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Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in…

Manchmal kommt das Besondere erst zum Schluss. Das Rezeptbuch „Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ des Ulmer Verlags habe ich das erste Mal bei einem der Vegan Street Days in Stuttgart entdeckt. Da fand ich das Buch schon ansprechend, hatte damals aber noch kein so großes Interesse an Rohkost.

Seit einer Weile liegt das Buch nun in meinem Regal, nachge“kocht“ habe ich aber tatsächlich schon einige Rezepte. Besonders schön ist die kreative Aufmachung des Hardcover-Werks. Es ist voll mit leckeren Bildern von Früchten und Gemüse und macht sofort Lust auf das Zubereiten der Rezepte. Wie bei den meisten Rohkost-Kochbüchern braucht ihr eine gewisse Grundausstattung an Geräten, um wirklich alle Rezepte nachzuzaubern. Unter anderem eben vor allem einen Mixer und/oder eine Küchenmaschine. „Raw Soul Food“ deckt eine breite Palette an unterschiedlichen Gerichten ab und möchte so alltagstaugliche vegane Rohkost-Rezepte für geschmackliche Highlights bieten. Fettfreie vielfältige und abwechslungsreiche Gerichte für morgens, mittags oder abends, für unterwegs oder zu Hause, deftig oder süß, einfach oder anspruchsvoll – Salate, Suppen, Hauptgerichte, Rohkost to go, Desserts, Kuchen, Torten und Pralinen bis Smoothies, Shakes und Cocktails finden sich in „Raw Soul Food“. Allerdings ist die Auswahl pro Kategorie nicht überwältigend, somit stellt das Buch kein Grundlagenwerk dar, eher eine Ergänzung zu bereits vorhandenen Rohkost-Rezepten.

Zu Beginn führen uns die Autoren Julia Lechner und Anton Teichmann in das Thema Rohkost ein – kurz gesagt: Rohkost bedeutet, dass nichts über 42 Grad Celsius erhitzt wird -, sie erklären warum sie sich vegan ernähren und den Unterschied zwischen „Nahrungsmittel“ und „Lebensmittel“. Nach einer weiteren kurzen Einweisung zu benötigten Geräten, aber auch dem Prozess des Einweichens von Samen, Nüssen und Sprossen geht es los mit den Rezepten. Ganz besondere Highlights sind für mich das Rezept für die Schokocreme, der Paradise Cake und das Tirawmisu.

Ausprobiert hatte ich in der Kategorie „Torten, Kuchen und Pralinen“ die Rohgurette, ein aufwändiges Rezept, das relativ gut funktioniert hat. Als nächstes möchte ich unbedingt das Getränk „Mango Lemon Booster“ ausprobieren. Zwischendurch erhalten wir im Buch immer wieder wertvolle Tipps, die das Wissen rund um Rohkost erweitern, zum Beispiel zu Salz, Ölen oder Eiweiß („Rohkost extended“). Die benötigten Zutaten sind meistens aus regionaler Herkunft und die Autoren machen nicht übermäßig Gebrauch von exotischen Superfoods, was ich für besonders erwähnenswert halte.

„Raw Soul Food – Vegane Rohkost macht glücklich“ schafft mit den im Buch enthaltenen 74 Rezepten den Spagat zwischen relativ einfachen, für Einsteiger in das Thema geeigneten und trotzdem interessanten, neuen Rezepten. Vor allem die Kategorie der süßen Speisen spricht mich besonders an, da mir persönlich die Hauptgerichte doch etwas zu rustikal und wenig sättigend anmuten. Ein großes Plus gibt es für die fotografische Darstellung aller Rezepte – leider noch immer nicht selbstverständlich bei Kochbüchern.

Vielen Dank an den Ulmer Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Fuck Beauty! – Nunu Kaller gegen den Schönheitswahn

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die meisten von uns haben den Disney-Klassiker Schneewittchen mehr als nur einmal gesehen. Die böse Stiefmutter will schöner…

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Die meisten von uns haben den Disney-Klassiker Schneewittchen mehr als nur einmal gesehen. Die böse Stiefmutter will schöner sein als Schneewittchen und ist sogar bereit dafür zu töten. Auch wenn es bei dem Thema Schönheit normalerweise nicht um Leben und Tod geht, kann dieses als ziemlich brisant eingestuft werden. Wir werden oft – bewusst oder unbewusst – davon beeinflusst und täglich fast überall damit konfrontiert.

Instagram ist ein Paradebeispiel für die aktuelle „Schönheitskultur“, aber auch in den traditionelleren Medien – sei es in Frauenzeitschriften oder auf Plakaten – sehen wir wunderschöne Frauen, die uns dazu verleiten sollen ein Produkt oder Service zu kaufen um uns selbst zu optimieren und im Grunde schöner zu machen. Das eigene Selbstwertgefühl sowie die „innere“ Schönheit scheinen dabei völlig außer Acht gelassen zu werden. Das will Nunu Kaller mit ihrem neuen Buch “Fuck Beauty!” ändern.

Wie wird Schönheit definiert?

