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Kategorie: Cooking.

Tibetische Momos selbstgemacht: Mein Kochkurs bei Meister Lhamo

Erstmal Händewaschen! Hätte zuvor jemand noch Bedenken in Sachen Sauberkeit gehabt, würden die gleich zu allererst von Lhamo ausgeräumt: In seiner winzigen Wohnküche – zwei Tische, ein Kasten, ein TV-Gerät…

Erstmal Händewaschen! Hätte zuvor jemand noch Bedenken in Sachen Sauberkeit gehabt, würden die gleich zu allererst von Lhamo ausgeräumt: In seiner winzigen Wohnküche – zwei Tische, ein Kasten, ein TV-Gerät sind die Ausstattung – unterrichtet er seit acht Jahren das Zubereiten von tibetischen Gerichten hier in McLeod Ganj, das auch “Little Lhasa” genannt wird. Wobei, in Lhasa selbst sind Tibet und seine Kultur längst von den Chinesen überrollt worden und wohl kaum noch so präsent wie hier im Norden Indiens über Dharamshala.

Beinahe jeden Tag und dann gleich zwei Mal (der Morgenkurs beginnt um 10.00 Uhr und endet gegen 12.00 Uhr) bringt Lhamo Touristinnen für 300 Rupies bei, Momos, tibetische Suppe und tibetisches Brot selber zu machen. Ich habe Glück: Heute stehen die kleinen Teigtaschen auf dem Programm, in die ich mich nicht nur in der Region rund um Darjeeling, sondern eben auch hier “eingraben” könnte. Auch wenn die Tibeter selbst lieber die Fleischfüllung haben, lehrt Lhamo nur vegetarische Varianten – aus Hygienegründen. Mir soll es recht sein.

Meister Lhamo bei der Arbeit. Foto: Doris

Meister Lhamo bei der Arbeit.

“This is not a cooking class, but an enjoying class.”, meint der kleine Tibeter, der selbst vor neun Jahren nach Indien gekommen ist, zu uns Kochschülerinnen. Fast hätte ich wegen seines gebrochenen Englisch “injury class” verstanden, aber nein. Verletzt wird hier niemand, genießen können wir vier die zwei Stunden aber umso mehr. “Und wir können hier sogar selbst kochen.”, freut sich die Neuseeländerin Anne, eine meiner Koch-Kolleginnen, und fügt hinzu “Bei unserem indischen Kochkurs durften wir nur zuschauen.” Auch ich bin froh, dass es bei Lhamo ziemlich praktisch zugeht. Nicht nur beim Rühren, Kneten, Formen – sondern anschließend vor allem beim Verkosten der kleinen Leckereien. Da zählt es dann auch nicht, dass das Frühstück erst zwei Stunden zurück liegt – die Momos kommen weg. Alle. Und wir sind uns einig: Wir haben gute Arbeit geleistet! Mein verklärter Blick sagt wohl alles…

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Rezept (für sechs Personen)

Teig

½ Kilo Mehl (egal, welches)
2 Löffel Backpulver
300 ml Wasser in Zimmertemperatur

Mehl mit Backpulver in einer Schüssel gut vermischen. Langsam Wasser dazugeben und solange rühren, bis es gut vermixt ist. Eine flache Oberfläche (zum Beispiel der Tisch) und Hände mit Mehl einreiben, damit der Teig nicht kleben bleibt. Dann den Teig ca. drei bis fünf Minuten lang kneten. Danach den Teig rund sechs Minuten unter einem Plastikbehälter, Stoff oder ähnlichem rasten lassen, damit er ein bisschen aufgehen kann.

Füllung für verschiedene Momos

Klassische Momos:

½ mittelgroßes Kraut, klein gehackt
1 große Karotte, geschält und geraspelt
2 mittelgroße Zwiebel, klein gehackt
½ Teelöffel Salz
3 Löffel Gemüseöl
1 Löffel Knoblauch, klein gehackt
1 Löffel klein geschnittene Frühlingszwiebel, nur die grünen Teile
1 Löffel klein geschnittener grüner Paprika
1 Löffel gehackter Koriander
¼ Teelöffel gemahlener Pfeffer

alles gut in einem Topf vermischt.

