Eco. Life. Style.

Kategorie: Events. Locations.

Save the date: Die Hand.Werk.Stadt Mödling eröffnet sein FabLab!

Die Hand.Werk.Stadt Mödling eröffnet am Samstag, den 12. November 2016, sein FabLab. Das FabLab ist eine von Georg Schibranji und Ferdinand Rubel initiierte Werkstätte, die mit 3D-Drucker, CNC-Fräse, Schneidplotter und Transferdruck ausgestattet, die…

Die Hand.Werk.Stadt Mödling eröffnet am Samstag, den 12. November 2016, sein FabLab. Das FabLab ist eine von Georg Schibranji und Ferdinand Rubel initiierte Werkstätte, die mit 3D-Drucker, CNC-Fräse, Schneidplotter und Transferdruck ausgestattet, die digital unterstützte Herstellung von Prototypen für alle Interessierten ermöglicht.

Das FabLab erweitert die Möglichkeiten der Hand.Werk.Stadt, einer Initiative um Dinge zu reparieren und selbst herzustellen, kreativ tätig zu sein, zu lernen und zu lehren, gemeinsam an Dingen zu arbeiten oder sich einfach nur auszutauschen. Des weiteren ist die Hand.Werk.Stadt ein Konzept und ein Statement, denn tatsächlich geht es um mehr als nur zu Handwerken oder Kunst zu schaffen. Es geht darum, Menschen im Austausch zu unterstützen und Kompetenzen zu fördern.

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Im Rahmen der Eröffnungsfeier des FabLab werden die entsprechenden Geräte vorgestellt und demonstiert, wie man mit deren Hilfe Ideen in die Realität umsetzen kann. Von 14 bis 18 Uhr könnt ihr am Eröffnungstag folgende Mitmach- und Zuschaustationen des FabLab nutzen:
– T-Shirt-Druck mit einer Transferdruckpresse,
– 3D-Drucker in Aktion,
– Herstellung von Schlüsselanhängern mit einer computergesteuerten Fräse.

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Die Hand.Werk.Stadt Mödling versorgt euch aber nicht nur mit neuester Technik, sondern hilft euch im Zuge des Repair-Café auch, Altes zu erhalten. Gemeinsam mit Amateuren und Profis werden im Zuge des Cafés diverse (technische) Geräte, Möbelstücke, Gebrauchtgegenstände und weiteres repariert. Begleitend dazu gibt es Kaffee und Kuchen, denn der soziale Aspekt ist fast genau so wichtig wie der manuelle. Alle Termine dazu findet ihr auf der Homepage der Hand.Werk.Stadt sowie auf der Facebook-Seite.

Die Hand.Werk.Stadt Mödling freut sich über euer Kommen!

 

Hier der Link zur Veranstaltung auf Facebook: facebook.com/events/134136990367845/

Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage der Hand.Werk.Stadt. Mödling: handwerkstadt.org

Hier geht es zur Facebook-Seite der Hand.Werk.Stadt Mödling: facebook.com/handwerkstadt/

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Schlemmen in der Bio-Pizzeria Vero in Wien

Mein erster Beitrag auf The bird’s new nest handelt – wie soll es anders sein – von meiner absoluten Lieblings-Pizzeria, der bisher einzigen Bio-Pizzeria in Wien: Vero. Schon als ich das erste…

Mein erster Beitrag auf The bird’s new nest handelt – wie soll es anders sein – von meiner absoluten Lieblings-Pizzeria, der bisher einzigen Bio-Pizzeria in Wien: Vero. Schon als ich das erste Mal im Veros war, fühlte ich mich sofort willkommen. Das Ambiente ist überaus einladend, Blickfänger sind die vielen kleinen Lampen, der außergewöhnlich schöne, mit Mosaiken besetzte Pizzaofen und die Kunstwerke von Kawa Kafruschy, zusammen mit Hamdi Canan einer der beiden Geschäftsführer. Der Service ist herzlich, zuvorkommend und ich fühle mich immer, als würde ich bei Freunden einkehren. Vielleicht meint ihr ich übertreibe, aber ich komme, wenn ich an die Bio-Pizzeria Vero denke, einfach nur ins Schwärmen und wer mich einmal begeistert, wird mich nicht mehr so schnell wieder los.

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Alle Suppen, vier Salate und drei Pasta-Gerichte sind vegan und auch auf der Karte entsprechend gekennzeichnet. Außerdem gibt es drei pflanzliche Pizzen, unter anderem mit veganem Käse, die ich alle wärmstens empfehlen kann. Als veganen Nachtisch bietet das Vero eine „Nutella“-Pizza (mit veganem Bio-Aufstrich von Alnavit) zum süßen Abschluss, die zu meinen absoluten Favoriten zählt. Wer eine solche süße Pizza noch nie gegessen hat, sollte sie unbedingt probieren! Sämtliche Zutaten aller Speisen stammen übrigens aus biologischem Anbau.

Bio-Pizza

Ab und an werden auch Specials angeboten, die nicht auf der Karte stehen, zum Beispiel durfte ich kürzlich eine grandiose Kürbispizza genießen. Also keine Scheu und einfach mal nachfragen – mittlerweile bestelle ich nur noch nach Empfehlung! Für den Teig wird Bio-Dinkelsauerteig, wahlweise auch mit Bio-Dinkelvollkornmehl verwendet, welcher sehr gut sättigt, aber nicht schwer im Magen liegt wie man es sonst von den meisten Pizzen kennt. Man schmeckt und spürt, dass der neapolitanische Pizza-Meister Vincenzo sein Handwerk versteht und mit Freude ausübt. Vegane Weine von Weinbau Fürnkranz, Eistee von Charitea sowie weitere Bio-säfte und -bier und natürlich Bio-Kaffee und -tee runden das Speisenangebot ab. Besonders empfehlen kann ich für alle Weinliebhaber den Zweigelt von Weinbau Fürnkranz.

Kurzum im Veros gibt es mehr zu entdecken als „nur“ Pizza und das Restaurant ist immer wieder einen Besuch wert!

 

Bio-Pizzeria Vero
Währinger Gürtel 162/2 (Ecke Sobieskigasse)
1090 Wien

Gegenüber U6 Station Nußdorferstraße
Öffentliche Verkehrsanbindungen: U6, 37, 38, 35A, 37A

Geöffnet:
Montag bis Sonntag, 11 bis 24 Uhr (Warme Küche bis 23 Uhr)

Website: vero.co.at
Facebook: facebook.com/biopizzeriavero

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We need you! Filmvorführungen zu Massentierhaltung am Stephansplatz

Vielleicht habt ihr uns ja schon einmal gesehen – wir sind fast jeden Samstag Abend auf dem Stephansplatz in der Wiener Innenstadt, um auf einer großen Leinwand Filme aus Massentierhaltungen vorzuführen. Der Verein…

Vielleicht habt ihr uns ja schon einmal gesehen – wir sind fast jeden Samstag Abend auf dem Stephansplatz in der Wiener Innenstadt, um auf einer großen Leinwand Filme aus Massentierhaltungen vorzuführen. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) veranstaltet diese abendlichen Kundgebungen an rund 30 Samstagen im Jahr. Am späteren Abend, wenn keine Kinder mehr unbeaufsichtigt unterwegs sind, werden aktuelle Szenen aus heimischen Schlachthäusern gezeigt. Schweine und Rinder, die mit Elektrotreibern gequält werden, Schweine, die in den CO2-Kammern, wo sie betäubt werden, heftige Erstickungskämpfe erleiden und vieles mehr.

