Eco. Life. Style.

Kategorie: Inspiration.

Nadine sucht das Glück: Das Glück unter den Füßen

„Blumen sind das Lächeln der Erde“ sagte einst Ralph Waldo Emerson, ein amerikanischer Philosoph und Schriftsteller. 1837 verkündete er in seinem Buch „Nature“, dass in der Natur die wahre Quelle…

„Blumen sind das Lächeln der Erde“ sagte einst Ralph Waldo Emerson, ein amerikanischer Philosoph und Schriftsteller. 1837 verkündete er in seinem Buch „Nature“, dass in der Natur die wahre Quelle der göttlichen Offenbarung liege. Beinahe 200 Jahre sind seitdem vergangen, schon lange nimmt die Natur nicht mehr diesen Stellenwert ein. Sie wird als etwas Selbstverständliches angesehen, von vielen gar nicht beachtet, ja sogar als Übel betrachtet. Wälder nehmen zu viel Platz ein, Unkraut muss aus dem Garten verbannt werden, für wilde Blumenwiesen haben wir keinen Bedarf. Dass wir uns damit selbst um unseren größten Reichtum bringen, spielt keine Rolle. Wir müssen uns ausbreiten, Häuser und Fabriken bauen und ein noch feineres Netz aus Straßen und Wegen um die ganze Welt spannen. Wir leben grau in grau, mit wenigen Farbklecksen dazwischen. Ich frage mich, ob dieses Mehr an „Zivilisation“ und Weniger an Natur uns auf Dauer glücklich machen kann.

Mehr als die Hälfte des Wiener Stadtgebiets besteht aus Grünflächen. Zwischen riesigen Wohnkomplexen finden sich Parks, hinter verschlossenen Türen verstecken sich wunderbare Gärten in ruhigen Innenhöfen. Es gibt Naturschutzgebiete, wilde Wiesen und akribisch genau angelegte Blumenbeete und englische Rasen. Wien ist durchzogen von grünen Adern, mehr angeblich als viele andere Großstädte. Und obwohl ich diese Stadt liebe und mein Leben hier genieße, spüre ich manchmal die Sehnsucht nach mehr Natur.

Hinter meinem Elternhaus beginnt ein Wald. Er zieht sich fast bis zum Gipfel des Berges, an dessen Fuß der Ort liegt, an dem ich zum Teil aufgewachsen bin. Wenn man die ersten Schritte in diesen Wald macht, blitzt noch die Sonne zwischen den Wipfeln durch. Das wenige Licht tanzt in grünen Sprenkeln die Bäume entlang. Je tiefer man in den Wald gelangt, desto dunkler wird er. Die Bäume werden dichter, der Boden ist moosig und von einer Vielzahl von Pflanzen bewachsen. Die Luft ist rein und klar, es gibt keinen Lärm. Die einzigen Geräusche, die einen begleiten, sind das Gezwitscher der vielen Vögel, die hier ihre Runden ziehen und das stete Rascheln im Unterholz. Der Wald pulsiert vor Leben und strahlt dabei so viel Ruhe aus, dass man nicht anders kann als seine eigene Atmung dem Rhythmus des Waldes anzupassen. Mitten in diesem Wald gibt es eine Lichtung, auf der ein Felsen liegt, von dem man das ganze Tal überblicken kann. Ein Ort, so voller Kraft und Inspiration. Besonders an stressigen Tagen sehne ich mich nach dieser Quelle der Entspannung. Mir fehlt der satte Duft des Waldes, das farbenfrohe Leuchten der Blumenwiesen rundherum. Die Leichtigkeit, die spürbar wird, wenn man in einer Wiese liegt und Schmetterlingen beim Spielen zusieht. Die sanfte Freude, die einkehrt, wenn man abends von Grillen in den Schlaf gesungen wird und der nächste Tag mit dem Jubilieren der Frühaufsteher unter den Vögeln beginnt. Mir fehlt der Geruch nach Regen und die Reinheit der Luft, wenn das Gewitter vorbei ist. Das Gefühl, von Leben umgeben zu sein und es wachsen und gedeihen zu sehen. Ich vermisse es, am Boden zu liegen und den winzigen Insekten zuzusehen, wie sie ihre Leben meistern. Diese Faszination, die Zeit irrelevant macht. Am allermeisten aber fehlt mir das Gefühl von Gras unter den Füßen. Denn seien wir uns ehrlich, es gibt nichts besseres als barfuß über eine Wiese zu laufen, ins hohe Gras zu fallen und mit geschlossenen Augen in einem Meer aus Blumen von der Zukunft zu träumen.

All diese Dinge fehlen mir hier in Wien. Wenn ich aber durch die Stadt spaziere und sehe, dass sich auch aus den feinsten Rissen im Asphalt Blumen hervorkämpfen und es an jeder Ecke kleine Flecken gibt, an denen die Natur sich nicht unterkriegen lässt, dann weiß ich, dass die Erde auch hier lächelt. Und wenn man aufmerksam und behutsam durch die Straßen wandert und die Augen offen hält, dann sieht man, dass die Erde hier nicht nur lächelt, sondern aus vollem Hals lacht. An manchen Orten mit vorgehaltener Hand vielleicht, aber nicht weniger herzlich als anderswo. So lebe ich also hier in der Stadt und erfreue mich an Gänseblümchen zwischen Pflastersteinen ebenso wie an der überwältigenden Macht der Natur zu Hause. Ein Glück, dass beides möglich ist!

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Da mit steigender Temperatur und sich häufender Anzahl von Sommergewittern für viele auch der wohlverdiente Urlaub beginnt, habe ich mich dazu entschlossen, eine Reihe von Bücherrezensionen…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Da mit steigender Temperatur und sich häufender Anzahl von Sommergewittern für viele auch der wohlverdiente Urlaub beginnt, habe ich mich dazu entschlossen, eine Reihe von Bücherrezensionen zu starten, um den Lesefreudigen unter euch Anregungen für die „Auszeitlektüre“ zu liefern. Beginnen möchte ich mit einem Buch, das ich bereits vor einiger Zeit gelesen habe, dessen Thema nichts desto trotz aktueller nicht sein könnte. Karsten Brensing betitelte es mit „Persönlichkeitsrechte für Tiere“. Der Autor ist Meeresbiologe und Verhaltensforscher, er arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt für die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. Diese kurzen Autorenbeschreibungen finde ich sehr wichtig, da sie oft Aufschluss geben über die Kompetenz und das Hintergrundwissen des Schreibers.

