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Kategorie: Body. Soul.

Produkttest: powerbands von letsbands.com

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands –…

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands – das kleinste Gym der Welt“ in meinem Postkasten.

Was sind powerbands eigentlich?

„powerbands sind elastische Bänder, die für die körperliche Fitness eingesetzt werden. Mit den powerbands kannst du alle Körperpartien gezielt und intensiv trainieren. Völlig gleich wie gut du bereits in Form bist, das Training mit dem Band passt sich ganz spezifisch deinen Bedürfnissen an. Mit powerbands kannst du viele unterschiedliche Muskelgruppen schonend und effektiv trainieren, deine Haltung verbessern, Muskeln aufbauen und Fett verbrennen.“

Die Packungsaufschrift verspricht die eierlegende Wollmilchsau im Fitnessbereich. Ich bin gespannt!

Die Box von letsbands.com enthält jedenfalls 3 Mini-powerbands (je 22 x 5cm; aber in unterschiedlicher Farbe und Zugkraft. Heißt, unterschiedlich streng und straff). Ein powerband MAX in schwarz (100 x 2,5cm), ein Handbuch mit Basisübungen und Workouts sowie eine DVD mit powerbands-Übungen und Workouts.

In der letzten Woche habe ich drei der Workouts gemacht (sprich, für euch einem strengen Test unterzogen). Die Beweis-Fotos erspare ich euch besser – verschwitzte Trainings-Bilder mit der angefüllten Couch im Hintergrund kommen meiner Meinung nach nicht so gut. Meine Plus- und Minus-Punkte will ich Euch aber nicht vorenthalten:

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Für mein erstes Training habe ich es mir leicht gemacht und die DVD in meinen Player gelegt. Tatsächlich kann man einfach unter verschiedenen Workout-Vorschlägen eines oder gern auch mehrere aussuchen. Die Übungen werden in Videos erklärt sowie vorgezeigt. Es handelt sich dabei um dieselben Übungen, die auch im beiliegenden Booklet zu finden sind – nur die Anzahl der Wiederholung und die Zusammenstellung variiert. Das kann zwar etwas verwirren, wenn man sich aber nur auf eines – DVD oder Booklet – konzentriert, dann ist das kein Problem.

Grundsätzlich mag ich die Kleinheit und Einfachheit des Trainings. Gerade für Reisende oder Leute, die viel unterwegs sind, eignen sich die powerbands gut. Nicht nur, weil die Bändern selbst in jedes Reisegepäck, in jede Handtasche passen. Außerdem gibt es ein Training fürs Hotelzimmer im Handbuch mitgeliefert, für alle, die auf engem Raum trainieren möchten und keine Fitnesshalle zu Verfügung haben. Gut finde ich auch, dass man außer den Bändern selbst nichts braucht – keine weitere Ausrüstung, kein besonderes Schnick-Schnack.

Die Bänder und Übungen sind zum Teil ziemlich herausfordernd – auch für mich Fitness-Freak. Nachdem aber auf Stretching viel Wert gelegt wird (die Stretching-Übungen werden nach jedem Workout empfohlen und klappen mit den Bändern gut), ist vom Muskelkater danach kaum eine Spur.

Cool finde ich auch, dass auf der Website letsbands.com weitere Videos und Trainings-Ideen vorgegeben sind.

Wie soll das bitte funktionieren? Einige der Übungen – besonders die mit dem powerband MAX – erscheinen mir nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten und dritten Blick (und Test) unmöglich. Das Band mit seinem Meter Länge mit beiden Händen hinter dem Kopf nach oben zu ziehen zum Beispiel. Ich kriege das Band nicht einmal bis zu den Schultern, geschweige denn von hinten nach oben. Vorgezeigt wird die Übung im Handbuch von einem männlichen Adonis – ich fühle mich als Frau nicht angesprochen. Werde klein mit Hut, und dennoch zu groß, um das powerband über den Kopf zu ziehen. Tja, für die einen ein Ansporn, Mukkis aufzubauen, für mich eher deprimierend.

So gut Beispiel-Workouts sind, sie werden nach kurzer Zeit langweilig. Es handelt sich um insgesamt 22 Übungen, die sich zum Teil in der Zusammenstellung der Workouts auch wiederholen. Hat man zum Beispiel das Warm-Up Training absolviert, fallen beim Muskelaufbau-Workout gleich einige Übungen heraus – weil man sie schon zuvor gemacht hat. Da hätte man sich meiner Meinung nach mehr einfallen lassen können.

Schade finde ich auch, dass die App – ja, es gibt eine App dazu – nur für iPhone und nicht für Android-Geräte zu Verfügung gestellt wird.

 

Fazit: Die Idee des „kleinsten Fitnesscenters der Welt“ finde ich sehr gut und praktisch. Ich muss jetzt nur noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten und Trainingsideen suchen, damit das Workout an sich nicht langweilig wird. Getestet habe ich übrigens das powerbands SET Pro, das es auf der Website um 45,99 Euro zu kaufen gibt. Dieses und weitere Produkte finden sich im Shop >> https://letsbands.com/shop

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Die Glücksbringer Teil 3: „die Sinnstifter“ über das Schulfach Glück

„Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Glück hauptsächlich von drei Faktoren bestimmt wird: Den Genen (50%), den Lebensumständen (10%) und zu 40% (!) von unserer persönlichen Einstellung“, wissen Margot Maaß und Siegfried…

„Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Glück hauptsächlich von drei Faktoren bestimmt wird: Den Genen (50%), den Lebensumständen (10%) und zu 40% (!) von unserer persönlichen Einstellung“, wissen Margot Maaß und Siegfried Neubauer, die als „die Sinnstifter“ Unternehmen und Einzelpersonen in Sachen Glück beraten. Damit wir von Kindesbeinen an Glücksgewohnheiten etablieren, haben sie in Kooperation mit dem Fritz-Schubert-Institut die Initiative “Schulfach Glück Österreich” gegründet. „Ich habe in den vergangenen Jahren erlebt, was vielen jungen Menschen fehlt, wenn sie von der Schule in den Arbeitsmarkt eintreten: Lebenskompetenz, Eigenverantwortlichkeit, Freude an der Leistung und manche stellen sich auch die Frage nach dem Sinn im Leben“, so Maaß über ihre Intention, „das sind jene Themen, die wir mit dem ‚Schulfach Glück‘ stärken wollen.“ Seit dem Schuljahr 2009/10 steht das Glück mittlerweile an über 130 Schulen in Österreich und Deutschland auf dem Lehrplan. Mit Erfolg! So wirkt es sich laut einer Heidelberger Studie aus dem Jahr 2012 nicht nur positiv auf das Selbstwertgefühl der SchülerInnen aus, auch LehrerInnen profitieren von den praktischen Übungen: „Damit begeben sie sich selber auf die Suche, was Glück für sie bedeutet und werden so zu Schatzsuchern, nicht nur bei ihren Schülern.

Doris: Fühlen Sie sich glücklich? Und wenn ja, warum? 

Maaß: Die Liste an Momenten, Menschen und Möglichkeiten, die für mich persönlich Glück bedeuten, ist lange. Dafür bin ich sehr dankbar. Dankbarkeit ist übrigens ein wichtiger Schlüssel zum Glücklichsein, weil sie den Blick schärft, das Gute in seinem Leben zu sehen.

Neubauer: Suche den Sinn im Leben und du wirst Glück finden. Glück ist in den meisten Fällen also kein einmalig erreichter Zustand, sondern es erneuert sich immer wieder selbst, indem man in seinem Leben große oder kleine Dinge tut, die für einen selbst Sinn machen. Genau das versuche ich.

Sie arbeiten sowohl mit Unternehmen als auch Einzelpersonen und üben sich darin, Sinn zu stiften. Warum ist dieser so wichtig fürs Glück – haben Sie konkrete Fallbeispiele aus der Praxis? 

Maaß: Viktor Frankl war überzeugt, dass der Mensch unabdingbar nach Sinn und Bedeutung in seinem Leben sucht. Für ihn beispielsweise lag der Sinn zum Überleben darin, dass er später jungen Studenten über die psychischen Auswirkungen des Konzentrationslagers berichten wollte. Die Theorie des Wohlbefindens nach Martin Seligman, dem Begründer der Positiven Psychologie umfasst neben dem Sinn weitere vier Elemente: Positives Gefühl, Engagement, positive Beziehungen und Zielerreichung (PERMA Modell). In unserer Arbeit als „die Sinnstifter“ ist es uns wichtig, all diese fünf Faktoren mit einzubeziehen. Zusammengefasst könnte man das so beschreiben: Gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Freude erleben. Zweifelsohne ist das ein hehres Ziel und permanenter Balanceakt in einer Gesellschaft und Wirtschaft, die von Shareholder Value und Rationalisierungsdruck geprägt ist. Wenn es mir aber als Unternehmer gelingt, eine Kultur zu entwickeln und ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter Sinn in ihrem Tun erleben, dann ist das ein Gewinn für jeden einzelnen, der sich auch monetär rechnet, davon sind wir überzeugt.

Neubauer: Nicht umsonst legen immer mehr Vorstände und Geschäftsführer Wert auf eine „sinnstiftende Business Mission und Strategie“, die in den Köpfen UND Herzen der Führungsmannschaft und Mitarbeiter verankert ist.

Warum ist das Glück derzeit so „en vogue“, warum suchen wir – der Wahrnehmung nach – immer stärker nach dem Glück? 

Neubauer: In einer, zumindest von uns erlebten Wohlstandsgesellschaft, in der alles verfügbar ist, in der kaum ein Mangel an materiellen Gütern herrscht, wächst die Bedeutung von immateriellen Werten wie Freundschaft, soziale Zugehörigkeit, Familie, innere Balance und Ähnlichem, selbst wenn es auf Kosten von materiellen Dingen wie Einkommen oder Status geht. Manche Erscheinungen wie Facebook oder Twitter befriedigen diese Bedürfnisse –  aber nur vordergründig. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Mensch irgendwann in seinem Leben drauf kommt, dass seine innere Ausgeglichenheit und sein „Glück“ nicht von außen bestimmt sind sondern von innen. Spätestens dann macht er sich auf den Weg zu sich selbst.

Warum sind manche Menschen – in manchen Regionen, aber auch generell – glücklich und andere nicht? 

Maaß: Felicia Huppert und Timothy So von der Cambridge University haben Eigenschaften definiert, die Menschen dabei unterstützen, sich zu entfalten und aufzublühen (flourishing) und haben dies in 23 europäischen Ländern gemessen. Dänemark führt dieses Ranking an, das heißt 33 Prozent der Dänen erfüllen die Flourishing-Kriterien (Positives Gefühl, Engagement/Interesse, Sinn/Bedeutung im Leben, Selbstachtung, Optimismus, Resilienz, positive Beziehungen). England liegt mit 18 Prozent im Mittelfeld, Russland belegt mit 6 Prozent den letzten Platz. Die Untersuchung hat gezeigt, dass stärkeres Aufblühen mit dem Maß der Ausbildung und Erziehung, höherem Einkommen und verheiratet sein zusammenhängt. Die allgemeine Gesundheit ist ebenfalls in mäßigem Umfang mit Flourishing verbunden. Ziel der Politik sollte es sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Aufblühen der Menschen unterstützen. Das BIP als Indikator um den Wohlstand zu messen, greift jedenfalls zu kurz.

