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    Kann man Glück lernen?

    Fast jeder Mensch hat sich in seinem Leben schon einmal die Frage gestellt: Was ist das, Glück? Wie kann ich glücklicher werden? Meist denken wir dann an einen kurzen Moment, in…

    Fast jeder Mensch hat sich in seinem Leben schon einmal die Frage gestellt: Was ist das, Glück? Wie kann ich glücklicher werden? Meist denken wir dann an einen kurzen Moment, in dem alles stimmt – ein leckeres Essen, Zeit mit dem Liebsten oder ein schöner Urlaubstag. Alles Situationen, die schnell wieder vorüber sind. Auch der Erwerb materieller Dinge, wie beispielsweise eine neue Handtasche, neue Schuhe, oder etwas Schönes zum Anziehen, kann uns für eine gewisse Zeit tatsächlich glücklicher machen, ohne Frage. Jedoch leider auch nur für kurze Zeit.

    Scheinbar ist das Glück ein sehr flüchtiges Phänomen – man kann es nicht festhalten oder einfangen. Wäre es nicht schön, nicht nur kurzfristige Glücksmomente zu erleben, sondern dauerhaft Glück, Lebenszufriedenheit und Erfüllung zu finden? “Nein, das ist nicht möglich”, denken sehr viele Menschen, “solche Momente sind selten und finden im Alltag kaum statt.”

    Zwei Arten von Glück

    Bei einer Studie über Lottogewinner wurde festgestellt, dass diese zwar, als sie von ihrem Gewinn erfuhren, verständlicherweise ein sehr großes Glücksgefühl empfanden, ein halbes Jahr später allerdings schon nicht mehr glücklicher waren als der Durchschnitt der Bevölkerung. Im Gegenteil, sie konnten sich über kleine Begebenheiten, wie zum Beispiel Aufmerksamkeiten von Freunden, nicht mehr so sehr freuen wie vor dem Gewinn. Wie lange hast du dich nach dem Kauf der Handtasche oder etwas anderem noch darüber gefreut? Das ist die Art von Glück, bei der wir intensive, aber vorübergehende Glücksgefühle empfinden – ein Glück, das an äußere Bedingungen geknüpft ist.

    Glücksgefühle haben eines gemeinsam

    Die andere Art von Glück liegt in uns selbst und jeder hat dieses Potenzial in sich. Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Hirnforschung mit den guten Gefühlen und hat sich auf die Suche gemacht. Durch Experimente wurde festgestellt, wie in uns das Gefühl von Glück entsteht. Dabei stellte sich heraus, dass Glücksgefühlen eines gemeinsam ist: Während wir Glücksmomente erleben, vergessen wir unsere festen Vorstellungen und Konzepte. Unser gewohnheitsmäßiges Denken tritt in den Hintergrund.

    Wir denken in diesen Momenten nicht darüber nach, ob wir besser oder schlechter sind als jemand anderes. Wir müssen nicht irgendetwas beweisen oder darstellen, sondern befinden uns ganz im Augenblick, sind frei davon, irgendwelchen Erwartungen zu entsprechen oder diese auf unsere Mitmenschen zu projizieren. Das Ego hat Pause. Keine Ängste, die aus Erlebnissen aus der Vergangenheit auf gegenwärtige Situationen übertragen werden und keine Befürchtungen über die Zukunft trüben unser momentanes Empfinden. Es gibt ein Muster, das allen erfüllten, glücklichen Momenten zugrunde liegt.

    Glück ist lernbar

    Eine wirklich verlässliche innere Zufriedenheit zu erlangen, unabhängig von äußeren Faktoren und flüchtigen Glücksmomenten, ist demnach möglich, Glück ist also lernbar. Wir müssen lediglich Eigenschaften kultivieren, die uns Abstand nehmen lassen von unseren steifen Vorstellungen, Projektionen, inneren Filmen und Glaubensmustern. Das geschieht unter anderem dann, wenn wir dankbar sind, jemandem helfen und liebevoll zu uns selbst sind. Mit sich selbst gut Freund sein, sich so zu behandeln, wie man einen guten Freund behandeln würde, bei dem man auch mit einem Augenzwinkern über seine Macken hinweg sieht, damit wäre die Welt schon ein Stück freudvoller.

    Ein mit sich zufriedener Mensch empfindet weniger Neid, Zorn und Missgunst, ist eher bereit anderen ihre Erfolge und ihr Glück zu gönnen. Eigenschaften wie Dankbarkeit, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft zu pflegen führt dazu, dass wir uns insgesamt zufriedener und glücklicher fühlen und auch unsere Beziehungen von einer tieferen und ausgeglicheneren Qualität sind. Wir haben alle diesen großen Schatz in uns. Wir können unsere positiven Eigenschaften und Gefühle kultivieren und somit unsere gesamte Lebenszufriedenheit und unsere Beziehungen untereinander verbessern. Dieses Glück haben wir somit weitestgehend selbst in der Hand, es ist nicht unbedingt an äußere Bedingungen geknüpft. Positive Gefühle haben messbare Auswirkung auf unser Immunsystem, auf die Stabilität unserer Beziehungen und unser Durchhaltevermögen, was letztendlich eine Voraussetzung von erfolgreichen Unternehmungen ist.

    Was kannst du nun konkret tun, um glücklicher und zufriedener zu sein? Es hat wenig Sinn, sich hinzusetzen und auf das Glück zu warten. Kleine wiederkehrende Handlungen, die Gewohnheiten schaffen, sind das Geheimnis. Handlungen, die zu Gewohnheiten werden, die uns letztendlich helfen, das Glas nicht mehr als halb leer anzusehen. Folgende Übungen, am besten täglich durchgeführt, können helfen, dein Glücksempfinden zu trainieren:

    1. Positiver Tagesrückblick
    In dieser Übung geht es darum, den Tag gut abzuschließen. Mit welcher Einstellung wir in den Schlaf gehen, hat Einfluss auf unsere Schlafqualität und wie wir am nächsten Morgen aufstehen. Diese Übung richtet unseren Fokus auf die positiven Ereignisse des Tages.

