Eco. Life. Style.

Kategorie: Body. Soul.

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Heute geht es wie angekündigt um das Thema Auszeit. Zeit für Auszeit, um genau zu sein. Wir alle sind auf sie angewiesen. Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper und…

Heute geht es wie angekündigt um das Thema Auszeit. Zeit für Auszeit, um genau zu sein. Wir alle sind auf sie angewiesen. Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper und beides kann nur mit ausreichenden Entspannungsphasen zwischendurch erreicht und in weiterer Folge auch aufrecht erhalten werden.

Und doch hetzen wir die meiste Zeit durch das viel zu kurze Leben, anstatt immer wieder bewusst einen Schritt zurück zu machen und die Ruhe regieren zu lassen. Wir stressen uns von einem Termin zum nächsten, stopfen jede noch so kleine Lücke in unseren Terminkalendern mit Verpflichtungen und Verabredungen zu, um nur ja nichts zu verpassen. Dreimal die Woche zum Sport, weil man fit sein muss. Volkshochschulkurs, man will sich schließlich weiterbilden. Tanzen gehen, weil man sich selbst und den anderen zeigen will, dass man es noch kann. Essen und Trinken mit Freunden, weil die sozialen Kontakte unbedingt gepflegt werden müssen, denn sonst wird bestimmt schlecht von einem gedacht. Gehören auch noch Partner und Kinder zum Leben, sieht der Tagesablauf gleich noch etwas gedrängter aus.

Da ist es wirklich kein Wunder, dass einem früher oder später die Luft zum Atmen fehlt. Man arbeitet Terminpläne und To-Do-Listen lange Zeit pflichtbewusst und voller Energie ab, ist irgendwann aber plötzlich erst morgens, bald auch tagsüber müde, bekämpft solche Gefühle der „Schwäche“ jedoch mit Hilfe von Kaffee oder Energydrinks. Nur nicht zeigen, dass man jetzt eigentlich etwas anderes braucht. Man kommt am Abend nach Hause und was ist dann? Sobald man die Wohnungstür hinter sich geschlossen hat, bricht die Erschöpfung über einen herein. Tun wir etwas dagegen? Nein. Am nächsten Morgen beginnt das Spiel von Neuem. Und so etwas nennen wir tatsächlich Leben? Hier läuft doch etwas gehörig falsch.

Wenn sich diese Ohnmacht erst einmal eingestellt hat, ist es meist schon zu spät, um vorsorglich zu handeln. Man hat bereits viel zu lange die Bedürfnisse von Körper und Geist ignoriert. Dementsprechend lange braucht es auch, um beides wieder in Einklang zu bringen. Und doch ist es keineswegs unmöglich. Man muss sich nur der Tatsache bewusst werden, dass es auf die gewohnte Art und Weise nicht mehr weiter gehen kann, und die offenbar ungesunde Lebensweise ändern.

Der erste Schritt dazu lautet: Termine streichen.

Ja, es tut mir leid, aber es ist so. Es führt kein Weg daran vorbei. Mit einem vollen Terminkalender kann man sich nicht entspannen. Sobald Termine mehr Belastung als Freude darstellen, muss man sich – zumindest von einigen – vorläufig trennen. Man muss nicht jeden Tag und jeden Abend auf Achse sein, wenn es einem mehr Energie raubt, als es gibt. Es ist weder Schande, noch ist es ein Ausdruck von Schwäche, wenn man sich einmal ganz bewusst zurückzieht, um durchzuatmen. Und einfach mal nichts zu tun.

„Was, Nichtstun? Iiiiiieh, das geht doch nicht!“ werden jetzt viele denken. Zu Unrecht. Nichtstun fällt heutzutage den meisten Menschen schwer, denn:

„Das ist vergeudete Zeit!“
„Aber ich habe doch so viel zu tun!“
„Ich kann nicht, ich muss… !“
„Das ist langweilig!“
„Das bringt doch nichts!“
„Nichtstun ist asozial!“

Dabei wird übersehen, dass Nichtstun nicht mit dem meist negativ behafteten Wort Untätigkeit verwechselt werden darf. Unsere italienischen Nachbarn wissen schon deutlich mehr damit anzufangen. „Dolce far niente“ – das süße Nichtstun. Müßiggang. Sich einfach mal treiben lassen. Das klingt doch gleich viel besser, oder?

Aber nicht nur Nichtstun fällt den Menschen schwer, auch das bewusste Alleinsein. Alleine zu sein hat aber nicht automatisch mit Einsamkeit zu tun. Sondern mit Selbstrespekt und Regeneration. Viele Kinder lernen in der heutigen Zeit nicht mehr, dass man sich auch alleine beschäftigen kann und sollte. Ohne Freunde, ohne Ablenkung elektronischer Geräte. Immer muss der Schalter auf „On“ stehen, denn „Off“ wäre Schwäche. Und Schwäche darf nicht sein. Schwäche ist böse. So ist bei vielen Kindern und Erwachsenen Überforderung vorprogrammiert. Dabei benötigt ein Kinderhirn genauso wie das Hirn eines Erwachsenen Pausen, um sich weiterentwickeln zu können. Wenn man die ganze Zeit nur auf „Aufnahme“ gestellt ist, geht irgendwann gar nichts mehr. Ein Muskel benötigt auch eine Regenerationsphase, um wachsen zu können. Dem Muskel gestatten wir diese Phase des Nichtstuns. Unserem Geist nicht. Dabei hat er es mindestens genauso nötig.

Probiert es aus! Tretet einfach einmal einen Schritt zurück, streicht einen Termin aus eurem Kalender – oder falls ihr nicht anders könnt, tragt euch einen Termin dafür ein – und macht nichts. Ihr werdet erstaunt sein, was euer Kopf so alles zustande bringt, wenn ihr ihn komplett frei macht. Wenn ihr einmal nicht an To-Do-Listen, Geschäftstermine, Kinder, die schmutzige Wäsche oder den Geburtstag der Schwiegermutter denkt. Schließt die Augen und nehmt euch selbst und eure Atmung wahr.

Es funktioniert nicht? Es schwirren alle möglichen Gedanken durch den Kopf? Der Geist will nicht zur Ruhe kommen und ihr ertappt euch, wie ihr an eure Pflichten denkt? Dann ist es umso wichtiger, diese Übung immer und immer wieder zu machen. Nur Geduld – auch Nichtstun will gelernt sein.

48 Kommentare zu Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Ein Monat vegan – und jetzt?

Viele Geschichten beginnen mit „Es war einmal“ und enden mit „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“. Es war einmal – genauer gesagt im Sommer letzten Jahres –…

Viele Geschichten beginnen mit „Es war einmal“ und enden mit „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“. Es war einmal – genauer gesagt im Sommer letzten Jahres – ein sonniger Tag, den ich wie so oft mit einer lieben Freundin Sonne tankend auf ihrem Balkon verbrachte. Wie häufig zuvor unterhielten wir uns über die schönen Dinge des Lebens: Unsere Katzen, Menschen, die wir schätzen, gemeinsame Erinnerungen und Pläne und natürlich auch Essen. Sie, die Vegetarierin, und ich, die von Steak mit Chicken Wings und Spareribs als Beilagen schwärmte. Ein Gespräch wie so oft zuvor. Die gleichen Ansätze, die gleichen Argumente. „Bio. Artgerecht. Glücklich.“ Und am Ende dann ein Satz, der noch Tage später wirken sollte: „Aber es ist ja trotzdem tot.“ So einfach, so banal und so wirkungsvoll. Es dauerte keine Woche, bis ich beschloss ebenfalls Vegetarierin zu werden.

