Eco. Life. Style.

Kategorie: Shopping.

Friendly in Maria Enzersdorf: Einkaufen bei Freunden

Einkaufen im Supermarkt ist praktisch: Riesige Auswahl, durch das Geschäft laufen und alles einsammeln und dann ab zur Kasse. Wobei – wenn man so wie ich nur vegane Bio-Produkte kauft…

Einkaufen im Supermarkt ist praktisch: Riesige Auswahl, durch das Geschäft laufen und alles einsammeln und dann ab zur Kasse. Wobei – wenn man so wie ich nur vegane Bio-Produkte kauft ist die Auswahl gleich nicht mehr so groß. Und nachdem viele vegane Produkte nicht als solche ausgezeichnet werden, stehe ich doch immer relativ lange vor den Regalen, um die Inhaltsstoffe zu entziffern. Und an der Kasse wartet man sich dann die Beine in den Bauch um auf einmal in einem Höllentempo die Produkte einräumen zu müssen, weil manche Ketten die Zeit messen, die die Mitarbeiter zum Kassieren brauchen.  Aber so ist das nun einmal mit dem Einkaufen heutzutage. Greißler sind doch nicht ohne Grund ausgestorben, das passt doch einfach nicht mehr zur heutigen Zeit, oder?

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Zumindest habe ich so gedacht, bevor ich zum ersten Mal von Friendly erfahren habe. Friendly hat Ende November in Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling eröffnet und ist ein Bio-Laden, der alles für den täglichen Gebrauch bietet: Frisches Obst und Gemüse, Getreide, Mehl und Teig-Waren, Frucht- und Gemüsesäfte, eingelegtes Gemüse und Konserven, Fertig-Gerichte, Bohnen und Hülsenfrüchte, Backzutaten, Naschereien, Hygiene-Artikel, Reinigungs-Produkte, Naturkosmetik, Textilien sowie Lektüre und Kochbücher. Außerdem gibt es Kaffee, Kurkuma-Milch, Smoothies, frische Snacks und Süßes zum Mitnehmen oder einfach vor Ort genießen. Und das alles nicht nur bio, sondern auch komplett vegan!

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Zugegeben, der erste Einkauf war ungewohnt. Aber auch sehr angenehm. Endlich einmal nicht die Inhaltsstoffe checken, sondern nur gustieren und zugreifen. Egal, was im Einkaufskorb landet, ich weiß, es ist „Gut zum Menschen, gut zu Erde.“ genau wie der Friendly-Slogan verspricht. Und natürlich auch gut zum Tier, was mir persönlich auch ein sehr großes Anliegen ist. Aber auch wenn man sich einfach nur nachhaltiger und gesünder ernähren möchte, ist man bei diesem freundlichen Nahversorger an der richtigen Stelle.

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Das ist aber bei weitem noch nicht alles, was mich an Friendly begeistert. Ich habe es mir mittlerweile schon zur Gewohnheit gemacht, spontan bei Friendly vorbeizufahren, wenn ich in der Nähe bin und Hunger habe, was relativ oft vorkommt – Parkplatzmangel gibt es zum Glück nie in dieser Gegend. Und dann lande ich jedes Mal am Stehtisch, um mit einem oder beiden Betreibern von Friendly zu plaudern. Ganz ehrlich, ein netteres Einkaufserlebnis hatte ich noch nie, und daher ist der Titel des Artikeln nicht nur treffend, sondern auch ernst gemeint. Im Anschluss nutze ich die Gelegenheit um mich mit frischem Obst und Gemüse und dem einen oder anderen weiteren Artikel einzudecken, denn teuer ist Friendly nicht, es ist also sowohl für Wochenend- als auch für spontane Einkäufe zu empfehlen.

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Einen meiner Besuche bei Friendly habe ich dazu genutzt, um Silvia und Daniel einige Fragen zu ihnen und Friendly zu stellen:

Edda: Stellt euch doch bitte einmal kurz vor!

Silvia: Wir sind Daniel und Silvia, 27 und 24 Jahre jung. Ich wohne seit Kurzem in Wien, Daniel in Altenmarkt an der Triesting. Seit einem Jahr lebe ich vegetarisch und interessiere mich sehr für vegane Ernährung, probiere auch gerne Neues aus.

Daniel: Ich lebe seit über einem Jahr vegan, davor habe ich eineinhalb Jahre vegetarisch gelebt. Wir interessieren uns beide für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit, dies – gemeinsam mit der Idee sich selbstständig zu machen – hat uns auch schlussendlich auch zusammengeführt.

Was habt ihr gemacht, bevor ihr euch entschlossen habt, im Bezirk Mödling einen neuen Nahversorger zu eröffnen?

Silvia: Nach meiner Matura habe ich als Sekretärin in einer Rechtsanwaltskanzlei begonnen. Dort war ich fast vier Jahre angestellt. Es war eine schöne Zeit, aber ich wusste schnell, dass ich hier nicht hingehörte.

Daniel: Ich war nach der HTL siebeneinhalb Jahre IT-Systemadministrator in einem stahlverarbeitenden Industriebetrieb. Wir waren beide nicht mehr glücklich im Job und mit den Strukturen, uns war beiden nach Veränderung und wir wollten einen Job machen, der für uns Sinn ergibt.

Warum ist eure Wahl gerade auf Maria Enzersdorf gefallen?

Daniel: Uns fehlte persönlich das bio(-vegane) Angebot im ländlicheren Raum. Wir wollen auch den Kunden außerhalb von Wien eine gute Einkaufsmöglichkeit von veganen Bio-Produkten bieten.

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Silvia: Bei der Suche nach einem Geschäftslokal hatten wir in Maria Enzersdorf von Anfang an ein gutes Gefühl! Wir sind heuer auch großräumig umgezogen, und da liegt Maria Enzersdorf noch dazu ziemlich genau in der geografischen Mitte unserer beiden Wohnorte.

Wieso habt ihr euch für das Konzept bio und vegan entschieden?