    Der positive Tagesrückblick beinhaltet zwei Teile:
    Teil 1: Du legst dir ein schönes Notizbuch oder -heft zu, in das es dir Freude macht zu schreiben. In dieses Heft schreibst du eine Woche lang jeden Abend mindestens drei Ereignisse auf, die schön waren an diesem Tag. Das müssen keine großen Sachen sein, es können Erlebnisse sein wie ein Sonnenstrahl, der auf deinen Schreibtisch gefallen ist, ein angenehmes Gefühl nach dem Duschen oder Baden, aber auch tolle Erfolge und Begegnungen.
    Teil 2: Im zweiten Schritt stellst du dir die Frage: „Was habe ich dazu beigetragen, dass ich diese Erlebnisse als schön und positiv erlebt habe?“ Die Antworten schreibst du ebenfalls in dein Buch.
    Als Beispiel: „Es war heute schön, dass ein Sonnenstrahl auf meinen Schreibtisch gefallen ist. Was habe ich dazu beigetragen, dass es schön war? Ich habe den Sonnenstrahl wahrgenommen. Ich habe mir Zeit genommen, ihn zu betrachten.“ oder „Ich habe mir Zeit genommen ein Bad zu nehmen, ich habe es genossen.“ Du wirst merken, wie sich zunehmend positive Gefühle bei dir einstellen.

    2. Die Freundlichkeitsübung
    Sei mindestens einmal am Tag freundlich zu jemandem. Lasse jemanden an der Kasse vor, trage der Nachbarin die Einkäufe die Treppe hoch oder mache jemandem ein nettes Kompliment.

    3. Auszeit im Alltag
    Schreibe eine Liste mit mindestens 20 Dingen, die dir wirklich Spaß machen und dir gut tun. Dinge, die du in 15 bis 30 Minuten machen kannst. Dann verabrede dich jeden Tag für 15 oder 30 Minuten mit dir selbst. Diesen Termin schreibe in deinen Terminkalender. Nun suchst du dir jeden Tag für diesen Termin eine Sache aus, auf die du gerade Lust hast. So nimmst du dir jeden Tag eine kleine Auszeit aus deinem Alltag. Du wirst sehen, danach wirst du mit mehr Schwung durch den restlichen Tag gehen.

    4. Meditation
    Fünf bis zehn Minuten am Tag sind völlig ausreichend. Du brauchst dich auch nicht in komplizierten Schneidersitzpositionen zu verrenken. Es reicht, wenn du dich so hinsetzt, dass es dir bequem ist und nichts weh tut. Das kann auch auf einem Stuhl sein, falls du zum Beispiel Knieprobleme hast. Du kannst mit offenen oder geschlossenen Augen meditieren. Falls du mit offenen Augen meditierst, konzentriere dich auf ein Objekt vor dir. Es ist völlig egal, was es ist. Das Objekt hat lediglich die Funktion, zu erkennen, wann du abgelenkt bist und deine Gedanken dich beschäftigen. Es geht nicht darum, die Gedanken abzuschalten, sondern sie vorbeiziehen zu lassen und ihnen für einen Moment keine Aufmerksamkeit zu schenken. Richte deine Aufmerksamkeit dann immer wieder auf dein Meditationsobjekt. Möchtest du mit geschlossenen Augen meditieren, dann konzentriere dich auf deinen Atem, wie er kommt und geht.

    In der Meditation wird es dir mit der Zeit immer leichter fallen, Ereignissen, die im Moment nicht von Relevanz sind, keine Bedeutung zu geben. Es wird dir immer leichter fallen, dich gedanklich nicht andauernd in der Vergangenheit oder Zukunft zu bewegen. Häufiges Gedankenkreisen und Grübeln verringern sich und du erfährst mehr innere Ruhe. Die Fähigkeiten, die wir in der Meditation kultivieren, sind auch im täglichen Leben sehr nützlich. So merken wir durch die erhöhte Achtsamkeit schon viel früher, wenn uns wenig nützliche Gefühlsregungen überfallen, und können dadurch zum Beispiel einen sinnlosen Wutanfall im Keim ersticken, bevor er seine zerstörerische Wirkung entfaltet.

    5. Echte Begegnungen
    Ein Glücksfaktor wird in der heutigen digitalen Zeit immer mehr vernachlässigt: Inspirierende echte Begegnungen mit Menschen. Evolutionär sind wir als soziale Wesen konzipiert. Echte positive Begegnungen setzten in uns Glückshormone frei. Plane daher mindestens einmal in der Woche ein Treffen mit einem guten Freund oder einer guten Freundin ein. Gute Gespräche sind immer energetisierend.

    Wenn wir also mehr Glück und Zufriedenheit in unser Leben ziehen wollen, ist es sinnvoll, die oben genannten Eigenschaften zu kultivieren. Wir müssen uns jedoch nicht für das eine entscheiden und das andere aufgeben. An äußere Bedingungen geknüpftes Glück hat genauso seine Berechtigung wie nachhaltiges Glück, welches durch Sinn und Bedeutung entsteht. Verfolgen wir allerdings ausschließlich ein nur an äußere Bedingungen gebundenes Glück und dem Glück verheißenden Konsumtrend, sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Das ist ein auf Sand gebautes, wenig nachhaltiges Glück.

    Viel Freude wünsche ich dir beim Trainieren deines Glücksgefühls!

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    #ThisIsMyEurope: Pedro Castro aus Portugal

    Vor dem Hintergrund der europäischen Turbulenzen habe ich mich auf die Mission begeben, europäische Werte und Anliegen zu identifizieren. In der Interview-Serie #ThisIsMyEurope spreche ich mit Menschen rund um den Kontinent und versuche herauszufinden,…

    Vor dem Hintergrund der europäischen Turbulenzen habe ich mich auf die Mission begeben, europäische Werte und Anliegen zu identifizieren. In der Interview-Serie #ThisIsMyEurope spreche ich mit Menschen rund um den Kontinent und versuche herauszufinden, was für sie „Europa“ bedeutet. Dieses Mal habe ich Pedro interviewt, als der Portugiese gerade in Warschau angekommen ist.

    „Unsere Generation wuchs mit der Idee eines Europas auf, die sich im Laufe der letzten Jahre irgendwie angefangen hat aufzulösen. “ Pedro Castro (32) ist kürzlich in Polens Hauptstadt gezogen. Ich spreche mit ihm über Skype während er seine Familie in der Umgebung von Porto besucht.

