Eco. Life. Style.

Autor: Eli

Einfacher Veganer Krautstrudel

Der Weißkohl (in Österreich Kraut genannt) ist ein Wintergemüse mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Magnesium, Kalium und Kalzium. In meiner Kindheit habe ich gerne Krautfleckerl gegessen und koche…

Der Weißkohl (in Österreich Kraut genannt) ist ein Wintergemüse mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Magnesium, Kalium und Kalzium. In meiner Kindheit habe ich gerne Krautfleckerl gegessen und koche dieses Gericht, da es einfach vegetarisch oder vegan (mit Teigwaren ohne Ei) zubereitet wird, auch in den letzten Jahren gerne in der kälteren Jahreszeit. Da zeigt sich, dass die österreichische Hausmannskost nicht immer deftig und mit Fleisch sein muss. Heute will ich euch ein Rezept für einen schnellen veganen Krautstrudel verraten, den ich letztes Wochenende gekocht habe, da ich noch einen halben Weißkohl im Kühlschrank hatte – jedoch keine passenden Teigwaren mehr in meinem Schrank fand, denn Spaghetti passen meiner Meinung nach weniger statt der Fleckerl.

Das Grundrezept ist aber ähnlich, wenn ihr gerade keinen Strudelteig habt, dann kocht einfach Pasta (Fleckerl, Spiralen oder dergleichen) dazu und vermengt das – gut durchgezogen sind die „Krautfleckerl“ fertig.

Zutaten:

1 Blätterteig (viele, die ihr im Supermarkt kaufen könnt sind vegan)
1/2 kleiner Kopf Weißkohl oder Jaroma-Kohl (dieser flache Kohl ist geschmacklich etwas milder)
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
Etwas Öl
Bei Bedarf einen Schuss Essig
Salz, Pfeffer
Paprikapulver oder nach Belieben Chiliflocken, Kümmel

Zubereitung:

Eigentlich ist das Aufwendigste das Zerkleinern des Weißkohls – ihr könnt ihn entweder mit einer Reibe in feine Stücke hobeln oder, wie ich das immer mache, mit einem Messer in dünne Streifen schneiden. Den Strunkansatz sowie härtere Blattrillen gebt ihr am besten weg. Die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und den Knoblauch entweder fein schneiden oder pressen. Jetzt beginnt das Anrösten: Das Öl in einer Pfanne (ich verwende meinen Wokn weil der groß ist und ich bequem umrühren kann, ohne alles über den halben Herd zu verteilen) erhitzen und zuerst die Zwiebelstückchen kurz anrösten, dann die Weißkohlstreifen und den Knoblauch dazu mischen und gut umrühren. Hier muss man gut aufpassen, dass nichts anbrennt, für einen würzigeren Geschmack könnt ihr einen Schuss Essig dazugeben. Sollte euer Gemüse drohen zu braun zu werden, ohne dabei schon weich genug zu sein, dann einfach etwas Wasser (oder Gemüsebrühe) dazu, sodass der Weißkohl etwas dünsten kann. Die Gewürze, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und Kümmel (das ist Geschmacksache und könnt ihr auch weglassen), dazugeben. Da ich es gerne scharf mag, würze ich auch mit Chiliflocken. Sobald der Weißkohl weicher, aber nicht zerkocht ist, lasst ihr ihn kurz überkühlen. Dann kann schon der Blätterteig gefüllt werden und kommt nur mehr für 20 bis 25 Minuten bei 180 Grad Celsius in den Ofen, bis der Strudelteig sich leicht färbt.

Gut dazu passt ein grüner Salat. Einen guten Appetit!

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Veganes Kürbisrisotto

Als erstes meiner veganen Rezepte habe ich euch ein Fenchelrisotto präsentiert. Heute werde ich euch ein weiteres Risottorezept verraten, das richtig gut zur herbstlichen Jahreszeit passt. Kürbis wird beim Kochen so…

Als erstes meiner veganen Rezepte habe ich euch ein Fenchelrisotto präsentiert. Heute werde ich euch ein weiteres Risottorezept verraten, das richtig gut zur herbstlichen Jahreszeit passt. Kürbis wird beim Kochen so schön cremig-weich und passt daher hervorragend in dieses Reisgericht. Das Rezept ist sehr einfach zuzubereiten und schmeckt sehr lecker. Selbst wenn ihr Kürbis nicht so mögt, ist es einen Versuch wert, da ich finde, dass dieser geschmacklich nicht so stark hervorsticht, sondern dem Risotto eine cremige Note verleiht.