Füllung auf den Teig - und bald ist der Momo fertig. Foto: Doris

Füllung auf den Teig – und bald ist der Momo fertig.

Spinat-Kartoffel-Momos:

¼ Kilo Spinat, klein geschnitten
1 – 2 gekochte Kartoffel, geschält und geraspelt

Rest der Zutaten bleibt gleich.

Süße Momos:

3,5 Löffel Öl
ein Esslöffel Zucker (auch brauner Zucker)
1 Löffel Sesamkörner
3 Löffel Mehl

alles in eine Pfanne geben, vermischen und auf heißer Flamme solange anbraten, bis es braun geworden ist.

Weniger traditionell, aber sicher genauso gut sind auch Momos mit purer Schoko-Fülle, einer Bananen-Mischung oder einfach den Zutaten, nach denen es dir gerade gelüstet.

Zubereitung der süßen Füllung. Foto: Doris

Zubereitung der süßen Füllung.

Um aus dem Teig die Momos zu formen, eine Portion Teig (ca. zwei Finger breit) nehmen, zuerst in der Hand flach drücken und schließlich zu kleinen runden Keksen ausrollen. Zirka ein Löffel der gewünschten Füllung in die Mitte des Teigs geben, alles in die linke Hand nehmen und mit den Fingern beginnen, die Enden zusammenzudrücken, sodass der Momo schließlich verschlossen wird.

Alle Momos können gedämpft oder gebraten serviert werden. Die Momos in einem Dampfkochtopf ca. 15 Minuten dämpfen. Wer die Momos braten möchte, gibt sie dann kurz in eine Pfanne mit etwas Öl und lässt sie kurz anbraten, bis sie knackig und braun sind.

2 Finger-breite Stücke werden zu mittelgroßen Momos. Foto: Doris

Zwei Finger breite Stücke werden zu mittelgroßen Momos.

Kochschülerinnen bei der Arbeit. Foto: Doris

Kochschülerinnen bei der Arbeit.

Die kleinen Köstlichkeiten vor dem Fertigwerden. Foto: Doris

Die kleinen Köstlichkeiten vor dem Fertigwerden.

Und dann? Einfach nur genießen und so einen verklärten Gesichtsausdruck bekommen wie ich!

ཞལ་ལག་ཉེས་པོ་གནང་རོགས། – Guten Appetit, wie die Tibeter sagen!

Und Mahlzeit! Foto: Doris

Und Mahlzeit!

 

Lhamos Kitchen liegt in der Bhagsu Road in McLeod Ganj. Überall hängen Plakate der von Lonely Planet „recommended kitchen“ auf. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann es ja mit einer Reservierung via Email lhadomsering@yahoo.com oder Telefon 9816468719 versuchen. Aber es genügt auch einfach bei ihm vorbei zu kommen, in Lhamos winziger Küche haben – angeblich – bis zu zwölf Personen Platz.

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Mitbringsel aus Teneriffa: Schoko-Bananen-Gofio-Kugeln

„Mit Gofio kann man einfach alles machen: Man nimmt einfach Schokoladencreme, gibt Rosinen dazu, dann noch etwas Rum, vermischt das Ganze mit Gofio und wälzt es in Kokosflocken.“ Dass uns Dragan,…

„Mit Gofio kann man einfach alles machen: Man nimmt einfach Schokoladencreme, gibt Rosinen dazu, dann noch etwas Rum, vermischt das Ganze mit Gofio und wälzt es in Kokosflocken.“ Dass uns Dragan, unser Guide von Cueva del Viento auf Teneriffa, mit diesen Worten bloß den Mund wässrig gemacht, aber keine Kostprobe dieser schokoladigen Eigenkreation gegeben hat, verzeihe ich ihm bis heute nicht.