    Pedro hat eine Änderung in seinem Verständnis von Europa als Kontinent und Union gleichermaßen bemerkt. „Ich weiß, es klingt drastisch, aber das Europa, das wir heute kennen, wird vielleicht in 20 Jahre nicht mehr existieren. Ich denke, diese Realität ist viel näher als wir denken.“ , jedoch ist seine Prognose nicht absolut düster. „Ich bin ein Optimist. Ich denke, wir werden in letzter Minute eine Lösung finden. Es ist Pragmatismus: Wenn wir es nicht tun, verlieren wir alle.“

    Freiheit

    Pedro schätzt die Freiheit, die Europa geschaffen hat. „Als Kontinent mögen wir Schwierigkeiten haben herauszufinden, wo wir nach diesen Jahrzehnten der Integration stehen, aber auf einer persönlichen Ebene bietet Europa eine große Freiheit. Es ist faszinierend, so viele Kulturen auf unserem eigenen Kontinent anzutreffen.“ Pedro bekam davon als Student einen ersten Eindruck. „Ich ging vor zehn Jahren weg um im Ausland zu leben und jetzt habe ich Freunde in ganz Europa.“ Er fühlt sich als Teil seiner neuen Heimatstadt Warschau. „Unsere Integration ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine soziale. Trotz dieser Krisen, die wir erleben, respektieren wir uns noch gegenseitig als Menschen. Ich liebe die Freiheit, die im Zentrum des Europäisch-Seins liegt.“

    Erst im vergangenen Jahr hatte Pedro eine Tennis-Akademie in der kleinen portugiesischen Stadt Santa Maria de Feira geführt. Jetzt arbeitet er für einen Multinationalen Betrieb in Polens Hauptstadt in einem Job, den er innerhalb eines Monats gefunden hatte. Jeder, der sich darüber wundert, einen professionellen Sportler in so einer Berufswahl zu sehen, wäre ebenso überrascht zu hören, dass er vor seiner Tennisausbildung an einer juristischen Fakultät studiert und diese absolviert hatte. „Ich fand früh heraus, dass die typischen materialistischen Karrierewege für mich nicht der richtige Weg sind. Ich arbeite aus Leidenschaft.“ Flexibel zu sein kam ihm zu Gute: „Persönlich profitiere ich sehr stark von der Integration der EU. Ich kann ganz einfach von einer Stadt in die nächste durch ganz Europa reisen, einen Job finden und ein neues Leben beginnen. Es ist so einfach, weißt du! Es gibt auf der Welt keine Organisation wie diese.“

    Ironie

    Es mag ironisch sein, dass es die wirtschaftliche Integration war, die Pedro erlaubt hat, nach Alternativen für den anspruchsvollen westlichen Lebensstil zu suchen. „Wir alle leben mehr und mehr in ähnlichen westlichen kapitalistischen Gesellschaften und das ist schlecht. Aber hier im Osten, kann ich etwas anderes erleben. An diesem Ort, der zugleich vertraut und doch fremd ist, kann ich nach einem Raum suchen, den ich für mich selbst designe. Weit weg von der perfekten Form, ständig hart zu arbeiten.“

    Freiheit hat auch seine Schattenseiten. „Wir können viel und leicht darüber reden, frei zu sein, aber wir müssen genau prüfen, was das bedeutet. Niemand ist vollkommen frei.“ Die westliche Welt hat klar definierte Rollen. „Die Idee der Freiheit die man uns verkauft, hat sehr viel mit Kontrolle zu tun. Ich schätze wirklich das Niveau auf dem ich persönlich entscheiden kann was ich tue und entscheiden kann wo ich arbeite. Aber auf der Ebene der Gesellschaft, bin ich vielleicht nur ein Welpe in den Händen eines anderen Menschen.“ Pedro spürt, dass der Gesellschaftsstruktur widerstanden werden kann. „Wenn du dich glücklich schätzen kannst, deine eigenen Identität zu finden – wer du bist, nicht was von dir erwertet wird -, ermöglicht dir die Europäische Gesellschaft diese Freiheit zu erwerben.“

    Trotz des Verlustes der Richtung, sieht Pedro eine gemeinsame Zukunft für Europa. „Wie ich schon sagte, die Grundlinie dieses aktuellen Europas ist zu wichtig für alle inkludierten Länder.“ Was können wir tun? „Wir müssen Unterschiede respektieren, während unsere Solidarität und Verständnis füreinander wachsen können. Das fehlte in Griechenland und es fehlt jetzt auch in den anderen Ländern die nicht bereit sind, Deutschlands Weg in der Flüchtlingsfrage beizustehen. Aber wir werden ernsteren Krisen sehen, als wir bisher gehabt haben, also was wird passieren?“ Er drückt das Ganze mit einem Achselzucken aus: “ Natürlich weiß ich es nicht. Ich bin wirklich nur sehr gespannt zu sehen, wohin wir gehen. “

     

    Dieser Artikel wurde auf Oneworld.nl erstveröffentlicht, dieses Interview ist Teil 2 der Serie #ThisIsMyEurope von Reinier Vriend. Vielen Dank an Moni für die Übersetzung!

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    Jetzt stellt ihr die Fragen!

    Wir freuen uns immer sehr, wenn wir auf The bird’s new nest interessante und inspirierende Menschen zu einem Interview willkommen heißen dürfen. So konnten wir zum Beispiel Karikaturist Bruno Haberzettl, Srdjan und Claudia…

    Wir freuen uns immer sehr, wenn wir auf The bird’s new nest interessante und inspirierende Menschen zu einem Interview willkommen heißen dürfen. So konnten wir zum Beispiel Karikaturist Bruno Haberzettl, Srdjan und Claudia von Bikram Yoga Wien Süd oder einer buddhistische Nonne Fragen zu Themen stellen, die uns am Herzen liegen und euch die betreffenden Personen so auch näher vorstellen.

    Doch welche Fragen brennen euch unter den Nägeln? Ab sofort könnt ihr die Interviews auf The bird’s new nest nicht nur lesen, sondern auch mitgestalten! Bevor wir mit jemanden ein Interview führen, wird diese Person bei uns vorgestellt und ihr könnt eure Fragen an unseren Interviewpartner bei uns deponieren. Und wir legen auch schon los!

    Unser nächstes Interview führen wir mit Melanie Fraunschiel (siehe Titelbild), sie ist dreifache österreichische Staatsmeisterin im olympischen Boxen und lebt vegan. Was möchtet ihr von Melanie wissen? Egal ob es ums Boxen, vegane Ernährung oder etwas anderes geht, schreibt eure Fragen einfach in die Kommentare.

    Aber das ist noch nicht alles! Wir würden uns auch noch sehr auf Ideen und Wünsche von euch freuen, wen wir zu einem Interview einladen sollen. Egal ob es sich um eine bekannte Persönlichkeit, um eine Jungunternehmerin oder um einen Freund von euch handelt, schreibt uns ein Kommentar, warum wir ein Interview mit der- oder demjenigen führen sollten.

    Wir freuen uns schon auf eure Ideen und euer Feedback!

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    Lamasthék: Vegane Jausenstation mit Lamas

    Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere –…

    Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere – Katzen, Hunde, Pferde, Ziegen, Schafe… Die Lamasthék im niederösterreichischen Pfaffstätten kommt meiner Vorstellung vom Paradies schon ziemlich nahe. Unglaublich, dass sich quasi hinter meiner Haustüre ein so schönes und idyllisches Fleckchen befindet, das ich bisher nur von Erzählungen gekannt habe. Zum Glück habe ich – durch die tollen Geschichten motiviert – beim Eröffnungsfest der veganen Jausenstation Lamasthék teilgenommen und so dieses neue Lieblingsfleckchen für mich entdeckt!

