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Kategorie: Body. Soul.

Bikram Yoga: Mein Weg zurück zur Fitness

Ich war nie eine richtige Sportskanone, aber ich habe doch so einige Sportarten betrieben – nicht alle mit durchschlagendem Erfolg, doch immer mit jeder Menge Spaß an der Bewegung. Von…

Ich war nie eine richtige Sportskanone, aber ich habe doch so einige Sportarten betrieben – nicht alle mit durchschlagendem Erfolg, doch immer mit jeder Menge Spaß an der Bewegung. Von Basketball zu Volleyball über Tischtennis bis zu Kung Fu, diversen Yoga-Arten und Klettern haben sich über die Jahre so einige Sportarten angesammelt.

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Dann kam The bird’s new nest und mit diesem Projekt 14-Stunden-Tage, oft sieben Tage die Woche. Natürlich war mir bewusst, dass ständiges Sitzen am Computer ohne entsprechenden Ausgleich nicht gerade gesund ist, aber diese Gedanken wurden von mir erfolgreich ignoriert. Nach zwei Jahren durchgehenden Arbeitens ohne einen Tag Urlaub waren die Folgen meiner mangelnden Bewegung aber doch zu deutlich. Ich hatte einerseits starke Rückenschmerzen, andererseits hatte ich einige Kilos zugelegt, sodass das Anziehen ehemals gut sitzender Jeans jetzt zu einer sportlichen Herausforderung wurde.

Das, was mich aber am meisten beunruhigt hat war, dass die Mobilität meiner linken Körperhälfte auf einmal eingeschränkt war. Nicht verwunderlich, wenn man die Maus immer auf der rechten Seite der Tastatur positioniert hat und deshalb auch ständig etwas schief im Bürostuhl sitzt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich den Kopf nicht mehr weit nach links drehen konnte, genauso wie auf einmal die Beweglichkeit meiner linken Hüfte deutlich eingeschränkt war. Einfache Positionen wie der Schneidersitz waren auf einmal wie Akrobatik und ziemlich schmerzhaft. Zu guter Letzt fühlte ich mich durch die ständige Arbeit ohne längere Erholungszeiten auch ziemlich gestresst und unausgeglichen – auch seelisch bekam ich die mangelnde körperliche Bewegung immer mehr zu spüren. Das alles war für mich nun doch ein deutliches Alarmsignal, dass unbedingt wieder regelmäßiger Sport einen Fixplatz in meinem Leben bekommen musste.

Nach diesem Entschluss stand schon die nächste große Frage an: Welche Sportart sollte es denn nun werden? Sie sollte herausfordernd sein, weil ich mir durch meinen vollen Zeitplan nur ein Mal die Woche Zeit nehmen konnte und wollte. Man sollte dazu keine zweite Person brauchen wie beim Klettern, diese zuletzt von mir betriebene Sportart schied aus dem Grund schon aus. Genauso wie Tischtennis und Teamsportarten wie Basketball oder Volleyball. Man sollte aber trotzdem unter anderen Menschen sein, Laufen und Joggen fiel hier aus, außerdem – sorry, liebe passionierte Läufer – habe ich immer wieder versucht, Freude an dieser Sportart zu finden und mich jedes Mal entsetzlich gelangweilt. Der Entspannungseffekt sollte natürlich auch nicht fehlen, hier schied nun Kung Fu aus – hohe Kicks und Flugrollen sind zwar cool, aber definitiv nicht entspannend. Bleibt… Yoga. Doch die Yoga-Arten, die ich bis jetzt gemacht habe – Hatha und Kundalini – waren mir nicht herausfordernd genug. Bis auf… Bikram Yoga!

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Bikram Yoga, auch Hot Yoga genannt, ist eine Serie von 26 Yoga- und zwei Atemübungen, die in einem rund 40 Grad warmen Raum praktiziert werden. Jede Einheit dauert 90 Minuten. Also im Prinzip die perfekte Mischung. Durch die hohe Raumtemperatur ist Bikram Yoga auf jeden Fall eine Herausforderung. Man benötigt keine zweite Person oder sogar ein ganzes Team, aber man ist trotzdem unter Menschen. Die Hitze ist für mich aber nicht nur eine Herausforderung, sondern wirkt auf mich sehr entspannend. Kaum an einem anderen Ort komme ich so gut zur Ruhe wie in der Sauna, im Sommer im Freien liegend oder eben beim Hot Yoga. Und noch etwas sprach für Bikram Yoga – vor einiger Zeit hat in meiner Nähe Bikram Yoga Wien Süd eröffnet. Also alles klar, oder?

Leider waren die Anlaufschwierigkeiten doch grösser als gedacht. Denn eigentlich wollte ich im Zuge meines Neujahrsvorsatzes, wieder Sport zu machen, schon im Januar erneut mit Bikram Yoga anfangen. Aber natürlich gab es immer einen guten Grund, nicht zu beginnen. Zu viel zu tun die eine Woche, sich nicht motiviert fühlen in der nächsten. Und außerdem: Bikram Yoga war schon ziemlich anstrengend, schaffe ich das überhaupt nach über zwei Jahren kompletter Sportabstinenz? Zu meinem Wiedereinstieg brachte mich dann nicht meine überragende Disziplin, sondern die Tatsache, dass mein Gutschein für fünf Einheiten in besagtem Studio am Verfallen war. Nun, besser so als gar nicht.

Meine Befürchtungen betreffend der ersten Wiedereinstiegs-Einheit waren tatsächlich völlig unbegründet. Die 90 Minuten waren zwar sehr anstrengend, aber trotz meiner langen Pause waren manche Asanas für mich leichter als ich es in Erinnerung hatte. Außerdem hatte ich meine Wasserflasche vergessen und habe mich spontan dazu entschlossen, kein Wasser zu kaufen, sondern es einfach ohne zu probieren. Auch das funktionierte ohne Probleme, seitdem verzichte ich komplett auf Wasser während der Einheiten. Dass ich schon lange keinen Sport mehr gemacht hatte, bekam ich aber direkt nach dem Yoga zu spüren. Ich war so müde und erschöpft, als hätte ich fünf Stunden Bikram Yoga gemacht, aber es fühlte sich unglaublich gut an. Danach war ich aber zu nichts anderem mehr fähig, als mich in die heiße Badewanne zu legen. Und dann ging es nur noch am kürzesten Weg ab ins Bett.

Der Muskelkater am nächsten Tag war ebenfalls viel weniger schlimm als gedacht, auch hier war es eher ein gutes Gefühl, endlich wieder genug Bewegung gemacht zu haben, um überhaupt etwas Muskelkater zu bekommen. Nach dieser ersten Einheit trug ich mir die restlichen vier Mal Bikram Yoga für jede Woche fix in den Kalender ein. Nach den fünf Einheiten Bikram Yoga waren meine Rückenschmerzen tatsächlich verschwunden. Meine Immobilität auf der linken Seite war zwar nicht weg, aber ich merkte eine leichte Verbesserung. Und ich fühlte mich definitiv ausgeglichener und weniger gestresst. Deshalb war für mich absolut klar: Ich mache weiter!

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Nach rund zehn Einheiten hat sich mittlerweile auch meine Figur deutlich gestrafft und meine Jeans sitzen wieder besser. Ich fühle mich fitter und freue mich über die schon so früh eingetretenen positiven Effekte. Außerdem habe ich durch Bikram Yoga immer wieder interessante Erkenntnisse. Wie zum Beispiel dass ich für mich schwierige Asanas nicht schaffe, wenn ich Angst davor habe oder denke, dass ich die Position nicht gut halten kann. Als Experiment habe ich mir kürzlich vor der für mich schwierigsten Position, der Camel Pose – siehe Bild – gesagt: „Ich probiere die Asana einfach, es wird schon irgendwie gehen.“ Und auf einmal war die Position kein so großes Problem mehr. Meine Erkenntnis: Man kann sich Erfolg oder Probleme einfach her- oder auch wegdenken. Die eigene Einstellung zu einer Sache ist das wesentlichste Kriterium.

Habt ihr Fragen zu Bikram Yoga? Stellt sie einfach in den Kommentaren!

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Detox – Der Hype in Lifestyle- und Bloggersphären

Detox scheint in aller Munde. Doch Wissenschaftler kritisieren jetzt: Alles totaler Schwachsinn! Was steckt dahinter? Ist es wirklich so gut, wie jeder schreibt und braucht unser Körper diese Entgiftung? Übersetzt bedeutet…

Detox scheint in aller Munde. Doch Wissenschaftler kritisieren jetzt: Alles totaler Schwachsinn! Was steckt dahinter? Ist es wirklich so gut, wie jeder schreibt und braucht unser Körper diese Entgiftung?

Übersetzt bedeutet Detox so viel wie Entgiftung. Prinzipiell geht dem Detox-Verfahren der Gedanke voraus, dass unser Körper sich mit den Lebensmitteln, welche wir verzehren, in Verbindung mit einem ungesunden Lebensstil, vergiftet. Die sogenannte Schlacke, voll mit Giftstoffen, bleibt in unserem Körper zurück und kann nur durch eine Detox-Kur entfernt werden.

Bei Detox nimmt man für zwei bis sieben Tage keine feste Nahrung zu sich und stillt seinen Hunger untertags mit Smoothies und Suppen. Die Smoothies lassen sich einfach selber herstellen, mittlerweile gibt es aber auch spezielle Detox-Smoothies, die man sich portionsweise direkt nach Hause liefern lassen kann. Die Kur wird durch viel Flüssigkeit, wie Wasser und ungesüßte Tees, unterstützt. Intensiven Sport sollte man meiden, lange Spaziergänge hingegen sind erwünscht. Auch Entspannungssport wie Yoga wird empfohlen. Durch lange Schlafphasen entspannt sich der Körper und tankt Energie, die er durch das Entgiften verliert. In den ersten Tagen bemerkt man einige Nebenwirkungen, wie permanente Kopfschmerzen und starke Müdigkeit, die Zeichen der aktiven Entgiftung sind.