Gleich aus Teneriffa mitgenommen: Gofio - kann man aber auch selbst machen. Foto: Doris

Gleich aus Teneriffa mitgenommen: Gofio – kann man aber auch selber machen.

Aber bitte was ist Gofio? Ich bin ja offenbar bei meiner Reisevorbereitung etwas schlampig, sonst wäre ich nicht erst am Ort des Geschehens – in diesem Fall Teneriffa – mit so einer landestypischen Spezialität vertraut geworden. An Gofio kommt man jedenfalls auf der Kanarischen Insel so wenig vorbei wie an Lava. Die „Mehlart“, die früher vor allem aus gerösteter Gerste hergestellt wurde, wird heute aus Mais oder anderen Getreidearten produziert. Serviert wird es warm, kalt, mit Wasser oder Milch, mit Olivenöl oder Honig, verarbeitet zu Laibchen, Pasten, Brei – kurz, es ist ein Alleskönner. Klar, dass ich mir eine Packung dieses Wunderdings mitgenommen habe, das noch dazu außer dem zugesetzten Meersalz keinerlei Konservierungs- und Farbstoffe enthält und reich an Vitaminen, Proteinen und Mineralien ist.*

Die Zutaten - hat wohl jeder in seiner Küche, sogar ich. Foto: Doris

Die Zutaten hat wohl jeder in seiner Küche, sogar ich.

Und anders als viele anderen Mitbringsel habe ich es nicht nur ins Regal gestellt, sondern gleich verwendet, indem ich Dragans Rezept ein bisschen umgewandelt habe. Kunst steckt wirklich keine dahinter, muss man doch Gofio nicht mal kochen oder backen, um es essen zu können. Bitteschön, ein Rezept mit Teneriffa-Feeling:

Zutaten

– Bananen – ich habe dafür sogar Original-Bio-Bananen aus Teneriffa verwenden können. Die haben wir nämlich als Abschiedsgeschenk von unserer Unterkunft, der Bananenplantage Casa Rural El Patio de Tita erhalten. Bananen aus Teneriffa schmecken etwas süßer und ihre Schale ist grüner als „normale“ Bananen, wie wir sie kennen – aber auch letztere sind natürlich für das Rezept verwendbar.
– Schokoladencreme
– Ein Schuss Rum (in meinem Fall habe ich Fairtrade Rum von den Tres Hombres genommen)
– Je nach Geschmack Leinsamen, Mandel- und Kokosflocken, Rosinen…
– Und natürlich Gofio

Zubereitung

Man mische alles nach Geschmack und Gefühl zusammen, bis man einen form- und knetbaren Teig erhält – am besten einfach probieren. Ich habe das Ganze dann zu Kugeln geformt, in Mandelflocken gerollt und einige Stunden (für Geduldige über Nacht) in den Kühlschrank gestellt, denn hart und gekühlt sind die schnellen Pralinen einfach noch besser.

¡Que aproveche!

 

*P.S.: Wer gerade nicht nach Teneriffa kommt und Gofio auch nicht online bestellen möchte, der kann sich ganz einfach sein eigenes Gofio herstellen: Weizen- oder Gerstenkörner bei mittlerer Hitze in einer Pfanne rösten. Immer gut rühren, damit sie gleichmäßig geröstet werden. Sobald sie zu riechen beginnen und Geräusche wie beim Aufpoppen von Popcorn hörbar werden, in eine Schüssel schütten. Kurz auskühlen lassen und mit einem Standmixer zerkleinern.