Nach einem Schlüsselerlebnis im Urlaub, bei dem Nunu erkennt, dass sie mehr auf ihr eigenes Aussehen achtet als das Reiseerlebnis zu genießen, macht sich die Autorin auf die Suche nach Antworten. Sie ist überrascht wie sehr ihre eigene Unsicherheit ihr die Freude an dem Urlaub nimmt und sie vom Wesentlichen ablenkt: der Tatsache, dass sie gerade vielleicht einen der für sie schönsten Flecken der Erde bereist

Bei ihrer Recherche findet die Autorin keine zufrieden stellende Definition, welche das Thema Schönheit in einem Satz erklären könnte. Stattdessen findet sie unter dem Begriff Informationen zu den Themen Diäten, Sport, Kleidung, wie die unbeliebten Körperteile kaschiert werden können, sowie Make-up Tutorials, die erklären wie das Gesicht „verhübscht“ werden kann. Es finden sich auch Links zu Themen wie Lachen und Glück in ihrem Suchverlauf sowie Tipps und Tricks für mehr Selbstbewusstsein.

Nunu Kaller spricht in ihrem Buch auch von evolutionsbiologischen Erkenntnissen, die noch am ehesten zu einer objektiven Betrachtung von Schönheit führen können. So werden Themen aufgegriffen wie Kindchenschema, das richtige Verhältnis zwischen Hüfte und Taille – die bekannte Sanduhrfigur -, und die Symmetrie des Gesichtes und Körpers, welche auf Gesundheit und Wohlbefinden schließen lässt.

Bist du auch ein Opfer des Schönheitswahns?

Für “Fuck Beauty!” recherchiert Nunu Kaller auf Instagram. Sie ist schockiert wie viele bearbeitete Fotos sie vorfindet. Viele „Fashionistas“ verschleiern ihre wahre Figur mit Hilfe von schnellen App-Eingriffen. Daraufhin wagt sich die Autorin an ein Experiment und „verschönert“ ihr eigenes Selfie. Sie verschmälert ihr Gesicht, vergrößert ihre Augen – nimmt quasi eine digitale Operation vor – mit dem Resultat, dass viele ihrer engeren Freunde, die Veränderung nicht erkennen und sie mit Komplimenten überschütten.

Nach diesem Erlebnis hashtagged sich die Autorin weiter durch Instagram und entdeckt die Gegenbewegung zu dem oben beschriebenen Schönheitswahn, “Body Positivity”. Rundere Frauen zeigen dabei ihre realen Körper und ihre Zufriedenheit damit. Sie scheinen nichts zu verschleiern und auch Fettpölsterchen offen und lachend zu präsentieren. Da drängt sich des öfteren jedoch die Frage auf, ob manch ein Körper noch als gesund gelten kann.

Fuck Beauty!

Mit Hilfe von einigen Selbstversuchen – wie oben beschrieben – nähert sich Nunu Kaller dem Thema an und beschreibt die Ergebnisse in diesem sehr persönlichen Buch. “Fuck Beauty! – Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können” ruft zu mehr Selbstvertrauen auf. Es soll aufzeigen, wie sich eine Frau in ihrer eigenen Haut wohler fühlen und was sie tun kann um ihr Äußeres lieben zu lernen. Mit vielen gut recherchierten Fakten und ihrem ganz eigenen Humor versucht Nunu Kaller ihre eigenen Vorurteile ihrem Körper gegenüber zu beseitigen. Schlagwörter wie Intuitive Eating, Spiegeldiäten und Fake Selfies werden in “Fuck Beauty!” diskutiert.

Das Anfang diesen Jahres veröffentlichte Buch ist 256 Seiten stark, ein Highlight stellen für mich die Selbstversuche dar, welche die Autorin oft mit großer Überwindung an sich vornimmt. So verdeckt sie für einige Zeit all ihre Spiegel und verlässt das Haus ohne ihr Äußeres vorher zu begutachten – die sogenannte „Spiegeldiät“. Diese Selbstversuche zeigen, dass es oft sehr viel Kraft und Mut erfordert einen Schritt in die gewünschte Richtung zu gehen und die eigene Komfortzone zu durchbrechen, dies aber jeden Schweißtropfen wert ist.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil die Persönlichkeit der Autorin stark widergespiegelt wird und dadurch die Möglichkeit entsteht sich in ihre Lage zu versetzen und bei ihren Selbstversuchen mitzufiebern. Als Kritikpunkt würde ich sehen, dass eben durch diese Nähe zur Schriftstellerin eine Art Identifikation mit ihrem Körper stattfindet. Da ihre Idole aus der Body Positivity Bewegung auch mit Bild aufgezeigt werden, kann sich die eine angesprochen fühlen, wenn sie ähnliche körperliche Formen aufweist, eine andere wiederum, mit einem ganz anderen Körperbau, kann dadurch jedoch das Interesse verlieren. Nichtsdestotrotz ist es spannend zu lesen, wie eine Frau mit ihrem Körper umgehen lernt und ihre Probleme offen und ehrlich beim Namen nennt.

Das Buch würde ich jeder Frau empfehlen, die sich in ihrem Körper unwohl fühlt, weil sie keinen Modelmassen entspricht, sondern eher eine rundliche Figur hat. Ich würde die Lektüre auch Frauen aller Altersklassen empfehlen, die nach spannenden Experimenten suchen um aus der eigenen Komfortzone zu gelangen und sich mit dem Thema Schönheit näher befassen wollen.