Daniel: Für uns sind vegan und bio eng miteinander verbunden. Einerseits wollen wir Veganern und Personen mit Unverträglichkeiten das lästige Durchlesen der Inhaltsangaben abnehmen, andererseits ist es uns auch wichtig, dass die Produkte nachhaltig produziert und ohne ausufernden Chemie-Einsatz erzeugt werden.

Silvia: Bio ist gut für die Umwelt, vegan ist gut für Mensch und Tier. Das unterstreicht unseren Slogan „Gut zum Menschen, gut zur Erde“ Der Umwelt-Gedanke spiegelt sich auch bei unseren Verpackungsmöglichkeiten wieder. So bieten wir ausschließlich kompostierbare Obst-Sackerl sowie Papiertüten an. Auch die Smoothie- und Kaffee-Becher, sowie die Snackteller für unser To Go Angebot bestehen aus pflanzlichem Material.

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Wie viele und welche Produkte habt ihr im Sortiment? Wie entscheidet ihr, welche Produkte ihr aufnehmt?

Silvia: Zur Zeit umfasst unser Sortiment rund 700 verschiedene Artikel – stetig steigend, da wir auch gerne auf die Wünsche und Empfehlungen von Kunden eingehen. Unsere Produktgruppen sind Obst und Gemüse, Getreide-Produkte, Teigwaren, Bohnen und Hülsenfrüchte, Kühl-Sortiment (Fertiggerichte, Tofu, Joghurt), Superfoods, Süßes und Knabbereien, Naturkosmetik und Körperpflege, Getränke, Geschenkartikel sowie Bücher.

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Daniel: Das Basis-Sortiment haben wir aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen und Präferenzen erstellt. Auf zahlreichen Messe-Besuchen haben wir viele neue Produkte und Produzenten kennen gelernt. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Tipps gegeben. Viel Eigenrecherche über vegane und nachhaltig produzierte Lebensmittel hatte ebenfalls großen Einfluss auf das Grundsortiment.

Silvia: Damit ein Produkt in unser Sortiment kommt müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Es soll nachweislich nachhaltig – wenn möglich auch regional – produziert sein, vegan sein, also pflanzliche Zutaten, keine Tierversuche, und von Erzeugern mit fairen Arbeitsbedingungen stammen, sprich keine Großkonzerne oder Abspaltungen davon.

Was unterscheidet einen Einkauf im Supermarkt von einem Einkauf bei euch?

Silvia: Friendly – der Name ist Programm! Bei uns zählt der persönliche Kontakt und wir heißen jeden herzlich in unserem Friendly willkommen. Wir können Menschen, die Lebensmittelunverträglichkeiten haben oder spezielle Diäten halten, beim Einkauf helfen und beraten. Außerdem geben wir fundierte Beratung, sowohl zu unseren Produkten wie auch zur veganen Lebensweise. Wir kennen viele der Lieferanten und Produzenten persönlich und können somit auch die Werte zu den Produkten vermitteln.

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Daniel: Wir gehen individuell auf Kundenwünsche ein, das heißt wir sprechen gerne mit Kunden über neue Produkte und deren Aufnahme ins Sortiment. Obst und Gemüse liegt lose, daher kann der Kunde selbst entscheiden, wie viel er braucht. Außerdem bieten wir frische Snacks und Smoothies hergestellt aus unserem Bio-Gebäck und Bio-Gemüse an. Unser Stehtisch lädt überdies zum Verweilen, Genießen und Plaudern ein.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Ich kann nur empfehlen, einmal selbst bei Friendly vorbeizuschauen und sich vielleicht auch auf ein Pläuschchen zum Stehtisch zu stellen um danach ganz entspannt seinen Einkauf zu tätigen. Aber Achtung: Es kann eure Vorstellung von eurem besten Einkaufserlebnis für immer verändern!

 

Friendly

Adresse: Grenzgasse 7, 2344 Maria Enzersdorf

Homepage: friendly.bio
Facebook-Seite: facebook.com/friendly.bio

Öffnungszeiten:
Montag: 8:30 – 18:00
Dienstag: 10:00 – 19:45
Mittwoch: 8:30 – 13:00
Donnerstag/Freitag: 8:30 – 18:00
Samstag: 8:30 – 13:00

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Rohe Köstlichkeiten mitten in Wien: simply raw bakery (mit Rezept!)

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit…

Das Backen und Verzieren von Süßem ist für mich zu einer richtigen Sucht geworden. Kochen ist aber auch eine Leidenschaft von mir – kurz gesagt, ich verbringe sehr viel Zeit in der Küche beziehungsweise auch auf regionalen Märkten, auf denen ich die Zutaten besorge. Wenn ich einkaufen gehe, achte ich darauf, regionale und auch saisonale Produkte zu kaufen. Gerne kaufe ich direkt bei Produzenten ein. Da wir einen Garten unser eigen nennen und mein Freund auch einen (kleinen) landwirtschaftlichen Betrieb hat, verwende ich natürlich bevorzugt unsere eigenen Produkte. Heraus kommen dabei neben typisch regionalen, saisonalen Speisen oftmals auch „Exoten“, dann ich probiere gerne Neues aus.

Meine Neugierde in Bezug auf Rohkost hat mich auch in die simply raw bakery in Wien geführt. Ich habe mich durch das Sortiment gekostet und eine Mitarbeiterin sowie die Besitzerin mit Fragen gelöchert. Auch die Atmosphäre in der Bakery hat mich beeindruckt. Es ist sehr gemütlich – die Sofas sind ein Hammer und die leise Musik im Hintergrund wirkt auf mich äußerst beruhigend. Das Personal ist sehr bemüht und gibt gerne Auskunft über die Speisen und deren Zubereitung.

simply raw bakery in Wien

Am 23. April 2014 hat die simply raw bakery in Wien eröffnet. Die Besitzerin der Bakery, Gabriele Danek, hat bereits 2010 die Rohkost-Welt für sich entdeckt. Nach der Absolvierung der Gastgewerbeprüfung und der Ausbildung zum „Raw Food Chef“ eröffnete die Quereinsteigerin diesimply raw bakery im Herzen Wiens.

simply raw bakery in Wien

in der simply raw bakery in Wien

Das Besondere an der simply raw bakery ist die Herstellung der Speisen in Gourmet Rohkost Qualität. Aus Früchten, Nüssen, Samen, Superfoods, Gemüse und Kräutern aus biologischer Landwirtschaft werden Gerichte gezaubert, die herkömmlichen Speisen in nichts nachstehen. So werden traditionelle Süßspeisen roh-köstlich interpretiert – Sachertorte, Marillenknödel, Kaiserschmarren und Gugelhupf.