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    Seit 1. April 2016 gibt es bei der Lamasthék vollwertig vegane Leckereien auf der Picknickwiese beim Standort von Lamasté. Lamasté wiederum bietet Lamatrekking und ist in Niederösterreich in Pfaffstätten (Einöde) beheimatet. Doch bei der Lamasthék erwarten euch nicht nur Lamas – dazu aber später mehr! Genossen werden können die Speisen sowohl auf der Picknickwiese, als auch auf den zahlreichen gemütlichen Sitzplätzen.

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    Sogar ein Lagerfeuer gibt es, an dem nicht nur Speisen zubereitet werden, man kann sich bei Bedarf auch zu späterer Stunde daran aufwärmen. Inklusive ist wie überall die wunderschöne Aussicht.

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    Was gibt es aber nun zu Essen? Auf euch warten rein pflanzliche Vollwertsnacks, Salate, Wildkräuter-Aufstrichbrote, Wraps, Smoothies und einiges mehr, alles von Hand frisch zubereitet.

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    Sehr lecker sind auch der Kaffee und die Süßspeisen wie Palatschinken, die Lamasthék eignet sich also auch hervorragend für eine Jause. Oder einfach nur zum Entspannen und in der Sonne liegen.

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    Nun aber zurück zu den Lamas. Wo Lamatrekking angeboten wird, gibt es ebensolche natürlich.

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    Und keine Angst, Lamas spucken nur selten. Vielmehr sind zumindest diese eher neugierig.

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    Aber das war noch nicht alles! Auf dem Gelände mit dem entzückenden Häuschen gibt es auch Ziegen und Schafe…

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    …Graugänse und Pferde…

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    …und eine etwas verschlafene Katze.

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    Und sogar auf dem Heimweg wird man noch mit idyllischer Landschaft belohnt, die einem garantiert lange im Gedächtnis bleibt.

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    Ich kann euch einen Besuch der Lamasthék nur empfehlen, gönnt euch eine Auszeit im Paradies!

     

    Facebook-Seite: facebook.com/lamasthek

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    #ThisIsMyEurope: Lucile Pouthier aus Frankreich

    Vor dem Hintergrund der europäischen Turbulenzen habe ich mich auf die Mission begeben, europäische Werte und Anliegen zu identifizieren. In der Interview-Serie #ThisIsMyEurope spreche ich mit Menschen rund um den Kontinent und versuche herauszufinden,…

    Vor dem Hintergrund der europäischen Turbulenzen habe ich mich auf die Mission begeben, europäische Werte und Anliegen zu identifizieren. In der Interview-Serie #ThisIsMyEurope spreche ich mit Menschen rund um den Kontinent und versuche herauszufinden, was für sie „Europa“ bedeutet. Das erste Interview habe ich mit Lucile aus Paris geführt.

    Lucile Pouthier, Doktorandin, klingt streng als ich sie über die wichtigsten Werte Europas befrage. „Ich muss dich warnen, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen nach Schönheitswettbewerb, aber ich glaube, der wichtigste Mehrheit ist Frieden.“ Sie lacht. Selbst über die dürftige Skype-Verbindung schafft sie ein sympathisches Auftreten. „Wir werden nicht täglich damit konfrontiert, aber vor mehr als sechzig Jahren waren wir aktiv dabei uns gegenseitig zu töten. Der Frieden, den wir jetzt haben, ist eine verdammte Leistung!“

    Familiengeschichte

    Luciles Wertschätzung für Europas Rolle im täglichen Frieden stamm ursprünglich aus ihrer Familiengeschichte. „Als ich noch klein war, erzählten meine Großeltern mir Geschichten aus ihrer Jugend. Du weißt, wie Menschen, die dem Tod nah waren den Drang haben, ihre Vergangenheit und Erfahrungen zu teilen? Ich war eine aufmerksame Zuhörerin und stellte Fragen.“ Luciles Großmutter mütterlicherseits war Bulgarin. Sie verließ ihre Heimat als der Eiserne Vorhang errichtet wurde, getrennt von ihrer Familie, die später von der Sicherheitspolizei dazu gezwungen wurde, sie zu verstoßen und für die nächsten zehn Jahre den Kontakt zu ihr vollständig abzubrechen. Ihre Großmutter väterlicherseits wuchs in der Nähe der Stadt Besancon im Osten Frankreichs auf, einem Gebiet, das in beiden Weltkriegen ernsthaft betroffen war. Ihr Großvater wiederum hatte im ersten Weltkrieg gekämpft.

    Als am Vorabend der deutschen Invasion die anrückenden Truppen kamen, hob er sie in einen Wagen und floh zu Fuß aus der Stadt. Als der Kommandant der französische Armee, Kommandant Pétain, die Kapitulation angekündigt, brach der alte Mann in Tränen aus. „Das ist immer bei ihr geblieben“. Diese Geschichten haben einen bleibenden Eindruck auf Lucile gemacht. „Erst seit kurzem erkenne ich, wie wertvoll es ist, Menschen aus dieser Zeit mit gelebter Erfahrung gekannt zu haben. Ein vereintes Europa ist etwas, das wir oft für selbstverständlich halten, aber es ist nicht selbstverständlich.“

    #TIME-Lucile

    Anschläge in Paris

    Ich spreche mit Lucile nach ihrer Rückkehr nach Paris. In Südafrika führt sie Studien für ihr Doktorat in Kulturwissenschaften über dessen Strafjustiz und Straffvollzugssystem durch. Als sie vor einem Jahr nach Paris zurückkehrt, erreicht sie es kurz nach dem Anschlag von Charlie Hedbo. Dieses Jahr war ihr Timing nicht viel besser. Sie landete eine Woche nach den jüngsten Angriffen. Sie hat Mühe dabei, ihr Lager in einer Stadt aufzuschlagen, wo die Reaktion der Menschen auf die Anschläge Ausmaße annimmt, die sie nicht verkraften kann. „Es hat mich verfolgt zu sehen, wie schnell Demonstrationen der Trauer und Einheit einer patriotischen Kriegsstimmung wichen. Wir sind ernsthaft verletzt. Aber wir sollten bereit sein, auf uns selbst zu sehen.“

