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Kategorie: Health. Fitness.

Seele 2.0 – Wie du Probleme am einfachsten löst

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung…

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung auf etwas Schönes, Neues und Positives aktivieren können. Die Erwartung sei wichtiger als die eigentliche Aktivität. Konkret ausgedrückt: die Erwartung, sich etwas Schönes zu kaufen, die Erwartung, etwas Neues und Spannendes auszuprobieren, löst mehr Freude und Glücksgefühle in uns aus als die Aktivität selbst. Damit hat Herr Berns die alte Weisheit „Vorfreude ist die schönste Freude“ wissenschaftlich belegt.

Eine Empfehlung, die ich einmal in einem Reisebüro bekommen habe: Die Reise möglichst früh buchen, damit die Vorfreude richtig lang ist. Vielleicht ist dieser wissenschaftlicher Fakt auch einer der Gründe, warum es (gefühlt) kurz nach Ostern schon Weihnachtsmänner im Laden gibt – damit wir uns lange freuen und glücklich einkaufen.

Freuen wir uns über etwas, sorgen bestimmte Hormonprozesse dafür, dass unser Körper sich entspannt. Stress wird abgebaut, der Blutdruck sinkt, Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen. Die Phantasie spielt dabei eine große Rolle: Freuen wir uns auf etwas, malen wir uns das Ereignis in den buntesten Farben aus und beschäftigen uns lange damit. Vorfreude kann also sogar glücklicher machen als die eigentliche Freude. Was hat das nun mit dem Lösen von Problemen zu tun?

Drehe den Spieß um – umgekehrt gilt das Gleiche. Hast du ein Problem, das du lösen musst, sorgt dein Hormonhaushalt dafür, dass du angespannt bist. Je länger du das Problem vor dir her schiebst, desto bunter malt deine Phantasie die Unlösbarkeit und die Größe des Problems aus, desto weniger Kraft verspürst du, dich mit dem Problem zu beschäftigen. Somit kommt es in vielen Fällen dazu, dass die Beschäftigung mit dem Aufschieben der Problemlösung mehr Energie und Kräfte raubt, als die Lösung selbst. Das dürfte jedem bekannt sein, der das Geschirr tagelang in der Küche stehen lässt und jedes Mal schlechte Laune hat, wenn es in das Blickfeld gerät.

Die Lösung? Ganz einfach. Hast du dein Problem erkannt und willst es wirklich lösen, dann schiebe diesen Schritt so wenig wie möglich vor dir her. Dadurch ersparst du deinem Körper unnötige Stresshormone und sorgst für einen nachhaltigen Ressourcenhaushalt in deiner Seele. Noch eins: Zufrieden und glücklich sein heißt nicht, keine Probleme zu haben. Es bedeutet vielmehr, dass du lernst, mit den Problemen umzugehen und ihnen nicht erlaubst, dass sie dich von den Dingen ablenken, über die du glücklich und zufrieden sein kannst. Denn Gegenteil von Glück ist bekanntlich nicht Unglück, sondern Langeweile – und eine Welt ohne Probleme wäre absolut langweilig!

Ich hoffe, du bist nun hochmotiviert, die Probleme in deinem Leben mit einem frischen Blick zu betrachten und da anzupacken, wo es nötig ist. Vergiss nicht, einen Kommentar zu hinterlassen, wenn dir etwas durch den Kopf geht.

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Seele 2.0 – Resilienz lernen

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus. Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren…

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus.

Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren Ressourcen dann zu aktivieren, wenn sie gebraucht werden. Eine Fähigkeit, die James Bond und alle anderen Superagenten dieser Welt im Überfluss haben – und die auch für Normalsterbliche sehr nützlich sein kann.

Resilienz beschreibt den Abprall-Effekt, die Teflon-Beschichtung unserer Seele. Eine heute immer häufiger benötigte Fähigkeit, dem Stress und all den Ereignissen zu begegnen, die durch zahlreiche Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft Teil unseres Lebens sind. Umstrukturierungen, Umzüge, Umstellungen, Kündigungen, Sanierungen, Produkteinführungen, Innovationen.

Ja, auch eine Innovation ist ein Stressfaktor. Denke an die Gesichter der Generation über 50, wenn du ihnen ein Smartphone erklärst. Oder die Cloud. Denke an genmanipulierte Lebensmittel (eine Innovation) oder die Diskussion über die Lebensbedingungen der Arbeiter, die in „Billiglohnländern“ die Produkte für die „Geiz-ist-geil“-Gesellschaft herstellen. Wir beschäftigen uns – Internet sei gedankt – oft mit Themen, denen wir nicht gewachsen sind.

Und dann sind da noch all die kleinen Dinge des Alltags: Zugverspätung, Strafzettel, Kindersorgen, Arbeits-Themen.

Wie lernst du widerstandsfähige Denkmuster?

Nimm einen Zettel und beschreibe eine Situation, die blöd gelaufen ist. Etwas, das dich geärgert hat oder traurig macht. Zum Beispiel:

  • Ich habe einen Strafzettel für zu schnelles Fahren bekommen.
  • Der Zug hatte Verspätung, ich habe den Anschlusszug verpasst.
  • Ich habe die Gehaltserhöhung nicht bekommen.
  • Mein Kind ist in der Schule sitzengeblieben.
  • Ich habe mir beim Yoga den Nacken verspannt.

Jetzt kommt die „paradoxe Denkphase„. Denke die Situation andersherum und stelle dir die Frage: „Was ist das Geschenk in dieser Situation? Was kann ich daraus lernen?“ Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lass kommen, was kommt. Wenn dir nichts einfällt, denke, was du jemand anderem sagen würdest, um ihn zu ermuntern oder abzulenken.

Wie die Ergebnisse aussehen können

Das Geschenk in der Situation mit dem Strafzettel für zu schnelles Fahren: Wenn ich es als Warnung sehe und langsamer fahre, kann ich damit in Zukunft vielleicht einen schwereren Unfall vermeiden.

Das Geschenk in der Situation mit der Zugverspätung: Ich habe mich an zwei Zitate erinnert. Das erste lautet: „Gib mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Gib mir Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Und gib mit Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Dann hab ich gelächelt. Ich kann die Zugverspätung nicht ändern. Das zweite Zitat lautet: „Das ärgerliche am Ärger ist, dass er niemandem nützt.“ Ich habe mich daran erinnert, wie ich mich ärgere, wenn ich verärgert in den Spiegel gucke – wie alt ich dann plötzlich aussehe. Und das will ich nicht.

Das Geschenk für die nicht erhaltene Gehaltserhöhung: Ich muss noch besser in dem werden, was ich tue, und meine Vorgesetzten noch mehr von mir überzeugen. Vielleicht ist das aber auch einfach nicht das Unternehmen, in dem ich meine Zukunft aufbauen sollte. Ich sollte mich auch mal nach anderen Stellen umschauen.

Das Geschenk in der Situation mit dem Kind: Das Lernen und Pauken wird dieses Jahr einfacher sein, und ich werde es nicht so schwer haben, das Wort „Konsequenzen“ zu erklären.

