Eco. Life. Style.

Autor: Eli

Meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs…

Ich ernähre mich seit etwa zwei Jahren flexi-vegan, das heißt zu Hause und in der Arbeit (Stichwort Salat und Beilagen in der Kantine) esse ich vegan, aber wenn ich unterwegs bin, kann es auch mal etwas Vegetarisches sein. Doch von basischer Ernährung wusste ich bis vor einem Jahr noch gar nichts. Damals fing meine Freundin Ina an, sich aus gesundheitlichen Gründen damit zu beschäftigen. Sie legte immer wieder ein paar Wochen oder auch einzelne Tage basischer Ernährung ein. Ich fand das sehr interessant, aber der Gedanke, das selbst mal auszuprobieren, ist mir nicht direkt gekommen. Oder ehrlich gesagt, befürchtete ich auch, dass das für mich zu aufwendig wäre, so nach dem Motto „Ja was darf ich denn dann überhaupt noch essen?“. Als sie mich Ende letzten Jahres fragte, ob ich nicht im Januar für eine Woche basische Ernährung mitmachen wollte, habe ich dann trotzdem nicht lange überlegt – Ja!

Ja! Weil die Vorweihnachtszeit für mich in vielerlei Hinsicht ein ernährungsmäßiges Dauer-Sündigen war: Viel Alkohol (vor allem Glühwein und Punsch, und davon die nicht gerade wenig süßen Varianten, die es auf diversen Weihnachtsmärkten in München und Wien gibt), viele Kekse (selbstgebackene schon ab November, dann die von Mama, die von der Schwester meines Freundes Cj), und viel von allem Anderen, wie es zu Weihnachten eben so is(s)t. Ja! Also um zu „entschlacken“. Ja! Um etwas dazuzulernen über diese Art der Ernährung. Ja! Damit ich auch wieder mal neue Lebensmittel ausprobiere, andere Rezepte koche und etwas herumexperimentiere in der Küche.

Bei basischer Ernährung geht es darum, basische Lebensmitteln zu essen säurebildende zu vermeiden, das gilt auch für Getränke. So soll eine Übersäuerung abgebaut beziehungsweise vermieden werden mit dem Ziel, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erreichen. Für eine genauere Definition kann man in verschiedensten Büchern sowie im Internet viele, teils auch verwirrende Informationen finden. Mir geht es jetzt nicht darum zu schreiben, wie böse doch die sauren Lebensmitteln sind, und welche Krankheiten sie hervorrufen. Als ich das alles gelesen habe, musste ich mich ja schon fast fragen, wie ich mit all dem Teufelszeug in meiner Ernährung so gesund und zufrieden sein konnte.

Was könnten die gesundheitlichen Vorteile sein? Hier wird oft geschrieben, dass basische Lebensmittel reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sind, das Immunsystem unterstützen, entzündungshemmend wirken und gut für den Darm sind. Das hört sich doch gut an! Vor der basischen Woche stellte sich für mich wieder die Frage, was ich essen darf. Was ist überhaupt basisch? Ich will euch eine kurze Übersicht über die wichtigsten Lebensmittelgruppen geben. Insgesamt kommt es auf einen Basenüberschuss an. Auch muss man nicht komplett alle säurebildenden Produkte weglassen, es gibt hier auch gesunde Ausnahmen.

Wie eine basische Ernährung aussieht

Bei einer rein basischen Ernährung zu vermeiden ist folgendes:
– Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte (Okay, das alles kannte ich schon von der veganen Ernährung und hatte Erfahrung im Ersetzen, also kein Problem.)
– Alkohol und Koffein (Ui, hier ist wohl Verzicht angesagt – oder eben für diejenigen, die es nicht so streng nehmen, geringere Mengen konsumieren.)
– Getreide (Oh nein! Also kein Brot, keine Pasta – dabei macht das doch glücklich. So hatte ich mich schon fast auf eine Woche grantig dreinschauen eingestellt und meinen Freund Cj mal vorgewarnt. Und eine Frage stellte sich sofort: Wie soll ich da satt werden und wie komme ich an meine heißgeliebten Kohlehydrate? Die Antwort folgt!)
– Schwarzer Tee, Früchtetee (Grüner Tee prinzipiell auch, ist jedoch gesund.)