Viele Detox-Anwender sind dem Irrglauben verfallen, dass Detox eine tolle Methode zum Abnehmen ist. In der Tat verliert man innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht, da man täglich nur ungefähr 400 Kilokalorien zu sich nimmt. Doch nach der Detox-Diät setzt unwillkürlich der Jojo-Effekt ein und lässt die Kilos wieder wachsen. Auf Dauer gesehen doch keine gute Variante, um den Vanillekipferln von Weihnachten adé zu sagen.

Anfänglich sollte dies ein Bericht über einen Detox-Selbstversuch sein, doch nach den Kritiken seitens der Wissenschaft, wird sich mein Körper, speziell meine Organe, weiterhin selbst um die Entgiftung kümmern müssen. Prinzipiell meint die Wissenschaft, dass sich unser Körper mit Hilfe der Organe selbst reinigt. Der gesunde Körper sollte keine Detox-Kur brauchen, um etwaige Schlacken abzubauen. Sollte der Körper nicht mehr imstande sein, sich selbst zu entgiften, dann hilft ihm auch keine Detox-Kur mehr. Im Prinzip ist Detox nichts anderes als Heilfasten und hilft dem geistigen und psychischen Körperempfinden. Gesundheitliche Probleme oder falsche Ernährungsgewohnheiten werden dadurch aber nicht verbessert. Nach einer Studie von „Sense About Science“ sind Produkte mit der Kennzeichnung „Detox“ reine Geldverschwendung und verbessern alleinig die Wirtschaft. Eine Untersuchung hat ergeben, dass fast alle untersuchten Detox-Produkte wirkungslos sind.

Die einzelnen Aspekte der Detox-Diät sind in der Tat gesund für den Körper. Fasten hilft beispielsweise, unseren Körper besser wahrzunehmen und das geistige Wohlbefinden zu steigern. Flüssigkeiten sollten immer in ausreichender Menge dem Körper zugeführt werden. Sportliche Aktivitäten runden einen gesunden Lebensstil ab. Durch das Trinken von Smoothies werden dem Körper viele Vitamine und Ballaststoffe zugeführt, die den Hunger stillen und zu einer Gewichtsabnahme führen können.

Prinzipiell solltet ihr, wenn ihr euch einer Fastenkur oder Ernährungsumstellung unterzieht, darauf achten, wie es euch damit geht. Beobachtet die Signale eures Körpers und ihr werdet merken, ob ihr euch gesünder und wohler fühlt. Definiert euer eigenes Konzept, mit dem ihr gut auskommt, denn nur ihr alleine wisst, wann es eurem Körper gut geht.

 

Quellen:
http://www.dge.de/presse/pm/blitzdiaeten-bleiben-ohne-dauerhaften-erfolg/
http://www.senseaboutscience.org/pages/debunking-detox.html

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Achtsamkeit – Eine Einführung

Stress und Hektik gehören in unserer Gesellschaft zur ganz normalen Tagesordnung und so ziemlich jeder hat das Gefühl, er oder sie habe zu wenig Zeit. Schon lange rät das lateinische…

Stress und Hektik gehören in unserer Gesellschaft zur ganz normalen Tagesordnung und so ziemlich jeder hat das Gefühl, er oder sie habe zu wenig Zeit. Schon lange rät das lateinische Lebensmotto „Carpe diem“ – Genieße den Tag! – oder in neuerer Zeit „YOLO!“ – You only live once! Doch irgendwie fällt es uns trotzdem immer so schwer, dies auch zu tun.

Ständig hetzen wir den Häkchen unserer To-Do-Liste hinterher oder vertrösten uns auf die Zeit nach dem Studium, nach diesem Arbeitsauftrag, nach dieser stressigen Phase. Und als wenn das nicht genug wäre, ist da dann immer noch diese Stimme in unserem Kopf, die meint, das alles kommentieren zu müssen: „Das ist nicht gut genug.“, „Ich habe heute schon wieder zu wenig getan.“, „Die anderen sind besser als ich.“, „Mein Leben ist doof.“, „Ich werde die Deadline für mein Projekt nicht einhalten können.“. Während wir unseren Fehlern aus der Vergangenheit nachhängen oder uns mit Wünschen und Sorgen über die Zukunft beschäftigen, vergessen wir das Hier und Jetzt. Der einzige Moment, in dem das Leben wirklich stattfindet.

Achtsamkeit (oder auf Englisch Mindfulness) kann uns helfen, wieder zum jetzigen Moment zurück zu finden. Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit offen und ohne Urteil auf das Hier und Jetzt zu richten und einfach zu sein. Das klingt eigentlich relativ simpel, aber unser Geist ist es gewöhnt, ständig auf Autopilot zu schalten und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Besonders in unserer heutigen Zeit, in der wir mit Smartphones überall erreichbar und online sind und alles beschleunigt wird, fällt es besonders schwer, einfach zu sein. Zahlreiche Studien zeigen, dass Achtsamkeit sehr effektiv negative Emotionen und Angst reduzieren kann und gleichzeitig unser Wohlbefinden und unseren Umgang mit Stress verbessern kann.

Wie wir achtsamer werden

Achtsamkeit ist wie ein Muskel. Je öfter wir ihn trainieren, desto stärker wird er. Ebenso wie man seine Bauchmuskeln durch verschiedene Übungen stärken kann, kann Achtsamkeit auf verschiedene Weisen kultiviert werden. Achtsamkeit kann aktiv durch Meditation geübt werden, aber auch im ganz normalen Alltag. Probiert beispielsweise einmal, euch ganz bewusst die Zähne zu putzen. Zu spüren, wie die Bürste auf der Oberfläche der Zähne schrubbt, der Geschmack der Zahnpasta, das Geräusch des Zähneputzens.

Meditation

Beim Meditieren geht es nicht darum, einen bestimmten Zustand erlangen zu wollen oder entspannter zu werden. Es geht einfach nur darum, das was ist, anzunehmen und damit zu sein. Die Atmung ist dabei ein sehr hilfreicher Anker um stets ins Hier und Jetzt zurückzufinden. Achtsamkeit ist eine Praxis, die durch verschiedene Mechanismen das Wohlbefinden erhöhen kann. Für mich ist Achtsamkeit mittlerweile der Schlüssel für jede Lebenssituation.

Vier Mechanismen der Achtsamkeit

Ein Aspekt der Achtsamkeit ist das Beobachten. Durch das bloße Observieren des eigenen Körpers, der Gefühle, Gedanken und Umgebung, kann man oft ein klareres Verständnis für sich selbst entwickeln. So kann man beispielsweise besser erkennen, was bestimmte körperliche Regungen bedeuten und was für Emotionen bestimmte Situationen in einem hervorrufen. Dieses Bewusstsein kann einem helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Ein weiterer Teil der Achtsamkeit ist Akzeptanz. Bei diesem Aspekt geht es darum, das was ist, anzunehmen. Vielleicht möchtest du einmal kurz die Augen schließen und in dich hinein horchen. Was fühlst du? Spürst du irgendwo Schmerzen, Kälte, Wärme? Fühlst du dich gut oder vielleicht gestresst, ängstlich, oder spürst du vielleicht gar nicht so viel? Probiere, wie es sich anfühlt, wie es wäre, wenn das, was auch immer du fühlst, einfach okay ist. Es darf da sein. Achtsamkeit ist das Gefühl, dass man selbst okay ist und dass man auch negative Gefühle umarmen kann. Ein häufiges Missverständnis ist der Glaube, dass Akzeptanz bedeutet, man solle nichts in seinem Leben ändern und tatenlos Schmerz ertragen. Darum geht es nicht. Es geht vielmehr darum, die Erfahrung, die man in diesem Moment hat, erst einmal zu akzeptieren und zu erlauben. Das verschafft Ruhe und Gelassenheit. Aus dieser Akzeptanz heraus kann man dann leichter handeln und Dinge ändern. Wenn ich beispielsweise Angst davor habe, einen Raum mit vielen Menschen zu betreten, dann ist es vollkommen okay, dass ich Angst habe. Ich muss mich dafür nicht verurteilen und kann diese Angst umarmen. Aber weil ich mich nicht von meiner Angst bestimmen lassen möchte, werde ich trotzdem den Raum betreten und mit milder Aufmerksamkeit beobachten, wie ich mich fühle und was ich wahrnehme. Durch Akzeptanz kann man seine automatische Reaktionen auf das Leben verhindern und vielmehr proaktiv das eigene Handeln mit Bewusstsein und im Einklang mit seinen Werten gestalten.

Der dritte Mechanismus, das Nicht-Urteilen hängt mit der Akzeptanz zusammen. Kann ich meine Erfahrung und andere Menschen, so wie sie sind, annehmen? Wir haben die Tendenz, alles mit einem Label zu versehen und Dinge zu bewerten. Dieses ist schlecht, jenes ist gut. Urteile beschränken unsere Wahrnehmung. Aber was ist, wenn ich erkennen kann, dass meine Gedanken, andere Menschen, die Dinge und ich selbst einfach sind – ohne zu werten? Wir neigen dazu, schöne Zustände herbei zu wünschen und an ihnen festhalten zu wollen. Gleichzeitig wollen wir unangenehme Zustände so schnell wie möglich loswerden. Doch was ist, wenn ich erkenne, dass das Leben ein ständiger Wandel ist? Wenn ich merke, dass ich mich nicht ständig gut fühlen kann und wenn ich weiß, dass auch diese depressive Verstimmung wieder vorbei gehen wird?