Neubauer: Geht man auf Ernst Fritz-Schubert zurück, so ist auch „die Freiheit der Selbstbestimmung“ von wesentlicher Bedeutung für das Aufblühen des Individuums. Sowohl politisch als auch wirtschaftlich und gesellschaftlich lassen sich hier Parameter finden wie beispielsweise freier Zugang zur Bildung, gelebte Demokratie und Pressefreiheit, oder Religionsfreiheit.

Was braucht es, um glücklich zu sein beziehungsweise was kann jemand, der unglücklich ist, tun, um glücklich zu werden?

Maaß: Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Glück hauptsächlich von drei Faktoren bestimmt wird: Den Genen (50%), den Lebensumständen (10%) und zu 40% von unserer persönlichen Einstellung. Die gute Nachricht ist daher, Glück kann man lernen, weil wir an unserer Einstellung tagtäglich arbeiten können. Normalerweise verwenden wir viel mehr Zeit dafür, darüber nachzudenken, was alles schiefgelaufen ist. Das ist Nährboden für Angst und Depression. Wenn ich mir jedoch jeden Abend nur zehn Minuten Zeit nehme und drei Dinge aufschreibe, die an diesem Tag gut gelaufen sind und warum sie gut gelaufen sind, richte ich meinen Fokus ganz bewusst auf die guten Momente und Erlebnisse in meinem Leben und ich kann damit mein Glück und Wohlbefinden steigern.

Neubauer: Man kann Glück besonders dann fassen und erleben, wenn man mit offenem Geist und Herzen durch das Leben geht. Das kann man lernen mit Hilfe von Stärkenorientierung, positivem Denken, Eigenverantwortung, gesteigertem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

Sie setzen sich außerdem für das Projekt „Glück in der Schule“ ein – warum ist das Ihrer Meinung nach wichtig und wie kamen Sie zu diesem Projekt?

Maaß: Ich habe in den vergangenen Jahren erlebt, was vielen jungen Menschen fehlt, wenn sie von der Schule in den Arbeitsmarkt eintreten: Lebenskompetenz, Eigenverantwortlichkeit, Freude an der Leistung und manche stellen sich auch die Frage nach dem Sinn im Leben – das sind jene Themen, die wir mit dem „Schulfach Glück“ stärken wollen.

Neubauer:Wir müssen wegkommen von alten schulischen Systemelementen, bei denen Schwankungen sowohl nach oben als auch nach unten als störend empfunden werden. Die Aufgabe der Schule hat sich dramatisch geändert. Sie muss in der Lage sein, unsere Kinder und Jugend auf eine Welt vorzubereiten, von der niemand weiß, wie sie in zehn oder 20 Jahren aussehen wird. Als Initiative “Schulfach Glück Österreich” verfolgen wir das Ziel, das “Schulfach Glück“ im Sinne des Begründers Ernst Fritz-Schubert verstärkt in Österreichs Schulen hineinzutragen. Das Weiterbildungsprogramm „Schulfach Glück“ vermittelt Pädagogen inhaltliche und didaktische Grundlagen zur Durchführung von Unterricht, der die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen gezielt fördert: Mit Lebenskompetenz und Lebensfreude zu einem gelingenden Leben.

Lernt man als junger Mensch leichter, glücklich zu sein?

Maaß: Das Problem ist, dass wir im Laufe unseres Lebens wieder verlernen, glücklich zu sein. Die Schule tut ihres dazu. Schule muss zur angstfreien Zone werden! Damit schaffen wir eine Basis, die junge Menschen unterstützt, ihre eigenen Potentiale zu entdecken und diese wirksam einzusetzen.

Neubauer: Zum einen fällt besonders bei Kindern auf, dass sie in der Lage sind im Hier und Jetzt stark zu empfinden, also präsent zu sein. Das ist auch hilfreich für das Gefühl Glück. Zum anderen haben Menschen mit zunehmender Erfahrung deutlich mehr Filter eingebaut, verlieren an sensorischen Fähigkeiten und sind so weniger in der Lage präsent zu sein. Daher kommt in diesem Stadium anderen Elementen wie Reflexionsfähigkeit oder das Erkennen von Vernetzungen eine stärkere Bedeutung zu.

Neben den Schülern sind ja offenbar auch die LehrerInnen eine wichtige Zielgruppe des Fachs „Glück in der Schule“: Warum das? Wie können diese in Ihrem Glück beeinflusst werden? Und gibt es dazu schon Rückmeldungen? 

Maaß:Die Teilnehmer unseres Lehrgangs „Schulfach Glück“ erleben selbst alle praktischen Übungen, körperliche und gemeinschaftliche Herausforderungen die sie dann im Unterricht einbauen können. Damit begeben sie sich selber auf die Suche was Glück für sie bedeutet und werden so zu Schatzsuchern, nicht nur bei ihren Schülern.

Neubauer:Darüber hinaus wollen LehrerInnen in der Ausübung ihres Berufes erfolgreich, also wirksam sein (wie viele andere auch) und so persönlich Erfüllung finden. Die Kenntnisse über das „Schulfach Glück“ und die Anwendung der Methoden und Instrumente im Schulalltag wirken präventiv gegen Abschalten, Berufsausstieg oder Burnout und steigern die Wirksamkeit von LehrerInnen in der Ausübung ihres Berufes enorm.

Hier zwei Statements von LehrerInnen, die an der Weiterbildung zum „Schulfach Glück“ teilgenommen haben:

„Ich habe persönlich ganz viel gelernt: Meine Schüler zu inspirieren, mir von meinen negativ eingestellten Kollegen in der Schule nicht ‚den Schneid abkaufen zu lassen‘, meine eigenen Ziele ernst zu nehmen und mit Schülern positiv zu arbeiten. Außerdem glaube ich mehr als vorher, dass wir kreativ sein müssen, auch mal was Verrücktes wagen und Unterricht ständig weiterentwickeln. Obwohl es manchmal anstrengend war, ich habe viel gelacht in der Weiterbildung. (…)“ Gymnasial-Lehrerin

„Ich bin voller neuer Ideen, die ich in- und außerhalb des Schulfachs Glück anwende. Für mich war das eine unheimlich wichtige Anregung, die meine Schüler direkt zu spüren kriegen. Positiv zu spüren.“ Lehrerin, die zuvor von Anzeichen eines Burn-outs berichtet hatte.

Danke fürs Teilen des Glücks! 

 

Mehr über „die Sinnstifter“ und ihre Projekte findet ihr unter www.diesinnstifter.at

Das Weiterbildungsprogramm „Schulfach Glück“ vermittelt Pädagogen inhaltliche und didaktische Grundlagen zur Durchführung von Unterricht, der die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen gezielt fördert: Mit Lebenskompetenz und Lebensfreude zu einem gelingenden Leben. Details zum Lehrgang, der am 24. Oktober 2014 startet, unter www.schulfachglueck.at

Hier geht es zu “Die Glücksbringer Teil 1: Glückstrainerin Diana Grabowski“.

Und hier zu Teil 2 über Glücksministerin Gina Schöler.

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Seele 2.0 – Bauanleitung für deine Wunschwelt in drei Schritten

„Was du willst ist, was du kriegst“, sagte einst mein Freund. Und überall, wo ich diesen Spruch bringe, entsteht ein Gespräch. Manchmal eine Diskussion, teilweise auch Streit. Können wir uns…

„Was du willst ist, was du kriegst“, sagte einst mein Freund. Und überall, wo ich diesen Spruch bringe, entsteht ein Gespräch. Manchmal eine Diskussion, teilweise auch Streit.

Können wir uns wirklich unsere Wunschwelt herbeizaubern?

Lasst uns nachsehen. An einem Tag prallen mehrere Milliarden Eindrücke und Fakten auf uns ein. Allein das Wetter besteht schon aus einem komplexen Konstrukt von Luftdruck, Feuchtigkeit, Temperatur und Luftbewegung. Dann all die Menschen und Medien, die um uns herum sind. Und dann noch unsere eigenen Gedanken. Kein Lebewesen würde das je überleben!

Unser Gehirn ist ein Sieb

Unser Gehirn hat eine Strategie entwickelt, mit dieser Menge an Informationen umzugehen: Es verwirft 99 Prozent davon. Alles, was nicht relevant ist und nicht verarbeitet werden kann, wird wieder aussortiert und dringt gar nicht erst in unser Bewusstsein ein. Wenn du dich also nicht ganz speziell für den heutigen Luftdruck interessierst, wird dieser Datenmüll bleiben, wo er hingehört.

Konstruktionsmechanismus

Eine andere faszinierende Fähigkeit unseres Gehirns besteht darin, aus wenig und aus unvollständiger Information ein komplettes Bild zu erzeugen, welches es uns erlaubt, Entscheidungen zu treffen oder uns im Raum zu bewegen. So können wir zum Beispiel auf Basis von Licht, Schatten und Geräuschen gut vorhersehen, wie ein Weg weiter geht, den wir nicht sehen, weil er hinter einer Kurve liegt. Wir erstellen für räumliche Orientierung eine sogenannte kognitive Karte, und wenn man dich jetzt bitten würde, eine Skizze von deinem jetzigen Ort oder von deinem letzten Urlaubsort zu erstellen, dann wärst du dazu in der Lage, mit mehr oder weniger Detailtiefe. Hierzu später mehr.

Bau dir eine Welt, wie sie dir gefällt

Jetzt stell dir vor, Tausende von Menschen gehen jeden Tag über dieselbe Kreuzung. Sehen alle das Gleiche? Messen alle dieser Kreuzung dieselbe Bedeutung bei? Wohl kaum! Zum einen siebt das Gehirn jedes Passanten all das aus, was nicht relevant ist, zum anderen werden bei jedem Menschen andere Details hinzu konstruiert, damit er sich in seiner Welt, auf seiner Mission, gut zurecht findet.

Wie kannst du dir nun eine Welt bauen, wie sie dir gefällt? Hole dir ruhig viel weißes Papier und bunte Stifte, wir können ja ein paar Minuten zusammen bauen, dann machst du selbst weiter, ok?

Als Schritt Nummer eins schlage ich vor, du bestimmst, was es in deiner Welt oft und viel gibt. Sonne, Obst, grüne Elektroautos – was fällt dir ein? Viele lächelnde Menschen? Viele zwitschernde Vögel? Wellenrauschen? Berggipfel? Kinder? Kühe? Schokolade? Notiere einfach alles, was dir in den Sinn kommt.

Schritt Nummer zwei: Markiere alles, was aus dieser Sammlung jetzt schon da ist. Einfach um zu sehen, zu wie viel Prozent deine jetzige Welt schon deiner Wunschwelt entspricht. Erledigt? Auf welchen Wert bist du gekommen? Egal, wie viel du bereits gefunden hast, stehe gern auf und haue dir die Fäuste in die Brust, als wärest du King Kong. Feiere dich als Frau oder Herr deines Lebens!

Schritt Nummer drei: Gehe suchen! Mit der kognitiven Karte deiner Wunschwelt unterwegs zu sein, ist wie die Stadt um dich herum neu entdecken! Oder weißt du, wie es im zweiten Stockwerk der Häuser in der Fußgängerzone aussieht? Viele verborgenen Schätze sind um uns herum positioniert, wir nehmen sie bloß nicht wahr, weil unser Hirn sie gemäß der vorherigen kognitiven Landkarte als nicht relevant aussortiert hat.

