Es gibt immer wieder Plätze, an denen ich gerne länger verweilt hätte. Aus diesem Grund würde ich jedem empfehlen viel mehr Zeit für den Weg einzuplanen, wie viele andere Pilger es auch getan haben.

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Das Gehen selbst ist Gebet, hat einmal eine Mitpilgerin zu mir gesagt, und so habe ich es auch an vielen wunderschönen Orten, wie ganz besonders auf dem Weg über den Montes de Oca nach San Juan de Ortega, einem ganz besonderen Kloster mit einer einmalig schönen Kirche, empfunden. Ein Wallfahrtsort für Frauen mit Kinderwunsch. Vorher erleben wir zufällig in einem kleinen Dorf einen Umzug durch die Felder mit anschließender Messe, die von einem sehr jungen, dynamischen Priester gehalten wird. Es ist der erste Geburtstag meines kleinen Enkelsohns und ich entdecke passend dazu eine Figur der heiligen Anna als Großmutter mit ihrer Tochter Maria und ihrem Enkel Jesus in der Kirche. Die Beschreibung des ganzen Weges findet man in jedem Führer. Ich erwähne daher in meinem Bericht, in chronologischer Reihenfolge, für mich besonders erwähnenswerte Orte und meine persönlichen Erfahrungen.

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Ein besonderes Glücksgefühl, als wir in der Meseta vor Castrojeriz durch die Ruine des Klosters San Anton gehen. In dem Städtchen Catrojeriz wäre ich gerne einen Tag geblieben und hätte, wie zwei irische Pilgerinnen, die Klosterschwestern besucht, die das Templerkreuz TAU schnitzen. Der Ort hat viele alte Kirchen und gleich in der ersten – einem Museum – begrüßt mich wieder eine beeindruckende Marienfigur und eine weitere Darstellung der heiligen Anna mit Maria und Jesus aus dem 14. Jahrhundert. Viele Pilger hetzen auch dort vorbei.

Nach diesem Ort geht es einen Tafelberg hinauf. Oben ein herrlicher Blick über die endlos scheinende Ebene der Meseta. Dann fliege ich fast hinunter auf die wogenden grünen
Weizenfelder zu.

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