In letzter Zeit häufen sich Artikel und Petitionen, die sich für vermehrte Rechte von hochentwickelten Tieren, in erster Linie Menschenaffen und Delfine, aussprechen. Das besagte Buch behandelt auf Basis von wissenschaftlichen Erfahrungswerten die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren in Bereichen der Kommunikation, des Bewusstseins, ihres Sozialverhaltens und anderem. Um euch nun gleich zu demonstrieren, dass es sich hierbei um überaus spannende und ergreifende Tatsachen handelt, zitiere ich folgende Zeilen, die von Verhaltensforschungen an Delfinen handeln: „Ein weiteres Experiment war allerdings wirklich bahnbrechend. Akeakamai bekam Fragen gestellt! Natürlich keine nach dem aktuellen Wetter oder dem werten Befinden, stattdessen ging es beispielsweise darum, ob ein Ball oder ein anderer bekannter Gegenstand im Becken ist oder nicht. War er im Becken, drückte Akeakamai den rechten, war er nicht im Becken, den linken Knopf. Auch wenn es nur um einen Ball oder Ring ging, das Prinzip war entscheidend. Einerseits musste der Delfin das Konzept einer Frage verstehen, also wissen, was überhaupt Fragen sind, andererseits musste er verstanden haben, dass es Dinge gibt, die nicht da sind. Es ist relativ leicht, einen Gegenstand, der da ist, zu erkennen oder zu suchen und ihn irgendwohin zu bringen. Ein gut trainierter Hund würde zum Beispiel eine Ewigkeit mit großer Ausdauer nach dem geforderten Gegenstand suchen, aber er wäre ihm nicht möglich zu sagen: „Das Ding ist nicht da!“ Es ist nämlich ausgesprochen schwer, etwas, das gar nicht da ist, kognitiv zu erfassen und sich darüber im Klaren zu sein, dass es nicht da ist.“

Neben den klassischen Intelligenzbestien des Tierreichs drehen sich auch einige Kapitel um andere Tiere, denen in diesem Kontext meist weniger Beachtung geschenkt wird, wie zum Beispiel Elefanten, Hunden oder Vögeln. Letztere unterschätzte ich zum Beispiel gewaltig. Mir war nicht klar, dass Rabenvögel zu planvollen Handlungen imstande sind. So ist es diesen Tieren gelungen, eine Aufgabe zu meistern, bei der sie mit einem Stäbchen ein weiteres holen mussten, um an ein noch längeres zu kommen, mit dem sie dann letztendlich an die Nahrung gelangen. Weiters wurden bereits vor 25 Jahren Krähen in Japan beobachtet, die Nüsse mithilfe von Autos knackten. Sie ließen einfach ihre Beute über einer Kreuzung fallen, die Autos fuhren darüber und sobald die Ampel den Verkehr stoppte, flogen sie hinunter und verspeisten ihre Mahlzeit. Sehr erstaunlich für diese schwarzen Vögel, die sich im Allgemeinen keiner großen Beliebtheit erfreuen, findet ihr nicht auch?

Das Buch klärt darüber hinaus noch auf, wie Tiere zu Gefühlen stehen, ob sie Trauer, Mitgefühl, Fairness kennen. Am Ende jedes Kapitels findet man eine Zusammenfassung, um die wichtigsten Dinge noch einmal Revue passieren zu lassen. Außerdem verfügt das Werk über einen Anhang, der mit einer ausführlichen Quellenangabe gefüllt ist, dies verleiht dem Ganzen meiner Meinung nach noch eine kräftige Portion Authentizität. Es wird das Gefühl vermittelt, dass Brensing sich gewissenhaft und akribisch mit dem Thema auseinander setzte.

Abschließend befasst sich das Werk eingehend mit der Frage, ob all diese Fähigkeiten gewisse Tiere zu einer Sonderstellung berechtigen und was uns eigentlich das Recht gibt, selbst eine Sonderstellung einnehmen zu wollen. Denn auch wenn die zahlreichen Forschungsergebnisse für sich sprechen und die so groß vermutete Kluft zwischen Mensch und Tier verkleinern, kann man die Frage nach (mehr) Rechten für Tiere nicht einfach bejahen. Wer entscheidet denn, welches Tier gescheit genug ist und welches nicht? Dürften wir demnach überhaupt noch unsere Hunde an der Leine führen, an Affen experimentieren oder Schweine und Tintenfische essen? Mein Gedankengang geht sogar noch einen Schritt weiter: Warum sollen genau die Klügsten unter den Lebewesen Rechte bekommen, nicht aber die einfach gestrickten Tiere? Verdienen sie keinen Schutz? Möglicherweise ist auch die Fragestellung unglücklich gewählt und man sollte sich eher auf die Suche nach den leidvollsten Tieren machen. Denn ein Hummer kann vielleicht sein eigenes Spiegelbild nicht erkennen, aber wenn er in brühendem Wasser von uns „zubereitet“ wird, so fühlt er Schmerzen unermesslichen Ausmaßes ebenso. Den besagten Artikel könnt ihr hier nachlesen. Wie bereits vermutet löst das Buch diesen Konflikt nicht mit einer universellen Antwort, aber es weitet das Wissensspektrum und das Bewusstsein des Lesers enorm. Wer seinen eigenen Umgang mit den Tieren, die er zuhause hält, isst oder anzieht, überdenkt, geht den ersten Schritt in die richtige Richtung.

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Die Inspektorin: Vom Fußball- zum Vitaminkick – immer wieder Ökokiste

In Brasilien kämpfen gerade viele Nationen um den Sieg der Fußball-WM. Während wir gebannt auf der Couch oder beim Public Viewing sitzen und die Zitterpartien verfolgen, können wir den Sommer…

In Brasilien kämpfen gerade viele Nationen um den Sieg der Fußball-WM. Während wir gebannt auf der Couch oder beim Public Viewing sitzen und die Zitterpartien verfolgen, können wir den Sommer – die beste Zeit für frisches Obst und Gemüse – nutzen, um uns mit frischem Biogemüse die Vitaminkicks direkt vor die Haustür liefern zu lassen. Für Ökokisten gibt es ja so einige Pros und Contras. Einerseits bekommt man frisches Bioobst und -gemüse direkt vor die Haustür geliefert, andererseits schafft man es vielleicht nicht immer, auch alles zu verwerten oder bekommt eine Gemüsesorte geliefert, die man normalerweise nicht essen würde. Diese und einige andere Argumente will ich in diesem Kolumnenbeitrag abwägen.

Frisches Obst und Gemüse direkt vor die Haustür

Vielleicht schafft man es jetzt gerade nicht so oft in den Supermarkt, weil das Wetter zu angenehmeren Aktivitäten im Freien verführt. Deshalb ist es natürlich äußerst praktisch – und so gut wie plastikfrei – sich eine Biokiste direkt vor die Haustür liefern zu lassen. Ein paar Vorräte wie Reis, Nudeln oder Cous Cous finden sich meistens im Vorratsschrank. Mit dem gelieferten Gemüse und Gewürzen lässt sich eine leichte und leckere Hauptspeise zaubern. Falls ihr auch Obst bestellt habt, sorgt das für einen Vitaminkick für unterwegs oder beim Fußball schauen.

Die Inhalte von Biokisten sind meistens saisonal. Saisonales passt üblicherweise auch sehr gut zum Wetter. Gerade jetzt hat man eher Lust auf leichtes Essen oder auf eine kühle Erfrischung in Form von Salaten oder geeisten Suppen wie Gazpacho oder einer Melonenkaltschale. Alles Speisen, die sich je nach Zusammensetzung aus der Lieferung einer Biokiste zubereiten lassen.