Bei der Herstellung von Gourmet-Rohkost werden Lebensmittel zu keinem Zeitpunkt der Verarbeitung über eine Temperatur von 42 Grad erhitzt, gekocht oder gebacken. Durch diese Vorgehensweise bleiben alle Vitamine, Enzyme und Spurenelemente erhalten. Der menschliche Körper kann somit den besten Nutzen aus der Nahrung schöpfen. In der simply raw bakery sind alle Speisen laktose-, gluten- und zuckerfrei (es wird kein industrieller Zucker verwendet, sondern hausgemachte Dattelpaste und Agavensirup) sowie biologisch, sojafrei und vegan.

Schneefloeckchen in der simply raw bakery

In Handarbeit wird täglich frische Mandelmilch hergestellt, die zur Zubereitung von Speisen, aber auch für einige Kaffeevarianten verwendet wird. Es gibt aber nicht nur Süßes in der simply raw bakery. Auch kleine, nach Saison variable Snacks, Häppchen, Suppen und Tabouleh werden angeboten. Genauso wie Bruschetta, Nudeln und Lasagne kredenzt werden, natürlich in Rohkostqualität.

Die so genannten Superfoods, Goji-Beeren, Chia-Samen, Kakao-Nips und Kakao-Puder, sind auch in der Bakery erhältlich. Die Superfoods zeichnet ihr hoher Anteil an Antioxidantien aus, welche Fänger von freien Radikalen sind. Alle angebotenen Speisen können auch mitgenommen werden. Von diesem Angebot machte ich auch gleich Gebrauch, nachdem ich vor Ort schon ordentlich zugelangt habe. Ich gönnte mir ein traumhaftes, cremiges Tiramisu und einen Caffè Latte mit Mandelmilch. Die Creme des Tiramisus zerging regelrecht auf der Zunge, das Kakao-Puder obendrauf rundete den Geschmack ab. Um ehrlich zu sein, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, dass es sich dabei um Rohkost handelt. Die in der Geschenkbox mitgenommenen Rohkost-Kugeln und die Bounty-Variation haben zu Hause keinen Tag überlebt – mein Gusto war einfach zu groß.

Tiramisu und Caffè Latte in der simply raw bakery

In Zukunft werde ich die simply raw bakery öfters besuchen. Ich kann nur jedem empfehlen, vorbeizuschauen und in die Welt der Rohkost einzutauchen – es zahlt sich auf jeden Fall (nicht nur geschmacklich) aus.

Weitere Informationen findet ihr unter simplyrawbakery.at und auf Facebook: ‪www.facebook.com/simplyrawbakery 

Die simply raw bakery befindet sich in der Drahtgasse 2/Am Hof in 1010 Wien. Sie hat von Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Bakery ist aber auch am Biobauermarkt Freyung am Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr anzutreffen.

Da ich von den rohen Köstlichkeiten so begeistert war, habe ich Gabriele nach einem Rezept gefragt. Die Glückskugeln passen übrigens perfekt zur Winterzeit finde ich, denn es ist Zimt darin.

Glueckskugerl nach einem Rezept der simply raw bakery

Glückskugeln (Rezept für ca. 30 Stück)

¼ Tasse Orangensaft
1 Tasse Datteln
2 Tassen gemahlene Mandeln
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Vanille
1 Prise Salz
Kokosflocken oder gemahlene Nüsse zum Wälzen

Datteln eine Stunde in Orangensaft einweichen. Mit einem starken Mixer zu Dattelpaste verarbeiten, restliche Zutaten dazugeben und gut durchmischen. Mit der Hand Kugeln formen und in den Kokosflocken oder gemahlenen Nüssen rollen. Mindestens drei Stunden kühl stellen – genießen!

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Trash-Art – Wie aus Müll Einzigartiges wird

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu…

Beim Upcycling geht es darum, aus gebrauchten und alten Dingen etwas Neues, Hochwertigeres zu erschaffen. Thomas und Jany von „Trash-art“ haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise zu ihrer Berufung gemacht. Wo ich mich noch gefragt habe, was man denn aus Besteck oder alten Waschbrettern noch machen könnte, werden hier selbst aus DDR-Schätzen noch Unikate gefertigt. Die Auswahl ist schier grenzenlos, denn die beiden Kreativen scheuen keine Herausforderung.

Der Begriff „Trash-Art“ wurde erstmals in der bildenden Kunst etabliert und von Künstlern benutzt, die aus dem Abfall von billigen Massenprodukten und Müll einzigartige Collagen und Skulpturen bauten. Heute fließen die vielen unterschiedlichen Begriffe ineinander, Trash-Art kann im weitesten Sinne auch als Upcycling bezeichnet werden, wenn der verwendete Müll in der Verarbeitung aufgewertet wird.

Bei einem kurzen Interview hatte ich die Chance, ein bisschen hinter die Kulissen blicken zu dürfen, für ein persönliches Treffen war schlicht die Entfernung zu groß. Die Leidenschaft für Trash-Art, also die Kunst aus Müll etwas Neues und Nützliches zu machen, entwickelte sich bei beiden schon im Kindesalter. Alles, was andere wegwerfen wollten, wurde gesammelt. Die Affinität zu alten Häusern oder Fabriken, die zum Abriss freigegeben wurden, das Abblättern von Farbe und all die kleinen Details, die so ein altes Gemäuer ausmachen, all das spielt hier zusammen. Der Wegwerfgesellschaft trotzend wird so gut wie alles verwertet, was sie in die Finger bekommen.

