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„Die Regeln des Glücks: Ein Handbuch zum Leben“ von Dalai Lama und Howard C. Cutler

Eine Freundin hat mir dieses Buch geborgt, eigentlich als Lektüre für meinen Aufenthalt in „Buddhas Weg“ (eine Beschreibung meiner Tage im Kloster findet ihr hier). Doch dort bin ich gar…

Eine Freundin hat mir dieses Buch geborgt, eigentlich als Lektüre für meinen Aufenthalt in „Buddhas Weg“ (eine Beschreibung meiner Tage im Kloster findet ihr hier). Doch dort bin ich gar nicht so viel zum Lesen gekommen, erst als ich wieder zu Hause war habe ich mit der Lektüre von „Die Regeln des Glücks“ begonnen. Das Buch ist von Howard C. Cutler geschrieben und basiert auf Fragen, die er dem Dalai Lama gestellt hat. Cutler lässt den Leser auch an seinen eigenen Reflektionen zu den Aussagen des Dalai Lamas teilhaben, und ergänzt sie mit passenden Beispielen aus seiner Praxis als Psychiater. Dabei beschreibt er immer wieder die Umgebung, in der die zahlreichen Interviews stattfanden, und lockert das Buch mit diesen Hintergrundinformationen und Beschreibungen des Dalai Lamas auf.

In „Die Regeln des Glücks“ wird das Glück als Sinn des Lebens beschrieben. Es wird laut Dalai Lama mehr von der eigenen Gemütsverfassung beeinflusst, als von externen Faktoren, Umständen oder Ereignissen. Interessant finde ich die Theorie des Dalai Lamas, dass Glück zielgerichtet durch eine systematische Schulung und Training von Geist und Herz erreicht werden kann, indem man seine Einstellung ändert. Mit welchen Methoden und Praktiken man das erreichen kann, beschreibt Howard Cutler in Form von Antworten des Dalai Lamas ausführlich und er selbst stellt immer wieder Rückfragen bei Punkten, zu denen es aus westlicher Sicht noch weiterer Erläuterungen bedarf.

Auch für mich, ohne großes Vorwissen über Buddhismus, war das Buch sehr gut zu lesen und leicht verständlich. Der Dalai Lama wendet sich mit seinen Antworten bewusst an alle, egal ob einer Religion zugehörig oder nicht. Des Öfteren finden sich Anmerkungen, wie gewisse Aspekte aus dem Blickwinkel des Buddhismus gesehen werden, die auch interessant zu lesen sind. Obwohl Interviews als Basis für „Die Regeln des Glücks: Ein Handbuch zum Leben“ dienten, ist es Howard Cutler gelungen, einen roten Faden durch das Buch zu ziehen, und es thematisch passend in Kapiteln zu strukturieren. So kann man als Leser dem Aufbau gut folgen. Lediglich an manchen Stellen fand ich, dass das Buch gewisse Längen hat, jedoch nur für ein paar Sätze, in denen sich die Gedanken des Dalai Lamas wiederholen – was diesen andererseits auch mehr Nachdruck verleiht.

Sehr gut gefällt mir, dass Howard Cutler die Aussagen des Dalai Lamas immer wieder mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien untermauert und so zeigt, dass es sich hier nicht nur um rein spirituelle Gedanken handelt. Insgesamt ein sehr lesenswertes, schönes Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich nehme mir bewusst vor, einige der beschriebenen Praktiken Schritt für Schritt in mein Leben zu integrieren und an gewissen Denkweisen und –ansätzen zu arbeiten. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, kann ich euch die Lektüre von „Die Regeln des Glücks: Ein Handbuch zum Leben“ ans Herz legen.

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Roland Düringers Weg zu einem guten Leben und was wir daraus lernen können

Er verzichtet auf Handy, Bankomatkarte*, fährt (weitgehend) Bahn, meidet Supermärkte und hat darin seine Erfüllung gefunden. Roland Düringer erwähnt oft das „gute Leben“ als erstrebenswertes Ziel und betrachtet seine als…

Er verzichtet auf Handy, Bankomatkarte*, fährt (weitgehend) Bahn, meidet Supermärkte und hat darin seine Erfüllung gefunden. Roland Düringer erwähnt oft das „gute Leben“ als erstrebenswertes Ziel und betrachtet seine als Experiment gestartete Lebensänderung nun als eben dieses. Als gutes Leben.