Die Umstellung fiel mir überraschend leicht. Ich fühlte mich gesund und fit. In meiner Begeisterung habe ich sämtliche Artikel, Studien, Erfahrungsberichte, Forenbeiträge und Blogs gelesen, die auch nur irgendwie in Verbindung mit der vegetarischen Lebensweise standen. Immer wieder streifte ich dabei das Thema Veganismus. Ganz unverständlich war es mir zu Beginn, die von Kindesbeinen an gelernten Denkweisen noch zu fest verankert. Wie soll man auch allen Ernstes ohne Milch und Käse überleben können? Ohne Eier? Oder gar ohne Schokolade? Das ist ja schlichtweg unmöglich! Mit diesen Gedanken versuchte ich die leise Stimme zu überzeugen, die mir immer wieder einflüsterte, dass da irgendetwas nicht stimmen könne. Nice try, könnte man sagen. Die Stimme wurde lauter, das Jahr ging dem Ende zu. Der Genuss beim Verspeisen von Käse und Ei wollte sich auch nicht mehr so recht einstellen. Es war ein guter Zeitpunkt, von alten Gewohnheiten abzugehen und Neues zu probieren. Der Entschluss war gefasst, im Januar würde ich einen veganen Probemonat einlegen!

So viel zu „Es war einmal“. Es war also einmal ich, die ich beschlossen hatte, alte Muster aufzugeben. Meinen Probemonat läutete ich zu Silvester ein. Ein veganes Feiertagsmenü musste her. Nach stundenlangem Kochbuch wälzen konnte ich einen Spicy Chili Burger mit Rosmarinkartoffeln und Kartoffel-Karotten-Rösti und als Dessert weißes Schokomousse servieren. Die Begeisterung war groß, die Erleichterung über das gelungene Festmahl ebenso. Gut zu wissen, dass man ganz hervorragende vegane Feiertagsmenüs zaubern kann. Schade allerdings, dass nicht jeder Tag ein Feiertag ist. Vor Mitternacht mussten dann doch noch einige Schokokekse dran glauben. Nur für den Fall, dass ich den ganzen Januar über ohne Schokolade überstehen müsste.

Der Alltag und seine Tücken

Natürlich habe ich jedem, den es interessiert hat (oder auch nicht), von meinem Probelauf schon im Vorfeld erzählt. Es gab viel Zuspruch, noch mehr Neugierde und wunderbarerweise nur ganz wenig Skepsis und Kopfschütteln. Während der letzten vier Wochen habe ich viele wertvolle Tipps erhalten und das eine oder andere Aha-Erlebnis gehabt. Das Essen zu Hause war wie erwartet kein Problem, tagsüber im Büro sah es da schon anders aus. Auf meine Anfrage bei unserem Caterer, ob es denn vegane Menüs gäbe, bekam ich die äußerst unbefriedigende Antwort: „Haben wir nicht, planen wir auch nicht.“ Aha. Danke. Nun gut, dann muss es anders gehen. Dann wird eben daheim vorgekocht. Gesagt, getan. Dummerweise fiel mir meine tolle Jause, die zu Hause in meinem Kühlschrank auf mich wartete, recht häufig erst wieder ein, als ich schon hungrig im Büro saß. Es klebt nun also seit einigen Tagen ein Zettel an der Wohnungstür, der mich an mein Essen erinnert. Für den Fall, dass auch der kluge Zettel nicht hilft, habe ich allerdings mittlerweile einen großen Vorrat an Vollkornbrot und Aufstrichen in meiner Schreibtischschublade.

Das Essen zu Hause wie auch im Büro stellte sich als relativ einfach durchzuführende Mission heraus. Restaurant- und Kaffeehausbesuche bereiteten mir aber dennoch ein wenig Sorgen. Weitgehend zu Unrecht. In jedem Restaurant, das ich besuchte, wurde mir eine fabelhafte vegane Speise aufgetischt. Entweder, weil es bereits eine Auswahl in der Karte gab, oder weil das Küchenpersonal kreativ und hilfsbereit war. Ich konnte gar nicht glauben, dass Pizza ohne Käse so lecker sein kann! Einzig auf Desserts musste ich häufig verzichten. Was aber viel schlimmer und für mich ganz und gar unverständlich war und ist, ist die Tatsache, dass es in vielen Kaffeehäusern, Bars und anderen Lokalen keine Sojamilch gibt. Ich trinke nur selten Kaffee, treffe mich aber wirklich gerne mit Freunden um eben das zu tun. Das ist ein Event, das muss zelebriert werden! Wie bitte soll ich einen Espresso ohne Milch zelebrieren und mich dann entspannt zurück lehnen? Selbst mit Mini-Schlucken ist die Tasse in allerhöchstens zehn Minuten leer. Sich länger Zeit zu lassen funktioniert auch nicht, weil der Kaffee dann kalt wird. Zelebrieren geht anders! Glücklicherweise gibt es aber doch einige Lokale, die nicht nur Pflanzenmilch, sondern ab und zu auch vegane Süßspeisen im Angebot haben. In den letzten vier Wochen habe ich einige entdeckt, die ich in Zukunft sicher häufiger besuchen (und natürlich auch darüber berichten) werde. Dort kann ich meinen Caffè latte nämlich gebührend feiern und ganz entspannt den Tag genießen.

veragner-kaffee

Bild: Jennifer / flickr.com

Der Januar ist vorbei. Und jetzt?

Jetzt ist Februar. Ich habe mir vier Wochen lang überlegt, wie ich mich denn fühlen würde, wenn der Probemonat vorbei wäre. Gesünder? Dünner? Besser? Der Erleuchtung einen Schritt näher? Würde ich mich voller Freude auf eine Käseplatte stürzen und als Nachtisch ein Glas Schokocreme auslöffeln, wenn vier Wochen voller Verzicht vergangen wären? Nichts von alledem. Ich bin gleich gesund oder ungesund, gleich dünn oder dick und gleich weit von der Erleuchtung entfernt wie vor einem Monat. Ich bin auch nicht besser. Weder besser als ich es vorher war, noch besser als irgendjemand anderer es ist. Achtsamer bin ich allerdings geworden. Achtsamer mit meinem Essen (Eh klar, wenn man überall das Kleingedruckte lesen muss), aber auch achtsamer mit anderen Menschen. Ich habe so viel Verständnis und Zuspruch erhalten. Mir ist aber auch Unsicherheit begegnet. „Jetzt kann ich beim Essen gar nicht mehr neben dir sitzen. Du findest mich jetzt bestimmt nicht mehr sympathisch. Wahrscheinlich glaubst du jetzt, ich bin ein schlechter Mensch.“ Liebe alle Menschen, die ihr mir im letzten Monat unsicher gegenübergetreten seid: Ich mag euch noch immer, genieße eure Gesellschaft weiterhin und nein, ich halte euch nicht für schlechte(re) Menschen. Ich erwarte auch nicht, dass sich jeder in meiner Gegenwart vegan oder vegetarisch ernährt. Ihr genießt euer Schnitzel oder Brathuhn? Wunderbar! Dann freut euch und seid dankbar, dass euch dieser Genuss gewährt wird. Ob die Herkunft eures Genussobjekts in Ordnung ist oder nicht, habe nicht ich zu entscheiden.

