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    Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede zwischen Syrien und Österreich

    Ursprünglich bin ich im Sommer nach Traiskirchen gefahren um zu helfen und mir dabei mein eigenes Bild zu machen, unabhängig von den Medien. Die beiden daraus entstanden Artikel könnt ihr…

    Ursprünglich bin ich im Sommer nach Traiskirchen gefahren um zu helfen und mir dabei mein eigenes Bild zu machen, unabhängig von den Medien. Die beiden daraus entstanden Artikel könnt ihr hier nachlesen: Traiskirchen – Der Weg der Spenden und Meine Erfahrungen in Traiskirchen. Aus dieser Idee ist jetzt, sechs Monate später, etwas ganz anderes gewachsen als ursprünglich gedacht: Eine neue Beziehung und viele neue Freundschaften. Wir kommen immer wieder zusammen, egal ob zum Helfen, privat bei Feiern, beim Heurigen, bei Ausflügen – die in den Medien gerne erwähnte „Integration“ ist bei uns kein großes Thema, jeder respektiert den anderen. Weil das aber am besten geht, wenn man einander versteht und ein paar Hintergründe kennt, haben Mahmoud und ich nun in diesem ersten von zwei Artikeln festgehalten, wo genau denn die kulturellen Unterschiede liegen.

    Begrüßungen und Berührungen

    Für Muslime in Syrien gibt es keine Berührungen zwischen Männern und Frauen außerhalb der Familie (Cousins und Cousinen ausgenommen), dementsprechend auch kein Händeschütteln oder Bussi-Bussi zur Begrüßung. Stattdessen wird der Friedensgruß „Salaam aleikum“ (Friede sei mit dir) ausgesprochen. Männer unter sich können sich die Hände schütteln oder sich umarmen, ebenso Frauen untereinander – nur die Berührungen zwischen den Geschlechtern sind üblicherweise nicht gern gesehen, da diese als erotisch empfunden werden können und man keinerlei Versuchung aufkommen lassen möchte.

    Bei all meinen Besuchen in Traiskirchen und bei syrischen Freunden hat noch nie jemand meine ausgestreckte Hand abgelehnt – und aus Höflichkeit hätte mich vermutlich auch nie jemand darauf angesprochen –, nur einmal habe ich von Problemen in einer syrisch-österreichischen Freundschaft gehört, bei der eine verheiratete Muslimin einem österreichischen Mann nicht die Hand schütteln wollte, wodurch ich erstmals auf dieses Thema aufmerksam wurde. Viele akzeptieren das Händeschütteln, auch wenn es nicht die favorisierte Begrüßungsart ist, weil es hier üblich ist. Alles, was darüber hinausgeht – Umarmungen, Bussi-Bussi und so weiter – überschreitet dann aber die persönliche Distanzzone.

    Religionen, Respekt und Weihnachten

    In Syrien gab es vor dem Krieg mehrere Religionsgemeinschaften, die friedlich und respektvoll miteinander umgegangen sind. Die größte Gruppe waren Muslime, gefolgt von Christen, Juden, Alawiten, Ismailiten, Drusen und Jesiden. Muslimen war es erlaubt, ihre Gebete in christlichen Kirchen zu beten und umgekehrt. Im Islam selbst gibt es kein Weihnachtsfest (Jesus wird als Mensch und Prophet Gottes angesehen und nicht als sein Sohn) und entsprechend auch keine Christbäume. Trotzdem gab es in Syrien an großen öffentlichen Plätzen diese geschmückten Bäume. Waren Muslime mit Christen befreundet, wurde diesen auch häufig aus Respekt ein Baum geschenkt (als Muslim hatte man natürlich keinen eigenen daheim). Umgekehrt wiederum haben die meisten Christen im Ramadan auf Essen außerhalb von (christlichen) Restaurants verzichtet. Muslimische Restaurant-Besitzer haben im Ramadan geschlossen, nur christliche Eigentümer haben geöffnet – wenn auch aus Respekt mit verklebten Scheiben, damit niemand beim Essen zusehen kann. Zur Info: Während dem Fastenmonat Ramadan dürfen Muslime erst nach Sonnenuntergang essen. Es gibt zwei große Feste im Islam: Das Opferfest (das wichtigste) und das Fest des Fastenbrechens (nach dem Fastenmonat Ramadan).

    Muslime sind Menschen wie du und ich, jeder macht Fehler, niemand ist perfekt. „Wenn jemanden ein Fehler unterläuft, heißt das nicht, dass die Religion schlecht ist; wenn ich einen Fehler mache, ist das mein persönlicher Fehler, nicht der meiner Religion.“ Und: „Mache Scherze über mich, rede schlecht über mich – aber niemals über meinen Gott, meine Religion oder Propheten – die Religion ist immer raus. Scherze unter Freunden: Ja – aber niemand kennt Gott persönlich – wie kann man da über ihn scherzen? Man scherzt ja auch nicht über Verstorbene“.

    Frauen, Verhüllung und Arbeit

    Ich erinnere mich noch gut an den Sommer und eines meiner ersten Gespräche mit der plumpen Frage: „Dass Frauen nicht Auto fahren können und sich verhüllen müssen, liegt daran, dass ihr als Männer das für sie bestimmt?“ Unzählige Gespräche später weiß ich: Die meisten Frauen entscheiden sich freiwillig für den Hi­dschab (das Kopftuch) – nicht alle, aber die meisten können sich aussuchen, ob sie dies tragen möchten oder nicht, dementsprechend gab es auch keine Bestrafungen und man sah vereinzelt auch Frauen ohne Kopftuch auf der Straße – die Rede ist hier wieder von der Zeit vor dem Krieg. Der Grund für das Tragens des Kopftuches aus religiöser Sicht beruft sich auf das entsprechende Gebot (sowohl im Quran als auch in den Überlieferungen).

    Und auch bei der Wahl Kopftuch, ja oder nein, geht es in erster Linie darum, die Reize zu verhüllen (nicht sexuell aufreizend zu wirken) und nicht jeden Bereich des Körpers jedermann zu zeigen. Die Frau gilt als etwas ganz Besonderes, vergleichbar mit einem Diamanten. „Wenn du etwas ganz ganz besonders wertvolles hättest, würdest du es auch nicht groß auf der Straße zur Schau stellen und es von jedem angreifen lassen, oder?“ Als weitere Gründe kann man Tradition aufführen, Mode, Abgrenzung und Zugehörigkeit.

    Für mich ist dieses Thema mehr eine Frage, was man für sich persönlich als in Ordnung empfindet und was nicht. Manche fühlen sich wohl, im Mini-Rock tanzen zu gehen und Aufmerksamkeit zu erregen, andere tragen diesen nur in Anwesenheit ihres Freundes, wieder andere würden nie einen zu kurzen Rock tragen (hier auch wieder die Frage: „Welche Länge ist zu kurz?“) und bevorzugen Hosen und wieder andere eben den Hidschab.

    Frauen in Syrien gingen (aus kulturellen, nicht aus religiösen Gründen*) kaum arbeiten, es war Sache des Mannes für den Lebensunterhalt zu sorgen, wenn auch dafür 15-Stunden-Tage notwendig waren. Die Frau erledigte den Haushalt, kümmerte sich um die Kinder und die Einkäufe – wobei Frauen nie schwere Dinge tragen sollten, deshalb meist telefonische Bestellung inklusive Lieferservice. Das erklärt auch, warum mir im Sommer beim Sortieren und Schlichten der Spenden immer unverzüglich die vollen Boxen abgenommen wurden. Hierzu auch gleich meine nächste Frage, „Frauen dürfen also nicht rausgehen?“ und die Antwort darauf: „Natürlich dürfen sie rausgehen, sie können überall hingehen, wo sie hinwollen und auch den Führerschein machen!“.