Was bleibt übrig? Vereinfacht dargestellt, es gibt ein paar Ausnahmen, aber ich möchte euch nicht mit den Details verwirren:
– Obst: Jawohl, auch Orangen und sogar Grapefruits sind basisch, das soll mal einer verstehen, so sauer wie die Früchte teilweise schmecken. Generell ist sowohl frisches Obst als auch die getrocknete Form stark basisch wie zum Beispiel Rosinen und getrocknete Datteln.
– Gemüse und Salat in allen Arten und – Traraa! – hier kommen meine Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln (Zum Beispiel sind auch Pommes basisch, so kann man sich in einer Basen-Woche wenn es sonst gar nichts gibt, fast überall vor dem Hungertod retten!).
– Mandeln und folglich Mandelmus und Mandelmilch – das gibt es im Bio-Supermarkt und ist recht vielseitig auch für Saucen verwendbar.
– Sprossen und Keimlinge: Die Basen-Woche hab ich als Anregung genommen in einem Keimglas zu sprossen und keimen was das Zeug hält, aber das ist einen eigenen Artikel wert.
– Gewürze, die meisten zumindest.
– Agavensirup und Ahornsirup zum Süßen. Das gibt den Gerichten auch einen leckeren Geschmack.
– Kräutertee: Es gibt auch spezielle Basen-Tee Mischungen, frei nach dem Motto „Besser Basen-Tee als Blasen-Tee!“ – beide kenne ich und ersterer ist geschmacklich definitiv besser!

Und dann gibt es noch die guten leicht säuernden Lebensmitteln, die reich an gesunden Stoffen sind und auch verzehrt werden sollten:
– Nüsse: Alles außer Mandeln die ja basisch sind
– Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, Bohnen und dergleichen
– Tofu und Sojaprodukte
– Hirse und Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen (Weißer Reis ist je nach Internet-Seite neutral; Vollkornreis säuernd, aber gesünder – einen Tod muss man wohl sterben.)

Meine basische Woche

Wie hab ich die basische Woche überlebt, was hab ich alles gegessen und getrunken? Ich will euch jetzt ein paar Beispiele für verschiedene Mahlzeiten geben. Mir hat es es Spaß gemacht, da auch zwei Freundinnen mitgemacht haben und wir uns in der Woche bei jeder von uns abends zum gemeinsamen Schlemmen getroffen haben. Das war wahrhaftig ein Genuss!

Frühstück:
Ich gehe nie ohne Frühstück aus dem Haus. Kurz nach dem Aufstehen will ich etwas essen, dann kann der Tag losgehen. Während der basischen Woche, in der ich ja auf mein herkömmliches Müsli verzichtet habe und auch kein Brot essen durfte, habe ich mir etwas anderes gesucht. Da für mich Obst oder Fruchtsaft alleine zu wenig sättigend sind, habe ich den Tag mit einem Hirsebrei in Mandelmilch gestartet. Dieser ist schnell zubereitet aus Hirseflocken (diese gibt es zum Beispiel von Alnatura), die man nur sehr kurz aufzukochen muss, es reichen auch ungefähr zwei Minuten in der Mikrowelle. Mit ein paar Rosinen (diese sind ja stark basisch), Obststücken und etwas Vanille oder Zimt verfeinert ist das ein schneller, guter Brei. Ein Glas frisch gepressten Orangensaft dazu und ein basisches Frühstück ist fertig.