Durch Achtsamkeit merkt man, dass hinter der unmittelbaren Erfahrung noch jemand steht, der das alles merkt und sieht. Eine Art Meta-Bewusstsein, das uns helfen kann, besser los zu lassen, weniger zu urteilen, mehr zu genießen und weniger Stress zu haben. Dies ist der vierte Aspekt, die Nicht-Identifikation. Durch dieses Bewusstsein wird es mir möglich, mich nicht mehr vollständig über meine Gefühlswelt zu identifizieren. Es gibt einen Teil in mir, der Angst hat und einen Teil in mir der diese Angst beobachtet. Ich merke, dass ich mehr bin als meine Angst und meine Gedanken.

Der Einstieg in die Achtsamkeitspraxis

Ihr könnt damit beginnen, euch achtsam die Zähne zu putzen. Der Muskel kann auf verschiedene Weisen trainiert werden. Jeder Schritt in der Gegenwart ist ein Schritt, durch den wir tief mit dem Leben verbunden sind.

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Depression – Wenn man des Lebens überdrüssig ist

Der Wecker klingelt und sogleich drängen sich die immer wiederkehrenden Gedanken auf: Wozu das alles? Wieso soll ich aufstehen und mich wieder mal durch meinen Alltag quälen? Aber es ist…

Der Wecker klingelt und sogleich drängen sich die immer wiederkehrenden Gedanken auf: Wozu das alles? Wieso soll ich aufstehen und mich wieder mal durch meinen Alltag quälen? Aber es ist nicht nur die Angst vor dem Bevorstehenden, die mir die Kraft nimmt, aufzustehen. Kraft ist tendenziell ohnehin nicht vorhanden. Duschen, Zähne putzen, ankleiden – ein einziger Kampf, gegen den sich Körper und Geist sträuben. Alles ist anstrengend, sinnlos. Zur Schule fahren, lernen, Hausaufgaben – die Liste wird immer länger. Es fühlt sich an als würde dieses Leben mich bekämpfen und in die Knie zwingen wollen. Es ist ein Kampf zwischen Funktionieren-wollen und Nicht-mehr-funktionieren-können. Etwas anderes scheint dieses Leben nicht mehr darzustellen: Auf Roboterbeinen schreite ich durch dieses Leben und bin dieser Welt irgendwie nicht mehr zugehörig. Als wäre alles Glück aus meinem Leben verschwunden, aus meiner Vergangenheit, meiner Gegenwart und meiner Zukunft. Hoffnung, dass es wieder anders sein wird, gibt es nicht. Ich bin gefangen in mir selbst, mein Herz ist Gefangener eines Rippenkäfigs.

Etwa bei vier bis fünf Millionen Menschen in Deutschland sind diese Gefühle ein täglicher Begleiter, denn sie leiden an Depressionen. Damit liegt die Depression auf dem ersten Platz der psychischen Erkrankungen, auf dem vierten Platz aller körperlichen Gebrechen und hat sich nunmehr als deutsche Volkskrankheit herauskristallisiert. Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, unbesiegbarer Trübsinn – ein Krankheitsbild, das nicht selten in den Freitod führt. Etwa 9.000 Menschen in Deutschland versterben jährlich durch Suizid. Die Tendenz geht leider nach oben. Aber wie entsteht eine Depression, wie wird sie entdeckt und behandelt und wie geht man als Angehöriger am besten mit dem Erkrankten um?

Ursachen einer Depression

Zunächst gilt es die Frage zu klären, wieso vor allem Menschen, welche in Industriestaaten leben, unter Depressionen leiden. Ein Grund, der sofort ins Auge sticht, ist der oft überwältigende Leistungsdruck. In der Grundschule beginnt die Nutzbarmachung des Menschen. Man wird aufgrund seiner erbrachten Leistung bewertet und kategorisiert. Lehrer machen sich innerhalb von vier Jahren ein Bild von ihren Schülerinnen und Schülern und erteilen in vielen deutschen Bundesländern Empfehlungen für weiterführende Schulen. Dort nimmt der Druck zu, denn natürlich ist eine gute Zukunft nur durch gute Noten und ein möglichst weites Voranschreiten in der Schullaufbahn sicherzustellen. Es folgt die Ausbildung oder das Studium und egal, welchen Weg man einschlägt, man wird überhäuft von Aufgaben, Anforderungen, Ansprüchen…

Unter Berücksichtigung dessen, dass es viele Menschen gibt, die feinfühlig auf eben jene Dinge reagieren, ist es nicht verwunderlich, dass diese im Laufe ihres Lebens an Depressionen oder Burn-Out erkranken. Dies beschäftigt uns von The bird’s new nest auch aus der Perspektive der Nachhaltigkeit. Denn Nachhaltigkeit ist nicht nur für die Umwelt von Wichtigkeit – auch wir Menschen müssen langfristig vertretbare Wege für uns selbst wählen: Unsere Entscheidungen, unser Beruf, unsere Lebensweise. Wenn man in seinem Leben an einer Depression erkrankt, dann wird man ganz automatisch mit dem Hinterfragen seines bisherigen Lebensweges konfrontiert: Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen? Habe ich nachhaltig gehandelt, das heißt bedacht auf meine eigene Zukunft? Daneben sind die Ursachen jeder einzelnen Erkrankung genauso individuell wie der Mensch selbst, der erkrankt ist.

In der psychologischen Medizin unterscheidet man zwischen endogenen, organischen, neurotischen sowie reaktiven Depressionen:

Endogene Depressionen
Diese Art der Depression ist auf den Hirnstoffwechsel zurückzuführen, beziehungsweise auf dessen Fehlfunktion. Die Funktion des Gehirns und damit des gesamten Körpers wird durch viele Hormone sichergestellt. Kleinste Veränderungen dieses Stoffwechsels können große Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn beispielsweise der Stoff Serotonin nicht in ausreichendem Maße im Gehirn vorhanden ist, kann eine Depression die Folge sein.

Organische Depressionen
Wie der Name vermuten lässt, wurzelt diese Art in der Fehlfunktion eines Organs, meistens der Schilddrüse. Bei organischen Veränderungen ist der gesamte Organismus betroffen. Im Falle einer Fehlfunktion der Schilddrüse hat dies vor allem große Auswirkungen auf das Gemüt, da diese wichtige Hormone für den Körper absondert. So sind gängige Nebenwirkungen einer Schilddrüsenüber- oder unterfunktion sowie der Hashimoto-Erkrankung die Erkrankung an einer Depression.

Neurotische Depressionen
Es ist heute ausreichend bekannt, dass vor allem die frühkindliche Beziehung zu den Eltern von prägender Wichtigkeit ist. Wenn sich diese Beziehungen jedoch schädlich auf das Kind auswirken, indem es Verhaltensweisen lernt, die für die Psyche nicht förderlich sind, dann werden sich diese auch noch im Erwachsenenalter langfristig auf den Menschen auswirken. Beispielsweise in Mustern von Beziehungsängsten, Verlustängsten oder schwachem Selbstwertgefühl. Nicht selten erkranken besagte Menschen an einer Depression, in diesem Fall an einer neurotischen Depression.

Reaktive Depressionen
Hierbei äußert sich die Krankheit Depression als Reaktion auf akute Lebenssituationen. Dies kann eine Scheidung, der Verlust des Arbeitsplatzes, Tod im Familienkreis oder auch ein Autounfall sein.

Die Art, beziehungsweise Ursache, einer Depression lässt sich jedoch nicht eindeutig bestimmen. In den meisten Fällen treten Mischformen der oben genannten Formen auf. Außerdem ist es bisher nicht möglich, eine Depression mittels labortechnischen Untersuchungen festzustellen, sodass die Diagnostik allein durch die Kommunikation zwischen Patient und Therapeut erfolgt.

Ich glaube, ich habe eine Depression – Was soll ich jetzt tun?

Auch hier führt, wie bei jeder anderen Krankheit, der erste Weg zum Hausarzt. Dieser kann Informationen über ortsansässige Psychiater, Neurologen und Psychotherapeuten geben eine Überweisung ausschreiben. Als nächster Schritt ist es ratsam, einen Psychiater oder Neurologen zu konsultieren. Ob es vonnöten ist, Medikamente – so genannte Antidepressiva – zu verschreiben, wird man nur hier feststellen können. Je nachdem, wo die Depression herrührt, sollte man außerdem den Weg zum Psychotherapeuten nicht scheuen. Hier gilt es allerdings zu erwähnen, dass Therapieplätze äußerst rar sind, sodass Wartezeiten von sechs bis zwölf Monaten keine Seltenheit sind. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich eine Kostenrückerstattung einzuholen, sofern man seiner Krankenkasse nachweisen kann, dass in seinem Ort keine freien Therapieplätze zur Verfügung stehen. Es lohnt sich, hierzu bei der zuständigen Krankenkasse zu recherchieren.
Da es für eine psychotherapeutische Behandlung sehr wichtig ist, dass man offen sprechen kann und eben auch solche Dinge detailliert analysiert, welche einem selbst eventuell unangenehm sind, werden einem als Patient von seiner Krankenkasse fünf Kennenlernstunden zugesichert. Dies bedeutet, dass man bei jedem Psychotherapeuten eine Zeit von fünf Sitzungen hat, um festzustellen, ob dieser den eigenen Vorstellungen entspricht und man sich vorstellen kann, mit diesem an seinen Problemen zu arbeiten. Hierfür ist nicht nur Vertrauen wichtig, sondern eben auch, dass die Chemie stimmt.

Wie gehe ich mit jemandem um, der Depressionen hat?