    Lucile sieht einen Nachteil in Europas derzeitige Form. „Der Frieden, den wir für uns selbst geschnitzt haben, ist manchmal zum Nachteil der anderen. Wir fordern Gleichheit, Freiheit, Vielfalt und Menschenrechte, durch die wir eine Identität aufgebaut haben. Aber wir halten doppelte Standards.“ Sie erwähnt die Rolle der Türkei im Fernhalten der Flüchtlinge von der EU als ein Beispiel: „Unabhängig von einer Verschlechterung der Menschenrechtslage in ihrem Land ist die Türkei nun aufgefordert, die EU wieder zu verbinden. Europa vergisst bequem ihre eigene Verantwortung für den Status in dem sich der Mittlere Osten jetzt befindet.“

    Lucile sieht eine Zukunft für Europa in dessen Neigung zur Kritik. „Nach den jüngsten Angriffen hier in Paris gab es Stimmen, die fast militärisch die Idee förderten, der Terror könnte nur überwunden werden, wenn wir genauso weitermachten wie bisher. Es überrascht mich, wie viele Menschen der Begründung zustimmten.“ Der Klimagipfel COP12 brachte eine Veränderung. „Er zeigte die Absurdität auf, einen konsumorientierten Lebensstils als Merkmal für französische Identität zu rebranden. Das ist keine Lösung. Genauso wenig wie auf unbestimmte Zeit einen Ausnahmezustand zu halten oder Menschen, die in Europa geboren wurden, ihre Nationalitäten auszutreiben.“ Luciles Hoffnung liegt in der Fähigkeit Europas, die Diskrepanzen zwischen den Werten und deren Anwendung zu bemerken. „Wir sollten unseren Standards gerecht werden, egal wie ehrgeizig sie sind. Die Geschichten meiner Großeltern sind eine düstere Erinnerung daran, was auf dem Spiel steht.“

     

    Dieser Artikel wurde auf Oneworld.nl erstveröffentlicht, dieses Interview ist Teil 1 der Serie #ThisIsMyEurope von Reinier Vriend. Vielen Dank an Moni für die Übersetzung!

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    Maria Enzersdorf: Die Post wird Friendly!

    Vor nicht allzu langer Zeit hat der Bio-Laden Friendly in Maria Enzersdorf eröffnet und schon gibt es wieder Neues zu berichten! Denn ab sofort ist Friendly nicht nur regionaler Nahversorger,…

    Vor nicht allzu langer Zeit hat der Bio-Laden Friendly in Maria Enzersdorf eröffnet und schon gibt es wieder Neues zu berichten! Denn ab sofort ist Friendly nicht nur regionaler Nahversorger, sondern auch Post-Partner für alle in und um Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling. Ich war bei der Eröffnungsfeier dabei, bei der sowohl der Bürgermeister Johann Zeiner als auch der verantwortliche Regionalleiter der Post Friendly als neuem Post-Partner begrüssen durften.

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    Post-Partner – das mag für viele nicht so spannend klingen. Für einen jungen Nahversorger wie Friendly ist es aber eine wunderbare Möglichkeit, noch mehr Menschen aus der Region ihr tolles Angebot näher zu bringen. Denn egal, ob man einen Brief aufgibt, ein Paket abholt oder ein Bankgeschäft erledigt – im Anschluss lädt das liebevoll gestaltete Geschäft zu einem Rundgang ein. Sehr empfehlen kann ich ein Päuschen bei einem Kaffee oder Smoothie, dazu eine leckere Süßigkeit und nach Lust und Laune ein Pläuschchen mit den Inhabern und der Postgang wird zu einer angenehmen Pause, bei der es sich gut entspannen oder sich auch noch der eine oder andere Einkauf erledigen lässt.

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    Doch nicht nur für Friendly ist die Post-Partnerschaft ein Grund zur Freude. Hat die Altstadt Maria Enzersdorf doch nun auch wieder einen sicheren Post-Standort um den viele Menschen lange gebangt haben. Mehr als 3.000 Personen werden voraussichtlich jeden Monat im Post- und Bank-Bereich von Friendly bedient werden – eine weitere wichtige Nahversorgungsfunktion, deren Bedeutung nicht zu unterschätzen ist.

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    Wenn ihr also im Bezirk Mödling wohnt und Post- oder BAWAG PSK Bank-Geschäfte zu erledigen habt, schaut doch einfach bei Friendly vorbei. Ihr findet dort alles für den täglichen Bedarf, Regionalität, biologische Erzeugung, rein pflanzliche Zutaten und faire Bedingungen stehen hier im Mittelpunkt. Viel Wert wird auch auf fundierte Beratung gelegt, sowohl zu den Themen biologisch und vegan, als auch für Menschen mit Unverträglichkeiten, Allergien oder bei Diäten. Ob glutenfrei, Naschereien ohne Zucker oder Fertigprodukte ohne Zusatzstoffe – im Friendly werdet ihr fündig!

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    Für alle, die genau wissen wollen, welche Post- und Bank-Services sie bei Friendly abwickeln können, hier ein Foto der Information bei Friendly:

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    Friendly

    Adresse: Grenzgasse 7, 2344 Maria Enzersdorf

    Homepage: friendly.bio

    Facebook-Seite: facebook.com/friendly.bio

    Öffnungszeiten:
    Montag: 8:30 – 18:00
    Dienstag: 10:00 – 19:45
    Mittwoch: 8:30 – 13:00
    Donnerstag/Freitag: 8:30 – 18:00
    Samstag: 8:30 – 13:00

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    Neu! Getreidefreies Bio‐Katzenfutter von YARRAH

    Ich liebe Tiere und Katzen haben einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen! Aus privaten und beruflichen Gründen muss ich zwar zur Zeit auf einen pelzigen Mitbewohner verzichten, aber wann immer…

    Ich liebe Tiere und Katzen haben einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen! Aus privaten und beruflichen Gründen muss ich zwar zur Zeit auf einen pelzigen Mitbewohner verzichten, aber wann immer ich auf Katzen treffe – und sei es auch nur online – schlägt mein Herz gleich um ein paar Takte höher.

    Als Katzenfreund, aber auch weil ich beruflich früher mit dem Katzenfuttermarkt zu tun hatte und nicht zuletzt, weil es in der veganen Community immer ein heiß diskutiertes Thema ist, interessiere ich mich dafür, was für Katzen die natürlichste und gesündeste Ernährung darstellt. Ich bin zwar noch immer weit entfernt davon, ein Experte für Katzennahrung zu sein, aber eine Voraussetzung muss für mich erfüllt sein: Das Futter muss aus biologisch zertifizierten Zutaten eines nachhaltigen Betriebes stammen. Nachdem ich selber sehr großen Wert darauf lege, nur Produkte aus biologischem Anbau in meiner Küche zu verwenden, soll dieser Anspruch bei einem Haustier für mich natürlich auch erfüllt sein.