Zutaten:

500 g Kürbis (zum Beispiel Hokkaido)
3 Karotten
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Etwas Olivenöl
250 g Risottoreis (zum Beispiel Arborioreis)
700 ml Gemüsebrühe
150 ml Weißwein (alternativ einfach mehr Gemüsebrühe und etwas Zitronensaft)
Bei Bedarf 150 ml Sojasahne / Sojamilch
Salz, Pfeffer
Etwas Chilipulver, scharfes Currypulver
Würzhefeflocken

Zubereitung:

Wenn ihr den Kürbis gut wascht, müsst ihr manche Sorten wie zum Beispiel Hokkaido oder Butternuss nicht schälen. Den Kürbis und die Karotten in kleine Würfel schneiden, dazu braucht ihr ein möglichst scharfes Messer, da roher Kürbis doch recht hart ist. Die Zwiebel und den Knoblauch klein schnippeln. In einer Pfanne das Öl erhitzen und zuerst die Zwiebelstückchen anbraten bis sie glasig sind, dann die Kürbis- und Karottenwürfel sowie den Knoblauch und den Reis dazugeben und etwas anrösten. Jetzt müsst ihr gut umrühren, und bevor es anzubrennen droht sofort mit einem Teil der Gemüsebrühe und dem Weißwein ablöschen. Im Laufe der nächsten 15 Minuten rührt ihr hin und wieder um und gießt nach und nach mehr von der Gemüsebrühe dazu, so dass der Reis in der Flüssigkeit gut köchelt. Wenn ihr euer Risotto gerne sehr cremig mögt, gebt auch Sojasahne- oder milch dazu. Die Gewürze nicht vergessen und sobald der Reis weich ist, aber innen noch etwas kernig, ist das Risotto fertig. Ihr könnt es mit in Olivenöl angebratenen Kürbisspalten servieren oder mit Kürbiskernen und Kürbisöl verzieren (hatte ich leider nicht bei der Hand) und mit den Würzhefeflocken bestreuen. Ein Salat, zum Beispiel Ruccola, passt perfekt dazu.

Tipp: Wenn ihr einen großen Hokkaidokürbis habt, dann könnt ihr die Kürbiskerne anrösten. Einfach die Kerne herausgeben und über Nacht in Salzwasser einlegen, damit sich die daran hängenden Kürbisfasern leichter lösen. Dann in einer Pfanne mit Olivenöl, Salz und – wenn ihr mögt – Chili anrösten, bis die Kerne sich leicht bräunlich färben. Ein Traum zum Knabbern – ich esse die gerösteten Kerne wie sie sind mit der knackigen Schale!

Einen guten Appetit!

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Veganer Fisolen-Eintopf (Grüne Bohnen)

Fisolen – oder wie in Deutschland genannt grüne Bohnen – sind ein Gemüse, das ich sehr gerne esse. Im Sommer meistens als Fisolensalat oder sonst oft nur gekocht als Beilage,…

Fisolen – oder wie in Deutschland genannt grüne Bohnen – sind ein Gemüse, das ich sehr gerne esse. Im Sommer meistens als Fisolensalat oder sonst oft nur gekocht als Beilage, zum Beispiel zu Veggie Bratlingen. Letzte Woche wollte ich einmal etwas anderes mit den frischen Fisolen ,die ich eingekauft hatte, zubereiten. Aufgrund des verregneten Tages hatte ich abends am meisten Appetit auf eine Suppe beziehungsweise einen Eintopf. Meine Kreation hat dann sehr gut geschmeckt, die Fisolen harmonieren perfekt mit den Kartoffeln und den Tomaten, und zwei Lorbeerblätter und etwas Majoran bringen die richtige Würzung. Jetzt aber zum Rezept – die Menge reicht in etwa für vier Portionen. Der Eintopf eignet sich auch gut zum Aufheben für den nächsten Tag, dann sind die Gewürze noch besser eingezogen.

Zutaten (die Mengenangaben sind nur so ungefähr, nach Lust und Laune könnt ihr mehr oder weniger Gemüse verwenden):

600g Fisolen (frisch oder tiefgefrorene)
400g Kartoffeln
300g Karotten
1 Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
Etwas Olivenöl
400ml gewürfelte Tomaten aus der Dose, alternativ Tomatenmark
500ml Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
1 TL Majoran (oder auch je nach Vorliebe Oregano, Thymian, Basilikum)
1 getrocknete Chili (wenn ihr es wie ich scharf mögt, sonst lasst diese weg)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Das Gemüse schnippeln: Die Zwiebel und den Knoblauch in kleine Stückchen, die Kartoffeln und Karotten in kleine Würfelchen und die Fisolen putzen und in etwa ein Zentimeter lange Stücke schneiden. Das Anbraten: In etwas Olivenöl zuerst die Zwiebel glasig braten, dann die restlichen Gemüsewürfel und den Knoblauch dazu geben und noch etwas weiterbraten und dabei oft umrühren, sodass nichts anbrennt. Dann mit den Tomatenwürfeln und der Gemüsebrühe aufgießen, die Gewürze dazu geben und auf niedriger Hitze köcheln lassen bis die Fisolen und das restliche Gemüse weich sind – es hat alles in etwa die gleiche Kochzeit. Tipp: Wenn ihr es gerne deftig habt, dann gebt noch kurz in der Pfanne angebratene Räuchertofu-Würfel dazu.

Der Gemüseeintopf schmeckt einfach so als Hauptspeise sehr lecker, am besten mit einer Scheibe selbstgebackenem Brot – hier der Link zu einem schnellen, einfachen Rezept für Weizenvollkornbrot.

