Eco. Life. Style.

Kategorie: Body. Soul.

Nadine sucht das Glück: Glück ist Verbundenheit

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt, einem Gelehrten und Mitbegründer der heutigen Humboldt Universität, werden diese Worte nachgesagt….

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt, einem Gelehrten und Mitbegründer der heutigen Humboldt Universität, werden diese Worte nachgesagt. Immer wieder höre ich Menschen darüber sprechen, wie wertvoll ihr Leben sei. Dabei sprechen sie weniger über ihr Leben, als über ihren Besitz, ihre Statussymbole, ihre Leistung. Wertvoll ist, wer ein großes Auto fährt, jährliche Prämien im Job kassiert, drei Mal im Jahr in Urlaub fliegt. Wertvoll ist, wer erst spät in der Nacht aus dem Büro kommt und schon im Morgengrauen wieder am Schreibtisch sitzt. Die Leistungsträger und High Potentials sind es, die anscheinend den Maßstab für die Wertigkeiten unserer Gesellschaft, unserer Leben darstellen. Kann das wirklich sein? Ich bin kein High Potential und obwohl mir meine Arbeit Spaß macht, verbringe ich meine Zeit doch lieber draußen in der Sonne. Heißt das, dass ich weniger wert bin? Dass meine Art zu leben nicht wertvoll oder nicht wertvoll genug ist? Ich glaube nicht. Das vergangene Wochenende hat mich wieder einmal in diesem Glauben bestärkt und mir deutlich vor Augen geführt, dass Herr Humboldt ein ausgesprochen weiser Mann war.

Seit knapp neun Jahren lebe ich mittlerweile in Wien, beinahe schon ein Jahrzehnt. In all diesen Jahren hat eine Vielzahl von Menschen meinen Weg gekreuzt und Spuren hinterlassen. Die einen mehr, die anderen weniger. Einer dieser Menschen, der sehr schnell zu einem lieben Freund wurde, hat am vergangenen Freitag seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert. Dreißig Jahre sind eine lange Zeit, in der man gewiss viele Bekanntschaften macht. In dreißig Jahren entstehen Freundschaften und Beziehungen, manche davon währen ein Leben lang. So manchen Begleiter verabschiedet man nach einem Stück gemeinsamen Weges, den einen oder anderen trifft man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Bei besagter Geburtstagsfeier sind viele dieser Weggefährten zusammen gekommen um den Gastgeber hochleben zu lassen. Alte Schulfreunde, Arbeitskollegen, Familie und Freunde aus den verschiedensten Kreisen gaben sich ein Stelldichein. Alte Freundschaften wurden belebt, neue Freundschaften geschlossen. Ich habe Menschen getroffen, die ich seit Jahren nicht gesehen habe. Von Veränderungen wurde berichtet, von neuen Plänen und Zielen. Und natürlich wurde in Erinnerungen geschwelgt. „Weißt du noch, damals…“, „Kannst du dich erinnern, wir haben doch früher immer…“, „Ich sehe dich vor mir, als wäre es erst gestern gewesen…“ In all dem Trubel und Gelächter, in all der Wiedersehensfreude wurden jugendliche Schandtaten ausführlichst besprochen, gemeinsame Abenteuer Revue passieren lassen und vor Jahren begonnene Diskussionen weiter geführt. Begleitet von Kopfschütteln und lautem Lachen wurde über lang vergangene Missgeschicke und Entgleisungen philosophiert. „Jetzt, wo wir älter sind, würden wir das wohl nicht mehr so machen.“ Ein Blick auf den verschmitzt grinsenden Sprecher verspricht das Gegenteil. Ganz genau so würde ich alles wieder machen, denn auf keinen Fall möchte ich diese Erinnerungen missen. Nicht eine einzige Geschichte würde ich meinen Enkeln anders erzählen wollen. Kein einziger Witz auf meine Kosten soll unerzählt bleiben. Alles was war, macht uns zu den Menschen, die wir sind. Jede gemeinsame Erinnerung, jedes gemeinsame Erlebnis ist wie ein seidener Faden, der uns verbindet. Die Verbundenheit ist an diesem Abend deutlich zu spüren. Ein Gefühl, als könne man den Mond vom Himmel holen, wenn man nur gemeinsam fest genug am Seil zöge.

Ja, wir sind älter geworden. Erwachsener auf jeden Fall, meistens auch vernünftiger. Viele unserer in jungen Jahren gesteckten Ziele haben wir erreicht, viele auch nicht. Wir werden noch einige mehr erreichen, einige, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Viele werden wir nicht erreichen. Zum Teil weil sie mit der Zeit uninteressant geworden sind, zum Teil weil wir sie zu hoch gesteckt haben. Zum Teil vielleicht auch, weil uns die Möglichkeiten fehlen. Und trotzdem werden wir den Wert unserer Leben kennen und uns in dreißig Jahren entspannt zurücklehnen können, wenn die zukünftigen High Potentials die Maßstäbe neu festlegen. Ja, ich bin alt geworden. Gemeinsam mit wundervollen Menschen, deren Fußabdrücke meinen Weg zieren und deren Freundschaft und Verbundenheit meinem Leben so viel mehr Wert geben, als es ohne sie hätte. In diesem Sinne, liebes Geburtstagskind, erwarte ich voller Vorfreude die nächsten dreißig Jahre mit allen Abenteuern, die da kommen mögen. Nur den Mond würde ich gerne am Himmel stehen lassen, die Nacht wäre leer ohne ihn.

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Vier Tipps, um nachhaltig etwas an sich zu ändern

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, Schritt für Schritt meine Ernährung umzustellen. Schon mehrfach hatte ich es mir in den letzten Jahren vorgenommen, aber irgendwie nie wirklich angepackt. An…

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, Schritt für Schritt meine Ernährung umzustellen. Schon mehrfach hatte ich es mir in den letzten Jahren vorgenommen, aber irgendwie nie wirklich angepackt. An vernünftigen Argumenten fehlte es nicht. Sophie hat sich in einem Kolumnenbeitrag schon sehr ausführlich mit dem Für und Wider auseinandergesetzt. Es ist nicht nur wesentlich gesünder für meinen Organismus, genauer darauf zu achten, was ich esse, sondern auch für das gesamte Ökosystem. Viele andere Menschen, die ich kenne, sind da schon wesentlich konsequenter als ich. Es gibt also auch Vorbilder, an denen ich mich hätte orientieren können. Und dennoch zeigen meine Bemühungen erst jetzt, Jahre nachdem ich mich zum ersten Mal mit dem Thema befasste, wirklich Früchte. Was also hat sich bei mir und in meiner Einstellung in dieser Zeit verändert? Tatsächlich sind es nur ein paar Kleinigkeiten. Ich habe an meinen inneren Glaubenssätzen gearbeitet. Das sind oft unbewusste Überzeugungen, die wir aus früheren Zeiten mit uns herum schleppen, die aber in vielen Fällen heute gar nicht mehr in die Realität passen. Letztlich habe ich in mir nur die eine oder andere Verschaltung verändert. Aber kleine Dinge haben manchmal eine große Wirkung. Hier sind meine Tipps:

