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DIY Haarseifen – Feste Shampoos selbst gemacht

Ich benutze seit einiger Zeit immer wieder feste Shampoos, da diese wenig bis kaum verpackt sind und mir so helfen, Verpackungsmüll zu reduzieren. Aber Seife ist nicht gleich Seife –…

Ich benutze seit einiger Zeit immer wieder feste Shampoos, da diese wenig bis kaum verpackt sind und mir so helfen, Verpackungsmüll zu reduzieren. Aber Seife ist nicht gleich Seife – es gibt zum einen Haarseifen, die richtig verseift sind, aber auch Shampoos, die einfach fest sind und aussehen wie Seife, aber eigentlich keine sind.

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Das Buch „DIY-Haarseifen – Feste Shampoos“ entführt uns in die Kunst des Selbermachens von festem Haarshampoo. Kurz und knackig wird zu Beginn erklärt, was wir an Ausrüstung und Zutaten brauchen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt uns genau, wie wir selber duftende Haarwaschwunder herstellen können. Achtung: Viele Zutaten, zum Beispiel diverse Öle oder andere pflegende Inhaltsstoffe gibt es nicht beim Laden um die Ecke, aber im Internet kann man alle benötigten Zutaten gut auftreiben.

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Sehr toll finde ich, dass die festen Seifen ohne SLS oder andere scharfe Tenside auskommen. Ein paar Seiten des Buchs widmen sich den einzelnen Zutaten, die gebraucht werden genauer und erklären diese näher: Was ist ein Tensid? Wie setze ich ein ätherisches Öl ein? Wie mache ich die Shampoo Bars farbig? Kenntnisse zum Seifen machen braucht man hier zum Glück nicht, das Zusammenmischen der Zutaten ist ziemlich unkompliziert.

Danach folgt der Rezeptteil: Anhand eines Basis-Rezeptes sind viele verschiedene Abwandlungen möglich. Wir haben die Wahl zwischen Rezepten für Hibiskusseife, Haarwuchsseife oder Haarseife für fettes Haar und einigen mehr. Leider ist der Rezeptteil etwas kurz geraten, allerdings finden wir am Ende zusätzlich diverse Rezepte für die Nachbehandlung des Haares, wie zum Beispiel Haarspülungen oder -masken.

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Insgesamt mag ich die Aufmachung und den Inhalt von „DIY-Haarseifen – Feste Shampoos“ sehr. Bitte beachtet, dass manche Rezepte nicht vegane Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Seidenprotein beinhalten. Der Ratgeber eignet sich für alle, die sich über DIY Haarseifen und deren Inhaltsstffe informieren wollen und Lust haben, selber festes Shampoo herzustellen.

Vielen Dank an den Freya Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Kochbuch „Vegan Kochen mit Lupine“ (inkl. Rezept!)

Es gibt viele Gründe, die Süßlupine zu kennen und zu genießen. Die Pflanze, die auch in Deutschland heimisch ist, hat neben 35 Prozent Eiweiß auch einen hohen Ballaststoffanteil zu bieten…

Es gibt viele Gründe, die Süßlupine zu kennen und zu genießen. Die Pflanze, die auch in Deutschland heimisch ist, hat neben 35 Prozent Eiweiß auch einen hohen Ballaststoffanteil zu bieten und enthält die Vitamine B1 und A sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium. Nicht nur für Sportler ein Muss, sondern wegen ihres himmlisch leicht nussigen Geschmacks auf jedem Speiseplan eine Bereicherung.

Kleine Einführung in die Welt der Lupine

Die Lupine gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Bestimmt hast du die wunderschöne Pflanze auch schon mal in der freien Natur gesehen oder ihre langen Blüten in einem herrlichen Blumenstrauß bewundert. Die Blüten der wilden Lupine sind meist blau, lila bis rötlich oder auch gelb und weiß. Besonders im Juni bis August blühen diese bis zu 150 Zentimeter hohen Pflanzen auf vielen Feldern, am Straßenrand und vielleicht auch in deinem Garten. Ihre Frucht sind die eiweiß- und nährstoffreichen Lupinensamen. Auch Lupinenkerne oder Lupinenbohnen genannt sind diese etwas grösser als erbsengroß und enthalten – abhängig von der Sorte – sagenhafte 30 bis 40 Prozent Eiweiß, welches alle essenziellen Aminosäuren enthält. Dabei reicht die Geschichte der Lupine Jahrtausende zurück. Im Mittelmeerraum werden Lupinen schon lange Zeit geschätzt.

Süßlupine und Lupine – ein Unterschied?

Während die Lupine die ursprüngliche Pflanze ist, ist die Süßlupine eine Zuchtform, in der die Bitterstoffe (Alkaloide) auf ein Minimum herausgezüchtet wurden. Somit sind die Samen der Pflanze auch ohne tagelanges Herauswaschen der Bitterstoffe genießbar. Die Süßlupine wächst heimisch und stellt keine allzu hohen Ansprüche an den Boden. Im Gegenteil, oft wächst sie sogar auf kargen Böden und reichert diese noch mit zusätzlichem Stickstoff an. Derzeit werden weiße Süßlupinen vorwiegend im Norden Deutschlands angebaut und auch in Deutschland verarbeitet, was den CO2 Abdruck deutlich begünstigt.