Für Angehörige ist es wichtig, zu wissen, dass die Veränderungen ihres geliebten Menschen, welche sie in der vergangenen Zeit bemerkt haben, Symptome der Krankheit sind. Viele Depressive ziehen sich zurück und isolieren sich vollkommen von Bekannten, Freunden und Familienangehörigen. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass sie kein Interesse mehr an der Pflege ihrer Kontakte haben, sondern einzig und allein darauf, dass ihnen durch ihre Depression dazu die Kraft fehlt. Ein depressiver Mensch kämpft tagein, tagaus gegen sich selbst, seinen Alltag, seine Perspektivlosikeit und sein ganzes Leben an, das ist äußerst kräftezehrend. Damit geht einher, dass er für alle Dinge, die ihm immer Spaß bereitet haben, weder Kraft noch Freude aufzubringen vermag.

Als Angehöriger sollte man wissen, dass man alleine nichts gegen diese Krankheit tun kann. Sie gehört in fachliche Hände! Unterstützung bieten kann man dennoch, beispielsweise indem man zeigt, dass der Erkrankte sich seiner Freunde und Familie sicher sein kann, dass er auch in schweren Zeiten nicht alleine sein wird. Bei gut gemeinten Ratschlägen sollte man sich bewusst sein, dass ein Mensch, welcher gerade eine Depression durchmacht, sie weder anerkennen noch umsetzen können wird.

Nicht selten bekommen Angehörige das Gefühl, dass sie selbst Unterstützung brauchen, weil sie nicht wissen, wie sie mit dem Erkrankten umgehen sollen. In diesem Fall wäre es eine Überlegung wert, eine Gruppe für Angehörige von psychisch Erkrankten aufzusuchen. Hier steht der Austausch über den Umgang mit Erkrankten und der Erkrankung im Mittelpunkt und man kann seine Probleme und Bedenken äußern und darauf konstruktive Hilfestellung von Gleichgesinnten erfahren.

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Hoch die Tassen! Menstruationstassen im Test

Erst kürzlich berichtete euch Yvonne von ihren Erfahrungen mit der Menstruationstasse „Luv ur Body“. Nachdem Isabella von LadyWays zwei Testerinnen gesucht hat, durfte ich für euch den „LadyCup“ testen. Eine Tasse für meine…

Erst kürzlich berichtete euch Yvonne von ihren Erfahrungen mit der Menstruationstasse „Luv ur Body“. Nachdem Isabella von LadyWays zwei Testerinnen gesucht hat, durfte ich für euch den „LadyCup“ testen.

Eine Tasse für meine Regelblutung?

Was am Anfang vielleicht komisch oder befremdlich klingt, ist vom Prinzip her ganz einfach. Die Menstruationstasse ist ein glockenförmiger Becher, der während der Menstruation statt eines Tampons oder einer Damenbinde verwendet werden kann. Sie schließt dicht mit der Scheidenwand ab und sammelt so das Menstruationsblut, welches von Zeit zu Zeit einfach in die Toilette entleert wird. Die Tasse besteht aus medizinischem Silikon und enthält keine Weichmacher, Bleich-, Duft- oder Farbstoffe.

Außerdem bietet die Menstruationstasse gegenüber Tampons oder Binden einige Vorteile. Der erste Vorteil ist, dass die Tasse die Scheide nicht austrocknet, da sie nicht wie ein Tampon Flüssigkeit aufsaugt, sondern sammelt. Außerdem kann die Tasse bis zu zwölf Stunden im Körper belassen werden. Dadurch hat man unterwegs keinen Stress eine Toilette zu finden, sondern kann entspannt seine Erledigungen machen und zu Hause unter hygienischen Bedingungen die Menstruationstasse entleeren und wieder einsetzen.

Im Vergleich zu anderen Monatshygiene-Artikeln ist die wiederverwendbare Menstruationstasse auch viel umweltfreundlicher und Kosten sparender. Wenn man davon ausgeht, dass eine Frau im Schnitt 22 Tampons pro Monat (264 Tampons jährlich) verbraucht, sind das für ihre gesamte fruchtbare Zeit über 10.000 Tampons, die im Müll landen. Im Gegensatz dazu kann eine Menstruationstasse unter guter Pflege bis zu 15 Jahre lang verwendet werden.

Aber wie kann denn das hygienisch sein?

Viele Fragen sich vielleicht, wie denn ein Produkt, das immer wieder verwendet wird und regelmäßig in Kontakt mit Blut kommt, sicher und sauber sein kann. Da die meisten Menstruationstassen aus medizinischem Silikon entwickelt sind, kann daran nichts anhaften oder in das Material eindringen, sofern man mit dem Produkt sorgsam umgeht und es den Herstellerangaben entsprechend reinigt.

In der Anleitung des LadyCup heißt es dazu: „Bewahren Sie LadyCup in dem beigefügten Baumwollbeutel und nicht in luftdichten Verpackungen auf. Am Ende der Periode ist LadyCup auszukochen oder zu sterilisieren. Als grundlegende Pflege während der Menstruation empfehlen wir entsprechend den jeweiligen Möglichkeiten das Abspülen mit Wasser, eventuell unter Verwendung eines unparfümierten Waschmittels. Führen Sie die Pflege möglichst bald nach der Entleerung von LadyCup durch, vermeiden Sie somit das Eintrocknen des Menstruationsblutes und eine anschließend erschwerte Reinigung. Steht Ihnen kein Wasser zur Verfügung, können Sie beispielsweise Toilettenpapier verwenden.“

Zusätzlich zur Möglichkeit des Auskochens werden zum LadyCup auch Milton-Sterilisationstabletten angeboten, welche den Cup in 15 Minuten sterilisieren. Ich selbst habe mir ein geeignetes Desinfektionsspray besorgt, mit dem ich bei Bedarf zwischendurch schnell desinfizieren kann.

Nun zu meinen Erfahrungen

Auch ich bekam wie Yvonne vorab von Isabella einige Fragen gestellt. Um die passende Größe für mich zu finden, möchte sie wissen, ob ich schon eine Geburt hatte beziehungsweise ob ich unter einer starken Blutung oder Menstruationsschmerzen leide. Außerdem möchte sie wissen, ob ich Probleme mit Scheidenpilz oder einer Trockenheit durch Tampons habe. Anhand dieser Kriterien schickte mir Isabella den kleineren LadyCup (S) von zwei möglichen Größen. Beide Größen gibt es bei LadyWays zu einem Preis von je 24,90 Euro inklusive Versandkosten nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.

Innerhalb kürzester Zeit kam dann auch schon mein LadyCup per Post und ich öffnete neugierig die Packung. Ich hatte ja schon ein bisschen Erfahrung mit dem Thema, da ich mir einige Monate zuvor bereits einen Menstruationsbecher, den Mooncup, gekauft, ihn ich aber nicht regelmäßig verwendet hatte. Nun erhoffte ich mir von Isabella Hilfe bei den letzten Schwierigkeiten im Handling oder Vorteile des LadyCup gegenüber dem Mooncup.

Beim Auspacken fällt sofort auf, dass das Material des LadyCup deutlich dünner und flexibler gestaltet ist, als jenes des Mooncup. Gerade der Boden ist hier beim Mooncup sehr fest, was zwar das Abschneiden des Stiels am unteren Ende erleichtert, ohne ein Loch zu schneiden, aber den Tragekomfort durchaus beeinflussen kann. Außerdem ist der LadyCup glatter und weist weniger Rillen auf. Das erleichtert das Reinigen.

Nun ging es ans Probieren. Im Normalfall haben die Tassen am unteren Ende einen Stiel, welcher das Entfernen erleichtern soll. Dieser kann jedoch nach Belieben gekürzt oder ganz abgeschnitten werden, was ich in meinem Fall bei beiden Tassen gemacht habe. Beim Mooncup geht dies durch den verstärkten Boden sehr einfach. Beim LadyCup hat sich das als sehr fummelig herausgestellt und richtig glatt habe ich das auch nicht bekommen. Diese raue Stelle hat leider zu einer ziemlichen Beleidigung meiner Scheidenwand geführt und ich musste vorerst mein Experiment abbrechen. Dann habe ich bei Yvonne den Tipp gelesen die Tasse „auf links“ zu drehen. Also die Innenseite nach außen zu stülpen. Dadurch ist die raue Stelle nun auf der Innenseite des Bechers und bereitet mir keine Probleme mehr.

Das Einführen sowie das Entfernen sind tatsächlich anfangs etwas mühselig und man braucht einige Zyklen bis man hier routiniert ist, aber es lohnt sich. Ich kann nur empfehlen verschiedene Falttechniken auszuprobieren. Am besten ist, man befeuchtet den Cup vor dem Einführen.

Lediglich zwei Negativpunkte haben sich bei mir hervorgetan. Generell schränkt mich der Cup beim Sporttreiben wie Laufen oder Schwimmen zwar nicht ein, aber da ich leidenschaftliche Reiterin bin, habe ich hier meine Probleme. Alles was über eine halbe Stunde im Sattel hinausgeht, fängt an unangenehm zu werden. Hierfür muss ich also doch auf einen Tampon zurückgreifen. Der zweite Negativpunkt war, dass beide Menstruationstassen nicht hundertprozentig dicht waren. An stärkeren Tagen musste ich also zusätzlich eine (auswaschbare) Slipeinlage verwenden. Vielleicht scheitert es hier aber einfach noch an der richtigen Technik.

