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Kategorie: Health. Fitness.

Produkttest: powerbands von letsbands.com

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands –…

„Möchtest du powerbands testen?“. Man kennt mich, dazu sage ich nicht nein. Nicht ganz uneigennützig, natürlich: Durch die Bänder habe ich mir einen kleinen Motivationsschub für meine Yoga-Praxis zuhause versprochen.  So landeten „powerbands – das kleinste Gym der Welt“ in meinem Postkasten.

Was sind powerbands eigentlich?

„powerbands sind elastische Bänder, die für die körperliche Fitness eingesetzt werden. Mit den powerbands kannst du alle Körperpartien gezielt und intensiv trainieren. Völlig gleich wie gut du bereits in Form bist, das Training mit dem Band passt sich ganz spezifisch deinen Bedürfnissen an. Mit powerbands kannst du viele unterschiedliche Muskelgruppen schonend und effektiv trainieren, deine Haltung verbessern, Muskeln aufbauen und Fett verbrennen.“

Die Packungsaufschrift verspricht die eierlegende Wollmilchsau im Fitnessbereich. Ich bin gespannt!

Die Box von letsbands.com enthält jedenfalls 3 Mini-powerbands (je 22 x 5cm; aber in unterschiedlicher Farbe und Zugkraft. Heißt, unterschiedlich streng und straff). Ein powerband MAX in schwarz (100 x 2,5cm), ein Handbuch mit Basisübungen und Workouts sowie eine DVD mit powerbands-Übungen und Workouts.

In der letzten Woche habe ich drei der Workouts gemacht (sprich, für euch einem strengen Test unterzogen). Die Beweis-Fotos erspare ich euch besser – verschwitzte Trainings-Bilder mit der angefüllten Couch im Hintergrund kommen meiner Meinung nach nicht so gut. Meine Plus- und Minus-Punkte will ich Euch aber nicht vorenthalten:

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Für mein erstes Training habe ich es mir leicht gemacht und die DVD in meinen Player gelegt. Tatsächlich kann man einfach unter verschiedenen Workout-Vorschlägen eines oder gern auch mehrere aussuchen. Die Übungen werden in Videos erklärt sowie vorgezeigt. Es handelt sich dabei um dieselben Übungen, die auch im beiliegenden Booklet zu finden sind – nur die Anzahl der Wiederholung und die Zusammenstellung variiert. Das kann zwar etwas verwirren, wenn man sich aber nur auf eines – DVD oder Booklet – konzentriert, dann ist das kein Problem.

Grundsätzlich mag ich die Kleinheit und Einfachheit des Trainings. Gerade für Reisende oder Leute, die viel unterwegs sind, eignen sich die powerbands gut. Nicht nur, weil die Bändern selbst in jedes Reisegepäck, in jede Handtasche passen. Außerdem gibt es ein Training fürs Hotelzimmer im Handbuch mitgeliefert, für alle, die auf engem Raum trainieren möchten und keine Fitnesshalle zu Verfügung haben. Gut finde ich auch, dass man außer den Bändern selbst nichts braucht – keine weitere Ausrüstung, kein besonderes Schnick-Schnack.

Die Bänder und Übungen sind zum Teil ziemlich herausfordernd – auch für mich Fitness-Freak. Nachdem aber auf Stretching viel Wert gelegt wird (die Stretching-Übungen werden nach jedem Workout empfohlen und klappen mit den Bändern gut), ist vom Muskelkater danach kaum eine Spur.

Cool finde ich auch, dass auf der Website letsbands.com weitere Videos und Trainings-Ideen vorgegeben sind.

Wie soll das bitte funktionieren? Einige der Übungen – besonders die mit dem powerband MAX – erscheinen mir nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten und dritten Blick (und Test) unmöglich. Das Band mit seinem Meter Länge mit beiden Händen hinter dem Kopf nach oben zu ziehen zum Beispiel. Ich kriege das Band nicht einmal bis zu den Schultern, geschweige denn von hinten nach oben. Vorgezeigt wird die Übung im Handbuch von einem männlichen Adonis – ich fühle mich als Frau nicht angesprochen. Werde klein mit Hut, und dennoch zu groß, um das powerband über den Kopf zu ziehen. Tja, für die einen ein Ansporn, Mukkis aufzubauen, für mich eher deprimierend.

So gut Beispiel-Workouts sind, sie werden nach kurzer Zeit langweilig. Es handelt sich um insgesamt 22 Übungen, die sich zum Teil in der Zusammenstellung der Workouts auch wiederholen. Hat man zum Beispiel das Warm-Up Training absolviert, fallen beim Muskelaufbau-Workout gleich einige Übungen heraus – weil man sie schon zuvor gemacht hat. Da hätte man sich meiner Meinung nach mehr einfallen lassen können.

Schade finde ich auch, dass die App – ja, es gibt eine App dazu – nur für iPhone und nicht für Android-Geräte zu Verfügung gestellt wird.

 

Fazit: Die Idee des „kleinsten Fitnesscenters der Welt“ finde ich sehr gut und praktisch. Ich muss jetzt nur noch einige weitere Anwendungsmöglichkeiten und Trainingsideen suchen, damit das Workout an sich nicht langweilig wird. Getestet habe ich übrigens das powerbands SET Pro, das es auf der Website um 45,99 Euro zu kaufen gibt. Dieses und weitere Produkte finden sich im Shop >> https://letsbands.com/shop

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Richtig ausgerüstet zum Meditations-Retreat

Es gibt Situationen im Leben, in denen man sich besonders gut um sich selbst und sein körperliches Wohl kümmern muss. Ein Meditations-Seminar ist so eine Situation. Das kann ich guten Gewissens…

Es gibt Situationen im Leben, in denen man sich besonders gut um sich selbst und sein körperliches Wohl kümmern muss. Ein Meditations-Seminar ist so eine Situation. Das kann ich guten Gewissens aus eigener Erfahrung berichten. Ich habe bereits mein drittes zehntägiges Vipassana-Meditations-Retreat hinter mir. Was das ist? Darüber könnt ihr in meinem Bericht über das Seminar im Affenwald von Indien lesen.

Hier ein paar Eckdaten:

  • 4.00 Uhr: Aufstehen
  • 4.30 – 6.30 Uhr: Meditation in der Dhamma Halle
  • 6.30 – 7.00 Uhr: Frühstück
  • 8.00 – 9.00 Uhr: Gruppenmeditation
  • 9.00 – 11.00 Uhr: Meditation
  • 11.00 – 11.30 Uhr: Mittagessen
  • 13.00 – 14.30 Uhr: Meditation
  • 14.30 – 15.30 Uhr: Gruppenmeditation
  • 15.30 – 17.00 Uhr: Meditation
  • 17.00 – 17.30 Uhr: Abend-Tee
  • 18.00 – 19.00 Uhr: Gruppenmeditation
  • 19.00 – 20.30 Uhr: Videodiskurs durch S.N. Goenka
  • 20.30 – 21.00 Uhr: Meditation
  • 21.30 Uhr: Licht aus, Nachtruhe!