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Meine Lieblingsrezepte aus der Yoga-Küche auf Hawaii

„Essen ist mir ja normalerweise egal,“, sagt sie und schenkt mir dabei ein begeistertes Lächeln, „aber hier schmeckt es großartig!“ Ein schöneres Kompliment kann eine Köchin nicht bekommen, also serviere…

„Essen ist mir ja normalerweise egal,“, sagt sie und schenkt mir dabei ein begeistertes Lächeln, „aber hier schmeckt es großartig!“ Ein schöneres Kompliment kann eine Köchin nicht bekommen, also serviere ich diesem Gast gerne und mit stolzgeschwellter Brust eine extra Portion Salat. Schließlich habe ich als Freiwillige beim Kochen in der Yoga Community Kalani auf Big Island, Hawaii geholfen.

Mahlzeit - auf dem Lanai, dem Essensbereich in Kalani. Foto: Jess Scranton

Nun mag sein, dass im paradiesischen Umfeld von Hawaii alles besser schmeckt, doch nachgekocht kann man sich das fitte Urlaubsfeeling auch nach Hause holen. Deshalb haben mir die Köche und Köchinnen von Kalani hier einige ihrer veganen Lieblingsrezepte – jeweils für sechs Personen – verraten. Was für ein Zufall, dass es sich dabei auch um meine Highlights handelt.

Morgendliches: George’s Bio-Ahorn-Granola

Ob es daran liegt, dass Dessertchef George’s Granola bisher als „Geheimrezept“ unter Verschluss gehalten wurde oder daran, dass es einfach soooo köstlich ist: Die meisten Gäste fragen, wie man das Granola auch Zuhause auf den Frühstückstisch zaubert. Jetzt ist das Geheimnis gelüftet:

600g Bio-Haferflocken, nicht gekocht
Jeweils 130g von mindestens vier dieser Zutaten:
– Bio-Pekannüsse
– Bio-Mandeln
– Bio-Pinienkerne
– Bio-Sonnenblumenkerne
– Bio-Kokosflocken
– Bio-Walnüsse
– Bio-Kürbiskerne
– Bio-Erdnüsse
– Bio-Sesam
1 ½ Teelöffel Bio-Zimt
1 Teelöffel Bio-Muskat
1 ½ Teelöffel Bio-Salz
90g brauner Bio-Zucker
2 Teelöffel Bio-Vanilleextrakt
1 Tasse Bio-Ahornsirup
150g Bio-Kokosöl oder Bio-Erdnussöl

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Alles mit den Händen gut vermischen und dann auf einem Blech auflegen. Zusammendrücken, damit die Granola flach wird. Rund 20 Minuten Backen bis es braun wird, dazwischen nicht verrühren. Vollständig abkühlen lassen und schließlich in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Nichts für SuppenkasperInnen: Grüne Papaya Suppe

1 mittelgroße Bio-Zwiebel, geschnitten
2 Zehen Bio-Knoblauch, ebenfalls geschnitten
2 Esslöffel Bio-Ingwer
2 geschnittene Bio-Karotten
1 bis 2 grüne Bio-Papaya, geschält, entkernt und in Würfel geschnitten
1 bis 2 Esslöffel Bio-Kochöl
150g geschälte Bio-Tomaten, geschnitten
1 Teelöffel getrockneter Bio-Oregano
1 Teelöffel getrocknete Bio-Petersilie oder 1 Esslöffel frische Bio-Petersilie, gehackt
Meersalz zum Abschmecken
2 kg lange Bio-Reisnudeln (Sai Fun)
0,70 l Bio-Gemüsesuppe

Das Öl in einem Suppentopf erhitzen, darin die Zwiebeln anbraten, bis sie hellbraun sind. Karotten, Knoblauch und Ingwer dazu geben und für weitere drei Minuten erhitzen. Tomaten, Papaya und Kräuter hinzufügen. Danach mit der Gemüsebrühe aufkochen, die Nudeln dazu geben und für weitere 15 Minuten (oder bis die Nudeln fertig sind) kochen. Heiß servieren.

Variation: Man kann auch Spinat oder anderes grünes Gemüse hinzufügen. Mit grünem Zwiebel garnieren, Sprossen und Koriander oder Kresse beifügen.