    „Warum aber dann nicht arbeiten?“ „Bei der Arbeit wird es (notgedrungener Weise) auch Kontakt mit Männern geben, am Anfang nur oberflächlich, aber nach einer Zeit fängt man an über Privates und Probleme zu reden, man bückt sich nach dem Stift… Und man kann alles kontrollieren, nur keine Gefühle. Wenn Frauen zum Shoppen oder ähnlichem gehen, werden sie nur die notwendigsten Gespräche mit den Verkäufern führen, niemals aber mit ihnen scherzen oder gar flirten. Und möchten sie arbeiten, dann bevorzugt mit Frauen oder Kindern, aber auch hier wird darauf geachtet, dass man zum Beispiel nicht in den Ausschnitt sehen kann, wenn die Lehrerin sich vorbeugt.“

    Beim gemeinsamen Einkaufen, bei dem zwei Einkaufstaschen gefüllt werden, gilt für mich üblicherweise: Eine für den Mann, eine (die leichtere) für die Frau. Die muslimisch-syrische Variante: Beide (oder bei Bedarf auch noch mehr) trägt der Mann, die Frau gar nichts. „Findest du das fair? Wir haben zwei Taschen und sind zwei Leute?“ „Männer sind viel stärker, ihr Körper ist dafür gemacht, (schwere) Arbeit zu verrichten – der der Frauen nicht. Wer wird gewinnen, wenn wir armdrücken? Was ist nun also fair?“

    In Syrien gab es keine Wochenenden, es wurde ununterbrochen und über Jahre hinweg gearbeitet sofern man eine Arbeit hatte. 12-Stunden-Tage waren meist Minimum in der Privatwirtschaft und das bis zu einem Alter von etwa 45 Jahren, bis dahin hatte man sich Haus, Auto etc. geleistet und einen Puffer für unsere hier sogenannte „Pension“ angespart.

     

    Hier möchten wir den ersten Teil beenden, im zweiten Artikel werden wir dann über Familie, Heirat, Essen und Vorurteile berichten. Wenn es Fragen zu den hier bereits erwähnten Themen gibt, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen.

     

    * Im Islam ist es den Frauen nicht untersagt, auch mit Männern zu arbeiten, mit der Bedingung einen gewissen Abstand und Umgang an den Tag zu legen.

    78 Kommentare zu Mein Leben mit einem Syrer: Kulturelle Unterschiede zwischen Syrien und Österreich

    Verbraucherkredite: Kenne und nutze deine Rechte!

    Weihnachten steht vor der Tür und die Wunschlisten vieler Menschen sind lang. Smartphones, Fernseher, Tablets und vieles andere liegt bald unter dem Christbaum – für den Einzelhandel ist die Vorweihnachtszeit…

    Weihnachten steht vor der Tür und die Wunschlisten vieler Menschen sind lang. Smartphones, Fernseher, Tablets und vieles andere liegt bald unter dem Christbaum – für den Einzelhandel ist die Vorweihnachtszeit die umsatzstärkste Zeit im Jahr. Sehr beliebt sind im Weihnachtsgeschäft traditionell Spielzeug, Uhren und Schmuck sowie Unterhaltungselektronik. Und mittlerweile werden den potenziellen Käufern nicht nur das Produkt, sondern auch gleich der dazu passende Verbraucherkredit angeboten.

    Über ein Viertel der befragten ÖsterreicherInnen haben laut einer EU-Studie in den letzten zwei Jahren mindestens einen Verbraucherkredit aufgenommen. Männliche Befragte zwischen 29 und 35, solche mit weniger Jahren an Ausbildung und solche, die mehr Schwierigkeiten haben, ihre Rechnungen zu begleichen, haben sich in der Vergangenheit am ehesten für einen Kredit entschieden. Neun Prozent der Befragten haben oft Schwierigkeiten, ihre Raten rechtzeitig zu zahlen.

    Drei von zehn Befragten haben zudem angegeben, dass ihnen ein Kredit die Möglichkeit eröffnet, sich Dinge zu kaufen, die sie sich andernfalls nicht hätten leisten können. Und für fast ein Viertel war die Motivation sich einen Kredit aufzunehmen, dass sie über das Produkt oder die Dienstleistung sofort verfügen wollten. Für Autos, Möbel, Computer, elektronische Geräte und Haushaltsgeräte wurden am ehesten Kredite aufgenommen. Und all jene, die Schwierigkeiten haben, ihre Rechnungen zu begleichen und die bereits einen Kredit aufgenommen haben, sehen es eher als wahrscheinlich an, in Zukunft einen Kredit aufzunehmen.

    65 Prozent der Österreicher fühlen sich laut besagter Studie nicht gut bezüglich ihrer Verbraucherkreditrechte informiert. Daher hat die Europäische Kommission eine Informationskampagne ins Leben gerufen, um darüber aufzuklären, welche Rechte Konsumenten bei Aufnahme eines Verbraucherkredits in der Europäischen Union haben und welche Konsumentenrechte durch die Verbraucherkreditrichtlinie garantiert werden.

    Ein Test bei verschiedenen Banken in Österreich hat darüber hinaus ergeben, dass in keiner einzigen Bank ohne dezidierte Nachfrage die verpflichtenden Informationen bereitgestellt wurden. Wer also nicht weiß, welche Rechte er beim Abschluss eines Kredites hat, fällt hier um wertvolle Möglichkeiten um. Eure Rechte als Kreditnehmer:

    Das Recht auf Informationen zu eurem Kreditvertrag in einem kundenfreundlichen Format

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    Vor der Unterzeichnung eines Kreditvertrages ist der Kreditanbieter verpflichtet, rechtzeitig die wichtigsten Informationen zum Vertrag bereitzustellen. Diese Informationen müssen in standardisierter Form auf Papier oder einem anderen dauerhaften Datenträger verfügbar gemacht werden – als sogenannte „Europäische Standardinformationen für Verbraucherkredite“ -, um Verträge für Konsumenten besser vergleichbar zu machen. So kann der Kredit ausgewählt werden, der am besten zur jeweiligen Situation passt.

    Egal wie groß die Summe des Kredits ist: Fordert diese Informationen ein und vergleicht verschiedene Angebote, bevor ihr einen Kreditvertrag unterschreibt. Mit oben erwähntem Formular könnt ihr die wichtigsten Aspekte eines Kreditvertrags wie Art und Kosten des Kredits, Sollzinssatz und effektiven Jahreszins, Anzahl und Häufigkeit der Raten und wichtige rechtliche Fragen einfach vergleichen. Außerdem habt ihr das Recht, kostenlos eine Kopie des Kreditvertragsentwurfs zu erhalten.

    Das Recht auf Rücktritt vom Kreditvertrag innerhalb von 14 Tagen

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    KreditnehmerInnen haben das Recht, innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsunterzeichnung schriftlich von einem Kreditvertrag zurückzutreten – ein Grund für den Rücktritt muss nicht angegeben werden. Dem Kreditanbieter muss das geliehene Geld plus die beim Rücktritt angelaufenen Zinsen spätestens 30 Tage nach dem schriftlichen Rücktritt zurückgezahlt werden. Außerdem kann der Kreditanbieter sich für nicht rückzahlbare Gebühren entschädigen lassen, die in dem Zeitraum zwischen Auszahlung und Rückzahlung des Kredits angefallen sind. Achtung, das Rücktrittsrecht gilt nicht für Hypothekenkredite!

    Das Recht auf vorzeitige Rückzahlung des Kredits

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    Ihr habt das Recht, den Kredit jederzeit während der Vertragslaufzeit, vorzeitig ganz oder teilweise zurückzuzahlen. In letzterem Fall habt ihr Anspruch auf eine Senkung der Gesamtkreditkosten einschließlich Gebühren und Zinsen. Der Kreditanbieter muss für entgangene Einnahmen entschädigt werden, aber die Entschädigung darf nicht höher sein als die Zinsen, die dem Kreditgeber entgangen sind. Gemäß dem österreichischen Verbraucherkreditgesetz können variabel verzinste Kredite jederzeit ohne Spesen zurückbezahlt werden. Nur bei fix verzinsten Krediten kann der Kreditgeber eine Entschädigung verlangen, die maximal ein Prozent betragen darf. Bei Hypothekarkrediten kann zusätzlich eine Kündigungsfrist von maximal sechs Monaten oder die Dauer eines fixen Sollzinssatzes vereinbart werden.