Tipp 1: Den perfekten Moment gibt es nicht

„Gerade ist so eine stressige Phase.“ „Sobald ich den Abgabetermin geschafft habe, wird es besser.“ „Aber doch nicht so kurz vor den Feiertagen!“ – Im Ernst? Jetzt mal ehrlich, du wirst immer Gründe finden, warum es gerade nicht günstig ist. Oder du verschiebst den Beginn deines Vorhabens fröhlich in die Zukunft. Auch ich habe das oft getan. Es wird schon der Moment kommen, an dem ich mich in der Lage fühlen werde, Nägel mit Köpfen zu machen, dachte ich. Ich bin eben einfach noch nicht so weit. Was für ein Quatsch. Es ist das Wesen von Veränderungen, dass sie Gewohnheiten durcheinander bringen und auf Widerstände stoßen – innere und äußere. Besser, du findest dich gleich damit ab. Den perfekten Moment gibt es nicht. Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass in den meisten Fällen jeder Augenblick genauso passend ist wie jeder andere. Es liegt also an dir, ob du bereit bist, diese Tatsache einfach zu akzeptieren.

Nicht die äußeren Umstände hindern dich an der Umstellung, sondern deine innere Einstellung. Wer sich abhängig fühlt, handelt danach. Wer mit inneren Programmen wie „Ach, das schaffe ich sowieso nicht“ herumläuft und sie täglich wieder in Gedanken herunter betet, der schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass sie sich dort so richtig zu Hause fühlen. Wer sich wirklich entschieden hat, sein Leben selber zu gestalten, der wird mit Widerständen umgehen lernen – step by step eben.

Mein Tipp: Suche danach, wo die Ursache für deinen Widerstand liegt. Hinter den vorgeschobenen Gründen liegt oft etwas ganz anderes verborgen. Alte Kindheitsmuster zum Beispiel oder Sätze, die man dir jahrelang eingetrichtert hat. Prüfe sie auf ihren Realitätsgehalt und versuche, sie in Zukunft positiv zu formulieren. Zum Beispiel: „Natürlich schaffe ich das, weil ich aus meinen bisherigen Erfahrungen lerne und mein Vorgehen meiner Persönlichkeit anpasse.“

Tipp 2: Hüte dich vor großen Erwartungen

Klingt alles ganz prima, denkst du jetzt vielleicht. Das sind doch keine neuen Erkenntnisse und ich kriege es trotzdem nicht hin. Ich sage: Vielleicht sind einfach deine Erwartungen zu hoch. Es klingt toll, hehre Ziele zu haben. Und es wäre umso großartiger, wenn man sie tatsächlich auf Anhieb voll und ganz in die Tat umsetzen könnte. Entsprechend wunderbar fühlst du dich in den ersten Stunden und Tagen, wenn du noch hoch motiviert bist. Aber sobald die ersten wirklichen Widerstände auftauchen, sieht die Sache schon ganz anders aus. Aus der Höhe kannst du tief fallen, und das tut dann wirklich weh. Niemand scheitert gern.

Also dosiere die hohen Erwartungen in lauter kleine Päckchen. Ich für meinen Teil habe mir bei der Umstellung meiner Ernährung nichts vollkommen verboten, weil ich genau weiß, dass es mir dann wesentlich schwerer fallen würde, auf die „Sünden des Alltags“ zu verzichten. Und ich habe meine Ernährung eben nicht auf einen Schlag komplett umgestellt, weil ich mich stückchenweise an das Thema heran tasten möchte. Jeder kleine Erfolg ermutigt mich jedoch, auch an anderer Stelle weiter zu machen. Plötzlich fühle ich mich fitter, auch wenn die Gewichtsabnahme zum Beispiel nur sehr, sehr langsam voran geht. Am besten konzentrierst du dich auf die positiven Effekte und richtest dein Augenmerk nicht so sehr auf die Dinge, die nicht oder noch nicht eingetreten sind. Da muss jeder für sich selber herausfinden, was am besten funktioniert.

Mein Tipp: Überprüfe deine Ziele genau. Orientiere dich bei deinen Vorgaben nicht an Wunschvorstellungen, sondern an deinen bisherigen Erfahrungen. Setze auf deine vorhandenen Stärken und dosiere die Veränderung in viele kleine Schritte. Lieber kleinteilig planen, dafür aber kontinuierlich vorankommen.

Tipp 3: Jede kleine Veränderung ist ein Schritt nach vorn

Dies führt mich gleich zum nächsten Punkt. In meinen Augen ist wirklich jede kleine Veränderung ein Schritt in die richtige Richtung. Ja, selbst die kleinen Misserfolge können sehr lehrreich sein. Wenn du etwas nicht hinbekommst, sei dankbar dafür, dass du deine persönlichen Grenzen besser einzuschätzen lernst. Dann hast du vielleicht noch nicht die wirkliche Ursache deiner Widerstände gefunden und solltest weiter forschen. (Glaube mir, es ist eine spannende Sache, sich selber besser zu verstehen.) Oder deine Veränderungsportionen sind noch immer zu groß. Dann gib nicht gleich auf, sondern prüfe deine Erwartungen an dich erneut.

Mein Tipp: Mache dir bewusst, dass Prozesse nie linear verlaufen. Es ist vollkommen normal, dass es vorwärts und auch scheinbar mal rückwärts geht. Lerne daraus und lobe dich für den Versuch. Konzentriere dich auf den Wert, den jede neue Erfahrung für dich hat.