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Veganer Kürbis-Cashew-Kuchen

Herbst ist auch Kürbiszeit und ich finde es toll, dass sich dieses Fruchtgemüse sowohl für herzhafte, als auch für süße Speisen eignet. Mein Freund Cj hat mir vorgeschwärmt, wie lecker…

Herbst ist auch Kürbiszeit und ich finde es toll, dass sich dieses Fruchtgemüse sowohl für herzhafte, als auch für süße Speisen eignet. Mein Freund Cj hat mir vorgeschwärmt, wie lecker Kürbiskuchen in Amerika schmecken, ein Klassiker zu Halloween – also wollte ich auch einen backen, selbstverständlich vegan. Die Rezeptsuche im Internet nach typisch amerikanischen Rezepten gestaltete sich allerdings etwas schwieriger, da in diesen eigentlich immer steht wie einfach und schnell es geht und sich dann bei den Zutaten Fertigteig, Kürbispüree aus der Dose und Gewürzmix für Kürbiskuchen finden. Insofern habe ich einfach verschiedene Rezepte kombiniert, veganisiert und herumexperimentiert und das Ergebnis war ein sehr leckerer, saftiger Kürbiskuchen – die pürierten Cashews harmonisieren hervorragend mit dem Kürbispüree und geben dem Kuchen einen angenehm nussigen Geschmack . Cj findet sogar, dass es sein Lieblingskuchen ist, insofern gut, dass es noch länger Kürbisse zu kaufen gibt!

Kürbiskuchen_fertig

Zutaten:

Für den (Mürb)teig:

260g Mehl (ich mische meistens normales und Vollkornmehl)
80g pflanzliche Margarine
100g Rohrzucker
50ml Sojamilch
½ TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Füllung :

1 Tasse Cashews
500g Kürbis
100g Rohrzucker
4 EL Maisstärke (Maizena)
Nach Bedarf etwas Sojamilch
1/2 TL Vanilleextrakt (oder 1/2 Vanilleschote)
2 TL Zimt
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Muskatnuss
1 Prise gemahlene Nelken
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:
Die Cashews: Die Nüsse werden über Nacht oder zumindest acht Stunden in Wasser eingeweicht. Am besten, ihr gebt etwas Salz dazu, dann werden sie schneller weich. Anschließend gießt ihr das Wasser ab und püriert sie mit einem Pürierstab oder sonstigem Mixer. Falls es schwer geht, einfach etwas Flüssigkeit, zum Beispiel Sojamilch, dazugeben.

Der Teig: Einfach alle Teigzutaten in einer Schüssel vermischen, falls er zu trocken ist einfach etwas Sojamilch dazu, falls er zu patzig wird, etwas mehr Mehl. Dann könnt ihr den Teig in den Kühlschrank stellen, damit er etwas fester wird.

Kürbiskuchen_teig

Die Füllung: Dazu einen Kürbis (zum Beispiel Hokkaido oder Butternuss) in Stücke schneiden und in einem Topf mit etwas Wasser weich kochen, bis er sich gut mit dem Pürierstab pürieren lässt. Insgesamt solltet ihr dann etwa 600 bis 700g Kürbispüree haben. Dazu gebt ihr das Cashewpüree, den Zucker und die Gewürze und püriert alles nochmals gut durch. Wenn die Masse schon sehr fest ist, etwas Sojamilch dazu, ansonsten die in etwas Flüssigkeit angerührte Maisstärke darunter mischen.

Kürbiskuchen_Füllung

Die Vollendung: Eine Backform mit etwas Öl ausstreichen, dann könnt ihr den Teig ausrollen, oder direkt mit den Fingern am Blech andrücken – so mache ich es meistens. Dabei den Teig am Rand in etwa gleichmäßig hoch formen. Ich bin da auch nie so genau, sieht dann selbstgemacht aus. Den Teig könnt ihr für fünf bis zehn Minuten zum Vorbacken in den Ofen geben – ich mache das nicht, da mein Herd auf Umluft eine sehr starke Unterhitze entwickelt und der Kuchen sonst unten anbrennen würde. Als nächstes gießt ihr die Füllung auf den Teigboden und gebt den Kuchen für etwa 45 Minuten bei 180°C in den Backofen. Wenn euer Ofen oben stark heizt, könnte es sein, dass ihr den Kuchen zum Schluss zudecken müsst. Sobald der Kuchen aus dem Ofen ist, unbedingt auskühlen lassen – nicht anschneiden und am besten auch erst später aus der Form lösen. Die Füllung muss erst komplett fest werden. Bei mir ist die Kürbis-Cashew-Creme nicht komplett fest geworden, sondern schön cremig geblieben, man konnte ihn aber trotzdem gut schneiden – das fand ich sehr lecker. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist die Füllung dann ganz fest geworden und schmeckte mindestens genauso gut. Einen weiteren Tag hat mein Kuchen nicht erlebt und jetzt habe ich während des Schreibens schon wieder einen wahnsinnigen Appetit auf Kürbiskuchen bekommen.

Lasst ihn euch schmecken!

