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Kategorie: Media. Culture.

Vegan Homemade – Tofu, Seitan und Co. selber machen

Inzwischen gibt es ja wirklich unzählige vegane Kochbücher. Und dann gibt es noch die Zero Waste Bewegung, die auf selbstgemachte Dinge und so viel Müllreduktion wie möglich setzt. „Vegan Homemade…

Inzwischen gibt es ja wirklich unzählige vegane Kochbücher. Und dann gibt es noch die Zero Waste Bewegung, die auf selbstgemachte Dinge und so viel Müllreduktion wie möglich setzt. „Vegan Homemade – Meine Grundrezepte für Tofu, Seitan, Pflanzenmilch, Käse, Nudeln und Co.“ ist in diesem Sinn ein besonderes Buch, denn es ist ein veganes Grundrezeptbuch, das den Gedanken von Selbermachen nochmals ganz neu betrachtet. Die Autorin Lisa Pfleger ist eine bekannte Selbstversorgerin und stellt in ihrem Buch einfache, bodenständige Grundrezepte für allerlei Leckeres vor.

Die Rezepte sind so geschrieben, als würde euch eine Freundin ihr neuestes Lieblingsrezept erzählen. Lisa Pfleger beschreibt auf den ersten Seiten, warum es sich lohnt, Fertigprodukte einfach selbst zu machen. Nach einer kurzen Einführung, in der sie erklärt, warum bio nicht teuer sein muss und Selbermachen günstig ist, starten wir mit der ersten Rubrik „Milchiges“. Hier lesen wir von selbstgemachter Pflanzenmilch und „Käse“ aus  Nüssen, Kokosschlagsahne und Mandelmussoße.

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Auch Deftiges kommt nicht zu kurz, es folgen Rezepte zu Seitan, Bratlingen und Tofu, natürlich alles selbst hergestellt. Was ich hier toll finde: Es gibt oft eine schnelle, einfache Variante und dann die etwas herausfordernde, die mehr Übung bedarf. Im Kapitel „Eingemachtes“ lesen wir unter anderem über die leckersten Aufstriche, sowohl süß als auch salzig und diverse Pflanzenhonige – sprich zur Herstellung sind keine Bienen nötig. Feinschmecker sollten sich das Kapitel „Würziges“ nicht entgehen lassen, denn hier findet ihr eure neue Lieblingsgewürzmischung für eure Pflanzenmilch oder aromatisierte Essige und Öle.

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Mein Lieblingskapitel ist das rund um Teig. Von Strudelteig zu Brot bis zu Kuchen, einfache Rezepte ohne viel Aufwand ziehen sich auch hier durch. Last, but not least gibt es noch einige inspirierende Tipps für schnelle Gerichte und tolle Snacks.

Fazit: In „Vegan Homemade – Meine Grundrezepte für Tofu, Seitan, Pflanzenmilch, Käse, Nudeln und Co.“ sind über 200 tolle, schnelle Grundrezepte versammelt, die euch das vegane Leben vereinfachen. Es macht Lust, vieles einfach einmal selbst auszuprobieren. Besonders gelungen sind die weiterführenden Tipps mit Empfehlungen der Autorin und das Leseband, das für mich zu einem guten Kochbuch dazugehört.

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Selbstversorgung auf kleinstem Raum

Vielleicht kennt ihr das: Alle um euch herum haben einen Garten oder fachsimpeln über ihre Erdbeeren auf dem Balkon; ihr selbst habt aber weder einen grünen Daumen noch viel Platz? Dann…

Vielleicht kennt ihr das: Alle um euch herum haben einen Garten oder fachsimpeln über ihre Erdbeeren auf dem Balkon; ihr selbst habt aber weder einen grünen Daumen noch viel Platz? Dann ist „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ genau das Richtige für euch! Ich selber bin auch noch nicht besonders bewandert, was Gärtnern angeht und habe „nur“ eine Dachterrasse, daher passt das Buch sehr gut zu mir.

Das Buch kommt gleich zur Sache und startet direkt mit einem witzigen Test, der einem ungefähr die Richtung zeigt, in die es beim Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern gehen könnte. Es hat kein kompliziertes Konzept sondern präsentiert zahlreich bebilderte Übersichtsseiten zu allen möglichen Pflanzen: Salate, Sprossen, Keime, Tomaten, Kohl, Kartoffeln, Beeren, Kernobst, Kräuter, Kletterpflanzen, Scharfes, Rüben, Zwiebel und Teekräuter. All diese leckeren Sachen werden hier thematisch sortiert vorgestellt.

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Zwischendurch habt ihr immer gleich die wichtigsten Tipps zu Anbau, Aufziehen und Pflege vor euch, sodass kein langwieriges Recherchieren nötig ist. Wenn man will, kann man sofort mit dem Aussäen beginnen, denn die Rubrik „Ach so geht das“ erklärt einem die Basics des Gärtnerns wenn es ums Aussäen, Einpflanzen, Gießen, Düngen und Pflegen geht.