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Die Produkte

Bei einem Blick auf die Produkte bin ich, da ich ja selbst Upcyclerin bin, bei jedem einzelnen Stück mehr und mehr über die Machart und das einzigartige Design erstaunt. Der DaWanda-Shop der beiden beinhaltet nicht nur unglaubliche Lampen und Schlüsselbretter, sondern auch Dinge aus Emaille, für Küche, Bad und Wohnen, Dinge aus Glas, Schallplatten und Spitze. Selbst vor der Fotografie und alten Bildern wird nicht Halt gemacht. Dabei empfinde ich die Preise als höchst angemessen, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei und fündig wird man auf alle Fälle, wenn man eine Leidenschaft für Antikes und Altes hat. Mein persönlicher Favorit sind die Memoboards.

Mein Fazit

Die beiden Künstler aus Leipzig haben es mit ihrer Müll-Kunst meiner Meinung nach geschafft, den Begriff Upcycling auf eine ganz neue Stufe zu heben. Während andere noch grübeln, wird hier schon gearbeitet. Seit Februar 2013 sind sie auf Facebook und DaWanda mit einer eigenen Seite beziehungsweise einem eigenem Shop vertreten. Eines ist sicher, mich haben sie als dauerhaften Fan und Kunden schon gewonnen! Falls ihr nun neugierig geworden seid, freuen sich die beiden Leipziger sicherlich über einen Besuch auf ihrer Seite.

Habt ihr denn schon einmal versucht, aus Müll etwas Neues zu basteln? Sind euch Taschen aus Tetra-Paks ein Begriff? Für einen Geldbeutel findet ihr hier eine passende Anleitung. Ich habe mich von Thomas und Jany inspirieren lassen und eine solche Tasche als nächstes Projekt in Planung.

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Verstöße gegen EU-Verordnung auf Adventmärkten!

Punschgeruch und bunte Lichter, weihnachtliche Romantik und magische Atmosphäre – Adventsmärkte laden uns ein, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Doch Vorsicht! In dieser netten und friedlichen Umgebung verkaufen StandbetreiberInnen nicht…

Punschgeruch und bunte Lichter, weihnachtliche Romantik und magische Atmosphäre – Adventsmärkte laden uns ein, in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Doch Vorsicht! In dieser netten und friedlichen Umgebung verkaufen StandbetreiberInnen nicht rechtskonform gekennzeichnete Waren mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Bestandteilen.

Kennzeichnungspflicht von Bestandteilen „tierischen Ursprungs“

Am 7. November 2011 trat eine EU-Verordnung in Kraft, die in Artikel 12 (1) besagt, dass „Nichttextile Teile tierischen Ursprungs in Textilerzeugnissen […] bei der Etikettierung oder Kennzeichnung von Erzeugnissen, die solche Teile enthalten, anzugeben.“ sind, „wenn sie auf dem Markt bereit gestellt werden.“ Eine Übergangsfrist bis 8. Mai 2012 erlaubte die weitere Bereitstellung von Waren (ohne Kennzeichnung von tierlichen Bestandteilen), welche bis 9. November 2014 endgültig verkauft werden sollten.

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Seit 9. November 2014 dürfen daher nicht-gekennzeichnete Waren, die „nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ beinhalten nicht mehr verkauft oder auf den Markt gebracht werden. Verstöße gegen diese EU-Verordnung sind wettbewerbs- und ordnungsstrafrechtlich relevant. Als Grund neben der Vereinheitlichung und Vereinfachung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU wird angegeben „[…] damit die Verbraucher gut informiert ihre Wahl treffen können.“

Verantwortlich für die Kennzeichnung: HerstellerInnen – ImporteurInnen – HändlerInnen

Grundsätzlich sind die HerstellerInnen für die Kennzeichnung verantwortlich, wenn diese nicht in der EU ansässig sind, überträgt sich die Verantwortung an die ImporteurInnen, doch zu guter Letzt müssen die HändlerInnen sicherstellen, dass das von ihnen vertriebene Textilerzeugnis rechtskonform gekennzeichnet ist. Bei der Kennzeichnung müssen Informationen zur Faserzusammensetzung dauerhaft, leicht lesbar, sichtbar und zugänglich sein, außerdem muss das Etikett fest angebracht werden – Artikel 12 (2) „Die Etikettierung oder Kennzeichnung darf nicht irreführend sein und muss so erfolgen, dass sie vom Verbraucher ohne Schwierigkeiten verstanden werden kann.“.

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Lokalaugenschein auf Adventmärkten in Linz: Nicht rechtskonforme Kennzeichnungen!

Obwohl Mützen oder Handschuhe die Schafwolle und/oder Angorawolle beinhalten größtenteils gekennzeichnet sind, sind 99 Prozent der Textilien, die Tierpelz beinhalten nicht gekennzeichnet. Nur eine einzige Haube habe ich entdeckt, die mit Angorawolle, als auch Echtfell gekennzeichnet war. 99 Prozent der betroffenen Ware ist somit nicht oder irreführend gekennzeichnet und entspricht nicht der Rechtsnorm. Irreführung liegt meines Erachtens ganz bestimmt vor, wenn das Hauptmaterial von Hauben, Handschuhen etc. gekennzeichnet ist (Beispiel: 100 Prozent Acryl, 50 Prozent Wolle/Angora, 50 Prozent Viskose), aber Applikationen, also angebrachte Bestandteile, wie umwelt- und gesundheitsschädlicher Tierpelz, nicht auf Etiketten aufscheinen. Herkunftsländer der betroffenen Produkte, falls angegeben waren China, Polen und P.R.C (People’s Republic of China).

Die Letztverantwortung hat der/die KäuferIn!