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Veganes Kürbis-Brokkoli-Curry mit Tofu

Heute hatte ich nach der Arbeit – sicher auch weil mir tagsüber dank der Frischluft-Fanatiker in unserem Büro recht kühl war – wieder mal Appetit auf etwas Scharfes. Auf dem…

Heute hatte ich nach der Arbeit – sicher auch weil mir tagsüber dank der Frischluft-Fanatiker in unserem Büro recht kühl war – wieder mal Appetit auf etwas Scharfes. Auf dem Heimweg habe ich einen Brokkoli gekauft, welches Gericht aber konkret daraus werden sollte, wusste ich noch nicht. Zu Hause hat dann ein Blick auf den Butternuss-Kürbis gezeigt, dass dieser nicht länger als Ziergegenstand auf dem Schrank steht wird, sondern ein Teil davon in die Pfanne wandert. Irgendwie bin ich dann auf die Idee gekommen ein Thai-Curry mit Kürbisstückchen und Brokkoli zu kochen. Das Ergebnis war so lecker, dass sogar mein Freund CJ als er später abends heimkam und eigentlich gar nicht hungrig war, noch eine große Portion gegessen hat. Ich finde, dass gerade die Schärfe des grünen Thai Currys mit der Kokosmilch einen guten Kontrast zu dem doch eher süßlich-weichem Kürbisfleisch bietet. Als Beilage hatte ich Wildreis, finde aber dass Thai Duftreis oder wenn ihr andere Beilagen ausprobieren wollt, Quinoa oder auch Hirse, gut passen würden. Jetzt aber zum Rezept für Curry:

Zutaten:

200g Tofu
Etwas Erdnussöl (alternativ Pflanzenöl)
1 Zwiebel (oder Frühlingszwiebel, hatte ich leider nicht)
500g Kürbis (z.B. Butternuss)
500g Brokkoli
1 Dose Kokosmilch (z.B. von Alnatura)
Grüne Curry-Paste (Achtung, hier sind viele mit Fischsauce, im Asia-Laden habe ich auch ein paar vegane Alternativen gefunden – ich kaufe immer Gläser mit Paste, da ich öfters Currys koche)

Zubereitung:

Den Tofu aus der Packung nehmen, abtropfen lassen, in dreieckige Stücke schneiden und auf beiden Seiten in Erdnussöl anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen. Jetzt geht es daran, das Gemüse zu schnippeln: Die Zwiebel in kleine Stückchen schneiden. Den Kürbis gut waschen und falls ihr Butternuss-Kürbis verwendet, braucht ihr diesen auch nicht zu schälen, sondern könnt gleich daran gehen, ihn in Würfel zu schneiden. Falls ihr einen ganzen Brokkoli habt, den Strunk in feine Stücke zerkleinern und die Röschen teilen. Das Anbraten: Etwas Erdnussöl in den Wok, dann geht es los. Zuerst röstet ihr die Zwiebel bis die Stücke glasig werden, dann gebt ihr zuerst den Brokkoli dazu, danach die Kürbiswürfel und zum Schluss könnt ihr die Curry-Paste kurz mit anrösten. Mit der Kokosmilch ablöschen und je nachdem, wie weich ihr das Gemüse haben wollt, noch ein paar Minuten dünsten lassen. Zum Schluss die angebratenen Tofustücke dazugeben.

Einen guten Appetit!

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Vegane Rosinenbrötchen

Letztes Wochenende hat mich Sonntag Früh wieder einmal die Lust auf etwas frisches Süßes aus dem Ofen gepackt. Ausnahmsweise wollte ich mal keine Muffins backen, sondern mich an Rosinenbrötchen wagen,…

Letztes Wochenende hat mich Sonntag Früh wieder einmal die Lust auf etwas frisches Süßes aus dem Ofen gepackt. Ausnahmsweise wollte ich mal keine Muffins backen, sondern mich an Rosinenbrötchen wagen, die gleich zu unserem späten Frühstück verkostet werden sollten. Das Ergebnis hat wahnsinnig gut geschmeckt – vor allem noch leicht warm, frisch aus dem Ofen, waren die Brötchen mit einem Glas meiner selbstgemachten Zwetschgen-Rum-Marmelade ein Traum. Nachmittags hatten Cj und ich zum Kaffee noch die restlichen Kleinen und wie sie am nächsten Tag geschmeckt hätten, kann ich euch nicht berichten – aber frisch sind sie sicher am besten!

Zutaten:

450g Weizenmehl (ich habe etwa die Hälfte davon als Vollkornmehl genommen)
1 TL gestr. Salz
1/4 Liter Sojamilch
1 Würfel Hefe
Vanillezucker
50g Zucker
50g Margarine oder vegane Butter (z.B. Alsan)
50g Rosinen
Nach Lust und Laune: 50g Walnüsse in Stücke gehackt

Zubereitung:
Ihr erwärmt einen kleinen Teil der Sojamilch bis sie lauwarm ist, dann zerkrümelt ihr die Hefe darin und gebt noch etwas Zucker dazu. Zuerst kommt das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel, dann gießt ihr das Hefegemisch dazu und verrührt alles zu einem dünnen Teig. Diesen sollt ihr zugedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen. Anschließend kommen die restlichen Zutaten zum Teig und ihr verknetet alles nochmals gründlich. Nun sollte das Ganze nochmal eine Stunde an einem warmen Ort gehen. Wenn ihr, wie ich, etwas ungeduldig seid, könnt ihr die Zeit verkürzen – meine Brötchen sind im Backrohr trotzdem schön aufgegangen. Aus dem Teig formt ihr kleine runde Teiglinge (bei mir sind acht daraus geworden), die ihr auf ein Backblech legt und mit einem Messer einritzen könnt. Die Brötchen könnt ihr noch mit Sojamilch bestreichen und ab in den Ofen bei 175 Grad für etwa 15 bis 20 Minuten. Ich habe die Teiglinge in das kalte Ofenrohr gegeben und dem Teig die Vorwärmezeit zum Aufgehen gegeben, dann verlängert sich die Backzeit dementsprechend. Wenn die Brötchen oben leicht gebräunt sind und beim Klopfen hohl klingen sind sie durch.