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Neben Know-How zu Pflanzen gibt es auch einige schöne Kreativideen rund ums Grün. Zum Beispiel Rezepte mit Zutaten aus dem eigenen Selbstversorgergarten oder für wohltuende Bäder, aber auch für eigene Tees und Bastelideen. Da das Buch ja vor allem zeigen will, wie Gärtnern auf wenig Platz möglich ist, gibt es viele tolle und sehr kreative Ideen, zum Beispiel was man alles als Blumentopf verwenden kann: Einen alten Autoreifen, einen Pflanzsack und vieles mehr. Auch Themen wie Upcycling oder Urban Gardening wird das Buch gerecht.

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Der Begriff Selbstversorgung betrifft aber lediglich selbstangebaute Lebensmittel, falls jemand noch etwas anderes erwarten sollte. Wenn dann doch einmal etwas nicht so klappt wie es sollte, zum Beispiel weil Schädlinge sich über das Grün hermachen, dann hat das Buch auch hier immer einen Tipp parat.

Ganz toll finde ich auch, dass alte und besondere Sorten vorgestellt werden, man lernt so noch einiges neu kennen. Insgesamt ist „Selbstversorgung auf kleinstem Raum“ also ein vor allem für Gärtner-Neulinge sehr empfehlenswertes Buch, das die Basics des Gärtnerns toll erklärt. Wer jedoch tiefer in die Materie einsteigen möchte, braucht ein anderes Buch.

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The Glow – Naturkosmetik selber machen

Ein natürlicher Teint, der von sich aus strahlt. Das ist der „Glow“, der inzwischen fast schon gehyped wird. Eigentlich ist er nur ein Zeichen von achtsamer Lebensführung und gesundem Körper,…

Ein natürlicher Teint, der von sich aus strahlt. Das ist der „Glow“, der inzwischen fast schon gehyped wird. Eigentlich ist er nur ein Zeichen von achtsamer Lebensführung und gesundem Körper, dennoch kann auch hier ein wenig durch die richtige Pflege nachgeholfen werden. Dabei will das DIY-Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ helfen.

„The Glow“ startet mit einigen Basics zum Thema: Warum sollte ich Naturkosmetik selber herstellen? Welchen Hauttyp habe ich und welche Rohstoffe brauche ich, um selbst Kosmetik zu rühren? Wie wirken bestimmte Pflanzenöle und was muss ich bei ätherischen Ölen beachten? Das Buch macht dabei klar, dass eine gesunde Haut nur durch eine ganzheitliche Pflege entstehen kann, die Ernährung, Entspannung und andere relevante Lebensbereiche mit einschließt.

Nach einigen Sicherheitshinweisen und allgemeinen Informationen zur Ausrüstung startet dann der Rezeptteil. Hier finden sich über 35 Rezepte für Gesicht, Körper und Wellness. Was fehlt? Genau, es gibt keine Rezepte für die Haare. Sehr schade! Auch dekorative Kosmetikrezepte gibt es keine, bis auf einen Tinted Lip Balm. Das wäre mal richtig spannend gewesen!

Aber jetzt zum Eingemachten: Wir finden unter den Rezepten zum Beispiel einen sanften Oil Cleanser, viele verschiedene Gesichtsmasken oder auch Body Oils. Dazu Deodorants, Rasieröl und Badeprodukte. Die Rezepte sind nicht alle vegan, aber es gibt fast immer eine Alternative zu nicht-veganen Inhaltsstoffen.

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An sich sind die Rezepte relativ einfach umzusetzen und die Inhaltsstoffe sind nicht extravagant (à la Hobbythek) und über die bekannten Naturkosmetikrohstoffe-Websites erhältlich. Diese sind am Ende des Buches auch abgedruckt. Jedes Rezept ist ausführlich beschrieben und mit zusätzlichen Wissenstipps ausgestattet. Selbst die Anwendung und Haltbarkeit sind genau angegeben.

Insgesamt beinhaltet „The Glow“ einfache und wirksame Rezepte, darunter aber auch einige, die schon altbekannt sind – zum Beispiel Lippenbalsam aus Bienenwachs oder Bodyscrub aus Meersalz. Was mich etwas stört: Das Cover ist total ansprechend, innen ist das Buch aber eher in einem 80er Jahre Stil gehalten. Zudem wird oft von „Chemie“ in konventioneller Kosmetik gesprochen. Die Natur besteht aber ebenso aus Chemie, daher ist das meiner Meinung nach nicht ganz richtig ausgedrückt. Außerdem bin ich kein Freund des häufig auftauchenden „Detox“-Begriffs.

Dennoch ist das Buch sehr zu empfehlen, man sollte sich aber bewusst sein, dass man im Internet teilweise genauso gute Rezepte findet. Wer aber Einsteigerwissen kompakt zusammengefasst und ansprechend bebilderte Selberrühr-Rezepte sucht, liegt mit „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ richtig.