 

Das alles in völligem Schweigen. Zehn Tage lang. Am ersten Tag gibst du beim Einchecken sämtliche Kommunikationsmittel – von Handy bis zu Büchern und Notizblöcken oder Kameras – ab, ab dem Abend schweigst du außerdem. Nur mit dem Lehrer und den organisatorischen Helfern darfst du sprechen. Nicht über Alltägliches, sondern nur, wenn du Fragen hast, Hilfe benötigst oder Ähnliches.

Was das bedeutet? Du bist mit dir. Mit deinen Gedanken. Mit deiner Vergangenheit. Mit deiner Zukunft. Deinen Ängsten. Deinen Sorgen. Deinen Themen. Und damit bist du ganz schön beschäftigt, sie halten dich auf Trab, glaub mir.

Zusätzliche körperliche Probleme und Unbequemlichkeiten kannst du da als Allerletztes brauchen! Auch wenn diese durchaus auftreten. Kranksein, Verkühlungen und Co stehen an der Tagesordnung. Klar, auch über den Körper wollen Ängste und Probleme aus dem System hinaus. Genau deshalb musst du dich schon vorab sehr gut um dich kümmern und dafür sorgen, dass du während des Retreats so gut wie möglich aufgehoben bist. Dass du alles hast, was dir das Leben leichter und angenehmer macht.

Was das ist?

Diese Dinge hier: 

– Bequeme, lockere Kleidung mit vielen Schichtmöglichkeiten

– Warme Mütze, Regen- und Windjacke, eventuell Gummistiefel: Hört sich seltsam an, aber du solltest tatsächlich für alle Wetterkapriolen gerüstet sein. Nachdem du beim Seminar einem strikten Ablauf folgen musst und kaum ins Freie darfst, sind die wenigen Pausen und Möglichkeiten, dich etwas zu bewegen, Gold wert. Das möchtest du auch tun können, wenn es gerade windig ist, regnet oder einfach nur kühler ist als gedacht.

– Eine oder am besten zwei warme Decken und Schals: Ja, beim Meditieren kann dir anfangs ganz schön kalt sein. Meistens werden diese Dinge im Seminar bereit gestellt, aber ich habe gemerkt, dass es ganz schön wohl tut, wenn man eine vertraute Decke mit dabei hat. Die darf man dann auch von der allgemeinen Meditationshalle in sein Schlafzimmer mitnehmen und umgekehrt.

– Dicke Socken und/oder Hausschuhe: In den Räumlichkeiten darfst du nicht mit Straßenschuhen herumspazieren. In der Meditationshalle darfst du nur mit Socken bekleidet sein. Je nachdem also, ob du eher frierst oder was für dich bequemer ist, nimm Hausschuhe oder dicke Socken mit.

– Meditationskissen: Ich habe bisher erst einmal mein Kissen mitgenommen, normalerweise erhält man auch beim Seminar Sitzgelegenheiten. Und auch wenn einem nach zehn Stunden täglichem Sitzen sowieso alles weh tut – auch auf dem vertrauten, eigenen Kissen -, ist es doch fein, das Bekannte dabei zu haben. Das, auf dem du normalerweise gut sitzen kannst. Aber Achtung: Wenn du Dinge von zuhause mit nimmst, pass auf, dass du dich nicht an sie klammerst. Dass du nicht ständig mit „deinem“ beschäftigt bist, denn das widerspricht der Lehre. Wenn es dich unterstützt und du dich damit wohler fühlst, nimm dein Eigentum mit. Wenn es vor Ort aber verloren geht, nicht mehr passt oder du etwas verlegst, soll das für dich auch in Ordnung sein. Ich verwende übrigens das Kissen Rondo von Karma Supply. Es hat eine Höhe von rund 16 cm, einen Durchmesser von ca. 30 cm und ist durch seine Dinkelfüllung ziemlich anpassungsfähig. Du bekommst es ab 48,80 Euro bei Karma Supply und in zahlreichen Yoga-Shops.

– Taschenlampe: Um 22.00 Uhr geht das Licht aus – und gerade, wenn man in einem Freigelände untergebracht ist, oder sich das WC nicht im Gebäude befindet, hilft eine Taschenlampe enorm. Ich liebe vor allem meine „Stirnbirn“, also meine Stirnlampe, aber das ist Geschmackssache. Einige Stirnlampen wurden hier getestet >>

– Toilettenpapier: Gerade in Zentren wie das im indischen Affenwald ist Klopapier Luxus. Du bekommst es – wie alles Andere – von den Organisatorinnen, wenn du danach fragst. Aber am besten ist es, du nimmst gleich genügend Klopapier selbst mit. Dann musst du dich nicht mehr während des Kurses darum kümmern.

– Tampons und Co: Dein Körperrhythmus kann beim Meditieren ganz schön durcheinander geraten. Selbst wenn du gerade nicht deine Tage bekommen solltest, können sie frühzeitig auftreten. Sorge am besten vor!

Thermosflasche: Ich habe mit der Sustainable Trinkflasche von Made Sustained die besten Erfahrungen gemacht. Sie hat mit 500 ml die perfekte Größe, ist handlich und hält wirklich ausgezeichnet warm. Und ich schwöre, nichts ist bei einem Retreat schöner und im wahrsten Sinn des Wortes Herz erwärmender als ein Schluck heißer Tee! Wer nicht so auf Warmes steht, der kann auch eisgekühltes Wasser in die Flasche füllen – das hält sich auch nach Stunden genauso kalt und frisch wie beim ersten Schluck. Die Flasche gibt es zum Beispiel im Online-Shop von beechange.com. Für alle, deren Durst größer ist, gibt es die Thermosflasche auch in der Ein-Liter-Version.

Mit den genannten Utensilien fühle ich mich mittlerweile bei den Mediations-Seminaren richtig ausgerüstet. Und wer weiß, vielleicht kannst du dich mit diesen Begleitern ebenfalls besser auf so eine Reise nach Innen einlassen. Sie lohnt sich auf jeden Fall!

Mehr zu Vipassana kannst du hier nachlesen >>

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Was Calisthenics sind und wie sie Ästhetik mit Gesundheit und Nachhaltigkeit verbinden

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic…

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic Stunden oder betreibt andere Sportarten. Ein trainierter Körper hilft uns gesund zu bleiben und nachhaltig mit uns selbst umzugehen. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness geschrieben. Interessanterweise verbinden heute die meisten von uns körperliche Fitness mit dem Fitnessstudio. Dort gibt es die verschiedensten Maschinen, freie Gewichte, jede Menge Ausdauergeräte sowie Laufbänder oder Crosstrainer. Schnell hat man sich angemeldet und die Studios haben in der Regel 15 bis sogar 24 Stunden am Tag geöffnet.