Guten Appetit!

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Vegane Gnocchi-Pfanne mit Champignons

Gestern Abend wollte ich mal wieder am Herd herumexperimentieren und war nach der Arbeit schon sehr hungrig, sodass ich keine Lust hatte, etwas Zeitaufwendiges zu kochen. Da ich gerne Pilze…

Gestern Abend wollte ich mal wieder am Herd herumexperimentieren und war nach der Arbeit schon sehr hungrig, sodass ich keine Lust hatte, etwas Zeitaufwendiges zu kochen. Da ich gerne Pilze esse und welche zu Hause hatte, wusste ich, dass es ein Gericht mit Champignons werden sollte. So habe ich dann einfach die Zutaten, die ich zu Hause hatte, kombiniert und war vom Ergebnis so begeistert, dass ich die Rezeptidee mit euch teilen will. Sogar mein Freund CJ, der normalerweise Champignons aufgrund ihrer Konsistenz und ihres Geschmacks nicht mag, fand meine Gnocchi-Pfanne sehr lecker. Die Champignons werden nämlich geschmacklich von den fruchtigen Tomaten und dem fein-würzigen Basilikum überlagert.

Das Gericht ist sehr einfach und in weniger als dreißig Minuten zubereitet. Jetzt aber zum Rezept:

Zutaten:
500g Gnocchi (z.B. Bio-Gnocchi von Pasta Nuova)
400g Champignons (gerne auch mit anderen Pilzen mischen)
1 Zwiebel
1 grüne oder gelbe Paprika
3 EL Olivenöl
2 Zehen Knoblauch (gepresst oder fein gehackt)
4 Tomaten in Spalten geschnitten oder falls ihre mehrere kleine Cocktailtomaten nehmt, einfach halbieren
Salz
Pfeffer
Frische Basilikumblätter (oder alternativ getrocknete Gewürze wie z.B. Oregano, Basilikum, Rosmarin)
1 TL Speisestärke, mit etwas kaltem Wasser angerührt
Hefeflocken (z.B. von Naturata)

Zubereitung:

Zuerst könnt ihr die Champignons vorbereiten, indem ihr sie reinigt und in Scheiben schneidet. Die Paprika halbiert ihr, entfernt die Kerne und schneidet sie in Würfel. Als nächstes wird die Zwiebel in kleine Stückchen geschnitten, dann in einer Pfanne mit etwas Olivenöl angebraten bis sie glasig wird. Dann gebt ihr die Champignonscheiben, die Paprikawürfel und den Knoblauch dazu und rührt gut um bis die Champignons weich werden und Wasser lassen. Als nächstes könnt ihr die Tomatenspalten dazugeben – diese werden sehr schnell weich. Zum Schluss die Sauce mit der in Wasser angerührten Speisestärke andicken und die Gewürze dazugeben. Die Gnocchi könnt ihr entweder zwischendurch kochen, oder falls ihr die von Pasta Nuova habt, reicht es, diese mit in die Pfanne zu geben.

Die fertige Gnocchi-Pfanne mit Hefeflocken bestreuen und mit frischen Basilikumblättern dekorieren. Ein grüner Salat passt gut dazu.

Einen guten Appetit!

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Eine (fast) vegane Reise durch Nord-Kalifornien, Teil 5

Weiter geht es zum Yosemite Nationalpark. Wir hatten Glück, der Tioga-Pass war schon von Schnee geräumt und offen und so konnten wir quer durch den Park fahren, mit tollen Ausblicken….

Weiter geht es zum Yosemite Nationalpark. Wir hatten Glück, der Tioga-Pass war schon von Schnee geräumt und offen und so konnten wir quer durch den Park fahren, mit tollen Ausblicken. Wir wollten aber nicht nur im Auto sitzen, sondern auch in der Natur wandern. Ich hatte mir aus dem Nationalpark-Reiseführer eine Wanderung zu den Cathedral Lakes herausgesucht. In den Seen sollte sich der Cathedral Peak spiegeln und die Wanderung hörte sich insgesamt sehr nett an. Etwas erschwert wurde das ganze dadurch, dass der Startpunkt schon auf über 2.000 Meter Höhe lag und wir uns daher auf Weg- beziehungsweise Spurensuche durch den Schnee machen mussten. Zwischendurch boten sich immer wieder schöne Blicke auf den Cathedral Peak, mit dem Spiegelbild wurde es jedoch nichts, die Seen waren zugefroren.