Was tun?
Bitte aufmerksam sein, Etiketten lesen, nicht gekennzeichnete Materialien erfragen und testen. Festgestellte Verstöße melden. Die Letztverantwortung liegt bei den KundInnen selbst, um die Herkunft von Materialien zu hinterfragen und zu überprüfen. Bei Unsicherheiten bezüglich Material am besten selber testen oder erfahrene Menschen darum bitten, weil erfahrungsgemäß VerkäuferInnen oftmals, aus Unwissenheit oder absichtlich, falsche Auskunft über die Herkunft von Materialien geben.

In Kathis Artikel „Wenn ich groß bin, werde ich ein Pelzkragen!” könnt ihr nachlesen, wie sich feststellen lässt, ob es sich bei einem Produkt um Kunst- oder Tierpelz handelt. Im Artikel findet ihr auch viele wichtige Fakten, die das Ablehnen von Tierpelzprodukten mit Argumenten gegen Umweltverschmutzung, Gesundheitsschädigung und Tierquälerei begründen.

Fazit

Wer keine in gesundheitsschädlichen Umweltgiften getränkten Häute und Haare von Tieren kaufen und am eigenen Körper tragen möchte, sollte dies auch nicht tun – Pelz ist PEINlich!

Hast du schon einmal unbewusst Pelz von Tieren gekauft?

 

Quelle:
EU-Textilkennzeichnungsverordnung (Verordnung Nr. 1007/2011)

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Heuer gibt’s ein nachhaltiges Christkindl: Schütze den Regenwald!

Seit 1991 gibt es den Verein „Regenwald der Österreicher„. Der Wiener Musiker Michael Schnitzler, Enkel von Arthur Schnitzler, hat sich zum Ziel gesetzt, den bedrohten Regenwald in Costa Rica zu schützen….

Seit 1991 gibt es den Verein „Regenwald der Österreicher„. Der Wiener Musiker Michael Schnitzler, Enkel von Arthur Schnitzler, hat sich zum Ziel gesetzt, den bedrohten Regenwald in Costa Rica zu schützen. Der Verein kauft Grundstücke auf und gliedert sie in den Nationalpark „Piedras Blancas“ ein. Weitere Projekte sind der Schutz von Wildkatzen, die Wiederbewaldung und auch Aufzucht und Auswilderung seltener Vögel. Außerdem gibt es in diesem außergewöhnlichen Regenwald auch noch eine Forschungsstation, die von Biologen aus vielen Ländern genutzt wird. Für Abenteuerlustige besteht auch die Möglichkeit, das Schutzgebiet zu besuchen und den Regenwald mit Wanderungen oder Reittouren zu erkunden.

Als Geschenk kannst du
Regenwaldbäume (ab 18 Euro)
oder
ein Stück Regenwald freikaufen (ab 25m²/15 Euro)
oder
eine Artenschutzurkunde (ab 10 Euro), die Aras, Totenkopfaffen, Ozelots und Tapiren im Esquinas-Regenwald zu überleben hilft, steuerabsetzbar spenden.

Weitere Informationen unter:
www.regenwald.at
Regenwald der Österreicher
Hadrawagasse 16
1220 Wien
Österreich

E-Mail: info@regenwald.at
Telefon: +43/(0)1/470 19 35
Fax: +43/(0)1/470 19 35

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Nachhaltig schenken mit Sinn

Trotz schön langsam beginnender Weihnachtshektik gibt es sie noch, diese Geschäfte, wo man hineingeht und sich gleich wohl fühlt. Das muss wohl an der Kombination liegen zwischen besonderen Produkten, besonderer…

Trotz schön langsam beginnender Weihnachtshektik gibt es sie noch, diese Geschäfte, wo man hineingeht und sich gleich wohl fühlt. Das muss wohl an der Kombination liegen zwischen besonderen Produkten, besonderer Atmosphäre und ganz besonderen Menschen, die dort arbeiten. Eines davon möchte ich euch hier vorstellen – für alle, die noch in Ruhe ganz besondere Geschenke für ihre Lieben finden wollen: Der fünf! concept store in Baden.

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Ein Shop voll von wundervollen Dingen, die schon auf den ersten Blick schön und interessant sind – und alle eine Geschichte haben, die einen dann endgültig gefangen nimmt. Viele der Produkte sind sozial-fair produziert, ökologisch und sehr individuell, nachhaltig im ursprünglichen Sinn.

Hier nun eine kleine Auswahl an besonderen Geschenken mit Mehrwert, die ihr im fünf! concept store bekommen könnt und die euch zu nachhaltigem Schenken mit Sinn inspirieren will. Zum Motto von fünf! – „design für die seele“ – passen die Soulbottles, „the world’s cleanest drinking bottles“. Erfunden von drei Deutschen, die nachhaltig und ohne Plastik leben wollten, gibt es sie bei fünf! in vielen Design-Varianten. Die Bottles mit Style überzeugen auch FreundInnen, die sonst aus Plastikflaschen trinken.

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Bild: Soulbottles

Die Upcycling-Taschen von Smateria, werden in Kambodscha aus Netzen erzeugt – im Rahmen eines Sozial-Unternehmens, das zwei Italienerinnen gegründet haben. Lokale Frauen finden dort Arbeit, ihre Kinder werden unterrichtet, und wir haben Spass an langlebigen, bunten Taschen, die nicht jeder hat. Tipp: Liebhaberinnen von besonderen Taschen werden bei fünf! sicher fündig werden.

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Ein anderer guter Grund zu fünf! zu gehen, sind die Schmuck-Designerinnen, die das Sortiment bereichern. Von witzigem Upcycling-Schmuck bis zu fantastischen Ohrgehängen findet man hier eine breite Palette. Eine kleine, aber feine Mode-Auswahl wird zur Zeit von Fabrari Kleidern, Röcken und T-Shirts geprägt. Die Designerin will die Schönheit der Welt und Kulturen zu tragbaren Kunststücken machen. Wundervolle Muster, toller Schnitt und in Österreich gefertigt!

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Die story-tiles treffen auf Jeans. Nicht wieder zu erkennen und herrlich flauschig sind die gestrickten Decken und Polster aus recycelten Jeans, litauischem Leinen und dänischer Wolle. Den kleinen Dingen wird großer Raum gewidmet bei fünf!.