Das Geschenk beim verspannten Nacken: Gut zu wissen, wie gut es mir geht, wenn meine Gesundheit in Ordnung ist. Dafür sollte ich öfter dankbar sein!

Bei der Aufgabe geht es nicht darum, dass du dich nicht ärgerst oder die Ereignisse als harmlos und nichtig darstellst. Es geht darum, den dadurch entstehenden Stress nicht zu nah an dich ranzulassen und zu lernen, widerstandsfähiger zu werden. Aufstehen, Krone richten, etwas Gutes in der Situation finden, weiter gehen.

Irgendetwas Gutes findest du garantiert!

Aus jeder Zitrone kann man eine Limonade machen. Damit ist das Thema Resilienz nicht abgeschlossen, aber für heute bleibt es bei dieser Übung. Wenn du gute Beispiele aus deinem Leben hast, dann her damit! Und wenn du Schwierigkeiten mit der paradoxen Denkweise hast und Unterstützung brauchst, schreibe uns ein Kommentar – wir helfen dir gern!

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Seele 2.0 – Entschleunigung

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch? Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt…

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch?

Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt vergnügt wie auf einer Achterbahnfahrt mit diesem Tempo mit. Wenn dir der Stress und die Geschwindigkeit deines Alltags zu schaffen machen, tue folgendes:

Entschleunige dich!

Hier findest du zehn Beispiele, wie du das tun kannst:

  1. Schalte ab: Handy aus, PC aus, Fernseher aus, Telefon aus! Die meisten von uns verbringen viel Zeit online. Wir schreiben E-Mails, lesen Zeitung, schauen Videos und hören Musik am Computer. Schalte deine Geräte zunächst ein Mal pro Woche aus. Gehe stattdessen vor die Tür, mache Sport, treffe dich mit jemandem in „Real Life“. Du wirst dich wundern, wie viel Zeit du plötzlich hast, wenn du das Abschalten regelmäßig praktizierst. Mails, Chats, SMS und Co haben Zeit und können auch bis morgen warten.
  2. Genieße das Essen: Esse, ohne dabei Zeitung zu lesen, mit dem Mobiltelefon zu spielen, im Internet zu surfen oder fern zusehen. Spreche nicht, sondern konzentriere dich ganz und gar auf den Geschmack. Schmeckt es dir nicht? Bestes Zeichen, dass du das Essen stehen lassen solltest. Schmeckt es dir ausgezeichnet? Genieße jeden Bissen!
  3. Tue einfach mal nichts: Naja, liegen, stehen oder sitzen tust du dabei – aber ansonsten tue einfach nur nichts. Lege das Handy aus der Hand, stelle dir deinen Kopf gedankenleer vor, schaue gerade aus und schaue einfach nur hin, ohne zu analysieren, zu müssen oder zu fragen. Dafür eignet sich eine Wand genau so gut wie ein Fenster.
  4. Entspanne deinen Terminkalender: Komm zu Terminen immer ein paar Minuten zu früh oder sage Termine ab. Kein Projekt der Welt ist so wichtig, dass du dich stresst und so deiner Gesundheit Schaden zufügen darfst. Notiere dir, welche Termine in deinem Kalender regelmäßig zu lange dauern und dich aus der Bahn werfen. Prüfe, welche regelmäßigen Termine komplett abgesagt oder auf halb so oft geändert werden können.
  5. Plane Zeit für dich ein: Plane jeden Tag mindestens zehn Minuten nur für dich ein! Mach, worauf du Lust hast: Augen schließen und träumen, zeichnen, genussvoll naschen, eincremen oder ein Buch lesen. Plane diese Zeit so ein, dass du in ihr Energie tanken kannst.
  6. Sei im Hier-und-Jetzt: Es gibt Studien, die zeigen, dass ca. 85% der Menschen in Industrienationen vergangenheitsorientiert und deswegen unglücklich sind. Die Vergangenheit können wir nicht ändern. 13% sind gemäß diesen Studien zukunftsorientiert, und ebenfalls nicht wirklich glücklich – denn die Zukunft ist noch nicht da, man erlebt die Zukunft nicht. Das einzige, was du erleben kannst, ist die Gegenwart, und nur diese kann dich jeden Tag mit Glück versorgen. Lausche, schmecke, fühle, sei im Hier-und-Jetzt und frage dich: Was ist in meinem Leben gerade schön?
  7. Bewege dich: Dass Bewegung nicht nur unserem Körper, sondern auch der Seele gut tut, ist nichts Neues. Spaziere eine Runde, tauche ins Wasser, dehne dich auf der Yoga-Matte oder gehe ins Fitnessstudio. Bewegung ist nach einem anstrengenden Arbeitstag ein super Ausgleich! Lauf dem Stress und der Hektik einfach davon!
  8. Nimm Auszeiten: Der Tag läuft nicht so, wie du es dir vorstellst? Sage den nächsten Termin ab und gehe vor die Tür. Die Woche läuft nicht rund? Unterbreche den Automatismus, steige aus dem Stress aus – zum Beispiel mit Punkt 1 (Abschalten) verbunden mit Punkt 7 (Bewegung). Kurzurlaub muss übrigens nicht sofort auf Mallorca sein, auch Freunde und (ältere) Verwandte besuchen sorgt für Entschleunigung.
  9. Stell dir jeden Morgen diese Frage: Was kann ich tun, damit mein Leben mehr Entspannung und Entschleunigung beinhaltet?
  10. Mache nur eine Sache zur Zeit: Multitasking mag kurzfristig Zeit sparen und manchmal unabdingbar sein, aber mehrere Dinge gleichzeitig zu tun stresst uns, und auf mittlere und langfristige Sicht ist es besser, du fokussierst dich ganz und gar auf das, was du gerade tust. Dir kreisen Gedanken durch den Kopf? Schreibe dir auf, was du als nächstes tust, wenn du mit der aktuellen Aufgabe fertig bist und fahre dann fort.

 

Fällt es dir schwer, einige dieser Vorschläge umzusetzen? Das ist möglicherweise ein Zeichen, dass dir Entschleunigung sehr gut tun würde!

Hast du eigene Entschleunigungs-Aktionen? Teile diese gern mit uns hier als Kommentar!

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Seele 2.0 – Repariere deine Klingel

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“ „Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe…

„Kommst du heute Abend mit ins Kino?“ – „Nein, ich muss arbeiten.“
„Wir fahren am Wochenende campen, kommst du mit?“ – „Nein, ich bin so erschossen von der Woche, bleibe zwei Tage auf dem Sofa.“
„Ist es heute nicht schön? Sonne, Cappuccino…?“ – „Wenn ich nicht so urlaubsreif wäre, könnte ich mich bestimmt daran erfreuen.“

Das sind zufällig mitgehörte Dialoge. In der Bahn, in Straßencafés, in Supermarkt-Schlangen lausche ich gern, wie Menschen sich über ihren Alltag unterhalten. Und stelle fest, dass manche von uns ganz schön müde sind.

Wie wird man urlaubsreif?