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    Ich habe es immer vermieden, mir einen Kredit aufzunehmen oder auch nur mein Konto zu überziehen. Wann immer ich mit dem Gedanken spiele, mir etwas zu kaufen – nicht nur zu Weihnachten -, stelle ich mir die folgenden Fragen:

    Brauche ich es wirklich?

    Wenn ich mir diese Frage stelle, bevor ich eine Kaufentscheidung treffe, ist die Antwort meistens „Nein“. Und das nicht nur bei Dingen wie einem neuen Smartphone, sondern auch im Supermarkt vor dem Regal mit den Kartoffelchips. Natürlich kaufe ich auch ab und zu Dinge, die ich nicht wirklich brauche, einfach weil sie mir eine Freude bereiten, aber diese Frage hat mich schon vor so manchem unüberlegten Kauf bewahrt.

    Gibt es auch eine günstigere Variante?

    Muss es der SUV sein, wenn es ein Kombi auch tut? Oder der Smart-TV mit der grössten Bildschirmdiagonale, wenn auch die kleineren Varianten noch ziemlich groß sind? Wenn man die Entscheidung getroffen hat, ein Produkt wirklich zu wollen oder zu brauchen, stellt sich nun die Frage, ob es nicht auch eine günstigere Variante gibt. Ein kleineres Modell, eine ältere Ausgabe – es muss nicht immer das Grösste und Neueste sein.

    Kann ich es auch gebraucht kaufen?

    Abgesehen von der offensichtlichen Ausnahme von Dienstleistungen gibt es mittlerweile fast alles auch gebraucht zu kaufen. Vom Auto über Elektrogeräte bis zu Kleidung kann man auch durch die Wahl eines Second Hand Produktes Geld sparen. Das ist neben dem Verzicht auch die nachhaltigste Variante – und die schonendste für die Geldbörse. Mein Auto und mein früherer Geschirrspüler waren zum Beispiel Gebrauchtkäufe.

    Kann man es ausleihen?

    Nicht immer habe ich mir diese Frage gestellt. Deshalb besitze ich auch zwei Paar Ski, obwohl ich seit Jahren nicht mehr Ski fahre, und zwei Räder, obwohl ich nicht gerne mit dem Rad fahre. Inzwischen ist mir klar geworden, dass man nicht alles, das man nutzen will auch besitzen muss. Deshalb leihe ich mir bestimmte Dinge aus, entweder von Familie, Freunden oder bei einem Verleihservice, denn neben Geld kosten solche Anschaffungen auch Platz. Das hat mich auch gelehrt, dass ich die meisten Dinge nur sehr selten verwenden würde. In meinem Fall waren das Schlittschuhe, Schneeschuhe, Langlaufski, Schlagbohrer und noch so einiges mehr, das ich mir erspart habe.

    Kann ich es mir leisten?

    Meine Devise ist: Was ich mir nicht leisten kann, kaufe ich nicht. Das kann manchmal hart sein, aber noch härter ist es, wenn man Kreditraten nicht mehr zahlen kann, oder die Höhe der Raten zu finanzieller Knappheit führt. Noch dazu bedeutet die Aufnahme eines Kredits meistens, dass man nicht in der Lage ist, etwas anzusparen – im schlimmsten Fall muss dann zu einem weiteren Kredit gegriffen werden, wenn wichtige Investitionen ins Haus stehen. Nicht selten führt dieser Weg in den Privatkonkurs.

    Solltet ihr euch also nach sorgfältiger Überlegung für einen Kredit entschieden haben, findet ihr hier alle notwendigen Informationen über das Verbraucherkreditrecht in Österreich, außerdem Links zu weiterführenden Informationen und zu euren nationalen Konsumentenstellen. Die Angaben auf der Website gelten für fast alle Arten von Verbraucher- und Hypothekenkrediten mit einem Mindestkreditbetrag von 200 Euro, eine Obergrenze gibt es nicht.

     

    In Kooperation mit der Europäischen Kommission

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    Das war die Vegan Planet und Yoga Planet 2015!

    Am letzten November-Wochenende diesen Jahres fand die Vegan Planet, organisiert von der VGÖ, zum zweiten Mal in Wien statt. Letztes Jahr hat Kathi von der größten veganen Messe Österreichs berichtet, dieses…

    Am letzten November-Wochenende diesen Jahres fand die Vegan Planet, organisiert von der VGÖ, zum zweiten Mal in Wien statt. Letztes Jahr hat Kathi von der größten veganen Messe Österreichs berichtet, dieses Mal habe ich die Veranstaltung gemeinsam mit Tanja besucht, weil mir die Veganmania in Wien diesen Sommer so gut gefallen hat, dass ich mir die Vegan Planet auf keinen Fall entgehen lassen wollte.

    Von 27. bis 29. November 2015 konnten wie auch schon im Vorjahr die Messen Vegan Planet und Yoga Planet unter einem Dach im Gebäude des Museums für angewandte Kunst in Wien besucht werden. Auf 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gab es auf der Messe für pflanzliches Genießen unter anderem eine bunte Vielfalt an veganem Essen, veganer Kosmetik und veganer Mode zu entdecken. Bunt darunter gemischt gab es jede Menge zum Thema Yoga, aber auch Ayurveda, Shiatsu und Co.

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    Am Samstag, früher Nachmittag, ging es also auf ins MAK – und gefühlt hatte halb Wien den gleichen Plan an diesem Tag um die gleiche Uhrzeit die Messe zu besuchen. Schon beim Eintreten war klar: Die Messe ist mehr als gut besucht! Die Wartezeit an der Garderobe war trotzdem minimal, aber die Temperatur im unteren Bereich war unerwartet warm.

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    Deshalb führte uns unser erster Weg direkt zum Eis, denn Abkühlung war wirklich dringend nötig. Und das Angebot von Freiraum sah außerdem unglaublich lecker aus, also gab es ein exzellentes Mango-Eis am Stiel. Nachdem für die nötige Erfrischung gesorgt war, machten wir uns nun auf die Suche nach weiteren kulinarischen Köstlichkeiten.

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    Denn eines habe ich mittlerweile gelernt, auf veganen Veranstaltungen gibt es Unmengen an leckerem Essen. Und obwohl ich mit einem sehr gesunden Appetit gesegnet bin, ist es unmöglich, sich bei einem Besuch durch alles durchzukosten. Alleine aus diesem Grund wäre es angeraten, mehr als einen Tag für den Besuch einzuplanen, wenn es die Zeit zulässt (was in meinem Fall leider nicht möglich war).

    Bei Dancing Shiva Superfoods, die roh-vegane Vitalküche und Getränke in Bio-Qualität mit jeder Menge Superfood-Power anbieten, gab es Smoothies, Kakaoelixiere, Snacks, Wraps, Torten, Desserts und vieles mehr – hier haben wir uns nur mit einer leckeren Limonade gestärkt, aber nachdem wir eines unserer Redaktionstreffen bei Dancing Shiva abgehalten haben, kann ich auch das Restaurant wärmstens empfehlen.

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    I love Veggie Burger sah sehr interessant aus, dem Lokal werde ich auf jeden Fall in näherer Zukunft einen Besuch abstatten, denn für einen guten veganen Burger bin ich immer zu haben. Entschieden habe ich mich aber letzten Endes für die Falafeln mit Hummusvariationen (Bio und Fair Trade!) von Lemberona – Elmiras vegane, glutenfreie Bio-Schmankerln. Superlecker!

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    Gerade als wir uns einen Stehplatz zum Essen gesichert hatten ging die Kochshow mit „Vegana Indiana“ Andreas Bilgeri los, der zeigte, wie man ohne viel Aufwand Soja und Seitan kochen kann, als Beilage gab es Creme-Polenta mit Kürbiskernen. Zum Dessert folgte ein Kokos-Grießschmarren mit Datteln. Das alles konnte von den Zusehern auch probiert werden, ich musste leider passen, war ich doch mit meinen Falafeln mit Humus beschäftigt.