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Und es gibt immer Neues zu entdecken. Jetzt vor Weihnachten etwa den DIY Campari Engel für die Tischdekoration, stylische Vogelhäuschen und wunderschöne Papeterie.

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Und, habt ihr schon etwas gefunden? fünf! concept store hat zwar keinen Online-Shop, aber Baden liegt ja für alle aus Niederösterreich und Wien in erreichbarer Nähe. Ich kann euch versprechen: Ein Besuch lohnt sich sicher!

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Öko-Kindermode liegt im Trend

Das Thema Baby- und Kinderkleidung ist für viele Eltern ein heikles. Gerade in den ersten Jahren wächst der Nachwuchs ständig aus seiner Garderobe heraus und neue Anschaffungen müssen her. Das…

Das Thema Baby- und Kinderkleidung ist für viele Eltern ein heikles. Gerade in den ersten Jahren wächst der Nachwuchs ständig aus seiner Garderobe heraus und neue Anschaffungen müssen her. Das ist nicht nur aufwendig, es geht auch ganz schön ins Geld. Da kommt es beinahe wie gerufen, dass Ketten wie Ernstings Family, H&M oder KiK Kinderkleidung schon für wenige Euro anbieten. Doch was taugt die günstige Kleidung wirklich?

Discount-Kleidung oft stark belastet

Erst kürzlich ließ der Fokus die Meldung verlauten: „Kinderkleidung vom Discounter häufig mit Chemie belastet“. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte eine Untersuchung von Kinderkleidung und -schuhen durchgeführt und dabei mitunter alarmierende Werte erhalten. Demnach enthielt über die Hälfte der untersuchten Proben das als krebserregend geltende Naphthalin. Und das ist längst nicht der einzige bedenkliche Stoff, der die „Vergleichs- und Vorsorgewerte“ erheblich überschreitet. Besonders Schuhe enthalten dabei hohe Werte giftiger Stoffe, die für den menschlichen Organismus und die Umwelt gleichermaßen schädlich sein können. So stecken zum Beispiel in Kinderschuhen vom Discounter Aldi über 190 Milligramm Dimethylformamid, eine toxisch wirkende Substanz, die bei Hautkontakt zu schweren Allergien und Atemwegserkrankungen führen kann.

Nachhaltig und gesund

Die einzige Lösung für besorgte Eltern ist hier der konsequente Weg zu Öko-Babykleidung beziehungsweise Öko-Kinderkleidung. In Deutschland haben sich längst eine Vielzahl von Herstellern etabliert, die ihre Kleidung bewusst herstellen und dabei weder beim Färben, noch bei der Verarbeitung mit giftigen chemischen Verbindungen behandeln. Label wie Frugi, Leela Cotton oder Engel Natur vertreiben ihre Waren inzwischen auch ganz selbstverständlich über das Internet. Sie setzen auf qualitativ hochwertige Naturtextilien, öko-zertifiziert.

Für Mamas und Papas ist Öko-Mode in erster Linie an dem Öko-Siegel GOTS und dem IVN Best Siegel erkennbar. Neben der Kleidung gibt es auch ökologische Windeln zu kaufen. So lässt sich das Baby und Kleinkind mit gutem Gewissen einkleiden. Das ist zwar nicht ganz billig, aber nachhaltig. Gerade Babys haben ein sehr empfindliches Immunsystem, das sich erst noch ausbilden muss. Da ist es umso wichtiger, es nicht frühzeitig mit schädlichen Substanzen zu belasten. Deshalb raten immer mehr Kinderärzte und Gesundheitsexperten, auf die Herkunft und Fertigungsdetails von Kindermode zu achten.

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Ringelsuse – Faire Accessoires und Kleidung

Ringelsuse ist ein Modelabel aus Frankfurt, bei dem ihr Accessoires und Kleidung findet, die in Peru unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Viele der süßen und originellen Produkte eignen sich auch…

Ringelsuse ist ein Modelabel aus Frankfurt, bei dem ihr Accessoires und Kleidung findet, die in Peru unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Viele der süßen und originellen Produkte eignen sich auch gut als individuelles Geschenk.

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Hinter Ringelsuse steckt Caro, die vor einiger Zeit nach Peru reiste, um ein Praktikum in einer Grundschule zu machen. Fast täglich wurde sie von Händlern gebeten, ob sie nicht deren Produkte in Europa verkaufen wolle. Die angebotenen Waren – unter anderem Nacktschnecken oder Meerschweinchen – trafen zwar nicht ganz den Geschmack von Caro, doch die Idee des internationalen Handels hatte in ihr Begeisterung hervorgerufen. Und so entstand aus dem Interesse am Unternehmertum und der Freude an Kreativität das Projekt Ringelsuse.

Nachdem Caro in Daniel einen vertrauenswürdigen Kooperationspartner gefunden hatte, und sie sich erfolgreich durchs Limas Behördendschungel gekämpft hatten, entstand die erste Kollektion der Ringelsuse, die damals nur aus Täschchen bestand. Sämtliches benötigtes Material – vom Knopf bis zu den Etiketten – stammte vom riesigen Textilmarkt „Gamarra“. Mittlerweile hat sich das Sortiment der Ringelsuse stark erweitert: Süße Kosmetikbeutel, Accessoires wie Loopschals oder Socken, Kleidung für Jungs und Babys sowie Nachtwäsche. Nicht zu vergessen die vielen wunderbaren Täschchen.

Mir persönlich haben es die Taschen angetan, meine Lieblinge seht ihr hier – als erstes die Tasche „Anziehpuppe“, die gleichermaßen süß wie originell ist:

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Die rote Büchertasche spricht mich als Bücherwurm sehr an, was natürlich auch an der lieben Stickerei liegt:

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Sehr gut gefällt mir die rosa Blümchentasche “Mir ist heut so blümerant zumut”:

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Mein absoluter Favorit ist aber die Ladekabeltasche. Nicht nur, dass ich mit einem Ladekabelchaos gesegnet bin, das dieses Täschchen super lösen würde, finde ich das Täschchen und die Stickerei einfach nur unglaublich süß:

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Wenn ihr die Sachen von Ringelsuse zuerst einmal ansehen und anfassen wollt, könnt ihr das natürlich auch, und zwar in diesen Läden.