Zauber der Wahrnehmung

Eine fantastische Funktion unseres Gehirns solltest du noch kennen: Es kann zwischen real und ausgedacht nicht unterscheiden. Das ist der Grund, warum wir uns vor den Thrillern gruseln und richtig hohen Puls kriegen, wo doch die Monster nur in einem Flachbildschirm stecken. Nun gib dir selbst eine Einschätzung: Wie viel Potenzial steckt in deiner Wunschwelt-Karte? Kann diese dir so viel Inspiration und „gute Monster“ schicken, dass du den ganzen Tag am lächeln bist? Ist dein Vorstellungsvermögen schon erwachsen genug, sich die Wunschwelt in allen Farben und Geschmacksrichtungen zusammen zu stellen?

Wiederhole Schritte eins bis drei immer wieder, bis du dich daran gewöhnt hast, Dinge zu sehen, die du sehen willst. Du wirst dich wundern, wie schnell dein Gehirn sich darauf umstellt und dich von unnützen Informationen abschirmt. Und sollte es bei dir gut funktionieren, helfe auch anderen um dich herum, sich ihre Wunschwelt zu erschaffen!

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Die Glücksbringer Teil 2: Glücksministerin Gina Schöler

Manchmal beneide ich meine deutschen Nachbarn. Warum? Sie haben eine Glücksministerin. Ja, richtig gelesen: Seit November 2012 führt Gina Schöler ihr Ministerium für Glück und Wohlbefinden. Was damals als Semesterprojekt an…

Manchmal beneide ich meine deutschen Nachbarn. Warum? Sie haben eine Glücksministerin. Ja, richtig gelesen: Seit November 2012 führt Gina Schöler ihr Ministerium für Glück und Wohlbefinden. Was damals als Semesterprojekt an der Hochschule Mannheim als Kampagnenidee entwickelt wurde, ist für die junge Kommunikationsdesignerin längst zur Beruf(ung) geworden. Seither gibt sie bei Workshops, Seminaren, Aktionstagen und Happynings weiter, was sie als Glücksministerin gelernt hat und ermuntert, sich Fragen zu stellen: Was will ich? Was brauche ich? Was macht mich glücklich? Und sie sorgt dafür, dass bei all dem Glückstraining der Spaß nicht zu kurz kommt. Mit ihrem Glücksspiel zum Beispiel: „Spendiere beim Bäcker heute jemanden einen Kaffee“, steht auf einer der Karten, die mit QR Codes versehen sind. Hat man die Aufgabe erfüllt – mit einem Lächeln, versteht sich -, gibt man die Karte an eine andere Person weiter. So soll diese durch ganz Deutschland wandern und möglichst viele Menschen glücklich machen. Das ist zumindest der Plan von Gina Schöler, die sich als selbsternannte Glücksministerin kein geringeres Ziel gesetzt hat, als Deutschland glücklicher zu machen.

Doris: Wie geht es der Frau Minister? Bist du in deiner Amtszeit glücklicher geworden? Wenn ja, warum? 

Gina Schöler: Ich habe von dieser Thematik unfassbar viel mitgenommen und gelernt. Vorher war ich ein unbeschriebenes Blatt, eine Kommunikationsdesignerin, der es zwar gut geht, die sich aber noch nie die Frage gestellt hat, was sie will, was sie wirklich kann und was sie denn eigentlich glücklich macht. Dann kam das Glück. Und ich lernte und staunte und fragte nach. Und ich lernte auch mich selbst ein Stück weit besser kennen. Man nimmt viel mit, wenn man sich intensiv mit dem „guten Leben“ beschäftigt. Es sind die kleinen Dinge, die man realisiert: Ruhe, Genuss, Aufbruch, Klarheit – das pure Leben in allen Varianten mit allen Sinnen und Emotionen wahrnehmen und genießen. Das kann man lernen und üben und das macht richtig Spaß!

Das Glücksministerium war ja am Anfang ein Studentenprojekt: Wann hast du die Entscheidung getroffen, dass es für dich zu deinem (Berufs)Leben wird? Und warum?

Die Tatsache, dass das Projekt für mich mehr ist als nur ein Studiumsprojekt, war mir sehr schnell klar. Mit soviel Euphorie, Tatendrang, Ideenreichtum und Begeisterung habe ich vorher noch nie ein Projekt bearbeitet. Es hat sehr viel in mir ausgelöst und mir vor allem gezeigt, dass in mir noch viel mehr schlummert und ich mit meiner Fähigkeit der Kommunikation und der Visualisierung mehr erreichen kann: Menschen bewegen und begeistern, einen sinnvollen und glücklichen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Das steckt an und motiviert ungemein und da hat das MfG etwas in mir geweckt, was mich wohl ein Leben lang begleiten wird. Zum einen wollte ich natürlich einfach nicht aufhören, dieses Thema und das Projekt voranzutreiben und auszubauen, zum anderen habe ich einfach nach dem Motto gehandelt, sein Hobby beziehungsweise die Berufung zum Beruf zu machen – was gibt es Schöneres?

MfG_Gluecksspiel

Glück ist gerade im Trend: Warum ist das so? 

Wahrscheinlich würde ich es nicht Trend nennen, man spürt schon den Bedarf eines Wertewandels und genau da setzt das MfG auch an. Fragen stellen, Impulse geben, Reaktionen abwarten, präsent sein, das Ganze leicht greifbar und sympathisch verpacken, so dass alle verstehen, dass jeder sein eigener Glücksexperte werden kann. Es gibt ganz offensichtlich einen großen Bedarf an Veränderung, das spürt man in allen Bereichen, an allen Ecken und Enden. Die Menschen wollen nicht mehr auf der Überholspur leben, sondern auch mal einen Abstecher machen, eine Pause am Wegesrand einlegen, den Rückwärtsgang einlegen. So langsam sickert durch, dass es so nicht weitergehen kann und überall sprießen Ideen und Alternativvorschläge und -konzepte, es ist eine spannende Zeit. Das Leben kann mehr als Profit und Erfolg. Nämlich Glück.

Glück wird größer, wenn man es teilt: Was waren deine besten Glücksmomente – in deinen Kursen, deinen Coachings, deinen Workshops…

Das Beste, das einem passieren kann, sind leuchtende Augen, strahlende Gesichter, kleine Glühbirnen über den Köpfen der Menschen, die gerade realisieren, was sie anders machen und ausprobieren könnten. Nach Events oder Workshops kommen Menschen oft zu mir und schütten nochmal ihr Herz aus, resümieren und erzählen mir von ihren Plänen und Gedanken, wie sie nun in Zukunft mit sich und ihrem Umfeld umgehen möchten. Diese stillen Worte, herzlichen Umarmungen und auch langen E-Mails sind das Größte! Und oft wird gesagt und gedankt, dass sie sich vorher noch nie die Frage nach dem Glück stellten und dies das erste Mal war!

Du führst auch Glücksumfragen durch: Was ist das Ergebnis – wie glücklich sind die Menschen? Und was machen die Glücklichen anders?

Repräsentativ führe ich (noch) keine Umfragen durch, ich stehe mit den Menschen nur sehr oft im Dialog, sowohl online als auch offline. So zum Beispiel in Straßeninterviews, in Form von Malwettbewerben, Online-Diskussionen oder Kampagnen-Aktionen. Persönlich habe ich das Gefühl, dass die Menschen schon ganz glücklich sind, es vielleicht kulturell bedingt nur ganz gut verstehen, das manchmal zu verstecken. Aber gerade durch die kleinen verschiedenen Aktionen der Kampagne merke ich, wie die Leute oft sehr schnell aufblühen, wenn man sie an der richtigen Stelle kitzelt, das macht riesig Spaß! Was die „Glücklichen“ meiner Meinung nach ausmacht: Leben, lieben, lachen. Abenteuerlust, Mut, Entschiedenheit, Neugierde, raus in die Natur, Neues erleben, teilen, helfen, dankbar sein.

MFG-Strassen_Interviews-2

Traurigkeit, Verlust, Unglück – das gehört ja auch zum Leben dazu. Wie sollen wir damit umgehen deiner Meinung und Erfahrung nach? 

Da es zum Glück nicht darum geht als dauergrinsende Honigkuchenpferde das Leben zu bestreiten, gehört es ganz natürlich mit dazu, dass es ein Auf und Ab gibt. Ohne die Tiefen können wir die Höhen gar nicht so zu schätzen wissen und deshalb muss man auch in schweren Zeiten das Unglücklichsein zulassen. Man darf sich nur nicht darin verlieren, dann wird es kritisch. Die Kunst ist es, auch in traurigen Zeiten, die jeder von uns hat, den Ausgleich zu schaffen, das Positive zu sehen oder zumindest zu erahnen und sich selbst wieder aufzurappeln.

Bewusstsein, Reduktion, Zufriedenheit – diese drei Schlagworte stehen auf der Website ganz oben. Warum genau diese drei?

Bewusstsein – aufwachen, die Scheuklappen ablegen und dem alltäglichen Autopiloten entfliehen. Sich seiner selbst, dem Leben und der eigenen Umgebung wieder bewusst werden, sich wesentliche Fragen zu stellen und nicht aufzuhören, nach Antworten zu suchen. Wie will ich leben? Was will ich wirklich? Was kann ich dafür tun? Seine im Laufe des Lebens wandelnde Identität und die damit verbundenen Träumen wahr- und ernstnehmen und an der Umsetzung dieser arbeiten. Wenn ich tanze, tanze ich. Wenn ich schlafe, schlafe ich. Voll und ganz bei der Sache sein, im Hier und Jetzt leben, jeden Moment mit allen Sinnen genießen – all dies fällt uns in der immer schneller werdenden Welt immer schwerer. Ein Plädoyer an die Kunst des Wahrnehmens und des Genießens. Reduktion – ist weniger das neue mehr? Wenn wir abspecken müssen, um auch weiterhin eine nachhaltige, gute und glückliche Zukunft garantieren zu können, müssen wir uns vor Augen führen, was das „mehr“ ist, wenn weniger mehr sein soll. Es sind die wesentliche Dinge, die das Leben lebenswert machen und auf die es sich zu konzentrieren gilt. Es ist unser Glück. Und dafür braucht es nicht viel, vor allem nichts Materielles. Eine Motivation zum Aussortieren und sich wieder frei machen. Äußerlich und innerlich. Beruflich und privat. Materiell und ideell. Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Was brauche ich also wirklich? Zufriedenheit – Es gibt genug Zeitdruck und Konkurrenzkampf in unserem Leben. Wenn man bei sich und mit dem, was man ist und hat zufrieden ist, kann man dem Zirkus da draußen gelassener entgegentreten und es berührt einen nicht mehr so sehr. Man darf sich bewusst werden, dass man keinem Ideal hinterherrennen muss, um ein gutes Leben zu führen. Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon. Was macht mich glücklich?

Wie geht’s weiter? Was sind die Pläne und nächsten Schritte der Glücksministerin?

Gerade plane ich ganz konkret mehr Workshops und Seminare zu machen. An Schulen und auch an Unternehmen. Ich möchte mit den Menschen noch intensiver und persönlicher zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen das Bruttosozialglück gestalten und erarbeiten. Ideen und Visionen gibt es viele! Die nächste Zeit werde ich auf einigen Konferenzen in Deutschland und auch in der Schweiz sein, dort das Thema und das Projekt vorstellen und die Leute spielerisch dazu animieren, mitzumachen. Und eventuell hat das MfG auch bald einen offiziellen Sitz, dann ergeben sich nochmal ganz andere Möglichkeiten und Kontakte zu den Bürgern.

Danke und weiterhin viel Glück!