In seinem Buch Leb wohl, Schlaraffenland erzählt er über seinen Weg, welche Erlebnisse ihn geprägt haben und beschäftigen. Von manchen Menschen wird er als „Öko-Spinner“ abgetan, anfangs wurden Gerüchte in die Welt gesetzt, er lebe im Wald und verrichte auch ausschließlich dort seine Notdurft. Man ging davon aus, den Roland Düringer, den ganz Österreich als motorfanatischen Kabarettisten kannte, gäbe es nun nicht mehr. Das ist allerdings ganz und gar unwahr. Er distanziert sich in keinster Weise von dem, was er ist und immer war. Er lebt ein gänzlich normales, zivilisiertes Leben – zwar ziemlich fern von zeitgemäßen Luxusgütern, gönnt sich jedoch Ausnahmen. Sei es der Bequemlichkeit halber oder wenn er beispielsweise das Auto wegen schwerer Transporte verwenden muss und es daher schlicht und ergreifend unmöglich ist.

Zu Beginn des Selbstversuches startete er ein Videotagebuch, das er – auch lange nach dem eigentlichen Experiment – weiterführt und darin von Dingen erzählt, die ihm wichtig erscheinen. Er bezeichnet seinen Lebensstil nicht mehr als einen Versuch, nein, das sei jetzt sein Leben. Und bei näherer (oder auch ferner) Betrachtung möchte man seinen inneren Hut vor ihm ziehen, allein wegen seiner selbst und wie er das Leben, das er vorerst nur ausprobieren wollte, nun verinnerlicht hat.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht und sich nicht vor allem verschließt, was schlecht läuft, lässt sich inspirieren. Überdenkt gewisse Lebensmuster, die uns aufoktroyiert werden, durch die Wirtschaft, durch die Schnelllebigkeit der Zeit und durch unser Umfeld. „Der Düringer kann sich’s halt leisten, unsereins kann ja nicht einfach so sein Leben ändern und wie früher leben!“ hört und liest man oft in Bezug auf seine Umsetzung. Sieht man jedoch näher hin und überlegt, wie dieses Überdenken des gewohnten Systems auf das eigene, finanziell vielleicht nicht so privilegierte Leben umzulegen wäre, kommt man zu der Erkenntnis, dass vieles von dem durchaus möglich wäre. Es geht vor allem um Abhängigkeiten, um die Freiheit, das Leben nicht von Technik und Druck beherrschen zu lassen.

Ein weiterer Punkt, den Düringer verteufelt, ist die Sucht nach Messbarkeit. Alles müsse in Zahlen dargestellt sein, um echt zu sein. Wenn wir ehrlich sind, befindet sich jeder von uns bis zu einem gewissen Grad in diesem Hamsterrad. Ein Beispiel: Ich spaziere an einem herrlich sonnigen Frühlingstag im Wald und mir fällt auf, dass es außerordentlich warm ist. Sofort zücke ich das iPhone und tippe auf die App „Wetter“. Jetzt weiß ich, dass es zwölf Grad Celsius hat. Fein. Fühlt es sich deshalb besser an? Ist es deswegen noch wärmer oder ist die Wärme dadurch wertvoller? Hätte ich die zwei Minuten, die mich der Vorgang des Messens gekostet hat, einfach tief Luft geholt und die wundervollen Gerüche und die Sonne genossen, hätte das nicht mehr Wert gehabt?

Eine von Düringers dringlichsten Fragen ist: Wo ist die Zeit, die wir durch all die modernen Geräte sparen? Alles Neue ist auf Zeitersparnis ausgerichtet, doch die Leute klagen stets über zu wenig davon. Er behauptet, diese Zeit gefunden zu haben. Allein dadurch, die zeitersparenden Dinge wegzulassen. Das wäre eine genauso logische wie unlogische Rechnung. Klingt komplex und irgendwie auch nicht. So strikt seine Einstellung auch klingen mag, er lässt andere Meinungen und andere Lebensweisen zu. Er ist nicht daran interessiert, die Menschen zu missionieren oder von seinem Wandel zu überzeugen. Auch Ausnahmen sind okay, er fährt mit dem Auto zum Bahnhof und sieht auf dem Smartphone nach, wann der nächste Zug fährt. Doch er schätzt diese Hilfsmittel als eben solche und nicht als Alltagsgegenstände. Vielleicht ist genau das der Schlüssel zum Geheimnis des guten Lebens und der verbleibenden Zeit, die er gefunden hat. Dass Alltag nicht aus Smartphone, Fernseher, Auto, Social Networks und Internet besteht. Sein Alltag besteht aus direkter, echter Kommunikation, aus der Wahrnehmung von vielen kleinen, wunderbaren Dingen und dem Bewusstsein echter Werte. Wie auch immer man Roland Düringer betrachten mag, eine Frage stellt sich in jedem Fall: Er hat doch recht, oder? Was meint ihr?