Mittagessen:
In der Kantine in der Arbeit gab es für mich Salat mit Kürbiskernen, wie auch sonst des Öfteren. Allerdings dazu keine Semmel oder Brezel, stattdessen als Beilage dann Kartoffeln in diversen Formen. Hin und wieder auch einfach Gemüse und Reis mit Sojasauce verfeinert. Als ich mittags einmal mit einem Freund draußen essen war, waren wir statt beim Italiener bei dem es die Pasta geworden wäre, thailändisch Essen mit einem Gemüsecurry mit Kokosmilch und Reis. Es funktioniert also auch im Arbeitsumfeld. Am Wochenende zu Hause selbst zu kochen ist natürlich noch einfacher oder – falls möglich – etwas Vorgekochtes in die Arbeit mitzunehmen.

Zwischendurch:
Obst, Obst, Obst. Und für die Schreibtisch-Schublade statt der Bitterschokolade: Studentenfutter, getrocknete Datteln, Reiswaffeln, Mandeln zum Knabbern. Lecker und kalorienreich, so überlebe ich die langen Nachmittage.

Abends:
Hauptspeisen mit Gemüse und Kartoffeln (Pfannen, Aufläufe) in verschiedensten Variationen. Meine Freundin hat zum Beispiel Kartoffelpuffer und eine Gemüsepfanne (mit Pilzen, Zucchini und Karotten) gekocht und dazu einen Avocado-Dip (Guacamole) zubereitet; ein anderes Mal habe ich eine Süßkartoffel-Curry-Suppe gemacht, darüber ein paar frische Sprossen; dann sind Reisgerichte eine Option, wie zum Beispiel ein Fenchelrisotto – siehe auch mein Rezept Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto – oder Gerichte mit Quinoa, sogar Burger kann man daraus machen. Auch Desserts sind nicht komplett verboten, so hab ich in der Woche einen leichten Schokopudding aus Chia-Samen und Seidentofu gesüßt mit etwas Ahornsirup zubereitet. Ein paar Tage später Rohkost-Muffins (*Piep-piep*, die haben mich dann doch sehr an Vogelfutter erinnert). Aber insgesamt hatte ich weniger das Bedürfnis nach etwas Süßem als sonst, wahrscheinlich war mein Bedürfnis schon durch das ganze Obst und die getrockneten Datteln gestillt.

Wie ging es mir während und nach der Woche?

Sehr gut. Ich habe mich wohl gefühlt und meine Haut ist auch etwas weicher geworden. Anfangs bin ich zwischendurch schnell wieder hungrig geworden und musste oft an Essen denken. Dann hab ich mir einen Vorrat an basischen Snacks für zwischendurch angelegt (siehe oben). Nach der Woche habe ich sogar beschlossen mit basischer Ernährung weiterzumachen, nicht mehr streng und ausschließlich. Aber ich esse doch vermehrt basische Nahrungsmittel, und vor allem wenn ich selbst koche, fällt mir das nicht schwer.

Einen kleinen Tipp zum Schluss für alle diejenigen, die jetzt motiviert sind und die basische Ernährung auch mal ausprobieren wollen: Denkt nicht ständig daran, was ihr alles nicht essen dürft, sondern eher daran, was ihr alles essen könnt. Probiert Gemüse- und Obstsorten aus, die ihr sonst nicht so oft esst. Kartoffeln und Süßkartoffeln sowie die Pseudogetreidearten wie Hirse, Quinoa und Amaranth sind gut für Hauptspeisen oder als Beilagen zum Sattwerden geeignet.

Viel Spaß und guten Appetit!

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Brot einfach selber backen

Während meiner basischen Woche – mehr über meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung könnt ihr in diesem Artikel lesen – habe ich überhaupt kein Brot gegessen. Das ist mir zuerst als…

Während meiner basischen Woche – mehr über meine ersten Erfahrungen mit basischer Ernährung könnt ihr in diesem Artikel lesen – habe ich überhaupt kein Brot gegessen. Das ist mir zuerst als unglaublich schwierig erschienen, dieser Verzicht auf etwas, das ich gerne esse. Ob mit verschiedensten veganen Aufstrichen oder zu Salat – Brot ist einfach perfekt um satt zu werden. Im Laufe des Kein-Brot-Essens träumte ich bisweilen von frisch gebackenem Brot, doch wo bekommt man heutzutage noch so ein richtig leckeres Vollkornbrot?