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Kinderflohmärkte in Deutschland

Gleich zu Anfang: Mit Ausnahme von Möbeln konnte ich mich bis dato nicht gerade für Flohmarkt- und Secondhand-Teile begeistern. Vor allem bei Kleidung schreckte mich oft der Geruch nach Mottenkugeln…

Gleich zu Anfang: Mit Ausnahme von Möbeln konnte ich mich bis dato nicht gerade für Flohmarkt- und Secondhand-Teile begeistern. Vor allem bei Kleidung schreckte mich oft der Geruch nach Mottenkugeln ab. Aber dann kam Baby und damit unser erster Kontakt mit dem Wahn um Baby- und Kindersachen. Im Gegensatz zu meiner Mutter, die verzweifelt praktische Kleidung für uns im Wien der 80er suchte (die erhältlichen Bodys waren so steif, dass sie gebügelt werden mussten) und dann in ihrer Not aus den USA importierte, bin ich in einer Zeit gelandet, in der die Mode-, Möbel- und Spielwarenindustrie Babys für sich entdeckt hat. Nichts, das man nicht in jeder Preisklasse erstehen kann und laut Beschreibung unbedingt braucht. Konsumwahn hoch zehn, der auch noch schlimmer wird, weil die Firmen sich die Unsicherheit vor allem neuer Eltern zunutze machen.

Und man will ja auch nicht, dass das Kind nicht gut aussieht, oder? Auf einmal steht man da, mit der 30-Euro-Jersey-Mütze. Dann dann trägt das Kind das Kleidungsstück zwei Mal (oder, wie bei uns: gar nicht, denn Babys Kopf ist nicht gerade klein) und es passt nicht mehr. Und jetzt? Mir war das alles zu viel. Zu viele vorgekaute Meinungen, zu viel Pseudo-Druck und zu viele Sachen. Als ich dann im sechsten Monat war, erwähnte eine Nachbarin, dass es einen ganz tollen Kinderflohmarkt in Hamburg bei uns in der Nähe gibt, der noch dazu für einen guten Zweck stattfindet und bei dem schöne Sachen in gutem Zustand zu finden sind.

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Wir waren sofort dabei! Ich wusste zwar, dass manche Klischees generell auch ein Körnchen Wahrheit an sich haben, hatte aber nicht vermutet, dass die fabelhafte Organisation der Deutschen zu so einem tollen Zweck eingesetzt wird. Nicht nur, dass der Duft nach Mottenkugeln meistens fehlt, man trifft sehr nette Leute (wir haben auch schon mal etwas geschenkt bekommen), und Kinderflohmärkte kommen meinem Widerwillen gegen Verschwendung und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit entgegen. Wenn es schon so viele schöne Sachen gibt, kann man die Freude auch unter mehreren Familien teilen. Kurz gesagt, wir sind reformiert und feste Fans dieser Marktform! Den Body, den wir auf dem ersten Markt erstanden haben, trägt Baby jetzt noch.

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Ein anderer toller Fund auf diesem Markt war ein schöner STOKKE Stuhl in meiner Wunschfarbe, weiß lackiert, in gutem Zustand. Juchuuu! Auf dem Titelbild und hier könnt ihr noch ein paar andere unserer Entdeckungen sehen:

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Besondere Empfehlungen kann ich für Hamburg-Altona machen, da wir da wohnen:
– Flohmarkt in der Lisztstrasse, auf dem Spielplatz
– Flohmarkt im Bahrenfelder Dreieck
– Flohmarkt in der Fabrik

Wer in Hamburg oder anderswo schöne Flohmärkte finden will, schaut am besten auf diesen Seiten nach:

kidsgo (Deutschlandweit)
babybasar (Deutschlandweit)
kinderbasar online (Deutschlandweit)
– Elbe Wochenblatt (nur Hamburg)
– hamburg magazin (nur Hamburg)

1 Kommentar zu Kinderflohmärkte in Deutschland

mymuesli.com: „Wer reich werden will, darf kein Müsli-Start-up gründen.“

In meiner Wohnung gibt es ein paar Schmuckstücke, auf die mich jede Besucherin und jeder Gast anspricht: Ein handgemachter Filzstein-Teppich, meine Couch – und eine hohe grüne Dose in der Küche. „Wo kann…

In meiner Wohnung gibt es ein paar Schmuckstücke, auf die mich jede Besucherin und jeder Gast anspricht: Ein handgemachter Filzstein-Teppich, meine Couch – und eine hohe grüne Dose in der Küche. „Wo kann man denn das kaufen?“, lautet die Standard-Frage, wenn wieder jemand meine Matcha-Müsli-Papprolle von mymuesli bewundert, die ich mir vor rund einem Jahr vom Berliner Bahnhof mitgenommen habe. Das Matcha-Müsli ist natürlich schon längst nicht mehr drinnen, das war innerhalb kürzester Zeit weggefuttert. Die Dose schmückt aber seither meine Küche.

Bisher musste ich die Staunenden auf die Website mymuesli.com verweisen, wo man seit mittlerweile über sieben Jahren vom gleichnamigen Start-Up toll zusammengestellte, nicht-nullachtfünfzehn Bio-Getreideflockenmischungen bestellen kann. Jetzt darf ich die Fragenden zehn Gehminuten weiter empfehlen, denn seit 13. September 2014 gibt es Österreichs ersten mymuesli-Laden auf der Wiener Mariahilferstraße. In den Regalen finden sich natürlich auch zahlreiche Matcha-Müsli-Dosen, doch nicht nur diese!