Was kann die Süßlupine? Ein kurzer Steckbrief:
– Heimischer und gentechnikfreier Anbau
– Hoher Eiweißgehalt von 30 bis 40 Prozent
– Enthält alle acht essenziellen Aminosäuren
– Eiweiß wirkt basisch im Körper
– Anteil von 85 Prozent der gesunden, ungesättigten Fettsäuren am Gesamtfett
– Ballaststoffanteil von 15 Prozent
– Enthält unter anderem die Vitamine B1, A sowie Kalium, Kalzium und Magnesium

Viele Menschen haben heutzutage mit Unverträglichkeiten zu kämpfen – Allergien gegen Gluten, Weizen, Produkte mit Laktose und hohen Mengen an Cholesterin machen manche Nahrungsmittel für viele Menschen nicht mehr gut verträglich. Hier spielt die Süßlupine ihre wahren Stärken aus, denn sie ist glutenfrei, laktosefrei, cholesterinfrei, zuckerfrei und natürlich rein pflanzlich.

Aus den Bohnen der Süßlupine werden die Grundprodukte Lupinenmehl, Lupinenflocken, Lupinenkerne und Lupinencrunchy gewonnen. Hieraus lässt sich alles zaubern was das Herz begehrt. Von Lupinenmilch und Joghurt über deftige Lupinenschnitzel und Steaks sowie leckeren Shakes, Desserts und Müslikreationen. Alles voller pflanzlichem Eiweiß, hochwertigen Fetten und guten Kohlenhydraten.

Vegan Kochen mit Lupine

Um die Vielfalt dieser Pflanze zu zeigen, habe ich der Lupine ein Kochbuch gewidmet, das zeigt, wie man die eiweißreiche Pflanze in seine Ernährung aufnehmen kann. Die einfachen, leckeren und schnellen Rezepte in „Vegan Kochen mit Lupine“ verzichten auf industriell verarbeitete Lebensmittel, Weizen, Zucker und chemische Zusatzstoffe. Sie sind gluten-, laktose- und cholesterinfrei und 100 Prozent pflanzlich. Aufgrund ihres niedrigen Kohlenhydrat- und hohen Proteinanteils eignen sich viele der sättigenden Mahlzeiten auch zum Abnehmen und für die Low-Carb-Ernährung.

Die große Vielfalt der über 55 Gerichte, die zum größten Teil in 20 Minuten zubereitet sind, hält für jeden Geschmack etwas bereit: Deftige Lupinenschnitzel, Omelett und erfrischende Suppen, leckeres Lupinenbrot, Müslis, Riegel und Muffins, süßes Mousse au Chocolat, Shakes und Smoothies. Zusätzlich bietet das Buch interessantes Hintergrundwissen über die Lupine, die verschiedenen Produktformen von Lupinenmehl über Schrot und Flocken bis zum Proteinpulver, Zubereitungsarten und Bezugsmöglichkeiten. Zum Einstieg in die Ernährung mit Lupine erhalten Buchkäufer außerdem einen kostenfreien 7-Tage-Plan inklusive Einkaufsliste zum Herunterladen.

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Probekapitel, gratis Rezepte und vieles mehr findet ihr hier: lupinen-rezepte.de

Als ersten Vorgeschmack könnt ihr hier eines der Rezepte aus dem Buch ausprobieren:

Erdmandel-Lupinen-Porridge

Vorbereitungszeit: 25 Minuten, Wartezeit: 5 Minuten

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Für die Porridge-Mischung (500 g/12 Portionen):
8 getrocknete Feigen
10 getrocknete Aprikosen/Marillen
4 EL Hanfsamen
4 EL Sonnenblumenkerne
120g Erdmandelflocken, glutenfrei
40g Quinoa-Kleie
40g Buchweizenflocken
100g Lupinenflocken
40g Teff-Flocken

Außerdem:
200ml Getreidemilch
1 EL Rohrohrzucker
2 Msp Zimtpulver
Blaubeeren zum Garnieren
Lupinenflocken zum Bestreuen

Für die Porridge-Mischung die Trockenfrüchte klein schneiden. Die Hanfsamen und die Sonnenblumenkerne im Mörser zerstoßen. Alle Zutaten für die Porridge-Mischung in einer Schüssel vermengen. Für zwei Portionen Porridge die Getreidemilch erhitzen. Sechs bis acht Esslöffel der Porridge-Mischung auf zwei Schüsseln verteilen, mit der heißen Getreidemilch übergießen und rund fünf Minuten quellen lassen. Mit Rohrohrzucker süßen und mit Zimt abschmecken. Mit Blaubeeren garnieren und mit Lupinenflocken bestreuen.

Pro Person:
kJ/kcal: 1680/400, E 14,9g, K 56,4g, F 11,4g

Genieße die leckere Süßlupine – sündenfrei und in vollen Zügen verzaubert sie dich mit ihrem Charme!

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Besser leben ohne Plastik

Dass Plastik so seine Tücken hat ist schon länger bekannt, doch momentan geht eine regelrechte Welle an Berichten und Artikel durch die Medien, die das plastikfreie Leben von allen Seiten…

Dass Plastik so seine Tücken hat ist schon länger bekannt, doch momentan geht eine regelrechte Welle an Berichten und Artikel durch die Medien, die das plastikfreie Leben von allen Seiten beleuchten. Allen, die damit beginnen wollen, mehr und mehr Plastik aus ihrem Alltag verschwinden zu lassen und Tipps gerne in Buchform vor sich haben, sei dieser kompakte Ratgeber ans Herz gelegt.