Lust auf unbekannte Sorten?

Dann lass dich doch von einem seltenen Gemüse in deiner Biokiste überraschen! Ich wurde zum Beispiel schon mit runden Zucchini, die grün-gelb gestreift waren, beliefert. Dass es Zucchini waren habe ich erst durch einen Blick auf den Lieferschein erfahren, gefühlsmäßig habe ich nämlich auf Kürbis getippt. Beim Obst kann es auch immer wieder Neues geben. Letzten Sommer durfte ich weiße Marillen kennenlernen, die härter und somit resistenter gegen Druckstellen waren, im Geschmack aber mindestens genauso aromatisch wie die verbreitete orangene Sorte.

Viele Biokisten-Anbieter nehmen Rücksicht auf deine Vorlieben, falls du eine Obst- oder Gemüsesorte gar nicht magst, und liefern dir stattdessen eine andere Sorte mit. In meine Kiste dürfen zum Beispiel keine Kohlrabi. Geschmäcker sind eben einfach verschieden.

Lust auf neue Rezepte?

Vielen Biokisten sind Rezepte für die gelieferten Inhalte beigelegt. Oft findest du auch Rezeptideen auf der Homepage von Biokistenanbietern. So bekommst du Inspiration für die Zubereitung seltener Sorten oder dafür, Altbekanntes einmal ganz anders zu verkochen. So habe ich zum Beispiel schon Kürbisnockerl und Fenchelkartoffelpuffer kennengelernt.

 

Falls du fürchtest, nicht alles verwerten zu können, könntest du die Herausforderung einfach trotzdem annehmen und versuchen, Tag für Tag die Zutaten deiner Biokiste zu verarbeiten. Oder du experimentierst mit der Regelmäßigkeit der Lieferung. Meistens kannst du entscheiden, ob die die Kiste wöchentlich, alle zwei Wochen, alle drei Wochen oder nur alle vier Wochen erhalten möchtest. Oder du entscheidest dich für eine Einmallieferung und bei Gefallen bestellst du die Kisten einfach abhängig davon, ob dir die Zusammenstellung der Kiste zusagt oder nicht.

Falls du Lust auf eine gesunde Biokiste bekommen hast, google doch einfach nach einem Anbieter in deiner Nähe. Oder es kommt einer der Folgenden für dich in Frage:

Raum Wien, Niederösterreich, Burgenland: biomitters Ökokiste

Raum Tirol: bio box tirol

Raum Oberösterreich: diebiokiste.at

Hast du schon einmal eine Biokiste bestellt? Von welchem Anbieter beziehst du dein Biogemüse und -obst? Was schätzt du besonders an deiner Ökokiste?

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Nadine sucht das Glück: Das Glück und die Liebe

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ So klar hat selten jemand formuliert, worin er das größte Glück sieht. Diese Worte stammen aus der Feder des deutschen…

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ So klar hat selten jemand formuliert, worin er das größte Glück sieht. Diese Worte stammen aus der Feder des deutschen Schriftstellers Hermann Hesse, der mit seinen Gedanken über die Liebe und das Leben ganze Generationen fesselt. In meinem ersten Kolumnenbeitrag habe ich euch die Geschichte meiner lieben Freundin Thea erzählt, die auf ein erfülltes Leben mit ihrem geliebten Mann zurückblicken und in glücklichen Erinnerungen schwelgen durfte. Ich frage mich oft, was das Geheimnis einer so langen, innigen Verbindung ist. Sind es ähnliche Wertvorstellungen oder gemeinsame Ziele? Sind es geteilte Leidenschaften oder gleiche Meinungen? Oder sind es die Unterschiedlichkeiten, die Differenzen, die zwei Menschen so dauerhaft und eng aneinander binden? Ist es vielleicht eine Kombination aus alledem? Ich werde vermutlich nie eine abschließende Antwort auf diese Frage finden. Manchmal aber habe ich das Gefühl, einen kurzen Blick auf des Rätsels Lösung erhaschen zu können.

Wenn ich meine Eltern sehe, die seit mehr als 30 Jahren verheiratet sind, wie sie füreinander da sind und sich gegenseitig in allen Lebenslagen unterstützen, wird mir vieles klar. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und finden doch immer wieder Gemeinsamkeiten. Einen Spaziergang in der Natur, ein gemeinsamer Ausflug in die Stadt, eine Tasse Kaffee im Garten. Sie lachen miteinander, teilen ihre Leben und lassen dem anderen doch genug Raum für sich selbst. Sie begegnen sich mit größtem Respekt und Liebe im Herzen. Die Liebe nicht nur im Herzen, sondern auch in den Augen sehe ich bei meinem Bruder und seiner Freundin. Sie bauen gerade ihr erstes eigenes Nest, erkunden gemeinsam die Welt und lassen ihre Umwelt im Glanz ihrer jungen Liebe erstrahlen. Bei anderen Paaren in meinem Bekannten- und Freundeskreis sehe ich wilde Diskussionen und stürmische Versöhnungen, Leidenschaft in allen möglichen und unmöglichen Situationen des gemeinsamen Lebens. Ich kenne Ehepaare, die getrennte Wohnungen haben und ihre Verabredungen genießen wie frisch verliebte Teenager. Andere leben zusammen und verbringen jede freie Minute miteinander. Manchen reicht das Sonntagsfrühstück im Kaffeehaus nebenan. Andere bereisen zusammen die ganze Welt, klettern auf Berge, übernachten in Wäldern und schreiben gemeinsam Geschichte. So unterschiedlich alle diese Paare sind, so gleich sind sie doch, wenn es um die Liebe geht. Ihre Augen strahlen, wenn sie einander betrachten. Nach außen vermitteln sie alle die gleiche Botschaft: Wir gehören zusammen, wir sind eins.

Ganz besonders deutlich wird diese Botschaft, wenn sich zwei Liebende gegenüber stehen und sich vor ihren Familien und Freunden versprechen, ihre Zukunft in liebevoller Verbundenheit miteinander zu verbringen. In solchen Momenten ist die Luft von Liebe getränkt, das Glück spürbar. Das Glück der Brautleute, ihre andere Hälfte gefunden zu haben. Das Glück der Familien, ihre Kinder in gute und liebende Hände übergeben zu können und an deren Strahlen teilhaben zu dürfen. Das Glück der Freunde, eine Liebesgeschichte so nahe mitzuerleben. Ich durfte all diese wunderbaren Aspekte von Glück und Liebe vor wenigen Wochen erfahren, als meine älteste Freundin von ihrem Mann zum Altar geführt wurde. Diese zwei Menschen haben unter viel Applaus, Jubel und Lachen der Welt mitgeteilt, dass sie ihre Leben miteinander verknüpfen wollen, dass sie eins sind. Dass sie eins sind und es immer bleiben wollen. 