Was mich betrifft, werde ich meine Ernährung wohl weiterhin so gestalten, wie ich es im letzten Monat getan habe. Ich spüre weder Verzicht noch Versuchung. Neugier und Vorfreude sind die Gefühle, die meinen Gemütszustand am besten beschreiben. Neugier und Vorfreude auf unbekannte Nahrungsmittel, spannende Rezepte, überraschend auftauchende Lokale und neue Weggefährten.

Es ist Februar und ich bin nicht vegan. Ich brauche kein Label, um zu sein wer ich bin. Ich bin ich und ich ernähre mich weitgehend pflanzlich. Und wenn ich irgendwann das Verlangen nach einem Stück Milchschokolade oder einem Brot mit Honig haben sollte, dann werde ich das auch essen. Und ich werde genießen, mich bedanken und trotzdem kein schlechter Mensch sein. So endet auch meine Geschichte mit einem „und sie lebte glücklich bis ans Ende ihrer Tage“. Denn genau das gedenke ich zu tun.

Habt ihr eure Ernährung auch schon einmal komplett umgestellt? Ernährt ihr euch vegan? Ich freue mich auf eure Kommentare!

13 Kommentare zu Ein Monat vegan – und jetzt?

Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

So weit, so gut Nach dem vorangegangenen Erstlingsbeitrag meiner Kolumne und nachdem sich die meisten von euch hoffentlich schon einige Gedanken über ihr Leben gemacht haben, möchte ich dieses Mal…

So weit, so gut

Nach dem vorangegangenen Erstlingsbeitrag meiner Kolumne und nachdem sich die meisten von euch hoffentlich schon einige Gedanken über ihr Leben gemacht haben, möchte ich dieses Mal Aufklärung schaffen und zugleich Verwirrung stiften. Die Motivation für diese Kolumne kommt daher, dass es meiner Ansicht nach viel zu viele Negativschlagzeilen gibt und im Gegensatz dazu viel zu wenige Menschen, die über Gutes schreiben.

Bis in die jüngste Vergangenheit hinein las ich sehr gerne Zeitung, natürlich immer unter dem Aspekt der Selektion und Filtration. Von vornherein wurden Berichte über Unfälle, Attentate und dergleichen Schlimmes ausgeblendet. Ebenso ignorierte ich Wirtschaftliches, Politisches oder Sportliches, das nur Negatives behandelte. Die ernüchternde Bilanz: Was übrig bleibt, ist wahrlich nicht viel. Aufgrund dessen möchte ich mich hier, in meiner Kolumne, vor allem den schönen Dingen widmen. Natürlich wird das nicht immer möglich sein, ganz ohne Kritik oder dem Aufzeigen eines Konfliktes geht es auch nicht immer. Aber für diejenigen, die gedenken, meinen Beiträgen regelmäßig zu folgen: Ihr könnt aufatmen! Ich konzentriere mich auf Erwähnenswertes in positiver Form!

Was gibt es Gutes in meinem Leben?

Mein erster Gedanke galt klassischen atemberaubenden Momenten: Das Konzert meiner Lieblingsband, das Bestehen einer großen Prüfung oder der Beginn einer neuen Beziehung. Definitiv ist es nicht der Lottogewinn – ich meine, natürlich wäre er es, aber in der Regel fallen kleine Alltagserlebnisse aufgrund ihrer Häufigkeit eher ins Gewicht. Hierzu fällt mir der Anruf eines Freundes, der sich nach meinem Wohlbefinden erkundigt, ein (nicht die üblichen „Du, kannst du nicht…“-Phrasen). Wenn mein Lieblingslied im Radio erklingt oder auch, wenn mir eine fremde Person die Straßenbahn aufhält (weil ich es natürlich wieder zu eilig habe).

Wenn man sich solche Überlegungen im Hinterkopf behält, dann müsste es doch einfach sein, jeden Tag schön zu gestalten – trotz der Berücksichtigung gewisser Verpflichtungen. Leider sind wir in solchen Punkten gerne vergesslich. Denn wenn ich Leute in der Öffentlichkeit beobachte, so entdecke ich viele leere Silhouetten; Personen, die in Gedanken bereits beim nächsten Termin sind, oder im Kopf die Liste der Erledigungen durchgehen. Wie viele Menschen sind im Hier und Jetzt? Wie viele lächeln? Ich glaube, wir sind uns alle einig darüber, dass wir für unser Glück auch etwas tun müssen. Griesgrämig durch das Leben schlendern und nörgeln kann doch jeder.

Gutes für die Nachhaltigkeit

Ist das Versprühen von guter Laune und Weltoffenheit nicht auch eine Form der Nachhaltigkeit, um somit durchschlagend vorgefasste Meinungen, Scheuklappendenken und Negatives zu verbannen? Somit lässt sich auch schnell und simpel erklären, warum ich The bird’s new nest für eine geniale Idee halte. Wir Autoren versuchen Interessierten unsere Erfahrungen mit Nachhaltigkeit näher zu bringen. Man berichtet beispielsweise von Dingen, die ressourcenschonend und ohne Menschen- und Tierleid produziert wurden, und denen man ganz leicht den Vortritt lassen kann. Essentiell ist das Fernbleiben von besserwisserischem Fingerzeig, denn niemand von uns ist perfekt. Wir geben alle unser Bestes und schreiben über Inhalte, die uns am Herzen liegen und die wir gerne mit euch teilen.

Nun liegt es an uns! Wollen wir uns doch alle ein Beispiel an der Biene nehmen, die ich vor einigen Tagen zwischen unseren gelagerten Äpfeln auf der Terrasse fand. Sie strotzte der für sie tödlichen Kälte und hielt entgegen ihrem biologischen Lebensplan durch. Und mit etwas Glück startet sie im Frühling neu.

Keine Kommentare zu Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern…

Zuletzt ging es in meiner Kolumne um den Bereich Ernährung und darum, wie man schon mit kleinen, sanften Anpassungen der Essgewohnheiten ohne jegliche Anstrengung die eigene Gesundheit und Lebensqualität verbessern kann. Doch was wäre das Thema Ernährung ohne das Thema Bewegung?

Auch in diesem Bereich haben wir nur allzu oft mit unseren beiden lieb gewonnenen Bekannten „Bequemlichkeit“ und „Schweinehund“ zu kämpfen. Der eine mehr (so wie ich zum Beispiel), der andere weniger. Es gibt eine schier unendliche Auswahl an Ausreden, die wir alle schon gehört und vermutlich auch bereits selbst verwendet haben.

Hier ein paar meiner Lieblinge in beliebiger Reihenfolge:
„Es ist zu dunkel!“
„Mir ist zu kalt.“
„Es regnet!“
„Ich bin zu müde!“
„Ich habe Kopfschmerzen.“
„Ich habe Bauchschmerzen.“
„Ich habe doch keine Zeit!“
„Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!“

Habe ich euch ertappt? Jetzt mal ehrlich! Welche dieser Gründe sind eure „Favoriten“? Ich persönlich schätze ja die Abwechslung. Aber im Ernst. Warum ziehen wir es meist vor, faul auf dem Sofa zu liegen und den Weg des geringsten Widerstands zu wählen, anstatt dem Körper ein Mindestmaß an Aktivität zu gönnen, die er von Natur aus dringend braucht und die ihm so gut tut? Wenn man den Körper regelmäßig in Bewegung setzt, geschieht das Gleiche automatisch mit dem Geist. Dazu braucht es nicht viel Aufwand. Man muss sich nicht sofort in einen Fitnessclub einschreiben. Genauso wenig muss man sich mit teurer Sportausrüstung eindecken oder für den nächsten Marathon trainieren. Obgleich natürlich nichts dagegen spricht, wenn man das möchte. Man kann sich körperlicher Aktivität auch ganz entspannt annähern, wie ihr im Folgenden sehen werdet.