Doch gibt es eigentlich eine nachhaltigere Lösung für das tägliche Training, die auch den Geldbeutel schonen könnte? Ein Fitnessstudio betreibt viele Geräte, die alle extra gebaut werden mussten, ergo Ressourcen verbraucht haben und regelmäßig ersetzt werden müssen. Zusätzlich benötigen einige der Ausdauergeräte Strom. Außerdem brennt während der langen Öffnungszeiten ständig das Licht, die Musik läuft und in der Regel auch mehrere Fernseher. Vielleicht gibt es sogar eine Sauna oder Solarbänke. Ein letzter Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, betrifft die Anreise zum Fitnessstudio. Fährt man mit dem Auto dorthin, ist dem Umweltschutz leider keinesfalls gedient. Wie kann ich also nachhaltig für meinen Körper und meine Umwelt sorgen, und dabei auch noch Geld und Zeit sparen? Die Antwort auf diese Frage lautet Calisthenics.

Der Begriff Calisthenics entpringt dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern kalos („schön“) und sthenos („Kraft“) zusammen. Einfach ausgedrückt umfassen Calisthenics Eigengewichtsübungen. Der Vorteil von Eigengewichtsübungen ist – wie der Name bereits sagt – dass man bloß sein eigenes Gewicht benötigt und etwa drei bis vier Quadratmeter Raum. Mehr ist für dieses Training nicht notwendig. Das bedeutet, ich kann zuhause trainieren und muss kein teures Fitnessstudio besuchen. Ich kann für mich alleine trainieren und muss mich nicht erst überreden, mich auf den Weg nach draußen zu machen. Calisthenics können durch wenige simple Übungen, wie etwa Liegestütze und Kniebeugen, sehr effektive Resultate erzeugen. Natürlich kann ich auch joggen gehen, doch wer daran interessiert ist die Muskulatur aufzubauen und zu stärken und nicht gerne läuft, ist mit Eigengewichtsübungen gut beraten.

Aber braucht man nicht Gewichte um Muskeln aufzubauen?

Manch einer mag glauben, dass Eigengewichtstraining relativ beschränkt ist in seiner Möglichkeit, Übungen zu steigern und progressiv Muskeln aufzubauen. Wenn jemand mit 150 Kilogramm auf den Schultern eine Kniebeuge macht, erscheint das natürlich erst einmal beeindruckender. Tatsächlich ist es aber so, dass Calisthenics wesentlich funktionaler sind als das typische Gewichte- und Bodybuilder-Training. Während die Maschinen im Fitnessstudio teilweise nur einen einzigen Muskel im Körper beanspruchen, trainiert eine Eigengewichtübung stets viele unterschiedliche Muskeln. Zudem ist das Eigengewichtstraining natürlich und damit gesünder. Rein evolutionär gesehen sind wir dazu konzipiert, unser eigenes Körpergewicht fortzubewegen und vielleicht auch auf Bäume hieven zu können. Die Übungen beanspruchen damit also ein natürliches Zusammenspiel verschiedenster Muskelgruppen, die auch die Gelenke schonend stärken. Ein externes Gewicht von 150 Kilogramm zu heben, stand hingegen nicht auf unserem evolutionären Bauplan. Oft haben Gewichtheber daher Probleme mit den Gelenken. Wer denkt, dass Calisthenics wenig Spielraum für progressiven Fortschritt lassen, dem sei dieses inspirierende Video ans Herz gelegt. Frank Medrano lebt vegan und trainiert seit drei Jahren mit Calisthenics. Die Ästhetik, die sich in diesem Training ausdrückt, ist eine beeindruckende Beherrschung des eigenen Körpers, beispielsweise mittels Handstand-Liegestützen.

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Bild: thefrankmedrano.com

Calisthenics möchte diese Extreme erreichen, aber man kann auch andere Formen von Eigengewichtstraining machen und Muskulatur aufbauen. Ein wenig weibliche Motivation und ein Eigengewichtstraining, das jeder zu Hause oder bei gutem Wetter draußen machen kann, gibt es von Zuzana Light. In dem Beitrag erklärt sie mithilfe von Bildern auch die Körperform der Übungen. Unter dem Video gibt es außerdem nützliche Anweisungen zur Form. Wer mit ganz simplen nur fünf- bis fünfzehnminütigen Trainings am Tag anfangen möchte, kann dies mit einer Trainingsreihe von Karl Ess tun. Karl Ess lebt auch vegan, trainiert aber in der Regel mit Gewichten.

Wen hingegen die Stärke von Calisthenics Athleten inspiriert hat, fängt am besten mit den Calisthenics Grundübungen an. Diese sind Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze, Klimmzüge und Sit Ups. Das klingt nach einer sehr beschränkten Auswahl, aber man kann von diesen Übungen hunderte Variationen verwenden. Ein möglicher Trainingsplan für Anfänger könnte so aussehen, dass man dreimal pro Woche alle diese Übungen macht. Es könnten vier Sets mit jeweils zehn Wiederholungen pro Übung sein. Wichtig bei jeder einzelnen Übung ist, dass man sie entsprechend seines Stärkegrades anpasst. Wenn ihr beispielsweise keine Liegestütze machen könnt, fangt mit Knie-Liegestützen oder sogar Wand-Liegestützen an. Diese übt man solange, bis man ohne Mühe 50 Wiederholungen schaffen kann, woraufhin man zum nächstschwierigeren Grad übergehen kann. So wird aus der Wand-Liegestütze irgendwann eine Handstand-Liegestütze.

Zu der nachhaltigen Sorge für den eigenen Körper gehört es auch, die Übungen mit der richtigen Körperhaltung auszuführen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich zuvor gut mit den Übungen vertraut macht und weiß, wie die korrekte Körperhaltung aussieht. Zum Glück bietet das Internet zahlreiche Anleitungen und Beschreibungen zu allen Übungen. Im Falle der Kniebeuge beispielsweise ist dieser Artikel sehr hilfreich. Zusätzlich ist es ratsam sich von seinem Partner oder seiner Partnerin oder Freunden beobachten und korrigieren zu lassen. Alternativ kann man sich beim Trainieren einfach mal mit der Kamera aufzunehmen, damit man ganz sicher stellen kann, dass die Form stimmt.