Tipp 4: Sei gut zu dir

Unterm Strich läuft es doch immer auf das Gleiche hinaus: Sei sanft zu dir, lerne Verständnis für dich zu haben und strafe dich nicht für vermeintliche Misserfolge. Ob ich durchhalte und mein Projekt „Ernährungsumstellung“ weiterhin durchziehe, liegt ganz bei mir. Ich bin aber froh, es bis jetzt sehr gut geschafft zu haben und fühle mich prima. Meine Ausdauer hat sich verbessert, mein Wohlbefinden insgesamt hat sich gesteigert und meine Freude an Bewegung wächst jeden Tag ein bisschen mehr. Dass die Lieblingsklamotten mittlerweile wieder etwas besser sitzen, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Wirkliche Gewichtsprobleme hatte ich eigentlich nicht. Im Nachhinein aber spüre ich, dass ich über die Wintermonate doch ganz schön unbeweglich und träge geworden bin. Gesundheit und Fitness – das ist schon eine feine Sache.

Mein Fazit: Eine Verhaltensänderung dauerhaft zu etablieren, ist keine leichte Aufgabe. Gewohnte Pfade sind bequem, sie zu verlassen, kostet Kraft. Aber es ist ein wirklich schönes Gefühl, wenn es am Ende doch gelingt. Das solltest du dir wert sein.

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Seele 2.0 – Wie du Probleme am einfachsten löst

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung…

Gregory Berns von der Universitätsklinik Emory in den USA forscht seit 20 Jahren über unser menschliches Gehirn. Er hat herausgefunden, dass wir unsere Glückshormone und Glücksgefühle alleine durch die Erwartung auf etwas Schönes, Neues und Positives aktivieren können. Die Erwartung sei wichtiger als die eigentliche Aktivität. Konkret ausgedrückt: die Erwartung, sich etwas Schönes zu kaufen, die Erwartung, etwas Neues und Spannendes auszuprobieren, löst mehr Freude und Glücksgefühle in uns aus als die Aktivität selbst. Damit hat Herr Berns die alte Weisheit „Vorfreude ist die schönste Freude“ wissenschaftlich belegt.

Eine Empfehlung, die ich einmal in einem Reisebüro bekommen habe: Die Reise möglichst früh buchen, damit die Vorfreude richtig lang ist. Vielleicht ist dieser wissenschaftlicher Fakt auch einer der Gründe, warum es (gefühlt) kurz nach Ostern schon Weihnachtsmänner im Laden gibt – damit wir uns lange freuen und glücklich einkaufen.

Freuen wir uns über etwas, sorgen bestimmte Hormonprozesse dafür, dass unser Körper sich entspannt. Stress wird abgebaut, der Blutdruck sinkt, Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen. Die Phantasie spielt dabei eine große Rolle: Freuen wir uns auf etwas, malen wir uns das Ereignis in den buntesten Farben aus und beschäftigen uns lange damit. Vorfreude kann also sogar glücklicher machen als die eigentliche Freude. Was hat das nun mit dem Lösen von Problemen zu tun?

Drehe den Spieß um – umgekehrt gilt das Gleiche. Hast du ein Problem, das du lösen musst, sorgt dein Hormonhaushalt dafür, dass du angespannt bist. Je länger du das Problem vor dir her schiebst, desto bunter malt deine Phantasie die Unlösbarkeit und die Größe des Problems aus, desto weniger Kraft verspürst du, dich mit dem Problem zu beschäftigen. Somit kommt es in vielen Fällen dazu, dass die Beschäftigung mit dem Aufschieben der Problemlösung mehr Energie und Kräfte raubt, als die Lösung selbst. Das dürfte jedem bekannt sein, der das Geschirr tagelang in der Küche stehen lässt und jedes Mal schlechte Laune hat, wenn es in das Blickfeld gerät.

Die Lösung? Ganz einfach. Hast du dein Problem erkannt und willst es wirklich lösen, dann schiebe diesen Schritt so wenig wie möglich vor dir her. Dadurch ersparst du deinem Körper unnötige Stresshormone und sorgst für einen nachhaltigen Ressourcenhaushalt in deiner Seele. Noch eins: Zufrieden und glücklich sein heißt nicht, keine Probleme zu haben. Es bedeutet vielmehr, dass du lernst, mit den Problemen umzugehen und ihnen nicht erlaubst, dass sie dich von den Dingen ablenken, über die du glücklich und zufrieden sein kannst. Denn Gegenteil von Glück ist bekanntlich nicht Unglück, sondern Langeweile – und eine Welt ohne Probleme wäre absolut langweilig!

Ich hoffe, du bist nun hochmotiviert, die Probleme in deinem Leben mit einem frischen Blick zu betrachten und da anzupacken, wo es nötig ist. Vergiss nicht, einen Kommentar zu hinterlassen, wenn dir etwas durch den Kopf geht.

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu…

Habt ihr in den vergangenen Wochen auch brav mit mir zusammen ausgemistet? Dann ist es jetzt an der Zeit, unseren rundum gereinigten Körpern und den frischen, luftigen Wohnungen Neues zu gönnen. Am besten fangen wir beim Thema Ernährung an. Warum? Wir alle müssen essen, um zu überleben. Daher möchte ich euch gleich von Anfang an Inspiration bieten, wie ihr euren persönlichen Speiseplan nach dem Frühjahrsputz frischer, gesünder und abwechslungsreicher gestalten könnt.

Esst regelmäßig! Findet euren Rhythmus!

„Regelmäßig essen“ bedeutet in diesem Kontext, nicht einfach nur „jeden Tag“, sondern wirklich zu regelmäßigen Zeiten zu essen. Es bedeutet aber auch nicht zwangsläufig, dass unbedingt Frühstück, Mittag- und Abendessen einzuhalten sind. Denn jeder Mensch ist anders, hat andere Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben. Findet jetzt neu heraus, womit es euch am besten geht.

So mag oder braucht beispielsweise nicht jeder Frühstück. So manchem würde es aber gut tun – also probiert es doch einfach mal ganz bewusst aus. Denn es kann durchaus sein, dass ihr seit vielen Jahren aus Gewohnheit nicht frühstückt, weil ihr morgens keine Zeit, keinen Hunger, oder einfach keine Lust habt. Manche bevorzugen kaltes Frühstück, manche warmes. Vielleicht reichen auch ein paar Früchte, um den Körper in Schwung zu bringen? Genauso müssen es morgens nicht immer drei Kaffee sein. Vielleicht reicht eine Tasse und ein großes Glas Wasser oder Tee dazu? Experimentiert. Nützt die Zeit des Erblühens, um euch selbst neu zu entdecken!

Bereitet euer Essen frisch zu!