Besser leben ohne Plastik“ beginnt damit, dass die schädlichen Seiten von Plastik auf die Umwelt und unsere Gesundheit beleuchtet werden. Das meiste dürfte hiervon schon bekannt sein, daher geht das Buch hier nicht sehr in die Tiefe, sondern fasst die wichtigsten Fakten zusammen. Welche Schadstoffe sind denn überhaupt in Plastik? Wie kommen diese Schadstoffe (beispielsweise aus den Kunststoffen PVC, Polystyrol etc.) in unseren Körper?

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Danach nehmen die Autorinnen einige alternative Verpackungsmaterialien unter die Lupe. Besonders spannend: Auch Biokunststoffe kommen kurz vor. Nach einigen praktischen Tipps, wo sich Plastik gerne versteckt und dem Appell, nun nicht alles plastikhaltige rigoros auszumisten, geht es los mit den handfesten Ideen, wie man Plastik einfach reduzieren kann. Zunächst ganz allgemein: Statt Plastikdosen Vorratsgläser verwenden, lose einkaufen, feste Seife in entsprechender Verpackung vorziehen oder einfach generell Glas statt Plastik wählen.

Mit der kleinen Handreichung, die beschreibt wo man diverse unverpackte Lebensmittel bekommen kann oder wie man Haushaltsprodukte ersetzen kann, geht das Buch dann über in Rezepte und Anleitungen zum Selbermachen von häufig nur in Plastik erhältlichen Produkten. Vom Trinkkakao über Spielknete bis Waschmittel, für jeden Bereich von Kinderzimmer, Küche, bis Bad und Ernährung sind einige Rezepte zusammengestellt. Das Spülmittel habe ich schon ausprobiert, leider war es nicht ganz so fettlösend wie erhofft.

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Zwischendurch folgen immer wieder praktische Tipps wie im jeweiligen Bereich Plastik eingespart werden kann und Links für weiterführende Infos oder Shops. Ich habe immer ein besonderes Auge auf Kosmetikrezepte, hier sind gute Basisrezepte enthalten. Sehr praktisch finde ich auch die Tipps zur Schadstoffreduzierung beim Renovieren beziehungsweise bei Einrichtung, aber auch die plastikfreie Kleidung kommt nicht zu kurz.

Einen großen Teil des Buchs machen Essens-Rezepte aus. Diese sind bewusst recht einfach gehalten, ich habe hier die Müslikekse ausprobiert, bei denen angegeben war, dass man (neben weiteren Zutaten) „entweder Mandelmus oder Honig“ verwenden sollte. Für mich sind Kekse nur mit Mandelmus geschmacklich ziemlich langweilig, da ein wenig Süße doch sein muss. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass viele Rezepte nicht vegan sind, da Eier verwendet werden. Wer aber ein wenig Erfahrung im Backen hat, kann diese Rezepte einfach veganisieren. Abschließend folgen noch einige FAQs und Bezugsquellen für Produkte, die man nicht so häufig plastikfrei findet sowie Einkaufstipps.

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Insgesamt ist „Besser leben ohne Plastik“ ein solider Ratgeber, nicht nur für Einsteiger ins Thema. Dieses Buch macht Lust darauf, es immer wieder hervorzuholen, wenn man Inspiration für einen bestimmten Lebensbereich braucht, den man plastikfrei gestalten möchte. Mittlerweile ist dieses Buch – laut Verlag – ein echter Bestseller, ein gutes Zeichen dafür, dass vielleicht gerade ein Umdenken stattfindet!

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Ars Herbaria – Heilpflanzen im Jahreslauf

Es gibt Bücher, die schon rein durch ihre ästhetische Aufmachung Preise gewinnen. „Ars Herbaria“ wurde 2015 als eines der schönsten deutschen Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Und in der…

Es gibt Bücher, die schon rein durch ihre ästhetische Aufmachung Preise gewinnen. „Ars Herbaria“ wurde 2015 als eines der schönsten deutschen Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Und in der Tat, das über 300 Seiten starke Werk beinhaltet wunderschöne Fotografien und ein geschmackvolles, ruhiges Seitenlayout.

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Wer sich mit diesem Buch auseinandersetzen möchte, sollte viel Zeit mitbringen um sich in die Fülle der Informationen, aber auch Wissensgebiete dieses Kompendiums zu stürzen. Ich hatte keine konkreten Erwartungen, als ich anfing zu lesen, merkte aber schnell, dass ich es hier mit anspruchsvollen Texten und Inhalten zu tun habe. Wer also Informationen zu Heilpflanzen sucht, die man kurz nachschlagen kann, ist hier fehl am Platz.

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„Ars Herbaria“ beginnt mit Definitionen über Heilpflanzen und Gesundheit aus einer ganzheitlichen Sicht. Die Texte bestehen aus fast schon poetisch anmutenden wissenschaftlichen Ausführungen. Man merkt auch schnell, dass die Autorin stark anthroposophisch geprägt ist, wo meinem Gefühl nach trotz der Literaturnachweise und Wissenschaftlichkeit manchmal einen Hauch von Esoterik mitschwingt. Wer sich für Goethe, Rudolf Steiner oder Demeter begeistern kann, liegt mit diesem Werk auf jeden Fall richtig.

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Aber zurück zum Inhalt: Bevor wir wirklich in die Heilpflanzenwelt der Jahreszeiten eintauchen gibt es noch einige Überlegungen zur Beziehung zwischen Mensch und Pflanze. Hier werden Gemeinsamkeiten zwischen beiden in einer für mich ganz neuen Art und Weise dargestellt. Aber auch Ausführungen zu Leben, Landschaft und Sinne folgen im Anschluss. Fakten gepaart mit philosophischen Gedanken sind charakteristisch für die ersten Kapitel.