„Seid verschwenderisch mit der Liebe.“, sagte der Prediger bei der Trauung der beiden. Seid verschwenderisch, denn wo viel Liebe ist, wird viel Glück sein. Seid verschwenderisch, seid laut. Ruft eure Liebe in die Welt hinaus, damit sie sich ausbreitet und auch in den letzten Winkel kriecht. Macht kein Geheimnis aus eurem Glück, posaunt es hinaus und erfreut euch daran. Es ist ansteckend, durch das Teilen wird es immer größer und mächtiger. Und selbst der traurigste Mensch wird irgendwann ein Lächeln im Gesicht spüren, sein Herz öffnen und an die vielen liebevollen Momente denken, die er in seinem Leben schon erfahren durfte und noch erfahren wird. Und dann ist er glücklich. 

Geliebt zu werden macht glücklich, selbst zu lieben nicht weniger. Hermann Hesse hat es auf den Punkt gebracht. Also geht raus und werft mit Liebe um euch. Küsst und umarmt die Menschen, die ihr im Herzen tragt. Sagt ihnen, dass ihr sie liebt. Nicht nur einmal, sondern immer dann, wenn es euch in den Sinn kommt. Auch das sehe ich bei meinen Eltern. Sie versichern sich ihre Liebe jeden Tag aufs Neue. Denn man kann den Menschen gar nicht oft genug sagen, dass sie etwas Besonderes sind.

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Nadine sucht das Glück: Vom Glück des Scheiterns

„Scheitern ist ein Umweg, keine Sackgasse.“ Als ich vor einigen Jahren während meiner Recherchearbeiten für ein Seminar an der Uni über dieses Zitat des mir gänzlich unbekannten Autors und Motivationstrainers…

„Scheitern ist ein Umweg, keine Sackgasse.“ Als ich vor einigen Jahren während meiner Recherchearbeiten für ein Seminar an der Uni über dieses Zitat des mir gänzlich unbekannten Autors und Motivationstrainers Zig Ziglar gestolpert bin, wusste ich noch nicht all zu viel damit anzufangen. Scheitern war keine wünschenswerte Option. Scheitern war das so genannte „worst case scenario“. Ich erinnere mich gut an meine Studienzeit, an einige der Prüfungen, die ich nicht beim ersten Versuch bestanden habe. An Hausarbeiten, die mit dem Auftrag sie noch einmal komplett zu überarbeiten, an mich zurück gesandt wurden. Sogar solche Kleinigkeiten wie erfolglose Anmeldeversuche zu Pflichtveranstaltungen oder Prüfungen, sind mir im Gedächtnis geblieben. Aber nicht nur an der Uni boten sich massenhaft Möglichkeiten zu scheitern. Ich erinnere mich an misslungene Versuche, mit dem Auto bergauf mit angezogener Handbremse wegzufahren. An Bewerbungsschreiben, die unbeantwortet blieben. An Beziehungen, die nicht für die Ewigkeit gemacht waren. All diesen Erinnerungen wohnt ein bitterer Beigeschmack bei. „Ich habe es nicht geschafft. Ich habe versagt.“

Seit circa einem halben Jahr lasse ich mich zur Mediatorin ausbilden. Gemeinsam mit einigen anderen TeilnehmerInnen beschäftige ich mit Konflikten aller Art und vor allem auch mit meinem eigenen Konfliktverhalten. Im Rahmen dieses Lehrganges gewinnt das Scheitern nun eine ganz neue Bedeutung. Scheitern ist erlaubt, ja sogar erwünscht. Zu Beginn war das für mich unvorstellbar. Warum sollte man scheitern wollen? Erfolg ist doch das Ziel, auf das wir alle hinarbeiten. Erfolg ist unsere Motivation. Das lernen wir von Kindesbeinen an. „Sei fleißig, dann wirst du dein Ziel erreichen. Streng dich an, dann wirst du erfolgreich sein.“ Erfolgreich sein möchte ich auch in der Mediation. Nicht nur um mein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, sondern insbesondere auch um meinen KlientInnen hilfreich sein zu können. Mit diesen Gedanken wagte ich mich am vergangenen Ausbildungswochenende zum ersten Mal in die Rolle der Mediatorin. Es kam, wie es kommen musste. Trotz guter Vorbereitung und bester Absichten wurde ich innerhalb von Minuten aus der Position der Unterstützerin in die Rolle der hilflosen Beobachterin gedrängt. Während sich meine Klientinnen eine verbale Schlacht auf Leben und Tod lieferten, konnte ich nichts anderes tun als machtlos dazusitzen und sie anzustarren. Was für ein Schauspiel! 

Meine Mutter hätte dieses Szenario wohl als „mit Bomben und Granaten durchgefallen“ bezeichnet. Womit sie nicht ganz falsch liegen würde. Ich bin tatsächlich auf ganzer Linie gescheitert. Nicht nur, dass meine Klientinnen ihren Konflikt nicht lösen konnten, er verschlimmerte sich sogar noch. Da saß ich nun mit meiner Idealvorstellung vom Erfolg und von den zufriedenen und wieder versöhnten Klientinnen, die überhaupt nicht der Realität entsprach. Ein worst case scenario wie es im Buche steht. Das Spannende aber war, dass es mir nicht als ein solches erschien. Ja, mein Versuch den Konflikt zu lösen, ist nicht geglückt. Ein einziger Versuch. Bin ich deshalb erfolglos? Soll ich deshalb aufgeben und den Kopf in den Sand stecken? Soll deshalb meine Motivation verloren gehen und mit ihr der Glaube an mich selbst? Was bedeutet es, wenn mein Lösungsansatz nicht geklappt hat? Dass ich nicht gut genug bin? Dass ich versagt habe? Nichts von alledem. Wenn mein Lösungsansatz nicht geklappt hat, bedeutet es genau das. Dieser eine Ansatz hat nicht funktioniert, diesen kann ich ausschließen. Übrig bleibt eine Vielzahl anderer und neuer Möglichkeiten, die auf ihre Nützlichkeit getestet werden wollen. Mittlerweile verstehe ich meine Trainer, wenn sie uns einladen unser Glück zu versuchen und zu scheitern. Gerade das Scheitern in einem geschützten Rahmen, wie ihn mein Lehrgang darstellt und auch die Universität, ermöglicht es mir, meine Flügel in alle Richtungen auszustrecken. Ich darf mich ausprobieren, darf kreativ sein und meinem Bauchgefühl folgen. Ich darf Fehler machen, meine Meinung und Perspektive ändern und das allerwichtigste, ich darf aus jedem Scheitern meine eigenen Lehren ziehen. 

Das mag nun alles leicht und nachvollziehbar klingen, wenn ich vom Scheitern im geschützten Rahmen schreibe. Die Vermutung liegt nahe, dass es draußen, „in der richtigen Welt“, im Beruf, in der Beziehung anders ist. Dem ist nicht so. Wenn mir im Beruf etwas nicht gelingen mag, weiß ich zumindest, dass ich es beim nächsten Mal anders machen werden. Aus meinem Misserfolg lerne aber nicht nur ich. Auch mein Vorgesetzter hat die Möglichkeit, aus einem gescheiterten Projekt etwas mitzunehmen. Vielleicht ändert er beim nächsten Mal die Rahmenbedingungen, vielleicht stellt er mehr Ressourcen zur Verfügung. Auf beiden Seiten bieten sich Optionen, die sich ohne das Scheitern womöglich nie aufgetan hätten. 