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Bild: Janice

Ich persönlich trainiere seit fast drei Jahren mit Eigengewichtsübungen und könnte mir ein Leben ohne mein Training gar nicht mehr vorstellen. Am Anfang beziehungsweise nach einer langen Pause ist es immer ein wenig schwer sich zu überwinden, aber in der Regel hat es etwas Süchtigmachendes an sich. Das Training gibt mir Ausgleich in meinem Alltag; ich fühle mich danach wach, konzentriert und glücklich. Den Einstieg in das Eigengewichtstraining habe ich durch Zuzana Light gefunden, die damals noch alle ihre Trainingsroutinen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Sie trainiert nach dem Konzept des HIIT (High Intensity Intervall Training), was kurze aber sehr anstrengende Trainingsroutinen umfasst, die den Metabolismus anregen, dadurch Fett verbrennen und Stärke aufbauen. Ich habe nun sehr lange mit HIIT trainiert und habe damit große Fortschritte gemacht. Früher konnte ich nur mit Mühe Liegestützen auf den Knien machen. Heute trainiere ich einarmige Liegestütze. Außerdem habe ich eine schöne körperliche Definition erlangt. Kürzlich bin ich auf Calisthenics gestoßen und möchte nun mein Training darauf ausrichten. Es reizt mich, irgendwann Handstand-Liegestütze oder einarmige Klimmzüge machen zu können.

Vielleicht möchten die meisten von euch Fitness gar nicht auf dem Level von Frank Medrano beherrschen oder gar so einen Körper haben. Ich möchte aber zeigen, dass das durchaus möglich ist. Auch wer nur ein wenig Bauchspeck loswerden möchte, oder darauf abzielt, ein wenig mehr Ausdauer und Energie durch Sport zu erlangen, kann dies kostenlos und nachhaltig im eigenen Zuhause oder im Freien erreichen. Es ist ohne Geräte möglich. Calisthenics und andere Formen von Eigengewichtsübungen sind eine bewusste Entscheidung für den Antikonsum. Die Fitnessindustrie möchte uns glauben machen, dass wir nur durch Shakes, Geräte und andere Apparate schlank und fit sein können. Doch im Grunde brauchen wir dafür nur unseren eigenen Körper und eventuell eine Matte auf dem Boden. Darüber hinaus fühlt es sich natürlich gut an, wenn man merkt, dass man stärker wird. Ich habe mehr Energie, bin seltener krank und habe das Gefühl, ich trage Sorge für meinen Körper, in dem ich schließlich zuhause bin.

Quellen:
„Convict Conditioning“ von Paul Wade
“You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises” von Mark Lauren

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Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs…

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs bin, kann es auch mal etwas Vegetarisches sein. Doch von basischer Ernährung wusste ich bis vor einem Jahr noch gar nichts. Damals fing meine Freundin Ina an, sich aus gesundheitlichen Gründen damit zu beschäftigen. Sie legte immer wieder ein paar Wochen oder auch einzelne Tage basischer Ernährung ein. Ich fand das sehr interessant, aber der Gedanke, das selbst mal auszuprobieren, ist mir nicht direkt gekommen. Oder ehrlich gesagt, befürchtete ich auch, dass das für mich zu aufwendig wäre, so nach dem Motto „Ja was darf ich denn dann überhaupt noch essen?“. Als sie mich Ende letzten Jahres fragte, ob ich nicht im Januar für eine Woche basische Ernährung mitmachen wollte, habe ich dann trotzdem nicht lange überlegt – Ja!

Ja! Weil die Vorweihnachtszeit für mich in vielerlei Hinsicht ein ernährungsmäßiges Dauer-Sündigen war: Viel Alkohol (vor allem Glühwein und Punsch, und davon die nicht gerade wenig süßen Varianten, die es auf diversen Weihnachtsmärkten in München und Wien gibt), viele Kekse (selbstgebackene schon ab November, dann die von Mama, die von der Schwester meines Freundes Cj), und viel von allem Anderen, wie es zu Weihnachten eben so is(s)t. Ja! Also um zu „entschlacken“. Ja! Um etwas dazuzulernen über diese Art der Ernährung. Ja! Damit ich auch wieder mal neue Lebensmittel ausprobiere, andere Rezepte koche und etwas herumexperimentiere in der Küche.

Bei basischer Ernährung geht es darum, basische Lebensmitteln zu essen säurebildende zu vermeiden, das gilt auch für Getränke. So soll eine Übersäuerung abgebaut beziehungsweise vermieden werden mit dem Ziel, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erreichen. Für eine genauere Definition kann man in verschiedensten Büchern sowie im Internet viele, teils auch verwirrende Informationen finden. Mir geht es jetzt nicht darum zu schreiben, wie böse doch die sauren Lebensmitteln sind, und welche Krankheiten sie hervorrufen. Als ich das alles gelesen habe, musste ich mich ja schon fast fragen, wie ich mit all dem Teufelszeug in meiner Ernährung so gesund und zufrieden sein konnte.

Was könnten die gesundheitlichen Vorteile sein? Hier wird oft geschrieben, dass basische Lebensmittel reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sind, das Immunsystem unterstützen, entzündungshemmend wirken und gut für den Darm sind. Das hört sich doch gut an! Vor der basischen Woche stellte sich für mich wieder die Frage, was ich essen darf. Was ist überhaupt basisch? Ich will euch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Lebensmittelgruppen geben. Insgesamt kommt es auf einen Basenüberschuss an. Auch muss man nicht komplett alle säurebildenden Produkte weglassen, es gibt hier auch gesunde Ausnahmen.

Wie eine basische Ernährung aussieht

Bei einer rein basischen Ernährung zu vermeiden ist folgendes:
– Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte (Okay, das alles kannte ich schon von der veganen Ernährung und hatte Erfahrung im Ersetzen, also kein Problem.)
– Alkohol und Koffein (Ui, hier ist wohl Verzicht angesagt – oder eben für diejenigen, die es nicht so streng nehmen, geringere Mengen konsumieren.)
– Getreide (Oh nein! Also kein Brot, keine Pasta – dabei macht das doch glücklich. So hatte ich mich schon fast auf eine Woche grantig dreinschauen eingestellt und meinen Freund Cj mal vorgewarnt. Und eine Frage stellte sich sofort: Wie soll ich da satt werden und wie komme ich an meine heißgeliebten Kohlehydrate? Die Antwort folgt!)
– Schwarzer Tee, Früchtetee (Grüner Tee prinzipiell auch, ist jedoch gesund.)

Was bleibt übrig? Vereinfacht dargestellt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich möchte euch nicht mit den Details verwirren:
– Obst: Jawohl, auch Orangen und sogar Grapefruits sind basisch, das soll mal einer verstehen, so sauer wie die Früchte teilweise schmecken. Generell ist sowohl frisches Obst als auch die getrocknete Form stark basisch wie zum Beispiel Rosinen und getrocknete Datteln.
– Gemüse und Salat in allen Arten und – Traraa! – hier kommen meine Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln (Zum Beispiel sind auch Pommes basisch, so kann man sich in einer Basen-Woche wenn es sonst gar nichts gibt, fast überall vor dem Hungertod retten!).
– Mandeln und folglich Mandelmus und Mandelmilch – das gibt es im Bio-Supermarkt und ist recht vielseitig auch für Saucen verwendbar.
– Sprossen und Keimlinge: Die Basen-Woche hab ich als Anregung genommen in einem Keimglas zu sprossen und keimen was das Zeug hält, aber das ist einen eigenen Artikel wert.
– Gewürze, die meisten zumindest.
– Agavensirup und Ahornsirup zum Süßen. Das gibt den Gerichten auch einen leckeren Geschmack.
– Kräutertee: Es gibt auch spezielle Basen-Tee Mischungen, frei nach dem Motto „Besser Basen-Tee als Blasen-Tee!“ – beide kenne ich und ersterer ist geschmacklich definitiv besser!