Das Spiel des Lebens geht so: Jeder von uns hat zu Beginn des Tages 100% seiner Ressourcen zur Verfügung. Jeder beginnt auf seine Art und Weise, diese Ressourcen einzusetzen und zu verbrauchen. Wer mehr Ressourcen verbraucht, als ihm zur Verfügung standen, borgt sich welche aus dem morgigen Tag, und irgendwann sind die Ressourcen für Wochen im Voraus verbraucht.

Wie du deine Energie schnell verbrauchst:

  • Freundschaften vernachlässigen
  • Sich verzetteln, viele Dinge anfangen
  • Es allen recht machen wollen
  • Nicht wissen, was man wirklich will

Repariere deine Klingel!

Oft bekommen wir kleine Signale aus der Umwelt, die uns sagen, dass wir eventuell an unsere Grenzen geraten. Dass etwas anderes an der Reihe ist, zum Beispiel Freizeit mit Freunden. Wenn deine „Klingel“ – deine empfindliche und aufmerksame Signalempfangsstelle – kaputt ist, dann muss die Umwelt laut klopfen.

Wie kannst du deine Klingel reparieren? Halte ab und zu an. Halte inne. Frage dich: „Wie geht es mir gerade?“.

Höre auf deine Sinne. Wenn es dir gerade nicht gut geht, reagiere. Sofort. Tue etwas Gutes für dich. Tanke Energie. Versetze dich in gute Stimmung – wie das geht, habe ich in diesem Kolumnenbeitrag geschrieben. Wenn du bei der Arbeit bist, mache eine Pause. Gehe kurz vor die Tür und einmal um den Block. Sollte dich jemand komisch angucken, setze dein bezauberndstes Lächeln auf und übe positive Ansteckung.

Beschäftige dich mit der Klingel-Metapher

Wie sieht deine Klingel aus? Wie klingt sie, wenn jemand darauf drückt? Magst du dieses Geräusch? Was kannst du machen, damit deine Klingel nicht so oft defekt ist?

Hast du Erfahrungen mit dem Thema „Energie tanken“? Wie sorgst du dafür, deine Ressourcen nicht zu verbrauchen? Wir freuen uns über deine Ideen und Vorschläge – diese kannst du hier über die Kommentar-Funktion hinterlassen!

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Seele 2.0 – Fühl‘ dich besser!

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen…

Wie du dich sofort besser fühlen kannst in drei Schritten

In meinem Kolumnenbeitrag über positive Ansteckung hast du gelernt, wie du die Welt um dich herum positiv anstecken kannst. Toll, sagen manche, würde ich ja gern tun, aber ich bin selbst überhaupt nicht gut drauf – wie soll ich dann an die anderen denken?

Daher gibt es heute einen Crashkurs in „Gute Laune“. Die Ideen sind unsortiert und in beliebiger Reihenfolge anwendbar bis die gewünschte Wirkung eintrifft. Du kannst auch mehrere davon kombinieren (zum Beispiel beim Lesen lächeln), und ich verspreche dir, dass die bessere Laune in maximal fünf Minuten eintrifft, wenn du dich diesem Mini-Workout widmest. Lachmuskeln ahoi!

(Drucke dir diesen Artikel aus für den Fall, dass du ihn irgendwann brauchst oder schicke ihn an jemanden, der mal wieder gute Laune brauchen könnte.)

Notprogramm, wenn du gerade im Büro oder an anderen Orten bist, wo du nicht weg kannst:

1. Schicke dir selber eine E-Mail mit vielen Smileys. Wenn du die E-Mail bekommst, öffne sie, schaue dir die Smilies an, zähle sie und bedanke dich anschließend mit einer Antwort-Mail, ebenfalls mit Smilies. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass um 90 Grad gedrehtes und nur zeichenhaft dargestelltes Lächeln die gleiche Wirkung auf uns hat wie ein echtes Lächeln.

2. Schaue dir Tierfotos an. Ich weiß, du tust so etwas sonst nie. Aber mache es heute – dir zuliebe. Google „lustige Tierfotos“ und gucke ein paar Minuten in die Tieraugen. Wie schnell wirkt es bei dir?

3. Räume auf. Fange direkt da an wo du gerade bist – vor dem PC? Wie sieht dein Schreibtisch aus? Was steckt in deinen Taschen? Was ist in der Küche los? Etwas aufzuräumen lenkt zum einen gut ab, zum anderen siehst du sofort die Ergebnisse deines Tuns – und fühlst dich besser.

Wenn du weg kannst:

1. Gehe raus. Wetter ist keine Ausrede. Stelle dich dem Wind, den Temperaturen, den Geräuschen. Spüre deine Beine und Arme. Sei einfach ein paar Momente ganz bei dir im Hier und Jetzt.

2. „Russische Kurztherapie„: Suche dir einen ruhigen Platz. Strecke einen Arm ganz weit hoch, so hoch du kannst, und dann schmettere ihn mit voller Wucht nach unten und sage dabei den Schimpf-Spruch deiner Wahl auf. Bei Bedarf wiederholen.

3. Gehe zum Kindespielplatz und betrachte spielende Minimenschen. Schaue, wie unbeschwert und angstfrei diese mit der Welt umgehen. Frage dich, was du von ihnen lernen kannst (oder warum du es im Laufe des Lebens verlernt hast).

Wenn du allein bist:

1. Singe aus vollem Hals zu einem frechen Lied, tue das, bis du richtig warm wirst durch das Einatmen und Singen.

2. Tanze Ballett. Sei anmutig. Strecke deine Beine und Arme. Es geht nicht darum, ob du es kannst, stelle es dir einfach vor und sei ein Meistertänzer oder eine Prima Ballerina.

3. Rufe jemanden an, den du magst und sage ihm, dass du ihn magst. Besprecht etwas aus der alten Zeit (das kann auch etwas von letzter Woche sein). Verabredet euch wieder.

Fühl dich ausgezeichnet!

Jetzt bist du wieder du, aufgetankt und voller Lebensenergie und dein Lächeln kann den Nordpol zum Schmelzen bringen. Vergiss nicht, die Welt um dich herum wissen zu lassen, wie gut es dir geht!

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Was Calisthenics sind und wie sie Ästhetik mit Gesundheit und Nachhaltigkeit verbinden

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic…

Körperliche Fitness kann man auf verschiedenen Wegen erreichen. Manch einer geht morgens eine halbe Stunde joggen, ein anderer pumpt schwere Eisen im Fitnessstudio, wieder ein anderer besucht Zumba und Aerobic Stunden oder betreibt andere Sportarten. Ein trainierter Körper hilft uns gesund zu bleiben und nachhaltig mit uns selbst umzugehen. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness geschrieben. Interessanterweise verbinden heute die meisten von uns körperliche Fitness mit dem Fitnessstudio. Dort gibt es die verschiedensten Maschinen, freie Gewichte, jede Menge Ausdauergeräte sowie Laufbänder oder Crosstrainer. Schnell hat man sich angemeldet und die Studios haben in der Regel 15 bis sogar 24 Stunden am Tag geöffnet.