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We need you! Filmvorführungen zu Massentierhaltung am Stephansplatz

Vielleicht habt ihr uns ja schon einmal gesehen – wir sind fast jeden Samstag Abend auf dem Stephansplatz in der Wiener Innenstadt, um auf einer großen Leinwand Filme aus Massentierhaltungen vorzuführen. Der Verein…

Vielleicht habt ihr uns ja schon einmal gesehen – wir sind fast jeden Samstag Abend auf dem Stephansplatz in der Wiener Innenstadt, um auf einer großen Leinwand Filme aus Massentierhaltungen vorzuführen. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) veranstaltet diese abendlichen Kundgebungen an rund 30 Samstagen im Jahr. Am späteren Abend, wenn keine Kinder mehr unbeaufsichtigt unterwegs sind, werden aktuelle Szenen aus heimischen Schlachthäusern gezeigt. Schweine und Rinder, die mit Elektrotreibern gequält werden, Schweine, die in den CO2-Kammern, wo sie betäubt werden, heftige Erstickungskämpfe erleiden und vieles mehr.

Die Reaktionen darauf sind geteilt. Einige Passenten ignorieren das Gezeigte, andere regen sich auf, wieder andere denken nach, und die, die letzteres schon getan haben, beglückwünschen den VGT zu dieser Aktion! Das Problem unserer Gesellschaft und ihres Umgangs mit Tieren ist die massive Verdrängung der Realität. Die Werbung belügt uns über die wahren Bedingungen der Massentierhaltung, und die meisten von uns lassen sich natürlich auch gerne belügen. Das bezieht sich auch auf andere Konsumbereiche wie zum Beispiel Kleidung, die von „modernen Menschensklaven“ in „Sweatshops“ genäht wird. Im Fall der Nutztiere und unserer Ernährung sind die mit Abstand meisten leidensfähigen Individuen betroffen. Jedes Jahr werden 65 Milliarden Nutztiere geboren, im Vergleich dazu nur 0,15 Milliarden Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, als Nutztier auf diesem Planeten geboren zu werden, ist somit über 400 Mal größer als die als Mensch auf die Welt zu kommen!

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Wir haben Glück gehabt und sind Menschen geworden – das noch dazu in einem der reichsten Länder der Welt. Wie es den weniger glücklichen menschlichen und nichtmenschlichen Mitbewohner(inne)n auf der Erde geht, können wir durch unser Konsumverhalten mitbestimmen. Um die Realität zu verändern, anstatt sie zu verdrängen, muss man sie also zuerst einmal kennen. Wenn wir schockiert sind über die Grausamkeiten, und diese im nächsten Moment durch unser Konsumverhalten aktiv finanziell unterstützen, dann sollte uns dieser Widerspruch dämmern. Und aus dieser Erkenntnis ergibt sich oft eine positive Veränderung unserer Lebensgewohnheiten. Der Sinn der Filmvorführungen am Stephansplatz ist demnach, solche Bewusstseins-Mechanismen anzuregen!

Wenn ihr Lust habt, uns bei dieser wichtigen Arbeit zu unterstützen oder euch das Ganze einfach einmal nur anzuschauen wollt: Der VGT sucht für diese seit 2006 stattfindenden Kundgebungen mit Filmvorführung und Infostand immer Leute, die den Stand betreuen oder Flyer verteilen. Fünf Millionen Menschen passieren jedes Jahr die Vorführungen – ihr könnt so mit eurem Mitwirken einen wesentlichen Beitrag leisten, das Leben vieler Menschen und Tiere zu verändern!

Neugierig geworden? Einfach einmal vorbeischauen, Hallo sagen und Fragen stellen. Oder gleich direkt hier an die Organisatoren wenden.

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Pink Elephant Cooking – Vegane Rezepte und Yogi-Weisheiten

Yoga ist derzeit eines der Trendthemen überhaupt. Ich mache selber auch Yoga, aber längst nicht so ausgiebig und auch nur als kleine Entspannungsroutine an so manchem Abend. Bei Pink Elephant…

Yoga ist derzeit eines der Trendthemen überhaupt. Ich mache selber auch Yoga, aber längst nicht so ausgiebig und auch nur als kleine Entspannungsroutine an so manchem Abend. Bei Pink Elephant Cooking war ich mir daher erst unsicher, ob ich die „Yogi-Weisheiten“ wie es im Titel heißt, gut finden würde. Aber keine Sorge, diese Befürchtungen lösten sich in Luft auf. Exotische und einfallsreiche vegane Rezepte gepaart mit einem dezent verrückten, aber wundervollen Design machen dieses Buch zu einem wahren Vergnügen!

Ernährung ist mehr als nur Nahrungsaufnahme, das wird auch im ersten Kapitel des Buches deutlich. Lebensmittel geben auch Lebensenergie und wirken sich unterschiedlich auf unser Befinden aus. Die Kochphilosophie der Autoren des Buches, zwei Yogis, besteht aus regionalen und saisonalen aber auch exotischen Zutaten, die sie dann Fair Trade kaufen. Zudem ist der „Pinki Style“, wie sie ihre Küche nennen, vegan (sie selbst nutzen aber Honig), zuckerfrei (aber mit natürlichen Süßungsmitteln), sojafrei (bis auf kleine Ausnahmen) und rohkostreich. Mit „Raw“ und „Superfood“-Symbolen sind die jeweiligen Besonderheiten eines Rezeptes auch gekennzeichnet.

pink elephant cooking burger

Als nächstes folgt eine Auflistung der Basics, die man in seiner Vorratskammer haben sollte und dann kann’s auch schon losgehen mit den Rezepten. Der Rezept-Teil startet mit der wichtigsten Mahlzeit des Tages, nämlich mit Frühstücksideen! Neben Porridge und Shakes gibt es auch herzhafte Rezepte für Reis oder kleine Gemüsetörtchen. Ich könnte mich nie an ein herzhaftes, nicht-süßes Frühstück gewöhnen, aber man kann diese Rezepte ja auch am Mittag zubereiten. Weiter geht es mit „Yogi on the Road“, also schnellen Snacks, Dips und Aufstrichen wie zum Beispiel Chashew Cheese oder Mangoketchup. In der Mitte angekommen bekommen wir noch eine kleine Einführung in das Züchten von Keimlingen. Mit diesem Wissen können wir die Gerichte des Rohkost- und Salate-Kapitels in Angriff nehmen.