    Ich lebe vegan, ob man Katzen aber auch vegan ernähren kann und darf wird vielerorts diskutiert. Was bei Hunden aufgrund ihrer Darmbeschaffenheit einfacher ist, ist bei Katzen etwas komplizierter. Deshalb ernähren meiner Erfahrung nach die meisten vegan lebenden Katzenbesitzer ihre Katzen konventionell. Doch auch hier gibt es große Unterschiede, denn nicht nur dass sich bekannte Großkonzerne mit Katzenfutter eine goldene Nase verdienen, stecken im Futter oft alles andere als hochwertige Inhaltsstoffe. Es gibt einen einfachen ersten Schritt, gutes von minderwertigem Futter zu unterscheide: Jedes Futter, das im Supermarkt oder Diskonter erhältlich ist, ist minderwertig.

    Was in der Zutatenliste mit „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ beschrieben wird sind oft billige Schlachtabfälle, zerkleinertes Fell, Knochen, Federn, Schnäbel – der Fleischanteil ist üblicherweise sehr gering und vier Prozent Huhn bedeutet zum Beispiel nur, dass sich im Futter vier Prozent Abfall von dem entsprechenden Tier befindet. Diese Abfälle sind für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen, und fallen deshalb auch nicht unter die Bestimmungen der Lebensmittelindustrie. Fast alle Inhaltsstoffe in konventionellem Katzenfutter sind billige Rohstoffe, die die Dose füllen, ohne der Katze auch nur ansatzweise von Nutzen zu sein. Hinzu kommen noch Konservierungsstoffe, die meist unter dem Deckmantel „EWG-Zusatzstoffe“ laufen und Krebs auslösen können. Für Katzen schmackhaft macht man dieses Gemenge mit zugesetzten Fetten wie altem Bratfett sowie mit Geschmacksstoffen, Lockmitteln und Zucker. Geruchs- und Geschmacksstoffen sowie der oft reichlich zugesetzte Zucker sind auch der Grund, warum Katzen billigeres Futter oft geradezu verschlingen. Katzen werden durch die beigesetzten Lockstoffe geradezu süchtig danach.

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    Auch „pflanzliche Nebenerzeugnisse“ und Getreide finden sich in Katzenfutter. Damit gemeint sind unter anderem zerstoßene Erdnussschalen, Getreideabfälle aller Art – doch anders als Hunde benötigen Katzen zur Deckung ihres Energiebedarfs keine Kohlenhydrate, sondern Proteine. Jede zweite Katze stirbt an Nierenversagen, entsprechende Organschäden entstehen sehr häufig durch Ernährungsfehler. Auch Katzen – nicht nur wir Menschen – können an Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, beispielsweise gegenüber Gluten. Getreide löst in diesem Fall Blähungen bei den Tieren aus, führt zu Verdauungsproblemen oder auch zu Durchfall.

    Getreidefreies Katzenfutter ist nicht nur gesünder für Katzen, sondern entwickelt sich als „Grain Free“ zu einem neuen Trend in der Katzenernährung. YARRAH, ein Spezialist für ökologisches Tierfutter hat deshalb ein neues getreidefreies Produkt auf den Markt gebracht, ein Trockenfutter für Katzen in Bio-Qualität. Das neue „Grain Free“ Trockenfutter besteht aus zertifiziertem Bio‐Huhn und MSC‐zertifiziertem Fisch. Weizen und Getreide werden durch Kartoffelstärke, grüne und gelbe Erbsen ersetzt. Hochwertige tierische und pflanzliche Proteine sowie ein ausgewogenes Verhältnis an Vitaminen und Mineralien machen das Futter zu einem leicht bekömmlichen und vollwertigen Hauptfutter für Katzen mit und ohne Unverträglichkeiten. Die beigegebenen Sonneblumenkernschalen enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die das Verdauungssystem fördern und Verstopfungen verhindern, die enthaltenen Meeresalgen sind reich an Vitaminen sowie Mineralien wie Jod und Kalzium.

    YARRAH_Grain Free_Getreidefreies Katzenfutter_trocken

    YARRAH wurde 1992 in den Niederlanden gegründet und zählt zu den Pionieren für ökologische Tiernahrung. Das Unternehmen bietet hochwertiges, natürliches und zertifiziertes Bio‐Futter für Hunde und Katzen aus nachhaltiger Produktion. Das Sortiment von YARRAH umfasst 52 Produkte: Von Nass‐ bis Trockenfutter über Paté‐Schälchen, diverse Snacks und Leckerlis bis hin zu Katzenstreu. Und was ich persönlich sehr interessant findet: YARRAH bietet auch vegane Produkte an, diese tragen zusätzlich das Vegan-Siegel.

    Bei Tiernahrung von YARRAH handelt es sich um eine natürliche und artgerechte Ernährung. Das Futter enthält keinerlei künstliche Zusatzstoffe, Farbstoffe, oder Konservierungsmittel, ebenso ist es frei von künstlichen Aromen oder Lockstoffen. Verarbeitet wird nur hochwertiges, zertifiziertes Bio‐Fleisch, keinerlei Schlachtabfälle oder minderwertiges Fleisch, durch die Bio-Zertifizierung ist es auch frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO).

    YARRAH Tiernahrung durchläuft strenge Qualitätskontrollen – nach EU‐Lebensmittelrecht, sowie nach EU‐Bio‐Verordnung. YARRAH geht aber über die regulären Bio‐Qualitätskontrollen hinaus. Das bedeutet, dass zusätzlich zu den gesetzlichen Kontrollen sowohl im hauseigenen, als auch in unabhängigen Laboratorien zusätzliche Kontrollen stattfinden. YARRAH kennt seine Lieferanten persönlich und kauft die Rohwaren ohne Zwischenlieferanten stets direkt beim Erzeuger. So ist die Herkunft der Inhaltsstoffe jederzeit bis zur ihrer Quelle zurückverfolgbar.

    Als VeganerIn Fleischprodukte zu verwenden, auch wenn es nur für die Fütterung der eigenen Haustiere ist, stellt immer eine Gratwanderung dar. Ein möglicher Kompromiss als Alternative zur veganen Fütterung ist, dass das von YARRAH verarbeitete Bio‐Fleisch von Tieren stammt, die eine längere Lebensdauer und mehr Auslaufmöglichkeiten in der freien Natur haben, als in der konventionellen Tierhaltung. Die Tiere fressen frisches Gras, ansonsten erhalten sie Bio‐Futter. Wie in der Bio-Produktion üblich erhalten die Tiere keine prophylaktische Vergabe von Antibiotika, haben außerdem ausreichend freien Auslauf und eine geringe Stallbesatzmenge. Dieser Kompromiss mag für einige vegan lebende Menschen nicht ausreichend sein, nachdem ich aber viele VeganerInnen kenne, die ihre Haustiere mit konventionellen Produkten aus dem Supermarkt füttern, möchte ich zumindest diesen ans Herz legen, auf artgerechtere, biologisch produzierte Futtermittel für die eigenen Tiere umzusteigen.