Doch gibt es eigentlich eine nachhaltigere Lösung für das tägliche Training, die auch den Geldbeutel schonen könnte? Ein Fitnessstudio betreibt viele Geräte, die alle extra gebaut werden mussten, ergo Ressourcen verbraucht haben und regelmäßig ersetzt werden müssen. Zusätzlich benötigen einige der Ausdauergeräte Strom. Außerdem brennt während der langen Öffnungszeiten ständig das Licht, die Musik läuft und in der Regel auch mehrere Fernseher. Vielleicht gibt es sogar eine Sauna oder Solarbänke. Ein letzter Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, betrifft die Anreise zum Fitnessstudio. Fährt man mit dem Auto dorthin, ist dem Umweltschutz leider keinesfalls gedient. Wie kann ich also nachhaltig für meinen Körper und meine Umwelt sorgen, und dabei auch noch Geld und Zeit sparen? Die Antwort auf diese Frage lautet Calisthenics.

Der Begriff Calisthenics entpringt dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern kalos („schön“) und sthenos („Kraft“) zusammen. Einfach ausgedrückt umfassen Calisthenics Eigengewichtsübungen. Der Vorteil von Eigengewichtsübungen ist – wie der Name bereits sagt – dass man bloß sein eigenes Gewicht benötigt und etwa drei bis vier Quadratmeter Raum. Mehr ist für dieses Training nicht notwendig. Das bedeutet, ich kann zuhause trainieren und muss kein teures Fitnessstudio besuchen. Ich kann für mich alleine trainieren und muss mich nicht erst überreden, mich auf den Weg nach draußen zu machen. Calisthenics können durch wenige simple Übungen, wie etwa Liegestütze und Kniebeugen, sehr effektive Resultate erzeugen. Natürlich kann ich auch joggen gehen, doch wer daran interessiert ist die Muskulatur aufzubauen und zu stärken und nicht gerne läuft, ist mit Eigengewichtsübungen gut beraten.

Aber braucht man nicht Gewichte um Muskeln aufzubauen?

Manch einer mag glauben, dass Eigengewichtstraining relativ beschränkt ist in seiner Möglichkeit, Übungen zu steigern und progressiv Muskeln aufzubauen. Wenn jemand mit 150 Kilogramm auf den Schultern eine Kniebeuge macht, erscheint das natürlich erst einmal beeindruckender. Tatsächlich ist es aber so, dass Calisthenics wesentlich funktionaler sind als das typische Gewichte- und Bodybuilder-Training. Während die Maschinen im Fitnessstudio teilweise nur einen einzigen Muskel im Körper beanspruchen, trainiert eine Eigengewichtübung stets viele unterschiedliche Muskeln. Zudem ist das Eigengewichtstraining natürlich und damit gesünder. Rein evolutionär gesehen sind wir dazu konzipiert, unser eigenes Körpergewicht fortzubewegen und vielleicht auch auf Bäume hieven zu können. Die Übungen beanspruchen damit also ein natürliches Zusammenspiel verschiedenster Muskelgruppen, die auch die Gelenke schonend stärken. Ein externes Gewicht von 150 Kilogramm zu heben, stand hingegen nicht auf unserem evolutionären Bauplan. Oft haben Gewichtheber daher Probleme mit den Gelenken. Wer denkt, dass Calisthenics wenig Spielraum für progressiven Fortschritt lassen, dem sei dieses inspirierende Video ans Herz gelegt. Frank Medrano lebt vegan und trainiert seit drei Jahren mit Calisthenics. Die Ästhetik, die sich in diesem Training ausdrückt, ist eine beeindruckende Beherrschung des eigenen Körpers, beispielsweise mittels Handstand-Liegestützen.

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Bild: thefrankmedrano.com

Calisthenics möchte diese Extreme erreichen, aber man kann auch andere Formen von Eigengewichtstraining machen und Muskulatur aufbauen. Ein wenig weibliche Motivation und ein Eigengewichtstraining, das jeder zu Hause oder bei gutem Wetter draußen machen kann, gibt es von Zuzana Light. In dem Beitrag erklärt sie mithilfe von Bildern auch die Körperform der Übungen. Unter dem Video gibt es außerdem nützliche Anweisungen zur Form. Wer mit ganz simplen nur fünf- bis fünfzehnminütigen Trainings am Tag anfangen möchte, kann dies mit einer Trainingsreihe von Karl Ess tun. Karl Ess lebt auch vegan, trainiert aber in der Regel mit Gewichten.

Wen hingegen die Stärke von Calisthenics Athleten inspiriert hat, fängt am besten mit den Calisthenics Grundübungen an. Diese sind Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze, Klimmzüge und Sit Ups. Das klingt nach einer sehr beschränkten Auswahl, aber man kann von diesen Übungen hunderte Variationen verwenden. Ein möglicher Trainingsplan für Anfänger könnte so aussehen, dass man dreimal pro Woche alle diese Übungen macht. Es könnten vier Sets mit jeweils zehn Wiederholungen pro Übung sein. Wichtig bei jeder einzelnen Übung ist, dass man sie entsprechend seines Stärkegrades anpasst. Wenn ihr beispielsweise keine Liegestütze machen könnt, fangt mit Knie-Liegestützen oder sogar Wand-Liegestützen an. Diese übt man solange, bis man ohne Mühe 50 Wiederholungen schaffen kann, woraufhin man zum nächstschwierigeren Grad übergehen kann. So wird aus der Wand-Liegestütze irgendwann eine Handstand-Liegestütze.

Zu der nachhaltigen Sorge für den eigenen Körper gehört es auch, die Übungen mit der richtigen Körperhaltung auszuführen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich zuvor gut mit den Übungen vertraut macht und weiß, wie die korrekte Körperhaltung aussieht. Zum Glück bietet das Internet zahlreiche Anleitungen und Beschreibungen zu allen Übungen. Im Falle der Kniebeuge beispielsweise ist dieser Artikel sehr hilfreich. Zusätzlich ist es ratsam sich von seinem Partner oder seiner Partnerin oder Freunden beobachten und korrigieren zu lassen. Alternativ kann man sich beim Trainieren einfach mal mit der Kamera aufzunehmen, damit man ganz sicher stellen kann, dass die Form stimmt.

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Bild: Janice

Ich persönlich trainiere seit fast drei Jahren mit Eigengewichtsübungen und könnte mir ein Leben ohne mein Training gar nicht mehr vorstellen. Am Anfang beziehungsweise nach einer langen Pause ist es immer ein wenig schwer sich zu überwinden, aber in der Regel hat es etwas Süchtigmachendes an sich. Das Training gibt mir Ausgleich in meinem Alltag; ich fühle mich danach wach, konzentriert und glücklich. Den Einstieg in das Eigengewichtstraining habe ich durch Zuzana Light gefunden, die damals noch alle ihre Trainingsroutinen kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Sie trainiert nach dem Konzept des HIIT (High Intensity Intervall Training), was kurze aber sehr anstrengende Trainingsroutinen umfasst, die den Metabolismus anregen, dadurch Fett verbrennen und Stärke aufbauen. Ich habe nun sehr lange mit HIIT trainiert und habe damit große Fortschritte gemacht. Früher konnte ich nur mit Mühe Liegestützen auf den Knien machen. Heute trainiere ich einarmige Liegestütze. Außerdem habe ich eine schöne körperliche Definition erlangt. Kürzlich bin ich auf Calisthenics gestoßen und möchte nun mein Training darauf ausrichten. Es reizt mich, irgendwann Handstand-Liegestütze oder einarmige Klimmzüge machen zu können.