Noch schwieriger ist es, das Scheitern einer Beziehung als positiv zu sehen. Wie soll man auch etwas Gutes darin sehen können, dass etwas zu Ende geht, von dem man gedacht hat, es wäre für immer? Eine liebe Freundin von mir hat einmal gesagt „Meine Beziehung ist nicht gescheitert. Wir haben viele Jahre zusammen gelebt, haben zwei wundervolle Kinder und eine großartige Zeit miteinander verbracht. Wie könnte ich von Scheitern reden? Unsere Beziehung hat sich erfüllt.“ Manchmal erreicht man gemeinsam eine Kreuzung, an der man sich dankbar in die Arme schließt und in unterschiedliche Richtungen davon geht. Mit dem Wissen im Herzen, dass man einander gegeben hat, was zu geben war.

So viele Arten gibt es zu scheitern und jede einzelne macht uns ein Stück weiser. Jeder kleine Umweg, den wir gehen, führt uns auf Wege, die wir anders vielleicht nie gefunden hätten. Oder die wir aus Angst vielleicht nie zu beschreiten gewagt hätten. Mancher Umweg wird uns vielleicht an einer Bank vorbei führen, auf der ein Mensch sitzt, der uns ein Stück des Weges begleitet. Ein anderer wird vielleicht zu einem weiteren Umweg führen. Jeder einzelne aber bringt uns ein Stück näher ans Ziel. Gut, dass wir genug Zeit haben um auch die Blumen am Wegesrand zu bewundern.

Wie geht ihr mit Misserfolgen um? Seht ihr das Scheitern auch als Möglichkeit, Neues zu probieren? Habt ihr vielleicht sogar Tipps, wie es leichter fällt einen Misserfolg positiv zu betrachten? Ich freue mich auf eure Kommentare! 

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Mit dem Rad durch die Stadt: Interview mit einer passionierten Radfahrerin

Meine Schwester Katharina lebt seit fünf Jahren autofrei in Wien und legt fast alle Wege mit dem Fahrrad zurück. In diesem Interview beantwortet sie meine Fragen zu ihrer Fahrradleidenschaft und…

Meine Schwester Katharina lebt seit fünf Jahren autofrei in Wien und legt fast alle Wege mit dem Fahrrad zurück. In diesem Interview beantwortet sie meine Fragen zu ihrer Fahrradleidenschaft und gibt Tipps gegen Probleme, die sich oft beim Thema Radfahren in der Stadt stellen.

Eli: Welche Wege legst du mit dem Rad zurück?

Katharina: Das Fahrrad ist mein präferiertes Verkehrsmittel in Wien. Ich radle eigentlich täglich zur Arbeit – einmal abgesehen von den wenigen Tagen im Jahr, an denen es stark regnet oder an denen im Winter der Schnee nicht von den Wegen geräumt ist. Auch abends zum Freunde treffen oder am Wochenende verwende ich in Wien fast nur mein Fahrrad. Nur Lebensmittel einkaufen gehe ich meistens zu Fuß, weil es bis zum nächsten Supermarkt nur hundert Meter sind.

Eli: Wieso fährst du mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto oder den Öffis?

Katharina: Mit einem Auto fahre ich ganz selten, weil mein Partner und ich kein Auto mehr besitzen. Bis vor fünf Jahren hatten wir ein Auto, das wir damals allerdings auch öfters genutzt hatten – hauptsächlich für Strecken, die man eigentlich vernünftiger anders zurücklegt oder vermeiden kann. Wir sind zum Beispiel für den Großeinkauf am Wochenende zum Verbrauchermarkt gefahren, anstatt beim Supermarkt um die Ecke einzukaufen. Sogar zum Laufen gehen bin ich mit dem Auto in den Prater gefahren, oder zum Wienerwald – Strecken, die man auch mit dem Fahrrad oder mit Öffis zurücklegen kann. Als dann unser Auto kaputt ging, meinten wir, dass wir es einmal ganz ohne Auto ausprobieren würden. Und wir haben erkannt, dass es ganz gut funktioniert. Meiner Meinung nach braucht man in Wien gar kein Auto. Und für Ausflüge und größere Transporte können wir uns ein Auto ausleihen. Die Öffis verwende ich nicht so gerne, weil die U-Bahn für den Weg zur und von der Arbeit fast immer überfüllt ist und es mit dem Rad zwar fünf Minuten länger dauert, aber dafür viel entspannter für mich ist. Mich nervt es, in der Früh in der U-Bahn zu stehen, da ist es deutlich angenehmer in frischer Luft ein bisschen Bewegung zu machen. Das Fahrrad ist auch viel praktischer beim Freunde treffen am Abend, wenn die Öffis nicht mehr so dichte Intervalle haben und man ewig warten muss, vor allem wenn man auch noch wo umsteigt.

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Eli: Was machst du im Winter oder wenn es regnet?

Katharina: Kälte im Winter macht eigentlich nicht viel, durch die Bewegung wird einem sowieso warm. Das Wichtigste sind warme Handschuhe und eine Kopfbedeckung. Gegen leichten Regen helfen Regenjacken mit Kapuze und eine Regen-Überhose, die ich schnell aus meinem Rucksack ausgepackt habe und über meine Arbeitssachen anziehe. Wenn es wirklich stark regnet oder im Winter viel Schnee liegt, dann radle ich nicht und freue mich schon wieder auf besseres Wetter, weil ich erkenne, wie viel angenehmer es an der frischen Luft ist, als in den überfüllten Öffis.

Eli: Wie ist die Reaktion in deinem Freundes- und Bekanntenkreis?

Katharina: Eine meiner Freundinnen hat sich auch schon ein Fahrrad für die Stadt gekauft und fährt damit zur Arbeit – für sie bedeutet es außerdem noch Zeitersparnis versus den Öffis. Meine Arbeitskollegen waren anfänglich sehr verwundert, weil sich viele von ihnen täglich mit dem Auto in die Arbeit stauen. Für sie ist das Fahrrad kein Verkehrsmittel, sondern nur ein Sportgeräts für die Wochenendausfahrt. Einige fragen mich auch, wie ich das mit umziehen und duschen mache. *Katharina lacht* Das ist allerdings eine Frage des Tempos, ich radle mit meinem Rad ganz entspannt durch die Stadt und komme so gar nicht ins Schwitzen. Es ist für mich nicht anstrengender als zu Fuß zu gehen, eher sogar weniger. Und im Sommer, wenn es tagsüber sehr warm wird, ist es in der Früh immer noch relativ angenehm und der Fahrtwind kühlt auch ein wenig. Ich finde, dass Sportkleidung fürs gemütliche Radeln in der Stadt genauso wenig notwendig ist, wie fürs Spazieren gehen. Es gibt auch Leute, die sich für den Spaziergang bzw. Walking mit der teuersten Funktionskleidung ausstatten, ich zähle da nicht dazu.