Die Reaktionen darauf sind geteilt. Einige Passenten ignorieren das Gezeigte, andere regen sich auf, wieder andere denken nach, und die, die letzteres schon getan haben, beglückwünschen den VGT zu dieser Aktion! Das Problem unserer Gesellschaft und ihres Umgangs mit Tieren ist die massive Verdrängung der Realität. Die Werbung belügt uns über die wahren Bedingungen der Massentierhaltung, und die meisten von uns lassen sich natürlich auch gerne belügen. Das bezieht sich auch auf andere Konsumbereiche wie zum Beispiel Kleidung, die von „modernen Menschensklaven“ in „Sweatshops“ genäht wird. Im Fall der Nutztiere und unserer Ernährung sind die mit Abstand meisten leidensfähigen Individuen betroffen. Jedes Jahr werden 65 Milliarden Nutztiere geboren, im Vergleich dazu nur 0,15 Milliarden Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, als Nutztier auf diesem Planeten geboren zu werden, ist somit über 400 Mal größer als die als Mensch auf die Welt zu kommen!

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Wir haben Glück gehabt und sind Menschen geworden – das noch dazu in einem der reichsten Länder der Welt. Wie es den weniger glücklichen menschlichen und nichtmenschlichen Mitbewohner(inne)n auf der Erde geht, können wir durch unser Konsumverhalten mitbestimmen. Um die Realität zu verändern, anstatt sie zu verdrängen, muss man sie also zuerst einmal kennen. Wenn wir schockiert sind über die Grausamkeiten, und diese im nächsten Moment durch unser Konsumverhalten aktiv finanziell unterstützen, dann sollte uns dieser Widerspruch dämmern. Und aus dieser Erkenntnis ergibt sich oft eine positive Veränderung unserer Lebensgewohnheiten. Der Sinn der Filmvorführungen am Stephansplatz ist demnach, solche Bewusstseins-Mechanismen anzuregen!

Wenn ihr Lust habt, uns bei dieser wichtigen Arbeit zu unterstützen oder euch das Ganze einfach einmal nur anzuschauen wollt: Der VGT sucht für diese seit 2006 stattfindenden Kundgebungen mit Filmvorführung und Infostand immer Leute, die den Stand betreuen oder Flyer verteilen. Fünf Millionen Menschen passieren jedes Jahr die Vorführungen – ihr könnt so mit eurem Mitwirken einen wesentlichen Beitrag leisten, das Leben vieler Menschen und Tiere zu verändern!

Neugierig geworden? Einfach einmal vorbeischauen, Hallo sagen und Fragen stellen. Oder gleich direkt hier an die Organisatoren wenden.

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Lamasthék: Vegane Jausenstation mit Lamas

Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere –…

Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere – Katzen, Hunde, Pferde, Ziegen, Schafe… Die Lamasthék in niederösterreichischen Pfaffstätten kommt meiner Vorstellung vom Paradies schon ziemlich nahe. Unglaublich, dass sich quasi hinter meiner Haustüre ein so schönes und idyllisches Fleckchen befindet, das ich bisher nur von Erzählungen gekannt habe. Zum Glück habe ich – durch die tollen Geschichten motiviert – beim Eröffnungsfest der veganen Jausenstation Lamasthék teilgenommen und so dieses neue Lieblingsfleckchen für mich entdeckt!

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Seit 1. April 2016 gibt es bei der Lamasthék vollwertig vegane Leckereien auf der Picknickwiese beim Standort von Lamasté. Lamasté wiederum bietet Lamatrekking und ist in Niederösterreich in Pfaffstätten (Einöde) beheimatet. Doch bei der Lamasthék erwarten euch nicht nur Lamas – dazu aber später mehr! Genossen werden können die Speisen sowohl auf der Picknickwiese, als auch auf den zahlreichen gemütlichen Sitzplätzen.

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Sogar ein Lagerfeuer gibt es, an dem nicht nur Speisen zubereitet werden, man kann sich bei Bedarf auch zu späterer Stunde daran aufwärmen. Inklusive ist wie überall die wunderschöne Aussicht.

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Was gibt es aber nun zu Essen? Auf euch warten rein pflanzliche Vollwertsnacks, Salate, Wildkräuter-Aufstrichbrote, Wraps, Smoothies und einiges mehr, alles von Hand frisch zubereitet.

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Sehr lecker sind auch der Kaffee und die Süßspeisen wie Palatschinken, die Lamasthék eignet sich also auch hervorragend für eine Jause. Oder einfach nur zum Entspannen und in der Sonne liegen.

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Nun aber zurück zu den Lamas. Wo Lamatrekking angeboten wird, gibt es ebensolche natürlich.

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Und keine Angst, Lamas spucken nur selten. Vielmehr sind zumindest diese eher neugierig.

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Aber das war noch nicht alles! Auf dem Gelände mit dem entzückenden Häuschen gibt es auch Ziegen und Schafe…

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…Graugänse und Pferde…

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…und eine etwas verschlafene Katze.

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Und sogar auf dem Heimweg wird man noch mit idyllischer Landschaft belohnt, die einem garantiert lange im Gedächtnis bleibt.

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Ich kann euch einen Besuch der Lamasthék nur empfehlen, gönnt euch eine Auszeit im Paradies!

 

Öffnungszeiten Lamasthék

April bis Juni und September bis November: Jeweils Freitag 13 bis 24 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 24 Uhr

Facebook-Seite: facebook.com/lamasthek

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Vom Wachsen und Schrumpfen. Die Konferenz „Wachstum im Wandel“ an der WU Wien

Von 22. bis 24. Februar 2016 hatte ich Gelegenheit für The bird’s new nest an der Konferenz „Wachstum im Wandel“ teilzunehmen, bei der ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie…

Von 22. bis 24. Februar 2016 hatte ich Gelegenheit für The bird’s new nest an der Konferenz „Wachstum im Wandel“ teilzunehmen, bei der ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie mehr als 600 TeilnehmerInnen in Wien zusammen kamen. Unter dem Motto „An Grenzen wachsen. Leben in der Transformationsgesellschaft“ wurde debattiert, wie man die Wirtschaft – nach gängiger Meinung nach wie vor zum ewigen Wachstum verdammt – und die natürlichen Grenzen unseres Planeten (Peak Oil, Peak Soil, Peak Everything) unter einen Hut bringen könnte bezwihungsweise wie die gängigen Lebens- und Wirtschaftspraktiken verändert werden müssten, damit ein gutes Leben für möglichst viele möglich wird, und zwar ohne dabei unsere eigene Lebensgrundlage (nämlich das Raumschiff Erde) zu zerstören. Keine einfachen Fragen also, die hier zur Diskussion standen und denen TeilnehmerInnen und Vortragende in einer Reihe von Panels, Workshops und Diskussionsrunden gleichermaßen beherzt zu Leibe rückten.

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Im Workshop „Overcoming Intrapersonal Limits in Order to Live Sustainably“, Bild: Wachstum im Wandel Konferenz 2016 / Jana Madzigon

Relative Einigkeit herrschte dann auch darüber, dass eine Transformation in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit dringend notwendig ist und die Rolle der Wirtschaft – als treibende Kraft von Ressourcen- und CO2-Verbrauch – dabei keinesfalls vernachlässigt werden darf. Der eigentliche Knackpunkt war die Frage, wie diese Transformation denn nun aussehen solle beziehungsweise was man dafür brauche und darüber gingen die Meinungen erwartungsgemäß weit auseinander. Umweltminister Andrä Rupprechter nannte als Hauptziel eine absolute Reduktion des Umweltverbrauchs bei gleichzeitiger Erhaltung der Arbeitsplätze und Sicherung „unseres“ Wohlstands: „Wir benötigen wirkungsvolle Instrumente sowohl auf globaler, europäischer als auch nationaler Ebene. Es wird darum gehen, den Wohlstand einer Gesellschaft zu bewerten, denn ein lebenswertes Österreich kann nicht nur am Bruttoinlandsprodukt gemessen werden. Wir brauchen darüber hinaus ergänzende Indikatoren“, so der Minister. Auch Alexandra Wandel, Vorständin des World Future Councils betonte alternative Indikatoren zum BIP als wesentlichen Faktor, um den tatsächlichen (also auch sozialen und ökologischen) Wohlstand einer Gesellschaft bewerten und davon notwendige Handlungsalternativen ableiten zu können.