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Als nächstes folgt noch eine tolle Auswahl an Hauptspeisen und „Kochen für Freunde“, wie Tacos oder diverse Suppen. Zum Abschluss noch einige süße Highlights wie zum Beispiel „Ganesha Sweets“, die mir allerdings nicht gelungen sind, da sie nicht zusammen hielten. Dafür sind die „Peanut Butter Fudgeasanas“ sehr lecker und einfach gemacht.

Insgesamt sind die Rezepte wirklich easy nachzumachen. Die ganze Aufmachung des Buches – Papier, Cover und Illustration – begeistern mich total und motivieren mich, das Kochbuch immer wieder in die Hand zu nehmen!

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Plastikfreie Zone – Eine Familie gegen den Plastikwahn

Na klar, wir wissen alle, dass Plastik schädlich für die Gesundheit ist – und für die Umwelt sowieso. Vielleicht hattet ihr auch schon mal das Gefühl, ohnmächtig gegenüber dem vielen Kunststoff auf der…

Na klar, wir wissen alle, dass Plastik schädlich für die Gesundheit ist – und für die Umwelt sowieso. Vielleicht hattet ihr auch schon mal das Gefühl, ohnmächtig gegenüber dem vielen Kunststoff auf der Welt zu sein? Lasst euch davon nicht abhalten, sondern startet mit dem Lesen dieses Buches!

Plastikfreie Zone – Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben“ von Sandra Krautwaschl beschreibt ein (noch nicht abgeschlossenes!) Familienexperiment, bei dem (fast) ganz auf Kunststoff verzichtet wird. Nachdem die Autorin den Film „Plastic Planet“ gesehen hatte, startete sie, empört über die Plastikschwemme auf der Welt, mit ihrer Familie in Österreich den Versuch, plastikfrei zu leben. Sie erzählt im Buch aus ihrer ganz persönlichen Sicht, wie der Gedanke sich langsam durchsetzte und größer wurde, aber auch welchen Hindernissen und Herausforderungen sich die Familie stellen musste.

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Von Freunden, die sie tatkräftig beim „Bitte-ohne-Plastik-Geburtstag“ unterstützen, bis zu ihrem eigenen Blog „Kein Heim für Plastik“ – wir erleben ganz nah, welche Themen die Familie bewegten und wie sie Lösungen für unterschiedlichste Probleme fanden. Es scheint am Anfang schier unmöglich, plastikfreie Alternativen für beispielsweise Kosmetik oder Lebensmittel zu finden, doch die Autorin macht deutlich, dass durch Recherche und einige Verhaltensänderungen vieles möglich ist.

Ganz im Sinne des Zero Waste Gedankens „Refuse, Reduce, Recycle und Reuse“ sollen Dinge wiederverwendet oder – wenn es sein muss – auch reduziert oder abgelehnt werden. Das Ganze ist aber keine Enthaltsamkeit, nein. Es entwickelt sich daraus ein bewussteres, reflektiertes und achtsames Konsumverhalten, das viel mehr im Einklang mit Umwelt und Natur steht.

Alle Zweifel und Gedanken, die viele zu Beginn ihrer Plastikfrei- oder Zero Waste-Reise haben, werden im Buch dargestellt und behandelt. Es gibt nicht für alles eine Lösung, aber der Weg ist ja auch – wie wir alle wissen – das Ziel. So lässt sich die Familie bei ihrer plastikfreien Reise über die Schulter blicken, lässt den Leser an ihrem Experiment von Beginn an teilhaben und liefert so Motivation und Inspiration um selber den (nächsten) Schritt zu einem Kunststoff-freieren Leben zu machen.

Nach und nach wurde das Experiment der Familie immer bekannter und die Autorin tritt nicht nur durch ihren Blog oder Interviews für Zeitung und Co., sondern auch durch eigene politische Aktivität ins Licht der Öffentlichkeit. Auch heute noch führt sie ihren Blog weiter und engagiert sich für plastikfreie Alternativen im alltäglichen Leben. Am Ende des Buches finden sich einige praktische Hinweise wie Kauftipps oder Websites, die den Start ins plastikfreie Leben erleichtern.

Ich setze mich schon eine Weile mit Zero Waste und plastikfreiem Leben auseinander und Krautwaschls Buch „Plastikfreie Zone“ war eine sehr gute und spannend zu lesende Zusammenfassung dessen, was problematisch an unserem „Plastic Planet“ ist, mit welchen Gedanken man sich auseinandersetzt und wie man wo starten kann. Einige spannende Denkanstöße waren dabei; es geht nun aber darum, dass jeder für sich in seiner Region aktiv wird und kleine Schritte in Richtung plastikfreies Leben macht. Wer dafür noch weitere Inspiration braucht, kann sich auch die zahlreichen Posts unter #plastikfrei und #zerowaste auf Instagram ansehen.