Bewegung im Alltag

Ein erster kleiner, aber umso wichtigerer Schritt ist es, den persönlichen Alltag aktiver zu gestalten. Wenn ihr kurz darüber nachdenkt, wie euer ganz normaler Tagesablauf aussieht, findet ihr bestimmt einige Ansatzpunkte, wie ihr künftig bewusster und aktiver durchs Leben schreiten könnt. Ein paar Beispiele gefällig?

Nehmt öfter mal die Treppe! Durch den Verzicht auf Aufzüge oder Rolltreppen spart ihr nicht nur Energie, sondern bietet eurem Körper obendrauf ein effektives Workout. Treppensteigen trainiert die Atmung, das Herz-Kreislauf-System, sowie Po-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Aber lauft jetzt nicht gleich davon, das war erst der Anfang! Steigt am Weg zur Arbeit oder nach Hause eine oder zwei Haltestellen früher aus und legt den Rest des Weges zu Fuß zurück. Auch ein Tretroller stellt eine gute Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln dar, gerade bei etwas längeren Strecken.

Verzichtet vor allem bei kurzen Wegen auf das Auto! Steigt auf das Fahrrad um oder geht zu Fuß. Ist der nächstgelegene Bäcker denn wirklich so weit entfernt, dass man die Entfernung nicht ohne motorisierten Untersatz bewältigen kann? In den meisten Fällen lautet die Antwort vermutlich „Nein“. Wenn ihr auf euer Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid, habt ihr trotzdem keine Ausreden mehr! Spannt immer wieder einzelne Muskelpartien für ein paar ruhige Atemzüge oder die nächste Rotphase an der Ampel an, wie beispielsweise im Sitzen die Bauchmuskeln, den Beckenboden oder die Oberschenkel und im Stehen den Po. Das bekommt um euch herum niemand mit und ihr tut eurem Körper etwas Gutes, ohne extra Zeit investieren zu müssen.

Bewegung in der Natur

Die Wenigsten von uns haben das Glück, Tag für Tag Bewegung in der Natur machen zu können, ohne dafür Anfahrtswege auf sich nehmen zu müssen. Dennoch ist es sehr wichtig für Körper und Geist, sich von Zeit zu Zeit bewusst eine Auszeit zu nehmen, in die freie Natur zu gehen und sich wieder zu erden. Auf welche Art und Weise das passiert, bleibt euch selbst überlassen. Ob Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Radfahren, Schifahren, Klettern, eine Fotosafari, eine Bootstour oder Fischen – das Wichtigste ist, dass ihr Spaß daran habt und den Kopf durchlüften könnt. Und das funktioniert am besten, wenn ihr dem Gehirn nicht tagein, tagaus die gleichen visuellen Eindrücke vorsetzt.

Braucht ihr Messungen, um euch zu motivieren und motiviert zu bleiben? Dann legt euch einen Schrittzähler oder eine Smartphone-App (wie zum Beispiel PedometerAccupedo oder Runtastic) mit dieser Funktion zu, legt Tages-, Wochen-, oder Monatsziele fest und steigert sie regelmäßig. Es gibt heutzutage viele günstig oder sogar gratis verfügbare Helferlein, die euch unterstützen, Fitnessübungen in kleinen, realistischen Einheiten zu absolvieren, um euch nicht zu überfordern und euch damit gleich von Anfang an den Spaß zu nehmen.

Probiert es aus und geht ab sofort aktiver durchs Leben. Es kann so einfach sein. Man muss es nur tun.

In meinem nächsten Kolumnenbeitrag werde ich näher auf das Thema „Auszeit“ und die Schaffung von Ruhe-Inseln im Alltag eingehen. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe.

Keine Kommentare zu Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise…

Nachdem ich in meinem ersten Kolumnenbeitrag über verschiedenste Möglichkeiten zur persönlichen Optimierung und meinem ersten Schritt in Bezug auf das Thema Mülltrennung geschrieben habe, geht es heute in gewisser Weise mit Mülltrennung beziehungsweise Müllbeseitigung weiter. Und zwar konkret mit dem Thema Ernährung.

Ernährung geht uns alle an, ganz gleich, welches Geschlecht, welches Alter, welche Nationalität, welche soziale Schicht oder Neigung. Jeder Mensch muss essen, um zu (über)leben. Aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder Ideenlosigkeit neigen aber viele Menschen dazu, ohne nachzudenken beliebige, oft auch minderwertige Lebensmittel in sich hinein zu stopfen. Aber warum?

Warum isst man, was einem sowieso nicht so richtig schmeckt, nur weil es vermeintlich einfach, schnell und günstig verfügbar ist? Warum nimmt man minderwertige Lebensmittel zu sich und riskiert damit nur allzu bereitwillig, die eigene Gesundheit zu ruinieren?

Der Körper kann nun mal nur mit dem Material arbeiten, das wir ihm anbieten. Nur mit diesem von außen zugeführten Material kann er sich entwickeln und regenerieren. Sollte es dann nicht das allerbeste Material sein, das wir bekommen können? Sollte das nicht das selbstverständlichste auf der ganzen Welt sein?

Wenn ihr mich fragt, auf jeden Fall!

An dieser Stelle möchte ich noch klarstellen, dass ich keineswegs für eine rein pflanzliche Ernährung plädieren oder irgendjemand missionieren will. Man kann sich mit einem veganen Ernährungsstil grundsätzlich ähnlich ungesund ernähren (man denke nur an Kartoffelchips, vegane Schokocreme und dergleichen – ich spreche aus Erfahrung!), wie es mit Mischkost der Fall sein kann.

Die Wahrheit ist, dass man sich innerhalb jedes Ernährungskonzepts gesund oder ungesund ernähren kann. Aber man sollte im eigenen Interesse alles daran setzen, sich innerhalb des gewählten Konzepts bestmöglich zu ernähren. Und dazu zählen nun mal weder die Bratnudel-Box vom Asia-Imbiss gegenüber, noch das Tiefkühl-Fertiggericht aus dem Supermarkt oder das frittierte vegane Gemüse-Allerlei. Auch bunte Sonder-Packungsgrößen, die „Jetzt noch mehr Inhalt“, „3+1 gratis“ oder Ähnliches anpreisen, verhüllen selten gesunden, sinnvollen Inhalt.

Gesunde Ernährung muss dabei nicht zwangsläufig teuer sein. Man muss nur die Augen offen halten, beginnen Etiketten zu studieren und – um einen ersten Schritt zu machen – die unnötigsten Inhaltsstoffe wie beispielsweise E-Nummern, gehärtete Fette und übermäßig Zucker (der bekanntermaßen oft mehrfach in unterschiedlichen Bezeichnungen in ein- und demselben Produkt auftaucht) zu identifizieren und nach und nach aus dem Ernährungsplan zu eliminieren.