In eine denkbar andere Richtung argumentierte der deutsche Gehirnforscher Gerhard Hüther – einigen vielleicht auch aus Erwin Wagenhofers letzter Doku „alphabet“ bekannt –, der als maßgeblichen Grund für die Misere, in der wir stecken, den Mangel an Co-Kreativität sieht, der uns daran hindert, umzudenken und gemeinsam, in Interaktion mit anderen Menschen, zu besseren Systemlösungen zu gelangen.

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Professor Tim Jackson, Bild: Wachstum im Wandel Konferenz 2016 / Jana Madzigon

Tim Jackson, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der University of Surrey und Autor des Bestsellers „Prosperity without Growth“ wiederum, sieht in unserer westlichen Konsumkultur eines der Hauptprobleme. Als wäre es nicht genug, dass sich die Menschen (scheinbar) freiwillig auf Basis von Konsumgütern selbst definieren, wird das Kaufen seiner Ansicht nach darüber hinaus regelrecht zur Bürgerpflicht erhoben, um die (marode) Wirtschaft zu defibrillieren. Diesen Kreislauf zu durchbrechen und stattdessen eine Gesellschaft zu etablieren, die sinnvolle und gerechte Arbeitsmöglichkeiten bietet, in der gezielt in nachhaltige Entwicklung investiert wird (zum Beispiel in erneuerbare Energien) und regenerative Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlbefinden leisten nennt er als wesentliche Ausgangspunkte um dem Dilemma zu entkommen. Oder, um es in seinen Worten zu sagen: „Is it possible to have more fun with less stuff? I would argue that it is!“

Neben den oben genannten, kamen natürlich auch noch zahlreiche andere Personen zu Wort, beispielsweise Sigrid Stagl, Professorin für Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien, Hans Bruyninckx, Chef der Europäischen Umweltagentur, Karl Aiginger vom Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut oder Janež Potočnik, EU-Umweltkommissar a. D. Falls ihr mehr über diese Personen oder die Konferenz im Allgemeinen erfahren möchtet, empfehle ich einen Besuch der Konferenz-Website, auf der alle drei Veranstaltungstage mit Fotos, Slides und Texten dokumentiert sind.

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Mit Global2000 bei der Klimakonferenz COP21 in Paris

Wenn man die Möglichkeit hat, im Auftrag von The bird’s new nest und vegan.at mit Global 2000 im Zuge der Klimakonferenz COP 21nach Paris zu fahren, ist das ein Angebot,…

Wenn man die Möglichkeit hat, im Auftrag von The bird’s new nest und vegan.at mit Global 2000 im Zuge der Klimakonferenz COP 21nach Paris zu fahren, ist das ein Angebot, das man nur schwer ablehnen kann. Deshalb ging es am Abend des 10. Dezember 2015 für mich per Bus nach Paris. Im Bus waren diverse Global2000 AktvistInnen und MitarbeiterInnen sowie VertreterInnen und AktvistInnen von anderen NGOs, wie zum Beispiel attac, und AktvistInnen aus Kroatien um allesamt vor Ort diverse Demonstrationen zu besuchen. Zusammen waren wir cirka 50 Leute. Wir kamen um 12 Uhr mittags am Freitag, nach einer 15 Stunden langen Reise, direkt beim Eiffelturm an. Die erste Aktion startete sofort, es wurden Fotos mit Klimaschutzforderungen von Gruppen aus ganz Österreich aufgenommen um diese Forderungen aus Österreich symbolisch nach Paris zu bringen.

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Bild: Global 2000

Danach hatten wir die Möglichkeit, im Hostel ein wenig zu Ruhe zu kommen. Nach dieser kleinen Pause ging es zu einem internationalen Friends of the Earth Treffen. Friends of the Earth ist die Dachorganisation des österreichischen Vereins Global 2000, die ihren Hauptsitz in Amsterdam hat. Bei diesem Treffen waren junge AktivistInnen aus ganz Europa vertreten, um genauso wie wir an Demonstrationen teilzunehmen und internationale Kontakte zu knüpfen. Dort angekommen habe ich mich zu einer von vielen kleinen Arbeitsgruppen gesetzt, die Themen wie „Transport“, „Erneuerbare Energien“ und „Fossile Brennstoffe“ diskutierten. Meine Arbeitsgruppe hatte das Thema „Essen“.

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Es war sehr interessant, Leute aus anderen Ländern über Probleme mit weitreichendsten Folgen wie Klimawandel, Regenwaldabholzung, Überfischung, Artensterben, Verschwendung von Nahrungsmitteln und vieles mehr sprechen zu hören, die alle durch Viehzucht entstehen – und deren Schwierigkeiten, dieses Bewusstsein unter die Bevölkerung zu bringen. Ich konnte wegen meiner Erfahrung bei der Veganen Gesellschaft Österreichs ein paar Tipps für die Vermarktung an Schulen einbringen, da ein Mädchen aus Dänemark ein Projekt an ihrer Schule macht: Generell wirkt das Wort „vegan“ sehr abschreckend, weswegen die Benennung von nachhaltigen veganen Speisen als „Klimaspeise“ sich als viel effektiver erweist. Andere Probleme, wie klimaschutzfeindliche Regierungen wurden besprochen, aber keine Lösungsvorschläge gefunden. Außerdem waren auf dem Treffen diverse Arbeitsbereiche mit Vorträgen zu verschiedenen Themen, Möglichkeiten für die Demonstrationen Schilder zu basteln und sich mit anderen AktivistInnen zu vernetzten.

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Später an diesem Abend war ich bei einem Vortrag einer amerikanischen Journalistin namens Amy Goodman, die die unabhängige und erfolgreiche Nachrichtenplattform Democracy Now! ins Leben gerufen hat. Ihre Ansprache über die COP21 war sehr inspirierend, die Wichtigkeit von Aktvisimus und unabhängigen Nachrichtplattformen wurde deutlich von ihr betont. Die Mainstream Nachrichtenplattformen sind laut Amy viel zu wenig reflektiert und eher darauf ausgerichtet, den Leuten eine politisch gefragte Meinung einzutrichtern. Damit sich in dem heutigen System etwas ändert, sei es von immenser Wichtigkeit, dass es mehr und mehr unabhängige Nachrichtenplattformen wie die ihre gibt.

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Samstag Früh nach dem Frühstück sind wir in Richtung einer sehr coolen Aktion aufgebrochen. Tausende AktvisitInnen haben sich in hunderte kleine Gruppen aufgeteilt und sind zu bestimmten Koordinaten in Paris gegangen. Sobald sie an ihrem Punkt waren, haben sie ein Foto von sich an diesem Ort gemacht und es auf eine Internetseite hochgeladen, womit dann über ganz Paris der Schriftzug „Climate Justice Peace“ virtuell einsehbar war. Der Sinn dieser Aktion war, auf die Forderung „Climate Justice“ aufmerksam zu machen. „Climate Justice“ bedeutet so viel wie Energiesouveränität für Gemeinden und die Rechte dieser, ihre eigenen nachhaltigen Energien auszuwählen und die Entwicklung von nachhaltigem Konsum voranzutreiben.