Gehen wir es an!

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Goodbye Zucker – Hello from the sugarfree side?

Da es ja kein Geheimnis ist, dass zu viel Zucker schädlich ist, wollte ich durch das Buch „Goodbye Zucker“ gerne mehr über die zuckerfreie Ernährung erfahren. Dass die Hälfte des Buches…

Da es ja kein Geheimnis ist, dass zu viel Zucker schädlich ist, wollte ich durch das Buch „Goodbye Zucker“ gerne mehr über die zuckerfreie Ernährung erfahren. Dass die Hälfte des Buches aber aus Rezepten besteht, die oftmals nicht einmal vegetarisch sind, ist mir erst beim Lesen aufgefallen. Warum dieses Buch in mehrerlei Hinsicht etwas anders ist als ich dachte, werde ich euch nun erläutern.

„Goodbye Zucker“ von Sarah Wilson ist in drei große Teile aufgeteilt. Das Buch beginnt mit einem 8-Wochen-Programm, das hilft, den Zucker (was darunter alles zu verstehen ist, folgt gleich) zu reduzieren oder auch zeitweise ganz wegzulassen – dem Körper soll Zeit gelassen werden, sich an diese neue Ernährungsform anzupassen. Danach folgt die Grundausstattung und schließlich die 108 Rezepte inklusive Handreichungen wie zum Beispiel Naschen mit Kids und einer Ausstattungs- und Einkaufsliste.

Im Vorwort wird ausführlich erläutert, warum Wilson keinen Zucker mehr essen möchte. Sie schließt von ihren Krankheiten direkt auf Zucker als Verursacher dieser. Ob ihr das irgendwie diagnostiziert wurde oder nicht wird hier nicht erwähnt. Außerdem wird empfohlen, sich auf die Vorfahren zurück zu besinnen, was diese gegessen haben und wie gut das war. Na ja, wenn ich da an die Hungerjahre nach dem Krieg oder die später sehr fleischreiche Ernährung zurückdenke, dann halte ich das für keine gute Idee. Dieser Gedanke wird aber auch nicht weiter ausgeführt.

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Wilson geht davon aus, dass jegliche Form von Zucker, vor allem Rohrzucker, raffinierter Zucker und Fruktose, schädlich ist und krank macht. Vor allem die Tatsache, dass sie in ihrem Programm Fruktose zeitweise komplett verbannt, macht mir Probleme. Schon hier stört mich sehr, dass es keinerlei Belege oder Quellenangaben zu ihren Ausführungen gibt. Natürlich ist „Goodbye Zucker“ kein wissenschaftliches Buch. Aber gerade bei Büchern zum Thema Ernährung halte ich doch einige Quellenangaben, die aufzeigen, woher die Behauptungen stammen, für wichtig. Andererseits behauptet sie, durch „wissenschaftliche Techniken“ zu ihrer Ernährungsform gelangt zu sein, aber auch das wird nicht näher erklärt.

Im 8-Wochen-Programm soll langsam aber sicher der Zucker aus der Ernährung verbannt und die Abhängigkeit von Fruchtzucker, Honig und Zucker im Allgemeinen überwunden werden. Jedes der acht Kapitel fängt mit einer kleinen Liste an, was von nun an tabu ist oder ersetzt werden soll. Es gibt Hilfereichungen, unter anderem wie man verschiedene Lebensmittel ersetzen kann. Im ersten Kapitel werden raffinierte Kohlenhydrate ersetzt und der Zuckerkonsum, vor allem von Fruchtzucker, erst einmal „nur“ heruntergeschraubt.

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In jedem der acht Kapitel gibt es zudem ein Hauptthema, zum Beispiel warum Fruktose nicht empfehlenswert ist. In den nächsten Wochen folgt dann unter anderem das Thema Fette oder Süßigkeitenersatz. Ab der dritten Woche gibt es gar keinen Zucker mehr, ab der sechsten Woche darf man wieder etwas Obst essen und nach dem Programm soll man mit sechs bis acht Teelöffel Zucker pro Woche auskommen, was laut Wilson empfehlenswert ist. Zwischendurch gibt es Erläuterungen zu Ernährungsthemen und Durchhaltetipps.

Das Programm an sich ist sicherlich machbar und übersichtlich aufgebaut. Durch das cleane, übersichtliche Layout – wie ein Magazin – und die praktischen Tipps fühlt man sich nicht allein gelassen und hat immer einen guten Hinweis parat, wie man die neue Woche anpacken kann. Was mich aber stutzig macht, sind die Zuckerersatzmittel. Wilson nutzt viel Stevia und Reissirup, denn komplett ohne Süßungsmittel kommt auch sie nicht aus. Das mag ja an sich verständlich sein, weil so ziemlich jeder süßen Geschmack mag, aber Stevia zu benutzen ist für mich nicht ganz nachvollziehbar – zudem erklärt sie zu Beginn des Buches, dass die langfristigen Wirkungen von Stevia noch nicht erforscht sind. Wilson postuliert zudem auch, dass ungesättigte Fettsäuren schlecht sind, was für mich vollkommen neu ist.