    Wenn eure Katzen bisher Futter bekommen haben, das mit Lockstoffen versehen war, kann es mitunter ein wenig dauern, bis sie sich ans neue Bio-Futter gewöhnt haben. Bei einem spontanen Test an einer zugegeben etwas verfressenen Katze war das zwar überhaupt kein Thema, aber gerade bei der vorherigen Fütterung von billigem Supermarktfutter kann es eine kurze Gewöhnungsphase geben. Langfristig sollte die Katze durch das getreidefreie Futter ein glänzenderes Fell bekommen und sich die Verdauung verbessern. Dies sieht man aber erst nach einer gewissen Zeit, wenn das alte Futter und dessen Zusätze aus dem Organismus der Katze zum Großteil verschwunden sind.

    Das Produkt ist im Beutel mit 0,8 Kilogramm für 6,95 Euro (UVP) sowie mit drei Kilogramm um 24,50 Euro (UVP) erhältlich. Es ist somit ein ernährungsphysiologisch hochwertiges Bio‐Futter zu einem fairen Preis, denn für hochwertiges Futter habt ihr keine höheren Kosten als für minderwertiges. Es erscheint auf den ersten Blick zwar teurer, aber da ihr nicht dieselbe Menge braucht, wirkt es sich finanziell kaum aus. Wichtig: Je geringer die Menge an Futter ist, die die Katze zur Sättigung ihres Nährstoffbedarfs benötigt, desto hochwertiger ist das Futter.

    Qualitativ hochwertiges Futter kommt euch letzten Endes sogar günstiger, denn ihr habt durch weniger Ausscheidungen einen geringeren Verbrauch an Katzenstreu. Durch die Hochwertigkeit der Inhaltsstoffe wird auch die Gefahr gesenkt, dass die Katze an Niere, Leber oder Basenproblemen leidet. Am besten ist natürlich, von Anfang an gesunde Nahrung zu verfüttern, aber auch wenn eure Katze schon älter ist, eine Umstellung lohnt sich immer!

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    #ThisIsMyEurope: The bird’s new nest goes Europa

    Mit The bird’s new nest wollen wir euch neben Lifestyle- auch tagesaktuelle und politische Themen näherbringen, um euch – auch über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus – über europäische Anliegen zu informieren….

    Mit The bird’s new nest wollen wir euch neben Lifestyle- auch tagesaktuelle und politische Themen näherbringen, um euch – auch über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus – über europäische Anliegen zu informieren. Deshalb sind unsere Redakteure in ganz Europa unterwegs, um für The bird’s new nest zu berichten, zum Beispiel bei Rimini Protokolls “Welt-Klimakonferenz” des SPIELART Festivals in München oder bei der Klimakonferenz COP21 in Paris.

    Die europäische Einheit und vor allem die Europäische Union werden immer wieder in Frage gestellt. Flüchtlingskrise, Brexit, Terroranschläge: Es mag den Anschein haben, als würde der europäische Gedanke ins Wanken geraten. Doch was denken die Menschen in Europa über ihren Kontinent?

    In der Interview-Serie #ThisIsMyEurope stellt Reinier – ansässig in den Niederlanden – jede Woche Menschen aus ganz Europa Fragen, um deren Wünsche und Werte, Sorgen und Ängste zu identifizieren. „Was bedeutet Europa für dich?“, das beantworten Europäer aus Polen, Deutschland, Frankreich, Ungarn oder Österreich.

    Die Interviewreihe erscheint originär auf Niederländisch im Magazin OneWorld. OneWorld ist mit seinem Magazin, den Events und der Website die größte Multimedia-Plattform zu den Themen weltweite Entwicklung und Nachhaltigkeit in den Niederlanden.

    Ab sofort könnt ihr #ThisIsMyEurope auf The bird’s new nest auf Deutsch mitverfolgen, wir freuen uns, die Artikel exklusiv als einziges deutschsprachiges Magazin veröffentlichen zu dürfen.

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    Jagd: ServusTV ändert kurzfristig Pläne für Diskussion

    Der Fernsehsender ServusTV hat kurzfristig die Pläne für Talk im Hangar 7 zur Diskussion über Jagd geändert und DiskussionsteilnehmerInnen ausgeschlossen. Hat die Jägerschaft interveniert? Vergangenen Donnerstagabend diskutierten fünf männliche –…

    Der Fernsehsender ServusTV hat kurzfristig die Pläne für Talk im Hangar 7 zur Diskussion über Jagd geändert und DiskussionsteilnehmerInnen ausgeschlossen. Hat die Jägerschaft interveniert?

    Vergangenen Donnerstagabend diskutierten fünf männliche – davon vier selbst jagende – Diskussionsteilnehmer mit Michael Fleischhacker im Talk im Hangar 7 zum Thema „Wald, Wild, Waidmänner: Wie viel Jagd braucht die Natur?“. Sowohl das Thema, als auch die Diskussionsteilnehmer waren bis zwei Tage vor der Ausstrahlung von der Sendungsredaktion anders geplant.

    Von „Wozu brauchen wir die Jagd?“ zu „Wie viel Jagd braucht die Natur?“

    Bereits Wochen vor dem Ausstrahlungstermin wurde Elia Schneeweiß, Mitherausgeberin von „Die Jägerin“, in den Talk am Hangar 7 eingeladen, um mit Josef Eder (Landesjägermeister von Salzburg), Franz Puchegger (Jäger, Förster und Obmann des ökologischen Jagdverbandes) und Martin Balluch (Jagdgegner, Tierschützer und Obmann des Vereins gegen Tierfabriken) zum Thema „Lizenz zum Töten – Wozu brauchen wir die Jagd?“ zu diskutieren.

    Kurzfristig erfuhr die einzig weibliche Diskutantin per Mail, dass sie doch nicht an der Talk im Hangar 7 Diskussion teilnehmen werde. Warum das Konzept zur Sendung völlig umgeworfen wurde und nun Josef Eder, Franz Puchegger, Klaus Hackländer (Wildbiologe), Hubert Stock (langjähriger Berufsjäger) und Florian Asche (Jäger und Anwalt) ohne sie diskutierten weiß die Jägerin nicht, hält aber fest: „Wäre ich dabei gewesen, hätte viel differenzierter über den Begriff Gatterjagd diskutiert werden müssen.“

    In Österreich gibt es laut Gatterbesitzerin Schneeweiß einige Gatterbetriebe, die sich nicht an die Richtlinien halten. „Da wird auf kleinsten Flächen Wild zum Abschuss gezüchtet, das hat mit ethisch vertretbarer Jagd nichts zu tun“, so die Jägerin.