Eli: Was möchtest du uns noch abschließend sagen?

Katharina: Ich kann jedem nur empfehlen, einmal auszuprobieren, statt mit dem Auto und Öffis in der Stadt das Rad zu verwenden. Und natürlich ab und zu bei der Critical Mass mitzuradeln – ein nettes Erlebnis, die Straße einmal nicht mit Autos teilen zu müssen.

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Die Inspektorin: Unterwegs müllfrei Wasser trinken

Das Wetter lässt es zwar auf den ersten Blick noch nicht vermuten, aber die Sommer- und Hitzezeit steht schon vor unserer Tür. Bald werden wir schwitzen, uns sonnen und uns…

Das Wetter lässt es zwar auf den ersten Blick noch nicht vermuten, aber die Sommer- und Hitzezeit steht schon vor unserer Tür. Bald werden wir schwitzen, uns sonnen und uns schon früh morgens über warme Frischluft freuen. Das wird dann auch die Zeit sein, zu der wir unterwegs sehr oft sehr durstig sein werden. Natürlich könnten wir uns bei Bedarf einfach beim nächsten Kiosk Wasser kaufen und jedes Mal eine Plastikflasche Müll verursachen. Wenn wir aber in der glücklichen Lage sind, in einer Gegend zu wohnen in der Leitungswasser Trinkwasserqualität hat, könnten wir als Alternative zu wiederverwendbaren Flaschen greifen. Deshalb will ich euch in meinem aktuellen Kolumnenbeitrag ein paar plastikfreie Alternativen wiederberwendbarer Flaschen vorstellen.

Glasflaschen
Da ich nur einen Anbieter von Glasflaschen kenne, will ich euch Emil, die Flasche zum anziehen vorstellen. Im Kern ist sie aus Glas, das von einer Hülle aus recyclingfähigem Polypropylen geschützt wird. Das Material erinnert ein bisschen an sehr hochwertiges Styropor. Meine Recherche hat ergeben, dass Polypropylen neben dem Lebensmittelbereich sogar in der Pharmazie angewendet wird und daher gesundheitlich unbedenklich ist. Diese Schicht ist wiederum mit Stoff in einem Design deiner Wahl umhüllt. In der Glasflasche behält das Wasser seinen Geschmack und bleibt dank der Hüllen in der die Flasche steckt länger kühl. Schädliche Stoffe, die zum Beispiel von Plastikflaschen abgegeben werden, entstehen in der Glasflasche nicht. Zur Reinigung kann sie in den Geschirrspüler gegeben werden. Wenn du keine Angst davor hast, dass die Flasche zu Boden fällt und zerbricht, kannst du sie auch ohne Polypropylen- und Stoffhülle transportieren. In diesem Fall könntest du dir einfach eine günstige Emil Ersatzflasche zulegen

Aluminiumflaschen
Weil diese von verschiedenen Herstellern angeboten werden, will ich euch keine spezielle Marke empfehlen. Ich habe drei Jahre lang ein No-Name-Produkt verwendet und war immer sehr zufrieden damit. Ein Vorteil ist die Leichtigkeit des Materials, ein Nachteil die Reinigung. Dafür sollte man nämlich spezielle Reinigungstabletten verwenden, die Extrakosten verursachen. Spülmaschinengeeignet sind Aluminiumflaschen leider nicht. Darüber hinaus bin ich im Internet oft auf die Behauptung gestoßen, dass Aluminiumflaschen Alzheimer verursachen würden. Meine Recherche hat zwar ergeben, dass ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aluminiumaufnahme aus Lebensmitteln und einer Alzheimererkrankung nicht wissenschaftlich belegt ist, weil ich mein Glück aber nicht herausfordern wollte bin ich auf Glasflaschen umgestiegen.

Edelstahlflaschen
Diese Art von Flaschen habe ich leider noch nicht selbst getestet. Die Beschreibungen klingen aber vielversprechend. Sie sind giftstofffrei und Geschmackstoffe werden weder gespeichert noch abgegeben. Prinzipiell sind sie spülmaschinenfest, es sei denn, die Außenlackierung erlaubt es nicht. Dann kann Seifenwasser und eine Flaschenbürste zur Reinigung verwendet werden. Eine Mischung aus verdünntem Essig und Natriumcarbonat hilft bei hartnäckigen Verunreinigungen.

Wie versorgst du dich im Sommer unterwegs mit Wasser? Hast du schon mal eine der vorgestellten Flaschen ausprobiert? Welche Hersteller kannst du empfehlen? Oder hast du weitere Tipps für uns um müllfrei Wasser zu trinken?

 

Links:
Emil die Flasche: emil-die-flasche.de/emil-shop/Flaschen/
Polypropylen: de.wikipedia.org/wiki/Polypropylen
Ökotest Aluminiumflaschen: oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=97417&bernr=07&seite=04

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten….

Der Wecker läutet viel zu früh, aber man wollte ja eigentlich noch ein Workout vor dem Frühstück einlegen. Man wollte, weil man sollte. Nur noch kurz schlummern. Ein paar Minuten. Die „paar Minuten“ werden mehr und mehr. Nach einer Stunde steht man dann doch noch auf, wirft einen verächtlichen Blick auf die am Vorabend vorbildlich bereitgelegten Sportsachen und sofort stellt sich das schlechte Gewissen ein, gegen das man erstmal mit schlechter Laune und Kaffee ankämpfen muss. Wer kennt das nicht? So, oder so ähnlich.

Doch das muss nicht sein. Der Frühjahrsputz in den letzten Monaten war schließlich nicht dazu da, den immer gleichen Gewohnheiten mehr Raum geben zu können, weiterhin im Hamsterrad zu laufen und nie auszubrechen. Ganz im Gegenteil! Das Ausmisten sollte ein ganzheitliches Umdenken zur Folge haben. Und das bedeutet: Neue Freude an Bewegung muss her! Nur wenn die Bewegung wirklich Freude macht, bleibt ihr auf Dauer am Ball. Sobald Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

Wenn euch zum Beispiel Laufen – egal zu welcher Tageszeit – partout keinen Spaß macht und auch keine Aussicht auf Änderung dieses Zustands besteht, dann lasst es bleiben. Wenn die 90er-Jahre Fitness-DVD (um nicht das verstaubte Wort „Aerobic“ zu strapazieren) schon beim bloßen Gedanken daran mehr Aggressionen als Freude in euch hervorruft: Weg damit!

Es ist ganz egal, was euch hindert, mit Freude und Motivation einen bestimmten Sport auszuüben. Versucht lediglich, es zu ändern. Manchmal funktioniert das mit ganz einfachen Tricks, manchmal zeigt einem der Kopf aber auch, dass es an der Zeit ist, sich komplett davon zu lösen und etwas Neues auszuprobieren.