Zu den Rezepten: Wie schon gesagt, die meisten dieser sind nicht vegan, manche nicht vegetarisch. Die Rezepte sollen einfach und alltäglich sein. Dem kann ich nicht zustimmen. Für fast alles braucht man Kokosprodukte, die hierzulande ja auch nicht die regionalsten Produkte sind. Auch sonst muss man recht viel einkaufen um überhaupt ein Rezept nachmachen zu können. Zudem kommen klassische Kohlenhydratspender wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis kaum oder gar nicht vor, da diese unter anderem durch Stärke zuckerhaltig sind. Somit bestehen die Rezepte vornehmlich aus Nüssen, Fetten und Gemüse. Das mag an sich gesund sein, aber für mich eindeutig zu einseitig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man aus dieser Hand voll Hauptspeisen, die in dem Buch vorkommen, satt werden kann oder zumindest nicht nach einer Woche die Schnauze voll hat.

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Sonst sind die Rezepte aber eine ganz gute Stütze für eigene Kreationen. Ich selbst hatte zumindest eine Woche auf Zucker im Frühstück und beim Kochen oder Backen verzichtet. Stattdessen habe ich ab und an etwas Kokosblütenzucker, der einen niedrigen glykämischen Index hat, verwendet. Der Körper merkt schnell, dass (fast) kein Zucker mehr gegessen wird und reagiert dementsprechend mehr oder weniger heftig. Auch zuckerfreie Kekse sind erst mal ungewohnt. Für mich ist das komplette Programm nichts, aber ich finde einige Tipps und Rezepte inspirierend und hilfreich, wie zum Beispiel die selbstgemachte Kokoscreme. Mir haben vor allem die Rezepte zu den Snacks, Süßspeisen und Getränke gefallen. Meiner Meinung nach ist Wilsons Konzept nicht hundertprozentig überzeugend, dafür sind mir die oben genannten Kriterien einfach zu wichtig.

Wer sich intensiv mit dieser Ernährungsform – also wirklich kaum Zucker oder Fruchtzucker – auseinandersetzen möchte, hat hier sicher einen guten Fundus an Ideen. Aber alleine mit diesem „Goodbye Zucker“ wird das als VegetarierIn oder VeganerIn kaum machbar sein.

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Repair Café – selber reparieren!

Repair Cafés sind mittlerweile fast jedem bekannt. In vielen Städten tun sich Menschen zusammen, um in gemütlichem Beisammensein kaputte Gegenstände aller Art wieder in Gang zu bringen. Ehrenamtliche Experten helfen…

Repair Cafés sind mittlerweile fast jedem bekannt. In vielen Städten tun sich Menschen zusammen, um in gemütlichem Beisammensein kaputte Gegenstände aller Art wieder in Gang zu bringen. Ehrenamtliche Experten helfen hier mehrmals im Monat um Fahrräder, Elektrogeräte, Spielzeug und vieles anderes zu reparieren. Die Idee stammt von einer Niederländerin und bereits 2009 wurde das erste Repair Café eröffnet. Ungefähr 900 solcher Cafés gibt es in 18 verschiedenen Ländern und rund 13.000 Produkte werden in diesen monatlich repariert!

Der TOPP-Verlag mit Sitz in Stuttgart hat nun ein solches Repair Café genauer unter die Lupe genommen, nämlich das in Stuttgart! Im Buch „Repair Café“ wird das dortige Café und dessen Team vorgestellt und zusätzlich eine Menge Reparier-Anleitungen für Textil, Holz, Elektrik und diverse Kleinteile mitgegeben. Den Betreibern des Cafés ist wichtig, etwas gegen die Wegwerfgesellschaft zu tun. Denn die sogenannte „geplante Obsoleszenz“ lässt Geräte und Produkte durch eingebaute Verschleißteile oder Sollbruchstellen schneller kaputt gehen, als sie es eigentlich tun würden.

So ist aber nicht nur die Nachhaltigkeit ein Grundgedanke des Cafés, sondern auch die Gemeinsamkeit und das Miteinander. Jeder Besucher kann hier seine kaputten Gegenstände mitbringen. Im besten Fall werden diese repariert, manchmal ist aber auch schon das von den Ehrenamtlichen geteilte Wissen wertvoll. Warum sollte man in ein solches Café gehen? Manchmal fehlt einfach schlichtweg das richtige Werkzeug oder ein Ersatzteil, manchmal dauert aber auch der Kundendienst zu lange oder das richtige Wissen fehlt. Zudem kann man sich in netter Atmosphäre austauschen und natürlich auch Kaffee und Kuchen genießen!

Zunächst wird im Buch jeder Bereich wie zum Beispiel Textil kurz vorgestellt. Was sind hier die Besonderheiten? Welche Tipps und Tricks gibt es für die Reparaturen dieser Gegenstände? Welche Werkzeuge und welches Material brauche ich hierfür? Im Kapitel über Textil lernt man unter anderem, wie man ein Gummiband einer Hose auswechselt oder ein kaputter Reißverschluss wieder in Gang gebracht wird. Aber auch eher banalere Dinge wie ein Loch zu stopfen oder einen Flicken aufzunähen werden erklärt. Die Anleitungen sind gespickt mit vielen Fotos und Tipp – hier kann eigentlich nichts schief gehen.