 

In diesem Video gibt die Autorin eine kurze Einführung in ihr Werk, wobei sie von gephotoshoppten Bildern, dem Hashtag #bodypositivity sowie von Körpermakeln, die Frauen mit Hilfe von Werbung eingeredet werden, spricht.

Ihr wollt die Autorin persönlich kennen lernen? Nunu Kaller hält eine Lesung in Wien in der Buchhandlung Seeseiten am 16. April 2018.

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Das feministische Mach-Mit-Buch – Selbst ist die Frau!

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum…

Feminismus auf undogmatische und lockere Art und Weise erklärt: Das feministische Mach-Mit-Buch der bekannten Illustratorin, Autorin und Cartoonistin Gemma Correll bietet Spaß und Lehrreiches in einem und regt tatsächlich zum Mitmachen an. Mit einem Augenzwinkern laden Tests, verschiedene Rätsel und Fragen dazu ein, Feminismus unverkrampft kennen zu lernen, oder – im Fortgeschrittenen-Status – zu zelebrieren.

Gemma Correll ist vor allem in Social Media bekannt und aktiv, darunter zum Beispiel auf Instagram.  Sie zeichnet absurd-komische aber doch authentische Cartoons, vor allem Katzen und Hunde kommen darin vor. Eine Besonderheit sind ihre Zeichnungen zum Thema mentale Gesundheit oder satirische überspitzte Sammelsurien aus Gegenständen oder Situationen.

In dieses schmale „Reinschreibbuch“ darf gemalt, geschrieben und dabei gelacht werden. Wir lernen zum Beispiel den Bechdel-Test kennen – den ein Film nur dann besteht, wenn mindestens zwei Frauen darin vorkommen, die über etwas anderes sprechen als einen Mann – finden heraus was Heteronormativität bedeutet und erstellen uns eine feministische Musik-Playlist. Oder malen uns ein paar T-Shirts, Badges und zeichnen unsere persönlichen Superfrauen auf. Ab und an gibt es auch lehrreiches Hintergrundwissen, wie, zum Beispiel ein Glossar an wichtigen Begriffen oder Buchempfehlungen.

In erster Linie steht hier der spielerische Spaß im Vordergrund, ein wenig Einblick in die moderne, junge feministische Szene sollte man schon mitbringen, damit man mit allen Inhalten etwas anfangen kann. Es fehlt zum Beispiel eine klassische Einführung ins Thema Feminismus. Als Heranführung an das Thema würde ich dieses Buch also eher nicht empfehlen. Correll wollte mit dem Mitmach-Buch das Thema einem breiten Publikum aus unterschiedlichsten Leuten ansprechend und lustig näher bringen. Bestimmte Inhalte kann man natürlich auch kräftig diskutieren, beispielsweise die rechte Seite unten auf dem Foto. Dass Männer immer gleich selbstbewusst und bestimmt wirken, wenn sie etwas erklären ist hier auch nicht belegt.

Die Statements und Werte in diesem Buch sind mir teilweise zu einseitig und zu stark in eine trendige Richtung des Feminismus gepolt. Eine umfassendere Auseinandersetzung mit manchen Meinungen oder Standpunkten hätte dem Buch gut getan, damit es trotz seiner spielerischen Art nicht an Glaubwürdigkeit verliert beziehungsweise nicht ins Lächerliche abrutscht. Hier hätte ich mir konkret gewünscht, dass ein paar unterschiedliche Strömungen des Feminismus erklärt oder bekannte Feministinnen vorgestellt werden. Die Illustrationen in Das feministische Mach-Mit-Buch sind, wie man es von Gemma Correll gewohnt ist, witzig, modern und ansprechend.

Vielen Dank an den Kunstmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Siebenzahl: Ein kriminell veganer Roman

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Bücher und habe Unmengen gelesen. Das Studium versetzte meiner Leselust einen Dämpfer, aber einige Jahre später kam ich wieder auf den Geschmack und stecke…

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Bücher und habe Unmengen gelesen. Das Studium versetzte meiner Leselust einen Dämpfer, aber einige Jahre später kam ich wieder auf den Geschmack und stecke meinen Kopf seitdem wieder begeistert zwischen die Seiten vieler unterschiedlicher Bücher. Krimis begeistern mich üblicherweise am meisten, insbesondere skandinavische Kriminalliteratur, von Hakan Nesser über Henning Mankell zu Karin Fossum gibt es hier Stoff für viele spannende Stunden.

„Siebenzahl“ ist der erste Schritt des GrünerSinn-Verlags, bisher bekannt für Koch- und Sachbücher, in das Belletristik-Segment. Der hier besprochene Roman ist zwar nicht dem Krimi-Genre zuzuordnen, bedient sich aber in Teilen bei diesem. Das und die Tatsache, dass sich das Buch um Veganismus und Tierrechte dreht haben meine Neugier geweckt. „Siebenzahl“ dreht sich um die Entwicklung zweier Menschen, eines Mannes, der auf extreme Art und Weise auf die Konsequenzen seines Handeln aufmerksam gemacht wird, sowie einer Frau, die auf der anderen Seite steht – durch radikale Maßnahmen möchte sie andere Menschen zu einem Umdenken bewegen.