Auf dem Bauernmarkt in Hilo gibt es übrigens eine andere empfehlenswerte Köstlichkeit aus grüner Papaya: Den Green Papaya Salad von Ratana’s Green Papaya Salad, einem kleinen Stand unter den anderen Essensshops. Ich habe ihn probiert – er ist köstlich!

Knackiges: Spinat- und Brunnenkresse-Salat mit Himbeer-Vinaigrette

300g Bio-Spinatblätter
60g Bio-Brunnenkresse
15g getrocknete Bio-Cranberries
15g geröstete Bio-Walnüsse
30g geschnittene rote Bio-Zwiebel
30g frische Bio-Himbeeren
8 Esslöffel Bio-Olivenöl
2 Teelöffel Bio-Sherryessig
1 Teelöffel Bio-Balsamico-Essig
Salz und frisch geriebener Bio-Pfeffer

Für das Dressing den Essig und die Hälfte der Himbeeren in einen Mixer geben, dann mit Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salatzutaten mit dem Rest der Himbeeren und dem Dressing abrühren. Sofort servieren.

Sowohl die Suppe als auch den Salat kann man als Vorspeise, als pūpū (so der hawaiianische Ausdruck) genießen. Oder einfach so, weil alles ʻono (= köstlich) ist!

Lasst es euch schmecken!

 

Dieser Beitrag ist ein Vorgeschmack auf mein Reise-Buch über meine Zeit in der Yoga-Community auf Hawaii. Darin gibt’s noch mehr Rezepte und vor allem viele „Schmankerl“ von Big Island und den anderen Inseln: Hawaii – zwischen Yoga, Lava und Kochtöpfen. Drei Monate in einer Community auf der Trauminsel

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Marokkanischer Kichererbsensalat – Und der Sommer wird bunt

Farbenfroh! Wenn ich an Marokko denke, so läuft mein inneres Auge über vor bunten Bildern: Reges Markttreiben, üppige Farbenpracht und verspielte Reize für die Sinne – das ist Marokko für…

Farbenfroh! Wenn ich an Marokko denke, so läuft mein inneres Auge über vor bunten Bildern: Reges Markttreiben, üppige Farbenpracht und verspielte Reize für die Sinne – das ist Marokko für mich. Genauso reich an Farben ist auch der marokkanische Kichererbsensalat mit Karfiol/Blumenkohl, den es heute bei mir auf meiner Reise durch die Küchen der Welt gibt. Von den reichen Geschmäckern gar nicht zu sprechen. Genau das Richtige für den heißen Sommer!

Hier gibt’s das Rezept (für 4 Portionen)

250g Bio-Kichererbsen (aus der Dose)
1 Bio-Karotte
1 kleiner Bio-Karfiol
3 Bio-Knoblauchzehen
1 Bund Bio-Petersilie
1 kleiner Bio-Radicchio (optional)
1 Bio-Zitrone
1/2 TL Bio-Kreuzkümmel
1 EL weißer Bio-Balsamico Essig (Alternativ ein anderer Essig)
1 EL gerösteter Bio-Sesam
Salz, Bio-Pfeffer und Bio-Olivenöl zum Abschmecken beziehungsweise kochen

Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Karotte schälen und in dünne Scheiben, den Karfiol in Röschen schneiden. Knoblauch schälen und zerkleinern. Petersilie abzupfen und ebenfalls schneiden. Radicchio putzen und in Blätter teilen. Danach rund 250 ml Salzwasser mit einem Stück Zitronenschale aufkochen. Karotte dazugeben, zugedeckt rund zwei Minuten kochen. Dann den Karfiol beigeben und so lange kochen, bis er bissfest ist. Gemüse abseihen und mit zwei Esslöffel Zitronensaft sowie einem Esslöffel Olivenöl vermischen, abkühlen lassen. Das Kochwasser auffangen, zurück in den Topf geben und köcheln lassen, bis nur noch die Hälfte da ist. Danach mit dem Gemüse vermischen.