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Nach dieser Aktion sind wir zur Abschlusskundgebung für die COP21 beim Eiffelturm gegangen. Dort waren circa 10.000 Leute, wenn nicht sogar mehr. Es war sehr schön zu sehen, dass so viele Menschen sich dazu entschieden haben, diesen Nachmittag auf die Straßen zu gehen, um gemeinsam in Form einer Menschenkette ein Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen.

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Bild: Global 2000

Am Ende der Demonstration hielt Amy Goodman eine Ansprache über den beschlossenen Vertragstext der Klimakonferenz, der von allen Ländern unterzeichnet wurde. Entgegen der Mainstream-Medien und leider sogar vieler Umwelt-NGOs war das Abkommen ihrer Meinung nach alles andere als der so große Erfolg, als der er verkauft wurde. Abgesehen davon, dass ein Deal zustande gekommen, die Welt sich mit dem Thema „Klimawandel“ beschäftigt hat, und die Möglichkeit besteht, dass es zukünftig mehr Unterstützung für erneuerbare Technologien geben wird, gab es nicht viel Positives. Die Wörter „fossil fuels“, „oil“ oder „coal“ sind im kompletten Vertragstext nicht zu finden. Rechte von indigenen Gruppen wurden herabgestuft und es besteht weder ein Plan mit konkreten Maßnahmen, wie das 1,5 Grad Ziel erreicht werden soll, noch ein Finanzierungsplan.

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Der ganze Beschluss beruht außerdem auf Freiwilligkeit, sprich kein Land ist verpflichtet, Emissionen zu streichen und Verstösse werden auch nicht geahndet. Sobald etwas nicht verpflichtend ist, wird es meiner Meinung nach immer andere, „wichtigere“ Themen geben, die behandelt werden müssen. Es ist vergleichbar damit, als würde man einen Kredit aufnehmen, ohne festgelegte Rückzahlungsraten, mit unbestimmter Laufzeit, und ohne Sanktionen, sollte der Kredit von mir doch nicht zurückgezahlt werden. Das beschlossene Ziel von maximal 1,5 Grad Celsius Erderwärmung, klingt zwar gut, ist jedoch nach dieser Konferenz endgültig nur noch ein Wunschtraum, der unmöglich in Erfüllung gehen wird.

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Ganz abgesehen von dem Vertragstext selbst erschüttert es mich immer und immer wieder, dass das Thema Viehzucht und Fleischkonsum, obwohl dies der größte Umweltzerstörer in so ziemlich allen umweltrelevanten Bereichen ist, gar nicht bis kaum angesprochen wird. Ich denke, das liegt hauptsächlich daran, dass die Tierindustrie eine der größten Lobbygruppen weltweit hat und die Bevölkerung zu diesem Thema kaum bis gar nicht aufgeklärt ist. Sogar manche UmweltschützerInnen machen den Eindruck, als ob sie von diesem Problem nichts wüssten. Laut Personen, die auf der Konferenz selbst waren, gab es dort kaum Auswahl für VegetarierInnen, geschweige denn ein veganes Angebot. Wieso darf dort überhaupt Fleisch und Fisch konsumiert werden, fragt man sich, obwohl die Fleisch- und Kuhmilchproduktion der Verursacher Nummer 1 von Regenwaldabholzung, Artensterben, Überfischung, Nahrungsmittelverschwendung, Landnutzung, Wasserverschmutzung, Lebensraumzerstörung, Totwassergebieten und mehr ist? Diese ist außerdem einer der Hauptverursacher des Treibhausgasausstoß – weit mehr als der gesamte Transportsektor mit Autos, Schiffen und Flugzeugen zusammen.

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Nach diesen sehr anstrengenden, ermüdenden und dennoch hoffnungsvollen Tagen sind wir Samstag Abend von unserem Hostel aus nach Wien aufgebrochen und am Sonntag sicher am frühen Nachmittag wieder beim Global 2000 Büro angekommen.

Die Stimmung in Paris war trotz der Anschläge vor einigen Wochen, weder gedrückt noch beeinflusst, zumindest war das mein Eindruck. Ich hab an diesen wenigen Tagen sehr viel zum Thema Umweltschutz, Aktivismus und Nachrichten mitnehmen können. Außerdem durfte ich natürlich viele neue und nette Leute kennenlernen.

Ein großes Dankeschön an Global 2000, die diese Reise organisiert haben und natürlich an Edda, die mir die Reise möglich gemacht hat.

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Das war die Vegan Planet und Yoga Planet 2015!

Am letzten November-Wochenende diesen Jahres fand die Vegan Planet, organisiert von der VGÖ, zum zweiten Mal in Wien statt. Letztes Jahr hat Kathi von der größten veganen Messe Österreichs berichtet, dieses…

Am letzten November-Wochenende diesen Jahres fand die Vegan Planet, organisiert von der VGÖ, zum zweiten Mal in Wien statt. Letztes Jahr hat Kathi von der größten veganen Messe Österreichs berichtet, dieses Mal habe ich die Veranstaltung gemeinsam mit Tanja besucht, weil mir die Veganmania in Wien diesen Sommer so gut gefallen hat, dass ich mir die Vegan Planet auf keinen Fall entgehen lassen wollte.

Von 27. bis 29. November 2015 konnten wie auch schon im Vorjahr die Messen Vegan Planet und Yoga Planet unter einem Dach im Gebäude des Museums für angewandte Kunst in Wien besucht werden. Auf 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gab es auf der Messe für pflanzliches Genießen unter anderem eine bunte Vielfalt an veganem Essen, veganer Kosmetik und veganer Mode zu entdecken. Bunt darunter gemischt gab es jede Menge zum Thema Yoga, aber auch Ayurveda, Shiatsu und Co.

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Am Samstag, früher Nachmittag, ging es also auf ins MAK – und gefühlt hatte halb Wien den gleichen Plan an diesem Tag um die gleiche Uhrzeit die Messe zu besuchen. Schon beim Eintreten war klar: Die Messe ist mehr als gut besucht! Die Wartezeit an der Garderobe war trotzdem minimal, aber die Temperatur im unteren Bereich war unerwartet warm.

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Deshalb führte uns unser erster Weg direkt zum Eis, denn Abkühlung war wirklich dringend nötig. Und das Angebot von Freiraum sah außerdem unglaublich lecker aus, also gab es ein exzellentes Mango-Eis am Stiel. Nachdem für die nötige Erfrischung gesorgt war, machten wir uns nun auf die Suche nach weiteren kulinarischen Köstlichkeiten.

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Denn eines habe ich mittlerweile gelernt, auf veganen Veranstaltungen gibt es Unmengen an leckerem Essen. Und obwohl ich mit einem sehr gesunden Appetit gesegnet bin, ist es unmöglich, sich bei einem Besuch durch alles durchzukosten. Alleine aus diesem Grund wäre es angeraten, mehr als einen Tag für den Besuch einzuplanen, wenn es die Zeit zulässt (was in meinem Fall leider nicht möglich war).

Bei Dancing Shiva Superfoods, die roh-vegane Vitalküche und Getränke in Bio-Qualität mit jeder Menge Superfood-Power anbieten, gab es Smoothies, Kakaoelixiere, Snacks, Wraps, Torten, Desserts und vieles mehr – hier haben wir uns nur mit einer leckeren Limonade gestärkt, aber nachdem wir eines unserer Redaktionstreffen bei Dancing Shiva abgehalten haben, kann ich auch das Restaurant wärmstens empfehlen.