48 yosemite cathedral

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Am nächsten Tag ging es zum klassischen Yosemite Sightseeing ins Yosemite Valley mit Blick auf den Half Dome und etliche Wasserfälle. Da im Frühling aufgrund der Schneeschmelze mehr Wasser vorhanden ist, wollten wir die schönsten Wasserfälle auch von der Nähe betrachten und sind zum Vernal Fall und von dort weiter zum Nevad Fall gewandert. Die Strecke an und für sich ist nicht so schlimm, stellenweise geht es steil bergauf auf Treppen, fast wie bei so manchen Bergläufen. Beim Vernal Fall führen die Stufen am Weg etwas durch den Wasserschleier, der durch den Wasserfall entsteht, und ein schöner Regenbogen war zu sehen. Rast machten wir an einem Wasserbecken oberhalb des Wasserfalls. Das hätte schon sehr zum Schwimmen eingeladen, allerdings nahmen wir die Schilder mit der Warnung ernst, dass hier schon Leute von der Strömung mitgerissen worden sind, den Wasserfall hinunter. Der weitere Weg zum Nevada fall waren nochmals 400 Meter hinauf, zahlte sich aber aus, da es oben vom Plateau eine tolle Aussicht die steilen Wände hinunter auf die Täler gab.

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52 yosemite river

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Kurz nachdem sich CJ beklagt hatte, dass wir abgesehen von Eichhörnchen (ein paar Fotos von der kleineren Tierwelt des Nationalparks seht ihr später) und sonstigen Nagetieren keine größeren Tiere und vor allem noch keine Bären gesehen hatten, wurden wir auf dem Weg zu den Mirror Lakes belohnt. Einige Touristen standen bereits mit gezückten Kameras am Rande des Weges und ihren Blicken folgend konnten wir eine Bärin mit ihren beiden Jungen beobachten. Die drei machten sich auf den Weg über eine Weide und waren gut zu sehen, leider sind die Fotos etwas verschwommen geworden. Abends wanderten wir zum Sonnenuntergang auf den Sentinel Dome, auf dem Hinweg konnten wir vom Auto aus wieder eine Bärin mit zwei Jungtieren sehen – das dürfte die klassische Bärenfamilie sein. Die Wanderung auf den Sentinel Dome war recht kurz, und das Panorama über die Berge und Täler der Sierra Nevada, ins Abendlicht getaucht unbeschreiblich schön.

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Am nächsten Tag fuhren wir in den King’s Canyon Nationalpark. Dieser Tag war besonders heiß, anscheinend ist das aber normal für die Gegend und Jahreszeit – in Fresno hatte es schon früh morgens gegen sieben Uhr 38 Grad Celsius. Wir sind an endlosen Obstplantagen vorbeigefahren, und wie ihr euch vorstellen könnt, war alles künstlich bewässert. An einer nicht mehr genützten Plantage konnten wir sehen, dass selbst die Marillenbäume (Aprikosenbäume für die deutschen LeserInnen) bei dieser Hitze ohne zusätzliches Wasser komplett verdorren und es wüstenähnlich aussieht, wenn nicht gerade alles voller Wasserschläuche ist. Im King’s Canyon selbst, der etwas höher gelegen ist, waren es immerhin nur etwa 30 Grad Celsius. Von den Wanderungen am Vortag hatten wir noch etwas schwere Beine und die ungewohnte Hitze machte uns auch zu schaffen, und so beschränkten wir unsere Aktivitäten. Bei den größten Redwood Bäume sind wir herumspaziert, da waren ein paar echte Riesen darunter, die selbst die Bäume entlang der Avenue of the Giants in einen gewaltigen Schatten stellten. Bei einem Spaziergang um Zumwalt Meadows, einer Weide, die malerisch an einem Fluss gelegen ist, konnten wir noch Eidechsen mit einem blauen Bauch bei Liegestützen beobachten – laut Internet handelt es sich hierbei um männliche Echsenexemplare, die auf diese Weise ihr Paarungsbereitschaft zeigen wollen. Danach gönnten wir uns ein kühles Bier an einem Wasserfall und vertrieben uns den Nachtmittag, indem wir die Natur beobachteten und entspannten, so gut das bei den Außentemperaturen ging.

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Hier nun ein paar Fotos vom Wildlife in den Nationalparks – die Bärenfotos sind leider nicht so gut geworden – sowie ein grauer Fuchs, der an unserem Auto in der Dämmerung vorbeihuschte und etwas zu schnell war für unsere Kamera. Doch besonders die kleineren Tiere zu beobachten, fand ich faszinierend.

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Zum Abschluss waren wir wieder in San Francisco, diesmal in der Wohnung bei Freunden direkt im Zentrum, sodass wir nochmals ohne Auto durch die Stadt streifen konnten. Ich mag es, etwas mehr Zeit zu haben und ohne Ziel herumzuspazieren. In der Nähe unserer Freunde war ein Lokal der veganen Loving Hut-Kette, die es weltweit und sogar dreimal in San Francisco gibt. Die veganen Wantans und der Mapo-Tofu waren besonders lecker!

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71 SFO loving hut

72 SFO loving hut

Es war eine wunderbare Reise, und ich freue mich, dass ich meine Eindrücke mit euch teilen konnte! Jetzt bin ich auf eure Kommentare gespannt: Wart ihr schon einmal in Kalifornien auf Urlaub? Was hat euch am besten gefallen? Was wollt ihr unbedingt einmal sehen?