Vielleicht möchten die meisten von euch Fitness gar nicht auf dem Level von Frank Medrano beherrschen oder gar so einen Körper haben. Ich möchte aber zeigen, dass das durchaus möglich ist. Auch wer nur ein wenig Bauchspeck loswerden möchte, oder darauf abzielt, ein wenig mehr Ausdauer und Energie durch Sport zu erlangen, kann dies kostenlos und nachhaltig im eigenen Zuhause oder im Freien erreichen. Es ist ohne Geräte möglich. Calisthenics und andere Formen von Eigengewichtsübungen sind eine bewusste Entscheidung für den Antikonsum. Die Fitnessindustrie möchte uns glauben machen, dass wir nur durch Shakes, Geräte und andere Apparate schlank und fit sein können. Doch im Grunde brauchen wir dafür nur unseren eigenen Körper und eventuell eine Matte auf dem Boden. Darüber hinaus fühlt es sich natürlich gut an, wenn man merkt, dass man stärker wird. Ich habe mehr Energie, bin seltener krank und habe das Gefühl, ich trage Sorge für meinen Körper, in dem ich schließlich zuhause bin.

Quellen:
„Convict Conditioning“ von Paul Wade
“You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises” von Mark Lauren

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Seele 2.0 – Positive Ansteckung

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst…

Wenn wir uns nicht anstecken wollen, versuchen wir, bei einem hustenden Menschen auf Distanz zu bleiben. Und auf öffentlichen Toiletten kann man oft beobachten, wie wir und andere versuchen, möglichst nicht in Berührung mit Keimen zu kommen. Doch was, wenn wir andersherum denken? Wenn wir statt der Vermeidung der Ansteckung eine Ansteckung beabsichtigen?

Und das geht so:

Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und halte es für mindestens zehn bis 15 Sekunden. Solltest du vorher schon gute Laune haben, wird sich diese verstärken und stabilisieren. Solltest du vorher unentschieden oder sogar schlecht drauf sein, wird sich dein Gemüt heben. Dafür sorgt die propriozeptive Rückmeldung. Diese ist folgendermaßen zu erklären: Unser Verhalten folgt unseren emotionalen Empfindungen. Wenn wir traurig sind, weinen wir. Wenn wir glücklich sind, lächeln wir. Das tolle an uns Menschen ist: Es geht auch andersherum! Daher, Schritt eins: Setze dir ein bezauberndes Lächeln auf und merke, was mit deinen Empfindungen passiert.

Schritt zwei: Gehe auf die Straße, irgendwohin, wo es viele Menschen gibt. Lächle die dir entgegenkommenden Passanten an, halte dabei eine Zeit lang den Augenkontakt. Mit der Zahl der Augenkontakte wirst du in deiner Wirkung sicherer, und bereits nach wenigen Minuten beginnt das Wunder der positiven Ansteckung: Die anderen Passanten beginnen, dich ebenfalls anzulächeln. (Übrigens, falls du einen Assistenten für diese Übung gewinnen kannst: Manche Menschen brauchen länger, bis sie sich angesteckt fühlen und lächeln erst, wenn ihr bereits aneinander vorbei gegangen seid. Lass deinen Assistenten fünfzig Meter hinter dir laufen und notieren, wie viele Menschen anfangen zu lächeln, wenn du selbst diese gar nicht mehr siehst.)

Schritt drei: Mache einen Tag in der Woche zum Gute-Laune-Tag. Sei eine Sonne für alle um dich herum. Besonders am Anfang wird es manchen seltsam vorkommen, und es mag sein, dass die Reaktion eher verhalten ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewöhnen sich deine Kollegen daran, dass man deine Laune ab und zu mit nichts kaputt machen kann, werden sie neugierig. Und wenn sie erst einmal neugierig sind, hast du sie bereits vollbracht: Die positive Ansteckung!

Chamäleon-Effekt

So erklären die Wissenschaftler dieses Phänomen: Dein Gegenüber ahmt deine Gestik und Mimik nach – das tun wir alle unbewusst – und tut es dir gleich. Schaffst du es, dass dein Gegenüber ungefähr zehn bis 15 Sekunden lächelt, realisiert das Gehirn deines Gegenübers dieses Verhalten und macht Rückschlüsse auf das Befinden. Du kannst sicher sein, dass er oder sie sich besser fühlt.

Was hast du davon?

Schaffst du es, deine Umgebung an einem Tag in der Woche positiv anzustecken, brauchst du einfach nur bei deinen Gute-Laune-Tagen bleiben, und schon in Kürze werden es andere sein, die dich mit guter Laune anstecken. Du und deine Umgebung habt dann eine Woche voller Lächeln, guter Gespräche, produktiver Zeit und entspannter Gesichtszüge.

Entspannte Gesichtszüge wiederum – wir erinnern uns an die propriozeptive Rückmeldung – führen zu einer entspannten Seele. Und ist die Seele erst einmal entspannt, bleiben deine Ressourcen weiterhin verfügbar und einsatzbereit für die Überraschungen, die in unserem Leben immer vorkommen.

Bist du bereit, deine Welt positiv anzustecken? Dann los!

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Birgit Dierker entstanden.

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Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs…

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs bin, kann es auch mal etwas Vegetarisches sein. Doch von basischer Ernährung wusste ich bis vor einem Jahr noch gar nichts. Damals fing meine Freundin Ina an, sich aus gesundheitlichen Gründen damit zu beschäftigen. Sie legte immer wieder ein paar Wochen oder auch einzelne Tage basischer Ernährung ein. Ich fand das sehr interessant, aber der Gedanke, das selbst mal auszuprobieren, ist mir nicht direkt gekommen. Oder ehrlich gesagt, befürchtete ich auch, dass das für mich zu aufwendig wäre, so nach dem Motto „Ja was darf ich denn dann überhaupt noch essen?“. Als sie mich Ende letzten Jahres fragte, ob ich nicht im Januar für eine Woche basische Ernährung mitmachen wollte, habe ich dann trotzdem nicht lange überlegt – Ja!

Ja! Weil die Vorweihnachtszeit für mich in vielerlei Hinsicht ein ernährungsmäßiges Dauer-Sündigen war: Viel Alkohol (vor allem Glühwein und Punsch, und davon die nicht gerade wenig süßen Varianten, die es auf diversen Weihnachtsmärkten in München und Wien gibt), viele Kekse (selbstgebackene schon ab November, dann die von Mama, die von der Schwester meines Freundes Cj), und viel von allem Anderen, wie es zu Weihnachten eben so is(s)t. Ja! Also um zu „entschlacken“. Ja! Um etwas dazuzulernen über diese Art der Ernährung. Ja! Damit ich auch wieder mal neue Lebensmittel ausprobiere, andere Rezepte koche und etwas herumexperimentiere in der Küche.