*EC-Karte

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Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based…

Anfang des Jahres bin ich im Internet über Artikel zum Thema Sport und vegane Ernährung auf die Bücher des Triathleten Brendan Brazier gestossen. In seinem Buch „Thrive Foods: 200 Plant-Based Recipes for Peak Health“ geht es darum, wie man sich als Ausdauersportler vegan ernähren und damit Spitzenleistungen erzielen kann. Dabei verliert er sich nicht in Oberflächlichkeiten, sondern setzt sich näher mit dem Thema Ernährung und aktiver Lebensstil auseinander und bezieht dabei auch die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Umwelt mit ein.

Im ersten Teil beschreibt Brendan Brazier, wie man durch Ernährung eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit erreichen kann – als Spitzensportler und im täglichen Leben. Er erklärt, wie nährstoffreiche Lebensmittel ausgewählt werden und welche Nahrungsmittelkombinationen uns helfen, gesund und mit viel Energie durch den Tag zu kommen. Die Grundlage einer optimalen Ernährung sind frische, unverarbeitete, möglichst roh oder nur gering erhitzte, basische Lebensmittel aus biologischem Anbau. Brendan Brazier zeigt mit vielen Beispielen welche Ressourcen verbraucht werden, um unsere Lebensmittel herzustellen. Der Vergleich zwischen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln macht deutlich, dass der vegane Lebensstil nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer ist. Er bringt dem Leser viele Informationen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz näher.

Besonders gut gefallen hat mir auch seine Auflistung der pflanzlichen Lebensmittel, die sich besonders gut auf unsere Gesundheit auswirken. Brendan Brazier beschreibt detailliert, wieso diese „Superfoods“ so besonders wertvoll sind. Dieses Wissen versuche ich jetzt in meine tägliche Ernährung einzubauen, ganz locker frei nach dem Motto: „Schmeckt gut – umso besser, dass es auch gut tut.“ Sonstige von ihm als ungesund definierte Nahrungsmittel esse ich weiterhin, nur eben bewusster und weniger davon – aber mit Genuss!

In seinem Buch finden sich 200 Rezepte mit besonders gesunden Lebensmitteln – ein paar davon habe ich schon nachgekocht. Da ich die englische Fassung des Buches habe, musste ich dabei schon hin und wieder etwas im Online-Wörterbuch nachschlagen. Die deutschsprachige Version des Buches heißt „Vegan in Topform – Der vegane Ernährungsratgeber für Höchstleistungen in Sport und Alltag„. Das einzige, was ich an dem Buch nicht so gut finde, ist, dass Brendan Brazier manchmal auf Nahrungsergänzungsmittel von „Vega foods“, seiner eigenen Firma, verweist – wenn ich etwas zubereite, verwende ich gerne ausschließlich frische Produkte.

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Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen

Heute möchte ich euch das Buch einer Autorin vorstellen, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Melanie Joy hat mir das letzte Stück Verbindung gegeben, um vegan zu werden. Ich…

Heute möchte ich euch das Buch einer Autorin vorstellen, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Melanie Joy hat mir das letzte Stück Verbindung gegeben, um vegan zu werden. Ich hatte bereits ein dreiviertel Jahr zuvor einen Teil des Films Earthlings gesehen – ich habe nur den ersten Teil geschafft, weil es zu schmerzhaft war, um weiter zu schauen – und in der Folge kaum noch Milchprodukte oder Eier konsumiert. Dann stolperte ich eines Tages über einen Online-Vortrag von Melanie Joy, in dem sie ihr Buch in kurzer Form zusammenfasst. Einen Tag später war ich vegan, ich konnte gar nicht anders. Kurze Zeit darauf durfte ich Melanie Joy dann auch persönlich kennen lernen und ihren Vortrag noch einmal live hören. Danach kaufte ich mir das Buch.