    Balluch: „Auftrag mich auszuschließen kam von ganz oben“

    Neben Schneeweiß wurde auch Gatterjagd-Kritiker Martin Balluch kurzerhand aus der Sendung ausgeladen. Balluch ist sich sicher, dass für seinen Ausschluss die Jägerschaft bei ServusTV interveniert hat: „Mir wurde von Servus TV mitgeteilt, dass der Auftrag mich auszuladen von ganz oben kam.“

    Dabei wäre es „sehr interessant mit Martin Balluch über Gatterjagd zu diskutieren“, so Schneeweiß, die es für denkbar hält, dass „Einzelpersonen aus der Jägerschaft Druck auf ServusTV ausgeübt haben, damit Martin Balluch aus der Sendung ausgeschlossen wird.“ 

    ServusTV zugeknöpft

    Laut ServusTV sind die Änderungen beim inhaltlichen Konzept zur Sendung der Präzisierung des Themas geschuldet und die Gästeliste wurde geändert, weil man beschlossen hat „ausschließlich mit ausgewiesenen Jagdexperten zu diskutieren“, so das offizielle Statement.

    Konkrete Fragen, warum es zur kurzfristigen Änderung des Sendungskonzeptes kam und warum Schneeweiß und Balluch aus der Diskussion ausgeschlossen wurden, werden von ServusTV nicht beantwortet. Auch der Verdacht, dass von der Jägerschaft Druck auf ServusTV ausgeübt worden sei „werde nicht kommentiert“, heißt es bei Servus TV.

    Laut Informationen aus dem Sender wurden alle Beschäftigten bei ServusTV angehalten, über keine Details zur Sache zu sprechen.

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    Vegan Oriental – Vegan orientalisch kochen

    Es gibt ja mittlerweile wirklich für jedes erdenkliche Buch-Thema ein veganes Pendant dazu. So eben auch für die orientalische Küche. „Vegan Oriental“ von Parvin Razavi ist aber ein ganz besonderes…

    Es gibt ja mittlerweile wirklich für jedes erdenkliche Buch-Thema ein veganes Pendant dazu. So eben auch für die orientalische Küche. „Vegan Oriental“ von Parvin Razavi ist aber ein ganz besonderes Kochbuch! Zuerst fällt das wirklich prächtig gestaltete Cover ins Auge und auch innen ist dieses Prachtstück wundervoll bunt illustriert von Henriette Artz. Sowohl Tradition als auch Moderne sind hier passend eingefangen.

    „Vegan Oriental“ ist einmal nach verschiedenen Ländern des Orients aufgeteilt: Uns begegnen der Iran, Armenien, Syrien, der Libanon, Jordanien, Ägypten, Marokko und die Türkei. Zum anderen in unterschiedliche Gerichtarten: In Mezze (traditionell mehrere Gerichte gleichzeitig serviert), Hauptgerichte, Beilagen und Desserts – für jedes Land eine unterschiedliche Anzahl. Razavi kommt aus einer orientalischen Großfamilie, lebt in Österreich und schreibt unter anderem für ihren Blog thx4cooking. Sie legt Wert auf biologische und wenige Zutaten, wie sie im Vorwort betont und man auch direkt an den sehr einfach gehaltenen Zutatenlisten im Rezeptteil merkt. Die Zubereitungszeiten sind bewusst kurz gehalten, sodass die Gerichte garantiert gelingen.

    Zu Beginn gibt uns das kleine Glossar Auskunft über die wichtigsten, eher unbekannteren Gewürze und Lebensmittel. Praktisch: Hier sind auch die fremdsprachigen Bezeichnungen angegeben, so findet man sich im nächsten türkischen Feinkostladen auch zurecht, wenn dort nicht alles auf deutsch angegeben ist. Im Rezeptteil finden sich viele Gerichte mit Gemüse und Hülsenfrüchten, auch ein paar Süßspeisen oder Getränke sind dabei. Viele der Gerichte tragen neben dem deutschen Titel auch ihre ursprüngliche Bezeichnung.

    vegan oriental iran

    Wir starten im Iran: Gerichte wie Juwelenreis oder Safran-Reispudding lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das rote Auberginenmousse habe ich schon nachgekocht und probiert, es hat gut geschmeckt. In fast jedem Kapitel gibt es als Special noch eine Infoseite über jeweils ein Gemüse oder eine Frucht, wie zum Beispiel Mangold oder Datteln.

    diamantenreis

    Weiter geht’s mit Armenien: Hier sprechen mich vor allem der Zimt-Tee und die eingelegten Zitronen an. Mir fällt auf, dass sich viele Rezepte dank ihrer Schlichtheit prima als Resteverwertung eignen. Sehr schön, dass die Rezepte nicht vor zig exotischen Zutaten wimmeln, die ich dann doch nur für ein Rezept verwenden würde. In Syrien, Libanon und Jordanien angekommen, entscheide ich mich für Hummus und Baklava – wer noch nie Baklava probiert hat, der hat etwas verpasst! Umso erfreuter war ich, als ich diese Variante mit Rosenwasser entdeckt hatte. Im Ägypten-Teil gibt es viele Bohnengerichte, in Marokko das bekannte Tabouleh. Den gegrillten Blumenkohl mit Zitronen und Oliven habe ich auch nachgekocht. Die Zusammenstellung der Zutaten war ungewöhnlich, aber geschmeckt hat es lecker!

    Weiter zum letzten Teil unserer orientalischen Reise: Die Türkei! Hier finden wir zum Beispiel Rezepte für Börek, türkischen Kaffee oder Grießkuchen. Insgesamt überschneiden sich die Gerichte ein wenig, manche ähneln sich etwas, aber immer steht das Experimentieren und Variieren im Vordergrund. Besonders exotisch sind vor allem die Gewürze, wie zum Beispiel Macis oder Cumin aber auch Lebensmittel wie Tahin oder Bulgur. Viele von euch kennen diese Zutaten aber sicher schon.

    türkei vegan oriental

    Die Rezepte sind ausgewogen und gesund, die Fotos nicht übermäßig aufgehübscht, sondern schön authentisch und bodenständig. Manche Zubereitungstexte hätten meiner Meinung nach etwas ausführlicher sein dürfen, aber da die Rezepte auch eher als Anregung dienen, komme ich so gut damit zurecht. Und eine Augenweide ist „Vegan Oriental“ ja sowieso!

    Vielen Dank an den Neunzehn-Verlag für die Zusendung des schönen Buches!

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