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Veganer Zwetschgenkuchen

Zur Zeit bin ich auf Kurzurlaub in meiner Heimat in Niederösterreich und das kühle, verregnete Wetter lud dazu ein, sich zu einer Tasse Kaffee etwas Süßes zu gönnen. Da passte…

Zur Zeit bin ich auf Kurzurlaub in meiner Heimat in Niederösterreich und das kühle, verregnete Wetter lud dazu ein, sich zu einer Tasse Kaffee etwas Süßes zu gönnen. Da passte es perfekt, dass meine Mutter gerade Zwetschgen aus dem Garten gepflückt hatte. Pur esse ich Zwetschgen nicht besonders gerne, aber ich liebe Zwetschgenkuchen, Zwetschgendatschi und dergleichen.

Ich hatte auch schon ein Rezept für veganen Zwetschgenkuchen in petto, das ich einmal ausprobieren wollte, und habe förmlich darauf gewartet, dass es endlich frische heimische Zwetschgen gibt. Beim Backen hat sich zwar gezeigt, dass man Rezepten nicht blind vertrauen darf, es dürfte sich ein Fehler bei der Flüssigkeitsmenge eingeschlichen haben und doppelt so viel davon angegeben worden sein, wie benötigt wird. Da ich aber sonst, wenn ich Muffins backe, die Flüssigkeit nie abmesse, sondern auf die Konsistenz des Teiges achte, habe ich den Fehler beim Umrühren bemerkt, sonst wären die Zwetschgen auf dem flüssigen Teig wohl davongeschwommen. Meine Mutter war beim Backen übrigens ganz überrascht, wie schnell und einfach das Rezept von den Zutaten her ist und wie lecker der fertige Kuchen schmeckt – er ist schön aufgegangen und war angenehm fluffig.

Zutaten für ein Backblech:

500g Mehl (Nur mit Dinkelvollkornmehl wurde der Kuchen etwas bröselig, ich empfehle euch daher halb Dinkelvollkorn- und halb Weizenvollkornmehl)
200g Zucker
2 Packungen Backpulver
250 ml Sonnenblumenöl
3 EL Essig (Apfelessig, vegan in der natürtrüben Variante)
Zwetschgen (ca. ein halbes Kilo)
Etwa 250 ml Sojamilch oder andere Pflanzenmilch
Staubzucker (Puderzucker für die deutschen LeserInnen)

Tipps für Veränderungen beim Grundrezept:
– Wenn ihr Vanille mögt, streut über die Zwetschgenhälften auf dem Kuchen etwas Vanillezucker.
– Falls Zimt eher euren Geschmack trifft, einfach etwas davon zum Teig dazugeben – ich finde dieses Gewürz passt perfekt zu Zwetschgen.
– Ihr könnt auch etwas Zitronensaft zum Teig geben, wenn ihr gerne einen leicht säuerlich frischen Geschmack wollt.

Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver) vermischt ihr in einer Schüssel. Dann gebt ihr die flüssigen Zutaten dazu und verrührt alles entweder nur mit einem Löffel oder auf kleiner Stufe kurz mit einem Mixer. Die Mischung auf das Backblech streichen, ihr könnt es vorher mit Backpapier auslegen, dann klebt der Kuchen nicht an. Die Zwetschgen halbiert ihr und belegt damit den Kuchen (die Zwetschgen zu waschen und zu halbieren nimmt etwas Zeit in Anspruch, ihr könnt das auch machen, bevor ihr den Kuchenteig zubereitet). Bei 180 Grad Celsius backt ihr den Kuchen 40 bis 50 Minuten lang. Wenn er ausgekühlt ist, könnt ihr ihn mit Staubzucker bestreuen. Manchmal bestreiche ich Blechkuchen auch mit etwas Marmelade (falls sie zu fest ist, einfach mit etwas Wasser flüssiger machen), damit er nicht so austrocknet. Bei diesem Kuchen lassen die Zwetschgen schon etwas Flüssigkeit und er ist damit saftig genug – und auch sehr schnell gegessen.

Guten Appetit!

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Veganes Grillen: Rezepte und Tipps

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft. Viele verbinden Grillen mit einem Berg von Fleisch und ein paar kühlen Bieren, aber zumindest…

Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint und der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft. Viele verbinden Grillen mit einem Berg von Fleisch und ein paar kühlen Bieren, aber zumindest ersteres muss nicht immer so sein! In diesem Artikel will ich euch Alternativen zeigen, die sich einfach für einen schönen Grillnachmittag anbieten, und sicher auch so manchen passionierten Fleisch-Esser genussvoll zugreifen lassen.

Pflanzliche Fleisch- und Wurstalternativen

Manchmal muss es schnell gehen, zum Beispiel wenn man spontan nach der Arbeit zum Grillen eingeladen wurde und keine Zeit mehr hat, um ein paar Sachen vorzubereiten. Es gibt in vielen (Bio-)Supermärkten veganes Grillgut wie zum Beispiel Würste, Grillsteaks oder Burger, meistens ist hier die pflanzlicher Basis Soja beziehungsweise Tofu oder Seitan. Diese Grillwaren sind meist schon fertig gewürzt und können direkt auf dem Grill landen und mit diversen Saucen und Dips verzehrt werden. Es gibt geschmacklich große Unterschiede zwischen den Anbietern. Manche Sachen finde ich persönlich etwas sehr stark gewürzt oder etwas trocken, also einfach durchprobieren was euch zusagt. Optionen sind zum Beispiel: Alnatura Bratwürstchen aus Seitan, Wheaty Bratwurst, Wheaty Grillschnecke, Viana Veggie Cevapcici und viele mehr.