Ja, zu einer solchen Umstellung muss man sich erst einmal überwinden.
Ja, dazu muss man zweifellos aus der Komfortzone treten.
Ja, nach jahrelanger ungünstiger Ernährung werden einem gesunden Lebensmittel vermutlich erst einmal geschmacklos und langweilig vorkommen.

Aber es ist nur eine Frage der Gewohnheit. Gewohnheiten kann man ändern. Und die Ernährungsgewohnheiten zu ändern, weg von minderwertigen Magenfüllern hin zu einer ausgewogenen, schmackhaften ECHTEN Ernährung, die dem Körper alles gibt, was er braucht (und noch mehr), ist eine der wertvollsten Entscheidungen, die man für sich und seinen Körper treffen kann.

Durch ein sanftes Ausbalancieren der eigenen Ernährung kann man die allseits bekannten abendlichen Heißhunger-Attacken auf ein Minimum reduzieren und sogar komplett aus seinem Leben verbannen. Hochwertige Nahrungsmittel sorgen aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung im Allgemeinen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl, wodurch wir automatisch weniger davon essen müssen.

Ein weiterer Denkanstoß: Ernährung wird inzwischen vielfach mit Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Tag für Tag schlucken viele Menschen einen Cocktail an Medikamenten – gegen erhöhten Blutdruck, Blutzucker, Blutfettwerte, Kopf- und Magenschmerzen und was es sonst noch alles für Leiden gibt. Dabei wird leider vielfach übersehen, ignoriert oder schlicht und ergreifend nicht gewusst, dass man mit einer sanften Anpassung der Ernährung Imbalancen im Körper ausgleichen kann. Nicht alle, aber viele.

Warum also nicht auf den Selbstversuch einlassen? Was hat man zu verlieren? Wenn man es versucht und sich besser fühlt, wunderbar! Und wenn man keine Besserung verzeichnen kann, ist nichts einfacher, als bestimmte Ernährungsregeln bei Bedarf wieder über Bord zu werfen. Aber wenn man es nicht versucht, weil man meint, es ändert sich sowieso nichts, dann wird man es nie wissen und möglicherweise unnötig leiden.

Ich habe mich bereits auf einen solchen Selbstversuch eingelassen und würde es jederzeit wieder tun. Was habt ihr zu verlieren? Außer schlechter Angewohnheiten…

Keine Kommentare zu Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Klamotten 2.0

Nachhaltigkeit hat, wie man auch hier auf The bird’s new nest feststellen kann, viele Facetten. Für mich ist eine der Hauptmerkmale, dass man nicht „verschwenderisch“ lebt. Beim Kauf von neuen…

Nachhaltigkeit hat, wie man auch hier auf The bird’s new nest feststellen kann, viele Facetten. Für mich ist eine der Hauptmerkmale, dass man nicht „verschwenderisch“ lebt. Beim Kauf von neuen Anschaffungen auf die Herkunft achten, Handtücher mehrmals nutzen bevor man sie wäscht, tropfende Wasserhähne schließen – es gibt so viele Möglichkeiten.

Passend zum Winter möchte ich euer Augenmerk auf die Weiterverwendung von Kleidung lenken. Ich arbeite seit November 2013 in einer Einrichtung für Obdachlose in Berlin. Ich habe Mitte Dezember eine Frau getroffen. Sie besaß keine Jacke und hatte Sandalen an. Also schickte ich die Frau direkt in die Kleiderkammer. Sie bekam eine Jacke und Wollsocken. Schuhe wollte sie nicht, da sie Probleme mit den Füßen hat und in den Sandalen noch am Besten laufen kann.

Ich bin immer dankbar, dass ich Frauen und Männer zur Kleiderkammer schicken kann. Es wird alles benötigt. Socken, Unterwäsche, Jogginghosen, Jeans, Jacken, Schuhe, Schals und Mützen. Und kennen wir das nicht alle? Der Kleiderschrank ist voll mit Klamotten, die wir schon eine Weile nicht mehr tragen. Die Farbe gefällt uns nicht, die Größe passt nicht mehr, der Stil hat sich verändert. Aber wozu sollen die Sachen ungenutzt im Schrank liegen?

Nachhaltigkeit zeichnet sich für mich unter anderem dadurch aus, dass wir Dinge, die wir nicht mehr brauchen, weitergeben. Ich selbst kaufe gerne im Second-Hand-Laden, damit der Kreislauf von Kinderarbeit, Umweltbelastung und weiteren negativen Auswirkungen des Kleidungsproduktion zumindest etwas durchbrochen wird. Wozu sollen gute Jeans, die noch einwandfrei sind, weggeworfen und als Ersatz neue produziert werden? Klamotten 2.0 passen ausserdem viel besser zu mir, ich bin ja auch im Web 2.0 unterwegs.

Falls ihr Klamotten übrig habt, gebt sie weiter. Sei es an eine Notübernachtung oder an Freunde oder an Second-Hand-Läden. Lasst sie nicht zu Hause im Schrank liegen. Auch über Süßigkeiten, die man selbst nicht essen möchte – vor allem jetzt bei den vielen guten Vorsätzen -, übrig gebliebenes Obst aus dem Garten oder das Buch, das schon zwei Mal gelesen wurde, freuen sich eure Freunde, Obdachlose, Asylwerber, Nachbarn und so weiter. Habt ihr so etwas schon einmal gemacht? Erzählt es weiter!

7 Kommentare zu Klamotten 2.0

Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte,…

Manch einer mag sich vielleicht fragen, wie Training und Fitness zu einem Magazin über Nachhaltigkeit passen. Auch ich setzte mich zunächst mit dieser Frage auseinander, nachdem ich mich entschieden hatte, einen Artikel über dieses Thema zu verfassen. Nach kurzem Überlegen kam ich jedoch dahinter, dass sich Fitness und Nachhaltigkeit wunderbar vereinen lassen.

Eine nachhaltige Wahl von Fitnessgeräten.

Am meisten auf der Hand liegend ist die Verbindung zwischen Fitness und Nachhaltigkeit sowohl beim Kauf von Fitnessgeräten als auch bei der Art der Ausübung. Wähle ich beispielsweise für meine morgendliche Yogaroutine eine Matte aus schadstoffhaltigem, billigem Plastik und Weichmachern, wirkt sich das ungünstiger auf die Umwelt und meine Gesundheit aus, als wenn ich eine Matte aus 100 Prozent Bio-Baumwolle oder schadstofffreiem Nitrilkautschuk mit langer Lebensdauer wähle. Dieselben Kriterien lassen sich auch auf den Kauf von Hanteln über Fitnesskleidung bis hin zu großen Trainingsgeräten anwenden.

Aber auch die Art und Weise, wie ich Sport ausübe, spielt eine Rolle. Jogge ich draußen in der Natur, verwende ich wesentlich weniger Ressourcen, als wenn ich im hell beleuchteten Fitnessstudio auf dem Laufband laufe, zu dem ich womöglich noch mit dem Auto gefahren bin. Nachhaltigkeit kann also wie in allen anderen Lebensbereichen auch bei der Fitness ein hilfreicher Wegweiser sein.

Ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Unter Nachhaltigkeit versteht man eine ressourcenschonende, zukunftsfähige und bewusste Lebensweise. Während wir dieses Konzept meistens gesamtgesellschaftlich betrachten, lässt es sich auch auf den einzelnen Menschen übertragen. Unser Körper ist als Organismus für uns unser Lebensraum. Er bietet uns alle Ressourcen, um erfolgreich mit der Umwelt interagieren zu können. An diesen Lebensraum sind wir allerdings ein Leben lang gebunden. Wir können nicht in einen anderen Körper wechseln. Mit diesem Lebensraum nachhaltig umzugehen, bedeutet also, dafür Sorge zu tragen, dass unser Körper jetzt und auch in fernerer Zukunft gesund und in seiner Funktionalität erhalten bleibt.

Es ist hinlänglich bekannt, dass körperliche Fitness sich nicht nur signifikant positiv auf unsere körperliche, sondern auch geistige Gesundheit auswirkt. Wer regelmäßig Sport treibt, stärkt sein Herz und Immunsystem und beugt Osteoporose vor. Außerdem führt körperliche Fitness zu einem geringeren Risiko fettleibig zu werden sowie an Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck und sogar Krebs zu erkranken. Zudem werden durch Sport Glückshormone freigesetzt und das Risiko einer Depression vermindert. Fitness, sofern man den Sport richtig betreibt, ist also ein nachhaltiger Umgang mit dem eigenen Körper.

Darüber hinaus kann ein trainierter Körper aber auch auf gesellschaftlichem Niveau zu einer Schonung von Ressourcen beitragen. Durch die verminderte Anfälligkeit für physische und psychische Krankheiten sind erheblich weniger Medikamente notwendig. Außerdem spart Fitness auf eine ganz simple Weise Strom und andere Ressourcen. Wer die Treppe nimmt statt den Aufzug, oder das Fahrrad anstelle des Autos, macht die Welt mit ein wenig Fitness ein Stück grüner. Hierdurch könnte auch eine erhöhte Nachfrage nach Parks oder Radwegen entstehen. Diese könnten, wenn gebaut, auch andere zu mehr Bewegung motivieren. Ein grüner Dominoeffekt ist entstanden.

cyclists-168376_640

Bild: Sterosize / pixabay.com

Fitness schult ein nachhaltiges Mindset.

Fitness kann aber auch einen sehr subtilen Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Umwelt ausüben. Während wir im Allgemeinen davon ausgehen, dass unsere Einstellung unser Handeln bestimmt, zeigen langjährige Erkenntnisse aus der Psychologie, dass das Gegenteil der Fall ist. Wenn wir viel Sport betreiben (das Verhalten), wird sich mit der Zeit unsere Einstellung dahingehend ändern, dass wir Fitness als wichtiger erachten als früher. Jemand, der regelmäßig trainiert, ist geneigt, sich auch mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen. Dabei wird er oder sie zunächst einmal vielleicht nur aus rein eigennützigen Motiven auf beispielsweise chemische Zusätze in Essen und Kleidung verzichten. Langfristig wird aber auch dieses Handeln seine oder ihre Einstellung verändern können. So entwickelt jemand, der zunächst ausschließlich aus Eigennutz begann, biologisch einzukaufen, nun auch eine allgemein nachhaltige Einstellung: Eine Einstellung, die nicht nur nachhaltig für den eigenen Körper sorgen möchte, sondern für den gesamten Planeten.

Vielleicht fühlt ihr euch bereits motiviert euch zu bewegen. Kleine Veränderungen können manchmal viel bewirken.

41 Kommentare zu Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Fitness

Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Die Krux mit dem Überfluss – In Anlehnung an John Naishs „Genug“ Laut Wörterbuch bezeichnet Überfluss den Zustand, wenn eine Menge von etwas vorhanden ist, die viel größer ist als…

Die Krux mit dem Überfluss – In Anlehnung an John Naishs „Genug“

Laut Wörterbuch bezeichnet Überfluss den Zustand, wenn eine Menge von etwas vorhanden ist, die viel größer ist als der Bedarf. Soviel zur Erklärung. Die Frage, die sich mir aufdrängt: Wo ist das bei uns der Fall? Wovon haben wir möglicherweise zu viel? Haben wir überhaupt zu viel?

Ausgehend von meinem Leben fiel mir beginnend bei Verschleißmaterial wie Stifte oder Papier über Schmuck und Bücher bis hin zu Dekorationsmaterial gleich mal einiges ein. Und ja, ich denke jeder Mensch der westlichen Gesellschaft besitzt zu viel. Ich habe alleine vier Paar schwarze Stöckelschuhe, wobei ich doch ohnehin nur eines auf einmal tragen kann. Warum kaufe ich mir Bücher anstatt sie auszuleihen, obwohl ich mir nur selten die Zeit nehme, ein Exemplar erneut zu lesen? Aus welchem Grund dekoriere ich mein Heim mit Figuren, wenn ich mich doch insgeheim ärgere, da sie mich auf den Verstaubungsgrad meiner Möbel aufmerksam machen?

Ein großer Schritt, um der eigenen Konsumtretmühle ein Ende zu setzen, ist zu hinterfragen, was mir meine Habseligkeiten bedeuten. Sofern sie für mich emotionalen oder finanziellen Wert oder einen Verwendungszweck haben, werde ich sie behalten. Die Kunst liegt darin, die übrigen Dinge herauszufiltern und sich von ihnen zu trennen. Damit meine ich bedeutungslose Dinge, denen keine Beachtung geschenkt wird und die im Keller verstauben.

Ich persönliche verfolge die Absicht, von Zeit zu Zeit zehn Sachen aus meinem Heim zu entfernen, die ich nicht mehr benötige. Darunter fallen ungelesene Magazine, nie eingelöste Gutscheine, Schmuck und Kleidung, die ich nicht mehr trage – oder auch nie getragen habe – und ähnliches. Des Weiteren kategorisiere ich gerne. Beispielsweise habe ich Kisten mit den Aufschriften „Dinge, die ich liebe“, „Dinge, die einen zweitrangig sentimentalen Wert für mich haben“ und „Dinge, die ich immer mal tun wollte“. Somit fällt es mir leichter, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Weg damit! Aber wohin?

Um den ausgewählten Sachen noch ein zweites Leben einzuhauchen, verschenke ich sie. Dies erfordert zwar Mühe, doch meines Erachtens lohnt sich der Aufwand im Nachhinein sehr. Für Bekleidung und Bettwäsche gibt es in jedem größeren Ort meist Container von Hilfsorganisationen. Bücher können in offenen Bücherregalen einen neuen Besitzer finden – oder ihr ein neues Buch. Für größere oder speziellere Dinge eignen sich Tauschbörsen im Internet oder Share&Care-Gruppen auf Facebook. Durch solche Aktionen bin ich schon vielen Menschen begegnet, die mir durch ihre Dankbarkeit den Aufwand des Verschenkens und den Verlust des Gegenstandes allemal zurückgezahlt haben.

Bereits nach kurzer Zeit machte mir dieses Entrümpeln und Aussortieren viel Spaß. Mittlerweile genieße ich es, mich von alten Dingen zu trennen und sie weiter zu geben. Nachdem ich wieder einmal ein oder zwei Schachteln verschenkt habe, fühle ich mich in meinem Zuhause noch wohler, da den verbliebenen Sachen mehr Ausdruck verliehen wird und sich ein befreiendes Gefühl in mir einstellt.