In der Zwischenzeit ein Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Knoblauch darin kurz anrösten. Kreuzkümmel und Kichererbsen hinzu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen Moment braten. Dabei das Ganze rühren. Mit Balsamico ablöschen, wieder kurz erhitzen und das restliche Gemüse dazu geben. Den Salat durchziehen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie dazu und mit Radicchio anrichten. Den Sesam kurz anrösten und über den Salat streuen.

Fertig ist das ideale Sommergericht! Oder بالهنا و الشفاء!, wie man vermutlich in Marokko hören kann!

 

Weitere wunderbare vegane Salate auf The bird’s new nest: Spargel-Dinkel-Salat, Hirse-Salat und Warmer Zucchinisalat

Auf der Suche nach weiteren veganen Rezepten? In der Kategorie Kochen. findet ihr alle unsere Rezepte.

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Alleskönner Hommos: Wie ihn alle (machen) können und mögen

Es gibt Standardgerichte, die bei fast jeder Grillerei, jedem Potluck, jedem Picknick dabei sind – oder zumindest dabei sein sollten. Der arabische Hommos (aka Hummus, Humus, Hommus, Hummous, Housmus, Hoummous,…

Es gibt Standardgerichte, die bei fast jeder Grillerei, jedem Potluck, jedem Picknick dabei sind – oder zumindest dabei sein sollten. Der arabische Hommos (aka Hummus, Humus, Hommus, Hummous, Housmus, Hoummous, Humos) gehört dazu. Und wie dieser orientalische Alleskönner am Besten zubereitet wird, das verriet mir und euch Yasmin – ihres Zeichens Halb-Libanesin.

Hier gibt’s das Rezept

500g getrocknete Bio-Kichererbsen
5 Bio-Knoblauchzehen
1 EL Bio-Tahini (Sesampaste)
Bio-Olivenöl
Bio-Zitronensaft
Salz
Bio-Kreuzkümmel

Die Kichererbsen einige Stunden (oder noch besser über Nacht) in viel Wasser einweichen und anschließend weich kochen. Im Druckkochtopf geht’s am Schnellsten, und angeblich hilft eine Messerspitze Natron/Speisesoda (bei mir klappt’s normal auch wunderbar ohne).

Die weichen Kichererbsen abseihen – Kochwasser aufheben! – und etwas abkühlen lassen. Danach mit sämtlichen Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab pürieren.  Je nach gewünschter Konsistenz kann etwas Kochwasser hinzugefügt werden. Fertig!

Die Mengen sind je nach Geschmack variierbar, am besten zwischendurch immer wieder mal probieren. Dies ist die klassische und meiner Meinung nach beste Hommosversion. Durch Zugabe weiterer Gewürze wie Curry, Wasabi, Paprika etc. kann das Rezept abgewandelt werden.

Am besten schmeckt Hommos mit arabischem Fladenbrot. Na dann, Mahlzeit – oder besser gesagt الوجبة!

Es gibt Standardgerichte, die bei fast jeder Grillerei, jedem Potluck, jedem Picknick dabei sind – oder zumindest dabei sein sollten. Der arabische Hommos (aka Hummus, Humus, Hommus, Hummous, Housmus, Hoummous, Humos) gehört dazu. Und wie dieser orientalische Alleskönner am Besten zubereitet wird, das verriet mir und euch Yasmin – ihres Zeichens Halb-Libanesin.

Hier gibt’s das Rezept

500g getrocknete Bio-Kichererbsen
5 Bio-Knoblauchzehen
1 EL Bio-Tahini (Sesampaste)
Bio-Olivenöl
Bio-Zitronensaft
Salz
Bio-Kreuzkümmel

Die Kichererbsen einige Stunden (oder noch besser über Nacht) in viel Wasser einweichen und anschließend weich kochen. Im Druckkochtopf geht’s am Schnellsten, und angeblich hilft eine Messerspitze Natron/Speisesoda (bei mir klappt’s normal auch wunderbar ohne).