Mehr zum Ministerium für Glück und Wohlbefinden unter ministeriumfuerglueck.de

 

Hier geht es zu „Die Glücksbringer Teil 1: Glückstrainerin Diana Grabowski„.

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Die Glücksbringer Teil 1: Glückstrainerin Diana Grabowski

„Handymasten, überall Handymasten!“ Was bei uns in Mitteleuropa nach Beschwerde über zerstörte Landschaften klingt, das zaubert einer Dorfbewohnerin im Königreich Bhutan ein freudestrahlendes Grinsen auf ihr zerfurchtes Gesicht. Es ist…

„Handymasten, überall Handymasten!“ Was bei uns in Mitteleuropa nach Beschwerde über zerstörte Landschaften klingt, das zaubert einer Dorfbewohnerin im Königreich Bhutan ein freudestrahlendes Grinsen auf ihr zerfurchtes Gesicht. Es ist ihre Antwort darauf, was sie zum Glücklichsein brauche. Mit Papierwälzern voller Fragen wie dieser sind Interviewer alle paar Jahre acht Monate lang in den abgelegensten Dörfern des asiatischen Kleinstaats unterwegs. Seit 1972 nimmt Bhutan das Glück seiner BewohnerInnen als Maßstab für die Entwicklung und den Wohlstand des Landes her. Damit ist die junge Demokratie nicht allein: Auch die südamerikanischen Staaten Ecuador und Bolivien haben das Prinzip eines guten, weil glücklichen Lebens (Indigenen-Sprache: Sumak kawsay) in ihren Verfassungen verankert.

Zu den glücklichsten Staaten der Welt zählen diese Länder trotzdem nicht: Das sind Dänemark, Norwegen und die Schweiz, glaubt man dem neuesten „World Happiness Report“ der Vereinten Nationen, die Menschen in rund 160 Nationen zum „persönlichen Glück“ befragt haben. Österreich rangiert immerhin auf Platz acht, Deutschland nur unter „ferner liefen“.

Doch „Vergleiche anzustellen, ist ein gutes Mittel, sich sein zu Glück zu vermiesen“, das ließ der Bestseller-Autor und Psychiater François Lelord sein Alter-Ego Hector schon vor zwölf Jahren als erste Lektion auf der Suche nach dem Glück erfahren. So wie der Londoner Seelenklempner, der in „Hectors Reise“ nicht nur mich, sondern auch andere Kinogeher verzückt, beschäftigen sich Philosophen, Wissenschafter und Glücksforscher seit jeher mit der Frage, was Menschen glücklich macht. Dabei geht es nicht um das schnelle Ausschütten der Glücksstoffe Endorphin, Oxytocin, Dopamin oder Serotonin. Nicht ein kurzfristiges Happiness-High steht im Zentrum der Forschung, sondern Glücklichsein im Sinne des generellen subjektiven Wohlbefindens.

Was hat es auf sich mit dem Glück? Wie klappt es mit dem Glücklich sein? Und was halten diejenigen vom Glück, die sich tagein, tagaus mit nichts Anderem beschäftigen? Genau diese Fragen habe ich Glücksexperten und -expertinnen in der letzten Zeit gestellt. Den Anfang macht Diana Grabowski, Glückstrainerin und Lebens- und Sozialberaterin i.A. u.S. Hier sind ihre Antworten:

Doris: Fühlen Sie sich glücklich? Und wenn ja, warum? 

Diana Grabowski: Ja, ich fühle mich oft glücklich und vom Leben beschenkt. Ich bin für so vieles dankbar: Dass ich lebe und gesund bin, dass ich so viel Geborgenheit, Liebe und Inspiration mit meinem Lebenspartner, meinem Freudeskreis und meiner Familie erlebe. Ich bin glücklich darüber, dass ich so viel Erfüllung in meiner Arbeit als Glückstrainerin finde und entdecke voller Begeisterung immer wieder neue Facetten dieses faszinierenden Themas. Dazu kommt, dass die Welt für mich voller Glücksmomente ist. Ich habe ein spezielles Gespür dafür entwickelt. Oftmals sind es kleine Dinge, die mir auffallen und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern: Eine Urlaubspostkarte im Briefkasten, der warme Sommerwind auf meiner Haut, der Geruch von Pinien und Meeresluft, das Summen von Bienen, die nette Geste der Nachbarin, die Umarmung eines lieben Freundes und vieles, vieles mehr. Da fällt mir ein Zitat von Manfred Winterheller ein:

„Glück ist, wenn Bereitschaft auf Gelegenheit trifft und Gelegenheit ist immer.“

Wie kamen Sie eigentlich zum Glück und zum Glückstraining? 

Ich lebte ein sehr hektisches und erfolgsorientiertes Leben als Marketingmanagerin in der freien Wirtschaft. Vor lauter Stress vergaß ich, wer ich bin und was ich eigentlich will in meinem Leben. Durch eine Krebserkrankung wurde ich aus meinem gewohnten Leben herausgerissen. Ich war mit dem möglichen Ende meines Lebens konfrontiert. Da habe ich alles in Frage gestellt, mein Leben auf den Kopf gestellt und mich auf die Suche gemacht nach meinem verlorenen Ich. Ich habe mich auf die Reise zu mir selbst gemacht, wollte herausfinden, wie ich wieder zu meinem Glück und zu Gesundheit finden kann. Ich bin auf spirituellen Pfaden gewandert, habe mich intensiv mit der positiven Psychologie und der Glücks- und Gehirnforschung auseinandergesetzt und bin dann bei der Glückstrainerausbildung gelandet und war begeistert. Ich habe herausgefunden, wie ich selbst aktiv mein Glück gestalten kann und wie ich andere Menschen dabei unterstützen kann, ihr Leben wieder glücklicher und zufriedener zu gestalten. Ich erkannte, was ich nun der Welt zu geben habe. Letztendlich habe ich festgestellt, dass die Krebserkrankung nicht das Ende, sondern der Beginn meines bewussten Lebens war.

Ja und was geschieht nun in so einem Glückstraining?

In einem Glückstraining geht es darum, die Sicht aufs Leben positiv zu verändern, Einfluss auf die eigenen Gefühle und damit enormen positiven Einfluss auf das Leben selbst zu haben. Das Glückstraining basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Glücks- und Gehirnforschung und des NLP (neurolinguistisches Programmieren). Es dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. Es gibt einen Bereich in unserem Gehirn, das Limbische System, wir nennen es Emotionalgehirn, in dem noch die Verhaltensmuster und Bewertungssystem aus der Urzeit (Instinkte) abgespeichert sind, zum Beispiel die Modi: Kämpfen, weglaufen oder tot stellen. Beispiel: Der Chef ruft uns ins Büro hinein und wir würden am liebsten weglaufen, weil wir fürchten, er wird uns kündigen. Aber solche Gefahren wie in der Urzeit gibt es heute gar nicht mehr. Also funken uns die Instinkte in der heutigen Zeit oft dazwischen, wenn es zum Beispiel um erfolgreiches Handeln, Durchsetzen der eigenen Ziele, Freude und Glück empfinden und Beziehungen führen, geht.

Mit dem Glückstraining kann man diese Instinkte auf den neuesten Stand bringen, das eigene Leben neu beurteilen, gute Gefühle trainieren und somit das Glücks- und Erfolgspotential eines jeden immens steigern. Auch können Glücksblockaden gelöst werden. Wenn man sich zum Beispiel nicht erlaubt, glücklich zu sein, weil man nicht glücklicher sein sollte als seine Eltern, dann kann man noch so viele Seminare besuchen oder Bücher übers Glück lesen, man wird einfach über ein gewisses Glücksniveau nicht hinauskommen. Das ist, als wenn man in seinem Haus das Thermostat auf 16 Grad eingestellt hat. Da kann man jetzt im Keller so viel einheizen wie man will, es wird im Haus nicht wärmer als 16 Grad werden. Da macht es dann Sinn, diese Blockade aufzulösen und das Thermostat gleich mal auf 30 Grad einzustellen.

Foto: Diana Grabowski

Warum ist das Glück derzeit so „en vogue“, warum suchen wir immer stärker nach dem Glück? 

Es ist ein grundlegendes Sehnen in uns Menschen nach einem glücklichen, sinnerfüllten Leben. Wir wollen unsere Spuren hinterlassen, etwas Bedeutsames schaffen und uns mit unseren Talenten, Gaben in die Gemeinschaft einbringen. Wir wollen Freude empfinden, erfüllte Beziehungen führen, uns verwirklichen, glücklich sein. In einer Welt, in der es um wirtschaftlichen Erfolg, Status und Anerkennung geht, werden persönliche Bedürfnisse, Sehnsüchte und Träume oft hintenangestellt. Es geht dann darum, gut dazustehen, sich zu beweisen, zu funktionieren. Doch das ist es nicht, was unsere Seele im tiefsten Inneren will. Das ist es nicht, wofür wir hier sind. In dem sich verändernden Bewusstsein ist es immer schwieriger, nicht dem zu folgen, was man aus tiefsten Herzen will, und so suchen wir immer stärker nach unserem inneren Glück.

Warum sind manche Menschen in manchen Regionen, aber auch generell glücklicher als andere? 

Das eigene Glückspotenzial hängt von vielen Faktoren ab. Wir werden mit einem gewissen Glückspotenzial geboren. Schon als Baby erleben wir Sonnenscheinbabys und die Babys, die eher ernst drein schauen. Dann beim Aufwachsen erleben und ahmen wir die Sichtweisen unserer Eltern und wichtigen Bezugspersonen nach. Wie unser Umfeld zum Beispiel Herausforderungen anpackte und Krisen bewältigte hat Einfluss auf unser heutiges Glücksempfinden. Der Psychiater Hans Förstl untersuchte die Auswirkung der Gene auf das Glücksniveau und fand heraus, dass im statistischen Mittel Mädchen zum Beispiel sehr viel glücksbegabter als Jungen sind.

Das individuelle Glücksempfinden hängt auch von den eigenen Erwartungen und Erfolgsdefinitionen ab. Wann betrachten wir uns als erfolgreich? Wenn wir ein schnelles Auto fahren, ein Eigenheim besitzen, eine Yacht und noch zwei Hunde? Oder wenn wir eine erfüllte Beziehung führen, wenn wir eine große Familie haben und in einer starken sozialen Gemeinschaft leben? Kulturell variieren genau diese Vorstellungen und Erwartungen ans Leben sehr stark und damit auch das empfundene Glück. Der „Happy Planet Index“ der New Economics Foundation erbrachte, dass die glücklichsten Menschen nicht da leben, wo man sie vermutet – etwa in den USA, Australien oder Europa. Sie leben auf der vom Klimawandel bedrohten, ärmlichen Insel Vanuatu im Südpazifik.

Ist Glück erlernbar oder vererbt oder wovon hängt es ab? 

Glückliche Gefühle sind trainierbar, wie ein Muskel. Je öfter wir glückliche Gefühle erleben, desto schneller kommen wir immer wieder in glückliche Zustände. Es werden im Gehirn neue Synapsen geschaltet. Sogar negative Gefühle werden somit gehemmt. Um das zu erreichen, können wir gezielt die Wahrnehmung auf das Positive in unserem Leben ausrichten. Denn unsere Wahrnehmung der Welt bestimmt unsere Gefühle. Unsere Wahrnehmung wird dabei wesentlich beeinflusst von unserer Beurteilung der Lebensumstände. Wenn zum Beispiel ein ungeplantes Kind unterwegs ist, empfinden es die einen als großen Segen und die anderen eventuell als finanzielle Katastrophe. Je nachdem, auf welche Aspekte der Situation die Wahrnehmung gerichtet ist. Wahrnehmung und Beurteilung liegen in unserer Hand, also können wir sie auch verändern. James D. Baird schreibt in seinem Buch „Glücksgene“ über den Einfluss von Genen auf das Glücksniveau des Menschen. Er sagt, dass Menschen, die ihre Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen so umprogrammieren, das sie Glücksgewohnheiten im Alltag entwickeln, neue genetische Strukturen schaffen und diese positiven Genveränderungen können an die Kinder vererbt werden.