In ihrem Buch beleuchtet Melanie Joy die psychologischen Mechanismen hinter unserem Umgang mit Tieren. Was mich besonders angesprochen hat, ist ihr sanfter Umgang mit dem Leser und der Gesellschaft. Sie verurteilt nicht und führt keine Hetzjagd gegen Nicht-Veganer, sondern sie versucht zu erklären, wie es möglich ist, dass wir als gesamte Gesellschaft ein so gewalttätiges System tragen, ohne dies wirklich zu hinterfragen. Sie nennt dieses Glaubenssystem Karnismus. Joy ist studierte Psychologin und hat selbst Forschung zu dieser Fragestellung betrieben. Ihre These ist, dass wir unsere Verbindung und Empathie gegenüber sogenannten „Nutztieren“ abgeschaltet haben, während diese Verbindung bei Haustieren weiterhin vorhanden ist. Sie versucht über diese Verbindung mit unseren Haustieren, die empathische Verbindung zu den Nutztieren wiederherzustellen. Außerdem beschreibt sie die Umstände in Wirtschaft und Politik, die das Glaubenssystem des Karnismus im Einzelnen pflanzen und aufrechterhalten, während wir aufwachsen.

Durch ihre nicht-urteilende und durchleuchtende Art hat es Melanie Joy geschafft, den Zugang zu meiner Empathie zu erreichen. Dadurch, dass ich Melanie Joy auch persönlich kennen lernen durfte, habe ich zu spüren bekommen, dass sie auch als Mensch so empathisch und urteilsfrei ist, wie sie schreibt. Sie ist jemand, der mich wirklich inspiriert hat und ich kann ihr Werk „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ nur jedem Leser empfehlen.

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Scott Jurek: Eat & Run

Im Januar dieses Jahres habe ich Scott Jureks Buch gelesen, oder besser gesagt verschlungen. Schon der Titel hat mich angesprochen – ich laufe auch gerne, zwar keine Ultras, aber immerhin…

Im Januar dieses Jahres habe ich Scott Jureks Buch gelesen, oder besser gesagt verschlungen. Schon der Titel hat mich angesprochen – ich laufe auch gerne, zwar keine Ultras, aber immerhin normale Marathondistanzen sowie Bergläufe und ich ernähre mich auch vegan (zu Hause ausschließlich, sonst flexi-vegan). In „Eat & Run“ schreibt Scott Jurek über seine Kindheit und Jugend, darüber wie er zum Laufsport gekommen ist, wie sich seine Leidenschaft weiterentwickelt hat, wie er immer wieder und immer weiter gelaufen ist und wie er dabei auf vegane Ernährung gekommen ist.

Mit fesselnden Worten gelingt es Scott Jurek den Leser in seinen Bann zu ziehen und an seinen Abenteuern bei den längsten und härtesten Rennen teilhaben zu lassen. Man kann förmlich die Anstrengungen und Hitze mitfühlen, sowie die Schönheit der geschilderten Natur mit genießen und sich mit ihm freuen, wenn er einen Lauf gewinnt. Scott Jurek schreibt über seine schwerkranke Mutter, sein hartes Leben zwischen Laufsport, Studium und Geldverdienen, aber auch über seine Freunde und jene Menschen, die ihn motiviert und inspiriert haben. Die Ernährung kommt im Buch immer wieder nebenbei vor, zum Beispiel was er an neuen Nahrungsmitteln gerade ausprobiert, beeinflusst von seinen Reisen und Erfahrungen. Am Ende jeden Kapitels stellt Scott Jurek eines seiner veganen Lieblingsrezepte vor. Ein paar davon, wie den Chia-Pudding, habe ich schon ausprobiert – einfach zu machen und schmeckt sehr lecker. Ein persönlich geschriebenes, sehr lesenswertes Buch ist Scott Jurek gelungen. Nicht nur für Läufer empfehlenswert!

Hier geht es zu Scotts Website: scottjurek.com

 

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Vegan Guerilla – Die Revolution beginnt in der Küche

Jeder von uns kennt sie. Menschen, die man um vier Uhr morgens aus dem Bett läuten kann und die innerhalb kürzester Zeit und unter Berücksichtigung sämtlicher Vorlieben und/oder Allergien aller…

Jeder von uns kennt sie. Menschen, die man um vier Uhr morgens aus dem Bett läuten kann und die innerhalb kürzester Zeit und unter Berücksichtigung sämtlicher Vorlieben und/oder Allergien aller Überraschungsgäste ein Sieben-Gänge-Menü inklusive passender Weinbegleitung auf den Tisch zaubern. KüchengöttInnen. Ich gehöre nicht zu dieser Spezies. Deshalb stapeln sich in meiner kleinen Küche unzählige Kochbücher. Kurz vor Weihnachten hat sich ein neuer Stapel gebildet: Vegane Kochbücher. Über eines davon – Vegan Guerilla – möchte ich gerne meine Gedanken mit euch teilen.