Das Buch, das selbstverständlich auch vegan und nachhaltig produziert wurde, ist relativ kurz gehalten und war in eineinhalb Stunden ausgelesen. Wer nicht so schnell liest wie ich, braucht aber vermutlich trotzdem nicht mehr als zwei, maximal zweieinhalb Stunden dafür. Wer vor zu langen, komplizierten Büchern eher zurückschreckt, kann hier ohne Furcht zugreifen, und findet trotzdem mehr als einen typischen Kriminalroman. Die Kürze des Buches macht es aber auch relativ schwer, tiefer auf den Inhalt einzugehen, ohne zu viel zu verraten. Nach dem Lesen ist das Thema aber auch nicht zwingend abgeschlossen, sondern bietet jede Menge Diskussionsstoff, was die Entwicklung der Protagonisten und deren Handlungen betrifft. So ist das Buch auch optimal geeignet für Leserunden, denn es zu Lesen benötigt nur wenig Zeit, bietet aber jede Menge Potenzial für nachfolgende Gespräche rund um Recht, Moral und Ethik

Die Autorin, Daniela M. Spitzer, lebt seit vielen Jahren vegan – inspiriert durch die intensive Auseinandersetzung mit philosophischen und ethischen Grundfragen unserer Gesellschaft und Mitwelt – und ist zuständig für Marketing & PR im GrünerSinn-Verlag, in dem auch ihr Buch erschienen ist. Die gelernte Restaurantmeisterin und Ernährungsberaterin begann nach langen Jahren in diesen Berufen ein Studium der Kulturwissenschaften und zog sich in die bayrischen Berge zurück um zu schreiben. Ihr Debütroman „Siebenzahl“ sowie das E-Book „Das Kalb“ erschienen 2017, ihr zweiter Roman „Placebo“, der Nachfolger zu „Siebenzahl“ sowie ein Hörbuch sollen 2018 erscheinen.

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Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon…

Mit 23 Jahren ein Lokal in Wien gegründet, mit 26 Jahren das erste Buch veröffentlicht und ein eigenes Business gestartet – Maja Elena Scheid hat in ihren jungen Jahren schon einiges beachtliches geleistet. Mit „Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ packt die gelernte Konditorin ihre besten Rezepte für vegane Rohkost-Kuchen und -torten in ein geniales Buch, das jedem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Was genau bedeutet aber eigentlich Rohkost? Als roh bezeichnet werden Speisen, bei denen keine Zutat über 42 Grad erhitzt wird – auch nicht das Endprodukt. Meistens werden für Rohkost sehr hochwertige Zutaten benutzt, die naturbelassen und vollwertig sind und so die geballte Power an Nährstoffen für den Körper beinhalten. Das Besondere an diesem Kochbuch ist aber nicht nur die Rohphilosophie, sämtliche Rezepte sind vegan, gluten-, soja-, laktose- und industriezuckerfrei. Rohkost eignet sich für das ganze Jahr, aber gerade im Sommer bieten die rohen Leckereien zusätzliche Erfrischung.

„Sweet & Raw“ startet mit einem kurzen Einführungsteil. Auf was sollte man bei den Zutaten achten? Brauche ich besonderes Zubehör? Hier sei vorab erwähnt, dass auf jeden Fall ein Mixer benötigt wird, der bei der Rohkostzubereitung aber so oder so zum Standard gehört, da viel mit Nüssen und Trockenobst gearbeitet wird. Und schon geht es ans Eingemachte, sprich an die Grundrezepte, die für einige der Torten und Kochen verwendet werden wie zum Beispiel Kokossahne.

Im ersten Kapitel „Klassiker“ sind Varianten von bekannten Köstlichkeiten zu finden, zum Beispiel Sachertorte, Käsekuchen oder Apfelstrudel. Wichtig: Die meisten Mengenangaben werden in Cups gemessen. Einige der Rezepte sind nach Schwierigkeit von einfach bis anspruchsvoll bewertet.

All jenen, die Schokolade lieben und für die Orangen-Schoko-Törtchen sehr verlockend klingen oder denen, die Fruchtiges wie Wassermelonentörtchen vorziehen ist jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet. Aber auch Rezepte für Kekse oder Energy Balls finden sich im Buch. Von Cupcakes über Tiramisu bis zu einfachen Obstkuchen – hier ist für jede Naschkatze etwas dabei. Meine Favoriten sind der Marmor-Gugelhupf und die Nougattorte.

Sweet & Raw – Vegane Rohkost-Kuchen und -Torten“ könnte ohne Übertreibung das neue Standardwerk für die Kuchentafel werden. Die Beschreibungen zur Zubereitung der einzelnen Rezepte ist bewusst kurz gehalten, es kommen nur sehr wenige exotisch klingende Zutaten in den Rezepten vor und die ansprechende Optik macht direkt Lust auf Nachmachen. Auf 144 Seiten warten über 60 rohveganen Köstlichkeiten. Eine klare Empfehlung für alle Freunde der süßen Küche!