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    Gestärkt starteten wir dann mit einen Rundgang durch die Messe, wobei sowohl die Gänge zu schmal als auch der Andrang zu groß war, denn das Weiterkommen war etwas mühsam und es war kaum möglich, sich alles in Ruhe anzusehen. Zum Glück war im oberen Stockwerk etwas weniger los, was nicht heißt, dass wenig los war, denn es wurde in zwei Bereichen fleißig Yoga betrieben.

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    Eine große Anziehung verübte der Shiatsu-Stand auf uns, deshalb gab es für jeden von uns zehn Minuten Entspannung zwischendurch. Danach waren wir uns einig, die Massage hätte ruhig noch um einiges länger dauern können, aber es gab ja auch noch so viel mehr zu entdecken!

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    Zum Beispiel die Vegan Heroes aus Berlin – eine geniale Idee! In Filmen werden die Heldinnen und Helden bewundert, aber die ZuseherInnen vergessen dabei oft, dass sie selbst stark und einflussreich sein können. Die Vegan Heroes wollen auf untypische und unbeschwerte Weise zu einem veganen Lebensstil ermutigen und inspirieren. Unter dem Motto „Go Vegan – Be A Hero“ konnte man sich mit den Vegan Heroes fotografieren lassen, diese selber ablichten oder sie einfach nur bewundern.

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    Zum Glück hatten wir trotz des Trubels etwas Zeit, neue Bekantschaften zu schliessen, wie zum Beispiel mit dem Team von animal.fair. animal.fair ist eine unabhängige und gemeinnützige NPO, die sich für ethischen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsum einsetzt – zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt. Das supernette Gespräch wurde dann mit einem Foto abgeschlossen.

    Aber auch „alte“ Bekannte wurden angetroffen, ich habe mich sehr gefreut, mal wieder mit Karin von Beechange.com plaudern zu können, die ja schon ein paar Mal auf The bird’s new nest vertreten war. Bei Beechange.com gibt es alles für ein grünes Leben: Von Edelstahl-Lunchboxen über Bambus-Zahnbürsten bis zu einpflanzbaren Samen-Bleistiften, nach dem Motto „Fair zu Umwelt, Mensch & Tier“. Einen Besuch der Homepage kann ich genau wie bei animal.fair sehr empfehlen!

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    Den Preis für den schönsten Stand verleihe ich hiermit übrigens Freiraum, denn dieser war so liebevoll und ansprechend gestaltet, dass sich hier so mancher Messebauer eine Scheibe abschneiden kann. Alle Daumen hoch dafür!

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    In den Freiraum Coffeeshop-Delis bekommt ihr ausschließlich selbstgemachte Produkte wie Kaffee, Pitas, Kuchen, Salate, Eis am Stiel und vieles mehr, sehr vieles davon vegan. Alles wird frisch und ohne Zusatzstoffe zubereitet – ich werde mir Freiraum auf jeden Fall noch genauer ansehen.

    Einer der Gründe, warum es am Samstag zur Vegan Planet ging war Martin Balluchs Vortrag zum Thema „Warum ich vegan bin“. Obwohl ich Martin Balluch als Person quasi schon ewig kenne, habe ich es bis jetzt nicht geschafft, ihn irgendwo öffentlich sprechen zu hören und das wollte ich auf jeden Fall nachholen.

    DDr. Martin Balluch, Obmann des VGT, lebt mittlerweile seit über 26 Jahren vegan – und das aus Überzeugung: Tiere sind Persönlichkeiten mit eigenem Willen, der respektiert werden muss. Sie zu nutzen und gar zu töten, um sie zu essen, widerspricht diesem Respekt. Noch spannender wurde es, als der Vortrag auf die globalen Auswirkungen des Konsums von Tierprodukten einging. Martin Balluch war jahrelang als Wissenschaftler an vorderster Front in der Klimaforschung aktiv – den Zusammenhang zwischen Tierproduktion und dem Klimawandel hier nochmals aufbereitet zu sehen war sehr interessant. Und beängstigend.

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    Komplett neu war für mich die Erkenntnis des absurden Verhältnis zwischen dem Anteil an Menschen und Nutztieren im Vergleich zu Wildtieren. Die Welt ist zu mehr als der Hälfte von Nutztieren bevölkert, den Rest macht die Menschheit aus. Nur noch ein verschwindend geringer Teil sind Wildtiere – und es werden immer weniger. Schlüssig wurde von Martin Balluch erklärt, wieso vegane Ernährung Raum schaffen kann, Wildnisgebiete zu erhalten und den Wildtieren wieder einen Freiraum zu bieten, selbstorganisiert und vom Menschen unabhängig zu leben.

    Der Vortrag hat mich ein weiteres Mal darin bestärkt, dass der vegane Lebensstil für mich der richtige ist, ich kann jedem empfehlen, Vorträge von Martin Balluch zu besuchen, solltet ihr irgendwann einmal die Gelegenheit dazu haben.

    Mein Fazit zur Vegan Planet? Ein Tag ist nicht genug! Die Menge an Ausstellern, Vorträgen und nicht zuletzt das kulinarische Angebot würde locker einen täglichen Besuch rechtfertigen. Noch besser fände ich, wenn die Yoga Planet von der Vegan Planet abgekoppelt oder zumindest räumlich komplett getrennt werden würde. Bei dem enormen Ansturm liegt die Vermutung nahe, dass sich das MAK nächstes Jahr alleine durch die Vegan Planet füllen lassen könnte. Super wären auch mehr Plätze zum Hinsetzen und Relaxen gewesen, hier hat mir von der Aufteilung die Veganmania sehr gut gefallen. Stände im unteren Bereich und Vorträge, Kulinarik und Sitzgelegenheiten im oberen Stockwerk könnte ich mir gut vorstellen.

    Und was sagt Tanja als Nicht-Veganerin dazu? „Ich fand die Vielfalt des Angebots toll, das beweist, dass ein Bewusstsein für vegane Ernährung längst im Mainstream angekommen ist. Ich kann die Messe auch für nicht vegan lebende Menschen empfehlen!“

    Wir sind auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei und freuen uns schon auf die Veganmania im Sommer! Gratulation an die VGÖ für diese gelungene Veranstaltung und weiter so – für mehr tolle vegane Events!

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    Fürs Klima (ver)handeln. Das SPIELART Festival bringt Rimini Protokolls „Welt-Klimakonferenz“ nach München

    Wie wäre es eigentlich, mal selbst an einer UN-Klimakonferenz teilzunehmen? Wie läuft so etwas ab? Wer spricht mit wem? Welche Prozesse führen zu den Entscheidungen, die dann den Ausschlag über…

    Wie wäre es eigentlich, mal selbst an einer UN-Klimakonferenz teilzunehmen? Wie läuft so etwas ab? Wer spricht mit wem? Welche Prozesse führen zu den Entscheidungen, die dann den Ausschlag über Fortbestand oder Sinken ganzer Inselstaaten oder die (Nicht-) Erreichung des 2-Grad-Ziels geben? Am Samstag vergangene Woche, knapp drei Wochen vor Start der COP21 in Paris, hatte man beim SPIELART Festival in München Gelegenheit, es auszuprobieren.

    Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: »Welt-Klimakonferenz« von Rimini Protokoll. Auf dem Foto von links: Ute Hannig, Dr. Florian Rauser, Dr. Sebastian Sonntag © Aysegül Suna / Kunstschule Wandsbek

    Die Idee hinter der 2014 am Hamburger SchauSpielHaus entstandenen „Welt-Klimakonferenz“ der Theatergruppe Rimini-Protokoll, die versucht die Mittel des Theaters weiterzuentwickeln um „ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen“, ist hierbei so simpel wie genial: Bringe reale Expertinnen und Experten aus verschiedenen klimarelevanten Bereichen (Geografie, Meteorologie, Wirtschaft etc.) mit interessiertem Publikum zusammen, mache sie alle zu DarstellerInnen und und lasse sie im Laufe eines Abends die wesentlichsten Abläufe einer realen Klimakonferenz in komprimierter Form nachstellen.