Und dann gibt es noch die guten leicht säuernden Lebensmitteln, die reich an gesunden Stoffen sind und auch verzehrt werden sollten:
– Nüsse: Alles außer Mandeln die ja basisch sind
– Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen und dergleichen
– Tofu und Sojaprodukte
– Hirse und Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen (Weißer Reis ist je nach Internet-Seite neutral; Vollkornreis säuernd, aber gesünder – einen Tod muss man wohl sterben.)

Meine basische Woche

Wie hab ich die basische Woche überlebt, was hab ich alles gegessen und getrunken? Ich will euch jetzt ein paar Beispiele für verschiedene Mahlzeiten geben. Mir hat es es Spaß gemacht, da auch zwei Freundinnen mitgemacht haben und wir uns in der Woche bei jeder von uns abends zum gemeinsamen Schlemmen getroffen haben. Das war wahrhaftig ein Genuss!

Frühstück:
Ich gehe nie ohne Frühstück aus dem Haus. Kurz nach dem Aufstehen will ich etwas essen, dann kann der Tag losgehen. Während der basischen Woche, in der ich ja auf mein herkömmliches Müsli verzichtet habe und auch kein Brot essen durfte, habe ich mir etwas anderes gesucht. Da für mich Obst oder Fruchtsaft alleine zu wenig sättigend sind, habe ich den Tag mit einem Hirsebrei in Mandelmilch gestartet. Dieser ist schnell zubereitet aus Hirseflocken (diese gibt es zum Beispiel von Alnatura), die man nur sehr kurz aufzukochen muss, es reichen auch ungefähr zwei Minuten in der Mikrowelle. Mit ein paar Rosinen (diese sind ja stark basisch), Obststücken und etwas Vanille oder Zimt verfeinert ist das ein schneller, guter Brei. Ein Glas frisch gepressten Orangensaft dazu und ein basisches Frühstück ist fertig.

Mittagessen:
In der Kantine in der Arbeit gab es für mich Salat mit Kürbiskernen, wie auch sonst des Öfteren. Allerdings dazu keine Semmel oder Brezel, stattdessen als Beilage dann Kartoffeln in diversen Formen. Hin und wieder auch einfach Gemüse und Reis mit Sojasauce verfeinert. Als ich mittags einmal mit einem Freund draußen essen war, waren wir statt beim Italiener bei dem es die Pasta geworden wäre, thailändisch Essen mit einem Gemüsecurry mit Kokosmilch und Reis. Es funktioniert also auch im Arbeitsumfeld. Am Wochenende zu Hause selbst zu kochen ist natürlich noch einfacher oder – falls möglich – etwas Vorgekochtes in die Arbeit mitzunehmen.

Zwischendurch:
Obst, Obst, Obst. Und für die Schreibtisch-Schublade statt der Bitterschokolade: Studentenfutter, getrocknete Datteln, Reiswaffeln, Mandeln zum Knabbern. Lecker und kalorienreich, so überlebe ich die langen Nachmittage.

Abends:
Hauptspeisen mit Gemüse und Kartoffeln (Pfannen, Aufläufe) in verschiedensten Variationen. Meine Freundin hat zum Beispiel Kartoffelpuffer und eine Gemüsepfanne (mit Pilzen, Zucchini und Karotten) gekocht und dazu einen Avocado-Dip (Guacamole) zubereitet; ein anderes Mal habe ich eine Süßkartoffel-Curry-Suppe gemacht, darüber ein paar frische Sprossen; dann sind Reisgerichte eine Option, wie zum Beispiel ein Fenchelrisotto – siehe auch mein Rezept Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto – oder Gerichte mit Quinoa, sogar Burger kann man daraus machen. Auch Desserts sind nicht komplett verboten, so hab ich in der Woche einen leichten Schokopudding aus Chia-Samen und Seidentofu gesüßt mit etwas Ahornsirup zubereitet. Ein paar Tage später Rohkost-Muffins (*Piep-piep*, die haben mich dann doch sehr an Vogelfutter erinnert). Aber insgesamt hatte ich weniger das Bedürfnis nach etwas Süßem als sonst, wahrscheinlich war mein Bedürfnis schon durch das ganze Obst und die getrockneten Datteln gestillt.

Wie ging es mir während und nach der Woche?

Sehr gut. Ich habe mich wohl gefühlt und meine Haut ist auch etwas weicher geworden. Anfangs bin ich zwischendurch schnell wieder hungrig geworden und musste oft an Essen denken. Dann hab ich mir einen Vorrat an basischen Snacks für zwischendurch angelegt (siehe oben). Nach der Woche habe ich sogar beschlossen mit basischer Ernährung weiterzumachen, nicht mehr streng und ausschließlich. Aber ich esse doch vermehrt basische Nahrungsmittel, und vor allem wenn ich selbst koche, fällt mir das nicht schwer.

Einen kleinen Tipp zum Schluss für alle diejenigen, die jetzt motiviert sind und die basische Ernährung auch mal ausprobieren wollen: Denkt nicht ständig daran, was ihr alles nicht essen dürft, sondern eher daran, was ihr alles essen könnt. Probiert Gemüse- und Obstsorten aus, die ihr sonst nicht so oft esst. Kartoffeln und Süßkartoffeln sowie die Pseudogetreidearten wie Hirse, Quinoa und Amaranth sind gut für Hauptspeisen oder als Beilagen zum Sattwerden geeignet.

Viel Spaß und guten Appetit!

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Heilfasten, Teil 2/2: Verschiedene Methoden auf einen Blick

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen…

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen Überblick geben, wie viele unterschiedliche Arten zu Fasten es gibt und dass Fasten nichts mit einer „Null-Diät“ zu tun hat. Trotz allem muss nochmals erwähnt werden: Fasten ist für den Körper eine enorme Belastung. Bevor man im Selbstversuch fastet, ist der Besuch beim Arzt und ein gründlicher Gesundheitscheck Pflicht!