Nach einem kleinen Part über die Rhythmen der Erde, die als lebendiger Organismus betrachtet wird, geht es zu den einzelnen Jahreszeiten und deren charakteristischen Heilpflanzen. Hier haben wir im Frühling zum Beispiel den Mandelbaum, Schnittlauch oder die Distel. Im Sommer folgen Gewächse wie Kamille oder Immortelle. Zur praktischen Anwendung finden sich zahlreiche Rezepte, Tipps und Anregungen für Tees, Wickel und weitere praxisbezogene Ideen.

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Zu jeder Jahreszeit finden sich Informationen über einige für die jeweilige Zeit typischen Gegebenheiten, zum Beispiel im Herbst über pflanzliche Farbstoffe oder im Sommer über ätherische Öle (Duftstoffe). Nach Herbst und Winter bekommen wir noch ein Kapitel an die Hand, in dem wir einiges über Ernte und Aufbewahrung von Kräutern und Heilpflanzen lernen.

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Ich muss zugeben, dass mir das Buch etwas zu sehr gefüllt ist mit philosophischen Gedanken. Ich bin etwas überfordert von der Fülle an Informationen und finde es als Lehrbuch schwierig zu handhaben. Man weiß nicht, wo man anfangen soll zu lesen,  weil es wenig Struktur im Buch gibt. Vor allem zu den spezifischen Heilpflanzen an sich hätte ich gerne eine kompaktere Übersicht gehabt, welche das Nachschlagen erleichtert.

Ansonsten ist es aber ein sehr tiefgehendes, ganzheitliches Werk, das wertvolle Inputs über unsere Wahrnehmung von uns selbst und der Natur um uns gibt und den Umgang mit Heilpflanzen als Können darstellt, das gelernt sein will und viel Denkarbeit unabdingbar macht. Alle, die sich von einem solchen Herangehen angesprochen fühlen und Wert auf eine ansprechende Aufbereitung legen sind mit „Ars Herbaria“ gut beraten.

Vielen Dank an den Natura-Verlag (Verlag am Goetheanum) für das Rezensions-Exemplar!

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ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest

Diesen Sommer hatte ich mir eigentlich vorgenommen, meine Neugier auf die rohvegane Küche zu stillen und so viel als möglich rohvegan zu kochen. Doch wenn dann beruflich und privat einige unerwartete Dinge…

Diesen Sommer hatte ich mir eigentlich vorgenommen, meine Neugier auf die rohvegane Küche zu stillen und so viel als möglich rohvegan zu kochen. Doch wenn dann beruflich und privat einige unerwartete Dinge passieren, lassen sich gute Vorsätze oder einfach nur Änderungen im eigenen Verhalten nicht mehr so leicht umsetzen oder werden kurzzeitig sogar komplett vergessen. Doch dann kam die nötige Erinnerung und mit ihr eine wunderbare Motivation, das Thema rohvegan wieder aufzugreifen – in Form des neuen Kochbuchs von Michaela Russmann „ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest„.

Warum rohvegan?

Einige von euch fragen sich nun möglicherweise, warum mich rohvegane Ernährung interessiert, und bevor ich näher auf das Buch eingehe, möchte ich diese Frage beantworten. Eine Speise ist dann rohvegan, wenn bei der Verarbeitung eine Temperaturgrenze von 42 Grad Celsius nicht überschritten wurde. Ab dieser Temperatur werden in Lebensmitteln Prozesse ausgelöst, die dazu führen, dass wesentliche Inhaltsstoffe verloren gehen. Unter 42 Grad Celsius bleiben die natürlichen Bestandteile wie Vitamine und Enzyme erhalten. Zusätzlich soll der Organismus weniger belastet werden und die bekannte Müdigkeit nach dem Essen wegfallen – etwas, das ich persönlich als sehr störend empfinde. Rohkost ist außerdem reich an Ballaststoffen und wirkt sich deshalb positiv auf die Verdauung aus.

Natürlich gilt, was auch die vegane Ernährung charakterisiert: Rohvegan ist eine optimale Vorbeugung gegen klassische Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder einige Krebs-Erkrankungen. Effizient ist diese Form der Ernährung nicht nur, weil die in Lebensmittel enthaltenen Inhaltsstoffe so erhalten bleiben, sondern auch weil nur ein Bruchteil der Energie benötigt wird, die ansonsten von Industrie und Haushalten benötigt wird, um Speisen herzustellen. Darüber hinaus wird auf diese Weise weniger Abfall produziert. Zu guter Letzt kann mit einer rohveganen Ernährung die lokale und biologische Landwirtschaft optimal unterstützt werden, wenn man beim Einkauf den entsprechenden Produkten einen Vorzug gibt.

Klingt doch alles zu schön, um wahr zu sein, oder? Zugegeben, einen Haken hat die Sache, zumindest für mich. Und das ist meine Vorstellungskraft. Ich bin zwar in der veganen Küche schon relativ geübt, doch sobald es um rohvegane Speisen geht, habe ich nur Unmengen an Salatvariationen im Kopf. Und genau hier schließt sich der Kreis zum neuen ROHGENUSS-Kochbuch. Denn mit den über 100 enthaltenen Rezepten ist auch die Frage der Abwechslung geklärt.