Das Wichtigste dabei: Beobachtet euch selbst! Geht ihr immer lustlos mit einem ausgeleierten T-Shirt und der löchrigen Trainingshose zum Sport? Mögt ihr es nicht, einen verschwitzten, nassen „Lappen“ am Körper zu tragen? Was denkt ihr, wenn ihr zu euren Sportsachen greift? Würde es ein neues Trainingsoutfit schaffen, euch wieder zu motivieren? Manchmal reicht es schon, sich mit einem neuen Teil einzudecken, um wieder frisch an die Sache heranzugehen. Denn schließlich hat man auch Zeit und Geld in die Auswahl gesteckt und sieht in der richtigen Kleidung gleich um einiges fitter aus!

Macht der Sport zwar Spaß, tut aber scheinbar nicht gut? Treten regelmäßig Schmerzen auf oder kommt ihr so schnell außer Atem, dass ihr schon vor Beginn keine Lust mehr habt? Dann geht es langsamer an und lasst gegebenenfalls euer Equipment (wie zum Beispiel Laufschuhe) von einem Fachmann unter die Lupe nehmen. Oft ist es „einfach nur“ das falsche Schuhwerk, das durch Fehlbelastung unnötige Schmerzen und zu schnelle Ermüdung hervorruft.

Geht ihr regelmäßig ins Fitnesscenter, weil ihr irgendwann einmal dazu verleitet wurdet und ihr es seitdem nicht über euch gebracht habt, den Vertrag zu kündigen? Überlegt, ob ihr wirklich so eine Anlaufstelle braucht, oder ob sie euch mehr belastet. Manche können ganz wunderbar alleine zu Hause trainieren – ob mit Audio-, Video-, oder schriftlicher Anleitung. Anderen wiederum liegt die Fitnessstudio-Atmosphäre mehr. Findet heraus, was euch mehr anspricht.

Das gleiche gilt auch für die Tageszeit. Wenn ihr morgens einfach nicht aus dem Bett kommt, bleibt doch einfach liegen und absolviert eure Sporteinheit am Abend. Oder umgekehrt, wenn ihr abends immer nach Ausreden sucht, warum ihr nicht trainieren könnt. Sucht euch einen Trainingspartner, wenn ihr externe Motivation braucht oder bleibt alleine, wenn ihr das bevorzugt. Bleibt drinnen, zu Hause oder im Studio, geht hinaus an die frische Luft. Ihr entscheidet. Lasst euch nicht von anderen eine Trainingsgewohnheit aufzwingen, wenn sie euch nicht entspricht! Probiert verschiedenste Sportarten aus – es gibt fast überall Schnupperangebote, wenn man einfach nur mal testen möchte, ob einem eine Disziplin überhaupt liegt.

Macht euch einfach frei von allen inneren und äußeren Zwängen, einer ungeliebten Bewegungsform nachgehen zu müssen. Ihr müsst gar nichts. Nur darauf achten, dass es euch gut geht.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Gefangen im Netz oder warum Schweigen Gold ist Ausschlaggebend für diesen Artikel war die Kuckuckszeile des vorigen Beitrages, die mich ins Nachdenken brachte. Sie lautete: „Egal in welcher Form, über…

Gefangen im Netz oder warum Schweigen Gold ist

Ausschlaggebend für diesen Artikel war die Kuckuckszeile des vorigen Beitrages, die mich ins Nachdenken brachte. Sie lautete: „Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu selten und mittlerweile sehr vernachlässigt) von Angesicht zu Angesicht, Kommunikation ist Normalität.“ Dass die unaufhaltsame Technik einen essentiellen Platz in unserem Kommunikationsverhalten eingenommen hat, darüber philosophiere ich gerne. Denn welchen Stellenwert hat ein persönliches Gespräch in unserem Leben schon?

Will jemand etwas mitteilen oder klären, so wird meistens gleich angerufen. Man wartet nicht ab, bis man die Person trifft, ihr in die Augen sehen und die Reaktion hautnah miterleben kann. Nein, man wählt durch. Ebenso bekommt man frohe Botschaften und Glückwünsche als Textnachricht geschickt oder man wird durch soziale Netzwerke davon in Kenntnis gesetzt. Doch wo bleibt die Emotion, die Spannung? Hat unser schnelles Leben dieses Verhalten, dieses Bedürfnis, verdrängt?

Meiner Auffassung nach fand hier in den letzten Jahren – heimtückisch schleichend – eine gewaltige Werteverschiebung statt. Mittlerweile benötigt jeder zivilisierte Mensch neben einem Smartphone, einen Laptop und/oder ein Tablet, unabhängig von Alter, Tätigkeit oder finanzieller Situation. Kommunikationsgeräte wie die eben genannten avancierten zu Statussymbolen – man braucht immer das neuste und beste.

Dieses traurige Phänomen fällt ganz klar unter die Kategorie Ressourcenverschwendung und hat mit Nachhaltigkeit wenig zu tun. Die geplante Obsoleszenz, das ist die künstliche Reduktion der Lebensdauer eines Gerätes, die auch erklärt, warum Elektrogeräte oft schon früh kaputt werden trotz behutsamer Verwendung, tut ihr übriges. Ganz abgesehen von den ökologischen Kritikpunkten versteckt sich dahinter einiges mehr an Fragwürdigem.

Manchmal muss man sich eine Situation einmal ohne Telefon vorstellen. Angenommen eine Kollegin erzählt mir gerade etwas, plötzlich läutet mein Handy. Es ist kein dringender Anruf, trotzdem nehme ich ihn entgegen. Vergleichbar damit ist doch, wenn ich abrupt ein Gespräch unterbreche, mich umdrehe, um mich mit jemand anderem, der gerade den Raum betritt, weiter zu unterhalten. In beiden Beispielen empfinde ich die Reaktionen als sehr unhöflich. Nichtsdestotrotz handeln wir so. Solche Tatsachen widerfahren mir ständig im Alltag. Oftmals werden während Erzählungen SMS beantwortet oder es wird gar im Internet gesurft. Sollten es uns unsere Mitmenschen nicht wert sein, dass wir ihnen unsere vollkommene Aufmerksamkeit widmen? Wollen wir nicht genauso behandelt werden?

Wie lasse ich meine Kommunikationsgeräte nicht die Herrschaft über mich ergreifen? Trotz irritierter Reaktionen einiger Mitmenschen profitiere ich von folgenden Maßnahmen:

• Ich trage mein Handy, sofern es mir möglich ist, nicht direkt am Körper. Dieser Beitrag beschäftigt sich zwar nicht mit den physischen Auswirkungen von übermäßigem Telekommunikationskonsum, allerdings nehme ich an, dass jeder von euch schon einmal etwas von schädlichen Strahlungen von Elektrogeräten gehört hat.
• Mein Handy ist über Nacht ausgeschaltet, ich nehme es nicht mit ins Bett. Die Weckfunktion übernimmt mein analoger Wecker und die wenigen verpassten Anrufe nimmt die Mobilbox entgegen.
• Ich bin nie permanent online. Bei Bedarf wird mein Internet eingeschaltet.
• Meine Kommunikationsgeräte sind auf ein Minimum reduziert, ich habe eine Handynummer, eine Emailadresse und gegebenenfalls ein Profil in einem sozialen Netzwerk, das reicht.
• Ich lenke meine Aufmerksamkeit stets auf eine Sache. (Also ich vermeide es, fernzusehen und gleichzeitig meine Emails abzurufen.)
• Wenn du zu Abhängigkeiten neigst, so kannst du auch gewisse Tageszeiten und eine maximale Verweildauer für Besuche in sozialen Netzwerken mit dir selbst vereinbaren.