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Als nächstes folgt das Kapitel über holzige Dinge, also Tische, Hocker und Co. Wir erfahren zum Beispiel, wie man eine Schublade repariert. Ansonsten sind hier aber eher speziellere Reparaturen vertreten (wie eine Eisenbahnschiene reparieren). Anspruchsvoll wird es im Kapitel über Elektronik, hier sind teilweise sehr alte Geräte dabei, die repariert werden, wie ein Discman oder eine alte Digicam. Einerseits toll, dass auch solche Geräte wieder in Gang gebracht werden, aber schön wäre hier auch eine Reparatur eines Smartphone oder eines Laptop-Akku gewesen.

Im letzten Kapitel finden sich dann viele verschiedene Reparaturfälle, die nicht so recht in die anderen Kategorien passen, wie zum Beispiel Regenschirme oder Kaffeemühlen. Immer wieder werden auch einige interessante Fakten über das Repair Café in Stuttgart eingeflochten, um den Alltag in so einer Einrichtung authentisch zu zeigen. Insgesamt sind die Reparaturen sicher einfach umzusetzen, lediglich der Elektronik-Bereich ist ziemlich anspruchsvoll und benötigt auch mehr Werkzeug beziehungsweise Zubehör. Wer dann noch Probleme hat, geht einfach in ein Repair Café in seiner Nähe! Eine Karte mit den Einrichtungen in Deutschland gibt es hier online.

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Die Idee eines Repair Cafés in einem Buch zu verdeutlichen ist toll, hier sieht man wirklich praxisnah, wie es dort abläuft und was alles an Reparaturen mit etwas Geschick und Wissen möglich ist. Das Buch inspiriert und macht Lust auf den Besuch eines Repair Cafés und natürlich sind auch die Anleitungen praktisch!

Leider hat das Buch „Repair Café“ auch einige Schwächen, die vor allem in der Gestaltung liegen. In den Texten kommen sehr viele Rechtschreibfehler vor und sie sind teilweise ziemlich umgangssprachlich geschrieben. Sehr schön sind wiederum die vielen Bilder und die glänzende Druckqualität. Aber leider leidet oft die Leserlichkeit an den zu dunklen Seitenhintergründen. Hier wären Farbseiten ohne Textur schöner gewesen. Die Vollformat-Fotos sind auch etwas unachtsam eingepasst, da die Personen in der Buchfalte verschwinden. Inhaltlich sind mir die Reparaturanleitungen teilweise viel zu speziell, da hätte ich generelle Probleme praktischer gefunden, die wirklich jeder hat, wie es auch im Kapitel über Textil der Fall ist.

Wart ihr schon einmal in einem Repair Café? Liegt eines dieser Cafés in eurer Nähe?

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Lamasthék: Vegane Jausenstation mit Lamas

Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere –…

Wie stelle ich mir das Paradies vor? Ich bin im Freien mit einer wunderbaren Aussicht, es ist schönes, warmes Wetter und die Sonne scheint. Dazu leckeres Essen und jede Menge Tiere – Katzen, Hunde, Pferde, Ziegen, Schafe… Die Lamasthék im niederösterreichischen Pfaffstätten kommt meiner Vorstellung vom Paradies schon ziemlich nahe. Unglaublich, dass sich quasi hinter meiner Haustüre ein so schönes und idyllisches Fleckchen befindet, das ich bisher nur von Erzählungen gekannt habe. Zum Glück habe ich – durch die tollen Geschichten motiviert – beim Eröffnungsfest der veganen Jausenstation Lamasthék teilgenommen und so dieses neue Lieblingsfleckchen für mich entdeckt!

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Seit 1. April 2016 gibt es bei der Lamasthék vollwertig vegane Leckereien auf der Picknickwiese beim Standort von Lamasté. Lamasté wiederum bietet Lamatrekking und ist in Niederösterreich in Pfaffstätten (Einöde) beheimatet. Doch bei der Lamasthék erwarten euch nicht nur Lamas – dazu aber später mehr! Genossen werden können die Speisen sowohl auf der Picknickwiese, als auch auf den zahlreichen gemütlichen Sitzplätzen.

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Sogar ein Lagerfeuer gibt es, an dem nicht nur Speisen zubereitet werden, man kann sich bei Bedarf auch zu späterer Stunde daran aufwärmen. Inklusive ist wie überall die wunderschöne Aussicht.

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Was gibt es aber nun zu Essen? Auf euch warten rein pflanzliche Vollwertsnacks, Salate, Wildkräuter-Aufstrichbrote, Wraps, Smoothies und einiges mehr, alles von Hand frisch zubereitet.

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Sehr lecker sind auch der Kaffee und die Süßspeisen wie Palatschinken, die Lamasthék eignet sich also auch hervorragend für eine Jause. Oder einfach nur zum Entspannen und in der Sonne liegen.