In den meisten Supermärkten und Filial-Bäckereien sind die Brote und Semmeln maximal frisch im Backautomaten auf- beziehungsweise fertig gebacken, die Teiglinge werden zugeliefert. Damit die Backwaren auf dem Weg frisch bleiben, werden Zusatzstoffe benötigt. Die Industriebäckerei verwendet Enzyme, die den Teig lockerer und die Kruste knuspriger machen, Emulgatoren binden das Wasser im Teig und verhindern, dass das Brot austrocknet. Auch einige der sogenannten Handwerksbäcker greifen auf Teiglinge und Fertigbackmischungen zurück um Zeit zu sparen, gleichbleibende Qualität garantieren zu können und das Sortiment zu erweitern. Im Regelfall stecken in Backwaren vom Handwerksbäcker noch mindestens fünf Zusatzstoffe. Dieser Artikel in der Zeit beschreibt die Problematik.

Wem bei solchen Informationen das Brot im Hals stecken bleibt, der kann zu einer echten Bäckerei seines Vertrauens gehen. Die Hofpfisterei in Bayern zum Beispiel bäckt ohne Zusatzstoffe. Alternativ kann man sein gewünschtes Brot auch selber backen. Das wollte ich ausprobieren – ohne fertige Brot-Backmischung. Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden, das heißt einfachen und schnellen Rezept für den Anfang meiner Hobby-Bäcker-Karriere. Die Grund-Anleitung habe ich dann mit Körnern verfeinert und kann euch dieses Brot nur weiterempfehlen.

Zutaten

500g Weizenvollkornmehl
500ml lauwarmes Wasser
1 Packung Trockenhefe oder frische Hefe
Körner nach Belieben, ich mag zum Beispiel 60g Sesamkörner, 60g Sonnenblumenkörner und 60g Leinsamen oder ein paar Hanfkörner (diese bleiben knackig, also besser nicht zu viele verwenden)
1 TL Salz
Falls ihr eine dunklere Farbe wünscht, einfach etwas Carob-Pulver dazugeben – die meisten Back-Brote haben Malz oder ähnliches um das Brot dunkler zu machen, damit es vollkörniger aussieht (Ich verwende Carob-Pulver der Marke Biovegan, das gibt es zum Beispiel von Alnatura)
Etwas Öl für die Kastenform

Anleitung

In einer Schüssel das Weizenvollkornmehl mit der Trockenhefe, dem Salz und den Körnern vermischen, dann das lauwarme Wasser dazu gießen. Der pragmatische Ansatz für abwasch-faule Menschen wie mich empfiehlt, alle Zutaten mit einer Gabel gut zu verrühren; für eine feinere Arbeitsweise kann auch ein Mixer, eine Küchenmaschine oder ähnliches verwendet werden. Anschließend die Schüssel mit einem Küchentuch abgedeckt auf die Heizung stellen oder einfach im warmen Raum stehen lassen – hier reichen ungefähr 15 Minuten, der Teig sollte etwas aufgehen. Zwischenzeitlich eine Kastenform mit Öl ausstreichen – ich gebe etwas Sonnenblumenöl auf ein Stück Küchenrolle und trage es innen auf die Form auf, so wird nur eine sehr kleine Menge Öl benötigt. Den Teig in die Form geben und ab ins kalte – jawohl, hier wird Energie gespart – Backrohr. Den Herd auf 200°C aufdrehen und schon während der Ofen warm wird, beginnt die Hefe zu wirken und das Brot wächst etwas. Faszinierend anzusehen – diejenigen, die in den Herd hineinschauen können, dürfen sich freuen! Das Brot benötigt ungefähr 60 Minuten Backzeit – also von der Zeit an gerechnet zu der ihr die Kastenform in den kalten Herd gebt.