Die weichen Kichererbsen abseihen – Kochwasser aufheben! – und etwas abkühlen lassen. Danach mit sämtlichen Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab pürieren.  Je nach gewünschter Konsistenz kann etwas Kochwasser hinzugefügt werden. Fertig!

Die Mengen sind je nach Geschmack variierbar, am besten zwischendurch immer wieder mal probieren. Dies ist die klassische und meiner Meinung nach beste Hommosversion. Durch Zugabe weiterer Gewürze wie Curry, Wasabi, Paprika etc. kann das Rezept abgewandelt werden.

Am besten schmeckt Hommos mit arabischem Fladenbrot. Na dann, Mahlzeit – oder besser gesagt الوجبة!

P.S.: Wusstet Ihr übrigens, dass das Wort hummus / ‏ حمص‎ / ḥummuṣ (dialektal) bzw. ḥimmiṣ/ḥimmaṣ (klassisch) Kichererbse bedeutet? Ich nicht, danke Wikipedia!

 

Perfekt zu Hummus passen die folgenden veganen Rezepte auf The bird’s new nest:  Kalte Gurkensuppe, Gazpacho und vegane Falafelbällchen mit Soja-Minz-Joghurtdip

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Eine süße Einladung: Jemput-Jemput!

Komm‘ rein – komm‘ rein! Invite – Invite! So lässt sich Jemput-Jemput übersetzen, und ein Gericht, das so einladend heißt, kann nur einladend schmecken. Der Meinung ist auch meine Freundin…

Komm‘ rein – komm‘ rein! Invite – Invite! So lässt sich Jemput-Jemput übersetzen, und ein Gericht, das so einladend heißt, kann nur einladend schmecken. Der Meinung ist auch meine Freundin Mardy aus Singapur, die mir das Rezept für das vegane Dessert mit Banane geschickt hat. Ob die süße Köstlichkeit allerdings aus ihrer Heimat Indonesien oder vielleicht doch aus Malaysien stammt, darüber streiten sich im Internet die Geister. Mir ist das egal, Hauptsache, es schmeckt!

Zutaten für vier Personen

3 bis 4 Bio-Bananen, je reifer, desto besser
So viel Bio-Mehl, dass ein sehr zäher Teig entsteht
Bio-Zucker (Menge je nach Geschmack und Süße der Bananen)
Bio-Zimt
Bio-Pflanzenöl zum Herausbacken oder Frittieren
Bio-Vanilleeis zum Dazuschlemmen

Die Bananen zerdrücken, mit Mehl zu einem zähen Teig vermischen. Mit Zimt und Zucker abschmecken. Das Pflanzenöl in der Zwischenzeit in einem Topf so heiß machen, dass es Blasen wirft. Die Teigmasse in kleine Bällchen formen und im Öl heraus backen beziehungsweise frittieren bis sie braun und knackig sind. Achtung, das kann bei der Hitze ganz schön schnell gehen – am besten mit dem Löffel immer wieder die Teigmasse umrühren, damit alle Seiten gleichmäßig braun werden.

Wer nicht so viel Öl verwenden mag, kann die Masse auch einfach in etwas Öl heraus backen. Dann werden sie zwar nicht rundum braun, aber schmecken auch köstlich! Die Bällchen heraus nehmen und auf einer Küchenrolle abtropfen lassen. Mit Staubzucker dekorieren, Vanilleeis dazu – das gibt es ja auch in der veganen Version – und schon sind sie fertig.

Da bleibt mir nur zu sagen: Jemput-Jemput!

 

Weitere wunderbare vegane Desserts auf The bird’s new nest: Schoko-Bananen-Gofio-Kugeln, Gebackene Mäuse und Bananen-Schoko-Melt

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