Versucht, zu Mittag nicht einfach nur ein Brötchen vor dem Computer in euch hinein zu stopfen. Selbiges gilt für das Abendessen und die mit dieser Tageszeit verbundenen Ablenkungen zu Hause. Bereitet eure Speisen vor. Nehmt euch Zeit für die Mittagspause und die Zubereitung des Mittagessens, lasst euch treiben. Achtet darauf, dass euer Essen euch auch optisch anspricht – ein grauer Brei auf dem Teller macht selten Freude. Peppt solche Gerichte mit bunten Gemüsesorten auf, schon habt ihr nicht bloß mehr Gesundes am Teller, sondern gleichzeitig mehr Freude an der Nahrungsaufnahme. Wenn ihr euch mehr mit dem Thema Essen und dessen Zubereitung beschäftigt, wird es euch automatisch mehr Spaß machen und euch so richtig gut tun. Der Körper kann schließlich nur mit dem arbeiten, was er von uns bekommt, also sollten wir tunlichst vermeiden, ihm nebenbei minderwertige Nahrung wie zum Beispiel Fertigprodukte, Süßigkeiten oder gezuckerte Getränke zuzuführen.

Probiert neue Zutaten aus!

Esst ihr tagein, tagaus das gleiche? Habt ihr Gerichte gefunden, die euch schmecken und die ihr genau deswegen jeden zweiten Tag esst? Bevor ihr die Freude an diesen Lieblingsgerichten verliert, versucht doch einmal, jede Woche eine euch bislang unbekannte Zutat zu verarbeiten. Das kann etwas sein, das ihr aus Prinzip nicht esst, weil ihr womöglich negative Erlebnisse aus der Kindheit damit verbindet, oder etwas komplett Unbekanntes. Fragt ihr euch, ob ihr ohne Fleisch, Süßigkeiten oder Brot auskommen würdet? Ob ihr euch vielleicht sogar vegetarisch oder vegan ernähren könntet? Probiert es einen Monat lang aus! Ihr werdet sehen, es lohnt sich. Ihr werdet mit jeder Menge Abwechslung und neuen Geschmackskombinationen belohnt. Und vielleicht findet ihr so das eine oder andere neue Lieblingsgericht?

Experimentiert mit euren liebsten Zutaten!

Ihr könnt einfach nicht ohne eine bestimmte Zutat leben? Fühlt ihr euch nicht gut beim Gedanken daran, sie ein paar Tage von eurem Speiseplan zu streichen? Dann verwendet sie! Aber in einer anderen Art und Weise als bisher. Ihr wollt ein Beispiel? Bittesehr: Ich liebe Bananen. Anstatt jedoch immer nur Bananen im Ganzen aus der Schale oder in Scheiben über Müsli zu essen, bin ich dazu übergegangen, mit ihnen zu kochen. Ein indisches Gemüsecurry mit zermatschter Banane schmeckt herrlich! Ein selbst gemachter Frühstücks-Smoothie bekommt durch die Zugabe von Banane eine wunderbar cremige Konsistenz und im Sommer kann man einen extra Frischekick erreichen, indem man die geschälten Bananen im gefrorenen Zustand hinzufügt. Na, überzeugt?

Das Wichtigste kommt jedoch – wie immer – zum Schluss:

Seid neugierig!

Probiert Neues aus und bleibt dran. Stellt ihr fest, dass ihr mit gewissen Elementen eures geänderten Speiseplans beim besten Willen nicht zurechtkommt, dann ändert sie wieder. Ändert sie, so oft ihr wollt, aber vermeidet, gleich wieder in einen starren Kreislauf zu geraten. Denn je bunter und abwechslungsreicher euer Speiseplan, desto besser wird euer Körper mit den benötigten Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

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Sonntagslektüre: Nimm dir Zeit für Gutes

Wie sage ich’s (richtig)? Kommunikation fasziniert mich. Doch sie passiert automatisch, man nimmt sie als gegeben hin. Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu…

Wie sage ich’s (richtig)?

Kommunikation fasziniert mich. Doch sie passiert automatisch, man nimmt sie als gegeben hin. Egal in welcher Form, über das Handy, den Computer oder (leider viel zu selten und mittlerweile sehr vernachlässigt) von Angesicht zu Angesicht, sie ist Normalität. Dabei ist die Psychologie dahinter entscheidend, warum genau diese Worte aus uns sprudeln und – was noch viel wichtiger ist – was sie in unserem Gegenüber bewirken. Nicht von irgendwo kommt der Spruch, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat; ich habe meine und du hast deine.

Jede Theorie hat ihre Richtigkeit – erst vor kurzem las ich wieder einmal das Buch von Serena Rust mit dem Titel „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“. Es wird auf unkomplizierte Weise erklärt, wie „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg funktioniert. Ich kann der Autorin nur beipflichten, wenn sie sagt, das Prinzip ist zwar einfach, aber keineswegs leicht. Gespräche werden anhand der „Vier-Schritte-Taktik“ abgehalten, diese sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Zu Beginn drückt man frei von jeder Bewertung seine Beobachtung, also den Fakt, aus. Danach schildert man sein Gefühl – ohne Interpretation. Der nächste Schritt sieht das Bedürfnis vor („Ich brauche…“) und abschließend formuliert man eine Bitte. Demnach könnte ein Gespräch so ablaufen:

A: „Wenn du so schnell fährst, fühle ich mich unwohl.“
B: „Hast du Angst, dass etwas passieren könnte?“
A: „Ja, ich bin ein bisschen besorgt – und ich kann bei dem Tempo die Landschaft gar nicht genießen. Bitte fahre etwas langsamer!“
B: „Okay! Ich freue mich ja darüber, dass wir zum Vergnügen unterwegs sind. Ich fühle mich doch noch etwas angespannt von meinem Job. Was hältst du davon, wenn ich dort vorne am Restaurant anhalte und wir auf der Terrasse einen Kaffee trinken?“
A: „Oh! Das gefällt mir!“

Die Sache bekam für mich herausfordernden Charakter. Ist es möglich, mein Kommunikationsverhalten so zu verändern, dass Bewertungen darin keinen Platz mehr haben? Wie drücke ich meine Gefühle ehrlich aus? Ein noch bekannteres Konzept ist das vom Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun. Das „Vier-Ohren-Modell“ oder „Nachrichtenquadrat“ beschreibt eine Nachricht unter folgenden vier Aspekten: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Der Sachinhalt (worüber ich informiere) tauscht eine Sachinformation aus. In der Selbstoffenbarung (was ich von mir selbst kund gebe) senden wir Details unserer Persönlichkeit aus, dies geschieht unbewusst und automatisch. Was ich mit meiner Nachricht erreichen möchte, zeigt sich im Appellaspekt (wozu ich dich veranlassen möchte). Meistens handelt es sich um Aufforderungen, etwas zu tun. Der zentrale Punkt der Beziehungsseite ist, was ich von meinem Gegenüber halte und wie wir zu einander stehen. Mit einer guten Freundin werde ich anders kommunizieren als mit meinem ungeliebten Nachbarn.