Für die Hungrigen unter euch: Nicht zu früh herausnehmen, selbst wenn es schon so lecker duftet und man nicht erwarten kann, hineinzubeißen. Mich hat die Ungeduld beim ersten Backversuch gestraft, ich habe das Brot zu früh herausgeholt und nicht gewartet bis es etwas abkühlt und es war innen noch etwas klebrig. Dem Geschmack hat es zum Glück nicht geschadet. Schon der zweite Versuch war perfekt, mit schön knuspriger Kruste – ein Brot-Traum! Mmmmh!

Euphorisiert vom Back-Erfolg und fast schon etwas übermütig, habe ich dann das nächste Mal beim Alnatura Markt statt des Weizenvollkornmehls ein Roggenvollkornmehl gekauft. Nach dem Motto: Mal was anderes ausprobieren, wird doch keinen großen Unterschied machen. Meiner Geistesgegenwart habe ich es zu verdanken, dass ich nochmals gegoogelt habe, ob man Weizen und Roggen austauschen kann. Antwort: Leider nein! Um aus Roggenmehl ein Brot zu backen, benötigt man nicht nur Hefe, sondern Sauerteig. Wieder ein Fremdwort für mich als Novizin in der hohen Kunst des Brotbackens.

Nach dem Lesen einiger Hobbybäcker-Blogs bin ich jetzt eine theoretische Fachfrau, wie es in der Praxis aussieht berichte ich in der Fortsetzung „Eli bäckt Roggenbrot„. Momentan blubbert und gärt – der Geruch erinnert an die Brauereien hier in München! – mein erster selbst angesetzter Sauerteig schon munter vor sich hin, vielleicht geht es morgen schon ans Backen – ich kann es kaum mehr erwarten!

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Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based…

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health“ geht es darum, wie man sich als Ausdauersportler vegan ernähren und damit Spitzenleistungen erzielen kann. Dabei verliert er sich nicht in Oberflächlichkeiten, sondern setzt sich näher mit dem Thema Ernährung und aktiver Lebensstil auseinander und bezieht dabei auch die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Umwelt mit ein.

Im ersten Teil beschreibt Brendan Brazier, wie man durch Ernährung eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit erreichen kann – als Spitzensportler und im täglichen Leben. Er erklärt, wie nährstoffreiche Lebensmittel ausgewählt werden und welche Nahrungsmittelkombinationen uns helfen, gesund und mit viel Energie durch den Tag zu kommen. Die Grundlage einer optimalen Ernährung sind frische, unverarbeitete, möglichst roh oder nur gering erhitzte, basische Lebensmittel aus biologischem Anbau. Brendan Brazier zeigt mit vielen Beispielen welche Ressourcen verbraucht werden, um unsere Lebensmittel herzustellen. Der Vergleich zwischen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln macht deutlich, dass der vegane Lebensstil nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer ist. Er bringt dem Leser viele Informationen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz näher.

Besonders gut gefallen hat mir auch seine Auflistung der pflanzlichen Lebensmittel, die sich besonders gut auf unsere Gesundheit auswirken. Brendan Brazier beschreibt detailliert, wieso diese „Superfoods“ so besonders wertvoll sind. Dieses Wissen versuche ich jetzt in meine tägliche Ernährung einzubauen, ganz locker frei nach dem Motto: „Schmeckt gut – umso besser, dass es auch gut tut.“ Sonstige von ihm als ungesund definierte Nahrungsmittel esse ich weiterhin, nur eben bewusster und weniger davon – aber mit Genuss!

In seinem Buch finden sich 200 Rezepte mit besonders gesunden Lebensmitteln – ein paar davon habe ich schon nachgekocht. Da ich die englische Fassung des Buches habe, musste ich dabei schon hin und wieder etwas im Online-Wörterbuch nachschlagen. Die deutschsprachige Version des Buches heißt „Vegan in Topform – Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag„. Das einzige, was ich an dem Buch nicht so gut finde, ist, dass Brendan Brazier manchmal auf Nahrungsergänzungsmittel von „Vega foods“, seiner eigenen Firma, verweist – wenn ich etwas zubereite, verwende ich gerne ausschließlich frische Produkte.