    Gleich beim Kartenabriss in den Münchner Kammerspielen, wo die Veranstaltung stattfand, bekam man hierfür ein Schlüsselband mit einem kleinen Heftchen überreicht, auf dessen Cover eine Flagge und ein Landesname prangte. Dieses verkörperte sozusagen den Zutrittspass für die „Welt-Konferenz“ und gab einem außerdem Aufschluss darüber, welches Land man im Laufe des Abends vertreten würde. In meinem Fall war es Uganda und mein Heftchen enthielt nicht nur die Agenda für die kommenden Stunden sondern auch relevante Grundsatzinformationen zu dem von mir vertretenem Land (Bevölkerung, Klima, CO2-Verbrauch, Wohlstand etc.).

    Aufgebaut war der Abend angelehnt an eine reale Klimakonferenz, was heißt, dass jede Länder-Delegation verschiedene Termine wahrnehmen musste, die einen nicht nur quer durchs Theater sondern sogar aus diesem heraus führten. Auf Basis der gewonnen Informationen konnte man dann am Ende über CO2-Einsparungsziele für die kommenden Jahre und den Beitrag zum Green Climate Fond entscheiden oder sein Land ganz im Gegenteil vor allem als Leidtragenden des Klimawandels positionieren (Stichwort: „Loss & Damage“). Da die Termine für jede Delegation unterschiedlich waren (verschiedene Gruppen, ExpertInnen, Länderinformationen usw.), verlief auch die gesamte Konferenz für jede Gruppe einzigartig. Ganz wie im realen Leben bekam man also immer nur einen Teil der ganzen Wahrheit präsentiert und es blieben (Wissens)Lücken trotz derer aber dennoch Entscheidungen getroffen werden mussten.

    Rimini Protokoll_Welt-Klimakonferenz_10_®Benno Tobler

    Für unsere Delegation ging es unter anderem auf die Bühne, wo wir uns in Liegestühlen liegend von Kenneth Gbandi mit wichtigen Informationen zu Afrika versorgen lassen konnten. Von einem Theaterkran aus referierte er über die Afrikanische Union und das Klima im Süden des Kontinents, wobei ihm eine kreisförmige Fläche aus Scheinwerfern, Nebelmaschinen und eine Spritzflasche zur Unterstützung dienten. Nach den anschließenden Inputs zu 2-Grad-Ziel und Zertifikatehandel im großen „Plenarsaal“ mussten wir dann zum bereitgestellten Bus eilen, der auch tatsächlich abfuhr. Der auf großen Klimakonferenzen (scheinbar) gängigen Praxis, den Delegierten nicht einmal auf ihren Shuttle-Fahrten zwischen den verschiedenen Konferenz-Locations etwas Ruhe zu gönnen, sondern sie selbst dann noch mit Infos zu beschießen – in diesem Fall zum Thema „Stadtklima“ – wurde somit auch Rechnung getragen. Sogar ein bilaterales Gespräch stand auf dem Programm und zu guter Letzt gab es vor dem großen Abschluss-Plenum noch eine Strategieberatung, die schließlich auch den Ausschlag für unsere Entscheidungen gab.

    Rimini Protokoll_Welt-Klimakonferenz_5_®Dennis Kossowski

    Das Gesamtergebnis der bayrischen „Welt-Klimakonferenz“ fiel dann generell sehr positiv aus. Mit den vorgeschlagenen Einsparungen hätten wir das 2-Grad-Ziel bis 2050 nicht nur locker erreicht, sondern auch einen großzügigen Green Climate Fund von 102 Milliarden Dollar aufgestellt: Klimasituation also erstmals deeskaliert und viel neues Wissen im Gepäck! Da bleibt nur zu sagen: Applaus an uns, Theatermacher und ExpertInnenteam! Es war wirklich ein sensationeller Theaterabend!

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    Mobilität von Morgen: Der Faktor Gewicht

    Ein Beitrag nur über Fahrzeuggewichte und das schon zu Beginn dieser Kolumne? Ja, denn egal welche Antriebskonzepte sich in Zukunft durchsetzen werden, Autos müssen deutlich leichter und somit ressourcenschonender werden. Um…

    Ein Beitrag nur über Fahrzeuggewichte und das schon zu Beginn dieser Kolumne? Ja, denn egal welche Antriebskonzepte sich in Zukunft durchsetzen werden, Autos müssen deutlich leichter und somit ressourcenschonender werden.

    Um Gewicht in Bewegung zu setzen braucht man Energie, das ist beim Auto nicht anders. Physik lässt sich nicht aushebeln und daher gilt immer folgendes: Je schwerer ein Auto ist, desto mehr Energie wird benötigt um es in Bewegung zu setzen. Somit lässt sich alleine durch Gewichtsoptimierung schon heute vieles richtig machen.

    Gewichtszunahme in den letzten Jahrzehnten

    Moderne Autos sind oft doppelt so schwer wie ihre Urahnen, dies liegt zu einem hohen Anteil an der Tatsache, dass Autos mittlerweile enorm sicher geworden sind. Dimensionierung und Steifigkeit bringen notwendigerweise einfach einen höheren Materialverbrauch mit sich. Zudem möchte heute niemand mehr wichtige Sicherheitseinheiten wie Airbags oder Sicherheitsgurte in seinem Auto missen. All das braucht auch Platz und bringt Gewicht mit sich.

    Trotzdem schaffen es heute immer mehr Kleinwagen ihr Gewicht wieder unter einer Tonne zu halten. Da aber nicht jeder mit einem Klein- oder Kompaktwagen seine Bedürfnisse abdecken kann – sei es durch eine größere Familie oder weil oft viel transportiert werden muss – kommt es zwangsweise zum Mehrgewicht.

    Mehrgewicht durch Extras

    Dennoch ist bei modernen Autos viel Einsparungspotential vorhanden. Ein großer Teil des Mehrgewichts lässt sich nämlich mit einem Wort beschreiben: Luxus. Und dieser wird beim Autokauf definitiv unterschätzt. Dabei ist es durchaus möglich, alleine mit Zusatzausstattung das Fahrzeuggewicht um bis zu eine halbe Tonne zu erhöhen. Gewicht, das im Betrieb eben auch in Bewegung gesetzt werden möchte.

    Große Räder liegen momentan im Trend. Dabei schwankt hier die Gewichtszunahme im Vergleich zur ausreichenden Beräderung zwischen 22 und 40 Kilo. Weitere 40 Kilo zusätzlich holt man sich mit einem Glasdach an Bord. Eine elektrisch einfahrbare Anhängerkupplung bringt satte 80 Kilo auf die Waage. Der Rest summiert sich auch recht schnell: Lederausstattung, Musikanlage, dritte Sitzreihe, Navi und vieles mehr.

    Hinzu kommen Steuergeräte, Sensoren und Kameras für diverse Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Regensensor und Toter-Winkel-Warner. Dieser Punkt wird in den nächsten Jahren noch dramatisch ansteigen, wenn Autos alleine fahren sollen. Dabei wird der Elektronikschrott bald zum nächsten Problem. Alleine das elektrische Bordnetz eines durchschnittlichen Wagens wiegt etwa 40 Kilo. Etwa zwei Kilometer Kabel sind dabei in Summe verbaut. In besonders luxuriösen Fahrzeugen arbeiten im Innenraum zusätzlich um die 100 Stellmotoren, etwa für die elektrische Verstellung von Sitzen, Lenkrad oder Kopfstützen. 1.500 Watt Dauerleistung sind dabei keine Seltenheit und dieser Strom muss im Motor erst einmal produziert werden.