„Genug – Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen“

Für all jene unter euch, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, kann ich John Naishs „Genug – Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen“ sehr empfehlen. Es behandelt gleich mehrere Aspekte des Überflusses wie Informationen, Essen, Auswahl, Glück und Wachstum. Naish ergründet die menschlichen Verhaltensmuster des Sammelns, zeigt dem Leser Bereiche auf, an die er wahrscheinlich nie gedacht hätte und gibt am Ende jedes Kapitels Anleitungen und Hilfestellungen für sinnvolle Reduktion.

Durch dieses Buch wurde ich sensibilisiert, dass es allerhand neue Technologien gibt, die uns nur suggerieren, dass sie einen positiven Einfluss auf unser Leben haben. Anstatt dessen werden wir subtil davon abhängig. Viel zu oft rauben uns Kommunikationsmittel und Informationsmedien unsere kostbarsten Güter: Zeit, Aufmerksamkeit und Energie. Der Autor stellt die richtige Frage, deren Antwort niemand von uns in einem Katalog oder Einkaufszentrum finden sollte. Was ist wirklich wichtig?

Das Buch ist versehen mit vielen themenspezifischen Zitaten, die zum Nachdenken anregen. Eines davon führe ich hier an: „Sie hatte Freunde, die ernsthaft mit Yoga begonnen hatten oder Antidepressiva schluckten oder Survival-Expeditionen in die Wildnis unternahmen, wo man Trinkwasser gewinnt, indem man Tau auf Plastikplanen sammelt. Sie verstand, dass sie sich selbst nicht genug waren. Dass sie fürchteten, nicht glücklich genug oder wertvoll genug oder hübsch genug zu sein – und nicht genug, um eine Leere auszufüllen.“ Jean Thompson, „Wide Blue Yonder“

7 Kommentare zu Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

Nachhaltigkeit scheint eine immer größer werdende Aufmerksamkeit und damit verbundene Beachtung zu bekommen. Der Grund ist vermutlich die auch von Politikern angesprochene negative Veränderung unserer Umwelt. Eine bereits nicht unerhebliche…

Nachhaltigkeit scheint eine immer größer werdende Aufmerksamkeit und damit verbundene Beachtung zu bekommen. Der Grund ist vermutlich die auch von Politikern angesprochene negative Veränderung unserer Umwelt. Eine bereits nicht unerhebliche Anzahl von Menschen hat längst begonnen, bewusster zu leben: Bewusster umweltbewusst.

Ist das Interesse an Nachhaltigkeit nun einfach nur ein Trend oder eine langfristige Veränderung? Ein Trend ist eine neue Meinung beziehungsweise Ansicht, die in der Vergangenheit nicht präsent war oder nur durch Wenige vertreten wurde. Stößt ein Trend auf das Interesse von vielen Menschen, löst dies eine gesellschaftliche Bewegung aus. Eine Veränderung ist in der Regel mit einem Ziel verbunden, das erreicht werden soll. Demnach lässt sich Nachhaltigkeit der Veränderung zuordnen, da es das Ziel ist, der Umwelt nicht mehr zu entnehmen, als verfügbar ist. Zusätzlich beschäftigt sich Nachhaltigkeit durch die Nutzung natürlicher Ressourcen auch damit, die Umwelt nicht oder nicht mehr als überhaupt nötig zu belasten. Doch wie lässt sich dies tatsächlich umsetzen?

Vor allem sollte man berücksichtigen, dass kein Mensch perfekt ist, aber jeder die Möglichkeit hat, bei sich selbst zu beginnen. Ob man ab sofort recyclingfähige Verpackungen kauft oder zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt spielt letzten Endes keine Rolle. Das Wichtigste ist, dass man sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt und einen Schritt in die Richtung geht, die man für sich gewählt und als richtig befunden hat. Vorwürfe hingegen helfen nicht, sie verleiten nur zu Diskussionen und Streitereien, die nicht nur kraftraubend sind, sondern auch unnötig. Schließlich kann man niemanden dazu zwingen – in diesem Punkt lebt es sich mit dem Motto „Leben und leben lassen“ am Besten.

Um zurück zur eigentlichen Frage zu kommen, wie sich Nachhaltigkeit tatsächlich umsetzen lässt, hier einige Anregungen:

• Energiesparlampen benutzen

• Beim Kauf von Waschmitteln darauf achten, dass keine Weichmacher enthalten sind – die übrigens auch die Kleidung strapazieren

• Statt zur Post mit dem Auto zu fahren, laufen oder das Fahrrad benutzen

• Weniger Fleisch essen: „Eine Senkung der Fleischproduktion würde den Klimawandel bremsen und gleichzeitig Hunderttausende Todesfälle durch Herzerkrankungen verhindern.“ Sueddeutsche.de

• Vorausschauende Fahrweise im Auto: Spart Sprit und schont die Umwelt, zum Beispiel wenn von weitem eine rote Ampel in Sicht ist, Fuß vom Gas nehmen und den Schwung ausnutzen

• Elektronische Geräte komplett abschalten, Stecker ziehen oder Schalter an Mehrfachsteckern umlegen. Auch im Standby-Modus wird Strom verbraucht.

• Regionale Lebensmittel einkaufen, Transporte stoßen viel CO2 aus.

• Stofftaschen statt Plastiktüten kaufen, diese sind stabiler und wesentlich umweltfreundlicher.

• Wäsche mit niedriger Temperatur waschen, für die meisten Waschmittel reichen 30 bzw. 40 Grad aus um die Wäsche zu reinigen. AEG führt übrigens seit neuestem Öko-Waschmaschinen.

• Fenster abdichten lassen, sodass weniger geheizt werden muss.

• Unter Tags lieber ein- bis zweimal mit offenen Fenstern für zwei Minuten lüften, anstatt Fenster ständig gekippt zu lassen.

• Innerorts im vierten oder fünften Gang fahren. Fahren mit hoher Drehzahl erhöht den Treibstoffverbrauch.

Mein letzter Punkt ist gegenseitiger Respekt. Gegenseitiger Respekt ist insofern nachhaltig, da so zwischenmenschlicher Stress reduziert werden kann, was einerseits das Leben angenehmer macht und uns andererseits so mehr Energie über bleibt, um Rücksicht auf unsere Umwelt zu nehmen. Und dies auch gegenüber Menschen, die sich nicht so sehr mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen, schließlich ist das Leben kein Wettbewerb und niemand sollte zu etwas gezwungen werden, das er nicht möchte. Jeder Mensch findet seinen eigenen Weg, ob mit oder ohne Fleisch oder Ökostrom. Jeder kann, aber niemand muss!