Der Satz „Schön, dass du mal wieder da bist.“ kann zum Beispiel auf den Ebenen folgende Ausprägung haben:
Sachinhalt: „Deine Anwesenheit ist schön.“
Selbstoffenbarung: „Ich bin einsam.“
Beziehung: „Du vernachlässigst mich.“
Appell: „Besuche mich öfter!“

Meiner Meinung nach ist das Feld der Kommunikationspsychologie ein unglaublich spannendes. Alleine das theoretische Wissen vermittelt einen guten Einblick und man wird dadurch hellhöriger. Ich bemühe mich, mein Verhalten an die oben vorgestellten Theorien anzulehnen. Doch wie effektiv sind sie in der Praxis? Wenn mich eine tobende Arbeitskollegin zu Unrecht anschreit, kann ich dann meine Beherrschung wahren und ruhig antworten? Schlucke ich so nicht meinen Zorn hinunter, anstatt ihn loszuwerden? Wie wende ich diese Taktik an, wenn meine Gefühle die Überhand nehmen? Ich bin zwar meistens ein Kopfmensch und begrüße daher solche Strategien, manchmal empfinde ich aber Kommunikation ohne Plan und ohne Regeln als die beste. Man öffnet sich seinem Gegenüber, spricht seine Wahrheit aus und hofft, verstanden zu werden. Denn eine Garantie dafür gibt es ohnehin nie!

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Meiner Erfahrung nach kann man es schlicht und ergreifend nicht richtig sagen! Was man allerdings tun kann, ist, ehrlich zu sein und es auch so zu meinen! Denn was kann authentischer sein als wahre Worte, tief aus dem Knäuel zwischen unseren Rippen kommend? Vielleicht liegt hier ja das eigentliche Kommunikationszentrum (Sprechen und Hören) und findet viel zu selten Gebrauch. Denkt auf alle Fälle bei eurem nächsten Gespräch an Schulz von Thuns Worte: „Wenn einer etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich.“.

Da dies keineswegs der Weisheit letzter Schluss ist, würde ich mich freuen, wenn ihr eure Wahrnehmung in den Kommentaren schildert.

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Seele 2.0 – Resilienz lernen

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus. Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren…

Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach eine Limonade daraus.

Resilienz, fast schon zu oft ist dieses Wort irgendwo zu lesen. Widerstandsfähigkeit unserer Psyche, Stehaufmännchen-Effekt. Eine Fähigkeit, die inneren Ressourcen dann zu aktivieren, wenn sie gebraucht werden. Eine Fähigkeit, die James Bond und alle anderen Superagenten dieser Welt im Überfluss haben – und die auch für Normalsterbliche sehr nützlich sein kann.

Resilienz beschreibt den Abprall-Effekt, die Teflon-Beschichtung unserer Seele. Eine heute immer häufiger benötigte Fähigkeit, dem Stress und all den Ereignissen zu begegnen, die durch zahlreiche Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft Teil unseres Lebens sind. Umstrukturierungen, Umzüge, Umstellungen, Kündigungen, Sanierungen, Produkteinführungen, Innovationen.

Ja, auch eine Innovation ist ein Stressfaktor. Denke an die Gesichter der Generation über 50, wenn du ihnen ein Smartphone erklärst. Oder die Cloud. Denke an genmanipulierte Lebensmittel (eine Innovation) oder die Diskussion über die Lebensbedingungen der Arbeiter, die in „Billiglohnländern“ die Produkte für die „Geiz-ist-geil“-Gesellschaft herstellen. Wir beschäftigen uns – Internet sei gedankt – oft mit Themen, denen wir nicht gewachsen sind.

Und dann sind da noch all die kleinen Dinge des Alltags: Zugverspätung, Strafzettel, Kindersorgen, Arbeits-Themen.

Wie lernst du widerstandsfähige Denkmuster?

Nimm einen Zettel und beschreibe eine Situation, die blöd gelaufen ist. Etwas, das dich geärgert hat oder traurig macht. Zum Beispiel:

  • Ich habe einen Strafzettel für zu schnelles Fahren bekommen.
  • Der Zug hatte Verspätung, ich habe den Anschlusszug verpasst.
  • Ich habe die Gehaltserhöhung nicht bekommen.
  • Mein Kind ist in der Schule sitzengeblieben.
  • Ich habe mir beim Yoga den Nacken verspannt.

Jetzt kommt die „paradoxe Denkphase„. Denke die Situation andersherum und stelle dir die Frage: „Was ist das Geschenk in dieser Situation? Was kann ich daraus lernen?“ Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lass kommen, was kommt. Wenn dir nichts einfällt, denke, was du jemand anderem sagen würdest, um ihn zu ermuntern oder abzulenken.

Wie die Ergebnisse aussehen können

Das Geschenk in der Situation mit dem Strafzettel für zu schnelles Fahren: Wenn ich es als Warnung sehe und langsamer fahre, kann ich damit in Zukunft vielleicht einen schwereren Unfall vermeiden.

Das Geschenk in der Situation mit der Zugverspätung: Ich habe mich an zwei Zitate erinnert. Das erste lautet: „Gib mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Gib mir Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Und gib mit Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Dann hab ich gelächelt. Ich kann die Zugverspätung nicht ändern. Das zweite Zitat lautet: „Das ärgerliche am Ärger ist, dass er niemandem nützt.“ Ich habe mich daran erinnert, wie ich mich ärgere, wenn ich verärgert in den Spiegel gucke – wie alt ich dann plötzlich aussehe. Und das will ich nicht.

Das Geschenk für die nicht erhaltene Gehaltserhöhung: Ich muss noch besser in dem werden, was ich tue, und meine Vorgesetzten noch mehr von mir überzeugen. Vielleicht ist das aber auch einfach nicht das Unternehmen, in dem ich meine Zukunft aufbauen sollte. Ich sollte mich auch mal nach anderen Stellen umschauen.

Das Geschenk in der Situation mit dem Kind: Das Lernen und Pauken wird dieses Jahr einfacher sein, und ich werde es nicht so schwer haben, das Wort „Konsequenzen“ zu erklären.

Das Geschenk beim verspannten Nacken: Gut zu wissen, wie gut es mir geht, wenn meine Gesundheit in Ordnung ist. Dafür sollte ich öfter dankbar sein!