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I love Veggie Burger sah sehr interessant aus, dem Lokal werde ich auf jeden Fall in näherer Zukunft einen Besuch abstatten, denn für einen guten veganen Burger bin ich immer zu haben. Entschieden habe ich mich aber letzten Endes für die Falafeln mit Hummusvariationen (Bio und Fair Trade!) von Lemberona – Elmiras vegane, glutenfreie Bio-Schmankerln. Superlecker!

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Gerade als wir uns einen Stehplatz zum Essen gesichert hatten ging die Kochshow mit „Vegana Indiana“ Andreas Bilgeri los, der zeigte, wie man ohne viel Aufwand Soja und Seitan kochen kann, als Beilage gab es Creme-Polenta mit Kürbiskernen. Zum Dessert folgte ein Kokos-Grießschmarren mit Datteln. Das alles konnte von den Zusehern auch probiert werden, ich musste leider passen, war ich doch mit meinen Falafeln mit Humus beschäftigt.

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Gestärkt starteten wir dann mit einen Rundgang durch die Messe, wobei sowohl die Gänge zu schmal als auch der Andrang zu groß war, denn das Weiterkommen war etwas mühsam und es war kaum möglich, sich alles in Ruhe anzusehen. Zum Glück war im oberen Stockwerk etwas weniger los, was nicht heißt, dass wenig los war, denn es wurde in zwei Bereichen fleißig Yoga betrieben.

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Eine große Anziehung verübte der Shiatsu-Stand auf uns, deshalb gab es für jeden von uns zehn Minuten Entspannung zwischendurch. Danach waren wir uns einig, die Massage hätte ruhig noch um einiges länger dauern können, aber es gab ja auch noch so viel mehr zu entdecken!

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Zum Beispiel die Vegan Heroes aus Berlin – eine geniale Idee! In Filmen werden die Heldinnen und Helden bewundert, aber die ZuseherInnen vergessen dabei oft, dass sie selbst stark und einflussreich sein können. Die Vegan Heroes wollen auf untypische und unbeschwerte Weise zu einem veganen Lebensstil ermutigen und inspirieren. Unter dem Motto „Go Vegan – Be A Hero“ konnte man sich mit den Vegan Heroes fotografieren lassen, diese selber ablichten oder sie einfach nur bewundern.

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Zum Glück hatten wir trotz des Trubels etwas Zeit, neue Bekantschaften zu schliessen, wie zum Beispiel mit dem Team von animal.fair. animal.fair ist eine unabhängige und gemeinnützige NPO, die sich für ethischen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsum einsetzt – zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt. Das supernette Gespräch wurde dann mit einem Foto abgeschlossen.

Aber auch „alte“ Bekannte wurden angetroffen, ich habe mich sehr gefreut, mal wieder mit Karin von Beechange.com plaudern zu können, die ja schon ein paar Mal auf The bird’s new nest vertreten war. Bei Beechange.com gibt es alles für ein grünes Leben: Von Edelstahl-Lunchboxen über Bambus-Zahnbürsten bis zu einpflanzbaren Samen-Bleistiften, nach dem Motto „Fair zu Umwelt, Mensch & Tier“. Einen Besuch der Homepage kann ich genau wie bei animal.fair sehr empfehlen!

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Den Preis für den schönsten Stand verleihe ich hiermit übrigens Freiraum, denn dieser war so liebevoll und ansprechend gestaltet, dass sich hier so mancher Messebauer eine Scheibe abschneiden kann. Alle Daumen hoch dafür!

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In den Freiraum Coffeeshop-Delis bekommt ihr ausschließlich selbstgemachte Produkte wie Kaffee, Pitas, Kuchen, Salate, Eis am Stiel und vieles mehr, sehr vieles davon vegan. Alles wird frisch und ohne Zusatzstoffe zubereitet – ich werde mir Freiraum auf jeden Fall noch genauer ansehen.

Einer der Gründe, warum es am Samstag zur Vegan Planet ging war Martin Balluchs Vortrag zum Thema „Warum ich vegan bin“. Obwohl ich Martin Balluch als Person quasi schon ewig kenne, habe ich es bis jetzt nicht geschafft, ihn irgendwo öffentlich sprechen zu hören und das wollte ich auf jeden Fall nachholen.

DDr. Martin Balluch, Obmann des VGT, lebt mittlerweile seit über 26 Jahren vegan – und das aus Überzeugung: Tiere sind Persönlichkeiten mit eigenem Willen, der respektiert werden muss. Sie zu nutzen und gar zu töten, um sie zu essen, widerspricht diesem Respekt. Noch spannender wurde es, als der Vortrag auf die globalen Auswirkungen des Konsums von Tierprodukten einging. Martin Balluch war jahrelang als Wissenschaftler an vorderster Front in der Klimaforschung aktiv – den Zusammenhang zwischen Tierproduktion und dem Klimawandel hier nochmals aufbereitet zu sehen war sehr interessant. Und beängstigend.

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Komplett neu war für mich die Erkenntnis des absurden Verhältnis zwischen dem Anteil an Menschen und Nutztieren im Vergleich zu Wildtieren. Die Welt ist zu mehr als der Hälfte von Nutztieren bevölkert, den Rest macht die Menschheit aus. Nur noch ein verschwindend geringer Teil sind Wildtiere – und es werden immer weniger. Schlüssig wurde von Martin Balluch erklärt, wieso vegane Ernährung Raum schaffen kann, Wildnisgebiete zu erhalten und den Wildtieren wieder einen Freiraum zu bieten, selbstorganisiert und vom Menschen unabhängig zu leben.

Der Vortrag hat mich ein weiteres Mal darin bestärkt, dass der vegane Lebensstil für mich der richtige ist, ich kann jedem empfehlen, Vorträge von Martin Balluch zu besuchen, solltet ihr irgendwann einmal die Gelegenheit dazu haben.

Mein Fazit zur Vegan Planet? Ein Tag ist nicht genug! Die Menge an Ausstellern, Vorträgen und nicht zuletzt das kulinarische Angebot würde locker einen täglichen Besuch rechtfertigen. Noch besser fände ich, wenn die Yoga Planet von der Vegan Planet abgekoppelt oder zumindest räumlich komplett getrennt werden würde. Bei dem enormen Ansturm liegt die Vermutung nahe, dass sich das MAK nächstes Jahr alleine durch die Vegan Planet füllen lassen könnte. Super wären auch mehr Plätze zum Hinsetzen und Relaxen gewesen, hier hat mir von der Aufteilung die Veganmania sehr gut gefallen. Stände im unteren Bereich und Vorträge, Kulinarik und Sitzgelegenheiten im oberen Stockwerk könnte ich mir gut vorstellen.

Und was sagt Tanja als Nicht-Veganerin dazu? „Ich fand die Vielfalt des Angebots toll, das beweist, dass ein Bewusstsein für vegane Ernährung längst im Mainstream angekommen ist. Ich kann die Messe auch für nicht vegan lebende Menschen empfehlen!“

Wir sind auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei und freuen uns schon auf die Veganmania im Sommer! Gratulation an die VGÖ für diese gelungene Veranstaltung und weiter so – für mehr tolle vegane Events!

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Fürs Klima (ver)handeln. Das SPIELART Festival bringt Rimini Protokolls „Welt-Klimakonferenz“ nach München

Wie wäre es eigentlich, mal selbst an einer UN-Klimakonferenz teilzunehmen? Wie läuft so etwas ab? Wer spricht mit wem? Welche Prozesse führen zu den Entscheidungen, die dann den Ausschlag über…

Wie wäre es eigentlich, mal selbst an einer UN-Klimakonferenz teilzunehmen? Wie läuft so etwas ab? Wer spricht mit wem? Welche Prozesse führen zu den Entscheidungen, die dann den Ausschlag über Fortbestand oder Sinken ganzer Inselstaaten oder die (Nicht-) Erreichung des 2-Grad-Ziels geben? Am Samstag vergangene Woche, knapp drei Wochen vor Start der COP21 in Paris, hatte man beim SPIELART Festival in München Gelegenheit, es auszuprobieren.

