Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

Wednesday 19th, February 2014 / 13:58 von
Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?Bild: AlexanderStein / pixabay.com

Dass The bird’s new nest den Zusatz Eco. Life. Style. Magazine. trägt, bedeutet nicht nur, dass sich alle Artikel – abgestimmt auf den jeweiligen Themenbereich – rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen, sondern dass auch im Hintergrund alles möglichst ökologisch ablaufen soll.

Deshalb dreht sich mein heutiger Kolumnenbeitrag darum, wie “eco” The bird’s new nest hinter den Kulissen ist. Und wie wir den Öko-Faktor noch höher schrauben können. Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf meinem eigenen Home-Office, andererseits auf der Online-Redaktion. Nachdem man ja immer zuerst vor der eigenen Türe kehren soll, beginne ich mal mit meinem Arbeitsplatz zu Hause.

Wie es oft bei Start-ups üblich ist, ist das Budget knapp bemessen. Deshalb ist mein Schreibtisch ein Vollholz-IKEA-Teil, das ich vor über zehn Jahren gebraucht gekauft habe. Auch wenn er optisch kein Glanzstück (mehr) ist, erfüllt der Tisch doch alle Aufgaben, die man an oder auf ihn stellt. Für Vollholz und Second Hand bekommt der Schreibtisch schon einmal eine gute Öko-Note.

Mein Computer, der sich auf dem Schreibtisch befindet, hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, was man vor allem bei Bild- und Videobearbeitung merkt. Auch wenn es schon einige Schwachstellen wie kaputte USB-Ports gibt, sollte der Computer noch einige Zeit seinen Dienst erfüllen. Es wird sicher spannend werden, wenn ich mich irgendwann einmal auf die Suche nach einem nachhaltigen Computer machen muss.

Geheizt wird in meinem Home-Office nicht, da ich mich im Dachgeschoss befinde und es immer überdurchschnittlich warm ist. Beispielsweise hat es jetzt, Mitte Februar gegen 20:30 genau 26,5 Grad. Das hat auch Auswirkungen auf meine Arbeitskleidung, im Moment sitze ich hier in Boxershorts und Tank-Top. Das bedeutet auch, dass weniger Stoffmenge gewaschen werden muss. Der Strom, mit dem Waschmaschine und natürlich auch Computer, Licht, Musikanlage – ich höre fast immer Musik beim Arbeiten – betrieben werden, kommt vom Ökostrom-Anbieter AAE, Alpen Adria Energie: aae-energy.at

Natürlich brauche auch ich Energie, um durch den Arbeitstag zu kommen. Deshalb nun zu meiner üblichen Nahrungszufuhr. Den Tag starte ich üblicherweise mit einem Kaffee und Marmeladebrot, dazu gibt es ein großes Glas Wasser. Zubereitet wird der Kaffee in einer Espressokanne auf dem Herd, der Kaffee selber stammt von Alnatura, meiner Meinung nach der mit Abstand beste Espresso. Das Wasser stammt aus der Leitung und Brot und Marmelade sind immer vegan und bio, auf Margarine verzichte ich schon seit Jahren. Mittags gibt es üblicherweise nur einen kleinen Snack, da ich sonst für gute zwei Stunden nicht arbeitsfähig wäre, weil sich mein gesamter Körper auf Verdauungsmodus stellt. Mein All-Time-Klassiker ist Brot mit Hummus, und dazu einen Salat, natürlich wieder alles bio und vegan. Am Nachmittag gibt es dann nochmals einen Kaffee und abends wird dann warm gegessen, und das in deutlich grösseren Portionen, da ich komischerweise später am Tag durch reichliches Essen nicht so müde werde wie zu Mittag. Gekocht wird, was der Kühlschrank hergibt, zum Beispiel gebratenen Tofu mit Paprika und Reis, Pasta mit Tomatensoße, Polenta mit Rotkohl, Linsensuppe, Linsencurry mit Reis, Gebratene Zucchini mit Tofu oder – mein Abendessen nachdem ich diesen Artikel geschrieben hatte – Vogerlsalat (Feldsalat) mit Apfel und gebratenem Tofu.

Welche Bereiche lassen sich noch näher beleuchten? Was den Anfahrtsweg zu Meetings, Besprechungen und anderen Terminen angeht bin ich mit meinem Auto relativ unökologisch unterwegs. Zwar versuche ich, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren, wenn ich aber etwas zu transportieren habe, oder der Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dreimal so lang wäre, siegt das Auto – und damit letzten Endes die Zeitersparnis. Nachdem das ökologischste Auto das ist, das nicht produziert wird, bin ich mit meinem 13 Jahre alten Gebrauchtwagen im Vergleich zumindest besser unterwegs als mit einem Neuwagen.