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Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar…

Das Thema Zero Waste zieht sich ja momentan vermehrt durch die Medien – super! Im Zuge dessen erscheinen auch immer mehr Bücher, die helfen, Zero Waste in unser aller Alltag umsetzbar zu machen. Wenn ihr euch auch für diesen Lebensstil interessiert, dürfte die Neuerscheinung „Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ von Hannah Sartin und Carlo Krauss interessant sein.

Durch entsprechende Medien-Berichte ist wohl den meisten von uns mittlerweile bekannt, dass wir viel zu viel Müll produzieren. Wer die wichtigsten Fakten zu diesem Thema nachlesen möchte, kann sich zu Beginn des Buches darüber informieren. Das Paar Sartin und Krauss erklärt anfangs auch die eigene Reise zu Zero Waste und warum sie sich dafür entschieden haben, diesen Weg einzuschlagen. Das Buch fokussiert sich relativ stark auf Zero Waste mit der ganzen Familie, vor allem mit Kleinkindern, wer Zero Waste im Familienverbund umsetzen möchte, findet hier entsprechende Ideen und Inspiration.

Der Einstieg erfolgt mit dem Thema Recycling. Hier geht es vor allem um Papier, Kleidung und Glas. Einem kurzen Infoblock folgt eine Auflistung an Ideen und Denkanstößen, wie wir unser Handeln konkret verändern können. Der Zero Waste Einkauf wird sehr praxisnah beschrieben – inklusive DIY für eigene Stoffbeutel. Und wie koche ich eigentlich weitestgehend müllfrei? Auch hier finden sich sowohl Rezepte als auch Inspirationen für eine müllfreiere Küche, zum Beispiel was Hygieneprodukte angeht. Die Rezepte im Kapitel „Zero-Waste-Küche“ sind leider nicht alle vegan, bei einigen sind aber zumindest vegane Alternativen aufgeführt.

Mein persönliches All-Time-Favorite Thema ist und bleibt das Zero Waste Bad. Im Bad lässt sich schnell und unkompliziert Müll einsparen, sei es durch Stückseife oder selbstgemachte Pflegeprodukte. Die nächsten Kapitel behandeln den müllfreien Alltag, weniger Müll im Job sowie im Urlaub. Mit den beiden Themen „Reparieren“ und „Urban Gardening“ schließt das Buch ab.

Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben – Zero Waste als Lifestyle“ ist eine gelungene Mischung aus Erfahrungsbericht und Praxisanleitungen. Mit seinen 176 Seiten ist das Buch ausführlicher als gedacht, man merkt, dass die beiden Autoren mit Herzblut und Erfahrung bei der Sache sind. Viele Rezepte zum Selbermachen runden das Buch ab und Motivieren so nicht nur das Thema gleich direkt anzugehen sondern liefern auch konkrete Ansätze, die den Einstieg stark vereinfachen.

Vielen Dank an die Münchner Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar!

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Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch…

Immer dann, wenn eine Bloggerkollegin ein Buch herausbringt bin ich sehr neugierig auf das Ergebnis. Wenn es sich dann noch um ein veganes Kochbuch handelt kennt meine Neugier kaum noch Grenzen. Wie schön, dass ich Yvonne von Freude am Kochen persönlich kenne und sie so lieb war, mir ein Rezensionsexemplar ihres neuen Buchs “Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” zusenden zu lassen.

Mein Interesse an diesem Buch war auch deshalb so groß, weil ich mich wieder vermehrt mit Themen wie Zero Waste und DIY beschäftige – dazu gehört für mich auch, die Basics meiner veganen Küche zu hinterfragen. Was kann ich selber machen, wo kann ich Verpackungsmüll vermeiden und so vielleicht auch noch Geld sparen? Besonders gespannt war ich auf alle Rezepte zu Pflanzenmilch, aber auch generell ist Inspiration für meine vegane Küche immer willkommen.

Werfen wir also einen Blick in das Buch! Gleich nach dem Vorwort geht es schon in medias res, das erste Kapitel informiert über die Grundlagen, sprich welche Zutaten und Geräte für die Zubereitung der Rezepte benötigt werden. Die verwendeten Basisprodukte sind primär Nüsse, Kerne und Sojabohnen, zusätzlich gibt es Informationen zu Fermentationsstartern für die Käseproduktion wie Rejuvelac und Kombucha, Gerinnungsmittel und Emulgatoren, Verdickungsmittel sowie Geschmacksgeber.

Für den Großteil der Rezepte reicht ein Stabmixer aus, aber auch Hochleistungsmixer, Sojadrink- und Joghurt-Bereiter, Nussmilch-Beutel, Käseformen und etwaige Alternativen werden angesprochen. Nach den Basisinformationen zur Herstellung von Käse, Drinks und Sahne, Joghurt und Tofu gibt es nun die ersten Rezepte zur Zubereitung von Rejuvelac und Kombucha.

Das erste große Rezeptkapitel dreht sich um Käse und Tofu. Als Basis gibt es die Rezepte für Cashewkäse und Mandelkäse, danach folgen 21 weitere Rezepte mit Klassikern wie Kräuter-Frischkäse-Rolle, Soja-Frischkäse oder Kürbiskern-Cashewkäse.