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll. Auf dem Foto von links: Ute Hannig, Dr. Florian Rauser, Dr. Sebastian Sonntag © Aysegül Suna / Kunstschule Wandsbek

Die Idee hinter der 2014 am Hamburger SchauSpielHaus entstandenen „Welt-Klimakonferenz“ der Theatergruppe Rimini-Protokoll, die versucht die Mittel des Theaters weiterzuentwickeln um „ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen“, ist hierbei so simpel wie genial: Bringe reale Expertinnen und Experten aus verschiedenen klimarelevanten Bereichen (Geografie, Meteorologie, Wirtschaft etc.) mit interessiertem Publikum zusammen, mache sie alle zu DarstellerInnen und und lasse sie im Laufe eines Abends die wesentlichsten Abläufe einer realen Klimakonferenz in komprimierter Form nachstellen.

Gleich beim Kartenabriss in den Münchner Kammerspielen, wo die Veranstaltung stattfand, bekam man hierfür ein Schlüsselband mit einem kleinen Heftchen überreicht, auf dessen Cover eine Flagge und ein Landesname prangte. Dieses verkörperte sozusagen den Zutrittspass für die „Welt-Konferenz“ und gab einem außerdem Aufschluss darüber, welches Land man im Laufe des Abends vertreten würde. In meinem Fall war es Uganda und mein Heftchen enthielt nicht nur die Agenda für die kommenden Stunden sondern auch relevante Grundsatzinformationen zu dem von mir vertretenem Land (Bevölkerung, Klima, CO2-Verbrauch, Wohlstand etc.).

Aufgebaut war der Abend angelehnt an eine reale Klimakonferenz, was heißt, dass jede Länder-Delegation verschiedene Termine wahrnehmen musste, die einen nicht nur quer durchs Theater sondern sogar aus diesem heraus führten. Auf Basis der gewonnen Informationen konnte man dann am Ende über CO2-Einsparungsziele für die kommenden Jahre und den Beitrag zum Green Climate Fond entscheiden oder sein Land ganz im Gegenteil vor allem als Leidtragenden des Klimawandels positionieren (Stichwort: „Loss & Damage“). Da die Termine für jede Delegation unterschiedlich waren (verschiedene Gruppen, ExpertInnen, Länderinformationen usw.), verlief auch die gesamte Konferenz für jede Gruppe einzigartig. Ganz wie im realen Leben bekam man also immer nur einen Teil der ganzen Wahrheit präsentiert und es blieben (Wissens)Lücken trotz derer aber dennoch Entscheidungen getroffen werden mussten.

Rimini Protokoll_Welt-Klimakonferenz_10_®Benno Tobler

Für unsere Delegation ging es unter anderem auf die Bühne, wo wir uns in Liegestühlen liegend von Kenneth Gbandi mit wichtigen Informationen zu Afrika versorgen lassen konnten. Von einem Theaterkran aus referierte er über die Afrikanische Union und das Klima im Süden des Kontinents, wobei ihm eine kreisförmige Fläche aus Scheinwerfern, Nebelmaschinen und eine Spritzflasche zur Unterstützung dienten. Nach den anschließenden Inputs zu 2-Grad-Ziel und Zertifikatehandel im großen „Plenarsaal“ mussten wir dann zum bereitgestellten Bus eilen, der auch tatsächlich abfuhr. Der auf großen Klimakonferenzen (scheinbar) gängigen Praxis, den Delegierten nicht einmal auf ihren Shuttle-Fahrten zwischen den verschiedenen Konferenz-Locations etwas Ruhe zu gönnen, sondern sie selbst dann noch mit Infos zu beschießen – in diesem Fall zum Thema „Stadtklima“ – wurde somit auch Rechnung getragen. Sogar ein bilaterales Gespräch stand auf dem Programm und zu guter Letzt gab es vor dem großen Abschluss-Plenum noch eine Strategieberatung, die schließlich auch den Ausschlag für unsere Entscheidungen gab.

Rimini Protokoll_Welt-Klimakonferenz_5_®Dennis Kossowski

Das Gesamtergebnis der bayrischen „Welt-Klimakonferenz“ fiel dann generell sehr positiv aus. Mit den vorgeschlagenen Einsparungen hätten wir das 2-Grad-Ziel bis 2050 nicht nur locker erreicht, sondern auch einen großzügigen Green Climate Fund von 102 Milliarden Dollar aufgestellt: Klimasituation also erstmals deeskaliert und viel neues Wissen im Gepäck! Da bleibt nur zu sagen: Applaus an uns, Theatermacher und ExpertInnenteam! Es war wirklich ein sensationeller Theaterabend!

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„Don’t change the yoga, let the yoga change you!“ – Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd im Interview

Auf meinem Weg zurück zur Fitness habe ich mich nicht nur wieder für Bikram Yoga entschieden, sondern musste mir auch ein neues Studio suchen, das optimaler Weise so nah wie…

Auf meinem Weg zurück zur Fitness habe ich mich nicht nur wieder für Bikram Yoga entschieden, sondern musste mir auch ein neues Studio suchen, das optimaler Weise so nah wie möglich zu meinem Zuhause liegt.

Das Bikram Yoga Wien Süd liegt nicht nur in meiner Nähe, sondern wurde von mir auch getestet und für gut befunden – mittlerweile bin ich schon seit einigen Monaten einmal die Woche beim Bikram Yoga anzutreffen. So habe ich natürlich auch die Inhaber von Bikram Yoga Wien Süd, Srdjan und Claudia, näher kennen gelernt. Und weil ich jede Menge Fragen an die beiden hatte, habe ich sie zu einem Interview gebeten:

Edda: Ihr beide betreibt Bikram Yoga Wien Süd, stellt euch doch bitte kurz vor!

Srdjan: Kurz ist schwierig – über uns gäbe es viel zu erzählen. Was könnte interessant sein? Wir gehen seit über 20 Jahren privat gemeinsam durchs Leben, unsere beruflichen Karrieren waren jedoch sehr verschieden. Obwohl ich hydrotechnisches Bauwesen studierte und in Holland aufgewachsen bin, habe ich keinen einzigen Damm gebaut, denn ich fand mein Arbeitsglück in der Softwareentwicklung – und Claudia ist mit Leib und Seele Pädagogin. Wir sind beide sehr sportbegeistert, aber auch da waren wir sehr unterschiedlich unterwegs. Claudia verschrieb sich unter anderem dem Eiskunstlauf und dem Florettfechten, mich begeisterte jahrzehntelang der Ausdauersport, Triathlon und Radrennfahren. Beim Segeln haben wir uns allerdings gefunden, das B-Schein-Küstenpatent haben wir gemeinsam geschafft. Na ja, und dann kam Yoga.

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Claudia: Ja, mit Yoga bringst du alles in Balance. Wir achten auf gute Ernährung, kochen fast täglich frisch und essen gerne vegetarisch, vorzugsweise mit Familie und Freunden, denn das soziale Element darf im Leben nicht fehlen. Unsere Interessen sind vielseitig, denn wer rastet der rostet, körperlich wie geistig.