Bei basischer Ernährung geht es darum, basische Lebensmitteln zu essen säurebildende zu vermeiden, das gilt auch für Getränke. So soll eine Übersäuerung abgebaut beziehungsweise vermieden werden mit dem Ziel, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erreichen. Für eine genauere Definition kann man in verschiedensten Büchern sowie im Internet viele, teils auch verwirrende Informationen finden. Mir geht es jetzt nicht darum zu schreiben, wie böse doch die sauren Lebensmitteln sind, und welche Krankheiten sie hervorrufen. Als ich das alles gelesen habe, musste ich mich ja schon fast fragen, wie ich mit all dem Teufelszeug in meiner Ernährung so gesund und zufrieden sein konnte.

Was könnten die gesundheitlichen Vorteile sein? Hier wird oft geschrieben, dass basische Lebensmittel reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sind, das Immunsystem unterstützen, entzündungshemmend wirken und gut für den Darm sind. Das hört sich doch gut an! Vor der basischen Woche stellte sich für mich wieder die Frage, was ich essen darf. Was ist überhaupt basisch? Ich will euch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Lebensmittelgruppen geben. Insgesamt kommt es auf einen Basenüberschuss an. Auch muss man nicht komplett alle säurebildenden Produkte weglassen, es gibt hier auch gesunde Ausnahmen.

Wie eine basische Ernährung aussieht

Bei einer rein basischen Ernährung zu vermeiden ist folgendes:
– Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte (Okay, das alles kannte ich schon von der veganen Ernährung und hatte Erfahrung im Ersetzen, also kein Problem.)
– Alkohol und Koffein (Ui, hier ist wohl Verzicht angesagt – oder eben für diejenigen, die es nicht so streng nehmen, geringere Mengen konsumieren.)
– Getreide (Oh nein! Also kein Brot, keine Pasta – dabei macht das doch glücklich. So hatte ich mich schon fast auf eine Woche grantig dreinschauen eingestellt und meinen Freund Cj mal vorgewarnt. Und eine Frage stellte sich sofort: Wie soll ich da satt werden und wie komme ich an meine heißgeliebten Kohlehydrate? Die Antwort folgt!)
– Schwarzer Tee, Früchtetee (Grüner Tee prinzipiell auch, ist jedoch gesund.)

Was bleibt übrig? Vereinfacht dargestellt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich möchte euch nicht mit den Details verwirren:
– Obst: Jawohl, auch Orangen und sogar Grapefruits sind basisch, das soll mal einer verstehen, so sauer wie die Früchte teilweise schmecken. Generell ist sowohl frisches Obst als auch die getrocknete Form stark basisch wie zum Beispiel Rosinen und getrocknete Datteln.
– Gemüse und Salat in allen Arten und – Traraa! – hier kommen meine Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln (Zum Beispiel sind auch Pommes basisch, so kann man sich in einer Basen-Woche wenn es sonst gar nichts gibt, fast überall vor dem Hungertod retten!).
– Mandeln und folglich Mandelmus und Mandelmilch – das gibt es im Bio-Supermarkt und ist recht vielseitig auch für Saucen verwendbar.
– Sprossen und Keimlinge: Die Basen-Woche hab ich als Anregung genommen in einem Keimglas zu sprossen und keimen was das Zeug hält, aber das ist einen eigenen Artikel wert.
– Gewürze, die meisten zumindest.
– Agavensirup und Ahornsirup zum Süßen. Das gibt den Gerichten auch einen leckeren Geschmack.
– Kräutertee: Es gibt auch spezielle Basen-Tee Mischungen, frei nach dem Motto „Besser Basen-Tee als Blasen-Tee!“ – beide kenne ich und ersterer ist geschmacklich definitiv besser!

Und dann gibt es noch die guten leicht säuernden Lebensmitteln, die reich an gesunden Stoffen sind und auch verzehrt werden sollten:
– Nüsse: Alles außer Mandeln die ja basisch sind
– Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen und dergleichen
– Tofu und Sojaprodukte
– Hirse und Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen (Weißer Reis ist je nach Internet-Seite neutral; Vollkornreis säuernd, aber gesünder – einen Tod muss man wohl sterben.)

Meine basische Woche

Wie hab ich die basische Woche überlebt, was hab ich alles gegessen und getrunken? Ich will euch jetzt ein paar Beispiele für verschiedene Mahlzeiten geben. Mir hat es es Spaß gemacht, da auch zwei Freundinnen mitgemacht haben und wir uns in der Woche bei jeder von uns abends zum gemeinsamen Schlemmen getroffen haben. Das war wahrhaftig ein Genuss!

Frühstück:
Ich gehe nie ohne Frühstück aus dem Haus. Kurz nach dem Aufstehen will ich etwas essen, dann kann der Tag losgehen. Während der basischen Woche, in der ich ja auf mein herkömmliches Müsli verzichtet habe und auch kein Brot essen durfte, habe ich mir etwas anderes gesucht. Da für mich Obst oder Fruchtsaft alleine zu wenig sättigend sind, habe ich den Tag mit einem Hirsebrei in Mandelmilch gestartet. Dieser ist schnell zubereitet aus Hirseflocken (diese gibt es zum Beispiel von Alnatura), die man nur sehr kurz aufzukochen muss, es reichen auch ungefähr zwei Minuten in der Mikrowelle. Mit ein paar Rosinen (diese sind ja stark basisch), Obststücken und etwas Vanille oder Zimt verfeinert ist das ein schneller, guter Brei. Ein Glas frisch gepressten Orangensaft dazu und ein basisches Frühstück ist fertig.

Mittagessen:
In der Kantine in der Arbeit gab es für mich Salat mit Kürbiskernen, wie auch sonst des Öfteren. Allerdings dazu keine Semmel oder Brezel, stattdessen als Beilage dann Kartoffeln in diversen Formen. Hin und wieder auch einfach Gemüse und Reis mit Sojasauce verfeinert. Als ich mittags einmal mit einem Freund draußen essen war, waren wir statt beim Italiener bei dem es die Pasta geworden wäre, thailändisch Essen mit einem Gemüsecurry mit Kokosmilch und Reis. Es funktioniert also auch im Arbeitsumfeld. Am Wochenende zu Hause selbst zu kochen ist natürlich noch einfacher oder – falls möglich – etwas Vorgekochtes in die Arbeit mitzunehmen.

Zwischendurch:
Obst, Obst, Obst. Und für die Schreibtisch-Schublade statt der Bitterschokolade: Studentenfutter, getrocknete Datteln, Reiswaffeln, Mandeln zum Knabbern. Lecker und kalorienreich, so überlebe ich die langen Nachmittage.