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Nun aber zurück zu den Lamas. Wo Lamatrekking angeboten wird, gibt es ebensolche natürlich.

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Und keine Angst, Lamas spucken nur selten. Vielmehr sind zumindest diese eher neugierig.

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Aber das war noch nicht alles! Auf dem Gelände mit dem entzückenden Häuschen gibt es auch Ziegen und Schafe…

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…Graugänse und Pferde…

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…und eine etwas verschlafene Katze.

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Und sogar auf dem Heimweg wird man noch mit idyllischer Landschaft belohnt, die einem garantiert lange im Gedächtnis bleibt.

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Ich kann euch einen Besuch der Lamasthék nur empfehlen, gönnt euch eine Auszeit im Paradies!

 

Facebook-Seite: facebook.com/lamasthek

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Jagd: ServusTV ändert kurzfristig Pläne für Diskussion

Der Fernsehsender ServusTV hat kurzfristig die Pläne für Talk im Hangar 7 zur Diskussion über Jagd geändert und DiskussionsteilnehmerInnen ausgeschlossen. Hat die Jägerschaft interveniert? Vergangenen Donnerstagabend diskutierten fünf männliche –…

Der Fernsehsender ServusTV hat kurzfristig die Pläne für Talk im Hangar 7 zur Diskussion über Jagd geändert und DiskussionsteilnehmerInnen ausgeschlossen. Hat die Jägerschaft interveniert?

Vergangenen Donnerstagabend diskutierten fünf männliche – davon vier selbst jagende – Diskussionsteilnehmer mit Michael Fleischhacker im Talk im Hangar 7 zum Thema „Wald, Wild, Waidmänner: Wie viel Jagd braucht die Natur?“. Sowohl das Thema, als auch die Diskussionsteilnehmer waren bis zwei Tage vor der Ausstrahlung von der Sendungsredaktion anders geplant.

Von „Wozu brauchen wir die Jagd?“ zu „Wie viel Jagd braucht die Natur?“

Bereits Wochen vor dem Ausstrahlungstermin wurde Elia Schneeweiß, Mitherausgeberin von „Die Jägerin“, in den Talk am Hangar 7 eingeladen, um mit Josef Eder (Landesjägermeister von Salzburg), Franz Puchegger (Jäger, Förster und Obmann des ökologischen Jagdverbandes) und Martin Balluch (Jagdgegner, Tierschützer und Obmann des Vereins gegen Tierfabriken) zum Thema „Lizenz zum Töten – Wozu brauchen wir die Jagd?“ zu diskutieren.

Kurzfristig erfuhr die einzig weibliche Diskutantin per Mail, dass sie doch nicht an der Talk im Hangar 7 Diskussion teilnehmen werde. Warum das Konzept zur Sendung völlig umgeworfen wurde und nun Josef Eder, Franz Puchegger, Klaus Hackländer (Wildbiologe), Hubert Stock (langjähriger Berufsjäger) und Florian Asche (Jäger und Anwalt) ohne sie diskutierten weiß die Jägerin nicht, hält aber fest: „Wäre ich dabei gewesen, hätte viel differenzierter über den Begriff Gatterjagd diskutiert werden müssen.“

In Österreich gibt es laut Gatterbesitzerin Schneeweiß einige Gatterbetriebe, die sich nicht an die Richtlinien halten. „Da wird auf kleinsten Flächen Wild zum Abschuss gezüchtet, das hat mit ethisch vertretbarer Jagd nichts zu tun“, so die Jägerin.

Balluch: „Auftrag mich auszuschließen kam von ganz oben“

Neben Schneeweiß wurde auch Gatterjagd-Kritiker Martin Balluch kurzerhand aus der Sendung ausgeladen. Balluch ist sich sicher, dass für seinen Ausschluss die Jägerschaft bei ServusTV interveniert hat: „Mir wurde von Servus TV mitgeteilt, dass der Auftrag mich auszuladen von ganz oben kam.“

Dabei wäre es „sehr interessant mit Martin Balluch über Gatterjagd zu diskutieren“, so Schneeweiß, die es für denkbar hält, dass „Einzelpersonen aus der Jägerschaft Druck auf ServusTV ausgeübt haben, damit Martin Balluch aus der Sendung ausgeschlossen wird.“ 

ServusTV zugeknöpft

Laut ServusTV sind die Änderungen beim inhaltlichen Konzept zur Sendung der Präzisierung des Themas geschuldet und die Gästeliste wurde geändert, weil man beschlossen hat „ausschließlich mit ausgewiesenen Jagdexperten zu diskutieren“, so das offizielle Statement.

Konkrete Fragen, warum es zur kurzfristigen Änderung des Sendungskonzeptes kam und warum Schneeweiß und Balluch aus der Diskussion ausgeschlossen wurden, werden von ServusTV nicht beantwortet. Auch der Verdacht, dass von der Jägerschaft Druck auf ServusTV ausgeübt worden sei „werde nicht kommentiert“, heißt es bei Servus TV.

Laut Informationen aus dem Sender wurden alle Beschäftigten bei ServusTV angehalten, über keine Details zur Sache zu sprechen.

1 Kommentar zu Jagd: ServusTV ändert kurzfristig Pläne für Diskussion

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