Bei der Aufgabe geht es nicht darum, dass du dich nicht ärgerst oder die Ereignisse als harmlos und nichtig darstellst. Es geht darum, den dadurch entstehenden Stress nicht zu nah an dich ranzulassen und zu lernen, widerstandsfähiger zu werden. Aufstehen, Krone richten, etwas Gutes in der Situation finden, weiter gehen.

Irgendetwas Gutes findest du garantiert!

Aus jeder Zitrone kann man eine Limonade machen. Damit ist das Thema Resilienz nicht abgeschlossen, aber für heute bleibt es bei dieser Übung. Wenn du gute Beispiele aus deinem Leben hast, dann her damit! Und wenn du Schwierigkeiten mit der paradoxen Denkweise hast und Unterstützung brauchst, schreibe uns ein Kommentar – wir helfen dir gern!

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Nachhaltig. Nach-HALT!-ig. N-ACH!-haltig.

Nachhaltig. Das ist zur Zeit das Wort schlechthin. In unserem Freundeskreis spielen Fragen, die sich mit dem Erhalt unserer Erde und ihrer wertvollen Natur zu tun haben, immer öfter eine größere…

Nachhaltig. Das ist zur Zeit das Wort schlechthin. In unserem Freundeskreis spielen Fragen, die sich mit dem Erhalt unserer Erde und ihrer wertvollen Natur zu tun haben, immer öfter eine größere Rolle. Oder zumindest einmal – sie spielen überhaupt eine Rolle. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit überhaupt im Familienleben?

Als Allererstes einmal sollten die Eltern die Grundlage schlechthin schaffen: Nämlich den Sinn für die Natur, die Fähigkeit des Kindes, sie in sich aufzunehmen und auf sich wirken zu lassen. Denn nur, wenn Kinder überhaupt die Natur an sich wahrnehmen, können sie später darüber nachdenken, wie wertvoll sie diese finden, um sich persönlich für den deren Erhalt einzusetzen. Und wo fängt das Spiel mit der Wahrnehmung an? In erster Linie natürlich, indem man mit dem Kind hinaus geht, in die Natur, in den Wald, Park, in die Felder, um sie erkunden zu können.

Aber stopp. Gemeint ist nicht folgende Szene: Kind sitzt im Buggy. Mama und Papa sind in Gedanken bei der Arbeit, dem Haushalt, Kollegen und bestenfalls hat nur einer der beiden ständig das Smartphone in der Hand. Man rennt förmlich an der Schönheit der Welt vorbei. Wenn die Eltern nicht selbst Inne inne halten, den Kindern die kleine Raupe auf dem Blatt zeigen, und sich in die Wiesen werfen (wie viele von euch denken gerade: „Aber da sind so Krabbeltieeere!“ ?), kann das Kind gar nicht erst sehen, wer oder was Natur sein soll. Leider höre ich oft „Für solche abenteuerlichen Spaziergänge fehle die Zeit, es sei viel zu aufwendig, hinaus zu fahren.“ Aber gibt es denn keinen Baum in der eigenen Straße, den man anfassen kann? Ist nicht auch eine Wasserpfütze ein Stück Natur? Und was ist mit den „Krabbeltieeeren“? Viele Kinder kennen heutzutage nicht einmal mehr den Unterschied zwischen Käfer und Spinne.

Klar, ein Picknick auf einer grünen Wiese unter einem Apfelbaum, das kann kaum einer jede Woche seiner Familie bieten. Aber: Lasst die Handys weg beim Spazieren gehen. Ich finde es übrigens auch sehr nachhaltig, wenn man die Zeit, die man mit dem Kind verbringt, auch wirklich mit dem Kind und nicht mit dem Internet, der Arbeit oder den Freunden im Ständig-erreichbar-Modus verbringt. Nur, wenn ich mich mit meinem Kind beschäftige, hat es etwas von mir. Nur so kann ich es prägen und Einfluss auf sein späteres Denken nehmen.

Meine Hausaufgabe an alle lieben Leser: Geht raus hinaus. Ohne Handy. Lasst die Gedankenschublade „Arbeit“ daheim. Riecht an den Blumen, umarmt die Bäume und schmeckt die Blüten der Gänseblümchen. Ja, die kann man essen. Und das habe ich auch nur gelernt, weil meine beste Freundin in einer sehr naturnahen Familie groß geworden ist. Auf dass auch die Stadtkinder bald wieder wissen, wie der Regen riecht!

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Nadine sucht das Glück: Glück ist Klarheit

„Wir haben von unserem eigenen Körper, in dem unaufhörlich so viele Unlust- und Lustgefühle zusammenströmen, keine so klar umrissene Vorstellung wie von einem Baum oder einem Haus oder einem Vorübergehenden.“…

„Wir haben von unserem eigenen Körper, in dem unaufhörlich so viele Unlust- und Lustgefühle zusammenströmen, keine so klar umrissene Vorstellung wie von einem Baum oder einem Haus oder einem Vorübergehenden.“ Marcel Proust hat in seinem siebenbändigen Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ auf den Punkt gebracht, worüber ich mir regelmäßig den Kopf zerbreche. Von allem habe ich eine Vorstellung, mal eine vage, mal eine konkrete. Ein Bild auf jeden Fall, das im Geiste gemalt, vertraut und fassbar ist. Ich habe ein Bild von den Menschen, die mir begegnet sind, von den Städten, die ich gesehen habe. Ich kann mir leicht ausmalen, wie mein nächster Urlaub sein soll, mein Gemüsegarten, den ich in ferner Zukunft hegen werde. Ich weiß, wie es sich anfühlt, den Liebsten zu vermissen und ihn wieder in die Arme schließen zu können. Ich habe eine Ahnung, wie es sein würde, sollte er mich bitten, unsere Leben miteinander zu verbringen. Ich kann mir sogar vorstellen, wie die Farbe Rot schmecken könnte. Von all diesen Menschen, Dingen, Emotionen und abstrakten Begriffen kreiere ich im Geiste Bilder. Auch von meinem Körper habe ich ein Bild. Eines, das ich jeden Tag im Spiegel sehe und das auch meine Umgebung wahrnimmt. Nur das Innenleben liegt oft im Dunkeln. Da gibt es Ahnungen, vielleicht auch mal das kurze Aufblitzen eines Gefühls. Im Großen und Ganzen ist mein Inneres aber ein Mysterium.