Generell habe ich mich bei Isabella sehr gut beraten gefühlt. Als ich Probleme hatte, hat sie dazu extra recherchiert und mir Möglichkeiten aufgezeigt und war mit Tipps und Erfahrungsberichten immer zur Stelle. Für mich hat sich das Tragen eines Menstruationsbechers also bewährt. Ich muss mir wesentlich weniger Gedanken machen, wenn ich unterwegs bin. Ich spüre ihn beim Tragen nicht und ich bin im Alltag, bis auf eine Sache – das Reiten, völlig uneingeschränkt. Außerdem brauche ich mir nie mehr Gedanken machen, ob ich noch genügend Tampons zu Hause oder in der Handtasche habe.

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Zwischen Nostalgie und ökologischem Bewusstsein

Erst letztens ist es mir wieder passiert: Ein Freund von mir veröffentlichte ein Bild seines neuen Autos. Nichts allzu dramatisches möchte man denken, und bei jedem anderen Auto wäre das…

Erst letztens ist es mir wieder passiert: Ein Freund von mir veröffentlichte ein Bild seines neuen Autos. Nichts allzu dramatisches möchte man denken, und bei jedem anderen Auto wäre das vermutlich auch eine Meldung, der ich nicht lange Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Es war allerdings ein alter VW Käfer. Das Auto, welches es mir aus irgendeinem Grund seit jeher angetan hat. Ich weiß nicht warum, vielleicht liegt es daran, dass ich auch in Autos immer noch Parallelen zu menschlichen Gesichtszügen sehe. Die Scheinwerfer werden dabei zu Augen, die Stoßstange ersetzt den Mund, so in etwa. So gibt es Autos, die nach meiner Ansicht sympathisch aussehen, andere eher kühl, manche sogar grimmig. Mein Freund, der sich weitaus mehr für Autos interessiert als ich, schüttelt jedes Mal lachend den Kopf, wenn mein einziges Argument gegen ein Auto, welches er aufgrund technischer Details nahezu hinreißend findet, lautet: „Mir gefällt die Mimik nicht.“

Zurück nun aber zum VW Käfer: Im Affekt direkt erst einmal auf „Gefällt mir“ geklickt. Normalerweise bin ich im Netz eher stiller Beobachter, überlege mir mehrfach, ob ich einen Beitrag tatsächlich sichtbar für alle kommentieren soll, oder nicht doch besser eine private Nachricht schreibe. Und so kamen auch nach diesem „Gefällt mir“ die ersten Zweifel: Was sage ich damit eigentlich aus? Offensichtlich natürlich, dass mir dieses Auto gefällt. Vielleicht noch, dass mir gefällt, dass er es sich gekauft hat. Aber nicht auch, dass ich ein Auto toll finde, welches ökologisch gesehen eine kleine Katastrophe ist? Der Energieverbrauch wird von anderen, moderneren Fahrzeugen dieser Zeit klar geschlagen. Außerdem, eigentlich fahre ich doch sowieso nicht gerne Auto. Ich versuche es so gut es geht zu vermeiden, nehme bei annehmbarem Wetter das Fahrrad, ansonsten Bus und Bahn. Kann ich es also tatsächlich gut finden, dass nun weitere Abgase in unser ohnehin schon belastetes Ökosystem geblasen werden? Wo ist die Grenze zwischen Nostalgie und Nachhaltigkeit, ökologischer Verantwortung?

Bei meiner Ernährung fiel es mir recht leicht, auf gewisse Dinge wegen meiner persönlichen moralischen Überzeugung zu verzichten. Ich denke, es geht nicht nur mir so, dass bestimmte Gerichte an Erinnerungen und Gefühle geknüpft sind. Bei mir waren das immer Palatschinken. Für die, die es nicht kennen: Es ist eine Süßspeise. Crêpes werden dabei mit einer Mischung aus Quark, Rosinen und etwas Zitronensaft gefüllt, gerollt, und im Ofen gebacken. Dies war als Kind mein absolutes Lieblingsessen, und eine absolute Besonderheit, denn Palatschinken gab es nur höchst selten, da der Rest der Familie meine Begeisterung nur in Maßen geteilt hat. Da ich für Quark leider bisher noch keinen zufriedenstellenden Ersatz finden konnte, ist das ein Gericht, welches ich mir schon manchmal wünsche. Aber da fällt mir das verzichten Verzichten nicht so schwer. Ich arbeite auch an meiner veganen Quarkversion!

In anderen Bereichen bin ich leider noch nicht soweit. Ich liebe beispielsweise CDs. Natürlich, letztendlich landet das Lied als Datei auf einem mobilen Abspielgerät und somit bräuchte ich für Musikgenuss unterwegs nur die mp3-Datei. Dennoch liebe ich es, eine CD in der Hand zu halten, mir das Cover anzusehen, das Booklet durchzublättern, und sie in mein Regal zu stellen. Sie immer mal wieder heraus zu holen, und mich an Momente zu erinnern. Dieses Gefühl können mir Dateien auf meiner Festplatte einfach nicht ersetzen. Gleiches gilt für Bücher: Ich persönlich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich zu lange auf einen Bildschirm schaue. Ich weiß, mittlerweile soll es ziemlich gute E-Book-Reader geben. Diese sind aber, achtet man auf ihre Materialien und darauf wie kurzlebig technische Geräte heutzutage (so alt bin ich noch gar nicht, aber trotzdem!) sind, wohl auch keine echte Alternative. Außerdem ist es irgendwie nicht das gleiche. Ein Buch in der Hand zu halten, die Seiten umzuschlagen, ein Lesezeichen hineinzustecken. Es im Laden auszusuchen, ein paar Zeilen zu lesen, das Cover zu betrachten.Vermutlich wäre ein Bibliotheksausweis die beste Wahl. Man ist natürlich gebunden an Rückgabefristen und eventuell muss man auch warten, bis ein bestimmtes Buch wieder oder endlich überhaupt ausleihbar ist, aber man vermeidet auch, dass Bücher, während sie eben nicht gelesen werden, ungenutzt verstauben.
Mittlerweile gibt es vielerorts auch öffentliche Bücherschränke, an denen sich jeder frei bedienen und etwas herausnehmen oder hineingeben kann. So bekommen Bücher quasi ein „zweites Leben“. Die Auswahl ist natürlich begrenzt und man weiß nie, was einen nun erwartet. Aber das kann auch spannend sein, und vielleicht entdeckt man ja auch den einen oder anderen neuen Autoren für sich. Also: Öffentliches Bücherregal suchen oder bei der nächstgelegenen Bibliothek registrieren. Das Gefühl, ein Buch in das eigene Regal zu stellen, ersetzt das natürlich nicht.

Nostalgie, Entscheidungen aufgrund von Emotionen, zu Zeiten in denen wir immer wieder auf die Knappheit von Rohstoffen hingewiesen werden. Wenn ich ehrlich bin: Die Entscheidung für die CD oder das Buch sind nicht ökologisch. Sie sind auch nicht nachhaltig, oder zumindest ist die Nachhaltigkeit nicht der entscheidende Faktor bei meiner Kaufentscheidung. Es geht um den Mehrwert, um das, was der Kauf in mir auslöst. Um meine Nostalgie. Und das leider auf Kosten der Umwelt.

Wie seht ihr das? In welchen Situationen haltet ihr an einer nostalgischen Idee fest, obwohl es nachhaltigere Alternativen gäbe? Kennt ihr das Gefühl überhaupt? Ich bin noch auf dem Weg. Immerhin: Ich habe meinen Taschenkalender abgeschafft. Dieses Jahr ist das erste, in dem ich keinen verwende und ich habe es auch im nächsten Jahr nicht vor. Die Termine sind nun alle auf meinem Smartphone. So richtig glücklich bin ich damit noch nicht, aber ich merke, wie ich mich daran gewöhne.

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Blümchen statt Tampons: Menstruationstassen

Bitte was? Keine Blümchen, aber wiederverwendbare Menstruationstassen, in meinem Fall mit Blümchen drauf und in Blümchenstoff verpackt. Die Tassen sind kelchförmige Becher aus weichem Silikon, die es mittlerweile von diversen…

Bitte was? Keine Blümchen, aber wiederverwendbare Menstruationstassen, in meinem Fall mit Blümchen drauf und in Blümchenstoff verpackt. Die Tassen sind kelchförmige Becher aus weichem Silikon, die es mittlerweile von diversen Herstellern in unterschiedlichen Grössen gibt. Sie werden während der Periode wie Tampons in die Scheide eingeführt und fangen dort das Blut auf. Die meisten Modelle sind über mehrere Jahre verwendbar. Wenn die Tasse voll ist, wird sie entfernt, entleert, gereinigt und wieder eingesetzt.

Die liebe Isabella von Ladyways hat zwei Testerinnen gesucht, die sich von ihr beraten lassen, ein passendes Produkt testen und einen Artikel darüber schreiben mögen. Das finde ich super! Es ist doch eigenartig, dass das Thema Periode noch immer so tabuisiert wird, auch unter Frauen. Mir ist das egal, ich berichte euch gerne von meinen Erfahrungen. Dies in der Hoffnung, euch etwas Neues vorstellen zu können oder euch eure noch offenen Fragen zu beantworten. Ich habe mir die „Luv ur Body“ vorgenommen.