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Wie auch schon das vorige Kochbuch „ROHGENUSS – Die vier Jahreszeiten“ ist auch dieses eine Augenweide – vom Einband über das Design bis zu den Fotos macht schon das Schmökern eine große Freude. Dieses Mal sind die einzelnen Kapitel nach Anlass beziehungsweise Verwendungszweck angelegt, was ich persönlich praktischer finde, weil es mir das Finden eines passenden Rezeptes stark erleichtert. Zusätzlich sind in diesem Buch alle nussfreien Rezepte extra gekennzeichnet, um diese auf einen Blick identifizieren zu können, unter die Rezepte gemischt sind außerdem Tipps und Tricks rund um die rohe Küche.

Das Kochbuch startet wenig überraschend mit „FRÜHSTÜCK und BRUNCH“, unbedingt probieren muss ich aus diesem Kapitel den steirischen Apfelcrumble, wobei dieser danach klingt, als wäre er nicht nur zum Frühstück sehr lecker. Weiter geht es mit „LOWBUDGET und STUDENTENKÜCHE“, ein Thema, dem wie ich finde ein eigenes Buch gebühren würde. Denn oft genug hört man das Vorurteil, dass es sehr teuer wäre, vegan zu kochen. Dem kann ich absolut nicht zustimmen und ein entsprechendes Buch für den rohveganen Part wäre ein gutes Argument dagegen. Die Stangenselleriecremesuppe mit Dille wird auf jeden Fall in Bälde ausprobiert!

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Perfekt für den Sommer ist das Kapitel „PICKNICK und DRAUSSEN“, das so viele lecker klingende Rezepte bietet, dass ich mich kaum entscheiden kann, was ich zuerst ausprobieren soll. Tabouleh vom Karfiol (Blumenkohl) oder doch die scharfe Avocadosuppe? „BUNT GEMISCHT und ALLERLEI“ liefert unterschiedliche Ideen für Drinks, Aufstriche oder Süßes und ist das umfassendste Kapitel im Buch. Von den pikanten Rezepten eignen sich meiner Meinung nach viele fürs Mittagessen – die Thai Karottensupper mit Mango als Vorspeise, die gefüllten Cremechampignons mit Kräutersalat als Hauptspeise und der Bananen-Erdnuss-Shake als Nachtisch klingt für mich nach einer traumhaften Kombination.

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Auch „HOCHZEIT und ROMANTIK“ kommt in diesem Buch nicht zu kurz – viele der Rezepte sind optisch für entsprechende Festlichkeiten geeignet und generell in der Farbe Weiß gehalten. Genauso verhält es sich mit „KINDER und PARTY“, nur dass hier die Speisen bunt gestaltet sind und zum Zugreifen einladen. Auch für „ADVENT und WINTER“ ist vorgesorgt, unter anderem mit vielen Rezepten für Süßes, die einerseits das Kekse backen ersetzen können, sich andererseits auch als Mitbringsel für Advents- oder Weihnachtsfeiern eignen. Wer kann zu Schokotrüffel, Pistazien-Zitronenkonfekt oder Lebkuchenwürfel mit Sesam denn schon Nein sagen?

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Das Buch schliesst mit dem Kapitel „ARBEIT und UNTERWEGS“, auch hier sehe ich das Potenzial für ein eigenständiges Buch mit Speisen, die sich schnell zubereiten lassen und sich einfach in die Arbeit beziehungsweise außer Haus mitnehmen lassen. Die minzige Gurkencremesuppe zum Beispiel lässt sich gut in einem verschließbaren Glas transportieren, wobei auch viele andere Rezepte im Buch sich gut zum auswärtigen Essen eignen – einfach ausprobieren!

ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest“ ist sowohl für Rohkost-Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet, die sich neue Inspiration holen wollen. Und natürlich für alle, die „einmal etwas anderes“ probieren möchten. Durch die hochwertige Aufmachung ist das Buch auch ein perfektes Geschenk für Vegan- oder Rohkost-Interessierte. Mein Fazit: Kaufempfehlung!

Neugierig geworden? In Bälde könnt ihr „ROHGENUSS – Jeder Tag ein Fest“ als Give-Away bei The bird’s new nest gewinnen – nicht verpassen!

 

Michaela Russmann

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Vegane Tapas – lecker spanisch kochen

Ich lebe nicht vegan, jedoch mag ich Abwechslung und probiere oft vegane Gerichte aus. Dieses Mal durfte ich das Buch “Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ von Gonzalo Baro rezensieren…

Ich lebe nicht vegan, jedoch mag ich Abwechslung und probiere oft vegane Gerichte aus. Dieses Mal durfte ich das Buch “Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ von Gonzalo Baro rezensieren und habe ein paar der Rezepte nachgekocht. Die spanische Küche mit ihren deftigen Vorspeisen, abwechslungsreichen Variationen von Gemüse, Fleisch und vor allem Fisch ist eine leckere Herausforderung für jemanden, der sie vegan genießen möchte. Tapas eignen sich besonders gut für Feiern mit Freunden und Familie oder auch Kollegen. Die Portionen sind klein gehalten und es gibt immer viel Auswahl, so dass jeder der Gäste etwas für sich findet.

In diesem Kochbuch werden ungefähr 30 Rezepte beginnend von Zucchini-Röllchen bis hin zur Olivenpaste vorgestellt. Aufgefallen ist mit beim Kochen, dass sehr viele Rezepte mit Oliven oder Auberginen zubereitet werden. Wem diese beiden Zutaten nicht schmecken, empfehle ich, nach einem anderen Kochbuch Ausschau zu halten.