Srdjan: Und wir reisen gerne. Bevor wir unser Yogastudio eröffnet haben, sind wir ein Jahr lang um die Welt geflogen. USA, Mexiko, Neuseeland, Australien, Süd-Ost-Asien. Das war eine tolle Zeit. Wir haben ganz viele Bikram Yoga Studios besucht, praktiziert und unterrichtet, wunderbare Menschen kennen gelernt und viele wertvolle Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause gebracht.

Was hat euch zu Bikram Yoga geführt, wie lange übt ihr diese Yoga-Form schon aus?

Srdjan: Wir haben vor mehr als zehn Jahren in Dublin, Irland, mit Bikram Yoga begonnen. Ich hatte zu dieser Zeit einen verantwortungsvollen und fordernden Job als EDV-Spezialist und Claudia war damals als Radiojournalistin tätig. Der berufliche Stress war manchmal schon heftig und drohte sich auf die Gesundheit auszuwirken. Nach eingehender Internetrecherche entschlossen wir uns, es mit Bikram Yoga zu versuchen. Klang irgendwie einfach, spannend und plausibel. Keine Anmeldung, keine unterschiedlichen Kursniveaus, Yoga in seiner ursprünglichsten Form, vorbeikommen und mitmachen… und siehe da, trotz anfänglicher Skepsis, fühlten wir uns bereits nach wenigen Wochen regelmäßiger Yogapraxis wie neu geboren, und aus zwei Mal pro Woche praktizieren wurden bald drei und vier Mal. An unserer Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert.

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Claudia: Wir haben neben Bikram Yoga verschiedene Yogastile ausprobiert, die uns auch gut gefallen, aber keinen halten wir für so effizient und großartig wie Bikrams 26+2. Diese Serie ist einfach genial. Ein Rundumpaket für Körper und Geist. In nur 90 Minuten ist alles drin. Egal ob du dich gut oder schlecht fühlst, ob du neun oder 99 bist, du kannst es immer versuchen, du bestimmst die Intensität. Die Positionen sind so ausgewählt, dass jeder sie versuchen kann und schon nach kurzer Zeit Erfolge sichtbar sind, auch wenn du nicht daran glaubst. Du musst es nur regelmäßig machen.

Was für eine Ausbildung betreffend Bikram Yoga habt ihr?

Srdjan: Man kann es eigentlich mit keiner anderen Yoga-Ausbildung vergleichen – Hardcore pur. Neun Wochen lang lebt und atmet man Yoga. Der Tag beginnt in den frühen Morgenstunden und endet auch dort. Intensives Training unter Bikrams persönlicher Aufsicht. Neben mehreren Yogaklassen pro Tag wartet auf dich ein breites Spektrum von der Anatomie des Yoga, über Philosophie und Geschichte bis hin zur Unterrichts- und Sprechtechnik. Wir wurden an unsere körperlichen und psychischen Grenzen gebracht, haben dabei aber auch selbst gemerkt, dass deine Yogapraxis dir genau die Kraft und Energie gibt alles zu schaffen, was du auch schaffen willst. Eine wunderbare Erfahrung.

Was hat euch dazu bewogen, euer eigenes Studio zu eröffnen?

Srdjan: Als wir uns entschlossen, die Bikram Ausbildung zu machen war klar, dass wir eines Tages auch unser eigenes Studio haben wollten. Bikram Yoga ist im Laufe der Jahre ein integrativer Bestandteil unseres Lebens geworden, so wichtig, dass wir es nicht nur als angenehme Freizeitbeschäftigung sahen, sondern es auch zum Beruf machen wollten. Neben dem Yoga war auch der Aspekt des „community buildings“ ein schöner Gedanke für eine neue Berufswahl. Ursprünglich wollten wir eigentlich ein Studio irgendwo am Meer führen, haben uns aber dann aus familiären Gründen für Wien entschieden und da ganz bewusst für die südliche Peripherie, um auch den Menschen am Stadtrand das zu bieten, was es in der Innenstadt schon längere Zeit gibt – allerdings schaffen wir es auch, das frische Grün des umliegenden Waldes in den Yogaraum zu bringen.

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Claudia: Noch großartiger als die Wohltaten einer Bikram Yoga Klasse zu genießen ist es, diese auch mit anderen Menschen teilen und an sie weitergeben zu können. Zu sehen, wie Menschen müde und erschöpft vom stressigen Alltag, mit Beeinträchtigungen jeglicher Art, ins Studio kommen und wie entspannt und strahlend sie nach Hause gehen. Der sogenannte „yoga glow“! Egal wie anstrengend die Klasse war, nachher ist es immer gut. Ein herrliches Gefühl.

Was muss man für Voraussetzungen mitbringen, um ein Bikram Yoga Studio zu eröffnen?

Claudia: Nur ein zertifizierter Bikram Lehrer kann auch ein offizielles Bikram Studio eröffnen und führen. Du benötigst eine erfolgreich absolvierte Ausbildung, danach viel Unterrichtserfahrung, Referenzen, einen konkreten, detaillierten Plan über dein zukünftiges Studio und dann vor allem Bikram Choudhurys persönliche Genehmigung. Weltweit gibt es heute mehr als tausend Bikram Yoga Studios auf allen Kontinenten, und wir gehören dazu.

Was ist der Unterschied zwischen einem Bikram Yoga Studio und einem konventionellen Yogastudio?

Claudia: Bikram Yoga ist Hatha Yoga, also die ursprünglichste Form des Yoga. Praktiziert wird bei Bikram Yoga aber in einem auf 40 Grad aufgewärmten Raum bei ca. 40 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Hitze ist ein Katalysator und neben bewusstem Atmen, Dehnen und Kräftigen tut sich ganz viel im Körper. Durch das Schwitzen werden Stoffwechselprozesse angekurbelt, Leber und Nieren arbeiten höchst effektiv. Alle Systeme im Körper, zum Beispiel Drüsen- oder Verdauungssystem, können stimuliert und ausbalanciert werden. Die Durchblutung funktioniert besser. Viele wohltuende, chemische Prozesse werden in Gang gesetzt. Du arbeitest einfach tief in den Körper hinein und so ganz nebenbei kommt auch deine Schaltzentrale, also dein Hirn, zur Ruhe.

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Srdjan: Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu anderen Yogaklassen ist auch, dass nicht der Lehrer entscheidet, auf welchen Körperteil er diesmal sein Augenmerk legt. Es wird immer der ganze Körper in Schwung gebracht, nichts wird ausgelassen. Wie zum Beispiel auch Asthanga ist Bikram Yoga ein systemisches Yoga. Bei Bikram Yoga besteht die Serie aus zwei Atemübungen und 26 Körperübungen und wird nie verändert. Warum auch? Die Serie wirkt genauso, wie sie konzipiert wurde. „Don’t change the yoga, let the yoga change you!“ – und wenn es schön warm im Raum ist, dann kann auch die Verletzungsgefahr beim Üben gebannt werden.

Was bietet Bikram Yoga Wien Süd seinen KundInnen alles an?

Srdjan: Das Wichtigste beim Yoga sind die Menschen, die es praktizieren, und für sie und uns wollen wir da nur das Beste, nur das originale Bikram Hot Yoga, keine Verfälschungen. Das Herzstück bei Bikram Yoga ist der Hotroom. Wir verwenden als einziges Hot Yoga Studio in Österreich eine elektronisch geregelte Warmluftheizung mit permanenter Frischluftzufuhr. Es gibt also 90 Minuten immer genügend frischen Sauerstoff bei gleichzeitig perfekter Raumtemperatur. Optimaler Bodenbelag und drei Spiegelwände sowie große Fenster mit Ausblick geben den Rahmen. Du praktizierst also in enger Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten.