Beratung von Isabella

Gut, eigentlich muss ich gar nicht alle Fragen beantworten, das macht Isabella schon ganz toll. Sie verkauft die Tassen nicht nur, sie bietet auch unverbindliche Beratungen an, damit sich möglichst viele Frauen an das Thema Menstruationstasse heranwagen und in der Praxis auch problemlos damit zurechtkommen. Mit Isabellas Hilfe und etwas Übung sollten sämtliche Unsicherheiten rasch verschwinden. Bevor mir Isabella meine Tasse aussucht, beantworte ich ihr viele Fragen. Sie möchte unter anderem wissen, ob ich schon Mama bin und schon Menstruationstassen verwendet habe. Ausserdem ob ich unter einer starken Blutung oder Menstruationsschmerzen leide, ob ich ab und zu an Scheidenpilz oder einer Trockenheit durch Tampons oder irgendwelchen anderen Beschwerden leide. Nach meiner Mail an Isabella war ich überzeugt, restlos alle Fragen geklärt zu haben. Das war aber anscheinend nicht wirklich so und ich habe einen Fragenkatalog als Antwort erhalten. Kurze Zeit habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht etwas zu vorlaut war und vielleicht doch nicht testen und erst recht nicht öffentlich darüber schreiben will. Nach ein paar Mails waren meine Bedenken aber weg. Ich fühle mich bei Isabella gut aufgehoben, obwohl wir ausschliesslich über Mail kommuniziert haben. Für mich steht fest, dass sie in erster Linie helfen will. Sie antwortet wahnsinnig schnell und geht gefühlvoll auf Bedenken den Tassen gegenüber und persönliche Problemchen ein. Bitte beachtet aber, dass eine Onlineberatung keinesfalls einen Termin beim Gynäkologen ersetzt.

Bild: Yvonne

Erster Eindruck

Ich bekomme eine „Luv ur Body“ Menstruationstasse in der Grösse Medium. Sie kostet auf Ladyways 28.80 Euro inklusive Versand nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz. Seitdem ich aus gesundheitlichen und vor allem aus ethischen Gründen die Hormone in Pille und Nuvaring zur Verhütung abgesetzt habe, hat mein Zyklus ein kleines Eigenleben entwickelt. Meine Zyklen sind zwischen 24 und über 50 Tage lang und meine Blutung normal lang aber stark, oft mit starken Bauchschmerzen.

Die Tasse kommt nach kurzer Versandzeit bei mir in der Schweiz an, natürlich öffne ich sofort neugierig das Paket. Ich habe schon viel über die Tassen gelesen, verwendet oder in der Hand gehalten habe ich vor dem Test aber noch keine. Meine Luv ur Body ist aus leicht transparentem Silikon, rund sechseinhalb Zentimeter lang. Ausserdem befindet sich am unteren Ende ein etwa zwei Zentimeter langer Stiel, der das Entfernen der Tasse erleichtern soll. Auf der Aussenseite ist ein Blumenmuster im Kunststoff, der Stiel ist blattförmig. Nicht, dass es wichtig wäre, ich finde die Details aber süss und sie machen mir die Tasse sofort sympathischer. Auch wenn ich sie, wie eigentlich auch erwartet, doch sehr gross finde. In der Packung befindet sich ausserdem ein Aufbewahrungsbeutel aus Stoff, ebenfalls mit Blumenmotiv. Ein weiteres Detail unterschiedet die Luv ur Body von anderen Tassen: Auf der Innenseite befindet sich eine Markierung für siebeneinhalb und 15 Milliliter. Damit kann Frau sehr gut abschätzen, wie viel Blut sie während ihrer Periode verliert – Tampons oder Binden lassen darauf keinerlei verlässliche Rückschlüsse zu. Ich bin gespannt, ob ich wirklich so viel Blut verliere, wie ich immer glaube.

Bild: Yvonne

Erste Verwendung

Das erste Mal ausprobiert habe ich die Tasse an einem Tag ohne Periode. Im Gegensatz zu Tampons saugt sich die Tasse nicht mit Flüssigkeit voll und trocknet die Scheide nicht aus. Rumprobieren und häufiges Wechseln sind daher nicht unangenehm. Eine Anleitung gibt es in der Packungsbeilage oder auf Ladyways. Da ich für das Entziffern der Packungsbeilage ein Mikroskop bräuchte, verlasse ich mich auf Isabellas Anleitungen. Vor dem ersten Tragen koche ich die Tasse gemäss Anleitung mit kochendem Wasser ab. Zum Einsetzen wird sie gefaltet und wie ein Tampon eingeführt. Wenn die Tasse richtig platziert ist, sollte sie sich aufklappen. Durch leichtes Drehen oder Hinausziehen und wieder Zurückschieben wird etwas Luft angesaugt und es entsteht ein leichter Ansaugeffekt, der die Tasse zusammen mit der Beckenbodenmuskulatur für die Trägerin nicht spürbar an der richtigen Stelle hält. Mein Cup und ich werden nicht so richtig Freunde. Beim Üben spüre ich permanent einen Druck und kann ihn nicht so platzieren, dass ich den Rand oder Stiel nicht mehr spüre. Ich reinige die Tasse und lege sie zur Seite, im Einsatz getestet wird sie einige Tage später.

Verwendung & Alltag

Einführen geht trotz unterschiedlicher Falttechniken nur, wenn ich die Tasse mit etwas Wasser oder noch besser Gleitgel befeuchte. Dabei bin ich eigentlich weder verspannt noch habe ich Berührungsängste. Zum Entfernen drückt frau vor dem Herausziehen das untere Ende der Tasse zusammen, damit die Dichtung und der leichte Unterdruck gelöst werden. Das Entfernen ist für mich wegen des etwas härteren oberen Rings des Cup sehr unangenehm. Weil die Tasse zusammengedrückt wird, darf sie beim Entfernen nicht zu voll sein, da sie sonst überläuft.

Die erste Nacht überstehen der Cup und ich eigentlich ganz gut. Am Morgen entferne ich ihn, leere den Inhalt in die Toilette und setze ihn wieder ein. Auf dem Weg ins Büro stört er aber, ich spüre ihn immer, wenn ich mich bewege. Er fühlt sich unförmig an und ich werde das Gefühl nicht los, dass er nicht sitzt oder sich nicht komplett auffalten kann. Etwa zwei Stunden nach dem Einsetzen stört er mich so stark, dass ich ihn entfernen möchte. Und tatsächlich, er hat nicht dicht gehalten.

Aufgeben möchte ich aber nicht, meine Rettung heisst Isabella. Ich schreibe ihr meine Probleme und dass ich glaube, dass die Tasse zu gross oder einfach nicht passend für mich ist und so nicht richtig aufploppen beziehungsweise abdichten kann. Der rettende Tipp ist so simpel wie genial: Ich soll die Tasse auf links drehen! Wie ein Kleidungsstück vor dem Waschen stülpe ich den Cup um. So ist der Stiel (ohne dass ich ihn abschneiden muss) weg, die Oberfläche ist viel glatter und die Form etwas anders und vor allem schmaler. Einen sehr grossen Unterschied sehe ich nicht, aber ich spüre ihn. Die Tasse lässt sich so etwas einfacher einführen und ich habe sie sofort an der richtigen Stelle. Tatsächlich, ich spüre sie nicht mehr. Und das Beste: Sie ist dicht! Tagsüber im Büro, beim Sport und auch in der Nacht. Für mich hat Isabella die eher grosse Tasse aufgrund meiner starken Blutung ausgesucht. In den ersten zwei Tagen muss ich den Cup etwa alle sechs Stunden leeren, damit er nicht überläuft. Danach wird meine Blutung schnell einiges schwächer.

Fazit

Dank Isabellas Hilfe habe ich mich nicht nur an die Menstruationstasse getraut, ich kann sie nun auch problemlos tragen. Einsetzen und Entfernen wird mit der Zeit und mit noch mehr Routine sicher noch einfacher. Für die schwächeren Tage werde ich mir aber doch noch eine etwas kleinere Tasse kaufen. Bei dem grossen Angebot an unterschiedlichen Tassen ist eine kompetente Beratung eine sehr grosse Erleichterung. Ich habe früher noch keine Tasse bestellt, weil ich mich nicht für einen Hersteller und eine Grösse entscheiden konnte, ohne die Hilfe einer geduldigen und erfahrenen Beraterin hätte ich wohl wieder aufgegeben. Aufgrund der vielen Vorteile gebe ich meine Luv ur Body aber nicht mehr her.

Traut euch, Mädels! Es braucht etwas Überwindung, sich beraten zu lassen, die Tasse zu verwenden und bei Bedarf auch Hilfe zu holen, lohnt sich aber: Ihr spart Geld für Tampons und Binden, die nicht nur teuer sind, sondern auch viel Müll produzieren. Ihr könnt all das machen, was ihr mit Tampons auch macht und euch dabei auf den angenehmen, nicht austrocknenden Schutz der Tasse verlassen.

Hier gibt es noch eine abschliessende Übersicht mit Antworten auf häufig gestellte Fragen.

cupsBild: Ladyways

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Vegane Lebensmittel für den Muskelaufbau

Vegan – ein unaufhaltsam fortschreitender Trend: Vegetarisch oder gar komplett „tierlos“ zu leben ist eine Entscheidung, die immer mehr Menschen treffen. Im Vergleich zu Vegetariern essen Veganer gar nichts vom…

Vegan – ein unaufhaltsam fortschreitender Trend: Vegetarisch oder gar komplett „tierlos“ zu leben ist eine Entscheidung, die immer mehr Menschen treffen. Im Vergleich zu Vegetariern essen Veganer gar nichts vom Tier, also keine vom Tier produzierten Produkte wie beispielsweise Eier oder Milchprodukte. Da genau diese Nahrungsmittel jedoch überall als das “Muskelaufbau-Food” schlechthin angepriesen werden, ist eine vegane Ernährung für Menschen, die Muskelmasse aufbauen möchten, ein Alptraum! Oder doch nicht?

Was kann man denn dann überhaupt noch essen?