Das Gute an Mysterien ist, dass sie aufgelöst werden wollen. Dass sie reizvoll sind und einen zum Hinsehen zwingen. Da ich mein größtes Mysterium bin, verbringe ich einen nicht unwesentlichen Teil meiner Freizeit mit der Erforschung meiner selbst. Eine für mich sehr effektive Methode habe ich in der Teilnahme an Gruppencoachings entdeckt. Das Besondere an diesen Veranstaltungen ist, dass sie immer das gleiche Thema haben. Beziehungen. Nicht irgendwelche Beziehungen, sondern die allerwichtigsten. Meine Beziehungen zu mir. Der Gedanke dahinter ist ganz einfach. Wenn die Beziehung mit mir, mit meinem Körper, mit meinem Geist und allen meinen Lebensthemen eine gute ist, werden auch alle Beziehungen zur Außenwelt gut sein.

In regelmäßigen Abständen nehme ich an eben diesen Beziehungskreisen teil, so auch vor wenigen Tagen. Jeder Beziehungskreis ist eine sehr besondere Erfahrung und die Erlebnisse arbeiten meist noch sehr lange in mir. Dieser war so außergewöhnlich und bereichernd, dass ich meine Erkenntnisse gerne teilen möchte. Ein kleiner Kreis von Teilnehmerinnen – mich eingeschlossen – erforschte mit Hilfe von Steinen und unter Anleitung einer wundervollen Coachin sein Innerstes. Schon als Kind habe ich Steine geliebt. Jeder ist anders, keiner sieht gleich aus und fühlt sich auch nicht so an. Gemein ist ihnen ihre Unvergänglichkeit. Für mich war diese Art der Mysterienauflösung allein deshalb schon sehr faszinierend. Im Laufe des Tages entdeckte ich neue Facetten meiner Persönlichkeit. Ängste, die tief verborgen geschlummert hatten, Talente, die noch nicht genügend Wertschätzung erfahren haben, Freude, die geteilt werden will. Ich habe Bestätigung in mir gefunden, die mich manche Dinge mit anderen Augen sehen lässt. Und ich habe ein Gefühl gefunden, dass ich nicht erahnen hätte können. Ich habe Ablehnung gefunden, einen Abschied, der lange nicht ausgesprochen war. Ein Gefühl, dass so viel Energie raubt und nichts zurück gibt. Die Erkenntnis etwas verabschieden zu müssen, war schmerzhaft und überraschend. Linderung schaffte die einkehrende Gewissheit, dass es kein „Müssen“ ist, sondern ein „Dürfen“. Etwas gehen lassen zu dürfen ist befreiend. Gerade wenn es sich um etwas handelt, mit dem man eng verbunden ist. So schön und kräftigend eine enge Verbindung meist ist, so anstrengend und kraftzehrend kann sie auch sein. Die Klarheit, dass es eine solche Verbindung in meinem Leben gibt, habe ich an diesem Tag gewinnen dürfen.

Diese Klarheit erlaubt mir, die Situation zu betrachten und zu bewerten. Sie schafft Gewissheit. Die Klarheit, die Enthüllung einer verborgenen Schwierigkeit ist es, die mir als großes Glück erscheint. Denn sie ermächtigt mich, meine Wahl zu treffen. Ich schaffe die Formen meines Lebens. Ich bin mächtig. Ich verneige mich vor dem Göttlichen in mir. Diese wunderbaren Erkenntnisse durfte ich mit nach Hause nehmen und diese sind es, die ich mit euch teilen will. Denn jedem soll Klarheit gewährt werden. Klarheit über jede einzelne Facette seines Körpers, ob innen oder außen, damit jeder seine eigene, besondere Macht spüren kann.

Kennt ihr diese Momente, in denen ihr alles, was ist und sein wird, ganz klar vor Augen habt? Die Erleichterung, die ein Abschied manchmal mit sich bringt? Ich freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt!

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Sort of Sophie – Dieses Jahr wird irgendwie alles besser.

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer,…

In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit dem Frühjahrsputz in allen Lebensbereichen auseinander gesetzt. Nachdem ihr jetzt hoffentlich jede Menge entrümpelt habt – in der Wohnung, im Computer, im Körper und in der Seele – habt ihr wieder Platz und Luft für Neues. Neue Inspiration, neue Wünsche, neue Vorhaben oder was euch sonst noch durch den Kopf geht. Aber ihr kennt das: Gedanken sind schön und gut, doch oft benötigt man ein neues „Projekt“, um wieder frisch und voller Energie durchstarten zu können.

In den nächsten Wochen wird sich bei mir daher alles um Neues drehen:

– Neues lernen: Schon der englische Philosoph Francis Bacon sagte: „Wissen ist Macht.“ Und es stimmt. Wissen macht nicht einfach nur klüger. Wissen macht selbstsicher. Wissen gibt Kraft und Freude. Es existieren heutzutage unglaublich viele Möglichkeiten, seinem Gehirn etwas Gutes zu tun und sich selbstständig weiterzubilden. Ich werde euch einen Überblick über die verschiedensten Optionen bieten, vielleicht findet ihr darunter etwas passendes für euch.

– Neues Hobby: Alles sprießt und gedeiht – und das sollt auch ihr! In diesem Kolumnenbeitrag wird es ganz besonders um Inspiration gehen. Ich möchte euch einen bunten Strauß an Ideen liefern, was ihr mit eurer neu gewonnenen Energie alles anstellen könntet – denn gelangweilt auf der Couch herumsitzen oder einem Zeitvertreib nachgehen, „weil ihr das schon immer so gemacht habt“, war gestern!

– Neue Ernährung: Seid ihr gelangweilt von eurer Ernährung? Esst ihr, weil ihr essen müsst? Ernährt ihr euch tagein, tagaus von den mehr oder weniger gleichen Lebensmitteln oder Speisen? Wollt ihr in diesem Bereich etwas Neues ausprobieren, wisst aber nicht, wo ihr ansetzen sollt? Es wird hier keine Diät-Tipps geben, sondern verschiedene Ansätze, um den eigenen Speiseplan bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Denn Essen ist nicht nur (überlebens-)wichtig, sondern kann auch Spaß machen. Ich spreche aus Erfahrung!

– Neue Freude an Bewegung: Auch in diesem Bereich gilt es, alte Verhaltensmuster zu überdenken und ihnen einen neuen Anstrich zu geben, oder vielleicht sogar etwas ganz Neues in das persönliche Fitnessprogramm aufzunehmen. Denn ihr kennt das Problem vermutlich: Nur dann, wenn Bewegung Freude macht, bleibt man auf Dauer am Ball. Sobald die Routine eingekehrt ist, läuft man ganz schnell Gefahr, Sport bleiben zu lassen, anstatt ihn anzupassen.