Falls du dich allerdings in Sicherheit fühlst und denkst, davon unberührt zu sein, so stell dir einmal folgende Fragen: Wie fühlst du dich, wenn du dein Handy wo vergessen hast? Gerätst du in Panik? Benötigst du Urlaub in einem Land mit hoher Roaminggebühr, um für längere Zeit offline zu sein? Inwiefern nimmst du deine Umwelt und deine Mitmenschen wahr, wenn du auf dem Weg zur Arbeit mehr auf den Bildschirm als sonst wohin blickst?

Lassen wir das blecherne Kästchen doch ab und zu im Zimmer oder wenigstens stumm, damit befreien wir uns doch selbst von einer Spannung. Der Spannung, in der nächsten Sekunde einen wichtigen Anruf oder ein Mitteilung zu erhalten. Kommunikationsgeräte sind eine tolle Erfindung, keine Frage, doch sie sind keine unabkömmliche Notwendigkeit! Gerade in der heutigen Zeit tun wir alle gut daran, unseren Schwerpunkt auf zwischenmenschliche Verbindungen zu legen, anstatt auf DSL oder 3G.

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Nadine sucht das Glück: Glück ist Verbundenheit

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt, einem Gelehrten und Mitbegründer der heutigen Humboldt Universität, werden diese Worte nachgesagt….

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt, einem Gelehrten und Mitbegründer der heutigen Humboldt Universität, werden diese Worte nachgesagt. Immer wieder höre ich Menschen darüber sprechen, wie wertvoll ihr Leben sei. Dabei sprechen sie weniger über ihr Leben, als über ihren Besitz, ihre Statussymbole, ihre Leistung. Wertvoll ist, wer ein großes Auto fährt, jährliche Prämien im Job kassiert, drei Mal im Jahr in Urlaub fliegt. Wertvoll ist, wer erst spät in der Nacht aus dem Büro kommt und schon im Morgengrauen wieder am Schreibtisch sitzt. Die Leistungsträger und High Potentials sind es, die anscheinend den Maßstab für die Wertigkeiten unserer Gesellschaft, unserer Leben darstellen. Kann das wirklich sein? Ich bin kein High Potential und obwohl mir meine Arbeit Spaß macht, verbringe ich meine Zeit doch lieber draußen in der Sonne. Heißt das, dass ich weniger wert bin? Dass meine Art zu leben nicht wertvoll oder nicht wertvoll genug ist? Ich glaube nicht. Das vergangene Wochenende hat mich wieder einmal in diesem Glauben bestärkt und mir deutlich vor Augen geführt, dass Herr Humboldt ein ausgesprochen weiser Mann war.

Seit knapp neun Jahren lebe ich mittlerweile in Wien, beinahe schon ein Jahrzehnt. In all diesen Jahren hat eine Vielzahl von Menschen meinen Weg gekreuzt und Spuren hinterlassen. Die einen mehr, die anderen weniger. Einer dieser Menschen, der sehr schnell zu einem lieben Freund wurde, hat am vergangenen Freitag seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert. Dreißig Jahre sind eine lange Zeit, in der man gewiss viele Bekanntschaften macht. In dreißig Jahren entstehen Freundschaften und Beziehungen, manche davon währen ein Leben lang. So manchen Begleiter verabschiedet man nach einem Stück gemeinsamen Weges, den einen oder anderen trifft man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Bei besagter Geburtstagsfeier sind viele dieser Weggefährten zusammen gekommen um den Gastgeber hochleben zu lassen. Alte Schulfreunde, Arbeitskollegen, Familie und Freunde aus den verschiedensten Kreisen gaben sich ein Stelldichein. Alte Freundschaften wurden belebt, neue Freundschaften geschlossen. Ich habe Menschen getroffen, die ich seit Jahren nicht gesehen habe. Von Veränderungen wurde berichtet, von neuen Plänen und Zielen. Und natürlich wurde in Erinnerungen geschwelgt. „Weißt du noch, damals…“, „Kannst du dich erinnern, wir haben doch früher immer…“, „Ich sehe dich vor mir, als wäre es erst gestern gewesen…“ In all dem Trubel und Gelächter, in all der Wiedersehensfreude wurden jugendliche Schandtaten ausführlichst besprochen, gemeinsame Abenteuer Revue passieren lassen und vor Jahren begonnene Diskussionen weiter geführt. Begleitet von Kopfschütteln und lautem Lachen wurde über lang vergangene Missgeschicke und Entgleisungen philosophiert. „Jetzt, wo wir älter sind, würden wir das wohl nicht mehr so machen.“ Ein Blick auf den verschmitzt grinsenden Sprecher verspricht das Gegenteil. Ganz genau so würde ich alles wieder machen, denn auf keinen Fall möchte ich diese Erinnerungen missen. Nicht eine einzige Geschichte würde ich meinen Enkeln anders erzählen wollen. Kein einziger Witz auf meine Kosten soll unerzählt bleiben. Alles was war, macht uns zu den Menschen, die wir sind. Jede gemeinsame Erinnerung, jedes gemeinsame Erlebnis ist wie ein seidener Faden, der uns verbindet. Die Verbundenheit ist an diesem Abend deutlich zu spüren. Ein Gefühl, als könne man den Mond vom Himmel holen, wenn man nur gemeinsam fest genug am Seil zöge.

Ja, wir sind älter geworden. Erwachsener auf jeden Fall, meistens auch vernünftiger. Viele unserer in jungen Jahren gesteckten Ziele haben wir erreicht, viele auch nicht. Wir werden noch einige mehr erreichen, einige, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Viele werden wir nicht erreichen. Zum Teil weil sie mit der Zeit uninteressant geworden sind, zum Teil weil wir sie zu hoch gesteckt haben. Zum Teil vielleicht auch, weil uns die Möglichkeiten fehlen. Und trotzdem werden wir den Wert unserer Leben kennen und uns in dreißig Jahren entspannt zurücklehnen können, wenn die zukünftigen High Potentials die Maßstäbe neu festlegen. Ja, ich bin alt geworden. Gemeinsam mit wundervollen Menschen, deren Fußabdrücke meinen Weg zieren und deren Freundschaft und Verbundenheit meinem Leben so viel mehr Wert geben, als es ohne sie hätte. In diesem Sinne, liebes Geburtstagskind, erwarte ich voller Vorfreude die nächsten dreißig Jahre mit allen Abenteuern, die da kommen mögen. Nur den Mond würde ich gerne am Himmel stehen lassen, die Nacht wäre leer ohne ihn.

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