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Rückblick: Veggieworld 2014 in Wiesbaden

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für…

Als mich vor ein paar Wochen meine Freundin Ina spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte zur Veggieworld nach Wiesbaden mitzufahren, überlegte ich nicht lange: Ja! Von dieser Messe für Veganer und Rohköstler, bei der es um nachhaltiges Genießen geht, hatte ich schon gelesen, aber aufgrund der Entfernung (von München sind es noch ungefähr 400 Kilometer) nicht wirklich daran gedacht hinzufahren. Doch gemeinsam mit Freundinnen als Wochenendausflug war das eine perfekte Idee!

Auf die Messe habe ich mich vorbereitet, indem ich mir ein paar Produkte, die ich einmal probieren wollte, auf einer Liste zusammengeschrieben habe. Wenn man Lebensmittel im Internet bestellt, ohne sie vorher getestet zu haben, kann es ja durchaus sein, dass sie bald ganz hinten im Vorratsschrank landen. Daher wollte ich die Gelegenheit zur ausgiebigen Verkostung pflanzlicher Lebensmittel nutzen. Ehrlich gesagt war ich auch gespannt herauszufinden, wie die anderen Messebesucher so sind, nämlich quer durch alle Altersklassen, vor allem jüngeres studentisches Publikum und auffallend wenige im klassischen „Öko-Look“. Da sieht man schon, vegetarisch, vegan oder Rohkost liegt im Trend und ist längst über ein Randgruppendasein hinweg. Auch Bobos und Hipster legen Wert auf nachhaltige Ernährung!

Jetzt aber mal zur Messe an sich: Ich war überwältigt vom riesigen Angebot. Es gab über 80 Aussteller in drei großen Hallen. Das Spektrum reichte von veganen und Rohkost-Lebensmitteln (der größte Anteil) und Nahrungsergänzungsmitteln über Natur-Kosmetik bis hin zu Küchengeräten (wie zum Beispiel Entsafter für die Herstellung von Smoothies, die man auch gleich verkosten konnte) sowie ökologischer Kleidung. Für die interessierten Veggie-Novizen gab es Informationsstände, wie zum Beispiel einen Stand des Vebu (Vegetarierbund Deutschland), an denen man sich die Vorteile der fleischlosen Ernährung erläutern lassen konnte. Beispiel gefällig? Vielleicht zieht das ja bei Männern: Wer vegan lebt spart so viel C02, dass er Porsche statt Passat fahren darf, ohne sich dabei als Umweltsünder fühlen zu müssen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass man viele der Lebensmittel gleich probieren konnte. Leider hatte ich vorher im Hotel schon gefrühstückt, aber frei nach dem Motto „ein bisserl was geht immer“ – gerade wenn es so lecker ist – habe ich dann doch ganz schön oft zugegriffen. Nach der Anordnung der Stände wurden dann herzhafte Snacks, vielfältige Tofu- und Fleischersatzprodukte und Aufstriche verkostet, zwischendurch süße Rohkost-Knabbereien, Schokoladen und Pralinen genascht – eine unglaubliche Vielfalt. Mittagessen konnte ich leider nicht mehr, obwohl es auch vegane Döner gegeben hätte.