Das ist eine Frage, die ich sehr häufig gestellt bekomme. Die einschlägigen Rezept- und Ernährungsvorschläge für Bodybuilder sehen meist ähnlich aus: Das Ziel der meisten dieser Vorschläge in Bezug auf Kraft- und Muskelaufbau ist es, möglichst viel Eiweiß und zugleich möglichst wenig Fett zu sich zu nehmen. Grundsätzlich ist hieran nichts auszusetzen. Häufig wird dann zu fettfreien Eiweißquellen wie Pute, Huhn, magerem Fisch oder Magerquark gegriffen. Die aufgezählten Produkte gehören sicher zu den Klassikern. Jedoch isst ein Veganer diese Lebensmittel nicht.

Kann der Muskelaufbau dann vegan überhaupt funktionieren?

Dazu muss zunächst die Frage gestellt werden, wie Muskeln überhaupt wachsen. Im Folgenden möchte ich lediglich kurz darauf eingehen. Um Muskelwachstum zu fördern, benötigt der Muskel verschiedene Reize, die so stark sind, dass kleine Fasern der Muskeln zerstört werden und der Körper gezwungen ist, diese zu reparieren. Während dieses Reparationsprozesses baut der Körper stärkere Muskelstränge auf, um für das nächste Mal gegen diese Reize gewappnet zu sein. Um den Muskel diesen Reizen auszusetzen, ist eine hochintensive Sportart wie beispielsweise freeletics oder Bodybuilding notwendig. Des weiteren ist erforderlich, dass wir unseren Körper mit hochwertigen Makronährstoffen wie auch Mikronährstoffen versorgen und ihm mehr Kalorien zufügen, als er verbraucht.

Was sind hochwertige Eiweißquellen?

Eiweiße oder auch Proteine setzen sich aus einzelnen Bestandteilen, den sogenannten Aminosäuren, zusammen. Hierbei werden 20 bis 22 Aminosäuren aus unterschiedlichen Quellen vom Menschen benötigt. Es sind jedoch meist nicht alle Aminosäuren in jeder Eiweißquelle enthalten. Zwölf Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, weshalb diese „nicht-essentielle Aminosäuren“ genannt werden. Resultierend kann er acht Eiweissquellen nicht selbst herstellen und somit müssen diese über unsere Nahrung aufgenommen werden. „Hochwertige Proteine“ sind daher in jenen Nahrungsmittel enthalten, die alle acht der „essentiellen“ Aminosäuren enthalten.

Menge der hochwertigen Eiweißquellen

Über die Menge Eiweiß, welche ein Sportler oder Bodybuilder zu sich nehmen sollte, herrscht nach wie vor Uneinigkeit. Die Spanne reicht von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht bis hin zu mehr als 2,2 Gramm. Gehen wir von einem soliden Mittelwert von 1,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht aus, dann benötigen beispielsweise 80 Kilogramm schwere Männer 144 Gramm Protein pro Tag. Diese sollten wie bereits erklärt wenn möglich aus hochwertigen Eiweißquellen bestehen.

Zurück zum Thema, wie Muskelaufbau funktioniert. Zunächst muss der Muskel einem Reiz ausgesetzt werden, wie er bei regelmäßigem Kraftsport – zum Beispiel bei freeletics – entsteht. Steht dem Körper nach gegebenem Reiz reichlich Nahrung zur Verfügung und enthält diese die richtige Kombination an Mikro- und Makronährstoffen, dann wächst der Muskel. Selbstverständlich ist es daher auch einem Veganer möglich, Muskeln aufzubauen. Was sind jedoch die besten Eiweißquellen für Veganer und gibt es überhaupt vegane Lebensmittel die alle acht essentiellen Aminosäuren enthalten?

Hochwertige vegane Eiweißquellen

Die folgende Liste enthält vegane Produkte, die alle acht der essentiellen Aminosäuren enthalten, geordnet nach der beinhaltenden Proteinmenge. Der Eiweißgehalt ist jeweils pro 100 Gramm gerechnet. Ausgenommen sind hier Lebensmittel die besonders viel Fett enthalten (beispielsweise Sesammus, Erdnüsse und ähnliches).

Spirulina 57 g
• Hanfsamen 37 g
• Linsen 20-25 g (je nach Sorte)
• Bohnen 21 g
• Tofu 16 g
• Chia Samen 16 g
Quinoa 14 g
• Amaranth 14 g

Natürlich gibt es weitere vegane Lebensmittel mit höheren oder ähnlichen Eiweißwerten, diese enthalten jedoch nicht alle essentiellen Aminosäuren. Hier empfiehlt es sich, verschiedene Quellen miteinander zu kombinieren, um jeweils ein vollständiges Aminosäurenprofil zu erhalten. Die bekannteste Kombination ist hier: Bohnen mit Reis sowie Nüssen (zum Beispiel Mandeln) mit Spinat oder Brokkoli.

Was ist mit Gemüse?

Pflanzen haben – als Rohkost gegessen – eine hohe Nährstoffdichte bei wenigen Kalorien. Gerade für Veganer bilden sie die Basis einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung. Dadurch, dass sie wenige Kalorien enthalten, können sie in ausreichender Menge konsumiert und kombiniert werden und sind somit wertvolle Lieferanten von Eiweiß, die zusätzlich sehr viel Ballaststoffe enthalten. Die Gemüse mit dem größten Teil an Proteinen sind (die folgenden Werte beziehen sich auf die Rohkost, nicht auf gekochtes Gemüse):

• Erbsen 6 g
• Rosenkohl 4,5 g
• Grünkohl 4,5 g
• Spinat 3 g
• Brokkoli 3 g
• Champions 3 g

Grüne Smoothies können hier zu gesunden Eiweißbomben werden. Kombiniert mit leckeren Früchten schmecken sie zudem hervorragend und ergeben so einen natürlichen After-Workout-Shake.

Eiweißreiche Nahrungsergänzung

Wie eingangs erwähnt sind Schlagworte wie “vegan”, “Muskelaufbau” und auch “Abnehmen” gerade in der heutigen Zeit nicht nur bei Bodybuildern ein Thema und daher werden auch immer mehr pflanzliche Proteinpulver angeboten. Vegane Proteinpulver mit Soja, Reisprotein, Hanfprotein, Erbsenprotein oder Multikomponentenproteinen gibt es bereits in großer Auswahl und die meisten haben sogar Rohkost-Qualität.

Fazit

Veganer Muskelaufbau ist kein Mythos, sondern kann mit etwas Vorbereitung und dem richtigen Fitness-Trainingsplan und der passenden Ernährung umgesetzt werden. Bewiesen wird dies nicht zuletzt durch Bodybuilding-Weltmeister wie zum Beispiel Alexander Dargatz oder dem ehemals stärksten Mann der Welt, dem Pflanzenfresser Patrik Baboumian. Mehr zum Thema veganer Muskelaufbau findet ihr unter www.vegan-freeletics.com.

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Die Glücksbringer Teil 4: Glücksgemeinde Schömberg

Deutschland hat nicht nur eine Glücksministerin, nahe der Stadt Pforzheim gibt es auch eine Glücksgemeinde. Ob die 7.800 Einwohner des Heilklimatischen Kurorts Schömberg im Nordschwarzwald mit seinen vier Ortsteilen tatsächlich glücklicher ist als andere,…

Deutschland hat nicht nur eine Glücksministerin, nahe der Stadt Pforzheim gibt es auch eine Glücksgemeinde. Ob die 7.800 Einwohner des Heilklimatischen Kurorts Schömberg im Nordschwarzwald mit seinen vier Ortsteilen tatsächlich glücklicher ist als andere, das verrät mir Christina Lehnhoff M.A., Leiterin Touristik & Kur.

Doris: Fühlen Sie sich glücklich? Und wenn ja, warum?

Christina Lehnhoff: Ich persönlich zähle mich meist zu den glücklichen Menschen. Selbst wenn manchmal ein Tag verhagelt ist – nicht immer läuft alles so, wie man es sich wünscht – zählt doch eher die Balance in aller Polarität des Lebens. Und da habe ich das Glück, ein Leben führen zu können, welches mir auf der einen Seite viel Raum für persönliche und berufliche Freiheiten lässt und gleichzeitig kreativen Spielraum einräumt. Das heißt aber auch, gezielt seine Energie auf die guten Dinge im Leben zu lenken statt sich im Frust zu suhlen. Meckerer sind in der Regel unglückliche Menschen. In Summe bedeutet für mich ein glückliches Leben, mit sich im Reinen zu sein. Doch ist Glück ist ein so großes Wort. Geht es oftmals nicht vielmehr um Zufriedenheit – den Frieden mit sich selber?

Schömberg ist eine Glücksgemeinde: Was heißt das für Sie und wie kam es dazu?

2009 hat der damalige Tourismuschef nach einem USP für Schömberg gesucht. Heraus kam das Glück. Was ursprünglich als Marketing-Gag geplant war hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Eine Lenkungsgruppe aus Gemeinderäten, Kirchenvertretern und Verwaltung hat ein Zukunftskonzept für Schömberg erarbeitet. Ziel ist es, als Gemeinschaft den Rahmen und die Grundlagen für sinnerfülltes, gutes und gelingendes Leben in all seinen Facetten zu schaffen und im Konfliktfall werthaltige Ziele vor monetäre zu setzen.