– Neue Entspannung: Damit die frisch gewonnene Energie nicht sofort wieder verloren geht, zeige ich euch, mit welchen Techniken und Hilfsmitteln ihr aktiv regelmäßige Entspannungsphasen in euren Alltag einbauen könnt, auch wenn sie noch so kurz sind. Eure Seele wird es euch danken.

– Neuer Platz: Nur weil der aktuelle Frühjahrsputz jetzt abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass wir jetzt ein Jahr lang überhaupt nichts mehr entrümpeln müssen. In diesem Beitrag werde ich euch zeigen, was ihr auch während des restlichen Jahres machen könnt, um den nächsten Frühjahrsputz viel entspannter angehen zu können.

Ihr seht also, mein großes Ziel für die nächste Zeit ist es, euch rundum Inspiration zu bieten und euch mit einer Menge Motivation in die Sonnenmonate zu schicken.

Gibt es weitere Bereiche, die euch interessieren würden?

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Seele 2.0 – Entschleunigung

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch? Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt…

Hektik, Hast, Stress! „Ich muss noch…“, „Schaffe ich das?“ – Kennst du das auch?

Unsere Welt, in der es so viel Neues gibt, hat ein Eigentempo entwickelt, und nicht jeder kommt vergnügt wie auf einer Achterbahnfahrt mit diesem Tempo mit. Wenn dir der Stress und die Geschwindigkeit deines Alltags zu schaffen machen, tue folgendes:

Entschleunige dich!

Hier findest du zehn Beispiele, wie du das tun kannst:

  1. Schalte ab: Handy aus, PC aus, Fernseher aus, Telefon aus! Die meisten von uns verbringen viel Zeit online. Wir schreiben E-Mails, lesen Zeitung, schauen Videos und hören Musik am Computer. Schalte deine Geräte zunächst ein Mal pro Woche aus. Gehe stattdessen vor die Tür, mache Sport, treffe dich mit jemandem in „Real Life“. Du wirst dich wundern, wie viel Zeit du plötzlich hast, wenn du das Abschalten regelmäßig praktizierst. Mails, Chats, SMS und Co haben Zeit und können auch bis morgen warten.
  2. Genieße das Essen: Esse, ohne dabei Zeitung zu lesen, mit dem Mobiltelefon zu spielen, im Internet zu surfen oder fern zusehen. Spreche nicht, sondern konzentriere dich ganz und gar auf den Geschmack. Schmeckt es dir nicht? Bestes Zeichen, dass du das Essen stehen lassen solltest. Schmeckt es dir ausgezeichnet? Genieße jeden Bissen!
  3. Tue einfach mal nichts: Naja, liegen, stehen oder sitzen tust du dabei – aber ansonsten tue einfach nur nichts. Lege das Handy aus der Hand, stelle dir deinen Kopf gedankenleer vor, schaue gerade aus und schaue einfach nur hin, ohne zu analysieren, zu müssen oder zu fragen. Dafür eignet sich eine Wand genau so gut wie ein Fenster.
  4. Entspanne deinen Terminkalender: Komm zu Terminen immer ein paar Minuten zu früh oder sage Termine ab. Kein Projekt der Welt ist so wichtig, dass du dich stresst und so deiner Gesundheit Schaden zufügen darfst. Notiere dir, welche Termine in deinem Kalender regelmäßig zu lange dauern und dich aus der Bahn werfen. Prüfe, welche regelmäßigen Termine komplett abgesagt oder auf halb so oft geändert werden können.
  5. Plane Zeit für dich ein: Plane jeden Tag mindestens zehn Minuten nur für dich ein! Mach, worauf du Lust hast: Augen schließen und träumen, zeichnen, genussvoll naschen, eincremen oder ein Buch lesen. Plane diese Zeit so ein, dass du in ihr Energie tanken kannst.
  6. Sei im Hier-und-Jetzt: Es gibt Studien, die zeigen, dass ca. 85% der Menschen in Industrienationen vergangenheitsorientiert und deswegen unglücklich sind. Die Vergangenheit können wir nicht ändern. 13% sind gemäß diesen Studien zukunftsorientiert, und ebenfalls nicht wirklich glücklich – denn die Zukunft ist noch nicht da, man erlebt die Zukunft nicht. Das einzige, was du erleben kannst, ist die Gegenwart, und nur diese kann dich jeden Tag mit Glück versorgen. Lausche, schmecke, fühle, sei im Hier-und-Jetzt und frage dich: Was ist in meinem Leben gerade schön?
  7. Bewege dich: Dass Bewegung nicht nur unserem Körper, sondern auch der Seele gut tut, ist nichts Neues. Spaziere eine Runde, tauche ins Wasser, dehne dich auf der Yoga-Matte oder gehe ins Fitnessstudio. Bewegung ist nach einem anstrengenden Arbeitstag ein super Ausgleich! Lauf dem Stress und der Hektik einfach davon!
  8. Nimm Auszeiten: Der Tag läuft nicht so, wie du es dir vorstellst? Sage den nächsten Termin ab und gehe vor die Tür. Die Woche läuft nicht rund? Unterbreche den Automatismus, steige aus dem Stress aus – zum Beispiel mit Punkt 1 (Abschalten) verbunden mit Punkt 7 (Bewegung). Kurzurlaub muss übrigens nicht sofort auf Mallorca sein, auch Freunde und (ältere) Verwandte besuchen sorgt für Entschleunigung.
  9. Stell dir jeden Morgen diese Frage: Was kann ich tun, damit mein Leben mehr Entspannung und Entschleunigung beinhaltet?
  10. Mache nur eine Sache zur Zeit: Multitasking mag kurzfristig Zeit sparen und manchmal unabdingbar sein, aber mehrere Dinge gleichzeitig zu tun stresst uns, und auf mittlere und langfristige Sicht ist es besser, du fokussierst dich ganz und gar auf das, was du gerade tust. Dir kreisen Gedanken durch den Kopf? Schreibe dir auf, was du als nächstes tust, wenn du mit der aktuellen Aufgabe fertig bist und fahre dann fort.

 

Fällt es dir schwer, einige dieser Vorschläge umzusetzen? Das ist möglicherweise ein Zeichen, dass dir Entschleunigung sehr gut tun würde!

Hast du eigene Entschleunigungs-Aktionen? Teile diese gern mit uns hier als Kommentar!

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