Abends:
Hauptspeisen mit Gemüse und Kartoffeln (Pfannen, Aufläufe) in verschiedensten Variationen. Meine Freundin hat zum Beispiel Kartoffelpuffer und eine Gemüsepfanne (mit Pilzen, Zucchini und Karotten) gekocht und dazu einen Avocado-Dip (Guacamole) zubereitet; ein anderes Mal habe ich eine Süßkartoffel-Curry-Suppe gemacht, darüber ein paar frische Sprossen; dann sind Reisgerichte eine Option, wie zum Beispiel ein Fenchelrisotto – siehe auch mein Rezept Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto – oder Gerichte mit Quinoa, sogar Burger kann man daraus machen. Auch Desserts sind nicht komplett verboten, so hab ich in der Woche einen leichten Schokopudding aus Chia-Samen und Seidentofu gesüßt mit etwas Ahornsirup zubereitet. Ein paar Tage später Rohkost-Muffins (*Piep-piep*, die haben mich dann doch sehr an Vogelfutter erinnert). Aber insgesamt hatte ich weniger das Bedürfnis nach etwas Süßem als sonst, wahrscheinlich war mein Bedürfnis schon durch das ganze Obst und die getrockneten Datteln gestillt.

Wie ging es mir während und nach der Woche?

Sehr gut. Ich habe mich wohl gefühlt und meine Haut ist auch etwas weicher geworden. Anfangs bin ich zwischendurch schnell wieder hungrig geworden und musste oft an Essen denken. Dann hab ich mir einen Vorrat an basischen Snacks für zwischendurch angelegt (siehe oben). Nach der Woche habe ich sogar beschlossen mit basischer Ernährung weiterzumachen, nicht mehr streng und ausschließlich. Aber ich esse doch vermehrt basische Nahrungsmittel, und vor allem wenn ich selbst koche, fällt mir das nicht schwer.

Einen kleinen Tipp zum Schluss für alle diejenigen, die jetzt motiviert sind und die basische Ernährung auch mal ausprobieren wollen: Denkt nicht ständig daran, was ihr alles nicht essen dürft, sondern eher daran, was ihr alles essen könnt. Probiert Gemüse- und Obstsorten aus, die ihr sonst nicht so oft esst. Kartoffeln und Süßkartoffeln sowie die Pseudogetreidearten wie Hirse, Quinoa und Amaranth sind gut für Hauptspeisen oder als Beilagen zum Sattwerden geeignet.

Viel Spaß und guten Appetit!

10 Kommentare zu Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung

Heilfasten, Teil 2/2: Verschiedene Methoden auf einen Blick

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen…

Anschließend an Heilfasten, Teil 1/2: Was ist es, was kann es und was hatte ich davon? geht es in diesem Artikel um die gängigsten Fastenmethoden. Ich möchte euch einen kleinen Überblick geben, wie viele unterschiedliche Arten zu Fasten es gibt und dass Fasten nichts mit einer „Null-Diät“ zu tun hat. Trotz allem muss nochmals erwähnt werden: Fasten ist für den Körper eine enorme Belastung. Bevor man im Selbstversuch fastet, ist der Besuch beim Arzt und ein gründlicher Gesundheitscheck Pflicht!

Heilfasten nach Buchinger
Die Buchinger-Methode ist die bekannteste und auch am häufigsten angewendete Fastenkur. Sie ist in der Durchführung einfach, man muss keine zusätzlichen Präparate kaufen und bei ärztlicher Begleitung kann sie bis zu 40 Tage angewendet werden. Allerdings wird sie mit der Zeit sehr eintönig und schwer durchzuhalten, das ist zumindest meine Erfahrung. Grundsätzlich folgt diese Methode dem klassischen Fastenablauf. Während der Fastenzeit wird nur Flüssigkeit aufgenommen. Über den Tag verteilt müssen es mindestens drei Liter sein, wobei man morgens Kräutertee oder Wasser, Mittags Gemüsesäfte oder Gemüsebrühe, nachmittags wieder Kräutertee und abends Obstsäfte oder Gemüsebrühe zu sich nehmen darf. Die Auswahl ist somit recht groß, nur auf die Inhaltsstoffe sollte geachtet werden, sollte man die Obst- oder Gemüsesäfte nicht selbst pressen. Von Fertiggerichten (Fertigsuppen) wird aber generell abgeraten, da sie zu viele chemische Zusätze enthalten und somit dem Fastengedanken der Körperreinigung entgegenstehen. Im Gegensatz zu Nulldiäten oder anderen Fastenmethoden nimmt man bei bei der Methode nach Buchingen Kalorien durch die Flüssigkeiten auf und belastet den Körper somit weniger.

Vorteile: Studien beweisen, dass durch die Buchinger-Methode einige Krankheiten gelindert beziehungsweise geheilt werden konnten. Trotz Fastenkur darf man klare Gemüsesuppe essen, das macht das Durchhalten leichter. Die Fastenkur kann so lange durchgeführt werden, wie man möchte (höchstens 40 Tage), Lebensmittel für die Aufbautage sind leicht zu bekommen.

Nachteile: Diese Fastenmethode wird mit der Zeit eintönig.

Die F.-X.-Mayr-Kur
Benannt nach seinem Erfinder, Franz Xaver Mayr, einem Kurarzt der unter anderem in der Steiermark und Wien praktiziert hat und der der festen Überzeugung ist, dass ein gesunder Körper nur mit einem gesunden Darm funktionieren kann. Begonnen hat alles mit der bekannten Milch-Semmel-Diät: „Die Milch-Semmel-Diät ist eine Fastenkur, die Verdauungsprobleme beheben, den Darm entlasten und seine Selbstreinigungskräfte anregen soll. Dazu werden harte Brötchen oder trockene Semmelscheiben mit etwas Milch extrem lange und intensiv gekaut.“ Mittlerweile wurde das Konzept auf der Basis neuester schulmedizinischer Erkenntnisse überarbeitet und erweitert und bietet mit der F.-X.-Mayr-Kur eine ganzheitliche Ernährungsumstellung die über das Fasten hinausgeht. Die Kur kann in Heilkliniken durchgeführt werden, es finden sich aber auch Literatur und Anleitungen im Internet für eine Kur zu Hause. Hierbei beginnt man mit einem ausführlichen Programm zur inneren Säuberung, Entgiftung und Heilung des Körpers durch einen persönlichen Kurfahrplan, der genau angibt was und wann man essen darf. Das Grundgerüst des Fastenplans ist zwar der gleiche wie beispielsweise bei der Buchinger-Methode (Aufbautage, Fastenbrechen), jedoch zielt die F.-X.-Mayr-Kur darauf ab, eine langfristige Ernährungsumstellung herbeizuführen. Zusätzlich sind Bauchmassagen um die Verdauung anzuregen vorgesehen.

Vorteile: Kein reines Heilfasten, sondern eine ganzheitliche Ernährungsumstellung. Relativ einfach durchzuführen.

Nachteile: Man muss sich streng an die vorgegebenen Pläne halten.