Einige Male bin ich beim Einkaufen an die Grenzen der Warenangebote der einschlägigen Märkte gestoßen. So zum Beispiel, als ich eine Kochbanane kaufen wollte, um das Rezept “Kochbanane mit Tomaten-Minze-Pesto” zu testen. Ich habe noch nie zuvor eine Kochbanane probiert und freute mich, endlich ein passendes Rezept gefunden zu haben – leider musste ich nach dem dritten Supermarkt aufgeben. Die meisten Rezepte jedoch erscheinen leicht verständlich und mit Zutaten, die relativ einfach auffindbar sind. Das Buch kommt mit sehr schönen Bildern und zeigt auf, wie das Endprodukt in einer perfekten Welt auszusehen hat – sehr ansprechend.

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Folgende Gerichte habe ich nachgekocht: Das geröstetes Gemüse – hier war das Rezept sehr einfach und logisch gestaltet. Das Tomaten-Minze-Pesto kam eigentlich mit frittierter Kochbanane. Da ich keine finden konnte, habe ich normale Bananen verwendet. Das ist in diesem Fall leider total schief gelaufen. Das Pesto hat mir aber gut geschmeckt – am nächsten Tag als Brotaufstrich.

Das spanisches Kartoffelomelette habe ich mit Süßkartoffeln anstatt normalen Kartoffeln nachgekocht. Das Umdrehen ist eine Herausforderung und bedarf langer Übung. ich habe die Technik leider noch nicht gemeistert. Das Gericht war visuell nicht ansprechend (deswegen auch kein Bild vom Endprodukt), jedoch nichts desto trotz sehr lecker!

Auberginen mit Ahornsirup statt Zuckermelasse waren mein selbstgekochtes Lieblingsgericht aus diesem Kochbuch. Benötigt werden lediglich eine Aubergine, Weizenvollkornmehl, Wasser und Öl zum Frittieren. Die Zuckermelasse habe ich in diesem Fall durch Ahornsirup ersetzt. Das Gericht fand ich fantastisch, da ich die Aubergine eher als ein langweiliges Gemüse mit wenig Geschmack kenne. Durch den Ahornsirup hat sie eine wohltuende Süße gewonnen – und könnte eigentlich schon beinahe als Nachspeise eingeordnet werden.

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Vegane Tapas – lecker spanisch kochen“ inspiriert zu einigen guten Ideen und hat ein paar leckere Rezepte parat. Viele davon stammen aus der typisch spanischen Küche und sind meiner Meinung nach von Haus aus vegan. Einige Rezepte, wie das geröstete Gemüse, sind für einen erfahrenen Koch eher zu vernachlässigen, für einen Anfänger jedoch bestimmt hilfreich.

Wenn ihr auch der Suche nach Inspiration seid und ein schön ausgearbeitetes, visuelles Werk in Händen halten wollt, seid ihr bei diesem Kochbuch richtig. Meinem Gefühl nach wurde das Buch eher Personen konzipiert, die noch wenig Erfahrung mit der spanischen Küche gemacht haben – diesen wird es auf jeden Fall einen guten Dienst leisten und viel Freude machen.

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Vegan Homemade – Tofu, Seitan und Co. selber machen

Inzwischen gibt es ja wirklich unzählige vegane Kochbücher. Und dann gibt es noch die Zero Waste Bewegung, die auf selbstgemachte Dinge und so viel Müllreduktion wie möglich setzt. „Vegan Homemade…

Inzwischen gibt es ja wirklich unzählige vegane Kochbücher. Und dann gibt es noch die Zero Waste Bewegung, die auf selbstgemachte Dinge und so viel Müllreduktion wie möglich setzt. „Vegan Homemade – Meine Grundrezepte für Tofu, Seitan, Pflanzenmilch, Käse, Nudeln und Co.“ ist in diesem Sinn ein besonderes Buch, denn es ist ein veganes Grundrezeptbuch, das den Gedanken von Selbermachen nochmals ganz neu betrachtet. Die Autorin Lisa Pfleger ist eine bekannte Selbstversorgerin und stellt in ihrem Buch einfache, bodenständige Grundrezepte für allerlei Leckeres vor.

Die Rezepte sind so geschrieben, als würde euch eine Freundin ihr neuestes Lieblingsrezept erzählen. Lisa Pfleger beschreibt auf den ersten Seiten, warum es sich lohnt, Fertigprodukte einfach selbst zu machen. Nach einer kurzen Einführung, in der sie erklärt, warum bio nicht teuer sein muss und Selbermachen günstig ist, starten wir mit der ersten Rubrik „Milchiges“. Hier lesen wir von selbstgemachter Pflanzenmilch und „Käse“ aus verschiedenen Nüssen, Kokosschlagsahne und Mandelmussoße.

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Auch Deftiges kommt nicht zu kurz, es folgen Rezepte zu Seitan, Bratlingen und Tofu, natürlich alles selbst hergestellt. Was ich hier toll finde: Es gibt oft eine schnelle, einfache Variante und dann die etwas herausfordernde, die mehr Übung bedarf. Im Kapitel „Eingemachtes“ lesen wir unter anderem über die leckersten Aufstriche, sowohl süß als auch salzig und diverse Pflanzenhonige – sprich zur Herstellung sind keine Bienen nötig. Feinschmecker sollten sich das Kapitel „Würziges“ nicht entgehen lassen, denn hier findet ihr eure neue Lieblingsgewürzmischung für eure Pflanzenmilch oder aromatisierte Essige und Öle.