    Der Trend SUV

    Der immer weiter zunehmende Trend zum SUV ist Umweltschützern ein besonderer Dorn im Auge. SUV ist die Abkürzung für „Sport Utility Vehicle“. Zusammengefasst lässt sich dieses als Geländewagen ohne Geländeeigenschaften bezeichnen. Was nun schon ziemlich fragwürdig klingt, wird jedoch immer häufiger als Rechtfertigung heran gezogen, wenn es um die Frage nach einem eventuellen Mehrverbrauch gehen soll. Im Gegensatz zu früheren Exemplaren werden nämlich Allradantrieb, Leiterramen, Differentiale und viele weitere Extras nicht mehr zwangsläufig verbaut, was einerseits Gewicht sparen soll, gleichzeitig den Nutzen aber ad absurdum führt.

    SUV bauen also nicht mehr auf speziellen und damit schweren Fahrgestellen auf. Vielmehr werden – stark vereinfacht ausgedrückt – normalen PKW andere Karosserien aufgedrückt. Dieses Umstyling macht leicht 300 Kilo Mehrgewicht aus, denn diese Autogattung lebt vom üppigen und bulligen Erscheinungsbild. Hinzu kommen größere und breitere Räder, was sich im erhöhten Rollwiderstand auswirkt – und eine höhere Bodenfreiheit erhöht den Luftwiderstand. Dass ein SUV also nicht mehr als seine technikspendende Basis verbraucht ist daher physikalisch schwer zu begründen. Aus rein optischen Gründen nehmen wir damit einen deutlichen Mehrverbrauch in der Produktion sowie im täglichen Betrieb einfach hin.

    Kritische Praxiserfahrungen entzaubern gerne auch den Weltretter Hybridauto, denn hier macht der Akku den Löwenanteil an Mehrgewicht aus. Ist dieser leer, schleppt man Ballast mit sich herum. Das ist aber eine größere Geschichte, der in einem anderen Beitrag mehr Raum gewidmet werden wird.

    Leichtbau in der Autoindustrie

    Autos müssen also in Zukunft unabhängig vom Antriebskonzept deutlich leichter werden, um weniger Ressourcen zu verbrauchen. Tatsächlich tun sie das auch und werden sogar wieder kleiner, wenn auch nur ein paar Zentimeter. Jedoch sind die Sprünge nach unten vor allem in jenen Fahrzeugklassen vorbildlich, welche auf sehr schwerem Niveau gestartet sind. 300 Kilo weniger pro Fahrzeug hören sich erst einmal gut an. In Relation zu einem verbleibenden Gewicht von über zwei Tonnen relativiert sich dieser Wert jedoch wieder.

    Es bleibt jedoch unwahrscheinlich, dass mittelfristig weitere Gewichtsreduktionen durch deutliche Schrumpfung der Abmessungen und den merklichen Verzicht von Komfort erfolgen werden. Der Wechsel auf leichtere Materialien ist hier vorprogrammiert und erzeugt wieder eine Verschiebung des Energieaufwands vom Fahrzeugbetrieb in die Produktion, hierzu gibt es im Laufe dieser Kolumne auch noch mehr zu lesen. Nur negativ darf man das jedoch nicht sehen. Mit immer besseren Computersimulationen lassen sich die positiven Stoffeigenschaften sehr gut kombinieren und dadurch kleiner dimensionieren.

    Gut geschummelt ist halb gewonnen

    Aktuell greift man jedoch für schöne Werte auf dem Papier gerne in die Trickkiste. Das Leergewicht muss im fahrbereiten Zustand, also inklusive allen Betriebsflüssigkeiten inklusive Tank angeben werden. Letzterer wird einfach kleiner dimensioniert und durch die geringere Füllmenge können so gut 30 Kilo eingespart werden. Schon lässt sich damit werben, dass das neueste Modell leichter wurde. Zudem kostet der größere und damit praxistauglichere Tank nun zusätzlich Aufpreis. Eine einfache Gewinnoptimierung, denn geordert wird dieser vom Kunden natürlich. An der Serienausstattung wird ebenfalls gespart, wenn auch der Verzicht von Ersatzrad und Wagenheber in Relation zur Nutzung und Absicherung durch Pannendienste tatsächlich etwas Sinn macht.

    Zusammengefasst macht das Mehrgewicht bereits ohne Berücksichtigung der Produktion einen merklichen aber vor allem beeinflussbaren Unterschied aus, hauptsächlich beim Anfahren bzw. Beschleunigen. Die Faustregel, je 100 Kilo Mehrgewicht benötigt man einen halben Liter Treibstoff auf 100 Kilometer zusätzlich, hat jedoch ausgedient. 0,3 Liter sind heute im Schnitt realistischer. Der globale Effekt ist dennoch beachtlich, immerhin fahren weltweit über eine Milliarde Autos.

    Wer sich ein Auto kauft, sollte gut überlegen, welche Fahrzeuggröße er tatsächlich braucht. Zurückhaltung bei den Extras drücken den Verbrauch nochmals. Wer dann auch noch regelmäßig unnützes Gerümpel aus dem Auto räumt, statt es mit sich durch die Gegend zu fahren, der erreicht im Kleinen schon sehr viel.

    2 Kommentare zu Mobilität von Morgen: Der Faktor Gewicht

    DIY-Kosmetik: Heilerde-Zahncreme

    In meinem letzten Beitrag habe ich euch ein weiteres Rezept mit Heilerde versprochen. Im Gegensatz zum selbstgemachten Shampoo finde ich folgendes Rezept für Heilerde-Zahncreme – ganz links am Titelbild – sehr…

    In meinem letzten Beitrag habe ich euch ein weiteres Rezept mit Heilerde versprochen. Im Gegensatz zum selbstgemachten Shampoo finde ich folgendes Rezept für Heilerde-Zahncreme – ganz links am Titelbild – sehr empfehlenswert und klasse, dass hier kein Müll entsteht und kein Mikroplastik eingesetzt wird – für einen leichten Peeling-Effekt ist Salz zuständig. Außerdem habt ihr hier keine überflüssigen Inhaltsstoffe, wie es in gängigen Zahncremes der Fall ist.

    Zahncreme mit Heilerde

    Ihr braucht dafür:

    – Heilerde (fein), Lavaerde oder Tonerde (1 EL)
    – Ätherisches Öl (Pfefferminze oder Zimt, 2 Tropfen) oder frische zerkleinerte Minzblätter (1 EL)
    – Frischen, geriebenen Ingwer (ca. 1 TL)
    – Leicht grobkörniges Salz (eine Prise)

    Ihr püriert zuerst Ingwer und Minze, damit die frischen Zutaten ganz fein zerkleinert sind. Gebt das Salz in etwas Wasser, mischt beides und siebt dann alles durch. Mixt die Heilerde dazu – nur Plastik- oder Keramiklöffel verwenden! – dazu. Nehmt ein kleines Gläschen (mit kochendem Wasser gereinigt) und füllt die Creme hinein. Stellt das Gläschen nach Gebrauch in den Kühlschrank.

    Zur täglichen Verwendung nehmt das Gläschen aus dem Kühlschrank. Dann einfach etwas davon mit einem Spatel auf die Zahnbürste geben und damit die Zähne putzen. Toll ist auch, danach ein Mundwasser mit Pfefferminzöl und Ingwer zu benutzen. Die Portion Heilerde Zahncreme reicht für rund eine Woche, im Kühlschrank hält sie sich ca. einen Monat.

    Zugegeben, etwas Überwindung kostet die Anwendung dieser Zahncreme schon. Aber man gewöhnt sich sehr schnell dran. Vor allem die Wirkung des Salzes und des Ingwers finde ich toll. Wichtig ist, wenn ihr ätherische Öle benutzt, dann achtet darauf, dass sie eine hohe Qualität haben – auf jeden Fall sollten sie aus kontrolliert biologischem Anbau stemmen -, ihr sie nicht schluckt und für die Anwendung im Mund geeignet sind! Fragt also lieber nach.

    Viel Spaß beim Nachmachen!