Was braucht es, um glücklich zu sein und was kann jemand, der unglücklich ist, tun, um glücklich zu werden? 

Glück ist ganz individuell und bedeutet für jeden etwas anderes. Für den einen ist die Familie sein größtes Glück, ein anderer findet sein Glück im Gefühl des „Eins seins“ mit der Natur und wieder jemand anders ist glücklich, weil er/sie seine Berufung lebt und einer sinnerfüllten Arbeit nachgeht. Herauszufinden, was das eigene Glück ausmacht, ist der erste wichtige Schritt. Das ist der spannende Weg der Selbsterfahrung. Prinzipiell gilt, dass eine positive Beurteilung der Welt und das Akzeptieren dessen, was ist, zu mehr Glück im Leben führen. Mehr im Jetzt leben und sich weniger Sorgen um die Zukunft machen und sich weniger über das ärgern, was in der Vergangenheit nicht so gut lief. Jetzt ist jetzt und in jedem Jetzt kreieren wir unser Leben neu.

Können alle Menschen glücklich sein? 

Prinzipiell kann jeder glücklich sein und dieses Glück auch angehen. Glücklich sein ist unser Geburtsrecht. Eine Voraussetzung dafür, unbeschwert sein Glück zu trainieren, ist nur, dass die Grundbedürfnisse abgesichert sind, die zum Überleben notwendig sind. Das ist in unserem Kulturkreis mehr als ausreichend der Fall. Das langfristige persönliche Glück, also die Lebenszufriedenheit, ist von den äußeren Umständen wie Beziehung, Geld oder Bildung relativ unabhängig. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass der Erfolg auf dem Weg zu einem glücklicheren Leben viel weniger von den persönlichen Voraussetzungen, also den Lebensumständen, als von der Motivation, für sein Glück auch aktiv etwas zu tun, abhängt. Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, Depressionen, Störungen in der Persönlichkeitsstruktur wie Borderline oder Psychosen, Angstzustände oder Phobien, körperliche Krankheiten, bei denen bestimmte Glückshormone, nicht hergestellt werden können ist es schwieriger mit dem empfundenen inneren Glück. Dort sollte selbstverständlich erst eine psychologische Therapie in Anspruch genommen werden bevor das Arbeiten am persönlichen Glück erst möglich werden kann.

Wie gehen wir am besten mit negativen Emotionen, mit Wünschen, die einfach nicht und nicht wahr werden um? Was tun wir, um daran nicht zu verzweifeln, nicht unglücklich zu sein, sondern uns glücklich zu fühlen? 

Wir wollen negative Gefühle gerne „weg haben“. Aber auch sie haben ihre Berechtigung. Wut und Traurigkeit zum Beispiel zeigen uns, dass etwas nicht stimmt in unserem Leben, dass wir etwas verändern sollten. Also, die negativen Gefühle wahrnehmen und hereinspüren, was sie uns sagen wollen, ist ganz wichtig. Nur wenn diese Gefühle überhand nehmen und zu lange andauern, dann hindern sie uns, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Dann gilt es wieder, die glücklichen Gefühle zu trainieren. Wenn wir Gefühle wie Begeisterung, Tatendrang und Vorfreude erleben, dann ist unser Leben im Fluss, wir regeln unsere „Probleme“ mit Leichtigkeit, haben eine tolle Ausstrahlung und man unterstützt uns gerne bei unseren Vorhaben. Dann geht es voran im Leben. Also, den Fokus auf das Positive in deinem Leben richten, Dankbarkeit für all das, was du bereits hast, die wundervollen Menschen, die dir zur Seite stehen. Herausforderungen, an denen du wachsten kannst, sehen statt schwieriger Probleme. Es gibt so einen schönen Spruch im Umgang mit Krisen: „Aufstehen, Krönchen richten und weiter gehen.“ Das hilft ungemein, wenn Wünsche nicht gleich wahr werden oder das Vorhaben nicht gleich beim ersten Mal klappt. Und auch sich mal „unglücklich fühlen“ gehört zum Leben dazu. Das Glück ist nicht dafür ausgelegt, dass wir es dauerhaft empfinden. Das ist wie mit dem verliebt sein. Unser Körper wäre überfordert mit der ständigen Flut von Glückshormonen, Herzklopfen und Schmetterlingen im Bauch. Im Kontrast zu den schwierigeren Zeiten unseres Lebens können wir das Glück noch mehr wert schätzen und genießen. Das Leben ist wie eine Melodie mit hohen und tiefen Tönen. So wie das Glück auch. Das ist Ganzheitlichkeit.

Danke für das Gespräch!

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Seele 2.0 – Welcher Genusstyp bist du? (mit Test)

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen…

Genussfähigkeit ist eine wichtige Ressource für Stressbewältigung und somit wesentlich für unsere psychische und physische Gesundheit. In diesem Artikel lernst du, wie du zu mehr Genuss in deinem Leben kommen kannst und kannst mit Hilfe eines Tests prüfen, welcher Genusstyp du bist.

Was ist Genussfähigkeit?

Der Ausdruck Genuss bezeichnet die Freude an Empfindungen und das gute Gefühl, das sich dabei einstellt. Bei Tisch sehr Wohlschmeckendes zu essen oder zu trinken, bei musischen und intellektuellen Erlebnissen wie

  • dem Lesen eines guten Buches
  • dem Musik hören oder selbst Musizieren
  • künstlerischer oder kreativer Betätigung
  • dem erfolgreichen Lernen und Lehren
  • persönlichem, beruflichem oder sportlichem Erfolg

 

in der Begegnung mit Anderen, etwa durch

  • soziales Wirken
  • das Pflegen von Freundschaften
  • Liebeserlebnisse

 

Grundvoraussetzung für den Genuss ist die Fähigkeit und Bereitschaft zu bewusstem Erleben mit allen Sinnen. Genießen ist: Wenn die Mundwinkel die Ohren suchen! Wer bewusst durchs Leben geht und genießt, ist Profi in Sachen Gesundheit. Denn durch das Genießen erreichen wir vor allem eins: Wir konzentrieren uns auf unsere Sinne und lassen das laute Hirn in die zweite Reihe rücken. Dadurch bekommen wir Nähe zu uns selbst und zu unserer Umwelt. Als Folge erleben wir mehr innere Balance, mehr Erholung und Entspannung. Und wer so entspannt ist, ist auch für die Menschen um einen herum eine attraktivere Persönlichkeit und ist selten allein. Das alles zusammen führt zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zu einer nachhaltig starken Psyche.

Gute Gefühle, die durch das Genießen entstehen…
…stärken Willenskraft und Motivation
…sichern den Erfolg bei jeder Verhaltensänderung
…helfen beim Lernen von neuen Fähigkeiten
…verbessern das Gedächtnis und halten geistig fit
…erhöhen die Leistungsfähigkeit
…beugen Stress und Burnout vor
…fördern das Wohlbefinden
…schützen die psychische Gesundheit

Genussfähigkeit kann man trainieren

Genießen geht nicht auf Kommando, man muss sich schon ein wenig vorbeireiten. Schritt Nummer Eins: Reizreduktion. Wer gleichzeitig ein Fünf-Gänge-Menü isst und Facebook verfolgt, kann sich weder um die eine noch um die andere Aktivität genüsslich kümmern. Schritt Nummer Zwei: Lernen, die Kleinigkeiten im Leben zu sehen (hier hilft Achtsamkeit) und mit Freude anzuerkennen (hier hilft Dankbarkeit). Genussfähigkeit ist demnach eine richtige Kompetenz, die man nach und nach erlernt. Welcher Typ du heute bereits bist, kannst du weiter unten in einem kurzen Test feststellen.

Nur wer genießt, ist genießbar!

In vielen Sprichwörtern steckt eine gewaltige Portion Wahrheit, so auch in dem Spruch „Nur wer genießt, ist genießbar“. Manchmal hängt dieser Spruch in den Firmenkantinen an der Wand und erinnert uns, dass wir hier nicht nur zum Kalorien aufnehmen sind. Und wenn man sich bei einem Klassik-Konzert die verschiedenen Gesichter der Zuhörer anschaut, entwickelt man auch spontan Sympatien mit denjenigen, die fröhlich lächeln oder aufmerksam dem Spannungsbogen des Musikstücks folgen. Genießer erkennt man oft daran, dass sie eine Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlen und viel über die Welt zu erzählen haben, und mit solchen Menschen umgibt man sich lieber, als mit unzufriedenen Nörglern.

Genießen braucht Zeit

Mal eben schnell einen Genuss in die Agenda hineinschieben geht nicht. Gepaart mit der oben erwähnten Vorbereitung braucht der Genussmoment die Sicherheit, dass kein Zeitdruck herrscht. Am besten stellt man mögliche Störungsquellen aus und widmet sich ganz und gar dem Moment.

Mache den Test!

Welcher Genusstyp bist du? Andrea Wicho hat einen kurzen Test zusammengestellt, der dir hilft, das herauszufinden.

1. „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“ – Was meinst du dazu?
Ein wahres Wort. (C)
Ich warte doch nicht bis zuletzt. Ich lache immer als Erster. (A)
Also mir ist es lieber, wenn alle gemeinsam lachen. (B)
Egal, ob man zuletzt lacht, man muss auf jeden Fall am lautesten von allen lachen. (D)

2. Angenommen, du wärst alleine im Urlaub. Was könnte dich am stärksten reizen?
Ein erotisches Abenteuer. (D)
Sport oder Kultur. (C)
Das Nachtleben: Jubel, Trubel, Geselligkeit. (A)
Der pure Erholungswert, Abschalten vom Alltag. (B)

3. „Kein Genuss ohne Reue.“ – Was meinst du dazu?
Na ja, das gehört halt dazu. (B)
Ich bin für jedweden Genuss, aber ohne jegliche Reue. (D)
Besser, man denkt schon vorher nach, bevor man nachher etwas bereuen könnte. (C)
Wenn’s ein besonders toller Genuss ist, kann man ja sein Gewissen vorübergehend auf Urlaub schicken (A)

4. Am besten arbeite ich, wenn…
…der Leistungsdruck enorm ist. (D)
…ich mich intellektuell von einer Fragestellung herausgefordert fühle. (A)
…ich von der Sinnhaftigkeit der Aufgabe überzeugt bin. (C)
…ich genügend Zeit zur Verfügung habe. (B)

5. Wofür nützt du eine kurze Arbeitspause am liebsten?
Zum Kaffeetrinken und Tratschen. (A)
Den Kopf zu klären und sich bereit für Neues zu machen. (C)
Zum Rauchen, Trinken, Essen, Spielen. (D)
Ich rufe zuhause an. (B)

6. Wann gehst du am ehesten mit dem Kopf durch die Wand? Wenn…
…mich überschäumende Energie vorwärts treibt. (D)
…die Wand aus Papier besteht. (C)
…ich unbedingt wissen will, was dahinter liegt. (A)
…es räumlich keinen anderen Weg zu geben scheint. (B)

7. An einem Menschen magst du am wenigsten, wenn er…
…rücksichtslos eigene Interessen durchsetzt. (B)
…faul und inaktiv ist und immer einen Ansporn braucht. (D)
…sich für nichts interessiert und deshalb langweilig ist. (A)
…kein Ziel hat und nur die Zeit totschlägt. (C)

8. Welches der nachstehenden Dinge wäre für dich der schönste Genuss?
Eine aufregende Reise. (A)
Ein nahezu orgiastischer Exzess. (D)
Meditative Erleuchtung. (C)
Erwiderte Liebe. (B)

9. Welchem Spruch über Zeit stimmst du am ehesten zu?
Seneca: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ (C)
Da Vinci: „Die Zeit verweilt lange genug für denjenigen, der sie nutzen will.“ (B)
Joubert: „Die Zeit ist Bewegung im Raum.“ (D)
Heine: „Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.“ (A)

Auswertung

Typ A, B, C oder D? Welchen Buchstaben hast du am häufigsten ausgewählt? Hast du bei mehreren Buchstaben etwa gleich hohe Werte, dann bist du ein Mischtyp. Lese dann bitte bei allen in Frage kommenden Buchstaben nach.