Beim Stand von Taifun, einem Hersteller von veganen Lebensmitteln aus Soja, gab es verschiedenste Tofu-Arten in Pfannen angeröstet und mit exotischen Gewürzen zubereitet. Die kulinarischen Ideen, zum Beispiel Tofu mit gerösteten Sesamkörnern aufzupeppen oder Seidentofu als Mango-Lassi zuzubereiten, hätten jedem Inder Konkurrenz machen können. Apropos Inder – Govinda, ein Hersteller von Naturkost, hatte Produkte im Angebot, die mich schon seit Längerem interessieren, wie Erdmandeln (nussähnliche Knollen) und diverse Rohkost-Snacks. Hier gab es auch Hanf-Proteinpulver, das ich für meinen Freund mitgenommen habe, da es die Muskelregeneration nach dem Sport auf pflanzliche Weise fördert. Angeblich ist bei dem Pulver (leider) keine berauschende Wirkung zu erwarten – Erfahrungsbericht folgt. Auf meiner Liste für die Messe befand sich auch Kokosöl, angeblich das gesündeste aller Öle aufgrund der darin enthaltenen Laurinsäure. Es hat unter ca. 25°C feste Form und wird erst beim Erhitzen ein flüssiges Öl. Hier wusste ich bei der Verkostung sofort, dass ich den feinen Kokos-Geschmack mag, und kaufte gleich die Großpackung. Ich freue mich schon auf diverse asiatische Speisen und Smoothies, die ich damit verfeinern werde. Und falls ich mich an Rohkost-Pralinen heranwagen sollte, kommt das Kokosöl sicherlich auch zum Einsatz. Sogar äußerlich als Creme angewandt soll es bei trockener Haut gut wirken.

Das einzige, was bei der Messe so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat, war Spirulina, eine Art Algenpulver in Lutschtablettenform. Der nette Vertreter beim Stand meinte, dass ich die Tablette schön langsam im Mund zergehen lassen sollte. Doch egal wie gesund das Zeugs auch sein mag, beim Geschmack alleine wurde mir schon übel und so habe ich schnell das Weite gesucht und die Tablette unauffällig entsorgt.

Ich kann die Veggieworld jedem, der sich für Ernährung interessiert und gerne neue Sachen ausprobiert, empfehlen. Hier ist der Link zur Messe – bei den meisten Ausstellern kann man auch online Produkte kaufen.

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Eli kocht vegan: Fenchel als Risotto

Ich liebe Risotto – in verschiedensten Variationen. Ob hell oder tomatig, mit Gemüsearten die es in der jeweiligen Jahreszeit gibt, zum Beispiel Spargelrisotto, Tomaten-Zucchini-Risotto, Kürbisrisotto. Heute will ich euch einen…

Ich liebe Risotto – in verschiedensten Variationen. Ob hell oder tomatig, mit Gemüsearten die es in der jeweiligen Jahreszeit gibt, zum Beispiel Spargelrisotto, Tomaten-Zucchini-Risotto, Kürbisrisotto. Heute will ich euch einen meiner persönlichen Favoriten vorstellen – Fenchelrisotto. Früher konnte ich mit Fenchel wenig anfangen, als Tee so gar nicht mein Fall und das Gemüse habe ich erst gar nicht gekauft weil ja fenchelig. Durch Zufall hat dann mein Freund CJ, der gerne isst, selten selbst kocht, doch des Öfteren einkauft, ein paar dieser Fenchelknollen angeschleppt. Ich: „Fenchel? Wieso hast du den gekauft? Was soll ich damit kochen?“ Er: „Den gab’s gerade frisch, sah so schön knackig aus, kann man sicher irgendwie essen und verkochen, zum Beispiel einfach in der Pfanne anrösten… Dir wird schon was einfallen!“