Selbstgemachtes Grillgut

Wenn ihr mehr Zeit habt, bietet es sich an, selbst Grillgut vorzubereiten. Das hat einerseits den Vorteil, dass ihr alles nach eurem Geschmack marinieren und würzen könnt, es braucht allerdings etwas Zeit, um gut durchzuziehen. Mir macht es Spaß, herumzuexperimentieren und meine Marinaden einerseits deftig mit Knoblauch, Olivenöl, Pfeffer und dergleichen zu würzen und andererseits auch mal etwas Agavendicksaft und Chili dazuzugeben.

Tofu-Sticks: Einfach einen festeren Tofu-Block (weicher Tofu zerfällt zu leicht) in ungefähr zwei Zentimeter breite Streifen schneiden und nach Belieben mariniere – zum Beispiel indem ihr Öl mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Chili mischt und die Sticks zumindest eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lässt. Oder den Tofu in der Breite durchschneiden, sodass er kein dicker Block mehr ist und mit Gewürzen in Alufolie einpacken und das ganze Päckchen auf den Grill legen.

Gemüsespieße: Verschiedenes Gemüse, wie zum Beispiel Zucchini, Paprika, Zwiebel, Champignons oder Kürbis in Würfel schneiden, auf Holzspieße stecken und nach Belieben mit Öl und Gewürzen marinieren. Ein Tipp, den ich auf der VEBU-Seite gelesen habe war, die Holzspieße ein paar Stunden vorher in kaltes Wasser zu legen, dann werden sie nicht so schnell braun.

Gemüse in Scheiben: Hier bieten sich zu den oben genannten Gemüsen noch Melanzani (Auberginen für die deutschen LeserInnen) an, die in dünne Scheiben geschnitten werden, da diese für einen Spieß weniger geeignet sind, da sie etwas länger brauchen und mehr Fett benötigen. Auch Fenchel schmeckt lecker in Scheiben geschnitten und leicht mariniert am Grill. Falls euch etwas zerfallen sollte, einfach in eine Grillschale legen. Portobello Pilze eignen sich gut als Füllung für vegane Burger, sie schmecken mit etwas Knoblauch und Olivenöl mariniert lecker und sind nach dem Grillen noch angenehm saftig.

Tomaten, zum Beispiel als Basilikumtomaten: Fleischtomaten in nicht zu dünne Scheiben schneiden und mit Olivenöl, Essig, Knoblauch und gehacktem Basilikum marinieren und auf den Rost kurz grillen.

Kartoffel vom Grill: In Alufolie eingewickelt und je nach Geduld vorgekocht oder nicht, können auch direkt in die Glut gelegt werden.

Maiskolben: Die einfachste Variante – einfach auf den Grill legen und fertig.

Etwas Süßes zum Abschluss? Dann einfach eine Banane halbieren, wenn ihr wollt mit dunkler Schokolade belegen und auf einer Tasse auf den Grill – fertig ist sie, wenn die Schokolade schmilzt.

Saucen

Im (Bio-)Supermarkt gibt es eine Auswahl an Ketchup, Senf, fertigen Saucen und Dips, wenn ihr selbst etwas machen wollt, geht das aber auch sehr schnell.

Knoblauchsauce beziehungsweise Aioli: Seidentofu (zum Beispiel von Demeter) mit etwas Öl, Knoblauch, Salz und Pfeffer mit dem Zauberstab cremig pürieren. Eine etwas fettere Variante lässt sich aus halb Sojamilch und Öl zubereiten, wo ihr noch eine gekochte Kartoffel mitpürieren könnt.

Knoblauch- und Gewürzbutter: Pflanzliche Butter (Alsan) mit Gewürzen vermengen.

Weitere Saucen zum Beispiel aus pürierten Avocados oder Varianten aus Sojajoghurt (mit klein geraspelter Gurke als Tsatsiki) sind auch schnell zubereitet.

Salate

Ein paar Salate als Beilage, die Kohlenhydrate wie Pasta, Cous Cous oder Quinoa als Basis haben, sättigen gut und halten in der Hitze besser frisch als grüner Salat, der schnell verspeist werden sollte.

Nudelsalat: Pasta (Farfalle oder Fusili) kochen, mit Wasser abspülen, dass sie nicht klebt und abkühlen lassen. Zwiebel klein schneiden, und Gemüse dazugeben, zum Beispiel Paprika und Gurke in Würfeln, bissfest gekochte Brokkoliröschen, Oliven, Tomaten und mit gerösteten Pinienkernen mit der Pasta vermengen. Marinieren kann man mit Olivenöl, Balsamicoessig, Knoblauch, Salz, Pfeffer.

Cous Cous und Quinoa Salat: Cous Cous kochen, wer mag kann pflanzliche Brühe oder einfach nur Wasser verwenden und selbst würzen, abkühlen lassen und mit klein geschnittenem Gemüse vermengen. Hier passen geschmacklich Zwiebel, Tomate, Gurke und Gewürze wie Petersilie oder Koriander gut.

Was grillt ihr gerne? Habt ihr weitere Tipps und Tricks für einen gelungenen Grillnachmittag oder -abend?

5 Kommentare zu Veganes Grillen: Rezepte und Tipps

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