Typ A: Auf ständiger Jagd nach Anerkennung

Durch deinen Kopf geistern unzählige Ideen, die sofort umgesetzt werden wollen. Als rastlose Natur bist du ständig unterwegs und bei jedem angesagten Event dabei. Du genießt es, wenn du im Mittelpunkt stehst und mit möglichst verschiedenen Charakteren über Gott und die Welt plaudern kannst. Wenn sich ein andächtiges Publikum an deinen geistreichen Bemerkungen ergötzt und dir durch bewundernde Blicke und anerkennende Worte signalisiert, wie toll und einzigartig du bist. Es fällt dir aber nicht leicht, solch befriedigende Augenblicke festzuhalten und voll auszukosten: Du bist ja schon wieder auf dem Sprung!

Typ B: Harmonie schenkt Kraft

Du nimmst das Leben, wie es gerade kommt. Du willst mit anderen Menschen in Harmonie leben und ordnest dich deshalb bereitwillig den Wünschen anderer unter. Du genießt es, wenn es deinen Lieben gut geht und das Leben rundherum möglichst reibungslos und ohne Konflikte verläuft. Dein Genuss liegt im beschaulichen Auskosten des Augenblicks, in dem die Welt still zu stehen und ewige Harmonie zu herrschen scheint. Aus dieser Ruhe schöpfst du enorme Kraft und die Bereitschaft, weiterhin für andere da zu sein. Dies nützt aber mancher weidlich aus. Wie wäre es hin und wieder mit etwas mehr Egoismus?

Typ C: Genuss mit Maß und Ziel

Die Zeit ist für dich viel zu kostbar, um sie zu sinnlos verschwenden. Wertvoll ist für dich, was einen Nutzen hat. Was dich weiterbringt, wodurch du Erfahrungen sammelst. Zuerst muss alles erledigt werden, was wichtig ist: Zeit für Genuss bleibt auch noch später. Hast du dein Tagewerk aber vollbracht, gestattest du dir durchaus kurze Momente des Innehaltens, schauen in dich selbst hinein und genießt das beruhigende Gefühl, mit sich eins zu werden und dein persönliches Ziel erreicht zu haben. In manch einem dieser raren Genussmomente könnte aber die leise Sehnsucht erwachen, diese schönen Augenblicke mit anderen teilen zu wollen.

Typ D: Der Genuss liegt im Exzess

Deine größte Angst ist, etwas zu versäumen. Deshalb muss alles möglichst schnell gehen, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Du willst dich spüren und stürzt dich energiegeladen auf jede neue Herausforderung, testest dabei oft deine persönlichen Grenzen. Genuss bedeutet für dich die spannende Begegnung mit dem Außergewöhnlichen, ein orgiastisches Erlebnis der Extraklasse, das konventionelle Grenzen überschreitet und dich in sinnliche Dimensionen außerhalb von Raum und Zeit befördert. Prinzipiell gibst du dich nicht mit halben Genüssen zufrieden, du willst alles. Vorsicht, darin liegt ein gewisses Suchtpotenzial!

Was immer du jetzt herausgefunden hast, nimm dir etwas Zeit zu überlegen, was du damit machen willst: Soll es so bleiben? Möchtest du es ändern?

Drei Hauptbotschaften aus diesem Artikel

1. Jeder von uns genießt auf eine andere Art und Weise
2. Genießen braucht Vorbereitung und Zeit
3. Genussfähigkeit ist eine Ressource, die kleine Wunder für deine psychische und physische Gesundheit bewirken kann

In diesem Sinne wünsche ich dir eine genussvolle Zeit!

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Empfehlungen für kritische Leseratten Für den August habe ich für euch ein sehr abwechslungsreiches, interessantes Buch über Ernährung ausgewählt. Der Bestseller von Armin Risi und Ronald Zürrer heißt „Vegetarisch leben…

Empfehlungen für kritische Leseratten

Für den August habe ich für euch ein sehr abwechslungsreiches, interessantes Buch über Ernährung ausgewählt. Der Bestseller von Armin Risi und Ronald Zürrer heißt „Vegetarisch leben – Vorteile einer fleischlosen Ernährung“ – der Titel ist Programm. Der Inhalt ist positiv formuliert und liest sich leicht, ideal auch als Lektüre am See oder für Zwischendurch. Ich habe das Buch bereits vor einigen Jahren gelesen, als ich bereits Vegetarierin war, und blättere auch heute noch gerne die Seiten durch. Bevor es mir mein Papa schenkte, ließ er es von Armin Risi signieren. Dieser schrieb auf die erste Seite den fröhlichen Spruch: „Vegetarisch leben macht Kinder froh und Erwachsene ebenso und die Tiere sowieso.“ Die beiden Autoren verbrachten bereits mehrere Jahre als Mönche, sind Philosophen und leben als eingefleischte Vegetarier in Zürich.

Dieses Buch ist Ausdruck eines bewussten Lebensstils und bezeichnet sich selbst als informatives Grundlagenbuch sowohl für Vegetarier als auch für kritische Fleischkonsumenten. Es ist unterteilt in sechs Kapitel, die sich mit Themen von gesundheitlichen Aspekten über ethische Gründe bis zu Vegetarismus in Weltreligionen befassen. Im Anhang ist außerdem eine ausführliche Liste vegetarischer Kochbücher und Restaurants im deutschsprachigen Raum, man kann ebenso die Kontaktdaten verschiedener Vegetarierorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachlesen. Um neben dem sachlichen Teil den Inhalt etwas aufzulockern, befasst sich zwischen durch ein Kapitel mit prominenten Vegetariern, deren Zitaten und Ähnlichem.

Ich glaube, die gesundheitlichen positiven Auswirkungen auf unseren Körper mit fleischloser Kost sind mittlerweile unumstritten. Heutigen Zivilisationskrankheiten, zu denen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Rheumatismus gehören, kann so langfristig vorgebeugt werden. Was jeden Vegetarier erfreulich stimmen wird, ist, dass in diesem Buch einfach erklärt wird, warum man sich weder um den Eiweißmangel, Eisenmangel noch um den Mangel an Vitamin B12 sorgen muss, bloß aufgrund der Tatsache, dass man kein Fleisch auf dem Teller hat. Diese Themen gehören nämlich einem viel differenzierterem Blick unterzogen. Generell sollte sich meiner Meinung nach jeder, der sich mit seiner Ernährung beschäftigt, damit auseinander setzen. Denn durch den alleinigen Fleischverzehr sind noch lange keine B12-Vorräte geschaffen.

Des Weiteren wird auch das kontroverse Thema Welthunger in Angriff genommen. „Weltweit sind über eine Milliarde Menschen permanent schwer unterernährt und vom Hungertod bedroht. In vielen dieser Länder werden auf den landwirtschaftlichen Flächen jedoch große Mengen an pflanzlicher Nahrung angebaut und in die Industrieländer exportiert, um dort als Mastfutter für Schlachttiere Verwendung zu finden.“ Ich kann dem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen – Jean Ziegler, von dem wir in dieser Buchreihe übrigens noch öfter hören werden – leider nur beipflichten, wenn er sagt: „Die Erde könnte problemlos zwölf Milliarden Menschen hinreichend ernähren. Hunger ist kein Schicksal. Hinter jedem Opfer steht ein Mörder.“

Auf einigen Seiten kann man sich auch hinreichend über die Fleischproduktion und Tiermisshandlungen informieren, darauf möchte ich hier jedoch nicht näher eingehen. Wenn wir von Ethik und Moral sprechen, so kann man bestimmt endlos darüber diskutieren. Da es am Ende des Tages an jedem selbst liegt, eine Entscheidung zu fällen, finde ich folgende Frage berechtigt und sehr wichtig: Ist das vermeintliche Leid, das ich mir durch den Verzicht auf Fleisch bereite, größer als das Leid der Tiere, die getötet werden müssen, damit ich ihr Fleisch kaufen und essen kann?

Töten Vegetarier nicht ebenfalls Lebewesen? Diese und ähnliche Frage bekam ich schon oft von meinem Umfeld gestellt, so treffende und wahre Antworten wie in diesem Buch fielen mir allerdings nie ein. Um euch hiervon jetzt nicht zu viel zu verraten, lest doch einfach selbst nach. Das Beste an diesem Werk ist nämlich, dass nicht nur der Verkaufspreis besonders niedrig ist, da die Autoren auf jegliches Honorar verzichten. Abgesehen davon, kann man es kostenlos online auf folgender Internetseite nachlesen: vegetarischleben.ch

Also, worauf wartet ihr noch?

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Seele 2.0 – Den Gelassenen gehört die Welt von morgen

Die Schlange starrte auf das Kaninchen. Das Kaninchen starrte auf die Schlange, und dann sagte das Kaninchen: „Buh!“ Die Schlange zuckte kurz zusammen und musste dann lachen. Wie albern dieses…

Die Schlange starrte auf das Kaninchen. Das Kaninchen starrte auf die Schlange, und dann sagte das Kaninchen:

„Buh!“

Die Schlange zuckte kurz zusammen und musste dann lachen. Wie albern dieses Kaninchen doch sei. Beim Auflachen schloss die Schlange kurz die Augen, und als sie die Augen wieder aufmachte, war das Kaninchen weg.

Was ist es, dieser Mut?

Wie konnte das Kaninchen seine Todesangst und Angstlähmung überwinden? Wo entsteht der Mut? Wie kann jeder von uns Zugang zu dieser Ressource erhalten?

Warum brauchen wir Mut, um unsere Ängste zu überwinden? Und können wir absolut angstfrei werden?

Die sechs Gespenster der Angst

Wenn hier von „Angst“ die Rede ist, sind die normalen menschlichen Ängste gemeint, nicht die verschiedensten Angststörungen und extremen Angstzustände. Viele Wissenschaftler haben sich bereits mit dem Begriff und dem Konstrukt „Angst“ auseinander gesetzt. Ein sehr einflussreicher Denker und Buchautor – Napoleon Hill – hat in seinem Buch „Denke nach und werde reich“ die sechs Gespenster der Angst beschrieben, und auch wenn sein Buch sich primär dem Unternehmertum widmet, so sind doch diese sechs Gespenster allgegenwärtig in jeder Stadt dieser Welt. Sie lauten:

  1. Angst vor Armut
  2. Angst vor Kritik
  3. Angst vor Krankheit
  4. Angst vor Liebesverlust
  5. Angst vor dem Alter und
  6. Angst vor dem Sterben

Diese sechs Ängste, so Hill, bestimmen unser Leben. Einen Großteil unseres Tages verbringen wir damit, alles zu tun, um nicht zu sterben. Wir verdienen Geld, um ein Dach über dem Kopf zu haben, um einen Kühlschrank und das Essen im Kühlschrank bezahlen zu können. Auch die Angst vor Armut und Krankheit spielen hier mit hinein, besonders wenn wir uns um den beruflichen Erfolg und unsere Gesundheit kümmern.