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    Brunch vegan! – Das vegane Kochbuch rund ums Brunchen

    Immer mehr vegane Foodblogger veröffentlichen ihre eigenen Kochbücher, und das finde ich genial. Einerseits, weil es schön ist zu sehen, in welche Richtungen sich Blogs und Blogger weiterentwickeln können. Andererseits weil die…

    Immer mehr vegane Foodblogger veröffentlichen ihre eigenen Kochbücher, und das finde ich genial. Einerseits, weil es schön ist zu sehen, in welche Richtungen sich Blogs und Blogger weiterentwickeln können. Andererseits weil die vegane Küche – so sehr sie zur Zeit auch im Trend liegen mag – noch viel mehr Fürsprecher benötigen kann und zu guter Letzt, weil ich so hin und wieder in den Genuss eines Rezensionsexemplares komme und meine Sammlung an veganen Kochbüchern Schritt für Schritt ausbauen kann.

    Eine spannende Nische für ein veganes Kochbuch hat Michaela Marmulla ausgewählt, die in der veganen Szene schon mit ihrem Blog Veganilicious Bekanntheit erlangt hat. Ihr Kochbuch „Brunch vegan!“ dreht sich rund um – richtig erraten – veganes Brunchen. 75 Rezepte laden Brunch-Fans und alle, die es noch werden wollen zum veganen Brunchen ein – lecker, schneller und unkompliziert!

    Ob ihr nun gerne drinnen oder im Sommer auch draußen brunchen wollt, die einzelnen Speisen eher klassisch oder auch ausgefallen sein dürfen, ob pikant, herzhaft oder süß, in „Brunch vegan! finden sich abwechslungsreiche Aufstriche und verlockendes Fingerfood ebenso wie verschiedenste Frühstücksbrötchen, vegane Bratenvariationen, Salate, Suppen, Smoothies, Shakes und Drinks, und natürlich auch jede Menge süße Köstlichkeiten.

    Die Rezepte bieten nicht nur Inspiration für den Genuss in kleiner oder grösserer Runde zu Hause, sondern eignen sich auch als Mitbringsel für Partys oder Picknicks. Und wenn ihr nicht alles alleine auf den Tisch zaubern wollt, ladet doch einfach zu einem Gemeinschafts-Brunch ein, bei dem jeder sein liebstes Rezept aus dem Kochbuch nachkocht und mitbringt.

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    Zur Einführung beginnt das Kochbuch neben der Einleitung mit Tipps und Tricks rund um den gelungenen Brunch und erklärt, dass Brunchen mehr ist als nur ein spätes Frühstück. Die LeserInnen erfahren, wie man einen Brunch am besten organisiert, was die wichtigsten veganen Zutaten sind und welche nützlichen Küchenhelfer bei der Zubereitung nicht fehlen sollten.

    Als ich das Buch in Händen hielt, wurde mir erst bewusst, dass ich schon lange nicht mehr mehr gebruncht habe, weder in einem Lokal, noch zu Hause. Zeit also, um mir zumindest in Gedanken meinen idealen Brunch zusammenzustellen!

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    Der Rezeptteil von „Brunch vegan!“ startet mit „Aufstriche & Dips“, besonders angesprochen haben mich hier die pikanten Rezepte – veganes Zwiebel-Mett, Paprika-Hummus, Avocado-Dip und Aioli würden bei meinem idealen Brunch auf jeden Fall am Tisch stehen. Weiter geht es mit „Fingerfood“, hier sind meine Favoriten die Tortilla Chips mit Mexican Layer Dip und die pikanten Linsen-Blätterteig-Taschen. Als nächstes stehen „Salate“ auf dem Plan, meine Wahl fällt auf den Toskanischen Brotsalat, den ich auf jeden Fall, so wie einige andere Rezepte aus dem Buch auch ohne Brunch nachkochen werde.

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    Von „Suppen & Eintöpfe“ wähle ich Gazpacho, die eiskalte Gurken-Minz-Suppe klingt aber auch sehr lecker. Im Kapitel „Warm & herzhaft“ finde ich die gebackenen Kartoffelspalten mit Tofu-Kräuter-Dip, und unter „Herzhaft gebacken“ wähle ich mir gleich mehrere Dinge aus, denn (frisch) Gebackenes finde ich einfach nur superlecker. Für meinen idealen Brunch wären das Mini-Focaccia mit Rosmarin und Oliven, Rucola-Pesto-Brot sowie Oliven-Tomatenbrötchen. Das klingt alles wunderbar!

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    Süße Leckereien gibt es in „Süß & lecker“, der Klassiker Belgische Waffeln darf auf keinen Fall fehlen, die Schoko-Erdnussbutter-Cupcakes und das Schoko-Erdnuss-Mousse klingen ebenfalls sehr verlockend. Last, but not least enden die Rezepte mit „Getränke“, und hier ist mein Favorit die Zitronen-Limonade mit frischer Minze.

    Das wäre er also, mein idealer Brunch, den ich mit Hilfe von „Brunch vegan!“ auf jeden Fall auch in die Realität umsetzen werde, denn jetzt habe ich so richtig Lust bekommen, wieder regelmäßig zu brunchen!

    Vielen Dank an Michaela für das Buch und Gratulation zu so einem liebevoll gestalteten Werk, bei dem einem schon bei der Betrachtung des Titelbildes das Wasser im Mund zusammenläuft!

     

    Weitere Informationen zu „Brunch vegan!“ findet ihr hier bei Unimedica. News und Updates gibt es auf der Facebook-Seite von „Brunch vegan!“.

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    Mobilität von Morgen: Zu schön, um wahr zu sein?

    Politische Abhängigkeit, ölverschmutzte Ozeane und Strände, elendiges Tierleiden, Waldsterben, Ölsandendlager mitten in Städten oder in jüngster Zeit Fracking – all diese Entwicklungen heißt niemand gut, nehmen wir aber trotzdem in Kauf….

    Politische Abhängigkeit, ölverschmutzte Ozeane und Strände, elendiges Tierleiden, Waldsterben, Ölsandendlager mitten in Städten oder in jüngster Zeit Fracking – all diese Entwicklungen heißt niemand gut, nehmen wir aber trotzdem in Kauf. Seit man sich Gedanken über den Schutz der Umwelt – in diesem Fall hinsichtlich unseres Erdölverbrauchs – macht, fragt man sich gleichzeitig auch, ob Autofahren überhaupt noch vertretbar ist. Nicht selten bleibt einem kaum eine Wahl oder nur eine sehr unkomfortable. Da kommen uns Schlagwörter wie umweltfreundliche, nachhaltige, grüne oder gar CO2-freie Mobilität gerade recht. Klingt zu schön um war zu sein. Ist es leider auch.

    Grundsätzlich müssen wir diese Begriffe vom Marketing befreien. Der Natur ist es völlig egal, dass wir uns mit einem System selbst geißeln und täglich von A nach B und wieder zurück müssen. Dabei kann das Fahren an sich schon nicht umweltfreundlich sein. Das wäre höchstens der Fall, wenn Autos aus dem Boden wachsen, im Betrieb Sauerstoff erzeugen und sich irgendwann selbst kompostieren würden. Es geht also um Schadensbegrenzung bei der Wahl des Fahrzeugs.

    In dieser Kolumne wird das komplexe Kapitel Verkehr aufgefächert und einzelne Aspekte werden genauer beleuchtet. Unter den Themen finden sich tatsächliche Nachhaltigkeit, Biosprit oder warum die aktuelle Elektromobilität der Umwelt schadet statt nützt. Außerdem werden fragwürdige politische und wirtschaftliche Vorgaben und Entscheidungen näher beleuchtet. Auch die Auswirkungen der vermeidbaren Kurzlebigkeit und die reine Fokussierung auf den Verbrauch beziehungsweise den damit direkt zusammenhängenden CO2-Ausstoß schaffen im Ganzen betrachtet mehr Probleme und Schadstoffe als sie bekämpfen sollen.