2 Kommentare zu Nachhaltigkeit: Trend oder Veränderung?

Gebrauchtes in Österreich weitergeben

In unserer Überflussgesellschaft ist es durchaus möglich, dass sich einige Dinge in Wohnung und Keller ansammeln, die schon seit Monaten wenn nicht sogar Jahren nicht mehr in Verwendung sind. Diese Ansammlung…

In unserer Überflussgesellschaft ist es durchaus möglich, dass sich einige Dinge in Wohnung und Keller ansammeln, die schon seit Monaten wenn nicht sogar Jahren nicht mehr in Verwendung sind. Diese Ansammlung von „zuviel“ bemerkt man, wenn man mal wieder die hintersten Ecken der Wohnung entstaubt, Platz für einen neuen Mitbewohner macht, umzieht, Platz für Neues braucht oder man schlicht und einfach auf sehr engem Raum wohnt. Nachdem das Aussortieren geschafft ist hat sich meist ein großer Berg an – zumindest im Auge des Betrachters – unnützen Sachen mitten im Wohnzimmer gebildet. Die bequemste, aber ökologisch furchtbarste Lösung wäre nun, einfach alles im Hausmüll zu entsorgen. Es kann aber sehr viel Spaß machen und ökologisch sinnvoll sein noch Intaktes weiterzugeben. Vielleicht lässt sich ja mit dem einen oder anderen Ding sogar noch etwas Geld verdienen.

willhaben.at

Eine Möglichkeit, nutzlos gewordenes Hab und Gut gebührenfrei in den Weiten des World Wide Web feilzubieten, gibt es in Österreich auf willhaben.at. Im Bereich Marktplatz könnt ihr alles gratis inserieren. Lediglich das Anbieten von Autos und Immobilien ist kostenpflichtig. Es ist durchaus ratsam auf den Preis, den ihr für eure Ware haben wollt, ein paar Euro aufzuschlagen, so könnt ihr den feilschfreudigen Usern beim Preis entgegenkommen. Die Übergabe kann dann persönlich erfolgen oder per Post. Hier ist zu empfehlen, sich den Kaufpreis vor Übergabe überweisen zu lassen oder mit dem Käufer eine Versendung per Nachnahme zu vereinbaren. In dem Fall muss der Käufer bei Abholung von der Post den vereinbarten Betrag am Postschalter begleichen, der dann von der Post auf das vom Verkäufer genannte Konto überwiesen wird.

Flohmärkte

Hättet ihr lieber alles in einem Schwung an den Mann/die Frau gebracht, könnte ein Flohmarkt die Lösung sein. Flohmarktstände gibt es zu unterschiedlichen Preisen zu mieten. Überlegt vorher genau, ob ihr mit euren Sachen zumindest die Kosten für den Stand wieder einnehmen könntet. Googelt einfach nach einem Flohmarkt in eurer Nähe und meldet euch dafür an. Vielleicht entdeckt ihr ja so euer Talent zum Verkaufen und Handeln.

Tauschpartys

Ihr glaubt ihr seid die Einzigen mit zu vielen Sachen? Weit gefehlt, euren Freunden geht es bestimmt genauso. Warum also nicht alle zu einer Tauschparty einladen? Jede/r nimmt Dinge mit, die er/sie nicht mehr braucht und schon kann munter drauflos getauscht werden. Das Stück das euch am meisten nervt kann für einen eurer Freunde das neue Lieblingsteil werden. Übrig gebliebene Kleidung kann in einer Kleidersammelbox entsorgt, alles andere von Wohltätigkeitsorganisationen abgeholt werden. Vielleicht gibt es eine Pfarre oder ein Tierschutzhaus in eurer Nähe, das regelmäßig Flohmärkte veranstaltet und dafür noch zu Verkaufendes braucht.

Tauschkisten

Eine weitere sehr schöne Idee ist es eure alten Sachen als Geschenke auf die Reise zu schicken. Dazu gebt ihr zum Beispiel zehn Gegenstände in eine Box, diese gebt ihr an einen Freund weiter der sich dann so viele Gegenstände wie er will aus der Box heraus nehmen darf, ebenso viele muss er aber auch wieder in die Tauschkiste geben und sie weiter auf die Reise schicken. Vielleicht landet sie ja irgendwann wieder mit neuen brauchbaren Überraschungen bei euch. Solltet ihr wirklich vieles loswerden wollen, könnt ihr sogar Thementauschkisten ins Leben rufen. Zum Beispiel eine Dekotauschkiste, eine Küchentauschkiste oder eine DVD-Tauschkiste. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Freecycle

Freecycle ist eine international agierende Verschenkeplattform, die in viele kleine regionale Untergruppen unterteilt ist. Googelt einfach nach „Freecycle“ und eurem Wohnort und findet die passende Gruppe aus eurer Region. Es reicht eine kurze Beschreibung der Dinge die ihr verschenken wollt, die ihr dann an die Gruppe eurer Region sendet. Schon können sich Leute per Mail, oder wenn ihr wollt auch per Handy melden, um einen Abholtermin zu vereinbaren.

Share and Care

Wer die Einfachheit und Bekanntheit von facebook nutzen will um seine Sachen zu verschenken, kann dies auf einer der Share and Care Seiten seiner Region tun. Einfach ein Foto uploaden, wenn notwendig noch eine kurze Beschreibung dazu und schon können sich Interessierte bei euch melden.

Mistplatz

Wenn ihr eure Sachen sofort und auf der Stelle loswerden wollt, fahrt einfach zu einem Mistplatz in eurer Nähe. Dort gibt es eine Station, bei der noch brauchbare Gegenstände gesammelt werden. Fragt einfach bei einem Mitarbeiter wo noch Intaktes deponiert werden kann. Spielsachen und Kinderwaren werden karitativen Zwecken zugeführt, der Rest wird am 48er Basar verkauft und so der Lebenszyklus der Waren verlängert und bis zu 800 Tonnen Abfall pro Jahr vermieden: Weitere Infos

KOSTnixLADEN

Falls ihr sicher gehen wollt, dass eure Sachen verschenkt werden, ihr sie aber trotzdem auf einmal an den Mann/die Frau bringen wollt, gibt es ja vielleicht in eurer Nähe einen Laden, der alle Waren verschenkt. In Wien gibt es zum Beispiel im zwölften Bezirk in der Ratschkygasse 14 so einen Kostnixladen. Ihr könnt während der Öffnungszeiten und ohne Voranmeldung eure Sachen vorbeibringen. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Dinge noch intakt sind. Falls euch im Laden etwas gefällt könnt ihr pro Tag bis zu drei Dinge mit nach Hause nehmen und das natürlich gratis: kostnixladen.at

usetwice.at

Vielleicht stolpert ihr beim Aufräumen ja auch über Dinge, die ihr nur ganz selten braucht, wie zum Beispiel einen Schlagbohrer, Ski oder einen Dampfreiniger. Das sind Dinge, die ihr vielleicht nur wenige Stunden im Jahr nutzt, deshalb könntet ihr sie auf usetwice.at vermieten. So erspart sich jemand anderer einen dieser Sachen extra zu kaufen: usetwice.at

foodsharing

Solltet ihr beim Ausmisten eurer Küche auf Nahrungsmittel stoßen, die ihr geschenkt bekommen habt aber nie wolltet oder einfach versehentlich zu viel eingekauft wurden, könnt ihr sie auf foodsharing anbieten. Die Nahrungsmittel dürfen das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht überschritten haben, das Essen darf nicht zubereitet sein, Fleisch, Fisch, Geflügel und rohe Eierspeisen sind ebenfalls vom Verschenken ausgenommen. Natürlich könnt ihr auch in Essenskörben stöbern und bei Interesse an einem FoodsharingHotSpot oder einem individuell vereinbarten Treffpunkt abholen: foodsharing.de

Das sind nur einige der Möglichkeiten Gebrauchtes sinnvoll zu verwerten. Vielleicht habt ihr ja schon einige der beschriebenen Wege ausprobiert, um Sachen einem neuem Verwendungszweck zuzuführen? Habt ihr noch weitere Tipps, wie man nicht mehr Benötigtes weitergeben kann?

78 Kommentare zu Gebrauchtes in Österreich weitergeben

Was möchtest du finden?