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Mein Lieblingskapitel ist das rund um Teig. Von Strudelteig zu Brot bis zu Kuchen, einfache Rezepte ohne viel Aufwand ziehen sich auch hier durch. Last, but not least gibt es noch einige inspirierende Tipps für schnelle Gerichte und tolle Snacks.

Fazit: In „Vegan Homemade – Meine Grundrezepte für Tofu, Seitan, Pflanzenmilch, Käse, Nudeln und Co.“ sind über 200 tolle, schnelle Grundrezepte versammelt, die euch das vegane Leben vereinfachen. Es macht Lust, vieles einfach einmal selbst auszuprobieren. Besonders gelungen sind die weiterführenden Tipps mit Empfehlungen der Autorin und das Leseband, das für mich zu einem guten Kochbuch dazugehört.

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Selbstversorgung auf kleinstem Raum

Vielleicht kennt ihr das: Alle um euch herum haben einen Garten oder fachsimpeln über ihre Erdbeeren auf dem Balkon; ihr selbst habt aber weder einen grünen Daumen noch viel Platz? Dann…

Vielleicht kennt ihr das: Alle um euch herum haben einen Garten oder fachsimpeln über ihre Erdbeeren auf dem Balkon; ihr selbst habt aber weder einen grünen Daumen noch viel Platz? Dann ist „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ genau das Richtige für euch! Ich selber bin auch noch nicht besonders bewandert, was Gärtnern angeht und habe „nur“ eine Dachterrasse, daher passt das Buch sehr gut zu mir.

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Das Buch kommt gleich zur Sache und startet direkt mit einem witzigen Test, der einem ungefähr die Richtung zeigt, in die es beim Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern gehen könnte. Es hat kein kompliziertes Konzept sondern präsentiert zahlreich bebilderte Übersichtsseiten zu allen möglichen Pflanzen: Salate, Sprossen, Keime, Tomaten, Kohl, Kartoffeln, Beeren, Kernobst, Kräuter, Kletterpflanzen, Scharfes, Rüben, Zwiebel und Teekräuter. All diese leckeren Sachen werden hier thematisch sortiert vorgestellt.

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Zwischendurch habt ihr immer gleich die wichtigsten Tipps zu Anbau, Aufziehen und Pflege vor euch, sodass kein langwieriges Recherchieren nötig ist. Wenn man will, kann man sofort mit dem Aussäen beginnen, denn die Rubrik „Ach so geht das“ erklärt einem die Basics des Gärtnerns wenn es ums Aussäen, Einpflanzen, Gießen, Düngen und Pflegen geht.

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Neben Know-How zu Pflanzen gibt es auch einige schöne Kreativideen rund ums Grün. Zum Beispiel Rezepte mit Zutaten aus dem eigenen Selbstversorgergarten oder für wohltuende Bäder, aber auch für eigene Tees und Bastelideen. Da das Buch ja vor allem zeigen will, wie Gärtnern auf wenig Platz möglich ist, gibt es viele tolle und sehr kreative Ideen, zum Beispiel was man alles als Blumentopf verwenden kann: Einen alten Autoreifen, einen Pflanzsack und vieles mehr. Auch Themen wie Upcycling oder Urban Gardening wird das Buch gerecht.

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Der Begriff Selbstversorgung betrifft aber lediglich selbstangebaute Lebensmittel, falls jemand noch etwas anderes erwarten sollte. Wenn dann doch einmal etwas nicht so klappt wie es sollte, zum Beispiel weil Schädlinge sich über das Grün hermachen, dann hat das Buch auch hier immer einen Tipp parat.

Ganz toll finde ich auch, dass alte und besondere Sorten vorgestellt werden, man lernt so noch einiges neu kennen. Insgesamt ist „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ also ein vor allem für Gärtner-Neulinge sehr empfehlenswertes Buch, das die Basics des Gärtnerns toll erklärt. Wer jedoch tiefer in die Materie einsteigen möchte, braucht ein anderes Buch.

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The Glow – Naturkosmetik selber machen

Ein natürlicher Teint, der von sich aus strahlt. Das ist der „Glow“, der inzwischen fast schon gehyped wird. Eigentlich ist er nur ein Zeichen von achtsamer Lebensführung und gesundem Körper,…

Ein natürlicher Teint, der von sich aus strahlt. Das ist der „Glow“, der inzwischen fast schon gehyped wird. Eigentlich ist er nur ein Zeichen von achtsamer Lebensführung und gesundem Körper, dennoch kann auch hier ein wenig durch die richtige Pflege nachgeholfen werden. Dabei will das DIY-Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ helfen.

„The Glow“ startet mit einigen Basics zum Thema: Warum sollte ich Naturkosmetik selber herstellen? Welchen Hauttyp habe ich und welche Rohstoffe brauche ich, um selbst Kosmetik zu rühren? Wie wirken bestimmte Pflanzenöle und was muss ich bei ätherischen Ölen beachten? Das Buch macht dabei klar, dass eine gesunde Haut nur durch eine ganzheitliche Pflege entstehen kann, die Ernährung, Entspannung und andere relevante Lebensbereiche mit einschließt.

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Nach einigen Sicherheitshinweisen und allgemeinen Informationen zur Ausrüstung startet dann der Rezeptteil. Hier finden sich über 35 Rezepte für Gesicht, Körper und Wellness. Was fehlt? Genau, es gibt keine Rezepte für die Haare. Sehr schade! Auch dekorative Kosmetikrezepte gibt es keine, bis auf einen Tinted Lip Balm. Das wäre mal richtig spannend gewesen!