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„Es war reiner Zufall, dass die Müslidose mit ihrer Größe in keine Lade passt und so offen sichtbar in den Küchen herumsteht, “ erklärt Max Wittrock, einer der Gründer von mymuesli und hält dabei das eigens für den neuen Shop kreierte Wienmuesli in Händen. Vor sieben Jahren waren die Erfinder, denen die Idee zu individualisierten Müslis beim Autofahren gekommen ist, auf der Suche nach einer Verpackung. Ökologisch musste sie sein, am besten regional produziert: Die Grundvoraussetzungen galt schon damals wie heute nicht nur für die Zutaten der Müslis, sondern auch für die Hülle. So stießen die drei auf einen kleinen Hersteller – und seine Rollen aus ressourcenschonender Wellpappe, die mit 27 mm Höhe und einem Durchmesser von 90 mm eher einer Weinflasche als einer herkömmlichen Müsli-Packung gleichen. „Man muss auch einmal Glück haben“, meint Max dazu mit einem entspannten Grinsen und lässt im Gespräch unerwähnt, dass erst viele mühsame Versuche die auffällige Verpackung zu einer stabilen, für den Post-Versand idealen und haltbaren Müsli-Dose gemacht haben. Eine, an der noch immer weiter gebastelt wird: „Derzeit sind die mymuesli-Dosen mit einer hauchdünnen Aluminiumschicht bedampft.“, erklärt Max, „Die ist zwar so dünn, dass sie dank eines Fremdstoffanteils von nur 1,5% ebenfalls ins Altpapier kann, wir arbeiten aber daran, dass sie aus Mais- oder Kartoffelstärke hergestellt und dadurch komplett umweltfreundlich wird.“

Spätestens jetzt ist klar: Dass mymuesli mittlerweile zu einem der erfolgreichsten und preisgekröntesten Start-Ups im deutschsprachigen Raum zählt, hat offensichtlich nicht nur mit Glück zu tun. „Wie viele Arbeitsstunden haben Sie in der Gründungsphase verrichtet?“, fragt ein Journalisten-Kollege von Der Presse, der so wie ich heute zu einem Pressefrühstück im neuen Laden eingeladen war. Die Antwort fällt Max, der für die Müsli-Idee vor sieben Jahren kollektiv als verrückt abgestempelt worden ist, sichtbar schwer. Stunden hätten sie nicht gezählt, doch vom Mischen der Müslis bis hin zum Versand von Weihnachtskarten alles selbst gemacht: „Immer, wenn ich wach war, habe ich eigentlich gearbeitet.“, meint Wittrock, der nebenbei noch als TV-Journalist sein Geld verdient hat, „Einer von uns Gründern, Hubertus, hatte am meisten Pech. Der war früher mit dem Studium fertig und musste dann Tag und Nacht an der Website arbeiten. Freizeit gibt es dabei nicht.“ Gerade die Logistik ist dabei immer eine Herausforderung. Schließlich kauft mymuesli so regional wie möglich bei kleineren Erzeugern ein. Das Risiko, dass dabei schon einmal die eine oder andere Zutat nicht lieferbar ist, gehört genauso dazu wie die darauf folgende Nachtarbeit. „Die Qualität eines Müslis steht und fällt mit der Qualität der Zutaten.“, nennt Max als Grund, warum der Einkauf bei mymuesli wohl immer Chefsache bleiben wird. Im Gegensatz zu anderen Bereichen, wie er zugibt: „Am Anfang glaubt man, man kann alles besser als die anderen. Mit der Zeit kommt man drauf, dass man eigentlich nichts besser kann.“

„Müsli ist natürlich kein Geschäftsmodell, wo Google zwei Tage später anklopft und das Unternehmen für eine Milliarde kauft.“, ist Max Wittrock auf dem Boden geblieben. Erfolgsgeschichte hat mymuesli jedoch auch ohne Groß-Investoren geschrieben: Mittlerweile arbeiten 340 Leute an drei mymuesli-Niederlassungen und beliefern KundInnen in fünf Ländern. Neben dem Online-Versand wurden seit dem Jahr 2012 auch vierzehn Läden in Deutschland aufgesperrt – und im September 2014 eben der erste in Österreich. Weitere – zum Beispiel in Graz oder Salzburg – sollen folgen. „Schritt für Schritt“, wie Max betont: „Wir setzen in den nächsten Jahren auf organisches, langsames Wachsen.“ Eine entspannte Einstellung, die – wie ich ahne – vielleicht nicht zum schnellen Geld führt, aber wohl noch zu vielen überraschenden, schmackhaften und gesunden Müsli-Kreationen!

Seit heute hat meine grüne Matcha-Dose übrigens Gesellschaft: Wienmüsli von mymuesli, eine extra für die Stadt gemischte Sorte aus Hafer- und Weizenflocken, Mandeln, Erdbeer- und Apfelstücken, Gerstenflocken sowie Aprikosen(= Marillen)-Würfel, steht ihr zur Seite. Und die kann man auch tatsächlich nur in Wien kaufen! Ich kann es kaum erwarten, bis mich meine nächsten Gäste darauf ansprechen. Wie wärs, wollt ihr mich nicht mal besuchen kommen?

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mymuesli-Laden in Wien

Mariahilferstraße 93 (Nahe Thalia)
1060 Wien
Mo – Fr 9.00 – 19.30 Uhr; Sa 9.00 – 19.00 Uhr

Weitere Läden in Österreich in Linz, Graz, der SCS

Ein paar offizielle Bilder von der Wiener mymuesli-Ladeneröffnung, damit ihr am Geschäft nicht vorbeilauft:

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Bilder: mymuesli

 

Online-Bestellungen könnt ihr nach wie vor unter mymuesli.com aufgeben.

Alle Müslis, Oats und Getränke können vor Ort verkostet werden. Serviert werden sie mit Bio-Milch, laktosefreier Milch oder Sojamilch. Unter den Müslis gibt es vegane sowie glutenfreie Sorten – die Verkäuferinnen beraten euch gerne. Die Müslis kosten zwischen 13 und 15 Euro.

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