch rund 200 Teile braucht um ein komfortables Leben führen zu können.

Hier könnt ihr euch den Film mit englischen Untertiteln ansehen.

Das Buch „Ich kauf nix!“

Auch Nunu Kaller fehlte etwas – die Zufriedenheit. Sie hatte einige Schicksalsschläge erlitten und sich in die Kaufsucht geflüchtet. Nun erkannte sie, dass sie keinen Platz mehr für neue Kleidung hatte, aber dennoch nichts Anzuziehen. Deshalb beschloss sie, eine Shopping-Diät zu machen. Ihre Regeln bestanden aus:

  1. Ein Jahr lang keine Kleidung und Schuhe zu kaufen.
  2. Selbermachen ist erlaubt.
  3. Sich besser zu informieren und über die Kleidungsindustrie zu recherchieren.

Fleißaufgaben:

  1. Eine Inventurliste aller Kleidung zu erstellen.
  2. Sich ein Monat lang jeden Tag von einem Kleidungsstück zu trennen.
  3. Einen Nähkurs zu besuchen.
  4. Einen Pullover zu stricken und
  5. eine Tauschparty zu organisieren.

Nach Abschluss ihres Projekts veröffentlichte sie “Ich kauf nix!”, geschrieben in Tagebuchform. Auch Nunu fühlte sich mit weniger Kleidung und mehr Lieblingsteilen leichter. Ihr war bewusst geworden, wie viel Zeit für anderes sie gewonnen hatte. In ihrem Buch erzählt die Autorin auch von ihren Recherchen. Ihre Sichtweise zur Modeindustrie änderte sich durch ihre Erkenntnisse drastisch. Des weiteren berichtet sie von Problemen und kleinen Fehlschlägen (oder wie sie es nennt das Biegen von Regeln) und wie sich ihre Laune von Tag zu Tag aufhellt, aber mit den Erkenntnissen auch verdunkelt. Am Ende des Buches bekommt der Leser noch Quellen zu weiterführenden Informationen.

Beide Experimente zeigen auf, wie unwichtig Besitz sein kann, jedoch auch wie wichtig es ist, selektiv zu sein bei dem was man kauft und anhäuft. Es ist keine Schande, Gekauftes oder Geschenktes wegzugeben oder auszumisten, denn das befreit, wie beide Protagonisten überzeugend darstellen.

Der Film wie auch das Buch machen sich fantastisch als Inspiration für gute Vorsätze. Kopieren würde ich persönlich beide Experimente nicht, jedoch möchte ich das eine oder andere in meinen Alltag einfließen lassen. Von Nunu habe ich mich zur Organisation einer Tauschparty inspirieren lassen, Auszumisten steht auch schon ganz oben auf meiner To-Do-Liste, ebenso das Lesen von bisher ungelesenen Büchern.

Habt ihr ein eigenes Experiment, das ihr mit uns teilen wollt? Wir freuen uns immer über neue Sichtweisen und Ideen! Vielleicht kann der eine oder andere auch etwas aus eurem Projekt mitnehmen!

1 Kommentar zu Was brauchst du wirklich? „My Stuff“ und „Ich kauf nix!“ bei #kinodenktweiter

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