Aber jetzt zum Eingemachten: Wir finden unter den Rezepten zum Beispiel einen sanften Oil Cleanser, viele verschiedene Gesichtsmasken oder auch Body Oils. Dazu Deodorants, Rasieröl und Badeprodukte. Die Rezepte sind nicht alle vegan, aber es gibt fast immer eine Alternative zu nicht-veganen Inhaltsstoffen.

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An sich sind die Rezepte relativ einfach umzusetzen und die Inhaltsstoffe sind nicht extravagant (à la Hobbythek) und über die bekannten Naturkosmetikrohstoffe-Websites erhältlich. Diese sind am Ende des Buches auch abgedruckt. Jedes Rezept ist ausführlich beschrieben und mit zusätzlichen Wissenstipps ausgestattet. Selbst die Anwendung und Haltbarkeit sind genau angegeben.

Insgesamt beinhaltet „The Glow“ einfache und wirksame Rezepte, darunter aber auch einige, die schon altbekannt sind – zum Beispiel Lippenbalsam aus Bienenwachs oder Bodyscrub aus Meersalz. Was mich etwas stört: Das Cover ist total ansprechend, innen ist das Buch aber eher in einem 80er Jahre Stil gehalten. Zudem wird oft von „Chemie“ in konventioneller Kosmetik gesprochen. Die Natur besteht aber ebenso aus Chemie, daher ist das meiner Meinung nach nicht ganz richtig ausgedrückt. Außerdem bin ich kein Freund des häufig auftauchenden „Detox“-Begriffs.

the glow innen löffel

Dennoch ist das Buch sehr zu empfehlen, man sollte sich aber bewusst sein, dass man im Internet teilweise genauso gute Rezepte findet. Wer aber Einsteigerwissen kompakt zusammengefasst und ansprechend bebilderte Selberrühr-Rezepte sucht, liegt mit „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ richtig.

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Pink Elephant Cooking – Vegane Rezepte und Yogi-Weisheiten

Yoga ist derzeit eines der Trendthemen überhaupt. Ich mache selber auch Yoga, aber längst nicht so ausgiebig und auch nur als kleine Entspannungsroutine an so manchem Abend. Bei Pink Elephant…

Yoga ist derzeit eines der Trendthemen überhaupt. Ich mache selber auch Yoga, aber längst nicht so ausgiebig und auch nur als kleine Entspannungsroutine an so manchem Abend. Bei Pink Elephant Cooking war ich mir daher erst unsicher, ob ich die „Yogi-Weisheiten“ wie es im Titel heißt, gut finden würde. Aber keine Sorge, diese Befürchtungen lösten sich in Luft auf. Exotische und einfallsreiche vegane Rezepte gepaart mit einem dezent verrückten, aber wundervollen Design machen dieses Buch zu einem wahren Vergnügen!

pink elephant cooking cover

Ernährung ist mehr als nur Nahrungsaufnahme, das wird auch im ersten Kapitel des Buches deutlich. Lebensmittel geben auch Lebensenergie und wirken sich unterschiedlich auf unser Befinden aus. Die Kochphilosophie der Autoren des Buches, zwei Yogis, besteht aus regionalen und saisonalen aber auch exotischen Zutaten, die sie dann Fair Trade kaufen. Zudem ist der „Pinki Style“, wie sie ihre Küche nennen, vegan (sie selbst nutzen aber Honig), zuckerfrei (aber mit natürlichen Süßungsmitteln), sojafrei (bis auf kleine Ausnahmen) und rohkostreich. Mit „Raw“ und „Superfood“-Symbolen sind die jeweiligen Besonderheiten eines Rezeptes auch gekennzeichnet.

pink elephant cooking burger

Als nächstes folgt eine Auflistung der Basics, die man in seiner Vorratskammer haben sollte und dann kann’s auch schon losgehen mit den Rezepten. Der Rezept-Teil startet mit der wichtigsten Mahlzeit des Tages, nämlich mit Frühstücksideen! Neben Porridge und Shakes gibt es auch herzhafte Rezepte für Reis oder kleine Gemüsetörtchen. Ich könnte mich nie an ein herzhaftes, nicht-süßes Frühstück gewöhnen, aber man kann diese Rezepte ja auch am Mittag zubereiten. Weiter geht es mit „Yogi on the Road“, also schnellen Snacks, Dips und Aufstrichen wie zum Beispiel Chashew Cheese oder Mangoketchup. In der Mitte angekommen bekommen wir noch eine kleine Einführung in das Züchten von Keimlingen. Mit diesem Wissen können wir die Gerichte des Rohkost- und Salate-Kapitels in Angriff nehmen.

fudgeasana

Als nächstes folgt noch eine tolle Auswahl an Hauptspeisen und „Kochen für Freunde“, wie Tacos oder diverse Suppen. Zum Abschluss noch einige süße Highlights wie zum Beispiel „Ganesha Sweets“, die mir allerdings nicht gelungen sind, da sie nicht zusammen hielten. Dafür sind die „Peanut Butter Fudgeasanas“ sehr lecker und einfach gemacht.

Insgesamt sind die Rezepte wirklich easy nachzumachen. Die ganze Aufmachung des Buches – Papier, Cover und Illustration – begeistern mich total und motivieren mich, das Kochbuch immer wieder in die Hand zu nehmen!

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