Sehr verlockend sehen auch der Walnuss-Mandel-Käse, der Tomaten-Rosmarin-Käse, der gebackene Mandelkäse oder auch die Trüffel-Käse-Pralinen aus. Super finde ich, dass es auch Rezepte zur Verwertung von Nebenprodukten gibt – mit Mandeltrester kann man so zum Beispiel einen Pesto-Aufstrich herstellen.

Nicht immer benötigt man aber einen Fermentationsstarter, denn der Pizzakäse oder der Streukäse als Ersatz für Parmesan kommt ohne solchen aus. Beides wird von mir definitiv in Kürze ausprobiert! Bei den Tofu-Rezepten warten Tofu mit Nigiri, Tofu mit Zitronensaft, aber auch Seidentofu und sogar Shan-Kicherersen-Tofu, das ohne Soja zubereitet wird auf das Nachkochen.

„Sahne, Joghurt & Co.“ ist das nächste Kapitel. Crème Fraîche aus Cashew oder Mandel, süße oder saure Sahne, Mascarpone, Quarkersatz, Ricotta, Joghurt, Butter – in den 17 Rezepten ist alles vertreten! Besonders fasziniert hat mich die Olivenöl-Butter, die ich auch bald testen werde.

Weiter geht es mit den veganen Drinks. Klassiker wie Mandel- oder Cashewdrink sind natürlich vertreten, ganz toll finde ich das ebenso simple wie geniale Rezept für den schnellen Nussdrink. Auch ausgefalleneres wie Hanf- oder Buchweizendrink fehlt nicht, weitere Klassiker wie Soja, Hafer und Kokos folgen. Abgerundet werden die zehn Rezepte in diesem Kapitel mit Buttermilch.

Ein tolles Goodie: In den ausklappbaren Umschlagseiten des Buchs finden sich weitere pikante und süße Rezepte wie Cashew-Käsefondue, Hokkaido-Mac-and-Cheese oder Tiramisu.

Käse, Joghurt, Tofu, Milch. Vegan und selbstgemacht” hat das Potenzial, viele Herzen höher schlagen zu lassen. Seien es die der vegan lebenden Käseliebhaber, der Zero Waste-Interessierten, der DIY-Motivierten oder auch die all jener, die gerne ihre Lebensmittel von Grund auf selber zubereiten. Alle Rezepte sind bebildert, für mich ein Kochbuch-Must Have, das leider noch immer nicht alle Rezeptwerke erfüllen.

Und noch etwas für mich ganz wichtiges bietet das Buch. Es gibt mir das Gefühl, dass die Zubereitung der Rezepte einfach und auch für nicht extrem erfahrene Personen machbar ist. So kann ich guten Gewissens Yvonnes Kochbuch auch all jenen empfehlen, die sich die Herstellung von veganem Käse und Co. bisher nicht zugetraut haben, denn so einfach und verständlich erklärt werden auch Unerfahrene motiviert, ihre vegane DIY-Küchenkarriere zu starten. Gratuliere, Yvonne, zu diesem tollen Buch!

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Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden….

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich um den Garten oder den Balkon zu kümmern. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich schon recht regelmäßig und der Boden wartet darauf, bearbeitet zu werden. Wer noch keine großen Erfahrungen bei der Gartenarbeit hat, der kann auf Bücher zurückgreifen, wie zum Beispiel das reich bebilderte „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger„. Ich kann euch schon mal vorwarnen, dass es hier nicht um Selbstversorgung in unterschiedlichen Bereichen geht, es geht vielmehr vor allem um Lebensmittel, die ihr selbst anbauen und ernten könnt.

Schauen wir uns das Buch genauer an. Es ist ansprechend aufgemacht, vom Titelbild bis zu den Innenseiten, die klar und verständlich mit vielen Fotos und Illustrationen zeigen, wie die Tipps zum eigenen Lebensmittelanbau umzusetzen sind. Anhand des phänologischen Kalenders und einem Zwei-Jahres-Plan als Übersicht gibt das Buch eine grobe Richtung vor, wie man langfristig planen kann.

Ihr braucht nicht unbedingt ein Beet, um die Tipps umzusetzen, aber wer eher auf kleinem Raum gärtnert, dem sei das Buch „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ ans Herz gelegt. Aber keine Sorge, das Buch überfordert nicht mit komplizierten Fachbegriffen, sondern gibt auch EinsteigerInnen guten Rat. Es ist aufgebaut auf zwei Jahre, jeweils unterteilt in die vier Jahreszeiten. So kann ich je nach Jahreszeit sofort einsteigen und weiß, welche Tätigkeiten wann zu erledigen sind.

Im Frühling stellen sich folgende Fragen: Wann sollte ich Samen aussäen und meine Setzlinge stecken? Wie lege ich mein erstes Beet richtig an? Was brauche ich für Werkzeug? Es folgen einige Vorschläge für passend zusammengestelltes Gemüse im Beet. Beispielhafte Beete liefern Anregungen und Information für die praktische Umsetzung. Damit ich auch weiß, was beim betreffenden Gemüse oder Obst zu beachten ist, gibt es für diese jeweils ein Porträt, zum Beispiel für Salatpflanzen, Frühgemüse oder Kräuter. Ich selbst habe keinen großen Garten, daher finde ich die Seiten über das Anpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon sehr hilfreich.