Vegan Guerilla – Die Revolution beginnt in der Küche. Ein Kochbuch, das aus einem privaten Food-Blog entstanden ist. Rezepte, die sich eine Studentin zu ihrem höchstpersönlichen Genuss ausgedacht hat. Bilder, die im eigenen Wohnzimmer ohne viel Chichi geknipst wurden. Ein Buch, das mich sofort angesprochen hat – sympathisch und einladend. Und das noch dazu auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt ist. Herz, was willst du mehr? Die Autorin, Sarah Kaufmann, schreibt in ihrem Vorwort, dass sie die Frage „Vegan – was kannst du denn dann noch essen?“ als Ansporn versteht, alle möglichen Gerichte zu veganisieren und sich neue Rezepte auszudenken. Wunderbar! Denn auch ich stelle mir die Frage „Vegan, was kann ich denn dann eigentlich noch essen?“.

Sarah Kaufmann gibt in ihrem Buch Antworten auf diese Frage. Und was für welche! Bunte, abwechslungsreiche, fantasievolle, das Wasser im Mund zusammenlaufen lassende, leckere Antworten! Von Quinoa-Mango-Seitan-Salat, über Quiche Lorraine und Süßkartoffelburger, bis hin zu Nussecken und Cake Balls findet man in Vegan Guerilla alles, was das vegane Feinschmeckerherz begehrt. Die Autorin hat in ihrem Buch Rezepte veröffentlicht, die leicht nachzukochen sind. Die Zutaten sind in beinahe jedem Super- oder Biomarkt erhältlich, außergewöhnliches Zubehör wird nicht benötigt. Vegan Guerilla ist ein Kochbuch für jedermann. Spaß am Kochen und ein wenig Experimentierfreude vorausgesetzt.

Ich gestehe, ich habe erst ein Rezept ausprobiert. Erdnuss-Bananen-Cookies. Ganz recht, Kekse. Warum? Weil Kekse der Härtetest sind. Suppen, Salate und Hauptspeisen haben mich schon auf den Bildern überzeugt. Aber Kekse! Können vegane Süßspeisen denn wirklich so toll sein? Geht das denn? Wenn es um Süßigkeiten geht, wird der innere Schweinehund laut. Denn daran könnte eine Ernährungsumstellung scheitern. Bei mir zumindest. Wenn also die Kekse überzeugen, kann ja nichts mehr schief gehen. Ich habe sie also nachgebacken. In Mamas Omni-Küche, die eigentlich nicht für veganes Backen ausgerichtet ist. Und siehe da, alles war vorhanden (nur die Erdnüsse musste ich durch Mandeln ersetzen, aber hey, ich bin halt ein Freigeist). Erster Pluspunkt. Der Aufwand hielt sich in Grenzen. Alle Zutaten in einer Schüssel mixen, kleine Fladen formen und ab ins Backrohr damit. Dann noch schnell die Füllcreme rühren, die fertigen Kekse auskühlen lassen, mit der Creme zusammenkleben und draußen kaltstellen. Großartig, so mag ich das. Noch ein Pluspunkt.

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Bild: Nadine

Keine Stunde später waren sie fertig. Meine ersten, selbstgebackenen, veganen Kekse. Doppeldecker-Cookies mit Schoko-Bananen-Cremefüllung. Schon während des Zusammenklebens haben die Herren des Hauses heimlich Kekshälften stibitzt. Natürlich nur, um ihrer Aufgabe als Geschmacksjuroren ordentlich nachkommen zu können. Und sie waren sich einig: Die besten Après-Christmas-Cookies überhaupt. Eine Küchengöttin bin ich zwar noch immer nicht, aber mit Vegan Guerilla bin ich dem Küchenolymp schon einen Schritt näher.

Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr Vegan Guerilla direkt über compassion media bestellen. Sarahs Blog mit vielen tollen Rezepten findet ihr hier: Vegan Guerilla

Der innere Schweinehund liegt übrigens satt in einer Ecke und träumt von veganem Schokomousse. Das steht nämlich als nächstes auf meiner „To-Cook-List“. Darüber und über meine vegane Probezeit im Jänner werde ich aber ein anderes Mal berichten.

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