Alle Give-Aways werden mit wiederverwendetem Versandmaterial verpackt, an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die für mich gebrauchtes Verpackungsmaterial sammeln und mich immer wieder damit versorgen! Versandt wird mit der Österreichischen Post, alle Sendungen werden hier CO2 neutral zugestellt: post.at/co2neutral Listen und Notizen werden auf Schmierpapier gemacht, Blöcke und Büromaterial habe ich zum Teil noch vom Studium und auch von Freunden bei Tauschpartys ertauscht.

Nun noch zur Online-Redaktion. Der Anfahrtsweg ist für alle Teammitglieder denkbar kurz. Die Online-Redaktion liegt auf einem anderen Server als The bird’s new nest, und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es auch ökologische Provider gibt. Sobald sich die Möglichkeit eines Wechsels ergibt, werde ich mir diese Thematik näher ansehen. Nachdem die Redaktion nur virtuell existiert, ist das aus meiner Sicht auch der einzige Faktor bei der ökologischen Bewertung.

Ich hoffe, ich habe alle Bereiche bedacht und nichts vergessen – falls euch noch etwas einfällt oder ihr Tipps habt, wie ich The bird’s new nest noch umweltfreundlicher gestalten kann, hinterlasst mir bitte einen Kommentar, ich freue mich sehr über eure Ideen und Anregungen!

Über den Autor

Edda ist die Herausgeberin und Chefredakteurin von The bird's new nest. Sie wohnt an der südlichen Stadtgrenze Wiens, ist Veganerin, kauft ausschließlich Bio-Produkte und ist ein riesiger Tierfreund. Außerdem liebt sie Bücher, Sonnenschein und ihre Badewanne.

Alle Artikel von Edda

4 Comments on “Aus der Redaktion: Wie nachhaltig sind wir?

  • Hallo Edda,
    da hast Du aber Glück, dass dein Dachgeschoss so warm ist. Das Haus ist offenbar gut isoliert. Du hattest schon mal in einem Blogpost geschrieben, dass Du im Tank-Top rumläufst, was mich damals sehr gewundert hat. Hoffe dann aber, dass Du in einem heißen Sommer keine tropischen Temperaturen hast!!

    Bei uns ist das genau anders, wir wohnen nämlich im kältesten, am schlechtesten isolierten Haus der ganzen Stadt. Als wir vor kurzem morgens -10° hatten, waren in der Küche und im Arbeitszimmer nur +11°. In Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad nur +14°. Und auch wenn Du heizt, hält sich die Wärme nie lange. Ich laufe 3/4 des Jahres in einer dicken Fleece Jacke, Wollsocken und Schaffellhausschuhen rum. Es dauert nämlich auch im Frühjahr/Sommer sehr lange, bis das Gemäuer wärmer wird.
    Der einzige Vorteil, wenn in einem Sahara Sommer draußen mehr als 35° sind, habe ich drinnen nie mehr als 20-22°!

    Reply
    • Glück ist relativ – mit den tropischen Temperaturen triffst du den Nagel leider auf den Kopf. Im Sommer hat es untertags leider immer mindestens 38 Grad. Das macht effizientes Arbeiten ziemlich unmöglich. Zum Glück ziehe ich ja nächsten Herbst um, das heisst nur noch einen Sommer in der Hitze brüten und dann hoffentlich ein besseres Arbeitsklima. 😉

      Oje, zu schlecht isoliert ist natürlich das andere extrem.Dann hoffe ich mal, dass ihr zumindest nie friert bei den Temperaturen.

      Reply
  • Falls du zu Anschaffungsfragen mal Hilfe brauchst unterstütze ich gerne. Für Computer, Bildschirm,… gibt es TCO (http://tcodevelopment.com/). Da sind einige Vorgaben zu erfüllen, damit dieses Siegel erlangt wird. Auf deren Seite gibt es auch eine Produktübersicht.
    Falls Du Internetrecherchen nicht über ECOSIA machst, dann empfehle ich die Suchmaschine. Durch Internetsuche pflanzt du mit dieser Suchmaschine Bäume: http://www.ecosia.org/
    LG
    Andreas

    Reply
    • Vielen Dank für das Angebot und den Hinweis auf das Label – das kannte ich noch gar nicht. 🙂 Ecosia kenne ich natürlich schon, aber danke trotzdem. 🙂

      Reply

Kommentar verfassen

Suche

The bird’s new nest auf…

Give-Away.

Newsletter.

Hier kannst du dich für den wöchentlichen Newsletter von The bird's new nest anmelden:

Schon gelesen?

Ads.

Blogheim.at Logo