    Einige Aspekte bergen durchaus Diskussionsstoff – an Zahlen und ganzheitlichen Betrachtungen wird es nicht mangeln. Die Betrachtung der Komplexität des Produktes Auto von der Rohstoffgewinnung über Produktion, Betrieb und Wartung bis hin zur Entsorgung birgt belegbare Überraschungen. Gesamt betrachtet etwa ist ein Hummer (SUV) für die Umwelt weniger schädlich als das Vorzeigeobjekt Hybridauto. Wir betrachten jedoch immer nur den Verbrauch und CO2-Ausstoß, den ein Auto im Betrieb erzeugt. Das ist vergleichbar damit, als würde man bei der Klimabelastung des Fleischkonsums nur den Energieaufwand des Schlachtens berücksichtigen. Nur noch etwa 15 Prozent des Ressourcenverbrauchs beim Auto fällt heute auf den Betrieb in Form von Treibstoff. Die Ersparnis im Betrieb verschiebt sich seit einigen Jahren auf die Produktion.

    Lässt man lokale Gesundheitsnachteile beiseite, fährt man am umweltfreundlichsten sein eigenes oder ein anderes bereits produziertes Auto (Gebrauchtwagen) so lange wie möglich weiter. Im Idealfall ist dieses besonders kompakt, leicht und wird von mehreren Personen genutzt. Mittelfristig ist auch Erdgas klar vorzuziehen, da es noch mehr als einige Jahre dauern wird, bis die Elektromobilität tatsächlich sauberer als konventionelle Antriebe wird.

    Alle neugierig Gemachten sowie bisher skeptisch Gebliebenen können sich jedenfalls auf eine interessante Kolumne und auf tiefer gehende Informationen freuen.

     

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    Exklusiv auf The bird’s new nest: Mobilität von Morgen

    The bird‘s new nest breitet seine Flügel aus und erweitert die Themenlandschaft um das spannende Thema Mobilität. Zu Recht sehen immer mehr Menschen, dass wir es uns nicht mehr lange…

    The bird‘s new nest breitet seine Flügel aus und erweitert die Themenlandschaft um das spannende Thema Mobilität. Zu Recht sehen immer mehr Menschen, dass wir es uns nicht mehr lange leisten können, über unsere Verhältnisse zu leben. Erdöl ist hier für die meisten Menschen das Mahnmal schlechthin und so sind AutofahrerInnen zum Feindbild vieler Umweltschützer geworden.

    Viele Menschen sind in den letzten Jahrzehnten sukzessive in die Abhängigkeit von Autos getrieben worden. Doch akzeptable Alternativen waren und sind bis heute für viele nicht vorhanden. Doch Industrie und Politik verkaufen uns das anders. Von der absoluten Klimaneutralität bis hin zur Weltrettung versprechen Autohersteller mittlerweile fast alles. Im immer undurchschaubareren Dschungel von Gesetzen und Normen verstrickt sich die Politik in immer mehr Entscheidungen welche nicht einmal ein grünes Deckmäntelchen wert sind. Die reine Fokussierung auf den CO-Ausstoß verbirgt die wahren Umweltschäden, der Kern der Probleme mit allen Auswirkungen wird kaum durchleuchtet. Versucht man dieses stellt man schnell fest, hier stimmt etwas nicht.

    „Die Umwelt muss vor der Umweltpolitik geschützt werden.“, hat einmal ein scheidender Autoboss verkündet. Wie man utopische Versprechungen durchschaut, dabei Geld spart, der Umwelt tatsächlich hilft und dennoch mobil bleibt, wird ab sofort hier auf The bird’s new nest von einem Insider der österreichischen Autobranche zu lesen sein. Aufgrund seiner Position in dieser wird er bei uns anonym unter dem Namen „Mr. Autonym“ auftreten um offen und ehrlich über die Machenschaften der Autoindustrie berichten zu können.

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    Cowspiracy – Die Dokumentation, die die Umweltschutzbewegung revolutionieren wird

    Als ich die Dokumentation Cowspiracy: The Sustainability Secret zum ersten Mal – kurz nachdem sie erschienen ist – gesehen habe, habe ich danach einige Minuten gebraucht, um sprichwörtlich wieder zu…

    Als ich die Dokumentation Cowspiracy: The Sustainability Secret zum ersten Mal – kurz nachdem sie erschienen ist – gesehen habe, habe ich danach einige Minuten gebraucht, um sprichwörtlich wieder zu mir zu kommen. Ich hatte niemals zuvor eine Dokumentation gesehen, die mich so nachdenklich gestimmt hat. Gleich darauf habe ich den Link zur Cowspiracy-Homepage auf Facebook mehrmals geteilt, denn ich wusste, dass diese Dokumentation ein riesiges Potential hat, Menschen für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren.

    Am 15. September 2015 wirde weltweit eine aktualisierte Version auf dem Streaming-Portal Netflix veröffentlicht, auch in einer deutschen Fassung (ebenfalls auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch). Leonardo DiCaprio, der nicht nur ein bekannter Schauspieler, sondern auch ein bekennender Umweltschützer ist, hat mitgeholfen, den aktualisierten Film zu produzieren und ihn auf Netflix zu bringen.

    Worum geht es in dieser Dokumentation eigentlich?

    Cowspiracy berichtet über die Auswirkungen der Viehzucht auf unseren Planeten. Die Produktion von Fleisch, Fisch, Milch und Eiern, sowie das Fischen in unseren Ozeanen hat dramatischere Auswirkungen, als die Bevölkerung es einschätzen würde. Hier ein paar Beispiele: Viele Menschen glauben, dass Auto und Flugzeug die größten Klimakiller sind. Dem ist jedoch nicht so. Die Produktion von Tierprodukten, unter Berücksichtigung der gesamten Produktionskette, ist für 51 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgasen verantwortlich, wobei der weltweite Transportsektor lediglich für 13 Prozent verantwortlich ist.

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    Auch die Fischerei in den Ozeanen ist außer Kontrolle geraten. Wenn dieser Fischfang nicht abnimmt, werden laut Cowspiracy im Jahr 2048 alle Fische vollständig aus den Meeren verschwunden sein, was drastische Folgen auf das gesamte Ökosystem Erde haben würde. Auf jeden gefangenen Pfund Fisch werden bis zu fünf Pfund Beifang aus dem Meer gefischt wie Wale, Haie oder Schildkröten. Der Hauptgrund der weltweiten Abholzung der Regenwälder ist ebenfalls die Viehzucht und der damit zusammenhängende Futtermittelanbau. Im Amazonas sind bis zu 91 Prozent des Regenwalds für Fleisch, Milch und Eier abgeholzt worden.

    Warum muss mensch erst eine Dokumentation sehen, um dies zu erfahren?

    Ganz einfach: Mensch hört davon nichts, weil die größten Umweltschutzorganisationen diese Problematik gar nicht thematisieren. Der Fokus wird auf Palmöl gelegt, welches jedoch fünf Mal weniger Regenwald auf dem Gewissen hat. Damit kommen wir zu einem weiteren sehr verblüffenden Teil der Dokumentation. In dem Film wurden diverse führende NGOs wie Oceana, Rainforest Action Network und Sierra Club zu der Problematik interviewt und befragt, wobei Greenpeace ein Interview ablehnte. Dies macht den Eindruck, als ob führende Organisationen der Umweltschutzbewegung gar nichts von dieser Thematik wissen wollten. Die Interviews sind teils sehr amüsant schockierend, aber auch sehr aufklärend.

    Ich habe hier nur einige wenige Beispiele erläutert, denn der Film ist von Anfang bis zum Ende vollgepackt mit spannenden und aktuellen Daten und Fakten. Ich würde den Film wirklich jede und jedem ans Herz legen, die/der sich auch nur im Entferntesten für Umweltschutz interessiert.

    Alle zitierten Zahlen und die Studien dazu sind hier nachzulesen: www.cowspiracy.com/facts

     

    Für alle, die den Film auf Netflix kostenlos sehen wollen, aber noch nicht auf Netflix sind – es gibt ein kostenloses Probemonat, das ihr nutzen könnt, um euch Cowspiracy: The Sustainability Secret anzusehen: netflix.com

    Hier könnt ihr euch den Trailer ansehen, den Film um 4,95 Dollar downloaden oder die DVD bestellen (19,95 Dollar): cowspiracy.com

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