Je nach Ausprägung definiert die Angst vor Liebesverlust unser Privatleben. Wenn wir einmal in einer Beziehung sind, wollen wir diese erhalten. Mit Liebesentzug strafen manche Eltern ihre Kinder, eine so wirksame wie brutale Erziehungsmethode. Doch Angst vor Liebesverlust steuert unser Verhalten nicht nur im familiären Kreis. Auch im Arbeitskontext wollen wir von unseren Kollegen und Vorgesetzten gemocht und respektiert werden, also werden wir manchmal zu Ja-Sagern und manchmal machen wir Überstunden. Manchmal zu viele Überstunden. Doch wenn wir dafür Respekt und Anerkennung ernten können und auch noch unserer Angst vor Kritik entfliehen, dann machen wir lieber eine Überstunde mehr.

Die Angst vor Kritik ist zwar nicht typisch deutsch, doch in Kombination mit dem typisch süddeutschen Spruch „Nicht geschimpft ist gelobt genug“ prägt diese ein Stück weit das zögerliche Verhalten, welches im angelsächsischen Sprachraum mit „German Angst“ bezeichnet wird. Lieber zurückhaltend abwarten, statt sich aus dem Fenster lehnen und dafür Kritik kassieren.

Chris Guillebeau, ein anderer Autor und Unternehmer, beschreibt in seinem Manifest „Eine kurze Anleitung zur Weltherrschaft“ die Wege, ein unauffälliges Leben zu leben und garantiert keine Kritik zu kassieren:

  • Alles für bare Münze nehmen, was andere Leute einem erzählen
  • Autoritäten nicht hinterfragen
  • Studieren, weil es erwartet wird und nicht, weil man etwas lernen will
  • Nicht in fremde Länder reisen, weil da alles anders ist
  • Überlegen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, aber es niemals tun
  • Überlegen, ein Buch zu schreiben, aber es niemals machen
  • Die höchstmögliche Hypothek in Anspruch nehmen und sie dann 30 Jahre abbezahlen
  • 40 Stunden pro Woche am Schreibtisch sitzen und durchschnittlich zehn davon produktiv arbeiten
  • Niemals herausragen und Aufmerksamkeit auf sich lenken

Chris sagt, wer sein Leben nach diesen Prinzipien gestaltet, ist selten allein und entspricht den gängigen Erwartungen. Was bedeutet, solche Menschen brauchen keine Angst vor Kritik zu haben.

Und dann bleibt da noch die Angst vor dem Alter. Zu dieser kommen wir gleich.

Von Angst zum Mut

Eine Angst entsteht, wenn in unserem Leben ein Entwicklungsschritt bevor steht. Ob Jobwechsel, Umzug, Veränderungen in den sozialen und familiären Beziehungen oder auch das Erreichen einer neuen Reifestufe im Leben – größere Veränderungen im Leben bringen uns sowohl Freude, als auch Angst. Was, wenn es nicht klappt? Was, wenn es doch schlechter wird als vorher?

Der Mut entsteht – wie die Angst – im Kopf, in unserem Denken. Wir schätzen unsere Fähigkeiten ein (haben wir genug?) und prüfen unsere bisherigen Erfahrungen (haben wir schon welche?). Dabei bedient sich der Kopf gern auch der Parallelen aus dem Leben anderer Menschen („Wenn der oder die es geschafft hat, kann ich das auch.“), denn lernen tun wir meistens immer noch von Modellen.

Doch der Kopf alleine kann nicht entscheiden, mutig zu sein. Der Wille, der dafür notwendig ist, lebt in unserem Körper, meistens im Bauch, und dieser Wille ist ein wenig mit der Wut verwandt. Mit der Wut, die wir kriegen, wenn wir es nicht schaffen.

Was es dann noch braucht, ist der erste Schritt. Dieser klappt nicht immer. So wie die Amelie in dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ sich einige Male mit dem jungen Mann verabredete, und sich erst nach ein paar geplatzten Dates getraut hat, ihm wirklich zu begegnen.

Der Angst vor dem Alter kann man aus meiner Sicht am besten mit Mut begegnen. Mit dem Mut zu tun, wozu man sich berufen fühlt. Mit dem Ausleben der Antworten auf die zwei Fragen von Chris Guillebeau:

  1. Was willst du wirklich im Leben?
  2. Was kannst du der Welt bieten, was niemand anderes sonst kann?

Klar kann man sich mit Faltencremes und finanzieller Absicherung beschäftigen, das ist jedoch aus meiner Sicht nur eine Beschwichtigung. Wer sich von seinem Leben versteckt, bekommt irgendwann die Quittung, und diese kann dann so aussehen, wie die Reue, über die eine australische Krankenschwester in ihrem Bestseller-Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ schreibt. Auf Platz eins steht:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“

Noch Fragen?

Das mutige Kaninchen

Woher nahm das Kaninchen den Mut, der Schlange ein „Buh!“ zuzurufen? Woher nehmen viele tausende Menschen täglich den Mut, etwas zu tun, was ihr Leben und das Leben anderer Menschen verbessert?

Zum einen kann man die Angst mit Angst besiegen. Angst davor, als einzige in der Klasse die Prüfung nicht zu bestehen, half mir irgendwann, die Angst vor der Prüfung zu vergessen. Die Angst davor, die Anerkennung seiner Kollegen zu verlieren, lässt sich vergessen, wenn man die Angst wahrnimmt, den Rest seines Lebens nur von von einem „Endlich Freitag!“ bis zum nächsten zu vegetieren.

Das Konstrukt von Mut und Angst ist so zusammen gestellt, dass jeder Mensch genau so viel Mut hat, wie er Angst hat. Doch während Angst ein uralter Mechanismus ist, der uns seit jeher vor dem Tod bewahrt, muss der Mut durch uns selbst entdeckt und aktiviert werden, und das macht es manchen von uns schwer, den Mut in sich zu spüren.

Und dann ist da noch etwas. Die bisherigen wissenschaftlichen Bemühungen fokussierten sich meist darauf, wie man die Missstände eliminiert. In unserem Fall heute würde man sich also primär darauf fokussieren, wie man die Angst besiegen kann. Die neueren Zweige der Wissenschaft – in der Medizin ist es die Salutogenese, und in der Psychologie die Positive Psychologie – fokussieren sich auf das Erlangen des Bestmöglichen. Statt Krankheiten und Probleme zu untersuchen und dafür Bewältigungsstrategien zu entwickeln, werden Idealzustände beschrieben und Wege, diese Zustände anzusteuern. (Mehr darüber, was Salutogenese ist, findest du in meinem Artikel „Seele 2.0 im Körper 2.0“.) Man spricht von „Stärken stärken statt Schwächen schwächen“. Und wenn wir wissen, dass Angst und Mut zusammen gehören, dann würden wir uns in diesem Fall immer weniger mit der Angst und der Angstbewältigung beschäftigen, sondern mit der Beschreibung der Lebenssituationen, die wir erreichen wollen und mit dem Entdecken der Ressourcen, die wir dafür brauchen. Unter anderem, mit dem Entdecken der mutigen Seiten in uns.

Gehört den Mutigen die Welt?

Mut ist eine der sechs Tugenden, welche in 3.000 Jahren Menschengeschichte in fast allen Religionen und Kulturen zu den wichtigsten gehören, neben Liebe, Gerechtigkeit, Spiritualität, Mäßigung und Weisheit. Man sagt, den Mutigen gehöre die Welt. Weil diese Menschen sich trauen, zu handeln. Wer mutig ist, schließt das Risiko des Scheiterns mit ein und die Möglichkeit, einen Fehler zu machen. In Russland gibt es einen Spruch: „Wer nicht riskiert, der trinkt auch keinen Champagner“, und dieser malt ein klares Bild von Siegern und Verlierern.

Doch ist es so? Reicht es aus, furchtlos voranzuschreiten, damit man zum Sieger wird?

Was, wenn man zu viel Mut hat – also „übermütig“ durch die Gegend läuft, keine Grenzen kennt und Warnsignale nicht beachtet? Bergsteiger wissen, dass angstfreies Verhalten zum Tod führen kann.

Mut und Angst sind zwei Systeme, die sich bestens vervollständigen. Mut ist das Gaspedal, Angst ist die Bremse. Mut gewährleistet die Handlungsfähigkeit, Angst warnt vor Verantwortungslosigkeit.

Wenn die beiden Systeme ausbalanciert sind, fährt jeder von uns in seinem eigenen Stil über die Straße des Lebens. Man spricht in diesem Fall dann vom „Spannungsgefüge verantwortbaren Wagemuts“, und was so wissenschaftlich hochgestochen klingt, ist in Realität etwas, was man viel einfacher mit „cool“, „lässig“ und „gelassen“ beschreibt.

Und den Gelassenen gehört die Welt von morgen.

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Richtig ausgerüstet zum Meditations-Retreat

Es gibt Situationen im Leben, in denen man sich besonders gut um sich selbst und sein körperliches Wohl kümmern muss. Ein Meditations-Seminar ist so eine Situation. Das kann ich guten Gewissens…

Es gibt Situationen im Leben, in denen man sich besonders gut um sich selbst und sein körperliches Wohl kümmern muss. Ein Meditations-Seminar ist so eine Situation. Das kann ich guten Gewissens aus eigener Erfahrung berichten. Ich habe bereits mein drittes zehntägiges Vipassana-Meditations-Retreat hinter mir. Was das ist? Darüber könnt ihr in meinem Bericht über das Seminar im Affenwald von Indien lesen.

Hier ein paar Eckdaten:

  • 4.00 Uhr: Aufstehen
  • 4.30 – 6.30 Uhr: Meditation in der Dhamma Halle
  • 6.30 – 7.00 Uhr: Frühstück
  • 8.00 – 9.00 Uhr: Gruppenmeditation
  • 9.00 – 11.00 Uhr: Meditation
  • 11.00 – 11.30 Uhr: Mittagessen
  • 13.00 – 14.30 Uhr: Meditation
  • 14.30 – 15.30 Uhr: Gruppenmeditation
  • 15.30 – 17.00 Uhr: Meditation
  • 17.00 – 17.30 Uhr: Abend-Tee
  • 18.00 – 19.00 Uhr: Gruppenmeditation
  • 19.00 – 20.30 Uhr: Videodiskurs durch S.N. Goenka
  • 20.30 – 21.00 Uhr: Meditation
  • 21.30 Uhr: Licht aus, Nachtruhe!

 

Das alles in völligem Schweigen. Zehn Tage lang. Am ersten Tag gibst du beim Einchecken sämtliche Kommunikationsmittel – von Handy bis zu Büchern und Notizblöcken oder Kameras – ab, ab dem Abend schweigst du außerdem. Nur mit dem Lehrer und den organisatorischen Helfern darfst du sprechen. Nicht über Alltägliches, sondern nur, wenn du Fragen hast, Hilfe benötigst oder Ähnliches.