Heilfasten nach Buchinger
Die Buchinger-Methode ist die bekannteste und auch am häufigsten angewendete Fastenkur. Sie ist in der Durchführung einfach, man muss keine zusätzlichen Präparate kaufen und bei ärztlicher Begleitung kann sie bis zu 40 Tage angewendet werden. Allerdings wird sie mit der Zeit sehr eintönig und schwer durchzuhalten, das ist zumindest meine Erfahrung. Grundsätzlich folgt diese Methode dem klassischen Fastenablauf. Während der Fastenzeit wird nur Flüssigkeit aufgenommen. Über den Tag verteilt müssen es mindestens drei Liter sein, wobei man morgens Kräutertee oder Wasser, Mittags Gemüsesäfte oder Gemüsebrühe, nachmittags wieder Kräutertee und abends Obstsäfte oder Gemüsebrühe zu sich nehmen darf. Die Auswahl ist somit recht groß, nur auf die Inhaltsstoffe sollte geachtet werden, sollte man die Obst- oder Gemüsesäfte nicht selbst pressen. Von Fertiggerichten (Fertigsuppen) wird aber generell abgeraten, da sie zu viele chemische Zusätze enthalten und somit dem Fastengedanken der Körperreinigung entgegenstehen. Im Gegensatz zu Nulldiäten oder anderen Fastenmethoden nimmt man bei bei der Methode nach Buchingen Kalorien durch die Flüssigkeiten auf und belastet den Körper somit weniger.

Vorteile: Studien beweisen, dass durch die Buchinger-Methode einige Krankheiten gelindert beziehungsweise geheilt werden konnten. Trotz Fastenkur darf man klare Gemüsesuppe essen, das macht das Durchhalten leichter. Die Fastenkur kann so lange durchgeführt werden, wie man möchte (höchstens 40 Tage), Lebensmittel für die Aufbautage sind leicht zu bekommen.

Nachteile: Diese Fastenmethode wird mit der Zeit eintönig.

Die F.-X.-Mayr-Kur
Benannt nach seinem Erfinder, Franz Xaver Mayr, einem Kurarzt der unter anderem in der Steiermark und Wien praktiziert hat und der der festen Überzeugung ist, dass ein gesunder Körper nur mit einem gesunden Darm funktionieren kann. Begonnen hat alles mit der bekannten Milch-Semmel-Diät: „Die Milch-Semmel-Diät ist eine Fastenkur, die Verdauungsprobleme beheben, den Darm entlasten und seine Selbstreinigungskräfte anregen soll. Dazu werden harte Brötchen oder trockene Semmelscheiben mit etwas Milch extrem lange und intensiv gekaut.“ Mittlerweile wurde das Konzept auf der Basis neuester schulmedizinischer Erkenntnisse überarbeitet und erweitert und bietet mit der F.-X.-Mayr-Kur eine ganzheitliche Ernährungsumstellung die über das Fasten hinausgeht. Die Kur kann in Heilkliniken durchgeführt werden, es finden sich aber auch Literatur und Anleitungen im Internet für eine Kur zu Hause. Hierbei beginnt man mit einem ausführlichen Programm zur inneren Säuberung, Entgiftung und Heilung des Körpers durch einen persönlichen Kurfahrplan, der genau angibt was und wann man essen darf. Das Grundgerüst des Fastenplans ist zwar der gleiche wie beispielsweise bei der Buchinger-Methode (Aufbautage, Fastenbrechen), jedoch zielt die F.-X.-Mayr-Kur darauf ab, eine langfristige Ernährungsumstellung herbeizuführen. Zusätzlich sind Bauchmassagen um die Verdauung anzuregen vorgesehen.

Vorteile: Kein reines Heilfasten, sondern eine ganzheitliche Ernährungsumstellung. Relativ einfach durchzuführen.

Nachteile: Man muss sich streng an die vorgegebenen Pläne halten.

Hildegard von Bingen-Fasten
Die Bedeutung Hildegards von Bingen (*1098, † 1179) lässt sich schlecht in einzelne Kategorien zwängen, da sich das Weltbild seit der Zeit der Aufklärung stark verändert hat. In ihrer Zeit waren bedeutende Personen sogenannte Universalgelehrte. Hildegard von Bingen gilt allgemein als Person, die durch eigene Denkansätze neue Impulse setzte und damit einen umfassenden Blickwinkel auf verschiedenste medizinische oder auch politische Themen setzte. Sie beschäftigte sich nicht nur mit Medizin und Biologie, sondern auch mit Religion, Politik und Musik. Bei der Hildegard von Bingen-Fastenmethode bedient man sich an einem Minimum des klassischen Fastenablaufes und ersetzt das durch eigens hergestellte Fastenprodukte. Bei einer Kur die drei bis sieben Tage dauern kann, ist es vorgeschrieben keine feste Nahrung zu sich zu nehmen und viel zu trinken. Dabei bietet die Marke Hildegard von Bingen eigene Produkte für das Heilfasten an. Somit ist es nur möglich, diese Methode durchzuführen, wenn man sich zuvor die benötigten Produkte zulegt.

Vorteile: Gute Anleitungen und Literatur, die Dauer von sieben Tagen ist gut einzuhalten und die Methode ist abwechslungsreich.

Nachteile: Kauf der entsprechenden Produkte kann zu grösseren Ausgaben führen.

Suppenfasten und Molkefasten
Diese beiden Fastenmethoden sind als die einfachsten zu bezeichnen und bei der Vielzahl von Methoden auch die bekanntesten. Beim Suppenfasten gibt es mehrere verschiedene Anleitungen, von einfachem Fasten mit Hühnersuppe oder Gemüsesuppe zu aufwändigerem Fasten mit Hafercremesuppe oder Basensuppe. Oft wird die Methode auch für Gewichtsverlust beworben. Durch die Einnahme von Gemüsesuppen und ähnlichem wirkt man einem Vitamin- und Eisenmangel entgegen und belastet den Körper nicht so stark wie bei anderen Methoden.

Vorteile: Trotz Fasten kann man eingeschränkt essen, die Suppen sättigen.

Nachteile: Hat wenig mit Heilfasten zu tun, Suppen in der Herstellung aufwendig.

Beim Molkefasten oder Molkekur nimmt man hauptsächlich Molke als Hauptflüssigkeit zu sich. Zusätzlich ist die Einnahme von Wasser, Obstsäften und Sauerkrautsaft erlaubt. Molke wirkt durch die Milchsäurebakterien leicht abführend, sodass man den Körper meist ohne zusätzliche Hilfsmittel entleeren kann. Wie beim Suppenfasten wird diese Methode weniger als Heilfastenmethode angesehen, sondern mehr als Mittel um relativ schnell ein paar Kilos zu verlieren und den Körper zu „erleichtern“.

Vorteile: Die Milchsäure und der Milchzucker in der Molke wirken abführend und das erleichtert den Darm.

Nachteile: Recht einseitig was den Geschmack angeht, wenn man ausschließlich Molke trinkt.

Bei einiger Recherche finden sich noch weitere unterschiedliche Fastenmethoden aber im Grunde genommen laufen sie alle nach demselben Schema ab. So kann jeder für sich selbst die passende Methode finden, bei der er sich wohlfühlt und seine Ziele erreicht. Wichtig ist, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, dass Heilfasten nichts mit Gewichtsabnahme zu tun hat und man es nur in Absprache mit einem Arzt durchführen sollte.