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Claudia: Wer viel schwitzt, will nach der Klasse natürlich duschen. Daher war es uns wichtig, dass die Garderoben für Damen und Herren großzügig dimensioniert sind, dass es genügend Haarföhns gibt, dass man sich auch vor und nach der Yogaklasse wohlfühlt. Selbstverständlich gibt es auch einen Bereich zum Chillen und Plauschen, mit kühlen Getränken wie zum Beispiel Kokoswasser. Und wer zum Yoga nichts mitschleppen will, der findet alles vor Ort, zum Ausborgen oder Kaufen: Matten, Handtücher, stilles Mineralwasser, Yogawear…

Zum Abschluss: Habt ihr ein Motto betreffend eurer Yoga-Praxis?

Srdjan: Oh ja, da gibt es einige. „Keep it pure“, „Lead by example“, „Frequency-intensity-precision“, „Hot body-cool mind“… Wir haben uns für das echte Bikram Yoga entschieden, so wie es Bikram lehrt, so wie wir täglich aufs Neue merken, wie gut es tut. Mach‘ Bikram Yoga nicht im Garten oder am Strand sondern im Hotroom. Mach‘ es regelmäßig und so gut du kannst. Such‘ keine Ausreden – was nicht geht, geht nicht, Punkt. Jeder Tag ist neu, jeder Tag bietet eine neue Chance – nutze sie! Manchmal gelingt’s und manchmal nicht und wie Bikram sagt: „Die schlechteste Yogaklasse ist die, die du nicht machst.“ In diesem Sinne, c u on the mat!

 

Habt ihr Fragen betreffend Bikram Yoga? Gibt es etwas, das euch interessiert oder ihr schon länger wissen wolltet? Oder wollt ihr Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd eine andere Frage stellen? Schreibt eure Fragen in die Kommentare und sie werden in einem weiteren Artikel von ihnen beantwortet!

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Cooktown – Oder wie man das Pferd von hinten aufzäumt

Vegane Lokale und innovative Start-ups schießen momentan ja förmlich wie Schwammerl aus dem Boden. Erfreulicherweise, denn so wächst auch die Auswahl an gesunden Lokalen, die nicht einer großen Kette angehören….

Vegane Lokale und innovative Start-ups schießen momentan ja förmlich wie Schwammerl aus dem Boden. Erfreulicherweise, denn so wächst auch die Auswahl an gesunden Lokalen, die nicht einer großen Kette angehören. Vorwiegend findet man solche Lokale noch in Großstädten, aber der Trend dehnt sich aus und so habe ich vor kurzem ein tolles Lokal nur ein Stück außerhalb von Wien entdeckt.

Seit dem Frühjahr 2015 gibt es das Cooktown am Hauptplatz in Korneuburg. Hier werden mit viel Herzblut täglich frische Speisen zubereitet. Dabei wird vor allem auf Nachhaltigkeit und biologische Produkte geachtet. „Wir schaffen es, etwa 80 bis 90 Prozent unserer Zutaten biologisch einzukaufen und bemühen uns mit regionalen Bauern zusammenzuarbeiten. Leider bekommen wir aber noch nicht alles in der Menge, die wir benötigen.“, erklärt mir Thomas Vitzthum, der gemeinsam mit seiner Frau das Cooktown betreibt. Zum Gedanken der Nachhaltigkeit gehört aber auch das tägliche Bemühen, nur die Menge an Lebensmittel zu verarbeiten, die auch am selben Tag verzehrt werden.

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Im Cooktown stehen täglich zwei Hauptgerichte auf dem Speiseplan. Neben einem Fleischgericht wird immer auch eine fleischlose Speise angeboten, die größtenteils sogar vegan zubereitet wird. Außerdem gibt es täglich eine – ebenfalls oft vegane – Suppe und frische Salate wie etwa einen Getreide- oder Couscous-Salat. Wer danach noch nicht satt ist, kann sich an dem wechselnden Nachspeisenangebot bedienen. Hier findet man auch immer wieder etwas für sich, wenn man so manches nicht essen darf oder möchte, wie zum Beispiel vegane, glutenfreie Brownies.

Mich hat natürlich auch interessiert wie es denn überhaupt zu der Idee gekommen ist, das Cooktown zu eröffnen. „Gastronomie hat mich immer schon fasziniert, aber leider hat es damals mit der Hotelfachschule nicht geklappt.“, erfahre ich von Thomas. So hat er zunächst lange als Krankenpfleger gearbeitet und auch eine Zeit lang auf wien.at eine Kolumne verfasst. Die Leidenschaft zum Kochen hat ihn aber nie so recht losgelassen. Also hat er sich schließlich entschlossen doch noch eine Gastronomieausbildung zu machen und sein eigenes Lokal zu eröffnen. Seine Frau war bis jetzt als Kindergartenpädagogin tätig, steht mittlerweile aber auch voll mit im Lokal.

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„Privat verzichten wir auf Fleisch, sowohl aus gesundheitlichen, als auch aus ethischen Gründen und wir versuchen auch unserem Sohn beizubringen woher sein Essen stammt.“ So wollten die Beiden ein Lokal eröffnen, dass gesunde Alternativen bietet und in denen Menschen auch einmal Neues ausprobieren können und sich vielleicht auch öfter an fleischlose Kost wagen. Ein Fleischgericht steht dennoch jeden Tag auf dem Speiseplan, da die Nachfrage hier einfach noch zu groß ist.

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Um sein Essen zu genießen kann man entweder in dem netten kleinen Lokal an einem der vier Tische Platz nehmen, wo man sehr herzlich umsorgt wird. Eine Kanne Leitungswasser wird hier wie selbstverständlich am Tisch platziert. Bei schönem Wetter kann man auch im kleinen Schanigarten vor dem Lokal Sonne tanken.

Nachdem sich momentan ein Lieferservice im Probelauf befindet und der Großteil der Kunden ihr Essen mit nach Hause oder an den Arbeitsplatz nimmt, wurde auch bei der Wahl der Verpackungen überlegt, wie man Umwelt und Gesundheit so wenig wie möglich schädigt. Suppen und Hauptgerichte werden also in Zuckerrohrschalen abgefüllt, das Ganze kann dann in Papiertragetaschen transportiert werden. Lediglich die Salatschälchen sind noch aus Kunststoff.

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Zum Schluss unseres Gesprächs kommt Thomas aber noch einmal ins Schwärmen, denn neben biologischen Fruchtsäften, Kaffee und Getränken wie Fritz-Kola gibt es auch Bier im Cooktown. „In Zukunft möchte ich auch öfter Events veranstalten und immer wieder Bierverkostungen machen, denn Craft Beer ist mein absolutes Steckenpferd.“

Mich hat das Cooktown jedenfalls überzeugt. Preis-Leistung stimmt und ich kann mein Essen immer mit gutem Gewissen genießen. Genauso wie ich meinen Mann zu Hause gut versorgt weiß, wenn der Kühlschrank wieder einmal nichts Passendes hergibt. Schon jetzt bietet das Cooktown für alle möglichen Geschmäcker etwas, aber in meinem Interview habe ich schon herausgehört, dass es an Ideen für die Zukunft nicht mangelt. „Wir haben zuerst das Lokal eröffnet und arbeiten uns jetzt Idee für Idee vorwärts. Wir zäumen eben das Pferd von hinten auf.“

Wenn ihr nun neugierig geworden seid, so könnt ihr unter cooktown.bio schon etwas gustieren oder ihr lasst euer Like auf der Facebook-Seite und bleibt so auf dem Laufenden. Am besten ist aber, ihr stattet dem Cooktown einfach einen Besuch in der Bisambergerstraße 1 in Korneuburg ab und kostet euch selbst durch das Angebot.

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