In der Jahreszeitenabfolge geht es im Buch weiter. Im Sommer achte ich auf ausreichendes Düngen, Gießen und natürlich darf jetzt schon geerntet werden. Im Herbst werden die Pflanzen langsam winterfit und die Ernte haltbar gemacht sowie das Beet oder der Boden gepflegt. Zurückschneiden und Gehölze auspflanzen steht nun auf der Tagesordnung. Im Winter wird nur noch wenig im Garten gemacht, hauptsächlich der Boden vor Frost und Eis geschützt.

Übersicht zum Aufklappen

Nun starten wir schon in das zweite Jahr! Jetzt sind wir Fortgeschrittene und können uns an etwas schwierigere Projekte wagen. Auch hier gibt es wieder Beispiele für Beete und viele Tipps für anstehende Arbeiten oder neue Ideen. Zuguter letzt bekommen wir einige Infos über Pflanzenschutz an die Hand, zum Beispiel was man gegen die häufigsten Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge unternehmen kann. Anhand der Beetpläne weiß ich immer sofort, wie viel Abstand die Pflanzen zueinander brauchen und wann ich diese aussäen kann. Und was ist eigentlich ein Starkzehrer oder ein Schwachzehrer?

Mit dem praxisnahen, bunten und übersichtlichen „Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger“ seid ihr bestens gewappnet für die Selbstversorgung im eigenen Garten. Hier kann eigentlich nichts mehr schief gehen, alles wird einfach erklärt. Schon beim Blättern macht dieses Buch Lust auf die Arbeit im Garten und den Genuss der Ernte. Eine klare Empfehlung!

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OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim…

Es macht den Anschein, dass sich sehr viele Menschen momentan nach einem natürlichen Leben sehnen – einfacher, naturverbundener und unabhängiger. Das fängt beim Hinterfragen der 40-Stunden-Arbeitswoche an und hört beim Minimalismus noch nicht auf. Auch die Art des Wohnens wird immer kreativer. Ökodörfer, Tiny Houses und Wohnwägen sind nur ein paar Ideen, wie man sonst noch leben kann, wenn man kein „normales“ Haus oder Wohnung möchte.

Das Unternehmen Wohnwagon aus Wien baut Wohnwägen nach Auftrag, in verschiedenen Größen und individuell nach Wunsch. Aber nicht nur das, seit einigen Jahren beschäftigt sich das Team dahinter auch mit Autarkie und einem nachhaltigen Lebensstil. Dieses Wissen haben sie in ihrem Magazin „OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ versammelt. Die erste und aktuelle Ausgabe stelle ich euch vor.

Kochen ohne Anschluss

Das Magazin für natürliches & autarkes Leben ist über 100 Seiten stark und in einem ansprechenden, modernen Design auf griffigem Papier gehalten. Auf den ersten Seiten geht es gleich um konkrete Ideen und Projekte, die zeigen wie ein selbstbestimmtes Leben in der Natur aussehen kann. Zum Beispiel mit einer eigenen Werkzeugkiste oder auch etwas komplizierter mit der Produktion von Strom.

Natürlich gibt es auch einige Infoseiten zu den Wohnwagons. Wie funktioniert das zum Beispiel mit der Toilette, wenn man seinen Wagen mitten in der Pampa stehen hat? Oder mit Strom, Wasserkreislauf und Heizung? Je nach Wunsch ist mit einem Wohnwagon tatsächlich absolute Unabhängigkeit möglich. Einige Seiten zum Thema Photovoltaik und Windkraftanlage erläutern technische Zusammenhänge, die bei einem unabhängigen Lebensstil wichtig werden.

Timeline

OSKAR macht sich des Weiteren Gedanken zu den Themen Konsum, Friede, Terra Preta (Hummus), Minimalismus, Handwerk und Vernetzung und empfiehlt entsprechende Produkte für das autarke Leben. Besonders spannend finde ich den Artikel zum Experiment Selbstversorgung. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einblicke in die Geschichte und Produktion der Wohnwagons. Auch wenn ihr auf der Suche nach DIY-Rezepten für Lebensmittel seid oder Kosmetika wie Zahnpasta und Deodorant selber machen wollt, findet ihr genügend Inspirationen. Weitere Themen wie Wurmkiste, Permakultur und Müllvermeidung runden das Heft ab.

OSKAR – Magazin für natürliches & autarkes Leben“ ist für mich ein wertvolles, alternatives Magazin, das mit ungewöhnlichen Themen aufwartet und zum Denken anregt. Kaufen könnt ihr OSKAR online bei Wohnwagon und so auch die Erscheinung einer nächsten Ausgabe unterstützen.