Habt ihr noch Fragen zum Heilfasten? Oder seid ihr vielleicht neugierig auf mehr geworden? Lasst uns in den Kommentaren darüber austauschen!

 

Quellen:
http://www.richtig-heilfasten.de/buchinger-fasten.html
http://www.heilfasten.de/
http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Diaeten/Milch-Semmel-Diaet/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen
http://www.gofeminin.de/abnehmen/fasten-heilfasten-abnehmen-entgiften-d6154x29433.html
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/coach/tid-23177/1-tag-dienstag_aid_56894.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Molke-Fasten
http://www.richtig-heilfasten.de/molkefasten-was-ist-das.html

Keine Kommentare zu Heilfasten, Teil 2/2: Verschiedene Methoden auf einen Blick

Heilfasten, Teil 1: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon?

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens…

Fasten ist ein umstrittenes Thema. Wissenschaftler sind sich uneinig über die Wirkung dieser „Kur“. So heißt es auf der Seite der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“: „Viele positive Wirkungen des Heilfastens sind wissenschaftlich kaum oder nur ungenügend belegt. Der in Zusammenhang zum Heilfasten immer wieder genannte Begriff „Entschlacken“ ist wissenschaftlich nicht begründbar. […] Heilfasten kann aber ein Impuls für eine Änderung des Lebensstils sein.“ Im Gegenzug dazu schreibt die Autorin der Seite heilfasten.de, Tonia, aus ihrer eigenen Erfahrung: „Der Körper befreit sich während einer Heilfasten-Kur von allem, was ihm schadet. Giftstoffe und Schlacken werden beim Heilfasten ausgeschieden. Man könnte also auch sagen, dass das Heilfasten den eigenen inneren Arzt auf den Plan ruft und Stauungen und Blockaden auf allen Ebenen löst. Viele chronische Gesundheitsprobleme lassen sich durch regelmäßiges Heilfasten bessern oder sogar völlig heilen.“

Was also steckt hinter dem Ganzen? Ist Fasten ein Mittel, um Gewicht zu reduzieren oder den Körper zu entgiften? Oder beides? Oder ist es nur unnötige Quälerei, schlimmer noch, Geldmacherei der Heilfastenkuranstalten? In diesem Artikel möchte ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung erzählen, was Heilfasten ist, wie es funktioniert und warum ich es selbst regelmäßig mache(n muss). In einem weiteren Artikel werde ich zur besseren Übersicht die bekanntesten Fastenmethoden vorstellen und ihre Vor- und Nachteile analysieren.

Um mit meiner persönlichen Erfahrung zu beginnen, möchte ich euch zunächst erzählen, wie es dazu kam, dass ich mit dem Fasten begonnen habe. Ich führe es selbst in regelmäßigen Abständen durch, weil ich eine Autoimmunkrankheit habe. Diese äußert sich so, dass meine Immunzellen sich an Hand- und Fußgelenken gegen meine Haut wehren und ich fürchterlich juckende, sich durch das Kratzen vermehrende, rote Ausschläge bekomme. Ohne Behandlung kann sich das bis zu Hautkrebs ausweiten. Die Schulmedizin hatte auch nach zweieinhalbjähriger Behandlung versagt und ich suchte nach einer anderen Methode. Durch eine alternative Therapie über vier Monate habe ich mit natürlichen Mitteln meinen Körper komplett entgiftet. Anschließend habe ich fünf Tage gefastet und das hat den gewünschten Erfolg gebracht. Meine Haut hat sich erholt, die Ausschläge gehen zurück oder verheilen langsam. Darum führe ich es seitdem in regelmäßigen Abständen (mit ärztlicher Begleitung) durch.

Bevor man sich ins Heilfasten stürzt, geht es zuallererst zum Hausarzt – vorausgesetzt man möchte es zu Hause machen. Geht man auf eine Fastenkur in eine Heilanstalt ist es natürlich etwas anderes, aber wir gehen jetzt davon aus, dass wir zu Hause fasten möchten. Gesundheitlich muss man topfit sein, denn der Körper steht die Anstrengung einer Fastenkur sonst nicht durch. Leidet man unter bestimmten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Herz-Gefäß-Erkrankungen oder ähnlichem, ist der Gang zum Arzt Pflicht! Es kann sonst sehr gefährlich sein und das wäre absolut nicht zielführend.

Ein kurzer Überblick über den Ablauf beim Fasten

Während dieser Zeit sind besonderer Stress oder große Anstrengungen (Umzug, wichtige Projekte im Job) zu vermeiden, da das Fasten für den Körper eine enorme Anstrengung bedeutet. Zusätzlich muss man dafür sorgen, regelmäßig – am besten jeden zweiten Tag – Stuhlgang zu haben, da man sonst eine Darminfektion riskiert. Es gibt verschiedene natürliche Mittel die abführend wirken (zum Beispiel Buttermilch, Molke, Sauerkrautsaft, Zitronen-Drink, Apfelessig). Sollten diese nicht zum gewünschten Ergebnis führen, kann man auch zu stärkeren Mitteln greifen (zum Beispiel Rizinusöl, Faulbaumtee, Glaubersalz, Bittersalz). In jedem Fall ist es ratsam, es auf dem natürlichen Weg zu versuchen.

Allgemein teilt sich das Heilfasten in vier Phasen auf. Während der Vorbereitung in der ersten Phase stellt man den Körper durch leichte Kost und Verzicht auf Genussmittel langsam auf die verminderte Nahrungsaufnahme ein. An den Fastentagen in der zweiten Phase reinigt sich der Körper von Innen. Begonnen mit der Haut zieht sich der Reinigungsprozess immer weiter bis zum Darm. Um diesen Weg zu bestreiten, braucht es mindestens fünf Fastentage. Im Anschluss daran folgt das sogenannte Fastenbrechen, die dritte Phase. An diesem Tag bricht man das Fasten ab und startet mit bestimmten Lebensmitteln, je nach Methode, langsam wieder mit dem Essen. Danach beginnen die Aufbautage, also die vierte Phase, bei denen man sich mit kleinen Portionen wieder langsam an eine normale Nahrungsaufnahme gewöhnt. In der Regel sagt man, die Aufbautage sollten mindestens ein Drittel der Fastenzeit andauern, zum Beispiel folgen auf 21 Fastentage sieben Aufbautage. Sport ist ein wichtiger Bestandteil des Fastens, da der Körper in dieser Zeit natürlich an seine Reserven geht, baut er auch Muskelmasse ab. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt es sich, nur sanfte Übungen zu machen um den Organismus nicht unnötig zu belasten. Sportarten wie zum Beispiel Yoga, aber auch Autogenes Training oder Meditation sind erlaubt und erwünscht. Natürlich kann es trotz der vielen Vorbereitung und sorgsamer Planung zu Komplikationen kommen, das nennt man Fastenkrise. Symptome wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Hautausschläge können auftreten. Darum ist es ratsam vor dem Fasten ein Blutbild machen zu lassen, um Nährstoffmängel aufzudecken oder eine Übersäuerung festzustellen. Der Verzicht auf Koffein und Nikotin schon vor dem Fasten kann ebenfalls solchen Symptomen entgegenwirken.