Was das bedeutet? Du bist mit dir. Mit deinen Gedanken. Mit deiner Vergangenheit. Mit deiner Zukunft. Deinen Ängsten. Deinen Sorgen. Deinen Themen. Und damit bist du ganz schön beschäftigt, sie halten dich auf Trab, glaub mir.

Zusätzliche körperliche Probleme und Unbequemlichkeiten kannst du da als Allerletztes brauchen! Auch wenn diese durchaus auftreten. Kranksein, Verkühlungen und Co stehen an der Tagesordnung. Klar, auch über den Körper wollen Ängste und Probleme aus dem System hinaus. Genau deshalb musst du dich schon vorab sehr gut um dich kümmern und dafür sorgen, dass du während des Retreats so gut wie möglich aufgehoben bist. Dass du alles hast, was dir das Leben leichter und angenehmer macht.

Was das ist?

Diese Dinge hier: 

– Bequeme, lockere Kleidung mit vielen Schichtmöglichkeiten

– Warme Mütze, Regen- und Windjacke, eventuell Gummistiefel: Hört sich seltsam an, aber du solltest tatsächlich für alle Wetterkapriolen gerüstet sein. Nachdem du beim Seminar einem strikten Ablauf folgen musst und kaum ins Freie darfst, sind die wenigen Pausen und Möglichkeiten, dich etwas zu bewegen, Gold wert. Das möchtest du auch tun können, wenn es gerade windig ist, regnet oder einfach nur kühler ist als gedacht.

– Eine oder am besten zwei warme Decken und Schals: Ja, beim Meditieren kann dir anfangs ganz schön kalt sein. Meistens werden diese Dinge im Seminar bereit gestellt, aber ich habe gemerkt, dass es ganz schön wohl tut, wenn man eine vertraute Decke mit dabei hat. Die darf man dann auch von der allgemeinen Meditationshalle in sein Schlafzimmer mitnehmen und umgekehrt.

– Dicke Socken und/oder Hausschuhe: In den Räumlichkeiten darfst du nicht mit Straßenschuhen herumspazieren. In der Meditationshalle darfst du nur mit Socken bekleidet sein. Je nachdem also, ob du eher frierst oder was für dich bequemer ist, nimm Hausschuhe oder dicke Socken mit.

– Meditationskissen: Ich habe bisher erst einmal mein Kissen mitgenommen, normalerweise erhält man auch beim Seminar Sitzgelegenheiten. Und auch wenn einem nach zehn Stunden täglichem Sitzen sowieso alles weh tut – auch auf dem vertrauten, eigenen Kissen -, ist es doch fein, das Bekannte dabei zu haben. Das, auf dem du normalerweise gut sitzen kannst. Aber Achtung: Wenn du Dinge von zuhause mit nimmst, pass auf, dass du dich nicht an sie klammerst. Dass du nicht ständig mit „deinem“ beschäftigt bist, denn das widerspricht der Lehre. Wenn es dich unterstützt und du dich damit wohler fühlst, nimm dein Eigentum mit. Wenn es vor Ort aber verloren geht, nicht mehr passt oder du etwas verlegst, soll das für dich auch in Ordnung sein. Ich verwende übrigens das Kissen Rondo von Karma Supply. Es hat eine Höhe von rund 16 cm, einen Durchmesser von ca. 30 cm und ist durch seine Dinkelfüllung ziemlich anpassungsfähig. Du bekommst es ab 48,80 Euro bei Karma Supply und in zahlreichen Yoga-Shops.

– Taschenlampe: Um 22.00 Uhr geht das Licht aus – und gerade, wenn man in einem Freigelände untergebracht ist, oder sich das WC nicht im Gebäude befindet, hilft eine Taschenlampe enorm. Ich liebe vor allem meine „Stirnbirn“, also meine Stirnlampe, aber das ist Geschmackssache. Einige Stirnlampen wurden hier getestet >>

– Toilettenpapier: Gerade in Zentren wie das im indischen Affenwald ist Klopapier Luxus. Du bekommst es – wie alles Andere – von den Organisatorinnen, wenn du danach fragst. Aber am besten ist es, du nimmst gleich genügend Klopapier selbst mit. Dann musst du dich nicht mehr während des Kurses darum kümmern.

– Tampons und Co: Dein Körperrhythmus kann beim Meditieren ganz schön durcheinander geraten. Selbst wenn du gerade nicht deine Tage bekommen solltest, können sie frühzeitig auftreten. Sorge am besten vor!

Thermosflasche: Ich habe mit der Sustainable Trinkflasche von Made Sustained die besten Erfahrungen gemacht. Sie hat mit 500 ml die perfekte Größe, ist handlich und hält wirklich ausgezeichnet warm. Und ich schwöre, nichts ist bei einem Retreat schöner und im wahrsten Sinn des Wortes Herz erwärmender als ein Schluck heißer Tee! Wer nicht so auf Warmes steht, der kann auch eisgekühltes Wasser in die Flasche füllen – das hält sich auch nach Stunden genauso kalt und frisch wie beim ersten Schluck. Die Flasche gibt es zum Beispiel im Online-Shop von beechange.com. Für alle, deren Durst größer ist, gibt es die Thermosflasche auch in der Ein-Liter-Version.

Mit den genannten Utensilien fühle ich mich mittlerweile bei den Mediations-Seminaren richtig ausgerüstet. Und wer weiß, vielleicht kannst du dich mit diesen Begleitern ebenfalls besser auf so eine Reise nach Innen einlassen. Sie lohnt sich auf jeden Fall!

Mehr zu Vipassana kannst du hier nachlesen >>

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Seele 2.0 im Körper 2.0

Wenn wir über Gesundheit sprechen, meinen wir meist gesunde Ernährung, Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf. Bist du schon gesund, wenn du nicht krank bist? Das Konzept der Salutogenese sagt dazu…

Wenn wir über Gesundheit sprechen, meinen wir meist gesunde Ernährung, Bewegung, frische Luft, ausreichend Schlaf. Bist du schon gesund, wenn du nicht krank bist?

Das Konzept der Salutogenese sagt dazu ganz klar: Nein! Denn Gesundheit ist demnach kein Zustand, sondern ein Prozess. Während die uns bekannte Welt des Gesundheitsmanagements sich um Krankheiten und ihre Ursachen kümmert, blickt die Salutogenese auf attraktive Gesundheitsziele und auf die Ressourcen, die dazu erschlossen werden können. Es ist die Schwester der Positiven Psychologie in der Medizin.

Positive Psychologie sagt: „Don’t fix what’s wrong, build what’s strong.“ (klingt auf Englisch klarer), und meint damit eine Neuorientierung in diesem wissenschaftlichen Zweig. Wo man vorher Krankheitsbilder sortiert und Therapien entwickelt hat, schaut ein Vertreter der Positiven Psychologie, was für Bilder eines psychisch gesunden Menschen existieren und wie wir mehr von solchen positiven, gesunden Momenten in unserem Leben haben können. Stärken stärken statt Schwächen schwächen.

Neue Haltung, neues Verhalten

Auch die Salutogenese orientiert sich an einem Idealbild eines gesunden Menschen. Wenn wir uns normal um unsere (physische) Gesundheit kümmern, dann sind wir oft im Prozess des Vermeidens. Wir vermeiden jede Störung, die unserer Gesundheit schaden kann. Unsere innere Welt ist dann komplett auf Schutz und Verteidigung eingestellt. Wir bauen Wände auf, zu allen Seiten. Wenn wir so leben, fühlen wir uns selten komplett frei. Irgendetwas dürfen wir nicht – nicht lange draußen sitzen, nicht neben einem niesenden Menschen sitzen, nicht barfuß laufen. Kein Wunder also, dass wir uns ab und zu eine gesundheitliche Sünde erlauben. Denn wo Wände sind, da ist auch ein Bedürfnis danach, auszubrechen. Und: Wenn wir uns so zumauern und dann wie in einer Festung leben, können wir nur so viel Gesundheit haben wir wie wir bereits besitzen.

Lasst uns andersherum leben!

Statt Krankheiten zu vermeiden, können wir jeden Tag Gesundheit erlangen. Und das geht so:

1. Mit Proaktivität
Es reicht es nicht zu hoffen, dass du nicht krank wirst. Jeden Tag aufs Neue musst du etwas für deine Gesundheit tun. Morgens ein Workout (es gibt tolle Apps dafür – und du brauchst nur rund sieben Minuten!), gesundes Frühstück, viel klares Wasser trinken, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf… Du kennst das alles – wie viel davon ist in dein Leben integriert?

2. Mit Selbstkenntnis
Nur wer eigene Ressourcen kennt und diese bewusst einsetzt, kann sich um seine Gesundheit kümmern. Zu den Ressourcen gehören – neben deiner körperlichen Hülle:
deine Intelligenz
– deine bisherigen Erfahrungen mit Problembewältigung
dein soziales Umfeld
psychische Ressourcen (Genussfähigkeit, Selbstakzeptanz, Achtsamkeit). Diese Ressourcen werden in den Original-Studien der Salutogenese nicht erwähnt, vielleicht weil Mediziner und Psychologen da immer etwas eigen sind. Nichtsdestotrotz geben die Mediziner zu, dass psychische Gesundheit und Resilienz* einen wichtigen Einfluss auf das stetige Wiedererlangen der physischen Gesundheit haben.

3. Mit Ganzheitlichkeit
Du und deine Gesundheit, ihr werdet verschiedene Taktiken brauchen, je nachdem, was gerade los ist. Im Winter anders als im Sommer und bei mehr Stress stärker als in den entspannten Lebensphasen. Betrachte jede Veränderung in deinem Leben und sorge dafür, dass es dir gut geht. Ja, auch ein Freund, der in eine andere Stadt umzieht, kann der Grund dafür sein, dass du plötzlich öfter erkältet bist. Weil dir eine Ressource fehlt.

4. Mit Stetigkeit
An apple a day, das kennt (fast) jeder. Aber wer setzt das wirklich um? Wer trinkt wirklich zwei Liter Wasser und isst täglich frische vitaminhaltige Produkte, um anschließend zu joggen oder Yoga zu machen? Es geht hier auch nicht um schlechtes Gewissen, nur um Bewusstheit, was du selbst tagtäglich tust.

5. Mit Affirmationen
Zugegeben, wir verlassen hiermit den Bereich der Medizin. Aber spätestens seit meine Mutter, die einen akademischen Grad in Physik hat, sich ihre kleinen wie großen Wehwehchen mit selbstbejahenden Sätzen wegzaubert, habe ich mir das kleine Buch von Louise Hay zugelegt und schaue nach, was mein Körper mir sagen will, wenn ich mal wieder Migräne habe.

Seele 2.0 im Körper 2.0

Stelle deinen Körper darauf ein, dass er nicht gegen Krankheiten, sondern für Gesundheit kämpfen soll. Entdecken statt vermeiden. Erlangen statt besiegen. Erobern statt kontrollieren. Lieben statt hassen.

Ist dein Körper auf dem täglichen Weg zur Gesundheit unterwegs, hat es deine Seele viel einfacher, sich darin wohlzufühlen und sich stark zu fühlen. Und da die beiden – dein Körper und deine Seele – eng miteinander verbunden sind, wird dein Körper es deutlich merken, wenn es der Seele gut geht, und so können die beiden sich gegenseitig unterstützen.

Willst du das erleben? Dann los!

Resilienz* ist der Begriff für die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen. Ich habe hierzu einen separaten Artikel verfasst, welchen du hier lesen kannst.

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