Die Internet-Recherche zum Thema Fenchel ergab dann nicht nur, dass es sich um ein überaus gesundes Gemüse handelt, geradezu ein Lebenselixier – wenig Kalorien, viele Vitamine, vor allem A, B und C, sowie Folsäure, Magnesium und Kalzium -, sondern auch ein vielversprechendes Rezept namens Fenchelrisotto. Sogleich ging’s ans Kochen, diesmal gemeinsam. CJ, der Einkäufer, sollte nicht nur später Esser sein, sondern ausnahmsweise auch Mit-Kocher. Wobei, wie schon des Öfteren festgestellt, muss kochen mit dem Partner nicht unbedingt harmonisch verlaufen, zumindest nicht dann, wenn jeder seine eigene Ansicht hat. Bei Banalitäten angefangen, zum Beispiel wie groß die Zwiebel geschnitten werden sollte (pragmatischer Ansatz vs. detailverliebt) und wann das Gericht fertig ist (am verhungern vs. Reis ist keine Pasta und sollte daher nicht al dente sondern als Risotto-Reis weicher sein). So oder so, über das Ergebnis waren wir einer Meinung, ja wir sind richtiggehend darüber hergefallen – so ein dezent feiner Geschmack. In weiteren Kochversuchen habe ich das Rezept noch etwas verfeinert und diversen Besuchern kredenzt – die meisten Menschen essen gerne Pasta oder Reis. Dieses Risotto ist einfach zuzubereiten, sieht gut aus am Teller mit ein paar grünen Fenchelspitzen verziert und schmeckt einfach genial!

Jetzt will ich euch das Rezept (laktosefrei, eifrei, glutenfrei) nicht weiter vorenthalten:

Zutaten für vier Personen

500g Fenchel
2 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Etwas Olivenöl
350g Arborio-Reis (Es geht aber auch anderer Rundkornreis, z.B. der für Milchreis verwendet wird – sind etwas kleinere Körner, aber passt auch gut)
1l Gemüsebrühe
125ml Weißwein zum Kochen (der Rest zum Trinken)
Salz, Pfeffer, Weißwein/Zitronensaft, gegebenenfalls Kurkuma
Wahlweise Hefeflocken oder geriebene Cashewnüsse

Zubereitung

1. Vorbereitungsphase: Wir schälen Zwiebel und Knoblauch und scheiden diese in kleine Stücke. Die Fenchelknollen schneiden wir in größere Stücke und legen die grünen Spitzen zum Garnieren beiseite. Auch die Gemüsebrühe kann vorbereitet werden. Falls es Mit-Kocher gibt, können diese einfachen Aufgaben weitergegeben werden.
2. Hauptphase: Hier kann ein paralleler Koch-Ansatz gewählt werden:
2.1. In einem Kochtopf wird zuerst in etwas Olivenöl ganz kurz der Reis angeröstet, danach mit der Gemüsebrühe aufgegossen. Schnell noch ein paar Gewürze wie Salz und Pfeffer dazugeben. Für die Optik, sollte eine gelbliche Färbung des Reises bevorzugt werden, kann 1 TL Kurkuma zugegeben werden. Deckel drauf und hin und wieder umrühren. Sobald die Reiskörner anfangen zu quellen nach Belieben einen Schuss Weißwein dazugeben oder, falls kein Alkohol verwendet werden soll, für den Geschmack etwas Zitronensaft, mehr Gemüsebrühe oder einfach etwas Wasser nehmen. Nicht vergessen zur Einstimmung auch schon mal ein Glas Weißwein beim Kochen mitzutrinken!
2.2. Während der Reis kocht, in einer Pfanne mit etwas Olivenöl zuerst die Zwiebel anschwitzen. Sobald sie glasig werden den gehackten Knoblauch und die Fenchelstücke dazugeben und mitrösten – man kann auch den Deckel draufgeben und dünsten lassen und bevor es anbrennt mit etwas Wasser ablöschen. Der Fenchel sollte weich, aber nicht patzig werden.
3. Vollendungsphase: Wenn der Reis fertig ist, mit dem Fenchel-Zwiebel-Knoblauch vermengen. Fertig!
4. Genussphase: Auf den Tellern portionsweise anrichten, als Garnierung können die grünen Fenchelspitzen verwendet werden. Alternativ sieht auch etwas Rucola nett aus. Als Ersatz für geriebenen Parmesan können Hefeflocken (zum Beispiel von Naturata, diese enthalten B-Vitamine und schmecken würzig, wenn man mal auf den Geschmack gekommen ist, sehr lecker!) oder geriebene Cashew- oder sonstige Nüsse verwendet werden. Dazu passt auch gut ein Salat, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Einen guten Appetit!

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