Natürlich gibt es auch negative Seiten des Fastens. Es können Nebenwirkungen auftreten, die man nicht unterschätzen sollte. (Siehe auch: apinchofhealth.com/very-low-calorie-diets/research-into-the-dangers-of-very-low-calorie-diets.php oder gesundheit.de/ernaehrung/diaeten/fasten/fasten-wirksamkeit-nebenwirkungen-bewertung) Kreislaufstörungen, Azidose, Hypotonie, Gicht oder Herzrhythmusstörungen sind Symptome, die durch verschiedene Prozesse im Körper auftreten könnten und verhindert oder vermieden werden können, wenn man schon vor dem Fasten zum Arzt geht. Darum ist dies gerade für Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen sehr wichtig.

Wie man sieht, heißt Fasten nicht einfach nichts zu essen. Es steckt viel Vorbereitung und geistige Einstellung dahinter und nicht für jeden ist es die richtige Methode, um mit seinem Körper „ins Reine zu kommen“. In jedem Fall muss man mit sich selbst immer umsichtig umgehen, denn: „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Ávila)

Habt ihr schon einmal gefastet? Aus welchem Grund und habt ihr eure Ziele damit erreicht? Welche Methode kennt ihr und würdet ihr sie empfehlen? Ich freue mich über eure Kommentare!

Quellen:
http://heilfastenkur.de/
http://www.heilfasten.de/cms/front_content.php?idcat=171

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Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte,…

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte, einen Artikel über dieses Thema zu verfassen. Nach kurzem Überlegen kam ich jedoch dahinter, dass sich Fitness und Nachhaltigkeit wunderbar vereinen lassen.

Eine nachhaltige Wahl von Fitnessgeräten.

Am meisten auf der Hand liegend ist die Verbindung zwischen Fitness und Nachhaltigkeit sowohl beim Kauf von Fitnessgeräten als auch bei der Art der Ausübung. Wähle ich beispielsweise für meine morgendliche Yogaroutine eine Matte aus schadstoffhaltigem, billigem Plastik und Weichmachern, wirkt sich das ungünstiger auf die Umwelt und meine Gesundheit aus, als wenn ich eine Matte aus 100 Prozent Bio-Baumwolle oder schadstofffreiem Nitrilkautschuk mit langer Lebensdauer wähle. Dieselben Kriterien lassen sich auch auf den Kauf von Hanteln über Fitnesskleidung bis hin zu großen Trainingsgeräten anwenden.

Aber auch die Art und Weise, wie ich Sport ausübe, spielt eine Rolle. Jogge ich draußen in der Natur, verwende ich wesentlich weniger Ressourcen, als wenn ich im hell beleuchteten Fitnessstudio auf dem Laufband laufe, zu dem ich womöglich noch mit dem Auto gefahren bin. Nachhaltigkeit kann also wie in allen anderen Lebensbereichen auch bei der Fitness ein hilfreicher Wegweiser sein.

Ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Unter Nachhaltigkeit versteht man eine ressourcenschonende, zukunftsfähige und bewusste Lebensweise. Während wir dieses Konzept meistens gesamtgesellschaftlich betrachten, lässt es sich auch auf den einzelnen Menschen übertragen. Unser Körper ist als Organismus für uns unser Lebensraum. Er bietet uns alle Ressourcen, um erfolgreich mit der Umwelt interagieren zu können. An diesen Lebensraum sind wir allerdings ein Leben lang gebunden. Wir können nicht in einen anderen Körper wechseln. Mit diesem Lebensraum nachhaltig umzugehen, bedeutet also, dafür Sorge zu tragen, dass unser Körper jetzt und auch in fernerer Zukunft gesund und in seiner Funktionalität erhalten bleibt.

Es ist hinlänglich bekannt, dass körperliche Fitness sich nicht nur signifikant positiv auf unsere körperliche, sondern auch geistige Gesundheit auswirkt. Wer regelmäßig Sport treibt, stärkt sein Herz und Immunsystem und beugt Osteoporose vor. Außerdem führt körperliche Fitness zu einem geringeren Risiko fettleibig zu werden sowie an Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck und sogar Krebs zu erkranken. Zudem werden durch Sport Glückshormone freigesetzt und das Risiko einer Depression vermindert. Fitness, sofern man den Sport richtig betreibt, ist also ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Darüber hinaus kann ein trainierter Körper aber auch auf gesellschaftlichem Niveau zu einer Schonung von Ressourcen beitragen. Durch die verminderte Anfälligkeit für physische und psychische Krankheiten sind erheblich weniger Medikamente notwendig. Außerdem spart Fitness auf eine ganz simple Weise Strom und andere Ressourcen. Wer die Treppe nimmt statt den Aufzug, oder das Fahrrad anstelle des Autos, macht die Welt mit ein wenig Fitness ein Stück grüner. Hierdurch könnte auch eine erhöhte Nachfrage nach Parks oder Radwegen entstehen. Diese könnten, wenn gebaut, auch andere zu mehr Bewegung motivieren. Ein grüner Dominoeffekt ist entstanden.

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Bild: Sterosize / pixabay.com

Fitness schult ein nachhaltiges Mindset.

Fitness kann aber auch einen sehr subtilen Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Umwelt ausüben. Während wir im Allgemeinen davon ausgehen, dass unsere Einstellung unser Handeln bestimmt, zeigen langjährige Erkenntnisse aus der Psychologie, dass das Gegenteil der Fall ist. Wenn wir viel Sport betreiben (das Verhalten), wird sich mit der Zeit unsere Einstellung dahingehend ändern, dass wir Fitness als wichtiger erachten als früher. Jemand, der regelmäßig trainiert, ist geneigt, sich auch mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen. Dabei wird er oder sie zunächst einmal vielleicht nur aus rein eigennützigen Motiven auf beispielsweise chemische Zusätze in Essen und Kleidung verzichten. Langfristig wird aber auch dieses Handeln seine oder ihre Einstellung verändern können. So entwickelt jemand, der zunächst ausschließlich aus Eigennutz begann, biologisch einzukaufen, nun auch eine allgemein nachhaltige Einstellung: Eine Einstellung, die nicht nur nachhaltig für den eigenen Körper sorgen möchte, sondern für den gesamten Planeten.

Vielleicht fühlt ihr euch bereits motiviert euch zu bewegen. Kleine Veränderungen können manchmal viel bewirken.

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