Hildegard von Bingen-Fasten
Die Bedeutung Hildegards von Bingen (*1098, † 1179) lässt sich schlecht in einzelne Kategorien zwängen, da sich das Weltbild seit der Zeit der Aufklärung stark verändert hat. In ihrer Zeit waren bedeutende Personen sogenannte Universalgelehrte. Hildegard von Bingen gilt allgemein als Person, die durch eigene Denkansätze neue Impulse setzte und damit einen umfassenden Blickwinkel auf verschiedenste medizinische oder auch politische Themen setzte. Sie beschäftigte sich nicht nur mit Medizin und Biologie, sondern auch mit Religion, Politik und Musik. Bei der Hildegard von Bingen-Fastenmethode bedient man sich an einem Minimum des klassischen Fastenablaufes und ersetzt das durch eigens hergestellte Fastenprodukte. Bei einer Kur die drei bis sieben Tage dauern kann, ist es vorgeschrieben keine feste Nahrung zu sich zu nehmen und viel zu trinken. Dabei bietet die Marke Hildegard von Bingen eigene Produkte für das Heilfasten an. Somit ist es nur möglich, diese Methode durchzuführen, wenn man sich zuvor die benötigten Produkte zulegt.

Vorteile: Gute Anleitungen und Literatur, die Dauer von sieben Tagen ist gut einzuhalten und die Methode ist abwechslungsreich.

Nachteile: Kauf der entsprechenden Produkte kann zu grösseren Ausgaben führen.

Suppenfasten und Molkefasten
Diese beiden Fastenmethoden sind als die einfachsten zu bezeichnen und bei der Vielzahl von Methoden auch die bekanntesten. Beim Suppenfasten gibt es mehrere verschiedene Anleitungen, von einfachem Fasten mit Hühnersuppe oder Gemüsesuppe zu aufwändigerem Fasten mit Hafercremesuppe oder Basensuppe. Oft wird die Methode auch für Gewichtsverlust beworben. Durch die Einnahme von Gemüsesuppen und ähnlichem wirkt man einem Vitamin- und Eisenmangel entgegen und belastet den Körper nicht so stark wie bei anderen Methoden.

Vorteile: Trotz Fasten kann man eingeschränkt essen, die Suppen sättigen.

Nachteile: Hat wenig mit Heilfasten zu tun, Suppen in der Herstellung aufwendig.

Beim Molkefasten oder Molkekur nimmt man hauptsächlich Molke als Hauptflüssigkeit zu sich. Zusätzlich ist die Einnahme von Wasser, Obstsäften und Sauerkrautsaft erlaubt. Molke wirkt durch die Milchsäurebakterien leicht abführend, sodass man den Körper meist ohne zusätzliche Hilfsmittel entleeren kann. Wie beim Suppenfasten wird diese Methode weniger als Heilfastenmethode angesehen, sondern mehr als Mittel um relativ schnell ein paar Kilos zu verlieren und den Körper zu „erleichtern“.

Vorteile: Die Milchsäure und der Milchzucker in der Molke wirken abführend und das erleichtert den Darm.

Nachteile: Recht einseitig was den Geschmack angeht, wenn man ausschließlich Molke trinkt.

Bei einiger Recherche finden sich noch weitere unterschiedliche Fastenmethoden aber im Grunde genommen laufen sie alle nach demselben Schema ab. So kann jeder für sich selbst die passende Methode finden, bei der er sich wohlfühlt und seine Ziele erreicht. Wichtig ist, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, dass Heilfasten nichts mit Gewichtsabnahme zu tun hat und man es nur in Absprache mit einem Arzt durchführen sollte.

Habt ihr noch Fragen zum Heilfasten? Oder seid ihr vielleicht neugierig auf mehr geworden? Lasst uns in den Kommentaren darüber austauschen!

 

Quellen:
http://www.richtig-heilfasten.de/buchinger-fasten.html
http://www.heilfasten.de/
http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Diaeten/Milch-Semmel-Diaet/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen
http://www.gofeminin.de/abnehmen/fasten-heilfasten-abnehmen-entgiften-d6154x29433.html
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/coach/tid-23177/1-tag-dienstag_aid_56894.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Molke-Fasten
http://www.richtig-heilfasten.de/molkefasten-was-ist-das.html

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Seele 2.0 – Fordern und verlangen

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore…

Wer denkt heute noch bei der Heirat an die Diamantene Hochzeit als Ziel? Wir sind in einer Ära angekommen, in der Heiraten nicht obligatorisch, Partnerwechsel selbstverständlich und Patchwork- und polyamore Familienstrukturen normal sind. Es gibt einen guten TED Talk dazu, in dem die Autorin sagt, von einem Partner wird heute erwartet, was früher ein ganzes Dorf geleistet hat.

Er/Sie soll sowohl erotisch als auch freundschaftlich sein, alles können, philosophisch die gleichen Werte vertreten und natürlich auch noch gut aussehen und klug sein. Und weil kaum einer so ein Supermensch ist, tauschen wir und suchen den nächsten Partner. Einen, der besser passt. Mein Vater ist jetzt zum vierten Mal verheiratet. Und obwohl er seine Muster erkannt hat und genau weiß, dass er auf der Suche nach etwas ist, was es nicht gibt, kann er nicht damit aufhören.

Wir verlangen und fordern.
Und wenn das Ergebnis nicht zu unseren Forderungen passt, gehen wir weiter. Was passiert dabei mit unseren Seelen? Die Seele lernt, sie muss die Bedürfnisse „draußen“ stillen. Irgendjemand kommt und gibt mir etwas, was ich brauche. Irgendwann. Manche finden tatsächlich diese „externen“ Befriedigungen. Und genau an dieser Stelle kommt das Wort Nachhaltigkeit ins Spiel.

Es ist nicht nachhaltig, auf andere zu hoffen.
Denn mal bekommt man etwas, mal nicht, und die Seele, die sich ausgerichtet hat auf die Suche da draußen, hungert immer wieder. Ernährt sich von Müll („Seelenmüll“ wie hohle Statusmeldungen aus Facebook oder sinnlose Soaps im Fernsehen) und wird krank. Es trägt nicht zur Stabilität der Psyche bei, sich von äußeren Faktoren abhängig zu machen.

Lerne dich selbst kennen
Wie kannst du dir aus so einer Situation helfen? Lerne dich selbst kennen und lerne, dich selbst zu stärken. Und damit kannst du direkt hier und heute anfangen. Gehe zum Spiegel, schaue dich an und sage laut und deutlich: „Ich bin toll!“ Und der nächste Schritt?

Weniger fordern und verlangen.
Schaue, wo in deinem Alltag du Forderungen an deine Umwelt stellst und wie es deiner Seele damit geht. Fütterst du sie gut genug? Gibst du dir selbst genug Bestätigung oder suchst du Bestätigung von anderen? Gehst du schonend mit deinen seelischen Ressourcen um oder verbrauchst du diese tagtäglich in Streit und Ärger? Fange einfach mit deiner nächsten persönlichen Begegnung an und schaue, wie du da weniger fordern und verlangen kannst.

Und wenn dir Ideen, Fragen oder Erkenntnisse kommen, die du teilen möchtest, schreibe mir!

Nächstes Mal: Positive Ansteckung

4 Kommentare zu Seele 2.0 – Fordern und verlangen

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