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Was brauchst du wirklich? „My Stuff“ und „Ich kauf nix!“ bei #kinodenktweiter

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender…

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit präsentierte das Gartenbaukino seinen zweiten Streich. Um die #kinodenktweiter Initiative fortzuführen wurde das Thema “Was brauchst du wirklich?” gewählt. Inspiriert von der Diagonale beschloss das Wiener Kino umweltschonender zu agieren und unter anderem Upcycling-Projekte durchzuführen, auf Wasserkraft umzusteigen und mehr Nachhaltigkeit beim Veranstaltungsmanagement an den Tag zu legen – Mehrwegbecher inklusive. Wir können gespannt in die Zukunft blicken, was das Gartenbaukino im Zuge dieser Initiative noch alles zu bieten haben wird.

In gemeinsamer Sache mit dem OekoBusiness Wien wurde für “Was brauchst du wirklich?” ein Filmscreening von My Stuff, einem Film von Petri Luukkainen veranstaltet. Auch die Autorin von “Ich kauf nix!”, Nunu Kaller, war anwesend und stellte dem Auditorium ihr Buch vor. Beide Protagonisten hatten zu viele Dinge, die sie eigentlich nicht brauchten und suchten nach einer befreienden Lösung, ihren Besitz zu reduzieren.

Der Film „My Stuff“

Petri, ein 26 Jahre junger Mann aus Helsinki fing eine Rebellion gegen seinen Besitz an, weil sein Wohnraum unaufgeräumt und überfüllt war. Er beschloss ein einjähriges Projekt zu starten, indem er alle seine Besitztümer wegsperrte und jeden Tag nur ein einziges Teil hervorholen durfte. Am ersten Tag finden wir ihn unbekleidet und ohne Besitz in der leeren Wohnung vor. Die Regel für sein Projekt:

  1. Alles in einem Lager zu verstauen.
  2. Ein Teil am Tag darf zurück geholt werden. Wenn er es nicht am selben Tag holt, darf er am nächsten Tag zwei Sachen mitnehmen.
  3. Der Zeitraum des Experiments beträgt ein Jahr.
  4. Er darf keine neuen Sachen kaufen.

Sein Ergebnis: Dinge sind nur Requisiten in unserem Leben, sie machen das Leben jedoch nicht aus und sind auch keine Masseinheit für Glück. Petri hat erkannt, dass er mit 100 Dingen auskommt, er jedoch rund 200 Teile braucht um ein komfortables Leben führen zu können.

Hier könnt ihr euch den Film mit englischen Untertiteln ansehen.

Das Buch „Ich kauf nix!“

Auch Nunu Kaller fehlte etwas – die Zufriedenheit. Sie hatte einige Schicksalsschläge erlitten und sich in die Kaufsucht geflüchtet. Nun erkannte sie, dass sie keinen Platz mehr für neue Kleidung hatte, aber dennoch nichts Anzuziehen. Deshalb beschloss sie, eine Shopping-Diät zu machen. Ihre Regeln bestanden aus:

  1. Ein Jahr lang keine Kleidung und Schuhe zu kaufen.
  2. Selbermachen ist erlaubt.
  3. Sich besser zu informieren und über die Kleidungsindustrie zu recherchieren.

Fleißaufgaben:

  1. Eine Inventurliste aller Kleidung zu erstellen.
  2. Sich ein Monat lang jeden Tag von einem Kleidungsstück zu trennen.
  3. Einen Nähkurs zu besuchen.
  4. Einen Pullover zu stricken und
  5. eine Tauschparty zu organisieren.

Nach Abschluss ihres Projekts veröffentlichte sie “Ich kauf nix!”, geschrieben in Tagebuchform. Auch Nunu fühlte sich mit weniger Kleidung und mehr Lieblingsteilen leichter. Ihr war bewusst geworden, wie viel Zeit für anderes sie gewonnen hatte. In ihrem Buch erzählt die Autorin auch von ihren Recherchen. Ihre Sichtweise zur Modeindustrie änderte sich durch ihre Erkenntnisse drastisch. Des weiteren berichtet sie von Problemen und kleinen Fehlschlägen (oder wie sie es nennt das Biegen von Regeln) und wie sich ihre Laune von Tag zu Tag aufhellt, aber mit den Erkenntnissen auch verdunkelt. Am Ende des Buches bekommt der Leser noch Quellen zu weiterführenden Informationen.

Beide Experimente zeigen auf, wie unwichtig Besitz sein kann, jedoch auch wie wichtig es ist, selektiv zu sein bei dem was man kauft und anhäuft. Es ist keine Schande, Gekauftes oder Geschenktes wegzugeben oder auszumisten, denn das befreit, wie beide Protagonisten überzeugend darstellen.

Der Film wie auch das Buch machen sich fantastisch als Inspiration für gute Vorsätze. Kopieren würde ich persönlich beide Experimente nicht, jedoch möchte ich das eine oder andere in meinen Alltag einfließen lassen. Von Nunu habe ich mich zur Organisation einer Tauschparty inspirieren lassen, Auszumisten steht auch schon ganz oben auf meiner To-Do-Liste, ebenso das Lesen von bisher ungelesenen Büchern.

Habt ihr ein eigenes Experiment, das ihr mit uns teilen wollt? Wir freuen uns immer über neue Sichtweisen und Ideen! Vielleicht kann der eine oder andere auch etwas aus eurem Projekt mitnehmen!

1 Kommentar zu Was brauchst du wirklich? „My Stuff“ und „Ich kauf nix!“ bei #kinodenktweiter

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