Für mich als Tourismusverantwortliche bedeutet dies, nicht immer auf „Höher, Schneller Weiter“ zu setzen, sondern die kleinen und wertvollen Dinge hervorzuheben, die wir hier im Schwarzwald haben. Und das ist vor allem die Natur. Hier gilt es, sie in all ihren Facetten erlebbar zu machen, sei es in Form von geführten Wanderungen, Veranstaltungen wie „Die lange Nacht der Natur“, Waldwochenenden für die ganze Familie oder Wanderlesungen, die Wanderung und Autorenlesung gleichzeitig sind, Yogawochen, Achtsamkeitstraining et cetera. Auch fand 2014 sehr erfolgreich die vierte Schömberger Glückswoche statt, eine Woche mit vielen Veranstaltungen, Vorträgen und Workshops zum Thema Glück und gutes Leben, Naturerlebnissen und Entschleunigung – alles Themen, die uns ein bisschen aus unserem stressigen Alltag und dem Hamsterrad des „Immer Mehr“ entführen.Image

Ein essentieller Wert ist die Beteiligung der BürgerInnen und demzufolge der Lebensqualität: Welche Maßnahmen setzen Sie auf diesem Schritt? Wie wird das möglich?

Es gab eine Arbeitsgruppe aus Bürgern und interessierten, die 2011 eine erste Bürgerbefragung auf den Weg gebracht hat. Es gab einen Wettbewerb zu sichtbaren Installationen zum Thema Glück, Anfang 2013 wurden die Bürger Schömbergs eingeladen, ihre Idee für das Glück in Schömberg beizusteuern und Anregungen zu geben, wie wir als Gemeinde auf Bedürfnisse und Wünsche wirksam eingehen können. Leider war die Resonanz sehr verhalten – und das ist sie heute noch.

Sicherheit – Freiheit – Sinn: Diese drei Werte sind stark verankert. Warum gerade diese?

Sicherheit und Freiheit sind die wichtigsten Werte in einer Demokratie. In vielen Teilen dieser Erde sind sie abhanden gekommen oder waren noch nie vorhanden. Diese Werte geben uns Halt und Raum. Außerdem leben wir in einer Zeit der Sinnorientierung. Wir sind auf der Suche nach dem, was uns wirklich wichtig ist. Das ist in unserer multioptionalen Zeit sehr unübersichtlich geworden. Dadurch, dass wir uns damit beschäftigen, haben wir die Chance uns weiterzuentwickeln und zu Individuen zu werden. Nutzen wir sie!

„Schömberg möchte bis zum Jahr 2020 […] zum körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefinden seiner Bürgerinnen und Bürger beitragen“ schreiben Sie: Wie weit sind Sie dabei? 

Wir versuchen, die ersten Schritte auf dem Weg zu einer Gemeinwohlökonomie-Gemeinde zu gehen: ecogood.org

Inwieweit hat sich das Glück in der Gemeinde verstärkt? Wie messen Sie das – gibt es Studien dazu? 

Zur Zeit ist die zweite Bürgerbefragung in Arbeit. Der Vergleich mit der ersten wird zeigen, wie sich das Glücksempfinden verändert hat.

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Was haben Sie in Ihrer Arbeit am Glück und in einer Glücksgemeinde für sich persönlich, aber auch für andere, die es Ihnen gleich tun wollen, gelernt?

Man kann Menschen für solch abstrakte Themen begeistern. Das Glück kann man keinem überstülpen. Manche Menschen brauchen ihr Unglück. Manche Menschen haben Angst vor dem Glück. Und für manche hört das Glück beim Glücksklee auf. Und ich habe dabei vor allem ein gelernt: Gelassenheit.

Jetzt hat Deutschland auch eine „Glücksministerin“ – gibt es da Kontakte und wenn ja, wie sehen diese aus?

Selbstverständlich. Einen ersten Kontakt gab es 2013. Die Glücksministerin Gina Schöler hat unsere Bürgermeisterin Bettina Mettler interviewt. Wir haben das Ministerium, welches auf Spenden angewiesen ist, bei einem Filmevent in Mannheim unterstützt. „What Happiness is“ ist ein wunderbarer Roadmovie von Harald Friedl. Er dokumentiert ein weltweit einzigartiges Projekt im Königreich Bhutan. Beamte und Beamtinnen des Ministeriums für Glück sind acht Monate lang unterwegs, um mit dicken Fragebögen das Glück im Land zu ermitteln. Den Film haben wir übrigens auch in unserer Glückswoche gezeigt und Harald Friedl folgte unserer Einladung nach Schömberg. Schömberg und Bhutan verbindet das Thema Glück und damit eine lockerer Partnerschaft. Gina Schöler hat uns in unserer diesjährigen Glückswoche wunderbar unterstützt, es gibt einen regelmäßigen Austausch. Und wir entwickeln jetzt schon Ideen für die nächste Schömberger Glückswoche 2016.

Danke und noch viel Glück! 

 

Hier geht es zur Website der Glücksgemeinde: www.schoemberg.de

 

Hier findet ihr “Die Glücksbringer Teil 1: Glückstrainerin Diana Grabowski“.

Und hier zu Teil 2 über Glücksministerin Gina Schöler.

Der dritte Teil: „Die Glücksbringer Teil 3: “die Sinnstifter” über das Schulfach Glück

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Produkttest: powerbands von letsbands.com

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands –…

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands – das kleinste Gym der Welt“ in meinem Postkasten.

Was sind powerbands eigentlich?

„powerbands sind elastische Bänder, die für die körperliche Fitness eingesetzt werden. Mit den powerbands kannst du alle Körperpartien gezielt und intensiv trainieren. Völlig gleich wie gut du bereits in Form bist, das Training mit dem Band passt sich ganz spezifisch deinen Bedürfnissen an. Mit powerbands kannst du viele unterschiedliche Muskelgruppen schonend und effektiv trainieren, deine Haltung verbessern, Muskeln aufbauen und Fett verbrennen.“

Die Packungsaufschrift verspricht die eierlegende Wollmilchsau im Fitnessbereich. Ich bin gespannt!

Die Box von letsbands.com enthält jedenfalls 3 Mini-powerbands (je 22 x 5cm; aber in unterschiedlicher Farbe und Zugkraft. Heißt, unterschiedlich streng und straff). Ein powerband MAX in schwarz (100 x 2,5cm), ein Handbuch mit Basisübungen und Workouts sowie eine DVD mit powerbands-Übungen und Workouts.

In der letzten Woche habe ich drei der Workouts gemacht (sprich, für euch einem strengen Test unterzogen). Die Beweis-Fotos erspare ich euch besser – verschwitzte Trainings-Bilder mit der angefüllten Couch im Hintergrund kommen meiner Meinung nach nicht so gut. Meine Plus- und Minus-Punkte will ich Euch aber nicht vorenthalten:

+

Für mein erstes Training habe ich es mir leicht gemacht und die DVD in meinen Player gelegt. Tatsächlich kann man einfach unter verschiedenen Workout-Vorschlägen eines oder gern auch mehrere aussuchen. Die Übungen werden in Videos erklärt sowie vorgezeigt. Es handelt sich dabei um dieselben Übungen, die auch im beiliegenden Booklet zu finden sind – nur die Anzahl der Wiederholung und die Zusammenstellung variiert. Das kann zwar etwas verwirren, wenn man sich aber nur auf eines – DVD oder Booklet – konzentriert, dann ist das kein Problem.

Grundsätzlich mag ich die Kleinheit und Einfachheit des Trainings. Gerade für Reisende oder Leute, die viel unterwegs sind, eignen sich die powerbands gut. Nicht nur, weil die Bändern selbst in jedes Reisegepäck, in jede Handtasche passen. Außerdem gibt es ein Training fürs Hotelzimmer im Handbuch mitgeliefert, für alle, die auf engem Raum trainieren möchten und keine Fitnesshalle zu Verfügung haben. Gut finde ich auch, dass man außer den Bändern selbst nichts braucht – keine weitere Ausrüstung, kein besonderes Schnick-Schnack.

Die Bänder und Übungen sind zum Teil ziemlich herausfordernd – auch für mich Fitness-Freak. Nachdem aber auf Stretching viel Wert gelegt wird (die Stretching-Übungen werden nach jedem Workout empfohlen und klappen mit den Bändern gut), ist vom Muskelkater danach kaum eine Spur.

Cool finde ich auch, dass auf der Website letsbands.com weitere Videos und Trainings-Ideen vorgegeben sind.

Wie soll das bitte funktionieren? Einige der Übungen – besonders die mit dem powerband MAX – erscheinen mir nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten und dritten Blick (und Test) unmöglich. Das Band mit seinem Meter Länge mit beiden Händen hinter dem Kopf nach oben zu ziehen zum Beispiel. Ich kriege das Band nicht einmal bis zu den Schultern, geschweige denn von hinten nach oben. Vorgezeigt wird die Übung im Handbuch von einem männlichen Adonis – ich fühle mich als Frau nicht angesprochen. Werde klein mit Hut, und dennoch zu groß, um das powerband über den Kopf zu ziehen. Tja, für die einen ein Ansporn, Mukkis aufzubauen, für mich eher deprimierend.

So gut Beispiel-Workouts sind, sie werden nach kurzer Zeit langweilig. Es handelt sich um insgesamt 22 Übungen, die sich zum Teil in der Zusammenstellung der Workouts auch wiederholen. Hat man zum Beispiel das Warm-Up Training absolviert, fallen beim Muskelaufbau-Workout gleich einige Übungen heraus – weil man sie schon zuvor gemacht hat. Da hätte man sich meiner Meinung nach mehr einfallen lassen können.

Schade finde ich auch, dass die App – ja, es gibt eine App dazu – nur für iPhone und nicht für Android-Geräte zu Verfügung gestellt wird.

 

Fazit: Die Idee des „kleinsten Fitnesscenters der Welt“ finde ich sehr gut und praktisch. Ich muss jetzt nur noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten und Trainingsideen suchen, damit das Workout an sich nicht langweilig wird. Getestet habe ich übrigens das powerbands SET Pro, das es auf der Website um 45,99 Euro zu kaufen gibt. Dieses und weitere Produkte finden sich im Shop >> https://letsbands.com/shop

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